| Tumulus | OK Leute, ich nutze diese seltene Gelegenheit...ich bin sagen wir angetrunken im Moment (nicht sternhagelvoll, wohlgemerkt), und möchte meinen momentanen Gefühlen hier Ausdruck verleihen, in der Hoffnung, daß jemand mir seine Meinung zu diesem Thema sagt...: Meine momentanen Gefühle sind dergestalt: Ich könnte Berge versetzen mit meinem Charme...ich denke nicht darüber nach, was andere denken, deshalb kann ich alles tun und lassen was ich will...ich kann sagen was ich denke, ich kann denken was ich sage...freilich kann ich viel weniger denken als sonst, aber genau das erleichtert mir mein Dasein im Moment ungeheuer. Der (seelische) Abgrund ist nicht da, er ist wie in einen Nebelschleier gehüllt, die Langeweile ist fort, einfach verschwunden, die Sehnsucht, das Leid...ich muß nicht denken, ich kann reden, hurra !!!! Ein Gefühl kommt, und ich kann damit machen, was ich will. Ich kann meine Lebensumstände verändern, wie es mir beliebt, ich kann alles Unbehagen ohne weiteres verarbeiten, es ist...eine Art Euphorie. Ich kann mich an Dingen erfreuen, die normalerweise völlig uninteressant für mich sind...Ich blicke optimistisch in die Zukunft , es ist mir bewusst, daß ich nicht ohne Schwächen bin, aber genau diese Schwächen könnte ich -so bilde ich es mir ein- in meinem momentanen Zustand einfach beiseite wischen, ohne einen Augenblick darüber nachdenken zu müssen. Morgen werde ich dafür bezahlen. ;) Warum kann es nicht immer so sein ? Warum grüble ich in meinem Normalzustand 1000mal über Dinge nach, bevor ich sie unter Zögern und Zaudern und mit tausend Gewissensbissen dann doch tue, warum versauen mir Hemmungen und Ungeschick meine Vorhaben, wenn mir in einem Moment wie diesem alles sch...egal ist und alles genau deshalb machbar ist? Und als abschließende Frage an euch: Warum sollte ich eigentlich nicht andauernd besoffen sein ? Sensibilität und Intelligenz scheinen einen nur unglücklich zu machen...(Ich glaube, ich währe momentan sogar wesentlich kreativer als sonst (bin Hobbymusikant)) Was meint ihr dazu ? Wie gehts euch unter Alkohol ? Entsteht Depressivität tatsächlich nur aus einem Mangel an realitätsverschleiernden Mitteln, wies mir im Moment vorkommt? Oh Gott, ich geh jetzt lieber ins Bett, in dem Bewusstsein, daß mir das dieses Geschreibsel morgen furchtbar peinlich ist. :D :) ;) :cool: |
| emperor | Alkohol oder andere Drogen sind keine Lösung. Diese vernebeln lediglich Deine Sinne und führen zu Abhängigkeit. Ich möchte damit nicht ausdrücken, daß du nie Alkohol zu Dir nehmen solltest, sondern ein gesundes "Mittelmaß" angebracht wäre. Es ist offensichtlich wichtig über sein Leben und andere Dinge nachzudenken. Dies gehört zum Leben und unterscheidet die von anderen intuitiv geprägten Lebewesen bzw. Tieren. P.S. Interpretiere bitte das Lied der "Böhsen Onkelz": "nur wenn ich besoffen bin", wenn du dieses schon als Thema verwendest. |
| FallenSisko | Das tolle Gefühl das du unter Alk hast, kannst du auch im realen Leben haben. Es steckt in dir. Du brauchst nur Monate/Jahre dafür dieses hervorzuholen und an dich zu glauben. Also das Fragezeichen in der Threadüberschrift steht schon zu Recht da. Das Gefühl hast du nicht nur wenn du besoffen bist. Alk macht nur die Birne hohl. |
| Schattenhexe | Oh ja, ich kenne das Gefühl, da ich ziemlich oft dicht bin. Bin keine Allkoholoikerin, nein, man könnte sagen ich bin einfach jung und dumm. Soooooo voll bin ich auch meistens nie, aber angeheitert und das sicher nich jeden Tag, falls sich so angehört hat. ich liebe dieses gefühl, man könnte [B]alles[/B] machen, einfach [B]alles[/B] , ohne überhaupt nachzudenken. ich hätte fast ´nen Luftsprung gemacht, als ich von einem totalen super Typen mal an die Bar eingeladen worden bin. Wir waren beide sehr angeheitert und als er mich geküsst hat wars einer der geilsten momente in meinem Leben. und im stock nüchternen zustand fühlte es sich nie so genial an. ja, alkohol ist eine Droge, doch wie sagt man? das leben ist ein spiel, und das spiel hier und jetzt zu spielen ist das wichtigste! |
| Harlekin | uha , hast du es gut.. Immer wenn ich betrunken bin (selten richtig voll *seufz*) fange ich an mir über dinge einen kopf zu machen die ich normalerweise beseite schiebe.. ich werde dann zwar nicht depressiv , aber extrem ruhig, was dann andere wiederrum als depressiv auslegen.. mal abgesehen davon das ich es noch nie geschafft habe mir das denken "wegzusaufen" .. ich habe es übrigens aufgegeben das zu evrsuchen weil es ist einfach nur mal teuer.. scheint irgendwie bei uns in der famillie zu liegen.. THC wirkt einfach nicht, auch nicht in höheren Dosen.. Mein Vater/Arzt hat mir das mal erklärt, warum das so ist aber das würde zu weit führen hier.. also bliebt mir diese "auszeit" völlig verwehrt. naja es gitb andere Dinge die etwas erleichterun im Gehirnchaos ermöglichen .. Desweitern soll Rotwein ja gut für die gesundheit sein.. ids *ddd* H. |
| FallenSisko | Komisch. Ich bin nüchtern so, wie ihr euer handeln beim betrunken sein beschreibt. |
