| Xelork | Nun denn.... Heute morgen mußte ich über eine Interessante Thematik nachdenken. Was löst eigentlich einen evolutionären Sprung aus? Ich habe mir überlegt, daß das Gehirn einen wesentlichen Faktor darstellen könnte. Ohne viele Zwischenschritte sind relativ sprunghaft die Dinosaurier ausgestorben und haben den Säugetieren Platz gemacht. Könnte dies nicht zuletzt daran liegen, daß die Dinosaurier durch ihre wachsende Größe immer mehr potential nutzten, um ihre Körperfunktionen zu regulieren. Das archaische Gehirn der Dinosaurier war vielleicht einfach überfordert. Ihre Spezies war dem Untergang geweiht. Warum? Naja aufgrund ihrer kleinen Hirne, hatten sie kein Entwicklungsspektrum mehr vor sich. Vielleicht haben sie sich einfach zum sterben hingelegt, weil sie merkten ihre Zeit ist gekommen. Ist Stillstand der Tod? Was passiert mit uns, wenn wir unser komplettes Gehirn nutzen? Legen wir uns dann hin und sterben, verweigern wir die Nahrungsaufnahme, löst vielleicht diese Verzweiflung eine genetische Weiterentwicklung aus? Oder ist es das Recht des Stärkeren, die das Überleben spontaner Mutationen regelt? Entsteht aus einer solchen Mutation eine neue Spezies? Das erscheint mir relativ ungeordnet und unsinnig. Ich denke, daß die Evolution gewissen Gesetzen unterliegt. Sie wird uns auch weiterhin einen tieferen Sinnbeweiß abnehmen, da unsere Weiterentwicklung eine zentrale Aufgabe der Menschheit einschließt. Steht es da nicht an eine Art Evolutionspolitik zu betreiben? Sollte der Staat Fortpflanzung zum Thema politischer Diskussion machen? Macht Euch bitte Gedanken zu diesem Thema und prüft kritisch.... |
| Rücksitzpunk | In welcher Richtung sollte diese Diskussion laufen? Nur noch das beste Genmaterial, welches für eine Weiterentwicklung die besten Voraussetzungen bringt, sollte sich fortpflanzen dürfen? Klingt nicht so schön.... Oder schwebt dir eine andere Richtung vor? Die Dinos sind meines Wissens aufgrund einer Umweltkatastrophe ausgestorben, die ihre Lebensgrundlagen vernichtet hat. Wenn du nix mehr zu essen hast, nutzt dir auch das beste Gehirn nichts mehr. |
| AniMee | willst du damit sagen du denkst es könnte den menschen gehen wie den dinosauriern früher? denkst du wir könnten aussterben,um am ende einer andere spezies platz zu machen? ich denke höchstens das sich die menschheit verändern könnte.. in welche richtung weiß ich nicht. ich meine es ist alles möglich... menschen verändern sich zwar nicht einfach so,aber es könnte eines tages passieren das ein mensch mit einer gewissen mutation geboren wird (mutation darf man ja keinenfalls immer nur als negativ auslegen bzw es als behinderung ansehen.. hinter dem begriff verbirgt sich ja soviel mehr..),sagen wir mal ein mensch wird geboren,der unter wassen atmen kann (utopie..ich weiß.. man nehme nur mal an),aber sich genauso gut an lang fortbewegen kann.. dieser mensch hätte einen eindeutigen vorteil und so wäre es wahrscheinlich das diese mutation weitervererbt wird,wobei es ja auch nicht sein muss das sie nachkommen dieses merkmal aktiv ausgeprägt haben.. es kann ja auch nur als genetische information vorhanden sein.. ich denke,wenn sowas mal passieren sollte,dann ist es ein vorgang von millionen jahren.. denkst du wirklich das der untergang der dinosaurier mit einer überhöhten leistung des gehirns zusammenhang?kann es nicht wirklich durch umweltkatastrophen ausgelöst worde sein? nutzen die menschen denn ihr gehirn mehr,als in der vorzeit?