| Timberwolf | Heute habe ich mir drei Zeichenblätter gekauft. Maße: 70x100 cm. Ja, ich habe einiges vor... Ich werde demnächst wieder anfangen, zu zeichnen. Anlass dafür ist mein neues Zuhause im Studentenwohnheim und eine große weiße Wand, die irgendwie von mir verunstaltet werden möchte. Diese meditative Leere hat zwar auch etwas für sich, aber auf Dauer sieht sie mir doch etwas zu trostlos aus. Meine alten Bleistiftzeichnungen habe ich fixiert, indem ich Klarsichtfolie darüber geklebt und sie mit einem Bügeleisen erwärmterweise richtig fest gemacht habe, so dass die meisten Lufteinschlüsse dadurch verschwanden und das Ding auch nahezu permanent haltbar gemacht wurde. Leider habe ich keine 70 cm breite Klarsichtfolie, beziehungsweise es wäre ziemlich riskant, damit so großflächig zu arbeiten. Deswegen meine Frage: [b]Womit kann ich eine Bleistiftzeichnung (möglichst dauerhaft und gefahrlos) fixieren?[/b] Ich hab schon gehört, man könne da einen Haarlack-Spray verwenden. Da frage ich mich allerdings, warum es Haarlack und nicht gleich Klarlack sein soll. Des weiteren überlege ich mir, ob es bei so großen Zeichnungen sinnvoller sein könnte, Kohlestift anstelle von Bleistift zu verwenden. Aber de facto kenne ich mich mit Kohle nicht aus (von dessen Verwendung zu Grillzwecken einmal abgesehen) und weiß nicht, was sie für bessere und schlechtere Eigenschaften gegenüber Bleistift hat. Würde mich freuen, wenn Ihr Euer Wissen darüber mit mir teilt. Natürlich würde sich das Fixierungsproblem auch hier stellen und nach einer Beantwortung verlangen. ;) Vielen Dank schon mal für die Antworten, die da hoffentlich bald und zahlreich kommen mögen. Beste Grüße vom Wolf |
| Julya | Hallo Timberwolf! Toll, was Du da vorhast! :) Ich persönlich mag beides: Kohle und Bleistift. Pro Kohle: Man kann großflächig und grob malen. Macht viel Spaß. :) Kontra Kohle: Man saut sich richtig ein und man kann nicht so gut Feinheiten zeichnen... :rolleyes: Pro Bleistift: Total vielseitig... Kontra Bleistift: Wenn man es großflächig verwenden will, muss man wirklich sehr viel Geduld aufbringen. Man kann beides sehr gut mit Haarspray fixieren. Mache ich immer so, da mir Fixatur (oder wie das heißt) zu teuer ist. Haarspray ist genauso gut und riecht auch noch besser. :) Es gibt auch verschiedene Kohlestärken. Ich würde an Deiner Stelle einfach mal im Schreibwarenladen oder im Künstlerbedarf ein paar Sachen ausprobieren. Graphitstifte sind z.B. auch ganz toll, sind auch besser für größere Flächen geeignet, als Bleistifte, die nicht gerade 8B sind oder so... ;) Also, wie gesagt, probier' einfach mal aus, was Dir am besten liegt. Liebe Grüße und viel Spaß bei Deinem Vorhaben (Ich möchte hinterher Bilder sehen! ;)) ~Julya~ Edit: Mit Klarlack wird das Blatt zu hart. Haarspray soll ja Haare auch nur halten und nicht betonieren, darum geht das besser. |
| gekitsu | bleistift hat den enormen nachteil, dass er glaenzt - fuer alles, was haengt ist bleistift deshalb mehr als ungeeignet. kohle hingegen hat die vorteile: ist dunkler ist matt laesst sehr viel mehr bravado zu als graphit, ist aber im extremfall genauso fuer details zu gebrauchen kohle laesst sich eher in groessenordnungen finden, die fuer solche zeichenformate nuetzlich sind. graphitkreiden gibts auch nur bis zu einer gewissen groesse, wohingegen es zeichenholzkohle relativ billig gibt, die man quer gehalten wunderbar zum einfaerben grosser flaechen benutzen