| HekateSelene | Hallo... Ich bin noch nicht sehr lange in diesem Forum und doch habe ich gemerkt, dass es hier sehr viele Menschen gibt, die nicht so ganz mit dem Zustand dieser Welt zurecht kommen... Die darunter leiden. Auch ich bin eine von denen. Aber noch mehr leide ich darunter, dass wir es sehen und doch nichts ändern (können?)... Man kann sagen, wir versuchen nicht noch weiter dazu beizutragen, in unserem Freundeskreis wirkliche Liebe zu verbreiten etc, aber was können wir für dir Welt tun? Warum kann man diese Welt nicht ändern, wenn wir doch so viele sind? warum ist das alles so träge und eingerostet.... Warum sind die Menschen bloss so. Ich hasse mich dafür, eine von ihnen zu sein. Ich erwarte keine wirklichen Antworten auf meine Fragen, weil es die wahrscheinlich nicht wirklich gibt. Es gibt nur Ausreden. Ich finde das schlimm... |
| Seneca | Jeder Versuchm, ein System zu ändern das für einen Großteil der Macher, Beteiligten oder Mitläufer gut funktioniert, bedarf eines Initials das schon etwas mehr ausmacht, als eine leichte Unzufriedenheit. Meist scheitert es jedoch schon am Widerstand derer, die zwar auch nicht zufrieden sind, aber gänzlichh andere Absichten haben. Schon das Bewahren einer kleinen eigenen heilen Welt wird oftgenug vom Alltag sabotiert...! |
| HekateSelene | Ich sehe aber nicht wo das System funktioniert? Menschen sind unszufrieden, sie verbittern und die dummen wissen dann einfach nicht warum, während die anderen "sehen" und darunter leiden. Das ist doch dann alles nur Fassade hinter der es gewaltig bröckelt und die langsam zerfällt, weil sie eine Lüge ist. Sollte ein System eine Lüge sein? Da kommt man ja gerade wieder auf die Idee, dass das Leben eine Lüge ist und genau das möchte ich eigentlich nicht schon wieder als Erkenntnis gewinnen... |
| Seneca | Glaube mir, ich kenne Leute denen es so gefällt, wie es ist....! Gerade mit ein paar guten Beziehungen, oder ein bischen Glück kann man es in diesem System weit bringen...! Es kommt darauf an, von welcher Seite man es betrachtet...! |
| HekateSelene | Das ist klar... Die sichtweise ist immer entscheidend. Ist ja auch immer die Frage, was man unter "es weit bringen" versteht |
| LaChatte | [QUOTE]Man kann sagen, wir versuchen nicht noch weiter dazu beizutragen, in unserem Freundeskreis wirkliche Liebe zu verbreiten etc[/QUOTE] Es ist gut möglich, dass das für dich gilt. Ich persönlich tue alles Mögliche, um in meinem Freundeskreis Liebe zu verbreiten [QUOTE]aber was können wir für dir Welt tun? [/QUOTE] Alles mögliche: Lachen, Blumen schenken, eine Katze streicheln, ein schönes Bad nehmen, den Sonnenaufgang begrüssen, die Verkäuferin freundlich anlächeln, einem alten Herrn im Bus den Platz anbieten, einer lang nicht mehr gesehenen Freundin eine Karte schreiben... [QUOTE]Warum kann man diese Welt nicht ändern[/QUOTE] Falsch, man kann sie ändern, ein kleines Stück nach dem anderen. Lies einmal die Biografien von Mutter Theresa, Ghandi, Albert Schweizer... [QUOTE]Das ist doch dann alles nur Fassade hinter der es gewaltig bröckelt und die langsam zerfällt, weil sie eine Lüge ist. [/QUOTE] Es gibt viele Lügen, und viele Fassaden, hinter denen es nicht schön zu schauen ist. Aber es gibt auch Liebe, Ehrlichkeit, Verständnis, Wahrheit und Echtheit. Und wenn du etwas um dich schaust, wirst du sie auch finden:) Alles Liebe, LaChatte |
| abyss | @hekateselene: wir können nicht das ändern, was wir sind. wir können nur lernen, damit zu leben. [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] Ich persönlich tue alles Mögliche, um in meinem Freundeskreis Liebe zu verbreiten [/QUOTE] => *fg* das [i]kann[/i] man jetzt auf zweierlei weise verstehen... ;) mfg abyss |
| aaraen | [QUOTE][i]Original geschrieben von HekateSelene [/i] [B]Hallo... Ich bin noch nicht sehr lange in diesem Forum und doch habe ich gemerkt, dass es hier sehr viele Menschen gibt, die nicht so ganz mit dem Zustand dieser Welt zurecht kommen... Die darunter leiden. Auch ich bin eine von denen. Aber noch mehr leide ich darunter, dass wir es sehen und doch nichts ändern (können?)... Man kann sagen, wir versuchen nicht noch weiter dazu beizutragen, in unserem Freundeskreis wirkliche Liebe zu verbreiten etc, aber was können wir für dir Welt tun? Warum kann man diese Welt nicht ändern, wenn wir doch so viele sind? warum ist das alles so träge und eingerostet.... Warum sind die Menschen bloss so. Ich hasse mich dafür, eine von ihnen zu sein. Ich erwarte keine wirklichen Antworten auf meine Fragen, weil es die wahrscheinlich nicht wirklich gibt. Es gibt nur Ausreden. Ich finde das schlimm... [/B][/QUOTE] Warum das so ist? Hm...ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Weil die meissten so reagieren wie du. Sich beklagen aber nix tun. Und man kann eine Menge tun. Es sind die Kleinigkeiten, die die Welt verändern. Es wäre natürlich schon interessant zu wissen, was du ändern willst. Ich finde ehrlich gesagt, die Welt gar nicht so schlecht. Speziell das was in meinem "Zugriffbereich" liegt, ist so, wie ich es gut finde. Aber das kommt natürlich nicht von allein. Wenn ich gute Freunde haben will muss ich erstmal selber ein guter Freund sein. Wenn ich will das die Welt menschlicher ist, muss ich selber Menschlichkeit zeigen. Um mal die Irak-Debatte im Kaiser zu erwähnen. Da zeigt sich, dass Menschlichkeit auch in schwarzen Kreisen nicht so verbreitet ist. Es ist nicht so sehr die Frage, was man ändern möchte, sondern für welche Änderungen man selber etwas zu tun bereit ist. |
| Mr. Bateman | Gab es da nicht schon in den 60'ern und 70'ern einen globalen versuch "Liebe" und "Frieden" in die Welt zu bringen? Fehlversuch. Man lerne aus den Fehlern von anderen. Meine Ansichtsweise ist so: Kümmere dich um deinen Kreis aus Freunden. Aber die Welt oder eher das System wirst du nicht ändern. |
| GreyWulf | Wie man etwas ändern kann? Inden du einfach etwas änderst. Nicht andere ,die du ja eh nicht ändern kannst ,sondern zuallererst mal dich. Wenn das mehrere machen würden würde auch eine größere veränderung feststellbar sein. Also lebe so wie du es für richtig hälst und du hast schon ein wenig verändert und wer weiß vielleicht nimmt sich ja noch ein anderer ein Beispiel daran und versucht es auch mal. Vielleucht kann man die ganze Welt nicht ändern aber würde nicht schon ein teil davon für dich reichen? |
| Montrose | Großes bewirken kann man nur, wenn man Macht hat. Daß die Leute nichts versuchen, um die Welt zu verbessern, kann man im allgemeinen nicht sagen. Die "kleinen Leute" bemühen sich ja. Allerdings verpuffen diese vielen kleinen Bemühungen, wenn das gesamtgesellschaftliche Bewußtsein und die Organisation fehlen. Vornehmlich die Großes-Bewirker, die bauen seit geraumer Zeit wirklich Scheiße. Überall Rumgeflicke und Fehlentscheidungen. Das kann so nicht weitergehen. Was man auf gar keinen Fall versäumen sollte: bei der nächsten Bundestagswahl seine Stimme abgeben und damit ein Zeichen setzen. |
| HekateSelene | @LaChatte: Du hast mich falsch verstanden... Vielleicht war es ungeschickt formuliert, aber das was du sagst, weiss ich alles... Ist mir jetzt aber zu mühsam das alles noch mal zu erläutern. @araaen: Ganau aus diesem Grund habe ich es eigentlich im Hospital gepostet gehabt. Es geht mir eher um den Ausdruck der hilflosigkeit, die ich empfinde, aber herzlichen Dank für die Aufklärung... Und ich kann mich auch bei dir nur entschuldigen, dass ich mich so ungeschickt ausgedrückt habe... @GreyWulf: Ich gebe mich nicht mit minimalem zufrieden. ich lebe so, wie ich es für richtig halte, aber es schmerzt mich zu sehen, wie andere leiden und wie wir hier mit unseren breiten Ärschen sitzen und über irgendetwas diskutieren. Wie gesagt, eigentlich fand ich den Thread eher im Hospital richtig plaziert, weil ich Antworten dieser Art schon zu genüge selber kenne, es geht mir eher darum herauszufinden, ob ich eigentlich die einzige bin, die unter der Hilflosigkeit leidet... Jetzt bitte sag nicht: Du kannst schon was ändern, einfach ich kleinen. Toll, reicht mir aber nicht. @ Montrose: Danke, du hast trotz ungeschickter Formulierung verstanden, was ich meinte. @all: Ist mir schon klar, dass ihr mit euren Leben zufrieden seit, dass ihr euch auf das kleine beschränkt etc... aber ist das nicht eine sehr eingeschränkte sichtweise? Ich weiss es bringt nichts, wenn man das grosse sieht, aber mir ging es eigentlich wirklich darum, die HIlflosigkeit in Bezug auf das Grosse, auf die ganze welt auszudrücken. Auf die Trägheit, die durch diesen riesen Berg von Problemen entsteht... also wenn man das Grosse ansieht... |
| Maedhros | [QUOTE]Was man auf gar keinen Fall versäumen sollte: bei der nächsten Bundestagswahl seine Stimme abgeben und damit ein Zeichen setzen.[/QUOTE] Und für wen soll man stimmen? Rein rechnerisch gesehen kann man da recht wenig machen, da jeder eine andere kleine Splitterpartei wählen könnte. Das würde die großen Parteien insgesamt vielleicht schwächen, aber nicht stark genug. Und eine der größeren Parteien wählen gestaltet sich wie folgt: Wir haben die SPD, mit der wohl die meiten unzufrieden sind, außerdem ist sie ja momentan an der Macht, und das "wollen wir ja nicht" (ich schreibe das bewußt in Anführungszeichen, da ich mir bewußt bin, daß andere sicher anderer Meinung sind). Dann haben wir die CDU, die 16 Jahre lang erst genügend Unsinn getrieben hat, daß es so weit hat kommen KÖNNEN wie es jetzt ist. Dann haben wir die Grünen, schon fast das Schoßhündchen der SPD heutzutage. Bleibt erstmal die FDP. Wohin deren Ideen führen werden, das kann wohl keiner sagen. Vielleicht noch die PDS? Wenn ich ehrlich bin, wirkt die mir manchmal doch etwas konzeptlos. Dies so weit meine Meinung zu einer Veränderung von oben. Was die Veränderung von unten angeht, da stimme ich mit dem großen Nenner der hier deutlich geworden ist überein: Um etwas verändern zu können, muß man selbst so handeln, daß man von sich behaupten kann, man kann ein Vorbild für andere sein. Man kann sich einfach klarmachen, welche Werte für einen wichtig sind (Ehrlichkeit, Freundschaftlichkeit, Zusammenhalt, Verständnis, Toleranz), und zu diesen Werten steht man dann einfach. Das muß man nicht einmal im großen Stil machen. Es kann durchaus schon reichen, das im eigenen kleinen Kreis zu tun, wenn man diese Werte dann vermitteln kann, dann hat man schon einen großen Schritt getan: Man hat andere von einer guten Sache überzeugt. Vielleicht vermitteln diese ja jene Dinge sogar weiter, wenn sie verstanden haben. Bis so etwas dann deutlich spürbare Auswirkungen hat, das dauert natürlich sehr sehr lange. Aber für mich ist das kein Grund, es nicht zu tun. P.S: Ich wollte oben keine politische Diskussion lostreten, sondern nur meinen Standpunkt erklären, was die Möglichkeiten einer Veränderung von oben angeht. |
| LaChatte | @hekateselene Wenn ich dich richtig verstanden habe, wolltest du dein Gefühl der Hilflosigkeit, der Verlassenheit ausdrücken, dein Gefühl, dass dein Hier-Sein auf der Erde keinen Sinn hat. Dass du davon ausgehst, dass die Welt falsch und schlecht ist, und dass du sie nicht ändern kannst. Korrigierst du mich, wenn ich falsch liege? Ich kenne dieses Gefühl sehr gut, ich habe es lange genug in mir selbst herumgetragen. Ich habe aber gelernt, dass das Leben doch Sinn macht, dass es doch Wahrheit und Freude und Schönheit gibt usw. Dass ich mich nicht mit dieser Hilflosigkeit begnügen muss. Dass ich Macht habe (wenn auch nicht soviel wie unser Herr Bush in Amerika), dass jeder Mensch Macht hat und diese nutzen kann, wenn er will. Also auch du. Wenn du willst, erzähle ich dir auch gerne ein paar persönliche Details in einer PN - einfach fragen:) Ich hab in meinem Leben auch schon ein paar härtere Brocken schlucken müssen. Andererseits schreibst du auch, dass du keine Antworten auf deine Fragen erwartest, und dass sowieso alles Ausreden sind. Ich muss also davon ausgehen, dass dir dein jetztiger Zustand zwar nicht gefällt und dich nicht glücklich macht, dass du aber auch nicht willst, dass er sich ändert. Sondern dass du einfach Leute suchst, die dich darin bestärken, dass du recht hast in deiner Ansicht. Wenn das so ist, dann sage es mir, und ich werde nicht weiter über das Thema diskutieren:) Alles Liebe LaChatte |
