| trostlos | ... koennt ihr trauern? wie? tragt ihr die ueblichen scharzen trauerklamotten? wollt ihr allein sein? koennt ihr wie ich keinen gedanken mehr fassen? seid ihr wuetend? macht ihr euch vorwuerfe? ... (mein opa ist gestern abend gestorben. ich war schon lang nicht mehr dort. ich....) ... |
| rainraven | Ich habe einmal einen Menschen (einen Bekannten von uns) verloren, der mir sehr viel bedeutet hat. Es ist noch unklar, ob er wirklich gestorben oder einfach nur abgehauen ist. Trotzdem hieß es am Anfang, er wird vermißt und ist vermutlich umgekommen, und ich hörte auch nur bestätigende Kommentare von Familie und Freunden. Im ersten Moment dachte ich, er macht einen verdammt schlechten Scherz. Dann habe ich viel rumtelefoniert, Freunde haben sich kurzgeschlossen, mich zurückgerufen, untereinander die Nachricht erfahren und manche sind gleich (es war mitten in der Nacht) zu ihm gefahren und wolten nachsehen, ob es wahr ist. Dann habe ich mehrmals die Bestätigung bekommen, es sei wahr, er sei tot. Die ganze Nacht durch habe ich geheult und konnte es nicht fassen, habe immer nur gestammelt, daß es nicht wahr sein kann. Am nächsten Morgen habe ich mich so verheult in die Arbeit geschleppt und wurde gleich wieder von meinem Chef nach Hause geschickt, von Kollegen getröstet, die den Menschen z.T. auch etwas gekannt hatten. Ich durfte so lange zuhause bleiben, bis es mir wieder besser ginge, sagte mein Chef, das wäre selbstverständlich. Ich bin an dem Tag rausgefahren (mit meinem Bruder, denn ich kann nicht autofahren und er bot sich an, wenn ich darüber sprechen wolte) zu einem Ort an einem nahen See und Wald, den ich sehr gerne habe und der für mich das Paradies, aber auch wehmütige Erinnerungen birgt. Dort sind wir dann spazierengegangen und es war schönes Wetter und Sonnenschein, und das Darüber-Sprechen,das hat mich getröstet. Ich ging zwei Tage später wieder arbeiten, das hat auch abgelenkt, und was mir (und anderen Freunden von dem Bekannten) sehr viel half, waren die Gespräche, die ich mit mir bis dato noch nicht so bekannten Freunden von ihm hatte, und wir haben uns dann auch gemeinsam daran gemacht, nachzuforschen, ob er wirklich tot oder nur von zuhause abgehauen und als vermißt geltend wäre, haben recherchiert, uns umgehört, Personen befragt, Steckbriefe verteilt, seine Aufenthaltsorte untersucht und sind zwar bis heute noch nicht fündig geworden, aber inzwischen erscheint uns wenigsten sein Tod als fragwürdig und nicht eindeutig geklärt. Das bringt ihn zwar nicht zurück, aber wir haben Hoffnung, daß er sich vielleicht doch einmal wieder zuhause meldet oder wir etwas von ihm hören. Doch ich denke oft an ihn, und es tut noch immer weh, und ich habe etwa ein Vierteljahr lang jeden Tag mindestens einmal einen Weinanfal bekommen, wenn ich an ihn dachte oder etwas an ihn erinnerte. Inzwischen lebe ich mit der Hoffnung, ihn irgendwann mal wiederzusehen, irgendwo auf der Welt. Ich habe auch schon meinen Lieblingscousin verloren, der sich mit 18 umgebracht hat, und es hat mich ein Jahr danach noch ganz unerwartet erschüttert und ich bin in Tränen ausgebrochen (ich war damals ein, zwei Jahre älter als er), denn er war immer so fröhlich und witzig und hat als Kind mit uns gespielt und später fantstische Fantasykostüme gebastelt und war gut in der Schule, aber seinen familiären Problemen ist er wohl nie entkommen. Diesen Sommer ist auch noch mein wundervoller Vogel gestorben, der wie ein Kind zu mir war, und ich bin immer noch nicht darüber hinweg, obwohl ich schon neue Vögel habe, die ich auch sehr liebe, aber die Kleine war einfach unersetzlich. Und ich habe nur geweint, geweint, und gewartet, bis der Schmerz etwas nachließ, und da hat es mich nur etwas getröstet, daß es nicht meine Schuld war, sondern daß sie organische Fehler und Schwächen hatte und früher oder später sterben hätte müssen. Ich habe kein Rezept gegen die Trauer, ich kann nicht anders, esrt kommt ein Schock, ein Nichtbegreifen-Wollen, dann ein endloses Weinen, bis ich zu erschöpft bin, dann eine fieberhafte Aktions-und Redephase, ich bin dann mitunter auch zynisch oder hyperaktiv und stürze mich z. B. in Partyaktivitäten oder Zusammensein mit Freunden (wo ich dann mittendrin manchmal Zusammenbrüche mit Weinen habe) , weil ich das Nichtstun und Nachdenkenmüssen nicht ertrage. Irgendwann kann man allmählich das Alltagleben weiterführen und wieder lachen, aber innen drin in mir bleibt eine weitere Narbe. Obwohl ich ein nicht sehr religiöser Mensch bin, gehe ich dann auch in die Kirche, zünde Kerzen an und spreche zu Gott, warum es sein mußte, was nun ist und daß ich hoffe, es geht dem Gestorbenen besser, wo er jetzt ist. Oder ich schreibe in so Bücher, die irgendwelchen Aposteln gewidmet sind. Ich verarbeite Trauer auch, indem ich Gedichte über meine Gefühle schreibe oder Bilder male, und wenn die Tränen wieder kommen, lasse ich es zu. Ich habe auch Menschen getröstet, die wie ich vom Verlust desselben Menschen betroffen waren. Aktivität und Helfenwollen, aber auch mit anderen, die einen verstehen, immer wieder darüber reden, tut mir in so einer Situation auch gut. Trauerklamotten trage ich eigentlich nicht, denn ich bin meist viel schwarz angezogen, aber z.B. hatte ich dann eine Zeit lang nicht Lust, voll aufgestylt und bunt wegzugehen, sondern habe "nur" schwarz angezogen und eher schlicht, Lederhose, Ledermantel, Halstuch in Schwarz und offene, nicht gestylte Haare und wenig Schminke, auch keinen Schmuck bis auf ein Amulett oder so. Aleine sein will ich dann lieber nicht, sondern bei den Menschen, die ich lieb habe. T.R. |
| Kaija | ich kann nur sagen das ich damit überhaupt nicht umgehen kann und mir das immer nochhängen wird. als mei ur oma starb ,ging es mir sehr schlecht,ich hab sie glaube ich einen tag vorher noch im krankenhaus gesehen und das war wirklich schlimm,sie sah echt arg aus. es war ein unfall. meine ur oma wohnt nicht in der gleichen stadt und ich bin "froh" das ihr das bei uns passiert ist als sie bei meine roma zu besuch war ,so konnte ich sie noch einmal sehen. das gemein war auch das ich sie schon längst wieder mal besuchen wollte,als wie wenn ich es gespürrt hätte das ich nicht mehr oft die möglichkeit dazu habe. als sie im kankenhaus lag war sie auch nicht wach,also konnte ich nicht mit ihr reden. ich konnte das am anfang nich wirklich glauben als mir meine mutter gesagt hat das sie gestorben ist,darum konnte ich am anfang nicht richtig weinen. ich konnte auch nicht mehr ordentlich schlafen und brauchte schlaftabletten. ich muss jetzt noch weinen wenn ich daran denke und ich habe den totenschein immer in meiner geldtasche. ausserden ist mein stiefvater gestorben und ein onkel wäre auch schon fast gestorben. :o |
| CaligoCavus | [B]trostlos[/B] Der Tod Eures Großvaters tut mir sehr leid. Mein Großvater starb vor über einem Jahr...ich konnte auf seiner Beerdigung nicht weinen. Alle um mich herum ließen ihren Tränen freien Lauf, nur ich nicht. Ich kam mir dadurch ein wenig ausgegrenzt vor, habe mich sogar dafür geschämt. Das war falsch. Man darf sich nicht dazu zwingen, Trauer zu empfinden. Irgendwann wird es kommen, irgendwann lässt man alles heraus. Die einen durch Tränen, die anderen durch Gedichte zum Beispiel. Ihr werdet Euren Weg schon noch finden. |
| trostlos | danke an euch fuer euere antworten... irgendwie fuehle ich mich so normal und komme damit nciht klar, ich weine und wiene doch wieder nciht und kann nciht darueber reden... ich weiss nicht, ob ich zu dem trauergespraech morgen kann udn soll... ach... |
| Leon4 | Im April ist mein Cousin gestorben.Er hat mir sehr viel bedeutet. Ich hatte ihn vor nem halben zu letzt gesehen. Ich konnte mich nicht verabschieden. |
| trostlos | @ Leon4 ... so geht es mir auch. und ich habe so ein schlechtes gewissen... mach mir so vorwuerfe.. |
| charuna | Als mein Grossvater, vor einem Jahr gestorben ist, war ich dabei, ich erlebte seine letzte halbe Stunde mit ihm und meinen Verwndten. Das war zwar einerseits schön, als das ich von ihm Abschied nehmen konnte, andererseits auch schrecklich, so ist der Tod für mich zu einer Realität geworden. Noch heute tut es weh, wenn ich an diese Zeit zurückdenke. Mir hat es sehr geholfen, dass ich für meinen Grossvater ein Lied ausgesucht hab, welches ich höre, wenn ich mich an ihn erinnere, es macht die Gefühle für mich greifbarer. Ebenso haben auch Gespräche mit meinen Cousins geholfen, welche ungefähr in meine mAlter sind und mich somit gut verstehen konnten. Ob du zu diesem Gespräch gehen sollst, musst du entscheiden, das kann dir niemand abnehmen, aber das weisst du auch :) Eines kann ich dir einfach sagen, wenn du nur ein wenig denkst, du könntest es einmal bereuen, dass du nicht hingegangen bist, GEH! Rückgängig kannst du nichts mehr machen, fortlaufen, wenn du es nicht mehr erträgst (habe ich getan, bei der Beerdigung meines Grossvaters) kannst du immer und es wird dir sicher niemand Vorwürfe machen deswegen! Und deine Gedanken, dass du ein schlechtes Gefühl hast, da du schon länger schon nicht mehr bei ihm warst, nützen nichts, denn wenn jemand stirbt, hat man immer zu wenig Zeit mit ihm verbracht und man hat das Gefühl, es wurde einem Zeit gestohlen mit dieser Person, das ist völlig natürlich. Also meiner Meinung nach kein schlechtes Gefühl, sondern normal, also nichts worüber du dir den Kopf zerbrechen sollst! Ich könnte jetzt jede Menge hohle Phrasen schreiben, von wegen, ich wünsch dir Kraft, etc. aber die sind alle so christlich und nichts sagend. Deshalb nur, dass du deinen Weg finden wirst, mit dem Tod umzugehen und gute Gespräche mit deinen Mitmenschen, du wirst einige auf andere Weise kennen lernen! |
| My Lose Soul | Eines Abend klingelt bei mir und meinen Eltern das Telephon, mein Dad kommt ein paar Minuten speater rein und sagt Opa ist tot, er hatte treahnen in den Augen. Ich konnte einfach nicht weinen oder hatte auch nur ein gefuehl von trauer in mir. Er war alt und seine Zeit war gekommen. Fast eine Woche speater ist mein 2. Opa gestorben und ich hab mich nur gefreut das ich jetz am Wochenende zu Kumpels kann und nich mehr zu ihm brauch, weil er soweit weg wohnt. Ich weiss nich die sind beide an altersschweache gestorben, also warum trauern? Weahren die bei nem Unfall ums Leben gekommen oder anders, ich weiss nich wie ich da reagiert heatte ob ich da sowas wie trauer empfunden heatte. |
| Black Moni | @trostlos Es tut mir sehr leid! (In so einer Situation klngt alles so abgedroschen, ist aber ernst gemeint) Jeder Mensch hat seine eigene Art mit Trauer umzugehen und alle Wege sind berechtigt. Alle Gefühle gehören dazu, Traurigkeit, Enttäuschung, Vertweiflung, Wut . . . [QUOTE]Eines kann ich dir einfach sagen, wenn du nur ein wenig denkst, du könntest es einmal bereuen, dass du nicht hingegangen bist, GEH! Rückgängig kannst du nichts mehr machen, fortlaufen, wenn du es nicht mehr erträgst (habe ich getan, bei der Beerdigung meines Grossvaters) kannst du immer und es wird dir sicher niemand Vorwürfe machen deswegen![/QUOTE] Dem kann ich nur zustimmen. [QUOTE]Und deine Gedanken, dass du ein schlechtes Gefühl hast, da du schon länger schon nicht mehr bei ihm warst, nützen nichts, denn wenn jemand stirbt, hat man immer zu wenig Zeit mit ihm verbracht und man hat das Gefühl, es wurde einem Zeit gestohlen mit dieser Person, das ist völlig natürlich. Also meiner Meinung nach kein schlechtes Gefühl, sondern normal, also nichts worüber du dir den Kopf zerbrechen sollst![/QUOTE] Auch das stimmt. Vielleicht kanst du deinem Opa einen Brief schreiben, in dem du alles aufschreibst, was dich bewegt. Das habe ich nach dem Tod meiner Tochter getan. Oder, wenn du an ein Leben nach dem Tod glaubst, dann rede mit ihm. Ich verbinde mich in Gedanken oft mit meiner Tochter und meinem Vater und mir hilft das. Aber wie gesagt, jeden muss seinen eigenen Weg finden. Liebe, mitfühlende Grüße Black Moni |
| trostlos | danke.. und ja. ich war bei dem gespraech. es war. naja. meiner oma geht es verdammt mies. und. ein schlechtes gewissen. habe ich. nach wie vor. udn ich hasse beerdigungen. und fuehle mich so unfaehig. und will darueber gar nciht nachdenken.. |
| Haevion | Hm... Trauer halte ich für etwas egoistisches, auch wenn es denkbar schwer ist, mit ihr umzugehen. Es ist einfach ein nur zu menschliches Gefühl. Der einzige Todesfall, der mir nahe gehen würde, wäre der meiner Mutter. Ich denke, dass bisher alle anderen Menschen in meinem Leben eine nicht so wichtige Rolle gespielt haben, alsdass ich um sie trauern würde. |
| Chimonas | @ trostlos Es tut mir fuer Dich leid, was Dir widerfuhr. @ Alle Ich kann nicht trauern, doch halte ich trauern zu koennen, fuer sehr wichtig, da man sich damit innerlich von der Person loesen kann. Und zu verarbeiten, dass eine bestimmte Person nun nicht mehr ihre Zeit mit einem verbringen kann ist wichtig. Wieso ich es dann nicht kann, ich weiss es nicht. Vielleicht hat fuer mich niemand auf diesem Planeten wirklich Bedeutung. Gruss Chimonas |
| trostlos | @ Chimonas so aehnlich ist es bei mri auch.. beide meiner opas sind jetzt gestroben und.. ich fuehle so wenig. und habe ein so schlechtes gewissen zugleihc. weil ich nciht trauere. und weil sie mir weniger bedeutet haben, als sie sollten. |
| Chimonas | @ trostlos Ich fuerchte das dir das jetzt nicht so viel hilft, aber Du musst Dich deswegen NICHT schuldig fuehlen, denn DU kannst ja auch nichts dafuer, dass Du deswegen jetzt nicht trauern kannst. Gruss Chimonas |
| Amazia | Ich vergrabe mich dann ganz tief in mir selbst. Im Grunde ist alles wie vorher nur das ich nicht wirklich dabeibin. Vor 3 1/2 jahren ist mein bester Freund gestorben. Sein Bruder rief mich an und hat es mir gesagt. Ich konnte das erstmal garnicht fassen, obwohl ich damit gerechnet hatte. Ich wusste als er sagte das er nach Hause fahren will das er nicht wiederkommen wird. Er wusste es genauso und hat es mir auch nochmal genau so gesagt als ich ihn zum Flughafen brachte. das macht die Schuldgefühle nicht besser Ich bilde mir immer noch ein ich hätte seinen Tod verhindern können wenn ich einen Weg gefunden hätte ihn aufzuhalten. Die erste Reaktion war das ich nicht mehr Leben wollte.. das hat aber nicht funktioniert und ich kam dann zu dem Entschluss das es nicht sein sollte. Dann hab ich Schuldige gesucht (seinen Chef seine Kollegen etc.) nur damit ich nicht mit meinen Schuldgefühlen umgehen musste. Dann kam die Wutphase. Ich war Unglücklich und traurig und geschockt und so wütend weil er mich alleine gelassen hatte. (das bin ich heute noch manchmal). Das dauerte ungefähr ein jahr an in dem ich zwar irgendwie meine Schule zuende gemacht und Freunde besucht und eben "normal weitergemacht" habe, aber ich kann mich an nichts aus dieser Zeit erinnern ausser an das Gefühl von Leere und Kälte. Und danach konnte ich dann endlich weinen. Ich war nicht auf seiner Beerdigung was ich heute bereue, ich hätte die letzte Gelegenheit lebwohl zu sagen nutzen sollen. Ich habe seine tagebücher vererbt bekommen, und immer wenn es mir schlecht geht und ich einfach nicht mehr kann lese ich darin hin und her, dann ist es fast als sei er wieder da. Irgendwann habe ich angefangen ihm Briefe zu schreiben (ziemlich albern, ich weiß).. es gab einfach zu viele Dinge die ich ihm nie gesagt habe und dann war es plötzlich zu spät. Ganz verschwinden wird er wahrscheinlich nie (obwohl ich vor ein paar wochen merkte das ich mich nicht mehr an sein Gesicht erinnern kann, woraufhin ich fast zusammenklappte, weil ich mich selber nicht begreifen konnte). miese Phasen hab ich immer mal wieder, aber die meiste Zeit bin ich einfach dankbar für seine Anwesenheit und kann mich mit einem Lächeln erinnern. Ich wünsche dir das du einen Weg findest, der dir hilft mit alledem fertig zu werden. Es gibt ihn irgendwo ;) |
