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  Forum: Kunsthalle
    Thema: Portraits/Aktphotographie
NachtelbinWas ist zu beachten?

Da wir uns in letzter Zeit öfter mal auf Kamera und Scheinwerfer gestürzt haben, ist schon so einiges zustande gekommen, allerdings noch recht laienhaft. Soll heißen, die Bilder sind ganz in ordnung, aber irgendetwas stört immer.
Hätte hier nun jemand so etwas wie Richtlinien für diesen Aspekt der Photographie? ( für Fotographen und "Motiv")

So wurde zum Beispiel auf einem Foto bemängelt, dass die Haare sich im Verhältnis zum Gesamtbild unter dem Gesicht befanden, was gilt es noch zu vermeiden?

Irgendwelche speziellen Tipps und Tricks? (auch im Bezug auf Vorbereitung...wie bekommt man zum Beispiel schöne Wasserperlen auf den Körper, ohne dass sie gleich zerfliessen?)
Welche Filme sind am besten geeignet?

Gruß, die Nachtelbin
Creobotrahi,

für die wasserperlen hätt ich einen tip:

Glyzerin (gibts in jeder apotheke)
siehts genauso aus, hält sich dafür besser.

beim rest halt ich mich lieber raus *:D*

viele grüsse
creo
Great White DeathFilm -> [b]Ilford XP2 Super 400[/b]

Ist ein monochromer Farbfilm, hat statt grauen allerdings eher braune Abstufungen und wirkt dadurch besonders warm...
Wenn du den Film zum entwickeln gibst, pack aber lieber ´nen Zettel dazu, auf dem GROSS vermerkt ist, daß er auf C41 entwickelt werden muß und du Farbabzüge willst... da der Film nicht so verbreitet ist, wird das nämlich gern vergessen (Bei ´nem Bekannten wurde der Film in SW-Chemikalien entwickelt... reif für die Tonne, bei mir wurde er richtig entwickelt aber SW-Abzüge gemacht... schaut zwar auch gut aus, ist aber wesentlich teurer)

Glyzerin wurde ja schon genannt... alles andere ist eigentlich Gefühls- bzw. Geschmackssache
Amureija[offtopic]@GWD: Das Problem hat ich letztens auch ... ich glaube die haben meinen xp2er film einfach s/w-entwickelt ... Bilder sind okay, aber ich wollte ja gerade die Colorentwicklung ausprobieren *seufz*[/offtopic]

Zur Aktphotographie: Also ich persönlich habe mich bis jetzt nur einmal ausprobiert damit, wobei ein paar gute Bilderchen raugekommen sind (aber 80% war Schrott). Damals hatten wir einen weißen Hintergrund und alles war stark ausgeleuchtet.
Wenn ich nochmal ein Model vor meine Linse bekomme, würde ich gerne mit Licht und Schatten auf dem Körper experimentieren - finde ich am spannensten.
Great White DeathIch habe bisher immer einen schwarzen Hintergrund benutzt und mit Halogenstrahlern ausgeleuchtet... aber wie gesagt, ist halt mal alles Geschmackssache
AmureijaDamals war das eher eine Geldfrage - weiße Bettlaken hatten wir ... schwarze leider nicht ;)
Animaniacsalve!
f?r einen sch?nen wasserperleneffekt empfehle ich Baby?l und eine Spr?hflasche (da die tropfen sehr fein sind laufen sie net so schnell)
Ansonsten beim Hintergrund darauf achten, da? der kontrast insgesamt stimmt. Ist immer ein wenig schwierig wenn jemand sehr helle haut aber dunkle haare hat!

Greez
Animaniac

PS: wenn jemand sich als model zur verf?gung stellen m?chte einfach ne kurze PM schicken! :-)
OrcaDesign... um auf die Frage des Films zurückzukommen und welche ich dort am liebsten verwende:
a) Farbaufnahmen/negativ: erste Wahl bei mir der Kodak Royal Gold - ist aber glaube ich ein Auslaufmodell (insofern, nach dem Nachfolger fragen).
b) Farbaufnahme/positiv: Fujichrome Sensia oder Velvet
c) SW-Aufnahmen (negativ - echte positive kriegt man derzeit nicht zu kaufen): da geht für mich für diese Art Aufnahmen nichts über den guten alten Kodak Tri-X 400 (oder wer sowas noch hat: ORWO NP20 - den nehm ich am allerliebsten her), alleine durch die vorhandene leichte Körnigkeit. Das ganze am besten gepusht auf ASA1600 (setzt allerdings voraus, daß man eine Dunkelkammer sein eigen nennt; Labore machen das zwar auch, wenn man's angibt, aber zu nem unverschämten Preis).
Ebenso ein Versuch wert der Ilford SFX200 (roterweitert, IR-Tendenz) - allerdings nur sinnvoll nutzbar in Verwendung mit einem Rottfilter.

