| Armitage | Hallo, schwarze Seelen! Ich verfolge jetzt seit einiger Zeit das Thema Suizid und wollte bei dieser Gelegenheit mal Eure Meinungen dazu hören, wie ihr beim Befall Eures Körpers durch eine "unheilbare" Krankheit (Krebs, AIDS, MS oder sonstiges) reagieren würdet, bzw. wie ihr dann zu Eurem Leben stündet... |
| Kriegerin | was für ein trauriger beitrag! nun,ich glaube wenn ich eine von diesen unschönen unheilbaren krankheiten hätte... also,ich denke bis zu einem gewissen punkt würde ich sicher versuchen so normal wie möglich weiter zu leben intensiver vielleicht,wobei ich nicht dieses "bankraub-einen-draufmachen" meine. aber irgendwann wird ein punkt kommen,an dem so gut wie jeder kebs-,ms-oder aidspatient daran denkt seinem leben auf eigene faust ein ende zu setzen. man kann sich kaum vorstellen was die menschen in den endstadien dieser krankheiten für schmerzen ertragen.aber grade dann,wenn sie dermaßen mit morphium und opiaten zugepumpt sind,sind diese menschen kaum mehr in der lage sich über suizid gedanken zu machen. und..schwupps sind wir schon beim thema euthanasie. ich für meinen teil wäre froh wenn man mich in einem solchen stadium gehen lassen würde,aber ich würde das niemals selbst tun. ich glaube einfach wenn für mich der punkt gekommen ist,zu sterben,dann werde ich das auch tun. ich finde es furchtbar wenn menschen direkt nach verkündung der diagnose an selbstmord denken..warum? vielleicht sollte es so sein das sie erkranken...ich bin der meinung,es hat alles seinen grund. und man sollte die hoffnung niemals aufgeben,denn es sind schon leute mit den schlimmsten krankheiten relativ alt geworden. vielleicht sollte man sich auch mal überlegen wie kinder mit diesen situationen fertig werden. kinder denken nicht darüber nach..ich müßte jetzt noch etwas erledigen...sie denken da auch nicht an suizid. ich habe schon kinder an diesen krankheiten leiden und sterben sehen,und so morbide es klingt,kein erwachsener ist friedlicher gegangen! ALLES LIEBE die KRIEGERIN ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| moon | Hi Armitage, dies ist zeiwellos eine schwierige Frage, ich habe bereits einen Selbstmordversuch hinter mir, der wie ich heute darüber denke zum Glück fehlgeschlagen ist. Damals habe ich oft darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn ich eine unheilbare Krankheit bekäme, für mich hat sich herausgestellt, dass ich mich gefreut hätte, ich hätte die Schmerzen genossen, so wie ich sie genossen habe, wenn ich mir die Adern aufschnitt. Ich hatte nie Angst vor dem Tod, keine Angst vor den Schmerzen, ich habe mir beides gewünscht. Ich hatte nur wahnsinnige Angst vor dem Leben. Ein sehr lieber Mensch hat mir diese Angst genommen und heute bin ich froh überlebt zu haben, froh, jeden einzelnen Tag leben zu dürfen. Aber trotzdem bin ich der Überzeugung, ein körperlich gesunder Mensch, dessen Seele leidet, leidet um nichts weniger als ein schwer kranker Mensch und oft ist eben auch eine gebrochene Seele unheilbar. Menschen, die den Freitod wählen verletzen ihre Freunde, Mitmenschen ja, aber ich glaube, man darf sie nicht verurteilen, denn niemand kann ihnen helfen, niemand lebt ihr Leben. Egal wieviel Trost man ihnen spenden mag, sie sind trotzdem immer alleine mit der ewigen Qual, die so endlos scheint und eben oft auch ist. |
| Sarcan | Dazu antworte ich mal nur kurz... Schmerzen kann man ertragen, mit einer Krankheit leben... bis zu einem gewissen Maße. Ob die Nähe des Todes wirklich so schlimm für uns wäre, oder ob wir unserem Leben daraus nicht vielmehr einen Sinn geben könnten... ich weiß es nicht... bis ich es nicht erfahren habe... wichtig im Umgang mit solch einer Krankheit wäre mir jedoch eines... der absolute Albtraum wäre es für mich, später an Maschinen angeschlossen als Pflegefall um jeden weiteren Tag beten zu müssen, wärend die Menschen um mich herum in hilfloser Trauer ergehen würden... was auch immer geschieht... ich will mir dann doch wünschen, immer noch genug Kraft zu haben, um meinem Leben ein Ende zu setzen... niemals die Kontrolle zu verlieren... nicht sinnlos leiden, weder ich noch andere... Sarcan ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Falcon | Ein sehr brisantes Thema! Nun ich glaube, keiner weiss wirklich, was er tun würde. Es ist doch im Prinzip ein 'was wäre wenn'. Wer weiss schon, ob mich nicht doch der sofortige Suizid ereilen würde oder ob ich die Kraft hätte, weiter zu leben als wäre nichts. Ich glaube, dass das persönliche Umfeld dabei auch ein grosse Rolle spielt. Ich meine, ob ich täglich in Gesichter blicken muss, in denen ich lesen kann "Das ist doch der mit der Krankheit...", oder ob es den Leuten gelingt, mich weiterhin als den anzusehen, den sie kennen. Letzteres würde natürlich ein Weiterleben rechtfertigen und mir auch sicher die Kraft dazu geben. Verfrühtes in-Trauer-fallen kann eine Krankheit auch beschleunigen und dazu führen, dass man wirklich nicht mehr Herr über sich selbst ist, und in oben schon genannte "Starre" verfällt (sprich an Schläuchen hängt) Wie schon erwähnt, es ist halt ein 'was wäre wenn'. in diesem Sinne Falcon ------------------ Idealismus ist die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären wie sie sind. [url="http://www.silkebischoff.de"]FOLLOW ME INTO THE NIGHT[/url] |
