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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Trauer
thresholdWas für einen Sinn hat Trauer ? Was ist ihr Ursprung und ihr Zweck ? Wie kann man sie am besten verarbeiten ?
Viele Fragen, hoffentlich viele interessante Antworten.

mfG

threshold
DaimonEine philosophische Frage ...

... irgendwann in der Evolution des Menschen hat es sich ergeben, das er um seine Gefährten und/oder Partner trauerte. Welcher Sinn dahintersteckt läßt sich wohl nur mit Spekulationen einigermaßen klären.

Trauer bedeutet einen Verlust, dessen man sich bewußt ist/wird.

Scheinbar ist der Sinn der Trauer im Überlebensinstinkt verankert, die meisten Menschen stärkt es, anderen ist es egal und einige tötet es. Wer einen Verlust erlitten hat, verändert sich innerlich - kämpft dagegen an ... oder verliert das Spiel der Gefühle.

Verarbeiten kann man Trauer auf vielfältige Weise, ich persönlich beziehe Kreativität daraus. Die Meisten Werke der Kunstgeschichte entstanden aus Liebe oder Leid/Trauer/Schmerz, welche wohl die stärksten Gefühle sind, die wir haben.
afterlifeIch glaube Trauer ist eine Art, auf die die Seele ihren Schmerz zeigt.
Wenn man z. B. jemanden verliert trauert man. Das ist eine normale Reaktion. Und es zeigt, das es der Seele nicht gutgeht, das sie etwas vermisst, etwas verloren hat.
Wenn man sich körperlich verletzt wird dieses durch die gewöhmlichen Schmerzen zum Ausdruck gebracht. Die jeweilige Stelle tut weh.
Aber wenn die Seele verletzt ist - sie ist nicht körperlich, daher kann es nicht an einer bestimmten Stelle wehtun.
Ihr Schmerz wird durch Trauer zum Ausdruck gebracht.

Von daher ist Trauer ein notwendiges Gefühl. Es zeigt uns, das wir im innern verletzt sind.
BlenderTrauer dient dem Menschen gewissermaßen als Ventil zur besseren Verarbeitung von Ereignissen, die das seelische Wohlbefinden stark in Mitleidenschaft ziehen.

Ohne diesen klaren Gefühlsausdruck in schwierigen Situationen würden wir wohl schon an den trivialsten Dingen zerbrechen. Es würde nur eines geringen Rückschlags bedürfen, sodass wir zugrunde gehen.

Die Tränen der Trauer - wie auch jene des Glücks - reinigen die Seele sozusagen von all dem "Abfall", der in einem bestimmten Zeitraum angefallen ist.
Hieronymusich finde, trauer ist die chance für uns, schreckliche geschehnisse besser zu verarbeiten, damit klar zu kommen, zeit zu haben, wieder an sich zu denken, das leben später wieder meistern zu können, neue gedanken zu fassen, was aus sich zu machen...und aus den anderen, endlich darüber hinweg zu kommen und darüber nachzusinnen, ob es wirklich sinn hat, etwas/jemandem hinterher zu trauern...

egal was die anderen sagen, ich trauere den ganzen tag lang!
WinterWolfReinigt Trauer wirklich immer?
So stelle ich für meinen Fall fest (man lese das bitte im [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=12040]Gedichtethread[/URL] auf Seite drei unter "Tribute to Sarah - the 17th March 2002"nach...), dass Trauer entweder sehr lange braucht oder nicht hilft, sondern man sich dadurch hineinsteigert.
threshold[QUOTE]Wenn man z. B. jemanden verliert trauert man. Das ist eine normale Reaktion. Und es zeigt, das es der Seele nicht gutgeht, das sie etwas vermisst, etwas verloren hat.[/QUOTE]

Ist also Trauer eine Form von Selbstmitleid ? Könnte man sie vielleicht sogar als Egoismus (ohne negative Wertung) beschreiben ? Wird die Trauer dadurch gemindert, daß man einen Verlust mit jemandem teilt ? Resultiert vielleicht manche Depression aus Selbstmitleid, das durch andere nicht geteilt wird und die Trauer somit nicht aufgelöst wird und permanent verbleibt ?

mfG

threshold
LesajaSo könnte man es sagen.
Letzten Freitag ist mein Vater gestorben, er hatte Krebs. Ich vermiss ihn und bin traurig. Doch warum ereilt mich das Gefühl der Trauer? Nicht weil ER tot ist, sondern weil er MIR fehlt. Für ihn war es wirklich besser...manchmal wünschte ich mir sogar er solle doch lieber sterben. Ich denke auch das Trauer eine Verarbeitungshilfe ist, die Seele (wie schon mal oben erwähnt) drückt so ihren Schmerz aus, ihr Leid. Wenn man nicht trauern würde, würde man sich selbst belügen, so Dinge in sich hineinfressen....und ich denke wir wissen alle, dass das zu nichts Gutem führt.

