| Heathcliff | Ist es möglich nach lebenslangen Extrem-Erfahrungen (schlechten) im zwischenmenschlichen Bereich noch eine "normale" Art von Kontakt zu anderen aufzubauen? Das frage ich mich. Eigentlich denke ich ja. Wenn man zu den tiefen Wurzeln seiner Probleme vorgedrungen ist und sie bewältigen kann. Dies geschieht bei mir momentan. Ich merke daß ich eine nie gehabte Offenheit bekomme für ganz neue Erfahrungen, gute wie ich hoffe. Das war natürlich mein Antrieb gewesen irgendwann an diesen Punkt zu kommen. Doch es ist so schwer so tief umzulernen. Ich kenne nur eine bestimmte Art von Welt. Für mich ist es so daß ich wie Caspar Hauser, total verwildert und vernachlässigt, immer völlig auf mich alleine gestellt, irgendwo in den Karparten aufgewachsen bin. Und dies im 17. Jhdt mit seinen Grausigkeiten, Grausamkeit und Derbheit. So war meine Familie. Es ist so als ob ich jetzt zum ersten Mal Westeuropa entdecke und erstaunt feststelle daß die Demokratie erfunden worden ist mittlerweile. (Wenn natürlich oft auch nur auf dem Papier) Das ist bisher alles spurlos an mir vorbeigegangen. Genauso wie jede Art von Sozialisation. Ich bin es gewohnt an eine einzige Person gefesselt zu sein die mich im finstersten Kerker gefangenhält und darin quält und mich von allen anderen Menschen fernhält, jeder Kontakt strengstens verboten. Jetzt realisiere ich daß es noch eine andere Welt gibt - doch es macht mir Angst was mich erwartet, wie ich mich darin bewegen soll. Ich kenne mich in einer "normalen" Welt überhaupt nicht aus habe ich das Gefühl. Wie gehen Menschen miteinander um, zivilisierte meine ich? Bin ich selber durch mein extremes Leben, welches geprägt war vom Kampf des Überlebens in einer total feindlichen Welt, zum Egoisten geworden? Auf jedenfall bin ich zu jemandem geworden der es überhaupt nicht kennt daß es auch angenehme zwischenmenschliche Dinge gibt. Das hört sich vielleicht alles sehr dramatisch an aber für mich ist es so. Mich würde es ziemlich interessieren was Ihr dazu sagt. Es grüßt Euch Heathcliff |
| TheTurningPoint | Hallo Heathcliff, nachdem ich deinen Text gelesen habe, glaube ich, daß du es schaffen kannst, Menschen zu finden, mit denen du dich verstehst und mit denen du so zusammen leben kannst, wie du es dir wünschst. Der Weg dahin wird bestimmt nicht einfach sein, aber ich glaube, daß du noch nicht "zum Staunen viel zu schwach" bist. Du solltest aber die "Demokratie" in Westeuropa nicht zu unkritisch betrachten und zu sehr idealisieren. Das könnte schnell zu neuen bitteren Enttäuschungen führen. Auch hier gibt es Grausigkeiten, Grausamkeit und Derbheit, allerdings verhüllt von einer schönen bunten Fassade. Auf die Schwachen, Unsicheren, Unerfahrenen wird hier im allgemeinen nicht viel Rücksicht genommen. Ich habe in meinem Leben schon mehrmals schlechte Erfahrungen mit Leuten gemacht, die anfangs super-freundlich zu mir waren. Andererseits habe ich die besten Freunde unter Leuten gefunden, denen ich anfangs eher skeptisch gegenüberstand (und sie mir). Ich glaube, du hast einen guten Schritt damit getan, hier im Forum angelangt zu sein. Hier findest du Menschen, die teilweise ähnliche schlechte Erfahrungen im Leben machen mußten und dich sicher einigermaßen verstehen werden. Sei herzlich willkommen hier! Ich hätte vor zwei Jahren noch nicht glauben mögen, daß ich ausgerechnet hier bei den "dunklen Wesen" Licht und Wärme finden würde. |
| Heathcliff | Hallo TheTurningPoint! Das mit der "Demokratie in Westeuropa" war eher als Metapher gedacht. Ich meinte damit daß selbst der Gedanke an Gleichberechtigung zwischen den Menschen für mich niemals existent war, geschweige denn daß die Wirklichkeit für mich so ausgesehen hat. Ich mußte mir meine Rechte hart erkämpfen. (so geht es natürlich vielen) Deshalb schrieb ich ja auch daß die Demokratie (und damit die Grundrechte) oft nur auf dem Papier existieren, und das ist ja bekanntlich sehr geduldig. Zu Deinem Hinweis auf Ungerechtigkeiten und Rücksichtslosigkeit den Schwächeren gegenüber: WEM sagst Du das?? Darüber könnte ich Bücher schreiben denn ich selber habe ja diese Erfahrungen machen müssen, das sind ja gerade die schlechten Erlebnisse die einen so negativ prägen. Natürlich weiß ich daß diese "demokratische", "soziale" Welt nur ein Schein ist größtenteils und die Wirklichkeit ganz anders aussieht, oft genau das Gegenteil davon ist wie sie sich darstellt. Bisher habe ich noch nie jemanden getroffen der meine eigenen kritischen Betrachtungen übertroffen hätte... so "düster" sehe ich immer alles, in den Augen der anderen. Für die meisten Leute ist man zu kritisch, zu düster, vielleicht aber auch einfach zu intelligent und zu sehr an der Wahrheit interessiert um mit seinen Gefühlen und Gedanken akzeptiert zu werden. Für mich ist es auch so daß gerade wenn man sich mit den "dunklen" Seiten des Lebens beschäftigt man auch erst richtiges Licht entdecken kann. Genau so wie man Wärme in sich findet gerade dann wenn man die eisige Kälte seiner Umgebung fühlt und sie benennen kann. Die Leute halten einen für depressiv oder zu "tiefschürfend", aber mir tut es sehr gut so zu leben. Auch wenn ich mir damit natürlich nicht gerade den leichtesten Weg im Leben ausgesucht habe. Alleine schon deswegen weil man sich natürlich sehr unbeliebt macht, zu "unbequem" ist weil man Dinge hervorzerrt an's Licht die andere lieber unter dem Teppich lassen würden. Aber von nichts kommt nichts. Man muß schon einiges tun und riskieren wenn man ein eigenes Leben mit einem unabhängigen Standpunkt haben will. Mir sind jedenfalls nicht gerade viele Möglichkeiten in den Schoß gelegt worden um dies zu erreichen. Eigentlich gar keine. Ich mußte fast schon die Quadratur des Kreises erfinden so schwer war es mich selber zu finden kann ich fast schon sagen. |
| Duvessa | Hi, du hörst dich für mich an als wärst du auf dem Weg der "Besserung", was deine Psyche angeht. Nein, Besserung kann man es nicht nennen. Deine Umgebung, die Umstände in deinem leben scheinen sich geändert zu haben ?! Du scheinst zumindest mal im räumlichen Sinne "frei". Ich will dich nicht entmutigen...jeder Schritt mit dieser Welt, den Menschen darin besser klarzukommen, sie zu verstehen, ist wahrscheinlich ein Schritt nach vorn. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen das du leben kannst wie ein Mensch der nicht "vorbelastet" ist. Du hast auf eine bestimmte Art gelernt mit der Welt und den menschen um dich rum umzugehen. Ich weiß nicht wie das im Detail aussehen mag, wird aber schon ziemlich anders sein als das was "zivilisierte" Menschen als Sozialleben auffassen. Ich denke mal diese Art von Umgang, vielleicht Selbstschutz, Angst, Unverständnis die du in deiner Kindheit (?) erfahren hast, die bleiben immer in deiner Seele. Ich sage bewusst nicht Psyche, Psyche ist doch inzwischen was relativ fassbares geworden, du kannst lernen, mit Hilfe von Psychologen, gute Erfahrungen sammeln...Aber deine Seele bleibt verletzt und deine Vergangenheit wird immer wieder an die Oberfläche deines Seins kommen. D. |
| Heathcliff | Hallo Duvessa! Nein, meine Umgebung und Umstände haben sich überhaupt nicht geändert. ICH ändere mich. Es mag ja sein daß es für viele so ist daß sie ihre tiefsten Verletzungen (die kommen aus der Kindheit meistens) nie "überwinden" können, daß diese immer wieder an die Oberfläche kommen. Aber meine Änderung liegt eben auch darin gegen meine Vergangenheit nicht mehr anzuleben, zu versuchen sie im Nachhinein zu verändern/verschönern. Was völlig zwecklos ist. Im Laufe vieler Jahre und notwendiger Erfahrungen bin ich dahin gekommen MIT ihr leben zu können, sozusagen in das "Zentrum des Schmerzes" vorgestoßen um es mal so auszudrücken. Und ich erlebe eine Wandlung, langsam geschieht es natürlich, und vielleicht auch "leise" erst, aber es ist für mich absehbar daß Verletzungen heilen können, auch sehr tiefe. Das ist meine Überzeugung. Andererseits: Klar bin ich geprägt durch meine Erlebnisse. Aber ich denke daß man einen Platz im Leben finden kann wo es einem gut geht damit wie man ist/geworden ist, wo man hingehört. Daß jeder diesen Platz finden kann wenn er es will. Wo diese ewige Dissonanz zwischen einem selber und dem Rest der Welt aufhört. Wo man sich endlich nach seinen eigenen Erwartungen und Wertvorstellungen sein Leben einrichten kann so daß es für einen aufregend und positiv ist. Auf der einen Seite die Menschen die Glück im Leben hatten, mit ihrer Familie und Umgebung, und die führen ein schönes und unbelastetes Leben, und auf der anderen Seite die "weniger Glücklichen", die ewigen Unglücksvogel, die ihr Leben lang ihren Schmerz mit sich rumschleppen? Nein, das kann nicht sein! Dann könnten sich viele ja direkt die Kugel geben um es mal krass zu sagen. Was sollte dann der Sinn ihres Lebens sein? Ewiges Leiden? Oder "Minimierung" ihres Leidens mithilfe von Psychologen die einen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu anleiten sich selber zu verleugnen? (schlechte Erfahrungen mit Psychologen habe ich übrigens auch gemacht) "Tsja, du hast leider Pech gehabt im Leben, dumm gelaufen für dich...."??? Ich kann es nicht glauben daß das Leben so endgültig zynisch sein soll! Das empfinde ich als Spott und Grausamkeit die einem noch aus der Kindheit nachhallen. Ich wehre mich dagegen. Ich glaube eben an das Gute, an die Macht des Guten, und vielleicht sogar an Gerechtigkeit... wenn man wohl auch lange danach suchen muß und der Weg sehr weit ist... |
| Thoth Horaton | Greetings , Earthlings Ich bin der Überzeugung , daß nicht nur du dich änderst...bist du wirklich der Ansicht , daß deine Umgebung und die Umstände sich NICHT ändern , sondern nur du ? Ich finde , dies ist ein falscher und gefährlicher Irrglaube ; es mag ja sein , daß du es so empfindest , aber es könnte doch durchaus sein , daß du die stattfindenden Veränderungen einfach nicht wahrnimmst ( vielleicht kannst du dies nicht , vielleicht willst du es auch teilweise nicht ? ) Auf der einen Seite die Menschen die Glück im Leben hatten, mit ihrer Familie und Umgebung, und die führen ein schönes und unbelastetes Leben, und auf der anderen Seite die "weniger Glücklichen", die ewigen Unglücksvogel, die ihr Leben lang ihren Schmerz mit sich rumschleppen? Hm . Jeder hat doch mal Glück im Leben , ebenso Pech und Leid und Elend... es hängt von uns ab , die wir solche Sachen erleben , wie wir sie werten...es gibt nicht nur diese beiden Extreme , das Leben pendelt zwischen ihnen hin und her...und ja , das Leben ist eines der zynischsten , die ich kenne... Auf jeden Fall wünsche ich dir auf deinem Weg viel Erfolg...er wird alles andere als leicht zu begehen sein , und vielleicht wirst du scheitern ; doch die Entscheidung darüber obliegt einzig und allein dir . Ein "normales Leben" wirst du jedoch niemals führen können... ...und solltest du auch nicht |
| Amiziras | mal ehrlich. warum willst du denn ein normales leben führen ? willst du einer dieser scheinheiligen werden? einer von denen, die nicht nachdenken, sondern nur über ihr image bei anderen grübeln? geh einfach in dich und bekämpfe deine schlechten erfahrungen deiner kindheit es gibt so viele menschen, die ähnliche probleme haben wie du. ich hatte auch keine einfache kindheit! ich glaube aber nicht, dass sie so schlimm war wie bei dir, so wie du das schilderst.. ich hatte als kleines kind eine schlimme erfahrung gemacht, auf die ich jetzt aber nich weiter eingehen möchte.. auf jeden fall haben sich danach viele meiner familie von mir zurückgezogen. meine mutter war zwar immer da, hat mir aber nie seelischen beistand gegeben.. nur den oberflächlichen .. wenn es um finanzen oder recht ging.. ich hatte nie jemanden, bei dem ich mich sicher gefühlt hab ich habe auch schwere probleme mich mit jemandem verbunden zu fühlen. also WIRKLICH verbunden zu fühlen. ich habe wegen dem erlebnis sogar angst mich seelisch zu binden, da ich denke, dass sowas noch einmal passieren könnte und das würde ich nicht verkraften.. es würde im selbstmord enden .. selbstmord ist wie verlieren und ich hasse verlieren! |
| LaChatte | @ heathcliff Du machst auf mich, so nach dem Text, einen absolut gesunden, gar nicht "ausserirdischen" Eindruck.. Ich denke, du bist sehr gut auf deinem Weg, alles Gute und mach weiter so! Ich kann mich auch deinen Überlegungen voll anschliessen. |
| Haevion | Hm, ich kann das leider nicht objektiv beurteilen, aber ich denke es hängt davon ab, wie gravierend der Einschnitt war... Der Mensch ist ein emotionales Wesen, und je tiefer der Schnitt, je länger dauert die Regeneration. Das alleine zu schaffen ist für viele sehr schwer - jedoch, ob mit oder ohne Hilfe, nie unmöglich, wie ich finde. |
