| Der_Philosoph | Hallo meine Nachtweltenfreunde Jetzt mache ich mal wieder einen Thread auf, sonst recht selten, aber mir brennt eine interessante Frage auf dem Herzen! Ich wollte von euch mal wissen, wie ihr es seht, ob Heirat sein muss, was sind die Vorteile, was die Nachteile? Ich persönliche sehe eine Heirat (auf jeden Fall in dem heutigen Standardschema) als nicht mehr nützlich oder positiv an. Ich denke, man lügt sich in die Tasche oder das Ganze kann durchaus sehr emotionslos sein, ich meine, ich habe einfach nichts mit der Kirche am Hut, habe bei denen nichts verloren, was will ich da? Ich will auch nicht staatlich heiraten, nur Bürokratie und was bringt’s? Um was es mir geht: Ich möchte, dass wahre Liebe nicht von so etwas wie einer Heirat abhängig ist und auch nicht, dass man später immer ein gezwungen in eine solche „Formalität“ seine Beziehung unnötig stresst…Ich meine, entweder man liebt sich, und dies von mir aus, bis an sein Lebensende, oder es geht halt irgendwann (bisher/normalerweise? gezwungenermaßen und mit Streit) auseinander. Ich möchte, dass man sich eventuell ohne viel Streit und Hass trennen kann, wenn es soweit kommen sollte! Ich habe keine Lust auf Scheidung und den ganzen Stress um’s Geld und Sorgerecht etc.!!! Das schürt nur Hass und ist tödlich für eine weitere annehmbare Kommunikation unter den (ehemals) Partnern. Man sollte eine Beziehung und Partnerschaft nicht an den Eheringen und Dokumenten festmachen, sondern an wahrer Liebe!:) Und ich denke, - auf jeden Fall in meinem Fall – wird es doch wohl möglich sein, zusammen mit der (ehemals) Partnerin ein Übereinkommen (in friedlicher und befriedigender Weise) geben können, wie das mit der Geldverteilung und dem Sorgerecht läuft, oder?! Und ich denke, selbst wenn man nur eine „Lebensabschnittspartnerin“ hatte, ist dies nicht immer so (gewesen)?! Ich meine, es geht oft genug auseinander, ich will mit das per Scheidung ersparen, und im Übrigen stirbt jeder mal. Und auch eben diesen Druck, den Zwang, die [b]Abhängigkeit[/b] meiner Frau von mir oder ich von ihr will ich vermeiden, dies schafft nur Angst und Leid! Klar, man wird immer irgendwie abhängig sein, aber ich für meinen Teil denke, dass man dieses Problem auch lösen kann oder schon im Vorhinein darüber ausführlich reden sollte! Nur als „Vorsichtsmaßnahme“.^_^ Und auch sollte man sich ja wohl bewusst und klar sein, was es für eine Verantwortung und Abhängigkeit inklusive Stress mit sich bringt, wenn man Kinder in die Welt setzt! Und das dies eben nicht leichtfertig und schon gar nicht unüberlegt mal schnell passieren sollte, ist in meinen Augen vollkommen klar!! Frage auch noch an euch, gibt es da gesetzliche Probleme oder Hindernisse, die einen solchen Lebensweg verhindern könnten bzw. einen mehr oder weniger dazu zwingen, zu heiraten? Was sagt ihr allgemein zu unserem heutigen Verständnis und der sozialen Ansicht von Heirat, Ehe und Scheidung? Denkt ihr, dass in unserer heutigen Welt, wo die Familien sich immer mehr auseinander leben und mehr und mehr Singles, Alleinerziehende, Alleinstehende und Homosexuelle Paare in unseren Haushalten leben und mitunter oft Kinder erziehen, Heirat wirklich notwendig und nützlich ist? (mitunter auch, um eine emotionale Bindung etc. zu schaffen?) Und für die Kritiker, die meinen, ja Heirat ist etwas Besonderes und so schön: Ist es das wirklich? Braucht man das? Nur für ein paar Momente „besonderen“ Glückes? Wäre es nicht viel schöner , die etwas freier und unbeschwerter