| Palene | @ hekate selene: ja, ich glaube schon auch zu verstehen, was du meinst und das gefühl zu kennen. und auch das "keine-antwort-erwarten" (oder wie mans nennem will) und die entsprechenden vorwürfe kenn ich. an dieser stelle muss ich einfach noch mal mit einer buchempfehlung an dich (und alle die sich angesprochen fühlen) nerven: "ismael" und die fortsetzung "ismael's geheimnis" von daniel quinn. (ich hoffe doch, man darf das auch außerhalb des entsprechenden forums - bücher empfehlen, meine ich?) in den büchern habe ich mich und eben diese empfindungen ziemlich wiedergefunden und es bietet auch eine art "erklärung" und ein bisschen hoffnung. beste grüße, palene |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von HekateSelene [/i] [B]Warum kann man diese Welt nicht ändern, wenn wir doch so viele sind? warum ist das alles so träge und eingerostet.... [/B][/QUOTE]Ich glaube, das Hauptproblem ist, daß die meisten Leute wissen, was sie NICHT wollen. Aber was sie stattdessen wollen, wissen sie meist nicht. Die Vorstellungen, Ziele und Ideale driften zu weit auseinander, so daß man keine gemeinsamen Ziele findet, die man erreichen will. Das führt eben dann auch zu den vielen Splitterparteien bzw. zur Gewohnheitswahl. Ich hatte [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=12336](*hier*) schon mal versucht, [/URL]eine Diskussion innerhalb der Nachtwelten anzuregen, wie man sich denn eine Wunsch-Gesellschaft vorstellt, welche Eigenschaften sie haben müßte. Ich glaube, wenn man sich auf gemeinsame Ziele einigen kann, kann man auch Macht gewinnen, vor allem, wenn man diese Ziele auch anderen Menschen verständlich machen kann. Wenn man die Welt ändern will, muß man zuerst verstehen, wie sie jetzt ist, und die Unterschiede zur "Wunsch-Gesellschaft" herausfinden. Erst dann kann man erkennen, was zu verändern ist. [QUOTE][B]Warum sind die Menschen bloss so. Ich hasse mich dafür, eine von ihnen zu sein. [/B][/QUOTE]Ich habe schon oft betont (und dafür oft genug Schelte eingefangen), daß für mich der Unterschied von Menschen zu anderen Tieren nicht sehr groß ist (weder im "positiven" noch im "negativen"). Genausowenig, wie man ein Raubtier dafür hassen muß, daß es andere Tiere tötet, muß man die Menschen hassen. Man muß aber lernen, ihr Verhalten zu verstehen und die Gesellschafts-Bedingungen so gestalten, daß sie dadurch sich gegenseitig (und anderen Lebewesen) möglichst wenig Schaden zufügen. Die Welt zu verbessern fängt damit an, daß man aufhört, sich selbst zu hassen. |
| Kemikaru | Es wird sich ändern. Es wurde in der Vergangenheit oft bewiesen das die Menschheit, wenn sie fett und träge geworden ist und alles was gut lief zu bruch ging, Kriege angefangen hat. Alles niedergebrannt hat. Um dann wieder aufzubauen. Direkt dazugelernt haben sie nicht. Aber ändern wird sich von Zeit zu Zeit immer wieder etwas. Ganz so festgefahren seh ich die Sache nicht. Aber das ist auch wirklich schon alles was geändert werden kann. Wenn du mehr auf einen Emotionalen Umschwung hoffst, vergiss es. Zerstören und Aufbauen, 0 und 1, an und aus, das schaffen wir (die Menschheit), mehr nicht. Is meine Ansicht dazu... |
| Vampirgirl85 | Das Problem der Menschen ist wie Kemikaru schon sagte, dass sie faul sind. Gewohnheitstiere die es am liebsten geordnet haben und wenn es geht keine Veränderungen. Dann gibt es zwar Leute die ausbüchsen mit dem Streben was verändern zu wollen aber oft haben sie in den Massen doch keine Chancen. Bequemlichkeit, Faulheit, Alltag. Das sind die Bremsen. Da kann man vielleicht in seinem Umkreis versuchen die "Welt" so zu verändern wie man es sich vorstellt, aber den Mann in Indien interessiert es einen Scheiß was ich jetzt für ne Welt will und so ist es überall. Man kann die Welt nicht im gesamten verändern weil die Menschen alle unterschiedliche Vorstellungen haben. Man kann nur versuchen, das alles einigermaßen unter einen Hut zu kriegen ohne Krieg. Und dass das net geht, sehen wir ja jeden Tag in den Nachrichten. |
| Maedhros | Ich glaube, die Ursachen von Krieg sind immer die gleichen. Ich sehe da zwei große Ursachen: Zum einen weitverbreitetes Leid, wie man es in der "dritten Welt" häufig sieht, Bürgerkriege gibt es da ja zur Genüge. Der zweite Grund ist schlichtweg Machtgier, wie wir das von Bush kennen, und auch von anderen Personen aus der Weltgeschichte. Ich glaube, erst wenn diese beiden Probleme aus der Welt geschafft sind, dann besteht eine Chance, daß die Welt sich verändert. Aber wie will man das bewerkstelligen? Selbst wenn sich ein Weg fände, jeden Bewohner dieser Erde gut zu versorgen, womit das erste Problem gelöst wäre (ich weiß, daß das eignetlich unmöglich ist), wie schafft man es dann, die Machtgier zu beseitigen? Wie schafft man es, den Menschen Macht unschmackhaft zu machen? (Und wieso muß ich gerade jetzt daran denken, wie es sich wohl Gene Roddenberry mit seiner Gesellschaft in Star Trek überlegt hat, da kennt die Menschheit nämlich weder Geld noch Hunger noch Krieg unter Menschen...) |
| Frost_Geist | Ein funktionierendes System existiert nicht, soviel sei gesagt. Einer muss in jedem System leiden, bei uns sind es in diesem Falle jene Leute, die die Minderheit stellen. Um die Welt zu ändern muss man kein System verändern, auch keinen Regierenden verschwinden lassen oder etwas dergleichen. Man muss die Menschen, die mit einem auf dieser Erde leben verändern. Damit seien jetzt diese gemeint, die ihren Machteinfluss und ihren Einfluss an Geld zu ihren Gunsten auf unmoralische Weise anwenden. Aber diese Leute zu ändern gleicht nach dem Gral zu suchen, es ist fast unmöglich. Durch viel Macht und Geld entsteht in den Köpfen dieser Leute eine höhere Selbstbewertung und ein Herausheben aus der Allgemeinheit. Dieser hohe Stand wird nicht selten durch eigene Begründungen gerechtfertigt, welche viele ohne zu fragen akzeptieren. Und sollten sie nicht akzeptiert werden, stehen diese hohen Leute für unser eins ausser Reichweite. Wir können nur versuchen auf unseren eigenen Wegen durch das Leben zu marschieren und nicht so zu sein, wie die Leute sind, die wir verabscheuen. Aber bedenkt, war es nicht schon immer so ? Von Jesus zum Mittelalter bis heute. Abschließend möchte ich Dürrenmatt zitieren : "Die Welt ist zu grotesk geworden, als das wir armen Sterblichen noch in der Lage wären sie zu verstehen." - Dürrenmatt |
| Combusted_Angel | Das Dürrenmatt-Zitat triffts doch ziemlich gut. Wenn ihr mich fragt, ist die Menschheit in ein Stadium des kollektiven Irrsinns abgerutscht. Irrationales, selbstzerstörerisches Verhalten, mutwillige Zerstörung....ein einzelnes Individuum wäre schon längst eingewiesen worden. Wodurch das ausgelöst wurde? Es existieren zu viele Faktoren, als daß man sie alle aufzählen könnte, von Hetzen gegen Fremdes durch die Kirche bis zu einer technologischen Entwicklung, die in der Lage ist, unsere Evolution selbst zu steuern, obwohl wir selbst evolutiv noch nicht mal weit genug entwickelt sind, um Bürojobs schadfrei zu überstehen ( Haltungsschäden)..... Machtgier ist sicher eines der schlimmsten Symptome. Abschaffen kann man sie nicht, denn das Bedürfnis, Einfluß zu gewinnen, ist uns angeboren. Aber es steht uns frei, inwiefern wir unsere Triebe ausleben. Ein Bewußtseinswandel der Menschen muß her. Nur...wie den auslösen? Es stimmt schon, die kleinen Leute, die über so etwas nachdenken, wirken machtlos, deshalb wird auch nichts getan. Man wirkt erdrückt, wenn der "Gegner" alles abschmettert, weil er ein Heer von Anwälten bezahlen kann, das nur als Beispiel. Aber trotzdem bin ich persönlich der Meinung, daß man sehr wohl etwas tun kann. Zum einen: Vorbild sein. Gerade bei Leuten, die viel mit Kindern zu tun haben, ist das wichtig. Kinder sehen häufig noch zu Erwachsenen auf. Und wenn diese ihnen ein Leben vorleben, welches gerade Qualitäten wie Toleranz, Freundlichkeit und Liebe beinhaltet, besteht eine Chance, daß sich die Kinder später ebenso entwickeln. Aber auch viele Erwachsene sind orientierungslos und suchen Vorbilder...leider häufig die falschen ( Neonazis als Beispiel für so eine Personengruppe). Zum anderen: Information. Viele der Personen, die Macht haben, behaupten diese Macht durch Unwissenheit der anderen. Es ist manchmal ziemlich erstaunlich, wie jemand einknicken kann, wenn er merkt, daß man ihm genau erzählen kann, wo er/sie Mist gebaut hat und wie man es besser machen könnte. Drittens: Sich bewußt sein, daß jede Macht Grenzen hat. Wir selbst haben auch Macht. Vielleicht im kleineren Kreis, das macht es aber für uns überschaubarer. Wenn man sich mit einem scheinbar übermächtigen Gegner konfrontiert sieht, sollte man sich fragen, was er einem eigentlich an Schaden zufügen kann und ob das wirklich so schlimm wäre. Ich bringe mal selbst ein Beispiel: Es gab vor ein paar Jahren in meinem Jahrgang jemanden, dem offenbar meine sprichwörtliche Nase nicht gefallen hat. Drohbriefe, Telefonterror...die ganze Palette. Naja, da er auch ansonsten kein astreines Verhalten gezeigt hat, ist er von der Schule geflogen. Ich bin ihm vor kurzem wieder begegnet und er wollte dann auch gleich wieder loslegen von wegen " dich bring ich um". Sein Problem war nur, daß er es nicht mehr mit einem verängstigten Schulkind zu tun hatte. Ok, ein wenig ging mir schon die Muffe, aber mehrere Jahre "Konditionierung" in diese Richtung gehen wohl an niemandem spurlos vorbei. Aber trotzdem hab ich mich hingestellt und gesagt: " Ist das alles, was du tun kannst?" Das Gesicht hätte man wirklich fotografieren sollen. Er wollte dann gleich wieder loslegen, hatte mich auch schon am Mantel, da hab ich ihn nur gefragt, was er eigentlich tun wolle, um mir zu schaden. Ich habe gesagt: " Du kannst mich angreifen und vielleicht auch zusammenschlagen. Dann hättest du ne Klage wegen Körperverletzung am Hals. Zudem hätte dir das nichts gebracht. Schmerz geht vorbei, Wunden heilen. Aber du hättest schon mal nen Eintrag im Vorstrafenregister. Schlimmer noch, wenn du mich umbringst. Gut, ich wäre tot, aber du mußt mehr Angst vorm Tod haben als ich, wenn du damit drohst. Und du...glaubst du, du würdest noch irgendeinen Job bekommen oder von irgendwem akzeptiert werden?" Und das wars. Er hat losgelassen. Man konnte richtig sehen, daß er vor Wut kochte, aber da kam nichts nach. Diese Geschichte ist wirklich so passiert. Ok, was will ich mit ner Story aus meinem Leben, die wohl keinen interessiert, sagen? Das persönliche Macht immer eine Betrachtungsweise ist. Manche Leute behaupten sich nur auf Machtpositionen, weil andere nicht wissen, wieviel Macht sie selbst haben. Wohl niemand kann in dieser Hinsicht Wunder vollbringen. Aber vielleicht ist nicht jeder Versuch so sinnlos, wie es scheint. Darauf stütze zumindest ich meinen Optimismus. Warum habe ich nichts über Problem Nr. 2, das Elend in vielen Teilen der Welt, geschrieben? Weil das größtenteils ein Symptom aus Nr. 1 ist. Es stimmt schon, die Welt wird von einer Welle der Verwüstung und des Wahns überzogen. Und leider kann man sich nicht einfach hinstellen, die Hand erheben und sagen " So nicht mehr!" - oh wie gern würde ich das tun - aber man kann vielleicht erst einmal im persönlichen Umfeld und dann vielleicht weitergehend kleine und größere Dämme der Vernunft errichten. Die Möglichkeit besteht und das gibt Anlaß zur Hoffnung. |
| Seneca | Faktisch habern wir seit der Epoche der Großen Humanisten Rückschritte gemacht...! Noch vor Hundertfünfzig Jahren begannen sich immer mehr Gebildete Leute mit der Natur des Menschen zu beschäftigen, nicht zuletzt aufgrund der Ahnung, das unsere eigentlichen Natur der kulturellen Entwicklung hinterherhinkt. Diese Zeit brachte die Großen Denker uns Visionäre hervor, die auch noch heute zitiert werden. Von deren Idee, und deren Bestreben, die Natur des Menschen zu zivilisieren, ist nicht mehr viel übrig... Derzeit erscheint es eher Mode, sogar bei der "Oberschicht", so richtig die Sau rauszulassen...! Vernunft regiert diese Schiff schon lange nicht mehr, und jedesmal wenn sich eine Persönlichkeit auf die Vernunft beruft, und zu eien Umdenlen auffruft, wird das aus der Populistischen Ecke sofort torpediert... Die Argumente reichen dann von "sozial unverträglich" bis "nicht fiananzierbar"... Ein kleines alltägliches Beispiel: In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen ein paar damals realistische denkende Menschen zu der Erkenntniss, daß unser Raubbau an der Natur nicht so weitergehen kann, und das es dringend lenkender Maßnahmen Bedarf. Daraus entstandt die Öko Bewegung, und eien Partei... man dachte damals daran, die Emissionen uznd den Treibhauseffekt durch energieeinsparungen zu erreichen, die durch Effizienzsteigerung ermöglicht werden sollte. Ende der 80er gab es eine Reihe vielversprechender Konzepte...für Automobilbau und Heiztechnik... Allerdings hatten die Leute irgenwann die Nase voll von Öko, Müsli und Sparmobilen, und in dern 90ern wurde der Fun-Faktor wiederentdeckt... Heute wird im Winter mit billigem russichem Erdgas geheizt, immer mehr (vor allem ältere) Leute (die ihren Wohlstabd der prosperität den vergangenen Boomjahren verdanken) leisten sich einen beheizten Pool und eine Klimaanlage, und eine Limosinen der Oberklasse die viermal so viel Energie schluckt, wie eines der damals projektierten Sparmobile... Man hat die sexyness der Kraft wiederentdeckt, und gerade die Flut von Funcars und Roadsterboliden die die automobilen Vorstellungen der 80er sprengen spreicht für sich...! Man traut sich wieder was... Vernunft war gestern... Eine kleine platinbeschichtete Wabenstruktur war der einzige bleibende Fortschritt, und dessen Wirkung wird weit überschätzt...! |
| smerles | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Alles mögliche: Lachen, Blumen schenken, eine Katze streicheln, ein schönes Bad nehmen, den Sonnenaufgang begrüssen, die Verkäuferin freundlich anlächeln, einem alten Herrn im Bus den Platz anbieten, einer lang nicht mehr gesehenen Freundin eine Karte schreiben... Alles Liebe, LaChatte [/B][/QUOTE] Wie schön wäre die Welt, würde jeder solche Dinge tun... |