| Armitage | Hmm... Fast alle meiner Verwandten, welche in den letzten Jahren regelrecht wegstarben, litten an den "üblichen" Krankheiten, welche sich als nicht heilbar herausstellten. Fast alle standen mir sehr nahe, manchen davon habe ich meine Erziehung zu verdanken. Ich denke sehr oft an diese Menschen. Daran, was sie wohl fühlten, wie sie in dieser Zeit zum Tod standen. Ich hatte es nie erfahren, alles ging sehr schnell. Doch niemand von ihnen sprach offen über Suizid. Diese Bilder von ausgemergelten, verfallenen, aber geistig voll vitalen Menschen im Alter von 40-80 Jahren, wie sie da verwahrlost und vollgepumpt ihre letzten Atemzüge taten, haben sich in meinem Kopf eingebrannt. Die meisten hatten Angst vor dem Tod, und waren voll von Schmerz und Qual, doch ein Lächeln bekam ich immer geschenkt. Diese Art von Lächeln, welches oft den schmerzverzerrten Blick in fließende, warme und wissende Gesichtzüge übergehen ließ, läßt mich heute, wenn ich daran denke, vor Ehrfurcht verstummen und gibt mir mehr Kraft als manches andere. Und ist es nicht so, daß wenn ein Mensch weiß, daß er nicht von seiner Krankheit geheilt werden kann, umso mehr (Über)Lebenswillen und Kraft findet und erzeugt? Tja..für meinen Teil... ich würde das laß-die-Sau-raus-Schema eher bevorzugen... @moon: Ich bin froh, daß Du LEBST! sonst hätte ich Deine Zeilen nie lesen können, wo Du mir aus der Seele sprichst...Niemand darf wegen eines Selbstmordes verurteilt und durch den Dreck gezogen werden, wie es die römisch-katholische Sekte bevorzugt, wo der Suizid ja das größte Verbrechen nach der Verhütung ist... Jene die den Seelenschmerz ertragen müssen, egal aus welchen Gründen immer, sind gleichzustellen mit jenen, die die körperliche Hölle durchleben, da Geist, Körper, Seele und Herz eins sind. |
| semigod | Salve! Ich würde im Falle einer unheilbaren Krankheit erstmal versuchen alle Fehler die ich im Leben gemacht habe auszubaden und mich von allen meinen Freunden ausgiebig verabschieden und dann wenn ich ins Krankenhaus muss würde ich mich zur Erforschung der Krankheit zur Verfügung stellen, um anderen evtl. das Leid zu ersparen. Und wenn es dann vorbei ist stelle ich meine Organe zur Verfügung! Aber toi,toi,toi ich hab bis jetzt noch keine unheilbare Krankheit und hoffe auch nicht, mich in der nächsten Zeit zu infizieren. Semigod |
| Shade | Hallo, endlich wieder Zeit zum surfen... Zum Thema: Entscheidend ist welche Krankheit und in welchem Stadium. Es gibt einige die nie ausbrechen und andere mit denen man leben kann. Aber was mich viel schlimmer treffen würde, wäre Blind oder Taub zu sein. Die Vorstellung die Wunder der Welt nicht mehr zu sehen oder keine Musik mehr zu genießen würden mich wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben... Aber das ist auch nur eine Vermutung. Was Sterbehilfe angeht so ist es nicht so einfach. Wo fängt sie an und wo muß man die Grenze ziehen? Auf jedenfall ist es kein einfaches Los. Seeya, Shade. ------------------ Alle Lust will Ewigkeit. Will tiefe, tiefe Ewigkeit. |
| ir:ma | "ich finde es furchtbar wenn menschen direkt nach verkündung der diagnose an selbstmord denken..warum? vielleicht sollte es so sein das sie erkranken...ich bin der meinung,es hat alles seinen grund." ... Du bist auch nicht krank, nehme ich an! ... entschuldige aber es ringt mir neben den tränen nur ein übles würgen ab!!!!!!!!!!!!! ... sicher, es sollte so sein ... MENSCHEN SIND GRAUSAM ... das geht an Dich Kriegerin! ir:ma (provokant und das absichtlich!) |
| ir:ma | nachsatz ... ich frage mich, ob Du, kriegerin, den mut hast und die dazugehörige menschenverachtung es einem familienvater, der durch einen unfall eine bluttransfusion bekommen hat, die hiv+ infiziert ist, diesem ins gesicht zu sagen, "Deine tödliche krankheit hat einen sinn" ... wenn Du dieses bejahst, dann spucke ich hiermit förmlich vor Dir aus ... wenn Du einem Multiple Sklerose Erkrankten, wo jeder Schub der Krankheit der letzte sein kann, wenn Du diesem ins Gesicht sagen kannst, dass seine krankheit einen sinn hat ... dann bist Du menschlicher abfall ... und nochetwas ... mir wird vorgeworfen ich bin provokant und nicht tragbar mit meinen äusserungen ... GUT!!!!!!!! .. denn wenn soetwas akzeptiert wird ... dann bin ich wahrhaft froh darüber ... mir ist übel! ir:ma |
