| sutekh | Also ich würde sagen das ein Mensch sich immer selbst erkennen sollte und versuchen sollte sich weiterzuentwickeln. Wie würdet ihr das sehen? Versucht Ihr euch selbst zu erkennen? Euch zu fragen wer ihr seid? Wo ihr hinwollt? |
| Garry | Natürlich. Fast jeder hat doch irgendwelche Ziele um eine Motivation zu haben, weiter zumachen. Wenn du keine Ziele und Vorstellungen mehr hast, dann ist es doch nicht mehr wert zu leben, oder? |
| White_Fang | Natürlich tun wir das. Das ist doch heute "in". |
| lostheart | Klar. Ich mache das auch. Es ist ein gutes Gefühl, sich zu erkennen und zu wissen, wer man ist. Und meine (auch erreichbaren) Ziele sind für mich mein Lebenssinn. |
| aurora borealis | Die Frage ist nur, durch was sich wer erkennt und inwiefern er davon Nutzen zieht? Wer ist vor Trugschluss gefeit? Wer gegen Beeinflussung immun? Wie weit kann man sein Bewußtsein mit Unterbewußtsein verknüpfen? |
| Nachtelbin | Versuchen...sicherlich. Aber kann man denn von Erkenntnis sprechen? Kann man sich denn sicher sein, dass man nicht von einer "Verblendung" in die nächste rutscht, auch wenn man meint, jetzt erkannt zu haben? Ist es euch denn nie passiert, dass es euch quasi wie Schuppen von den Augen (man verzeihe mir diesen Vergleich) gefallen ist, dass ihr euch in einer Situation fragtet, wie ihr jemals so handeln konntet? Und doch war es in diesem Moment das "Richtige", es fühlte sich zumindest so an, nicht wahr? In diesem Sinne, würde ich nicht davon sprechen, sich selbst zu [I]erkennen[/I]...das würde doch irgendwie paradox sein, als Subjekt objektiv sich selbst erkennen... Von daher wäre es eher ein stetiger wandel von man selbst-sein, weltbild und vermeintlich richtigem Weg... Aber ein Wandel, der zu dem Punkt immer richtig ist. Also kann es (für mich) nur die Erkenntnis geben, dass mein Weg, so unterschiedlich er [I]im Nachhinein[/I] empfunden wird, für den Zeitpunkt richtig war, sofern ich dahinter stand und es aus Überzeugung tat... Gruß, die Nachtelbin |
| GreyWulf | Sich selbst finden?Kann das denn so schwer sein? ES müßte doch im grunde genommen jeder wissen was er mag und was nicht und was er deswegen macht und was er läßt ..eigentlich eine leichte sache ,leider komtm da noch der Faktor hinzu das man nicht nur sich selbst sieht ,nicht bloß die verwirklichung seines eigenen selbstes sondern sich auch noch immer dabei fragt was halten andere menschen davon und wenn sich diese Frage schon so sehr in der eigenen psysche festgebissen hat das sie das gefühl was einem gefällt und was nicht derart abändert das daraus im grunde genommen ein was gefällt den anderen und was nicht wird ..ja dann wird disse ganze sache schwer. Man kann sich nur dadurch selbst finden wenn man sich frei macht von allen äußeren einflüssen ,somit ist der Proßes des sich selbst findens wohl mehr eine "Abschottung"als eine suche in sich selbst.Ich weiß jetzt momentan gar nicht ob ich mich noch innerhalb des Themas befinde ,wenn nicht bitte ich das zu entschuldigen. |
| Fehler | Gruesse, ich wuerde auchmal tippen das es nicht möglich ist sich entgültig zu finden. man verändert sich irgendwie zuschnell, mann ist immerwieder "wandlungen" unterworfen. an sich halte ich das für sehr gut, man gewinnt ja auch ständig neue "erkenntnisse" dazu, quasi. man muss sich halt immerwieder fragen ob man die eigene linie verfolgt & auch ob man ehemals "linientreue" sachen ändern muss um wieder aufs neue ins reine mit sich selbst zu kommen. sieh dich im spiegel an und sag mir dann ob du magst wen du siehst wenn du siehst wer du bist oder ob du vor dier fliehst (Fanta4) Nurmaso Fehler |