Lesaja
Hieronymusdas stimmt schon, aber je länger man trauert, dest mehr steigert man sich in den teufelskreis der trauer hinein. ich merks ja bei mir selber... es ist kein ende in sicht und man denkt, das wird schon irgendwie wieder von allein aufhören. aber irgendwann merkt man, hey - so kanns nicht weitergehen! oder man hofft es jedenfalls. ich hoffe jeden tag. und die hoffnung werd ich nie aufgeben! ...
LesajaJa schon, man muss halt versuchen sich in
griff zu bekommen. hört sich einfacher an als dass es ist, ich weiss. man muss auch selber den mut wieder finden weiter zu machen.....doch wenn man das nicht kann, dann führt die trauer auch nicht ins gute.... ich denke, man kann die trauer allein nicht definieren, nicht sagen wozu sie gut ist. ich denke das ist situationsabhängig.
und abhängig vom menschen selbst.

rechtschreibefehler dienen der öffentlichen belustigung
CoraxWieso soll man sich denn in Griff bekommen wenn man traurig ist? Wer sagt eigentlich das Fröhlichkeit das beste Gefühl ist? Beides ist wichtig, genauso wie Gut und Böse... wobei ich mal hier nicht sage das Trauer in die Rolle des Bösen geht. Denn die Trauer zeigt nur das der Mensch nicht kalt ist und um andere trauert... (wenn auch meistens über sich selbst *g*) Aber es ist einfach nicht möglich immer fröhlich zu sein.... irgendwann passiert etwas wo man am liebsten weinen möchte... die meisten können das schon garnicht mehr. Das ist wirklich Traurig!

Das Gefühl der Trauer wird aber zur Hälfte vom Gehirn gesteuert... ein Teil übernimmt das Unterbewusstsein und die Seele.

Ich sag immer: wenn du traurig bist - weine und wenn du fröhlich bist - lache
Hieronymusrecht hast du, corax.
mit gehts ähnlich. ich hab manchmal gar keine kraft mehr, zu weinen. da muss es mir schon total beschissen gehen.
und dieses scheiß gefühl, wenn man echt bock hat zu heulen, aber es kommt einfach nichts. zum platzen!
ich denke, trauer gehört einfach dazu, genau wie die freude im leben. solche menschen kann ich gar nicht verstehen. haben den ganzen tag nichts besseres zu tun, als mit nem riesengroßen grinsen durch die welt zu laufen und alle damit zu nerven.
die trauer ist einfach ein instinktiver mechanismus unseres körpers, um den schmerz zu kompensieren...
CoraxJa... doch Trauer hat find ich wieder mehrere Seiten. Manchmal tut es sogar gut etwas traurig zu sein und sich damit wohl zu fühlen das man sich einfach gehen lassen kann, weinen und schreien kann. Es hat etwas befreiendes. Dann gibt es aber die Trauer die einen richtig zerstört, Stück für Stück und meistens dann wenn man merkt, es wird nicht besser, es kommt kein Licht. Irgendwann wird es klar wieder besser aber erst nach langer Zeit verbunden mit Schmerzen die man in der Zeit etwas stillen konnte.