| Kriegerin | @ir:ma so meine liebe,dann will ich dir mal was sagen... bevor du wieder deine cholerischen anfälle bekommst,setz dich lieber hin,nimm eine magentabelette und ein beruhigungsmittel. ich kann dir leider nicht helfen wenn meine worte über dein,wie ich finde doch etwas beschränktes denkspektrum hinausgehen. ich werde da auch nichts erklären. aber ich werde deine beiträge auch nicht unbeantwortet lassen. ich habe ständig mit solchen schwererkrankten zu tun,ich sehe wie sie leiden,und wie sie damit umgehen,und da brauche ich mir von dir meine meinung nicht als schlecht vorwerfen lassen! um dir mal klarzumachen,warum man so denkt muß man schon mit entsprechenden menschen zu tun haben. wenn mir ein 36 jähriger mann leukämiekrank sagt,es hat einen grund gegeben warum er lebe und es hat einen grund warum er jetzt und auf diese art und weise stirbt, eine familie zurücklässt,er aber diesen grund erst erfahren wird wenn er "drüben" ist...dann willst du mir erzählen dieser mensch war ,wie du dich so schön ausdrückst "menschlicher abfall"??? oder würdest du auch vor einer mutter ausspucken,die ein totes kind hat zur welt bringen müssen,dieses ereignis obwohl sie voller trauer war,nicht als sinnlos angesehen hat? meine liebe ich glaube du mußt noch viel lernen!!! in diesem sinne.... ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| *Silence* | Mag sein, dass so etwas seinen Sinn hat.. das ist dann ein kleines bisschen Hoffnung.. "Gott hat es so gewollt.." .. Aber es ist verdammt schwer, zu sagen, dass der Tod einen Sinn hatte, so wie du es sagtest.. du wiedersprichst dir ja irgendwie.. nicht die Krankheit hat einen Sinn (oder doch..?), sondern das Leben, was die Person bisher hatte.. oder missverstehe ich dich hier..? Im Übrigen hatte ich mit diesem Thema zu tun, als mein Vater gestorben ist.. klar, da fragt man sich nach dem Sinn.. und wenn du mir dann sagst, dass z.B der Herzklappenfehler einen Sinn hatte.. ich weiß nicht... |
| Kriegerin | @silence... ich glaube ihr missversteht das alles irgendwie... nicht für dich sollte das einen sinn haben... für den betroffenen selbst...aber auch der wird den sinn erst erfahren wenn er nicht mehr da ist. erst im tod beantwortet sich die frage nach dem sinn des lebens ebenso wie die nach dem sinn des todes... das hat nichts mit gott zu tun... ich rede hier nicht über die sinnfrage der angehörigen sondern über die gedanken die sich auch die betroffenen dazu machen. und das sind unterschiedliche dinge... wie gesagt ich habe mit menschen zu tun,die schlimmstes erleben und erlebt haben,und wenn diese menschen mir ihre gedanken dazu mitteilen...und ich diese gedanken für mich annehme un daraus lerne finde ich das nicht sonderlich schlimm. z.b. da ist ein krebspatient,die ärzte räumen ihm kaum chancen ein,er wird therapiert,und trotz seiner schlechten diagnose besiegt er diese krankheit, der patient wird mit einigen wenigen einschränkungen wieder gesund,lebt aber sein leben jetzt völlig anders als vorher... bei den nachfolgenden untersuchungen erzählt der patient,sein leben hätte sich völlig geändert,er lebe bewußter und er wäre zufriedener als noch vor seiner krankheit,und er wüßte jetzt was es heißt wirklich zu leben. so...hat dieser mann nicht einen sinn darin gesehen zu erkranken? hat er nicht erst durch die erkrankung ein neues leben führen können? und hat ihm nicht erst diese krankheit gezeigt was er für raubbau an seinem körper getrieben hat? und hat er sich nicht auch vor der therapie nach dem sinn gefragt? nur ein beispiel aus der praxis... so dieser mann hat aber den sinn seinen angehörigen noch mitteilen können. jemand der daran gestorben ist wird diesen sinn erst viel später erkennen... und...wie gesagt es macht schon einen gewaltigen unterschied ob sich die sinnfrage angehörige stellen oder der betroffene selbst. liebe grüsse die KRIEGERIN ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| ir:ma | @kriegerin ... oh ja ... ich habe noch viel zu lernen in diesem leben ... und dazu bin ich bereit ... jeden moment der mir bleibt! ... Du, kriegerin hast todgeweihten wortwörtlich vorgeworfen, „ich finde es furchtbar wenn menschen direkt nach verkündung der diagnose an selbstmord denken..warum?“ warum ... diese antwort ist offenbar nur nachvollziehbar, wenn man selbst todgeweiht ist ... es scheint mir so, wenn ich Deine zeilen lese ... mir fallen sofort gründe ein ... angst dem/den geliebten menschen last zu sein angst vor dem leid angst nicht mehr herr der sinne zu sein angst vor hilflosigkeit angst vor schmerz angst vor mitleid und falschem mitleid angst vor falschem verständnis angst vor unwürdigem sterben angst vor dem dahinvegetieren angst vor körperlichem und geistigem verfall angst vor dem dahinsiechen und körperlicher fäulnis im körperlichem gefängnis bei klarem verstand ... „vielleicht sollte es so sein das sie erkranken...ich bin der meinung,es hat alles seinen grund“ sicher ... gott richtet über diese menschen ... und die gläubigen nicken ... entschuldige aber das was Du von Dir gelassen hast ist so ziemlich das letzte was ich verstehe, in anbetracht der „arbeit“ mit der Du Dich brüstest ist das noch unverständlicher ... natürlich ... es gibt alle gründe nicht zu verzweifeln ... aber ein urteil über verzweifelnde zu fällen ist nicht nur anmaßend ... es ist menschenverachtend!!! ... und sei Dir gewiss, nur weil ich hier in diesem forum nicht mitleid erheische ... ich weiss wovon ich spreche, ich kenne den tod und das leid der todgeweihten und darum ist die