| verwirrter Wanderer | ist es schlimm keine Angst zu haben? Was soll mir schon furcht einjagen? Warum Angst? Mir fehlt sie trotzdem! Ich misse sie! ich brauche sie, denn an ihre stelle tritt die Wut! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] |
| Persephone | Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht. Peter Ustinov - man könnte auch Feigheit auf die Angst beziehen. sie bewahrt einem schon vor einigen Sachen. warum vermisst du die Angst? ist es nicht schön unbeschwert in die Welt zu schreiten? aber die Wut,... irgendwann deprimiert sie. was ist dir passiert? warum kommt Wut anstelle von Angst? liebe Grüße, |
| GreenFairy | hallo verwirrter wanderer, was schlimm ist oder nicht definiert meiner ansicht nach erst mal jeder für sich selbst. wenn es für dich ok ist keine angst zu haben (wobei ich mich - aus eigener erfahrung - frage, ist die angst nicht nur verdrängt ?) dann ist es ok. in deinen worten klingt aber durch, daß es für dich nicht ganz so ok ist keine angst (mehr ?) zu haben. angst kann vor gewissen situationen bewahren, kann aber auch lähmen, wenn sie zu stark ist. wut zerstört. ich schließe mich persephones frage an: was ist geschehen ? dunkelgrüne grüße green fairy ------------------ living's mostly wasting time |
| myhna | -no hope - no fear- mit der angst verliert man die vorsicht, und den respekt vorm leben, vor sich selber... angst ist notwendig, ich glaube kaum das du sie vollkommen verloren hast... worauf bezieht sich deine angst/wut wanderer? fragend mýhna ------------------ ...so gnadenlos ist nun die Nacht am Ende bleib ich doch allein die Zeit steht still und mir ist Kalt... |
| crying_child | Nein , Ich zeige meine Angst immer offen ! Ich habe allerdings auch kaum noch Ängste ! Die verschwinden mit der Zeit ! Ich grusel mich trodzdem noch gerne! Ich glaube nicht das an ihre stelle bei mir die Wut getreten ist , ehr etwas wie ausgleich oder sowas! |
| verwirrter Wanderer | Nein Feigheit und Angst sind nicht miteinander zu vergleichen!!! Feigheit ist nur eine Verhaltensweise, mit der man sich z.B. vor bedrohlichen Situationen schützen will! Angst hingegen ist ein Gefühl! Ich meinte hier auch nicht die Angst davor, eine schlechte Bewertung zu erhalten oder so, nein, ich meine diese tiefe innere Angst, dieses tiefe, geradezu lähmende Gefühl, dass man spüren muss, wenn.... ja wann??? ob es ok ist keine Angst zu haben? Ist es ok keinen Schmerz zu empfinden? Ich glaube diese beiden Fragen für mich selbst mit nein beantworten zu können, denn dies sind dinge, die einem Zeigen das man lebt! Ob ich meine Angst nur verdrängt habe weiß ich nicht... aber ich sehe keinen Grund Angst zu haben? vor was verdammt? Bei mir ist es so... ich spüre eine starke innere Wut in mir... gerichtet gegen alle und gegen nichts... wortlos, tatenlos akzeptiert, da es sie nicht geben dürfte! Hingenommen, weil sie nicht logisch ist [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] Aber habt keine Angst... mit dieser Wut könnte ich nie jemanden/etwas zerstören, denn ich würde sie nie gegen einen Unschuldigen richten! Niemals! Und für meine Situation kann niemand was. Was bei mir geschehen ist... hmmm ich weiß nicht genau... ich glaube es war gestern, gegen... hmmm 3 Uhr Morgens, als ich drausen stand und mir den Mond angesehen habe... ich fühlte mich klein... unbedeutend... *lach* unbeachtet... Ich habe plötzlich gewußt, dass alles was ich hier auf dieser Erde mache unbedeutend und nichtig ist... das ich nichts verändere außer vielleicht den unwichtigen Leben anderer Menschen... das ich nichts schaffe was wichtig oder auch nur von dauer wäre... dunkle Grüße, verwirrter Wanderer ------------------ Wir sind nur kleine Funken in diesem gigantischen Universum! Nur zusammen sind wir ein großes Feuer, doch wenn ein einziger Funke erlischt hört das Feuer nicht auf zu lodern! |
| Persephone | ja, verwirrter Wanderer, du bist tatsächlich nur ein kleiner "unwichtiger" Erdenbewohnener auf dieser kleinen unbedeutenden Welt. tatsächlich. wir alle sind klein und nichtig. du, ich das macht die Welt nicht aus. aber du, deine Freunde deine Familie. der zusammenschluss, ich meine Freunde, meine Familie. all die anderen hier. deren Familie, deren Freunde. .... eine Kettenreaktion. die es ausmacht. ein WIR die es ausmacht. dein Wirken hat sehr wohl auswirkung auf diese Welt. du musst nur darauf Vertrauen. deine persönliche Welt mag klein erscheinen. und du magst nur die "unwichtigen" Leben deiner Mitmenschen verändern. aber ist es nicht schön, auf diese Leben auszuwirken. und diese wiederum auf andere... dein Leben ist bedeutsam! mach es bedeutsam! der Mond, auch er ist im kosmischen Sinne, klein und unbedeutsam! wie groß und bedeutsam bist du zB für eine Ameise. aber was kümmert dich eine Ameise? du nimmst diese Wut an, weil sie nicht logisch ist? das solltest du aber nicht. wenn der grund für diese Wut, dein Zweifel an deiner Bedeutsamkeit, ist. dann, verdammt noch mal, DU BIST BEDEUTSAM! für mich im Moment, gibt es gerade nichts wichtigeres als DIR zu schreiben! du hast genau aus dem selben grund keinen grund angst zu haben, wie wut zu haben! beides sind reaktionen die absolut natürlich. und wichtig sind. ja, solange es mich schmerzt lebe ich noch. und solange ich schmerz empfinden kann, kann ich auch das genaue Gegenteil! ..das mir im Moment nicht einfällt, da ich schon ziemlich müde bin. liebe grüße, |
