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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Werte, alt und überholt?
GargoyleHallo allerseits. Ein paar Freunde und ich machen uns gelegentlich Gedanken über "die gute alte Zeit". Generell fragen wir uns dann, ob Werte wie Treue, Loyalität, Freundschaft, Ehre usw. überhaupt noch existieren. Sind das und damit auch wir nur Rudimente vergangener Äonen?
Es würde mich interessiren, wie Ihr das seht! Schreibt fleißig!
RattenkindIch glaube nicht das Eigenschaften wie Treue, Loyalität und Freundschaft heute nicht mehr existieren. Eher finde ich das genau diese Eigenschaften heute wieder wichtig werden, egal ob im Beruf oder im privaten Bereich.

Das Rattenkind
hagzissa13gute alte Zeit??? Wie alt seid ihr denn, um Himmels Willen?

Meine Oma redet auch immer von der "guten alten Zeit"... aber da gehe ich dann nicht so wirklich konform: sie redet vom 3. Reich und das finde ich echt grausam. Ich schäme mich dafür, echt...

Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mit dem Ausspruch "gute, alte Zeit" immer was negatives verbinde...


Freundschaft und Treue sind für mich sehr wichtig, aber das ist mein persönliches Gusto...


Mit Loyalität und Ehre verbinde ich immer die Aussagen irgendwelcher Burschenschaftler "altehrwürdiger Studentenverbindungen"... aber da bin ich ws auch etwas negativ geprägt...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
AmittusWichtiger weil sie verloren gehen, und bald nicht mehr da sind.
Aber diese Werte verlieren schon an Wert und sind bedeutungslos. Was ist heutzutage Freundschaft? Man geht einmal am WE in ner Disse und hat halt mal ein Hobby zusammen und trifft sich da (z.b. karate) aber keine richtige Freundschaft mehr.
decay73Freundschaft ist das, was wirklich wichtig ist. Und in [I]diesem[/I] Zusammenhang wohl auch Treue und Loyalität.

Bei dem Begriff 'Ehre' bin ich mir nicht so sicher. Ich kann mit ihm eigentlich nicht viel Anfangen, und weiß auch nicht, worauf er sich beziehen soll...das, womit man ihn üblicherweise in Verbindung bringt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen...

~decay~
Gargoyle@ decay73

Bist Du Rollenspieler? Wenn ja, dann kennst Du vielleicht beim DSA eine Amazone, den Krieger, oder auch Rondrageweihte!?
Bei denen ist es zum Beispiel ein Eherencodex niemals Wehrlose anzugreifen, oder am Boden liegende zu schlagen. Auch die berühmte "Zivilcourage" ist eine Art von Ehre, wenn man dem Unterlegenen, oder Hilflosen zur Seite steht. Wenn ich mich zum Beispiel blind auf Dein Wort verlassen kann, bezeichnet man Dich als Mann/Frau (sorry, weiß ich noch nicht) von Ehre.

Der Brockhaus sagt dazu:
Ehre, in einem grundsätzlichen Sinn die dem Menschen zustehende Achtung; im gesellschaftsbezogenen Rahmen die Wertschätzung der eigenen Person (die zur Einhaltung gesellschaftlicher Normen und Konventionen verpflichtet).
cruel_intentionIch denke, dass Werte auch heute noch sehr wichtig. Sie haben sich mit der Zeit nur etwas geändert.
Freundschaft, Treue und Loyalität finde ich für mich am wichtigsten. Diese Ellbogen-Mentalität ist nichts für mich!
WinterWolfDie Werte sind wichtig, werden aber nicht mehr von vielen wirklich geachtet - die meisten sind mit der "Ellenbogenmentalität" aufgewachsen und verlieren sie auch nie... ich persönlich verabscheue diese Denkweise, aber da bin ich halt so.

Alte Werte existieren aber sehr wohl, nur muss man länger suchen, bis man Leute findet, die das noch achten! Aber es gibt sie, ich weiß das aus eigener Erfahrung.
decay73@Gargoyle:
Rollenspieler bin ich zwar nicht, aber wenn das mit Ehre gemeint ist, stimme ich dir zu, daß auch dieses wichtig und erstrebenswert ist. :)

~decay~
ChimonasWerte sind wohl fuer die meisten Menschen heutzutage sehr wichtig.

Doch nicht, um sich daran zu halten, sondern um zu wissen, was sie nicht beachten muessen.

Es kommt bei den Werten, welche anfangs genannt wurden, wohl auch darauf an, WEM man sie entgegenbringt. Oder WER sie einem abverlangt.

Etwa, ein ganzes Land, oder die Freundin, der Freund, Mitmenschen, man selbst.

Wenn ein Land diese Werte von einem Menschen fordert und man selbst bereit ist, etwa Ehre, Treue und Loyalitaet zu geben, kann das auch zu Problemen fuehren, die nicht wieder gut zu machen sind.


Gruss
Chimonas
Gargoyle@ hagzissa13
Entschuldige, wenn ich Dich etwas verwirrt haben sollte. Wir sind gar nicht so alt. Und ich meine mit der guten alten Zeit nicht das dritte Reich!

@ Chiomas
Ich stimme Dir vollkommen zu. Auch wenn ich sagen muss: leider!

@ WinterWolf
Ich sehe es, daß es noch Menschen gibt, die Werte haben und diese schätzen.

In diesem Sinne schon Mal Dank an euch alle!
NephthysAlte Werte sind alte Tugenden. Diese verändern sich mit dem Lauf der Zeit und passen sich der Gesellschaft an. Ich für meinen Teil finde, dass alte Tugenden abgestaubt werden und in neuem Glanz erstrahlen sollten.
Ich befürworte die alten Werte, solange man nicht sein ganzen Leben danach richtet und sie als unumgängliche Prinzipien sieht. Treue, Ehre, Freundschaft, Loyalität, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Toleranz, Mut, Hilfsbereitschaft, .... alles Werte, die man neu interpretieren muss und in die heutige Zeit transverieren kann.
Ich halte viele für sehr wichtig, aber jeder muss es für sich entscheiden ob er sie vertritt. Freundschaft, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz, auch Stolz halte ich für sehr wichtig.
SinistreIch halte diese Werte ganz und gar nicht für überholt.. Selbst wenn die Begriffe selber heute etwas angestaubt und altmodisch erscheinen - das, was sie beinhalten ist doch immer noch wichtig. Sicher, es gibt viele die diese Werte immer wieder gerne für sich einfordern, aber selber nicht bereit sind dafür einzustehen.. aber das sind noch lange nicht alle.

Und ich bezweifle das das früher so viel anders war, auch wenn das im Rückblick vielleicht so erscheint. Aber man kann aus heutiger Sicht wohl kaum beurteilen, wie "die gute alte Zeit" wirklich war.
hagzissa13Spätestens dann, wenn es unserer Gesellschaft noch viel schlechter geht als heute, dann werden auch die Menschen wieder enger zusammenrücken. Armut verbindet...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
Sinistre@ hagizza: oder auch nicht.. könnte mir eher vorstellen, dass dann diese Ellbogenmentalität und die Einstellung "Jeder ist sich selbst der nächste" noch stärker in Erscheinung treten.
hagzissa13@ sinistre:

Ich will nicht abstreiten, daß sich das auch so, wie von Dir geschildert, entwickeln könnte, besonders deshalb, weil sich die Gesellschaft immer mehr zu einer Masse von Einzelgängern ohne Familienbande entwickelt. Die Vergangenheit jedoch zeigt eigentlich immer wieder, daß in Armuts-/Kriegszeiten die Menschen näher zusammenrückten und wenn es nur darum ging, das Prinzip einer Herde um zu setzen:

Was der eine nicht kann, kann vielleicht der andere, gemeinsam ist man stärker und ein "Opfer" in einer Herde zu werden, ist viel schwerer, als als Einzelkämpfer...


Wir werden sehen...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
damnedhmm schickes thema

ich denke das diese werte in unserer gesellschaft einfach in vergessenheit geraten !!! das problem ist wenn man versucht diesen werten wieder bedeutung zu geben dann wird man von seinen nächsten enttäscht und man gerät in gefahr nicht mehr die kraft zu haben diese werte für sich selbst aufrecht zu erhalten und man wird durch " die gesellschaft " gezwungen sich alleine durchzuschlagen ich meine es ist wichtig auch alleine aufrecht stehen zu können aber es geht halt nich immer ! und leider ist nicht immer alles wie es scheint ! ich mag dierekte leute !!!!!!!!!!!!!!

so long
Chimonas@ hagzissa13

Deine An-nahme stimmte, wenn es allen gleich schlecht ginge.

Das es sich verschlechtern wird, davon gehe ich aus, allerdings, wird es auch einer zwar geringen, aber immer einflussreicher werdenden, Anzahl von Menschen, auch immer besser gehen, auf Kosten der Aermeren.
Meine Meinung ist eben, dass sich die Schere zwischen arm und reich in unserem Lande (vielleicht auf der ganzen Welt) immer weiter oeffnet. Dadurch kaeme es bestimmt zu Unzufriedenheit. Das kann zu einem "zusammenruecken" fuehren, muss aber nicht, wenn der kleine aber einflussreiche Teil der Bevoelkerung seine Macht dazu nutzt, die Masse der aermeren gegeneinander auszuspielen. Denn die will ihre Macht und ihren Einfluss garantiert nicht aufgeben. Also aufpassen!


Gruss
Chimonas
GrauerWolfBin vor einiger Zeit von der ehemaligen West- in die vormalige Ostzone gezogen, weil ich ein verklärtes Bild über die Menschen hier hatte.
Was ich seit zwei Jahren unisono zu hören bekomme, sind Klagen über die Veränderung der Menschen seit der sogenannten Wende. In der Mangelgesellschaft der DDR war man auf Beziehungen und Nachbarschaftshilfe angewiesen, wenn man sich nicht mit dem Angebot von HO und Konsum zufriedengeben wollte.
Nun wird der zunehmende Egoismus und das Leben nach dem Motto "Wer hat das größere Auto und wer kann sich die längere Urlaubsreise leisten" beklagt.
Wenn daraus gefolgert werden darf, daß das Zusammenrücken nur aus der Not der Dinge heraus erfolgt und so schnell wegbricht, dann ist der Mensch doch ein sehr unbeständiges Lebewesen.
Da verlaß' ich mich lieber auf mein Sparkonto.
damned@ chimonas

im groben stimm ich dir da zu !!

wenn wir näher zusammen rücken werden wir eine herde und herden sind dumm !!

sollten wir nicht zusammen rücken sind wir alleine und zu schwach um uns aufzulehen !!

also is das mit dem aufpassen ernst zu nehemen !!

hmmm daraus könnte man schließen das man erst trennen muss um die werte zu erkennen zwischen denen die gutes und denen die schlechtes im sinne haben !!

traurig aber wahr
Chimonas@ Zorn Gottes

Es geht nicht so sehr darum, dass die Menschen Not leiden muessen, um zusammen zu halten, es geht darum, dass die Menschen etwas zu verlieren haben, wenn es einen Unterschied gibt, der auch noch immer groesser wird. Und niemand moechte gerne Verlierer sein. Da her auch die Ellenbogen-Mentalitaet.