| Heathcliff | Hallo Ihr alle! Ich danke Euch sehr für Eure Antworten! Haevion - schön daß Du das Wort "Regeneration" in diesem Zusammenhang gebrauchst. Das hört sich optimistisch an! Und LaChatte - danke! Das sind Worte die runter gehen wie Öl! Ehrlichgesagt komme ich mir eigentlich oft auch als ziemlich "gesund" vor - gesünder als manche andere die ihr geradliniges Leben haben. Und Dir - Toth Horaton - stimme ich zu. Klar, was heißt schon "normales" Leben. Es hört sich vielleicht auch etwas schwarz-weiß von mir an wenn ich diese Unterteilung mache in die Glücklichen und die Unglücklichen. Es stimmt natürlich daß jeder mal Gutes und Schlechtes erlebt. Das meine ich nicht. Ich habe einfach mal diese krasse Unterteilung gemacht weil ich glaube daß man tief im Inneren schon seinen "Kurs" im Leben hat der entweder eher positiv oder aber negativ für einen verläuft. Inwieweit das ausgeprägt ist und wie das letztlich aussieht, das ist natürlich bei jedem Einzelnen ganz unterschiedlich. Wahrscheinlich habe ich einfach diesen Blick weil ich mich in der Tiefe mit den negativen Einflüssen in meinem Leben auseinandergesetzt habe. Ich habe sie sozusagen "auf's Korn" genommen. Und da sieht man dann natürlich sich selber im Unterschied zu anderen die es einfach leichter haben - ohne daß ich dabei aber in Selbstmitleid verfallen wäre will ich nur noch dazu sagen! Ich weiß auf jeden Fall daß ich keine andere Wahl hatte als mich so intensiv damit zu beschäftigen, denn ich steckte total in einer Sackgasse fest, "no-future-Gefühl" pur hatte ich. Damit wollte ich mich aber nicht endgültig abfinden, deswegen suchte ich mühsam nach einem Ausweg. Und den finde ich in der letzten Zeit immer mehr - endlich nach langer Zeit. Du hast auch Recht damit wenn Du sagst daß meine Umgebung sich auch ändern muß. Das stimmt, die Person mit der ich sehr eng zusammen war hat sich auch total geändert. Zwangsweise, weil ich aus dem Schema ausgebrochen bin, aus der Rolle in der ich feststeckte. Mein Leben war total starr, um mich drum herum bewegte sich gar nichts mehr. Das war ja gerade das was ich nicht mehr ausgehalten habe. Ich erlebte nur Druck und Unterdrückung. Aber diese Änderung ist auf jeden Fall von mir alleine ausgegangen, alle Personen um mich drum herum hatten ihren Trott aus dem sie partout nicht rauswollten, es war ein so schwerer Kampf für mich gewesen dagegen anzukommen..... Jedoch ich siegte. Und von der Änderung dieser einen Person habe ich seismographisch alles mitbekommen und registriert. Ich bin jemand der seine Umgebung sehr genau beobachtet und darauf reagiert. Und ein "normales" Leben führen - in diesem Sinne will ich es natürlich nicht! Wenn man normal jetzt mal als Synonym für Mittelmäßigkeit nimmt. Wenn man so viel durchgemacht und sich erkämpft hat dann hat man natürlich auch gewisse Erwartungen was die Interessantheit des eigenen Lebens anbetrifft..... Mit - "normal - kann ich es?" meinte ich eher ob ich positive Beziehungen zu anderen aufbauen kann die befriedigend sind. Weil ich das aus der Vergangenheit nicht kenne. Es war eine ängstliche Frage die ich mir gestellt habe. Ich merke aber glaube ich mittlerweile daß es geht. Ein Glück bin ich jemand der gut lernen kann.... Ich habe auf jeden Fall ein sehr gutes Gefühl was das betrifft. Und - Amiziras: Ich danke Dir daß Du etwas von Dir selber erzählt hast. Ich würde Dir gerne etwas Ermutigendes sagen. Das Gefühl kenne ich nur zu gut daß man Angst hat etwas noch mal zu erleben was man dann nicht zu überleben glaubt. Du scheinst schon mal einen schweren Verlust erlitten zu haben. Es kann ein schreckliches Lebensgefühl sein wenn man ständig immer wieder alles zu verlieren droht. Es treibt einen dazu entweder ganz alleine zu bleiben oder aber sich irgendwo/an jemanden dranzuklammern. In gewissem Sinne ist für mich in der letzten Zeit die Welt zusammengebrochen - ich hatte alles verloren was ich gehabt und woran ich gehangen habe. Dies war wirklich Horror. Aber mittlerweile bin ich schon ziemlich da drüber gekommen, auch weil ich merke daß diese Verlustängste zum großen Teil auch nicht begründet waren. Bzw. daß dafür etwas Neues dazukommt was viel toller ist als das was man vorher hatte. Das sieht man aber erst hinterher mit der Zeit, und das gibt einem natürlich auch Sicherheit. Die ich auch nie hatte. Und damit kann man anfangen sich zu entspannen.... Es grüßt Euch herzlich Heathcliff |
| Amiziras | Heathcliff: danke für diese antwort ! das mit dem zusammenbruch der welt kenne ich. leider. es ist unbeschreiblich.. das gefühl, alles was einem etwas bedeutet hat, alles was einen wert für jemanden hat zu verlieren. ich möchte von mir selbst behaupten, dass ich werte einschätzen kann und weiß, wann mir etwas wichtig ist und wann ich etwas nur "schön" finde. sowas braucht zeit und energie.. für mich ist es auch sowas wie eine große niederlage, etwas zu verlieren, was man so lange aufgebaut und zu schätzen gelernt hat. manchmal denke ich, ich lebe ein ziemlich normales leben. oberflächlich tu ich das auch. doch ich glaube ich bin ein mensch, den nur sehr sehr wenige kennen.. ich verrate niemandem meinen ganzen lebensinhalt, den ich nur n paar monate kenne. ich denke nicht, dass ich denjenigen dann so gut einschätzen kann, als ob er es "verdient" hat so viel vertrauen von mir zu bekommen. ich möchte jedem einen ersten eindruck von mir vermitteln.. um zu sehen ob es überhaupt sinn macht eine vertrauensbasis aufzubauen! für mich ist es wichtiger, im leben viel ausgeglichenheit und liebe zu erhalten. in dem sinne keep the silence ! Amiziras |
| Heathcliff | Amiziras! Einen ersten Eindruck von Dir kannst Du hier ganz gut vermitteln. Wenn man jemand ist dem andere Menschen sehr viel bedeuten können und man auf Leute trifft für die das nicht unbedingt so ist dann kann man ganz schön die "Arschkarte" gezogen haben um es mal so unverblümt auszudrücken. Man selber hat sich nun mal eben an jemanden gebunden, und wenn das Herz mit im Spiel ist dann kann man das auch nicht einfach so "abstellen", sich ein "neues Herz wachsen lassen". Dann sind erst mal Trümmer angesagt in denen man sich wiederfindet...alles nur Ruinen auf einmal was vor nicht allzu langer Zeit für einen vielleicht noch blühende Landschaften gewesen sind die man mit viel Mühe, Zeit und Gewissenhaftigkeit aufgebaut hat. Da ist das Leben so tief ungerecht, man kann es nicht fassen, die andere Person zieht vielleicht einfach locker von dannen... und man selber ist total hilflos und steht letztlich noch als Versager da weil man mit der Situation gar nicht zurecht kommt und es einen vielleicht sogar total aus der Bahn geworfen hat... Ich weiß nicht genau ob Du so etwas meinst. Das erlebte ich jedenfalls. Weißst du, hier diesen Thread gemacht zu haben und Eure Antworten bekommen zu haben hat mich auf die Idee gebracht einen Freundeskreis aufzumachen. Ich dachte ich nutze direkt mal die Gunst dieser Stunde und mache es direkt mal. ([url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=17992[/url]) Vielleicht sieht man sich dort ja mal. Ich glaube es kann ziemlichen Spaß machen so von sich zu schreiben, sich mitzuteilen und von anderen zu erfahren! Viele Grüße Heathcliff |
| Amiziras | in gewisser hinsicht meine ich genau das! man bräuchte nun noch eine genauere definition von "liebe".. ich kann liebe zum anderen geschlecht aufbauen.. eine beziehung beginnen.. etc. ihr wisst was ich meine. aber ich kann auch liebe zu einem normalen freund aufbauen. eine andere liebe. eine liebe, die nicht das vertrauen zu meiner beziehung (die liebesbeziehung) beschreibt, sondern das vertrauen und das glücklichsein einen freund zu haben. einen freund, mit dem man nicht schläft oder so ich denke ihr wisst wie ich das grob definieren wollte. als ich mich in meinen trümmern befunden hab, ging es nicht um die liebe zu einer beziehung.. also es war nicht so , dass eventuell meine große liebe mich verlassen hat. --> und das kann jetzt jeder anders sehen... meine situation war DENKE ICH schlimmer.. aber das denke ich glaube ich nur, weil ich in der situation war und es das schlimmste war was MIR persönlich passieren könnte.. keep the silence Amiziras |
| Heathcliff | Ich weiß nicht ob ich vielleicht etwas komplett falsch verstanden habe aber etwas wollte ich noch sagen. Ich wollte hier bestimmt niemandem auf die Füße treten weil sein Leben vielleicht zu "normal" ist. Und ich halte mich ganz bestimmt nicht für einzigartig darin ein schweres Leben zu haben, oder daß es etwas ist womit man vielleicht sogar angeben kann. Ganz im Gegenteil. Es ist eher so daß ich damit einfach akzeptiert sein will wie jeder andere auch damit wie er ist und sein Leben aussieht. Bisher hatte ich das Gefühl für mich selber einfach nicht. Hier im Forum etwas zu schreiben wonach einem gerade der Sinn steht sehe ich auch als Möglichkeit etwas auszuprobieren. Ich glaube eine "Lektion" habe ich auch schon gelernt..... ...ungewollt falle ich wohl mal wieder total aus dem Rahmen.... ..etwas lebt in mir das einfach nicht kleinzukriegen ist... Wie ich es schließlich von mir sagte, ich weiß es eben nicht wie man sich normal verhält.. ich suche anscheinend nach einer Beachtung für die es einfach zu spät ist, denn es ist wohl total unangemessen sich so zu verhalten wie ich es tue...sich hinzustellen und etwas von sich preiszugeben - sei es auch nur anonym - obwohl man nur Fremde um sich hat....und gar nicht weiß mit wem man es zu tun hat bzw. ob es überhaupt irgendjemanden interessiert was man da sagt... Es kann sehr schwer sein auf den "aktuellen Stand" seines Leben zu kommen, wenn in der Tiefe von einem immer noch Wünsche leben die sich einfach niemals erfüllt haben, und mit denen man sich dann nur lächerlich machen kann obwohl das wirklich das Letzte ist was man erleben will..... und - ja, es kann sehr weh tun... ..wenn man's vielleicht einfach nicht besser weiß... |
| Der_Philosoph | [quote]Ich wollte hier bestimmt niemandem auf die Füße treten weil sein Leben vielleicht zu "normal" ist. Und ich halte mich ganz bestimmt nicht für einzigartig darin ein schweres Leben zu haben, oder daß es etwas ist womit man vielleicht sogar angeben kann. Ganz im Gegenteil. Es ist eher so daß ich damit einfach akzeptiert sein will wie jeder andere auch damit wie er ist und sein Leben aussieht. Bisher hatte ich das Gefühl für mich selber einfach nicht.[/quote] Ich würde sagen, du trittst ja damit keinem auf die Füsse, du beschreibst doch nur dein Leben, wie es ist! Und wie du dazu denkst, das sei dir wohl erlaubt. Und ich denke, ja bei mir ist es auch so, ich will eigentlich einfach akzeptiert sein und glücklich sein dürften, egal was war, noch ist oder auch immer sein wird! Und dies ist in diesem Forum einfach ein wenig zu erreichen, in dem man sich einfach das Eine oder Andere von der Seele schreibt.:) Find ich auch sehr gut so… [quote]Hier im Forum etwas zu schreiben wonach einem gerade der Sinn steht sehe ich auch als Möglichkeit etwas auszuprobieren. Ich glaube eine "Lektion" habe ich auch schon gelernt.....[/quote] Nun, dann sei zufrieden, du siehst, es ist eine gute Möglichkeit zu erfahren und zu lernen, auch wenn es nicht so real „scheint“ (oder vielleicht auch nicht real ist? Was ich für Quatsch halte, da wir alle reale Menschen mit einer realen Vergangenheit sind, nur halt anonym.), es birgt einige gewisse Vorteile in sich, hier so frei im Forum posten zu können!:) [quote]...ungewollt falle ich wohl mal wieder total aus dem Rahmen....[/quote] Nun ich denke, diese Angst solltest du nicht haben, denn eigentlich ist sie unbegründet! Hm, wenn ich überlege, ich schreibe eigentlich über genau das, was mir auch so oft durch den Kopf geht, „ja, ist das überhaupt angebracht, dass ich mich so ausheule, ich meine die anderen können ja auch nichts dazu, ich bin ja nur viel zu wehleidig, ich könnte es ja ändern!“ Und so was…Aber ich denke, im Grunde ist das Quatsch, wozu haben wir doch eine so tolerante Gesellschaft, kann man denn nicht mal den anderen akzeptieren, wie er ist und was er sagt? Ich denke, das muss möglich sein! [quote]..etwas lebt in mir das einfach nicht kleinzukriegen ist... Wie ich es schließlich von mir sagte, ich weiß es eben nicht wie man sich normal verhält..[/quote] Ja, lebe! Und so viele, auch ich, wissen nicht, wie man sich „normal“ verhält, aber ist es unbedingt so wichtig oder nötig, sich „normal“ zu verhalten? Ich denke nicht. Natürlich kann man nicht das eine ausschließen, das heißt man kann beides akzeptieren und es kann durchaus gut so sein, wenn man normal ist! Aber anders sein ist eben auch gut! [quote]ich suche anscheinend nach einer Beachtung für die es einfach zu spät ist, denn es ist wohl total unangemessen sich so zu verhalten wie ich es tue...sich hinzustellen und etwas von sich preiszugeben - sei es auch nur anonym - obwohl man nur Fremde um sich hat....und gar nicht weiß mit wem man es zu tun hat bzw. ob es überhaupt irgendjemanden interessiert was man da sagt...[/quote] Nun, ich denke, klar, das kenne ich, man bzw. du fragst dich aber sicher, ja ist das so okay, und ich auch, aber guck doch mal, eigentlich sucht doch jeder Beachtung, andere Menschen, er will jemanden um sich haben, leben, lieben! Das ist doch normal und in Ordnung. Das Hinterfragen nützt nach einer Weile glaube ich nicht mehr viel, es schadet eher…Und das preisgeben ist nur eine Frage des Charakters und der Werte, wenn man es mag und sich dazu entschließt ehrlich zu sein, etwas preiszugeben, eine Schwäche, um vielleicht Hilfe zu bekommen, dann ist das verständlich, ein Hilferuf der Seele, der erhöht werden muss! Ich meine, Fremde sind wir alle, einander fremd, am Ende alle einsam und doch gemeinsam! Wir können gemeinsam gutes schaffen oder alleine, verzweifelt und in Selbsthass und Egoismus diese Welt zerstören! Wie werden wir wählen? Wir sollten endlich einmal neue, richtige Entscheidungen treffen, der Liebe wegen und der Angst entgegen! Und ich sage dir, es interessiert die Menschen, es berührt sie auch! Nur hat halt jeder einfach sein eigenes Leben und damit meist genug zu tun und zu leiden, so dass es oft so scheint, dass die Menschen sehr Gefühlslos und ihnen alles gleichgültig ist. Aber dem ist nicht (immer) so! Sie können auch anders, und wenn du etwas von dir preisgibst, dich öffnest, zeugt dies von Reife und Vertrauen und so werden sich auch andere dir öffnen! Dadurch wird es euch dann möglich sein, gemeinsam am Strang des Lebens weiter zu knüpfen und eine positive Zukunft zu erschaffen!:) [quote]Es kann sehr schwer sein auf den "aktuellen Stand" seines Leben zu kommen, wenn in der Tiefe von einem immer noch Wünsche leben die sich einfach niemals erfüllt haben, und mit denen man sich dann nur lächerlich machen kann obwohl das wirklich das Letzte ist was man erleben will.....und - ja, es kann sehr weh tun...[/quote] Nun, versuche dir deine Wünsche zu erfüllen und dir den kleinen, leuchtenden Funken in dir zu bewahren und Kraft daraus zu schöpfen! Und nun, du machst dich nicht lächerlich! Das ist nur der Zweifel, aber wenn du wirklich deine Träume lebst, an ihnen festhälst, egal was diese ganzen feigen und lächerlichen Kritiker, Zweifler auch anzumerken haben, ja dann, dann wirst du wahrlich glücklich!:) Und kleiner Tipp noch: Wenn es noch so wehtut, versuche doch zu lieben, und auch die, die deine Feinde sind, denn sei dir bewusst, auch sie leiden und haben den Weg noch nicht verstanden und nur aus diesem Grund verletzen sie dich, nicht aus böser Absicht, dies scheint nur so, in Wahrheit soll dies dir zur Erfahrung und Reife dienen! [quote]..wenn man's vielleicht einfach nicht besser weiß...[/quote] Ich weis, dass ich nichts weis. :) Sei einfach du selbst. |