kann. kohle ist allerdings was schwieriger zu handhaben, weil sie leichter verschmiert und im regelfall weicher ist, also auch mehr broeckelt und feinen abstufungen etwas mehr feinmotorik abverlangt. aber allein die tatsache, dass aufgehaengter bleistift eine angelegenheit ist, die dem guten geschmack zuliebe eigentlich verboten gehoerte, diktiert dir eigentlich, in kohle zu arbeiten. nimm dir am besten rohe zeichenkohlestuecke fuer grosse flaechen und reisskohlestifte (conté fusain-charcol ist recht gut, gibts auch in verschiedenen haertegraden) fuer details und schraffuren. lass blos die finger von diesem hartgepressten kohlestaubzeugs, damit laesst es sich fuerchterlich arbeiten. uebe am besten ein wenig, um mit dem material vertraut zu werden - und stell dich drauf ein, viel material zu verbrauchen. ;) |
| LostSavior | Julya und gekitsu haben eigentlich schon das Wichtigste gesagt. Kohle verwischt wesentlich leichter als Bleistiftzeichnungen, aber Haarspray sollte Abhilfe schaffen. Es gibt extra dafür vorgesehenes Fixierspray, was jedoch relativ teuer ist. Aber wenn du eine Bilder aufhängen möchtest, warum dann nicht gleich einen Bilderrahmen kaufen? :) Kostet zwar auch wieder Geld, aber wenn eine Glasscheibe davor ist, sparst du dir das fixieren und es sieht schöner aus. |
| black pearl | also ich würd dir raten,erst mal mit bleistift den entwurf zu machen,am besten mit einem weichen,zb:4b der wirkt nicht ganz so hart und unecht.... also,wenns wirklich eine große fläche ist,wird sich der bleistift hundert pro verliehren,und nur noch schwach erkenntbar sein!ich würd dir raten mit kohle vorsichtig nachzuschattieren...es gibt da auch noch verschiedene härtegrade,ausserdem kann man sie wunderbar verwischen,wenn man großflächig schattieren möchte!muss halt nur vorsichtig sein,dass es nicht bröckelt,damit hab ich mir auch schon einige bilder versaut,arrgh! @juya:mit kohle kann man auch fein zeichnen,man muss nur wissen wie! graphit mag ich persönlich nicht,dass kratzt so! zum thema fixieren :würd ich dir auf jeden fall raten!schließlich wars eine verdammt arbeit und wär schade wenns verwischt,grad bei kohle!haarspray,hab ich persönlich noch nicht ausprobiert,aber die fixur ist echt super,aber auch ned so billig!kann man auch im obi kaufen.... verrätst du uns denn was du geplant hast.....bin neugierig!harrr,da bekommt man echt lust,selbst wieder kreativ zu sein! |
| fraeulein grau | wie wär's, du machst es klassisch, wie 'ne vorarbeit zu einem fresko- erst in ockerkreiden anlegen, dann mit kohle definieren.. korrigieren geht mit knetradiergummi oder meister-proper-fleckwegschwämmen. zum Überzug: klarlack würde ich nicht nehmen, erstens gibt es immer einen gewissen glanz, auch mattlack, zwotens kann die dichte schicht die lichtbrechung um die kohle- graphit- oder wassauchimmer-partikel, die du trocken aufgebracht hast, verändern- dann sieht der strich plötzlich ganz anders aus.. fixieren muss aber sein. klassisch: fixativ. oder du nimmst eine kreide, die schon bindemittel enthält, ölkreiden vielleicht? nett und dramatisch sind auch die dicken wasservermalbaren buntstifte für kinder, schwarz kaufen, klar. trocken vorzeichnen, dann nass mit'm pinsel drüber und man hat tuscheähnliche effekte- sehr farbintensiv. ichglaube, von stabilo? bin mir grad nicht sicher. |