zu genießen, wenn man weis, dass man nicht von Staat und Kirche bis zu seinem Tode an die eine Person gekettet ist, die einen mitunter am Ende vors Gericht schleppen wird, verklagen wird und die Scheidung einreichen wird? Also diese schrecklichen Gedanken [b]will ich ganz sicher nicht vor Augen haben![/b], wenn ich mit meiner Partnerin zusammen bin. Des Weiteren habe ich mir überlegt, einfach ein ganz persönliches, individuelles, ganz spezielles, für jeden zufrieden stellendes und [b]wahres[/b] „Ritual“ der Heirat durchzuführen! Mitunter kann dies ja ganz romantisch und eben „etwas Besonderes“ sein, was sonst die meisten sinnlos in der „konventionellen“ Heirat sehen (und finden?). Nun, ich weis nicht, wie ich es machen werde, das sind nur meine Gedanken… Etwas frühreif für 16?! ^_^ :D:rolleyes: |
| Azurite | Ich stimme dir zu. Ich finde eine Beziehung, die ohne vertragsmäßige Bindung lange hält, um vieles ehrlicher, als eine solche, in der zwei Leute vielleicht nur mehr deshalb zusammenbleiben, weil ihnen eine Scheidung zu stressig ist... Und eine Liebe wird durch Heirat sicher nicht stärker, als sie sowieso schon ist, also wozu das Ganze? Es bringt heute höchstens noch finanzielle oder rechtliche Vorteile, alles andere kann man auch ohne Ehe haben. Azurite |
| Fee | vorweg: ich bin glücklich mit meinem mann und wir sind verheiratet aber warum haben wir geheiratet? wir haben auch vorher schon sehr gut miteinander gelebt ... die einzigen, die an dieser situation gemäkelt haben, waren die lieben eltern ... ich habe nie von einer bombastischen hochzeit mit mir als märchenbraut in weitschwingendem barockem weißen kleid geträumt :rolleyes: ... meinem mann gings genauso ... kein antrag ... ein vorschlag, ein beschluß ... zwei monate später wars schon so weit ... standesamt (kirche kam nie in frage) ... kleine feier, weil wenig geld ... keine hochzeitnacht (zu müde :D) ... keine flitterwochen ... und dann? ... den ersten tag danach noch den ring getragen, aber er störte (!) und ich habe ihn abgenommen ... wir tragen beide die ringe nicht ... eigentlich glaubt uns eh keiner, daß wirs getan haben ... noch zu jung (?!) ... die vergünstigungen von ehepaaren durch den staat kann man vergessen ... also warum ... braucht man diese offizielle absicherung für ewige liebe und treue (wobei diese ja durch die möglichkeit der scheidung ja sowieso nur schein ist) ... und wenn man sie braucht, kann man es doch auch gleich lassen ... allerdings hat für mich das nicht heiraten wollen, den schalen beigeschmack des "ich will frei sein, falls sich was besseres findet" ... an scheidung und sorgerechtstreitereien denkt man nicht, wenn man heiratet (sollte zumindest nicht) ... es war pure romantik ... ich bekomme meinen mann selten mit tränen in den augen zu sehen ... wir gehören zusammen und jetzt wissen es alle ... ich bin nicht eine von vielen in der reihe der freundinnen, sondern DIE EINE für ihn... und er ist DER EINE für mich ... für immer ... ein ausgedachtes ritual gibt einem nicht das selbe gefühl wie ein richtige hochzeit ... klar es ist auch nur so eine art ritual, aber es ist seit jahrhunderten das symbol der ewigen vereinigung von mann und frau (keine ahnung warum, weil es ja ursprünglich eher unromantisch und nur dafür gedacht war, daß die unmündige frau von der obhut des vaters in die des mannes kommt und für legitimen nachwuchs sorgen kann) ich kann meine beweggründe für die heirat nicht rationell erklären ... auch wenn es heute eine bürokratische sache geworden ist, war es für uns eine gefühlsentscheidung ... ich bin sicher, daß viele, die heute noch meinen eine heirat ist unnötig, um sich liebe und treue zu beweisen/schwören, bei einem Antrag des oder der RICHTIGEN dahinschmelzen werden und JA sagen ... die zeit wird kommen |
