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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Therapeuten - Fluch und Segen ?
AlterkelteWenn ich meine Besuche bei den Leuten betrachte, die man Therapeuten nennt, so konnte ich erkennen, dass diese
Spezies sich für sehr bedeutend hält und auch keine zehn
Minuten verstreichen lässt, um dies festzustellen,
jedoch zumeist Beweise ihres Wirkens ausbleiben.
Es heisst dann, dass man sich keine Wunder erwarten
dürfe usw.
Selten sagen sie etwas. Nie etwas subjektives.
Sie notieren (zum Schein) mit, was man so erzählt,
dabei erzählt man irgendwann irgendeinen Käse,
in der Hoffnung, sie würden merken, was man da
verzapft, aber Humor haben sie auch keinen.
Sie stärken einen nicht für das was man vielleicht
"Lebenskampf" nennen könnte, sie schwächen einen,
weil sie keine vollständigen Persönlichkeiten behandeln
können, das haben sie nicht gelernt,
denn es ist gängige Schulmeinung, dass ein angeknackstes
Selbstbewusstsein stets zum Krankheitsbild gehöre,
was so nicht richtig ist.
Aber das verstehen sie mit ihrer Konditionierung nicht.
Also müssen sie so lange dahinarbeiten, bis der Klient
ihren Vorgaben und Wünschen entspricht, vorher ist ja
nicht behandlungsfähig und behandlungswürdig.

Viele Ärzte, denen Blutabnehmen zu langweilig und Ultraschall
zu teuer geworden ist, satteln um auf "psychologischer Berater",
ausgestattet mit der Behauptung, dass letztendlich alles
psychosomatisch sei, das Vereinfacht das Geldverdienen ungemein.
Es kommt dabei mitunter aber eine gewisse Scharlatanerie
zum vorschein, denn ein gebrochenes Bein kann nur
durch einen chirurgischen Eingriff behandelt werden,
nicht durch eine Psychotherapie............



Nun, stellt sich dann aber die Frage, wozu diese Veranstaltung,
wenn letztendlich keine greifbaren Ergebnisse dabei
herumkommen. Ist das nur eine von vielen subtilen Formen
gesellschaftlicher Gehirnwäsche.
Sozusagen einer von vielen Versuchen die Autodidakten
unter uns, als Ego-manen blosszustellen, weil es manchen
von uns gegeben sein mag, sich selbst zu organisieren......
Ist ständige psychologische Begleitung auch einfacher
Verrichtungen des Lebens, immer notwendig.
Ist unsere Gesellschaft ohne Betreuer noch Lebensfähig.
Nun, die Kriegsgeneration hätte wohl auf das Sofa gehört,
was aber ausblieb........
decay73Geht nach 'Dunkelheit und Licht'

Gruß,
~decay~
rainravenDiese Erfahrung kann ich nicht teilen.
Ich befinde mich seit längerer Zeit in psychologischer Therapie wegen verschiedener Komplexe, Depressionen, Angststörungen und Problemen, die ich nicht alleine bewältigen kann und deren meine Freunde müde werden, mir beim Jammern zuzuhören, ohne mir helfen zu können oder schuld zu sein.

Die Therapeutin gibt mir zwar auch nicht die Anleitung, wie ich es anders machen kann, aber sie gibt mir oft einen guten Rat, erklärt mir Ursachen für das mich verletzende Verhalten Anderer und zeigt mir andere Sichtweisen auf und vor allem vermittelt sie mir das Gefühl, daß die ganzen Probleme NICHT meine Schuld sind. Sie ist immer auf meiner Seite, hört mir zu, ohne genervt zu sein oder zu antworten "jaja, wissen wir schon" oder "ich hab selber eigene Probleme" und schon das tut mir gut. Einfach zu wissen, daß nicht ich den Knall habe, sondern daß ich einfach zu sensibel bin für diese Welt und manche Leute, die ihren Unmut an mir schwachen Person auslassen.

Allerdings habe ich vor ihr schon mit einer anderen Vertreterin dieses Fachgebietes gesprochen, die ich für weniger kompetent hielt. Das war eine ältliche, kleine, verkniffene, dicke Tante, die alles mitnotierte und gar nicht zuhörte (zumindest gab sie mir das Gefühl, nicht zuzuhören und eher genervt zu sein) und da hatte ich auch Hemmungen, dieser Person alles zu erzählen, was mich bedrückt.


T.R.
jayWenn du diesen Eindruck von deinem Psychologen hast, dann ist er wohl der falsche. Solltest dir einen suchen, bei dem die Chemie stimmt.

Deren Job ist es, zu analysieren, wer du bist. Warum erzählst du ihnen Scheisse? Das gehört zu deiner Psyche, irgendwelche Gründe wird es geben und die gilt es auch zu beurteilen.
Im Endeffekt sollte er dir am Ende, nachdem er dich besser kennt, etwas über deine Person erzählen, was du noch nicht weißt. Vielleicht warum du so bist wie du bist. Oder was du ändern könntest, auf welche Art usw.

Klar gibts gute und schlechte Psychologen. Wenn du ihn nicht als "Freund" sehen kannst, mit dem du redest und dein innerstes ausschüttest, dann ists der falsche.

Just my 2 cents...