| GreenFairy | unbedeutend ist jeder einzelne. und nichts ist von dauer. ja, wanderer, du hast recht, wenn du sagst, daß du 'nur' etwas im unwichtigen leben anderer menschen ändern kannst (mal abgesehen von deinem eigenen leben). niemand kann alleine 'große' veränderungen herbeiführen. für die menschen, in deren leben du spuren hinterläßt, bist du wichtig. wenn einem nur noch angst und scherz zeigen, daß man lebt, frage ich mich: wozu ? Wozu? Warten. Worauf? Das wieder ein Tag vergeht? Ohne Sinn Ohne Inhalt? Leere. Schmerz. Der Schmerz läßt mich noch fühlen daß ich lebe Wozu? diese tiefe innere angst, die du beschreibst, braucht keinen grund. sie ist unlogisch, wie die wut, die du jetzt empfindest. du sagst, du du würdest mit dieser wut nie jemanden oder etwas zerstören - aber die wut kann dich zerstören. hat sich die angst gestern nacht in wut gewandelt, oder schon länger ? wie gehst du mit der wut um ? kannst du einen auslöser für diese wandlung benennen ? dunkelgrüne grüße green fairy ------------------ living's mostly wasting time |
| Menedemos | Verirrter Wanderer... Ich glaube nicht, daß du so unbedeutend bist, wie du glaubst. Sind wir nicht alle kleine Götter in unserem kleinen Universum? Beeinflussen wir nicht alle unser - kleines - Umfeld? Und wird sich dieser Einfluß durch die Menschen, die wir beeinflußt haben, nicht fortpflanzen? Jesus zum Beispiel (oder irgend ein anderer Promi)hat die Welt beeinflußt. Aber haben nicht auch irgendwelche Unbekannten Jesus beeinflußt? Und wer weiß, wer es liest, wenn zu beispielsweise hier einen wichtigen Gedanken äußerst oder eine interessante Diskussion anstößt... Sicher bleibt die persönliche Genugtuung aus, wenn man nicht persönlich berühmt wird. Aber letzteres ist doch reine Eitelkeit, oder? |
| verwirrter Wanderer | Hallo, und was wäre, wenn es das "wir" nicht wäre? wäre auch nicht schlimm oder? Dann wären wir halt nicht da... dann würde es keine Freude, kein Kinderlachen, keine Liebe aber auch kein Kinderweinen und auch keinen Hass geben! wäre eigentlich auch egal! Dann wären wir eben nicht da... würde keinen stören... am wenigsten die Ameise... Und ja, ich nehme die wut an, weil ich aufgrund der fehlenden logik und des fehlenden Zusammenhangs keine Möglichkeit sehe, sie zu bekämpfen... aber ich lasse sie nicht ausbrechen. Denn dann würde ich etwas sehr dummes tun... "für mich im Moment, gibt es gerade nichts wichtigeres als DIR zu schreiben!" danke! einfach nur danke für diese Worte eine kleine Träne der Freude möchte ich dir hiermit schenken! @greenFairy: ja, wozu habe ich mich auch schon sehr oft gefragt... aber nicht nur Angst und schmerz weißen einem die eigene Lebendigkeit auf, nein auch Spaß, freude, diese pulsierende Kraft, die man fühlt! Ich weiß nicht richtig... ich denke, die Umwandlung ist ein längerer Prozess, unterbrochen von phasen der Freude... aber die Angst/Wut kehrt zurück... immer wieder... Der Auslößer... hmmm... dazu muss ich die Situation ein wenig erklären: es war eine Party von einer Bekannten. Am Anfang war alles ok, ich hab ein bisschen Musik aufgelegt, es war gute Stimmung. nach einer Zeit hab ich meinen Posten an der Anlage dann aufgegeben und bin ein wenig duch die Party geschländert... mal hier ein gespräch, mal da ein kleiner Scherz... nichts großartiges... bis ich mit einem Satanisten ins Gespräch kam... kein Katzenmordender Teufelsanbeter, nein ein logischer eher atheistischer Satanist... wir haben uns ein wenig über die Kirche usw. unterhalten... dann bin ich mal an die frische Luft gegangen... wie lange ich mit erhobenem Kopf dastand und den Mond "dumm angestarrt" habe weiß ich nicht... aber ich glaube das war der moment, indem noch ein kleines bisschen mehr wut entstanden ist... wut über die Hilflosigkeit... Das war glaube ich der Auslößer für dieses Thema... gut das ich zu der zeit keinen PC hatte, sonst wäre das Hospital um einen beitrag "reicher" Wie ich mit der Wut umgehe? ich ignoriere sie... ich unterdrücke sie... wie soll ich auch sonst mit Wut umgehen, die ich mir nicht mal selbst erklären kann? auslassen? an wem? an was? vielleicht sollte ich mal joggen gehen... @ Menedemos: Sind wir alle kleine Götter? hmmm vielleicht... aber wir können auch nur die Gesellschaft, die Menschheit verändern... also nichts wichtiges... auf jedenfall für mich nichts wichtiges... natürlich lebe ich in unserer Gesellschaft und ich versuche auch möglichst gut und stark in ihr zu leben... ich glaube ich schaffe das auch ganz gut, aber was bringt mir das? ich lebe und verändere meine kleinen kreise... Eitelkeit? vielleicht bin ich Eitel wenn du das so definiers, nein ganz sicher bin ich eitel... aber was hilft dank/ruhm von anderen menschen? nicht viel... er verlängert nur die Phase der Freude und schiebt die Wut weiter herraus (Bsp: nachdem ich gestern noch ein bisschen geholfen habe aufzuräumen wurde mir gedankt... ich habe mich gefreut, aber ich habe gesehen, dass wir nur den Dreck von anderen entfernt haben... und auf dem nachhauseweg dachte ich über die nächste Party in dem Raum nach... wieder dreck... wieder Leute die aufräumen... wieder leere worte des Danks...) dunkle Grüße, verwirrter Wanderer |