| gekitsu | um gottes willen nicht bnleistift und kohle mischen! heiland, das gibt einen durcheinander, wenn das haengt. eine reine bleistiftzeichnung spiegelt halt, das sieht zwar bescheuert aus, aber man kann noch erkennen, was dargestellt ist, auch wenn unter umstaenden die spiegelnden schatten heller aussehen als das weisse papier. aber bleistift/kohle mischmasch - das muss in die hose gehen. ausserdem passen die toene rein garnicht zueinander. eine ebenfalls ganz gute alternative (ist mir grad zu fraeulein graus oelpastellen eingefallen) koennten diese diversen schwarzen zeichenstifte sein, die es so gobt. negro heissen manche, zulu nennt irgendein hersteller seine... ich benutz da im regelfall pierre noir von conté, weils das sowohl als stift, als auch als kreide gibt. sehr schwarz, das. :) radiert sich allerdings nicht wirklich. |
| black pearl | @gekitsu:also ich hatte damit keine probleme,klar bleistift spiegelt,aber wenn man mit einem weichen grundiert und dann mit weicher kohle drüber geht sieht man später nichts mehr davon,vorallem wenn man gröberes papier oder leinenartiges verwendet ,da kohle recht deckend ist! man könnte auch direkt mit kohle loslegen,besteht halt nur die gefahr,dass sie schwer korrigierbar ist.... ...aber ich denke,dass muss jeder für sich selbst ausprobieren... |
| fraeulein grau | dünne vorzeichnungen mit bleistift? nöö. nimm'st du'n härteren, drückt er sich ein, nimmst du'n weichen, spiegelt es garantiert stellenweise. ausserdem ist kohle weicher und trockener als bleistiftminen und nicht so .. schmierig. es gibt auch dünne kohleminen, da hat man dann 'ne gleichmässige farbsubstanz. |
| gekitsu | fraeulein: vor allem gibt es sowas wie feinmotorik. ;) mit einer prise davon kriegt man auch aus nem kugelschreiber hauchfeine linien, ganz zu schweigen von kohle. black pearl: wenn man keinen klassischen (so ein ich schmier alles durch die gegend-monster mit roter und blauer seite) radiergummi verwendet, kann man kohle auch wieder vom papier entfernen. fraeulein grau hat schon was gepostet und ich wuerde noch das ganz altmodische "innere vom brot" hinzufuegen. |
| fraeulein grau | gewisslich ist die feine linie auch mit groberem material zu erreichen. persönlicher einsatz vorausgesetzt. aber mal ehrlich: an der wand? ist doch sowieso schon höllisch für die knochen, wand.. da braucht man was, was sich komfortabel halten lässt und einfach funktioniert, sonst sieht das ergebnis nicht aus. was komfortabel ist, muss jeder selbst rausfinden. oh, moment.. hatte ich das falsch verstanden und die wand soll gar nicht als untergrund dienen? dann steht der fummelei ja nix im wege. zum inneren vom brot: geht natürlich, kann allerdings schimmelbefall provozieren, wenn das brot zu klebrig ist und rückstände bleiben. liegt am weizenmehl.. vielleicht ist glutenfreies anti-allergiker-brot weniger pappig? nein, das war jetzt nicht ganz ernst gemeint.. kauft's euch latexschwämme, die sind rückstandsfrei.. bei deffner &johann heissen sie "wallmaster", die sind recht gut. |
| Creobotra | es gibt einen einfachen test: Man ißt bei McDonalds einen McRib. Wenn man danach keinen Barbecue-farbigen Handabruck hinterlässt, kann man mit Kohle zeichnen. Ich zeichne mit Faber-Castell PITT-Stiften. sehr gute festigkeit, sehr schwarz. nur leider nicht so günstig :( übrigens, für richtig gute bilder auf gutem papier würd ich nicht Haarlack o.ä. verwenden. die pigmente werden z.t. veklebt und nicht gebunden, und manchmal kann es auch nach einiger zeit vergilben und mit dem papier reagieren. |