| Amiziras | hilfe hilfe :D ... nein ich hab das so nicht gemeint. du hast gar nichts falsch gemacht und auch nicht zu viel von dir preis gegeben oder so. keine angst :) ich glaube mein posting war etwas.. verwirrend.. weil ich ja auch nur rein hypothetisch gedacht habe. ich weiß ja nicht, was genau in dir vorgeht und habe es einfach mal versucht etwas zu deuten. zumindest in eine richtung :) tut mir leid, wenn da ein paar missverständnisse aufgekommen sind :) |
| Heathcliff | Der Philosoph, Wohnort: in mir selbst! Gut gewählt! Da hat mich eben wirklich der totale Zweifel überkommen, der Boden sich mir aufgetan. Es ist total nett von Dir so eingiebig etwas dazu zu sagen. Ich sehe es auch als gute Möglichkeit dieses Forum hier, man hat hier eine bestimmte Art von Freiheit. Und ob es für einen "real" ist, das liegt ja bei jedem selber...um so ehrlicher man selber ist und daran teilnimmt um so realer ist es auch für einen. Nur eben mit einer gewissen Deckung....einer Sicherheit. Und von wegen ob Du nicht zu wehleidig bist wenn Du Dich so ausheulst, Du könntest es ja ändern... Es kommt aber darauf an was es ist und wie tief es bei einem selber geht, manchmal kann man selbst die banalsten Dinge nicht ändern...auch wenn man es gerne würde. Es ist eben nicht alles immer machbar, auch wenn viele das so darstellen. Unter manchen leidet man eben einfach, umso mehr wenn man sich dazu nicht äußern kann, die betreffende Person/Personen vielleicht auch einfach die Ohren verschließt und einfach nicht hinsehen will... So einen Raum wo man sich äußern kann muß man erst mal finden, sich erschaffen. Manchmal denkt man man hätte ihn, aber auf einmal stellt man entsetzt fest - tiefer hinfühlend - daß einen in Wirklichkeit Gleichgültigkeit umgibt. Das kann wirklich passieren. Wie schön Du das schreibst - "..ein Hilferuf der Seele der erhört werden muß". Mit Begeisterung beschreibst Du eine gute Welt wo Menschen zusammen finden können.... "..neue Entscheidungen treffen der Liebe wegen und der Angst entgegen..." Das hört sich wirklich sehr gut an! Ich bin ein Mensch der immer andere geliebt hat und genau diese positive Sichtweise hat die Du beschreibst. Doch leider bin ich gescheitert. Was heißt "leider", eigentlich bin ich im Nachhinein froh dies alles durchgemacht zu haben. Denn ich weiß jetzt einfach daß es wirklich Menschen gibt die gefühllos und gleichgültig sind, daß man neben ihnen verrecken könnte und sie beachten es noch nicht mal, höchstens aus "gutem Ton"... um es mal sehr krass zu sagen. Sind aber genau meine Gedanken. Ich bin sehr froh es jetzt zu wissen denn dieses Wissen schützt mich in Zukunft davor daß mir das noch einmal passiert. Es hat Jahre gedauert bis ich zu diesem radikalen Ergebnis kam. Ich kann mir Menschen jetzt glaube ich besser aussuchen, ob sie mir gut tun. Es stimmt vielleicht daß wir alle irgendwie leiden. Mit Sicherheit ist es sogar so. Aber es gibt eben so viele die ihre Leiden auf andere, Schwächere, abwälzen, auf Leute wie mich, die anderen so tief zuhören und ihnen wünschen daß es ihnen besser geht, sie glücklicher sind, und dafür auch sehr viel tun würden. Wenn dies jedoch einseitig ist dann kann man wirklich einpacken!!! Dann wird man zum seelischen Wrack, und genau das passierte mir! Ohne daß mir das alles bewußt war was da eigentlich abläuft. Ich hatte überhaupt keinen Überblick. Zu viel Verständnis und Entschuldigungen für die anderen - damit habe ich mir selber geschadet. Ich will dies was ich anderen entgegen bringen kann jetzt einfach Leuten entgegen bringen die es nicht als unerwähnenswerte Selbstverständlichkeit, Ersatzteillager oder sonst was sehen. Die Mühe die Du Dir z.B. jetzt gemacht hast um mir zu antworten, das ist für mich etwas ziemlich Besonderes. Danke für Deine Aufmunterung! Gute philosophische Zitate übrigens.... vielleicht guckst Du ja auch mal bei dem erwähnten Freundeskreis vorbei. Amiziras ist auch schon mit dabei. Zu Dir: Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen!!!! Bei mir kamen plötzlich Zweifel auf, wahrscheinlich die typischen Ängste, daß Du es so gemeint haben könntest. Genau dies ist mir eben schon so oft als Feedback gegeben worden.... zu offen, zu ehrlich. Obwohl ich mir die Gelegenheiten dazu ganz bestimmt nicht wahl- und willenlos ausgesucht habe - ich kam mir dann oft als mega auffallend vor und die anderen sind verschlossen, sie sehen mich, ich aber nicht sie weil sie sich nicht zeigen oder sogar verstecken.... um mal die Alptraum-Situation kurz zu umreißen. Aber das ist hier ja nicht so... Eigentlich wäre es doch wirklich normal wenn man sich so zeigt wie man ist, wenn man in irgendeiner Weise Kontakt aufnehmen will, oder überhaupt!! Und daß andere dann darauf reagieren, etwas sagen z.B. So wie es hier ja geschieht. Die einfachste Sache eigentlich - trotzdem aber etwas Besonderes! |
| amylee | ich denke, jeder der sich mit seinen problemen auseinander setzt, kann es schaffen irgendwann wieder ein "normales" leben zu führen mit freunden, sowie guten und schlechten tagen ich wünsch dir dabei auf jedenfall glück ich habs geschafft ich bin das beste beispiel wohl dafür carpe noctem amy lee |
| Der_Philosoph | Zuerst einmal: Ich hoffe dieses massive Zitieren sei mir erlaubt und stört das Schriftbild nicht! Ich mache das normal auch nicht, aber jetzt muss das irgendwie sein.;) [quote]Der Philosoph, Wohnort: in mir selbst! Gut gewählt![/quote] Dankeschön, ich wünschte nur, ich würde da wirklich mal hinkommen.*gg* Ist noch ein weiter Weg hin… [quote]Da hat mich eben wirklich der totale Zweifel überkommen, der Boden sich mir aufgetan. Es ist total nett von Dir so eingiebig etwas dazu zu sagen. Ich sehe es auch als gute Möglichkeit dieses Forum hier, man hat hier eine bestimmte Art von Freiheit. Und ob es für einen "real" ist, das liegt ja bei jedem selber...um so ehrlicher man selber ist und daran teilnimmt um so realer ist es auch für einen. Nur eben mit einer gewissen Deckung....einer Sicherheit. [/quote] Also du siehst, deine Zweifel sind unbegründet!:) Und klar, Freiheit ist es und in gewisser Weise tröstend, da es eine Deckung gibt, wie du sagst. Und auch einfach aus dem Grund, dass du hier nicht zu irgendetwas gezwungen bist und dich eben auf die Postings bzw. die Menschen dahinter konzentrieren kannst und nicht Angst vor übermäßigen Konflikten oder anderen Problemen haben musst. Du kannst auch einfach ausschalten. Ich wäre froh, wenn wir in der Realität auch manche Leute abschalten könnten.;D [quote]Und von wegen ob Du nicht zu wehleidig bist wenn Du Dich so ausheulst, Du könntest es ja ändern... Es kommt aber darauf an was es ist und wie tief es bei einem selber geht, manchmal kann man selbst die banalsten Dinge nicht ändern...auch wenn man es gerne würde. Es ist eben nicht alles immer machbar, auch wenn viele das so darstellen. [/quote] Also sorry, ich habs jetzt entweder nicht verstanden, oder sonst frage ich jetzt einfach: also soll man das wehleidig sein ändern? Hab ich da was gesagt?:D Also klar, es ist oft so, dass man sich so hilflos fühlt und sich zu nichts im Stande fühlt, es ist sehr schwer, sich davon wieder weg zu reißen, oft braucht man anderen Menschen dazu oder am Besten die Natur, finde ich. Die Natur und die Zeit heilen viele Wunden. Es ist im Grunde alles möglich und machbar, nur vielleicht „unverhältnismäßig“ schwer. Dies aber nur, weil wir keine Herausforderungen gewöhnt sind.:( Ich meine, wenn wir in unserer Gesellschaft auf einer ganz anderen Anspruchsstufe anfangen würden, wie zum Beispiele strenge Eltern, gut, da kann bei Erziehungsfehlern mitunter was daneben gehen, aber am Ende sieht man, die Kinder sind fleißiger, zuverlässiger, selbst vertrauender und tüchtiger. Sie lieben umso mehr, denn sie wissen um die Wichtigkeit des Ausgleichs! Es muss die milde Härte sein, der sanfte Druck, der uns vorantreibt! Da dieser aber heute eigentlich gesellschaftlich nicht mehr vorhanden ist, lernen wir oft nur durch Leidensdruck. [quote]Unter manchen leidet man eben einfach, umso mehr wenn man sich dazu nicht äußern kann, die betreffende Person/Personen vielleicht auch einfach die Ohren verschließt und einfach nicht hinsehen will... [/quote] Nun, das ist auch ein Problem, dass ich nicht unbedingt zu lösen vermag. Auch ich habe zum Teil starke Probleme mit einzelnen Personen, zwar dies nur temporär, aber gerade dann ist es ja wichtig, das Problem nun endlich auszumerzen! Also nichts gegen die Menschen, sie müssen nur halt ihre Einstellung ändern und auch an sich arbeiten, wie ich es mühsam tue. Ich weis nicht, ob es sich lohnt, ob ich überhaupt vorwärts komme oder nicht vielleicht zurückfalle, ich habe nur die wage Hoffnung und vertraue auf Gottes Wege… [quote]So einen Raum wo man sich äußern kann muß man erst mal finden, sich erschaffen. Manchmal denkt man man hätte ihn, aber auf einmal stellt man entsetzt fest - tiefer hinfühlend - daß einen in Wirklichkeit Gleichgültigkeit umgibt. Das kann wirklich passieren. [/quote] Nun, du hast ihn hiermit erschaffen.:) Schaffe dies, was dir fehlt, so wirst du es erreicht haben. Nun, in Wirklichkeit umgibt einen Gleichgültigkeit? Das würde ich nicht sagen, in Wirklichkeit umgibt einen Liebe, die den Fehlern gleichgültig gegenübersteht, weil sie weis, das die Schwäche ein Zeichen von Entwicklung hin zu ihr selbst ist. Und klar, wie ich sagte, wir werden zur eingeschränkten Egogesellschaft, aber sei gewiss, es ist nicht immer und überall so!:) Und der idealistische Glaube daran, dass es besser geht und auch besser wird, der verleiht mir Kraft.:) [quote]Wie schön Du das schreibst - "..ein Hilferuf der Seele der erhört werden muß". Mit Begeisterung beschreibst Du eine gute Welt wo Menschen zusammen finden können.... "..neue Entscheidungen treffen der Liebe wegen und der Angst entgegen..." Das hört sich wirklich sehr gut an! [/quote] Nun, ich beschreibe nur meine Idee, meinen Gedanken. Wie beurteilst du ihn? Sehr gut, das freut mich, doch wagst du ihn mit mir in die Tat umzusetzen? Es wird schwierig, aber es ist schaffbar, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten! *sich an alle in diesem Forum wendet*…Mit Begeisterung…*sich drüber freut* [quote]Ich bin ein Mensch der immer andere geliebt hat und genau diese positive Sichtweise hat die Du beschreibst. Doch leider bin ich gescheitert. Was heißt "leider", eigentlich bin ich im Nachhinein froh dies alles durchgemacht zu haben. Denn ich weiß jetzt einfach daß es wirklich Menschen gibt die gefühllos und gleichgültig sind, daß man neben ihnen verrecken könnte und sie beachten es noch nicht mal, höchstens aus "gutem Ton"... um es mal sehr krass zu sagen. Sind aber genau meine Gedanken. Ich bin sehr froh es jetzt zu wissen denn dieses Wissen schützt mich in Zukunft davor daß mir das noch einmal passiert. Es hat Jahre gedauert bis ich zu diesem radikalen Ergebnis kam. Ich kann mir Menschen jetzt glaube ich besser aussuchen, ob sie mir gut tun. [/quote] Du scheinst gescheitert. So hoffe ich. Eben du bist froh, die Erfahrung gemacht zu haben, und so geht es auch mir. Aber es gibt nicht nur „schlechte“ Menschen und selbst diese sind im Grunde gut, aber nun mal verwirrt! Also ich hoffe auch, dass ich jetzt wirklich besser dazu fähig bin, mir die wenigen(?) Menschen auszusuchen, die wirklich meine Freunde sind und mir gut tun! Dies ist glaube ich ein sehr schwieriger und schmerzhafter Schritt und für mich eigentlich auch das einzige Anzeichen, dass es so richtig sein muss, selbst wenn nicht auf kurze Sicht, dann auf die lange! Im übrigen habe ich es mir ja ausgesucht…Und irgendwann muss man lernen, warum nicht [b]JETZT[/b]? [quote]Es stimmt vielleicht daß wir alle irgendwie leiden. Mit Sicherheit ist es sogar so. Aber es gibt eben so viele die ihre Leiden auf andere, Schwächere, abwälzen, auf Leute wie mich, die anderen so tief zuhören und ihnen wünschen daß es ihnen besser geht, sie glücklicher sind, und dafür auch sehr viel tun würden. [/quote] Nun, sie versuchen ihr Leiden abzuwälzen, nur leider schaffen sie damit sich noch mehr Leiden und das Schlimmste: Wieder rum die von dir genannten „Schwachen“ dürfen leiden…Ist euch übrigens schon mal aufgefallen, dass die „Schwachen“ eigentlich immer die sind, die körperlich schwach sind, oder geistig etwas hintendran oder „anders“? Unsere Gesellschaft ist somit nicht nur Diskriminierend, nein, es sind immer die gleichen die Opfer!!! Aber, tja, Strich durch die Rechnung, meine Herren, es gibt noch die Seele! So haben sich solche Menschen eine „bessere und schönere“ Seele und durch viel Leid auch viel Weisheit erlangt. Denn sie haben lernen müssen, als Opfer der Gesellschaft oder als armer Krüppel in dieser unsozialen „Sozialgesellschaft“ überleben zu können, trotzdem sie all die Illusion nicht haben konnten! Nun, ich denke, diese Menschen haben einen Blick für die wahre „Wahrheit“ entwickelt! Sie lassen sich nicht mehr von Illusion und so einem Quatsch leiten, sind nicht mehr verführbar. Und ich denke zu diesen gehören wir auch irgendwie. ... |