| seelenwund | @ Fallen Sisko: Na, dann kannst du dich aber glücklich schätzen. Ist mit Sicherheit selten. Wenn ich Alkohol zu mir nehme, dann hat das meistens einen negativen Effekt. Ich werde richtig depressiv. Leider kommen dann alle miesen Gedanken hoch, die ich im nüchternen Zustand schön unter KOntrolle habe. Und das endet dann schon mal in einer Katastrophe. Daher versuche ich schon meinen Alkoholkonsum einzuschränken. Oder nur dann zu trinken, wenn ich merklich guter Dinge bin. Denn es ist schon so wie Ihr alle bereits beschrieben habt. Man wird in gewisser Weise unbefangener, mutiger, freier.....was natürlich ein schönes Gefühl sein kann. Ein zweischneidiges Schwert...... |
| anima nata lacrimans | Jaja, der liebe Alkohol...den "brauche" ich auch ab und an mal, um einfach aus mir herauszukommen...das klappt auch meistens, aber eben wie seelenwund sagte, nicht nur in die gewünschte Richtung, d.h. außer dem gewünschten Effekt der Lockerheit kann ich auch heulkrämpfe bekommen oder den leuten die meinung geigen, denen ich das schon immer mal sagen wollte...außerdem löst Alkohol die Zunge und ich plaudere viel aus, was ich besser für mich behalten würde... Unter Alkoholeinfluss sagt man vielleicht auch nicht das, was man sich sonst nie traut, sondern geht einfch der momentanen Stimmung nach, der Langzeiteffekt ist gleich null! ...und am nächsten Morgen könnt ihr mich gleich mit runterspülen;) |
| verwirrter Wanderer | In Vinn veritas... im Wein liegt die Wahrheit... nun, verzeiht mir Rechtschreibfehler, doch auch ich befinde mich momentan in dem Zustand zwischen angeheitert sein und Vollrausch (den ich wohl heute nicht mehr erreichen werde)... Der Alkohol... nun, für mich ist er ehrlich gesagt wirklich mehr eine Auszeit, wie Harlekin es bereits gesagt hat... ich habe das glück, unter einem bestimmten maß an alkohol eher positiv zu denken... erst heute habe ich etwas gesagt gekriegt, was mich sonst sehr unglücklich gemacht hätte, aber da ich zu diesem Zeitpunkt schon angetrunken war habe ich diese Nachricht lockerer genommen... die angesprochene Euphorie spüre ich jedoch nicht... trotz Alkohol fühle ich mich eher schlecht (also eher normal)... die äußerliche Stimmung wird zwar sehr schnell sehr fröhlich, aber wie es drinnen aus sieht wissen nur sehr wenige Menschen... irgendwie merke ich immer wieder, dass ich ein guter schauspieler bin, unter alkohol verstärkt sich auch dieser effekt noch, so dass ich betrunken eigentlich sehr lustig bin... nun zu den positiven Efekten des Alkohol: nun, einerseits fällt es mir sicherlich leichter, bestimmten (ausgewählten) Personen mein Herz zu öffnen und andererseits fällt mir auch das überspielen von Gefühlen sehr viel leichter... nun die negativen effekte: der erste und wichtigste effekt ist, dass ich negativen Gefühlen meinerseits nun weitaus leichter nachgebe und immer öffter auf ziemlich doofe Gedanken komme (würde allerdings weder im nüchternen, noch im betrunkenen Zustand irgendwelche davon ausführen...), der zweite effekt ist, dass ich oft sehr müde werde, was auch oft nicht gut ist (besonders in Mischung) Nun ja, der Alkohol, wie bereits hier gesagt, ein zweischneidiges Schwert... aber irgendwie brauche ich alle paar Monate den kompletten Vollrausch... ein halbes Koma, um endlich mal komplett zu entspannen... vielleicht mögen mich nun einige für einen Alkoholiker halten, und ich weiß, dass ich sehr wohl psychisch abhängig bin (ich habe eine sehr unkonventionelle ansicht zu drogen und noch mehr zu psychischer Abhängigkeit) und das Alkohol schädlich für den Körper ist... andererseits denke ich auch, dass diese Art von abschalten teilweise sehr positiv auf die Seele und den Geist wirkt... dunkle Grüße, verwirrter Wanderer |
| Doomster | Das mit dem Alkohol kenn ich auch nur zu gut. Dinge zu tun und zu reden was man sonst nicht so kann oder sich traut.Aber ist es so wirklich? Alles was man tut, alles was man redet ist auch ohne Alk da tief im innersten und ich habe keine Lust vollständig dem Alk zu verfallen sondern auch ohne ihn mein Leben zu Leben und Glücklich zu sein. . |
| SkullDugger | Alkohol enthemmt. Er erschafft nichts neues. Was man unter Alkohol kann, kann man sonst auch, es fällt bloss schwerer. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man da Dinge sagt, die man sonst nicht sagen würde, weil man sich nie trauen würde. Warum ist das so? Ich glaube, das ist so, weil man zu viel nachdenkt, wenn man nüchtern ist, aber das mit dem Nachdenken nicht mehr klappt, wenn man getrunken hat. So tut man das, was man gefühlsmässig für richtig hält. Das muss nicht unbedingt falsch sein. Ich bin damit bislang selten auf die Nase gefallen. Das Geheimnis ist, sich abzugewöhnen, immer mit dem Kopf zu handeln, und stattdessen öfter mal auf die eigenen Gefühle zu hören. Das geht aber nur ohne Alkohol. Ich trinke trotzdem gelegentlich (und selten dann auch schon mal etwas mehr), weil ich das Gefühl mag, wenn die Welt wie durch einen Schleier erscheint und ich mir beim Denken zuhören kann. |