Gruss
Chimonas
Chimonas@ xxxzinixxx

Sicher, wenn man viel zu verlieren hat, schaut man auch eher darauf, dass dies nicht geschieht. Aber gibt es eine wirkliche Alternative?


Gruss
Chimonas
Gargoyle[QUOTE]wenn der kleine aber einflussreiche Teil der Bevoelkerung seine Macht dazu nutzt, die Masse der aermeren gegeneinander auszuspielen. Denn die will ihre Macht und ihren Einfluss garantiert nicht aufgeben. Also aufpassen![/QUOTE]

Natürlich wird es immer diese Schere geben. Und immer wieder wird die graue Masse mit dem Strom schwimmen, welcher von den Oberen gelenkt wird! Umso wichtiger ist es, nicht die Graue Masse zu sein, sich von Ihnen abzuheben.
Sicher es kostet Kraft, man muss sich anstrengen, aber das ist es doch auch wert!
damnedja dem normal malocher wird das leben nicht gerade leicht gemcht es steigen einem so viele dinge über den kopf da bleibt die menschlichkeit oft auf der strecke !
Gargoyle@ damned
Dafür gibt es Freunde. Einem steigt vielleicht was über den Kopf, aber nicht allen!
hagzissa13@ Zorn Gottes:

ja, dem Sparbuch zu vertrauen ist wahrscheinlich die klügste Lösung. Gerade, was die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander angeht, bin ich der Meinung, daß der Mensch egoistisch ist und das "Zusammenrücken" rentiert sich anscheinend nur, wenn der Profit stimmt... und das tut er nur in der Not...


Hört sich böse an, aber in der Hinsicht bin ich Misantroph und habe eine sauschlechte Meinung von den Menschen.
Seit 21 Jahren bin ich ehrenamtlich tätig, weiß, daß es mit diesen freiwilligen Dingen arg bergab geht.
Die Alten erzählen immer, wieviel sie früher in diesen Ehrenämtern zusammen gemacht haben, zusammen auf die Beine gestellt haben... sie hatten ja sonst keine Hobbies...

Familien zerbröckeln, denn gerade die jungen sehen sich unabhängig, brauchen in ihren Augen keine Familie zum Überleben... wenns kracht, setzt man sich nicht zusammen, sondern geht, nicht selten für immer, nicht selten gings im Streit um Geld...

Ehen zerbrechen, oft, weil die Menschen nicht mehr gewillt sind, um den Fortbestand dieser wirklich zu kämpfen... wozu auch? Meist sind beide Partner finanziell unabhängig und die nächste Singleparty findet gleich um die Ecke statt...


Ich gestehe, ich bin ein Familienmensch und eine Beziehung zu einem Partner wird von mir gepflegt, ich leiste ehrenamtliche Arbeit und ich gehöre auch nicht zu der Sorte Mensch, die gleich beim ersten Problem fortläuft... aber auch das verschont mich nicht, oben dargestellte Vorgänge auf gewisse Art und Weise nachvollziehen zu können... leider...

Der Mensch ist auf Überleben programmiert und die kurzfristig aussichtsreichst erscheinenste Überlebensstrategie gewinnt...und wenn das primäre Überleben gesichert ist, dann muß alles eben besser und noch besser und noch besser sein...


Das gesündeste für die "Menschlichkeit" wäre wahrscheinlich, wenn der Mensch wieder ums primäre Überleben kämpfen müßte... muß er aber (z.Z.) nicht und ich weiß auch nicht, ob ich das wirklich wollen würde... aber diese Zeiten werde ich mir sicherlich spätestens dann wieder zurück wünschen, wenn ich einsam, allein, verlassen, ruhiggestellt und vernachlässigt mein Dasein in einem Altersheim fristen werde...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
GrauerWolf@damned
Qui tacet, consentire videtur.
Kennst Du die reizende Figur des Esels Benjamin aus "Farm der Tiere". Der durchschaut das Spiel der Schweine als erster, verliert aber nie ein Wort darüber und sagt immer nur:
"Esel haben ein langes Leben, niemand von Euch hat je einen toten Esel gesehen!"
Gargoyle[QUOTE]Der Mensch ist auf Überleben programmiert und die kurzfristig aussichtsreichst erscheinenste Überlebensstrategie gewinnt[/QUOTE]

Vollkommen richtig! Aber ich durfte die Erfahrung machen, daß das Überleben in einer Gruppe wesentlich einfacher ist.
Die Gruppe darf nur nicht zu groß sein, denn wie sagt schon ein altes Sprichwort: Zu viele Köche verderben den Brei!
vihleymeiner erfahrung nach sind sie in der gesellschaft generell verloren gegangen... den leuten ist erfolg, geld, scheinbares familien und eheglück viel wichtiger..
allerdings finde ich selten menschen, die da innehalten und sich wieder werte schaffen, prinzipien folgen... und der "trend" scheint sich weiter zu entwickeln... laut irgendwelcher statistiken gibt es ja anscheinend immer mehr jugendliche denen familie und freunde am wichtigsten sind... *?*
ich von mir kann nur sagen, dass ich sehr viele wertevorstellungen und prinzipien habe und die meisten fordere ich von mir selbst ein..
damned@ gargoyle

ich meinte da finanz bezogen !

@ hagzissa13

aber wenn der mensch wieder ums primäre überleben kämpfen müsste würde dann nicht auch wieder irgendwo das gesetz des stärkeren hervor kommen ?

@ zorn gottes

ne kenn ich leider nich ! aber du magst recht haben es ist mal wieder die mitte die man treffen muss ! aber ich denke das viele leute zwar anderer meinung sind aber immer schweigen ! ich weiss auch das es nicht immer richtig ist zu allem seinen senf zu geben aber es sollten mehr leute aufrecht leben !!
GargoyleWir sind doch eine internationale Gesellschaft!? Warum vereinen wir dann nicht die einzelnen Vorzüge einer jeden Nation? Wir nehmen den Familiensinn der Italiener, die Ehrvorstellung der Russen, oder Japaner (wobei die wohl etwas zu heftig sind), die Arbeitsamkeit und Ordentlichkeit des Deutschen, den Forschungsdrang der Amerikaner, das Naturdenken der ..............
Das Angebot ist unbegrenzt, wir brauchen nur zuzufassen!
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von damned [/i]
[B]
@ hagzissa13

aber wenn der mensch wieder ums primäre überleben kämpfen müsste würde dann nicht auch wieder irgendwo das gesetz des stärkeren hervor kommen ?

[/B][/QUOTE]


Stimmt... aber: Tut es das in gewisser Weise nicht eh schon?

Das beginnt mit der beliebtesten Spielgerät im Kindergarten, geht über die besten Fäuste auf dem Schulhof und endet damit, daß die, die sich gute Anwälte leisten können und viel Geld haben meist etwas gleicher als andere sind vor dem Gericht und dem Gesetz...
GargoyleOb an das jetzt nun als primäres Überleben bezeichnen möchte, lass ich mal dahin gestellt!

Allerdings gibt es das Recht des Stärkeren meiner Ansicht nach nicht mehr. Unsere Gesellschaft zieht immer mehr Leute mit durch, die in der rauhen Wildnis wohl kaum einen Tag überleben würden. Wahrscheinlich würden das sowiso sehr wenige noch schaffen, wobei ich mich nicht ausschließe!
damned@ hagzissa13

genau das wollt ich damit sagen es ist völlig egal der mensch wird immer so bleiben wie er ist !
er wird immer gierig selbstsüchtig und intollerant bleiben ! mal mehr mal weniger !
er wird immer machtkämpfe führen und sich an anderen bereichern!
wenn jemand all das von sich weisen könnte der ist für mich kein mensch ! für mich währe er ein idol ! man kann versuchen so gut wie möglich diesen vorstellungen zu folgen aber ich denke man kann es nicht schaffen völlig selbstlos zu werden ! damit stellt sich die frage ob das überhaupt gut währ wenn jeder mensch durweg gut währe ! dann würde die welt auch nich funktionieren denk ich !
Gargoyle@ damned
[QUOTE]damit stellt sich die frage ob das überhaupt gut währ wenn jeder mensch durweg gut währe ! dann würde die welt auch nich funktionieren denk ich ![/QUOTE]
Du kennst doch bestimmt da Ying - Yang? Da heißt es, das Licht kann nicht ohne einen Teil der Dunkelheit und die Dunkelheit nicht ohne einen Teil Licht existieren!
Sorry, ich schweife ab. ich will eigentlich nur sagen: Es darf kein Mensch nur durchgehend gut sein!
hagzissa13@ damned


ja, so traurig wie das ist, aber ich befürchte, da hast Du recht...

Ich denke schon, daß der Mensch nicht von Natur aus böse sein WILL, aber seine Triebe lassen es ihn häufig werden... leider...


Hagzissa

- per aspera ad astra -
damned@ gargoyle

und da sind wir auf dem punkt damit unsere welt funktionieren kann muss es arm und reich, gut und böse, schwarz und weiß geben . ohne die waage gehts halt nich deswegen werden wir auch net alle werte und ideale erreichen die wir anstreben ! aber ich versuch mein bestes das gute überwiegen zu lassen ! und mir sind werte doch sehr wichtig da ich des öfteren enttäuscht worden bin versuch ich um so mehr diese wieder aufleben zu lassen *um mal wieder zum ursprung zu kommen !*
damned@ hagzissa13

tja ich würd sagen naturgesetzt hast schon recht traurig aber wahr irgendwie kann einem das richtig die laune für nen samstag abend verderben *grumel*
hagzissa13@ damned:


OT, aber ok:

sorry, das war bestimmt nicht meine Intension, Dir den Abend zu verderben... aber weißt Du, jetzt handele ich mal nach unseren erkannten Regeln des Menschseins:

Egoismus gepaart mit Mißgunst und nem Schuß Neid:
Ich kann eh nicht weg hier, warum sollten andere Leute dann Spaß haben? ;)


War ein Witz... laß Dir den Samstag nicht verderben!