| Der_Philosoph | Teil 2 ... [quote]Wenn dies jedoch einseitig ist dann kann man wirklich einpacken!!! Dann wird man zum seelischen Wrack, und genau das passierte mir! Ohne daß mir das alles bewußt war was da eigentlich abläuft. Ich hatte überhaupt keinen Überblick. Zu viel Verständnis und Entschuldigungen für die anderen - damit habe ich mir selber geschadet. Ich will dies was ich anderen entgegen bringen kann jetzt einfach Leuten entgegen bringen die es nicht als unerwähnenswerte Selbstverständlichkeit, Ersatzteillager oder sonst was sehen. [/quote] Und es stimmt, man wird zum Wrack gemacht, aus einem wird jede Energie abgesaugt, alles wird einem genommen, bis man alleine da steht, nackt, hilflos, voll Angst, und ohne Illusion. Und DANN hat man die Chance etwas Gutes daraus zu machen!:) Nun kann man ohne Illusion die Welt und die Menschen so erfassen wie sie sind, mit ihren unwahren Masken, die sie sich selbst aufsetzen, um vor sich zu flüchten. Und dann legt man getrost seine eigene Maske beiseite und schaut sich erstmal ganz genau im Spiegel an und erkennt dann langsam, wie man wirklich und wahrhaft (gemeint) ist!:) Und ich muss sagen, auch mir war dies alles nicht bewusst, heute kann ich es kaum verstehen, aber man „schaltet einfach ab“! Das ist echt komisch, aber es ist so. Und ich habe genau so gehandelt, und was habe ich zurückbekommen? Eine Ohrfeige für meine Ehre, mein Selbstwertgefühl. Jedes Mal, wenn ich etwas getan habe, wurde es mir lachend genommen und ich bekam einen Tritt hinterher (alles jetzt bildlich gesprochen) und bin danach wieder angekrochen gekommen, mit Entschuldigungen und habe gefragt, was ich denn tun kann, habe mich immer gefragt, was ich denn falsch gemacht habe, was ich denn falsch verstanden hätte? Ich hatte [b]Verständnis[/b] für das, was sie mit mir gemacht haben!!! Ich dachte immer, ja ich habe es verdient, ich muss lernen. Ja, ich musste lernen, aber nämlich das, dass ich es nicht verdient habe, ich habe nur das Beste verdient! Und zwar immer!!! Und das ist nicht egoistisch, jeder hat das Beste verdient, ich frage mich, warum wir uns alle in dieser Gesellschaft gegenseitig klein machen und uns Selbst dann auch noch, sodass dann unsere Suizidrate kein Wunder ist! Und diese Leute die du nennst, die haben mich groß gemacht und diese Dinge, die mir aus der Seele entsprungen sind! Und auch nun will ich, aus Dankbarkeit (die ich schon [b]davor[/b]! empfunden habe) eben dies alle anderen weitergeben, auch an die, die mir geschadet haben, denn es war mein Wunsch und ihr Wille. Wir haben uns nur geeinigt, ich kann ihnen nur danken, denn sie haben mir mit ihrer unendlichen Liebe das geschenkt, was ich brauchte, Leid. So ist es am Ende eigentlich ei Geschenk und es geht nicht anders, und wir sollten JEDEM gleich dankbar sein. Doch sollten wir auch stets bedenken, was den Ausschlag gab und möglichst versuchen unsere Botschaft in die Welt hinaus zu tragen, zu sein! Lasst uns nun gegenseitig eine neue Welt aufbauen und uns in den Arm nehmen, statt und zu zerschlagen und zerstören!!!! :):):) [quote]Die Mühe die Du Dir z.B. jetzt gemacht hast um mir zu antworten, das ist für mich etwas ziemlich Besonderes. Danke für Deine Aufmunterung! [/quote] Bitte. Keine Ursache, sollte nichts besonderes sein! [quote]Gute philosophische Zitate übrigens.... vielleicht guckst Du ja auch mal bei dem erwähnten Freundeskreis vorbei. Amiziras ist auch schon mit dabei. [/quote] Ja, ich werde vorbeischauen, danke. Die Zitate, ja, es geht, kann man immer brauchen.^_^ [quote]Zu Dir: Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen!!!! Bei mir kamen plötzlich Zweifel auf, wahrscheinlich die typischen Ängste, daß Du es so gemeint haben könntest. [/quote] Nun, ich danke dir, aber erkläre mir trotz allem noch mal deine Ängste, auch wenn ich eigentlich weis, was du meinst. [quote]Genau dies ist mir eben schon so oft als Feedback gegeben worden.... zu offen, zu ehrlich. Obwohl ich mir die Gelegenheiten dazu ganz bestimmt nicht wahl- und willenlos ausgesucht habe - ich kam mir dann oft als mega auffallend vor und die anderen sind verschlossen, sie sehen mich, ich aber nicht sie weil sie sich nicht zeigen oder sogar verstecken.... um mal die Alptraum-Situation kurz zu umreißen. [/quote] Nun, egal, was dir andere als Feedback geben, sei du selbst! Oder lass es…aber dann werden die Ergebnisse entsprechend sein und du wirst dich nie befreien können, nie! Und die anderen verschließen sich oft, auch ich und sicher jeder „normale“(?) Mensch. Es ist einfach so, dass wir oft die Angst über uns herrschen lassen und dann ist es nicht weit hin, mit Nächstenliebe. [quote]Eigentlich wäre es doch wirklich normal wenn man sich so zeigt wie man ist, wenn man in irgendeiner Weise Kontakt aufnehmen will, oder überhaupt!! Und daß andere dann darauf reagieren, etwas sagen z.B. So wie es hier ja geschieht. Die einfachste Sache eigentlich - trotzdem aber etwas Besonderes! [/quote] Normal? Es wäre wünschenswert. Bei uns gibt es nichts normales mehr, nichts natürliches! Und wenn es so ist, wird es runter gemacht, verächtlich behandelt und zerstört. So wird unser Planet keine Chance haben…Natürlich ist es einfach!!!!! Und wie. Aber man muss es halt tun, nur tun!:) Sich selbst (nein, nur seine Angst eigentlich) überwinden muss halt auch gelernt sein. |
| Heathcliff | Ach Du meine Güte Philosoph! Ich hatte zuerst nur den 2. Teil gesehen von Dir und hatte mir schon eine lange Antwort dazu überlegt... Ich antworte Dir jetzt auch mal in zwei Teilen. Also, zu Deiner Frage: Soll man jetzt wehleidig sein oder nicht? Ich weiß ja nicht was Du damit meinst.."wehleidig". Das ist ein negativer Begriff bzw. er beinhaltet schon eine negative Wertung. Wenn man also wirklich leidet unter etwas/jemandem, dann hat man auch ein Recht dazu finde ich. Man sollte es selber ernst nehmen (wenn andere es schon nicht tun sondern es runterspielen). Es ernst nehmen und danach handeln! Es als Alarmsignal sehen, daß etwas nicht stimmt, Negatives von außen kommt, einem etwas nicht gut tut. Und dann versuchen sein Verhalten dem anzupassen, also sich zu schützen, zu verteidigen, oder aber vielleicht auch sich zurückzuziehen von Leuten. Auf jeden Fall emotional auf Distanz zu gehen. Um mal den Idealfall zu beschreiben! Und ich finde NUR DANN kommt man auch persönlich weiter! Wenn man sich und sein Leiden ernst nimmt und darauf reagiert. Ich hatte auch immer die Hoffnung auf Gottes Wege...ein Vertrauen was vielleicht letztendlich auch richtig war - man darf sich aber nicht zu sehr darauf verlassen!!! Man muß selber die Augen und Ohren offen halten. "Hilf Dir selbst dann hilft Dir Gott" Ein altes Sprichwort wo was Wahres dran ist. Denn die meisten Leute des Umfelds wollen doch einfach nur daß man pflegeleicht bleibt, nicht zu "anspruchsvoll" ist bzw. wird. Sich abfindet mit seinem Schicksal. Und das höre ich bei heraus daß Du Dir das z.T. zu Dir selber sagst. Wie ein Kampf in Dir. Du beschwichtigst Dich selber, spielst Dinge herunter die Dir doch eigentlich ziemlich stinken, das ist der Eindruck den Du auf mich machst.... ich hoffe ich bin da jetzt nicht zu weit gegangen das zu sagen. Leider lassen sich Probleme mit anderen oft nicht ausmerzen! Und leider ändern sich die anderen oft nicht! Bei mir war es so. Ich hoffte so lange darauf daß sie sich ändern, daß man zu einer neuen gemeinsamen Basis finden kann. Es ging aber nicht, es war eine Illusion. Weil dazu zwei Seiten gehören. Man muß rausfinden ob die andere Seite daran überhaupt wirklich interessiert ist. Wenn nicht - dann kann man nur selber die bittere Konsequenz daraus ziehen. Ich glaube auch daß man für sich eine Welt schaffen kann wo Menschen zusammen finden können - und dadurch etwas Gutes entsteht für alle. Ich wünsche mir das sehr das zu haben. Das Ideal wahrer Freundschaft - ich bin anscheinend immer noch nicht zu alt um daran glauben zu können! Gerade wenn man viel Negatives erlebt hat, dann will man ja - vorausgesetzt man verarbeitet es auch - ganz besonders stark noch etwas Positives erleben. Hat vielleicht auch gerade durch diese negativen Erfahrungen besondere Voraussetzungen dafür um es verwirklichen zu können. Auf jeden Fall aber um es GENIESSEN zu können! Du zitierst mich so oft weil wir hier einen Dialog führen habe ich den Eindruck. Wohl wahr - "...ein schwieriger und schmerzhafter Schritt sich seine Freunde jetzt wirklich besser auszusuchen.. Warum nicht JETZT?" Ja, genau, warum eigentlich nicht??? Du scheinst auch schon einiges durchgemacht zu haben als "Schwacher". Mir gefällt was Du schreibst über diese Diskriminierung. Du hast wirklich Recht. Ich denke man hat nach all dem auch einfach ein besonderes Recht darauf jetzt auch mal was Gutes zu erleben..... |
| Heathcliff | Der Philosoph, o.k.: Teil 2 Soweit ich das richtig verstehe kennst Du also auch solche Erfahrungen wie ich sie gemacht habe. Von wegen man wird zum seelischen Wrack. Nur daß Du eine andere Konsequenz daraus gezogen hast als ich. Deine Konsequenz ist die Vergebung bzw. etwas Gutes darin zu sehen wie andere mit Dir umgegangen sind. Liege ich da richtig? Ehrlichgesagt hört sich Deine Haltung sehr buddhistisch an. So wie buddhistische Mönche oder auch christliche, die dafür dankbar sind was ihnen für Leiden und Entbehrungen auferlegt werden weil sie dadurch etwas lernen und damit "weiter" kommen. Aber weiter - wohin? Weiter in ihrer Selbstverleugnung?? Oder was? In ihrer Selbstverwirklichung ja wohl kaum. Sie kommen weiter zu Demut und Bescheidenheit z.B., . Und eben Nächstenliebe. Grundsätzlich ganz bestimmt nichts Verkehrtes! Aber muß man JEDEN lieben? Die andere Wange auch noch hinhalten wenn man auf die eine schon was drauf gekriegt hat??? Bzw. das alles sich noch zu etwas Gutem zurecht interpretieren? Dein Feind zu lieben und ihm zu vergeben - ich glaube da kommt man im Leben niemals wirklich von der Stelle. Da bleibt man im ewigen Kampf mit sich selber gefangen. Ich kenne Deine Gedankengänge und Deine Sichtweise. Ich kenne sie sehr gut und sehr tief. Aber ich habe mit ihr gebrochen - denn ich habe für mich selber festgestellt daß ich absolut verarscht werde damit die Dinge so zu sehen. Ich finde es ist auch keine Sichtweise die wirklich aus einem selber heraus kommt. Andere wollen es daß man es so sieht. Andere die einen unterdrücken, ausnutzen, was weiß ich. Dieser Kern der christlichen Lehre dient eben einfach dazu die Menschen zu unterdrücken, sie unten zu halten. Oh, wie gut kenne ich das was Du schreibst!!!! Das Gute z.B. auch im eigenen totalen Zusammenbruch zu sehen. Von wegen die Chance für etwas Neues. Das kann ich jetzt aber nicht mehr so sehen. Klar, es stimmt natürlich, es ist eine Chance, man verliert die Illusionen, kann sein wahres Selbst erkennen. Aber: WARUM konnte man es nicht schon vorher erkennen???!!!! WARUM muß das eigene Leben so schmerzhaft sein??!! Das Bittere daran ist wirklich wenn man zu dem Ergebnis kommt - und das ist Schmerz PUR - daß es eigentlich gar keinen Sinn hat, das eigene Leiden. Daß es vielleicht auch ohne gegangen wäre. Damit meine ich ganz simpel: Andere tun einem weh - sie hätten es aber auch bleiben lassen können!!! (das soll kein Bezug auf freie Willensmöglichkeiten sein, ob sie jetzt wirklich die "Freiheit" dazu gehabt hätten es bleiben zu lassen - sondern einfach nur mal hypothetisch) Und - stimmt das wirklich: Nur die bitteren Pillen wirken??? Nur durch Leiden lernt man?? Vielleicht kann man ja durch etwas Schönes was man erlebt viel mehr lernen!!!! Aber - das wäre eine zu komplexe Diskussion merke ich. Das könnte man nur im realen Gespräch machen. Denn in gewissem Sinne stimmt es natürlich schon daß man durch Leiden lernt, bzw. man erfährt etwas über sich selber wenn man es zuläßt. Hat man es in sich dann muß man es auch zulassen wenn man es überwinden will. Also ich bremse mich hier jetzt mal. Und wo Du mich zitiert hast von wegen "Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen", damit habe ich Amiziras gemeint mit der es ein kleines Mißverständnis gegeben hatte. "...meine Ängste noch mal näher erklären.." hm...ich komme darauf vielleicht noch mal zurück... Und noch was: Ich erwarte nicht von anderen daß sie alle und ständig offen zu mir sind. Natürlich bin auch ich selber mal mehr oder weniger verschlossen. Ich meine damit ganz konkret Personen von denen man Offenheit erwarten kann/können sollte, wie z.B. den eigenen Eltern oder dem Partner den man hat. Wozu hat man sonst eine Beziehung wenn einer von beiden STÄNDIG verschlossen ist. Das passiert ja dann beziehungsmäßig gar nichts, Stillstand. Am Anfang denkt man noch, o.k., er braucht Zeit zu vertrauen und sich zu öffnen und so .... Aber irgendwann - nach JAHREN - da denkt man sich (es hat sich immer noch nichts geändert) - o.k. - es REICHT!!! Das habe ich mir dann gedacht. Denn es gibt bestimmt andere Leute die nicht so sind und wo eine wirkliche Beziehung (im Sinne von aufeinander Bezug nehmen) möglich ist. Und das ist denke ich mal einfach wesentlich befriedigender. Als sein Leben lang in Beziehungslosigkeit hocken zu bleiben wo man letztlich immer nur einsam und auf sich selbst zurückgeworfen bleibt. |
| Yami no Matsuei | ich schalt mich mal zwischen, um meine meinung kund zu tun :D ja, für mich ist es möglich, nach extrem erfahrungen ein halbwegs normales leben zu führen. (was auch immer man unter normal verstehen mag" ich hätte zum beispiel mit 13 nicht gedacht, dass ich je wieder einem menschen vertrauen könnte, 4 jahre später fand ich den ersten menschen, dem ich blind vertraue, vor einem jahr in etwa fand ich den zweiten. ich hätte nie gedacht, dass ich aus einer bestimmten gruppe wirklich rauskommen könnte, und ich ohne "verfolgungen" leben könnte. jetzt erinnere ich mich nicht mal mehr an die namen. das hängt sicherlich mit meiner lebensweise zusammen: ich lasse mich einfach treiben, stromschnellen erlebe und erleide ich intensiv, und glaube nciht, dass sie vorbeigehen könnten, aber dann treibe ich auch wieder in angenehmerere gewässer und der rest ist an mir vorbeigespühlt, obwohl noch immer die erinnerungen da sind, mehr oder weniger gut. |