| anima nata lacrimans | verwirrter wanderer Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, ohne angst zu leben; ich habe sehr viel Angst! Aber Du kennst dieses gefühl doch sicher noch! Wovor hattest Du früher Angst? Ein gewisses Maß an Angst ist doch natürlich, Angst al Scutz würde ich nicht unbedingt Feigheit nennen. Ohne Angst zu leben, fühlt man sich dann nicht irgendwie stumpf und gleichgültig? Natürlich gewinnt man viele Einsichten, kann seine niedere Existenz anerkennen, die Endlichkeit annehmen, aber verliert ohne Angst nicht alles seinen Wert? Was hat das Leben für einen Wert, wenn ich sein Ende nicht fürchte (damit meine ich nicht Angst vor dem Tod, sondern verlustangst)? Hast Du ohne Angst auch keine Sorgen mehr, keine Probleme? Die meisten Probleme und Sorgen der Menschen resultieren aus irgendeiner, wenn auch noch so geringen Angst. Wenn ich meine Angst nicht hätte, wäre ich dann nicht schon tot? Wahrscheinlich wäre es mir dann ganz egal. Ja, vielleicht wäre das gut so. Aber wieso sollte meinem leben dann ein Ende setzen, eine freudlose Existenz ängstigte mich ja dann auch nicht mehr. Ich kann eigentlich nichts über Angstlosigkeit sagen, ich habe meine Ängste. Ich hätte mir nie gedacht, dass ein Mensch die Angst vermisst, aber wenn ich darüber nachdenke, sie ist ein Teil des Lebens und Du scheinst sie verloren zu haben... ------------------ anima mea lacrimans de profundo clamat ad te, morte amante |
| Moonblade | angst ist selbstschutz..... jedoch ist angst meiner ansicht nach nur ein oberbegriff für viele arten der angst.... scheu, feigheit, schüchternheit(die kann manchmal sehr schön sein, vermisse sie etwas), grauen, verlustangst letztere ist eine angst die sich in vielen dingen manifestiert, immer wenn wir bedroht werden etwas zu verlieren.... das kann für manche idioten geld sein, für andere jemanden zu verlieren in sich, auch angst verletzt zu werden hat etwas mit verlustangst zu tun, denn einem wird ja dadurch etwas genommen. Was das unbedeutend angeht: ich bin realist, idealist und träumer zugleich. doch aus realistischer sichtweise kann ich von mir sagen: kleine ursache - große wirkung und es ist schön zu sehen das man etwas größeres bewirkt hat was sogar überhaupt erst noch in seinen anfängen ist, also noch viel bedeutsamer werden kann. - Moon P.S.: Menschen sterben und ihre ideen werden vielleicht "vergessen", aber manchmal dennoch weiter "gelebt". Schaut euch mal um und macht euch kundig wieviele der dinge die wir tun.... sprache, sprichwörter, bezeichnungen alltäglicher dinge im leben, verhaltensweisen.... alles, wieviele davon ihre wurzeln in der vergangenheit haben..... von wievielen der dinge die wir tun, wir noch immer die vergangenheit leben die hunderte jahre zurückliegt.... und da glaubt ihr das es absolut unmöglich ist, etwas zu bewirken was zumindest kleine auswirkungen in zukunft haben wird? |
| verwirrter Wanderer | Zitat: |
| anima nata lacrimans | Aber nein, Tod bin ich ohne Angst noch nicht! Wieso sollte ich den Tod denn suchen? hier fehlt nämlich die Logik! solange ich lebe gibt es Hoffnung... erst wenn die Zeit verstrichen ist, stirbt auch die Hoffnung in mir drin. Verwirrter Wanderer Dass ich ohne Angst vielleicht schon Tod wäre, war keine Pauschalisierung, sondern ganz allein auf mich bezogen. Es gab eine Zeit, in der ich das Leben mehr als den tod fürchtete und es beenden wollte, ich hatte mich zwar darauf vorbereitet, aber den letzten Schritt bin ich nicht gegangen. Daran hat mich einzig und allein meine Angst gehindert; ob es Angst vor Schmerzen, der pure selbsterhaltungstrieb, der wieder erwachte, oder sonst etwas war...ich weiß nicht, es war eine Angst, die ich nicht erklären kann. Wie gesagt, ohne diese Angst wäre ich dann tot oder nicht? Vor dem letzte Schritt aus dem leben hätte ich mich dann nicht gefürchtet, aber ich hätte ja auch das leben nicht so gefürchtet, dass es überhaupt soweit gekommen wäre! Du hast gesagt, dass es noch Hoffnung gibt, solange Du lebst! Worauf hoffst Du? Macht es Dir auch keine Angst, dass sich diese hoffnung vielleicht nie erfüllt? Vielleicht sind meine fragen dumm, aber Du musst wissen, dass ich dieses Thema sehr interessant finde, wenn ich auch deine Gedanken und Gefühle nicht ganz nachvollziehe und immer nur spekulieren und von meinem Empfinden ausgehen kann! du fragst, ob es schlimm ist, keine Angst zu haben! Wenn es in Ordnung wäre, dann würdest Du diese frage doch nicht stellen, dann würde Dir die Angst nicht fehlen! Du bist leer ohne Angst und mir scheint, Du durchläufst diesen ewigen Kreislauf von Sinnlosigkeit, Freude, Leere und der daraus entstehenden Wut! Hast Du ein Ziel in Deinem Leben? Wenn ja, dann müsste doch automatisch die Angst (wenn auch schwach), dies nicht zu erreichen, vorhanden sein, oder?! Ich kenne auch das Gefühl, Dank und Lob von anderen zu erhalten, ich aber freue mich nicht darüber, ich habe die Fähigkeit, mich zu freuen, verloren. Daraus ensteht bei mir eine Angst, mein Leben könne bis zum Ende nur aus Schmerz und Leid, nicht aus süßer Melancholie bestehen. Aber ich kann ja leider nicht in Dich hineinsehen, sonst würde ich vielleicht fähig sein, zu begreifen. ...Aber wir sind nunmal alle klein und unbedeutend, also ist mein unbedeutender Geist wohl nicht im Stande, zu verstehen...vielleicht ist es ja manchmal besser so... Entschuldige mein Geschwafel [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ------------------ anima mea lacrimans de profundo clamat ad te, morte amante |