Apropos SW: hier sollte sowieso nur (!) mit Farbfiltern photographiert werden... je nach Motiv und dem, was man erreichen will, empfiehlt sich die Verwendung von orange oder grün/blau (wenn man sich nicht sicher ist: orange ist da immer eine gute Wahl).
Warum? Do ya know 'Komplementärfarbe' ;)? Farbmodellierung nennt der Fachmann das.

Beleuchtung: Licht von unten immer vermeiden (sieht dämonisch aus), ein starkes von schräg oben und ein nicht so starkes von vorne (zur Aufhellung) ist meist eine gute Wahl.
Zwei, drei Scheinwerfer sollte man schon haben und im Grunde ist die Ausleuchtung auch das, womit man am meisten experimentieren sollte.
Auch Lage der Kamera ist recht wichtig - von einer Position oberhalb aufgenommen wirkt immer anders als von unten, etc.

Frontalaufnahmen vermeiden - besser den Kopf zur Seite drehen, leicht neigen und das ganze so aufnehmen.

Und was Wasserperlen und Co angeht: Babyöl kommt immer klasse bei Aktaufnahmen, egal ob mit Wasserperlen oder nicht ;)...

Und der wichtigste Tipp: ausprobieren, das ganze aufschreiben zu jedem Bild (kleine Skizze der verwendeten Beleuchtung, etc,), Bilder auswerten und daraus lernen.
Die besten Tipps der Welt bringen nichts, Erfahrungen muß man selber machen... und v.a. einen eigenen Stil entwickeln :)...

Kleiner Experiment-Tipp bei hellen Hintergründen: macht dann doch gleich ne High-Key-Aufnahme draus (überbelichten, so daß nur noch dunkles zur Geltung kommt)


Für die ganz experimentierfreudigen: liefert nicht immer das, was man erwartet, aber gibt oft klasse Bilder: Crossentwickeln!
Sprich: nen Diafilm kaufen, den leicht überbelichtet beknipsen und dann die Büchse mit dem Hinweis "C41" überkleben (und am besten alle Strichcodes und sonstigen Hinweise auf den verwendeten Film entfernen).
Sinn und Zweck: der Diafilm wird dann wie ein normaler Negativfilm entwickelt, was teilweise interessante Effekte liefern kann. Einfach halt mal ausprobieren.


Zum XP2: gibt den doch einfach im billigen Drogeriemarkt (wie dm) um die Ecke ab - da hatte ich bislang noch nie nen Problem... der Film ist schließlich als C41 codiert, wird als solcher denn auch entwickelt... und sollten die Schlaubis die Bilder dann dennoch einmal auf echtes SW-Papier abziehen wollen (was im übrigen weiterhin Sinn macht!), dann nehmt die Bilder halt nicht an... man muß ja nicht nehmen, was man nicht bestellt hat.
Und wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will: es gibt genügend Labore, die ohnehin keine SW-Schiene mehr haben... was man nicht hat, kann man auch nicht versuchen, darauf zu entwickeln -> der Film landet denn auf alle Fälle in der C41-Brühe.
Ich selber mag den aber ehrlich gesagt ohnehin nicht sonderlich... a) echte SW-Filme sind halt doch um Längen besser und b) ist der Kodak T-400CN für mein Empfinden noch besser... aber wie immer: Geschmackssache.

Grüssle,
Orca
darkfotowo kann man bilder sehen, welche diese fachkenntnis zum ausdruck gebracht haben?

bin gespannt konstantin
Lichtjäger[QUOTE][i]Original geschrieben von Great White Death [/i]
[B]Film -> [b]Ilford XP2 Super 400[/b]

Ist ein monochromer Farbfilm, hat statt grauen allerdings eher braune Abstufungen und wirkt dadurch besonders warm... [/QUOTE]
Nette Halbwahrheiten ...
Der XP2 liefert eigentlich nur S/W, was du als warme Farbe nennst sind eigentlich Farbfehler die bei der Ausbelichtung des Filmmaterials auf Farbpapiere auftauchen. Der Grund hierfür ist ein Farbstich im Trägermaterial, der neben Braun bis Sepia übrigens auch Grün hervorrufen kann ...
electronzum Thema schwarze (oder sonstwelche) Hintergrundstoffe bin ich einfach mal in den Kaufhof gegangen, und billige Stoffe 2 x 4 Meter für um die 10, 15 Euro rausgetragen. Wenn man mehr knipst lohnt sich das glaube ich schon. Ich fands zumindest nicht extrem teuer.