Kennt einer das Gefühl wenn er in einer Situation ist in der man eigentlich glücklich sein sollte aber sich nicht traut die Freude zu zulassen? Man denkt dann in etwa so: "Wenn ich mich jetzt zu sehr freue dann läuft es eh schief, also lass ich es ganz". Es ist wirklich schwer aus so einem Kreis wieder heraus zu kommen. Das ist die schlechte Seite an der Traurigkeit.
Lesajadas meinte ich mit im griff bekommen..... versuchen den moment zu erwischen bevor es einen in ein Loch zieht welches sich schliessen will während man noch nach dem letzten Lichtblick sucht. Trauer ist gut und schön, gehört sicher dazu, auch wie das lachen.... aber man kann sich schnell selbst verlieren.....wie viele leute verirren sich im selbstmord, oder fangen an sich zu schneiden oder so.......
CoraxStimmt, man sollte die Trauer bis zu einem Gewissen Grad in den Griff bekommen. Leider schafft das nicht immer jeder und wählt dann wie du auch sagtest, den Freitod, oder ritzt sich usw. Wobei da aber auch wieder mehrere Sachen mitspielen zum Beispiel die Psyche.
LesajaDie Trauer wird so genutzt wie der Mensch und seine Verfassung das wollen. klar spielt hier die Psyche eine Rolle, das Selbst. Die Trauer und dessen wirkung auf den Menschen ist somit immer Ustandsabhängig. Also schlecht definierbar. Denn genauso individuell wie der Mensch selbst wirkt auch die Trauer.
CoraxJa, Trauer ist ein Gefühl... und Gefühle sind relativ. Immer davon abhängig wie der Mensch selbst eingestellt ist und mit Gefühlen umgeht.


P.s. @ Lesaja

Kann das sein das du diesen Satz in deiner Signatur von Pocahontas hast? Bin mir jetzt nicht sicher *g* kann mich auch irren.
Lesajajep ist von der Pocahontas ;-)
NoctuaIch habe mal gelesen, dass man Trauer in fünf Ebenen durchläuft und genau das trifft auch zu.
Nochdazu darf man den Prozess der Trauer niemals unterdrücken bzw. verdrängen, denn als Folge wird der Mensch krank.

Ich war noch ziemlich jung, als ich meinen Bruder verlor, mittlerweile sind Jahre vergangen. Ich war noch ein unerfahrenes Kind und erst durch die Trauer bin ich "erwachsen" geworden, bin geistig gereift. Die Trauer und der Verlust des wichtigsten Menschen in meinem Leben haben mich stark geprägt und nur dadurch sehe ich die Welt heute anders und denke vorallem anders.

Trauer - ohne sie wären wir doch nur seelenlose Gegenstände.
CoraxRecht hast du! habe ähnliche Erfahrungen @Noctua
Hieronymusich hab auch so manchmal das gefühl, dass ich, je mehr ich trauere, auch erwachsener werde...
ich lerne mit jeder enttäuschung dazu.
das ist schlimm, aber meine einzige chance, etwas positives daraus zu ziehen...
im guten glauben
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von Hieronymus [/i]
[B]ich hab auch so manchmal dass gefühl, dass ich, je mehr ich trauere, auch erwachsener werde...
[/B][/QUOTE]

hm.. wieviel erwachsener soll/kann man denn noch werden??
wenn es danach ginge, wär' ich bereits ein greis..
Hieronymusdas frage ich mich eben auch.
aber ich denke mir dann, du musst noch mehr erfahrungen sammeln, damit es beim nächsten mal nicht mehr so schlimm wird.
aber leider sieht die wirklichkeit anders aus...
Hieronymusoder: trauer ist der ausdruck des gefühls, dass man es einfach nicht wahr haben will, bestimmte dinge verloren zu haben...
black holeAlso Hieonymus, ich glaube Deine Definition von Trauer kommt an die meine noch am nächsten. Meiner Meinung nach die Verarbeitung eines Verlustes oder einer Trennung von einem geliebten Menschen, und des dadurch entstehenden Schmerzes. Meiner Meinung ist das Zentrum des ganzen aber die Trennung und nicht der Schmerz, der ist nur der bittere Beigeschmack.

To Noctua:

Darüber scheiden sich die Geister, ob die Trauer 4, 5, 6 oder 7 Stufen durchläuft, hab' da auc noch ein ganz tolles Buch in meinem Regal stehen, das ich immer noch nicht gelesen hab'.
Hieronymusich denke, die eigentliche ursache ist die trennung an sich.
und der schmerz, wie du so schön sagst, der bittere beigeschmack.
und trauer kann, meiner meinung nach, die unterschiedlichsten formen annehmen und muss nicht unbedingt in stufen ablaufen.
das gefühl kann kurz sein, aber sich auch über einen längeren moment hinziehen...
apfelgrünich denke, man muss deutlich zwischen der trauer unterscheiden, die man durchlebt, wenn man einen geliebten menschen verloren hat...welche mit der zeit an strärke und intensität verliert, auch wenn es immer ein wunder und sensibler punkt in seinem leben bleiben kann oder wird und der, die einige hier als tiefe traurigkeit oder andauernden zustand beschreiben...