//edit
Jetzt warst nen Tick schneller rainraven :p. Joa, da kann ich nur zustimmen. Mit jemandem zu reden, der einen unterstützt und einem einfach nur wirklich gut zuhört, der versucht einen zu verstehen, das ist schon schön irgendwie.
Black MoniGute Therapeuten geben "Hilfe zur Selbsthilfe". Soll heißen, sie helfen dir auf deinem Weg, dich zu erkennen, deine Gefühle einzusortieren, das Prinzip "Ursache und Wirkung" zu erkennen.Es kann aber durchaus vorkommen, dass man auf nicht auf anhieb an den /die richtige gerät, da hilft nur ein Wechsel. Ich hatte vor einigen Jahren das Glück sofort den richtigen zu erwischen, da stimmte das Vertrauen und er konnte mir wirklich helfen. Dazu gehört allerdinge der Mut ehrlich zu sein, denn sonst belügt sich man sich nur selbst. Psychotherapie ist harte Arbeit, kein Spaziergang. Mir hat das das dahingehend geholfen, dass ich heute noch in der Lage bin, an mir selbst wirklich zu arbeiten.

Allenvielkraftwünschende Grüße
Black Moni
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i]
[B]Aber das verstehen sie mit ihrer Konditionierung nicht.
Also müssen sie so lange dahinarbeiten, bis der Klient
ihren Vorgaben und Wünschen entspricht, vorher ist ja
nicht behandlungsfähig und behandlungswürdig.

--- die Frage, wozu diese Veranstaltung,
wenn letztendlich keine greifbaren Ergebnisse dabei
herumkommen. Ist das nur eine von vielen subtilen Formen
gesellschaftlicher Gehirnwäsche.
[/B][/QUOTE]


ich empfehle das buch:
»Mein Weg zur Heilung – Jenseits von Wissenschaft und Therapie«, Anne Wilson Schaef (AWS), dtv Verlag, 1995, ISBN 3-455-08529-6

zitat von AWS, einer Ex-Psychotherapeutin, die in der herkömmlichen struktur der psychotherapie MEHR DAS PROBLEM als die heilung sieht.
Zitat:[COLOR=teal]"Meiner Meinung nach m u s s jeder Veränderungs- oder Entwicklungsprozess die Auseinandersetzung mit dem Suchtprozess beinhalten." S. 14[/COLOR]

weitere zitate von aws:
"Obwohl - nach meinem besten Wissen – alles, was ich tat, von den edelsten Motiven bestimmt war, muss ich dennoch die Verantwortung übernehmen und bekennen, dass, wie ich inzwischen weiß, [B]das psychothereapeutische Modell, in dem ich ausgebildet wurde, nicht hilfreich und oft destruktiv war.[/B] ... Ich wusste lediglich nicht, dass die Voraussetzungen, die meiner Arbeit zugrunde lagen und aus denen heraus ich handelte, für mich und meine Klienten letztlich destruktiv waren, und auf subtile Weise ein Weltauffassung unterstützten, die sich destruktiv auf den gesamten Planeten auswirkt." S. 19

"Psychologische, medizinische und psychiatrische Therapien versuchen nur, unsere Tiefenprozesse zu blockieren, abzubrechen oder zu kontrollieren, und unterdrücken damit die uns innewohnenden heilungsfördernden Mittel. ... Durch meine Arbeit mit Psychotikern und psychotischen Prozessen bin ich dazu gekommen, Psychosen einfach als beschleunigte, intensivierte Tiefenprozesse zu betrachten." S. 204

"Das Berufsfeld der Psychotherapie hat ein System etabliert, das sich mehr und mehr zu Vorgehensweisen, Werkzeugen und Techniken hinbewegt, und zur Ausbildung von Technikern, die mit Zeugnissen über den Erwerb spezifischer Fertigkeiten ausgestattet werden können.
Wertvorstellungen, Engagement, Spiritualität, Liebe und Fürsorge kommen erst an zweiter Stelle hinter der [B]Objektivitätsillusion[/B] und dem »Können«." S. 237

"Ich war ziemlich entsetzt, als ich [B]die gesamte Berufsgruppe [Psychotherapie] in ihrer Ausbildung quasi zur Krankheit der Co-Abhängigkeit erzogen wird[/B]." S. 240

"Alles, was Koabhängige tun ist »nur zu deinem Besten«. Es wurde uns [Psychotherapeuten] auch beigebracht, dass Klienten nicht die Wahrheit ertragen können. ... Die »Erkenntnisse«, die wir vor ihnen geheimhalten sollten, waren tatsächlich unsere Wahrnehmungen, unsere Interpretationen und unsere Theorien über sie. [B]Wir wurden in systematischer Unehrlichkeit unterwiesen – ein charakteristischer Bestandteil des Suchtsystems.[/B] ... Die Therapie etablierte eine Situation wechselseitiger Abhängigkeit, aber nur eine Seite der Abhängigkeit wurde wahrgenommen. ... Wir mussten eine Machtposition einnehmen, und sei es auch nur aus dem Grund, dass wir mehr über unsere Klienten wussten als sie über uns (und, wie wir glaubten, über uns selbst). [B]Zu unserer Machtposition gehörte, dass wir perfekt sein und ein Muster von Gesundheit abgeben sollten.[/B]" S. 241