Gruß
Hagzissa

- per aspera ad astra -
damnedich geh mal davon aus das du mit OT oberer totpunkt meinst das baut mich jetzt nich wirklich auf !! aber wenn ich mir durch sowas die laune verderben lassen würde dann würd ich nur noch schwarz tragen und mich in irgendwelchen kellern wohlfühlen !!! ups zu spät :) !!!

ne im ernst ich denke ich verkrafte die welt und ihr eigenarten !!!

ich werd mich dann mal wieder in die realität werfen und mit ihr ringen :)


und euch allen nen schönen abend was immer ihr auch treibt


so long
ChimonasJa, Ihr habt ja so eine huebsch negative Sicht, auf die Menscheit, da bleibt mir ja nur mich anzuschliessen. Und zu versuchen, im wahren Leben zu helfen, dass es doch nicht so negativ wird.


@ damned

OT (off topic) bedeutet meines Verstaendnisses nach vom Thema abweichen, oder in Plaudereien verfallen.


Gruss
Chimonas
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
[B]

Ja, Ihr habt ja so eine huebsch negative Sicht, auf die Menscheit, da bleibt mir ja nur mich anzuschliessen. Und zu versuchen, im wahren Leben zu helfen, dass es doch nicht so negativ wird.

Gruss
Chimonas [/B][/QUOTE]


Wie ich schon schrieb:
Ich gebe mir Mühe, diese Werte nicht verkommen zu lassen, müßte aber lügen, würde ich behaupten, die beschriebenen negativen Triebe in mir nicht zu spüren...

aber ohne arrogant klingen zu wollen:
so ehrlich zu sich selber sind nicht sehr viele Menschen. Aber gerade hier im Board habe ich, verglichen zur "Normalbevölkerung" viele selbstkritische Menschen kennengelernt... vielleicht fühle ich mich darum so wohl hier... ?!

Doch nur, wer diese Dinge erkennt, kann auch an sich arbeiten und dafür sorgen, daß diese Gesellschaft wenigstens ein wenig menschlich bleibt.... jeder fängt dabei bei sich selber an...


Gruß
Hagzissa

- per aspera ad astra -
Chimonas@ hagzissa13

Zitat von hagzissa13:

aber ohne arrogant klingen zu wollen:
so ehrlich zu sich selber sind nicht sehr viele Menschen.

Zitat Ende.


Was fuer einen Grund haette ein Mensch der "Normalbevoelkerung" auch, ehrlich zu sich zu sein, er ist es ja nicht einmal gegenueber anderen. (Ist das jetzt arrogant?)

Um ehrlich zu sich selbst zu sein, muss man sich ueberhaupt erst einmal mit sich und seinen Gedanken auseinander setzten. Und der Alltag macht das nicht gerade einfach. Dafuer habe ich aber schon oft gesehen, dass bei Krankheit oder Unglueck, eben wenn der Trott des Alltags aufgebrochen wird, der Mensch sehr wohl faehig ist ueber sich nachzudenken. Der Grund, warum Menschen nicht ehrlich zu sich selbst sind, ist nach meiner Meinung, nicht der Mensch selbst, sondern der Alltags-Trott (Der aber vielen ganz recht zu sein scheint).



Zitat von hagzissa13:

Aber gerade hier im Board habe ich, verglichen zur "Normalbevölkerung" viele selbstkritische Menschen kennengelernt... vielleicht fühle ich mich darum so wohl hier... ?!

Zitat Ende.


Selbstkritik gibt es hier tatsaechlich, aber wie ueberall, wo Menschen zusammen sind, liegen "Licht und Schatten" nah bei einander. Aber ich fuehle mich hier auch wohl. Vielleicht, weil ich hier bei vielen, viel von dem, was in mir selbst vor geht wiederfinde?!


Zitat von hagzissa13:

Doch nur, wer diese Dinge erkennt, kann auch an sich arbeiten und dafür sorgen, daß diese Gesellschaft wenigstens ein wenig menschlich bleibt.... jeder fängt dabei bei sich selber an...

Zitat Ende.


Vollste Zustimmung.


Gruss
Chimonas
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
[B]

Was fuer einen Grund haette ein Mensch der "Normalbevoelkerung" auch, ehrlich zu sich zu sein, er ist es ja nicht einmal gegenueber anderen. (Ist das jetzt arrogant?)

Um ehrlich zu sich selbst zu sein, muss man sich ueberhaupt erst einmal mit sich und seinen Gedanken auseinander setzten. Und der Alltag macht das nicht gerade einfach. Dafuer habe ich aber schon oft gesehen, dass bei Krankheit oder Unglueck, eben wenn der Trott des Alltags aufgebrochen wird, der Mensch sehr wohl faehig ist ueber sich nachzudenken. Der Grund, warum Menschen nicht ehrlich zu sich selbst sind, ist nach meiner Meinung, nicht der Mensch selbst, sondern der Alltags-Trott (Der aber vielen ganz recht zu sein scheint).


Gruss
Chimonas [/B][/QUOTE]


Der Grund, warum sich jeder mit sich selbst beshäftigen sollte, ist meiner Meinung nach der, sich selbst besser kennen zu lernen. Doch ich habe manchmal das Gefühl, unabhängig davon, daß der Alltagstrott einen nicht gerade zu einer solchen Auseinandersetzung motiviert, daß die Menschen sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen wollen, weil sie entweder gar nicht erst auf die Idee kommen, daß eine solche Auseinandersetzung in solchem Maße nützlich ist (und wir waren uns beide ja einig, daß der Mensch eigentlich nur die Dinge tut, die er dem "primären Überleben" (oder heute, da das primäre Überleben gesichert ist, das "erweiterte Überleben") als dienlich empfindet), oder weil sie einfach nicht in der Lage sind, einen solchen introspektiven Weg zu beschreiten, oder, und ich befürchte, das sind die meisten, die einfach diesen Weg nicht gehen wollen...

Denn seien wir doch mal ehrlich: wer beschäftigt sich schon gerne mit den eigenen Fehlern und Schwächen? Wer gibt vor sich selber schon gerne zu, Defizite auf zu weisen, auf welchem Feld auch immer...


Die Menschen verdrängen, daß niemand perfekt ist. Aber in der heutigen Gesellschaft wird eben suggeriert, daß bitteschön jeder perfekt zu sein hat, innerlich wie äußerlich... und da haben Fehler einfach nichts zu suchen.

Menschen lenken sich von sich selbst ab, ich nenne das überspitzt immer die sog. "Ballermannmentalität"... sie wollen durch ihren Lebensstil die (in meinen Augen nötige) Auseinandersetzung mit wichtigen Dingen (z.B. sich selbst, "Krisen" auf der Erde (wie auch immer geartet), Tod und Sterben) vermeiden, deren "Behandlung" unangenehme Gefühle hervorrufen könnten im Einzelnen.

Bei Krankheiten oder Unglücken im Umfeld, sind die Menschen dann plötzlich gezwungen, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen. Sie tun es nicht aus freiem Willen. Und meist ist der Umgang mit solchen Situationen der, daß die Menschen, so schnell es geht, sich wieder dieser Situation abwenden und, wie viele in solchen Situationen dann sagen: "Normalität in ihr Leben einkehren lassen."


Doch auch diese oben geschilderten Vermeidungsverhalten dieser Menschen ist in meinen Augen nichts weiter als eine "Verdrängung des "Bösenes", zur Gewährleistung des eigenen Überlebens", Sprich: Trieb


Ich will das nicht verurteilen. Auch ich praktizierte das lange Zeit so. Ich kenne das Gefühl... Technopartys sind hervoragend geeignet, sich mit nichts unangenehmen auseinandersetzen zu müssen, das habe ich mir jahrelang bewiesen... Freundschaft, Werte, Treue, Begriffe, die (außer, daß ich meinem Freund niemals fremd ging) keine Bedeutung für mich hatte... Das Leben war bunt und oberflächlich...

...und ich sehe mich auch jetzt nicht als "die Erleuchtete", nur weil ich das alles jetzt so sehe, wie oben beschrieben, denn ich bin mir sicher, daß es wiederum andere Menschen geben wird, die meine Theorien als den reinsten Mumpitz empfinden... Ich habe die Weisheit nicht gepachtet. Ich mache mir lediglich ein Bild, beschreibe die Dinge, wie ich sie empfinde und entwickele mich durch solche Diskussionen, wie hier geführt, weiter...


Gruß
Hagzissa

- per aspera ad astra -
damnedja der mensch fängt erst an über sein handeln nachzudenken wenn etwas daraus resultiert was ihm nicht passt und dann sucht er meist erst mal den fehler beim anderen bevor er auf die idee kommt das er vielleicht selbst den fehler eingestehen muss !

viele sind nicht selbstkritisch weil der weg der verdrängung ja irgendwie wesentlich leichter ist aber nur wer versucht sich selbst zu verstehen ist auch in der lage jemand anders zu verstehen da muss ich euch recht geben !

in so nem gespräch neigt man oft dazu nicht bloß seine meinung zu sagen sondern auch zu urteilen ! daher in meinen augen das mit der aroganz was ihr da ins spiel bringt !

@ chimonas - hoppla thx für die erklärung ( hab noch nich so viel forum erfahrung ich werd dran arbeiten )
damned@ hagzissa13

zitat

Der Grund, warum sich jeder mit sich selbst beshäftigen sollte, ist meiner Meinung nach der, sich selbst besser kennen zu lernen. Doch ich habe manchmal das Gefühl, unabhängig davon, daß der Alltagstrott einen nicht gerade zu einer solchen Auseinandersetzung motiviert, daß die Menschen sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen wollen, weil sie entweder gar nicht erst auf die Idee kommen, daß eine solche Auseinandersetzung in solchem Maße nützlich ist (und wir waren uns beide ja einig, daß der Mensch eigentlich nur die Dinge tut, die er dem "primären Überleben" (oder heute, da das primäre Überleben gesichert ist, das "erweiterte Überleben") als dienlich empfindet), oder weil sie einfach nicht in der Lage sind, einen solchen introspektiven Weg zu beschreiten, oder, und ich befürchte, das sind die meisten, die einfach diesen Weg nicht gehen wollen...

Denn seien wir doch mal ehrlich: wer beschäftigt sich schon gerne mit den eigenen Fehlern und Schwächen? Wer gibt vor sich selber schon gerne zu, Defizite auf zu weisen, auf welchem Feld auch immer...


Die Menschen verdrängen, daß niemand perfekt ist. Aber in der heutigen Gesellschaft wird eben suggeriert, daß bitteschön jeder perfekt zu sein hat, innerlich wie äußerlich... und da haben Fehler einfach nichts zu suchen.