(sicher im vergleich zu den neanderthalern oder so) aber angenommen wir nutzen irgendwann unser gesmtes gehirn.. das muss ja nicht unbedingt heißen das das unser untergang ist..vielleicht ist es eine bereicherung.. vielleicht hören wir auch auf uns zu entwickeln(zumindest das gehirn),sobald die volle nutzung erreicht ist.. denn eine art kan auch mit der entwicklung aufhören,wenn es die größtmögliche spezialiserung erreicht hat(die mag bei den menschen vielleicht noch nicht erreicht sein..).. und ich denke nicht das eine art sich selbst ausrotten würde.. keine art verändert sich ja auch 'einfach so' Ani |
| Daniel | N'abend, ...Dinosaurier hatten sehr wohl ein Entwicklungsspektrum vorsich-jedenfalls einige.Oder was glaubst Du was da zwitschernd durch den Garten flattert;) Mal ernsthaft: Ich denke nicht das dem Menschen noch viel Evolution zuteil wird, im Gegenteil. Mit der zunehmenden Technisierung/ Automatisierung werden wir unser Gehirm immer weniger nutzen. Und ist Evolution nicht eine Art Anpassung an eine sich verändernde Umwelt....es ist jedoch der Mensch der seine Umwelt an sich anpasst, ergo "brauchen" wir also keine Evolution. Hm,"Fortpflanzungspolitik" ist so eine Sache. Einerseits frage ich mich wer das Recht hätte so etwas zu betreiben( vor allem in welcher Form?), es könnte ja auch leicht mißbraucht werden....andererseits muß sich der Mensch definitiv Gedanken um sein Fortbestehen machen da es so nicht geht...einfach nicht gehen kann. Grüße, Daniel |
| Salvia Thaleia | also ich glaube nicht, dass die Menschen wie die Dinosaurier aussterben, wenn sie das nicht selber erledigen. Sie werden nur sich weiter verändern, wie sie es schon immer getan haben. zb sind die heutigen menschen größer und die frauen/mädchen später "fruchtbar" es treten immer irgendwelche Mutationen auf (ein sehr deutliches bsp ist der 6.finger), aber wenn diese veränderungen nicht lebensnotwenig sind bzw dem menschen einen vorteil gegenüber den "normalen" bringt, setzt sich das nicht durch die dinosaurier konnten - so wie sie waren - nicht mehr existieren, sie waren zu groß, hatten ein zu kleines Gehirn usw. es blieben so zuagen nur die "kleineren exemplare" über ... zum Thema Fortpflanzungspolitik: früher regelte das sich relativ gesehen von allein, wenn zb ein waldarbeiter schwache augen hatte, konnte er gefahren (wilde tiere) nicht rechtzeitig sehen ... menschen mit angeborenen "schwächen" und damit "schlechten" genen hatten weniger überlebenschancen und damit war selektion gegeben. heutzutage in den "zivilierten" Ländern ist das ja nicht so, da wird ne brille aufgesetzt und wilde tier findet man sowieso nur noch im zoo ;) aber ich bin definitiv dagegen, das der mensch gott/evolution spielt und entscheidet, wer sich fortpflanzen darf und wer nicht; das scheitert an der Machtgier und dem egoismus des menschen wohin sich der mensch entwickelt und ob er überhaupt die zeit hat, noch viele veränderungen durchmachen zu können, weiß ich nicht ... LG Sal |
| Seneca | Die Frage wäre vielmehr, ob es noch die Evolution ist, die zukünftig das Bild des Menschen prägen wird, oder ob Erscheinung und Eigenschaften nicht bald nach dem Willen der Eltern, oder besser gesagt, des behandelnden Humangenetikers erschaffen werden. |