| gloryous | Hallo @ der philosoph ich denke, dass heirat NICHTS mit kirche zu tun hat! man kann ja schließlich auch nur standesamtlich heiraten und in anderen religionen auch. heirat hatte führer den nutzen , dass die partner angesichert waren, z.B. für den fall , dass man kinder hatte aber plötzlich der mann nicht mehr für diese aufkommen wollte. durch den offiziellen akt der hochzeit konnte er aber nicht ohne ahndung die familie verlassen. also , alles total UNromantisch. naja und dann gabs auch oft versorgungsehen. von solchen sachen halte ich auch nicht viel. diese reinen zweckgemeinschaften. :( man kann aber auch aus sehr edlen motiven heraus heiraten. aus liebe , vertrauen , treue, etc. gegen solche ehen habe ich nichts. ich finde das sogar sehr erstrebenswert. nur ich denke, dass solche schritte sehr gut zu überlegen sind . ehe ist meiner meinung kein spaß. es heißt auch viel arbeit. ich bin selbst heirats- oder besser gesagt scheidungsgeschädigt! ich habe am eigenen laib erfahren was es heißt, dass eine beziehung kaputt geht und was das für folgen hat. dennoch habe ich nichts gegen heirat. ich habe das träumen von wahrer liebe und treue auch noch nicht verlernt. :) ich denke aber, dass wahre liebe SEHR selten ist und werde persönlich vielleicht nie heiraten ... ehe ist etwas sehr schönes und besonderes und so muss man es auch behandeln. D.h. man muss sie hüten und immer an ihr arbeiten , sonst geht diese kaputt. man muss aber auch ,wenn es trotz gemühungen nicht mehr geht , den mut haben eine ehe zu beenden , denn eine schlechte ehe ist schlimmer als eine scheidung! ich , als naive träumerin :D würde aber eine ehe bis ans ende meiner tage als einziges ziel sehen! @fee du und dein mann scheinen glücklich mit dem entschluß der heirat zu sein. das finde ich super! :) grüße , gloryous |
| Der_Philosoph | Danke gloryous für deine ausführliche und gute Antwort(und natürlich auch an Fee und Azurite!:)), das wollte ich wissen und du hast eigentlich genau das dargestellt, was ich auch denke, und mir wünsche! Also ich würde mich wiederholen, wenn ich das jetzt alles in meinen Worten nochmal schreibe und dir zustimme...Perfekt!:);) ...Weitere Meinungen?... |
| Azurite | @ Fee: Nun ja, ich denke nicht dass du behaupten kannst, ich würde trotzdem heiraten, nur weil mir jemand einen Antrag machen würde... Irgendwie kann ich das nicht mit mir vereinbaren... es will nicht in meinen Kopf, dass man seine Identität noch so sehr gefestigt haben kann, und dann würde man das für diese eine Person nach der angeblich jeder einzelne Mensch sein Leben lang sucht, einfach so aufgeben bzw. ändern... Das klingt extrem deprimierend für mich, da ich sehr an meiner Identität hänge. Außerdem habe ich eine sehr ausgeprägte Abneigung gegen solche (und andere) Rituale, Traditionen und dergleichen... Azurite |