| GreenFairy | hallo wanderer, ich glaube, ich kann ganz gut nachvollziehen, wie es in dir aussieht. vielleicht sind es auch nur meine erinnerungen, die sich da melden und bei dir ist es ganz anders, wie es bei mir war... auch die wut wird sich eines tages wandeln, so wie sich die angst gewandelt hat. und vielleicht - darauf hoffe ich selbst noch - werden all diese gefühle in einem ausgewogenen verhältnis existieren. dunkelgrüne grüße green fairy ps: vielleicht hilft es, die dinge mit etwas weniger logik zu betrachten... ------------------ living's mostly wasting time |
| RaventheSamurai | hi nachtwanderer, schon als du hier gepostet hast, hast du bewiesen, dass doch noch angst in dir existiert. denn hättest du keine angst davor, keine angst mehr empfinden zu können (0_o), wieso hättest du es dann hier rein schreiben sollen? denk mal drüber nach! also, um mit den worten des seeligen douglas adams zu sprechen: don`t panic! alles wird gut, denn die hoffnung stirbt zuletzt! ich wünsch dir viel glück und viel hoffnung. |
| verwirrter Wanderer | Hallo, tut mir leid anima, ich habe das wohl falsch verstanden... Hoffen? ich hoffe, ja, ich glaube, ich hoffe mehr als viele andere. Auf was ich hoffe, das kann ich nciht sagen. Vielleicht doch die Hoffnung auf Glück! Hoffnung auf den Moment der absoluten Erleichterung und der Ruhe. Vielleicht der Moment des Todes? Wer weiß... Ein Ziel im Leben habe ich nicht wirklich... ein bisschen geschwalle a la perfekte Liebe, Wunschberuf, Verbesserung der Menschheit... bla bla bla... aber nein, wirklich kann ich mir kein Lebensziel nennen... du hast recht, wenn ich eines hätte, würde die Angst schon da sein... @Raven: Hmmm interessanter ansatz... aber angst habe ich nicht davor, gerade keine Angst zu haben (komischer satz...). Ich wollte vielleicht nur wissen, vor was ihr Angst habt... dunkle Grüße, verwirrter Wanderer |
| Lestat van Szista | angst wovor. hm mathe ;( schon wieder klausur verhauen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] |
| GreenMilan | Angst - vielleicht vor der Zukunft, davor dass sich nichts ändert, dass sich zuviel ändert, dass ich es nicht lenken kann. Und dann noch die Angst vor mir selbst, manchmal, dass ich mein Tun nicht mehr kontrollieren kann. Dass die Disziplin dem Chaos unterworfen wird. Wut - dass sich nichts ändert, dass sich zuviel ändert, dass ich es nicht lenken kann. Ich fühle sie auch. Wie sie stärker wird. Ist es jetzt wirklich Wut oder Angst? Sie verschmelzen, ergeben eine Einheit. Festhalten an dem Gefühl, wie immer es auch heißen mag. Festhalten am Weitermachen, egal was kommt. GreenMilan |
| AsheCorven | Hallo meine Freunde, Hallo Bruder, ich habe hier alles durchgelesen und ich muss sagen, ich kann dich voll verstehen. ich werde dir mal ein wenig aus meinen "früheren Leben" erzählen wobei ich hoffe das wir demnächst mal wieder eine aktion mit den anderen jungs zusammen machen. Angst war mal ein fremdwort für mich selbst, hab es mir abgewöhnt angst zu haben und das war ein sehr Interessantes erlebnis. Heute Lebe ich mit der Angst, und ich denke es ist besser so. Ich nutze sie für mich selbst z.B. Manipuliere ich mich, das ich Angst vor meinen Hanteln habe um dadurch mehr Kraft zu haben. wobei ich aber auch noch zwischendurch gerne meine angst "unterdrücke" bzw ignoriere um in Stresssituationen besser reagieren zu können. Du weisst ja selbst am besten was ich für Dinger drehe manchmal Wanderer den du bist einer der Leute die mich am besten kennen und ich hoffe wir werden noch ein wenig action gemeinsam haben :-) bis denn Ashe |
| magic caterpillar | Hm... Du schreibst, dass dir Angst in deinem Leben fehlt, dass dir alles egal, ja nahezu sinnlos erscheint... Dass es nichts gibt, wovor du Angst haben müsstest, weil dir nichts auf der Welt wert genug wäre, dessen Verlust nicht verkraften zu können. Das Angsteinflößendste, was es für die meisten Menschen gibt, ist der Tod. Der Gedanke an den Tod fürchtet dich erst recht nicht, du sehnst ihn vielleicht herbei... zumindest aber ist er dir nicht weniger gleichgültig als das Leben. Die Emotion, die sich immer dann bei dir regt, wenn andere Angst empfinden, ist die der Wut. Doch aus dir bekannten Gründen möchtest du nicht über deine Probleme sprechen, du möchtest von anderen Menschen erfahren, wovor sie sich ängstigen. Habe ich das richtig verstanden? Wieder ein "Hm...". Ich fühle mich an mich erinnert, an mich vor einiger Zeit. Allerdings war ich in dieser Zeit, als ich so ähnlich sprach, nicht in der Lage, mir einzugestehen, dass ich doch noch andere Emotionen besaß als die der Wut und die des Hasses. Ich hätte felsenfest behaupten können, zu Stein zu werden... Hatte mir dies zum Teil gewünscht, zum Teil hatte ich davor ANGST. Wenn ich davon spräche, wovor ich Angst habe, würde das möglicherweise niemanden weiterhelfen, der in dem Vorhandensein der Angst die Voraussetzung versteht, wieder mehr im Einverständnis mit der Welt zu leben, diese Egalität ihr gegenüber ablegen zu können. Ist Angst tatsächlich nötig, um das Leben zu lieben, um sich freuen zu können? Ich habe mich damit abgefunden, dass die Art, das Leben zu begreifen, von jedem Menschen selbst ausgelegt werden muss... Es ist genauso möglich, an die Sinnlosigkeit des Lebens