| Manley | @trostlos: das tut mir sehr leid. ich weiß, das ist hart und tut weh und wird lange dauern, bis du das verkraftet hast. aber versuch trotzdem, dich mehr an die schönen zeiten mit ihm zu erinnern, auch wenn das nicht einfach ist... ich wünsch dir ganz viel kraft dafür! also der letzte todesfall in meinem umfeld ist jetzt schon neun jahre her, mein opa... wir hatten eine sehr enge beziehung, und ich war erst 13, als er gestorben ist... das war eine harte zeit. ein jahr vor ihm ist meine großtante gestorben (krebs), an der ich sehr hing, zwei jahre vorher meine uroma. und dann eben mein opa, auch an krebs... ich hab mir ewig vorwürfe gemacht, daß ich nicht öfter zu ihm gegangen bin, als er so krank war. bis meine mama mir gebeichtet hat, daß sie und mein papa das unterbunden haben, weil sie nicht wollten, daß ich sehe, wie schlecht es ihm geht. weil sie wollten, daß ich ihn gesund und lebenslustig in erinnerung behalte. als er dann eben gestorben war, hab ich geheult wie ein schloßhund, ich konnte mich in der schule (als ich wieder gegangen bin) nicht richtig konzentrieren, und die beerdigung war der hammer... ich hab die ganze zeit geweint. auch jetzt. ich weiß, ich sollte dankbar sein für die zeit, die wir hatten, und das bin ich ja auch, und ich bin auch dankbar, daß er nicht mehr leiden muß, aber er feht mir so... ich gehe nicht oft an sein grab, weil das immer mit tränen verbunden ist, aber ich denke oft an ihn und rede mit ihm, erzähle ihm, was in meinem leben so vorgeht. und ich weiß, er würde sich mit mir freuen für all das, was ich geschafft habe. gott, immer wenn ich an ihn denke, muß ich weinen, auch jetzt, aber das ist okay... dieses jahr konnte ich nicht mal zu seinem geburtstag an sein grab gehen, weil ich nicht in deutschland bin, sondern in wales… aber sein andenken wird bewahrt! wo auch immer du gerade bist, opi, ich hab dich lieb! |
| Black Moni | @Trostlos Du schreibst, dass du nicht trauerst. Ich denke schon, weil jeder seine eigene Art hat zu trauern. Sonst hättest du wohl kaum einen Thread zu diesem Theama eröffnet. Das du im Moment so wenig fühlst ist eigentlich im "Trauerprozess" normal. Man versucht sich ja ein bißchen abzuschotten (unbewußt). Auch das Gefühl Zeit verpaßt zu haben und Vorwürfe, alles normal und ein Zeichen der Trauer. Würde dir so gern helfen, weiß aber nicht so richtig wie. Wenn du magst, kanst du gerne eine PN oder Mail schicken. Verstehende Grüße Blck Moni |
| Chimonas | Schliesse mich Black Moni an. Ihre Sicht gefaellt mir doch wesentlich besser als meine 'trostlose'. Gruss Chimonas |
| Mondsichel | Letztes Jahr ist jemand gestorben der mir sehr viel bedeutet hat, wir kannten uns noch nicht sehr lange, aber er war doch etwas besonderes für mich. Er war einer der Menschen die immer ehrlich zu mir wahren und für jede Sache ein Ohr offen hatte. Als er plötzlich starb war ich wie gelähmt, ich habe viele Tage geweint... danach war eigentlich nur noch Leere irgendwie, ich habe darüber geschrieben... und schließlich habe ich mit meiner Band sogar einen Song für ihn gemacht, der sogar schon anderen über den Tod ihrer Lieben hinweg geholfen hat... Er ist in meinem Herzen, da wird er ewig weiterleben, als wäre er nie von dieser Welt gegangen... |
| Lilliths-Erbin | Erstmal mein Herzlichstes Beileid. Meine Mutter starb vor nicht ganz Vier jahren. Da ich auch jetzt noch Jung bin war ich es damals erst recht. Mit dem Tot selbst komme ich ganz gut zurecht. Ich habe akzeptiert das jedes Wesen einmal stirbt, betrauere es und wende mich wieder den Lebenden zu ( Natürlich gedenke ich dem hin und wieder noch). Tiefer schneidet es wenn man dem Tot zusehen kann wie er sein werk vollbringt. In meinem Fall war es Lungenkrebs.Eine OP und alles schien gut. Später Hirnmetastasen,Chemotherapie,erneute OP. Fünf Jahre dauerte ihr Kampf gegen den Krebs, dem sie schließlich erlag....... So Jung ich auch wahr stand ich ihr bei. Bis auf die letzten Wochen.Wir haben sie später als alles doch nichts mehr nützte im Haus gepflegt. So sehr ich sie auch liebte ( oder gerade dashalb)war ich nicht fähig ihre letzten Wochen mitanzusehen.Man kann sich vorstellen das man nach einer Chemotherapie und ständiger Medikamentenbehandlung nicht gerade sehr gut aussieht..... Ich mied ihr Krankenzimmer, tat alles um sie nicht sehen zu müßen.... Irgendwann spach meine Tante mich an das meine Mutter geweint hatte. Sie der Meinung war das ich sie hasste weil ich nicht mehr zu ihr kam, ihre Hand hielt und ihr sagte das ich sie liebe. Da fiel mir auf wie egoistisch ich doch war........und nahm mir vor am nächsten Tag ( sie schlief ) zu ihr zu gehen........ Sie erkannte mich nichteinmal mehr, die Medikamente haten ihr Werk vollbracht..... Eine Woche später starb sie. Bis heute mache ich mir Vorwürfe. Ich mein, so weh der Anblick auch tat, ich war ihre einziege Tochter und gerade zu der Zeit als sie sich kaum noch rühren konnte,wo sie mich am meisten brauchte kam ich nicht mehr zu ihr.... Ich hoffe das ich mit der Ziet besser damit zurecht komme. Sorry Leute, aber ich mußte mir das mal von der Seele reden....... Könnte auch noch mehr schreiben, aber ich will eure gedult nicht zu sehrt strapazieren. Ich bitte um vergebung für alle Gewalttaten die ich der Deutschen Rechtschreibung angetan habe. |
| Lilliths-Erbin | @Trostlos Oh sorry,sorry. Hab gemerkt das ich Deine Trauer nicht gut zu würdigen gewußt habe.Hab mich zu sehr auf mich konzentriert. Das tut mir leid. Behalte deinen Großvater immer in guter Erinnerung und er verlässt Dich niemald ganz.Trauere um ihn, das hat er bestimmt verdient. Mit verstänissvollen Grüßen Lilliths-Erbin |
| Black Moni | @Lilliths- Erbin Du schreibst, dass deine Mutter dich beim letzten Besuch nicht mehr erkannt hat. Aber ich denke, das deine Ma wußte wer bei ihr ist, es gespürt hat. Du schreibst, dass du sehr jung warst und dann ist das alles noch viel schwerer. Leid, solches Leid wie du mit ansehen mußtest, zu ertragen, damit haben die meisten "Erwachsenen" Probleme. Auch ich habe mir damals Vorwürfe gemacht. Mit meiner Tochter, gestorben vor 7 Jahren, habe ich ca. eine halbe Stunde vor ihrem Tod noch gesprochen (Sie ist dann eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht). Bei meinem Vater war es auch eine halbe Stunde. Mein Vater lag seit ca. 6 Wochen im KH(wir alle wußten, dass es nicht mehr lange dauert), ich war auf der Arbeit, das Telefon klingelte und ich wußte Bescheid. Nur bis ich im KH war, war er nicht mehr unter uns. Es war zu spät. Das war vor 5 Jahren. Auch da habe ich mir Vorwürfe gemacht. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, Vorwürfe bringen dich um. Ich rede mit den beiden, da ich an ein Leben nach dem Tod glaube. Ich habe meiner Kleinen damals einen Brief geschrieben. Ich verbinde mich oft mit beiden und es hilft mir. Sehe beide auch oft in diesem Stadium zwischen Wachen und Schlafen. und es ist schön. Du warst "damals" noch bei deiner Mutter und sie weiß es, da bin ich mir ganz sicher. Mach dir keine Vorwürfe mehr, sie weiß, dass du sie vermisst (klingt ein bißchen durch). Wünsche dir von Herzen weiterhin viel Kraft. Black Moni |
| trostlos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i] [B]@ trostlos Ich fuerchte das dir das jetzt nicht so viel hilft, aber Du musst Dich deswegen NICHT schuldig fuehlen, denn DU kannst ja auch nichts dafuer, dass Du deswegen jetzt nicht trauern kannst. Gruss Chimonas [/B][/QUOTE] dennoch kommt es mir so... unnornmal. so kalt. so falsch vor... |
| Lilliths-Erbin | @Black Moni Danke. *Seuftz* Ich hätte warscheinlich besser früher angefangen damit aufzuräumen. Mit der Zeit kommt das bestimmt.Zeit heilt viele Wunden wie man so schön sagt...... Ein Leben nach dem Tot hört sich gut an muß ich sagen.Wieder etwas woran ich nicht so recht glauben kann.Ich wünsche es mir, dann weiß meine Mutter vieleicht das es mir leid tut und vergiebt mir meine Dummheit. Leider bin ich ein sehr Weltlich denkender Mensch, der zwar die Welt der Gefühle anerkennt, aber an Mystische Dinge wie ein Leben nach dem Tot nicht recht glauben kann.Respekt an alle die es können. Es erleichtert bestimmt viel. Viele liebe Grüße, und nochmal ein herzliches Danke an Dich, Black Moni.Ich weiß Deine Anteilname zu schätzen. |
| trostlos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Amazia [/i] [B]Ich vergrabe mich dann ganz tief in mir selbst. Im Grunde ist alles wie vorher nur das ich nicht wirklich dabeibin. Vor 3 1/2 jahren ist mein bester Freund gestorben. Sein Bruder rief mich an und hat es mir gesagt. Ich konnte das erstmal garnicht fassen, obwohl ich damit gerechnet hatte. Ich wusste als er sagte das er nach Hause fahren will das er nicht wiederkommen wird. Er wusste es genauso und hat es mir auch nochmal genau so gesagt als ich ihn zum Flughafen brachte. das macht die Schuldgefühle nicht besser Ich bilde mir immer noch ein ich hätte seinen Tod verhindern können wenn ich einen Weg gefunden hätte ihn aufzuhalten.... [/B][/QUOTE] ...verdammt. das ist das erste udn einzige wort, das mir dazu eingefallen ist. ... warum? wieso. hat euere freundscahft ihn denn nciht gehalten? hat er sich. das leben genommen? war er krank? ... ich verstehe das mit den schuldgefuehlen. sehr sogar. aber ich bin mir sicher, dass du weisst, dassd du vermutlich alles menschenmoegliche getan hast. . |
| Black Moni | @trostlos Nein, nein, nein deine Gefühle sind nicht unnormal. Und wenn du so kalt wärst, würdest du hier weder einen Thread zu dem Thema eröffnen, noch darin weiterlesen. *'schuldigung ich wiederhole mich* Lass deine Gefühle zu, auch wenn du heute vielleicht gar nichts fühlst. Klingt jetzt unlogisch, aber Trauerarbeit ist auch nicht logisch, sondern folgt eigenen Gesetzen. @Lillihts-Erbin Wofür Danke? Ich mußte schon zu viele Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln und kann nur sagen, wie es bei mir ist. Aufarbeiten ist übrigens sehr gut, denn auf die Dauer verdrängen geht irgendwann (oft nach Jahrzehnten) nach hinten los. "Zeit heilt viele Wunden" Ich hasse diesen Spruch, denn m.E. stimmt er nicht. Zeit macht vieles leichter, weil man lernen muss, damit umzugehen. Wunden hinterlassen Narben und die schmerzen halt immer mal wieder. Gedankenvolle Grüße Black Moni |
| Black Moni | [QUOTE]Irgendwann habe ich angefangen ihm Briefe zu schreiben (ziemlich albern, ich weiß).. [/QUOTE] Das finde ich nicht albern, habe es, wie bereits erwähnt, auch gemacht. Es hilft. Erklärungsversuch: In dem Moment, in dem man diesen Brief schreibt, ist man in Gedanken ganz bei der betreffenden Person, mit ihr verbunden. Meine feste Überzeugung ist, dass der/die Verstorbene (seine/ihre Seele) das merkt und quasi "liest" was wir schreiben. Wissende Grüße Black Moni |
| Lilliths-Erbin | @ Black Moni Trozdem, jetzt wo ich langsam anfange das ganze aufzuarbeiten bin ich dankbar für jede Hilfe und sei es nur Verständniss. |
| Black Moni | Verständnis habe ich reichlich. Hilfe? Würde dir gerne (euch allen am liebsten) helfen, aberWIE? Fragende grüße Black Moni |
| trostlos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Moni [/i] [B]@trostlos Nein, nein, nein deine Gefühle sind nicht unnormal. Und wenn du so kalt wärst, würdest du hier weder einen Thread zu dem Thema eröffnen, noch darin weiterlesen. *'schuldigung ich wiederhole mich* Lass deine Gefühle zu, auch wenn du heute vielleicht gar nichts fühlst. Klingt jetzt unlogisch, aber Trauerarbeit ist auch nicht logisch, sondern folgt eigenen Gesetzen. [/B][/QUOTE] aber. ich habe letztes mal. bei meinem anderen opa. auch gedacht, die trauer kommt noch. das ist drieeinhalb jahre her. bin ich wirklich so kalt, dass ich einfach ueber den tod hinwegsehen kann, als waere ncihts passiert? |
| Lilliths-Erbin | Gute frage.Wie hilft man einem trauerden Menschen? Es reicht schon wenn man Menschen geistig beisteht, sie versteht. Kann man überhaupt etwas anderes tun? |
| Black Moni | Aus meiner Sicht gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. 1. Die Beziehung zu deinen Opas war nicht so eng. Dann brauchst du dir keine Vorwürfe machen,das sie nicht so waren. Es gibt nun mal Menschen,die hat man lieb und es gibt Menschen, die hat man "nur" gern. Und das hat nichts mit Familie zu tun. 2. Du bist ein Meister im Verdrängen. Weißauchnicht Grüße Black Moni |
| trostlos | beides, wohl irgendwie. aber. es macht mir angst. ich fuehle mich unwohl damit. ich habe ein schlechtes gewissen udn scheme mich dafuer, irgendwie. weissauchnicht. dennoch danke. |
| Lilliths-Erbin | @Trostlos Ich glaube nicht das ein Mensch so kalt sein kann einfach über den Tot hinweg zu gehen. Ich schließe mich Black Moni an. Geh einmal tief in Dich und sieh was da vor sich geht. Du findest bestimmt etwas, du mußt nur gut auf dein innerstes horchen und alle bedenken beiseite lassen. |
| Black Moni | 'schuldigung, mir ist grad noch was eingefallen. Was verstehst du eigentlich unter Trauer? Das was alle meinen, weinen, verzweifelt sein, schreihen, hysterische Anfälle? Trauer kann auch ganz leise sein. Einfachnurnochliebe Grüße Black moni |
| Götterdämmerung | Bisher ist zum Glück noch kein mir nahe stehender Mensch gestorben, aber wegen der schwarzen Kleidung, ich finde es immer seltsam, dass man sich dann so gezwungen schwarz anzieht. Ich ziehe schwarz gerne an, aber zum Trauern... ich weiß nicht, es wirkt so gestellt, als steht man unter Zwang. Und wer bei einem Todesfall nicht ganz in schwarz herumläuft wird schon schief angeschaut, finde das nicht in Ordnung. |
| AngelOfSilence | Bei mir waren es innerhalb eines Jahres 3Todesfälle... Mein Opa hatte sich im Oktober letzten Jahres das Leben genommen, was keiner so recht verstanden hatte. Als mir meine Eltern das erzählten konnt ich das gar nich glauben. Ich wusste dass er Probleme hatte, aber er hat NIE mit irgendwem darüber geredet. Es hat mich auch verdammt hart getroffen, weil es der absolut liebste Mensch in meiner Familie war. Daraufhin hatte ich mich verkrochen, geweint, geweint, geweint und ein Gedicht für ihn geschrieben, welches ich ihm auch mit in sein Grab "gegeben" hab. Na ja, so richtig hab ichs immer noch nich verkraftet, aber das dauert halt seine Zeit, weil ich eben so eine starke Bindung zu ihm hatte. Ausserdem hat sich daraufhin die ganze Familie verkracht, was nu auch nich das Wohlbefinden steigert. Mein Freund konnte mir auch nich wirklich helfen, weil er meinen Opa nich kennen gelernt hatte. 3Monate später starb dann meine Oma, die bei uns im Haus gewohnt hatte. Sie is gefallen, hatte sich nen Bruch zugezogen und dabei kamen dann alle Krankheiten raus die sie hatte. Letztendlich starb sie an einer Lungenembolie. Ich hatte sie noch einma im Krankenhaus besucht, obwohl ich KH abgrundtief hasse. Mittlerweile bin ich froh darüber, ich hab sie noch mal lächeln sehen, weil draussen die Sonne scheinte und sie wohl am liebsten im Garten gewesen wär. Irgendwie war das hilfreich um über ihren Tod hinweg zu kommen. Trotz allem bin ich nich wirklich klar gekommen, war beim Arzt, der mich für 14Tage krank geschriben hat, weil auch mein Kreislauf nich mehr mitgespielt hat. Es war eben auch die Sache dass das bei beiden so knapp hintereinander kam. Diesen Oktober is meine Hündin gestorben, einen Tag vor dem Todestag meines Opas. Fand ich schon "komisch". Dabei konnt mir aber mein Freund glücklicherweise beistehen, der dabei war als ich die Nachricht bekam. Ich konnt bei uns inner Familie auch verschiedene Formen der Trauer sehen. Meine Mutter is jemand der drüber reden will, mein Vater verdrängt alles (was ihm schon beim Tod seines Vaters nach etwa 18Jahren zum Verhängnis wurde) und ich zieh mich zurück und trauer für mich allein. Schuldgefühle und Wut sind in solchen Fällen normal, mir gings bei allen 3en so. Verdrängen is sicherlich nen guter Selbstschutz (wenn man total am Boden ist), den man aber nich aufrecht erhalten sollt. Irgendwann muss man seinen Gefühlen einfach freien Lauf lassen, egal wie weh es in dem Moment tut, danach gehts einen auf jeden Fall (etwas) besser. |