"Wir müssen sehen, dass die Form der Heilung, die wir uns in den helfenden Berufen zu eigen gemacht haben, eine [B]politische Funktion[/B] hat, und dass die damit verbundene Einstellung die Probleme dieses dominanten Systems aufrechterhält und verschlimmert." S. 245

"Ebenso wie die Medizin hat das Berufsfeld der Psychotherapie ein System etabliert, in dem die »Experten« die gesamte Verantwortung für die »Patienten« übernehmen." S. 287

"Es gibt einen [B]medizinischen Einheitspartei-Faschismus[/B]."
"Das medikozentrische Weltbild hat keinen Raum für ein holographisches Wissenschaftsparadigma oder für das Wesentliche des Menschseins." ... "Die Psychotherapie war nicht fähig zu erkennen, dass sie für ihre Anerkennung auf den Zug eines wissenschaftlichen Einheitspartei-Systems aufgesprungen ist." S. 292

"Ich habe die Erfahrung [vorwiegend in Gruppen mit egalitärer Atmosphäre] gemacht, dass Übertragung und Gegenübertragung immer Anzeichen für das Abrutschen in den Suchtkrankheitsprozess sind." S. 310

"Die Ethik der APA (us-am. Psychologen-Vereinigung) baut auf der Objektivitätsillusion, der Illusion der Kontrolle, der Drohung der Ächtung und der Strafandrohung." S. 323
"[B]Unsere Berufsethik verlangt von uns mechanisches Verhalten (Objektivität)[/B] und gleichzeitig Empathie, Fürsorge, Verständnis und liebevolles Interesse. (Folgen: verwirrend bis katastrophal) ... Viele der »ethischen Richtlinien« wurden etabliert, um die Probleme unter Kontrolle zu bringen, die die Theorie selbst geschaffen hat." S. 323

"Die ganze Auseinandersetzung um das Problem der dualen Beziehungen [sexuell konnotiertes Verhältnis zw. Therapeut/Klient] treibt die Vorstellung vom »reinen«, unbeteiligten, distanzierten, objektiven Experimentator zu ihrer letzten absurden Konsequenz. Die meisten Heilungsmodelle der Welt sind ohne duale Beziehungen nicht denkbar – so beim Medizinmann, Naturheiler, der Curandera, dem Kahuna – aber da duale Beziehungen in den USA verboten sind und da ihr Vorkommen massiv verleugnet wird, gibt es keine offizielle Anerkennung ihrer Existenz und keine Hilfe für den Umgang mit ihnen." S. 325

"[B]Genesung ist ein Prozess, in den Menschen aus eigener Kraft eintreten müssen.[/B]" S. 335

Medikamente wie Prozac sind bedenklich, da "sie die Tiefenprozesse, die für die Genesung notwendig sind, oft unterdrücken." S. 335

"[B]Die gesamte Art, wie Psychotherapie strukturiert ist und praktiziert wird, ist eine Flucht vor Nähe[/B], wie die mechanistische Wissenschaft selbst, und dass die Regeln, Kontrollen und Strafandrohungen dem Umgang mit einer im besten Fall sehr intimen Beziehung nicht förderlich sind. ... Therapeuten vermeiden die Nähe zu sich selbst (Objektivität)." S. 390

"Ich glaube, dass das gemeinschaftliche Modell und Beziehungen zwischen Ebenbürtigen die Lösung sind." S. 391

"In einem holographischen Modell wird es wahrscheinlich darum gehen, eine Form von Heilung zu finden, die im wirklichen Leben verwurzelt ist, und nicht der falschen Sicherheit und Kontrollillusion des isolierenden Heilens, wie es im mechanistischen, reduktionistischen Modell praktiziert wird, erliegt." S. 392


[COLOR=skyblue]Tragischerweise geht der Kampf mit dem inneren Feind weiter, wenn der Außenfeind längst nicht mehr da ist. Valerie Sinason, Leitende Kinder- psychotherapeutin und Psychoanalytikerin an der Tavistock Klinik in London, Lyrikerin, Autorin (spezialisiert auf Missbrauch und dissoziative Reaktionen)

Ein ängstlicher Mensch ist immer ein Untertan. Einer, den man ausnützen kann. Hans-Joachim Maat, Chefarzt für Psychotherapie, Halle

"Wenn Du eine hilfreiche Hand brauchst, so suche sie am Ende deines eigenen Armes". Nossrat Peseschkian, Psychotherepeut

Ein Psychotherapeut sagte mir: 'Die Neurotiker haben Recht.' Trotzdem gibt man ihnen Medikamente, um ihre Einsichten zu dämpfen, denn die Welt ist unerträglich. ... Also brauchte ich das Schweigen. Und jetzt bin ich im Schweigen. Außer, wenn ich mit ihnen spreche.
Ende des Interviews durch Ulrich Wickert 1994 mit Eugène Ionesco, 1909-1994. [url]http://www.ionesco.de/interv.htm[/url]
Autor von »Der Einzelgänger«

"Aus einem Neurotiker, der meditiert, wird bestenfalls ein erleuchteter Neurotiker." Ken Wilber, transpersonaler Psychotherapeut und Autor