Menschen lenken sich von sich selbst ab, ich nenne das überspitzt immer die sog. "Ballermannmentalität"... sie wollen durch ihren Lebensstil die (in meinen Augen nötige) Auseinandersetzung mit wichtigen Dingen (z.B. sich selbst, "Krisen" auf der Erde (wie auch immer geartet), Tod und Sterben) vermeiden, deren "Behandlung" unangenehme Gefühle hervorrufen könnten im Einzelnen.

zitat ende

also ist es der alltagstrott der die gesellschaft intollerant macht weil er verhindert das der mensch versucht sich und andere zu verstehen ?
hagzissa13@ damned:

nein, ich denke, der Alltagstrott ist eine Art Verdrängungsmechanismus und somit eine passende Gelegenheit, über manches einfach nicht nachdenken zu müssen, über das man ja auch eigentlich gar nicht nachdenken mag...

Immer schön im Trott... Trip, Trap, Trip, Trap...
nicht nach links und nicht nach rechts schauen, denn das könnte bedeuten, sich mit Dingen auseinandersetzen zu müssen, die einem das Leben "schwer" machen könnten und das wäre dem "erweiterten Überlenbestrieb" nicht zuräglich... im Gegenteil!


Gruß
Hagzissa

- per aspera ad astra -
damned@ hagzissa13

ja aber genau dieser sture blick nach vorn macht doch intollrant !

wenn jemand diesen weg geht gut und schön aber dann sollte er sich aus themen die von seinem weg ablaufen die er ja nicht wahr haben will raushalten ! so das tun die meisten aber nicht und bilden sich ohne infos ne meinung sprich vorurteil sprich intollerant !
ich meine wenn man nich nach rechts und nach links schaut ist das leben einfacher keine frage aber man verpasst vielleicht genau das was man hätte nicht verpassen sollen weil das leben dadurch ja eine wendung nehmen könnte im guten oder schlechten ist egal aber das will der mensch ja nich ! aber ich muss ja zugestehen das ich auch manchmal wieder in den alten trott verfalle wenn mir mal wieder alles übern kopf wächst ! aber nich für lange ich denke das is dann wieder der überlebenstrieb den du meinst weil es nicht gut für mich ist wende ich es von mir ab bis ich wieder mehr kraft habe und dann kämpf ich weiter aber gut das ich nich zu denen gehöre die nur dem trott verfallen sind !
ChimonasGut, der Alltags-Trott taugt als Verdraengungs-Mechanismus.

Nur, dass Verdraengte muss doch trotzdem irgendwie zu seinem Recht kommen. Auf irgend eine Art muss es herauskommen. Und ueberhaupt, wer verdraengt, hat dafuer einen Grund. Welche koennten dies sein?

Und um wieder zum Thema zurueckzukehren, wieso verlieren wir die Eingangs genannten Werte? Haben die Verdraengung und der Werteverlust vielleicht (indirekt) etwas miteinander zu tun?


Gruss
Chimonas
sutekhIch denke das diese Werte noch existieren und das sie auch sehr wichtig sind. Tatsächlich denke ich ist es so das diese Werte jedoch immer mehr an Bedeutung verlieren weil die Menschen immer weniger von dieses Werten erfahren bzw. immer weniger diese Werte auch weitergeben bzw. immer weniger Wert darauf gelegt wird. Ich finde das sehr schade. Ich denke das Werte wie Freundschaft, Loyalität usw. sehr wichtige Dinge sind die niemals in Vergessenheit geraten sollten.
GargoyleSieh an, wir sind doch nach dem Abschweifen zum Alltagstrott wieder zum Thema zurück gekehrt!!!!!

@ Chiomas, damned, Hagzissa13
Alltag ist nicht der Grund für Intolleranz, die Einfachheit des Seins in der Masse und die Faulheit des Menschen sind die Gründe.
sutekhIch denke grundsätzlich liegt der Grund in den Menschen selbst. Ich denke letzendlich gibt es immer nur einen kleinen Prozentsatz von Menschen die wirklich anders sind und beispielsweise einfach diese Werte in sich in ihren Herzen und in ihrem Wesen tragen. Natürlich denke ich gibt es auch gesellschaftliche Einflüsse. Wenn es nirgendwo mehr Werte gibt denke ich wird es mit der Zeit auch immer weniger Menschen geben die an diese Werte glauben bzw. es wird weniger Menschen geben die sozusagen "erwachen" und nach gewissen Werten handeln. Egoistisch zu sein und eben keine Werte zu haben wird mehr oder weniger normal - anders zu sein geht oft mit Problemen (z.B. Schmerz) einher demzufolge denke ich folgt ein Großteil der Menschen einfach der "Masse" und dem "normalen". In früheren Zeiten wahr es vielleicht so das die Gesellschaft eher von den klassischen Werten durchsetzt wahr als heute und mit der Zeit haben die Menschen die diese Werte gelebt haben abgenommen. Ich denke in vielen Fällen wahr es vielleicht früher einfach so das die Menschen einfach so wahren und es "richtig" bzw. "normal" wahr so zu sein.Heute gibt es denke ich nur noch eine Handvoll Menschen die wirklich diese Werte in ihrem Herzen in sich tragen und vielleicht eine Reihe von "Schläfern" die evtl. zumindest annährend diese Werte verkörpern würden aber dies aufgrund von beispielsweise negativen Erfahrungen nicht mehr offen tun.
Dazu denke ich geht die Kultur im allgemeinen langsam unter. Schon früh werden den Menschen keine Angebote mehr gemacht (Schule, Eltern und dergleichen) um sich beispielsweise auch einmal mit Lyrik,Philosophie und Kunst zu beschäftigen. Und wenn das einmal passiert sind die Ansätze oft zu trocken um den einzelnen Menschen die Materie wirklich nahe zu bringen. Im Gegenzug treten die neuen Medien wie Computer, Fernsehen, Kino, Musik und dergleichen die jedoch zum großen Teil (insbesondere Chart Musik, Blockbuster Filme...) keine Botschaften transportieren sondern in erster Linie eines sollen: Geld verdienen für die Industrie die letzendlich von eben dieser Gesellschaft profitiert. Vermeintliche Retorten Musik Combos sind schnell zusammengestellt und mit ihnen ist auch schnell Geld verdient - wen interessieren da noch die Texte es geht um Ausssehen und Medienwirksamkeit und damit in aller erster Linie Geld. So schnell sie kommen so schnell sind sie meist auch wieder weg nur um der neuen Retorten Gruppe Platz zu machen die wieder nur eines soll: Geld verdienen. Ähnlich sieht es mit den Filmen aus. Viele sind nicht mehr als "Unterhaltung". Botschaften oder zum nachdenken anregen tun die wenigsten und dieser werden meistens gar nicht wahr genommen. Sicherlich auch deswegen weil ein Großteil der Menschen nichts mehr damit anfangen könnte - die Konzepte würden nicht verstanden werden weil sich viele Menschen schon zu sehr von der Ursprünglichkeit entfernt haben und ein Teil der Maschine geworden sind. Die großen Dichter und Denker werden nicht mehr wahrgenommen. Ihre Ideen werden nicht mehr diskutiert. Wenn jedoch niemand mehr diese "alten" und zugleich immer aktuellen Werte vorlebt werden auch die "Schläfer" niemals aufwachen. Und viele "erwachte" geben vielleicht irgendwann unter dem Druck der Gesellschaft wieder auf und nach am schwersten ist es denke ich sich selbst und seinen Vorstellungen treu zu bleiben gegen alle Widerstände.
Und selbst wenn man einmal davon abgekommen ist sollte man versuchen wieder zu ihnen zurückzukehren.
Ich denke es geht auch nicht darum das System generell zu verneinen, denn wir sind alle Teil einer Gesellschaft sondern sich einen freien Geist zu bewahren (so frei wie möglich). Ich denke man sollte versuchen diese Werte zu leben vielleicht wird dadurch ja auch der ein oder andere Schläfer noch erwachen.
GrauerWolf@suthek
Wie Du sagst, es beginnt bei der Vermittlung und hört dort auf.
Wer seine Kinder nur vor die Glotze setzt, ist schlimm.
Wer ihnen etwas vorliest, ist schon besser.
Aber wer fordert sie denn zur Selbständigkeit heraus?
Wenn man das Kind bittet, die Geschichte nachzuerzählen, bekommt man erstaunliche Dinge zu hören und das Kleine wird zur Aktivität angeregt, wobei sich auch noch eine Unterhaltung entwickeln kann, ob es denn nun rechtens war, dem Wolf den Bauch aufzuschneiden oder nicht...
;)
Gargoyle[QUOTE]Ich denke es geht auch nicht darum das System generell zu verneinen, denn wir sind alle Teil einer Gesellschaft sondern sich einen freien Geist zu bewahren (so frei wie möglich). Ich denke man sollte versuchen diese Werte zu leben vielleicht wird dadurch ja auch der ein oder andere Schläfer noch erwachen.[/QUOTE]

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Wohl dem, der das erkannt hat und danach handelt!
GrauerWolfUm diese abgekauten Begriffe ausnahmsweise zu verwenden, das ist eben der Unterschied zwischen "Links" und "Rechts":

Die Linken leben von ihren Ideen und peitschen damit die Menschheit nolensvolens voran, die Rechten müssen alles durch ihr Vorbild vorleben.
Aber sie machen es gern....
GargoyleOh nein, nicht auch noch eine Grundsatzdiskussion, was nun rechts und was links ist!?
Egal welche der beiden Seiten Du favorisierst, beide haben Vor- und Nachteile. Beide haben Ideen, Prinzipien, Grundsätze und vor allem: VORBILDER. Die Frage hier ist auch nicht, seid ihr rechts, oder links, sondern wie steht ihr zu den "alten Werten".
Aber ganz davon ab, beide von Dir angesprochenen Seiten sind falsch, wen es radikal wird!!
damneddie schnelllebigkeit in unserer gesellschaft hat viel damit zu tun das die werte verloren gehen weil es ja nicht notwendig ist mit jemandem zu sprechen oder zu handeln geschweige denn zu helfen weil " einem selbst hilft ja auch keiner " ! ich selbst versuche nicht so zu denken aber ich fühle es nicht ich steuer es nur durch mein denken aber das bedürfniss danach oder einfach das gefühl ist nicht da ! dass kann ich nur auf nen gesellschaftsschaden zurückführen aus dem ich mich befreien will !

und die medien töten jedes detail mit ihrer gier nach einschaltquoten und verkauften stückzahlen !
die leute schauen talkshows und meinen sie kennen die welt !
alles ist so abgestumpft ! die meisten juckt es doch gar nicht ein bombenopfer des krieges im tv zu sehn !

keiner sinnt mehr nach über vergangenes zur nächsten talkshow und danach ne runde play station umd den ernst der welt bloss nich an sich ran zu lassen wiel verdrängen ja so einfach ist ! es wird schon alles wieder gut und irgendwer wirds schon gerade biegen aber bloss nicht mal selbst an etwas arbeiten und wenns nur an sich selbst ist !

zitat von gargoyle

Alltag ist nicht der Grund für Intolleranz, die Einfachheit des Seins in der Masse und die Faulheit des Menschen sind die Gründe.

zitat ende

nach meiner sicht ist es auch der grund für denn verfall der werte
und toleranz gehört zu diesen werten ! und der alltagstrott spielt dabei ne große rolle weil man sich ja so zubauen kann das man gar keine zeit hat die realität an sich ran zu lassen is für mich das selbe wie sich andersweitig abzulenken !

wenn meine freunde nicht mehr zu mir stehen hab ich ja immer noch meinen pc oder meine play station die mich " trößten " ! man man wie traurig !