| Schattenwesen | Ich habe riesige Angst vor dem Tod geliebter Menschen. Ich komme damit überhaupt nicht zurecht. Verluste sind das, womit ich nicht leben kann. Bei jedem Gedanken an den Tod mir nahestehender Menschen kommen mir die Tränen. Ich muss nur wenige Sekunden daran denken... Vor einem Jahr starb mein Opa. Ich habe ihn Monate zuvor nicht gesehen, sein Tod war für niemanden eine Überraschung, nur für mich, die ich seine Krankheit weit von mir wies... als er starb, wurde ich von Selbstvorwürfen geplagt... es ist doch unglaublich, dass man danach nie wieder die Möglichkeit hat diesem Menschen seine Zuneigung, seine Liebe zu zeigen! Er ist einfach fort, und man kann rein gar nichts mehr tun... Warum muss es den Tod geben? Ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch selbst entscheiden kann, wann sein Ende sein soll... |
| SmeaGollum1 | Innerhalb der letzten zwei Jahre sind mein Opa und mein Onkel gestorben. Irgendwie konnte ich über den Tod an sich nicht wirklich trauern. Mir hat viel mehr die traurige Stimmung meiner Familienmitglieder zugesetzt, und dass die sich jetzt so schlecht fühlen und allein sind. Obwohl ich deswegen auch nicht wirklich geweint hab. Es kam mir manchmal alles so vor, als ob es mich nicht wirklich etwas angeht. Irgenwie beschämt mich dieser Gedanke. Vielleicht habe ich es auch immer noch nicht wirklich realisiert, da mir nur gesagt wurde, dass sie tot sind und ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hab. Das hört sich wahrscheinlich ziemlich komisch an, aber ich hab mal gelesen, dass es wichtig ist Abschied zu nehmen, also den toten Körper noch einmal zu sehen. Das habe ich in beiden Fällen nicht. Oder liegt es daran, dass ich beide einfach nicht allzu oft gesehen hab (vielleicht 2mal im Monat) und es deshalb auch nicht wirklich einen Einschnitt in mein tägliches Leben bedeutet. Das klingt so unglaublich kalt und egoistisch, aber wenn ich schon dabei bin: Was ist trauern überhaupt. Beklagt man wirklich, dass jemand nicht mehr am Leben ist, oder bedauert man sich nur selbst, weil einem "etwas weggenommen" wurde. |
| Black Moni | @SmeaGollum1 Es ist für viele Menschen wirklich wichtig, den Toten noch einmal zu sehrn, um das Ganze zu realisieren. Es ist aber auch ok.,wenn jemand sagt, ich möchte ihn/sie so in Erinnerung behalten, wie ihn/sie zu letzt gesehen habe. Ich denke, die Art und Intensität der Trauer hat mit der Stärke der inneren Bindung zu tun, jedenfalls meistens. Zu deinem letzten Satz: Gute Frage! Kann da jetzt natürlich nur für mich sprechen. Ich trauere nicht aus Selbstmitleid, sondern weil mir gerade meine Tochter, aber auch mein Vater einfach fehlen. Nicht im Sinn von "mir wurde was weggenommen, ich bin so allein", sondern weil sie nicht mehr leben, nicht mehr in der "normalen Form" da sind. Weil ich sie nicht mehr berühren kann, weil ich nie sehen werde, wie meine Kleine heranwächst usw. Aufverstehenmeinesbeitragshoffende Grüße Black Moni |
| Raytracer | "...Wenn ein Mensch stirbt, der einem sehr nahe stand, dann gibt es nichts, was diesen Verlust ersetzen kann. Das ist traurig, hat aber doch auch etwas positives. Dadurch bleibt man mit diesem Menschen verbunden, solange man lebt..." So ähnlich habe ich es einmal in einer Trauerrede gehört. Diese Aussage hat bei mir Eindruck hinterlassen. Ich habe nun auch schon zwei Beerdigungen erlebt. Tränen konnte ich dort nicht vergießen. Ich bin wohl auch ein Mensch, der im Stillen trauert. Es ist meiner Ansicht nach ein Unterschied, ob jemand bei einem Unfall oder an einer Krankheit stirbt - oder ob er nach einem langen, erfüllten Leben auf natürliche Art seinen letzten Weg geht. Mit letzterem kann ich mich besser abfinden. |
| Dolphin | Hmm, interessantes Thema. Ich selbst war schon auf einigen Beerdigungen. Meine erste Beerdigung war die von meiner Tante, mit der ich nicht viel zu tun hatte. Ich war damals noch sehr jung (8-9 Jahre vielleicht). Vielleicht sehe ich dadurch die ganze Sache mit Trauer und Tod etwas anderst. Ich selbst bedaure den Tod eines Verwandten / Bekannten schon sehr und ich denke es ist auch natürlich mehr "Trauer" zu empfinden je wichtiger und näher einem ein Mensch war. Dies ist auch eine dieser (schlechten?) Eigenschaften des Menschen. Alles was einem Freude bereitet, bereitet einem bei Verlust in ähnlicherweise auch Trauer, ja sogar Wut oder Rachegefühle. Ich denke dies ist auch ein Grund warum viele Menschen mit dem Tod so schlecht zurecht kommen. Mir zumindest ist es aber immer bewußt das jedes Leben irgendwann enden wird. Dies ist schon bei der Entstehung jeden Lebens so festgelegt und unumgänglich (und wohl auch gut so). Ich denke je bewußter man sich ist, das seine Mitmenschen sterben können und das sogar von einem auf den anderen Tag, umso leichter kann man mit so einem Verlust klar kommen. Mir kommt es als vor, als ob manche Menschen den Tod solange ignorieren bis er doch in irgendeiner Form in ihr Leben tritt. So als ob der Tod dadurch abgewendet werden könnte und man dann umso mehr überrascht ist wenn er doch einen Mitmenschen trifft. Aber auch dies ist eine Eigenschaft des Menschen, alles was schlecht ist so gut es geht zu ignorieren, dafür gibt es ja zig Beispiele. Trauer bedeutet für mich viel mehr ein rekapitulieren, ein erinnern an den Menschen und an sein Wesen. Ihn für immer sich im Gehirn zu behalten und sich von Zeit zu Zeit an ihn zurück zu erinnern. Ich denke so kommt man auch auf andere Ideen und Gedanken für sein eigenes Leben (welches ebenfalls irgendwann enden wird). Das Ganze kann man auch weiter auf Tiere, ja sogar Pflanzen, ausdehnen. Der Tod meines Katers hat mich auch lange beschäftigt. Er hat mich über 16 Jahre lang begleitet, ich bin quasi mit ihm aufgewachsen. Er war einfach einzigartig und es wird keinen Ersatz für ihn geben, aber dennoch hat er mich doch ein (ganzes) stückweit geprägt und inspiriert und diese Erinnerung werde ich wohl bis an mein Lebensende bewahren. Ich denke gerne an ihn zurück, auch wenn es ein gewisses Gefühl von Schmerz mit sich führt, aber auch ein Gefühl der Zufriedenheit und Glücks. Naja soviel erstmal zu meinen Überlegungen dazu, ich hoffe es ist halbwegs verständlich, ist ja schon spät ;) |
| Frost_Geist | Der Tod ist ein Teil des Lebens, der sich nicht abwenden lässt. Er kommt immer, wenn es Zeit ist, daher muss man ihn akzeptieren. Aber wenn sich jemand selbst das Leben nimmt, ist das wieder eine andere Sache. Du sagtest dein Opa sei gestorben. Nun, ich denke es war einfach Zeit. Trauere, weine, versteck es nicht in dir, ziehe dir Trauerkleidung an. Denke nicht daran, dass du oft nicht bei ihm warst, denke lieber daran, was er schönes an dir hatte. Denn auch du hast ihm bestimmt etwas gutes getan, solange er lebte und daran halte fest. Halte alles was du gutes und auch was schlechtes an ihm war in guter Erinnerung, denn die Erinnerung ist das was Menschen unsterblich macht, auch wenn sie nichtmehr am leben sind. Wenn es dir zu weh tut, dann teile deinen Schmerz mit jemandem. Vorwürfe brauchst du dir keine machen, solange du nicht anb seinem Tod schuld bist. Und Schuld daran hat überhaupt niemand. Es ist einfach so. Ich wünsche dir trotzdem alles gute und hoffe, dass du bald wieder lachen kannst. |
| Black Moni | Schreibe hier mal ein Gedicht rein, dass mir schon oft geholfen hat: Der Tod hat keine Bedeutung Ich bin nur nach nebenan gegangen. Ich bleibe, wer ich bin, und auch ihr bleibt dieselben. Was wir einander bedeuten bleibt bestehen. Nennt mich bei meinem vertrauten Namen. Sprecht in der gewohnten Weise mit mir und ändert euren Tonfall nicht! Hüllt euch nicht in Mäntel aus Schweigen und Kummer – lacht wie immer über die kleinen Scherze, die wir teilten. Wenn ihr von mir sprecht, so tut es ohne Reue und ohne jegliche Traurigkeit. Leben bedeutet immer nur Leben – es bleibt bestehen – immer – ohne Unterbrechung. Ihr seht mich nicht, aber in Gedanken bin ich bei Euch. Ich warte eine Zeit lang auf euch – irgendwo, ganz in der Nähe – nur ein paar Straßen weiter. (Henry Scott Holland) Mitallentrauernde Grüße Black Moni |
| Corvus | ich habe viele tote menschen gesehen... (nein, nicht im fernsehen). als meine oma gestorben ist war ich nicht wirklich traurig. ich hatte zu ihr keinen so engen kontakt. ausserdem war es "absehbar". ich glaube der tod war eine erlösung für sie und ich hoffe es geht ihr gut, wo immer sie jetzt auch sein mag. was den umgang mit mir fremden toten menschen angeht so habe ich mir selten gedanken gemacht. ihren kalten leblosen leib anzugreifen, sie herumzuschleppen oder ihren puls/atmung zu kontrollieren war kein problem. ich bin der meinung dass es eine erlösung war und oder gerecht war dass sie gestorben sind. wenn ich mir bei jedem toten in meiner zivildienerlaufbahn einen großen kopf gemacht hätte wäre ich wohl nicht mehr bei euch. my 2 cents, cornix |
| Xiana | Carpe Noctem. Am anfang des Jahres ist mein Opa schwer verunglückt. er ist erst 77 Jahre alt und war bis zu diesem Unfall noch topfit. Jetzt hat er Alsheimer. Die Ärzte haben ihm nurnoch ein halbes Jahr gegeben. Ich komm schon jetzt nicht damit klar. Dann habe ich am Sonntag erfahren, dass ein guter Freund von mir sich erhängt hat. Ich gehe nicht mehr raus. Ich mache mir Vorwürfe!! Vielleicht hätte ich mich mehr um ihn kümmern sollen. Niemand weiss warum er es getan hat. Noch nicht mal seine Eltern. Es gab keinen Abschiedsbrief oder so. Er hat es einfach getan. in einem alten verlassenen Haus, ohne seinen Freunden leb wohl zu sagen, ohne eine erklärung. Ich habe bis jetzt nur eine Träne vergossen seit dem, und ich fühle mich total miess. Ich möchte sogerne weinen, ich will weinen, warum kann ich es nicht. Ich stelle mir die Szene bei der Beerdigung vor. Alle weinen, nur ich nicht. Alle denken dann bestimmt ich währe total lieblos. Davor habe ich am meisten angst. |
| mathisschwester | [B]"Andi Du fehlst uns so!"[/B] das war der text unserer todesanzeige, als unser bruder bei einem unfall um's leben kam. am abend vorher hatte ich mich noch mit ihm gestritten - ich beschimpfte ihn als ungerecht - an ihm prallte alles ab. er lächelte und nahm mich in der arm, weil er wusste, dass ich es nicht böse meinte. ich war nur wütend, dass mal wieder ein wochenende verstreichen würde, ohne dass er mich wie versprochen zu einer party mitgenommen hatte. als die nachricht von seinem tod kam, war ich völlig "eingefroren" - besser kann ich es nicht bechreiben. ich nahm alles nur wie durch dickes milchglas wahr. weinen konnte ich nicht. bei seiner beerdigung liefen nur wenige tränen über mein gesicht und es tat auch nicht gut, wie alle immer behauptet hatten. erst wochen später packte "es" mich: völlig unerwartet wurde ich von heulkrämpfen geschüttelt; das konnte im supermarkt, in der schule oder mitten in der nacht, wenn ich aufwachte sein. ich sass noch oft in seinem kleiderschrank, im dunkeln und roch an seinen sachen. oft stand ich an seinem grab und blickte auf das bild an seinem stein. oft ging ich zur unfallstelle und streichelte den baum, der meinem bruder aus dem leben gerissen hatte, als ob ich so den letzten kontakt zu andi aufrecht erhalten könnte. in 3 tagen hat er wieder geburtstag und ich kann nicht zu hause sein - das erste mal, seit er tot ist. es wird seltsam werden - aber ich weiß, dass er bei mir ist und das tut immer wieder gut..........auch wenn ich gerade jetzt diesen schmerzenden kloß im hals habe. @trostlos: richte deine liebevollen gedanken zu deinem großvater und sag ihm in gedanken alles, was du noch sagen wolltest. mir hilft es immer wieder - vielleicht auch dir. ich wünsche dir alles liebe und viel kraft mathis |
| Hybris | Ich verlor meine Großmutter, welche ich sehr liebte. Merkwürdigerweiße verspürte ich keinerlei Schmerz oder Trauer. Es war so als hätte ich sie einfach von einem auf den anderen Tag vergessen oder mich einfach von ihr verabschiedet. Das ist vor allem merkwürdig da ich selbst große Angst vor dem Tod habe. |
| Black Moni | @Xiana Vielleicht kannst du nicht weinen, weil der Schock noch zu groß ist? Ich glaube nicht, dass du dir Vorwürfe machen musst, denn wenn es keinen Abschiedsbrief, keine Andeutung gab, woher hättest du etwas wissen sollen. Zu deinem Opa kann ich nur sagen, es tut mir wirklich. Ich weiß aus Erfahrung, wie es ist zu wissen, dass ein geliebter Mensch bald stirbt. @mathisschwester Ich weiß wie schwer gerade die ersten Gedenktage sind. Finde es schön, dass du dich in Gedanken mit deinem Bruder verbindest und er bei dir ist. Ich mache das sehr oft, aber viele Menschen halten das für Spinnerei, bin damit schon oft auf Unverständnis gestoßen und belächelt worden. @Hybris Warum hast du große Angst vor dem Tod? Vor deinem eigenen oder dem Nahestehender? Wünsche euch allen viel Kraft!!! Verstehende Grüße Black Moni |
| JakeLaMotta | Tja, ich selber kann mit dem Tod von Menschen, die mir persönlich sehr nahestehen nur schwer umgehen. Ich habe bis jetzt immer alles selbst verarbeitet, weil ich mit meinen Freunden über sowas nicht reden kann. Es liegt nicht an meinen Freunden. Ich weiss, dass sie für alles Verständnis aufbringen würden und ich ihnen sämtliche Dinge anvertrauen könnte. Es liegt an mir. Ich bin mir selbst darüber im klaren, dass dies wahrscheinlich nicht der richtige Weg ist, um solch ein Erlebnis zu verkraften. Ehrlich gesagt verdränge ich den Schmerz so schnell wie möglich. |
| Willow | ... manchmal habe ich das Gefühl zum Tod keine richtige Einstellung mehr haben zu können... Ich habe in 9 Jahren meines Lebens 10 Menschen verloren, und dabei alle Möglichkeiten mitbekommen die es gibt zu sterben. Da wären also Alterstod, Krankheiten, Unfälle, Selbstmord und Mord. Viele Dinge davon galt es mir schon im Kindesalter zu verstehen, doch auch nach all den Jahren gibt es da nichts zu verstehen. Dinge passieren einfach, und wir dürfen verdammt nochmal nicht fragen warum. Weil es darauf keine Antwort gibt. Wie ich damit umgegangen bin und auch noch umgehe ... ehrlich gesagt ich weis es nicht. Es ist jedesmal ein Schock, aber nicht nur für mich, sondern auch noch für viele andere Menschen aus dem Umkreis des Verstorbenen. Also ist man nicht alleine. Auch wenn ich stets mit mir selbst alles ausgemacht habe. Bei den zahlreichen Beerdigungen stand ich meist mit ein paar Metern abstand. Ich fühl mich auch heut noch alleine. Aber wenn ich eines gelernt habe, dann das Leben geht weiter. Auch wenn es nicht viel ist was bleibt... aber es bleiben die Erinnerungen... ich bin froh jeden Menschen gekannt zu haben und hätte es nicht missen wollen... Nur weil ein anderes Lebewesen von dieser Erde geht darf man nicht auch aufhören zu leben. Das wäre falsch und dumm, so groß und unüberwindbar der Schmerz auch sein mag. Denn letztendlich heilt die Zeit doch alle Wunden, auch wenn Narben zurückbleiben. Also an alle da draußen die geliebte Menschen verloren haben, verliert euch nicht selbst auch noch. Denkt daran was für einen Verlust ihr hinnehmen musstet. Wollt ihr diesen Schmerz anderen zu Muten? Ich wünsche euch viel Kraft!!! |
| Black Moni | [QUOTE]Denn letztendlich heilt die Zeit doch alle Wunden, auch wenn Narben zurückbleiben.[/QUOTE] Aber auch Narben tun manchmal verdammt weh! [QUOTE]Also an alle da draußen die geliebte Menschen verloren haben, verliert euch nicht selbst auch noch. Denkt daran was für einen Verlust ihr hinnehmen musstet. Wollt ihr diesen Schmerz anderen zu Muten?[/QUOTE] Das hast du sehr schön (und wahr) ausgedrückt! Versuchderkraftspendenden Grüße Black Moni |