»Ich glaube, dass wir lernen müssen, Ambivalenzen (dh Widersprüche) auszuhalten, bis ein Zeitpunkt kommt, wo wir weitergehen können.» live Zitat von Barbara-Küntschner, ua Psychotherapeutin für sexuell ausgebeutete Jugendliche, 26.10.2002[/COLOR]

servus, cocrea
MontroseNaja, cocrea. Wie wär's denn mit einem ganz simplem Begriff der Psychoanalyse: "Widerstand" ;). Der Patient sucht so lange die Schuld bei anderen - inklusive dem Therapeuten - bis ihm langsam dämmert, was er selbst für eine Rolle dabei spielt.
CagliostroDie Therapie ist nicht das Leben - das Leben ist die Therapie!
DarketHmmm der Thread gefällt mir, obwohl ich persönlich keine Erfahrung mit der Psychotherapie habe, dafür nur genügend Erfahrungspotential innerhalb meiner Familie vorhanden ist. Das übliche Bild des Psychotherapeuten ist im allgemeinen das des Seelenklempners, der die ganze Zeit blabla von sich gibt und höchstens mit "wirklich Kranken" (was immer das ist) arbeiten sollte. Das in meiner Familie (genau gesagt bei meiner Mutter) vorherrschende Bild ist der Therapeut auf Gottes Thron.
Dieses Bild hat innerhalb der Familie zu massivsten Problemen geführt, da man sich selber ja um nix mehr kümmern müsste, der entsprechende Therapeut würde sich schon drum kümmern.
Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass das ganze nicht gut gegangen ist und seitdem steh ich dem ganzen noch einen Tick mißtrauischer gegenüber. Natürlich werdet ihr jetzt (zurecht) sagen, dass da wahrscheinlich ein mieser Therapeut am Werk war und da natürlich ne gewisse (genaugenommen sogar sehr große) Schuld bei meiner lieben Mutter liegt, aber ganz ehrlich ein studierter Psychologe, der eine solchen Entwicklung nicht entgegenwirkt (oder sie gar nicht bemerkt) ist beruflich das Papier nicht Wert auf dem sein Diplom gedruckt ist.
Diese Leute sind auch nur Menschen und unter denen gibts bestimmt genausoviele Leute, die eigentlich ihren Beruf verfehlt haben wie in jedem anderen Job auch (nur bei Lehrern gibts noch mehr)
Montrose@Darket. Das verstehe ich nicht. Deine Mutter hatte ein Problem, ging damit zum Therapeuten. Den fand sie toll. Und dann...
[QUOTE]Dieses Bild hat innerhalb der Familie zu massivsten Problemen geführt, da man sich selber ja um nix mehr kümmern müsste,[/QUOTE]
Was bedeutet dieser Satz? Meinst Du mit "man" die Mutter oder euch?
DarketVorallem meine Mutter, meine kleine Schwester hatte (und hat) massive persönliche Probleme und war deshalb in Therapie. Daraus resultierte, dass meine Mutter, die selber sehr positive Erfahrungen gemacht hat offenbar annahm (ich denke eherunbewusst), dass der Therapeut, auch sämtliche Probleme meiner Schwester in den Griff kriegt und hat sich somit völlig auf ihn verlassen (war allerdings auch ne gehörige Portion Vezweiflung mit im Spiel). Irgendwann bekam sich meine Schwester mit besagtem Therapeuten in die Haare und is nich mehr hingegangen, was dazu führte, dass meine Mutter völlig aufgeschmissen war, weil sie zu sehr auf ebenjenen Therapeuten gebaut hatte.
MontroseWie alt war denn Deine kleine Schwester, wenn ich fragen darf?

Ich vermute, sie war schon Jugendliche und hat (womöglich zurecht) befürchtet, daß der Therapeut zum Handlanger der Mutter wird. Keine günstiges Vertrauensverhältnis für eine Therapie. Wenn dem so ist, hätte der Therapeut das überdenken sollen. Entweder gleich mit offenen Karten spielen und den möglichen Konflikt ansprechen oder die Schwester zu einem anderen Therapeuten raten.
versprengterInwieweit es bringt heranwachsende Menschen zum Terrorpeuthen zu schicken sei dahingestellt, zumal
bei manchen die Pubertät zu einer Art Krankheit
erhoben wir.
Vielleicht sollte man 13jährige ihre Erfahrungen erstmal
alleine durchleben lassen, bevor man sie mit Lehrbuchweisheiten
zupflastert............
ThayetVersprengter, damit hast du sicher recht. Aber ich denke, ein Therapeut bemerkt den Unterschied zwischen "bloß Pubertät" und ernsthaften Problemen und handelt entsprechend...
Clytie@ Alterkelte:

Schade, dass du da anscheinend die falschen Leute getroffen hast - ich kenne zwei Therapeuten, die mir sehr geholfen haben. Natürlich gibt´s auch eine Menge, die nicht wirklich Ahnung von dem haben, was sie da machen, aber ich finde deinen ersten Beitrag ziemlich verallgemeinernd.
Außerdem: Wie soll was dabei rauskommen, wenn du ihnen Mist erzählst, nur weil du meinst, dass du (noch) keinen Erfolg siehst?
Erstens muss man sich helfen lassen, zweitens sind psychische Störungen bzw. Erkrankungen nicht mal eben so in Nullkommanix zu behandeln - und drittens ist es auch notwendig, dem Therapeuten zu vertrauen; er hat die entsprechenden Kenntnisse, um zu beurteilen, was mit dir los ist, wenn er gut ist. Er ist auch nicht in erster Linie dazu da, dir zu sagen, was du machen sollst (obwohl er das in Ansätzen natürlich tut), aber im Wesentlichen hilft er dir, die Lösungen für dein Problem zu finden - das heißt, du gehst da nicht hin um bedient zu werden und alles ist gut, sondern du musst das Meiste allein machen, sonst klappt´s nicht.
Das heißt nicht, dass man mit allem einverstanden sein muss oder sich zu Dingen überreden lassen sollte, die man nicht tun will (Ich hab mich auch ab und zu geweigert, bestimmte Übungen zu machen), aber man muss das Problem dann auch ansprechen und nicht dem Therapeuten die gesamte Schuld in die Schuhe schieben - der kann schließlich auch nicht hellsehen.


Wie kommst du denn eigentlich zu deiner Meinung - dir muss da ja jemand übel mitgespielt haben...?

Clytie.

P.S.: Nein, ich bin keine Therapeutin ;)
Montrose@versprengter. Gebe ich Dir recht.
arsenawie kann ich einem wildfremden menschen von problemen erzählen die ich sonst nichtmal meinen engsten "bezugspersonen"*hüstel*anvertraue.ich will ja nichts schlechtreden aber ich kanns einfach nicht verstehen wie man jemandem trauen kann den man nicht kennt,über den man nichts weiß,ich dessen psyche man keinen einblick hat?
Clytie@ arsena:

1. Man hat sein bisheriges Lebens bzw. seine eigenen Probleme satt.

2. Man hat schon alles andere versucht und weiß nicht weiter.

3. Man sucht Hilfe.

4. Der Mensch ist einem sympathisch und bietet einem seine Hilfe an, man hat das Gefühl ihm vertrauen zu können.

Und man muss seine intimsten Geheimnisse ja nicht gleich in der ersten Sitzung auf den Tisch packen - das erwartet auch keiner.

Dass man den anderen gar nicht kennt, stimmt nicht unbedingt - mein Therapeut hat sich mir in dem Erstgespräch erst mal richtig vorgestellt, erklärt, wie er arbeitet und was ihm so wichtig ist, ich konnte mich ihm ebenfalls vorstellen (ion einem Rahmen, den ich selber abstecken konnte), und ab und zu lässt er in den Sitzungen schon mal Bemerkungen übe sein eignes Leben fallen - dass er z.B. Kinder hat bzw. auch einige Dinge, die für seine eigene Persönlickeit spezifisch sind.

Außerdem kann man ja auch darum bitten, dass der andere ein bisschen was über sich erzählt - dann fühlt man sich auch nicht so wie auf dem Präsentierteller bzw. in der Rolle des Unterlegenen, der wie Glas surchschaubar ist; deswegen werden es wahrscheinlich eine Menge so machen wie der oben erwähnte.

Im Endeffekt ist es auch weniger wichtig, was man an äußeren Dingen über eine Person weiß - auch aus einem Erstgespräch kann man schon ziemlich gut ablesen, wie der Therapeut mit einem so umgeht und ob man ihn für vertrauenswürdig hält. Ist man sich trotzdem nicht so ganz schlüssig, kann man ja erst mal die fünf probatorischen Sitzungen abwarten; wenn man dann doch woanders hin will, kann man ja ohne Probleme wechseln.

Clytie.
ThayetIch finde es eigentlich viel einfacher, irgendetwas einem Therapeuten zu erzählen. Der darf es nämlich nicht weitererzählen, und, ganz wichtig, er urteilt nicht, macht dir keine Vorwürfe, hat keine Erwartungen... Kein (guter) Therapeut wird es einem vorhalten, wenn man einen Rückfall oder ähnliches hat (auch wenn er natürlich nicht sagen wird "Och, ist ja auch egal."). Ganz im Gegensatz zu Freunden und Familie, auch wenn sie es noch so gut meinen. Dies schafft nämlich nur jemand, der einen gewissen Abstand zur jeweiligen Person hat - empathisch anstatt sympathisch ist.
arsenadanke für die auskunft ,interessant zu erfahren.ich glaub ich könnte einem fremden menschen trotzdem nicht trauen,aber das is mein problem

grüße ,raamro saangaa jannus
MelisandeJa,ja, das mit dem Vertrauen ist so eine Sache...
Ich rate allen, die eine Therapie machen wollen, sich bei der Krankenkasse zu erkundigen, wieviele Probatorische Sitzungen (das sind sozusagen Probesitzungen) genehmigt werden und die im Zweifelsfalle auch voll auszunutzen.
Ich habe selbst einiges an Therapie Erfahrung, da ich seit über 22 Jahren eine Depressive Erkrankung habe. Aber ich denke, das es das Wichtigste ist, zu lernen die Krankheit nicht als Feind zu sehen, der mit allen Mitteln beseitigt werden muß. Das funktioniert nämlich nicht! Ein guter Therapeut (denke ich heute) macht einem das erstmal klar, auch wenn er dafür erstmal "gehasst" wird. Sinn einer Therapie sollte es sein, die Ursachen zu erkennen, damit mann versteht was da eigentlich in einem vorgeht. Hat bei mir zwar auch `ne Weile gedauert und ich habe zusätzlich noch unmengen von Büchern gelesen, aber jetzt geht`s mir gut.
"Gesund" werde ich niemals sein das mußte ich schlucken, aber das heißt noch lange nicht, das ich kein schönes Leben habe. Ich kenne mich halt in mir aus und weiss, worauf ich achten muß. Das hat mir die harte arbeit an mir selbst gebracht, aber ohne Therapie hätte ich mich sicherlich umgebracht,so tief unten war ich vor einigen Jahren auch mal.