| belly.white | hierzu zitiere ich mal ein zitat ;) (tom liva, kluger mensch, doofe musik, egal):du musst dich in dir selbst und in der situation, in der du dich befindest wohlfühlen. und ich glaube, das ist für die menschen -grade durch ihre eingebundenheit in die vergänglichkeit - das schwerste überhaupt. wir werden sterben, und wir wissen es - dadurch liegt ein ungeheures gewicht auf jedem moment, den wir nicht verdrängen, was genau der grund ist, warum wir soviel verdrängen. andernfalls wäre die unglaubliche trauer darüber, dass immer alles weggeht, ja überhauptnicht zu ertragen. naja, und ich denke, unsere ratlosigkeit rührt genau da her: aus diesem zwiespalt zwischen flucht, kompensation und auf der anderen seite dem dringenden bedürfnis nach wahrheit, wie auch immer. persönlich glaube ich, ein wirkliches heimatgefühl, ein wohlfühlen in sich selbst und meinethalben auch sowas wie "freiheit" ist nur dann möglich, WENN MAN SICH DIESEN FRAGEN UND SEINEN EIGENEN UNZULÄNGLICHKEITEN IMMER WIEDER RÜCKHALTLOS STELLT UND SICH DAMIT ARRANGIERT; UM NICHT WOANDERS HINZUWOLLEN" passt irgendwie ... |
| Scanium | [QUOTE][i]Original geschrieben von sutekh [/i] [B]Also ich würde sagen das ein Mensch sich immer selbst erkennen sollte und versuchen sollte sich weiterzuentwickeln. Wie würdet ihr das sehen? Versucht Ihr euch selbst zu erkennen? Euch zu fragen wer ihr seid? Wo ihr hinwollt? [/B][/QUOTE] eine kurze antwort? ja zumindest nach möglichkeit, manchmal tut es allzuweh, sich selbst im Zustand X zu sehen. Aber interessanter wäre vielleicht die Frage, wohin? wohin weiterentwickeln? Transzendenz? Nietzsches Übermensch? zum Pilgrim father (evntl. auch mother im zuge der emanzipierung) ? Was wäre die abstrakte Idealvorstellung wohin man sich weiteentwickeln kann, könnte, sollte und/oder will? |
| LaChatte | Man sollte "erkenne dich selbst" als Prozess verstehen, und nicht als Ziel, denn vollständig kann es nicht erreicht werden. Durch unsere Erziehung, die Schule, die Medien nehmen wir Anschauungen und Glaubenssätze auf, die wir wohl, wenn wir sie klar analysieren, nicht akzeptieren wollten... Erkenne dich selbst= den Weg vom Unbewussten zum Bewussten zu gehen. Und immer weiter gehen. Bis wir das Prinzip verwirklichen: "tu, was du willst" (und nicht, was dein Vater immer getan hat, und nicht, was im Fernsehen gerade in ist, und nicht das genaue Gegenteil von dem, was der Pfarrer erzählt). Sei wahr und du selbst in jeder Situation. |
| Nysha | Ich hab versucht mich selbst zu finden, mir Ziele zu setzen. Eine Zeit lang dachte ich auch, ich weiß wer ich bin und was ich will, doch das war nicht der Fall,... Ich bin auch der meinung, dass man sich dort findet, wo man sich wohl fühlt und da ich das nicht machen darf, werde ich mich niemals finden und ich denke mal, dass dann klar ist, dass man so eigendlich nicht weiterleben kann... Liebe Grüße, Nysha! |
| sutekh | @Nysha Nun ich denke das man sich immer wieder auf das neue selbst erkennen kann. Letzendlich verändern sich vielleicht Sichtweisen eines Menschen dann denke ich kann er sich neu erkennen und sich selbst neu bestimmen. Ich denke nicht das man in irgendeiner Weise aufgeben sollte auch nicht wenn viellleicht einmal Dinge nicht erreicht werden die man vielleicht gerne möchte (z.B. an einem gewissen Ort sein...) auch wenn das schwer sein kann. Letzendlich wird die Erkenntnis deiner selbst ja so denke ich nicht durch den Ort oder andere Dinge bestimmt sondern nur durch dich selbst... . |