| Der_Philosoph | [b]Teil 1[/b] Okay, da haben wir uns mit dem wehleidig wahrscheinlich missverstanden, hat sich schon geklärt…Nun, natürlich hat man ein „Recht“ darauf wehleidig zu sein, man hat die Möglichkeit. Die Frage ist nur, ob dies einen energetisch hoch- oder runterzieht! Und natürlich sollte man es ernst nehmen und sich von anderen auch nicht noch mehr einreden lassen. Man sollte sich auch eventuell an andere wenden, und sich auch nicht ignorieren lassen oder halt nicht von den Egoisten noch eins drauf geben lassen. Man müsste sich verteidigen ja, klar. Und emotional auf Distanz zu gehen, kann ich allgemein als ein sehr gutes Mittel empfehlen. Des Weiteren sich den Tod bewusst machen, oder dass man Selbst unsterblich ist. All dies lässt einen die Dinge gelassener und aus einem weiteren Bewusstsein anschauen. Natürlich ist der Idealfall nicht immer Realität, aber er ist möglich! Und so schwer ist es gar nicht, wenn man es erst einmal geschafft hat. Klar, Re-Aktion, aber wie wär’s mit Aktion?:) Nur wenn man aus dem Kreislauf des Ausführenden und Reagierenden herauskommt, der „Opfer der Umstände“ ist, kann man wirklich an sich arbeiten! Ein Vertrauen auf Gott hilft einfach! Es kann noch nicht bewiesen werden, dass bestimmte Dinge vorhanden sind, und das wir energetisch verbunden sind und kommunizieren, aber es ist Fakt und wenn du Gott als universelle Energie bezeichnest bzw. diese als Gott dann hast du auch kein Problem mehr mit deinem Glauben.;) Ansonsten versuch es halt mit Autosuggestion und Erfolgsdenken. Und wie gesagt, ich stimme vielen Dingen wie dem zu, dass wir ein vorbestimmtes Leben führen! Aber trotzdem dürfen wir uns NIEMALS darauf ausruhen! Denn wir spielen hier ein Spiel, eine Illusion und diese müssen wir aufrechterhalten! Wenn wir dies nicht tun, wir eine andere Illusion geboren, die dann aber leider viel schmerzhafter für uns sein wird, da wir alsbald gar nicht mehr wie in einer Illusion fühlen. Auch das abschieben der Verantwortung oder Schuld auf Schicksal, Zufall oder andere Menschen bringt nichts, man kann sich sowieso nur damit abfinden, wie es ist, wie es war und dann das Beste daraus für die Zukunft machen!! Und ja, die Menschen wollen andere Menschen, die genauso (un)kompliziert sind, wie sie, aber das würde ich nicht als negativ einstufen, es ist nun mal so, ein natürlicher Vorgang, dass sich gleich geartete Energie anzieht. Das Problem ist, dass viele von ihnen es den anderen schwer machen, die entweder mehr oder weniger „kompliziert“ sind. Wobei dies natürlich nur Schwachsinn ist…Und wer sich mit seinem Schicksal abfindet, nach dem Motto „ich kann ja sowieso nichts ändern“, den kann ich nur bemitleiden! Ja, es ist ein Kampf in mir! Und ich spiele in der Weise etwas herunter, wenn ich mich zurückhalte, bitte erkläre mir hier noch mal was du meinst! Denn wenn ich hier etwas anprangere oder wo anders, was mir stinkt, nun, was habe ich davon? Wie immer nur mehr Stress…auf jeden Fall dann, wenn ich wirklich sage, was ich denke!! Und das ist auch so ein Problem der heutigen Gesellschaft, dieses Problem lässt sich von mir aus bei anderen nicht ausmerzen, ja und allgemein stimmt das auch! Jeder muss sich SELBST ändern! Ich habe immer gehofft, es würde besser, aber es wurde nicht besser. Somit musste ich mich letztendlich ändern, auch wenn ich es irgendwie schade war…aber nun ja, man lernt ja etwas dabei. Und diese zwei Seiten sind immer das Problem, gibt es diese denn überhaupt?!!! Ja, die Konsequenz ist oft bitter, sehr bitter und ich habe Angst davor, noch mehr solcher Rückschläge zu erleben! Hm…Ja, man kann [b]gemeinsam[/b] etwas (er)schaffen. Und dadurch gutes entstehen lassen, aber auch schlechtes! Und das ist das Problem, wir lassen viel zu viel negatives entstehen, anstatt diese Energie und diese Ressourcen für etwas Positives zu nutzen! Das Ideal wahrer Freundschaft. Vielleicht bleibt es en Ideal. Oder die Menschen, die wahre Freunde haben, merken es nicht und sehen es als normal an, während sie nichts zurückgeben. Damit wird die Freundschaft wieder zerstört und alle Beteiligten stehen wieder alleine da.:( Nun, man kann ja nichts verlangen, aber währe es nicht ein Zeichen wahrer Freundschaft (als bester Freund), wenn man sich wirklich mal die Zeit NIMMT für den anderen? Aber nein, das geht ja heutzutage nicht!! Und warum? Weil wir keine Zeit mehr haben! Und warum haben wir keine Zeit? Weil wir unseren Sozialkapitalistischen Verpflichtungen nachkommen müssen. Das heißt, wir müssen „auf allen Bällen tanzen“. Wir sind immer weg, zu mindestens des Abends in der Disco oder notfalls bei Freunden Videoabend. Ansonsten dreimal die Woche Fussball, dann noch (sehe ich gerade bei Mädchen) diverse Beschäftigungen, die so ziemlich alles verplanen. Bei Jungs wird viel „gezockt“. Dann geht man eben öfters mal einen saufen, von den illegalen Dingen mal abgesehen. (Die meisten sind sowieso unter 16^_^) Beliebt sind auch Shoppingtouren bei beiden Geschlechtern. Wenn echt mal Langeweile herrscht hat man ja neben Radio und Stereoanlage noch den Fernseher, der einen so schön berieselt. Ach ja, ich habe das wichtigste vergessen, was hier den Ausschlag gibt!: Man hat vieeeeele Freunde und Bekannte, kennt jeden so lala, keinen richtig, aber man hat immer Kumpels, jemanden, mit dem man rum stehen kann und sich über das letzte (im Grunde total unwichtige) Fußballspiel, mitunter auch über bestimmte politische oder wirtschaftliche „Ereignisse“ unterhalten kann, wenn sie gerade in den Medien lang und breit diskutiert werden und man als Gutmensch da natürlich seine feste Meinung haben muss, die im Grunde alle anderen auch haben. Dann diskutiert man über hirnlose und unwichtige Details ohne zu merken, dass man sowieso total in die falsche Richtung denkt, aber na ja, solange man einen Schuldigen hat. Ach ja, also normal ist das ja nicht, meist redet man ja über die neusten Sauferlebnisse, die ja sooo toll waren, wer so alles gekotzt hat, was wer wieder für einen Mist gemacht hat, wer mit wem zusammen ist oder diverse Dinge getrieben hat….Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig! (Hm, ich will das überhaupt nicht runtermachen, keinesfalls!!!) Also um was es mir geht: Die heutige Gesellschaft versucht sich durch ihre Schnelllebigkeit und ihre Konsumfreudigkeit Freiheit zu erkaufen, das Gefühl erfolgreich und beliebt zu sein. Und überhaupt muss man ja immer beschäftigt sein. Aber bitte nur mit etwas, dass sozial verträglich und weitgehend anerkannt ist! Und es muss einfach sein, aber doch zu kompliziert für alle anderen, sodass man damit angeben kann! Man kann auch ja keine Stille vertragen! Deswegen läuft 24 Stunden Musik, der PC und der Fernseher obendrein….Hm, kennen wir ja alle, nech?;) Ich höre lieber mal auf, so was macht micht richtig *mad* ^_^ Ja, du hast sehr Recht, ich will unbedingt etwas sehr positives in mein Leben bringen, denn ich halte dieses Leiden nicht mehr aus! Es ist so, dass ich mich diesem Leid nicht entziehen kann, da es bei mir teilweise familiäre Probleme gibt, die mich manchmal (oft) sehr stark aus dem „Gleichgewicht“ bringen. Nun, wenn man negatives erlebt hat, weis man glaube ich das positive mehr zu schätzen! Aber auch das legt sich wieder...ich will genießen, erfahren, lernen, aber all dies ist mir nur möglich und oft denke ich, es herrscht nur noch Leid. Es ist so schrecklich! Wir führen Kriege wegen Kleinigkeiten, Familien brechen auseinander, Gesellschaften, Gemeinschaften, nur, weil wir uns nicht zusammenraufen wollen und auf unseren persönlichen Vorteil verzichten wollen! Jeder will immer der Beste, Schnellste, Schönste, Reichste… sonst was sein. Nun, ich versuche gerade mir einige Freunde „auszusuchen“. Aber dies ist sehr schwer, man muss sie erstmal finden! Und ich gedenke nicht, dieselben auf entsprechenden Saufgelagen oder anderen partymäßigen Metiers zu „suchen“. Im Übrigen findet man durch suchen keine! Denn dies repräsentiert einen Mangel, der sich durch dein Unterbewusstsein fortsetzt. Im Grunde brauchst du keine Freunde! Jedoch halte ich diese für persönlich sehr wichtig, da von uns KEINER in der Lage ist momentan ohne Freunde auszukommen! Und Freunde sollten IMMER etwas Positives bedeuten, egal wie schlecht die Situation ist oder gerade dann, wenn es einem schlecht geht! Und das ist die ******. Für mich ist keiner groß da, ich frage mich ob das bei allen so ist. Wenn ja, überlegt euch mal wie traurig das ist!!! Ich meine, wir leben ALLE aneinander vorbei!:( ---> Teil 2 |
| Der_Philosoph | [b]Teil 2[/b] Nun ich denke, jeder hat (ein besonderes) Recht nicht nur etwas, sondern NUR Positives zu erleben!!!!!!!!! Das meine ich ernst. Aber leider ist in unserer heutigen Gesellschaft das Gegenteil der Fall… Welche andere Konsequenz habe ich gezogen, im Unterschied zu dir? Ich meine, ich kenne deine Position nicht so genau, ich weis ja nicht, ob du meine so kennst, aber sag mal bitte.:) Weil ich nicht glaube, dass wir das jetzt so einfach in den Raum stellen sollten.;) Ich versuche das Gute darin zu sehen und zu vergeben, ja. Ähnlich wie die buddhistische Philosophie, oder die Evangelisch-Christliche.:) Jedoch habe ich noch genug Probleme und das Gute daran ist, dass ich dabei bin immer mehr zu erkennen, und nun, nach einigen Verwirrungen und Fehlern doch wieder eine größere Klarheit eintritt, mit jedem Wort und Gedanken den ich für mich [b]neu[/b] präge! =) Wie immer und so viele sagen, mein Wortschatz und meine Haltung ist buddhistisch geprägt, da ich mich lange und intensiv damit beschäftigt habe, und immer wieder mit dem Gedanken spiele, mich wieder verstärkt China und dem Buddhismus zu widmen. Dies hat mir immer sehr viel Energie gegeben, doch ich denke, momentan musste ich erst einmal einige andere Steine in meinem Leben aus dem Weg räumen und neue Pfade betreten. Über die ich, so denke ich, wieder dahin zurückkehren werde, wo ich immer hin wollte. =) Weiter in die Selbstverleugnung? Ja, das ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe…Aber ich denke, je größer mein Grad der Selbst-Bewusstheit wird, desto mehr werde ich erkennen, wo ich mich verleugne und wo nicht. Auch muss ich sagen, so habe ich nun festgestellt, meint man oft nur sich selbst zu verleugnen und gibt im Grunde doch einer „Sucht“ nach, denn man meint, man bräuchte etwas, man [b]müsse[/b] etwas (endlich) tun! Jedoch ist dies Farce, denn das Problem liegt nicht im tun, sondern darin, dass man nicht abhängig sein sollte. Und wie ich das gemacht habe, gab es immer eine bestimmte Art der Hürde, die nicht überwindbar ist. Diese Hürde ist der Zweifel und die Verkomplizierung dadurch, dass man alles in einem viel zu kleinen Rahmen sieht! Dies führt wiederum zur Falscheinschätzung der eigenen Situation und hier nutzt das Ego die Gelegenheit per schlecht programmiertem Unterbewusstsein (ja, es ist meine Schuld) und ich drehe mich im Kreis bzw. bleibe auf dem immer gleichen Punkt stehen, und sehe nicht die anderen Wege, sondern nur den einen. Dies ist schlecht. Es gibt „richtige und falsche“ Wege, aber es gibt [b]immer[/b] mehr als eine Möglichkeit! Ich denke, man kann nur durch Leiden bzw. Lernen zur Selbst-ver-wirklich-ung gelangen! Alles ist zugleich göttlich und teuflisch, gut und böse, richtig und falsch! Man sollte jeden lieben. Nur sollte man schauen, ob man wirklich liebt oder sich nur zugrunde richtet, weil man demütig versucht Liebe zu erlangen. Dies ist nicht mehr Liebe! Denn in diesem Moment liebst du dich Selbst nicht am Meisten, das musst du aber! Man sollte die andere Wange mit einem selbstsicheren Lächeln hinhalten (auch wenn ich das nicht unbedingt mache…) und wenn der Schlag immer noch stärker wird, dann schlag zurück, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Man kann etwas „zu recht interpretieren“, ja, aber das ist eben einfach eine Frage der Sichtweise. Es ist [b]nicht nur[/b] gut ODER schlecht!!! Es ist beides! Den „Kampf“ mit sich selbst muss jeder führen und dieser bedeutet keinesfalls sich irgendwie aufzugeben! Es kommt auf das WIE an, nicht auf das WAS. Auch ich habe das festgestellt. Ich habe immer nur auf das WAS geachtet, und deswegen immer (noch) mit dieser Einstellung Probleme gehabt und es hat mich sehr frustriert. Aber sobald man die Art ändern, sich über das [b]wie[/b] Gedanken macht, wird man erkennen, wie man wirklich handeln muss. Man kann trotz allem und gerade aus sich rauskommen! Ich weis ganz genau was du meinst! Und davon habe ich mich verabschiedet, oder ich tue es gerade! Der Kern der christlichen Lehre ist Liebe. Nächstenliebe. Nichts sonst, alles andere ist Propaganda und Lüge von der teuflischen Kirche, die aus Gott den Teufel gemacht hat und sich als Herrscher über die Welt und das Universum hingestellt hat. Die Kirche hat so einen ******* ******* ****** verzapft!!! WARUM man es nicht vorher erkennen konnte? Weil man es nicht erkennen konnte. (Du musstest erst durch Leid lernen.) WARUM muss das Leben so schmerzhaft sein? Weil du den Schmerz spürst. (Du könntest ihn auch abstellen.) Und weil du (anscheinend) nur durch Leid lernen kannst. Die Chance für etwas Neues ist da, ja für Änderung. Es ist einfach so, wir müssen uns Selbst evolutionieren, revolutionieren! Das eigene Leiden hat keinen Sinn, diese Erkenntnis sollte nur Anfangs schmerzhaft sein und nachher dazu führen, dass man den Schmerz besser ab kann! Es ist egal, „was wäre wenn“, die Vergangenheit ist vorbei, sie hat nie existiert! Mach etwas aus der Zukunft und lebe in der Gegenwart. Natürlich hätten andere es bleiben lassen können. Aber sie sind noch nicht so weit entwickelt, um einzusehen, dass es auch anders gehen könnte. Und du bist noch nicht so weit, dich dem entziehen zu können. Deswegen hast du diese Entscheidung getroffen, du hast dem Schmerz [b]gewählt[/b], um zu lernen, ihn nicht mehr zu wählen! Du musst lernen, die anderen zu lieben, egal was sie dir antun! Ihr Selbst kann dir(=deinem Selbst) nichts antun! Nur physisch und psychisch kannst du Leid erfahren, doch dieses ist nicht von Dauer und verheilt wieder, nur eine oberflächliche Narbe bleibt zurück. Eine Verletzung der Seele hingegen wäre sehr viel schlimmer!! Deswegen rate ich dir dringend, einfach deinen Weg zu gehen, denn wenn du ihn nicht gehst, gehen ihn andere für dich und du wirst zurückfallen und stecken bleiben im Sumpf der Illusionen! Man kann natürlich durch schönes lernen und ohne unnötiges Leid auskommen. Aber du und ich sind noch nicht so weit, dies soweit zu realisieren, auszuführen, wenn wir nicht fähig sind, alles zu lieben! Und das ist es, du leidest ja gar nicht! Das ist nur die Illusion, wenn du die Liebe nicht erkennst und nicht liebst. Wenn du lieben würdest, würdest du die Liebe hinter allem erkennen, denn alles ist Liebe. Also Real-Life Gespräch, why not.;) Aber das ist jetzt alles zu OT, also @Modis: Entschuldigt! Bitte nichts löschen! Man muss jeden Widerstand abbauen und sich einfach fließen lassen, wie das Wasser, an jedem Widerstand vorbei gleiten und doch dort, wo man weiterkommen will, mit geballter Kraft zuschlagen! Wie das Wasser. Steter Tropfen höhlt den Stein. Das wäre auch eine Möglichkeit. Schritt für Schritt, nur ja nicht stehen bleiben! Und du hast Recht, Beziehungen ohne Offenheit und Vertrauen funktionieren nicht! Stillstand. Aufgestaute Wut entsteht und irgendwann entlädt sich das Alles. Und so sollte eigentlich keine Beziehung aussehen… Ja, eine Beziehung ist in-Bezug-stehen-zu-jemanden, genau richtig.:) Du hast Recht, man kann einfach viel freudiger und befriedigter Leben, ohne Stress, wenn jeder sich einfach öffnet und man jederzeit die Möglichkeit eines Bezugs zu dem anderen hat. Das ist eine Beziehung (für mich). Einsamkeit sollte zusammen überwunden werden und trotzdem sollte akzeptiert werden, dass jeder ein freies Individuum ist und jeder seinen eigenen Weg gehen muss, auch wenn dieser einsam ist! Was nicht heißt, dass man allein sein muss, aber Einsamkeit ist auch in (einer) Gesellschaft möglich, allein ist man, wenn keiner für einen da ist und man ohne eine Bezugsperson lebt. Jedoch ist Einsamkeit wohl viel schlimmer als das Alleinsein, meiner Meinung nach…so far… MfG Der_Philosoph |