Viele Grüße Claudia
cocrea"Bleibt die Frage: [B]Welche Therapie hilft? Fast könnte man antworten: jede.[/B] Denn die Therapieforschung hat herausgefunden, dass es etwa 80 Prozent der psychotherapeutisch Behandelten nach einer Therapie wirklich besser geht. Weniger die Therapiemethode ist dabei für den Erfolg einer Therapie ausschlaggebend als vielmehr die Persönlichkeit des Therapeuten. Wenn er eine gute Beziehung zum Klienten aufbauen und wenn dieser Vertrauen zu ihm fassen kann, dann ist die Frage der [B]Methode zweitrangig[/B]. S. 79

Tilman Moser hat eine Reihe von Fragen zusammengestellt, die für das Erstgespräch mit einem Therapeuten - aber auch mit einem Nervenarzt – eine Entscheidungshilfe sein können:
Fühlst du dich erkannt, sogar auf neue Weise erkannt? ...
Hast du seine Augen gesehen? ...
Ist er unwillig, gereizt geworden? ...
Es wäre also gut, wenn du deine Gefühle geduldig überprüfst, und wenn du Zweifel hast, bitte um einen neuen Termin, das ist nicht unverschämt. ..
Wenn du Mühe hast, klare Gedanken zu fassen, versuche es schriftlich ...
Du bist ein freier Vertragspartner, selbst wenn du meinst, die Not zwinge dich zum raschen Zugreifen ...
Hast du ihm eine einzige skeptische Frage stellen können? ...
Hast du also spüren können, ob er Zweifel, Kritik, Zögern ertragen kann?
Hast du dich wirklich verstanden gefühlt, etwas Neues über dich zu erfahren.
Bist du einem taktvollen Menschen begegnet, der dich respektiert?
Hast du für das Verstehen, für das Zuhören seelisch bezahlen müssen?
Was ist dir gut, was ist dir merkwürdig vorgekommen?
Fühlst du dich zu einem Arrangement gedrängt, das dir so recht nicht passt?
War seine Haltung natürlich oder verkrampft? Offen oder befangen? Auf dich hin eingestellt oder einfach routiniert?
Hast du wirklich das sagen können, was du wolltest?
Konntest du deine eigenen Gedanken und Gefühle gestalten? S. 94

»Fast jeder kennt dieses Phänomen aus dem Alltag: Man kann besser Auto fahren als all die anderen, man hat den Durchblick, der dem Kollegen fehlt, man hat die richtige politische Einstellung – und das Unglück widerfährt sowieso nur anderen Menschen. Diese Selbstüberschätzung gelingt uns, so die Sozialpsychologin Shelley Taylor, aus drei Gründen:
- [B]Wir erliegen der ILLUSION, Kontrolle über unser Leben zu haben, und glauben, auch in Krisenzeiten noch selbst bestimmen zu können.
- Gelingt uns etwas, dann schreiben wir das unserem Konto gut, ein Misserfolg hat viele Väter.
- Wir erliegen einem unrealistischen Optimismus.[/B] Zum Beispiel sind wir davon überzeugt, dass uns niemals ein Autounfall passiert, dass in unserem Land niemals ein Atomkraftwerk einen schweren Störfall haben wird, dass die Zukunft nur Gutes bringt.
[B]Dieser unrealistische Optimismus hilft uns, die harte Realität zu beschönigen. [/B]

[B]Depressive Menschen machen bei diesen Selbsttäuschungsmanövern nicht mit – selbst wenn sie wollten, sie können es nicht.[/B] Sie wissen ganz genau, wieviel Kontrolle sie über ihr Leben haben, sie wissen, wann sie versagt haben, [B]und sie sehen die Dinge, wie sie sind – ohne den rosaroten Filter der positiven Illusionen. [/B] Depressiven Menschen scheint ein Schutzschild zu fehlen, der die Härte der Realität von ihnen fernhält. Ob dieser Schutzschild durch biologische Faktoren, Kindheitserlebnisse oder andere widrige Lebensumstände zerstört wurde, erscheint zweitrangig, [B]weil es fraglich ist, ob dieser Schutzschild jemals wieder völlig aufgebaut werden kann – und ob dies überhaupt erstrebenswert ist.[/B] S. 136