form in der Du diese worte verfasst hast unwürdig und sie sind überdies gefährlich für jene kranke ... vor allem von jemanden der nach eigenen aussagen mit todkranken zu tun hat! ... ich kann nur hoffen, dass Deine ausdruckweise falsch war, denn wenn das Deine meinung ist, dann kann ich nur beten, dass Dein chef sie schnellsmöglichst erkennt ... mein post verurteilt nicht jene, die „du“ kennst ... und schon gar nicht jene, die sich für das leben entscheiden ... aber weil Du einige kennst die das leben wählen kannst Du die, die sich anders entscheiden nicht verurteilen, das aber tust Du mit dieser aussage ... das ist meine anklage und ich werde sie nicht zurückziehen, wenn Du nicht erklären kannst, wie anders sie zu verstehen ist als wie sie dort steht ... wortwörtlich!!!!!!!!!! Aus diesem grund nochmals einfach für Dich ... mein unbill gilt nicht denen die sich für leben oder tod entscheiden ... sondern einzig Dir ... aufgrund Deiner menschenverachtenden aussage ... und abschliessend ... ich verwehre mich dagegen dass jemand wie Du mich „meine liebe“ nennst, spare es Dir, das ist keine bitte, ich erwarte es ... ir:ma |
| Sarcan | @Kriegerin Ich denke, ich verstehe, was du sagen möchtest... aber ich kann es nicht für mich annehmen. Sinn oder Unsinn lautet die Frage: Die Welt ist also mit gutem gleich wie mit bösen durchsetzt, erst dieser Dipol macht das Leben lebenswert. Aber welche Chance hat das totgeborene Kind, der mißhandelte Säugling? Für sie ergibt es keinen Sinn. Mißbrauchte Kinder... sie können nicht begreifen, was mit ihnen geschieht... sie können niemals einen Sinn darin finden, dazu haben sie keine Chance... und das ist gleichbedeutend damit, daß es keinen Sinn für sie gibt. Niemals endender Schmerz... Als Konsequenz der menschlichen Freiheit anderer. "ich rede hier nicht über die sinnfrage der angehörigen sondern über die gedanken die sich auch die betroffenen dazu machen. und das sind unterschiedliche dinge..." Sind sie das immer? Ein Fall, der sich in meiner Umgebung ereignet hat... nimm dir einen Menschen, der durch einen Schlaganfall an das Bett gefesselt ist. Keine Kontrole mehr über den eigenen Körper, kein Sprachzentrum, kein klares Sehen mehr. Ein dahinsiechen. Aber er hält sich aufrecht. Bis zu einem gewissen Punkt. Es ist nicht die Behinderung, die ihn zerbricht, es ist das Schicksal seiner Frau... sie kann nicht bgreifen, was da geschehen ist, sie sucht immer noch nach dem Menschen, den sie verloren glaubt, und er kann ihr keinen Trost zusprechen. Ihr komplettes Leben wird durch ihr Mitleid zerstört... weil sie nicht akzeptieren kann, was geschehen ist... jeden Tag nur noch ihre Trauer... und wenn er sterben will... so kann ich ihn gut verstehen... ich würde mir das gleiche wünschen... Sarcan ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Sarcan | @ir:ma "angst dem/den geliebten menschen last zu sein angst vor dem leid angst nicht mehr herr der sinne zu sein angst vor hilflosigkeit angst vor schmerz angst vor mitleid und falschem mitleid angst vor falschem verständnis angst vor unwürdigem sterben angst vor dem dahinvegetieren angst vor körperlichem und geistigem verfall angst vor dem dahinsiechen und körperlicher fäulnis im körperlichem gefängnis bei klarem verstand ..." Angst... was ist mit der Angst vor dem Leben? Angst vor Verlusten Angst vor Enttäuschungen Angst vor verlorener Liebe Angst vor Verletzungen Angst davor, zu verletzen Angst, in die falsche Richtung zu gehen Angst, den Fakten in die Augen zu sehen Angst, sich die eigene Schwäche einzugestehen Ansgt vor dem unausweichlichen Tode am Ende des Regenbogens. Wenn ich sage, daß es für mich den Punkt geben wird, an dem ich mir nur noch meine Pistole unters Kinn halten und abdrücken möchte, dann ist es ein Moment der Klarheit. Wir besitzen das Leben, es ist das einzige, was wirklich uns gehört. Nur wir können seinen Wert schätzen. Und nur wir können einschätzen, ob es ein bestimmtes Opfer wert sein kann. Wer aus Angst diese Welt verläßt hat das Spiel verloren. "sicher ... gott richtet über diese menschen ... und die gläubigen nicken ..." Gott... ich bin Deist... eben aus diesem Grunde... hätte Gott ein interesse am Tod eines unschuldigen Kindes, so könnte ich nicht glauben... Sarcan ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Falcon | @Kriegerin, es kommt wahrlich selten vor, dass ich ir:ma recht gebe. Aber in diesem Falle bleibt mir nichts anderes übrig. Welchen Sinn soll es ergeben, wenn ein Mensch diesen erst nach seinem Ableben erkennen kann? Und vor allem, wie soll er ihn noch erkennen??? Da drängt sich mir doch die Frage nach dem Leben nach dem Tod auf. Nur wenn es dies geben sollte, kann doch ein Dahingegangener den Sinn seines Ablebens und seiner zum Ableben geführt habenden Krankheit erkennen. Und wie Sarcan schon ausführte, welchen Sinn macht es für ein Totgeborenes, tot geboren worden zu sein. Und wie soll dieses menschliches Wesen, welches niemals lebte, den Sinn erkennen? Kriegerin, ich glaube, ich muss mich dahingehend auch in die Reihen der Nichtverstehenden eingliedern. Falcon ------------------ Idealismus ist die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären wie sie sind. [url="http://www.silkebischoff.de"]FOLLOW ME INTO THE NIGHT[/url] |