| eleven_eleven | ich habe in den letzten jahren viele menschen verloren, die mir zwar viel bedeutet haben, weil sie zur familie gehörten, aber mit denen ich nicht jeden tag "zu tun hatte". ich habe noch nie jemanden verloren, der mich mein ganzes leben begleitet hat. schwester, mutter, vater zum beispiel. sollte dies irgendwann der fall sein, dann wird sich für mich zeigen, ob ich wirklich bereit bin, mit dem tod umzugehen und in ihm einen Neuanfang zu sehen. Ich weiß es nicht, ich stelle es mir schrecklich vor. und ich will mit niemandem tauschen, der einen nahen verwandten oder freund verloren hat. meinen tiefen respekt für diejenigen, die ihr leben danach wieder in den griff bekommen. 11:11 |
| darkroom | Als ich meinen besten Freund verloren habe war ich 12. Wir kannten uns seit ich eineinhalb Jahre alt war. Er ging mit mir durch gute und durch schlechte Zeiten und stand mir immer bei. Er war 13 als er bemerkte dass er schwul ist. Monate später nach seiner "Entdeckung" outete er sich. Niemand akzeptierte ihn mehr. Er wurde ausgeschlossen und verhasst. Mit 14 hat er sich dann umgebracht. Als man mir die Nachricht von seinem Tod brachte brach ich zusammen und habe monatelang mit niemandem geredet. Ich wollte alleine sein, über alte Zeiten nachdenken und weinen. Mit 13, fast ein Jahr nach seinem Tod, Sagte ich zu mir selbst, dass er mich nicht so sehen wollte, dass er nicht wollte dass in meinem Zimmer sitze und weine... Nun ist wiederrum ein Jahr vergangen und mir tut es nicht mehr weh über ihn zu reden oder an sein Grab zu gehen. Das fiel mir anfangs zwar noch sehr schwer, aber es kümmert sich ja niemand um sein Grab. Außerdem tut es gut jede Woche zu dem Grab zu gehen. Gruß darky |
| Black Moni | [QUOTE]Außerde] [QUOTE]meinen tiefen respekt für diejenigen, die ihr leben danach wieder in den griff bekommen.[/QUOTE] Einfache Antwort, wir haben keine Alternative, auch wenn es höllisch weh tut. [QUOTE]Außerdem tut es gut jede Woche zu dem Grab zu gehen.[/QUOTE] Dafür bewundere ich dich, ich kann das nicht, aber ich verbinde michoft gedanklich, dafür brauche ich das Grab nicht. Trauernde Grüße Black Moni |
| darkroom | Dafür bewundere ich dich, ich kann das nicht, aber ich verbinde michoft gedanklich, dafür brauche ich das Grab nicht. Mir fiel es am Anfang auch schwer zu dem Grab zu gehen. Mir tut es allerdings mehr weh über ihn nachzudenken. darky |
| Black Moni | So unterschiedlich kann Trauer sein, mir tut es meistens gut über die beiden nachzudenken. Nur im Moment, Weihnachtszeit und Silvester werden die Erinnerungen zu viel und tun sehr weh, da kann ich dann nicht mehr gut mit um. Traurigeabertapferweiterschauspielernde Grüße Black Moni |
| Asmodai | Also ich würde sagen der Tote kommt unter die Erde und gut ist. |
| whised | Also in meinem Beruf hab ich viel mit zukünftig Toten zu tun. Jedes mal ist es wie ein stechender Schmerz wenn jemand stirbt. Und jedes mal frag ich mich wenn wieder jemand stribt warum nur? Konnte er nicht bleiben? dann sag ich mir nein Junge, so geht das nicht weiter. So nicht. Auf keinen Fall. Da muss man was tun. Ich muss um jeden Kämpfen. doch wird jeder auch der geht immer einen Platz in meinem Herzen haben. Und ich kann mich dann an die schöne Zeit errinern!!! |
| Black Moni | [QUOTE]Also ich würde sagen der Tote kommt unter die Erde und gut ist.[/QUOTE] Und was ist mit deinen Gefühlen, begräbst du die gleich mit? Sichernsthaftfragende Grüße Black Moni |
| Asmodai | Ich habe keine Gefühle, denn ich bin ein kleiner grüner Kobold. |
| Willow | ... wo steht denn das kleine grüne Kobolde keine Gefühle haben?Eh, das hat mich jetzt grad voll umgehauen...*gr* Ich glaube ehrlich gesagt nicht an deine Aussage. Jeder Mensch, oder sei es von mir aus ein Kobold, hat Gefühle. Dann unterdrückst du deine und somit denkst du keine zu haben. Echt crass, wie kommst du darauf ein Kobold zu sein? Bist du in allen Lebenslagen so Gefühlskalt, oder gehst du nur mit dem Tod so um? |
| Vermaledeit | .....mein bruder ist vor knapp 5 tagen gstorben...... trauern konnte ich ,aber eine große hilfe war das ich jetzt 5 tage zeit gehabt habe mich von ihm zu verabschieden und gehn lassen haben können indem ich 5 tage bei seinem sterbebett saß und ihm hand gehalten habe... hätte ich diese möglichkeit nicht ghabt wäre es sicher schwerer gewesen.... nachdem er gstorben ist habr ich mich ein paar tage eingschlossen hab einfach die zeit gebraucht....mit mir und meinen gedanken alleine.... von wut und vorwürfen ist keine spur verhanden eher im gegenteil ist ehr ein erleichterndes gefühl.. ~das leben geht weiter mit oder ohne ihm~ grüße |
| Black Moni | Mein tiefes Mitgefühl! Schön,dass du ihn begleiten konntest, denke es hat euch beiden geholfen. Leider hatte ich diese Chance nie, war immer zu spät. Und es stimmt, das Leben geht weiter, wie auch immer. Mitfühlende Grüße Black Moni |
| presea | mein vater verstarb nach langer krankheit am 27.6. 2003 es ist fast ein halbes jahr her... ich trauere immernoch die ersten tage- wochen war ich wie gelähmt- nur sehr langsam drängte sich die realität in mein bewusstsein- ich wollte sie nicht- und versuchte sie zu verbannen. leider nicht wirklungsvoll. trauerarbeit dauert lange- bei manchen setzt sie erst nach monaten ein. seht euch den link an [url]http://www.pnp.de/news/boulevard/special/03/trauer/experten.htm[/url] ich befinde mich im letzten stadium... und das ist gut so. es gibt keine zeiträume die eingehalten werden müssen. je nach kontakt zu dem verstorbenen kann sich das über jahre hinziehen. alles gut an euch- wer immer ihr seid. |
| Black Moni | Meine Erfahrung ist, dass dir Trauer wirklich in Phasen verläuft, ähnliche Modelle gibt es auch von anderen Autoren. Die Zeiträume sind individuell verschieden. Wichtig ist, denke ich, sich bewußt zu machen, dass der Begriff "Trauerarbeit" im wahrsten Wortsinn zu verstehen ist. Und es ist harte Arbeit. Aber man kann lernen wieder zu leben, ehrlich zu lachen, Partys zu feiern (ohne schlechtes Gewissen) ect. Aber immer ist da ein Gefühl, dass etwas fehlt, zumindest bei mir. Und auch noch nach Jahren gibt es Tage, an denen mich die Trauer überwältigt und ich am liebsten nur heulen möchte. Dann hilft es mir am meisten, wenn Menschen da sind, mit denen ich reden kann. Doch gibt es davon nicht so viele. Irgendwie ist die Trauer ein Bestandteil meines Lebens. was jetzt nicht heißt, dass ich nur traurig in der Ecke sitzt. Hoffe iht versteht, wie ich das meine. Trauernde Grüße Black Moni |
| less | Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen würde, denn ich kenne niemanden, der gestorben ist. Meine Mutter ist scher krank und es ist absehbar, dass sie sterben wird. Von daher hab ich mich schon oft gefragt, wie das sein wird. Zum einen, wie ich mit dem Sterben klar komm, da das wahrscheinlich für sie doch recht qualvoll wird, und zum anderen, wie es sein wird, wenn sie tot ist, nicht mehr da... Der Gedanke, dass sie beim Sterben leidet ist für mich schlimmer und ich hab echt KEINE AHNUNG, wie ich damit umgehen soll! LG less |
| Christian220 | An Black Moni Ich wünsche Dir eine angenehme Nacht und stelle mich Dir als neuer Gothsboarder vor, der diese Thematik bevorzugt. Ich las voll Interesse Deine verständnisvollen Zeilen, die von viel selbsterfahrenem Leid und dessen Umgang und Verarbeitung mit den für Dich so schmerzlichen Erfahrungen, sprechen. Meine Bewunderung gilt besonders Deinem Mut, Dich so selbstverständlich als an die Reinkarnation "gläubig" (wissend?), zu outen. Sicher haben die meisten ein arges Problem damit. Doch bin ich der Ansicht, daß es sich bei dem Wissen verhält, wie mit einem Magneten, der auch nur anziehen kann, was seiner Mentalität entspricht. Ich persönlich bin noch ein Suchender! Auch ich halte stumme Zwiesprache am Grab beim Kerzenschein mit den liebsten Menschen, die ich verlor, auch ich bin sicher, daß der Sterbende und der Hinübergegangene verstehen, was unser Herz zu ihm sagt, auch, wenn die Worte nicht geschrieben sind. Auch die stille Freude, die wir bei einem Foto und der Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse, bei einer geliebten Musik des von uns Gegangenen, empfinden, wird den Schmerz lindern. Alles braucht letztlich seine Zeit. Doch. "Alles fließt" (Laotse). Das Leben geht weiter. Dies wußten schon die alten Weisen, bekanntlich, nicht wahr? Mit Hochachtung und Mitgefühl. Es grüßt Dich freundlich Christian220, der den Schleier der Finsternis liebt. Ich freue mich, wieder von Dir zu hören. |
| Black Moni | @christian Hallo, irgendwie hast du mich mißverstanden, denn ich habe nicht gesagt, dass ich an Wiedergeburt glaube. ich glaube an ein Leben nach dem Tod, das ist doch ein gravierender Unterschied. Allenhiervielkraftwünschende Grüße Black Moni |
| Xiana | Carpe Noctem @ Black Moni danke für deine Zeilen. es ist so schwer zu verstehen, warum sich ein geliebter Mensch einfach so das Leben nimmt. Ich war vor kurzem bei seiner Familie. dort habe ich seine zwei kleinen Brüdergesehen die ihn erhangen im Flur gefunden haben. Ich konnte ihren Schmerz Spüren, ja fast sogar in sie hinein sehen. ich weiss, dass keiner so trauert wie sie. ich habe die beiden noch nie kennengelernt. doch als ich durch die tür trat, kamen sie auf mich zu schauten mich bittend an und umarmten mich. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. nachher meinetn die Eltern zu mir das das komisch sei. Die Beiden hatten es normalerweise nicht mit fremden und sie wären total verwundert gewesen, dass sie so auf mich zugegangen sind. Sie dankten mir, denn ich sei bis jetzt die einzige gewesen die ihnen seit dem tod ihres Bruders so nahe gekommen wäre. das hat mich sehr nachdenklich gemacht. was habe ich an mir, dass sie mir so vertraut haben?? wodoch kein Anderer an sie ran konnte. ich weiss es nicht. Ich bin irgendwie nur Froh, dass ich ihnen helfen konnte. die beiden sind 9 und 12 Jahre alt. Zu meinem Opa Ich kann es nicht verstehen!!! Wie kann ein Mensch bloss so schnell so dahin sichen?? ich sehe ihn in meinen Träumen sterben und leiden. Er vergisst alles um ihn herum. Und als ob das nicht das schlimmste ist, seh ich ihn auch noch im wirklichen Leben sterben. tag für Tag wird er schwächer und erinnert sich immer weniger an die Menschen die er liebt und die ihn lieben. Ich weiss nicht was ich machen soll! @ Asmodai du bist ein Kobolt!? Ach!! woher willst du das wissen?? Jedes Geschöpf auf der Erde in unseren Träumen und in und´serer fantasy haben Gefühle. Ich denke du hast schon mal einen Menschen verloren den du liebtest. Du hast seinen Tod bis jetzt nicht verkraftet und leidest immer noch sehr darunter. Du hast warscheinlich den Entschluss gefasst, nie wieder so traurig zu sein. Hast überlegt, wie das gehen kann. du hast dich dafür entschieden deine Gefühle zu verbannen. In deinem tiefsten Inneren wo sie keiner sehen und spüren kann und wo du sie einschliessen möchtest. Doch schau doch mal in dich!! Sag mir was du siehst! Du wirst Liebe, Trauer und noch vieles mehr neu entdecken. Und du wirst die Gefühle lieben lernen. Ich weiss wovon ich rede. Habs selber auch mal für einige Zeit geschafft meine Gefühle zu vergraben. hab sie niemanden gezeigt, noch nicht mal mir selbst. Doch es hat doch keinen Sinn den kalten Herzlosen zu spielen. Wenn du das tust, schrumpft dein Herz. deine Gleichgültigkeit wird dich überweltigen. Kannst du mir sagen was du dann noch bist?? NEIN, sicher nicht!!! Dann bist du nur noch eine Hülle. Du hast keine Seele mehr. Nichts wofür es sich unter anderen zu leben lohnt. was willst du mit deiner leeren Hülle anfangen?? das würde ich gerne mal wissen. Ich glaube an dich und deine Gefühle!! BITTE versuch sie nicht zu verdrängen. :) |
| Black Moni | @Xiana Ich denke es war wichtig für euch alle, dass du zu den Eltern deines Freundes gegangen bist. Und die beiden Kleinen haben bestimmt einfach nur gespürt, dass du ihren Schmerz so unmittelbar wahrgenommen hast, daher ihre Reaktion auf dich. Das ist etwas sehr schönes und wenn du die Kraft dazu hast, solltest du die Famlilie ab und zu besuchen, aber nur wenn es dir auch gut tut, das ist wichtig. Zu deinem Opa: Wa soll ich sagen, wie dich trösten? Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie das ist, zu wissen, dass ein Mensch in absehbarer zeit stirbt, dass war bei meinem Vater so. Bei meiner Tochter, war es so, dass eine Ärztin sagte, sie hätte einen schlechte Prognose, nicht wissend, dass ich mit so einer Aussage leider etwas angangen kann. Ich kann dich deshalb sehr gut verstehen. Es tut sehr weh das Wissen um den kommenden Tod, aber mir hat auch die Hilflosgkeit, im wortsinn, zu schaffen gemacht. Und natürlich die Frage, was ist danach. Ich denke das alles sind Gefühle, die du im Moment auch erlebst. Leider kann ich dir keinen Ratschlag geben, wie du damit umgehen kannst. Ich kann nur versuchen, dir durch das Erzählen meiner Geschichte, zu zeigen, du bist nicht allein mit deinen Gefühlen, ich verstehe dich nur zu gut. Ich schicke dir ganz viel Kraft!!! Mitdirfühlende Grüße Black Moni |
| Xiana | @ Black Moni Ich danke dir sehr für deine Zeilen!!! Bis jetzt konnte ich mit niemanden über meine wirklichen Gefühle reden. Ich weiss auch nicht wieso. ich habe einfach das Gefühl, dass sie mich nicht verstehen werden. ich weiss auch das du und niemand mir sagen kann wie ich mit dem Tod umgehen soll, da jeder anders mit ihm umgeht. Doch ich danke dir. Allein zu wissen, dass ich nicht die einzige mit solchen Schmerzen bin, gibt mir umso mehr Kraft das alles zu verarbeiten. Natürlich werd ich seine Familie öfters besuchen. Ich weiss jetzt, das besonders seine Brüder mich brauchen. Einen Menschen der sie versteht, und wo sie das Verständnis auch spüren. Ich bin total besorgt um Asmodai. Warum weiss ich nicht. Ich hab das Gefühl, dass er mal was schlimmes erlebt hat und versucht, das zu verdrängen. Ich hoffe, er antwortet mir noch. Ich würde gerne mehr über ihn erfahren und mich mit ihm beschäftigen. Rausfinden, warum er so was schreibt und behauptet. Helfen will ich ihm. Was sagst du denn dazu?? Ist das falsch??? Dankendegrüsse und viel Kraft Xiana |
| Black Moni | @Xiana Du kannst jederzeit mit mir reden, wenn du möchtest, auch über pn oder Mail. Ich habe immer ein offenes Ohr für dich, gerade weil du sagst, dass du bisher mit niemand geredet hast. Was Asmodai angeht, bin ich mir nicht sicher. Es könnte auch einfach nur ein dummer Spruch gewesen sein. Bishe hat er dir ja nicht geantwortet. Ob deine Sorge berechtigt ist, kann nur er dir sagen. Vielleicht würde er auf eine pn von dir antworten? Weiterhinvielkraftwünschende Grüße Black Moni |