| Elysee | ich liebe dieses gefühl, wenn man zwei, drei bier auf hat und sich ein leichtes bis mittelschweres schwindelgefühl einstellt. ich weiss dann nie, ob ich die augen geschlossen oder geöffnet habe, aber plötzlich ist es so einfach den leuten um mich herum in die augen zu schauen, oder den netten kerl neben mir anzulächeln. der übergang zum richtig besoffen sein ist dann nicht mehr weit und ich erkenne ihn grundsätzlich nicht. und plötzlich ist dann alles nur noch konfus, ich bin müde, habe keine lust mehr auf meine freunde, will nur noch nach hause und lasse mich dann von irgendwem nach hause schleppen. nein, nicht [i]ab[/i]schleppen!!:rolleyes: ich habe die erfahrung gemacht, dass mir die dollsten sachen unter alkohol passieren, aber vielleicht lässt der alkohol mich auch nur denken, dass ich die umwerfensten dinge erlebe?!? es stimmt schon, man traut sich mehr zu und es gelingt einem eher menschen anzusprechen. was ist daran verwerflich, wenn man weiss wo die grenzen liegen? |
| Doomster | Wenn man Alkohol in Grenzen genießt kann er auch ganz nett sein aber wenn man wie ein Kumpel von mir sich jeden Tag dermaßen voll laufen läßt das man sich am nächsten Tag an nichts mehr erinnert so bringt er absolut nichts.Denn jeder Tag an dem man sich durch absolutes vollsaufen an nichts mehr erinnern kann ist ein verlorener ,weggeworfener Tag. |
| NetizenKane | der trügerische trost des janusköpfigen kobolds namens alkohol. einige leute haben hier gemeint, dass sie unter alkohol positive erfahrungen gemacht haben, die sie ohne gar nicht oder nur selten haben. das mag sogar richtig sein, ist aber meiner ansicht nach eine tickende zeitbombe. geht mal durch die fussgängerzone eurer stadt und schaut euch die leute genau an, die dort schon ab mittags sitzen und alkohol trinken. vielleicht redet ihr sogar mal mit ihnen. früher oder später werdet ihr merken, dass sie ähnliches erlebt haben. damit will ich nicht sagen, dass jeder, der hier entsprechend gepostet hat, mal so enden wird, bewahre. aber das es extrem gefährlich ist, sollte man nicht vergessen. zur musikalischen untermalung kann man sich übrigens mal 'mehr davon' von den toten hosen anhören. gruss kane |
| Notkind | hallo lieber Tumulus, als ich deinen Beitrag hier las, war ich echt geschockt denn genau so sehe ich es auch. Ich bin zwar erst 15 (bitte keine Jugendschutz reden halten wegen mir) aber der Alkohol hilft einen wirklich das Negative vergessen zu lassen. Ich weiß nicht, ob man sich dafür schämen sollte, dieses Zeug zu trinken. Es hilft doch einen zum Beispiel offener und depressivlos zu werden, auch wenn es nur ein kurzer Abschnitt ist. Es hat mir wirklich Antrieb gegeben. Ich hätte in diesem Moment Dinge tun können, die ich mir sonst nicht zutraue. Für mich war dieses Erlebnis jedenfalls kein Grund, den Alkohol als negativ anzusehen. liebe Grüße, euer michi |
| Reimewicht | Hi Michi, die Tatsache, dass es dir gefallen hat und du damit deine Sorgen vergessen konntest ist ja auch nichts negatives. Der springende Punkt ist doch, dass es anders anscheinend nicht ging und das ist das Negative an dieser Geschichte. Man sollte keine Drogen zur Konfliktbewältigung benutzen, weil sie keine Konflikte lösen können, sondern nur betäuben. Das stellt eine Scheinlösung dar, die letztlich noch mehr weh tut und deprimiert, als eine ernstliche Auseinandersetzung mit jenem Konflikt. Der Reimewicht |
| ginkgothian | Schliess mich an...alkohol ist lediglich eine kurzfristige Lösung. Es wäre viel schöner, wenn man immer so locker sein könnte wie unter Drogen. Es ist nur doof, wenn man selbst unter Alkohol nicht enthemmt ist. so gehts mir zumindest. Gestern auf nem festival bin ich auch herumgetorkelt, hab mich aber nicht getraut, vorne mitzutanzen. Manche hemmungen sitzen einfach zu tief...und so kommt es, das Alkohol mich manchmal mehr deprimiert als hilft :eek: |
| Morganaa | alkohol ---> voller laberflash :D |
| DieSpionin | Tja, wie geht es mir unter Alkohol? Kann nur sagen, dass ich dann Dinge sage die ich normalerweise sonst nicht gesagt hätte vermutlich; einfach mich mehr traue; was zu sagen - eben was ich denke. Kann am nächsten Tag - und danach und eigentich generell - sehr peinlich sein, jaha. Wer kennt nicht den Spruch "erst mal muss ich mir Mut antrinken"? Aber bei wem ist es (auch schon) fast so weit das man das Gefühl hat "ohne" total verklemmt zu sein, nichts zu schaffen, nur still in der Ecke zu sitzen? Denn: werden die Menschen, die mich "angeheitert" kennengelernt haben, uach noch so "witzig" finden, wenn ich nüchtern - und wieder still - bin? Witzig nicht in dem Sinen, dass sie einen auslachen. Aber eben in dem Sinne, das man "besser drauf" ist, gewisse Dinge einfach ausspricht etc. Wenn ich mich "unbedingt" antrinken will, bevor ich wo hingehe, weil ich sonst zuviel nachdenke und mir nen Kopf mache - sollte ich dann nicht eben genau darüber nachdenken? |