Ich hab eine schwarze und eine stahlgraue Bahn zusätzlich zu einem weißen Laken, das ich schon hatte.
darkfotoden xp-2 entwickelt man danach ja auch selber damit er wieder zum s/w film wird.
er hat nur im gegensatz zu einem normalen s/w film eine geringere filmdicke, dieses hängt damit zusammen, das er eigentlich ein farbfilm ist, welcher auf allen drei schichten einen s/w-film imitiert!!!

für filme die etwas anders sind muß man richtung osten wandern, wie z.b. der efke film er kann viel mehr als unsere west filme, aber in anderer hinsicht eben auch nicht.
er ist nicht so feinkörnig, geht aber viel besser mit den grautönen und schwarztönen um, aber nicht jede kamera mag ihn, da er dicker in seiner schicht ist, und somit der schärfepunkt sich verlagert.

als hintergrund gibt es eine möglichkeit die sehr gut ist, wenn es in baumärkten teppiche gibt, am stück, sie sind einfach zu reinigen und auch für das modell angenehm!!
FotographGeheimtipp in S/W, falls STARKE Vergrößerungen verlangt sind: der neue Fuji Acros! Meine Fotohändler (Oehling Mainz) macht sogar scharfe(!) 90x60-Abzüge vom KB-Negativformat dieses Films. Der Acros ist ein Spitzenfilm, den kriegste allerdings nicht zum Aldipreis :-)
Was ist zu beachten? Ganz einfach, schei... auf die Kommentare sogennanter "Experten", sieh dir Bilder in der Fotocommunity an, und wenn die dir gefallen stelle sie nach. Kopier den Stil, und so lernst du deinen eigenen fotografischen Blick zu schulen. Irgendwann weisst du intuitiv worauf du achten musst.
Als Lehrbuch für S/W-Akt ist meiner Meinung nach das Maß aller Dinge der Schinken "S/W-Aktfotografie" von Jens Brüggemann. Besorg dir für den Goth-Bereich Bilder die dir gefallen, analysier sie (Wie fallen die Schatten? Spitzlichter, "Heiligenscheine" ect...)
und stell sie nach. Tipps findest alle bei Brüggemann, soviel ich weiß ist das Augustus-Verlag (Oder doch "Laterna Magica"? keine Ahnung, habe es noch bei meiner Ex liegen)
Gruß,
Michael
darkfotowas kann dieser film?
nachstellen macht keinen spaß, aber das steht auf einem anderen blatt.
meine filme kosten zwischen 5 euro und 15 euro
vom pan-f bis zum planfilm, aber was macht deinen film so besonders?
ich vergrößere dir einen pan-f(50) genauso wie einen efke 100 auf 60x90 da ich mit einer blende 11 oder manchmal auch mehr arbeite.
also
was macht ihn aus?
tiefenschärfe?
kontrast?
grauabstufungen?
oder ist er besonders anwenderfreundlich?
wie reagiert er auf über oder unterbelichtung?
wie verändert sich seine schärfe?
was ist mit seiner körnung?
braucht man einen besonderen entwickler?

ein paar fragen, ich hätte noch mehr wenn du magst, aber für den anfang ....
~ChrisF~[QUOTE][i]Original geschrieben von Fotograph [/i]
[B]Geheimtipp in S/W, falls STARKE Vergrößerungen verlangt sind: der neue Fuji Acros! Meine Fotohändler (Oehling Mainz) macht sogar scharfe(!) 90x60-Abzüge vom KB-Negativformat dieses Films. Der Acros ist ein Spitzenfilm, den kriegste allerdings nicht zum Aldipreis :-)
Was ist zu beachten? Ganz einfach, schei... auf die Kommentare sogennanter "Experten", sieh dir Bilder in der Fotocommunity an, und wenn die dir gefallen stelle sie nach. Kopier den Stil, und so lernst du deinen eigenen fotografischen Blick zu schulen. Irgendwann weisst du intuitiv worauf du achten musst.
Als Lehrbuch für S/W-Akt ist meiner Meinung nach das Maß aller Dinge der Schinken "S/W-Aktfotografie" von Jens Brüggemann. Besorg dir für den Goth-Bereich Bilder die dir gefallen, analysier sie (Wie fallen die Schatten? Spitzlichter, "Heiligenscheine" ect...)
und stell sie nach. Tipps findest alle bei Brüggemann, soviel ich weiß ist das Augustus-Verlag (Oder doch "Laterna Magica"? keine Ahnung, habe es noch bei meiner Ex liegen)
Gruß,
Michael [/B][/QUOTE]

Wenn ich das schon wieder lese. Fotocommunity und die Fotos nachstellen. Nimms mir nicht übel, aber 95% aller Fotocommunityakt- und Portraitfotos sind [B]schlecht nachtgestellte[/B] Fotos. Gerade an sowas sollte sich ein Anfänger [B]kein[/B] Beispiel nehmen!
Kauf Dir lieber ein Buch von einem prof. Fotograf, der das Gebiet Portrait- Aktofotografie beherrscht. Da kannst Du viel mehr lernen, zumal dort auch Tips & Kniffe beschrieben werden.
Pygmaleonnaja also das mit dem fotos "nachstellen" ist so ne sache: du kannst heute nunmal die fotographie nicht mehr neu erfinden, das haben andere vor allem in den letzten 30 jahren getan (newton, mapplethorpe, blum, um mal meine persönlichen favouriten zu nennen),alles war irgendwie schon mal da, aber trotzdem kann man in sachen belichtung und bildkomposition sehr viel lernen und sich inspirieren lassen,wenn man sich solche meisterwerke ansieht, das muss nicht zwangsläufig heißen, dass man die fotos nachstellen soll, man kann trotzdem eigene ideen entwickeln.

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