| Aena | Es ist ein Monat meine Oma war zu Besuch. Ich sagte: ich glaube ich habe mich verliebt. Sie: ich würde dir raten die Gedanke wieder gleich zu vergessen. Du sollst dein Abi machen, studieren, arbeiten... Also dein Leben gestalten. Eine Heirat würde dir eher stören... Heirat. Eine veraltete Vorstellung der Absicherung und Reinheit. Das eigentlich kein Beweis für die Libe ist. Sollte aber sein. Meiner Meinung ist so ein Schritt nur dann gut, wenn es nicht gebraucht wird. Ehe soll kein Klebestoff für eine Beziehung sein. Ich selbst würde gerne heiraten. Aber klein und dunkel. Als eine Ode für die Liebe. Ohne nervigen Reden der Standesamtbeamter. Vor weniger als ein Monat hat meine Mutter meinen Stiefvater geheiratet . Eine Prunkhochzeit in weiss, Kirche, Standesamt, Feier, Gegensatz zu der vorherigen Ehe. Dabei lben sie schon seit 4 Jahren zusammen und haben eine kleine Tochter. Dabei sind sie nicht mal richtig gläubig*Bezugpunkt Kirche*. Dabei wusste dies der Standesamtbeamter. Dabei hat er trotzdem geschafft 1 Stunde lang über die Wolken und Himmel im Bezug auf ein Familienleben zu plappern... Irgendwo ist die Leidenschaft bei solchen Hochzeiten nicht mehr richtig zu spüren. Ach ja es gibt ein Grund zu heiraten. Die Steuererleichterungen sind nämlich sehr deutlich drauf fixiert* Ein veraltetes Satz aus der Verfassung...* Und es gibt etwas was ich bei einer Heirat nicht verstehe. Und zwar die Eheverträge. Ich meine damit sagt man eigentlich gleich: unsere Liebe wird vergehen, wir werden uns trennen. Also lass uns absichern. Sonst würde man sich solche Sorgen doch gar nicht machen. Oder? _In Fragen_ Aena |
| Azurite | @Aena: Nun, man kann die Sache mit dem Ehevertrag auch so sehen, dass man eben akzeptiert, dass Menschen sich verändern können, auch wenn man das im größten Liebesrausch vielleicht nicht wahrhaben will. Man akzeptiert, dass man sich irgendwann mal trennen [I]könnte[/I], was ja nicht zwingend bedeutet, dass man es auch wirklich tut. Jedenfalls erspart man sich damit vielleicht viel Streit, falls es wirklich dazu kommen sollte. Ich glaube auch nicht an diesen ganzen "ewige Liebe" Kram... es kommt und geht, und wieso soll man in der Zwischenzeit nicht die steuerlichen Vorteile ausnutzen (wenn man will) und nebenbei noch ein Auffangnetz names Ehevertrag haben? Ich halte den Ehevertrag irgendwie noch für das nützlichste an der ganzen Sache... Azurite |
| Sethur | Die Heirat ist ein schönes Ritual, vor allem nach außen hin ein nettes Signal. Schaden kanns ja nicht oder? |
| Vanja | Also ich werde heiraten...irgendwann. Heiraten ist für mich ein Zeichen von Liebe und dass man sich definitiv ganz sicher ist, dass dieser Partner der einzige für einen sein wird, dem man seine Liebe schenkt und mit dem man alt werden möchte (auch wenns vielleicht etwas kitschig rüberkommt, aber da bin ich halt eine alte Romantikerin...). Mit der Kirche möchte ich das ganze meinerseits aber nicht in Verbindung bringen! @Philosoph.....heutzutage wird jede zweite Ehe, statistisch gesehen, geschieden und ich kann deine pessimistische Meinung zu diesem Thema verstehen. Eine ehe sollte man auch erst nach reiflicher Überlegung und langer Bedacht eingehen, nur wenn man sich wirklich ganz sicher ist....und das vergessen viele vielleicht....und man heiratet halt einfach mal so....aus Verliebtheit, aus aktueller Schwärmerei usw. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er mal heiraten will oder nicht, dazu hat jeder seine eigenen Beweggründe. Aber meinerseits.....wenn die Zeit gekommen ist...... |