| Tumulus | Hallo ! Nett, daß ihr mein unkoordiniertes Gestammel (Hi Morganaa) nicht nur durchgelesen, sondern auch noch kommentiert habt;) Einiges kommt mir durchaus auch bekannt vor. Grundsätzlich scheint es so zu sein, daß Alk die momentane Gefühlslage nur verstärkt und einige (eingebildete) gedankliche Barrieren hinwegfegt, den Gefühlen mehr Luft verschafft. Wenn ich eine Phase hatte, in der es mir nicht gut ging, dann langten schon geringe Dosen, um mich vollends runterzuziehen. Da hilft nur eins: Bleiben lassen und warten, bis man im Leben im nüchternen Zustand wieder einigermassen Fuß gefasst hat. Zur Konfliktbewältigung sind Drogen ebensowenig tauglich wie es lustig ist, wenn man nicht mehr grade gehen kann. Das ist nicht nur für einen selbst, sondern auch für die anderen sehr unangenehm. Im richtigen Maß dosiert allerdings habe ich durch Alkohol überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Die Menschen werden offener, lockerer, sind in der Lage, mehr von sich zu geben als im Normalzustand. Ich habe dadurch eine Menge neuer Leute kennengelernt, ja sogar Freunde fürs Leben gewonnen. Mit Verstand genossen kann ich also nicht feststellen, was an Alk wie an etlichen weichen Drogen so schlimm sein soll. (P.S. an Emperor wenn man mal die Umgangsweise der BO's mit Alk als Hintergrund nimmt, wundern mich solche Kernaussagen wie in dem zitierten Songtitel nicht) |
| jyrki | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tumulus [/i] [B](Ich glaube, ich währe momentan sogar wesentlich kreativer als sonst (bin Hobbymusikant)) [/B][/QUOTE] Der Schein trügt. Richtige (Berufs)Musiker, die jahrelang im Geschäft sind, sagen nach Jahren und etlichem Abstand, die besten Platten haben sie im nüchternem Zustand produziert. Zu glauben, man seie mit Alkohohl im Blut kreativer, ist einfach falsch. Ich persönlich, lehne Alkohohl für mich selber strikt ab. Ich trinke demnach [i]nichtmal[/i] Bier.Ich möchte alles um mich herum im klaren, nüchternen Zustand erleben und nicht am nächsten Tag in der Zeitung nachlesen müssen ;). I love this World,`cause it`s fucking real :). |
| Tumulus | Hi jyrki ! So pauschal kann man das glaub ich nicht sagen. Mal ganz abgesehen davon, daß der "nüchterne" Zustand so mancher Berufsmusiker für den Normalbürger immer noch jenseits von Gut und Böse ist, sind etliche Klassiker unter teils massivem Drogeneinfluss entstanden. Wie Nevermind, Led Zep 1&2 oder Master of Puppets klingen würden, wenn die Herren Musiker nicht permanent unter Volldampf gestanden wären, weiss schließlich kein Mensch.:rolleyes: |
| jyrki | Hallo Tumulus. Vielleicht weiß es kein Mensch, aber die Betroffenen selber. Ich empfehle, dir mal die aktuelle Ausgabe der Visions. Darin befindet sich ein Interview mit Robert Plant (wer das ist, muss ich dir wohl nicht erklären :);)). Er nimmt unter Anderem Stellung zu den Exsessen, die er und der Rest der Truppe, damals in den [i]wilden[/i] Zeiten durchgemacht haben. Seine Einstellung heute ist sehr anders im Gegensatz zu früher. |
| AniMee | ich muss sagen ich kann tumulus mit seinen aussagen im ersten posting nur zu gut verstehen- mir gehts es grade ähnlocih :D kein sehr konstruktives posting.. aber naja: meine meinung! |
| Tumulus | @jyrki: Die am allerwenigsten. Es ist für niemanden schwieriger, die Qualität einer Arbeit richtig zu beurteilen, als für den Künstler selbst...ein Kunstwerk spiegelt immer das Innenleben des Künstlers wieder, die Ausdrucksstärke aber ist nicht bewusst steuerbar. Man ist nicht weniger kreativ, wenn man besoffen ist. Man unternimmt nur keine Versuche seine Kreativität in irgendeine bestimmte Richtung zu lenken. Unter Umständen kann das Ergebnis für den Künstler dann ganz schön unbefriedigend sein und er muß sich erst von der Öffentlichkeit überzeugen lassen, daß er da ein echtes Meisterwerk kreiert hat (oder umgekehrt das ganze, ist wohl der häufigere Fall). Zu Herrn Plant: wenn der seine Einstellung nicht grundlegend geändert hätte, läge er schon seit 20 Jahren unter der Erde...wahlweise eingegangen an Verfolgungs-/Größenwahn oder Drogen halt. @AniMee: und wie ist der "Morning after" ? ;) |
| Sirius | Ich hab mich früher in meinen wilden Zeiten auch auf irgendwelchen Partys mit harten Sachen fast besinnungslos gesoffen und fand es damals wahnsinnig toll. Aber jetzt trinke ich so gut wie gar keinen Alk mehr, ab und zu mal ein Bier zum Essen, aber das wars dann auch schon. Die ganze Sauferei hatte nur Nebenwirkungen, wenn ich irgendwann Nachts dann doch endlich nach Hause kam, konnte ich ewig nicht schlafen, weil mir schwindlig war, dann wurde mir übel und ich legte den Weg zum Klo in Weltrekordzeit zurück, dann schlug mir das Zeug brutal auf den Magen, so das ich mich den gesamten nächsten Tag nur von Kamillentee ernähren konnte. Kopfschmerzen hatte ich selten, aber wenn dann äußerst heftig, das ich auch nicht zu rationalen Handlungen fähig war. Kurzum - das Hochgefühl nach dem Alkoholkonsum hält nur sehr kurz an, die meiste Zeit danach hat der Körper mit der Entgiftung zu kämpfen und man kann die äußerst unerfreulichen Nebenwirkungen voll "genießen" :( Das sind dann so die Moment, wo man sich schwört, nie wieder... und es dann auf der nächsten Party doch wieder tut. Naja, mein persönlicher Schlußstrich war erreicht, als meine Mutter Mitte der 90er Jahre zur Alkoholikerin wurde und schließlich letztes Jahr starb - sie hatte sich regelrecht tot gesoffen. Ich hatte wirklich bis zu letzt alles versucht, sie von der Flasche wegzubekommen, es war sinnlos. Anfang letzten Jahres war sie nur noch ein Wrack, ich hätte nie gedacht, das ein Mensch so in sich zusammenfallen kann - naja und eines Tages im Mai hab ich sie dann in ihrer Wohnung gefunden - Leberversagen, Tod durch Ersticken - war ein tolles Erlebnis :( :( Nee, nee - da bleib ich lieber alternativ bei THC-Produkten :) |
