| Vistus | Hallo, Diesmal geht es mir um alte Hexentraditionen. Konkret hätte ich von Euch gerne gewußt, welche der angeblichen Hexentraditionen, die heute ihre Anwendungen finden, wirklich schon seid Menschengedenken existierten. Glaube nämlich, dass vor Allem viele Hexenzirkel ihre Bräuche mal eben so aus dem Ärmel geschüttelt haben und diese dann als uralt verkaufen. Teilt mir Euer Wissen darüber mit, freue mich über jede Antwort Vistus |
| Tiberon | Keine. Nichts existiert seit Menschengedenken unverändert. Muß es aber auch garnicht |
| sputnikkid | meine antwort lautet auch: keine. allerdings mit anderem zusatz: ich weiß nict, was du genau mit hexentraditionen meinst, weil dieses wort ein ziemlich großes feld abdecken kann.... oft meint man damit die vielen wicca-kulte.... die sind - auch wenn man sich teilweise den anschein geben will - noch nicht wirklich lange.... die meisten sind anfang des letzten jahrhunderts entstanden.... zusammengeschustert aus den letzten resten eines vermeintlich alten wissens, daß man gefunden zu haben glaubte.... und ner menge fantasie um die großen lücken aufzufüllen.... von daher wundert es mich nicht, wenn dir vieles wie "aus dem ärmel geschüttelt" vorkommt.... (hinweis: ich erhebe keinerlei anspruch auf hundertprozentige korrektheit oder vollständigkeit.... wenn ihr's besser wißt, korrigiert mich.....) |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vistus [/i] [B]Hallo, Diesmal geht es mir um alte Hexentraditionen. Konkret hätte ich von Euch gerne gewußt, welche der angeblichen Hexentraditionen, die heute ihre Anwendungen finden, wirklich schon seid Menschengedenken existierten. Glaube nämlich, dass vor Allem viele Hexenzirkel ihre Bräuche mal eben so aus dem Ärmel geschüttelt haben und diese dann als uralt verkaufen. Teilt mir Euer Wissen darüber mit, freue mich über jede Antwort Vistus [/B][/QUOTE] Das sehe ich auch so...! Besonders seltsam finde ich, das so viel Bezug auf die Keltische Kultur genommen wird, obwohl von dierser Kaum etwas wirklich bekannt ist. Die meiste Informationen über die Kelten stammen aus römischer Feder. Vieles was heute als Magischer Ritus betrieben und verkauft wird, stammt noch nicht mal aus der Zeit des mittelalterlichen Hexenwahns, sondern entstamt dem Okkultismus des 18. Jahrhunderts, der damals gerade in Mode war... |
| Cammycat | Was die keltische Kultur angeht kann man es höchstens erahnen, durch die römischen Schriften, sehe ich auch so.... Doch haben wir ja manche Überbringung der nordischen Gottheiten und des Germanentums, die irgendeine Verwandschaft vermuten lassen können. Ansonsten was das Hexentum angeht denke ich auch das vieles aus dem Okkult abstammt. Was die Jahreskreisfeste angeht, die Daten sind bekannt und man leitet vieles von den Namen der Götter des betreffenden Tages ab. Wie jetzt zuletzt Imbolc--->Feuer/Licht/Helligkeit.... denke ich, aber korrigiert mich wenn es nicht stimmen sollte. Ich denke wenn man sich von seiner Intuation freien Lauf läßt an diesen Tagen hat man mehr davon als sich von irgendeinem Schriftstück abhängig zu machen. Denn die Kraft die man einsetzt ist die eigene, also mach etwas Eigenes daraus. |
| Esther | Mich würde auch einmal interessieren, was du unter DEN Hexentraditionen verstehst. Es gibt Rituale (spezielle an den Feiertagen), die zwar unter einer bestimmten Bedeutung durchgeführt werden, aber von Mensch zu Mensch verschieden interpretiert und zelebriert werden. Beispiel: Stell Dir das christliche Weihnachtsfest vor. Man spricht zwar von DER Weihanchtstradition und einem traditionellen Weihnachtsfest, doch feiert jeder auf seine Weise. Was doch zählt ist der Geist und der Wille der dahintersteckt. Solange das Ziel erreicht wird, ist der Weg dorthin jedem selbst überlassen. Esther P.S. Merry Imbolc euch Hexen da draußen. :) |
| Vistus | Ich verstehe sehr gut, was ihr meint, Aber nun hier ein Beispiel: In vielen Wiccatraditionen werden die Rituale u. a mit einem Doch, einem sogenannten Athame, durchgeführt. Woher stammt dieser Brauch des Dolches ? Dies sind zum Beispiel Dinge, wo ich denke, dass diese zusammengeschustert und mit neuem Wissen gefüllt worden sind. Klar sollte man sich nicht an einem Schriftstück orientieren. Es ist besser wenn man seiner eigenen Intuition folgt. Aber in den der Religion der Hexen geht es ja auch darum, die Götter für sich zu finden. Da ist es zum Beispiel viel schwieriger, sein eigenes Konzept zu entwickeln, die Götter zu finden, als wenn eine feste Vorlage existiert, die beschreibt, wie die rituale vollzogen werden. Diese geschriebenen Rituale sind ja kein Muß für Jedermann, jedoch sollte man daran denken, dass diese einst einen hohen Wert besaßen und jetzt auf einmal in Vergessenheit geraten, weil jeder denkt, so wie er es macht ist es richtig. Dies kann ja auch für jedes Individuum der Fall sein, nur verstehe ich nicht, warum man so direkt keinen Wert mehr auf das Wissen legt, welches einst (wohl wahr in jeder Kultur für sich) die Maßstäbe für spezifische Rituale setzte. Ich hoffe, ich habe Euch wenigstens im Ansatz erklären können, was für Fragen vor mir aufgeworfen wurden. |
| Alterkelte | Da muss ich aber doch entschieden Widersprechen....... Was die Kelten betrifft, so ist man nicht allein auf Aufzeichnungen der Römer angewiesen. Es gibt viele Keltengräber im bayrischen und österreichischen Raum, die einiges über diese grossartige Kultur erzählen. Hinzu kommt, dass einige Südbayern, Westösterreicher, Atlantikbewohner Frankreichs, sowie Iren, Waliser und Schotten die direkten Nachfahren der Kelten sind. Hinzu kommt, dass die Häufung von Kraftfeldern in den genannten Regionen sehr stark ist. Auf alte Keltenschanzen hat man Kirchen gebaut, weil man wusste, dass sich dort die kosmische Kraft bündelt. Die Oktoberfestwiese z.b. ist ein solches Kraftfeld. Dass sich auf bayrischem Boden, im Hofbräuzelt soviele Nachfahren der Iren, Schotten und Waliser treffen (Aussies und Neuseeländer) hat seinen Grund, mir ist klar welchen! Anders ist es mit Germanen, denn diese sind irgendwann in den Wirren der Geschichte zwar nicht verschwunden, haben aber gewisse Auflösungserscheinungen gezeigt. Sie haben sich z.b. in Sueben, Alemannen und Langobarden geteilt, dadurch aber auch weiterentwickelt. Was die Hexentraditionen betrifft, so sind dies nicht einfach Traditionen, weil man halt welche hat............. Wenn Spiritualität eine gewisse Form annimmt, dann wird heute nicht falsch sein, was vor mehreren tausend Jahren richtig war......... Das ist keine Tradition, wie etwa jeden Sonntag in die Kirche gehen oder Samstags das Auto waschen, die Gesetze des Kosmos haben sich kaum verändert, weil dazu kein Anlass war. Die Schwerkraft ist auch immer noch die gleiche.................... |