aus: »Die verkannte Krankheit Depression«, Ursula Nuber, Kreuz Verlag, 1991

[QUOTE][i]Original geschrieben von Melisande [/i]
[B]... ich denke, das es das Wichtigste ist, zu lernen die Krankheit nicht als Feind zu sehen, der mit allen Mitteln beseitigt werden muß. [/B][/QUOTE]
meli, ich pflichte dir sehr bei.
[QUOTE][i]Original geschrieben von Melisande [/i]
[B] ich habe zusätzlich noch unmengen von Büchern gelesen [/B][/QUOTE]
ich auch
[QUOTE][i]Original geschrieben von Melisande [/i]
[B]ohne Therapie hätte ich mich sicherlich umgebracht,so tief unten war ich vor einigen Jahren auch mal.[/B][/QUOTE]
ich befand mich mit 22 jahren, als ich nach knapp 2 jahren eine sekte verließ und anfing meiner inneren stimme zu folgen, eine sog. existenzielle sinnkrise, die lange 1,5 jahre dauerte. damals wollte ich sterben (ohne mir was anzutun), ich wollte allerdings nicht mal mehr danach weiterexistieren, wollte ausradiert sein. ich hielt den seelischen schmerz aus (so empfiehlt es der von mir sehr geschätzten psychotherapeut arno grün in seinen büchern, ich tat es gänzlich ohne bücherwissen und beratung von außen, denn da war niemand, der meinen schmerz verstand, und der ´ausweg´ sterben war auch nicht) ... und gewann dadurch. ich nenn es heute, den schmerz durchlieben, freilieben.
wenn ich damals psychologen begegnet wäre oder psychiatern, glaub ich, dass ich fehltherapiert worden wäre (das weiß ich aus büchern und von deren autoren selbst, von stanislaw grof und christina grof zB).
knapp 20 jahre später hab ich einen der mitverfasser und psychiater des dsmIV (psychiatrie handbuch in usa, der deutschen entsprechung 5-10 jahre voraus) aus kalifornien bei einem sen-(spiritual emergency network) kongress gedolmetscht. ich war bass erstaunt, dass er meine eigene situation schilderte und die nachträgliche erkenntnis der weltweit fortgeschrittensten seelenforscher, die ich bereits jahre zuvor selbst gemacht hatte.
eine existenzielle sinnkrise als schizophrenie zu diagnostizieren, ist fatal für den betreffenden, und ... das wäre in meinem fall damals in dtschl. wohl unweigerlich der fall gewesen - in vielen fällen auch noch heute. es wäre diebstahl an der krise (dem juwel am grund) gewesen.

lt. horoskop hab ich die neigung zur endogenen depression /eine fachärztliche diagnose dazu habe ich nie eingeholt, ich traue meinem inneren heiler/, die aus unerfindlichen gründen kommt. da ich die schlimmste krise meines lebens wie der sinnbildliche phönix aus der asche überstanden hatte und dadurch an innerer kraft gewonnen hatte, konnte ich spätere depressive phasen mit dem wissen durchstehen, dass frau -irgendwann - wieder auftaucht.

erika pluhar, auch eine depressive, formulierte es mal so (aus der erinnerung). jede depression verlangt, dass du bis zum grund deines inneren tauschst und den juwel aufklaubst, der dort auf dich wartet. wenn du den tiefsten grund scheust (das geschenk der depri), wird sie dich weiterhin umfangen halten. nimmst du ihr geschenk an, gibt sie dich wieder frei.

so ist auch meine erfahrung.

in bezug gesetzt mit dem Kreislauf der Natur sehe ich Depression metaphorisch als Schlangenhäutung, Humusbildung auf dem Komposthaufen. dem magischen Vorgang der Kompostierung, wo aus Scheiße Gold (aus alter Lebenssubstanz neue) gemacht wird. Sie ist die Möglichkeit für beschleunigtes Seelenwachstum.

lg, cocrea

[COLOR=coral]"Eigentlich ist die Grandiosität die Abwehr gegen die Depression und die Depression die Abwehr des tiefen Schmerzes über den Selbstverlust." Alice Miller, »Das Drama des begabten Kindes«, Frankfurt/M. 1979 betrifft Thema: Narzissmus [/COLOR]

[COLOR=skyblue]»Zuallererst muss der Depressive durch das Feuer gehen, vor dem er weggelaufen ist. Er muss den Schmerz zulassen. Dann hat er eine Chance, die verborgene Depression zu heilen, indem er lernt, sich selbst echte Fürsorge entgegenzubringen und ein Gefühl für den eigenen Wert zu entwickeln.«
Terrence Real, »Wenn Männer schwach werden.« [/COLOR]
cloudZero@cocrea
Ja, Alice Miller und Arno Grün schätz ich auch sehr. Allerdings sind die Bücher sehr aufwühlend, sodass ab einem bestimmten Punkt (je nach Vorgeschichte) eine therapeutische Begleitung ratsam sein kann. Das wird auch von Alice Miller empfohlen. Ihre Empfehlungen bzgl. einer Therapie kann man [url=http://www.alice-miller.com/sujet/art9a.htm]hier[/url] nachlesen.