| Distroia | Ich finde auch, dass Alkohol kein Mittel zur Konfliktbewältigung ist. Etwas anderes ist es, wenn man Alkohol trinkt, um einfach nur gut drauf zu sein. Es gibt da bei mir so eine Phase, in der ich einfach nur zufrieden mit mir und der Welt bin. Das heißt nicht unbedingt, dass ich aufhöre nachzudenken, aber ich sehe dann auf einmal alles positver. Leute, die ich vorher gehasst habe, werden auf einmal meine Freunde, meine Probleme sind auf einmal keine mehr und mir gefällt die Musik, über die ich mich vorher immer aufgeregt habe. Außerdem tue ich Dinge, die ich mich sonst nicht getraut hätte. Ich kann z.B. nicht tanzen, wenn ich nüchtern bin (wenn ich besoffen bin wahrscheinlich noch weniger). ;) Es ist so, als würde ich eine Seite von mir kennenlernen, die vorher schon da gewesen ist, und die nun zum Vorschein kommt. Klar sollte nicht jeden Tag saufen, sonst würde man irgendwann sein Leben nicht mehr auf die Reihe kriegen, und ich glaube auch, dass es auf die Dauer langweilig werden würde. Aber Alkohol hilft einem, um das Leben von einer anderen Seite kennenzulernen, und Erfahrungen zu machen, die man ohne nicht machen würde. |
| AniMee | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tumulus [/i] [B] @AniMee: und wie ist der "Morning after" ? ;) [/B][/QUOTE] hoffe das geht jetzt nicht zu sehr ot, aber es gibt menschen die haben NIE nen kater und können man morgen weitermachen- kennt ihr das? da kannst du nicht sagen das du aufhörst oder weniger trinkst nur weil du angst hast am nächten morgen gehts dir mies.. dazu gehöre ich. |
| LadyVampireXXX | Ich trinke selten und eigentlich auch nicht viel, die anderen sind immer vor mir blau und ich fang dann an mich um die zu kümmern, ganz automatisch. Hab im angeheiterten Zustand auch schon oft genug Seelsorger gespielt, ok, wenn ich nüchtern bin mach ich das auch, aber mit ein bisserl Alk reden beide viel offener. In den letzten zwei Wochen war ich 2x recht dicht, aber wußte noch genau was ich mach. Das war die oben schonmal genannte "Auszeit", die ich einfach gebraucht hab, endlich mal für ein paar Stunden all meine Probleme vergessen, von denen ich momentan genug hab, bzw. die Menschen, die mir am meisten am Herzen liegen. Zu der Zeit hätte ich ihnen sowieso nicht helfen können. Aber eins hab ich gelernt: Nie mit Met besaufen, da lass ich mir das Essen nochmal durch den Kopf gehen und den ganzen nächsten Tag schmerzt dieser gewaltig!!! ;) |
| Sirius | Dieses Gefühlt "Ich weiß noch genau, was ich mach" kann aber auch sehr trügerisch sein! Viele Leute überschätzen sich und das, was sie an Alk zu "vertragen" glauben. Das sind dann diejenigen deren Autos man irgendwo um ein Baum gewickelt findet :( |
| jyrki | [QUOTE][i]Original geschrieben von Tumulus [/i] [B]Unter Umständen kann das Ergebnis für den Künstler dann ganz schön unbefriedigend sein und er muß sich erst von der Öffentlichkeit überzeugen lassen, daß er da ein echtes Meisterwerk kreiert hat [/B][/QUOTE] Hm, das ist ein noch traurigeres Argument. Normalerweise machen Künstler Platten, weil sie sie machen wollen und nicht um eventuelle Zuhörer/Käufer zu befriedigen. Aber du hast schon Recht, der ungekehrte Fall ist wohl häufiger ;). [QUOTE][i]Original geschrieben von Tumulus [/i] [B] Zu Herrn Plant: wenn der seine Einstellung nicht grundlegend geändert hätte, läge er schon seit 20 Jahren unter der Erde...[...] oder wegen Drogen halt. [/B][/QUOTE] Eben ;). |
| Mondelf | Nur wenn ich besoffen bin? dies klingt erstmal nach dem Song Nr. 13 auf der Onkelz CD Dopamin! *mal anmerk* Was mache ich wenn ich besoffen bin, oder angeheitert? Ich werde immer stiller, ziehe mich noch mehr zurück, gehen meinen gedanken nach, denke an schönere Zeiten und falle nicht auf! Ich versuche nie aufzufallen, weil mir das persönlich peinlich ist, wenn ich zuviel getrunken habe! Ich habe dann noch weniger glauben in mich selbst und meine Selbstbeherschung! Und mit Mädels läuft da noch weniger, weil ich sie nicht anspreche, weil ich einfach nciht will dsa sie mich so kennen lernen und so! ALkohol trinke ich ab und zu gerne, aber im übermass habe ich es nur dann getrunken wenn ich absoluten liebeskummer hatte. oder in dem moment als ich meinen Adoptiveltern erklärt habe.... was damals war.... damals war ichbetrunken... denn sonst hätte ich es bis heute nicht gesagt |