zu glauben, weil die Frage nach dem Sinn des Lebens einfach unbeantwortet bleiben wird, und diese Sinnlosigkeit zum "Ideal" seines Lebens zu erklären... Es gibt aber auch tausend andere "Ideale", die Menschen durch das Leben begleiten können. Und all diese Ideale können nur in dir selbst geschaffen oder auch von anderen übernommen werden. Du kannst an das Glück glauben, an die Hoffnung, die Liebe, an das Gute in jedem Menschen,an Hass... an Angst... Doch die Angst als Leitziel zu machen, schiene mir persönlich sehr mühsehlig. Sie ist ohnehin ein lästiger Begleiter, dessen ich mich nicht wirklich entledigen kann... Sie ist dem Trieb zu ähnlich, als dass ich mich von ihren Fesseln befreien könnte. Angst hemmt, blockiert kühle Gedankengänge... Und Hass/Wut? Gegenspieler der Angst? Ich halte beide ebenfalls für heiße, weniger für kühle Emotionen. Allerdings sind sie Zeichen des Lebendigen und Zeichen dafür, dass sich noch etwas im Menschen regt. Ein wütender Mensch ist kein "Stein". Oft sind Hass/Wut Zeichen für Uneinverständnis... und können der Auslöser für Reaktionen gegen das sein, was missfällt... Häufig scheinen sie aber auch Symptome der Hilflosigkeit, des sich ausgeliefert-Fühlens zu sein. Wie die Angst. Ich glaube, dass du wieder Angst empfinden wirst, wenn du eine andere (warme) Emotion wert schätzt, die dein Leben bereichert, dir so viel bedeutet, dass du ohne ihr Vorhandensein unglücklich zu werden befürchtetest... und Angst besäßest, sie zu verlieren. Grübelnd... ... und das Beste wünschend auch den anderen ... mit und ohne Angst... magic |
| Solah | hi alle angst ist nur etwas was sich in vielen verschiedenen verkleidungen zeigt : wut enttäuschung hass panik depressionen und alles was ihr in eurer gefühlswelt kennt sogar menschliche liebe ist mit angst verbunden (die wahrhaftige liebe ist jedoch frei davon) die frage ist spürt man das immer oder brodelt das nur im inneren topf und der dampf kommt nicht im gehirn an ich habe angst gehabt ohne ende und das war nicht rational erklärbar ich habe dabei dinge getan die für andere unverständlich waren aber ich habe mich meinem eigenen universum angenähert ich bin in mich selbst hineingetreten habe alle im aussen zurückgelassen und mich in mir selbst umgeschaut und da hat sich ein ganz eigener raum aufgetan und da habe ich die angst erkannt unter all diesen vielen verschiedenen formen wie sie mir immer im aussen begegnet ist und ich habe etwas begriffen es gibt keine fragen zu beantworten denn es gibt nur eine wahrheit und die ist ultimativ egal ob wir als jetzige menschen das begreifen können oder nicht aber wir haben die chance etwas zu tun und das ist meiner meinung nach -> authentisch zu sein zu leben und so zu leben wie wir tatsächlich sind zu jeder sekunde mit allem was wir uns und anderen zu bieten haben und uns selbst erkennen lernen man muss nicht zwangsläufig alles ausleben aber man kann es in sich selbst wahrnehmen und erkennen und respektieren ich wünsch euch ein fantasievolles wochenende! |
| SilentMidian | Angst...ist Angst etwas schönes oder etwas schlechtes...also ich empfinde Angst als schön...wie denkt ihr darüber? Ps:sollte es diese thema schon geben entschuldige ich mich hiermit...aber ich habe einfach nicht die Zeit/Lust alles durchzugehen...sry |
| Hirogen | ich find angst sowas von schrottig.... und, an deiner stelle hätte ich angst, wenn so manche member deinen letzten satz spitz kriegen, denn, dass mag man hier gar nicht.... du kannst dich also schon mal schön freuen...du könntest nämlich angst kriegen... mfG Hirohito |
| SilentMidian | was ist an meinem letzten satz so schlimm?...ich habe mich gestern angemeldet...wie soll ich da bitte die zeit finden 22 Seiten voller threads durchzulesen...ich bin dabei, es sollte nicht heißen das ich sie garnicht lesen werde...nur schaffe ich es nicht alles an einem tag....da ich auch noch ein offline leben habe...ich bitte um entschuldigung wenn ich jemanden verärgert habe...dies war ganz und garnicht meine absicht... |
| LaChatte | Was ist denn Angst, Schlafender Mond? Ich sehe Angst auch als Tor an, aber nicht zu der Astralebene, sondern vor allem zu mir selber, zu meinen inneren Monstern, die mich ab und zu in meinen Albträumen besuchen. Sehr nützlich als Werkzeug zur Selbsterkenntnis, aber auch sehr unangenehm als Gefühl. Ich finde Angst durchaus etwas Gutes, aber nicht als etwas Schönes... wenn ich Angst habe, etwas zu tun, sind alle meine inneren Schweinehunde wach und kläffen, was das Zeug hält, und dabei sollte ich mich überwinden und etwas Mutiges tun, und gleichzeitig habe ich dieses beklemmende Gefühl (im Hals, oder im Solarplexus), Schweissausbrüche, zitternde Hände... Diesen Zustand finde ich gar nicht schön, und vermeide ihn, wenn ich kann. (Nicht immer, allerdings) Das Schöne ist dann nachher eher das Gefühl, wenn ich über den eigenen Schatten gesprungen bin, wenn ich machte, was ich mir nicht zutraute, wenn ich wieder meine Grenzen erweiterte. |
| SilentMidian | ich werde versuchen mich in zukunft deutlicher auszudrücken. Ich denke jeder hat seine eigene Art mit der Angst fertig zu werden. Am ende ist aber bei jedem diese Gefühl der...wie soll ich sagen...überlegenheit...man hat etwas geschafft...etwas was man sich beim besten Wille nicht zugetraut hat...also ist man glücklich...aber im Grunde ist Angst, in seiner reinen urform, ja nur ein überlebensmechanismus. Also kann man Angst schlecht als Gut oder Schlecht einstufen...diese Gefühl danach aber schon... |