Welt wach auf !!!!!

was ist so sclimm daran mal jemandem nen gefallen zu tun selbst ohne dank ! oder noch besser nem freund aus der schei..... zu helfen nur seinetwillen ohne auch nur etwas zu erwarten ! sollte ne selbstverständlichkeit sein aber ich hab auch anderes gesehen !

ich schaue leuten oft sehr lange ins gesicht und tief in die augen wenn ich mit ihnen rede ich tue das um zu übermitteln das ich interesse habe und zuhöre und ihn als mensch der da sitzt akzeptiere aber oft stößt diese auf ablehnung und komische fragen und für mich ist es normal die leute sind dies nicht gewohnt alles schnell schnell guten tag und tschüss !!

klar näher dich jemandem und öffne dich und du bist verletzbar oder machst grobe fehler aber das gehört dazu und man lernt was draus !

hmmm ich glaub ich bin mal wieder nich sachlich geblieben aber ich glaub am thema bin ich nich vorbei !
damnedirgendwie bringts das ganze aber auch nich weiter !!! hmmmmm
GrauerWolfGeld allein macht ja bekanntlich nicht glücklich, es sollten auch Immobilien und Aktien mit im Körbchen liegen....
:D :D :D
GrauerWolfxxxzinixxx
Jaja, schon klar, aber ich dachte, daß dieses Thema mal einen humorigen Einwurf nötig hätte.
Nun, ernst gehts weiter, heute entnehme ich der Zeitung, daß der Feind aller Gummibären, Thomas Gottschalk, folgendes von sich gegeben hat:
^

"Th. G. hat einen drastischen Wertewandel in Deutschland kritisiert. "Die Werte sind völlig verrutscht" sagte G. der "Bild am Sonntag".
> Bevor ich jetzt falsch eingeschätzt werde, das wird von der Hannoverschen Allgemeine Zeitung zitiert. < Weiter:
Viele Eltern seien heute schon erleichtert, wenn ihre Kinder zu Hause vor dem Computer sitzen und nicht irgendwo rumgifteln, sich den Hintern zutätowieren lassen oder einem Kult verfallen.
Bei dieser Entwicklung seien Lehrer und Kirchen chancenlos.
"Da sitzen 40 Nasen, die sich nur für MTV oder SMS interessieren und Du sollst ihnen etwas über DNS oder NSDAP erzählen. Dazu bitte noch alles, was sie ansittlichen WErten fürs Leben brauchen.Da kannst Du nur die weiße Flagge hissen."

Tja, Tommi, dann gib uns mal Schützenhilfe...
GrauerWolfApropos Überfall:
Den ersten meines Lebens habe ich mit vierzehn in London erlebt.
Zwei Skinheads nahmen den armen ZoGo in den Schwitzkasten und verlangten sein Bargeld. Da ich schon damals kein Spielverderber war, habe ich es ihnen ausgehändigt.
Sie schauten sich meine paar Schilling an und - gaben sie mir wieder!
GargoyleGeld - Die Wurzel allen Übels! Ich habe mir schon so oft Gedanken darüber gemacht, ob und wie man das geld aus unserer Welt verschwinden lassen kann. Manche davon mögen eventuell sogar durchführbar sein, doch warum eigentlich? Es würde und nicht besser gehen! Dann würde man halt mit Goldkettchen, Edelsteinohrringen etc. bezahlen. Davon haben die "Reichen" immer noch mehr. Das Problem ist nicht das Geld an sich, sondern die Einstellung des Menschen dazu. Er misst dem Geld zu hohen Wert zu!

Allerdings sehe ich noch ein anderes Problem. Ein Problem, dem wir selbst gerade zu entstehen helfen. Die Anonymität. Wir alle sind aus verschiedensten Teilen dieser Welt, na gut hier vielleicht nur Europas. Wir diskutieren hier total unwissend des Gegenüber über diese Thema. Und selbst, wenn ich einen von euch besonders in mein Herz geschlossen haben sollte, weil mir das Geschriebene so sehr zusagen würde. Ich würde diese Person nicht kennen, wenn sie vor mir über die Straße läuft. Oft wissen wir doch noch nicht einmal, ob es männlich, oder weiblich ist, mit dem wir gerade texten!
NeiveMir scheinen die sog. "Werte" wie Freundschaft und Ehre usw. zeitlos. D.h., sie bekommen Sinn erst durch ihren Traeger. Diese Begriffe entstehen immer von neuem mit jedem neuen Menschen, werden mit ihm alt und sterben mit ihm, und ihr Wandel oder auch Scheitern haengt von seiner geistigen Entwicklung ab.

Natuerlich koennte man so eine Art geistige Kastrate zuechten, die ganz gut ohne Freundschaft u.a. "abstrakte" Begriffe auskommen wuerden, weil sie nichts brauchen wuerden ausser sich satt fressen, sich amuesieren und dergleichen. Das waeren ideelle Sklaven, die wuerden unter Garantie a) nicht nachdenken und b) nicht rebellieren. Wir sind aber noch nicht soweit, oder?...

Und wenn nicht, dann traegt ein jeder von uns seine Freundschaft in sich. Und seine Ehre.

Was kann schon Geld (oder sein Fehlen...) daran aendern! vorausgesetzt natuerlich, dass man sich davon nicht bezaubern laesst. Geld ist nur eine der vielen menschlichen Dummheiten, nichts weiter. Es verdirbt mir nur die Beziehungen zu anderen Menschen, denn es macht die Leute misstrauisch: gegenueber dem Reichen, weil man sich von seiner Macht gefaehrdet fuehlt, gegenueber dem Armen, weil man an der Aufrichtigkeit seines Betragens zweifeln muss. Wer zuviel um das Geld besorgt ist, vereinsamt. Lieber kuemmert man sich mehr um seine Freunde!

:)
Gargoyle@ xxxzinixxx
Schön wäre es, wenn Deine Vorstellungen realisierbar wären. Doch diese Anarchie ist nicht durchführbar. Die Leute, die heute schon in der Gegend rumsitzen, dem Staat und damit jedem Arbeiter auf der Tasche liegen, die würden auch dann nicht arbeiten. Warum auch, wenn sie alles ohne Arbeit bekommen?

Was allerding den Welthunger angeht, da gebe ich Dir vollkommen Recht, den könnte man in den Griff bekommen, wenn man es wollte.
GrauerWolfDie Engländer hatten es gut, die konnten ihre Lumpen noch
nach Australien schicken und dort sich selbst überlassen.
Vielleicht können wir ja mal einen Großraumshuttle zum Mond einrichten und dort unsere Assis hinschicken...:cool:
Gargoyle@ Zorn Gottes
Mondshuttle: netter Ansatz, wenn auch zu teuer, der Staat hat ja so schon kein Geld.

@ xxxzinixxx
Du möchtest also Geld, sprich Papier, Metall und Plastik als Wert, gegen Papier, Metall und Plastik auf dem festgehalten wird, wer wann wieviel gearbeitet hat austauschen?
Irgendwie nicht wirklich befriedigend die Vorstellung!
moonlord666In einer Welt, in der die Gefühle des Menschen nichts mehr zählen, in der nur noch belogen und betrogen wird, ist leider keine Ehre mehr vorhanden. Der Großteil der Menschen ist mittlerweile so verroht, dass er es nicht mehr verdient, auf dieser Erde zu wandeln.
Werte, die früher galten, gelten heute nur noch in geringem Maße. Weshalb ich auch der Meinung bin, im falschen Zeitalter geboren worden zu sein.
Werte wie Treue und Ehre. Sie sind zu einer Farce geworden, zu einem Abklatsch dessen, was sie eigentlich bedeuten. Wenn heute einer ein Versprechen einhält, gilt er als "ehrenhaft". Ihm wird also eine "Ehre" für etwas zuteil, was eigentlich selbstverständlich ist.

Das einzig wirklich ehrenvolle, was dieser Welt geblieben ist, ist der Tod. Und dies ist gleichzeitig auch noch das heroischste.

Ergo: Nur noch ein kleines Grüppchen elitärer Menschen haben tatsächlich noch Ehre. Sie wissen das Wort Treue zu schätzen und das Wort Liebe nicht verschwenderisch auszusprechen. In Ihren Augen aber, da spiegelt sich die Trauer über den Weg dieser Welt wider.
GrauerWolf@moonlord666
In Österreich gibt es das schöne Wort von der "Handschlagqualität", d.h. dieser Person kann man ohne schriftliche Vereinbarungen trauen, schön, nicht?

Wo liegt eigentlich Hattenhofen....:rolleyes:
GrauerWolfxxxzinixxx
Die des Chefs ist schon in dem Sinne wertvoller, als er den Arbeitsplatz der Putzfrau ja erst geschaffen hat.
Jeder Mensch braucht Arbeit oder ein sonstwie geschaffenes Einkommen, aber niemand kann gezwungen werden, ein Unternehmen zu gründen.
Das wird oft übersehen.
damned@ xxxzinixxx

schöner traum ! würde aber im chaos enden !

ich kann mir einfach nich vorstellen das das auch nur ansatzweise funktionieren könnte ohne irgendwelche gesellschafts abstufungen!

gruß damned
GrauerWolfxxxzinixxx
Da wäre ich mir mal nicht so sicher; such' mal einen Mittelständischen Betrieb auf, da kommt der Chef meist von unten und beherrscht alles das, was seine Mitarbeiter können, aus dem eff-eff, eben weil er es selbst einmal gelernt hat.
Außerdem muß man, wenn man als Chef glaubwürdig sein will, zumindest im Groben wissen, was die Mitarbeiter tun und wie sie es machen, sonst gibt man ganz schnell die Lachnummer.
GrauerWolfManno, Zinni, natürlich kann er nicht alles gleichzeitig selber machen, dann bräuchte er ja keine Mitarbeiter.