| fraeulein grau | ...und es riecht wie'n frisch frisierter punk. |
| gekitsu | das merk ich mir, creo. :) ey, du hast fei post von mir gekriegt... (per dem kontaktformular auf deiner hp, weil ich deine mailaddy nicht wusste) ich hab gedacht, du haengst vielleicht im umzugsstress oder so.. |
| Madarkar | Creo: "Ich zeichne mit Faber-Castell PITT-Stiften. sehr gute festigkeit, sehr schwarz. nur leider nicht so günstig." Genau die nehme ich auch, was den Preis angeht hast Du recht - immer ärgerlich wenn mal einer zerbricht... Liegt aber dann meistens ehrlich gesagt an meiner Unordnung - kennst das Problem von mir ja bereits... In meinen damaligen Copyshop an der Uni gab's so ähnliche aber noch von Progresso - die waren etwas preiswerter und eigentlich vergleichbar in der Qualität. Wie das allerdings heute ist und ob's die noch gibt weiß ich nicht. Hab hier noch so meine Vorräte... Naja statistisch gesehen hab ich von denen allerdings mehr Bruchstücke als von den PITT-Stiften... Was den McRip betrifft hab ich allerdings das erwähnte Problem :-), klappt aber trotzdem mit der Zeichenkohle, da ich meistens diese ummantelten Peel & Sketch Stifte nehme z.B. von General Pencil und dann zusätzlich auch noch n' Extrablatt unter die Hand lege. Wenn's um die Entscheidung geht ob Graphit oder Kohle gehe ich Hauptsächlich nach der Größe - Graphit bis A2, ab A2 Kohle... Ansonsten eigentlich nach Lust und Laune... Desweiteren, wenn die Zeichnung sowieso hinter Glas kommt ist das mit dem Glanz von Graphit doch vollkommen egal. Was das fixieren betrifft sollte man schon überlegen was man nimmt, denn wenn man schon allerhand an Zeit ins Bild investiert hat, dann sollte man eigentlich nicht an der falschen Ecke sparen... Naklar nehme ich hin und wieder auch Haarlack - vor allem in Notfällen - man kann ja nicht immer alles im Haus haben... Ansonsten nutze ich dafür meistens meine Airbrushpistole. So, noch schöne Grüße und viel Spaß beim Zeichnen! Chris |
| Timberwolf | Oi... nach dieser positives Erstaunen meinerseits hervor rufenden und regen Beteiligung möchte ich doch schon mal antworten. Ich halte einmal die zehn (oder so) Gebote des Schwarz-/Weiß-Zeichnens fest: [quote]1. Bleistift und Kohle sollte man nicht mischen, weil das des Glanzes des Bleistifts wegen nicht zusammen passt und zu allem Überfluss das werte Gekitsu auch noch einen Herzanfall kriegen würde, was ich beim besten Willen nicht verantworten wollte. ;-) 2. Für großflächige Dinge des weiteren eher nicht Bleistift verwenden, weil das die Produktionszeit doch erheblich verlängert. Da meine Zeichnung am Ende insgesamt 1,4 oder 2,1 Quadratmeter groß werden soll, werde ich daher wohl auf Graphit und/oder Kohle zurückgreifen. 3. Als Kohlestifte empfehlen sich beispielsweise die Peel & Sketch Stifte von z.B. General Pencil. Zeichenkohlestuecke können für große Flächen und Reißkohlestifte (conté fusain-charcol z.B.) für Details und Schraffuren erwendet werden. Wovon aber die Finger zu lassen sind, ist "dieses hartgepresste Kohlestaubzeugs"! 4. Haarspray nicht verwenden, weil da je nach Hersteller Gott weiß was für Inhaltsstoffe drin sind, was der Bildqualität auf Dauer schaden würde und der Luft meines Zimmerchens eine Gaskammer-Attitüde verschaffen würde. Stattdessen sollte ich diesen speziellen Fixierspray (oder: Fixur bzw. Fixativ) verwenden. 