| Heathcliff | @Yami no Matsuei Das hört sich interessant an von wegen Du läßt Dich treiben,..Stromschnellen die Du intensiv erlebst und erleidest, dann kommen wieder angenehme Gewässer... Es ist wahrscheinlich gut wenn man sich so dem Leben hingeben kann. Es ist gut wenn man es geschafft hat das das Leben für einen trotz negativer Erfahrungen weiter geht. @Der Philosoph Hmh. Ein Kampf in Dir. - Ja, Du hast natürlich Recht. Wenn Du etwas anprangerst, sagst was Du wirklich denkst, dann bekommst Du erst mal Streß. Du setzt damit etwas in Bewegung. Du reagierst entsprechend darauf wie andere zu Dir sind (ich gehe hierbei davon aus daß Du ungerecht behandelt wirst). Du kannst sie damit wahrscheinlich wirklich nicht ändern. Ja, ändern kann man nur sich selber. Und man tut es dadurch indem man sagt was man denkt. Dadurch wird einem die eigene Situation mehr bewußt. Durch das Aussprechen werden die Dinge realer. Was man ausspricht, zu dem bekommt man dann auch Abstand. Und Platz für neue Gedanken, Gefühle, Wünsche. Es geht weiter. Leider geht es nicht durch theoretische Gedanken über den Ablauf von so etwas weiter. Man muß es TUN. Du spielst also bei Dir etwas herunter. Wenn man es so sieht - zieht einen das energetisch nicht erst recht runter seinem Schlechtgehen Raum zu geben - da hast Du natürlich auch irgendwie mit Recht. Dies beinhaltet jedoch die Chance die Situation zu verbessern, wenn man erst mal voll erlebt wie sch*** sie ist. Bewußt. Das muß man erst mal richtig erfassen und begreifen und das braucht Zeit. Es ist doch so: Wenn man in einer Situation feststeckt dann ist es oft so daß es egal ist was man tut bzw. nicht tut. Schlecht geht es einem erst mal so oder so. Es gibt keinen Ausweg wo es einem direkt besser geht. Es sei denn man sucht ihn im Nirvana..... insoweit man da von Bessergehen sprechen kann.... ".....Sauferlebnisse... wer so alles gekotzt hat..." Ich mußte total lachen! Falls es dabei überhaupt etwas zu lachen gibt natürlich nur. Ich kann es sehr gut verstehen wie man unter solchen Inhaltlosigkeiten leiden kann die Du beschreibst. Andererseits - ist wirklich ALLES nur leer? Es gibt doch auch Dinge die man machen kann wo man sich nicht mit zuknallt. Wenn man z.B. Musik hört. Wenn man innerlich daran beteiligt ist, sie Gefühle bei einem auslöst oder Stimmungen verstärkt - dann kann ich daran nichts Negatives oder Ablenkendes sehen. Es ist auch schwer Freunde zu finden. Zu suchen. Man kann wirklich nur versuchen offen zu sein dafür. Es dann zu merken wenn sich einem die Gelegenheit dazu bietet. Dann zuzugreifen und es wert zu schätzen. Und ich glaube daß wenn man es so genau für sich definieren und formulieren kann was man sich wünscht, daß man dann auch eine sehr gute Voraussetzung dafür hat es zu finden. Oh ja, man braucht Freunde! Vielleicht gehört es zu den Tücken des Lebens daß man gerade dann wenn man sie am nötigsten bräuchte keine hat.... Aber was soll man machen. Damit muß man dann leben. Man kann sie sich ja nicht aus den Fingern saugen. Zum 2. Teil: Aus Deinen Worten habe ich es mir erlaubt zu entnehmen was Du für Konsequenzen gezogen hast. Du siehst hinter allem Negativen was andere Dir antun etwas Gutes, d.h. Liebe. Daß sie Dich trotz des Schmerzes den sie Dir zufügen lieben. An dem Punkt habe ich gesagt daß ich andere Konsequenzen ziehe. Ich sehe dann keine Liebe dahinter, weswegen es für mich auch keinen Anlaß gibt ihnen ständig zu verzeihen. Vielleicht muß ich meine Ansicht etwas näher erläutern. Ich differenziere bei den einzelnen Personen. Ich schaue sie mir sehr genau an. Es ist bestimmt nicht so daß ich jeden Menschen ablehne, in den Wind schicke, niemals etwas verzeihen würde weil er mir mal weh getan hat. Ich versuche immer in die Tiefe zu blicken um zu erkennen aus welchen Gründen sich der andere so verhält. Was dahinter steckt. Um dann auch zu merken daß es nicht unbedingt aus der Absicht heraus geschah mir weh zu tun. Daß es nichts Persönliches ist was gegen mich gerichtet ist sondern was einfach nur mit dem anderen zu tun hat, mit seinen Problemen. Seinem Schmerz vielleicht z.B. auch. Wenn ich so etwas an jemandem entdecken kann dann wäre ich wirklich der ALLERLETZTE auf der ganzen Welt der ihn dann ablehnen und für immer verdammen und verurteilen würde. Wenn ich davon rede daß ich meine Feinde nicht lieben will dann meine ich das auch genau so wie ich es sage. Dann habe ich JAHRZEHNTELANG mich mit Personen beschäftigt, versucht ihrem Wesen auf den Grund zu gehen, 100.000 mal bin ich auf sie zugegangen und habe ihnen alles verziehen - jedoch es bedeutet ihnen rein gar nichts, sie tun mir immer weiter weh, sie wollen überhaupt keine Verständigung mit mir haben, sie interessieren sich einen Sch***dreck für mich und wie ich leide und etwas empfinde, im Gegenteil, es macht ihnen Spaß mich zu quälen, es dreht sich alles immer nur um SIE SIE SIE, sie sind das Zentrum des Universums und mit solchen banalen unbedeutenden Nebensächlichkeiten wie z.B. meiner Person, damit würden sie sich noch nicht mal eine Sekunde lang beschäftigen, so unwichtig und unerheblich wäre das. Nach Jahrzehnten des Leidens habe ich mir dann irgendwann erlaubt zu einem Ergebnis zu kommen. Eine Konsequenz zu ziehen. Daß ich sie nämlich nicht mehr länger lieben will. Weil ich einfach in ihrem Wesen bei aller Suche mit der Lupe nichts Menschliches finden konnte. Es sei denn ich würde es als menschlich bezeichnen wenn jemand bis in den tiefsten Kern von HASS und NEID zerfressen ist und absolut nichts anderes im Sinn hat als jemandem zu schaden und ihn zu VERNICHTEN. Das bezeichne ich dann als reine BÖSWILLIGKEIT. Und jemanden der so zu mir ist den bezeichne ich als meinen FEIND. Einfach deshalb weil noch niemals irgendein allerkleinster Fetzen von etwas Gutem mir von diesen Personen entgegengebracht wurde. Zu dieser Gewissheit zu kommen war die Voraussetzung dafür gewesen zu so einer Beurteilung zu kommen. Ich hätte es auch lieber gehabt zu einem anderen Ergebnis zu kommen!!!!!! ICH KONNTE ES MIR ABER LEIDER NICHT AUSSUCHEN!!!! Ich hoffe mich hiermit deutlich genug ausgedrückt zu haben! Ich kann nur sagen daß ich von Natur aus jemand bin der am allerliebsten nur alle liebend durch die Welt rennen würde und allen verzeihen wollte. Du brauchst mir also nicht diese Lehre zu verkünden von wegen Nächstenliebe! Da bin ich wirklich der absolut falsche Adressat für. Natürlich weiß ich nicht wie Dein Leben aussieht. Du weißst es nicht wie meines aussieht. Wir können nur unsere Sichtweisen hier vermitteln. Ein guter Gedanke von Dir ist finde ich daß man schauen sollte ob man wirklich liebt oder sich nur zugrunde richtet weil man demütig versucht Liebe zu erlangen. Da ist wahrscheinlich was dran. Andererseits - ist dieses Gefühl was man dann hat gar nichts wert weil es keine "wirkliche" Liebe ist? Ist es nicht schrecklich wenn man sich in einer solchen Situation befindet? Demütig um Liebe hoffen zu müssen? Ist dies nicht zutiefst traurig und tragisch? Soll man dann noch denken müssen daß die eigenen Gefühle nichts wert sind? Das wäre grausam. Stimmt, ich habe den Schmerz gewählt. Ihn bewußt zu durchleben, damit ich ihn damit hinter mir lassen kann. Damit er dadurch endlich verblassen und in den Hintergrund treten kann und nicht mehr mein ganzes Leben beherrscht wie bisher. Wenn Du mir sagen willst daß ich ALLE lieben soll, dann sage ich Dir NEIN! Das muß ich NICHT! Und ich denke das hat auch nichts zu tun damit daß ich "noch nicht so weit bin". Und ich glaube auch daß ich weit genug bin durch Schönes zu lernen. Genau genommen erlebe ich es nämlich gerade in meinem Leben. Es fängt etwas Neues für mich an was alles für mich verändert. Und gelitten habe ich sehr wohl, das war keine ILLUSION gewesen!!!!!!! Das müßtest Du mir dann vielleicht auch einfach glauben da ich es wohl besser beurteilen kann. Bei mir ist es so daß ich den Widerstand aufbauen mußte und es noch weiter tun muß. Wir haben ein komplett unterschiedliches Leben würde ich mal sagen. Aber wie Du ja auch sagst - jeder geht seinen eigenen Weg. Und trotzdem kann man sich in vielen Dingen verstehen, auch wenn die Wege ganz anders sind. Was schwieriger sein wird ist solche Ideale von Zusammensein/Gemeinsamkeit im Kollektiv zu verwirklichen. Da würde wohl zu sehr das Individuum auf der Strecke bleiben. Dieses dennoch zu verwirklichen würde wahrscheinlich nur in einer religiösen Gemeinschaft möglich sein. Ich muß auf jeden Fall feststellen daß ich Deinen Worten auch etwas Richtiges entnommen habe bzw. Rückschlüsse gezogen habe. Nämlich daß Du Dich für Buddhismus interessierst. Ebenfalls ....so far..! Viele Grüße Heathcliff |
| Yami no Matsuei | [QUOTE][i]Original geschrieben von Heathcliff [/i] [B]@Yami no Matsuei Das hört sich interessant an von wegen Du läßt Dich treiben,..Stromschnellen die Du intensiv erlebst und erleidest, dann kommen wieder angenehme Gewässer... Es ist wahrscheinlich gut wenn man sich so dem Leben hingeben kann. Es ist gut wenn man es geschafft hat das das Leben für einen trotz negativer Erfahrungen weiter geht. [/B][/QUOTE] es hört sich aber nur so an. im endeffekt tue ich ncihts, um meine situation zu ändern, oder mich aus eigener kraft aus problemen herauszubekommen. alles was ich tue ist abwarten, dass es irgendwann wieder ruhiger wird, und das ist ziemlich deprimierend. sicherlich ein einfacher weg, aber ich will irgendwann mal zurückblicken können und wissen, dass ich einen beitrag geleistet habe, etwas, worauf ich stolz sein kann. doch bis jetzt gibt es nichts dergleichen. |
| Der_Philosoph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Yami no Matsuei [/i] [B]sicherlich ein einfacher weg, aber ich will irgendwann mal zurückblicken können und wissen, dass ich einen beitrag geleistet habe, etwas, worauf ich stolz sein kann. doch bis jetzt gibt es nichts dergleichen. [/B][/QUOTE] Bist du sicher, dass das so wichtig ist? Und bist du dir sicher, dass du wirklich auf nichts stolz sein könntest? Überlege doch ein wenig und dann sag es mir, du findest sicher etwas.:) *edit* [b]Teil 1[/b] Heathcliff, gut das du schreibst!:) Es haben sich jetzt für mich einige Missverständnisse geklärt und du hast genauer dargelegt was du meinst. Damit kann ich jetzt noch deine Missverständnisse aus dem Weg räumen und wir verstehen uns dann hoffentlich prächtig.^_^ Ich habe mich bisher nicht in deinem/eurem Freundeskreis gemeldet, weil es mir einfach zuviel war, alles zu lesen. Ich hoffe, du verstehst das. Ich freue mich über unseren Dialog, nur zum Freundeskreis reicht es für mich nicht, einfach zeitlich. Du kannst mir natürlich gerne Emails oder PNs schreiben, dann habe ich wenigstens eine direkte Kontaktadresse, Freundeskreise jedoch sind mir zu unkonkret und für mich Spam. Nun, ich reagiere nicht nur auf die Anderen, sie reagierten ja auch auf mich! Usache – Wirkung, nur muss man sich immer fragen, wo ist der Anfang? Bei einer eben von dir vermuteten ungerechten Behandlung wäre der Auslöser, die Ursache natürlich nicht bei mir, sondern bei jemanden anderen, wenn ich ihn nicht vorher provoziert o.ä. hätte…Wenn ich dies getan hätte, ist die Handlung des anderen ja nicht mehr als Re-Aktion auf meine Aktion. Und damit muss ich leben. Was natürlich nicht heißt, dass ich mich unangemessen behandeln lassen sollte!! Im Gegenteil. Nur sollte man halt daraus lernen, dass provozieren nichts bringt. Im Grunde MUSST du dem Anderen, wenn er eine Aktion gegen dich „fährt“, sofort ihm die entsprechende Wirkung präsentieren, ihm einen Spiegel vorhalten. Also ihm [b]genau die angemessene[/b] Handlung entgegensetzen. Im Grunde müsstest du ihm es auf gleiche Weise zurückzahlen. Nicht tausendfach und auch nicht die Backe hinhalten, nein, einfach genau so, wie er dich behandelt hat. Das dies natürlich nicht immer möglich ist, ist klar, aber dann muss man halt eine etwas kreativere und offensivere (aber nicht aggressive!) Möglichkeit finden! Nun, man kann niemanden ändern, aber man kann jemanden massiv beeinflussen, was du ja gerade bei den charakterschwachen (?) Mobbingopfern siehst! Es ist verdammt schwer und es ist einfach unglaublich, wie sehr man aufpassen muss! Ich muss einfach noch lange, lange üben, bis ich es soweit geschafft habe, mich unabhängig von der fremden Umstandsänderung selber so zu ändern, dass ich keine Probleme habe. Eigentlich ein geniales Konzept, nicht?! Immer wenn es schwierig wird, sich anpassen! Wie ein Chamäleon. Und doch gibt man sich selbst nicht auf, wechselt nur die Kleider, wie das Chamäleon nur die Farbe wechselt und trotzdem Chamäleon bleibt! Krass.^_^ Durch Gedanken entstehen Ideen, die Worte formen Realitäten, die durch Taten wirklich werden. Genau das ist es. Ich denke, oft bekommt man leider keinen Abstand zu sich selbst und dem Gesagten! Deswegen hängt es einem auch noch so oft nach…Aber klar, später wird man dadurch immer neue Wünsche und Hoffnungen entwickeln, die sich wieder durch Gefühle ausdrücken, die du selbst auch in deiner Kreativität, der Selbst-Entfaltung, der Körpersprache und deiner Art ausdrücken kannst.:) Wunderbar!*gg* Vielleicht spiele ich etwas bei mir herunter, aber ich glaube ich spiele eher das Negative hoch und das Positive runter, wie die meisten Menschen! Und das dauerhaft. Es ist extrem schwierig da wieder herauszukommen und selbst die meisten (mitunter krassen) Änderungen helfen nicht. Liegt wohl daran, dass ich keine Disziplin habe, was das Ganze nicht sehr verbessert! Klar, aber die S***** hat man doch schon erlebt, nicht? Und wenn nicht, Sorgen machen ist reine Idiotie, obwohl ich’s ja trotzdem ab und zu noch tue. Und wenn es dann vorbei ist, nun, wieso sollte man zurückgucken? Mensch, ich rede soviel, und selbst…bin ich soweit? Ich zweifle…aber ich sollte nicht zweifeln…Also bin ich soweit!...Oder?...Anscheinend nicht, doch der Schein trügt, in Wahrheit habe ich es wohl geschafft!:rolleyes: Und klar bewusst. Aber bewusst kann man nur den Moment erleben, oder etwas nacherleben! Aber dies nach zu erleben wäre Quatsch, wenn dann sollte man es gedanklich revidieren, da das Unterbewusstsein „Lüge“ und „Wahrheit“ nicht unterscheiden kann, wenn man ihm einredet es wäre wahr! So funktioniert Selbstsuggestion! Nur das Problem dabei ist, dass wir uns öfters einreden, dass wir schlecht sind, dabei sind wir supertoll, jaaaaaaaaaaaaaaaa! *Kostet mich schon wieder Überwindung und der Schmerz, wenn ich an so manches Gute, was ich jetzt nicht zu haben [b]scheine[/b] platzt wieder aus meiner (seelischen) Wunde…* Und es ist nicht egal, was man tut! Ja gut, im Grunde hast du Recht, weil wenn man alles eben in einem „ich bin schlecht“ Zustand macht, dann wird es auch einem so ergehen! Deswegen ist das [b]wie[/b] gefragt! Wie tue ich es? Voll Liebe und Zuversicht! Mit Freude und Optimismus: „ICH BIN GUT! ICH BIN TOLL! ICH BIN WUNDERBAR!“ …Dann käme man vielleicht raus. Aber in dieser Situation tut das irgendwie keiner.:( Und wenn man nicht in der Situation ist, braucht man es ja eigentlich nicht mal…verzwickt das alles! Es scheint nur keine direkten Auswege zu geben, aber am Ende ist doch jeder „Ausweg“ direkt, oder? Oder was wäre indirekt? Nirwana? Was soll man dort denn finden? Da muss man erstmal hinkommen! Sterben alleine bringt da nichts, was sollte dies auch? |