| LadyVampireXXX | Also Auto fahren würde ich nie wenn ich etwas mehr (mehr als ein Radler/Despo über 3h) getrunken habe!!! Im Gegenteil, gerade dann versuch ich das auch anderen auszureden! Im Wohnheim gab's nachts nach dem Sommerfest mal ein Rennen. Ich hab das erst am nächsten Tag erfahren, hab aber dann gleich mal alle drei Fahrer zur Sau gemacht. Hat aber nicht wirklich geholfen, leider. Ich mach mir da echt sorgen... |
| Mondelf | Also ich trinke entweder oder ich fahre Auto aber beides nimmer. Sobald ich weiß oder ahne ider die Chance besteht das ich fahre, gibts nur Cola und Wasser |
| Monte | Mondelf das finde ich sehr vernünftig....ohne jegliche Ironie! Es gibt soooo viele Idioten die sich besoffen ans Steuer setzen und damit das Leben anderer enorm gefährden...tut mir leid aber das muss man so krass sagen! Eine bekannte von mir hatte vor 2Jahren einen schweren Autounfall, sie hat noch glück gehabt, wäre der selbe Unfall auf der Autobahn oder Bundesstrasse passiert, wäre sie heute Tod und das nur durch einen Autofahrer der vorher Bier, Whisky oder ähnliche Getränke in sich hinein schüttet! |
| WaTcHmE | das Problem gäbe es ja nicht, wenn die Leute , die trinken nur sich selber gefärden würden.. sie gefährden Leute die nix damit zu tun haben..... und DAS ist das schlimme dran... |
| Tumulus | N' Bekannter von mir hat mal im Vollsuff seinen vollbesetzten Wagen um den Baum gewickelt, er überlebt als einziger und wandert 2 Jahre in Knast. Meine Fresse, ich frag mich, wie man mit sowas fertig wird.:( Zu dem Onkelz-Song: der Text ist ziemlich genial, find ich. Einige von euch scheinen unter Alk ähnliche Gefühle zu hegen (mir sind sie ziemlich fremd, weil ich nix trinken könnt bei der Stimmungslage). |
| Mondelf | Hab einen Kumpel der Abends nach der Disco unbedingt noch autofahren wollte ( ich war damals nciht dabei ) und das bei 1.6 Promille. Und natürlich ist er auhc gegen den Buam gefahren... Gott sei dank ist nicht viel passiert, aber er war den Lappen Gott sei dank für ne Zeit lang los! Aber er gehört wie viele Jungendliche in diesem BEreich zu Wiederholungstäter und ich finde es schlimm, das es so ist! Und wenn sie nur such gefärden würden, dann sollen sie ihr leben eben riskierne, aber wie man so oft mitbekommt, es sterben oder verunglücken dabei viel mehr die anderen als man selber! Am Anfang des Jahres hatten wir im Toten Hosen-Forum auch einen Todesfall! Einer von uns ist mit Freundin/Mutter/Bruder/Schwester autotgefahren Nachts und dann kam es zum Unfall mit einem Besoffenen, und der besoffene fuhr alleine in seinem Fahrzeug und er war der einzige der überlebt hat! |
| Doomster | Ein Aebeitskollege von mir fuhr sich vor 4 Jahren im suff gegen einen Baum und ist fast an den verletzungen gestorben. Heute fährt er schon wieder wenn er besoffen ist. Der hat nichts draus gelernt und wahrscheinlich ist es ihm egal das er damit auch andere gefährdet. |
| SkullDugger | Ich hatte vor einem Jahr oder so mal ein ziemlich erschreckendes (für mich) Erlebnis, das mir den Alkohol am Steuer definitiv abgewöhnt hat. Ich war auf der Rückfahrt von der Disko und hatte vorher noch zwei oder drei Bier über den Abend verteilt getrunken, also war ich noch im gesetzlichen Rahmen. Auf jeden Fall war ich ziemlich müde durch den Alkohol und stelle dann mitten auf der B1 fest, dass ich wohl momentan eingenickt sein muss (der berüchtigte Sekundenschlaf) und mich eine halbe Spur weiter rechts befand, als ich eigentlich wollte. Zum Glück war da noch eine Menge Platz bis zum Rand und ich war durch den Schock auch ziemlich wach. Nicht auszudenken was gewesen wäre, wenn ich da gerade auf einer der Autobahnbrücken gewesen wäre. :( In diesem Moment habe ich mir vorgenommen, nie wieder zu trinken, wenn ich autofahren muss, und das habe ich auch bislang durchgehalten. Dann werde ich auch nicht so müde. |
| Sirius | Manche Leut versuchen ja auch ganz clever nach dem Besäufnis und vor der Autofahrt noch einen mächtig starken Kaffee zu trinken, damit dieser wieder wach macht - von dieser Methode kann ich nur warnen, denn das Koffein putscht zwar ziemlich auf und übertüncht die Wirkung des Alkohols, macht aber auf keinen Fall wirklich nüchtern, auch wenn man sich zeitweise so fühlt! Probiert es mal in geselliger Runde aus: Starker Kaffee mit einem ordentlichen Schuß Wodka o.ä. (sog. Fernfahrerfrühstück) - ihr werdet bemerken, das euer Kreislauf im Quadrat springt und ihr total hippelig werdet, aber von Autofahrten in diesem Zustand rate ich auf jeden Fall ab! |
| Nachtfee | Auf Alk verzichten solltest du sicher nicht. Hin-und wieder verspührt man einfach die Lust danach, sich zu beseuseln. Trotzdem hilft dir das nicht weiter, denn man kann im Alltag eben nicht die ganze Zeit unter Drogen stehen. Was wäre das auch für ein Leben. Da bin ich lieber dauernd frustriert, als das Gefühl zu haben, dass ich nur mithilfe von ein paar Schlücken glücklich sein kann. Es muss auch einen anderen Weg geben und ich bin sicher, dass jeder lernen kann, nicht alles immer gleich "schwarz" zu sehen. Und nur du selbst bis letztendlich dafür verantwortlich, was du aus deinem Leben machst oder wie du die Zukunft siehst. Schließlich kannst du täglich eingreifen. Das ist am Anfang schwer, aber schon ganz kleine Hochgefühle können einem helfen. Man kann nicht mehr als versuchen, die Welt mit etwas "offeneren" Augen anzusehen. |