| Vampirgirl85 | Ich finde Angst ist eine Warnfunktion des Körpers, der uns mit dem Gefühl der Angst signalisiert, das er sich gegen irgend etwas innerlich wehrt oder und eben warnen will. Da gibt es die Angst, die für Gänsehaut oder Unbehagen sorgt, wenn man z.B. irgendwo nachts alleine unterwegs ist und man komische Geräusche hört oder so. Diese Angst ist denke ich mal die, die man am meisten verspürt. Angst gegen etwas Unbekanntes und das Gefühl, hilflos zu sein. Eine sehr schlimme Angst finde ich, ist die Panik. . Der Körper kann dabei schier durchdrehen. Ich kenne es, ich habe Platzangst und wenn viele Leute auf mich draufquetschen (wie das vor kurzem bei nem Konzert der Fall war), dann kriege ich mit der Zeit schier Panik, fange an zu schreien und im schlimmsten Fall sogar an zu Weinen. Das ist ein wirklich ekliges Gefühl, es ist schon pures Leiden so eine Angst zu erleben und zu haben. Dient denke ich mal auch als Warnung an den Menschen persönlich, dass er solch einer Situation beim nächsten Mal aus dem Weg geht und so etwas meidet, was dem Inneren einfach nicht gut tut und was es nicht verkraftet. Ja und dann gibt es da noch die Todesangst, ich glaub das ist das schlimmste was es eigentlich gibt obwohl ich selbst Gott sei Dank noch nie solch eine Angst erlebt habe. Wie man sich dabei fühlt kann ich nicht sagen, höchstens vermuten. Aber bei der Todesangst ist das Innere eines Menschen sicherlich kurz vor dem Zusammenbruch. Von dem her kann ich an Angst nichts positives abgewinnen. Gut, wenn das Angstgefühl einen warnt, ist es vielleicht in gewisser Hinsicht positiv. Aber ansonsten hat es meistens mit Leiden zu tun und wie SchlafenderMond schon sagte, eine innerliche Blockade, die einen Menschen auch zerstören und innerlich auffressen kann. |
| AlienSexFiend | ...und dann gibt es diese "übertriebene" Angst...Menschen, denen ganz alltägliche Dinge schon Angst machen oder zumindest ein Unbehagen auslösen...zu solchen Menschen kann ich mich zählen und in diesem Fall muss ich sagen, dass (zumindest diese) Angst verdammt scheiße ist...weil sie irgendwann über das Leben bestimmt wenn man nicht aufpasst bzw. nicht gegen angeht... ...ansonsten ist "normale" Angst schon eine feine Sache...fein in dem Sinne wie es Vampirgirl85 schon beschrieben hat, Angst als Warnfunktion... |
| Gealach | Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand das Gefühl Angst als schön bezeichnen kann. Angst äußert sich mit, durch und wegen ganz vielen anderen unschönen Gefühlen, wie z.B. Hoffnungslosigkeit oder Einsamkeit. Der einzige positive Effekt der Angst, ist, die Situation, in der wir uns befinden,die uns Angst macht, zu ändern, damit dieser Ansturm negativer unangenehmer Gefühle nachläßt oder ganz vergeht. Man kann kein freies "normales" Leben in ständiger Angst führen. Diejenigen, die es müssen, wollen wahrscheinlich kein Mitleid, sondern Verständniss. Wenn ich unter Angstzuständen oder ähnliches leiden müßte und jemand würde daherkommen und das ( nicht das Gefühl danach), als schön bezeichnen, würde ich ihm wünschen, nur einen Tag in meiner Haut zu verbringen. Gruß Gealach |
| dunkin | Die Angst sich zu behaupten.... Was sagt ihr zu diesem Satz??? |
| Rookie | Die Angst sich zu behaupten ... das kenne ich sehr gut. Es ist eine von vielen Ängsten mit denen ich mich beschäftigen muss. Angst ist ein Scheissgefühl, weil man ihr so hilflos ausgeliefert ist. Vielleicht lernt man mit der Zeit damit besser umzugehen, aber wenn Ängste tief aus der Kindheit herrühren sind die so fest verankert – dagegen ist schwer anzukommen. Sich zu behaupten, dazu gehört auch ein gewisses Selbstbewustsein, das bei ängstlichen Menschen nicht gerade ausgeprägt vorhanden ist. |
| winter solstice | Ich würde Angst nicht so sehr negativ einstufen wie Manche hier. Klar ist sie nicht gerade behaglich und manche Ängste (wie die von Rookie beschriebenen Kindheitstraumata) nicht "natürlich", d.h. auf normalem Wege überwindbar. Allerdings sehe ich Angst mehr als eine Mauer, gegen die man anrennen muss. Manchmal wirken Ängste und Hemmungen als Impuls, als der notwendige Arschtritt, der die Dinge ins rollen bringt und uns zum Handeln zwingt. Nicht umsonst heißt es: "Angst verleiht Flügel." |
| dunkin | Hallo... Angst ist ja soetwas wie eine schutzreaktion des Menschen... wen man so eine Situation meistert bekommt man natürlich mehr selbstwertgefühl.... blos ob men es erkennt ist die andere Frage... zum Beispiel geniese ICh diese Angst nur in einer Situation... bei mir in der Schule wen ich durchs Schulhaus laufe.... aber die sheise die man eienn hinterherruft zieht einen schon runter... |
| infernal_angel | Ich verweise mal eben auf einen älteren Thread mit besagter Thematik: [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=2024&highlight=musik]Angst[/URL] |
| Nysha | Ich finde Ängst sind etwas geniales. Ich selbst hab vor sehr vielen Dingen Angst... manche sind schön, mache andererseits auch nicht. Jede Nacht hab ich angst, jede Nacht sogar. Am schönsten finde ich jedoch die Kinderängste wie zum Beispiel "Das Monster unterm Bett" oder ähnliches. Ich hab diese Ängst immernoch und ich finde sie schön, es ist ein angenehmes gefühl einfach, allerdings sind sie meistens zu häftig und dann gerate ich außer kontrolle, was dann nicht mehr ganz so schön ist. Ich weiß nicht woher ich so viele Ängste habe, will es auch gar nicht wissen, da ich mich mit ihnen irgendwie wohl fühle! |