| Schattensohn | *hüstel* saarland und luxemburg sind auch keltische gebiete uns saarländer vergisst man immer ;) |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i] [B]Da muss ich aber doch entschieden Widersprechen....... Was die Kelten betrifft, so ist man nicht allein auf Aufzeichnungen der Römer angewiesen. Es gibt viele Keltengräber im bayrischen und österreichischen Raum, die einiges über diese grossartige Kultur erzählen. Hinzu kommt, dass einige Südbayern, Westösterreicher, Atlantikbewohner Frankreichs, sowie Iren, Waliser und Schotten die direkten Nachfahren der Kelten sind. Hinzu kommt, dass die Häufung von Kraftfeldern in den genannten Regionen sehr stark ist. Auf alte Keltenschanzen hat man Kirchen gebaut, weil man wusste, dass sich dort die kosmische Kraft bündelt. Die Oktoberfestwiese z.b. ist ein solches Kraftfeld. Dass sich auf bayrischem Boden, im Hofbräuzelt soviele Nachfahren der Iren, Schotten und Waliser treffen (Aussies und Neuseeländer) hat seinen Grund, mir ist klar welchen! Anders ist es mit Germanen, denn diese sind irgendwann in den Wirren der Geschichte zwar nicht verschwunden, haben aber gewisse Auflösungserscheinungen gezeigt. Sie haben sich z.b. in Sueben, Alemannen und Langobarden geteilt, dadurch aber auch weiterentwickelt. Was die Hexentraditionen betrifft, so sind dies nicht einfach Traditionen, weil man halt welche hat............. Wenn Spiritualität eine gewisse Form annimmt, dann wird heute nicht falsch sein, was vor mehreren tausend Jahren richtig war......... Das ist keine Tradition, wie etwa jeden Sonntag in die Kirche gehen oder Samstags das Auto waschen, die Gesetze des Kosmos haben sich kaum verändert, weil dazu kein Anlass war. Die Schwerkraft ist auch immer noch die gleiche.................... [/B][/QUOTE] ...zu viel Spekulation... ...Grabbeigaben sagen nicht viel darüber aus, wie nun Feste und Riten begangen wurden...in diesen Belangen orientierte man sich in den 40ern, als der Wicca Kult entstand, nach Walisischer und Irischer Folklore...! |
| Abs | äh. außerdem hat es DIE kelten nie gegeben. das is in etwa so wie DIE indianer. Oo |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Abs [/i] [B]äh. außerdem hat es DIE kelten nie gegeben. das is in etwa so wie DIE indianer. Oo [/B][/QUOTE] Das kommt noch erschwerend hinzu...! |
| Abs | die germanischen stämme übrigens genauso. die haben sich nich in langobarden und co aufgespalten (Oo), die wurden eher alle als germanen ZUSAMMENGEFASST. ;) nebenbei finde ich gerede von kosmischen kraftfeldern banane. :p |
| Cammycat | schließe mich dem schon geschriebenem an,....Grabbeigaben, Gräber usw. sagen nichts aus. Die Kraftfelder sind überall in Deutschland zu finden davon ab und nicht nur in den og..., aber daher kommt doch letztendlich das Wissen nicht zurück.... Zudem könnte man dann auch sagen was die Wickis alles gemacht haben, durch die vielen Gräber die es von denen hier gibt. Das die Christen die Kraftfelder nutzten um ihr Kirchen darauf zu bauen war auch klar, wollten sie der Bevölkerung dadurch ja schließlich auch ihre Stätten entreißen, das hat also nicht ausschließlich mit Kraftfeldern zu tun... Die Athame wird nicht nur im Wicca-kult gebraucht, bei den Wiccanern (nicht nzur da) ist es so daß diese ihre Kräuter und Mistel(Vorsicht:Germanen)nur mit bestimmten Klingen schneiden dürfen...zudem soll sie dich schützen bei Geisterbeschwörungen. Du ziehst Bannkreise damit, etc..können wir drüber am Telefon quatschen. Aber sie sollte aus einem bestimmten Material sein, aber wirklich notwendig ist diese auch wieder nicht, zB pflücke ich meine Kräuter wenn möglich, das geht nicht mit allen...., meine Bannkreise kann ich mit was anderem ziehen, wenn ich mal in Verlegenheit der Beschwörung/Anrufung kommen sollte..... |
| Esther | [QUOTE][i]Original geschrieben von Abs [/i] [B]äh. außerdem hat es DIE kelten nie gegeben. das is in etwa so wie DIE indianer. Oo [/B][/QUOTE] Da wir ja kein Buch schreiben wollen, nennen wir diewodasoinundso einfach mal "DIE Kelten" ;) Jeder weiß was gemeint ist. Vistus: Ich kann die empfehlen, mit deinem Fragen mal auf das Forum bei [url]www.hexe.de[/url] zu gehen. Sort sprichst du eine breitere Masse von Hexen und Konsorten an. Ich finde es dennoch sehr gut, mal HIER eine Diskussion darüber zu führen. Falls du Dich selbst informieren möchtest, so sei dir die Seite [url]http://www.avatarsearch.com/[/url] ans Herz gelegt. Is halt in Englisch. hmm... wolltest du nun was über Athame wissen, oder hattest du das nur als Beispiel in der Hoffnung auf eine allgemeine Antwort angebracht ? esther |
| LaChatte | Grundsätzlich ähneln sich schamanische Rituale (zu denen man wohl auch die angesprochenen Hexentraditionen zählen darf?) in ihren Grundstrukturen in aller Welt, und wohl auch über lange Zeit hinweg. Was sich ändert, sind die Formen - und das ist auch gut so. Wir haben nun heute einfach eine andere Kultur als vor Tausend oder Zweitausend Jahren - und wenn Batman, Micky Maus oder Ninja Turtels heute in magischen Zusammenhängen auftauchten, so wären das einfach uralte Kräfte, die sich ein neues Kleid angezogen haben.... und ich finds auch absolut OK, sich von älteren Formen der Spiritualität inspirieren zu lassen -aber ohne den Anspruch, dass es "genau gleich wie damals" sein müsse. |
| Vistus | Ich danke Euch für Eure tollen Antworten. Nein, ich wollte konkret nichts über das Athame alleine wissen. Mir ist es nur als ein einfaches Beispiel in den Sinn gekommen, wie man Hexenrituale u.a. begeht. Können wir uns darauf einigen, dass Hexen mit ihren Ritualen sich vor Allem auf die alten Kulturen Europas beziehen ? Nur so nebenbei, gab es denn bei den Germanen und bei den Kelten denn auch schon das Pentagramm ? Im Internet wird so viel darüber geschrieben, dass das Pentagramm etwas Keltisches sei und irgendwie kommen mir auch Ideen, wie dies miteinander zu verknüpfen ginge. Zum Beispiel wird das Pentagramm, so viel ich weiß, auch Drudenfuß genannt. Nun, die keltischen Priester waren die Druiden. Existiert dazwischen womöglisch wirklich ein Zusammenhang ? Vistus |
| Cammycat | Druden Im Volksglauben sind die Druden Nachtgeister, die nachts die Schläfer quälen. Die Hilflosigkeit des Schlafenden, den der Albtraum plagt, legt den Schluß nahe, daß ein solcher Nachtmahr auf ihm sitzt und ihn festhält. Der Schlafende kann dem Albdruck und drohendem Erstickungstod nur dann entrinnen, wenn ihm eine Bewegung gelingt und der Nachtmahr verschwindet. Vorbeugung ist daher geboten. Drudenfuß Als Drudenfuß bezeichnet man ein Zauberzeichen in der Form eines fünfzackigen Sterns (siehe Pentagramm), das den Druden abhalten soll. Die Form rührt von der Verstellung, das elbische Wesen entenähnliche Fußabdrücke hinterlassen. Auch dem Dämonen Beelzebub schrieben mittelalterliche Autoren Entenfüße zu, Gänsefüße sollen verschiende Albenarten haben, darunter das Stille Volk. soviel zum Thema keltische Druiden;) und Fußabdrücke....*lächel* Pentagramme gibt es auch schon lange, vor allem gab es die unabhängig voneinander, sprich in vielen Kulturen, bisher weiß ich nicht wann das 1. auftauchte, aber es kann schon durchaus älter sein als die keltische Kultur....:rolleyes: |