| Jo'ogn | Ich war noch bei keiner Beerdigung und eigentlich ist auch noch nie jmd aus meiner direkten "Nähe" verstorben, obwohl ich 31 bin. Die Schwester meines Vaters verstarb recht schnell, nachdem bei ihr Krebs diagnostiziert wurde, ich sah sie nur kurz im Krankenhaus. Ihr Mann und ihre 2 Kinder hingen dort, wie die Waschlappen, ... Sie sagte lächenlnd zu mir, das wenn sie sterbe, sie als Vöglein zu mir auf den Balkon kommen würde. Ich war gerade von Berlin nach Düsseldorf gezogen. Eines morgens saß auf meinem Loggia-Geländer eine Taube und mir war sofort klar, was das bedeutete, ich wollte meine Mutter anrufen, doch ging erst zur Arbeit. Abends erfuhr ich dann von meiner Schwester, das meine Tante in dieser Nacht verstorben sei... Doch es war mir irgendwie fern, da wir nicht viel miteinander zu tun hatten, naja, und irgendwie waren wir alle "vorbereitet". Dieses Jahr jedoch ist meine Freundin "verstorben", ohne tot zu sein. Und obwohl sie noch da irgendwo ist, vermisse ich sie "elendig". Sie lebt eigentlich in Italien und begann im Sommer in UK zu arbeiten. Wir lebten schon seit 3 Jahren so und kennen tu ich sie bereits über 7 Jahre. 2002 war sie 7 Monate bei mir. Die Arbeit in UK muß sie ziemlich unter Streß gesetzt haben, sie "veränderte" sich - entfernte sich von mir. Noch Ende August kam sie für ein phantastisch leidenschaftliches WE zu mir. Doch verstrickten wir uns in eine dumme "Ego" Geschichte in der ich "Dinge" sah, die nicht da waren, die sie aber mit Lügen verdeckte - Teufelskreis. In ihrem Arbeitsstreß war das einfach zu viel für sie. Dann bekam sie irgendwelche nervlichen Probleme, Kopfschmerzen, schlechter Schlaf, schockartige Schmerzen in der linken Körperhälfte. Im Oktober führ sie nach Italien zu einer Untersuchung und irgendetwas wurde an ihrem Hals "entdeckt" das auf die Nerver drücken soll. Hinzukamm ihre Schwester, die sie starkt bolemisch "begrüßte" und mittlerweile Blut hustet, aber Angst vor einem Bluttest hat... Da rief sie mich noch direkt an, muß aber dann "ausgeklingt" sein und hat nahezu von heute auf morgen unsere Beziehung beendet - Ich verstand die Welt nicht mehr... Obwohl sie eigentlich nur ein paar Tage dieses Jahr bei mir war, ist sie nun so fern, wie tot! Da ist eine verdammte Lehre auf einmal - beinahe Manisch... Bis mich dann das Leben bei der Hand nahm und mir "zuspielte", das sie noch immer dort ist, wo sie arbeitete, obwohl sie mir noch schrieb, sie hätte gekündigt. Wir haben 10 Katzen hier auf Arbeit im Garten, ich ging seit langem mal wieder zu ihnen und war sofort verzaubert von ihrer Schönheit - Gott was sind wir Menschen "blind" - gerade hatte ich die Stimme meiner "Freundin" am Telephon gehört (sie legte natürllich sofort wieder auf) und hier daußen saßen ein Pulk seelenruhiger wunderschöner Katzen und ließen sich von mir kraulen - da begann ich zu weinen! Es mußte Jahre hergewesen sein... Warum sind wir Menschen so "blind vor Dummheit"? So eingeschlossen in Stolz und Arroganz? Wir schämen uns zu fühlen und unsere Gefühle jenen zu zeigen, die uns so viel bedeuten... Lieber machen wir gemeine Witzchen, oder sind garstig fies und erfreuen uns am "Schmerz" der anderen, bis... bis *wir* dann "alleingelassen" werden... Ich glaube sie hat Angst wegen der Diagnose und findet nun alles sinnlos, sie hat sich wieder bei mir gemeldet, doch meint nix mehr für mich zu empfinden. Aber das scheint nicht die ganze Wahrheit zu sein. Denn sie schickte mir eine Weihnachts e-card, die ihr eine Brief-Freundin mailte (die sie auch "verstieß") und gestand ein, das auch sie nun endlich darüber einmal weinen konnte... Doch noch immer blockt sie mich ab... Auch wenn es nicht so richtig hier hingehört, irgendwie kam mir vor ein paar Tagen dieser Gedanke - das es so etwas wie dieser "mystische" Tod sei... Ich habe über 100 Briefe von ihr und mehere 100 (lange) emails :) verdammt, fast wie "Götzen-Fetischismus" *lach* Aber je mehr ich damit beschäftige, desto mehr find ich *mich selbst* Sie jedoch scheint Angst davor zu haben sich mit sich selbst zu befassen... Ich kann natürlich "nur" spekulieren, aber es ist so "heftig" von weitem zusehen zu müssen... Aber wir sind immer noch uns selbst und so sehr wir die Trauer durch uns fließen lassen sollten, so müssen wir irgendwann wieder "aufwachen" und selber weiterleben... Alles Gute! Und seid offen un ehrlich zu Euch selbst, Liebe & Tränen sind essentielle Emotionen, und keine "Schande"! |
| Xiana | @Black Moni Nochmals danke!!! Ich biete dir auch immer mein Ohr an wenn du reden möchtest. Hier kann ich wenigstens meinen Gefühlen freien Lauf geben. Ich hoffe Asmodai antwortet noch. ich habe so das Gefühl, das meine Vermutungen richtig sind. Wie gesagt, hatte ich das auch mal versucht. Dann habe ich aber langsam aber sicher meine Freunde verloren und das hat mich dann zum nachdenken gebracht. Naja.... Zärtlicher Biss und liebe Grüsse Xiana |
| filia_illumina | meine oma ist nun schon 9 jahre tot, aber ich bin immer noch nicht darüber hinweg. sie war mein absoluter lieblingsmensch,manchmal glaube ich daß ich nie wieder jemanden so lieben kann wie sie. sie war wie ein leuchtturm in dunkler nacht für mich. ich wusste, wo sie ist, ist mein zuhause. wir konnten stundenlang schweigend nebeneinander sitzen und einfach nur die nähe des anderen geniessen. als sie starb war es, als wenn alle töne um mich herum plötzlich verstummten. ich nahm meine umgebung nur noch wie einen stummfilm wahr. noch nie hatte ich einen grösseren schmerz erlebt als die tatsache und erkenntnis, daß es vorbei ist... daß sie weg ist... es war auch als wenn sie meine ganze kindheit mitgenommen hätte. als wenn jemand mit einem schlag sämtliche wärme und geborgenheit auf der erde, wie eine schützende decke mit einem ruck von einem kleinen kind weggezogen hätte und das kind plötzlich frierend und schutzlos der umgebung ausgeliefert war. ich fühlte mich auf diesem planeten nicht mehr zuhause. ich wollte nur noch tot sein und schloss mich wochenlang in meiner wohnung ein, ging nicht ans telefon und lies keinen an mich heran. ich war nur noch ein zombie, der mechanisch funktionierte, zur arbeit ging, seine rechnungen bezahlte... schlief.. ass... usw. seit sie tot ist habe ich eine unglaubliche todessehnsucht in mir... ich sehne mich nach einer besseren,wärmeren,lichteren welt, mit einer intakten natur und ohne gewalt. an einem ort, wo gewalt und kriege, terror und unterdrückung herrschen, wo soziale kälte wie gift in der gesellschaft ausbreiten, an einem solchen ort kann mein zuhause nicht sein! vor ihrem tod hatte ich meine oma aus zeitgründen 6 monate nicht besucht und mache mir deswegen bittere vorwürfe... ausserdem entschied sich unsere familie gegen meinen willen aus kostengründen für eine anonyme beerdigung ohne sarg und grabstein, ohne eine ort wo ich hingehen und um sie trauern kann. wie gesagt,darunter leide ich noch heute sehr. ich weiss einfach nicht mehr wo ich hingehöre,habe meinen antrieb verloren. ein guter freund hat mir vor ein paar jahren mal einen rat gegeben,wenn ich über den tod meiner oma hinweg kommen will, dann muss ich ihr "erbe" antreten, daß heissst, ich sollte so werden wie sie.. anderen menschen ein licht und trost sein in der dunkelheit.... aber wie kann ich anderen menschen licht und trost sein, wenn mir selbst der trost fehlt? oft sehe ich sie im schlaf, rede im traum mit ihr und weiss, daß es ihr gut geht, dort wo sie jetzt ist... aber daß einzige was ich dabei denken und fühlen kann, ist daß ich bei ihr sein möchte, würde am liebsten zu ihr fliegen, aber ich kann hier meinen mann und meine freunde nicht im stich lassen, denn sie brauchen mich.............................. |
| Jo'ogn | @filia_illumina - [COLOR=orangered]"aber wie kann ich anderen menschen licht und trost sein, wenn mir selbst der trost fehlt?"[/COLOR] [COLOR=orangered]"aber ich kann hier meinen mann und meine freunde nicht im stich lassen, denn sie brauchen mich"[/COLOR] Ich finde, daß Du Dir in einer gewissen Art & Weise Deine Frage somit selbst beantwortet hast. Wenn Du Dir sicher bist, das [COLOR=orangered]"[ich] weiss, daß es ihr gut geht, dort wo sie jetzt ist..."[/COLOR], dann ist "ihr Licht" immer noch mit Dir, so wie "ihr Schweigen"! Lebe! |
| filia_illumina | hallo Jo'ogn, danke für deine gedanken. aber in gewisser weise kann ich aber mit diesen antworten (bzw. meinen mir selbst gegebenen antworten) nichts anfangen, weil ich das licht um mich herum nur schwer wahrnehmen kann. irgendwie fehlt mir der richtige zugang zum leben und zur energie... ...zumal ich auch dieses leben weniger als freude oder geschenk, sondern vielmehr als pflichterfüllung sehe. (karma) erst wenn ich meine pflicht hier erfüllt habe kann ich ins "wahre leben" gehen. ich möchte ja gerne am leben teilnehmen und habe auch viele dinge probiert: z.b sport, malerei, neue freundschaften und andere aktivitäten. aber leider verliere ich nach kurzer zeit wieder mein interesse bzw. geht mir das alles schnell auf die nerven und verfalle erneut in die teilnahmslosigkeit und will einfach nur meine ruhe haben. oder die leute verlieren an mir das interesse, weil ich für sie mit meiner ernsthaftigkeit und nachdenklichkeit eine spassbremse bin. ich kann mich mit der sogenannten 'spassgesellschaft' nicht identifizieren und ich hasse alle oberflächlichkeiten. ich würde ja gerne 'leben', aber mir fehlt einfach die motivation etwas mit freude zu tun oder zu geniessen. |
| Jan | ich schreibe jetzt einfach was zum allerersten Thread, weil ich zu faul war das alles zu lesen. Ich habe in meiner Familie auch den einen oder anderen schon verloren und es war auf jeden Fall immer hart. Aber irgendwann bildet sich aus der Trauer, dem Schmerz, die Frage nach dem Warum, eine Art Hülle die mich schützt und mich umgibt. Wenn ich richtig depressiv bin, dann verkrieche ich mich in mein Zimmer, es läuft meistens meine Best of Gothic-CD oder Tocotronic und ich liege im Bett und versuche die Welt um mich rum zu verstehen. Oder ich nehm mir meine E-Gitarre und schreib irgendwelche Lieder in denen ich meine GEdanken aufschreibe und sie dann nur für mich spiele... soviel zu mir. Ich würde prinzipiell mal sagen, dass die Musik mir immer hilft, egal in was für ner Phase. |
| Jo'ogn | @filia - irgendwie war's mir schon klar, das das alles oftmals leichter "dahingeredet", als verwirklicht ist ;) Derzeit ist mir (wie hier zuvor beschrieben) irgendwie übel. Die letzten 3 Jahre war ich ziemlich "glücklich". Ich bin "ernst" aber doch kreativ, verspielt und manchmal etwas zu "sarkastisch", aber nicht mit "Wehmut", sondern mit "Humor". Ok, ich habe nun "gelernt", mit Gefühlen anderer nicht mehr so "leichtfertig" zu "spielen", oder zu glauben das jede/r seine persönliche "Streßsituation" ebenso "locker" sehen kann, wie ich sie seit Jahren für mich sehen kann - weil's mir einfach "(so) gut geht". Eben jene scheinbare "Oberflächlichkeit", die meine "Freundin" nun mehr und mehr an den Tag legt und schon fast "rechtfertigt", setzt mir so zu. Ich weiß nicht, ob ich da zu verkrampft "denke", aber selbst wenn dieses Leben, diese Existens irgendwie eine Art "Spiel" ist, so liegt mir etwas daran, das sich Menschen - insbesondere jmd die mir so nahe steht, mir gegenüber "ehrlich" verhält. Sprich mir das mitteilt, was wirklich in dieser Welt, dieser Zeitlinie geschah und nicht eigentlich nichtige Dinge mit Lügen bedeckt und sich so darüber "schämt", daß sie lieber alle "Freunde" verstößt und allein bleibt, als sich einfach zu sagen: "hey, lach drüber, so schlimm kann das doch gar nicht sein, das ich dafür Leben und Freunde opfere!" Derzeit bin ich auch "faul", lese, oder schlafe - d.h. eher ich "versuche" zu schlafen (*denk - innerer Monolog*). Versuche diese Periode zum üben für "luzide Träume" zu nutzen (bin also doch nicht faul), oder rekapituliere, was eigentlich in den letzten 2 Jahren (oder gar alle 7?) da abgelaufen ist. Hauptsächlich agiere ich derzeit mit Emotionen: Verwirrung, Machtlosigkeit, Trauer, Liebe, Kraft, Erkenntnis usw... Ich bedaure regelrecht jene Menschen (wie zB sie), die zu feige sind sich für sowas die Zeit zu nehmen und sich in Arbeit ertränken, die sie hassen und somit den Teufelskreis endgültig schließen: niemand kann vor sich selbst davonlaufen. Der Körper reflektiert das "geistige Leiden", den "wirklichen inneren Glauben" eines Menschen - das ist Krankheit, so wie sie scheinbar... Dann wird auf die Medizin gehofft und in Verzweifelung zwischen Lebenswunsch und Todesangst begeben sich dann Menschen passiv in die Hände anderer - Die aber nicht wirklich helfen können... Es kommt immer von innen, aus dem Selbst, nicht von "außen", d.h. unsere Gedanken werden Wirklichkeit - nur wer achtet schon vollends darauf? @jan - ja, das mit meiner Musik ist derzeit einer meiner "Faulheiten" :) und in Deiner Sig: es muß heißen "der Weg", nicht "im" ;) |
| herz23 | Aus meiner Verwandtschaft ist noch keiner gestorben, doch wenn jemand stirbt, den ich für einen guten Menschengehalten habe, so freue ich mich darüber, denn nun habe ich das Gefühl, dass er erlöst ist. Befreit von allen Schmerzen, allen Problemen, von allem schlechten. Mag sein, das ich trauern würde, wenn jemand stirbt, dem ich sehr nahe stehe, aber ich glaube selbst dann würde ich mich so ein kleines bisschen für ihn freuen. Naja, mag mich vielleicht jetzt nicht jeder verstehen, ist aber halt so. Gruß das Drakhi ^^ |
| Felidana | Seid gegrüßt! Ich habe auch erfahren, was es heißt, einen Menschen zu verlieren. Den Tod meiner Mutter habe ich nicht bewusst erfahren, ich war damals acht Monate alt, aber der Tod meiner Oma, "Mama", die mich danach aufzog, war schlimm. Bei ihr wurde Krebs festgestellt, als ich 14 war, ich kam dann zu Verwandten. Sie starb ein Jahr später nach vielen Operationen, am Ende war sie nur noch selten ansprechbar. auch jetzt noch, 3 1/2 Jahre danach, vermisse ich sie oft so sehr, dass ich manchmal immer noch weine. Damals, nach ihrem Tod, lief scheinbar alles so weiter wie bisher. Es war total seltsam, denn schließlich hätte doch eigentlich mein Leben zusammenbrechen müssen, da es sich früher so sehr um sie drehte, wie sich ihres um mich drehte. Ich erinnere mich an sie voll Sehnsucht, Dankbarkeit und Liebe, sie hat mir so vieles gegeben, denn sie versuchte nicht, meine Individualität einzuschränken, wie der Rest der Welt. Ich bin froh, dass ich vorher Zeit hatte, Abschied zu nehmen, sonst hätte ich das glaube ich nicht überlebt. Das Leben danach war und ist seltsam, denn schließlich fehlt etwas elementares. Trotzdem denke ich, dass ich mit der Trauer für mich persönlich recht gut umgegangen bin: Ich habe sie in Frieden verabschiedet, mit meinem Onkel viel über sie geredet und so die Erinnerungen wieder wachgerufen, viel nachgedacht und auf ihrer Bestattung das Líed gesungen, dass sie so gerne mochte. Für mich bedeutet Tod vor allem eines: FRIEDEN Deshalb glaube ich nicht, dass Tote beispielsweise nachtragend sind. Ich denke, sie verstehen und verzeihen dann, was mit ihren Mitmenschen schief lief, deshalb sind Schuldgefühle -oder auch Hass- seitens der Lebenden nicht nötig. Die Hinterbliebenen müssen dann mit sich selbst ins Reine kommen, das ist das wichtigste. Ich bin dankbar, dass ich Mama hatte, auch wenn ich sooo gerne noch viel mehr von ihr gehabt hätte. Aber ich weiß auch, dass ich als Individuum auch ohne sie weiter lebe, liebe und lerne, und solange ich mich an sie erinnere, wird sie nie GANZ weg sein. Ich hoffe, das hilft/tröstet vielleicht ein bißchen, ich wünsche allen Kraft und Frieden. Gehabt Euch wohl, Felidana |
| Jo'ogn | @herz + Felidana - ich verstehe, was ihr meint, hab aber gelesen, das auch die Seele eines verstorbenen noch "lange" verwirrt und verstört sein kann. Je nach der tiefe verwurzelter Ängste und Glaubensrichtungen. Manche müssen regelrecht von einer "zwischensphäre" abgeholt werden, von helfenden Wesen, weil diese Ex-Menschen krampfhaft & weiterhin ihre Gewohnheiten zu pflegen versuchen und nicht begreifen, was passiert ist. Meist betrifft das aber "Gewalt und Unfall-opfer". Aber irgendwann mal begreifen sie und sind "frei". So heißt es... |
| Schattenschwert | Vor fast 2 Jahren ist meine kleine Schwester im alter von einer Woche gestorben. Ich konnte bei ihrer Beerdigung nicht weinen, da der Hass zu groß war. Momentan liegt mein Opa wiedermal im Krankenhaus und wer weiss wie lange ers noch macht... Ich stelle mir oft die Frage wer um mich trauern würde??? |