| Blackadder | Ich glaube immer noch an die Mensch-Maschine-Verschmelzung in den nächsten paar hundert Jahren...wäre irgendwie der nächste logische Schritt, da ich kaum denke, das wir uns evolutionstechnisch noch sehr ändern würden...ausser uns wachsen Kiemen und Schwimmflossen, was sicherlich interessant wäre. Ansonsten stimme ich Senecas Gedankengang zu...wahrscheinlich werden irgendwann die Menschen selber ihre Entwicklung selber ankurbeln durch gezieltes Aussuchen des passenden Genmaterials, damit wir alle Wunderkinder kriegen können...Kinder von der Stange, sozusagen. Vielleicht auch utopisch, aber sicherlich bald im Rahmen der Möglichkeiten. Und es gibt garantiert genügend Menschen, die das auch nutzen würden...man will ja schliesslich Perfektionismus bis zum letzten. *seufz* Ob der Staat Fortpflanzung zum Teil der Politik machen kann, wage ich sehr zu bezweifeln....wie sollte so etwas auch aussehen, jeder darf maximal zwei Kinder haben, und das nur, wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt...? Da sähe ich keinen Sinn. Und letzten Endes würden sich reichere Leute ihr Recht auf Evolution eben einfach erkaufen... Was spontane Mutationen angeht, wüsste ich nicht, wann so etwas in grösseren Maße passieren sollte....eine neue Spezies Mensch erwächst schliesslich nicht mal eben im Vorbeigehen...und um diese Mutationen zu steuern, müsste man erstmal wissen, wie diese auftreten und wie sich äussern würden. Und wenn die Evolution doch noch auf uns einwirkt, bezweifle ich, das wir sie steuern könnten...zumindest bewusst. Beste Wünsche, BLACKADDER |
| Rücksitzpunk | Das befürchte ich auch. Dazu brauchst es auch keine politische Diskussion... Das kriegen wir schon alleine hin. |
| fluchtraum | Leseempfehlung... Es gab vor längerer Zeit mal einen interessanten Thread, in dem es um [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=160&highlight=Evolution]Suizid und Evolution[/url] ging. Ist zwar ein etwas anderer Punkt, enthält aber einige Gedanken, die auch für diese Disksussion interessant sein könnten. Gruß, der fluchtraum |
| Xelork | Eigentlich sind sich die Wissenschaftler nicht einig wie überhaupt ein evolutionärer Sprung ausgelöst wird. Es erscheint auch nicht unwahrscheinlich, daß es sich um einen schleichenden Prozess handelt. Meine Theorie ist jedoch wie gesagt, daß das Erreichen der naturgegebene Kapazitäteten (meiner Meinung nach der maximalen Gehirnleistung) zu Massenmutationen und zum Tod der Eltern durch Überlastung (Das Gehirn befindet sich nicht mehr in der Lage die notwendigen Köperfunktionen aufrecht zu erhalten) führt. Auch über die Verknüpfung zwischen Mensch und Maschine habe ich mir schon Gedanken gemacht. Findet man einen Weg neuronale Netze kompatibel zu Speichermedien und Chips zu machen, so wären Verstärkungen unseres Gehirns durch Speichermöglichkeiten und mathematische Koprozessoren denkbar. In einem Bericht habe ich gesehen, daß die Grenzen von Siliziumchips bald erreicht sein werden. Man erforscht nun neurologische Netzwerke,ähnlich unserem Gehirn zur Nutzung als Datenverarbeitungsmedium. Bestimmt ein wichtiger Schritt hin zum biochemischen Koprozessor. Die Erkenntnisse unseres Wissens um Gene werden bestimmt bald auch in der Politik anklang finden. Gataka ein Film der auf Pro 7 liefen beschäftigte sich auch mit diesem Thema. Jedes Paar hatte einen gentechnischen Ingenieur, der das bestmögliche Kind mit ihrem Erbmaterial erschuf. Teilweise lief mir da ein Schaudern über den Rücken. Ich fand den Film relativ gut... |