| Esther | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vistus [/i] [B] Können wir uns darauf einigen, dass Hexen mit ihren Ritualen sich vor Allem auf die alten Kulturen Europas beziehen ? [/B][/QUOTE] Im Großen und ganzen schon. Wobei auch immer öfter Aspekte aus ägyptischen und indischen Kulturen, ja auch aus dem Asiatischen Raum miteinfließen. Hinduismus, Buddhismus.... Es gibt nicht nur "DIE EINE" perfekte Glaubensrichtung oder -um wieder anzuknüpfen- die eine Tradition. Da gibt es schmananische Tänze zur Einleitung eines Rituals, dann keltische Göttinnen, die angerufen werden und zum Abschluss noch eine kleine tantrische Meditation. Da wird der Altar mit den germanischen Utensilien nach Feng-Shui-Ausrichtung im Zimmer aufgestellt und direkt unter dem Wandbehang mit dem keltischen Muster steht der Mini-Heim-Zen-Garten oder -Brunnen. Eine individuelle Auslese aus Vielem macht alles erst zu einem runden Ganzen. So seh ichs :) Esther |
| Vistus | Hallo, ich bins nochmal. Ja klar, Es war mir schon bekannt, was Druden sind. Ach, Cammycat, hast Du auch im schwarzen Netz nachgeschaut? (Lächel) Es ist nur so, dass gerade in den indoeuropäischen Sprachen sehr viele Wörter miteinander verwandt sind, oft sogar Begriffe, die man garnicht für verwandt hält. Zum Beispiel stammt das deutsche Wort "Kaiser" von "Cäsar" ab. Aber belassen wir es dabei, wir reden ja auch schließlich über Hexentraditionen und nicht über verwandte Begriffe aus den jeweiligen Sprachen. An welcher alteuropäischen Kultur lehnte sich der erste Wiccakult von Gardner an ? Vistus |
| Abs | bei uns heißen die dinger "truden" ... :D |
| Lidlestep | [QUOTE][I]von Vistus[/I]Konkret hätte ich von Euch gerne gewußt, welche der angeblichen Hexentraditionen, die heute ihre Anwendungen finden, wirklich schon seid Menschengedenken existierten.[/QUOTE] Nun ich denke da gibt es schon etwas. Vielleicht nannte man die Leute nicht Hexen, sondern sie hatten damals andere Namen! Viele Dinge werden auch eher in den extremen Gruppen praktiziert. Eine Tradition ist und bleibt wohl das Menschen- oder gar Kindsopfer und das anbeten von irgendwelchen Gottheiten bzw. Götzen: Aber sie verließen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich zwei gegossene Kälber und ein Bild der Aschera und beteten alles Heer des Himmels an und dienten Baal und ließen ihre Söhne und Töchter durchs Feuer gehen und gingen mit Wahrsagen und Zauberei um und verkauften sich, zu tun, was dem HERRN mißfiel, um ihn zu erzürnen. 2 Könige 17, 16+17 ...Er tat nicht, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David, sondern wandelte in den Wegen der Könige von Israel. Dazu machte er den Baalen gegossene Bilder und opferte im Tal Ben-Hinnom und verbrannte seine Söhne im Feuer nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte, und opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen. 2 Chronik 28,2-4 Eine weitere Handlung, die eigentlich nicht unbedingt Zeremoniell ist, sind die Astralreisen. Der König Salomo kannte das schon. Er schreibt: Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: «Sie gefallen mir nicht»;... denn der Mensch fährt dahin, wo er ewig bleibt, ... - ehe der silberne Schnur zerreißt ...und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt. Denn der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat. Die "silberne Schur" kennt eigentlich Jeder der eine Astralreise gemacht hat. Das "zerbrochene Rad" meint das Rad, das in den fernöstlichen Religionen als Rad der Reinkarnation gesehen wird. Doch leider zerbricht es ja.... Auch das gab es bereits zu der damaligen Zeit. Wenn mir noch mehr einfällt, sag ich's! |
| LaChatte | Noch was zum Wort "Hexe" (ohne Garantie, aber im Grossen und Ganzen wirds schon stimmen) "Hexe" kommt von "hagzissa", was heisst, "diejenige, die auf dem Hag (Zaun) sitzt) Im Tarot ist die dritte Karte die Herrscherin, die Natur, Fruchtbarkeit, Wildheit, Mutter Natur darstellt, und die vierte Karte der Herrscher, der Zivilisation Gesetze, Recht und Ordnung, Vater vertritt. Die Hexe soll nun sitzen auf dieser Grenze zwischen diesen beiden Karten und an beiden Welten teilnehmen können... |
| Tiberon | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vistus [/i] [B]Nur so nebenbei, gab es denn bei den Germanen und bei den Kelten denn auch schon das Pentagramm ?[/B][/QUOTE] Auf Felsritzungen im Valcamonica (Süditalien) finden sich 'schon' Pentagramme. Die Zeichnungen sind zwischen 3000 bis 8000 Jahre alt. [size=1]*Klugscheissversuch:[/size] Das Wort Hexe setzt sich lt. etymologischem Wörterbuch aus Hag und 'Disse' zusammen (will jetzt nicht alles draus abschreiben) Disen~Geister & Hag=das Gebiet, daß an Gehöft angrenzt. Hexe ist also eine Art Geist oder die Bezeichnung für jemand der eben diese kontrolliert. und nochwas[quote]Da gibt es schmananische Tänze zur Einleitung eines Rituals, dann keltische Göttinnen, die angerufen werden und zum Abschluss noch eine kleine tantrische Meditation. Da wird der Altar mit den germanischen Utensilien nach Feng-Shui-Ausrichtung im Zimmer aufgestellt und direkt unter dem Wandbehang mit dem keltischen Muster steht der Mini-Heim-Zen-Garten oder -Brunnen. Eine individuelle Auslese aus Vielem macht alles erst zu einem runden Ganzen[/quote]ohne beleidigend sein zu wollen, doch ich halte das für [b]absolut albernen New-Age-Schwachsinn[/b]. Wenn ich sowas lese, stelln sich mir sämtliche Haare auf. Man kann doch nicht einfach willkürlich Elemente aus 1001 Kulturkreisen nehmen, mal kurz umrühren und fertig. Was bitte soll dabei rauskommen? *fassungslos* |
| LaChatte | [QUOTE]Man kann doch nicht einfach willkürlich Elemente aus 1001 Kulturkreisen nehmen, mal kurz umrühren und fertig. Was bitte soll dabei rauskommen?[/QUOTE] Natürlich kann man das im Zeitalter der Globalisierung - "prüfet alles und behaltet das Gute":) Und was rauskommt - je nachdem. Mit den gleichen Zutaten können gute Köche was Hervorragendes machen, mit schlechten Zutaten gibt Gurk... |
| Tiberon | was bei rauskommt ist einfach nur ne schuessel voll rotz. erinnert euch an malen in der schule - man kann die geilsten farben mischen, ab 4-5 wirds aber einfach nur grau und so ists nicht nur bei wasserfarben. ps: globalisierung ist ein märchen! |