| Kriegerin | so,dann schreib ich noch einmal zu der ganzen geschichte. es geht hier gar nicht um verstehen oder nicht verstehen. ich habe von meinen erfahrungen berichtet,und habe mehr oder weniger versucht meine ansicht zu begründen. aber es ist die sache eines jeden selbst für sich den sinn oder nicht-sinn zu finden. ich werde das was ich denke und erlebt habe auch nicht weiter ausführen. aber ich muß mich weil ich den augen der anderen eine unverständliche meinung zu dem thema habe nicht beschimpfen lassen. @ir:ma und meine liebe,ich habe niemals einen todgeweihten beschimpft,herabgesetzt oder ähnliches getan. sei vielleicht das nächste mal vorsichtiger wenn DU "todgeweihte" dermaßen wegen ihrer meinung angreifst...danke...aber meine eigene geschichte tut nichts zur sache! es ist zumindest schön zu sehen das andere ihre kritik noch in einer weniger bleidigenden form hervorbringen können. soviel zu geistiger größe! liebe grüße die KRIEGERIN ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| Falcon | Zitat: |
| Blackadder | Guten Abend euch allen, eine tödliche Krankheit, die für den Betroffenen einen Sinn hat, bzw. die dem Kranken einen Sinn gibt...das klingt eigentlich widersinnig, aber ich denke, ich verstehe was du meinst. Durch das besiegen seiner Krankheit verleiht man seinem Leben einen neuen "Sinn", man sieht die Welt mit anderen Augen und denkt wahrscheinleich weniger lapidar als vor der Krankheit. Aber wo liegt der Sinn in einer Krankheit, wenn jemand sie nicht überlebt? Für ein paar Jahre glücklicher leben? Ob man das nicht auch ohne Krankheit könnte? Und tatsächlich, ich würde als allererstes an Suizid denken, allein aufgrund der Tatsache, weil das die einzige Option ist, die mir spontan in den Sinn käme, bevor ich alles realisiert habe. Letzen Ende würde ich kämpfen, aber auch nur bis zu einem Punkt, an dem ich noch selber entscheiden kann ob ich noch kann oder nicht...Gegen meinen Willen will ich nicht am Leben erhalten werden wenn es ohnehin keine Hoffnung gibt. Ich kann diesen Gedankengang sehr, sehr gut nachvollziehen, man kann/sollte keinen Menschen zwingen, einen Kampf gegen seinen eigenen Körper zu führen, den er nicht gewinnen kann. Die Frage, die sich mir stellt ist einfach, ob man es wirklich "sinnvoll" nennen kann, ich denke, nicht ohne einen bitteren Beigeschmack. Krebs, Aids und das ganze Repartoire an schmerzvollen,lange andauernden Behandlungen und Krankheiten in Folge, die ständige Angst, die begrenzte Zeit, der dahinsichende Geist und Körper... Nein, darin kann ich keinen Sinn sehen, aber ich respektiere, dass du offensichtlich anders denkst. Beste Wünsche, BLACKADDER P.S. Ich glaube, du solltest es nicht als "Beschimpfungen" ansehen bei einem so emotionsgeladenen Thema. Bei deiner ersten ost musste ich auch schwer die Stirn runzeln, wolle aber erst warten bis du ein wenig mehr erklärst, bevor ich mich äussere. Insbesondere bei einer so "unkonventionellen" Meinung wie deiner kommt es schnell zu Mißverständnissen. ------------------ _________________________ Auf jede Frage dieser Welt findet man die Antwort in einem Buch. In omnibus requiem quaesivi et nusquam inveni nisi in angulo cum libro. |
| Daimon | Heiße Diskussion hier - ich Urteile weder über Euch, noch werde ich Eure Meinung irgendwie bewerten. Bedenkt nur eines: Ob, warum und wann ein Mensch sein Leben beendet, sollte von diesem Menschen entschieden werden. Mit EINER Einschränkung, der Mensch sollte aufgeklärt werden, was ein Selbstmord auslösen kann. Meine beste Freundin hat sich das Leben genommen. Sie hatte mir gesagt, das sie mich liebt. Damals habe ich es nicht verstanden und es hat mich überrascht. Ich gab mir die Schuld daran und habe es selbst versucht, weil ich nicht mit dieser Schuld leben konnte. Ich überlebte .. um mich in einen Menschen zu verlieben, der extrem Selbstmordgefährdet ist. Ich besuchte mehrere Selbsthilfegruppen. Was ich gelernt habe ist, das die Menschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen versuchen das Leben zu nehmen. Furcht, Schuld, Trauer, Einsamkeit, Krankheit etc. ... die Liste ist lang. In der Bundesrepublik Deutschland (alte u. neue Bundesländer) haben sich im Jahr 1998 insgesamt 11648 (Todesursachenstatistik des StBA) Menschen das Leben genommen. Davon waren: 10 - 15 Jahre 50 15 - 20 J. 295 20 - 25 J. 449 25 - ? rest Was mich besonders erschreckt ist die steigende Tendenz und dazu die Selbstmordrate bei 10-15 jährigen (Mädchen und Jungen zu beinahe gleichen Teilen). Warum? Prügel, Mißbrauch, Verlust der Eltern, etc..... So... genug zu diesem Thema. Wer es nicht erlebt ( überlebt) hat, kann nicht wirklich viel darüber sagen. Ich erwarte aber von Euch, das Ihr Eure gegensätzlichen Meinungen zu diesem Thema akzeptiert und Euch nicht gleich Gegenseitig an die Kehle springt. (@ Irma und Kriegerin) Wie alt seid Ihr eigentlich? Okok... selbst wenn Ihr mich mit dem Alter überbieten könnt.... Ihr verhaltet Euch aber nicht ganz so :P ... __________________________________________ "Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab." Friedrich von Schiller |