| Sirius | Also das Märchen von den grandiosen Steuervorteilen beim Heiraten glaubt doch eh keiner mehr. Man heiratet, weil es die Tradition so verlangt oder weil die Eltern es wollen. "Aus Liebe heiraten" halte ich für ein Hirngespinst - wenn ich einen anderen Menschen liebe, kann ich auch mit demjenigen zusammen leben, ohne mich vertraglich an ihn zu binden! Und jeder Mensch kann auch als Symbol seiner Liebe nach aussen Ringe tragen, soviele er möchte. Früher wurde zwangsläufig geheiratet, wenn Frau (na hoppala) plötzlich schwanger war - da gab es keinen anderen Ausweg. Heutzutage gibt es alleinerziehende Mütter und Väter, es gibt homosexuelle Paare, es gibt Lebensabschnittsgefährten (für das Unwort aller Zeiten) usw. usw. - wen interessiert das? Die einzige Institution, die das Ritual des Heiratens noch aufrecht erhalten möchte, ist die Kirche |
| Fee | [QUOTE][i]Original geschrieben von Azurite [/i] [B]@ Fee: Nun ja, ich denke nicht dass du behaupten kannst, ich würde trotzdem heiraten, nur weil mir jemand einen Antrag machen würde... Irgendwie kann ich das nicht mit mir vereinbaren... es will nicht in meinen Kopf, dass man seine Identität noch so sehr gefestigt haben kann, und dann würde man das für diese eine Person nach der angeblich jeder einzelne Mensch sein Leben lang sucht, einfach so aufgeben bzw. ändern... Das klingt extrem deprimierend für mich, da ich sehr an meiner Identität hänge. Außerdem habe ich eine sehr ausgeprägte Abneigung gegen solche (und andere) Rituale, Traditionen und dergleichen... Azurite [/B][/QUOTE] Ich kann mich nicht entsinnen, dich persönlich angesprochen zu haben. Und ich rede ja auch nicht davon, daß irgendein Dahergelaufener einen Antrag macht. Wieso glaubst, mit einer Ehe verlöre man seine Identität? Gut ich habe seinen Namen angenommen, aber ehrlich gesagt konnte ich mich mit meinem Geburtsnamen nie richtig identifizieren und bin froh, ihn los zu sein. Aber das macht die ganze Identität ja nicht aus. Ich bin durch die Ehe kein anderer Mensch geworden und zur putzsüchtigen Hausmutti mutiert. Was für eine Partnerschaft wäre das denn, wenn man sich für den anderen komplett verbiegen muß, damit man ihm gefällt. Ich verstehe nicht, daß du denkst man müsse/würde sich verändern? Wenn man sich ändert dann nicht erst durch die Ehe, sondern schon vorher. Es ist nun mal notwendig, Kompromisse einzugehen und zwar nicht nur im Umgang mit dem Partner, sondern mit allen Menschen. Das bedeutet aber nicht, seine Identität aufzugeben. Ehevertrag: Klar das wäre eine vernünftige Regelung gewesen, zumal ich die Hauptverdienerin bin und wohl auf lange Sicht auch bleibe. Aber wie bereits erwähnt: Bei einer Liebesheirat, denkt man nicht an eine Trennung und darum, wer was und wieviel bekommt. Man ist sich der gemeinsamen ewigen Liebe absolut sicher. Ein Ehevertrag wirft einen großen dunklen Schatten auf eine Hochzeit - dann kann man das heiraten auch gleich lassen und jeder behält seinen Kram. Die Zahl der Scheidungen gibt einem aber schon zu denken. |
| Aena | @Sirius. Das mit Steuervorteilen ist kein Märchen: In unserem Grundgesetz gibt es nämlich die Artikel 4: Ehe und Familie stehen als Grundlage des Gemeinschaftslebens unter dem besonderen Schutze des Gesetzes. Daraus erfolgt die besondere Rolle der Ehe, die sich z.b. folgendermassen auswirkt: Ein Ehepaar ohne Kinder hat deutlich mehr Steuervorteile als ein Zusammenlebendes Paar mit Kind. @Azurite Ok ich muß als esrtes feststellen, dass ich an die ewige Liebe glaube, deswegen werde ich mein Ja-wort mit Sicherheit nur demjenigen geben, bei dem ich wirklich fest überzeugt bin er ist der Richtige* und das wird lang dauern, soweit ich mich kenne* Weiterhin glaube ich dass man auch ohne Ehevertrag bei der Scheidung zurecht kommen kann. Wenn ich bzw. mein Partner vernünftig genug sind=redefähig und nicht voreingenommen. Und davon will ich mal ausgehen, wenn ich jemanden heirate. |