| Der_Philosoph | [quote]Ehrlichkeit, Freundschaftlichkeit, Zusammenhalt, Verständnis, Toleranz[/quote] Nun, wenn jeder solche Werte schaffen und leben würde, hätten wir weit weniger Probleme!:) [quote]Bis so etwas dann deutlich spürbare Auswirkungen hat, das dauert natürlich sehr sehr lange. Aber für mich ist das kein Grund, es nicht zu tun. [/quote] Genau meine Meinung! Die meisten, die der gegenteiligen Meinung sind, sind einfach nur faul, bequem und gerne ungläubig und immer am zweifeln, weil sie sich so weiter eine billige Ausrede leisten können, um selbst nichts tun zu müssen! [quote]Die Welt zu verbessern fängt damit an, daß man aufhört, sich selbst zu hassen.[/quote] Das meine ich auch, es ist eine sehr persönliche Sache, wie man sich Selbst und die Welt auffasst und man muss zuerst IMMER BEI SICH anfangen. Das Problem liegt einfach dabei, dass die meisten von Persönlichkeitsentwicklung keinen Schimmer haben und dies auch erst gar nicht versuchen wollen! Denn alle Probleme entstehen aus dem Menschen heraus, dem EINZELNEN! Also muss auch JEDER Einzelne an sich arbeiten. In den ersten Punkten muss ich weiterhin Frost_Geist zustimmen, allgemein sind es auch einfach immer wieder die gleichen Probleme! [quote]Ein Bewußtseinswandel der Menschen muß her. Nur...wie den auslösen? [/quote] Wie? Ich weis es nicht…Es muss jeder an sich Selber arbeiten, nicht mehr und nicht weniger! Das ist das einzig Wichtige und Richtige! Alles andere würde sich daraus ergeben. Wenn das nur wirklich JEDER tuen würde… Desweiteren kann ich Combusted_Angel nur vollkommen zustimmen… Sowieso nochmal an alle Respekt und ein Lob, die hier mit gepostet haben, ich kann echt zumeist nur sagen, ja, genau das ist es! Wobei ich leider bei HekateSelene immer noch nicht durchblicke, worauf sie hinaus will. [quote]Derzeit erscheint es eher Mode, sogar bei der "Oberschicht", so richtig die Sau rauszulassen...! [/quote] Diese Mode macht unsere Welt kaputt, und zwar in jeder Richtung! Wir richten uns Selbst zugrunde und sind so was von dekadent und arrogant! Vielleicht sollte hier mal jeder die WH40K Geschichte über den Untergang der Eldar lesen.^_^ Diese SF-Story schildert, wie eine hochentwickelte Gesellschaft an ihrer Dekadenz und den typischen Problemen Zugrunde geht und somit auch sich selbst fast vollständig auslöscht! [quote] Zitat: Original geschrieben von LaChatte Alles mögliche: Lachen, Blumen schenken, eine Katze streicheln, ein schönes Bad nehmen, den Sonnenaufgang begrüssen, die Verkäuferin freundlich anlächeln, einem alten Herrn im Bus den Platz anbieten, einer lang nicht mehr gesehenen Freundin eine Karte schreiben... Alles Liebe, LaChatte Wie schön wäre die Welt, würde jeder solche Dinge tun... [/quote] Nun, Zweifler, du als einer von vielen. Lass doch die Anderen ihr Ding machen, du wirst sie sowieso NIE ändern können! Du kannst dich nur Selbst ändern, so wie sie sich Selbst ändern können. Deswegen, tu DU es, niemand sonst kann deinen Platz einnehmen und diese Tat vollbringen, es ist an dir!:) Und deswegen geht es genau um das, was LaChatte sagt. Wenn eben jeder so handeln würde, oder einfach möglichst viele, würde sich die Welt rasant erholen. Und noch an alle Ungläubigen da draußen: Alles ist möglich! Auch die Ernährung aller auf der Welt, die Wiederherstellung der Ozonschicht, sowie eine umweltfreundliche Lebensweise und genügend Ressourcen ohne Streit darum! Die einzigen, die dies in ihrer wahnsinnigen Verblendung verhindern, sind die großen Megakonzerne, die nur an ihren (kurzfristigen) Profit denken, um die Gier der Höchsten Konzernchefs zu befriedigen. Und doch sind diese genauso kleine und unbedeutende Menschen, wie wir auch, wir sind alle gleich. Vor Gott sowieso. Und so wird es nur eine Änderung geben, wenn wir uns, jeder Einzelne sich ÄNDERT! :) |
| black hole | Was die Veränderungen im kleinen betrifft, kann die jeder ja selbst leben. Wenn ihr Veränderungen im großen Stil erreichen, werden wir den Marsch nach Berlin vorbereiten müssen. Aber keine Angst ihr seit dann Fanatiker, da ihr gegen das System der Scheindemokratie rebelliert, das eh nur auf Geld schaut. Solltet ihr den Aufstand gewinnen, wird alle welt gegen euch sein, weil ihr nicht mehr dem Ruf des Geldes folgt. Bevor ihr das macht solltet ihr aber erstmal ein Konzept haben, was ihr ändern wollt, denn was passiert, wenn man keines hat sehen wir ja alle viel zu gut an der jetzigen Bundesregierung. Das Volk wollte schon immer den starken Mann, der alles für sie regelt, man muß ihnen nur Scheinfreiheiten, z.B. Reisefreiheit, geben und das Gefühl, daß es auch noch was zu melden hat, das nennt man dann demokratische Wahl. Aber es muß mindestens 1 Million sein, die rebelliert, ansonsten werden wir ganz schnell sehen, daß es die Amis auch nicht besser machen, als die UdSSR 1953 in der DDR. Also macht jemand mit? Ich fürchte, die Million werden wir nicht erreichen, wenn es schon 10 wären, die das ernsthaft machen wollten (nicht nur wollten), wäre das schon mehr als man erwarten kann, aber ich befürchte es werden nicht mal 10! Versteht mich nicht falsch, ich will nicht die Demokratie abschaffen. |
| Montrose | Auf diesem Board sind ein paar tausend Leute. Wenn sich da ein gemeinsames Anliegen herauskristallisieren würde, dann könnte daraus durchaus eine Kraft werden. Die GRÜNEN sind ja auch nicht anders entstanden. Inhaltlich sehe ich diesen gemeinsamen Nenner (noch) nicht. Man müßte da auch Diskussionen und Umfragen gezielt vorbereiten, um ein Profil zu schärfen. Mit solchen Gedanken zu spielen, ist wichtig. Die GRÜNEN, SPD, CDU etc., das ist die alte Generation, die ihre Schäfchen im Trockenen hat. Dieser ganze 68ger-Mythos dient doch nur noch zur Selbstbeweihräucherung der Vorruheständler, die Ideale sind längst tot. Wenn die junge Generation in diesen zunehmend schwierigeren Zeiten eine Chance auf Zukunft haben will, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich im Rahmen der demokratischen Verfassung eine eigene Vertretung ihrer Interessen zu schaffen. Daß sich in diese Richtung in nächster Zeit etwas entwickelt, glaube ich nicht. Die jungen Leute haben doch alles: Geld, Freunde, Sex, spirituellen Mischmasch und einen Haufen Klarsichtprospekte, auf denen steht, wie toll sie sind. Wenn heute alle satt sind, wer möchte da an Morgen denken. |
| smerles | [QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i] [B]Nun, Zweifler, du als einer von vielen. Lass doch die Anderen ihr Ding machen, du wirst sie sowieso NIE ändern können! Du kannst dich nur Selbst ändern, so wie sie sich Selbst ändern können. Deswegen, tu DU es, niemand sonst kann deinen Platz einnehmen und diese Tat vollbringen, es ist an dir!:) [/B][/QUOTE] Keine Angst, ich handle schon längst so... :) |
| black hole | To Montrose: BLABLABLA |
| Der_Philosoph | [QUOTE][i]Original geschrieben von black hole [/i] [B]To Montrose: BLABLABLA [/B][/QUOTE] Black Hole, bitte! DU redest hier nur BLABLABLA! Montrose zeigt wenigstens einen guten Gesamtzusammenhang auf, während du von irgendwelchen politischen Reformen redest, die sowieso keiner braucht, keiner durchführen kann und auch keiner wird. Es wird sich nichts ändern, wenn sich nicht die Menschen ändern! Wobei ich natürlich nicht bestreiten will, dass du mit deiner Ansicht der politischen Lage Recht hast! Doch Montrose geht schon eher auf das eigentlich Problem ein, es ist der Mensch, faul, Gemüts- und Gesellschaftstier, welches sich von seinen Trieben leiten lässt, statt sie Selbst zu kontrollieren! Konsumkultur.... |
| black hole | To Der Philosoph: Aber wem nützt das was, wenn wir drüber reden, daß alles schlecht ist (na gut, vielleicht nicht alles), davon wird's auch nicht anders. Braucht die politischen Reformen wirklich keiner? Durchführen wird sie keiner, weil alle nur resigniert 'rumstehen! Oder was meinst Du, wie die Französische Revolution stattgefunden hat? |
| Rücksitzpunk | also: 1. [quote]BLABLABLA[/quote] das muss nicht unbedingt sein. 2. du kannst doch nicht allen ernstes die lage vor der französischen revolution mit der jetzigen lage vergleichen. |
| Montrose | @black hole. [QUOTE][b]black hole:[/b]Also macht jemand mit? Ich fürchte, die Million werden wir nicht erreichen, wenn es schon 10 wären, die das ernsthaft machen wollten[/QUOTE] Das waren Deine Sätze, kaiserliche Hoheit. Ich habe Deine Anregung aufgegriffen und mir Gedanken gemacht, warum und wie man politisch aktiv werden könnte. Daß kaiserliche Hoheit Seinen zutiefst ergebenen Diener mit einem BLABLABLA abzuspeisen wünschte, ist jenseits meines bescheidenen Verständnishorizontes. Mögen sich Ihre Majestät erklären? |
| LaChatte | Hm. Ich finde die Idee dahinter gut, bin aber persönlich Gegnerin von allen Institutionen, denn jede Institution, so idealistisch sie am Anfang auch ist, hat die Tendenz, sich mit der Zeit ins Getriebe einfügen zu lassen, und die Ziele des Anfangs aus den Augen zu verlieren... Was aber nicht heisst, dass hier niemand eine Partei gründen soll - ich werd mich als passives sympathisierendes Mitglied einschreiben lassen;) |
| Der_Philosoph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]@black hole. Das waren Deine Sätze, kaiserliche Hoheit. Ich habe Deine Anregung aufgegriffen und mir Gedanken gemacht, warum und wie man politisch aktiv werden könnte. Daß kaiserliche Hoheit Seinen zutiefst ergebenen Diener mit einem BLABLABLA abzuspeisen wünschte, ist jenseits meines bescheidenen Verständnishorizontes. Mögen sich Ihre Majestät erklären? [/B][/QUOTE] *hehe* :D:D:D Das meinte ich.^_^ @LaChatte: Interessante Idee.:) Also ich hab auch was gegen Ziele aus den Augen verlieren, jedoch nicht gegen eine solche Institution an sich! Denn ich bin mal Optimist und würde sagen, es geht auch ohne Getriebe!;) Dazu müsste man dasselbe nur leider abschaffen. Das ist wie beim Kommunismus. Der hat nicht funktioniert und wird es auch nie. Warum? Weil es Geld gibt. Nur wenn es kein GELD mehr gibt und das Kapital frei verteilt ist gäbe es u.U. eine Möglichkeit dieses doch sehr theoretische Konzept durchzuführen! |
| black hole | Ich bin zwar keine kaiserliche Hoheit, aber mit dem Spott kann ich leben. Also Philosoph Dich habe ich offensichtlich mißversanden. To Montrose: Du erklärst im selben Atemzug wie Du sagst wie es Deiner Meinung nach funktionieren könnte, daß sich da nach Deiner Meinung in nächster Zeit da nichts entwickeln, Dich wahrscheinlich inbegriffen, jedenfalls habe ich das so verstanden. Und demzufolge hast Du ja schon resigniert ... |
| Montrose | @black hole. Wie man eine politische Bewegung in gang bringt, wüßte ich wohl. Aber alleine schon Leute wie Du lassen mich resignieren. Aus Deinem Beitrag ist kein Ziel, kein Grund, kein gar nichts, sondern bloß der blanke Wille zu bißchen Rambazamba erkennbar. Und "Macht jemand mit?" ist eine ziemlich mickrige Werbestrategie. Du wirfst mit Begriffen wie "1 Million", USA, UDSSR, DDR um Dich. Mein Kommentar dazu: absolut lächerlich. Was soll Dein Beitrag ? |
| black hole | To Montrose: So lange niemand mitmacht, braucht man auch keine Strategie! Oder meinst Du, wenn ich jetzt Forderungen aufstellen würde und vielleicht eine Strategie, wie sie umzusetzen wären, und keiner macht mit, würde sich nur irgendwas ändern? Es wäre nur ein Verückter, der auf der Straße steht. Aber offensichtlich reden wir aneinander vorbei! |
| LaChatte | Eine Organisation, die ich nicht kenne, die mich aber durch ihr Motto überzeugt hat, ist diese: MAPS Keine formalen Strukturen Keine Mitglieder Keine Führer Jeder der sich positivem Fortschritt widmet und alles Leben ehrt, ist ein M.A.P.S. Botschafter M.ovement of an A.waked P.ositive S.ociety Da muss man sich noch nicht mal einschreiben, um Mitglied zu sein - mit dem besten Dank für das copyright an bmw999. |
| Montrose | To black hole: Ich habe nicht den Eindruck, daß wir aneinander vorbei reden. Beide haben wir uns Gedanken gemacht, ob man politisch etwas ändern könnte. Meiner Meinung nach ist das möglich. Politiker hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Das Problem ist nicht, als Verrückter zu gelten. Das Problem ist vielmehr, daß man einen sehr langen Atem braucht, viel Zeit investieren muß etc. Und das lohnt sich erst, wenn man konkretre Vorstellungen hat, was man eigentlich ändern will. Nun, eine weitere Möglichkeit ist, man macht sich zum Sprachrohr der Interessen anderer. Jedenfalls, diese Forderungen müssen konkret sein. Mit "Jetzt haben wir uns mal alle doll lieb" oder "die Engelchen werden's schon richten" kann man keinen Staat machen. Wichtigstes Thema derzeit: Gerechtigkeit. |
| Montrose | @LaChatte: Diese MAPS-Mottos sind doch Hirnfürze. Keine formalen Institutionen, ja toll: willst Du die Alten und Kranken verhungern lassen? Kein Krankenhaus, kein Kindergarten, gar nichts würde funktionieren, ohne Strukturen. Keine Mitglieder .. vielleicht das beste an dem Ganzen. Solch ein Mumpitz verdient auch keine Mitglieder. Auf den restlichen Unsinn gehe ich gleich gar nicht ein. LaChatte, Politik heißt, für sehr viele Menschen Verantwortung zu tragen. Dazu gehört Wissen und Denken, und nicht bloß der persönlcihe Wohlfühlfaktor. Es ist ein großer Unterschied, ob ich nur privat zurandekommen muß, oder ob meine Entscheidungen auch für viele andere Konsequenzen hat. |
| LaChatte | Es gibt schliesslich schon mehr als genug organisierte Parteien, da finde ich eine kleine Abwechslung zwischendurch sehr erfrischend. Ich verstehe MAPS in dem Sinne auch nicht als politische Gruppierung, sondern eher als Geisteshaltung. Ich bin eben, ganz persönlich, gegenüber allen Organisatioen, die Macht haben, durchaus skeptisch. Und kleinste Politik heisst für mich eben auch, zuerst Verantwortung für sich selbst allein zu tragen... Und wer das kann und dann noch Kraft übrig hat, darf sich gern zur Verfügung stellen, Verantwortung für mehr Leute zu tragen. |