| LaChatte | [QUOTE]was bei rauskommt ist einfach nur ne schuessel voll rotz.[/QUOTE] das ist ein sehr differenziertes und ausgewogenes Urteil:rolleyes: [QUOTE]erinnert euch an malen in der schule - man kann die geilsten farben mischen, ab 4-5 wirds aber einfach nur grau[/QUOTE] Bei einem Bild gehts aber auch darum, die verschiedensten Farben nebeneinander in Beziehung zu setzen - da gibts die geilsten Bilder daraus - man denke nur an die Expressionisten mit ihrem Farbenrausch... [QUOTE]ps: globalisierung ist ein märchen![/QUOTE] Wie kommst da denn drauf? Ist es ein Märchen, - dass du per Internet rund um die Welt mit allen Ländern Kontakte ohne Zeitverzögerung haben kannst? - Dass Orangen aus Israel, Kaffee aus Bolivien, Hühner aus China, Computerspezialisten aus Indien und Rindfleisch aus Argentinien kommt? - dass Grossfirmen wie Novartis prinzipell global denken und planen? - dass europäische/amerikanische Kultur auf der ganzen Welt gelebt wird (coca-cola...) - dass sich Krankheiten per Flugzeug in wenigen Tagen um die ganze Welt verbreiten könnten? Oder hast du eine Definition von Globalisierung, wo das alles nicht drunter fällt? Und Spiritualität ist eben auch globalisert - ist auch gut so. |
| gahi | also ich habe das gefühl, ihr habt alle nicht wirklich ahnung, sondern plappert nur das nach, was ihr irgendwo mal irgendwann aufgeschnappt habt. was natürlich ausgezeichnete grundlage für so eine diskussion ist. warum FRAGT ihr nicht einfach jemanden, der eine dieser alten traditionen/religionen lebt und umsetzt? dann würdet ihr viel schneller eine viel befriedigerende antwort haben als dieses rumgeblubber hier. |
| Vistus | Eigentlich sehe ich das Ganze so wie Tiberion. Sicher, Deine persönliche Hexentradition kannst Du aus so vielen verschiedenen Kulten kreieren. Aber denke auch mal daran, dass es Menschen unter den Neuhexen gibt, die sich speziell auf ihre Vorfahren besiinen. Mit diesen können sie sich identifizieren, was in Ritualen eigentlich sehr wichtig ist. Mit welchen Vorfahren willst Du Dich identifizieren, wenn Dein Kult aus vielen Stücken aus der ganzen Welt besteht ? Sicher, zwangsläufig sind alle Menschen, die gelebt haben und leben werden um Millionen von Ecken mit Dir verwandt, aberdiese hatten jeweils auch wieder einen anderen Kult, der ihren Idealen entsprach. Diese Ideale werden nun mal, denke ich, von der Gesellschaft vorgegeben, in dem man hineingeboren wird. |
| Abs | [QUOTE][i]Original geschrieben von gahi [/i] [B]also ich habe das gefühl, ihr habt alle nicht wirklich ahnung, sondern plappert nur das nach, was ihr irgendwo mal irgendwann aufgeschnappt habt. was natürlich ausgezeichnete grundlage für so eine diskussion ist. warum FRAGT ihr nicht einfach jemanden, der eine dieser alten traditionen/religionen lebt und umsetzt? dann würdet ihr viel schneller eine viel befriedigerende antwort haben als dieses rumgeblubber hier. [/B][/QUOTE] zeige mir einen 4000 jahre alten menschen (ich hoffe, jetzt taucht nich supernova mit den 1000+jährigen superchristen von anno dazumal auf) und ich frage ihn wie es damals war. gib mir eine zeitmaschine und ich schau nach. ;) oder möchtest du uns mitteilen, dass du der supermagier bist den wir nur fragen müssen? :D |
| Esther | Sich Austauschen oder über etwas zu diskutieren ist niemals rumgeblubbere. Das mal zunächst. Keiner KANN alles wissen. Keiner hat das Wissen einfach so von Geburt an. Alles was du weißt ist etwas, was du irgendwann mal aufgeschnappt hast. Das ist einfach so. Du schnappst es auf und welche Wege es dann in einem jedem selbst geht ist unterschiedlich. Du kannst es einfach als Kurzinfo abspeichern, kannst es als Denkanstoß benutzen und dir deine eigenen Gedanken dazu machen oder kannst deine Neugier und Interessen damit befriedigen und dir noch mehr Informationen einholen. Aber alles beginnt ersteinmal mit aufschnappen, weitergeben, beibringen....... Ich finde Vestus hat klare und deutliche Fragen gestellt, die aus den verschiedensten Blickwinkeln nun auch beantwortet wurden. Wenn dann jemand herkommt und mit einigen Beiträgen so nicht einverstanden ist, denk ich mal ist jeder offen für sachliche Kritik, aber hier von rumgeblubbere und Rotz und schwachsinn zu reden ist einfach nur peinlich. :q gahi: den tip jemanden zu fragen, "der sich damit auskennt" wurde schon relativ früh geäußert. Vielleicht kannst du dich noch genauer auslassen, von wem du meinst, der sich damit besser auskennt und diese traditionen umsetzt und lebt. Und vielleicht gleich die Begründung dazu, warum meinst, dass dieser jemand der/die richtige für Fragen ist ? (Wobei ich bei meiner Meinung bleibe, dass es die EINEN alten Traditionen nicht gibt und auch noch nie gab ) |
| Abs | das problem mit den alten traditionen ist nun einmal das sie eben ALT sind. so alt, dass sie lange verwässert sind und nur idealisierte bruchstücke übrig blieben. es ist normal, dass sich alte bräuche ändern und götter neue namen bekommen - was weiss man denn heute noch groß vom perchtakult, der jetzt seine neue form im marienglauben hat? sehr viel mehr als "frau holle" und ein paar sagen und bräuche ist da nicht. was weiss man heute noch von den einzelnen germanischen glaubensrichtungen? ein paar verwitterte steine, ein paar gräber - und die edda, die von einem christen relativ spät ziemlich idealisiert niedergeschrieben wurde und alles zusammenpampt. (nagut, hier kann man schon durch ausgrabungen usw tiefer gehen und die einzelnen götter verschiedenen kulten zuordnen, also schauen wer sich bekriegt hat, um zb. thyr als hauptgott durch odin ablösen zu lassen ... sonderlich viel über den glauben an SICH sagt das aber nich aus) und so geht es immer weiter. zusätzlich kommt hier das problem zu tragen, dass JEDE religion hat: sie möchte natürlich SCHON gerne wahrer sein als alle anderen. wenn man jetzt von uralten traditionen redet, die natürlich bis nach ägypten zurückreichen ( :rolleyes: ) dann mag das oberflächlich überzeugend klingen - aber ich habe zum beispiel immer noch meine probleme mit ägyptern, die entweder papyrus-, oder tontafel-tarotkarten legen. ;) naturreligionen hat es schon immer gegeben. klar. aber trotzdem kann man die vielen formen des pantheismus und panentheismus nicht so einfach zusammenwürfeln, finde ich (<-- subjektives empfinden). natürlich findet man grobe übereinstimmungen, die sich auch alle geschichtlich irgendwie erklären lassen. trotzdem ist es schade, wenn man das was noch übrig ist von diesen alten wissen, mythen, märchen und geschichten kaputt macht, indem man es in einen topf zusammen würft und einen religionseintopf daraus kocht. das meine ich jetzt übrigens nicht völkisch (ganz bestimmt nicht). |
| gahi | [QUOTE]oder möchtest du uns mitteilen, dass du der supermagier bist den wir nur fragen müssen? [/QUOTE] aber nicht doch... [QUOTE]aber hier von rumgeblubbere und Rotz und schwachsinn zu reden ist einfach nur peinlich. [/QUOTE] :D Dat macht so Spass hier *händereib* |