| filia_illumina | @herz23... da hast du recht,wenn du dich für verstorbene freust,denn es geht ihnen meistens besser, in der jenseitigen welt. und wenn wir ehrlich sind: trauern tun wir doch meistens nur um uns selbst, um den verlust, und weil wir selbst noch hier im tal der tränen ausharren müssen, wo doch der verstorbene im "paradies" wandelt. ich selbst hatte vor ein paar jahren während einer schweren streptokokken-infektion ein sterbe- bzw. nahtod-erlebnis. (wer sich dafür interessiert,dem kann ich raymond a. moody's buch "leben nach dem tod" empfehlen) ich durfte einen kurzen blick in das jenseits werfen und kann nur berichten, daß es sehr schön ist (bzw.sein kann) wir können uns also freuen. aber so muss es nicht immer sein. das jenseits formt sich meistens nach unserem inneren empfinden. soll heissen, wenn wir zum zeitpunkt unseres todes traurig,verbittert oder voller hass waren, so landen wir jenseitig erstmal in einer sehr dunklen "zone" es gibt dort auch ebenen, wo niemals die sonne scheint. aber es gibt dort viele 'helfer' (zum beispiel, verwandte oder freunde, die schon länger im jenseits sind) die die 'verirrte' seele zum licht hin begleiten, daß heisst nur, wenn das der verstorbene auch möchte. alles im allen habe ich das jenseits aber eher als stark verwirrend, unübersichtlich und total chaotisch empfunden. |
| Schattenschwert | @filia_illuminia Das Buch ist echt gut ich habs mir von meiner Mutter ausgeliehen und gelesen (logischer weise), kann es jedem empfehlen der mehr wissen will ! Ich wäre mit 8 Jahren fast wegen nem Astmahanfall verreckt (wärend meine Mutter versucht hat mich am Leben zu erhalten und mein Alter Fussball geschaut hat...) und es ist schade dass ich noch hier bin was ich damals gesehn habe war mir lieber als unsere Welt........ Ich würde alles dafür geben in diese Welt zu können, aber ich bin glaube ich mal zu verbittert um da nochmal hinzukommen...... |
| filia_illumina | @schattenschwert am leichtesten hat man es, wenn man im jenseits schon jemand kennt, bzw. eine bezugsperson hat die einen in der ersten zeit beiseite steht wenn die orientierung noch fehlt. zum beispiel früher verstorbene verwandte, die einen aus den dunklen ebenen heraushelfen können. wenn du allerdings zu verbittert bist, daß sich dein herz nicht mehr in liebe öffnen kann oder du niemanden an dich heran lässt wird es allerdings schwierig. du fragst, wer nach deinem tod hier um dich trauern würde... ist deine verbitterung vielleicht darin begründet, weil du dich zuwenig geliebt fühlst, oder meinst du eher, du wärest es nicht wert geliebt zu werden? hänge dein herz nicht an menschen, die deine liebe nicht erwidern, oder einfach nicht schätzen... ich hab meiner selbstsüchtigen und ignoranten mutter auch einen kick gegeben... denn, jemand den du nicht loben kannst, den lass am besten ganz aus deinem leben gehen und wende dich den menschen zu, die wirklich zu dir gehören, weil sie auf deiner wellenlänge sind. mfg filia illumina |
| Schattenschwert | @filia_illumina Vielen Dank für den Tipp im Jenseits warten meine Uroma und meine Schwester, allerdings bin ich zu "verschlossen"! Ich frage mich deshalb wer um mich trauern würde da ich glaube, dass ich es nicht wert bin. zB. Meine beste Freundin ist in mich verliebt und ich hab ihr erklärt, dass ich die Freundschaft nicht wegen der Liebe kaputt machen will, da es so bei mir und meiner Ex war. Ich gebe es zu mich in den letzten 2 Jahren verändert zu haben, aber meine Freunde kommen immer dann mit dem Spruch "Was ist denn mit dir los???" wenn mal nichts mit mir los ist und ich nur ruhig bin. Ergo ich hab ihr deswegen die Meinung gegeigt und sie heulend abblitzen lassen.(Ich Arschloch...) Ebenfalls tolll ist es, dass ich das Glück habe mir immer Freunde zu suchen mit denen ich mich zuuu gut verstehe und die mich immer (liebgemeint) nerven..... Nochdazu kommt, dass ich durch meine Verbitterung größtenteils Gefühlstot bin und nicht verstehe warum alle wegen so kleinigkeiten wie Liebe solch einen Aufstand machen und rumheulen! Deshalb fürchten sich viele meiner Freunde vor mir, oder sie wollen nixmehr mit mir zu tun haben.............. Nochmals Danke für die Hilfestellungen !!! *dankbar verneig* Schattenschwert |
| Black Moni | Hallo Ihr Lieben! So viele neue Einträge, so viel Leid, aber auch Trost. Würde gern jedem von euch einzeln antworten, aber das geht ja nicht.Sehe vieles genauso so, einiges anders. Ich denke, es wichtig, dass wir das Thema Tod nicht verdrängen, sondern drüber reden. Leider gibt es zu wenig Menschen, die dazu bereit sind. Nur durch reden und sich das alles bewußt machen, haben wir die Chance es zu verarbeiten. Wer seine Probleme nicht verarbeitet, wird irgendwann daran ersticken, und manch einer weiß dann nicht mal woran er erstickt. Euchallenvielkraftwünschende Grüße Black Moni ps: Nehme jetzt einfach mal alle in den Arm, aber ganz vorsichtig. |
| amylee | als mein ex gestorben ist wusste ich davon nichts er starb am 01.03 und ich erfurh es am 01.10 die mutter von ihm rief mich an und sagte ich sei an seinem tod schuld er wollte zu mir...er konnte kein auto fahren..ich habe ihn mit meiner magie verhext ect vorwürfe innerhalb der minuten in denen ich erfuhr das er tod war...tod...für immer und ewig legte auf....heulte...rannte in mein zimmer..schloss ab und heulte...kam lange nicht aus meinem zimmer raus..nur zum trinken...oder zum essen doer sonst was...hatte mir immer was rüber geholt...nie was gegessen erfand das messer für mich wieder neu...machte mir vorwürfe mache mir immer noch vorwürfe und....puh...das ist jetzt schon länger her und ich lebe immer noch mit meinem messerchen... amy |
| Schattenschwert | @amy Die Vorwürfe, dass du ihn verhext hast warn keine Vorwürfe sondern Ausreden! Sie hat sich nur jemanden gesucht an dem sie die Fehler suchen konnte! (Es sei denn du bist eine Hexe *sorry will dir nicht zu nahe treten*) Ich glaube nicht, dass du schuld bist sonst hättest du dir nicht solche Vorwürfe gemacht! Ich wollte meinen Stiefopa in Spee mit nem Todesfluch loswerden und dann hat es die Falsche erwischt....deshalb war ich schon des öfteren mit meinem Katana im Zimmer gestanden und wollte mir den Gnadenstoss versetzen und wie man sieht I`m still here !!! Ich habe vor ner halben Stunde erfahren, dass mein Vater sich von seiner Lebensgefährdin trennt, welche nach fast 7 Jahren wie eine zweite Mutter für mch ist und deshalb habe ich Angst wieder jemanden zu verlieren der mir sehr nahe steht! Mein Katana hab ich gerade im Arm und spiele wieder mit dem tollen Gedanke........... Even in death our love goes on (Evanescence) Man liest sich Schattenschwert PS: Harakiri forever!!! |
| Jo'ogn | @Black Moni - wenn wir Menschen alle so verständnisvoll veranlagt wären und mal ein wenig von unserem Ego zurücktreten würden und auch mal Gefühle zulassen, die "peinlich" sein mögen (wer auch immer so etwas "definiert"), dann wäre es sicherlich deutlich zuträglicher auf dieser Welt! Danke :) @amylee, Schattenschwert - Ich glaube an das Weltbeild, das Jane Roberts durch "Seth" erklärt hat. "Er" sagt, das nimand stirbt, der nicht bereit dazu ist und damit mit seinem Leben hier auf Erden abschließen will, sicher kann es verwirrungen geben, wir lernen alle - in allen "Zuständen", doch er sagt auch, das niemand jmd anderes etwas aufzwingen kann in dem der Andere nicht "mitspielen" will (von wg verhexen). Es gehören immer mind 2 dazu, deswegen sind auch diese "Schuldigkeits-Diskussionen" über böse böse Straftäter und arme arme Opfer irgendwie müßig. Letztendlich lernen wir alles etwas auf unserer persönlichsten und indivduellsten Art und Weise. Was aber nicht heißen soll das wir nun Gewalt und Haß verherrlichen dürfen, aber niemand kann es verstehen, der es nicht selber "erlebt" hat, darum werden wir Menschen so von "höheren Wesen" bewundert, die eben solche physikalischen Erfahrungen nie selber haben/hatten. Macht Euch selber nicht zu "klein"... |
| sanguis | ich kann nich sagen wie ich heute mit dem tod eines menschen der mir nahe stand umgehen würde...aber ich weiss wie verzweifelt ich vor 4 1/2 jahren war als ein mensch den ich zu lieben glaubte plötzlich aus dem leben schied, und noch dazu in der nacht vor meinem geburtstag... vielleicht habe ich mich alleine deshalb schon dafür verantwortlich gefühlt...und das tue ich heute noch... wäre jedoch am folgenden tag nicht mein geburtstag gewesen wäre dieser jemand niemals so früh nach hause gegangen, und es wäre alles niemals passiert... jeder aussenstehende würde nun sagen, es war auch so nicht meine schuld, sondern seine freie entscheidung, alles ein zufall, manche würden es vielleicht sogar schicksal nennen... und dennoch in welch aufbauende worte man es zu verpacken versucht der schmerz und der kummer bleiben der selbe... man möchte meinen nach über 4 jahren gibt es monate in denen mich nicht mindestens einmal der gedanke an jenen schrecklichen 'unfall' heimsucht....an dem ich aufhöre zu weinen wenn ich lieder,flime oder dergleichen höre/sehe bei denen es sich um autounfälle handelt... anfangs war ich mehr geschockt als traurig, ich konnte das alles noch kaum realisieren, schon gar nicht glauben...der schmerz kam erst tage später, die tränen ebenfalls... den blick im einkaufszentrum schweifen lassen, zu glauben IHN zu sehen, auf den vermeintlichen zuzustürmen und doch im letzen moment inne zu halten und wieder erinnert werden...TOT...ich denke viele menschen kennen das... dieses momentane verdrängen...hoffen...als wäre der tot mit einem schnippen in die finger rückgängig zu machen. ich habe es nicht einmal bis zur beerdigung geschafft... ich wollte all die dort versammelten nicht sehen, vorallem nicht diese flüchtigen bekannten die plötzlich die 'besten freunde' waren... vielleicht war ich auch zu feige, indem ich nicht erschien konnte ich für mich den abschied gewissermaßen hinauszögern... vielleicht musste ich das damals um zu begreifen.... erst einige tage nach der beerdigung ging ich an sein grab...ich hatte all meine gedanken in einem langen brief niedergeschrieben und ihn ans grab gelegt...unsinn eigentlich da ich nicht an eine art des lebens nach dem tod glaube....und wenn dann sicher nicht so, dass die seele daher schwebt um den brief zu holen... dennoch wünschte ich zu diesem zeitpunkt einfach nur dass der tod nicht das ende ist...denn manche menschen hätten es besonders verdient zu leben. |
| Tiberon | Ist der Tod nicht das natürlichste am Leben überhaupt? Der Tod hat mir, von meiner Mutter mal abgesehn, die 2 wichtigsten Menschen genommen und doch überwältigte mich weder bei dem Todesfall, noch später Trauer. Klar, entsteht eine große Lücke, aber dem Tod kann man nicht davonlaufen. Wirklich mitgenommen, hat mich im Alter von 17 der Tod einer Bekannten - doch dadurch lernte ich den "jugendlichen Glauben an die Unsterblichkeit" abzulegen. Es gibt viele Formen, die Trauer annehmen kann und ich möchte auf keinen Fall irgendeine Form, die hier bisher geschildert wurde, zuordnen, oder einstufen, doch wage ich zu behaupten, daß Trauer im Normalfall 'nur/hauptsächlich' eine Form des Egoismus ist. Meistens/Oft geht es nicht drum, darum zu weinen, was ein Mensch nicht mehr machen bzw. erreichen kann, vielmehr wird häufig lediglich der eigene Verlust betrauert. Meine Urgroßeltern, mit denen ich 11 bzw. 15 Jahre unter einem Dach gelebt habe, leben in mir weiter. Durch das, was sie an mich weitergegeben haben, was sie mir gezeigt haben, direkt in mir. Und auch durch mein Gedenken an sie. Solange sie mir mit ihrem Rat (der Tat leider nicht mehr) zur Seite stehen können, solange an ihren Geburtstagen Räucherstäbchen brennen, sind sie aus dieser Welt nicht verschwunden. PS: die schönste mir bekannte Form mit dem Tod umzugehen, findet sich in dem Film 'Nell' .. wie Nell dem Schädel ihrer toten Schwester Blüten in die Augenhöhlen legt und summt ... himmlisch.. |
| Xiana | Hallo @amy Der der dier Vorwürfe macht weiss einfach nicht mehr weiter. Die Mutter wusste nicht was sie tun sollte. mag sie dir ruhig die Schuld geben um besser darüber hinweg zu kommen. Doch du musst dir immer wieder sagen, das du nicht schuld bist. Du weisst wie sie sich fühlt, oder? Wenn sich dadurch besser fühlt soll sie ruhig dir alles reinwürgen. Solange du dir nichts einreden lässt!! Ich wünsche dir alles gute und viel Kraft P.S: Das mit dem Messer ist keine Lösung. Hör auf damit. Damit tust du dir nichts Gutes. Ich hab die Erfahrung gemacht ;) Was neues von mir. Mein Vater hat mir am Mittwoch gesagt, dass er in eine Klinig geht.Er ist nicht krank ich möchte es nur nicht aussprechen. Ich glaub ihr wisst welche Klinik ich meine. Er sagt, er geht dahin weil er mit dem ganzem Leben nicht mer klar kommt. Hatt mir auch gesagt, das er kurz vor dem Selbstmord stand. Er hat mir einen tieriscgen Schrecken eingejagt und ich mach mir den ganzen Tag Sorgen um ihn. Ich bin voll vertig und träume jede nacht das er sich umbringt, immer auf eine andere Weise. Zwar seh ich ihn nicht mehr so oft, da meine Eltern geschieden sind, doch ist es ein schwerer chock für mich. Mit seinem Tod werde ich dann nie fertigwerden. Ich hab solc´he Angst um ihn!!!! Carpe Noctem Xiana |
| Black Moni | @Xiana weiß gar nicht so recht, was ich dir jetzt sagen soll, es tut mir so leid. Wünsche dir ganz viel Kraft, für dich und deinen Vater. Er braucht dich jetzt und du schaffst das auch. @Amy Sich Vorwürfe zu machen, nach dem Tod eines Menschen ist eigentlich normal, nur die Richtung der Vorwürfe ist unterschiedlich. Aber lass dir noch zusätzlich etwas einreden, du hast keine Schuld! Wünsche euch allen hier viel Kraft! Miteuchfühlende Grüße Black Moni |
| Schattenschwert | @Black Moni Was ich schreibe ist wirklich nicht böse gemeint oder soll dich negativ hinstellen! Manchmal tut der Trost mehr weh als die Trauer. Ich kann und will nicht von mir auf andere schließen, aber bei mir ist es so und deshalb habe ich zB in meiner alten Klasse nie erzählt was mit meiner Schwester war (außer engsten Freunden), um mich vor dem Trost, der alte Wunden wieder aufreist zu schützen! Nochmals ist nicht böse gemeint *depri-nettes-lächeln* Schattenschwert |
| Koryu | Ich kann trauern... Ich trauere um 4 sehr liebe Menschen... Mein Opa, der nach 6 Jahren Kampf gegen den Krebs verloren hat... damals war ich 6 Jahre alt... Mein damals bester Freund, der im Alter von 13 an Hirnhautentzündung gestorben ist... damals war ich 12 Jahre alt... Mein Vater, der einen Herzinfarkt erlitten hat als er in Lybien geschäftlich war... damals war ich auch 11 Jahre alt... Mein letzter bester Freund, der mit 22 auch an Krebs gestorben ist... Da war ich 19 Jahre alt... Der Tod gehört zum Leben und ist natürlich... Auch wenn man sich dabei immer fragt "Warum ich??"... Aber es geht auch vielen anderen Menschen so... Ich habe ehrlich gesagt auch große Angst vor dem Tod... ich frage mich ob dann wirklich alles alles zuende sein soll... Trotzdem lebt man selbst weiter und weiter... Es macht keinen Sinn, dass man deshalb sein eigenes Leben aufgibt, das würden diese Menschen auch nicht wollen glaube ich... Sie kennen mich als recht fröhliches kleines Wesen und das werde ich auch beibehalten! Ich liebe mein Leben und genieße es, denn ich hab nur eins... Das haben auch sie getan!! Ich konnte mich leider von keinem von ihnen verabschieden und mache mir deshalb irre Vorwürfe, aber ich denke mir, dass sie sicherlich auch an mich gedacht hatten damals... So wie ich immer wieder an sie denke heute... Ich besuche regelmäßig die Gräber, wenn ich kann (Vielleicht ein Grund, weshalb ich diese scheíß Gothic-Bilder auf Gräbern nicht ausstehen kann!!!) und denke viel an sie... Auch hab ich noch Erinnerungsstücke von jedem von ihnen, die ich fein in meinem Zimmerchen habe... |
| Schattenschwert | @Koryu Sei nicht böse auf sie weil du dich nicht von ihnen verabschieden konntest! Sie wollten nicht dass du dabei bist wenn es zuende geht! Meine Schwester ist in Bayern in ner Kinderklinik gestorben, (ich bin aus Mannheim) zuerst war ich sauer weil ich sie nur einmal auf dem arm hatte und mich nicht verabschieden konnte, doch inzwischen denke ich, dass es so besser war da sie am ende nurnoch mit Schläuchen bedeckt war! Ich habe sie jetzt wenigstens noch als die kleine süße Maus im Gedächtnis die sie war! Und bei meiner Uroma war es das Gleiche (allerdings auf meine Mutter bezogen), sie ist im Krankenhaus gestorben als meine Mutter mal kurz nach Hause gegangen ist um nach uns zu schauen, sonst war sie immer bei ihr! Meine Mutter verstand es nicht warum sie ausgerechnet dann sterben musste als meine Mutter nicht da war. Eine der Schwestern hat meiner Mutter erklärt, dass meine Uroma nicht wollte, dass sie dabei ist, wenn das Ende da ist! Cu Kiwi |