denn der prozess des trauerns um einen menschen sollte irgendwann soweit abgeschlossen sein, dass man mit der situation zurecht kommt und sie vor allen dingen akzeptieren kann.
...was natürlich nicht heißen soll, dass erinnerungen beispielsweise nicht trotzdem noch weh tun.

bloß muss man sich irgendwann lösen und darf der trauer nicht die oberhand über sein leben gewinnen lassen.
Hieronymusund genau das ist das schlimme an der ganzen sache.
nur nicht die oberhand gewinnen lassen.
viel zu schnell kann man dadurch auch die kontrolle verlieren...

wie ich gestern zum beispiel.
das zeigte sich, als ich anfing, flaschen zu zerdeppern und in die elbe zu rennen...
gott, was war nur in mich gefahren?
rainravenIch habe bisher zwei Menschen aus meinem Leben verloren, die mir sehr viel bedeuteten. Beim ersten hielt der Schmerz über den Verlust zwei Jahre lang an. Mein Herz blutete, ich fühlte mich leer, über Nacht erwachsen, so, als ob ich durch ein Loch in eine graue Welt gestoßen worden wäre. So nüchtern, und alles, was ich tat, fühlte sich wehmütig an. Aber ich ruhte auch sehr in mir selbst und entdeckte, wieviel mir die Schönheit der Natur oder die Nähe meiner verbliebenen Freunde gab. Und es entstanden die besten meiner Gedichte und Bilder dadaurch. Irgendwann nach etwa sechs Jahren erst war es so, als ging mein Herz auf, und dann erst war ich wirklich "darüber hinweg", über den Menschen (der nicht tot, sondern einfach aus meinem Leben verschwunden ist). Doch da hatte ich auch die Gelegenheit, Abschied zu nehmen und die Gewißheit, es geht ihm gut. Trotzdem habe ich heute, acht Jahre danach, noch immer manchmal Sehnsucht nach ihm und wünschte, ich könnte noch etwas von ihm erfahren. Aber so ist es leider nicht.
Im zweiten Fall kam es überraschend, ich hatte keine Gelegenheit zu einem Abschied, und es ist noch nicht so lange her, und ich habe Monate zur Bewältigung des Schmerzes gebraucht, bin sogar total zusammengebrochen. Noch ist es nicht vorüber und ich bin noch am Verarbeiten. Doch auch da denke ich, ich werde die Person vielleicht irgendwann wieder sehen oder hören, auch wenn ich nicht weiß, wo auf der Welt sie jetzt ist und wie es ihr geht. Auch jetzt hat mich das enger mit meinen Freunden zusammengeschweißt, und ich schreibe wieder Gedichte und male Bilder und gebe mir die Zeit, bis ich den Verlust überwunden habe.

Ich denke auch, daß Trauer und die damit verbundenen Gefühle ein Weg der Seele ist, Schmerz über einen Verlust auszudrücken. Chemisch gesehen ist es vielleicht so, daß die Anwesenheit der geliebten Person oder des Tieres oder der Sache, die man verloren hat (kann ja auch ein Zuhause oder ein Lebensabschnitt sein, den man gewollt oder ungewollt verlassen mußte), ein bekanntes, angenehmes, tröstendes, erfüllendes Gefühl erzeugt und der plötzliche Verlust ein Fehlen dieser Glückshormone oder der Sicherheit zur Folge hat.

Ich meine auch, man mußl Trauer zulassen in all ihren Formen, ob es Wut, Frage, Unrast, Resignation oder Kreativität ist, und ein Unterdrücken führt zu seelischen Krankheiten. Man sollte auch Verständnis für Trauernde haben, wenn man sich schon nicht in deren Lage hineinversetzen kann.

T.R.
Hieronymusda geb ich dir recht.
trauer sollte man nicht unterdrücken, egal wie weh das tut.
man muss seinen weg finden, mit der sache klar zu kommen.
vielleicht hilft es ja, bei verschiedenen menschen nicht den tod an sich als ursache zu sehen, sondern sich eher mehr zu sagen - er ist von mir gegangen und er wird nie mehr wiederkommen.

sicherlich verdrängt man dann den knackpunkt des ganzen, aber hilfreich kann es auf jeden fall sein...

ich wünsche dir alles gute.
DarkCryTrauer ist die Reaktion der Seele. Trauer kann man nich abstellen wie einen Radio man muss ihr freien Lauf geben.