| Maschinenherz | Zitat: |
| Trinity Goth | Hi! Wenn ich eine 'todbringende' Krankheit hätte, würde ich versuchen das Leben noch zu geniessen solange es geht und dann wenn ich das Ende vor Auge hat meinem Leben selbst ein Ende setzen. Ob Selbstmord oder nicht? Ist in dem Fall eine Frage des Glaubens oder der Liebe zu seinen Mitmenschen. Glaubt man streng katholisch, das Selbstmord eine Sünde ist oder denkt man tut seinen Angehörigen weh damit. Naja, ich glaube jemanden leiden zu sehen ist nicht schön für die Angehörigen, deswegen kann Selbstmord oder auch Sterbehilfe in disem Moment verstehen. Das Gott an tödlichen Krankheiten bei Kindern oder auch anderen Menschen Interesse hat würde mir, wenn ich Christ wäre ziemlich den Magen rumdrehen. Es trifft in den meisten Fällen doch immer nur die Unschuldigen. Wenn einen Spruch höre wie z.B. AIDS wär eine Strafe Gottes, könnte ich zur Pumpgun greifen. Gruss Trinity Goth ------------------ 'If I am an angel paint me with black wings.' A. Rice - The Vampire Armand ------------------------- Come to: [url="http://members.nbci.com/TrinityGoth/entrance.html"]Trinity Goth's Dark World[/url] [Dieser Beitrag wurde von Trinity Goth am 30. Juni 2001 editiert.] |
| Sarcan | @Trinity "Glaubt man streng katholisch, das Selbstmord eine Sünde ist" In der Tat ist dieser Glaube viel tiefer in den Menschen vrwurzelt, als man es würde glauben wollen. Tatsächlich wird noch immer genau das gepredigt. Das es natürlich völliger Unsinn ist, wird nicht erkannt. Dabei denke ich, daß es manchen Menschen grade helfen würde, würden sie einsehen, daß sie ihr Leben völlig in der Hand haben, daß es nicht kontrolliert wird durch irgendeine göttliche Instanz. "Das Gott an tödlichen Krankheiten bei Kindern oder auch anderen Menschen Interesse hat würde mir, wenn ich Christ wäre ziemlich den Magen rumdrehen" Mir auch, glaube mir. Darum stehe ich auch zum Deismus... alle anderen Ansätze wären in letzter Konsequenz doch unverständlich. ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| *Silence* | Hmm.. vielleicht, ganz vielleicht, hat es seinen Sinn.. Leute, die ihr ganzes Leben nur nach Anleitung leben, und dabei selber nicht glücklich sind.. denen wird vielleicht durch so eine Krankheit erstmal die Augen geöffnet.. auch, wenn's ne ziemlich harte Art und Weise ist. Familien, die nie zueinander halten können, wachsen vielleicht durch den Tod eines Kindes/Elternteils wieder zusammen, vielleicht gehen sie aber auch noch mehr auseinander, wie eine Art Test.. aber das ist so oberflächlich gesehen. Möglich, dass es die Betroffen einfach nicht war haben wollen, dass die Krankheit sinnlos war... Übrigens.. mir fällt gerade so ein.. mein Großvater ist an Krebs gestorben, ich habe ihn aber nie kennengelernt, da ich damals noch nicht lebte. Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass er zum Schluss im Krankenhaus völlig apathisch war, nichts mehr gegessen hat, mit niemandem mehr geredet.. und niemand wusste, warum. Ich persönlich kann ihn sehr gut verstehen.. wenn man da wie ein halbtotes Stück Fleisch liegt, die Familie steht am Bett und glotzt einen an, als wäre man sonstwas.. ich weiß nicht.. Hm, ich fände es auch grausam, zu erblinden oder taub zu werden.. alleine, weil mir Musik so viel bedeutet.. und wenn ich schöne Dinge (Friedhof etc.) sehe, mir es wieder besser geht... wenn man von Grundauf so eine Behinderung hat.. dann weiß man ja nicht genau, wie so etwas ist, und man vermisst es, denke ich nicht derart.. (Kleine Anmerkung: Wenn jemand tot ist, wird das mit "t" am Ende geschrieben.. entschuldigt, aber ich hab da so meinen Rechtschreib-Tick [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif[/img] ) [Dieser Beitrag wurde von *Silence* am 30. Juni 2001 editiert.] |
| Shade | Was soll diese ganze Hetzerei? Ihr habt evtl. alle die eine oder andere Begegnung mit dem Thema in eurem Leben gehabt. Aber könnt ihr euch über euer Leben an sich beschweren? Wenn ich im Endstadium einer tödlichen Krankheit wäre, würde es mich nicht interessieren was in einem Forum über meinesgleichen diskutiert wird. Es ist nicht notwendig. Menschen die sich in diesem Zustand befinden werden in unserer Gesellschaft würdelos behandelt...wie Abschaum. Wer einmal im Leben in einem Krankenhaus war weiß was damit gemeint ist. Macht euch lieber Sorgen darüber wie es mit unser Welt beschaffen ist und wie wir sie behandeln...wie Abschaum... Es ist traurig. Sicher wir kümmern uns alle um die Umwelt und die Erhaltung der Fauna und Flora dieses Planeten...nichts tun wir! Leben vor uns hin und in jedem schlummert irgendwo der Keim des bekannten Satzes:"Nach mir die Sinnflut." Warum? Warum diese geistige Blindheit? Dieses Unverständnis für Gaia welche uns erst entstehen hat lassen? Ich möchte auch nicht den Komfort der mir geboten wird missen, aber wir könnten mit unserem Wissenschaftlichen Stand einiges ändern. Es wird aber immer nur diskutiert und debattiert. Geschehen wird nichts. Und eines Tages wird sich die Natur rächen. Was dann? Auf zum Mars...? Ist wahrscheinlich die Hitze... Shade ------------------ Alle Lust will Ewigkeit. Will tiefe, tiefe Ewigkeit. |