| Tiberon | Ach LaChatte, .. so sehr ich deine Beiträge für gewöhnlich schätze, muß ich doch bezweifeln, daß es irgendwie nutzbringend ist, wenn wir, was diesen Themenbereich angeht, mal wieder feststellen, daß wir unterschiedliche bzw. gegensätzliche Meinungen vertreten. [edit]Was keine Einladung sein soll, hierauf nicht einzugehn ;) Doch sei's drum, was Esther schildert, ist nicht mehr, als die Adaption des allgemeinen 'Konsumwahns' auf den spirituellen Bereich - neuer, besser, älter, schneller, mehr, mehr, mehr ... blablabla Und nur weil man sich sooo weltoffen gibt ist man's noch lange nicht. Und selbst wenn man es ist (was eindeutig die Ausnahme sein dürfte), bleibt es kurzsichtig und/oder naiv zu glauben, man könne alle kulturellen Puzzleteilchen der Welt unter einen Hut packen (!) und sich dann auch noch 'das jeweils Beste' raus suchen. Das ist dann schlicht Oberflächlichkeit in ausgeprägtester Form. Ich [b]bestehe[/b] nun mal auf der Individualität eines jeden 'Kultes' und seh das auch durchaus 'völkisch'. Denn den Westeuropäer, der einen 6-armigen Elefanten anbetet kann ich genausowenig ernst nehmen, wie den Aboritschi...(?), der Belthane feiert. (sei angemerkt: Ausnahmen kann es immer geben) [OT]von deinem ersten Punkt bzgl. der Globalisierung mal abgesehn, sind die Restlichen als durchweg negativ zu bezeichnen, einfach nur Zeichen des weltumspannenden Imperialismus und von daher mit allen Mitteln zu bekämpfen! gahi, dein post nominiere ich zum [color=orange][zyn]beitrag des tages[/zyn][/color] Doch zurück zum Thema: Wer das Verlangen hat, sich mit Hexen, Hexerei usw. zu beschäftigen stößt unweigerlich auf Loecher, die das Kreuz und die Zeit (wie überall) hinterlassen haben. Doch diese Löcher mit Feng-Shui oder der australischen Regenbogenschlange zu füllen [u]ist[/u] im höchsten Maße albern, verarscht das Eine wie das Andere und kann imo auch keine Basis eines spirituellen Hintergrundes sein. Man wird nichts aus einem Guß finden. Wer wissen will ob man das Messer nun in der rechten oder der linken Hand hält, läuft Gefahr ewig auf einer sinnfreien Suche zu bleiben ohne den Kern je zu Gesicht zu bekommen. Vom Kern wiederum muß man, wie AlterKelte schon sagte, nicht alles überliefert haben, da sich gewisse Urprinzipien seit Jahrtausenden nicht gewandelt haben. Von z.B. Frau Holle braucht man ganz einfach keine Massen an "zeitgenössischen" Beschreibungen, da das ihr zu Grunde liegende Prinzip klar ist. Da muß auch nicht viel (re)konstruiert werden. Auch gibt es ganz einfach mehr Überlieferungen, als der eine oder andere Beitrag hier vermuten läßt und ein Runenstein oder Hügelgrab kann sehr vile erzählen. [size=1][edit]ein zweites i ist ganz, ganz böse ;-)[/size] |
| Esther | [b]Doch sei's drum, was Esther schildert, ist nicht mehr, als die Adaption des allgemeinen 'Konsumwahns' auf den spirituellen Bereich - neuer, besser, älter, schneller, mehr, mehr, mehr ... blablabla Und nur weil man sich sooo weltoffen gibt ist man's noch lange nicht. Und selbst wenn man es ist (was eindeutig die Ausnahme sein dürfte), bleibt es kurzsichtig und/oder naiv zu glauben, man könne alle kulturellen Puzzleteilchen der Welt unter einen Hut packen (!) und sich dann auch noch 'das jeweils Beste' raus suchen. Das ist dann schlicht Oberflächlichkeit in ausgeprägtester Form. Ich bestehe nun mal auf der Individualität eines jeden 'Kultes' und seh das auch durchaus 'völkisch'. Denn den Westeuropäer, der einen 6-armigen Elefanten anbetet kann ich genausowenig ernst nehmen, wie den Aboritschi...(?), der Belthane feiert. (sei angemerkt: Ausnahmen kann es immer geben)[/b] (btw: Aboriginee heißts) Ich muss sagen ich kann nicht abstreiten was du sagst. Der esoterisch/spirituelle Konsumrausch steigt. Ich möchte die Vermischung verschiedenster Glaubensrichtungen und Lebenseinstellungen der einzelnen Kulturen nicht als nonplusultra hinstellen. Jedoch ist diese Mixtur eine unaufhaltsame Entwicklung, die durch immer wiederkehrende Modewellen kaum noch zu stoppen ist. Ob dies nun eine gute oder schlechte Sache ist sei dahin gestellt und Ob ich dieses (wie du es nennst oberflächliche) Lebenskonzept für mich möchte steht hier außer Frage (interessiert auch keinen), aber ich akzeptiere es und nehme es so an wie es halt nuneinmal ist. Du sagst selbst: Ausnahmen kann es immer geben. Meinen persönlichen Eindrücken zufolge gibt es da schon ziemlich viele Ausnahmen. Um noch mal auf das eigentliche zurückzukommen: Bei diesem Facettenreichtum kann ich einfach nicht mehr von DER Tradition reden. Das wärs :) Esther |
| Pittip | muss man sich zur hexe/zum hexer berufen fühlen oder ist es etwas, das man lernen kann? |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Esther [/i] [B] (btw: Aboriginee heißts) [/B][/QUOTE] ich darf dich korrigieren, esther. politisch korrekt heißt es AboriginALs - nur bis hier her hat sich das noch nicht herumgesprochen. es heißt auch nicht mehr paria für die ´unberührbaren´. den pc-begriff konnt ich mir leider nicht merken. unberührbare sind in wirklichkeit schamanen. das, was der waidmann von rotkäppchens großmutter war. für die australischen ureinwohner (auch ein pc ausdruck für indigene völker) gilt aboriginee als schimpfwort wie bspw. nigger, das durch afroamerikaner oder schwarze(r (schon veraltet) ersetzt wurde, um die gefühle unterdrückter ethnischer gruppen nicht zu verletzen. ich hab mal auf einem intl. schamanenkongress ein abgesandtes aboriginal ältesten-botschafterpaar gedolmetscht, hab ein mehrstündiges house clearing mit ihnen erlebt und begleitet (es war erfolgreich im gegensatz zu den vorherigen versuchen). ich hab privat einige zeit mit ihnen verbracht. es war traurig, sehr interessant, lehrreich und (all zu) menschlich, was ich von ihnen erfuhr. leider stritten sie viel, er war genesender alkoholiker und straßenmusikant in sidney - und modell für werbefilme. ich sagte der ab-frau als veranstalterin ab, als sie ein großmutter-teaching-seminar in meinem haus anbieten wollte. Grund: die geheimhaltungsverpflichtung der ab´s ist mE nicht mehr zeitgemäß. in vielen dingen fühlte ich mich in frauenwissen und tradition besser ausgebildet durch westliche märchen und myhten als diese ältestenfrau mir andeutete. das wissen darf nicht mehr geheim bleiben. es ist allgemeingut, für den/die, die perlen aufzuheben verstehen. durch meinen beruf hab ich viele grenzgänger zwischen traditionell und zeitgemäß erlebt, die in ihren eigenen reihen als mutanten oder verräter gelten - und als brückenmenschen zwischen den kulturen fungieren. die hopis prophezeiten eine zeit, wo die kinder des weißen mannes rosenholzperlen und lange haare tragen würden. hippies, flowerpower. damals wurden die jungen begabten leute einem test unterzogen und später mit dem wissen der weißen medizinfrau/mann ausgestattet, damit sie als botschafter und fürsprecher einer kultur dienen (der vierten welt), deren weisheit durch die