Anders ausgedrückt, es ist kein Problem aus 1oo Buchhaltern 100 Müllmänner zu machen , aber probier' es mal andersrum aus!
:D :D
GrauerWolf@zini
Stimmt schon, die Macht der Müllkameraden sollte man nicht unterschätzen, wenn die mal einen Tag überfällig sind, habe ich Visionen von Seuchen, zugemüllten Straßen und geplatzen Dreckbeuteln im Hinterhof....:eek: :confused: :(
FredannWo´her sollen eigentlich diese halbguten werte kommen? Von unseren Eltern zuweil, ich wage es mal zu behaupten, ist oft wenig vermitlung, in den Kréisen, die ich kenne, sind die Verwandten oft die größten Heuchler. Am meisten, wird man heute die Werte wie Freundschaft und vertrauen selber aufbauen müssen, und man muss sehr, sehr wählerisch sein, zu wem man diese werte aufbaut. Aber ansich gibt es solche halbguten Werte noch, auch wenn ich in ihnen auch einen gewissen Egoismus(einen guten Egoismus) sehe...
GrauerWolf@fredann
Deine Signatur erinnert mich an Dante's Inferno,
light version.
schattenlosHab (mal wieder) nicht alles gelesen, aber zu der Tendenz, die in den ersten 10 Beiträgen sichtbar wurde, muss ich Folgendes sagen:

Werte. Hier gilt es ersteinmal zu differenzieren:
Sicherlich, früher (kommt auch ganz darauf an WIE früh) waren sie "gefragter". Aber wohl nur in der Hinsicht, dass die Gesellschaft sie stärker diktiert hat.
Und hier ist auch der Knackpunkt:
Diese Werte mögen höher gehalten worden sein ..aber doch offensichtlich nur nominell.
Funktionell hingegen hat sich glaube ich nicht viel geändert, vielleicht auch garnichts.
Denn:
Werte auswendig zu lernen, eingetrichtert zu bekommen, ohne ihren fundamentalen Sinn zu erkennen, heißt nur sie verbal hochzuhalten und sich ihnen heroisch(-scheinheilig) zuzuordnen.
Geübt, jedoch, werden Werte nur dann, wenn sie, in vollem Wissen um den eigentlichen Sinn jedes einzelnen Wertes, verinnerlicht und auf eben diese Weise auch als gut erkannt wurden.

Also Werte waren immer wichtig und werden es auch immer bleiben - was sich verändert, denke ich, ist nur die Direktheit und Offenheit mit der sich die Menschen (wenn auch nicht bewusst) zu ihnen bekennen oder nicht.

Alles in Allem muss ich sagen, dass es mir persönlich lieber ist, wenn die Heuchler weniger werden ...auch wenn dies bedeuten sollte, dass die eigentliche gesellschaftliche Brutalität immer offensichtlicher zu Tage tritt - umso besser!
Chimonas[QUOTE][i]Original geschrieben von schattenlos [/i]
Aber wohl nur in der Hinsicht, dass die Gesellschaft sie stärker diktiert hat.
[/QUOTE]

Das scheint mir nachvollziehbar. Dass sich das Diktat der Werte, heute und frueher unterscheidet.

Nur ganz ohne Werte kann die heutige Gesellschaft auch nicht, sein, sonst wuerde sie naemlich Menschen die "anders" sind nicht als "Gefahr" ansehen. Denn wer heute nicht "normal" ist, oder es nicht versteckt, hat es nicht gerade leicht.

Eine wertelose Gesellschaft waehre dagegen gleichgueltig.

Mir scheint, allerdings, die Offenheit gegenueber Werten hat sich gewandelt. Waren Werte frueher bekannt, und wurden auch eingefordert, werden auch heute noch Werte eingefordert, wer sie nicht erfuellt, bekommt das auch zu spueren. Doch das ganze ist nicht mehr so offen, wie "frueher".


Ein Grund fuer die geschwundene Offenheit, sehe ich in der Zeit von 1933 - 1945.


Gruss
Chimonas
GrauerWolfWelche Werte wünschen wir uns denn eigentlich?
Dann wüßten wir doch besser, worüber wir hier reden.

Mir sind wichtig:

- Loyalität

- Pflichtbewußtsein

- Höflichkeit/Rücksichtnahme
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Zorn Gottes [/i]
[B]Anders ausgedrückt, es ist kein Problem aus 1oo Buchhaltern 100 Müllmänner zu machen , aber probier' es mal andersrum aus!
:D :D [/B][/QUOTE]

Da wär ich gar nicht so sicher... Buchhalter können ja nichts schwereres als einen Bleistift vernünftig anpacken... und nach drei Tagen ist die ganze Bande verunfallt oder krank, glaubs mir:rolleyes:

Weitere wichtige Werte sind noch, für mich:

Ehrlichkeit

Pünktlichkeit
(macht mich obersauer, wenns jemand nicht ist)

Verantwortungsbewusstsein
(Pflichtbewusstsein ist ähnlich, aber doch eine andere Nuance)
ChimonasWichtig fuer mich:

- Ehrlichkeit

- Hilfsbereitschaft

- Hoeflichkeit

- Egoismus (manchmal ganz hilfreich)

Man sollte das Verhaeltnis von Ehrlichkeit und Hoeflichkeit der Situation anpassen koennen.

Die Hilfsbereitschaft, sollte nicht zum "sich Ausnutzen lassen" fuehren.


Bei Freunden, wuerde ich eher Hilfsbereit sein, als bei Fremden.


Gruss
Chimonas
GrauerWolf@La Chatte
Vielen Dank für die Nuance, hast Recht. Man könnte sagen, das Pflichtgefühl leitet sich aus der Verantwortung ab, oder?

@Chimonas
Sicher bin ich meinen Freunden gegenüber generell hilfsbereiter; die Alltagshilfsbereitschaft drückt sich in banalen Dingen aus, daß man in die Tür der Straßenbahn tritt, wenn noch jemand angelaufen kommt oder daß ich bremse und Kinder über die Straße winke, auch ohne Zebrastreifen.
LaChatteJa, würd ich sagen.

Verantwortungsbewusstsein ist auch immer etwas, was von Innen kommt, von einem selbst, das irgendwie noch was mit Ethik zu tun hat - Pflichtbewusstsein kann, muss aber nicht heissen, was als "Kadavergehorsam" beschrieben wird, und diese Sorte Pflichtbewusstsein kann ich beim besten Willen nicht als Tugend bezeichnen.

Und Fairness nehm ich auch noch auf die Liste.

Und "ein schlechter Verlierer sein können"
Chimonas@ LaChatte


"Pflichtbewustsein" ist fuer mich auch nicht so ganz ohne.

Verantwortungs-Bewustsein waehre da wirklich besser.

"Fairness und 'ein schlechter Verlierer sein koennen'???"

Wie geht dass zusammen?

Gruss
Chimonas
LaChatteFair ist doch, wer sagen kann "he, dieses Mal warst du wirklich besser als ich, alle Achtung"

geht doch perfekt zusammen, oder?

UUUPss - ich meinte natürlich "ein guter Verlierer sein können" *schäm*
Gargoyle@ LaChatte
Ich denke, wir haben es auch trotzdem verstanden!

Nun, welche Werte für mich eine besondere Bedeutung haben sind:
Ehrlichkeit - auch wenn es manchmal hart ist
Treue - daraus abgeleitet Vertrauen - die Grundlage jeder zwischenmenschlichen Beziehung
Freundschaft - ausser der Familie der wichtigste Rückhalt im Leben und ein absolut erstrebenswerter Zustand Verantwortungbewusstsein - eigen Entscheidungen treffen und zu ihnen stehen
Ehre - meinetwegen ethische, moralische Grundsätze, die mir gewisse Handlungen gestatten, verbieten, oder sogar vorschreiben.
AlinurManchmal frage ich mich, ob es den viel zitierten und beklagten Werteverfall in der Form überhaupt gibt.

Ich meine, es gibt Phänomene, die es eigentlich schon immer gitb, über den Werteverfall und die "Jugend von Heute" hat man sich schon vor hunderten von Jahren beschwert und die Jugend hat sich schon immer über die konservativen Eltern aufgeregt.

Ich denke, man sollte sich nicht über den Werteverfall aufregen, ohne dabei zu bedenken, dass sich die Zeiten einfach auch ändern. Natürlich war es zum Beispiel nach dem zweiten Weltkrieg so, dass die hier beschriebenen Werte mehr gelebt wurden, einfach weil es notwendig war, um über die Runden zu kommen. Dass sie jetzt weniger stark gelebt werden, ist eigentlich nur natürlich und heißt meiner Meinung nach nicht, dass sie in den Gefühlen der Menschen insgesamt eine geringere Rolle spielen als damals. Und es heißt auch nicht, dass diese Werte da, wo sie gebraucht werden, nicht auch sofort wieder auftauchen können.

Dass sich Werte verändern ist logisch. Zum Beispiel war Obrigkeitstreue früher ein sehr wichtiger Wert, heutzutage kennt jeder die Gefahren, die mit ihm verbunden sind, so sind andere Werte, zum Beispiel auch "selbstständiges Denken" (denn ob ausgesprochen oder nicht, dieser Wert scheint nach allem, was Ihr so geschrieben hat, zumindestens Euch extrem wichtig zu sein) wichtiger geworden.

Es ist auch schon immer so gewesen, dass sich Werte wiedersprochen haben. Zum Beispiel Höflichkeit und Ehrlichkeit lassen sich eigentlich nicht wirklich gut verbinden. Ist es jetzt Werteverfall, wenn die Mehrheit einer generation entscheidet, dass freies Denken und Ehrlichkeit wichtiger sind als Obrigkeitstreue und Höflichkeit? Oder ist es einfach ein völlig legitimer Prozess?

Genau so, wie Werte mit der zeit verschwinden, kommen auch neue hinzu, zum Beispiel haben unsere Großeltern oder Urgroßeltern in ihrer Jugend "Toleranz" als Wert wohl nur sehr selten für wichtig genommen oder überhaupt gekannt.

Und ich denke, es ist völlig normal, dass sich die Werte eines einzelnen menschen mit seiner Persönlichkeitsentwicklung, mit seinem alter verändern. Klar ist einer fünfzehnjährigen Freiheit wesentlich wichtiger als Verantwortungsgefühl und das ist auch ihr gutes Recht, und selbstverständlich ändert sich das bei vielen, sobald sie selbst Kinder kriegen. Sind die Werte der fünfzehnjährigen deswegen weniger wert?