| DieSpionin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nachtfee [/i] [B]Auf Alk verzichten solltest du sicher nicht. Hin-und wieder verspührt man einfach die Lust danach, sich zu beseuseln. Trotzdem hilft dir das nicht weiter....[/B][/QUOTE] Und genau das ist der Punkt. Alkohol ändert nichts. Es ist so, wie jemand mal zu mir sagte: am nächsten Tag sind die Probleme nicht weg, sondern es sind nur ganz neue Faktoren aufgetreten: mehr Geld ausgegeben, vermutlich einen Kater und evtl. böse Erinnerungen, an das, was man wohl besser nilcht gesagt oder getan hätte. Was bringt der Alkohol?' Gar nichts. Rein gar nichts. Dennoch 3 Absinth am Samstag...nachdem ich es geschafft hatte, 4 Wochen nichts mehr zu trinken.... Doch geändert hat sich nichts.... Nur das ich jetzt zu stärkeren MItteln greife... und heulen könnte einfach. Obgleich - "kein Alkohol ist auch (k)eine Lösung".... oder? |
| anima nata lacrimans | Naja, der Alkohol war auch diesml keine lösung...was bringt es denn schon, wenn er mir den Mut gibt, zu sagen, was mir auf dem herzen liegt, wenn der, dem ich es sagen will, nicht zuhören wird... Aber immerhin fühle ich mich jetzt für ein paar stunden leicht und meine Gedanken sind verschleiert...und ich kann endlich wieder vernünftig schlafen... |
| Fee | Ich muß auch gestehen, daß ich das Gefühl, leicht angesäuselt zu sein, auch gerne mag. Doch oft begebe ich mich nicht in diesen Zustand, weil da ein ganz einfaches Hindernis besteht - mir schmeckt Alkohol nicht. Bier ist einfach nur eklig, allein der Geruch von Rotwein widert mich an, von hochprozentigen Spirituosen ganz zu schweigen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals Lust/Appetit auf Alkohol gehabt zu haben. Aber die Lust mal wieder locker und unbeschwert zu sein, die Zunge löst sich und man traut sich Leute anzulabern - das kenne ich zu gut. Wer mich kennt weiß, daß ich ein äußerst verschlossener Mensch bin, und wenn ich mal angetrunken bin, verliere ich auch nicht die totale Kontrolle. Da bin wahrscheinlich erstmal so, wie andere (kontaktfreudige) Leute in nüchternem Zustand. Ich trinke wirklich nicht viel: wenn ich einmal im Monat angeschwipst bin, ist das schon viel. Durch meinen geringen Konsum brauche ich auch nicht viel, um das schöne unbeschwerte Gefühl zu erreichen, demzufolge ist auch das danach nicht schlimm. Kann ich froh sein, daß Alkohol nicht schmeckt. Genauso geht es mir mit Zigaretten - pfui. |
| anima nata lacrimans | @Fee Ja, ich trinke auch selten auf Parties, weil der Alk mir da einfach nicht schmeckt. ich bevorzuge Wodka-Lemon, -blutorange, oder -johannisbeere, außerdem so süßes Zeug wie Baileys...natürlich alles kalt, sonst kommt wirklich der Alkoholgeschmack so durch. Außerdem esse ich wenig, wenn ich mich betrinken will, das ist billiger und ich muss weniger von dem Zeug runterkippen... |
| DieSpionin | [QUOTE][i]Original geschrieben von anima nata lacrimans [/i] [B]....natürlich alles kalt, sonst kommt wirklich der Alkoholgeschmack so durch. Außerdem esse ich wenig, wenn ich mich betrinken will, das ist billiger und ich muss weniger von dem Zeug runterkippen... [/B][/QUOTE] Ist schon krass irgendwo... sich extra "vorzubereiten", darauf, dass man betrunken sein will.... ich versteh mich selbst nicht. Flehe gradezu Menschen an, aufzupassen, dass ich nichts trinke mehr, weil ich mich so mies fühle im nachhinein immer; von wegen ein Leben ohne Ideale. Kann mir gar nicht leisten eigetnlich, mir beispielsweise im shadow ein paar hinter die Binde zu kippen. Dennoch.... hab langsam das Gefühl, schon fast nicht mehr "ohne" ruhig werden zu können. Denn der Alk betäubt das wilde Tier in mir..... |
| anima nata lacrimans | @Spionin Ich betrinke mich, wenn ich weggehe, auch nur, wenn jemand dabei ist, der auf mich 2aufpasst"...aber meist kann ich mir übermäßigen Alkoholkonsum nicht wirklich leisten...aber das ist die einzige möglichkeit für mich, aus mir raus zu gehen und nicht immer das mauerblümchen zu sein... Meistens betrinke ich mich abends zu hause, dann aber nicht so doll...so eben, dass es meine gedanken abschaltet und ich schlafen kann... Aber ich denke, es gibt viele, die es mehr übertreiben als ich...ich weiß immer, wann ich genug hab...meist war das dann so vor einer stunde;) |
| DieSpionin | @anima: Zu hause sich betrinken... nein, das mache ich nicht. Habe ich auch noch nie gemacht; denn hier kann ich ohnehin in meine Träume flüchten. Ab und an war ich hackezu bevor ich überhaupt wo ankam - shadow beispielsweise. Weil ich es sonst nicht ertragen könnte/konnte, wie die meinigen Träuem wie Seifenblasen zerplatz(t)en.... Leisten kann ich mir das auch nicht - jetzt erst recht nicht mehr... Aber wer einmal Absinth gebechert hat, weiß das es auch einfacher, schneller, billiger geht.... obwohl es mich shcon ein wenig beunruhigen sollte, dass ich nach drein immer noch "voll da" bin. Alk einfach, um es alles ertragen zu können; und überhaupt ist es ja so lustig dann.... oder doch nicht? Solang ich mir dann aber einreden kann, dass das und das nur am Alkohol lag.... dann geht es doch. Der Schmerz in mir ist dann leichter zu ertragen. Zwar stimmt es, dass Alkohol keine Probleme löst, sondern eher noch welche schafft~ aber ein Abend in absoluter Schmerztaubheit und voller Mut, einfach zu sagen was man denkt (obgleihc das nicht immer zu empfehlen ist) hat schon was... irgendwo. ----> "Die Menschen sind im Grunde alle gleich. Sie unterscheiden sich nur in der Art der Lügen, die sie sich selbst erzählen, um ihre verfluchte Existenz vor sich selbst ertragen zu können". |