ältesten ausstirbt und übertragen wurde auf weiße, die auch zugang zur welt der naturwissenshcaft haben - und den bogen werfen von ufer zu ufer. ich empfehle malidoma somés (von jesuiten gekidnapptes kind, afrikanischer medizinmann und jüngster ältester der dagara mit 6 doktortiteln) buch: der geist afrikas - diederichs gelbe reihe. sein name bedeutet prohetisch: ein freund für den fremden und den feind. auch ihn hab ich gedolmetscht zu der frage, wie er hadert mit den 2 kulturen in seinem leib, der afrikanischen und der weißen sprache, damit er ein weißer linear denkender wird. er kann beide klaviere spielen - und ist einsam, seinen auftrag erfüllend. seit er amerikaner und europäer in sein dorf bringt, ihnen anderweltwesen zeigt, die er als kind natürlich gesehen hat, als er im studio seines großvaters, der dorfheiler war, anwesend war. uniting worlds, bridging gaps, what a job. das rotkäppchenmärchen passt 1:1 in die philosophie der hopis. das fand ich bei einem anregenden gespräch mit einem hopi-ältesten, craig carpenter, heraus, der weltweit die geschichtliche orale hopitradition und deren prophezeiungen verbreitet. die alten kulte sind rhizomorph miteinander verbunden, immer schon. wer sie KÜNSTLICH trennen MUSS, ist mE von dem spaltgedanken, der dualität, durchseucht. alles ist mit allem verbunden - ein naturgesetz. echte schamanen unterstützen und achten sich, sie sind nicht in konkurrenz miteinander, plastikschamanen sehr wohl. mein filter (einer davon) auf echtheit ist: wird zyklisch und beziehungsorientiert gedacht, gefühlt, (you and me) gehandelt oder linear, zielfixiert, you against/or me. [COLOR=orange]Alle Menschen sind Geister, die auf dieser Welt nur zu Besuch sind. Und alle Geister sind ewige Wesen. Alle Begegnungen sind Erfahrungen, und alle Erfahrungen sind ewige Verbindungen. Die *Wahren Menschen* schließen den Kreis einer jeden Erfahrung. Weisheit der Aboriginals "Der Mensch ist die Medizin des Menschen." Afrikanisches Sprichwort (nigeria) (im gegensatz zu homo homini lupus) Bevor du einen anderen verstehen kannst, musst du erst einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen sein. Sprichwort der Cree-Indianer it takes a whole village to raise a child. indianerweisheit Wie glücklich bin ich? Das ist für uns die wichtigste Frage im Leben. Für einen Indianer hängt der Erfolg nicht davon ab, wieviel er verdient oder welche gesellschaftliche Stellung er einnimmt, sondern einzig und allein davon, wie glücklich er ist. Beryl Blue Spruce, Pueblo Indianerin[/COLOR] gruß, cocrea |
| LaChatte | @Tiberon ich habe letzthin einen vierarmigen Elefantengott geschenkt bekommen, der ganz friedlich seinen Platz neben dem Weltenlehrer Jesus gefunden hat... und die indischen Chakren passen hervorragend mit dem chinesischen Chi und der christlichen Allversöhnung zusammen, die, welch Ironie, im christlichen Westen besser als Nirvana bekannt ist... Schon das Christentum ist ein hervorragendes Beispiel, wie verschiedenste Kulte in einem gemeinsamen Rahmen untergebracht werden können - so gut, dass man gerne vergisst, dass vieles nicht ursprünglich "christlich" ist. Oder gibts in Palästina Tannenbäume? Und was, um Himmels willen, haben Eier und Hasen mit der Bibel zu tun? @konsumwahn die Tendenz besteht, das ist ganz klar, völlig Verschiedenes, nicht Durchdachtes, wild zusammen zu mixen, und dann schmeckst schlussendlich nicht gut und ist schwer verdaulich... schlechte Köche am Werk. Aber man soll nicht vom Anfänger auf den Meisterkoch schliessen, der aus Zutaten der ganzen Welt hervorragende und schmackhafte Gerichte bereitet... [QUOTE]Und nur weil man sich sooo weltoffen gibt ist man's noch lange nicht. [/QUOTE] Es gibt einige, die tun nur so, und wenns ernst wird, kneifen sie - andere SIND aber tatsächlich weltoffen:) Bei den allermeisten religiösen Kulten, Religionen, Sekten, Philosophien und Weltanschauungen ist das tragende Gerüst tatsächlich das Gleiche - nur die Dekoration verwirrt und lässt glauben, dass da ganz verschiedene Dinge sind. Alte Traditionen zu erforschen und zu studieren (Hallo, wo ist die 4000-jährige-original-Hexe???) ist gut und recht - aber auch nur dann, wenn wir neue, zeitgemässe Formen daraus entwickeln. Des Schweizers Auto ist des Eskimos Hundeschlitten - und beides sind "Fortbewegungsmittel". |
| Tiberon | hei, und was soll ich darauf nu schreiben? ich weiß, daß du das geil findest und kanns nicht verstehn ich finds zum k* ostereier und den maibaum gibts nicht, weil das ct soo integrationsfreundlich ist - es zeigt nur, daß sich ursprüngliche elemente nicht einfach bei seite wischen lassen dein traum von der die ganze welt beglückenden christenheit ist ein TRaum und für die nichtchristen ein albtraum und nur weil man an jedes haus das gleiche gerüst stellen kann, brauchen, nein dürfen nicht alle gleich aussehen kennst du "schöne neue welt"? ich hab den eindruck, daß du dir genau sowas wünscht aber diese ganze widerliche gleichmacherei gibts nicht ohne meinen widerstand! |
| gahi | @tiberon ohne dir zu nahe treten zu wollen. aber ich glaube, du hast sie gründlich missverstanden. ob gewollt oder ungewollt sei mal dahingestellt |
| Tiberon | .. ich weiß genau, was ich schrieb .. (ist ja nun nicht der erste thread, in dem wir diesbezüglich 'aneinander geraten') |
| LaChatte | Nein, ich wünsche mir nicht ein weltweites Christentum... und auch nicht eine weltweite Gleichmacherei Ich sag bloss: Allen Religionen (im weitesten Sinne) liegen die gleichen oder doch sehr ähnliche Strukturen zu Grunde. Und dekorieren darf jeder, wie er will... sei es "traditionell wie daheim" oder "von jedem Kontinent ein Souvenir". Und ja, manchen gelingts besser, andern nicht... |
| Vistus | Hallo, ich mische auch wieder mal mit. Nun eine Frage, über die Ihr Eure gesamten Ergüsse ablassen könnt: Was haben die heutigen Neo- Hexen mit den früheren Hexen aus der Antike oder noch weiter zurück noch gemeinsam ? Vistus |
| Seneca | Genauso gut könnte man fragen, was die Menschen von heute noch mit denen vor 5000 Jahren gemein haben....! Die Antwort ist die Gleiche... |
| Tiberon | Alles und Nichts !(?) |
| Seneca | Ich glaube eher mehr als weniger, bei genauem hinsehen sehe ich sogar noch den Affen in unserem Großhirn herumturnen... |
| Cammycat | Also ich denke den Namen.....zumindest der Name dafür in der heutigen Zeit, Hexe, nicht mehr nicht weniger. Früher gab es noch andere Namen, die aber eigentlich auf das Gleiche heraus liefen. Was sollte man auch noch gemeinsam haben, außer eine Verbundenheit weil man weiß das Diese oder Jene eine Hexe war? Wir leben nicht mehr so wie damals, haben Strom, fließend Wasser, Autos, etc.. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cammycat [/i] [BWas sollte man auch noch gemeinsam haben, außer eine Verbundenheit weil man weiß das Diese oder Jene eine Hexe war? Wir leben nicht mehr so wie damals, haben Strom, fließend Wasser, Autos, etc.. [/B][/QUOTE] Dieser Fortschritt ist rein äußerlich, der Mensch hinter dem Steuer seines VW Golf ist trotzdem kein anderer als der mit der Keule... Sarajevo hat uns das vor einem Jahrzehnt sehr deutlich demonstriert... Der "Fortschritt" ist aufgesetzt, er ist nicht Teil unserer Wesensart. |