| Azurite | @ Fee: Ich meine nur, wenn man sich schon absolut sicher ist, dass man nicht für die Ehe geschaffen ist, und dass man eine eventuelle lebenslange Partnerschaft auch so haben kann (was eines meiner Prinzipien ist) gäbe es mir schon sehr zu denken, wenn ich das alles auf einmal trotzdem tun würde, nur weil jetzt plötzlich der oder die "Richtige" da ist. Ich meinte nicht, dass man sich zwanghaft verändern muss, sondern nur, dass es mich deprimiert, dass man anscheinend für diesen einen Menschen auch schon seit langer Zeit gefestigte Meinungen (welcher Natur die auch immer seien) scheinbar freiwillig über den Haufen wirft... das will nicht in meinen Kopf rein. Azurite (...ach, die Hormone sind schuld an dem ganzen Kram...) |
| Aena | @Azurite: Du sagst du verwirfst für jemanden deine Überzeugungen und dies depremiert dich. Du verbindest diese Umstellung mit der Ehe. Aber änderst du dich nicht nur aufgrund der Tatsache jemanden zu lieben und mit ihm zusammenzusein? Sogar Freundschaften geben deinem Blick auf die Dinge eine andere Note, denn du verbindest sie mit deinen Freunden. Bei der Liebe ist es jedoch noch intenssiver, weil du dich mehr damit beschäftigst. Und wenn du aufgrund deiner Liebe deine Meinung über die Heirat änderst, was ist da so schlimm? _offen_ Grüße Aena |
| Azurite | @ Aena: Wozu habe ich denn dann überhaupt noch Meinungen? Was mich an dem Ganzen deprimiert ist, dass ich mich im Endeffekt nur wie so ein Fähnchen im Wind fühle, das keinen Fixpunkt im Leben hat... Azurite |
| Mimik | Ich finde es echt toll wenn sich zwei Menschen so sehr lieben, daß sie heiraten wollen. Und ich habe respekt vor denen die es tuen. Und ich freue mich auch für sie wenn der Partner wirklich DER Partner fürs leben ist und alle glücklich damit sind. Doch Hochzeiten die durch wirklich echte wahre liebe entstehen sind wirklich Mangelware geworden. Alles ist doch nur noch darauf aus sich die vergünstigungen des Staates einzuheimsen, und weil es die Gesellschaft von ihnen verlangt. Man sehe diese ganzen Promi- Ehen die von der Presse und der Gesellschaft dann wieder auseinandergerissen werden. Das sind auch nur Menschen die halt nicht mehr zueinander passen. Und mit der Kirche hat ne Hochzeit nun wirklich nichts zu tun. Wie heißt es doch so schön : Gott ist allgegenwärtig!!! Also ist er auch dabei wenn zwei nur standesamtlich heiraten. Der Kirche werde ich jedenfalls kein Geld mehr in den Ar..... schieben. Und Heiraten tue ich auch nicht. Nicht einmal aus liebe. Weil ich keinen sinn darin sehe. Liebe braucht kein stück papier. Scheidungen sind ja nur dann nötig wenn geheiratet wurde. Und eheverträge sind echt der größte blödsinn überhaupt. Das ist der beste beweis dafür, daß nicht aus liebe geheiratet wurde sondern nur aus gsellschaftlichen Gründen. |
| Industriegirl | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fee [/i] [B]vorweg: ich bin glücklich mit meinem mann und wir sind verheiratet aber warum haben wir geheiratet? wir haben auch vorher schon sehr gut miteinander gelebt ... die einzigen, die an dieser situation gemäkelt haben, waren die lieben eltern ... ich habe nie von einer bombastischen hochzeit mit mir als märchenbraut in weitschwingendem barockem weißen kleid geträumt :rolleyes: ... meinem mann gings genauso ... kein antrag ... ein vorschlag, ein beschluß ... zwei monate später wars schon so weit ... standesamt (kirche kam nie