Ich hab grad so den gedanken, dass Menschen immer das als wichtigen Wert definieren, was sie selbst grad brauchen, siehe das Beispiel mit der fünfzehnjährigen. So ist es nur logisch, dass ältere Menschen, die sich wünschen, dass ihre mit Familie und Kinder bändigen und Beruf vollkommen ausgelasteten Kinder mehr zeit für sie haben, auf einmal auf der Bedeutung des Familiensinns pochen.

Apropos Familiensinn: Vielleicht sind die hohen Scheidungsraten unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass der Wert "die familie bleibt zusammen, komme was wolle" zum Teil durch "mir ist mein persönliches Glück und das Glück meiner Kinder wichtiger als der schöne Schein" ersetzt worden ist. Denn ob Kinder mit sich dauernd streitenden Eltern und vielleicht agressiven Vätern und Müttern, die aber zusammen leben glücklicher sind als mit wesentlich friedlicheren Eltern, die an zwei verschiedenen Enden der Stadt wohnen, ist meiner Meinung nach mehr als fraglich.

Ich persönlich finde es schon schlimm genug, (wenn auch, siehe oben, völlig verständlich), dass ältere generationen über den werteverfall schimpfen und über die schlimme, schlimme Jugend. Müssen wir das jetzt auch noch mitmachen? Ich find die Jugend (und Jugend ist nach offizieller Definition alles bis 30 und ohne Kinder) nämlich gar nicht so schlimm, zumindest nicht schlimmer als die vor zwanzig oder fünfundsechzig oder hundert Jahren.
GrauerWolf@Alinur
Ohne beckmessern zu wollen, die "Freiheit' der 15-jährigen ist eher ein Bedürfnis, als ein "Wert"; Werte halte ich für altersneutral, zur Höflichkeit und zum Verantwortungsbewußtsein wird man erzogen und bleibt es dann i.d.R. ein Leben lang.
Der Freiheitswille kann später in den Wunsch umschlagen, eine Familie gründen zu wollen, aber das Mädel kann sowohl in seiner STurm-und-Drangzeit höflich sein, als auch mit gesetzteren Jahren.
Ob sich ein Kind wohler fühlt, wenn die streitenden Eltern getrennt leben, muß der Einzelfall zeigen.
Das Problem ist eher da zu sehen, daß viele Menschen oft zu schnell das Handtuch werfen, eine Bindung den Bach runtergehen lassen, mit allen unangenehmen Folgen für die Kinder und sich beim nächsten Partner nicht besser stehen, weil sie den nach dem selben Muster ausgewählt haben , wie zuvor.
Oder der Partner ist wirklich anders, aber die neue Beziehung wird durch die Spätfolgen der ersten belastet, weil man sich ständig mit dem vorhergehenden Partner wegen der Kinder auseinandersetzen muß.
Ich habe das oft beobachtet und kenne eigentlich keinen Fall, wo es den Getrennten/Geschiedenen anschließend besser ging.
LaChatteHöflichkeit und Ehrlichkeit widersprechen sich doch nicht? Man kann alles, ja, ALLES auf eine höfliche Art sagen...
GrauerWolf@La Chatte
Eben. :)
Alinur@ZornGottes

Ah ja. Dann gebt mir mal bitte bitte eine Antwort auf das ganz typische Höflichkeits/Ehrlichkeitsdilemma:

Die beste Freundin hat einen neuen Freund, den Ihr absolut zum Kotzen findet und sie fragt Euch, was Ihr davon haltet. Wie bitte sähe eine höfliche und ehrliche Antwort aus? Und um es noch schwieriger zu machen, nehmt noch den Wert (den ne Menge Menschen durchaus auch als Wert haben) "niemanden verletzen" dazu.

Außerdem: Wenn man fünfzehnjährige nach ihren Werten fragt, werden sie Freiheit ziemlich häufig dazuzählen. Und wenn sie es nicht wissen, wer dann??? Und ich denke schon, dass sich Werte im laufe eines Lebens verändern können und müssen. Weil Werte eben mehr als nur anerzogen sind (sein sollten?), sondern auch (und gerade?) ein Produnkt eigenen Nachdenkens, der eigenen Persönlichkeitsentwicklung, eigener Erfahrungen. Und die verändern sich sehr Wohl im Laufe eines Lebens.

Und ich habe meines Wissens nach nie behauptet, dass veränderte Werte die Ursachen für alle Scheidungen sind, sondern für einen Teil, und zwar für einen großen Teil von denen, die ich aus meinem Bekanntenkreis kenne. Und vielen Leuten ging und geht es danach sehr wohl besser. Falls ich das im Wusel meiner Gedanken falsch ausgedrückt haben sollte, entschuldige ich mich hiermit dafür.
GrauerWolf@Alinur
Keine Bange ;) , habe Dir auch nichts unterstellt bezüglich Trennungen , sondern nur den Gedanken aufgegriffen und meine persönlichen Beobachten rangehängt, nichts weiter.

Punkt mit dem grausigen Freund:

Höflichkeit und Ehrlichkeit ließen sich schon unter einen Hut bringen:
es ist eher unwahrscheinlich, daß sie die Freunde danach direkt befragt, wahrscheinlicher ist doch, daß sie merkt, daß der Bekanntenkreis mit dem jungen Mann nicht viel anfangen kann.
Sollte sie aber wirklich fragen , wie man ihn findet, so kann man die Antwort durchaus durch die Blume geben, nach dem Motto:
"Ich habe Schwierigkeiten mit ihm ein Gespräch zu führen, wie empfinden denn das andere " oder
"Er hat aber ungewöhnliche Ansichten, wie soll ich die denn verstehen?"
So mache ich den Mann nicht pauschal nieder , was die Freundin in dem Augenblick auch sofort veranlassen würde, ihren Freund in Schutz zu nehmen, sondern ich artikuliere meine Schwierigkeiten und bringe sie gleichzeitig dazu , über den Herrn nachzudenken.
Solange man frisch verliebt ist, pflegt man ja bekanntlich blind zu sein !:D
Gargoyle@ Alinur
Als Antwort auf Deine Frage betreffend Höflichkeit und Ehrlichkeit kann ich (für mich selbst) sagen, es ist schwer unter einen Hut zu bringen.
Im Punkte der Freundin würde ich höflicherweise ersteinmal keine Aussage und damit keine Wertung treffen. Da ich aber ein recht ehrlicher und direkter Mensch bin, würde es nach zu drängendem Nachhaken wohl doch zu einer meinerseits subjektiven Wertung führen.
Aber, eine "Freundin" würde mich verdammt gut kennen und damit wüßte sie anhand meiner Mimik, Gestik und gewissen, für andere vermutlich unbedeutsame Aussagen, was ich denke!


Beantwortet mir bitte einige Fragen:
Warum sind die Beziehungen denn so oberflächlich und kurzlebig?

Warum gibt es so viele One Night Stands?

Warum gibt es so viele Menschen, die ihren Partner betrügen?

Warum haben "Kinder" mit 12, 13, 14 Jahren schon Kinder?

Warum hat ein durchschnittliches Mädchen von heute bis zu ihrem 18 Lebensjar schon ein Dutzend Beziehungen gehabt?

Warum ist es ganz toll, wenn ein Mann sagt er kann jede flach legen?

Warum ist er dann keine "Schlampe"?
GabrieIIe[QUOTE][i]Original geschrieben von Gargoyle [/i]
[B]Beantwortet mir bitte einige Fragen:
[/B][/QUOTE]

[COLOR=purple]Gegenfrage: Auf wieviel Prozent der Bevölkerung beziehen sich deine Fragen?

Gabrielle[/COLOR]
Gargoyle@ Gabrielle
Du erwartes doch nicht wirklich irgendwelche Prozentangaben?! Ich kann nur von den Menschen ausgehen, welche ich kennen gelernt habe, von denen ich zu diesen Überlegungen angeregt wurde! Ich behaupte keinesfalls, daß diese Situation, oder meine Aussagen auf die gesamte Bundesbevölkerung, oder gar auf die Weltbevölkerung zutrifft!
ChimonasWeshalb aber, verfallen die Werte?

Bin immer noch der Ansicht, dass zwischen der Zeit von 1933 - 1945, als die "alten Werte" auf der einen Seite (Loyalitaet) stark eingefordert und auf der anderen stark unterdrueckt (Ehrlichkeit) wurden, mit der Grundstein fuer das heutige Problem mit Werten ueberhaupt etwas anfangen zu koennen, gelegt wurde.


Gruss
Chimonas
WinterWolfWeil der Mensch zu faul zu Selbstdisziplin (geworden?) ist - Egoismus sehe ich erneut als Problem, wobei ich nicht gesundes Selbstbewusstsein bezeichne, sondern eben [u]Egoismus[/u] (warum ich das erwähne? Weil es immer wieder Leute gab, die das verwechselten *hmpf*).

Jedoch ist es unsinnig diverse Werte mit Gewalt durchdrücken zu wollen. Lebt einfach die Werte, egal was kommt! Nur seid nicht naiv und denkt, der Rest wird sich euch anpassen ;)
Aber lebt sie trotzdem!
Chimonas@ WinterWolf

Was "gesundes Selbstbewustsein" und was "Egoismus" ist, haengt nicht unerherblich vom Standpunkt ab.

Was man selbst vielleicht als "gesundes Selbstbewustsein" sieht, ist fuer jemand anderern "Egoismus".


Gruss
Chimonas
Alinur@ Gargoyle

Beantwortet mir bitte einige Fragen:

Warum sind die Beziehungen denn so oberflächlich und kurzlebig?

Sind sie das? In meinem Bekannten - und Freundeskreis gibt es kaum Beziehungen, die nicht mindestens Jahre halten. Und von oberflächlich habe ich auch noch nicht viel mitbekommen.

Und selbst wenn sie es sind, liegt das meiner Meinung nach nicht daran, dass die Werte verfallen, sondern daran, dass niemand mehr verpflichtet ist, den ersten, mit dem man im Bett war, sofort zu heiraten (das könnte man als Konsequenz, aber genau so gut auch als Zwang auslegen).

Warum gibt es so viele One Night Stands?

Siehe oben: Weil die Verbote weggefallen sind. Wenn Verbote gleich Werte sind, stimme ich Dir zu: es gibt einen Werteverfall.

Und: (auch wie oben) Weil die Verhütungsmittel besser geworden sind.

Warum gibt es so viele Menschen, die ihren Partner betrügen?

Ich glaube nicht, dass das etwas neues ist, ich glaube nur, das heute mehr drüber geredet und sich mehr drüber aufgeregt wird.

Warum haben "Kinder" mit 12, 13, 14 Jahren schon Kinder?

Ich glaube, diese Zahl ist in den letzten Jahrzehnten nicht nennenswert gestiegen (da kann ich mich aber irren, ich habe die Zahlen zur Zeit nicht im Kopf), es wird nur einfach mehr darüber berichtet, nicht mehr totgeschwiegen, die Mutter zur Tante geschickt und das Kind ins Heim.