Trauer
die Antwort der Seele auf
Schmerz,
Verlassenheit,
Einsamkeit
ChimonasWas fuer einen Sinn hat Trauer?

Tja, da muss ich gestehen, das ich dieses Gefuehl absolut nicht empfinden kann. Selbst, wenn einer meiner Eltern stuerbe, wuerde ich dabei nicht viel empfinden koennen.

Welchen Sinn hat also die Trauer?


Gruss
Chimonas
HeckeDer Sinn der Trauer ist das Denken an die meist schöne Zeit mit der Person, um die man trauert.

Im Gedenken an diese Zeit erinnert man sich nur an die schönen Sachen, nie an die schlimmen und das macht die Sache aus.
Man weiss, dass man nie wieder eine solche Zeit hat.

Es ist genauso, wenn man in einer Beziehung ist, und urplötzlich schluss ist. Wenige können es schnell verarbeiten, andere wiederrum trauern dieser Zeit hinterher, da sie merken, was einem diese Person bedeutet hat.

Das ist für mich der Sinn der Trauer.
vihleytja.. ich für meinen teil würde sagen, dass trauer psychologisch gesehen eine reaktion auf gewissen vorfälle, aktionen ist... wie oben - verlassen werden, enttäuschung etc...
philosophisch gesehen würde ich das als prozess ansehen... ein prozess in dem du wieder an dein ich geraten sollst, spüren sollst, was wichtigkeit in deinem leben hat, ein reifeprozess...

der sinn einer jeden trauerphase ist der einer jeden erfahrung an sich: daraus lernen... weisheit erlangen . würde ich sagen.
und wege damit umzugehen gibt es viele... ich bevorzuge den, bei dem ich all die traurigkeit in kreativität fliessen lasse, alles von mir weg schreibe oder zeichne oder wie auch immer. reden ist natürlich auch wichtig...
Frozen Hell[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
[B]Was fuer einen Sinn hat Trauer?

Tja, da muss ich gestehen, das ich dieses Gefuehl absolut nicht empfinden kann. Selbst, wenn einer meiner Eltern stuerbe, wuerde ich dabei nicht viel empfinden koennen.

Welchen Sinn hat also die Trauer?


Gruss
Chimonas [/B][/QUOTE]

Ich schließ mich an, ich beglückwünsche diejenigen, die es können, aber ich kann es nicht und hab deshalb schon oft Probleme gekriegt, weil mein Umfeld nicht mit einem Kühlschrank-der-Gefühle umgehen können, aber ich bin so und ich hab keine Lust mehr mich immer zu dem zu verändern, was Leute von mir erwarten.

Gruss
Frozen Hell
rainravenund zur Zeit stelle ich mir auch gerade wieder die Frage, wozu Trauer gut ist. Mein geliebtes Haustier ist überraschend an einer Krankheit gestorben, und es tut so weh, ich bin zu gar nichts mehr fähig, fühle mich kraftlos, weine die ganze Zeit, mache mir Schuldgefühle und komme nicht mehr im Leben voran.


T.R.
Hieronymusdas ist mir auch schon passiert.
meine ratte ist damals dahin geschieden.
am selben tag hat mich meine große liebe verlassen.
ich verfluchte diesen tag.

schlimm ist es dann, wenn das haustier der einzigste bezugspunkt im leben war.
aber das war bei dir sicherlich nicht der fall, oder?
du hast doch auch freunde und bekannte,
die dir helfen können.
rede mit ihnen...
sie können deine trauer verstehen...
ich wünsch dir alles gute.
Chimonas@ rainraven

Was war Dein Haustier und wie lange hattest Du es schon?


Gruss
Chimonas
Hieronymusich weiß nicht, warum man trauert und wlchen sinn das hat...

alleine rumsitzen in der bude,
eine zigarette nach der anderen rauchen,
däumchen drehen,
nichts...
ich starre in leere,
leise musik,
dunkelheit,
kerzenschein,
nichts,
nur die leere,
die leere in mir...
und kein widerhall.
rainravenHallo Hieronymus,

nein, es ist nicht so, daß ich keine Freunde hätte, aber mein Vogel war etwas ganz Besonderes. Und ich werde nicht wieder einen zweiten bekommen, der so ist.
Zum Glück weilen meine Liebsten zum großen Teil noch auf der Erde und in meiner Nähe, aber es sind jetzt drei geliebte Lebewesen, die ich verloren habe, und jedesmal erwischt mich der Schmerz und der Schock und die Trauer immer wieder. Das ist nichts, was man "lernen" und vermeiden könnte.