5. Ebenso sollte man auch Brötchen nicht zu Radierungszwecken zweckentfremden. Latexschwämme sind aber rückstandsfrei und heißen bei Deffner & Johann "Wallmaster" (aber ich will ja doch gar keine Wand bemalen sondern die oben genannten riesigen Zeichenpapiere). 6. Als Alternative zu Kohle/Graphit und Fixierspray kann man Ölkreide verwenden, oder: normale Buntstifte in Kombination mit per Pinsel aufgetragenem Wasser, oder: Farbstifte mit ominösen Namen wie Negro, Zulu oder gar dem ebenso unradierbaren Pierre Noir von Conté, oder: Faber-Castell PITT-Stifte.[/quote] Gut. Diese zehn Gebote sind zahlenmäßig noch ausbaufähig, aber so an sich doch schon ziemlich ausführlich. Beim Lesen haben sich mir aber noch einige spezifischere neue Fragen gestellt: @ Creo: wenn ich dich richtig verstanden habe, braucht man für die Faber-Castell PITT-Stifte keinen Fixierspray. Oder hab ich dich da falsch verstanden? @ Fräulein Grau: Wie ist das denn mit dem Vorskizzieren wenn ich keinen weichen, keinen harten, sondern einen mittleren Bleistift verwende und nur ganz Saft drücke, um wenigstens die Konturen als Hilfe für das darauf folgende Zeichnen mit Kohle zu haben? :-] Angesichts eurer Rückmeldungen werde ich wohl Kohle oder einen der genannten Farbstifte benutzen. Ich werde die Dinger bei Gelegenheit näher inspizieren müssen. Wie gesagt: ich habe drei Zeichenblätter zu je 70 mal 100 Centimetern gekauft, die hochkant an meine Wand kommen werden und Kante an Kante zusammen ein einziges Bild ergeben sollen. Eigentlich möchte ich alle drei Blätter verwenden, was dann im Endeffekt ein Bild zu 270 mal 100 Centimetern ergeben würde. Aber da meine bisherigen Bleistiftzeichnungen, bis auf eine Ausnahme, das A4-Format nicht überschritten, weiß ich nicht, ob es dann nicht doch nur zwei Blätter werden. Zeichnen werde ich auf meinem Zimmerboden, da das die einzige gescheite Fläche ist, die mir dafür zur Verfügung steht. Vielen Dank nochmals für Euer großes Interesse und die entsprechend ausführlichen Erläuterungen! |
| Madarkar | Ich würde die Blatter nicht Kante an Kante kleben sondern auf jedes ein einzelnes Motiv unterbringen und einen angemessenen Rand lassen, aber auf alle Fälle alle drei Blätter verwenden - sieht stilvoller aus! Zu 1.) Du kannst mit Kohle sowieso nicht auf die Flächen zeichnen, wo sich bereits Graphit befindet, da dieses ja wie einigen sicherlich bekannt auch ein Schmiermittel ist und die Partikel der Kohle sowieso nicht haften würde. Graphit auf Kohle geht technisch allerdings wieder, wär aber nicht sonderlich erstrebenswert sowas zu machen... Zu 2.) Graphit und Bleistift sind eigentlich ein und das selbe. Der einzige Unterschied der PITT-Stifte zu den normalen Bleistiften ist die Dicke der Mine, die hier so gut wie 100% den Stift ausmacht - so gut wie deshalb, weil diese sich in der Regel dann noch in einer dünne Kunststoffummantelung befindet. Zu 4.) Jetzt sonderlich besser für die Atemorgane ist das Faxierspray aber auch nicht! Mach das doch einfach draußen mit dem Fixieren... Was die Notwendigkeit des Fixierens betrifft kommt das eigentlich ganz darauf an, wie oft Du vorhast nachher auf's Bild zu fassen... In der Regel ist die Notwendigkeit bei Kohlezeichnungen auf jeden Fall höher... Heiße zwar jetzt nicht Andreas, aber was die PITT-Stifte betrifft - so verhält es sich eigentlich ganz genau wie mit normalen Bleistiftzeichnungen... Eigentlich hängt das ja auch nicht von der Firma oder Art des Stiftes ab, sondern Hauptsächlich von seiner Härte. Je weicher die Mine, desto leichter verwischen die Striche... Desweiteren