| Soego | Nachdem ich in einigen Geschichten von Lovecraft gelesen habe, daß er die Gesellschaft als äußerst prosaisch empfindet frage ich mich, ob das wirklich so ist. Was denkt ihr darüber, sind die Menschen wirlich so phantasielos oder sind sie das nur in der Masse? |
| hopeless_dream | Ich denke, dass die Menschen alle nicht wirklich phantasielos sind - viele erlauben es sich nur einfach nicht mehr, sind verbittert übers Leben oder sehen es als kindisch an... Ich denke das träumen, phantasie haben etc. verlernt man nie wirklich - man muss sich selbst das ganze nur erlauben und darf keine Angst haben, dass andere es nicht verstehen bzw,. einen auslachen bloß weil sie selbst diese "träumereien" nicht verstehen. ...ich selbst wäre ohne meine träumereien schon sehr oft total am Boden gewesen... |
| Scheol | Ich stimme da Hopeless vollkommen zu. Jeder trägt Träume und Phantasien in sich, aber der Glaube daran geht oft verloren. Zuviel Rückschläge und Verbitterung. Träume und Phantasie ist der erste Schritt zu einer Veränderung. Wir brauchen sie, und sie erhalten uns unser inneres Kind, ohne das wir nur noch Zombies wären. Ich habe so oft gehört das ich zuviel träume und phantasiere, aber, wer sagt das es nicht Realität werden kann? bb Scheol |
| Viking | Ich bin eher der Meinung, daß das prosaische der Gesellschaft in Lovecrafts Augen das Verhältnis zwischen der Menge der Menschen und der damit sinkenden Möglichkeiten, die Einzelperson vertiefend zubetrachten- eine große Menge kann organisiert, motiviert und statistisch betrachtet werden, doch feine Wesensunterschiede verschwimmen in der Masse. Dabei sei zu bedenken, daß Lovecraft diese Ansicht schon vor einem Jahrhundert vertrat- man kann nicht unbedingt von einer Verbesserung der damaligen Situation sprechen. |
| Peacefulltomy | ist fantasie nicht das, was von der gesellschaft durch verschiedene mechanismen klein gehalten wird? damit aus der masse keiner ausbricht und unangenehme fragen uber die ordnung und funktion einzelner stellt? ich weis es nicht so ganz. vielleicht steckt ein riesen potezial in den menschen- wird nur leider nicht nutzbar durch... viele eingesperrte geister mit viel fatasie und nicht einfältig? manche dringen doch durch. und sie werden auch bemerkt (dichter, lyriker, musiker,redner...) die Einzelperson vertiefend zubetrachten- eine große Menge kann organisiert, motiviert und statistisch betrachtet werden, doch feine Wesensunterschiede verschwimmen in der Masse. = ein absolut wahrer satz. gruß, tomy |
| sutekh | Ich denke das ein Teil der Gesellschaft langsam zu "grauen" Menschen wird oder dies schon ist. Mit "grauen" Menschen meine ich Menschen die in der Realität gefangen sind in einem immerwiederkerhrenden Alltag die langsam aber sicher ihre Träume, Hoffnungen und Wünsche aufgeben denen langsam ihre Phantasie verlorengeht. Doch ich denke es ist sehr wichtig zu Träumen und zu versuchen seine Wünsche und Hoffnungen zu erfüllen. Ein schönes Beispiel für dies ist sicherlich der Film Die fabelhafte Welt der Amelie. Ich denke Amelie ist in diesem Fall ganu das Gegenteil der "grauen" Menschen die die Unwirklichkeit des Seins innerhalb dieser Realität lebt. Ich denke man sollte generell niemals aufhöhren zu träumen auch wenn es in der Realität oft Rückschläge geben wird. |
| Latona | ich denke mal, dass prosaisch erstmal definiert werden muss ich meine, dass jeder sicher in irgendeiner weise phantasie besitzt, denn wie sonst gibt es so viele verschiedene sachen zum beispiel zum anziehen, also kleidung, und dazu auch noch gedichte, filme etc. braucht man dazu nicht besonders viel phantasie verbunden mit kreativität... wobei das wohl dann doch nicht das thema ist, oder... hier gehts mehr ums träumen, oder so? ich kenne lovecraft nicht und weiß also nicht, was genau der meint.. |