| Cammycat | Im Bezug auf Krieg sehe ich das auch so, aber was Kultur angeht nicht, diese verkümmert kläglich! |
| cocrea | [COLOR=skyblue]"Was man häufig als [B]Hexerei[/B], übernatürliche Kräfte oder weibliche Intuition bezeichnete, wird seit den achtziger Jahren mit wissenschaftlichen Methoden untersucht und gemessen und lässt sich in den meisten Fällen auf die besser entwickelten Sinnesorgane der Frauen zurückführen. [B]›Hexen‹[/B] waren selten etwas anderes als ganz normale Frauen, die von Männern zum Tode verurteilt wurden, denen die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht einleuchten wollten. Frauen sind schlicht und ergreifend besser darin, die feinen Nuancen zu erspüren, die über Körpersprache, Lautäußerungen, Tonfall und andere, mit den Sinnesorganen wahrnehmbare Veränderungen ausgesendet werden." [/COLOR] S. 78 aus: »Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken – Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen«, Allan und Barbara Pease, Ullstein Verlag, 2000, 15. Aufl. 2002 [COLOR=orange]"Unter Bezug auf das Alte Testament (Prediger) warnen die Inquisitoren vor der Unersättlichkeit des Weibes und vergleichen die Vulva mit dem Rachen der Hölle. Der »Sitz aller Dämonen ist letztlich immer der Schoß der Frau«"[/COLOR]. (Zitat aus dem »Hexenhammer«) S. 100 [COLOR=skyblue]"Die [B]Hexe[/B] ist das, was auf der Grenze, auf dem Zaun sitzt: Sie ist das, was die Trennung des Körpers aufhebt. Das meint »zaubern«, »hexen«: den Mann (vor allem) seiner Kontrolle über sich selbst berauben." [/COLOR] S. 100 aus: »Märchen lösen Lebenskrisen« Tiefenpsychologische Zugänge zur Märchenwelt, Marcella Schäfer, Herder Verlag, 1993 [COLOR=orange]"Für all die »netten« Menschen bleibt die [B]Hexe[/B] unterdrückt und wird weiterhin bekämpft, nur heißt sie jetzt »Feind« oder »Hure«. Manche religiöse Menschen fürchten die Gegenwart dieser dunklen Kraft und nennen sie »Teufel« oder »Satan«, während C. G. Jung sie das Dunkle Weibliche nannte." [/COLOR] S. 150 aus: »Frauen, die wir werden Vorbilder in Märchen und Mythen für das Leben, das noch vor uns liegt« Ann G. Thomas, Scherz Verlag, 1. Aufl. 1999 [COLOR=skyblue]"... ging zu Twelve Step Meetings, um ihre Erfahrung mitzuteilen. Sie war jedoch nicht eingeladen und das war der Unterschied. Da waren sehr traditionsgebundene Leute und meine Mutter kreuzte einfach auf und zwang sie, an ihrem Leben, an ihrer Erfahrung teilzuhaben. Aber diese Menschen waren noch nicht reif genug, so etwas zu hören. Sie schrieben ihr hinterher Briefe, zitierten die Bibel und nannten sie eine [B]Hexe[/B]." Byron Katies Tochter Roxann [/COLOR] S. 14 / S. 203 (erinnert an A.W.Schaef) aus: »Schrei in der Wüste Das Erwachen der Byron Katie« Christin Lore Weber, J. Kamphausen Verlag, 2. Aufl. 2000 [COLOR=orange]"Die katholische Kirche, aber auch Martin Luther bezeichneten die [B]Hexen als ´Schwartzkünstige´. Die [B]Hexen[/B] waren ihrer Meinung nach beim Teufel in die Lehre gegangen, der seit mittelhochdeutscher Zeit als der ´schwarze Tausendkünstler ´bezeichnet wurde. [/COLOR] S. 36 aus: Das Geheimnis der Farbe Schwarz, Klausbernd Vollmar, Verlag Bruno Martin, ISBN 3-921786-58-3 1988 |
| gahi | wow, mal jemand mit konkreten quellen (auch wenn sie nicht ganz zur ursprünglichen frage passen ;) ) - dann kommt ja vllt. doch noch eine interessante diskussion auf... zu deinem ersten zitat: von diesem sachverhalt habe ich schon des öfteren gehört und abstreiten will ich diverse unterschiede zwischen maennern und frauen gewiss nicht. aber ich glaube, dass man, wenn man es so interpretiert, dass also nur frauen gute hexen sind, den männlichen hexen herbes unrecht tut. und von männlichen hexen gibt es (vor allem auch zu unserer zeit) doch sehr viele - ob mehr oder weniger als frauen, kann wohl keiner mit gewissheit sagen ;) wollt ich bloss mal angeführt haben ... grüsse, gahi |
| cocrea | gahi, männliche hexer oder zauberer = grenzgänger gab und gibt es auch. und sie sind bei der hexenverfolgung, die noch gar nicht solange real vorbei ist und virtuell ungebrochen weitergeht, unter den 9 millionen bislang ungesühnten opfern mitgeschasst worden. in dem waidmann im rotkäppchen märchen sehe ich einen solchen. er schneidet als geburtshelfer dem schnarchwolf den bauch auf, der nicht nur die vertreterin der großen mutter (großmutter bei den drei eichen), sondern auch den nachwuchs einzuweihenden rotkäppchen gefressen und auf seine schiene gebracht hat (vereinnahmt hat). die dominikaner, verfasser des hexenhammers, werden auch hunde, gezähmte wölfe, des herrn genannt. in dem eitlen zauberer, den der gestiefelte kater als maus gefressen hat, sehe ich einen, der´s verlernt hatte, so wie es die großmutter nicht mehr wusste und rotkäppchen noch nicht und die mutter sich pc ´rausgehalten´ hat. damit konnte die wölfische entzauberung beginnen, auf dass ... lg, cocrea |
| Chimonas | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vistus [/i] Was haben die heutigen Neo- Hexen mit den früheren Hexen aus der Antike oder noch weiter zurück noch gemeinsam ?[/QUOTE] Zunaechst, es koennte sich bei beiden Lebensformen tatsaechlich um Menschen handeln und dann wohl ein "Der-Natur-zuhoeren". Koennte ich mir vorstellen. Gruss Chimonas |
| AnufaEllhorn | Well met, alle zusammen;) Cocrea´s Zusammenstellung der kleinen Quellensammlung trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Für "Hexe" gibt es heute keine "eindeutige" Berufsbeschreibung - und ich würde mich nicht wundern, wenn es sie nie gegeben hat. Das Wort selbst wurde aus den unterschiedlichsten Gründen bis in die Gegenwart am Leben gehalten. Feministinnen hatten genauso ihren Anteil daran, wie Märchenbücher oder "Volksweisheiten" á la "Böser Blick" und Co. Da die moderne Medienlandschaft so gut wie alles vermarket, fehlen natürlich auch hier die Hexen nicht... Bei ein wenig Recherche (durch die Zeiten und Völker) ergeben sich da sehr interessante Spannungsfelder - die aber, in meinen Augen trotzdem absolut nix mit einer Hexentradition zu tun haben! |
| Alterkelte | Führt denn nicht alles im Leben auf die Magie der Liebe, der Erotik hin? Alles andere ist doch nur ein lauer Abklatsch............... |
| gahi | ähm. naja. das find ich dann doch ein bissele _sehr_ einseitig... |