| Rücksitzpunk | @black hole: [QUOTE][i]Original geschrieben von black hole[/i] [B]Aber wem nützt das was, wenn wir drüber reden, daß alles schlecht ist (na gut, vielleicht nicht alles), davon wird's auch nicht anders. Braucht die politischen Reformen wirklich keiner? Durchführen wird sie keiner, weil alle nur resigniert 'rumstehen! Oder was meinst Du, wie die Französische Revolution stattgefunden hat?[/b][/quote] [QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk[/i] [B]du kannst doch nicht allen ernstes die lage vor der französischen revolution mit der jetzigen lage vergleichen. [/B][/QUOTE] kannst du mich aufklären, ob ich dich falsch verstanden habe. danke. |
| Montrose | [edit]montrose, ermahnungen von membern überlässt du besser denjenigen, die dafür da sind. zumal sie in diesem fall in meinen augen unangebracht war. rü moderation dunkelheit&licht [/edit] |
| LaChatte | - hat sich erledigt - post bitte nicht beachten |
| Montrose | Die Urheberin dieses Thread HekateSelene wollte ihre Frage politisch verstanden wissen. Am 30.7.2003 hat HekateSelene diesen politischen Impetus unterstrichen und die etwas privatere Sichtweise von LaChatte sinngemäß als Themaverfehlung apostrophiert. Demesntsrechend darf ich mich als Anwalt der Sache von HekateSelena betrachten. Ich beuge mich entsprechend den [b]Regeln[/b] der Vorgehensweise von LaChatte und Rücksitzpunk. [b]Inhaltlich[/b] aber glaube ich, daß ihr gewaltig irrt. @rüsipu. Überlaß black hole mir. Im Übrigen braucht mich hier keiner zu verteidigen, weil black hole BLABLABLA gesagt hat. Damit weiß ich schon selbst umzugehen. |
| LaChatte | Ich bin inhaltlich immer noch von meinem Modell überzeugt und vertrete die Ansicht, dass wir nicht noch mehr Institutionen brauchen. Bürokratie haben wir schon mehr als genug. Was wir brauchen, auf der untersten privaten bis zur obersten politischen Ebene, sind Leute, die für ihre Überzeugungen einstehen, die korrekt sind, die Ideale haben. Wenn es darunter solche gibt, die sich in einer Institution wohl fühlen und gerne dort wirken, gut. Wenn es andere gibt, die lieber individuell wirken, auch gut. Viele der grossen Bewegungen der Menschheitsgeschichte gingen schliesslich von einzelnen Menschen aus, die nie im Leben daran gedacht haben, eine Partei oder ähnliches ins Leben zu rufen. Jesus, Buddha, Mutter Teresa, der Franz von Assisi standen einfach für ihre Ideen ein, und durch die Kraft ihrer Ideen gewannen sie Schüler und Anhänger. Dass sich diese früher oder später mal organisieren mussten, ist mehr ein notwendiges Übel, als das Ziel der Sache. |
| Montrose | Natürlich sind Ideale wichtig. Ich kenne kaum einen Menschen, der gegen Toleranz, Liebe, Gerechtigkeit und das Glück aller etwas einzuwenden hätte. Wir sind doch alle dafür. Die Eingangsfrage von HekateSelene, warum trotzdem vieles nicht besser wird, bleibt damit offen. Meine Antwort ist, daß Ideale nicht ausreichen, wenn es um konkrete Fragen geht. Ob ich für das, was ich leiste, einen feuchten Händedruck bekomme und meine Arbeit womöglich noch als "mein Hobby" gilt oder ob ich Geld und Anerkennung dafür bekomme, wer bestimmt das eigentlich? Ob ich eine Familie gründen kann oder nicht. Für die Leute auf der Siegerseite ist das ganz einfach: "Ich habe alles richtig gemacht, das System ist gut, und wer scheitert ist selbst schuld, ist unselbständig, bringt's halt nicht, ist faul etc." Diese Leute sollten sich aber klarmachen, daß sie nur aufgrund von Organisationen, Institutionen und politischen Verhältnissen oben sind, und nicht unbedingt deshalb, weil sie klüger, fleißiger oder leistungsfähiger wären. Die Verleugnung von Machtverhältnissen und ein esoterischer Individualismus signalisiert mir, daß es da jemand gar nicht nötig hat, ernsthaft über soziale Fragen nachzudenken. |
| Rücksitzpunk | @montrose: [b][moderator an][/b] seit dem 30.7. (an dem tag wurde dieses thema hier erstellt) hat sich bewusste person nicht mehr in diesem thema gemeldet, obwohl sie seitdem mehrfach an board war. ich schliesse daraus, dass ihr dieses von ihr erstellte thema inzwischen gleichgültig ist. meiner persönlichen meinung nach, wollte bewusste person nur ihrer traurigkeit über diesen zustand ausdruck geben (thread befand sich ursprünglich im hospital) und hoffte auf zuspruch. oder platt ausgedrückt: sie wollte "rumjammern". auf konstruktive kritik wie zum beispiel aaraens beitrag wurde so reagiert: [quote]Es geht mir eher um den Ausdruck der hilflosigkeit, die ich empfinde[/quote] .... ich leite daraus keinen politischen anspruch ab. genausowenig beurteile ich die antwort auf lachattes beitrag: [quote]Du hast mich falsch verstanden... Vielleicht war es ungeschickt formuliert, aber das was du sagst, weiss ich alles... [/quote] nicht als vorwurf der themaverfehlung, sondern als unwillen, auf lachattes meinung einzugehen: [quote]Ist mir jetzt aber zu mühsam das alles noch mal zu erläutern.[/quote] alle zitate sind aus ihrem letzten beitrag. insofern sehe ich keinerlei konflikte zwischen lachattes postings und der intention dieses themas. ------------------------------------------------------------------------------------------------------ und jetzt noch etwas zu dem blabla-problem: [quote]Im Übrigen braucht mich hier keiner zu verteidigen, weil black hole BLABLABLA gesagt hat. Damit weiß ich schon selbst umzugehen.[/quote] mein hinweis an black hole betreff seiner aussage BLABLABLA ist nicht der versuch einer verteidigung von dir, sondern ein versuch, black hole auf die hier einzuhaltenden regeln aufmerksam zu machen. ende der durchsage, weitere spiegelfechtereien dieser art bitte im spiegel oder per pn. [b][moderator aus][/b] |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Diese Leute sollten sich aber klarmachen, daß sie nur aufgrund von Organisationen, Institutionen und politischen Verhältnissen oben sind, und nicht unbedingt deshalb, weil sie klüger, fleißiger oder leistungsfähiger wären. [/B][/QUOTE]Das ist wohl der Grund, warum LaChatte gegen zu viel Organisationen und Institutionen eintritt: Weil sie [b]diese Leute[/b] in Machtpositionen bringen und die anderen dann darunter zu leiden haben. |
| Der_Philosoph | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Das ist wohl der Grund, warum LaChatte gegen zu viel Organisationen und Institutionen eintritt: Weil sie [b]diese Leute[/b] in Machtpositionen bringen und die anderen dann darunter zu leiden haben. [/B][/QUOTE] Dem muss ich leider zustimmen. Welche Formen die Diskussion annimmt sind mir ehrlich gesagt nur Recht, finde das schön! Wieso nicht über das diskutieren, was sich ergibt? Oder redet ihr mit euren Freunden auch 24 Stunden über das Gleiche?;) [quote]dass sich diese früher oder später mal organisieren mussten, ist mehr ein notwendiges Übel, als das Ziel der Sache.[/quote] Nun, ich verweise auf Buddha, der seine Jünger vor seinem Tod eindringlich vor seiner Verehrung und der Gründung einer Organisation, einer Hierarchie warnte! Er wollte nicht, dass all dies, was er so ursprünglich und rein vermitteln wollte/hatte, verloren geht! Nun, er wusste, dass es so geschehen würde, aber er setzte alles daran, diesen Vorgang zu verlangsamen. Interessant, oder?:) |
| Montrose | @TheTurningPoint Ich habe LaChatte ganz anders verstanden. [QUOTE]Und kleinste Politik heisst für mich eben auch, zuerst Verantwortung für sich selbst allein zu tragen... Und wer das kann und dann noch Kraft übrig hat, darf sich gern zur Verfügung stellen, Verantwortung für mehr Leute zu tragen.[/QUOTE] Ich höre da einen ironischen Tonfall so nach dem Motto "Jetzt macht mal halblang, ihr schafft es ja eh nicht." Da will mir jemand eine Wertehierachie vorschreiben (Privat wichtiger als öffentlich) und zweitens mir Bedingungen auferlegen, ab wann ich mich politisch betätigen darf, so nach dem Motto: Putz erst mal die Schuhe, und dann darfst Du den Mund aufmachen. Das ist Gewalt. [QUOTE]Wenn es darunter solche gibt, die sich in einer Institution wohl fühlen und gerne dort wirken, gut. Wenn es andere gibt, die lieber individuell wirken, auch gut.[/QUOTE] Dieses Zitat mit dem "wohlfühlen" scheint in meinen Augen völlig zu verharmlosen, daß es sich bei Politik nicht um ein Spielchen handelt, sondern darum, daß meine Interessen und eine angemessene Vergeltung meiner Leistung zum Zuge kommen. Es ist halt eben gerade nicht beliebig, ob es zum Beispiel in einem Betrieb einen Betriebsrat gibt, der die Angestellten vertritt, oder ob jeder gegen jeden versucht, den Chef auf seine Seite zu ziehen. Gegen Bevormundung und daß Interessen anderer nicht ernstgenommen werden, wehre ich mich. Vielleicht habe ich in die Worte zuviel hineininterpretiert. Vielleicht sind andere Leser aber auch zu "unmusikalisch", um bestimmte Zwischentöne herauszuhören. Anmerkung: Ob HekateSelene rumjammern wollte, können wir weder nachweisen, noch tut das was zur Sache. Die Anfangsintention HekateSelenes, im Hospital zu posten, ist durch den späteren Verlauf der Diskussion entkräftet. [COLOR=skyblue]Montrose, der Beschützer[/COLOR] |
| LaChatte | @montrose, den Beschützer Wenn du das ironisch verstanden hat - na gut. Es war NICHT ironisch gemeint. Wie kann jemand Verantwortung für eine Gruppe übernehmen, wenn er nicht mal Verantwortung für sich selbst übernehmen kann? Das kann ja nicht gut herauskommen... Und diverse Beispiele von Chefs, die ihre privaten Probleme an den Angestellten ausliessen "durfte" ich leider schon mehrfach erleben. Und ich schreibe niemandem eine Wertehierarchie vor, ich stelle einfach fest, dass es so IST. Wie die Menschen im kleinen handeln, so handeln sie auch im grossen. Und die meisten Menschen haben in ihrem Leben einen bedeutend grösseren Anteil am "kleinen, privaten" als am "öffentlichen, grossen", nur dass sie im kleinen privaten Raum meist ehrlicher sind, und sich weniger Mühe geben, den Leuten / Wählern zu gefallen, koste es, was es wolle. Da zeigt sich der Charakter besser, deutlicher, schärfer. Und dass Politik nicht ein Spielchen sein sollte, müsste man mal den Politikern sagen. Denn oft spielen persönliche Interessen und Verbindungen eine weit grössere Rolle, als gesund ist. Und ich nehme die Interessen anderer durchaus ernst, aber zuallererst meine. Und das heisst für mich, dass ich von Leuten politisch vertreten werden will, die gezeigt haben, dass sie anständige, ehrliche, korrekte Leute sind, die sich bemühen, im Interesse des Ganzen zu handeln. |
| Rücksitzpunk | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Anmerkung: Ob HekateSelene rumjammern wollte, können wir weder nachweisen, noch tut das was zur Sache.[/b][/QUOTE] kritik akzeptiert. aussage meinerseits war entbehrlich. |
| Montrose | @LaChatte. Okay. Was Du da schreibst, dem kann ich voll zustimmen. Ich hatte hier auch ein bißchen persönlichen Frust abgelassen (so wie "diverse Chefs" ;), bloß daß ich keiner bin). Überall wird doch erzählt: sei innovativ, mach was eigenes, Kreativität und Selbständigkeit ist angeblich gefragt. Wenn man das aber dann wirklich probiert - und ich habe das im Rahmen der Uni versucht - dann stelle zumindest ich fest, daß ich das ganze Risiko für meine "Kreativität" selbst trage, finanziell und sozial zumindest im Moment abgehängt bin. Auf diesem Hintergrund erklärt sich meine Skepsis gegenüber "Individualismus". Individualismus kann nämlich auch bedeuten, daß man alles alleine stemmen soll, obwohl andere ja auch ihren Nutzen davon haben. Natürlich gibt es immer wieder diese Erfolgsstories, daß bei jemanden alles prima klappt. Und darauf wird ja dann auch gerne verwiesen: wenn der das konnte, warum du nicht. Da könnte man jetzt sehr viel philosophieren. Denn daß jemand mit einer bestimmten Zielsetzung bejubelt, dem anderen mit Unverständnis begegnet wird, muß nicht unbedingt bedeuten, daß der erste eine bessere Idee als der zweite hatte. Ganz im Gegenteil verkauft sich eine Sache ja oft nur deshalb besser, weil sie den Erwartungen entspricht - und damit gerade nicht innovativ ist. Richtig gefährlich wird es, wenn dann noch die Unwägbarkeiten der Technik ins Spiel kommen. Meines Erachtens gibt es für Leute, die was eigenes probieren wollen, zu wenig Absicherung durch Institutionen. Auch wenn das jetzt ganz blöd klingt, frage ich mich "Wer trägt eigentlich Verantwortung für mich?" Wenn die Antwort lautet "Du ganz alleine", dann ist doch einer, der was ausprobiert, gegenüber demjenigen, der nichts ausprobiert, total benachteiligt. |