| Keks | ist die fantasie eigentich auch an medien oder ähnliches gebunden? ein großteil des lebens wird ja durch die masse bestimmt, warum also nicht auch die geistige freiheit zu träumen? ist das denken und träumen vielleicht schon begrenzt, aber niemand merkt es? ich habe allerdings bis jetzt sehr, sehr selten menschen gefunden, die die gleichen prosaischen vorstellungen/ gedanken haben. da die masse aber gleich ist, kann es also doch nicht sein, denn sonst würden in einem gewissen rahmen ja auch die fantasien gleich sein und übereinstimmen... was denkt ihr? |
| Frozen Hell | Ich bediene mich jetzt ma der satanischen Bibel, in der steht, dass sich die Welt ein Beispiel an ihren Kindern nehmen sollte, da nur sie noch die Fähigkeit zur Fantasie wirklich besitzen. Jeder der noch Fantasie hat, hat ein wertvolles Gut in seinen Händen und tut gut daran, dieses Gut nicht zu verlieren. |
| Peacefulltomy | definitiv!!! |
| dark-Enigma | als ich noch jünger war wollte ich um jeden preis das erwachsenwerden verhindern, da ich glaubte, dass ich dadurch meine fähigkeit zum träumen verlieren würde.... ich habe täglich fantasien.ich brauche z.b. nur an einem baum oder so was vorbeilaufen und mir fallen tausende geschichten ein. ich kann sie leider aber nicht so aufschreiben wie ich es will deshalb behalte ich sie meist in gedanken. ich glaube jeder mensch hat träume aber wie schon oben gesagt keiner will sie wirklich zugeben und darüber sprechen, vielleicht weil sie nur für einen selber bestimmt sind........ ohne meine träume wär ich niemand..... |
| Sadujan | [QUOTE][i]Original geschrieben von dark-Enigma [/i] ohne meine träume wär ich niemand.....[/QUOTE] ...was der Grund ist, warum es so viele Menschen gibt, die nichts als Scheisse im Kopf haben & die Popper, Stinos, Normalos, etc. genannt werden. Ist eine Subkultur nicht irgendwie eine Art Märchenwelt, in der man seine Träume auslebt? Ich meine, neben der realistischen, bodenständigen Komponente. Wird durch all diese spezifischen Rituale und Fantasien nicht ein Zauber um einen gesponnen, der einen in eine zweite Welt des Daseins bringt? Lebt eine subkulturelle Person nicht immer in einer realen und einer Traumwelt? Ist es nicht das Träumen, das uns aus der Masse loslöst? Ist es nicht der gemeinsame Traum, der uns verbindet und uns zu einer zusammengehörigen Gruppe verschmelzen lässt? |
| dark-Enigma | also wenn du so fragst hast du vollkommen recht ich bin ganz und gar deiner meinung.ich bin gothic, weil ich in der "normalen" gesellschaft nicht wirklich meine träume ausleben kann und so wirklich kann man mit anderen menschen nicht über dieses thema reden.na ja ausnahmen bestetigen die regeln. womit sich mir der schluss aufgibt, das die menschen doch sehr oberflächlich denken und so ziemlich alles und jeder eine maske trägt um es den anderen recht zu machen.irgendwie traurig aber so ist das leben...... |
| Sadujan | Naja, war eh besoffen, als ich das geschrieben hab.. |
| Chimonas | Wenn Fantasi (neue deutsche Rechtschreibung *g*) traeumen bedeutet, hab ich dazu folgende Meinung: Traeume, sind Gedanken. Welten gleich! Man kann sich, in ihnen bewegen und bleibt doch gefangen! Die Gesellschaft ist kalt, schrill, bunt und laut. Wo braucht es da Fantasie, sich vorzustellen, dass wenn man sie haette, man nicht mehr, so ohne weiteres in ihr Leben wollte? Fehlende Fantasi als Selbstschutz. Gruss Chimonas |