| Trinity Goth | Hi!Zitat: |
| *Silence* | -Todbringend [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Hmm jaja ich hör schon auf *g* Doch, ich hab mich betimmt schonmal vertippt, was daran liegt, dass diese Tasten in einer unlogischen Reihenfolge angeordnet sind [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] @Shade: Vielleicht bringt das hier im Endeffekt nichts.. aber wenigstens macht man sich mal Gedanken drüber.. Man kann stundenlang über ein Thema philosophieren oder eben nicht.. Und da wir hier anscheinend keine Betroffenen haben, kann man da vielleicht sowieso zu keinem Ende kommen.. Das, was du da angesprochen hast.. mit unsere Erde usw.. das wäre wohl ein anderes Thema [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif[/img] aber Recht hast du trotzdem.. irgendwie scheint es mir, als wäre es den meisten Menschen nicht klar, dass dies unser einziger Planet ist.. und das wir damit nicht umgehen dürfen wie mit einem Wegwerf-Artikel.. und dann dieser Patriotismus.. was bringt das denn, dass man stolz ist auf ein kleines Stück Erde, was einem doch sowieso nicht gehört.. wir haben doch garkein Recht dazu, das zu nehmen und systematisch zu zerstören.. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] |
| Trinity Goth | Hi!Zitat: |
| *Silence* | Das war mir schon klar, dass es so geschrieben wird.. war nur hinzufügend.. na, egal, zurück zum Thema.. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/rolleyes.gif[/img] hab ich hier alles durcheinander gebracht.. |
| Shade | Vielleicht ist es ja noch nicht zu spät etwas zu verändern... Oder doch? Stolz aufs Vaterland... Tja, die Erde kümmert sich nicht darum. Aber vielleicht mache ich ja wirklich ein neues Thema auf :-) Seeya, Shade. ------------------ Alle Lust will Ewigkeit. Will tiefe, tiefe Ewigkeit. |
| hagzissa13 | Es gibt sicherlich Menschen, die sich 100prozentig sicher sind, was sie tun würden wenn... Ich denke, ich würde mir wahrscheinlich das Leben nehmen, wüßte ich, daß ich einem qualvollen Tode bevorstehe. Vollziehen würde ich den Suizid dann, wenn ich noch dazu in der Lage bin. Ich kann mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als bei vollem Bewußtsein vor mich hin zu siechen... Aber wer weiß, was ich wirklich tun würde, wäre es denn soweit... Hagzissa - per aspera ad astra - |
| ooAlbert | Das leben wäre so lange lebenswert so lang man noch selbst für sich entscheidne kann und dieses auch aus eigener kraft umsetzen kann... Danach wäre schluß... Das schwierige ist weniger das vollziehen als das was man hinterläßt, freunde familie, liebe.... soll man es sagen oder heimlich tun... Ich würde mir wünschen das ich durch die hand meienr freundin sterbe... ich würde das selbe auch für sie tun... Das fällt dann wohl unter sterbehilfe... ... |
| disturbed | Nun gut, wenn ich solch eine Krankheit hätte, dann wüßte ich , das ich nicht gleich sterben würde... ich meine Aids, so lange der Virus nicht ausbricht, hat man eine relativ lange Lebenserwartung und bei Krebs ( solange es keine Metastasen sind) kann man sich auch mit guten chancen behandeln lassen. Gut bei MS weiß ich leider das dies unheimlich schmerzhaft ist, Aber bei dieser Krankhet kenne ich mich nicht so gut aus.... Wenn man ein betroffener ist, der würde zu meinem Text sagen : Habe du doch erst einmal einer dieser Krankheiten! Was ich auch gut nach voll ziehen kann. Ich denke niemand, außer die die betroffen sind, kann diese Frage beantworten. Vielleicht würde selbst ich total verzweifeln und nicht das denken was ich oben aufgeschrieben habe.... |
| Morri | Kriegerin schrieb:[QUOTE]ich finde es furchtbar wenn menschen direkt nach verkündung der diagnose an selbstmord denken..warum?vielleicht sollte es so sein das sie erkranken...ich bin der meinung,es hat alles seinen grund. [/QUOTE] [QUOTE]ich habe niemals einen todgeweihten beschimpft,herabgesetzt oder ähnliches getan. sei vielleicht das nächste mal vorsichtiger wenn DU "todgeweihte" dermaßen wegen ihrer meinung angreifst...danke...aber meine eigene geschichte tut nichts zur sache![/QUOTE] Vielleicht gibt es diesen Grund, den man erst nach dem Tode erkennt. Du glaubst daran und ich denke, daß Du diesen Glauben brauchst, um Deine Entscheidung durchzustehen. Niemand hier, außer Dir, hat todgeweihte Personen wegen ihrer Entscheidungen für oder gegen Suizid angegriffen. Niemand hat Dich wegen deiner Entscheidung angegriffen... nur wegen Deiner Aussage, daß jemand der sich anders entscheidet, dem Schicksal ins Handwerk pfusche. Für Dich ist diese Diskussion mehr als nur ein Austausch von Meinungen... für Dich ist Dein Glaube an den Sinn einer tödlichen Krankheit buchstäblich lebensnotwendig. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb Du Dir solche Gespräche antust. Eine anweichende Meinung wird Dich entweder auf die Barrikaden gehen lassen - oder, was viel schlimmer wäre - Dich überzeugen und dir den Boden unter den Füßen wegziehen. Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und einen festen Glauben Morri |