| LaChatte | @montrose oh, ich hab mich schon gewundert;) Und es hat natürlich beides Vor- und Nachteile: als Selbständiger kannst du kreativ, innovativ, frei sein, hast aber wenig Sicherheit. Als Angestellter musst du dich deinem Arbeitgeber anpassen, hast aber jeden Monat dein Lohn auf dem Konto, und eine Arbeitslosenversicherung, eine Unfallversicherung, eine Krankenversicherung, eine Pensionskasse inbegriffen. (Ich gehe da von der Schweiz aus, die Verhältnisse in D kenne ich zuwenig). Da muss sich jeder selbst für die ihm zusagende Lebensform entscheiden. Wo ich dir recht gebe: Es werden in Schulen, Firmen und anderen Institutionen vollmundige Leitbilder propagiert, die oft nicht das Papier wert sind, auf denen sie geschrieben stehen. Und wenn dann einer tatsächlich eine kreative Idee hat, bekommt er im besten Fall keine Unterstützung, im schlimmsten Fall offene Sabotage. Europa ist tatsächlich nicht besonders freundlich gegenüber Kreativen. Man sagt in der Schweiz bösartig, dass Bill Gates hier nicht erfolgreich hätte sein können, da seine Garage damals keine daran angeschlossene Toilette hatte - in der Schweiz eine wichtige Bedingung für eine selbständige Tätigkeit;) In Amerika ist das anders, da wird es geschätzt, wenn einer die Initiative ergreift. Im Gegenzug dazu existiert sogar für Angestellte nur ein minimaler sozialer Schutz, und wenn du mal mit einem schweren Unfall ins Krankenhaus eingeliefert wirst, fragen sie dich zuerst mal nach deiner Krankenkasse - falls du denn eine hast. Und nicht jeder hat eine... Und auch langjährige Mitarbeiter können von einem Tag auf den anderen entlassen werden, ohne Abfindung, ohne Sozialplan. Und es ist immer so, und wird wohl auch immer so bleiben, dass Leute mit guten neuen Ideen zuerst mal ziemlich allein dastehen und mehr Risiken auf sich nehmen müssen als die Herdentiere, die einfach nur brav funktionieren. Und praktisch alle Leute, die es geschafft haben, aus dem Nichts ein Imperium aufzubauen, hatten ihre Durststrecken, bis sie den Rank gefunden hatten. |
| winter solstice | Habt ihr mal überlegt, dass sich diese Thema zu einem wahren Mikrokosmos für euer/unser Problem entwickelt hat? Es wird mit vielen Worten lamentiert. Es wird missverstanden, was das Zeug hält. Es wird immer wieder alles von vorne aufgerollt, um jedem das Mitkommen zu ermöglichen. Und natürlich zerfleischt man sich nach Herzenslust gegenseitig. [B]Deswegen[/B] wird nichts besser [SIZE=1](sofern es das überhaupt muss)[/SIZE] Die Frage "Warum tun wir nichts?" habt ihr selbst bereits beantwortet, ohne es gemerkt zu haben. Trotzdem, macht ruhig weiter, ich bin gespannt, welche Ausmaße es noch annehmen wird. |
| Montrose | @Winter solice. Das Wesentliche scheint Dir entgangen zu sein: daß hier eine ehrliche Begegnung zwischen echten Menschen stattfand. Ich hatte mit LaChatte auch per PN manche Überlegungen ausgetauscht, und bin ihr sehr dankbar dafür. Daß sich zwei Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund zum Gespräch, von mir aus auch zum Streit zusammenfinden, um einander besser zu verstehen, ist bereits ein politischer Akt. Sich nur in den Zuschauerraum zu setzen und sich über die Leute auf der Bühne zu mokieren, wie Du das ankündigst, wirkt auf mich [b]feige[/b]. Man kann ein Spiel nur dann verstehen, Winter solice, wenn man selbst mitspielt. |
| winter solstice | Wenn du mein Verhalten als feige einstufst, bitte. Das mag jeder sehen wie er will. Allerdings ist es ein sehr unkluger Schritt von dir, Montrose, einen neu in dieses Thema einsteigenden Diskussionspartner - der bis dahin noch neutral zu allem/n eingestellt ist - gleich in die Defensive zu zwingen. Dass mir "das Wesentliche" entgangen sein soll, wage ich stark zu bezweifeln. Zu welchen Ergebnissen hat diese Diskussion denn bereits geführt? Ich habe nie gesagt, dass dieses Thema nutzlos ist, was du scheinbar aus meinem Eintrag gelesen zu haben scheinst. Allerdings bestehen sicherlich 30 per centum dieses Themas aus Streitereien und Kopetenzgerangel, 10-15 % davon stammen vor [B]dir[/B], mein lieber Montrose. [QUOTE]Das waren Deine Sätze, kaiserliche Hoheit. Ich habe Deine Anregung aufgegriffen und mir Gedanken gemacht, warum und wie man politisch aktiv werden könnte. Daß kaiserliche Hoheit Seinen zutiefst ergebenen Diener mit einem BLABLABLA abzuspeisen wünschte, ist jenseits meines bescheidenen Verständnishorizontes.[/QUOTE] Weder diese Sätze, gerichtet an black hole, noch deine kleine Diskussion mit unserem "Rüsipu" über Hekate Selen[B]E[/B]s [SIZE=1](deren Nickname du - wie meinen - gerne falsch zu schreiben scheinst)[/SIZE] Intentionen, dieses Thema zu erföffnen, haben das Thema wirklich weiter gebracht. [QUOTE]Ich hatte hier auch ein bißchen persönlichen Frust abgelassen (so wie "diverse Chefs" , bloß daß ich keiner bin).[/QUOTE] Jemand, der dieses Forum als Heilmittel für seine Zörnchen benutzt, sollte lieber nicht anderen unterstellen, sie hätten "das Wesentliche verpasst" ;) Weitere Diskussionen könnt ihr mit mir per pn austragen, damit Punkt eins, zwei und vier meines vorherigen Eintrags wenigstens nicht hier stattfinden müssen und diesen Thread nicht noch weiter verschandeln. Ich werde dann sehen, ob ich sie beantworte... Grüße, winter solstice. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von winter solstice [/i] [B]Wenn du mein Verhalten als feige einstufst, bitte. Das mag jeder sehen wie er will. [/B][/QUOTE]Den gleichen Eindruck hatte ich zufälligerweise auch. :D [QUOTE][B]Allerdings ist es ein sehr unkluger Schritt von dir, Montrose, einen neu in dieses Thema einsteigenden Diskussionspartner - der bis dahin noch neutral zu allem/n eingestellt ist - gleich in die Defensive zu zwingen. [/B][/QUOTE]Was man so "neutral" nennt - für mich kommt es ziemlich "von oben herab". [QUOTE][B]Dass mir "das Wesentliche" entgangen sein soll, wage ich stark zu bezweifeln. Zu welchen Ergebnissen hat diese Diskussion denn bereits geführt? [/B][/QUOTE]Wenn man etwas tun will, muß man sich als erstes darauf einigen, [b]WAS[/b] man denn tun würde. Und dazu ist es nun mal notwendig, sich gegenseitig kennenzulernen, um sich auf gemeinsame Ziele einigen zu können. Wie Montrose schon schrieb: [QUOTE][B]Daß sich zwei Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund zum Gespräch, von mir aus auch zum Streit zusammenfinden, um einander besser zu verstehen, ist bereits ein politischer Akt. [/B][/QUOTE] |
| Rücksitzpunk | *g* ist ja fast besser als im spiegel hier, da muss ich ja mitmachen. ;) :p also, ihr lieben, nachdem jetzt eure standpunkte klar sind, bitte ich doch zu beherzigen, was winter solstice sinngemäss schrieb: benutzt die pn-funktion. da geht sowas eh besser und man deutlicher artikulieren, was man meint. gez. rüsipu, moderation d&l nachtrag: es wäre doch echt schade, wenn die sich abzeichnende gute diskussion durch so kompetenzgerangel kaputtgemacht wird. und ausserdem ist das mein job. ;) |
| Montrose | @Winter solice. Genauso wie black hole drückst Du keinen politischen Standpunkt aus, sondern greifst andere auf einer persönlichen Ebene an (black hole: "BLABLABLA"; Winter solice: "lamentieren", "zerfleischen"). Ich mache Dir nicht die Angriffe zum Vorwurf, ich teile ja selbst auch aus. Was ich Dir vorwerfe, ist, daß auch bei Dir kein eigener Standpunkt erkennbar ist, wofür Du eigentlich einstehst. Es ist keine Kunst, zu sagen: das ist falsch. Schreib doch mal, was Deiner Meinung nach richtig ist. [QUOTE][i]Winter Solice:[/i] Deswegen wird nichts besser [b](sofern es das überhaupt muss)[/b][/Quote] An der zitierten Stelle kann man herausorakeln, was Deine Antwort auf die Frage "Was sollen wir tun?" wohl ist. Nämlich NICHTS. Für Dich ist also alles rundum in Ordnung? --------------------------------------------------------------------------------------------- Was den Vorschlag betrifft, auf PN zu gehen: Ich habe die PN erwähnt, um darzulegen, daß trotz streitbarem Diskussionsverhalten ein persönliches Wohlwollen bestehen kann. Ansonsten halte ich wenig davon, Konflikte heimlich auszumauscheln und nach außen hin einen Kuschel-Thread aufzumachen. Das wäre nicht nur stinklangweilig. Es wäre auch "politisch" fragwürdig. Genau das macht ja derzeit die Regierung: immer wenn es um ein brisantes Thema geht, wird eine Kommission eingesetzt, die hinter verschlossenen Türen Fakten schafft. Das ist eine undemokratische Vorgehensweise, weil andere Leute dann keine Möglichkeiten mehr haben, sich einzumischen. Zur Sache selbst: ich bin ganz entschieden der Meinung, daß in der Diskussion bisher einige Problempunkte zum Vorschein gekommen sind. So zum Beispiel mehr versus weniger Institutionalisierung, individuelle und allgemeine Zielsetzungen, soziale Absicherung. Ich finde den Thread sehr interessant. Wenn hier mehr Leute klarer ihre politische Sichtweise darstellen würden, müßte ich hier nicht so in Erscheinung treten. Mein Eindruck jedenfalls ist, daß junge Leute überhaupt keinen Bock auf Politik haben. Papa wird's schon richten. :( |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Wenn hier mehr Leute klarer ihre politische Sichtweise darstellen würden, müßte ich hier nicht so in Erscheinung treten. [/B][/QUOTE]OK, ich will's mal versuchen, und damit gleichzeitig den verlorengegangenen "roten Faden" wieder aufnehmen. Ich stimme in meinen Ansichten in vielen Punkten mit LaChatte überein, obwohl unsere "politische Herkunft" verschiedener nicht sein kann. Ich bin in der DDR aufgewachsen und habe erlebt, wie eine Idee, von der ich (nicht ganz ohne Grund) annahm, daß sie "gut" sei, gestorben ist und beerdigt wurde. Die nun auf mich einwirkende Idee ist keinen Deut besser. Beide Ideen kranken letztendlich daran, daß sie den einzelnen Menschen übersehen, bzw. daß sie ihn anders sehen, als er ist. Er wird nur als Zahl gesehen, oder bestenfalls als ein vereinfachtes Modell, aber nicht als das komplizierte, einzigartige Wesen, das er ist. [QUOTE][B]Ganz im Gegenteil verkauft sich eine Sache ja oft nur deshalb besser, weil sie den Erwartungen entspricht - und damit gerade nicht innovativ ist. [/B][/QUOTE][b]"Verkauft"[/b] ist genau das richtige Wort. Sinn und Zweck der Sache selbst spielen eigentlich gar keine Rolle mehr. Hauptsache ist, daß es sich [b]verkauft.[/b] Im Unterschied zur DDR, wo nur "die Grundinteressen" der Menschen berücksichtigt wurden, werden selbst diese hier nicht berücksichtigt. "Verkaufen" ist das einzige Kriterium. [QUOTE][B]Meines Erachtens gibt es für Leute, die was eigenes probieren wollen, zu wenig Absicherung durch Institutionen. Auch wenn das jetzt ganz blöd klingt, frage ich mich "Wer trägt eigentlich Verantwortung für mich?" Wenn die Antwort lautet "Du ganz alleine", dann ist doch einer, der was ausprobiert, gegenüber demjenigen, der nichts ausprobiert, total benachteiligt. [/B][/QUOTE]Letztendlich ist es wohl so, daß du die Verantwortung für dich ganz alleine trägst. Und deshalb sollte man meiner Ansicht nach nicht auf Institutionen vertrauen. Man kann die Möglichkeiten nutzen, die sie bieten, aber man sollte sich eben nicht darauf verlassen. Wenn man das bei seinen "Versuchen" zugrunde legt, ist man dann im Vorteil, wenn die Institutionen versagen. Und wenn die eigenen Versuche fehlschlagen, werden nicht so viele andere Leute in Mitleidenschaft gezogen. |
| Montrose | In manchen Dingen waren DDR und BRD vielleicht früher gar nicht so sehr verschieden. Wer eine Position innehatte und sich systemkonform verhielt, hatte Sicherheit. Und damit konnte er vorausplanen: wo er wohnen wird und seinen Freundeskreis aufbauen und behalten kann, daß er einen Familiestand gründet etc. Heutzutage wird zumindest in Hochschulzeitschriften immer von "Karriere" und "fetter Kohle" gesprochen. In Wirklichkeit verschieben sich die Lasten zunehmend zuungunsten der Menschen. Ausbildung geht auf eigenes Risiko, es wird hohe Mobilität gefordert, die "fette Kohle" stellt sich dann Netto als gar nicht so fett heraus, und bei der hohen Dynamik der Gesellschaft kann der heutige Sieger morgen schon auf der Straße stehen. Bei diesen Unwägbarkeiten stellt sich doch die Frage: warum soll sich jemand fortbilden, jemand für Kinder eintreten oder sich sonstwie engagieren, wenn er schließlich doch als der Dumme dastehen kann. Ich finde, man sollte mal über die Anreizsysteme in dieser Gesellschaft nachdenken. Da gibt es soviele Perversitäten, das glaubt man gar nicht. So scheint sich die Politik vielmehr für die Homo-Ehe oder Alleinerziehende zu interessieren als für eine stabile Ehe. Die Ehe wird zum Beispiel dadurch destabilisiert, daß die finanziellen Ansprüche einer geschiedenen Frau höher sind als die einer verheirateten. Da müßten doch die Rechte einer verheirateten Frau gestärkt werden. Mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Leihfirmen werden die Arbeitnehmerrechte untergraben und eine bedrückende Konkurrenz für den regulären Arbeitsmarkt aufgebaut. Da beschimpft Schröder Arbeitslose als Faulenzer, obwohl er doch eigentlich wissen müßte, daß mit zunehmender Rationalisierung und Technisierung weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Wieviele Berufe sind ausgestorben, und was können diese Leute dafür, daß sie nicht mehr gebraucht werden? Was ich mir wünschen würde: daß die Menschen den Verantwortungsträgern deutlicher als bisher sagen, daß sie nicht mehr belogen werden wollen. |