| littletears | Was soll gut an der der Angst sein. Sie lähmt mich ... beschränkt mich engt mich ein.... lässt mir keine Luft zum Atmen. Sie bestimmt mein Leben. Oder besser gesagt ... das was davon noch übrig ist. Wer sollte sich das wünschen, wer will in ständiger Dunkelheit leben. littletears -------------------------------- Das Böse ist kein abstakter Begriff. Es lebt. Es hat eine Form. es jagt. Es ist nur allzu real. Dr. Tom Dooley |
| Nysha | @ littletears: Jeder Mensch ist anders. Ich zum beispiel lebe gerne in der Dunkelheit und habe Angst. Wenn du das nicht tust, soltest du etwas gegen deine Ängste tun. Ich fühle mich allerdings wohl, wenn alles um mich traurig ist. Jedem das seine! |
| schoscho | ich denke das das gefühl 'angst' zu negativ beurteilt wird. mal ganz davon abgesehen, das es im wahrsten sinne lebensnotwendig ist (schützt vor unüberlegten handlungen, macht aufmerksam,...) ist es eines von den gefühlen die laut gesellschaft unterdrückt werden müssen, genauso wie die trauer (ein indianer kennt keinen schmerz) oder zuneigung (cool sein) ich erlebe es in meiner umgebung wie die leute alles (in ihrem sinne) negative umgehen wollen. (zum beispiel können die wenigsten leute anständig streiten.... alle sind furchtbar harmoniebedürftig) oder aber es ist zu heiß oder zu kalt oder es regnet oder oder oder was ich damit sagen will, dieses bestreben es trocken und gemütlich zu haben (ohne gefühle und oder störende gedanken) macht träge und führt zu guter letzt zum seelischen scheintod mit ner flasche bier auf dem sofa vor der glotze. zum leben gehört es dazu, mit seinen gefühlen umzugehen, sie nicht zu verdrängen. mir sind auf jeden fall intensive gefühle jedlicher art lieber ein seichtes dahinvegetieren so long schoscho noch ein wort zu mira.bellbaum: auch mächtige menschen haben angst..nämlich die macht zu verlieren , |
| Azurite | Wie die meisten wohl wissen, ist das Gefühl der Angst eine Schutzmaßnahme, die einen davon abhält, sich in Gefahr zu bringen. Da finde ich auch nichts dabei, klingt vernünftig. Ich hab aber jetzt mal mit einigen Leuten geredet, die der Meinung sind, dass man seine Ängste grundsätzlich überwinden sollte. Warum sollte man das tun? Ich dachte, es wäre sinnvoll, Angst zu haben? (Ich spreche jetzt nicht von krankhaften Sachen wie Phobien, Panikattacken etc.) Findet ihr, man sollte alle seine Ängste überwinden, oder ist das eher kontraproduktiv? Azurite |
| charles filth | man sollte in bestimmten dingen wirklich seine angst überwinden...schüchternheit ist zum beispiel au ne art von angst...natürlich ist die angst nützlich...stell dir vor die neandertaler würden keine angst heben...die würden doch einfach so aus neugier von nem felsvorsprung springen! ich denke angst soll heißen, vorsichtig zu sein...aber wenn die angst ein solchen ausmaß annimmt, dass man sich an etwas komplett nich rantraut, sollte man "seine angst überwinden", denn in dem fall kann sie enorm behindern |
| Liebes | Das kommt auf die Angst an, ich würde nicht empfehlen die Angst von einem Hochhaus runter zu springen zu überwinden. Das wäre vollkommener Quatsch. Man soll Angst haben und wie schon gesagt vorsichtig sein. Aber wenn sie einen behindert sollte man sie überwinden. Man sollte sich die Frage stellen, warum habe ich die Angst, was könnte passieren, wenn ich sie nicht hätte, und dann entscheiden, ob man ihr folgt oder sie überwindet. |
| Azurite | Klar kann man nicht jede Art von Angst in einen Topf werfen... Würdet ihr eine Abneigung gegen irgendwas auch schon als eine Art von Angst bezeichnen? Wie z.B. wenn ich sage, ich habe einfach keine Lust, eine Katze (oder auch eine Spinne, egal was) anzufassen... ist das auch Angst? Azurite |
| Trauerwesen | Also wenn mich z.b. Höhenangst davor schützen soll, irgendwie runterzufallen weil ich dann ja sterben würde bzw mich verletzen würde , dann hat diese ja einen Zweck und nunja, wovor ich nun überheblich werde, schützt dies mich ja. Genauso Angst vor Schmerz usw, also ich finde den sollte ich nicht überwinden weil es etwas natürliches meines Körpers ist welches mir hilft mich zu schützen. Also bin dagegen ;) |
| Azurite | Ja, bei solchen Dingen bin ich natürlich auch dagegen. Es gibt aber noch so Sachen wie Angst vor bestimmten Tieren, Berührungsangst, Angst vor der Dunkelheit an sich, Verlustangst oder ähnliches, die heutzutage wohl eher weniger mit Überleben zu tun haben. Bist du da auch dagegen? Ich bin mir nicht sicher, wie ich dazu stehe. Azurite |