| anima nata lacrimans | @Spionin Ich mache es ja auch nicht jeden Abend, nur ab und zu, wenn ich am andern Morgen nicht so früh fit sein muss...in meine träume kann ich auch flüchten und in erinnerungen schwelgen, aber genau das ist es ja, was mich abends allein zu hause so quält...und wenn ich breit bin, dann mache ich mir mehr Gedanken über die oberflächlichen Dinge, die nicht so weh tun. Betrunken eh sie wo ankommen, das kenne ich aber von vielen und ist angesichts der horrenden Preise in den discos auch kein wunder (wenn man denn nicht zu den armen Fahrern gehört) Absinth, mmh, das ist echt zu teuer und außerdem möchte ich beim besten Willen nicht wissen, wie das Zeug brennt, wenn man es von sich geben muss...zu hause kann ich eben zu den billigen Marken greifen, da hält die flasche drei abende und ich hab morgens auch kaum nen kater... Natürlich löst alk keine Probleme, aber der Alternativen sind nicht viele... |
| Menedemos | Mmmhh, Absinth!:) (Ich trinke leider gerade nur Multivitsaft, sonst könnte ich keine so hochgeistigen Beiträge mehr wie diesen hier schreiben... ;) ) |
| anima nata lacrimans | Gestern abend habe ich wieder die negativen seiten meines alkoholkonsums bemerken müssen: zwar schön benebelt und stumpf, dann aber nicht mehr im Stande, die richtige telefonnummer zu wählen, mit einem mal wieder runtergerissen...gestern hätt ich es besser gelassen! |
| DieSpionin | Manchmal frage ich mich, wozu das ganze. Wozu trinken, wozu es lassen? Trinken, um sich eher zu wagen, gewisse Dinge in Richtung der / des Auserwählten zu richten? Der Schmerz, wenn man erfährt, dass es da null Chancen gibt, ist und bleibt der selbe. |
| Anddulin | Teilweise erschreck ich wenn ich die Beiträge von manchen lese!! Habt ihr mal gesehen was Alkohol aus Menschen machen kann???:confused: Und wenn man ihn schon braucht, daß es einem gut geht und nur dann locker und glücklich sein kann, dann ist die Sucht nimmer weit und wie die endet hab ich oft genug miterlebt!! Ich trink auch mal ganz gern, so alle halb jahr, aber mir gehts danach immer so schlecht, daß ich für ne weile genug hab!! |
| DieSpionin | @Andullin: ja, ich habe gesehen was Alk aus einem Menschen machen kann. Mein Exfreund ist (oder war? Krasserweise muß ich sagen, dass ihc mir gar nicht so sicher sein kann, ob er noch lebt...) das beste Beispiel dafür. Ständig zu, alles egal, hauptsache Bier und fun. Und Agression und Brutalität..... Habe mir "damals" geschworen, nie Alk anzurühren. Aber irgendwann war ich dann so tief unten... da war auch mir alles egal. Und mittlerweile ist es schon fast so, dass ich einfach nicht mehr vorstellen kann mir, einen Abend nichts zu trinken. Habe für ca 3 Wochen aufgehört gehabt, aber dann ging es eben wieder los. Um zu vergesssen? Weil mir eh alles wurscht ist? Ich weiß es selbst nicht. Und ihc weiß auch nicht, ob mir dieses "ich kann nicht mehr aufhören" nicht selbst als Ausrede dient, eben weil ich einfach Bock drauf hab mich zuzukippen es mir aber aufgrund meines Ideals nicht mehr eingestehen will. Keine Ahnung..... Jedenfalls: "Lustig" ist das ganze sicher nicht. |
| Anddulin | @Spionin Wieso willst Dich denn zukippen?? Muß zugeben, daß ich nicht den ganzen Thread gelesen hast, falls Du das schonmal geschrieben hast! Dann sag mir wo ichs find!;) |
| DieSpionin | @Anddulin: Warum zukippen .... um zu vergessen, um über bestimmte Dinge leichter drüber hinwegzukommen. Um mich merh zu "wagen"; mich eher zu trauen, jemanden zu sagen, was ich denke (fühle), um das ganze Elend besser zu ertragen.... Auch wenn ich weiß, das man sich mit Alkohol eher noch runter zieht, denn am nächsten Tag fallen alle wieder die peinlichen Dinge ein, die man gesagt / getan hat.... Zudem hat man über kurz oder lang ein "Loch in der Kasse", und die Probleme sind auch nicht verschwunden. Von daher ist diene Frage nach dem Warum eigentlich die beste, die man sich selbst einmal stellen könnte...und sollte! |
| Anddulin | @Spionin und das Du Dir die Frage nach dem Warum gestellt??:confused: |
| DieSpionin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Anddulin [/i] [B]@Spionin und das Du Dir die Frage nach dem Warum gestellt??:confused: [/B][/QUOTE] Ja, habe ich - wie ich diese Antwort oben schrieb mal wieder. Und das erschreckende ist doch, dass man erst gar nicht drüber nachdenken will meistens... und sich lieber selbst weiterhin was vormacht.... ist ja auch einfacher so....und man braucht sich vor sich selbst nicht zu schämen. |