| LaChatte | Und ich wünsche mir zuallererst, dass die Menschen mehr Verantwortung für sich und ihr Leben bewusst annehmen. Die goldenen Zeiten sind vorbei, und unterdessen auch für Hochschulabgänger, Kaderleute und andere, die sich während langer Zeit für unangreifbar hielten. Für ungelernte Leute ist es schon ein bisschen länger so... Aber ich empfinde es eher als ein generelles Merkmal der Welt, das wir nun einfach akzeptieren müssen, dass die soziale Unsicherheit zugenommen hat, weltweit. Als "leuchtendes" Beispiel hierzu der 11. September 2001... Dass es mit den Anreizsystemen nicht immer zum Besten steht, ist eine traurige Tatsache, an der gearbeitet werden muss. Es darf nicht sein, dass jemand, der für einen Minilohn arbeiten geht, weniger verdient als ein anderer, der sich von der Fürsorge durchfüttern lässt und dabei gar nicht so schlecht lebt. Das mit den Rechten der verheirateten Frau verstehe ich nicht ganz - warum werden die untergraben im heutigen System? Tatsache ist doch, dass eine Alleinstehende auch höhere Lebenskosten hat als eine Verheiratete, vor allem bei Miete und Essen. Und mit den Leihfirmen bin ich gar nicht einverstanden (ist wohl dein Pech, dass ich in einer arbeite, allerdings in der Schweiz) - die Arbeitnehmerrechte werden respektiert und bilden einfach eine zusätzliche Option im Stellenmarkt. Denn oft werden Aushilfen für nur kurze Zeit über Leihfirmen bestellt - wenns dieses System nicht gäbe, müsste wohl einfach der Festangestellte wieder mal (unbezahlte?) Überstunden schieben. Zu einer Stelle gehören meiner Meinung nach für beide Seiten auch faire Kündigungsfristen, und auch die Möglichkeit für einen Arbeitgeber, einen Arbeitnehmer "einfach so" zu entlassen - und das scheint ja ein Problem zu sein in Deutschland und hindert viele Arbeitgeber daran, neues Personal einzustellen, solang es nicht absolut nötig ist. Und gerade heute, wo es viele Berufe nicht mehr gibt, entstehen dafür wieder neue - oder hätte irgendjemand vor dreissig Jahren mit der Menge an Computerspezialisten gerechnet, die heute benötigt werden? Hier sind kreative Lösungen gefragt, und hier wär ich auch dafür, dass der Staat aktiv Existenzgründungen und kreative Ideen unterstützt. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Ich finde, man sollte mal über die Anreizsysteme in dieser Gesellschaft nachdenken. Da gibt es soviele Perversitäten, das glaubt man gar nicht. [/B][/QUOTE]Die größte Perversität ist die Ausrichtung der ganzen Gesellschaft am [b]GELD[/b] als einzigem Bewertungskriterium. Sollte nicht das [b]LEBEN der Menschen[/b] (und auch das Leben der anderen Lebewesen auf diesem Planeten) in Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt aller Betrachtungen stehen? Ist es nicht letztendlich vollkommen schnurz, wieviel Geld dieser oder jener bekommt, solange er vernünftig leben kann? Aber hier in D. dreht sich alles NUR um Geld, ob "Gesundheitsreform", "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" oder was sonst, überall geht es NUR darum, GELD hin und her zu schieben. Welche Auswirkungen das Ganze auf die Menschen hat, ist völlig uninteressant, Hauptsache die Kasse stimmt. :mad: [QUOTE][B]Da beschimpft Schröder Arbeitslose als Faulenzer, obwohl er doch eigentlich wissen müßte, daß mit zunehmender Rationalisierung und Technisierung weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Wieviele Berufe sind ausgestorben, und was können diese Leute dafür, daß sie nicht mehr gebraucht werden? [/B][/QUOTE]Es stimmt zwar, daß durch Rationalisierung weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Aber das als Grund für die Arbeitslosigkeit zu nennen ist nichts weiter als eine billige Ausrede. Wieviele Arbeitsstellen werden "abgewickelt", obwohl sie eigentlich dringend gebraucht würden, einzig und allein aus dem Grund, weil sie KEIN GELD einbringen? Für die Betreuung von Kindern, älteren Menschen, Kranken und anderen Hilfsbedürftigen kann es meiner Meinung nach gar nicht genug Arbeitskräfte geben. Das Gleiche gilt für den Schutz und die Bewahrung der Umwelt. Und es gibt bestimmt noch eine ganze Reihe von nützlichen Tätigkeiten, die mir auf Anhieb nicht alle einfallen. Die Behauptung, es gäbe nicht genügend Arbeit, ist nichts weiter als eine riesengroße Lüge! Und die Opfer dieser Mißwirtschaft dann auch noch zu beschimpfen ist der Gipfel der Niedertracht! [QUOTE][B]Was ich mir wünschen würde: daß die Menschen den Verantwortungsträgern deutlicher als bisher sagen, daß sie nicht mehr belogen werden wollen. [/B][/QUOTE]Dazu müßten sie diese Lügen erst mal erkennen. Aber dabei haben schon viele der Leute Schwierigkeiten, die wirklich an einer Verbesserung der Zustände interessiert sind. Die Werbungs-Gehirnwäsche leistet gute Arbeit. :( So, nun habe ich genug gemeckert. Im Thread geht es ja darum, etwas zu tun. :D Als eine Diskussionsgrundlage möchte ich hier noch mal [URL=http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/14347/1.html]einen interessanten Artikel[/URL] anführen, den ich schon mal in meinem [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=12336]Thread "Wunsch-Gesellschaft"[/URL] gepostet habe. Dort werden einige Alternativen genannt, über die sich (meiner Meinung nach) ein Nachdenken lohnt. |
| Der_Philosoph | Hach, freue ich mich! *biiig smile* Endlich habt ihr euch mal zusammengerafft und aufgehört darüber zu diskutieren, dass ihr falsch diskutiert. ;D Also ich kann nur sagen, jetzt haben wir mal eine schöne Kommunikationsbasis. [quote]Was ich mir wünschen würde: daß die Menschen den Verantwortungsträgern deutlicher als bisher sagen, daß sie nicht mehr belogen werden wollen.[/quote] Nun, wer will das denn sagen? Wie du sagst, Gehirnwäsche, voller Magen, Konsum bis zum Kotzen (juhu, ein neues Wortkonstrukt! Mir gefällts!*gg* ;)), Illusion von morgens bis abends, die Leute wollen die Wahrheit nicht sehen! Sie schließen die Augen, schmeißen ein wenig Geld in den Klingelbeutel, wenn sie sich überhaupt in die Kirche bewegen, ach ne, die machen das per Online Banking an Unicef und wenn sie trotz drei Ehen und hundert Lebensabschnittspartnern aufgrund von Kettenraucher impotent geworden sind, dann mieten sie sich einfach ein armes Kind, dass ihnen für 50€ im Monat schöne Briefe schreibt, Bilder malt und das sie auch mal im Kongo besuchen können! (Nach dem rassistischen Prinzip des: [url]www.rent-a-negro.com[/url] ) Nun, es ist doch so einfach! Und man muss ja global aktiv für den Umweltschutz sein, deswegen kauft man auch gerne Ökoprodukte, während der gelbe Sack, den man fleißig mit in Malaysia gepressten CD’s befüllt im Pazifischen Ozean landet, neben hunderttausend anderen. Ach ja, die Adidas-Schuhe, die von Kinderhänden gefertigt wurden, kommen natürlich in die Kleiderspende, man muss ja auch was dafür tun, dass dies selben Kinder in Asien oder Afrika was an die Füße zum Anziehen bekommen, denn die sind ja so arm und werden von den bösen Kommunisten und den dortigen Diktatoren so schlimm ausgebeutet! *Skandal!* Also wer bisher die Ironie noch nicht bemerkt hat, nun ich finde diese Heuchlerei, nun, herrlich! *Kotz* [quote]Für ungelernte Leute ist es schon ein bisschen länger so...[/quote] Nun, wobei man sagen muss, ich würde lieber als Lehrling arbeiten, dann, wenn die Zeiten schlechter werden, denn die Basis braucht man immer! Es wird immer Bedarf für Kleider und Möbel geben und man ist auch nicht in Gefahr, als Intelektueller von Kommunisten gejagt zu werden, oder von den Illuminaten unter die S-Bahn geworfen zu werden, weil man zu intelligent ist. [quote]und auch die Möglichkeit für einen Arbeitgeber, einen Arbeitnehmer "einfach so" zu entlassen.[/quote] Nun, dies ist nur dann gut und richtig, wenn auch der Arbeitnehmer seine Rechte einklagen kann und es nicht möglich ist, den entsprechenden Mitarbeiter aufgrund von persönlicher Missbilligung und/oder aus rassistischen „Gefühlen“ (ein pfui auf solche) zu entlassen! [quote]Es stimmt zwar, daß durch Rationalisierung weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Aber das als Grund für die Arbeitslosigkeit zu nennen ist nichts weiter als eine billige Ausrede. Wieviele Arbeitsstellen werden "abgewickelt", obwohl sie eigentlich dringend gebraucht würden, einzig und allein aus dem Grund, weil sie KEIN GELD einbringen? Für die Betreuung von Kindern, älteren Menschen, Kranken und anderen Hilfsbedürftigen kann es meiner Meinung nach gar nicht genug Arbeitskräfte geben. Das Gleiche gilt für den Schutz und die Bewahrung der Umwelt. Und es gibt bestimmt noch eine ganze Reihe von nützlichen Tätigkeiten, die mir auf Anhieb nicht alle einfallen. Die Behauptung, es gäbe nicht genügend Arbeit, ist nichts weiter als eine riesengroße Lüge! Und die Opfer dieser Mißwirtschaft dann auch noch zu beschimpfen ist der Gipfel der Niedertracht![/quote] Nun, allgemein kann ich LaChatte, Montrose und TheTurning Point nur zustimmen, besonders hier! JA, es ist eine billige Ausrede, die Arbeitslosen für ihre Arbeitslosigkeit und für sonstige Dinge zu nennen! Nun, es ist die Wirkung, aber wer hat denn die Arbeitslosen geschaffen? Die großen Unternehmen, die unter wirtschaftlichem Druck stehen und konkurrieren wollen, dies aber nur schaffen, wenn sie dem steuerlichen Druck in Deutschland entkommen und den vielen Sozialversicherungs- usw. zahlungen! Und da wird halt gekürzt, gekürzt und nochmals entlassen! :( KEIN GELD. Darum geht es. Nicht mal mehr, „wir haben doch keine Zeit“, nein, GELD, und das muss halt her, es geht nicht mehr darum, ein blühendes Unternehmen zu schaffen, welches Generationen Wohlstand und eine Arbeit sichert. NEIN, es geht um kurzfristigen Gewinn, um den kapitalen Höhepunkt, dass höchste der Gefühle für einen geldgierigen Kapitalisten, der nur noch $$$ sieht! Nein, wir brauchen ja keine Hilfe bei Bedürftigen, es ist so teuer! Und den Zivildienstleistenden wird es schwer gemacht, denen die Jugendarbeit und Zivile Arbeit erledigen wollen, liegt man auf der Tasche, diese werden ausgenutzt und belogen und betrogen, verarscht, obwohl sie aus christlichem Prinzip, ehrenamtlich und würdig handeln!!!!!!!!! Ich hasse das!!!!!!!!!!!!!!! SOETWAS ist für mich der Gipfel des Unglaublichen und das Schlimmste! Weist du, die Reichen und geldgierigen Kapitalisten ruhen sich auf dem dummen, armen, kranken und hilflosen Volk und Minderheiten aus! Das war schon immer so, seit dem Mittelalter, nein, seit 6000 Jahren! Es ändert sich NIE etwas! Nur keiner will verstehen, erst recht nicht in unserer Demokratie! Es wird sich so nichts ändern, alle Systeme sind gleich schlecht, alle Menschen sind gleich, wahrhaftig und eogistisch! Und deswegen muss man anfangen DEN MENSCHEN zu ändern! Nicht mehr und nicht weniger. Eine Aufgabe für Jahrzehntausende….So far…*seufz* |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i] [B]... Gehirnwäsche, voller Magen, Konsum bis zum Kotzen ... Illusion von morgens bis abends, die Leute wollen die Wahrheit nicht sehen! [/B][/QUOTE]Wie ich schon geschrieben habe, gibt es genug Leute, die ehrlich an einer Verbesserung interessiert sind und sehen wollen, aber deren Augen und Ohren meterdick mit Konsum als Zielvorgabe verkleistert sind. Das änderst du aber nicht mit erhobenem Zeigefinger (und auch nicht mit Zynismus). Wenn du überhaupt eine Chance hast, dann dadurch, daß du sie neugierig machst. Neugier ist eine angeborene Eigenschaft, die von der Werbung massiv genutzt wird. Warum nicht die Werbungs-Gehirnwäsche mit den eigenen Mitteln bekämpfen? [QUOTE][B]... dann mieten sie sich einfach ein armes Kind, dass ihnen für 50€ im Monat schöne Briefe schreibt, Bilder malt und das sie auch mal im Kongo besuchen können! [/B][/QUOTE]Da gibt es genug Leute darunter, die aufrichtig helfen möchten, aber keine bessere Möglichkeit sehen. Sicher ist es das nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein - aber immerhin ein kleiner Tropfen. Und es ist eine der wenigen Möglichkeiten, zu erreichen, daß die Hilfe bei Hilfsbedürftigen ankommt und nicht nur ein ohnehin schon dickes Konto noch dicker macht. [QUOTE][B]Und man muss ja global aktiv für den Umweltschutz sein, deswegen kauft man auch gerne Ökoprodukte ... die Adidas-Schuhe ... kommen natürlich in die Kleiderspende ... [/B][/QUOTE]Hier gilt das Gleiche. Es sind Ansätze, die zwar momentan vielleicht keine große Wirkung haben, aber es sind Ansätze. Wenn man etwas verändern will, dann ist es wichtig, Mitstreiter zu finden, und nicht elitär alle Leute vor den Kopf zu stoßen. [QUOTE][B]... denn die sind ja so arm und werden von den bösen Kommunisten und den dortigen Diktatoren so schlimm ausgebeutet! ... [/B][/QUOTE]Mitunter ist in solchen Aussagen ein Fünkchen Wahrheit enthalten. [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3203760118]Noam Chomsky[/URL] findet für diese Phänomene einigermaßen plausible Erklärungen. [QUOTE][B]ich würde lieber als Lehrling arbeiten, dann, wenn die Zeiten schlechter werden, denn die Basis braucht man immer! Es wird immer Bedarf für Kleider und Möbel geben und man ist auch nicht in Gefahr, als Intelektueller von Kommunisten gejagt zu werden, oder von den Illuminaten unter die S-Bahn geworfen zu werden, weil man zu intelligent ist. [/B][/QUOTE]"Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm ..." [QUOTE][B]Nun, dies ist nur dann gut und richtig, wenn auch der Arbeitnehmer seine Rechte einklagen ... [/B][/QUOTE]Der Begriff "Arbeitnehmer" ist eines der Essenzen, um guten Kleister zu mischen. "Arbeitnehmer" sind doch in Wirklichkeit die, die ihre Arbeit geben, die anderen [b]verwalten[/b] sie nur. [QUOTE][B]... aber wer hat denn die Arbeitslosen geschaffen? Die großen Unternehmen, die unter wirtschaftlichem Druck stehen und konkurrieren wollen, dies aber nur schaffen, wenn sie dem steuerlichen Druck in Deutschland entkommen und den vielen Sozialversicherungs- usw. zahlungen! [/B][/QUOTE]Da ist sie schon wieder, die reine Geld-Sicht. Sie ist überall und frißt sich wie ein Virus in die Gehirne. [QUOTE][B]... es geht nicht mehr darum, ein blühendes Unternehmen zu schaffen, welches Generationen Wohlstand und eine Arbeit sichert. NEIN, es geht um kurzfristigen Gewinn, um den kapitalen Höhepunkt, dass höchste der Gefühle für einen geldgierigen Kapitalisten, der nur noch $$$ sieht! [/B][/QUOTE]Oftmals erscheinen die "geldgierigen Kapitalisten" auch in Gestalt von vielen vielen Kleinanlegern, die mit ihren Gewinnspielen über Leben und Tod von Firmen (und damit über die Existenz ihrer Mitarbeiter) bestimmen. [QUOTE][B]Und den Zivildienstleistenden wird es schwer gemacht, denen die Jugendarbeit und Zivile Arbeit erledigen wollen, liegt man auf der Tasche, diese werden ausgenutzt und belogen und betrogen, verarscht, obwohl sie aus christlichem Prinzip, ehrenamtlich und würdig handeln! [/B][/QUOTE]Nicht nur den Zivis, sondern allen Menschen, die bereit sind, für ihr eigenes Wohl und das der Gemeinschaft zu arbeiten, und das sind nicht wenige. [QUOTE][B]... die Reichen und geldgierigen Kapitalisten ruhen sich auf dem dummen, armen, kranken und hilflosen Volk und Minderheiten aus! [/B][/QUOTE]Wie gesagt, oft sind die "geldgierigen Kapitalisten" in großer Zahl unter "dem dummen, armen, kranken und hilflosen Volk" zu finden. [QUOTE][B]Es wird sich so nichts ändern, alle Systeme sind gleich schlecht, alle Menschen sind gleich, wahrhaftig und eogistisch! Und deswegen muss man anfangen DEN MENSCHEN zu ändern! Nicht mehr und nicht weniger. Eine Aufgabe für Jahrzehntausende...[/B][/QUOTE]Ich glaube nicht daran, daß man die Menschen sehr verändern kann, sie sind eben nun mal auch Tiere. Und es ist meiner Meinung nach auch nicht nötig. Man muß nur den Umgang miteinander so gestalten, daß den menschlichen Eigenschaften Rechnung getragen wird. Meiner Meinung nach kann man das Ganze auf diesen Nenner bringen: Die Entscheidung [b]GELD ODER LEBEN ![/b] |