T.R.
nightwish-angelgute frage...

mhhh...also ich denke Trauer ist ein sehr scheiß gefühl es kommt auf dem Bauch und aus dem Herzen. Das Gefühl entsteht dadurch das es im Herz eine Wunde gibt die heilen muss wenn im Herzen eine Wunde ist, ist ein gefühlvolles und wichtiges Organ kaputt das tut natürlich weh! Und das müssen wir verarbeiten. Warum wir allerdings Tränen weinen das ist schwer zu beantworten das müssten wir mal in ein neues Tag schreiben.

by: nightwish-angel
Rising Sun[QUOTE][i]Original geschrieben von afterlife [/i]
[B]Wenn man z. B. jemanden verliert trauert man. Das ist eine normale Reaktion. Und es zeigt, das es der Seele nicht gutgeht, das sie etwas vermisst, etwas verloren hat.
Wenn man sich körperlich verletzt wird dieses durch die gewöhmlichen Schmerzen zum Ausdruck gebracht. Die jeweilige Stelle tut weh.
Aber wenn die Seele verletzt ist - sie ist nicht körperlich, daher kann es nicht an einer bestimmten Stelle wehtun.
Ihr Schmerz wird durch Trauer zum Ausdruck gebracht.

[/B][/QUOTE]

Das wir trauern, wenn ein Nahestehender starb, ist erst seit der Christianisierung da, und mittlerweile nun tief in jedem verankert.

Zu Zeiten der Germanen wurden richtige Feiern veranstaltet.
Trauer gab es in der heutigen Form nicht.

Es wurde gefeiert, dass die Toten auf nach Valhalla aufstiegen, mit Bier, Met, und großen Gelagen.
Hieronymus@ rainraven:
jetzt weiß ich auch, worum es bei dir ging.
das war bei meiner ratte damals genau so traurig.
und mittlerweile trauere ich jeden tag,
weil es immer irgendeinen anlass gibt.
nur den tränen freien lauf lassen,
fällt mir schwer...
frag mich nicht, warum.
ich weiß es nicht...
Asukadie hoffnungen, wünsche und ansprüche gehen verloren.. bzw. die enttöuschung ruft oft die trauer hervor..

ich finde diese theorie vom buddhismus da ziemlich interessant... ich kann es nicht bzw. ich weiß nicht, wie man das anstellen soll. das ganze menschliche dasein ist doch davon geprägt...
stellt euch vor, man hätte keine wünsche, keine ansprüche oder begierden-dann könnte man nicht enttäuscht werden..mag sich jetzt krank anhören, aber sagen wir mal, wir hätten nie gewusst, dass es schlimm ist, wenn jemand stirbt, wenn das nie jemand gedacht hätte, würden wir das gefühl garnicht kennen und die trauer wäre nicht da... ich könnte das nicht, das ist doch auch garnicht möglich oder...

wobei es wichtig ist zu trauern, wie ihr sagtet um zu verarbeiten.
es ist nur schlimm, wenn man sich in die trauer hineingelassen hat, man jeden tag mit ihr eins ist...
ich will nicht traurig sein, ich sage mir oft es wird schon wieder usw. und es gibt auch viele schöne momente, aber traurigkeit...sie verlässt einen nicht.
ich weiß nur ICH alleine kann sie verschwinden lassen bzw. verschwinden ist das falsche wort.. mit ihr umgehen, sie zulassen, wenn sie das "recht" hat da zu sein... trotzdem ist mein verhalten so, als ob ich darauf warte: trauer verschwinde, helf mir mal wer...