| Der_Philosoph | [b]Teil 2[/b] *hehe* Das mit den Inhaltslosigkeiten ist typisch, und ich erlebe es regelmäßig und immer wieder. Und selbst wenn man wie du „total lachen musste“, irgendwann wird es nur noch neeeeeeeeeeeeeeervig und verdammt stressig!!! Und das kotzt mich dann an, weil ich mit so etwas nicht anfangen kann. Und [b]mein[/b] größtes Problem in dieser Hinsicht ist, dass ich die wirklich wertvollen Leute so scheisse behandle, weil ich mich und sie nicht als so wunderbar erkenne, besser, mich nicht, und ich denke, ich bin es nicht wert und dann habe ich Angst und Sorgen und mache mir Gedanken, statt gedankenlos zu leben, wie die anderen! Ich kann dann nicht ich selbst sein, obwohl ich es mir eigentlich wünschte und dachte, es sei jetzt möglich. Und wie gesagt, wenn es mir halt die anderen nicht versauen oder versaut haben, dann denke ich, irgendwie muss es doch noch einer versauen oder scheisse laufen, anders habe ich es ja nicht verdient, anders lief es fast nie! Und dann mache ich mich so runter, dass ich alle zunichte mache, was ich hätte erreichen können.:( DAS macht mich verzweifelt. Mein Problem ist, es ist mir bewusst, ich kann es teilweise ändern, aber es gibt gewisse Punkte, da holt es mich einfach ein! *snüff* ALLES ist nicht leer. Nicht ganz. Du hast Recht, Musik und eigentlich Alles. Nun, ich habe es wahrscheinlich wieder falsch ausgedrückt, pass auf, sagen wir es wie oben, es kommt auf das [b]wie[/B] an! Denn selbst Inhaltslosigkeiten, wie sie so scheinen mögen, haben doch etwas an sich, sie sind. Nur der Umgang und die Bewusstheit „dass es nicht so der Bringer ist“, sich den ganzen Tag mit so etwas zu beschäftigen, haben die meisten noch nicht. An sich ist nichts negativ oder positiv, denn alles ist relativ. Was du über Freunde sagst, gefällt mir sehr, du hast Recht. Ja, genau, trotzdem sie mir schaden, lieben sie mich. Denn sie sind so gesehen erstmal krank und sehen nicht, was sie tun, was sie für Schaden anrichten. Aber ihre Seele hat dies aus Liebe zu meiner Seele so mit mir abgemacht und ich habe zugestimmt, so das wir beiden daraus lernen können!:) Es gibt keinen Anlass einem anderen zu verzeihen, als ihm zu verzeihen, als zu lieben. Und was du über deine Ansicht hast, ich verstehe dich vollkommen, das ist auch meine Meinung! Und ja, es ist sein Schmerz der ihn dazu treibt, dir Schmerzen zuzufügen! Und du siehst, wenn du ihm keinen Schmerz zufügst, wird auch sein Schmerz nachlassen und damit seine Angriffe! Du kannst ihm somit helfen. Aber, wie gesagt, im Grunde ist da jeder gleich und jeder ist es gleich viel oder wenig wert geliebt und angenommen zu werden!!:) Und das mit den Feinden lieben, puh, du hast da einen Fehler gemacht, und eine Sache gut. Du hast nichts menschliches finden können. Dies ist möglich, wenn auch nur Schein. Das Problem ist, du hast nicht daraus gelernt! Du MUSST NICHT immer alles andauernd lieben! Es geht darum, du hättest erkennen müssen, dass es [b]unnütz[/b] ist, diese(n) Menschen ändern oder mit Liebe erreichen zu wollen! Du musst immer gucken, wie/was bringt (es) den größten Nutzen (für alle Beteiligten)?! Es geht darum, was ist am Ende am Positivsten! Es ist positiver für alle, besonders für dich, wenn du dich bald abwendest, als dass du dein ganzes Leben und deine Liebesenergie an sie verschwendest!! Dies musst du schneller einsehen! Es ist bei dir alles so schwarz-weiß! Es geht ja beides, man muss es halt einfach, vielleicht zu deinem Leidwesen, immer wieder austesten! Man darf nie aufgeben! Aufgeben ist resignieren, ist Selbstzerstörung! Man muss es immer wieder versuchen, wie auch du! Aber bei anderen Menschen!!!! Es heißt ja nicht, nur weil es bei einem nicht funktioniert hat, dass es bei einem anderen nicht funktioniert! Es geht darum, dass du austestest, ist es möglich, mehrere Male. Wenn du feststellst, dass es hoffnungslos ist, wende dich jemandem anderen zu. Es ist die Frage: Bist du 98.000 Mal zuviel auf jemanden eingegangen, oder 1 Mal zu wenig? Ich denke eher, 98.000 Mal zuviel, denn man muss irgendwann das Unvermeidliche, das Klare akzeptieren und etwas ändern!!! Und das möglichst früh, um seine frische Energie neuen Zielen zuzuwenden! Deswegen kann ich nur sagen, 2, 3 Mal kann man gerne aufeinander zugehen, wenn man sich schon mal geliebt hat, öfters. Wenn sich jedoch nichts ändert, abwenden! Und ansonsten kenne ich das, ja, solche Leidensgeschichten sind scheisse, ich kann sie auch fast kaum tolerieren, ihre Art und alles, ich verachte sie aufs Tiefste!! Und sie sind von Eifersucht und Selbstsucht zerfressen, nicht von Neid…das nur nebenbei… Ja, die Gewissheit, die innere Gewissheit sollte da sein! Mittlerweile versuche ich mich NUR NOCH nach meinem Gefühl zu richten!! Denn gerade, wenn ich mir jetzt überlege, was ich (mir) so alles versaut habe, weil ich nicht nach meinem Gefühl gehandelt habe, es ist schrecklich, ich könnte sofort in die tiefste Depression verfallen! Aber die Vergangenheit ist vorbei…Du konntest dir es leider nicht mehr aussuchen. Da du schon vorher die Wahl getroffen hast. Und warum hast du sie getroffen? Um [b]genau das[/b] zu lernen, was du jetzt gelernt hast, diese Lektion! Aber sei froh, jetzt musst du sie kein zweites Mal lernen! Und du hast dich deutlich ausgedrückt, danke.:) Ja, ich kenne das, und auch wenn du vielleicht der falsch Adressat bist, ich denke für die Liebe ist es nie zu spät! Und eigentlich will ich ja gar keine Lehre verkünden! Dies nur nebenbei… Nun, man kann nur auf Liebe hoffen, wenn man denn die Liebe braucht…wenn man sich selbst nicht genug ist, muss man wohl hoffen, …und lieben. Denn ohne Liebe deinerseits hast du glaube ich erst recht keine Chance irgendwann auf Liebe zu stoßen! Und klar, die Situation ist hart, die Trauer, der Schmerz, die Sehnsucht, das Leid. Aber wozu das Alles? Das frage ich mich oft, und die einzig sinnvolle Antwort die ich finde ist: Der Liebe zuliebe. Mir selbst zuliebe. Damit ich mich wenigstens lieben und annehmen kann. Damit ich mich und meine Gefühle eben doch sehr wertschätzen kann, auch wenn dies kein anderer tut. Für mich ist es enorm schwer mich zu lieben, so zu lieben, wie einen anderen Menschen! Warum nur? Ich muss dies erst lernen, doch es ist [b]sehr[/b] schwer. Ich empfinde es als Lüge, wenn gesagt wird Liebe etc. ist leicht und natürlich und man muss einfach entspannt und so was sein! Das stimmt nicht! Auf jeden Fall nicht ganz! Man muss immer an Beziehungen, gerade an Liebesbeziehungen arbeiten! Es ist sicher teilweise leicht, sehr leicht, aber eben nur dann, wenn man gerade wirklich liebt! Aber was ist, wenn dem gerade nicht so ist?! Dann muss man hart und mit starkem, positiven Willen daran arbeiten, den Zustand der (Nächsten)Liebe wieder zu erreichen! Ach…******…. Hm, ich kenne es verdammt und ich will es nicht (lieben)! Aber ich muss! Oder? Was soll ich denn machen? Sind wir echt alle so allein? Kann das denn die WAHRHEIT sein?! Und wieso muss man diese nur so schwer und schmerzlich finden können? Wenn uns alles versprochen wurde, wieso bekommen wir dann nicht alles, in jedem Moment? Weil wir noch nicht so weit sind?! ***** wenn wir in jedem Moment alles haben sollen, wieso haben wir es dann JETZT nicht?! Klar, ich oder jemand anders könnte wieder argumentieren, das ist Ansichtssache, Bewusstseinssache und das es keine Zeit gibt…Aber was NUTZT uns das JETZT, wenn wir doch noch so schwach und klein sind?!? Denn ich könnte auch argumentieren, dass dies Ansichtssache und Bewusstseinssache und Sache der Zeit ist!!! Und dann?? Nun, meinst du, dass du ihn bisher gewählt hast (hast du das wirklich DIREKT und absichtlich?), wird er später der Liebe weichen und nur noch Freude wird in deinem Leben sein, oder ist in deinem Leben? Ich meine, wie sieht dein Leben denn jetzt aus, bist du wirklich vollkommen zufrieden? Oh, warum bin ich nur krank?... Und…ist es so, dass du nicht alle lieben willst, oder dass du es nicht kannst? Oder dass du es am Liebsten können würdest nur dir keine Chance eingeräumt wird? Vielleicht eine total blöde Frage, aber im Moment beschäftigt mich das… Durch Schönes kann man lernen, wie man es schön(er) macht…? Klar, es verändert einen und ist schön, doch für wie lange??...ich weis ich bin asozial gerade, tut mir leid! Und ja, Leid ist nicht weniger „Illusion“ als etwas anderes, stimmt wohl…Ich glaube es dir und weis, dass du es beurteilen kannst…besser?...wer weis… Was für einen Widerstand MUSST du aufbauen? Kannst du da bitte noch mal sehr genau drauf eingehen? Das interessiert mich jetzt sehr, ich kann dich nur bitten… Und klar kann man sich verstehen, auch wenn die Wege anders laufen.:) Hm, im Kollektiv ist das Problem, dass sich das „Kollektiv“ nicht als Kollektiv, also wirklich als eine Einheit ansieht!! Die „Borgs“ würden nie gegen das Kollektiv handeln! (Doofer Vergleich, finde ich aber gut.:D) Und darum geht es, wir sehen uns nicht als kollektive Menschheit, als kollektives Bewusstsein und als kollektive Beziehung zu einander! Und das ist sehr, sehr schade.:( Die Religiosität muss nicht die Lösung sein, es ist eher die pragmatische Spiritualität, die die höhere Wahrheit in allem alltäglichen erkennt.:) Und das mit dem Buddhismus, joa, stimmt… so far… Mit freundlichen Grüßen Der_Philosoph |
| Frozen Hell | Hab nicht alle Beiträge gelesen, aber ich für meinen Teil hab Glück gehabt und es geschafft. Allerdings lags vielleicht daran, dass die Leute, die ich endlich nach 11Jahren Einsamkeit als meine Freunde, Familie und Partner bezeichnen kann,ähnliches erlebt haben und deshalb auch jemaden brauchten. |
| Heathcliff | TEIL 1 @Philosoph: Sich selber als gut oder schlecht zu sehen - wer weiß was das oft alles für "Blicke" sind. Die von außen kamen und man hat sie verinnerlicht. Vielleicht ist es auch deswegen so schwer sich selber als gut zu sehen weil vorher schon so viele einen als schlecht gesehen bzw. abgestempelt haben.... so ein Blick kann tief an einem haften bleiben und sogar das ganze Selbstbild bestimmen. Wenn man dies nicht in seinen Ursachen erkennt kann man sich 1000 mal am Tag sagen daß man eigentlich toll ist, es wird aber nie etwas ändern. Es sei denn man ist jemand der die eigenen Gefühle manipulieren kann/will. Es ist dann aber nur "gefuscht". "Charkaterschwache" Mobbing-Opfer. "Schwach" vielleicht auch einfach nur weil niedergemacht und in Grund und Boden gestampft. Schwach weil diese Person alleine ist und niemand sie bestärkt, verteidigt, für sie da ist. Da können die "Starken" - die in der Mehrheit - natürlich gerne höhnen und spotten. Dabei sieht man schon in Kinderfilmen z.B. bei Pippi Langstrumpf wie armselig und peinlich das ist. Ich finde gerade die sogenannten Schwachen haben in Wirklichkeit Charakter. Wenn ich "Charakter" betrachte als andere nicht zu benutzen sondern aus sich selber heraus zu leben. Wenn Du denkst Du bist es nicht wert (z.B. Freunde zu haben) - ich denke das ist von anderen ausgegangen. Du hast es verinnerlicht nichts wert zu sein. Jemand wie Du der darüber reflektiert und darunter leidet sich selbst nicht als wertvoll sehen/behandeln zu können, der ist wohl kaum selber der Verursacher für diesen Blick!!! Und stimmt - wenn man selber nie beachtet wurde bzw. nichts wert ist (die eigenen Gefühle, das eigene Befinden), dann hat im eigenen Leben alles keinen Wert. Man kann es dann auch selber nicht beachten/achten. Und deswegen sieht man glaube ich auch oft gar nicht was man alles hat. Man kann es einfach nicht sehen. Das Problem, die Verzweiflung, nicht man selber sein zu können - ich kenne es so gut. Sehr viele Jahre habe ich in Einsamkeit gelebt deswegen. Zu "Inhaltlosigkeiten". Ein Gedanke den ich jetzt dazu hatte ist daß solche Dinge - z.B. Musik - für einen so besonders erfüllt sind weil man irgendwie selber darin steckt. Als wenn die eigenen Gefühle darin "geparkt" wären, oder vielleicht sogar wie abgestellt, wie bestellt und nicht abgeholt. Im eigenen Leben geht es vielleicht gar nicht richtig weiter weil man sich z.B. immer weiter mit Personen rumschlägt (d.h. sie liebt und versucht sie zu verstehen) die