| Schattenwesen | Ich denke, ich würde wochenlang weinen und mich irgendwann aufrappeln und versuchen, das beste draus zu machen... Meine Tante ist momentan in dieser Lage, sie hat unheilbar Krebs. Seit Monaten macht sie Chemo, um eben noch "so lange wie möglich" zu "haben". Sie hat 2 Kinder, ist glücklich verheiratet. Ich bewundere, wie stark sie ist, auch wenn ich mich manchmal frage, ob der schwarze Humor, mit dem sie ihre Situation belacht, so ernst gemeint sein kann... Ich finde es grausam genau zu wissen, dass man sein Leben nicht 'zu Ende leben kann', dass in einem eine Zeitbombe tickt und es jeden Tag vorbei sein könnte. Besonders, wenn man von Schmerzen geplagt wird... Ich weiß auch gar nicht, wie ich mit meiner Tante umgehen soll... sie spricht total offen über ihre Situation, aber bemitleiden möchte ich sie nicht... Wir haben auch nur eMail- Kontakt zur Zeit, ich schreibe ihr oft, dass ich an sie denke und ihr Kraft wünsche. Das alles macht mich ziemlich traurig... In dem Sinne...~ Schattenwesen |
| unvollendet | Also nachdem ich gesehen habe, wie ein Mensch, der mir nahe stand an einer solchen Krankheit zugrunde ging, bin ich mir 100%ig sicher, dass ich mich früher oder später umbringen würde. Diese Schmerzen und dieses Leid, was da auf einen zukommt...das könnte ich nicht verkraften! |
| OLED | hmm ich glaube ich würde jeden mir noch bleibenden Tag genießen und an Alles nur nicht an den Tod denken. Zum tot sein hab ich später immer noch genug Zeit. |
| Amnesia | Uiuiui, ist das ein emotionsgeladenes Thema... ....schade, daß hier so viele beschimpfungen gefallen sind, aber vielleicht zeigt das nur, wie viel Angst und Unsicherheit ein solcher gedanke in jedem Menschen auslöst. Ich habe meine Großmutter, die wie eine zweite Mutter für mich war, an einer mischung aus Krebs und 2 Schlaganfällen sterben sehen....obwohl am Ende im Krankenhaus nur noch ihre Schmerzen gelindert und keine lebensverlängernden maßnahmen getroffen wirde, brauchte es noch eine Lungenentzündung, um sie endgültig umzubringen... Als sie (vor dem 2. Schlaganfall) noch sprechen konnte, sagte sie, sie wünschte, es wäre zu Ende.. Und das kam von einer Frau, die bis dato nie den lebensmut verloren hatte...zwei kriege überstanden, einen ihrer Söhne beerdigen mußte... Das hat mich unglaublich erschreckt. Kriegerin, ich denke, ich verstehe, was du sagen willst...ob ich daraus Trost ziehen könnte, wenn ich in der Situation wäre, weiß ich natürlich nicht. Ich hoffe, ich werde nie in die Situation kommen. Von meinem heutigen Standpunkt aus würde ich wohl... ...mich zunächst in ein heulendes Häufchen Elend verwandeln ...dann versuchen, mein Leben noch eine Weile zu genießen, wenn denn keine Hoffnung besteht, mich zu retten, wäre ein Krankenhaus nicht der ort, wo ich meine letzten Tage würde verbringen wollen. Ich würde noch mal verreisen, alle freunde noch mal sehen wollen. So lange, bis die Schmerzen die schönen Augenblicke überwiegen. Wenn ich denn den Mut finde, würde ich dann freiwillig gehen, so lange ich noch etwas Würde übrig habe, bevor ich mich in einen bei lebendem leib verfallenden maschinenmenschen mit trübem Bewußtsein oder in einem nebel von Schmerzen und Morphinen wiederfinde. Meine Angehörigen vorwarnen und ihnen klarmachen, daß sie mich so, wie ich bin, in Erinnerung behalten sollen und nicht diesen letzten prozeß des elendig Verreckens (sorry) vor Augen haben sollen, wenn mein name fällt. Wenn ich schon sterben muß, warum nicht den schlimmsten Qualen entgehen? Ich hoffe nur, daß mih nicht irgendetwas niederstreckt, bevor ich zu dem Entschluß, zu sterben, gelangt bin, und ich mich dann doch im Sterbezimmer wiederfinde... Wenn ich schon sterben muß, dann möchte ich nicht mit meinen letzten Atemzügen das Leben verfluchen... Amnesia |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von Amnesia [/i] [B] Wenn ich schon sterben muß, dann möchte ich nicht mit meinen letzten Atemzügen das Leben verfluchen... [/B][/QUOTE] Das ist der beste Satz der in diesem Thread zu dem Thema geschrieben wurde. Es kommt wohl auch darauf an um welche Krankheit es sich handelt. Aber wenn das Endstadium nur noch aus Schmerzen besteht würde ich auf jeden Fall mit mir schluss machen. Wenn ich merken würde das mich meine Kräfte hierzu verlassen auch schon vorher. Davor würde ich den Rest meines Lebens genießen, Länder bereisen in die ich schon immer mal wollte und mit einigen, für mich ganz besonderen, Menschen sprechen. Denen würde ich Dinge sagen die sie sonst vielleicht nie von mir gehört hätten. Ich hoffe das ich nie in die Situation komme, bin aber auch nicht so vermessen zu sagen "mir passiert sowas nicht". amo vitam ange |