gilt bei Zeichnungen allgemein: hart vorzeichen - weich nachschattieren. Aber natürlich kannst Du das auch mit einer mittelharten Mine mit wenig Druck machen. Der Spaß und die Freude beim Zeichnen stehen an erster Stelle. Der Unterschied zwischen hart und weich liegt in der Intensität des Striches, je weicher, desto dunkler... Was den Radiergummi betrifft empfehle ich immer Knetgummi und diese Elektoradierer, sind zwar etwas teurer, aber eine Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall... Besonders für die Details... Was es sonst noch zu sagen gibt: Nicht immer so viele Gedanken machen, sondern einfach drauf los Probieren! Ein schönes Wochenende noch! Chris |
| fraeulein grau | heyy, das war meine frage.. na gut. jeder darf senf geben.. ich will niemandem verbieten, gleichzeitig kohle und graphit zu verwenden. wer weiss? vielleicht ist das unter umständen sogar effektvoll.. aber nicht unter den für freizeitzeichnern üblichen umständen, sonst wär das schon jemandem aufgefallen. mach ruhig, wenn du magst. wenn die vorzeichnung dezent genug ist, könnte es klappen, dass man die am ende echt nicht mehr sieht. mit bisschen feinmotorik ist auch dies möglich, nur nicht sehr praktisch. graphit ist glatt, kohle will sich festhalten. der härtegrad des bleistiftes kommt übrigens durch die menge an ton, die dem graphit vor dem backen zugegeben wird, zustande. hart hat viel ton, weich viel graphit. keine ahnung, das viel mir grad noch ein. |
| Creobotra | huuuu ganz kurz: Mardi, von den PITT-stiften gibts noch andere :) der unterschied ist, dass einige einen gewissen fettanteil haben (in untersch. härtegraden) und deshalb weniger verwischen. mit den weicheren bekommt man sehr schwarze flächen. überhaupt zeichne ich mittlerweile lieber mit einem schwarzen butnstift als mit einem bleistift, der strich sieht wesentlich schöner aus. |
| Madarkar | Grüß Dich, ich hoffe Du hast den Umzug gut überstanden... Was die Graphitminen mit dem Fettanteil betrifft, so kenne ich die eigentlich noch von TOISEN D'OR / BOHEMIA WORKS. Aber die ich noch da habe sind min. schon über 50 Jahre alt, aus einem Retusche-Set und sozusagen noch ein Erbstück - die wurden damals noch ganz liebevoll in so kleinen Holzkästchen verpackt und haben schon fast Museumswert. Es ist dann immer wieder was ganz besonderes so alten Künstlerbedarf von seinen Vorfahren in die Hand zu nehmen oder damit was zu machen. Weiß nicht, so alte Dinge schätzt man einfach irgendwie ganz anders, vielleicht weil ja auch Erinnerungen dran hängen. Und den Fettanteil sieht man direkt an der Oberfläche, da sich bei den Minen über die Zeit so ein grauer Film gebildet hat... Wie halt bei alter Schokolade :-) Ansonsten fand ich eigentlich auch immer diese Rotring Rapidograph Stifte nicht schlecht - die kannte ich noch aus'm Fach technisches Zeichnen bzw. Darstellungslehre. Aber Filzstift oder Feinliner ist definitiv billiger! Für richtige pigmentierte Farben hab ich mir mal diesen Paasche Flowpencil geleistet und hoffe mal wärend meines bevorstehenden Praktikums nebenbei ein paar Sachen hervorzuzaubern. Wenn's hingegen jetzt um die Feinheit und Ästhetik des Striches an sich geht, so ziehen mich schon seit einer ganzen Weile Ätzradierungen (ein Vertreter diesen Stils wäre z.B. Walter Herzog) in seinen Bann. Wenn das ganze, vor allem die Presse nur nicht so teuer wäre... Naja, aber wenn ich mir das Zeug dafür alles mal zusammengespart habe, so bekommst Du auf alle Fälle mal einen von meinen ersten Abzügen! |