| NARRator | selbsterkenntnis ist eine illusion, mit welcher unser ego versucht sich selbst zu schützen, weil was wäre denn wenn ich mich plötzlich völlig durchschaue, ich hätte keinen grund mehr zu leben... und selbst wenn es einem gelingt einen teil seiner selbst zu ergünden, entwickeln wir uns durch diesen wahrheitsfetzen etwas weiter, so das die erkenntnis wertlos wird, weil man ja schon wieder jemand anderes ist... das soll nicht heißen das ich nicht mit allen mitteln versuche erkenntnisse zu erlangen, aber auch das ist wahrscheinlich nur eine möglichkeit meinem leben eine sinnvolle note zu verleihen... |
| LaChatte | Narrator, das sehe ich anders! Wenn ich mich selbst erkenne, gewinne ich jedes Mal an Kraft und Energie, mein Leben glücklich und in Schönheit zu gestalten. Nur wer seine eigenen Fehler erkennt, kann versuchen, sie beim nächsten Mal zu vermeiden. Nur wer erkennt, wann er glücklich ist, kann dieses Glück wieder suchen. Je mehr man sich selber erkennt, desto besser, wahrhaftiger, ehrlicher kann man leben und Träume verwirklichen. Liebe Grüsse, LC |
| smerles | Ich bin ebenfalls der Meinung, das 'Sich selbst erkennen' kein Ziel sein kann, eher eine Art Weg... Das man sich selbst eben möglichst oft prüft, sich fragt ob man das, was man tut, auch wirklich will... Siehe Post von Nachtelbin ;) |
| sutekh | Also ich denke genrell nicht das Selbsterkenntnis eine Illusion ist. Ich denke wenn man über sich nachdenkt und schlüße darais zieht kann das nicht falsch sein und es ist keine Illusion da ich ja versuchen kann mich selbst so unabhängig wie möglich zu erkennen. Ich denke auch nicht das es so ist das wenn ich mich selbst erkannt habe es keinen Grund mehr zum Leben gibt. Warum sollte das so sein? Ich verstehe den Bezug nicht ganz... Ich denke im Gegenteil wenn ich mich selbst erkannt habe kann ich besser mit mir uns vielleicht auch mit meiner Umwelt leben weil ich weis wer ich bin und wo ich hin will... . Darüber hinaus denke ich das der Sinn des Lebens das Leben selbst ist. Ich denke das jeder seinen Sinn selbst definiert... .In diesem Sinne ist der Sinn des Lebens vermutlich das was du selbst daraus machst... . |
| NARRator | ich denke das der sinn des lebens das streben nach erkenntnis und die sinnsuche selbst ist. das heißt, wenn ich irgendwann so weit kommen würde, das ich alles begreife, hätte ein weiterleben keinen zweck... schließlich ging auch buddha ins nirvana ein, als er die letzte erkenntnis erlangte... ich möchte damit also sagen, das ich das streben nach erkenntnis sinnlos finde imm gegenteil, ich fange demnächst sogar mit einem philosophiestudium an... trotzdem zweifle ich daran, das man letztlich zu der vollständigen selbsterkenntnis gelangen kann, die gründe habe ich ja schon in meinem letzten post dargelegt... |
| LaChatte | @Narrator Denkst du, die Selbsterkenntnis sei das letzte Ziel? Ich sage, genauso wichtig ist das, was man mit dieser Erkenntnis macht, wie man sie umsetzt. Was nützt es zu erkennen: "Oh, heute war ich sehr unhöflich zu meinem Freund", wenn man diese Erkenntnis nicht zum Anlass nimmt, sich zu entschuldigen und es besser zu machen? Ich glaube auch nicht, dass man sich vollständig erkennen kann, das ist ein Ideal, dem nachzustreben sich aber alleweil lohnt. Doch der Theorie muss die Praxis folgen, und auch wenn man sich vollständig erkannt hätte, müssten doch die entsprechenden Handlungen daraus folgen, gemäss der Erkenntnis. Wir Menschen leben schliesslich nicht im luftleeren Raum, sondern ständig in Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen und Lebewesen. |