| Sol Roth | Ob man seine Ängste grundsätzlich überwinden sollte ist ohne jeden Zweifel eine interessante und berechtigte Fragen, haben wir alle doch verschiedene Ängste, die uns durch unsere Alltagswelt begleiten. Man muss jedoch die unterschiedlichen Kategorien und Auslegungen der "Angst an sich" differenzieren. Es gibt zum Beispiel Ängste, die vor reeller Lebensgefahr warnen: Die Höhenangst, die zu erfahren man kein Phobiker sein muss oder die Angst, die Frauen (seltener Männer) spüren, wenn sie allein nachts durch Straßen oder Parks (bzw. Waldstücke) gehen müssen. Allerdings gibt es auch Ängste, die auf Erlebnisse in früher Kindheit, auf die Erziehung (entweder durch Eltern, oder die Öffentlichkeit -> z.B. Angst vor Versagen bei der Jobsuche) oder auf das soziale Umfeld (was in gewisser Weise der Erziehung nahekommt) zurückzuführen sind und nicht zwingend vor Lebensgefahren warnen. Als Beispiel will ich eine persönliche Erfahrung aus früherer Kindheit schildern: So weit ich mich zurück erinnern kann wurde mir von meinen Eltern beigebracht, dass man sterben kann, wenn man als Fußgänger bei Rot über die Straße läuft. Dem hatte ich als kleines Kind wenig entgegenzusetzen und somit entsprach diese Warnung in meinem kindlichen Weltbild einer Gesetzmäßigkeit. Deshalb hatte ich auch immer entsetzliche Angst, wenn ich die (für meine damaligen Begriffe) großen und schnellen Autos an mir vorbeifahren sah, auch wenn ich wusste, dass meine Mutter oder mein Vater neben mir standen und mich an der Hand hielten. Über die Jahre "schlief" diese Angst ein wenig ein, da die Autos nicht mehr ganz so groß aussahen und 50 Km/h nicht mehr so recht meiner Vorstellung von Schnelligkeit entsprachen (ich hatte durch die Auto-quartetts meines Bruders ganz andere Geschwindigkeiten kennengelernt...). Kurz gesagt, ich hatte die Gesetzmäßigkeit aus meiner frühen Kindheit vergessen, wenn auch die Warnung vor Lebensgefahr immer dann als Angst in mir aufwachte, wenn ich an einer roten Ampel stand und ich über die Straße wollte. Ich muss zugeben, dass ich es erst mit 14 geschafft habe bei Rot über eine Ampel zu laufen, auch wenn ersichtlich war, dass, bis ich auf der anderen Seite angekommen wäre, kein Auto kommen würde. Davor war eben diese anscheinend vergessene Angst in meinem Unterbewusstsein gespeichert und wartete nur darauf bei der nächsten roten Ampel aufzuwachen. Nun, da ich schon über etliche rote Ampeln gelaufen bin und dadurch schon häufiger (besonders in England...) gerade noch pünktlich angekommen bin, muss ich sagen, dass man seine Ängste insofern überwinden sollte, als dass man die drohende Gefahr abschätzen und nach diesem etwas überlegteren Situationsbild handeln sollte, denn wie Liebes, bzw. Trauerwesen bereits anmerkten ist es völlig absurd die "Schutzangst" eines 100% lethalen Szenarios zu überwinden und "vom Hochaus zu springen", wohingegen es seltsam erscheint, wenn man 3 Minuten auf Grün wartet und kein Auto vorbeifährt... |
| Ronin47 | @Azurite: Die Ängste, die du da beschreibst, Sind meiner Ansicht nach Ängste die die Menschen sich gegenseitig aufprägen. Sie durch Ablehnung zu begründen, ist eine Möglichkeit ihnen auszuweichen. Auf Dauer sollte man sich ihnen eher Aussetzen, nur so besteht die Chance sieh irgendwann zu überwinden, auch wenn es manchmal ein harter langer Weg ist. |
| Azurite | Naja, es kommt doch aber auch darauf an, wie sinnvoll es überhaupt ist, diese überwinden zu wollen. Klar, wenn ich Angst vor dem Dunkeln habe, habe ich etwas handfestes davon, wenn ich diese überwinde, da es ziemlich oft dunkel ist (oder sonst ziemlich teuer wird)... aber wenn ich z.B niemals eine Katze anfassen wollen würde? Muss ich das denn wollen? Wie sieht's aus mit anderen Menschen? Muss ich das wollen? Wo ist die Grenze? Und um nochmal das Dunkelheitsbeispiel zu nehmen... es hat ja auch zumindest den Vorteil, dass man viel weniger gefährdet ist, nachts überfallen zu werden, da man sich ja höchstwahrscheinlich nicht mal raustraut. Azurite |
| Ronin47 | Ganz einfach, komme aus einem überängstlichen Elternhaus. Mal abgesehen davon, dass mich mit diesem als Teenie tatal zerstritten habe deswegen, und erst mit mitte zwanzig, also nach etwa 10 Jahren, wieder in der Lage war mit ihnen vernünftig zu reden, ab und zu mittlerweile auch über persönliche Dinge. Kann sagen dass es sicher einen leichten Schaden hinterlassen hat, aber im nachhinein wars das vieleicht sogar wert. Ich war früher mal auch total ängstlich, habe dann aber ein ziemlich hartes überkompemsationsverhalten an den Tag gelegt. Da waren ziemlich dumme Aktionen bei, aber es gab sehr viel, vor dem ich eigentlich eine ganz "gesunde" Angst hatte, es aber trotzdem mal ausprobieren mußte. Ging zum glück alles gut, von den Kosten und ein paar Narben mal abgesehen. Wenn ich mir mittlerweile aber mein Leben ansehe, kann ich halt nur sagen, ich wäre nicht da wo ich jetzt bin, ich hätte mir in vielem selbst im Weg gestanden und ich hätte vieles nie kennengelernt, was ich jetzt genieße. Was mich ein bisschen traurig macht ist so die Existenz meiner Eltern zu sehen. Die haben hart gearbeitet, hätten rein finanziell und zeitlich die möglichkeit so viel noch zu erleben und haben fast Angst vor die Tür zu gehen. Ein Sohn hat sich inzwischen echt verdammt weit von ihnen entfernt, und der andere, naja um den mach sogar ich mir inzwischen Sorgen, dabei wollten sie ihren Nachwuchs ja eigentlich nur vor allem beschützen. Angst zu überwinden mag zwar ein harter Weg sein, aber meines Erachtens lohnt er sich auf jeden Fall, man hat dann einfach mehr vom Leben wenn man es hinter sich hat. Wir alle sind userer eigenen Ketten Schmied, Ronin P.S. wenn du irgendwann aufwachst und den Satz:"Das war zwar sehr mutig von dir aber auch sehr dumm!" von jemandem hörst, den du zwar für sehr mutig, aber nicht soo clever hälst, dann wird es Zeit oben geschilderten Standpunkt neu zu überdenken. |