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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: die krise
der EngelNeulich hab ich in unserer Unibibliothek ein Buch zum Thema Krise gefunden.

Dort wurde die Behauptung aufgestellt, dass jede Krise nicht nur eine "negative" Seite hat, sondern auch immer eine Entwicklungschance beinhaltet.
Warum ergreift man diese dann nicht und sieht nur das "Negative" an einer Krisensituation ?

Eine wirkliche Antwort hab ich nicht gefunden.

Und warum steht man irgendwann dann doch auf und versucht aus der Krise herauszukommen ?

der Engel
DonnEine Krise kann natürlich ihre positiven Seiten haben. Aber um aus der Krise eine Neuerung zu bekommen, bedeutet immer, dass man auf einige Annehmlichkeiten verzichten muss (zumindest kurzfristig). Das tut niemand gerne. Also sperrt man sich.
DarkHazenach jeder krise folgt ein hoch und nach jedem hoch folgt eine kriese, das ist eines der alltäglichsten ökonomischen phänomene - allerdings gibt es durchaus dinge außerhalb der ökonomie, bei denen das phändomen nicht aufzufinden ist, einfach weil quantitativ zu wenig spielraum geboten ist. ein mensch ist in seiner zeit und seiner einzahl derart eingeschränkt, dass man nicht damit rechnen kann, dass die wende zwingend kommt. nimmt man aber als beispiel deutschland als bestandteil der wirtschaft, lässt sich durchaus eine sinusartige tal-berg-welle verzeichnen - vwlern dürfte das bekannt sein.

alles hält sich irgendwo irgendwie in der waage.

und überhaupt... dass die meisten menschen nichts positives an der krise sehen ist eine wichtige ( oder sogar DIE ) vorraussetzung dafür, dass es irgendwann wieder bergauf gehen kann.

sicherlich könnten sich viele konstruktiver verhalten als einfach nur das handtuch zu werfen und zu flennen, aber... wie das so ist...
wer noch nicht mal im tal ist, kann nicht beginnen, berge zu besteigen..
ChimonasVersuch einer (sehr groben und unpassenden) Erklaerung:

Situation ohne Krise:

Mensch und Umwelt im Einklang.

Situation in Krise:

Mensch und Umwelt nicht mehr im Einklang.

Da sich die Umwelt nicht dem Menschen anpasst, muss sich der Mensch der Umwelt anpassen.

Dies bedeutet die Notwendigkeit einer Veraenderung seitens des Menschen. Hier kommt wohl eine Art Traegheit ins Spiel, welche ein Reagieren auf Krisen so schwierig macht. Reagiert der Mensch aber doch auf die veraenderte Umwelt, weil er bemerkt, dass es einfach nicht mehr anders geht, wird daraus leicht eine Ueberreaktion. Da man in der unmittelbaren Krisensituation nur allzu leicht den Ueberblick verliert.

Die erneute Anpassung an die Umwelt sehe ich demnach als Krisenbewaeltigung an. Dieser Lernprozess ist deshalt positiv, da die Krise selbst nicht als positiv wahrgenommen wird, weshalb sich zu diesem Zeitpunkt (also in einer Krise) auch Loesungsmoeglichkeiten durchsetzen koennen, denen man zuvor keinerlei Beachtung schenkte.

Wie gesagt ziemlich grob und unpassend.*g*


Gruss
Chimonas
BlueBirdAus allen negativen Erlebnissen im Leben sollte man mittelfristig positive Konsequenzen ziehen.
Wer das lernt, wächst und reift und wird sein Leben gut bewältigen.
Wer es nicht lernt, hat immense Schwierigkeiten und verfällt in die "Warum gerade ich" Larmoyanz.

Das Leben ist zu allen Menschen gleichermaßen blindlings unfreundlich.
Wenn wir glauben, daß es bei den anderen nicht so sei, dann wissen wir in der Regel nur nicht genug.
neverbornDa stimme ich bluebird zu.
Also um hier mal ein ganz konkretes Beispiel zu nennen: bis vor einem Halben Jahr hatte ich eine sehr krasse Kriese, 4 jahre lang.
In dieser Kriese hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen können, dass ich irgendetwas daraus lernen könnte.
Jetzt, wo ich es geschafft habe, daraus zu kommen, merke ich, dass ich reifer geworden bin. außerdem habe ich so viel an Lebenserfahrung dazu bekommen, dass ich inzwischen echt der Meinung bin, dass diese Kriese gut für mich war.
neue Probleme sehe ich übrigens nicht mehr als Grund zum aufgeben, sondern ich arbeite an ihnen und versuche sie zu überwinden, dadurch falle ich nicht mehr in dieses Loch und lerne trotzdem dazu
lg
Joey
ChimonasDurch Krisen lernt man, falls man sie ueberlebt bzw. meistert.