| Creobotra | uhh das wär fein :) sowas hab ich auch im studium mal gemacht, mangels zeit ist aber nie was wirklich gutes dabei rausgekommen :( (0t: der umzug is fast durch, aber die einrichtung wird sich noch hinziehen *stöhn*) hmm, wg stiften, hört sich für mich nach Lithografie an. mit denen kann man auch gut zeichnen, wenn mans wirklich schwarz mag. Die PITT sind aber im abstrich imho etwas besser zu handhaben. wenn man gute tusche-stifte sucht, sollte mal die PITT Artist pens ausprobieren. |
| gekitsu | okay... ich bin auch manchmal faul und benutze tuschestifte (ecco pigment - faber castell war das glaub ich), aber eigentich meine ich ja: wenn tusche, dann im mindesten fall feder. zeichenfedern sind billig und es ist nicht wirklich schwer, sie zu beherrschen. fuer eine handvoll dinge sind sie noch dazu das wirklich beste, was man kriegen kann. der koenigsweg fuer tusche ist allerdings ein pinsel. nichts ist so vielseitig und ueberhaupt geil und ausdrucksstark (und schwer zu beherrschen) :) ausserdem gibts wenig, was so freude bereitet, wie dazusitzen und aus dem pinsel einen strich nach dem naechsten so rauszuholen versuchen, wie man sich den vorstellt. geki <3 pinsel! |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von gekitsu [/i] ausserdem gibts wenig, was so freude bereitet, wie dazusitzen und aus dem pinsel einen strich nach dem naechsten so rauszuholen versuchen, wie man sich den vorstellt. [/QUOTE] die ganzen amerikanischen comiczeichner tuschen mit pinsel. (und ich rede von den guten, nich von denen, die diesen wöchentlichen superheldenjunk verbrechen). an die dynamik eines pinselstriches kommt keine feder. ich hab mich mal informiert, die "zeichenpinsel" für profis... meine herren, die sind teuer. |
| gekitsu | ja, diese scheiss rotmarder... was kostet deren scheisspelz auch so viel geld... federn haben auch vorteile, vor allem wenn man eine eher kantige, harte linie mag. oder schraffuren. schraffieren mit pinsel ist unnoetige vergewaltigung des zeichenwerkzeuges. :) ich seh immer zu, dass ich halbwegs ertraegliche synthetikhaarpinsel kriege. die sind nicht sehr teuer und man kann auch damit arbeiten. ich mag die nylonspitze meines brush pen total gern, die ist ziemlich fest. |
| nebulosa | ich habe schon hunderte für rotmarder ausgegeben und werde es auch für Qualitätstsfarben und stifte tun. ich habe es nie bereut. auch für die fixatur und rahmen lohnt es sich meiner meinung nach immer. und ich werde es immer wieder tun... ...qualität hat eben ihren preis. |
| gekitsu | fuer meine taktlose arbeitsweise waeren rotmarder rausgeschmissenes geld - noch dazu, weil ich im vergleich einige eigenschaften von synthetikpinseln lieber mag. von einer englischen pinselmanufaktur hab ich gehoert, die eine synthetikborste anbieten, das wuerde mich mal zum tuschen interessieren. |
| Creobotra | zurück zu bleistift und kohle: was man auch mal ausprobieren kann (wenn serh leidensfährig ist), ist ein silberstift. wobei man keinen kaufen muss, ein stück umwickelter silberdraht tuts auch. das oaoier sollte halt gut geeignet sein. aber mit schraffuren schafft man ein schon ziemlich irre wirkung. von wegen bleistiftzeichnungen seinen an der wand nicht wirkunsgvoll: ich hab mal orginale zeichnungen von [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Auguste-Dominique_Ingres]Ingres[/URL] gesehen... meine herren... |