in frage) ... kleine feier, weil wenig geld ... keine hochzeitnacht (zu müde :D) ... keine flitterwochen ... und dann? ... den ersten tag danach noch den ring getragen, aber er störte (!) und ich habe ihn abgenommen ... wir tragen beide die ringe nicht ... eigentlich glaubt uns eh keiner, daß wirs getan haben ... noch zu jung (?!) ... die vergünstigungen von ehepaaren durch den staat kann man vergessen ... also warum ... braucht man diese offizielle absicherung für ewige liebe und treue (wobei diese ja durch die möglichkeit der scheidung ja sowieso nur schein ist) ... und wenn man sie braucht, kann man es doch auch gleich lassen ... allerdings hat für mich das nicht heiraten wollen, den schalen beigeschmack des "ich will frei sein, falls sich was besseres findet" ... an scheidung und sorgerechtstreitereien denkt man nicht, wenn man heiratet (sollte zumindest nicht) ... [/B][/QUOTE] So oder so ähnlich war es bei uns auch ;) Wir haben einfach beschlossen zu heiraten. Da wir zu der Zeit schon viele Jahre zusammen waren und auch schon ein paar Jahre zusammen gewohnt haben, kannten wir uns ja nun schon gut genug.....Zu dem ist es geldmäßig um einiges günstiger, da nur mein Mann arbeiten geht und ich eher "Nebenjobs" habe. Somit haben wir schon einen Steuervorteil.... Wir haben auch "nur" standesamtlich geheiratet, da wir mit der Kirche nicht allzu viel am Hut haben. Hinterher mit den Eltern und ein paar sehr guten Freunden essen gegangen, abends mit Freunden ´ne Party gemacht und das war´s. Schön im kleinen Kreis ohne viel tamtam. Mittlerweile sind wir seit über 10 Jahren zusammen und über 4 Jahre verheiratet und viel Streit gibt es bei uns zum Glück immer noch nicht. Ich finde, wenn sich zwei Menschen gut verstehen & sich mögen und wenn sie schon längere Zeit zusammen sind oder vielleicht auch zusammen wohnen, ist es doch was schönes zu heiraten, aber notwendig oder wichtig ist es ja nun heutzutage nicht mehr. Es wird ja vieles lockerer gesehen... |
| Vanja | Ach ja.....eine Bekannte von mir, 23, kennt ihren jetzigen Mann schon, seitdem sie 16 ist und als ich sie damals vor einem Jahr nach langer Zeit wiedertraf, konnte ich kaum glauben, dass sie, so alt wie ich, schon seit zwei jahren verheiratet ist und es als "die beste entscheidung" ihres Lebend bezeichnete..... Sie meinte, die ehe hätte ihre Liebe noch viel mehr gefestigt, es war eine reine Heirat aus Liebe und sie fühlt sich seitdem ihrem Mann noch viel näher und noch viel verbundener..... Es gibt sie also doch noch, die ehe aus Liebe:) Zum thema ehevertrag kann ich nur sagen, dass ich einen ehevertrag auch für sinnvoll halte, denn selbst wenn man aus Liebe heiratet und voller vertrauen in den Partner ist....kann trotzdem immer noch mal was schiefgehen.....so ist das Leben....und ich denke, eine kleine Sicherheit zu haben ist kein Thema........ |
| Der_Philosoph | Ach ja, entschuldigt, dass ich so lange nicht da war! [quote].....heutzutage wird jede zweite Ehe, statistisch gesehen, geschieden und ich kann deine pessimistische Meinung zu diesem Thema verstehen. Eine ehe sollte man auch erst nach reiflicher Überlegung und langer Bedacht eingehen, nur wenn man sich wirklich ganz sicher ist....und das vergessen viele vielleicht....und man heiratet halt einfach mal so....aus Verliebtheit, aus aktueller Schwärmerei usw. [/quote] Nun, sehen wir es mal optimistisch, das Glas ist halbvoll, jede zweite Ehe überlebt.:) Und lange bedenken, hm, denkst du, das bringt es wirklich? Und eben, man ist