| Der_Philosoph | [quote]Wie ich schon geschrieben habe, gibt es genug Leute, die ehrlich an einer Verbesserung interessiert sind und sehen wollen, aber deren Augen und Ohren meterdick mit Konsum als Zielvorgabe verkleistert sind. Das änderst du aber nicht mit erhobenem Zeigefinger (und auch nicht mit Zynismus). Wenn du überhaupt eine Chance hast, dann dadurch, daß du sie neugierig machst. Neugier ist eine angeborene Eigenschaft, die von der Werbung massiv genutzt wird. Warum nicht die Werbungs-Gehirnwäsche mit den eigenen Mitteln bekämpfen? [/quote] Nun, ich glaube, dies ist so nicht möglich. Wie denn? Jeder, der in die Medienlandschaft eindringt wird so unter Druck gesetzt, dass er irgendwann korrumpiert oder unbemerkt assimiliert wird. So ist dies auf jeden Fall mein Eindruck, natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich rede nicht vom „Ansatz“ sondern guck dir einfach nur die ERGEBNISSE an! [quote]Da gibt es genug Leute darunter, die aufrichtig helfen möchten, aber keine bessere Möglichkeit sehen. Sicher ist es das nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein - aber immerhin ein kleiner Tropfen. Und es ist eine der wenigen Möglichkeiten, zu erreichen, daß die Hilfe bei Hilfsbedürftigen ankommt und nicht nur ein ohnehin schon dickes Konto noch dicker macht. Hier gilt das Gleiche. Es sind Ansätze, die zwar momentan vielleicht keine große Wirkung haben, aber es sind Ansätze. Wenn man etwas verändern will, dann ist es wichtig, Mitstreiter zu finden, und nicht elitär alle Leute vor den Kopf zu stoßen. [/quote] Ich wollte keinen vor den Kopf stoßen, wollte nur ein wenig zynisch auf die Missstände hinweisen. Klar, der Ansatz ist gut, ja, super, aber es muss einfach eine Methode geschaffen werden, mit der mehr Menschen es einsehen, dass sie anders handeln müssen. Aber sie sehen es nur ein, wenn sie ihr Bewusstsein ändern, deswegen müssen sie sich selbst ändern! Sonst kann ich dir zustimmen. [quote] Zitat: ... denn die sind ja so arm und werden von den bösen Kommunisten und den dortigen Diktatoren so schlimm ausgebeutet! ... Mitunter ist in solchen Aussagen ein Fünkchen Wahrheit enthalten. Noam Chomsky findet für diese Phänomene einigermaßen plausible Erklärungen. [/quote] Nun, ich halte diese Aussage nicht für wahr, sie ist nur eine Ausrede, klar, es gibt Dikatoren, wie in Nord Korea, aber für mich ist Nordkorea (und jegliche Demokratie;)) die einzige Diktatur unserer Welt! Den Rest kann man nicht vergleichen. [quote]"Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm ..." [/quote] Gut gesagt mein Lieber, aber mach das mal! Und bitte, jeder nutzt doch seine Fähigkeiten, wenn er weis, dass er sie hat, oder? Die wenigstens bis zum Maximum, weil sie ihr Potential nicht erkennen, aber das ist eine andere Sache… [quote]Der Begriff "Arbeitnehmer" ist eines der Essenzen, um guten Kleister zu mischen. "Arbeitnehmer" sind doch in Wirklichkeit die, die ihre Arbeit geben, die anderen verwalten sie nur. … Oftmals erscheinen die "geldgierigen Kapitalisten" auch in Gestalt von vielen vielen Kleinanlegern, die mit ihren Gewinnspielen über Leben und Tod von Firmen (und damit über die Existenz ihrer Mitarbeiter) bestimmen. … Nicht nur den Zivis, sondern allen Menschen, die bereit sind, für ihr eigenes Wohl und das der Gemeinschaft zu arbeiten, und das sind nicht wenige. [/quote] Dreimal Zustimmung von mir. Ist mir schon klar! Ich rede nur nicht drüber! …Aber genau aus den genannten Gründen sage ich ja, dass sich die Menschen ändern müssen, in ihrem Bewusstsein. [quote]Wie gesagt, oft sind die "geldgierigen Kapitalisten" in großer Zahl unter "dem dummen, armen, kranken und hilflosen Volk" zu finden. [/quote] Das sind die Kleinen Fische, Otto Mayer von nebenan, der gerne einen Porsche hätte, deswegen jeden Mittwoch Lotto spielt, seiner Frau gerne ein Diamantkollier kaufen würde und deswegen sein Geld in Aktien steckt und er würde noch gerne ein schöneres Haus haben, deswegen hinterzieht er ein wenig Geld und arbeitet auch mal schwarz. So ist das, der Kapitalismus hinter dem kleinen Mann, der dazu führt, dass unsere Gesellschaft nur noch auf Geld ausgerichtet ist und Nächstenliebe oder ein kostenloser Gefallen oder Hilfedienst nur noch im Museum als ausgestorbene Höflichkeitsfloskel aufzufinden ist! Das finde ich echt schlimm…Ach ja, Herr Otto Mayer wird nie im Lotto gewinnen, sein Geld in den Aktien wird er verlieren, da diese sowieso irgendwann fallen werden und dann kommt er noch für Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit vor’s Gericht. Aber Herr Otto Mayer wird nicht lernen. Und seine Frau nicht, nicht seine Kinder, Freunde, Verwandten, Bekannten…So ist es nun mal… [quote]Ich glaube nicht daran, daß man die Menschen sehr verändern kann, sie sind eben nun mal auch Tiere. Und es ist meiner Meinung nach auch nicht nötig. Man muß nur den Umgang miteinander so gestalten, daß den menschlichen Eigenschaften Rechnung getragen wird. Meiner Meinung nach kann man das Ganze auf diesen Nenner bringen: Die Entscheidung GELD ODER LEBEN ![/quote] Wir sind keine Tiere! Sonst würden wir nicht so leben, wie wir leben, wir sind schlimmer als Tiere!!! Tiere leben nicht so, wir sind wie eine Krankheit, Parasiten, wie die Pest (siehe Matrix;)). Es ist so, WIR sind krank und WIR sind die Krankheit. Wie wir mit unserem Planeten, unseren Artgenossen, den uns zur Verfügung gestellten Ressourcen und den in der Natur lebenden Wesen umgehen ist schlimmer als es jedes andere Lebewesen sein könnte, das nicht Mensch heißt! Das dies auf Geld oder Leben hinausläuft ist klar. Nur ich weis, dass sich wohl die Meisten für das Geld entscheiden werden. Du glaubst das vielleicht nicht, nun, schau aus dem Fenster oder N-TV. … |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i] -------------------------------------------------------------------------------- Neugier ist eine angeborene Eigenschaft, die von der Werbung massiv genutzt wird. Warum nicht die Werbungs-Gehirnwäsche mit den eigenen Mitteln bekämpfen? -------------------------------------------------------------------------------- [B]Wie denn? Jeder, der in die Medienlandschaft eindringt wird so unter Druck gesetzt, dass er irgendwann korrumpiert oder unbemerkt assimiliert wird. [/B][/QUOTE]Dazu mußt du nicht "in die Medienlandschaft eindringen", da reicht das Internet mit Foren, eMails usw. Mundpropaganda ist immer noch die beste Lösung, um Neugier zu wecken. Das Wirken "im Kleinen", im persönlichen Umfeld, das auch LaChatte schon so oft angesprochen hat. [QUOTE][B]... es muss einfach eine Methode geschaffen werden, mit der mehr Menschen es einsehen, dass sie anders handeln müssen. Aber sie sehen es nur ein, wenn sie ihr Bewusstsein ändern, deswegen müssen sie sich selbst ändern! [/B][/QUOTE]Erhobener Zeigefinger bringt gar nichts. Sich zu ändern muß einen Vorteil bringen, z.B. Freude, Spaß, Selbstbestätigung, Anerkennung ... Eigenes Handeln ist dabei das beste Vorbild. [QUOTE][B]Nun, ich halte diese Aussage nicht für wahr, sie ist nur eine Ausrede, klar, es gibt Dikatoren ... [/B][/QUOTE]Ja, es gibt sie, und sie gehören genauso zum Konzept, wie die Werbungs-Gehirnwäsche. Das von mir genannte [URL=http://www.sozialistische-klassiker.org/dir/Chomsky.html]Buch von Chomsky gibt es auch **hier**.[/URL] [QUOTE][B]Und bitte, jeder nutzt doch seine Fähigkeiten, wenn er weis, dass er sie hat, oder? [/B][/QUOTE]Fähigkeiten nutzen ja, aber man muß nicht jedem gleich alle Tricks zeigen, dann ist man schnell weg vom Fenster, wie du ja selbst schon festgestellt hattest. [QUOTE]-------------------------------------------------------------------------------- allen Menschen, die bereit sind, für ihr eigenes Wohl und das der Gemeinschaft zu arbeiten, und das sind nicht wenige. -------------------------------------------------------------------------------- [B]Ist mir schon klar! Ich rede nur nicht drüber! …Aber genau aus den genannten Gründen sage ich ja, dass sich die Menschen ändern müssen, in ihrem Bewusstsein. [/B][/QUOTE]Irrtum! Nicht die Menschen müssen sich ändern. Die Bedingungen (Gesetze, Institutionen, Einrichtungen, Verteilungsmechanismen) müssen so geändert werden, daß die Menschen [b]wirklich[/b] für ihr eigenes Wohl und das der Gemeinschaft arbeiten, und nicht um irgendwelches Geld irgendwo anzuhäufen oder irgendwelche Statistiken zu bedienen. [QUOTE][B]So ist das, der Kapitalismus hinter dem kleinen Mann, der dazu führt, dass unsere Gesellschaft nur noch auf Geld ausgerichtet ist und Nächstenliebe oder ein kostenloser Gefallen oder Hilfedienst nur noch im Museum als ausgestorbene Höflichkeitsfloskel aufzufinden ist! Das finde ich echt schlimm…Ach ja, Herr Otto Mayer wird nie im Lotto gewinnen ... Aber Herr Otto Mayer wird nicht lernen. Und seine Frau nicht, nicht seine Kinder, Freunde, Verwandten, Bekannten… [/B][/QUOTE]Es sei denn, [b]DU[/b] bringst ihm Nächstenliebe oder einen kostenlosen Gefallen oder Hilfedienst entgegen. Mag sein, daß er anfangs etwas skeptisch ist. Aber irgendwann könnte er von selbst auf den Gedanken kommen, daß Geld nicht das Wichtigste im Leben ist. Und dann sind wir schon einen Schritt weiter. [QUOTE][B]Wir sind keine Tiere! ... WIR sind krank und WIR sind die Krankheit. [/B][/QUOTE]OK, dann sind wir eben kranke Tiere - ein wenig verhaltensgestört. Aber "krank" heißt nicht automatisch "unheilbar krank", und es gibt nicht nur die Keule als Behandlungsmethode. Oft helfen die natürlichen Mittel und ein bissel Placebo am besten. [QUOTE][B]Das dies auf Geld oder Leben hinausläuft ist klar. Nur ich weis, dass sich wohl die Meisten für das Geld entscheiden werden. Du glaubst das vielleicht nicht, nun, schau aus dem Fenster oder N-TV. … [/B][/QUOTE]Wegen dir hole ich doch nicht extra den Fernseher aus dem Keller und setze mich freiwillig der Medien-Gehirnwäsche aus. :D Klar, daß die da unentwegt erzählen, GELD sei das Wichtigste auf der Welt. Laß dir was einfallen, wie du die Leute vom Fernseher weg lockst. Wie wär's mit ein paar Mittelalter-, Römer- oder Urmenschen-Rollenspielen? (Am Anfang wirst du sicher Teilnahmegebühren erheben müssen, damit jemand kommt und mitmacht. :cool: ) |