ps: mir schiwrren 1000 gedanken dazu rum, ich laber hier immer.. aber bekomm wahrscheinlich nicht das zusammen, was ich sagen wollte!
9thNuisancemmmh.... also vielleicht sehe ich das zu sachlich, aber ich denke das Trauer, sprich diese Gefühl einfach ein Resultat aus dem Bewusstsein der Menschen ist, sozusagen.
Also, der Mensch hat ein Bewusstsein von Leben und Tod, im Gegensatz zu manchen Tieren. Er weiss das Menschen einmal sterben und das diese Tatsache durch nichts wieder rückgängig zu machen ist.
Dadurch versprürt der Mensch natürlich einen Verlust, wenn ein Mensch stirbt, da er sich 1.) darüber bewusst ist, das der andere Mensch, genau wie er selbst, existiert und 2.) wenn er stirbt eben nicht mehr existiert, sprich "nicht mehr da ist".
Die frage ist nun, warum verspürt ein Mensch ausgerechnet TRAUER wenn ein Mensch stirbt, der einem etwas bedeutet, denn wenn wir ehrlich sind verwpüren wir nur Trauer, wenn Menschen sterben zu denen wir in irgend einer Form eine emotionale Bindung haben.
Asuka[QUOTE][i]Original geschrieben von 9thNuisance [/i]
[B]
Die frage ist nun, warum verspürt ein Mensch ausgerechnet TRAUER wenn ein Mensch stirbt [/B][/QUOTE]

zum ersten teil, dieses satzes: tja, da kann man doch genauso fragen, warum liebt man oder wiedo findet man das schln und das nicht... ich denke sowas muss man auch nicht erklären können.. na ja, obwohl, dann könnte man sicher damit besser umgehen, wenn man weiß, was der genaue ursprung ist!! du kannst die trauer besser kontrollieren, wenn du genau weißt, warum sie auftritt und wie genau..

und trauert man nur, wenn jemand/etwas stirbt? so kam das rüber..
9thNuisanceNatürlich gibt es nicht nur im Zusammenhang mit einem Sterbefall Trauer, aber ich habe dies jetzt erst einmal darauf begrenzt.
Denn Trauer in Bezug auf Tod, lässt weniger Raum für Mißverständnisse in Bezug auf deren Bedeutung/ Auslegung.
Trauer definiert sicherlich jeder für sich anders und verbindet dieses Gefühl mit unterschiedlichen Situationen.

Nun ja um eine evtl. Antwort auf meine eigene Frage zu geben (nach längerem Grübeln) so denke ich das es natürlich unsinnig ist für jemanden Trauer zu empfinden zu dem man keine emotionale Beziehung (in welcher Form auch immer!) hat, da man dann ja auch keinen persönlichen Verlust in dem Sinne empfindet
Thorn[QUOTE][i]Original geschrieben von threshold [/i]
[B]Was für einen Sinn hat Trauer ? Was ist ihr Ursprung und ihr Zweck ? Wie kann man sie am besten verarbeiten ?
Viele Fragen, hoffentlich viele interessante Antworten.

mfG

threshold [/B][/QUOTE]

Ich habe vor zwei Wochen meinen Opa verloren, und das war wirklich nicht einfach. Meine Oma ließ ihn offen aufbaren, und ich streichelte sanft zum Abschied seine Wange... und nun? Nun geht es mir gar nicht gut. Die Bilder verfolgen mich, ich höre ihn atmen und reden, und ich kann das Zimmer in dem er starb nicht mehr betreten, weil ich dort Panik bekomme.
Ein guter Freund sagte mir dazu: "Was ist Trauer? Ich bin traurig, ich bin wütend, weil du nicht mehr für mich da sein kannst. Ich will nicht, dass du weg bist. Ich liebe dich doch. ..." Trauer ist egoistisch: ICH bin traurig, weil du nicht mehr für MICH da bist. Trauern ist vergessen und verdrängen, trauere nicht, sondern erhalte die Menschen, ihr Andenken in Erinnerung und lebendig...
Hieronymusich hab keinen bock mehr, zu trauern...
tränen hab ich keine mehr,
von kraft ganz zu schweigen...
man grübelt nur noch drüber nach...
warum diese welt so gemein ist, so kalt, so trüb...
Asukaheißt das, dass du es abstellst..oder hart gesagt drin ertrunken bist und im mom nicht rauskommst?
9thNuisanceIch denke im Grunde auch, dass Trauer und Verdrängung sehr dicht beieinander stehen, leider.

Im Frühjahr ist die Mutter meines Freundes gestorben und sobald ich daran denke, bzw. mir bewusst mache das sie tot ist, werde ich wieder traurig und schiebe den Gedanken sehr schnell wieder von mir weg da es einfach nur weh tut.

Selbstschutz in einer Welt die sich viel zu schnell dreht und keine Rücksicht auf Einzelschicksale nimmt.

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