| Nitro | Ist es denn überhaupt erwiesen, dass es so etwas wie einen evolutionären Sprung gibt oder gab? Ich meine immerhin hat noch nie jemand so etwas mit eigenen Augen gesehen. Würde mich mal interessieren. Hast du da Infos drüber, wie die Evolutionswissenschaftler das nachgewiesen haben? Zum Thema Evolution algemein ist meine Meinung, dass die Evolution eine Ansammlung von zufällig aufgetretenen Mutationen ist. Die meisten Mutationen wirken sich negativ auf die Biologie und Physiologie eines Lebewesens aus. Aber sagen wir unter 100 Mutationen sind immer ein paar dabei , die sich positiv auswirken. Die Lebewesen mit positiven Mutationen hatten in Bezug auf ihre Umwelt im Gegensatz zu ihren "normalen" Gefährten einen Vorteil. Und konnten somit länger oder besser überleben. Sie gaben dieses positive Merkmal an ihre Nachkommen weiter. Im Laufe einiger Generationen sind dann die Lebewesen, die diesen Vorteil nicht hatten ausgestorben. Es kann gut sein das Schneehasen früher einmal braunes Fell hatten, irgendwann ist dann mal einer mit weißem Fell auf die Welt gekommen. Der konnte sich dann besser vor seinen Feinden im Schnee verstecken und hatte damit länger als seine Kameraden überlebt und konnte somit auch mehr Nachkommmen zeugen. Und dann hat sich diese Eigenschaft unter allen heutigen Schneehasen ausgebreitet. Ich denke auch, dass wir Menschen uns noch evolutionär weiterentwickeln. Vielleicht nicht, dass uns Flügel wachsen oder Kiemen. Aber ich denke da eher an so Sachen wie Krebsresistenz oder höhere Wiederstandskraft gegen Umweltverschmutzung. Ich finde auch man sollte den Menschen nicht versuchen in diese Richtung zu züchten, da die Entwicklung meiner Meinung nach nicht vorherzusehen ist. Zumindest nicht im zu kontrollierenden Maße. Ciao Nitro |
| Rücksitzpunk | Ich denke, ein evolutionärer Sprung wird durch eine gravierende Änderung der Umweltbedingungen begünstigt. Um nochmal auf das Beispiel Dinosaurier zurückzukommen: Die Dinos starben durch eine Umweltkatastrophe aus (wie sie verursacht wurde, ist eigentlich nebensächlich). Der daraus resultierende evolutionäre Sprung bei den Säugetieren (wenn es überhaupt einen gab, was ein evolutionärer Sprung ist, ist wohl Definitionssache) konnte aber nur stattfinden, weil die beherrschende Rasse auf der Erde nicht mehr da war. Das Aussterben der Dinos war aber kein evolutionärer Sprung, sondern sie hatten wohl nur Pech. Wenn die Änderung der Umweltbedingungen nicht so heftig gewesen wäre, hätten sich die Dinos vielleicht anpassen können. Wie wenig wir wissen, zeigt sich darin, das im Tschad ein Schädel entdeckt wurde, wegen dem möglicherweise die Entwicklungsgeschichte des Menschen umgeschrieben werden muß. |
| Blackadder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i] [B]Wie wenig wir wissen, zeigt sich darin, das im Tschad ein Schädel entdeckt wurde, wegen dem möglicherweise die Entwicklungsgeschichte des Menschen umgeschrieben werden muß. [/B][/QUOTE] Ist offTopic, aber hast du dazu vielleicht einen Link oder Literatur oder ähnliches? Beste Wünsche, BLACKADDER |
| Rücksitzpunk | Gab ein Artikel im letzten Spiegel. Vielleicht stehts irgendwo auf Spiegel-Online. Nachtrag: [url]http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,204680,00.html[/url] |