| Der_Philosoph | [quote] Dazu mußt du nicht "in die Medienlandschaft eindringen", da reicht das Internet mit Foren, eMails usw. Mundpropaganda ist immer noch die beste Lösung, um Neugier zu wecken. Das Wirken "im Kleinen", im persönlichen Umfeld, das auch LaChatte schon so oft angesprochen hat. [/quote] Nun, doch, du hast Recht, klar, wenn jeder einfach ein wenig etwas in seinem Umfeld tun würde, würde sich die Welt schlagartig ändern! Also muss sagen, ich sehe das jetzt positiver, meine letzten Postings waren und sind noch immer sehr..uhm..negativ, ja, ich weis, ich hab noch viel zu lernen, aber es ist auch so, wenn ich sehe, dass ich heute (wenn ich das mal alles so OT sagen darf) einen echt ****** Tag hatte und heute Abend hatte ich eine so schöne Stunde, die hat mir große Energie gegeben und viel Zuversicht.:) [quote] Erhobener Zeigefinger bringt gar nichts. Sich zu ändern muß einen Vorteil bringen, z.B. Freude, Spaß, Selbstbestätigung, Anerkennung ... Eigenes Handeln ist dabei das beste Vorbild. [/quote] Das stimmt, aber trotzdem musst du sagen, dass es doch so ist, oder?;) Also ich sehe auch das Ziel der Freude, Liebe das Leben, auch Selbstbestätigung, gerne immer, auch Bestätigung von anderen von mir aus. Klar, immer selbst handeln, denn man kann von den anderen nichts erwarten (besser: man sollte nicht), sondern selber die Initiative ergreifen. Wobei die Vorbildfunktion sich automatisch ergibt, egal wie man (nicht) handelt. [quote] Ja, es gibt sie, und sie gehören genauso zum Konzept, wie die Werbungs-Gehirnwäsche. Das von mir genannte Buch von Chomsky gibt es auch **hier**. [/quote] Dank dir, ich werde es mir ernsthaft zu Gemüte führen! Und du hast recht, sie gehören zum „Konzept“! [quote] Fähigkeiten nutzen ja, aber man muß nicht jedem gleich alle Tricks zeigen, dann ist man schnell weg vom Fenster, wie du ja selbst schon festgestellt hattest. [/quote] Das meinte ich etwas anders , ich meinte, es nutzen bzw. kennen die meisten nicht mal ihr Potential, weil sie nicht wissen, was sie wollen, was sie können oder was sie lernen wollten… [quote] Irrtum! Nicht die Menschen müssen sich ändern. Die Bedingungen (Gesetze, Institutionen, Einrichtungen, Verteilungsmechanismen) müssen so geändert werden, daß die Menschen wirklich für ihr eigenes Wohl und das der Gemeinschaft arbeiten, und nicht um irgendwelches Geld irgendwo anzuhäufen oder irgendwelche Statistiken zu bedienen. [/quote] Nun, ich muss leider(?) sagen, am Ende kommt alles vom Menschen und fällt wieder auf ihn zurück. Er ist Wurzel dieses schlechten Systems, und die Wurzel dieses Systems sind die „falschen“ Vorstellungen und Gedanken von einer Sozialgesellschaft! Das würde ich bald eher eine „Assozialgesellschaft“ nennen! Bzw. richtig wäre es ja eine Unsozialgesellschaft“. ;) [quote]Es sei denn, DU bringst ihm Nächstenliebe oder einen kostenlosen Gefallen oder Hilfedienst entgegen. Mag sein, daß er anfangs etwas skeptisch ist. Aber irgendwann könnte er von selbst auf den Gedanken kommen, daß Geld nicht das Wichtigste im Leben ist. Und dann sind wir schon einen Schritt weiter. [/quote] Das ich das nicht tun werde, habe ich nie bestritten. Ich bemühe mich immer wieder, selbst bei den egoistischsten, ungläubigsten und kapitalistischsten Menschen etwas Vernunft und Liebe, nun eher einfach etwas Positives ins Leben zu bringen und dies lieber einmal zu viel und extrem als einmal zu wenig! Da kann mir keiner was sagen, höchstens das ich es lassen soll. Aber wenn mir das einer so sagt, okay, dann höre ich auch auf.^^ Im übrigen wird er irgendwann auf den Gedanken kommen, dass Geld nicht das Wichtigste ist, er ist schließlich hier zum lernen. [quote]OK, dann sind wir eben kranke Tiere - ein wenig verhaltensgestört. Aber "krank" heißt nicht automatisch "unheilbar krank", und es gibt nicht nur die Keule als Behandlungsmethode. Oft helfen die natürlichen Mittel und ein bissel Placebo am besten. [/quote] Ich glaube wir verstehen uns falsch?! Nun, sorry, was ist Placebo nochmal? *ungebildet ist* Aber nun, diese Stelle war sowieso mal wieder von mir zu krass formuliert… [quote]Wegen dir hole ich doch nicht extra den Fernseher aus dem Keller und setze mich freiwillig der Medien-Gehirnwäsche aus. Klar, daß die da unentwegt erzählen, GELD sei das Wichtigste auf der Welt. Laß dir was einfallen, wie du die Leute vom Fernseher weg lockst. Wie wär's mit ein paar Mittelalter-, Römer- oder Urmenschen-Rollenspielen? (Am Anfang wirst du sicher Teilnahmegebühren erheben müssen, damit jemand kommt und mitmacht. )[/quote] Gute Meinung, Respekt!:) Sehe ich auch so! Ich „benutze“ keinen Fernseher mehr, hat für mich jeglichen Reiz verloren…Nun, ich mache Mittelalter-Römer-Urmenschen Rollenspiele! *gg* Also nur halt ein paar Foren-RPGs, aber vielleicht hilfts ja bei der Zivilisierung.;) (Nebenbei: Mein Rollenspiel Thread wurde hier [beim zweiten Versuch] mit der Bemerkung gelöscht, dass die Links Werbung wären…:() Also im RL das zu machen ist sicher lustig, das will ich unbedingt!!!! Ehrlich! |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Der_Philosoph [/i] [B]Nun, doch, du hast Recht, klar, wenn jeder einfach ein wenig etwas in seinem Umfeld tun würde, würde sich die Welt schlagartig ändern! [/B][/QUOTE]So ganz schlagartig sicher nicht, aber allmählich, Schritt für Schritt ... [QUOTE][B]... und heute Abend hatte ich eine so schöne Stunde, die hat mir große Energie gegeben und viel Zuversicht.:) [/B][/QUOTE]Genau DAS ist es. Danach suche ich, und ich koste solche Augenblicke mit allen Sinnen aus. Man soll dem Glück nicht hinterherjagen, aber wenn es vorbeikommt, dann zupacken. Wenn ich hier im Forum mal wieder ewig nichts von mir hören lasse, dann ist vielleicht gerade wieder so eine Phase des Zupackens. :cool: [QUOTE][B]Also ich sehe auch das Ziel der Freude, Liebe das Leben, auch Selbstbestätigung, gerne immer, auch Bestätigung von anderen von mir aus. Klar, immer selbst handeln, denn man kann von den anderen nichts erwarten (besser: man sollte nicht), sondern selber die Initiative ergreifen. Wobei die Vorbildfunktion sich automatisch ergibt, egal wie man (nicht) handelt. [/B][/QUOTE]Ich sehe Freude, Liebe, Leben mittlerweile nicht mehr so sehr als Ziel, sondern als Weg. Sozusagen die "Freude am Freude-Machen". Und wenn sich der Andere dann wirklich darüber freut, dann ist das ein Geschenk, das als Bonus noch dazukommt. [QUOTE][B]... es nutzen bzw. kennen die meisten nicht mal ihr Potential, weil sie nicht wissen, was sie wollen, was sie können oder was sie lernen wollten… [/B][/QUOTE]Da hilft wieder nur eins: Neugier wecken, auch die Neugier auf sich selbst. [QUOTE][B]Nun, ich muss leider(?) sagen, am Ende kommt alles vom Menschen und fällt wieder auf ihn zurück. Er ist Wurzel dieses schlechten Systems, und die Wurzel dieses Systems sind die „falschen“ Vorstellungen und Gedanken von einer Sozialgesellschaft! [/B][/QUOTE]Jaja, wir Europäer müssen immer nach den Ursachen und den Schuldigen suchen. Können wir nicht einfach mal wie die alten Chinesen sagen: "OK, das ist nunmal so, und egal wie wir in den Schlamassel hineingeraten sind, die wichtigste Frage ist, wie wir da herauskommen" ? [QUOTE][B]Ich bemühe mich immer wieder, selbst bei den egoistischsten, ungläubigsten und kapitalistischsten Menschen etwas Vernunft und Liebe, nun eher einfach etwas Positives ins Leben zu bringen und dies lieber einmal zu viel und extrem als einmal zu wenig! Da kann mir keiner was sagen, höchstens das ich es lassen soll. [/B][/QUOTE]Irgendwie klingt das bei den meisten Leuten immer so nach auferlegter Pflicht, Buße, Einschränkung, Enthaltsamkeit ... Bei mir läuft das mehr nach der Devise: "Wenn die Ampel da vorne sowieso gerade rot wird, dann kann ich auch hier und jetzt anhalten, um die Oma über die Straße laufen zu lassen, ohne daß ich später ans Ziel komme." Und ansonsten denke ich einfach an mich. [QUOTE]-------------------------------------------------------------------------------- OK, dann sind wir eben kranke Tiere - ein wenig verhaltensgestört. Aber "krank" heißt nicht automatisch "unheilbar krank", und es gibt nicht nur die Keule als Behandlungsmethode. -------------------------------------------------------------------------------- [B]Ich glaube wir verstehen uns falsch?! Nun, sorry, was ist Placebo nochmal? [/B][/QUOTE]Man hört immer nur "die Menschen sind gut" oder "die Menschen sind schlecht". Niemand kommt auf den Gedanken, daß beides gleichzeitig im Menschen steckt und sich gegenseitig bedingt und teilweise ausgleicht. Und meiner Meinung nach muß man daran nichts ändern (und kann es auch nicht), aber man muß diese Zusammenhänge kennen und Vorkehrungen gegen möglicherweise daraus entstehende Gefahren treffen. Ach ja, Placebo heißt soviel wie Schein-Wirkung, zum Beispiel ein "Medikament", das reiner Traubenzucker ist und nur psychologische Wirkung hat.[QUOTE][B]Sehe ich auch so! Ich „benutze“ keinen Fernseher mehr, hat für mich jeglichen Reiz verloren…Nun, ich mache Mittelalter-Römer-Urmenschen Rollenspiele! *gg* Also nur halt ein paar Foren-RPGs ... Also im RL das zu machen ist sicher lustig, das will ich unbedingt!!!! Ehrlich! [/B][/QUOTE]Das nur am Computer zu spielen führt aber nicht dazu, vom Geld (und den damit käuflichen Dingen) wegzukommen und zum (naturverbundenen) Leben hinzukommen. Bei den RL-Spielen besteht schon eher die Möglichkeit, zu erkennen "Mensch, das und das kann ich doch selber machen, das muß ich doch nicht kaufen". Und als ich das mit den Mittelalter-Römer-Urmenschen-Rollenspielen geschrieben habe, habe ich [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=17938][b]DAVON[/b][/URL] noch nichts gewußt. Ehrlich! :rolleyes: |
| Der_Philosoph | [quote]So ganz schlagartig sicher nicht, aber allmählich, Schritt für Schritt ...[/quote] Jaa, okay, du bist halt Prakmatiker.^_^ [quote]Genau DAS ist es. Danach suche ich, und ich koste solche Augenblicke mit allen Sinnen aus. Man soll dem Glück nicht hinterherjagen, aber wenn es vorbeikommt, dann zupacken. Wenn ich hier im Forum mal wieder ewig nichts von mir hören lasse, dann ist vielleicht gerade wieder so eine Phase des Zupackens. [/quote] Ja! Toll, gell?! *sich soo freuz* Das LIEBE ich am Leben, das ist für mich Leben, Licht und Hoffnung. Und deswegen bin ich auch gerne mal frei von so was wie dem langweiligen Forum hier.;D [quote]Ich sehe Freude, Liebe, Leben mittlerweile nicht mehr so sehr als Ziel, sondern als Weg. Sozusagen die "Freude am Freude-Machen". Und wenn sich der Andere dann wirklich darüber freut, dann ist das ein Geschenk, das als Bonus noch dazukommt. [/quote] Nun, der Weg ist das Ziel.;) Aber du hast recht, und das mit dem Bonus finde ich echt nett, jö, irgendwie echt nice. Also klar, Freude, ja, Freude machen, juhu! Lieben und geben ist mehr wert und befriedigt mehr als nehmen! Schade, dass das die Menschen (und auch so oft ich:() nicht verstanden haben! [quote]Da hilft wieder nur eins: Neugier wecken, auch die Neugier auf sich selbst. [/quote] Jaa, bin schon ganz neugierig auch mich!^_^ [quote]Jaja, wir Europäer müssen immer nach den Ursachen und den Schuldigen suchen. Können wir nicht einfach mal wie die alten Chinesen sagen: "OK, das ist nunmal so, und egal wie wir in den Schlamassel hineingeraten sind, die wichtigste Frage ist, wie wir da herauskommen" ? [/quote] Also ich wollte keine Schuldigen suchen, du?:rolleyes:… [quote]Irgendwie klingt das bei den meisten Leuten immer so nach auferlegter Pflicht, Buße, Einschränkung, Enthaltsamkeit ... Bei mir läuft das mehr nach der Devise: "Wenn die Ampel da vorne sowieso gerade rot wird, dann kann ich auch hier und jetzt anhalten, um die Oma über die Straße laufen zu lassen, ohne daß ich später ans Ziel komme." Und ansonsten denke ich einfach an mich. [/quote] Nun, ich enthalte mich nur dem, was ich verpassen will. Sonst mache ich einfach das, was ich will, klar, ich gucke, dass ich mich der Situation anpasse, aber aus demselben Grund „verpasse“ ich auch oft die Chance etwas Gutes zu tun! Schade eigentlich…aber so ist das Leben, man muss halt nur draus lernen. [quote]Man hört immer nur "die Menschen sind gut" oder "die Menschen sind schlecht". Niemand kommt auf den Gedanken, daß beides gleichzeitig im Menschen steckt und sich gegenseitig bedingt und teilweise ausgleicht. Und meiner Meinung nach muß man daran nichts ändern (und kann es auch nicht), aber man muß diese Zusammenhänge kennen und Vorkehrungen gegen möglicherweise daraus entstehende Gefahren treffen. Ach ja, Placebo heißt soviel wie Schein-Wirkung, zum Beispiel ein "Medikament", das reiner Traubenzucker ist und nur psychologische Wirkung hat. [/quote] Nun, die Menschen sind beides, klar. Aber es ging mir jetzt darum, woher das Übel kommt.;) Und klar, man müsste es nicht ändern, aber Änderung ist wichtig, damit wir uns bessern und reifen können! Und achja, genau Placebo, ich lese das immer Place-bo (englisch*lol*), dabei denke ich natürlich nicht an Plazebo. Aber jetzt verstehe ich es natürlich! [quote]Das nur am Computer zu spielen führt aber nicht dazu, vom Geld (und den damit käuflichen Dingen) wegzukommen und zum (naturverbundenen) Leben hinzukommen. Bei den RL-Spielen besteht schon eher die Möglichkeit, zu erkennen "Mensch, das und das kann ich doch selber machen, das muß ich doch nicht kaufen".[/quote] Also ich spiele eigentlich kein Computer mehr, auf LANs gehe ich nicht mehr, ich würde viel lieber mehr natur verbunden leben, ich habe auch vor, vielleicht auszuwandern. (OT: Ich habe im Freundes und Bekanntenkreis recht viele, die auswandern wollen, was sagst du zu diesem Phänomen?!) Also ich mag RL-Spiele, wie es sie bei den Pfadfindern oder auf den Jugendlagern mit den Kleinen gibt! *smile* |
| sutekh | Ich denke schon das wir etwas tun können. Wir können z.B. glauben und versuchen auch wenn das oft schwer fällt den Glauben nicht zu verlieren und unsere Ideale und Vorstellungen nach außen zu tragen - Menschen zu helfen und unser "Wissen" und unsere "Erfahrungen" zum guten einzusetzen. Schon wenn ich in einem Freundeskreis jemand helfen konnte konnte etwas verändert werden. Ich denke schon das man versuchen kann im kleinen für die Menschen die einen umgeben da zu sein, mit ihnen zu diskutieren usw. ich denke schon das das etwas "verändert".Mehr noch denke ich das es auch eine gewisse "Aufgabe" für jemanden ist der ein gewisses "Wissen" oder gewisse "Erfahrungen" erlangt hat damit evtl. anderen Menschen zu helfen. Gleichzeitig kann man natürlich versuchen auch auf einer größeren Eben etwas zu bewirken indem man beispielsweise in die Politik geht und oder gewissen Instititionen beitritt die sich z.B. sozial engagieren. Natürlich kann es auch sein das man insbesondere auf politischer Ebene irgendwann einmal sieht das man eigentlich relativ wenig bewegen kann, wie ich denke ein Problem der Politik im allgemeinen. Es gibt einfach zu viele Interessengruppen und den Wünschen jeder von Ihnen nachzukommen dürfte sich schwierig gestalten. Auch im allgemeinen könnte ich mir vorstellen das man von der Wirklichkeit der Politik etwas enttäuscht sein könnte. Im großen und ganzen denke ich kann man sowohl im privaten Kreis als auch im allgemeinen etwas tun wenn man will. |