| amylee | @ xiana....das mit deinem dad tut mir leid...wenn ich dir irgendwie helfen kann würde ich das gerne tun @ all die mit schrieben...danke...es hilft... @ schattenschwert..nein bin keine hexe..sie dachte das halt...schwarze klamotten..interesse an tod, nacht, friedhof, raben ect und schon war ich die hexe. ich staune das ich keine satanistin wurde langsam komm ich mit dem tod von ihm klar..gewisse lieder kann ich zwar immer noch nicht hören aber was soll ich sagen?! es ist glaube ich normal habt ihr dann auch lieder die ihr nicht hören könnt? carpe noctem amy |
| Schattenschwert | Also Lieder die ich nicht hören kann ohne vom Haus zu springen sind: Lalilu (meine Schwester) Heaven von DJ Sammy and Yanou (meine Ex[lebt leider noch]) Why does my Heart feel so bad Moby (wegen Meinerwenigkeit) Frozen von Madonna (Cousine die mich in Deutschland alleine gelassen hat) Schick mir nen Engel von Overground (Schwester) @Amy Is wirklich komisch, dass sie dich net zur Satanistin gemacht haben...........Menschen tz..... Cu Kiwi |
| Tanith | Ich habe in den letzten Jahren ziemlich viele Menschen verloren. Zu trauern denke ich hängt davon ab, wieviel einem dieser Mensch bedeutet hat. Als mein einer Opa vor ein paar Jahren starb, war ich geschockt, aber ich habe nicht getrauert. Er war schon ewig herzkrank und wir hatten nie ein wirklich gutes Verhältnis. Aber als mein anderer Opa an dem ich sehr gehangen hab, vorletztes Weihnachten fast gestorben wäre, da habe ich schrecklich gelitten. Ich hatte mich seelisch darauf vorbereitet, aber als er dann tatsächlich nach einer Woche Koma einen Herzstillstand hatte, bin ich beinahe zusammengebrochen. Man hat ihn wiederbelebt, aber ich habe wochenlang Angst gehabt bei jedem Telefonklingeln. Er ist nicht gestorben, aber die Angst ist da, immer noch, auch wenn er sich wie durch ein Wunder gut erholt hat. Eine Freundin von mir hat sich umgebracht als sie 22 war. Das ist jetzt Jahre her, wir waren nicht mal so supergut befreundet, aber sie war so lebenslustig, immer gut drauf, ich dagegen war schon immer die Depressive. Ich hab es erst ein knappes Jahr später erfahren, weil wir uns aus den Augen verloren hatten. Sie hat nicht mal einen Brief hinterlassen, niemand hat etwas geahnt. Ich denke immer noch sehr oft an sie und manchmal wein ich auch, weil ich dann denk dass ich eigentlich hätte tot sein sollen und nicht sie. Trauer ist wohl sehr unterschiedlich. Manchmal kommt man ganz gut drüber weg und manchmal trauert man Jahre (oder auch immer...). Ich denk, mit dem Tod eines wirklich sehr geliebten Menschen kann ich nicht umgehen. Die Krankheit von meinem Opa hat mich dermaßen mitgenommen, dass ich unter den Nachwirkungen immer noch (psychisch) leide. Ich habe nicht so wirklich Angst vor meinem Tod, aber ich habe panische Angst vor dem Tod von Menschen, die mir nahestehen... |
| Black Moni | [QUOTE]Ich habe nicht so wirklich Angst vor meinem Tod, aber ich habe panische Angst vor dem Tod von Menschen, die mir nahestehen...[/QUOTE] Das geht mit genauso. Und ich habe zwar keine Angst vor meinem eigenen Tod, aber davor, dass ich vor den Menschen gehen muss, denen ich etwas bedeute, z.B. meine Mutter. Aber aus diesem Zwiespalt gibt es eh keinen Ausweg. Malwiederrechttraurige Grüße Black Moni |
| LaChatte | Wie gehe ich mit dem Tod eines Menschen um? Ich schreibe ein [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20227&perpage=15&pagenumber=2]Gedicht[/URL] ... |
| Vlad Mortem | ich habe beruflich und privat an so vielen Gräbern gestanden, daß ich nur das Eine sagen kann: Jeder Tod ist anders und deshalb kann ich die Frage so global nicht beantworten. Pauschal kann ich sagen, daß ich bei nahestehenden Menschen wein und auch mal ein Gedicht schreibe und auf jeden Fall heftig trauere. Bei Menschen, die weiter weg sind, bekomme ich eher Angst in der Form, daß ich mich frage, wann es für mich so weit ist. Aber - wie gesagt: Ein einheitliches Schema gibt es für mich nicht. |
| Wolkenfelder | Vor ein paar Monaten ist meine Mutter gestorben... - Wie ich um Sie trauere wechselt... manchmal kommen mir im Buchladen die Tränen weil ich gerade ein Buch gesehen habe, dass ich Ihr gerne mitbringen würde... Manchmal tue ich aber auch welche von den Dingen, die wir immer mal vor hatten und nicht mehr gemacht haben (weil man das ja auch noch irgendwann...) Und bei manchen Dingen - die zu typisch für Sie waren habe ich einfach beschlossen so was nie wieder haben zu wollen - ohne sie... Alles in allem bin ich trotzdem "dankbar" das es Krebs war... so konnte ich ihr wenigstens noch die allerwichtigsten Dinge sagen und Abschied nehmen... |
| JimmyVoice | Naja mittlerweile habe ich gelernt damit umzugehen...relativ gesehen...Ich war 18 als meine Mutter starb, da war es natürlich das erste mal das ich mit Sterben und Tod konfrontiert wurde und mittlerweile habe ich auch durch meine Sterbebegleitungen wichtige Erfahrungen gesammelt. Ist für mich als aussenstehender natürlich einfacher als für einen Angehörigen. |
| Black Moni | @Wolkenfelder Schön, dass du Abschied von ihr nehmen konntest, dass ist sehr wichtig, aber leider geht es nicht immer. Es ist wirklich so, dass die Art zu trauern wechselt, auch die Tiefe des Schmerzes wechselt. Vielkraftwünschende Grüße Black Moni |
| Schattenschwert | @Moni Es ist wirklich wichtig Abschied zu nehmen ! Ich hatte nicht die Gelegenheit mich von meiner kleinen Schwester zu verabschieden und das Schlimmste ist, dass ich sie (nur) einmal auf dem Arm hatte ! Es gibt ein Foto davon wie ich sie halte und ich aussehe als ob ich es ahnen würde, dass sie krank ist..... Ich hab ihr bis jetzt noch nicht wirklich verziehn, dass sie ohne sich zu verabschieden, oder mich mitzunehmen gegangen ist.... Cu mourning Shadowsword |
| Vlad Mortem | ja... Das sind ganz tiefgreifende Einschnitte. Da ich als "Trauerarbeiter" (blödes Wort) vom Fach bin, habe ich dauernd damit zu tun. Und die Todesfälle, die für den Sterbenden schlimm sind (Krebs o.ä.) sind nach meiner Erfahrung gerade für die Angehörigen besser als ein schneller Tod, der vielleicht für den Verstorbenen angenehm war. Ganz schweres Feld, wirklich. |
| Black Moni | @schattenschwert Ich hatte die Möglichkeit mich zuverabschieden nicht bei meiner Tochter, ich fand sie morgens tot im Bett. Bei meinem Vater bekam ich einen Anruf auf der Arbeit, bis ich da war, war er gegangen. Es fehlt mit bis heute, obwohl es schon "lange her" ist. Die Todestage nahen und es geht mir, auch nach Jahren noch schlecht. Hört das irgendwann auf? Es tut so weh. Weinende Grüße Black Moni |
| Vlad Mortem | ich weiß nicht, ob es aufhört. Bei mir hat es fünf Jahre nach dem Tod unseres Kindes gedauert und langsam wird es besser. |
| Schattenschwert | Auf die Frage kann ich nur soviel sagen : Vergessen? "Ja", Vergeben? "Nie"....... Das hab ich mir gedacht, als sie gegangen ist und ich weiss nicht wie ich jetzt darüber denken soll. Es war vor zwei Jahren und ich bin immernoch depri und denke jeden Tag darüber nach...in der Schule bin ich zeitweise geistig abwesend und steh an ihrem Grab ! Ich habe bis heute noch keine Träne vergossen und weiss nicht wann es soweit sein wird....... Let them rest in peace ! Let them get some sleep ! Liebe Grüße Schattenschwert PS :Moni weine nie um Tote, sonst weinen ihre Seelen in der Ewigkeit ! *Kopfhoch und Moni fest in den Arm nehm und drück* |
| Vlad Mortem | @Schattenschwert Ich denke oft, ob es nicht besser wäre, Menschen einfach in den Arm zu nehmen, statt viel zu reden. Das hilft bestimmt. |
| Schattenschwert | @Vlad Mortem Das stimmt doch es kann auch sehr/noch mehr weh tun ! |
| Black Moni | @ Vlad mortem Es naht der achte Todestag meiner Kleinen, es wird im Lauf der Jahre leichter, aber Gedenktage tun so weh. Manchmal möchte ich gar nicht mehr hier sein, ich möchte dort sein, aber ich darf nicht. Wieso verstehn einen die Menschen nicht? Dann kriegt man gesagt, aber wir, deine Freunde lieben dich und wir brauchen dich. Aber die Sehnsucht ist so groß! Und der Lebenspartner zeigt kaum Verständnis, er sagt er versteht mich, kann mich aber nicht mal in den Arm nehmen, wenn es mir nicht gut geht. ER hasst Tränen. Sorry, wenn ich euch zutexte. Ich kann nicht mehr nur stark sein. |
| Schattenschwert | @Moni ich versteh dich zu gut im Juni ist es wieder soweit ! Letztes Jahr hatte ich kurz nach ihrem Todestag Prüfungen und bin fast abgedreht ! Die Menschen die meinen du solltest da bleiben sind Egoisten ! Aber so sind Menschen nunmal..... Ich mach nen kleinen Zauber der dir Kraft gibt ! Wie wärs??? |
| Vlad Mortem | also... Da ich Pfarrer bin und ziemlich viel mit Tod und Trauer zu tun habe, könnt Ihr mich gar nicht zutexten. Einen Zauber habe ich nicht für Euch. Aber wenn es Euch hilft, kann ich für Euch beten. Oder Euch eine Kerze als Andenken schicken... Bräuchte dann nur eine Adresse. :) |
| Vargo | Ich habe vor knapp 3 Jahren eine sehr gute Freundin bei einem Autounfall verloren. Wie man damit fertig wird ist wohl bei jedem anderst. Ich erinner mich gerne an die schönen Zeiten, die ich mit ihr hatte. Zwar schmerzt es, es tut aber auch gut. Als Erinnerung trage ich auch immer einen Gegenstand von ihr mit mir herum. Nicht das ich es brauchen würde, aber es tröstet auf seltsame Weise. Um mal zu den eigentlichen Fragen zu kommen. Nein, ich habe nicht um sie geweint. Was bei mir aber noch nicht's heißt, ich weine nun wirklich nicht sonderlich oft. Trauerklamotten... naja... Definiere das. Schwarz? Das trage ich häufiger, auch ohne zu trauern. Und ansonsten... Ich behalte sie in guter Erinnerung, mehr kann ich nicht tun, schliesslich muss mein Leben auch weitergehen. |
| Vlad Mortem | ist sehr gut, zu erkennen, daß das Leben weitergehen muß... :) Aber manchmal überwältigt einen die Trauer dann doch - und das heftig. |
| Wolkenfelder | ich glaube, man sollte sich dann einfach überwältigen lassen - weinen oder was auch immer ... "Du musst jetzt sehr tapfer sein" hat man nach dem Tod meiner Mutter zu mir gesagt. "Nein" hab ich geantwortet. Tapfer sein macht es nicht besser - Ich wollte meine Verzweiflung lieber leben, ausdrücken , als unterdrücken. Tapferkeit hilft niemandem. Trauerkleidung ist vermutlich die Kleidung, die man aus Trauer trägt. Ob nun schwarz oder gelb oder wie auch immer - es soll einen Indianerstamm gegeben haben, in dem man sich zum Zeichen der Trauer den Kopf rasierte... - Glatze - Haarstummel etc. zeigten also die Trauer an... wenn die Haare nachgewachsen waren, war die offizielle Trauerzeit vorbei und "das Leben ging weiter" ... Seltsamerweise erinnere ich mich im Moment am liebsten und dankbarsten an den ganzen Streit, den wir hatten... meine Mutter konnte und wollte mich einfach nicht verstehen und meine Lebensweise nicht akzeptieren. (ein ganz normaler Prozess ich weiss) aber dadurch, dass wir den Streit noch beendet, diesen Loslösungsprozess durchgezogen haben, kann ich jetzt auch die Dinge tun, die Ihr nicht gefallen hätten. Ich glaube sonst hätte ich mich Ihr immer verpflichtet gefühlt... Ich güße euch alle |
| Vlad Mortem | also das mit dem "sehr tapfer sein" klingt für mich fast zynisch |
| Wolkenfelder | ich glaube es war schon ernst gemeint... aber wie gesagt - ich fands auch ätzend!!! |
| Vlad Mortem | natürlich ist es ernst gemeint. Das ist nicht das Thema. Aber es ist unpassend. Nicht mehr und nicht weniger. |
| Black Moni | Vielleicht jetzt etwas OT, dann verzeiht mir. Hatte gerade ein sehr langes,sehr schönes Gespräch mit einem guten Freund über Tod, Leben nach den Tod, Nahtoderfahrungen. Es tat sehr gut, vorher hab ich den ganzen Tag lang innerlich gezittert, ohne zu wissen warum, danach hat das Zittern aufgehört, ich bin viel ruhiger. Das Besondere an diesen Gespräch war, das ich gar nicht wußte, das er sich mit solchen Themen auseinandersetzt. Solche Menschen gibt's viel zu wenig, jedenfalls bei mir. Das Gespräch ergab sich, weil er mir ansah, dass mich etwas beschäftigt, ich anders war als sonst. (das Schauspielern hatte versagt) Entschuldigt bitte noch mal, aber das musste ich einfach loswerden. Euchallenfürdiesenthreaddankende Grüße Black Moni |
| Vlad Mortem | was gibt es da zu entschuldigen ? :) Ich finde solche Erfahrungen sehr sehr wichtig, mutmachend, Stärke gebend. |
| LadyInBlack1987 | Hallo, Ich bin vorletztes Jahr Pfingsten nach ausgibigem Feiern über 4 Tage nach hause gekommen und niemand war da...nicht meine Eltern und nicht mein Bruder! Auf der Komode neben dem Telefon lag nur ein Zettel auf dem stnd das es ihnen leid tut das sie nicht da waren und mich geholt haben aber das sie dringend ins Emsland zu meinen Verwanten mussten und das ich da anrufen solle wenn ich wissen will was los ist, ich habe mir narürlich Sorgen gemacht und angerufen, als meine Tante weinend ans Telefon ging ahnte ich schon schlimmes, doch als dann auch meine Mum heulend ans Telefon ging habe ich Panik gekriegt und vor allem hatte ich keinen blassen schimmer was ich sagen sollte...schließlich sagte sie das Mathias tot sei (Mathias ist/war mein Cousin er ist 21 geworden) ich konnte mir kein Bild machen wie das passieren konnte und fragte schlechten gewissens nach! Sie sagte er wurde erschossen und legte auf, weil sie einfach nicht mehr konnte! Ich konnte meine Verwantschaft väterlicher Seits nie wirklich leiden, bis auf ihn, er war der einzige mit dem ich was anfangen konnte...wir sind zusammen (zu zweit auf seinem) Matorrad gefahren usw. naja, und auf einmal hat ihn mir son blöder Penner einfach weggenommen! Im nachhinein habe ich noch rausgefunden das der Typ ihn zum Wisky schmuggeln und verdealen gezwungen hat und die Kohle haben wollte, mein Cousin war ja nicht blöd und is immer mit nem Kumpel am übergabeort gegangen doch dann sind sie nie erschienen, und dieses eine mal war er alleine da... und sie haben ihn eiskalt erschossen und ausgeplündert! |
| LadyInBlack1987 | Shit, war noch gar nicht fertig: Na ja, sie haben ihn ausgeraubt, und was für mich unfassbar ist und was ich sehr traurig finde (das es solche Menschen gibt), das schlimmste ist klar das er ihn erschossen hat, doch was ich auch (für mich) übel finde ist das der Mörder danach in die Disco gegangen ist! Das ist einer der Punkte die mich immer wieder traurig stimmen, doch die andere Sache ist auch noch das der Penner alles, bis zum Ende der Verhandlung beteuert hat das er es nicht war obwohl es viel zu viele beweise dafür gab und nach dem Urteil berufung oder revision (oder wie das heißt)eingelet hat, das heiß das ein Killer bis zu der Wiederaufrollung des Falls auf freiem Fuß ist! Das sind alles rechtliche dinge die sich irgendwann hoffentlich zum guten wendet, doch was sich manchmal in meinem Kopf abspielt ist der Horror, ich habe den Mörder noch nie gesehn, auch keine Fotos doch ich sehe ständig ein Gesicht und irgendwas sagt mir das er es ist! Das beunruhigt mich immer wieder! Ich träume von ihm, sehe diesen Mord vor meinem inneren auge, wache weinend auf, ich pack das nicht! Vielleicht hat ja jemand ähnliches durchgemacht oder so, ich würde mich freuen wenn mir mal jemand schreibt!... |
| Vlad Mortem | nein - sowas Schreckliches habe ich noch nicht durchgemacht. Trotzdem kannst Du dich gerne an mich wenden... Helfe gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten. |