Warum hat ein durchschnittliches Mädchen von heute bis zu ihrem 18 Lebensjar schon ein Dutzend Beziehungen gehabt?

Warum fragst Du gerade nach einem durchschnittlichen Mädchen und nicht nach dem männlichen Äquivalent? Eine persönliche Vermutung meinerseits (die ich aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit einigen wirklich guten Freundinnen habe und die auch zum Teil Antworten auf die anderen Fragen gibt): Weil Mädchen bis heute nicht genügend beigebracht wird, dass sie auch nein sagen können, wenn jemand eine Beziehung mit ihnen will. Mädchen wird (zumindestens unterschwellig) immer noch beigebracht, dass sie sich geschmeichelt fühlen sollen, wenn jemand um sie wirbt, und dass man niemandem weh tun darf (und man täte den armen Jungs ja weh, wenn man nein sagt) und dass man, wenn man einmal ja gesagt hat, auch zu allem weiteren ja sagen muß ("wer a sagt, muß auch b sagen"). Und das hat nichts mit Werteverfall zu tun, sondern eher damit, dass Kinder noch (wie gesagt unterschwellig und unbewusst) im Geist einer Zeit erzogen werden, in der gute Ehemänner knapp waren und ein Mädchen sich freuen musste, wenn sie einen abbekam. Ich denke, da ist nur ein neuer Wert, nämlich "Selbstbestimmung" noch nicht ausreichend vermittelt worden, weil zwar erwachsenen Menschen, aber nicht Kindern Selbstbestimmung zugestanden wird ("Du musst der Tante aber jetzt ein Küsschen geben"), Deswegen brauchen junge Mädchen häufig einige eigene Erfahrung, bis sie feststellen, dass sie auch ein Recht auf freie Entscheidungen haben.

Warum ist es ganz toll, wenn ein Mann sagt er kann jede flach legen?

Damit haben Männer schon vor hunderten und tausenden von jahren geprotzt.

Warum ist er dann keine "Schlampe"?

Auch das hat nichts mit Werteverfall zu tun, sondern kommt aus "der guten alten Zeit", als für Männer und Frauen noch unterschiedliche Maßstäbe angelegt wurden und das Wort "Gleichberechtigung" noch keine nennenswerte Bedeutung hatte.


Also: Ich sehe hier wirklich keinen nennenswerten Werteverfall, eher das Resultat eines Wertewandels, der noch nicht ganz vollzogen ist und deswegen (wie jeder Wandel) zu Chaos, Verwirrung und gegensätzlichen Zuständen und Ideen führt. Ist deswegen der Wandel, die Veränderung an sich abzulehnen?
Alinur[QUOTE][i]Original geschrieben von xxxzinixxx [/i]
[B]und woher kommt dieser egoismus? [/B][/QUOTE]

Glaubst Du, dass der Egoismus etwas neues ist?

Oder ist es nicht vielleicht so, dass er heute einfach nur offener und selbstbewusster gelebt wird?

Ich denke, dass die Menschen an sich nicht egoistischer geworden sind, ich denke eher, dass sie sich ihres Egoismus nicht mehr so sehr schämen und ihn unter irgendwelchen Mäntelchen verbrämen. Ich sehe weniger eine Zunahme an Egoismus als eine Abnahme an Verlogenheit und Doppelmoral (zumindestens in diesem Bereich).
Alinur@ zini

Ich unterbrech einfach mal das, was Du geschrieben hast mit meinen eigenen Kommentaren

also ist die welt für dich ehrlicher geworden?

Das hab ich nicht gesagt, ich habe nur gesagt, dass in diesem einen Punkt die Menschen mehr zu dem stehen, was sie tun.


damit würde man doch aber irgendwie jedem vorfahr unterstellen sich immer nur hinter einer maske versteckt zu haben aus falscher nächstenliebe!?

Nein, das unterstelle ich nicht. Weil das heißen würde, dass ich ihnen einen Vorwurf mache, ihr Verhalten moralisch werte und das tue ich nicht. Ich denke nur darüber nach, dass sie (die Vorfahren) in einer Zeit gelebt haben, die wesentlich stärker von Christlichem Glauben und christlicher Kirche geprägt war und in der Egoismus daher verteufelt und Nächstenliebe hochgelobt worden ist. Weil Egoismus aber zum Wesen eines jeden Lebewesens gehört, weil es ohne schlicht nicht überlebensfähig ist (hier gilt mehr haben als bessere Überlebenschance, wenns hart auf hart kommt), Uneigennützigkeit und Nächstenliebe aber eher weniger, hatten die Menschen damals einfach ein Problem, dass sie ihrem Wesen nicht folgen konnten, ohne gesellschaftlich geächtet zu werden und diesem Wesenszug deshalb im Verborgenen folgen mussten. Und daran, dass es Gebote zur Nächstenliebe geben muss, sieht man, dass sie kein naturgegebenes Bedürfnis sein kann, weil niemand solche Gebote wie "habt Sex", "Esst was" oder eben "seid egoistisch" aufstellt, weil man das niemandem sagen muss, das tut man eh von ganz alleine. Im Endeffekt halte ich die "Vorfahren" in dieser Hinsicht nicht für besser oder schlechter als mich oder sonstwen, sondern einfach nur in ein anderes System eingebunden.


vielleicht meinten es manche menschen ja doch ehrlich?

Ich habe nie abgestritten, dass es Menschen gibt und gab, die auch aus Nächstenliebe handeln.


ist nicht eher diese nächstenliebe etwas abhanden gekommen? oder anders: ist nicht vielleicht der durchschnittliche mensch einfach etwas "brutaler" geworden?

Wenn Du "brutaler" und "ehrlicher" gleichsetzt, wie das sehr oft getan wird, stimme ich Dir zu. Ansonsten: Wenn Du Dir zum Beispiel die Arbeitsbedingungen der Industriellen revolution ankuckst: Nööö, da finde ich es jetzt nicht brutaler, eher im gegenteil. Und solche Beispiele wirst Du hunderte finden, wenn Du ein bißchen suchst. Der Wert eines Menschenlebens an sich ist zum Beispiel auch eine verhältnismäßig neue Entdeckung.


weils vielleicht zu viele davon gibt und man deshalb keinen anlass mehr sieht zueinander freundlich zu sein?

Also ich sehe sehr wohl Anlöass, freundlich zu Menschen zu sein und fast alle Menschen, die ich kenne, auch. Du nicht?


oder weil die medien einen haben abstumpfen lassen und man deshalb die positiven werte gar nicht mehr richtig mitbekommt?


Ich glaube, so einfach darf man es sich nicht machen und einfach für alles, wo einem sonst kein schuldiger einfällt die Medien verantwortlich machen. Außerdem halte ich den durchschnittlichen europäischen Menschen nicht für abgestumpfter als den durchschnittlichen Eeuropäischen menschen vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Wer hätte sich vor zwei, fünf, achthundert jahren für das elend in anderen Teilen der welt interessiert, sich für Verbesserungen eingesetzt und daf+r gespendet? Ich denke, gerade, was bestimmte Themen, was das Leid auf dieser welt angeht, haben uns die medien eher sensibilisiert. Wenn die Medien nicht immer wieder davon berichten würden, wer wüsste dann, wer würde sich dann zum Beispiel über Kinderpornografie aufregen und etwas dagegen unternehmen zu versuchen? Die medien, und man kann schlimmes über sie sagen, was man will, haben entscheidend mit dazu beigetragen, die "alles was mich nicht persönlich betrifft, geht mich auch nix an" und "das kommt hier nicht vor" Haltungen vieler Menschen aufzubrechen.


aber ich denke, jetzt bekommen nicht mal mehr die nächsten diese nächstenliebe zu spüren, denn schon bei freundschaftsdiensten fühlt sich doch kaum noch jemand "verpflichtet" zu helfen... (muss er ja auch nicht, ist nur traurig...)

Ja? Da hab ich wirklich ganz, ganz andere Erfahrungen gemacht. Meine Mutter hat zum Beispiel nicht nur die jeweiligen Freunde von meiner Schwester und mir quasi in die Familie aufgenommen, sondern auch den Exfreund meiner Schwester nebst neuer Freundin, die beste Freundin des Freundes meiner schwester, meinen besten Freund. Jeder von denen könnte einfach mal zum Tee trinken vorbeikommen (und einige von ihnen tun es auch), mein Freund hat einen wohnungsschlüssel von meiner Mutter, jeder könnte mit seinen Problemen zu meiner Mutter kommen und er würde ein leckeres Essen und ne Menge Rat und Hilfe kriegen. Wenn das nicht Nächstenliebe ist, was dann? Und meine Mutter ist nicht im geringsten ein christlicher Mensch oder einer, der sich Nächstenliebe als Wert festgeschrieben hätte. Ich denke nicht, dasss es zum beispiel so etwas vor hundert, zweihundert Jahren so in dem Maße gegeben hätte. Und ich kenne da eine ganze Menge so Beispiele. In denen man einfach bereit ist, etwas zu geben und nicht iom Traum daran denkt, eine Gegenleistung zu verlangen.
Gargoyle@ Alinur
Genau deswegen frage ich ja nach. Wie ich bereits zu Gabrielle gesagt habe, kann ich nur für mein Umfeld, die Leute, die ich kenne sprechen.
Ich möchte ja gerne wissen, wie es bei euch ist, wie ihr die Dinge seht! Ich finde übrigens Deinen Ansatz von Wertewandel anstatt Werteverfall recht interessant.
LaChatteIch schliesse mich Alinur an: die Werte ändern sich, aber sie gehen nicht zugrunde. Und ich bin froh, heute leben zu dürfen, da bekommt man nämlich sogar als Frau eine gute Ausbildung, kann allein in die Stadt gehen und kann arbeiten - nur schon dreissig oder vierzig Jahre zurück wars für Frauen deutlich schwerer.

Was mir auffällt: dass je länger je mehr Wert gelegt wird auf die Pflichten und Rechte des Einzelnen, wie Verantwortung und Selbstverwirklichung. Und das finde ich gut.
Tränenseedas problem bei freundschaften ist,dass diese sehr schnell vorbeigehen können. und um so mehr man sich mag, umso mehr hasst man sich dann auch wenn die freundschaft zu ende geht
GrauerWolfDie Frage ist auch, wie so eine Freundschaft auseinandergeht,
ob man sich auseinanderlebt oder einen Vertrauensbruch erlebt.
Im letzteren Fall dürfte es dann heftiger in einem brodeln, weil man sich mißbraucht fühlt.

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