eigentlich gar keine Beziehung/Bezug zu einem selber haben wollen. Dann sollte man natürlich wirklich versuchen von solchen Inhalten/Inhaltlosigkeiten wegzukommen bzw. seine eigene Mitte zu finden und die kann nur außerhalb von so etwas zu finden sein. Bzw. diese Dinge sollten außerhalb von einem selber sein. Man sollte ein bestimmtes Verhältnis zu ihnen haben können, einen gewissen Abstand. Es ist ja schön daß sie da sind, aber im richtigen Maße, sie dürfen nicht bedeutender für einen sein als man selber. Es ist erschreckend für mich dies zu denken. Einfach weil man selber im Leben immer so links liegen gelassen worden ist von anderen hängt man in solchen Sachen rum bzw. wird damit vertröstet. Es wird so getan als wenn das alles auf der Welt wäre, als ob man damit zufrieden können sein müßte. Man wird abgespeist, abgeschoben! Bzw. ist dorthin abgeschoben worden. Oder hat sich darin vergraben (Musik) weil es noch der einzige Ort war wo die eigenen Gefühle wenigstens ein BISSCHEN erlaubt waren.... Das ist erschütternd. Es wollte einfach keiner zu einem in Beziehung treten!!!! Man selber läuft dann immer weiter in's Leere, greift alle möglichen Sachen auf, versucht sich damit zu beschäftigen, jedoch - das kann ja nicht alles sein!!! Es FEHLT doch was!!! Ja, ALLERDINGS!!!!!! Der Punkt wo andere die Dir schaden dies nur aus Liebe tun - da werden wir beide immer uneins sein!!!! Ich habe den anderen keinen Schmerz zugefügt, das weiß ich mittlerweile genau - und trotzdem scheint der ihrige nicht nachzulassen. Dazu müßten sie ihn nämlich bewußt erleben und dies verhindern sie ja gerade dadurch daß sie ihn MIR ZUFÜGEN!!!!!!! Da hilft nur die Konsequenz zu ziehen. Du sagst bei mir wäre alles schwarz-weiß. Dies kommt Dir vielleicht so vor, aber ich habe einfach meinen Standpunkt mittlerweile gefunden bzw. bin intensiv dabei. Und wenn man diesen hat dann sind die Dinge eben klipp und klar und eindeutig. Und so sind dann auch meine Worte. Klare Worte zu sprechen - soll das schwarz-weiß sein? Dazu habe ich lange genug gebraucht um dahin zu kommen, das kannst Du mir glauben!!!!! Um zu so einer KLARHEIT zu kommen! Zu meinen KONTUREN! Das was ich hier von mir gebe das sauge ich mir nicht mal so gerade eben aus dem Finger, das ist etwas in zig Jahren Erarbeitetes, Gewachsenes, gewachsen aus tiefstem Erleben und Erleiden. Ohne mir meines eigenen Standpunktes gewiß zu sein hätte ich gar nicht so ein Forum betreten und etwas gesagt. Zum nächsten Punkt. Von wegen schneller einsehen daß es bei Leuten nichts bringt sie zu lieben und sich dann abzuwenden. Ja, vielleicht geht es bei mir nur im Schneckentempo, dafür aber sehr tief und gründlich und jetzt auch endgültig. Es kommt ja auch immer darauf an wie tief eine Bindung ging. Dementsprechend lange knabbert man auch daran. Manchmal braucht man dann Ewigkeiten um irgendwo hinter zu steigen. Weil diese Personen z.B. auch versuchen diesen Durchblick mit allen Mitteln zu vereiteln. Die Suche nach der Wahrheit kann sehr lange dauern - jedenfalls wenn man so tief getäuscht worden ist. Was der Fall ist wenn dies einem als Kind widerfuhr. Du sagst man darf nie aufgeben - ich weiß es nicht. Meine Erfahrung ist umso schneller man es einsieht daß etwas bei einem nichts bringt und man sich dann von dieser Person ab- und einer anderen zuwendet, um so mehr verheddert man sich in etwas, um so tiefer gerät man erst in die S**** rein. Mich würde interessieren wie alt Du bist damit ich das von Dir Gesagte besser einordnen kann! Verrate es mir doch per e-mail wenn Du möchtest. Meine Erfahrungen sind: Um so mehr man sich in Liebe anderen zuwendet und dabei hofft auf Gegenliebe zu stoßen/diese zu wecken, um so weniger bekommt man sie. Bzw. man bekommt sie gar nicht. Ist das jetzt eine bittere Gesetzmäßigkeit des Lebens oder nur eine MEINES Lebens weil mir immer alles vorenthalten worden ist???? Andererseits - Du hast natürlich Recht. Man muß offen auf andere zugehen, sonst wird man nie etwas finden und bekommen. Wahrscheinlich muß man es wirklich immer wieder versuchen... |
| Heathcliff | TEIL 2: Du liebst - auch weil Du nicht alleine sein willst. Zu lieben als Kontakt aufnehmen, den vielleicht einzigen wirklichen Kontakt den es gibt. Zitat: "Sind wir echt alle so allein? Kann das denn die WAHRHEIT sein?! Und wieso muss man diese nur so schwer und schmerzlich finden können? Wenn uns alles versprochen wurde, wieso bekommen wir dann nicht alles, in jedem Moment? Weil wir noch nicht so weit sind?! ***** wenn wir in jedem Moment alles haben sollen, wieso haben wir es dann JETZT nicht?!" Das gefällt mir sehr sehr gut. Das könnte ich doppelt und dreifach unterschreiben. JA, wieso eigentlich haben wir es JETZT nicht? Unser Gefühl sagt uns wir wären der Liebe (noch) nicht wert, noch nicht gut genug, noch nicht "weit" genug. Das ist aber alles eine Lüge, eine billige Ausrede von denen die uns Liebe geschuldet haben - unsere Eltern/Erzieher. Man wird ewig hingehalten - bis zum St. Nimmerlein's Tag. Mit immer weiteren und neuen Auflagen dies und das an sich zu verbessern. Jedoch man rennt wie ein Windhund auf der Rennbahn dem Köder nach. Totale Verarschung. Man kann sich wirklich nur fragen, warum habe ich es JETZT nicht? Sie haben es andauernd versprochen, jedoch sie halten es nicht ein!!! WARUM bin ich nicht gut genug so wie ich bin? Man ist es nämlich!!! Gut genug!!!! Mit Deinen Worten drückst Du einen ganz bestimmten Schmerz aus der mir sehr bekannt ist. Es ist auch unerträglich daß man niemals mit seinen Gefühlen auf etwas stößt, niemals etwas zurückkommt. Man fühlt sich so einsam und isoliert als ob man alleine im Weltall unterwegs wäre. Oder als ob man auf einem fremden Planeten unter Mutanten oder so gelandet wäre deren Sprache man nicht versteht. In der eigenen Sprache wird einem nie geantwortet. Um zu wachsen braucht man auch Liebe. Wenn es Dich wirklich interessiert wie mein Leben jetzt aussieht - vielleicht erzähle ich es Dir ja mal per e-mail. Ich will auch nicht alle lieben. Ich bin momentan in einer intensiven Bewußtwerdungsphase wer mir alles Schaden zugefügt hat und diese Leute streiche ich aus meinem Leben. Damit meine ich jetzt ein tiefgehendes gewissenhaftes Resumé und nicht eine kurze Beurteilung. Ich weiß daß ich nur so frei werde für das Positive. Man muß das Positive und das Negative unterscheiden, deutlich auseinanderdividieren. Wer tut/tat einem gut, wer schlecht. Unter'm Strich gibt es nur das eine oder das andere. Sonst bleibt man ewig stecken, glaube es mir!!!!!! Wenn man denkt, ja aber diese eine Sache, dieses eine Mal vor 10 Jahren oder so, da war der andere ja mal so und so, das war ja auch gut gewesen.... In diesem Kreis dreht man sich für alle Ewigkeit. Manchmal sehen Dinge auch gut aus, aber Menschen können auch aus Bösartigkeit Gutes tun, nämlich um einen zu täuschen!!!!!! Daß man nicht von ihnen loskommt!!!!! Bzw. aus Manipulationszwecken!!! Was meinst Du damit, ob ich es gerne können würde - zu lieben - und mir aber keine Chance eingeräumt wird - alle zu lieben oder einen? Ein wenig wütend macht es mich allerdings wenn Du bezweifelst daß ich es besser beurteilen kann ob mein Leid nur Illusion war oder nicht. Das empfinde ich fast schon als Anmaßung von Dir!! Noch zum Widerstand den ich aufbauen muß: Ja, wie soll ich das jetzt erklären? Grob gesagt - bisher war es so daß meine Gefühle total unterdrückt waren - als Folge davon konnte praktisch jeder mehr oder weniger mit mir machen was er wollte. (dieses Chameleon-artige) Ohne daß ich jetzt unbedingt wie eine leicht beeinflussbare Person wirke. Im Gegenteil. Es wurde immer so getan/gesagt ich hätte einen besonders starken Willen. Der aber unterdrückt war, ohne daß mir dies wirklich bewußt war. Werden die Gefühle frei und man nimmt sie ernst und geht ihnen nach - dadurch entwickelt sich etwas was vorher nicht da war. Man gibt seinen Gefühlen Raum, nimmt Raum und Zeit von anderen in Anspruch und dadurch wird man stärker. Es entfaltet sich etwas - auch Frust z.B., den man schon lange unartikuliert tief in sich hat. Man verändert sich. Dinge die man sich früher hat gefallen lassen sieht man plötzlich mit anderen Augen, man wird wütend, beschwert sich z.B. (das macht natürlich alles erst mal Angst) Man läßt sich von anderen nicht mehr so leicht beiseite schieben, abwürgen, vertrösten, in die Ecke stellen. Man läßt sich nicht mehr ihren Willen aufdrücken, man setzt seinen eigenen daneben, versucht die eigenen Interessen mit einzubringen und geltend zu machen die bisher ohne jeden Belang waren. Die WIRKLICHEN eigenen Interessen und nicht das was einem die anderen die ganze Zeit dafür verkauft haben. So findet man zu sich selber, man setzt seiner Umwelt immer mehr Widerstand entgegen. Dazu muß man stark sein denn es beinhaltet natürlich daß man z.B. von manchen Leuten emotional fallen gelassen wird die einen nur gebrauchen können wenn man in ihrem Sinne für sie funktioniert. Das muß man verkraften können. Daß sich mitunter die ganze Welt von einem ABWENDET. Und man plötzlich in der tiefsten Tiefe realisiert wie alleine man steht und schon immer gestanden hat.... Heute ist mein Frust-Tag..... nicht nur Du bist krank...:cool: Wenn man es so nennen will. Diesen Widerstand leisten ist dann vielleicht auch das was @YAMI no Matsuei gebrauchen könnte. Denn sonst ist man wirklich nur ein Blatt im Wind - immer abhängig von der Gunst der anderen, den Verhältnissen. In gewissem Sinne ist man es natürlich auch, man muß sich Dingen fügen können. Aber es gibt auch Dinge denen man sich nicht fügen muß, gegen die man sich wehren kann, Widerstand leisten eben. Um seinem Leben einen anderen Kurs zu geben, daß es sich mehr im Sinne der EIGENEN Interessen entwickelt. @Frozen Hell: Du sagst etwas was ich mir auch so vorstelle. Nur Leute die Ähnliches erlebt haben und auch jemanden brauchen, die können einem guttun. Den anderen zu brauchen und gebraucht zu werden - das ist total wichtig denke ich. Das ist eine lebendige Basis für etwas. |
| RayRay | Hi Heathcliff... Ich finde das traurig, dass du nicht mehr glaubst, dass es Menschen gibt die natürlich sein können. DAs habe ich früher auch nicht, ich habe die ganzen Verhaltensregeln auswendig gelernt und mir irgendeine beliebige Persönlichkeit ausgesucht. Aber jetzt kenne ich Menschen, die natürlich sind. DIe ihre persönlichkeit nicht ändern können, und sie sind so unglaublich echt... wie Stückchen einer anderen Zeit oder einer guten Erinnerung. Vielleicht hat es auch was mit mir zu tun, doch das glaube cih nicht. Und wie die Umgebung auf sie reagiert ist auch unglaulich. Denn die Menschen vergöttern sie, da sie so anders sind, da sie soviel intelligenter, soviel natürlicher, soviel witziger und ehrlicher sind. DA sie keine Scheiße von sich geben, nur um den Raum zu füllen. Doch so reagiert die Welt auf sie. Sie selbst sind viel schwieriger, denn wenn du schlauer bist als der Rest, widert es dich irgendwann an bei ihm zu sein. Pflege deine Sozialen Kontakte doch einfach weiter, irgendwann lernst du LEute kennen die anders sind. Leute die nicht so sind wie der Rest, und nicht so wie du. Vollkommen anders... wäre das nicht ein Fundstück? |
| Heathcliff | Das ist doch wirklich interessant was manch einer alles in einem sieht bzw. liest... @RayRay: Wo habe ich in irgendeiner Weise gesagt ich würde nicht mehr daran glauben daß es natürliche Leute gibt? Weil ich geschrieben habe daß ich mir wie jemand auf einem fremden Planeten vorkomme? Und abgesehen davon - dann wären sie ja NICHT vollkommen anders als wie ich, denn ich bin genau so jemand Natürliches. Und deswegen gehe ich auch eigentlich davon aus daß es andere gibt die so sind wie ich denn ich werde ja wohl nicht der/die einzige sein. Auch wenn es vielleicht manchmal meine Befürchtung ist. @Philosoph: Mir ist noch etwas eingefallen. Daß Du von mir denkst ich würde mir mein Leid vielleicht nur einbilden - vielleicht siehst Du ja Dich selber in mir. Und Du denkst über Dich selber daß Du Dir DEIN Leid nur einbildest, bzw. bezweifelst es. Weil andere es an Dir nicht ernst genommen haben, Deine (verletzten?) Gefühle nicht ernst genommen haben bzw. Dich so behandelt haben als wenn Du gar keine hättest. Dann fragst Du Dich vielleicht tief in Dir ob Du Dir das alles nur eingebildet hast. Die anderen werden das dann vielleicht sowieso von Dir denken. Vielleicht braucht man ja eine andere Person in der man sich selber sucht und findet. Das ist bei mir dann glaube ich auch so. Wenn man selbst so tief begraben ist und sich nicht wirklich kennt, sein "wahres" Selbst, dann kann man sich erst mal nur an anderen sehen glaube ich, an einem Gegenüber. Auf diesem Weg kann einem dann die eigene Person bewußt werden indem man realisiert was man alles davon selber ist. Dies ist vielleicht so für einen weil einem der "Spiegel" gefehlt hat der eigentlich die eigene Mutter sein sollte. In ihr hätte man sich selber erkennen können müssen, das eigene "Antlitz"...... (Hoffentlich überschreite ich damit jetzt nicht endgültig die Grenze wo es viel zu sehr in die Tiefe geht.... und nicht mehr nachvollziehbar ist.) Vielleicht bin ich momentan auch etwas radikal was das "Streichen" von Personen anbetrifft. Ich meine es glaube ich eher so daß ich einen tiefen Abstand zu ihnen finden muß. Wenn einen bestimmte Dinge verletzen von einem einfach z.B. weil der andere viel oberflächlicher ist als man selber dann muß man sich erst mal zurückziehen von ihm. Das so etwas geht das ist eigentlich völlig neu für mich. Daß man die Distanz also selber bestimmen kann, so wie es für einen am besten ist. |
| Heathcliff | Ich habe die Antwort auf meine Eingangsfrage gefunden. Ja, für mich ist es möglich ein normales Leben zu führen, und zwar deshalb weil ich selber völlig normal bin. Ein normaler Mensch - zu differenziertem Fühlen und Denken in der Lage. Die Leute aus meinem Umfeld waren es die so extrem sind daß sie es nicht können - leben. Normal oder nicht normal, sie können es nicht. Ich bedanke mich für Eure Beiträge! Ich werde mich dann jetzt endgültig dem zuwenden was ich habe und mir alleine gehört: Meinem Leben. Viele Grüße und alles Gute!!!! Heathcliff |