Die Tatsache, dass man vor allem als Kind nicht ernst genommen wurde, macht es als Erwachsener umso schwerer, sich einem anderen Menschen gegenüber zu öffnen, geschweige denn sich ihm anzuvertrauen. In vielen Fällen leider zu Recht.
CagliostroBleibt nur zu bemerken, dass
die Aufnahme und anschliessende Therapie der "Krankheit",
nicht unter dem Gesichtspunkt, einer wissenschaftlich
fundierten und objektiven Betrachtungsweise unterliegt,
sondern der Frage, inwieweit jemand mit einer "Krankheit"
gesellschaftsfähig- oder konform ist.
Psychotherapie ist somit nur Teil des politischen Systems und
des Versuches dieses System unter allen Umständen
zu erhalten. Mehr nicht.
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Psychotherapie ist somit nur Teil des politischen Systems und des Versuches dieses System unter allen Umständen zu erhalten. Mehr nicht. [/B][/QUOTE]
zu anfang des strangs hab ich zitatfahnen von anne wilson schaef (aws) gebracht, die als ausgestiegene psychotherapeutin das system am eigenen leib / leben / beruf durchschaut hat. sie sieht in der herkömmlichen psychotherapie die vermehrung der grundproblematik.
genau aus diesem grund bin ich jahrzehnte später FROH, dass ich den psychos entgangen bin und eine eigenheilungsmethode gefunden hab, die mich auf den gleichen trichter wie aws, miller und grün ua kommen lassen hat (unabhängig davon!)
mir und einer befreundeten phasenweise depressiven frau, die sich mit experten und literatur intensiv beschäftigt hat, ist das lesen der bücher o.g. autoren eine wohltat, eine wieder bestätigung, kein grund, um zum therapeuten zu laufen, sie sind heilend durch die wahrheit, die darin ausgedrückt wird. die wahrheit wird euch frei machen, so weh sie auch tun mag.

das "politische System" nannte aws mal das wms (white male system der dominanzhierar(s)chie). dafür hat sie prügel eingesteckt, weil es sexistisch zu verstehen ist. später hat sie es geschlechtsneutral umgetauft in sucht(erzeugendes)system. befallen davon sind am stärksten westliche industrieländer (die 1. welt) - zu 95% multisüchtig - und die 4. welt am wenigsten. die vierte welt (wer kennt die schon?) sind urvölker, die man, die suchtbefallenen bestimmer der welt nicht zählen, nicht würdigen, nicht erwähnen, die von ihnen als ´primitiv´ und ´wild´ unzivilisiert eingestuft werden. von den wenigen verbliebenen weisen der 4. welt könnte die 1. welt die antworten zu ihrer heilung erfahren, doch sie ist noch nicht ganz am point of no return (wendepunkt), selbst wenn es schon 5 nach 12 ist.
buchtipp: im zeitalter der sucht, aws, dtv

als spirituell-religös-süchtige und genesende über jahrzehnte (mit immanent eingebauten rückfällen), die ich in dieser zeit die systeme aufgrunddessen extensiv studiert hat, hab ich mit 22 jahren und danach auch jede form der resozialisierung von institutionen des kaisers (staat) oder der kirche (weltanschauungsbeauftragten und ihren ablegern) gemieden wie die pest. was diese anzubie(dern)ten haben (um sich das clublose ´verlorene´ schaf wieder in ihre denk- und fühlstruktur zurückzuholen), nenne ich RE-SYSTEM-atisierung, neu aufs unbefriedigende, krankmachende system anfixen, dem der entlaufene einst zu entkommen suchte.
die angehörigen der heil(heul)berufe sind kollaborateure des status quo, sie verhindern das stufenweise wachwerden durch die krise.

mein angefangenes studium der sozialpädagogik hab ich nie wieder aufgenommen. dort wurde mir regelrecht schlecht, bei der erfahrenen form von subtil verlaufenden indoktrination. soz.päds werden zu systemflickern ausgebildet, wo diligente systemsprengerInnen vonnöten sind. die ausbildung dafür ist auf akamien nicht zu erhalten, sondern durch das wache leben, das den eigenen schmerz durchlieben lernt.

lg, cocrea (autodidaktin, innenstimmehorcherin, systementlaufene)
cocreadanke cloudzero für das link von alice miller.
es hat gehalt, vor allem, der hinweis FRAGEN ZU STELLEN.

ich werde einige hinweise auswerten und in den von mir eröffneten strang ´die kunst, fragen zu stellen´ einbringen.

merci, cocrea
JibrielIch habe keine guten erfahrungen in sachen Psychotherapie.Meine "Lieblinge" in diesem Gebiet sind die Kinderpsychologen (bzw. Ärzte die sich nicht an erwachsene Menschen wagen und lieber an jungen seelen rumpfuschen,weil sie ach so niedlich sind und selten kontra geben).
Ich fühlte mich damals nie für voll genommen.Wenn ich von traumatischen Erlebnissen und verlorenem lebenswillen erzählt habe kam meistens ein "nana,meine kleine!so schlimm ist das doch alles nicht.Die sonne scheint,geh spielen und alles ist vergessen:D !".Es war einfach die Hölle.
Zu allem überfluss waren ihre methoden für mich immer sehr leicht zu durchschauen.Irgendwann habe ich es dann aufgegeben mich den Aufmunterungsversuchen zu widersetzen (ihr Vorgehen war ungefähr dieses:man sagt dem Patienten einfach so lange und so oft was für ein guter und sympatischer Mensch er sei,bis dieser es irgendwann glaubt.Begründungen für diese Aussagen sind nicht nötig,es genügt ein breites Grinsen im gesicht der Ärztin.)und habe einfach mitgespielt.Ich habe mein begrenztes schauspielerisches Talent verwendet um so glücklich wie möglich zu wirken.Nach ein paar Wochen wurde ich dann als geheilt entlassen,und mir ging es deutlich schlechter als vorher.

Alle weiteren Versuche endeten nicht anders.

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