Gruss
Chimonas
Black MoniAuch meine Erfahrung ist, dass man aus jeder Krise stärker hervorgeht, nach Bewältigung versteht sich. Oft sieht man das positive aber erst sehr viel später. Jede gemeisterte Krise gibt Kraft (ok. Manchmal nur für die nächste krise) Mir ist es schon oft so gegangen, das sich durch Lebenskrisen meine Grenzen nach oben verschoben haben.
Das Leben ist nun mal meistens ein Kampf.

Vielkraftzumkrisenbewältigenwünschende Grüße
Black Moni
NeithVilleicht ist es ja die Angst die einen Menschen indirekt dazu veranlasst eine Krise nicht bewältigen zu können...
Oder villeicht ist es auch die Ignoranz bei manchen Menschen, die es nicht wahrhaben wollen oder die nach aussen hin vorgeben es sei alles in Ordnung und so alles verschlimmern...
ChimonasKrisen zu verdecken ist ganz sicher auch ein guter Grund noch weiter in eine hineinzugeraten. Denn meist ist es ja auch so, dass man je laenger man die Loesung hinausschiebt, aus welchen Gruenden auch immer, man zur Loesung selbst immer groessere Mittel einsetzen muss. (ist aber wiedereinmal stark verallgemeinert)


Gruss
Chimonas
Black Moni[QUOTE]Oder villeicht ist es auch die Ignoranz bei manchen Menschen, die es nicht wahrhaben wollen oder die nach aussen hin vorgeben es sei alles in Ordnung und so alles verschlimmern...[/QUOTE]
Man kann durchaus nach aussen hin sagen, es sei alles in Ordnung(ich nenne das dann gerne "schauspielern"), nur solte man trotzdem an sich und der Krisenbewältigung arbeiten.
Menschen, die Krisen ignorieren, beneide ich oft, obwohl ich nicht weiß, sind sie dumm oder clever? Meine Meinung ist, unbewältigte, verdrängte Sachen im Leben holen einen irgendwann ein. Und dann wird es umso schlimmer.


Kriesennichtignorierenkönnende Grüße
Black Moni
darksownwenn ich an krisen denke, fallen mir auf anhieb politische bzw. ehekrisen ein....
wieso?

ist das negativ
ich denke schon
darksownhmm ne bin nicht, wieso.... :-)
ich gehe von dem WEN fall aus...
Neith[QUOTE]wenn ich an krisen denke, fallen mir auf anhieb politische bzw. ehekrisen ein....[/QUOTE]

villeicht ist das ja so, weil uns diese arten von krisen einfach (fast) permanent umgeben. Sei es in der familie, freunde, fernsehen, überall werden wir mit krisen bombadiert, die eigentlich (fast) nie etwas mit uns zu tun haben.
Natürlich ist es nicht besonders toll immer gleich wenn man krisen hört an was schlechtes, wie politische krisen zu denken, aber es hat sich bei uns eben so durch die medien usw. eingebrannt...

villeicht kann man ja manche krisen auch umgehen?

gegen ehekrisen hab ich da schon ne idee: einfach nicht heiraten ;)
imixdas gewohnheitstier mensch glaubt, fehler seien dazu da wiederholt zu werden (und außerdem machen sie nur die anderen), was früher oder später zu krisen führt. um mit diesen fertig zu werden müsste man zugeben das man unrecht hat und sich ändern. also leidet man lieber um recht zu haben und bleibt wie man ist.
der Engelund was gibt bei der "ersten" krise den anstoss, daraus etwas zu machen ?
da hat man dann ja noch keine erfahrungen.
wieso stehen manche auf und sagen jetzt ändere ich was und manche bleiben liegen ??

manchmal will man ja raus kommen, aber man weiss nicht wie und steht dann davor und kann nicht. ( kenn ich von mir)

der Engel

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