verliebt, oder man ist es nicht. Und da kann man früher oder später nichts (mehr) dran ändern! Leider…Nun, und trotzdem weis ich, dass wahrscheinlich viele zu unüberlegt und aus schwachsinnigen Gründen heiraten! Wobei ich ja keinem was vorschreiben oder verurteilen will. Wenn sie es halt wollen…Ihre Sache…Ich weis nicht, wie es ausgeht, ich werde auf jeden Fall nicht so voreilig sein! [quote]Wozu habe ich denn dann überhaupt noch Meinungen? Was mich an dem Ganzen deprimiert ist, dass ich mich im Endeffekt nur wie so ein Fähnchen im Wind fühle, das keinen Fixpunkt im Leben hat... [/quote] Nun, Azurite, das hört sich ja nicht so gut an, tut mir leid! Versuch dir ja nicht deine Meinung und Ansichten nehmen zu lassen!! Das ist zuviel des „Guten“! Du sollst dich ja eben nicht so verbiegen sollen, für deinen Partner, dass es wehtut und du dich selbst verleugnen musst! Du sollst schließlich immer noch DICH und nicht den anderen leben! [quote]Der Kirche werde ich jedenfalls kein Geld mehr in den Ar..... schieben. Und Heiraten tue ich auch nicht. Nicht einmal aus liebe. Weil ich keinen sinn darin sehe. Liebe braucht kein stück papier. Scheidungen sind ja nur dann nötig wenn geheiratet wurde. Und eheverträge sind echt der größte blödsinn überhaupt. Das ist der beste beweis dafür, daß nicht aus liebe geheiratet wurde sondern nur aus gsellschaftlichen Gründen. [/quote] *zustimm* Genau meine Meinung! [quote]und über 4 Jahre verheiratet und viel Streit gibt es bei uns zum Glück immer noch nicht. [/quote] Nun, schön, ich freue mich für dich und drücke dir weiter die Daumen!!! Aber sei gewiss, du musst es höchstwahrscheinlich noch die nächsten [b]40[/b] Jahre „aushalten“! [quote]Es gibt sie also doch noch, die ehe aus Liebe:) [/quote] Sicher, davon bin ich überzeugt.:) Aber Ehe muss für mich nicht Heirat beinhalten. [b]Herbert Grönemeyer - Deine Liebe Klebt[/b] Liebe ist übertrieben/ da ist rein gar nichts mehr / nichts übriggeblieben / nur noch öder Kreisverkehr/ Du hast für alles Verständnis / der Kern des Menschen ist gut/ Mein Kern ist der allerbeste / es ist so sinnlos, auch die Wut / Deine Freundlichkeit macht mich fertig / meine Nerven geben auf / saugt mir die Kraft aus den Adern / setzt mit "ich weiß" noch einen drauf / Am Anfang hielt ich's für Wärme / faszinierende Menschlichkeit / Heute weiß ich, daß Du feige bist / nie zum Kampf bereit / Glitschst wie Glibber durch die Finger / stellst Dich keinem Streit / hast immer nur meine Meinung / Keine Gegenwehr weit und breit / Bist wie'n schlapper Sandsack / der mit jedem Schlag mitgeht / Ich spucke, beiße, trete / vergeblich, Du bist zu zäh / Deine Liebe klebt / Du gehst mir auf den Geist / Worte wie Watte / in Harmonie eingeschweißt / Du bist 'ne Tortur / so voller Gefühl / Zucker in meinem Tank / Du bist mir zuviel / Du kannst halt milden nur, und sonst gar nichts / Schlag die Kiefer aufeinander / Zacken säumen mein Gebiß / Ich weiß Du willst mein Bestes nur / doch das geb ich Dir diesmal nicht / Du hängst mir an den Fersen / bist mir ständig auf der Spur / wirst für mich zur Folter / mit Deiner sanften Tour / Brauchst Dich nicht mehr anzustrengen / ich hab Dich längst durchschaut / Du machst mit Deinen Samthandschuhen / mir nur noch eine Gänsehaut / Deine Liebe klebt.../ Hol Dich einfach nicht aus der Reserve / Reden zwecklos, Mund ist ausgefranst / Überziehst von Kopf bis Fuß / mich mit Schmeichelguß / doch ich hab mir geschworen/ dies ist der Weichheit letzter Schluß/ Deine Liebe klebt... |