| AnufaEllhorn | Well met, gahi:) Sooo vollkommen daneben find ich die Meldung garnicht - vieles in der Magie wird (in fast allen Traditionen) durch sexuelle Energie bewerkstelligt und auch viele Systeme haben Vereinigung in irgendeiner Form als Grundlage... Aber natürlich ist die platte Umlegung auf Sex und sonst nix:D mir auch zu einfach gestrickt! |
| Alterkelte | [QUOTE]Magie der Liebe, der Erotik [/QUOTE] normalerweise zitiere ich mich selbst eher ungern, und als Besserwisser möchte ich auch nicht gerade dastehen, dennoch möchte ich darum bitten, dass schon sorgfältig gelesen wird, von Sex war nicht die Rede! Es gibt eine Reihe von Postings in denen die Unterschiede herausgearbeitet wurden..... |
| AnufaEllhorn | Well met, Alterkelte:) Ich hatte Dich nicht zitiert und mein Posting war und ist ein eigenständiges welches:D Das sollte genau das aussagen, was ich geschrieben hatte... Dass Magie (wie ich sie kenne und praktiziere) sehr oft mittels Sexualenergie "ins Rollen" gebracht wird, das aber keinesfalls auf "Sex" zu reduzieren ist. Erotik und Liebe haben damit imho wieder ganz andere Berührungspunkte... |
| gahi | Sooo, nun auch meine (etwas verspätete) Antwort... Ich bin mir durchaus bewusst, dass Magie der Liebe(inkl. Sexualmagie) einen grossen, wichtigen Teil der Magie ausmachen (allein die ganzen Fruchtbarkeitsriten etc.pp.). Ich finde es eben bloss sehr einseitig, es darauf zu begrenzen oder eben zu sagen: letztendlich ist alles in der Magie auf Liebe zurückzuführen. Das ist imho sehr falsch. Aber wenn Du schon mal da bist, Anufa ;) Was sagst Du denn zum Hauptthread und den Aeusserungen, dass alle Hexentraditionen eh nur hier im Jetzt mal eben erfunden wurden? lg, gahi |
| AnufaEllhorn | Well met, gahi ;) > Was sagst Du denn zum Hauptthread und den Aeusserungen, dass alle Hexentraditionen eh nur hier im Jetzt mal eben erfunden wurden? Prinzipiell gibt es da, meiner Erfahrung nach, für Europa und auch große Teile der gesamten Welt, eine ganz einfach Antwort: Alles, was vielleicht älter sein mag, benennt sich selbst nicht als "Hexentradition":cool: ... Da das aber (wie so vieles) leicht zu missverstehen ist, will ich es noch ein bissl genauer ausführen. Klar gibt es auch bei uns in Europa Überlieferungen, die ein Außenstehender, der nu Teilbereiche überblickt, durchaus als Hexentradition beschreiben würde (wenn er denn Wissen um das hat, was sich heute "Hexentradition" nennt). Allerdings erwarte ich persönlich mir von einer "Hexentradition", dass sie ein schlüssiges Weltbild bietet, dieses auch auf alle Belange des täglichen Lebens anwendbar ist, angewendet wird und ebenso die spirituelle Komponente abdeckt. Nach dieser Definition gibt es einfach keine nachweislich überlieferten Hexentraditionen (siehe z. B. Hauschilds Studie über Macht und Magie in Italien). Sofern diese Trads noch bestehen, bezeichnen sie sich selber entweder garnicht oder fallen unter den Begriff "Schamane" oder unter die Traditionen "Voodoo, Macumba, Santeria etc." Hausrezepte, ein bissl Magie hie und da, Kräuterwissen kombiniert mit Bauernreglen oder in der Familie tradiertes Wissen um Gegenden, Tiere oder Pflanzen machen für mich eben noch keine Hexentradition aus:D - sondern eine Rezeptesammlung (die meist auch noch mit christlichem Glaubensgut untermauert ist!). Wer das so handhaben will, der hat sicher gute Gründe dazu - aber ob es deshalb eine Hexentradition ist:rolleyes: . |
| Vistus | So, dann melde ich mich auch noch mal zu Wort. Also, Anulfa, so wie ich dich verstehe, würdest Du dann Wicca zum Beispiel als Hexentradition bezeichnen, obwohl sie erst im 20. Jahrhundert gegründet wurde. Dieses Konzept von Wicca ist ja im alltäglichen Leben anwendbar, da die Magie und das Wissen der Mitglieder auch im alltäglichen Leben integriert werden kann, nicht nur bei Treffen. Ob das Konzept auch für Dich anwendbar ist, weiß ich nicht, aber so habe ich Deine Worte verstanden. |
| cocrea | Sieben Vorschläge zur Lebensführung ****************************** 1. Sei dir bewusst, dass Weisheit nicht vom Himmel fällt (allerdings auch nicht vom Apfelbaum), sondern ganz allmählich unter Zugabe von sehr viel Einsicht und Geduld wächst. 2. Er(sie)kenne dich selbst. Das ist das höchste Gut – und das schwerste! Danach zu streben, verlangt schon sehr viel. Es er(sie)fordert auch, die innere Stärke aufzubringen, sich selbst zu achten und zu lieben mit allen Schatten- und Lichtseiten. 3. Nimm (dich) wahr – Fühle (dich) wahr – Sage wahr! Was dir als »Rationalität« und als »Realität« vorgespiegelt / angeboten wird, braucht keineswegs ´das Gelbe vom Ei´ sein. Es erweist sich als nutzbringender, wenn du dich auf deine eigene Wahrnehmung verlässt. Achte (höre) auf deine innere Stimme ... und wage es, sie in gefügt- radikalfreiliebender Weise auch (dr)außen zu er(sie)heben. 4. Sei dir bewusst, dass deine originär eigene unverwechselbare Wirkmacht meist unter mehreren verdichteten Schichten von Wut, Schmerz und Angst verborgen ist und dass du dich durch diese erweichenden Verhärtungen durchwühlen darfst, um sie zu finden, sie anzuerkennen, sie dir zu eigen zu machen und in Aktion treten zu lassen. Unterstützung findest du bei Freundinnen und einsichtigen Männern, die das verstehen und fähig und bereit sind, diesen Prozess bei sich und bei dir und anderen mitzutragen. 5. Sei dir bewusst, dass bewusste Veränderung im Kopf beginnt und Wunder zu wirken bedeutet, die Realität zu verändern. Tu, was du willst und schade niemand. Wenn du im Vollbesitz deiner geistigen und emotionalen Kräfte deinen Willen klar ausrichtet, ´zauberst´ du im Prinzip von selbst. 6. Umgib dich mit ermutigenden Worten, Bildern und Symbolen ganzheitlicher Archetypik. Gehe vorsichtig mit Symbolen um, die offen und/oder verdeckt das Spaltungsmodell übermitteln. Unterscheidungsvermögen auf mehreren Seins- und Handlungsebenen tut not. 7. Entlarve unentwegt den allgegenwärtigen Mythos von Gut-Böse, Richtig-Falsch, wo, wann und durch wen auch immer er dir begegnet. Sei dir bewusst, dass dämonisierte Malefizer und Gutgute die beiden Seiten derselben Medaille darstellen – es handelt sich jeweils um virtuelle Realitäten, die zur Einschüchterung und Unterdrückung der jeweils Bösen durch die jeweils Guten er(sie)schaffen wurden. Hüte dich vor jeglicher Art von Perfektionismus! Lerne heiter, trefflich fein zu differenzieren. Lerne sodann, dein Hinterfragen und das Hinterfragen des Hinterfragens zu hinterfragen. Findest du, Leser/in dieser Zeilen diese Vorschläge annehmbar? Willst du wissen, woher sie stammen? Ich habe mich inspirieren lassen durch [B]das Hexenbrevier für die praktizierende »Hexe heute«[/B], verfasst von Rita Crecelius. (Quelle: connection special 11/01) gruß, cocrea |
| AnufaEllhorn | Well met, Vistus:) Wicca sind, meines Wissens, die einzigen, die sich als Angehörige einer Hexentradition sehen, sich so nennen und auch den von mir genannten Anforderungen entsprechen - und genau dieses System wende ich an:D . |