| Schattenschwert | @LadyInBlack Ich hab sowas zwar auch nochnicht durchgemacht, kanns mir aber sehr gut vorstellen wies dir geht ! Eine Freundin von meiner Mutter ist in die Drogenszene abgerutscht und war mit einem der höchsten Tiere der Bergstrasse (Odenwald) zusammen. Als sie mit meiner Mutter in ner Disco war musste sie aufs Klo, als sie nach ner halben Std. nichtmehr gekommen ist hat meine Mutter sie mit ner Überdosis gefunden...tot. Sie wollte aus der Szene raus und da ihr Typ angst hatte, dass was über ihn rauskommt haben sie die ärmste aus dem Weg geräumt ............ Du siehst "Ihn" in deinen Träumen.... wenn du wirklich so eine gut Beziehung zu deinem Cousin hattest, könnte es durch Telepathie möglich sein, dass du seinen Tot und Mörder in deinen Träumen siehst ! Auf eine Gewisse Art verfolgt er dich jetzt in deinen Träumen, geh am Besten zu dem Grab deines Cousins und sag ihm, dass du weisst wer es war vielleicht hört es dann auf ! Let them rest in peace |
| Xiana | Hallo binn auch mal wieder da. Noch schwächer als sonnst und noch trauriger. mal wieder hat sich einer aus meiner Runde umgebracht. Das war der dritte innerhalb von drei Monaten. Ich kann bald nicht mehr. Was soll ich tun. Ich will wieder bei ihnen sein!!!!! Doch es scheint bei mir so lange zu dauern bis ich zu ihnen geleitet werde.Hab schon überlegt ob ich nicht nachhelfen soll???!!! was soll ich bloss tun, warum tun die anderen das nur????Drei geliebte Menschen sind unerreichbar bis ich selber dahin gehe und sie endlich wieder seh. @tiberon Wie kannst du das nur sagen??? Natürlich ist der Tod das natürlichste auf der Welt, doch einen Menschen der in keinster Weise trauert, den gibt es nirgens. Jeder trauert auf seine eigene Weise. Meine Freunde werden auch immer bei mir und in mir sein. Doch ihr Verlust in der Realität ist für mich fast unüberwindbar. Besonders wenn es so viele in kurzer Zeit sind. Du trauerst bestimmt auch. Da glaub ich fest dran. Xiana |
| Tiberon | Ich hab nie behauptet, nicht zu trauern (bzw. getrauert zu haben) Auch ist es auf jeden Fall etwas anderes, wenn der Tod nicht natürlich eintritt, sondern in irgendeiner Weise herbeigeführt wird. Ich versteh nicht so recht, was es an meiner Beziehung zum Tod auszusetzen gibt. |
| Xiana | es hört sich alles so an, als ob du mit leichtigkeit über den Tod eines geliebten Menschen hinwegkommst ohne dir wirklich gedanken darüber zu machen was es zu bedeuten hat und wie es jetzt weitergehen soll. Wenn ich dich falsch verstanden hab bitte ich um verzeihung. Nehme alles in letzter zeit etwas negatiev und komm auf das Leben ohne meine Freunde nicht mehr klar. Sorry:( :( :( |
| Tiberon | Nun ein 'Sorry' halte ich für nicht nötig. Was mich stört und damit erst zu dem Post bewogen hat, ist die in der Gesellschaft vorhandene und sich immer mehr verstärkende Tabuisierung des Todes an sich. Ich halte es für 'ungesund', so zu tun als gäbe es das Alter, das Altern und den Tod nicht. Von daher versuche ich mir meine eigenen Gedanken dazu zu machen und bin darüber halt zu der 'Erkenntnis' gekommen, den Tod als natürlichen Bestandteil des Lebens zu sehen. "Jeder stirbt irgendwann" Das nun der Tod einer nahestehenden Person immer eine Lücke hinterlassen wird ist klar und die damit verbundene Trauer (ich würde davon ausgehen, daß die jeder empfindet) ist ganz natürlich, dürfte auch notwendig sein und ist mit Sicherheit nie wirklich leicht zu (er)tragen. |
| Patchouli | schließe mich dir an, tiberon! [I]jeder stirbt irgendwann[/I] meine überzeugung ist, dass ich jeden, den ich nach dem leben wiedersehen möchte auch wiedersehen werde. mein grossvater hat sich ende september erhängt! er war 71 jahre alt und hatte einige zeit vor seinem freitod probleme zu laufen. als meine mutter ihm mittags das essen bringen wollte, lag ein brief auf der treppe. mom hatte ihn zuerst nicht gelesen und ging dann die treppe hoch. das nächste was sie war, war mein grossvater, der mit einem blauen gesicht auf der treppe saß. der strick war gerissen. den schock hat sie bis heute nicht überwunden. ich mochte meinem grossvater nicht wirklich. aber diese aktion hat mich doch einigen respekt vor ihm bekommen lassen. er hat einen schritt gewagt, über den ich schon oft nachgedacht habe, aber nie realisieren würde. bin schon auf ein gespräch mit ihm darüber gespannt. mich interessieren einige seiner beweggründe und das wie und wann er darauf kam... |
| Raven 1 | hi Ich würde gerne trauern,doch ich kann es nicht! Ich hab im Oktober vor zwei Jahren meinen Sohn und meine eltern bei einen Autounfall verloren. Ich hab zwar da getrauert,doch als sich meine Swester letztes Jahr das Leben nahm ist in mir was abgestorben.Das hört sich vielleich doof an aber ich kann nichts mehr empfinden.Ich fühle mich wie eine leere Hülle die eigendlich gar nicht mehr existieren sollte. Doch nicht mal der Tod ist mir vergönnt! Ich schleiche einfach immer weiter in dieser öden Welt umher.Bis das Schiksal sich meiner erbahmt.:( |
| Haborym | Nachdenken hilft da nicht viel! Mein Vater hat sich vor zwei Jahren das Leben genommen, ich war so scheiße wütend, dass ich nicht im geringsten trauern konnte. Um drüber wegzukommen hilft meistens nur, dass du ein paar Freunde findest und ihnen alles! erzählst, da kommst du dir nicht mehr so alleingelassen vor. |
| Black Moni | Wut,Gefühlslosigkeit (notwendige Verdrängung, weil sonst unerträglich), warten auf Antworten.... Alles ganz normal, finde ich. Kann im Moment nur sagen ich fühle mit euch allen. Würde euch gern ein Kraftpaket schicken, aber ich hab grad keine.Bei mir stehen Todes- (heute fällt es mir schwer das Wort zu schreiben) und Geburtstage an. Denke an Euch! Weinende Grüße Black Moni |
| Black Moni | "Sie alle sind nicht "ausgelöscht" und für immer verloren, sie sind nur schlecht erreichbar geworden." Zitat: Zyllyth Das ist wohl wahr! Aber sie sind immer noch erreichbar, in Gefühlen, in Gedanken, in Gesprächen.... Das mit den Vorahnungen kenne ich zu gut... Tränenwegwischende Grüße Black Moni |
| Lidlestep | Jeder lebt SEIN EIGENES Leben. Der Verlust eines geliebten Menschen ist nicht leicht. Ich glaube aber ganz fest daran, das der Mensch eine unsterbliche Seele hat. Klick auf folgenden Link: [URL=http://www.chick.com/de/reading/tracts/0421/0421f_01.asp?dist=DE0100][u]über das Leben![/u][/URL] |
| Tiberon | Bitte was soll uns dieser Link sagen? |
| Wolkenfelder | ------Ich hab zwar da getrauert,doch als sich meine Swester letztes Jahr das Leben nahm ist in mir was abgestorben.Das hört sich vielleich doof an aber ich kann nichts mehr empfinden.Ich fühle mich wie eine leere Hülle die eigendlich gar nicht mehr existieren sollte. -------------- Finde garnicht, dass sich das doof anhört... ich denke, dass jeder Mensch auch nur ein gewisses Maß an Verzweiflung tragen kann... und wenn das Maß voll ist nimmt man sich irgendeine Schutzfunktion.... Und schließlich trauert man - finde ich - ja auch nicht nur um die Menschen, sondern auch um das Stück eigenes Leben, das von einem selbst mit ihm gestorben ist... Grüße euch alle beste Wünsche Wolkenfelder |
| Raven 1 | Das klingt jetzt egoistisch,aber was nützt mir eine unsterbliche Seele.Ich will das mein Sohn wieder hier bei mir ist .Das ist nicht fair ,weil irgend so ein Betrunkener lkw-fahrer eingeschlafen ist hat man mir alles was ich auf dieser gottverdammten Welt hatte genommen.Sorry wenn ich das sage aber was nützt da eine unsterbliche Seele wenn man nur 11/2 Jahre leben darf.Das ist doch unfair.:mad: :( |
| rainraven | Ich finde es auch so unfair, daß mir ein Freund, ein Verwandter und ein geliebtes Tier, alle in einem relativ jugendlichen Alter, genommen wurden. Ich habe das Gefühl, sie waren noch nicht "so weit". Sie hatten noch so viel vor sich. Man sucht nach einem Sinn und findet keinen. Und öfters habe ich in meinem Schmerz die Frage geäußert "Warum sie/er und nicht ich?" Auch wenn ich das vielleicht gar nicht so gemeint habe. Fakt ist, ich bin noch hier, ich habe noch eine Menge Leben vor mir und muß diesen langen Weg ohne die geliebten Lebewesen gehen. Ich werde immer wieder traurig sein, wenn mich etwas an sie erinnert, aber irgenwann wird der Schmerz weniger. Das Schlimme ist, daß man weiß, es kann jederzeit wieder passieren, und es WIRD. Spätestens, wenn geliebte Menschen/Tiere älter werden, wird man damit unweigerlich konfrontiert. :( |
| LadyInBlack1987 | Guten Abend... Wie ihr vielleicht gelesen habt habe ich ähnliches wie ihr erlebt, irgendso ein hirnloser geldgeiler psycho hat meinen Cousin erpresst, schmuggeln lassen, erschossen und schließlich noch umgebracht...das schlimmste für mich ist das er revision eingelegt hat und zur zeit frei ist! Er hatte nach dem Mord der mein Leben veränderte sogar noch den Kopf in die Disko zu gehen...einfach nur kalt... Man kann eigentlich nie sagen das man drüber weg ist, denn bei jeder Konfrontation ist es wieder wie ganz am anfang und es daert wieder fast genauso lange um damit klarzukommen, aber jeder der Kontakte sucht um zu reden per Brief, e-mail, oder auch Telefon, ich würde alles tun was in meiner macht steht, weil ich weiß wie sehr mir fremder kontakt erst gefehlt hat und schließlich sehr geholfen hat! @Zyllyth: Ich habe es zwar nicht vorher gesehen, aber ich sehe seit dem das gesicht des Mörders, obwohl ich ihn nie gesehen habe (auch auf keinem Foto) ich weiß nicht wie du damit klarkommst aber es würde mich interessieren, weil das das einzige is was es mir immer wieder schwer macht! Schreibt mir doch mal, würde mich freun mit jemandem reden zu können.. bye eure Lady (Krümel) |
| Black Moni | Ich bin jetzt mal furchtbar ehrlich, im Moment kann ich überhaupt nicht damit umgehen. Es stehen Geburtstage und Todestage an. Es tut nur noch weh. Ich würde euch gern Trost und Kraft schenken.... Es tut gut zu wissen, dass ich hier verstanden werde, denke ich doch...hoffentlich Verzeiht! @raven 1 Ich kann dich nur zu gut verstehen, auch ich will meine Kleine zurück. Warum unsere Kinder gehen mußten, werden wir in dieser Welt nicht erfahren. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, nein ich weiß, dass es eins gibt. Tränenwegwischende Grüße Black Moni |
| Lidlestep | [B]WIE GEHT IHR MIT DEM TOD EINES MENSCHEN UM?[/B] Als mein Opa gestorben ist, hab ich mir auch sehr große Vorwürfe gemacht, dass ich ihn, nachdem er mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus kam, nicht besucht hatte. Ich dachte, es wird nicht so schlimm sein und der kommt auch wieder raus! Das er sterben könnte, kam mir gar nicht in den Sinn, er war noch so fit und machte alle Arbeiten selber! Noch immer habe ich ein wenig Trauer um ihn, obwohl das schon acht Jahre her ist. Aber ich habe dennoch eine Hoffnung: Ich werde ihn im Himmel wiedersehen! Darauf freue ich mich jetzt schon! Vielleicht findet ihr das witzig oder einfach naiv! Aber ich habe Gott in meinem Leben erlebt und ich weiß dass es ihn gibt. So etwas ist aber leider nicht übertragbar. In der Bibel sagt Gott: Wer mich sucht, der wird mich auch finden! |
| Raven 1 | Danke Black Moni, Deine worte sind lieb.Doch ich zweifle das es ein Leben nach den Tod gibt. Es ist aber eine große Stütze zu wissen das man mich hier versteht. In meinen Umfeld ist das leider nicht so. Warum wird immer erwartet das man dann so weiter leben soll als wär gar nichts passiert. Besteht die Welt eigendlich zum Großteil aus gefühlskalten Aroganten?:confused: :( |
| Black Moni | [QUOTE]Besteht die Welt eigendlich zum Großteil aus gefühlskalten Aroganten?[/QUOTE] Leider habe ich oft das Gefühl, dass es genauso ist, oftmals noch gepaart mit einer großen Portion Ignoranz. Aber zum Glück gibt ja noch einige Ausnahmen. Unter anderem hier. Schicke euch allen mal ein paar Sonnenstrahlen, die ich heute morgen aufgehoben habe! Black Moni |
| Akabalista | Wenn man sich das mal so durchließt sind hier wirklich eine große Menge an schrecklichen Schicksalen beisammen. Ich frage mich teilweise wirklich wie ihr das alles schafft. Bei mir persönlich ist es irgendwie komisch, ich habe so viele Menschen in meinem Leben verloren, dass ich ab und zu fast schon glaube, dass alle Menschen die mir was bedeuten sterben. Ich glaube, das erste mal das ich einen leblosen Körper gesehen habe, war, als ich 5 Jahre alt war. Damals war meine Mutter auf dem Sofa im Wohnzimmer über Nacht gestorben. Zuvor hatte sie eine sehr schwere Zeit durchgemacht, ein Kind verloren und danach an Krebs erkrankt. Ich habe sie am morgen gefunden. Mein Onkel hatte sich neben dem Bettchen meiner Cousine erhängt, mein Opa starb auf der Toilette als ich ihm das Abendessen machte, und die Reihe setzt sich ewig lange so fort. Aber irgendwie habe ich nichts davon wirklich realisiert, manchmal denke ich, meine Mutter wäre immer noch da. Ist das normal ? Ich meine, ich habe getrauert und natürlich auch geweint, aber ich habe nie begriffen das sie wirklich fort ist. Ist sie das denn ? Sicher ? |
| Raven 1 | Klar ist das normal,ich denke ab und zu auch noch das meine Eltern leben,und mein Sohn bei mir ist.Aber wenn ich deine Geschichte lese kommt mir mein Schicksal so unbedeutend vor.Das ich mich schon etwas schäme das ich so hier jammere.Du verdienst Respekt,denn ich glaube das du mehr Stärke in dir hast ,Als ich.:( |
| Tiberon | Dazu nur ein kurzer Gedanke: [i]Schmerz kann man nicht vergleichen[/i] |
| LadyInBlack1987 | Also, ich muss Tibernon zustimmen, weil jeder damit anders umgeht und es Menschen gibt die es schneller realisieren, verkraften usw. als andere, doch ich bin der Meinung,dass dieses Thema eine gute Einrichtung ist, weil hier viele Leute mit gleichen interessen und vor allem ähnlichen bzw. schweren schicksalen sich treffen um darüber zu reden und arten wie man damit umgehen könnte auszutauschen um sich gegenseitig zu helfen! Doch ich denke im Moment kann mir keiner Helfen, es wird alles immer schlimmer, vor ca. 2 Jahren ist die Mutter von meinem besten Freund an Krebs gestorben, seitdem musste er zur hälfte bei seiner Tante und seinem Onkel und zur anderen Hölfte bei seinem Vater mit seiner neuen (die er schon nach einem Halben Jahr hatte leben), doch als wenn der Junge nicht schon |
| LadyInBlack1987 | sorry mal wieder ausversehen weggeschickt genug abgerutscht und in die falschen kreise geraten wäre, weil er nun mal sehr an seiner ma gehangen hat, musste donnerstag nacht auch noch sein Vater sterben...er wurde erschossen, und niemand weiß von wem...die lebensgefährtin seines Vaters will ihn nun nicht nehmen, weil sie demnächst zwillinge von seinem Vater erwartet und selber nicht klarkommt und nun muss der ärmste zu seiner Tante und seinem Onkel ziehen... man geht davon aus das es die schwester von ihm war die schon lange ausgezogen war und mit ihrem vater nie klarkam, als grund nannte die Kripo das sie wohl zwei wochen vor dem Mord von der Lebensversicherung die über die 100.000 ging erfahren hatte. Naja, er weiß jetzt natürlich gar nicht wohin...und wir haben nur noch so wenig miteinander zu tun das er mich obwohl ich ihm so gerne helfen würde mich seit dem Tod der Mutter nicht mehr an sich ranlässt... |
| Xiana | @tiberon Natürlich gibt es das alter und den Tod. Doch muss der Tod zu einem 19 jährigen kommen??? Wenn jemand im hohem alter stirbt, ist das zwar traurig, aber es war dann halt das Alter. Doch weine ich trotzdem. |
| Agariell | In den letzten Jahren hab ich ziemlich oft mit dem Tod zu tun gehabt.. Familienmitglieder, Freunde, natürlich Patienten aus der Arbeit.. es tut weh. langezeit hab ich ja versucht das alles zu unterdrücken, hat aber nur dazu geführt das meine Depressionen schlimmer wurden. Hatte mich nach dem Tod meines Großvaters vor 3 Jahren eigentlich jetzt aber soweit wieder im Griff das ich dachte, das mir sowas wirklich nichts mehr tut.. und dann ist letzte Woche ne 17jährige Bekannte gestorben.. |