| rosaplüschschaf | Meine Frage ist, ob Moral und Rücksichtnahme auf andere heutzutage überhaupt noch einen Platz haben? Eigentlich kommt man doch weiter, wenn man zu allererst an sich denkt und dann an andere. Und wenn man das tut, muss man es dann gleichzeitig bereuen? Was ist denn wichtiger- für andere zu leben und sich selbst zurückzustecken oder an sich zu denken, und dabei vielleicht auch manchmal Freunde vor den Kopf zu stoßen? Bin ich gleich ein schlechter Mensch, weil ich auch mal zuerst an mich denke? Wo seht ihr Grenzen? |
| Augias | Nun, es läßt sich doch beides miteinander verbinden; wenn ich anderen gegenüber rücksichtsvoll bin, so fällt das (positiv) auf mich zurück. Nur wer blindlings egoistisch handelt eckt überall an. Wenn ich es so anstelle, daß sich mein Interesse mit dem Gruppeninteresse deckt, haben alle etwas davon. |
| Haevion | Moral, die Fesseln der geistig Verarmten. |
| Ianus | wenn ich weiter kommen möchte und deswegen andere berücksichtigen muss, ist das doch nach außen auch "nett", nach innen aber top egoistisch... |
| disturbed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Augias [/i] [B] Nur wer blindlings egoistisch handelt eckt überall an. [/B][/QUOTE] Das glaube ich nicht. Egoistisch zu handeln, bringt dir mehr als immer nur rücksicht zu nehmen. Zitat ___________________________________________________ Moral, die Fesseln geitig Verarmten ___________________________________________________ Das mag jetzt estwas blöd klingen, aber kannst du mir diesen satz erleutern?? |
| rosaplüschschaf | [QUOTE] ___________________________________________________ Moral, die Fesseln geitig Verarmten ___________________________________________________ Das mag jetzt estwas blöd klingen, aber kannst du mir diesen satz erleutern?? [/B][/QUOTE] ...vielleicht nur ein bedeutungsschwangerer Spruch? :p |
| rosaplüschschaf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Augias [/i] [B]Nun, es läßt sich doch beides miteinander verbinden; wenn ich anderen gegenüber rücksichtsvoll bin, so fällt das (positiv) auf mich zurück. Nur wer blindlings egoistisch handelt eckt überall an. Wenn ich es so anstelle, daß sich mein Interesse mit dem Gruppeninteresse deckt, haben alle etwas davon. [/B][/QUOTE] nun ja, wenn das alles so einfach wäre, gäbs sicherlich keine Probleme auf der Welt. Das Problem ist ja wohl, dass man sich oftmals entscheiden muss, denn jedem kann man es nie recht machen. Und EIN "Gruppeninteresse" gibt es nicht, da müssen sich dann auch welche zurückstecken..und wie entscheidet man das? Und wie siehst du es z.B. mit dem Thema "Freund ausspannen"...entscheidest du dich solidarisch gegen eine Beziehung und für die Freundschaft oder denkst du an dein Wohl und entscheidest du dich für die Beziehung? Und wenn du dich für die Beziehung entscheidest, musst du dich dann schlecht fühlen, weil du ja "egoistisch" und "rücksichtslos" gehandelt hast? Kann man nicht auch einfach mal Chancen nutzen? Muss man immer müssen? |
| Velouria | hm....meiner meinung nach, ist rücksicht und loyalität schon sehr wichtig....doch ohne seine eigenen prizipien und ideale in den wind zu schießen.... es gibt menschen, die opfern sich ganz für andere auf, und setellen sich selbst ganz hinten an.... das andere extrem sind menschen, die sich selbst der nächste sind und andere menschen praktisch scheissegal sind.... in meinen augen ist es die kunst, einen perfekten mittelweg zu finden und sich selbst und die anderen in sich zu vereinen.... thx-Velouria |
| Augias | @disturbed Die Betonung liegt auf "blindlings". Wer auf Dauer immer nur rücksichtslos handelt, so daß es alle merken, wird von anderen Menschen gemieden oder zumindest haben sie Angst vor ihm. Dann werden sie ihn bei der ersten passenden Gelegenheit fallen lassen. @rosaplüsch Mich stört etwas die Bezeichnung - die Freundin "ausspannen" - . Das degradiert doch das Mädel zum Objekt, in diesem Falle gehören doch zwei dazu, einer der ausspannt und eine, die sich (gern) ausspannen läßt. Allerdings würde ich mich nie mit Gewalt in eine Beziehung drängen, das könnte ich mit meiner Moral und, zugegebenermaßen, auch mit meiner Bequemlichkeit nicht vereinbaren. So viele Mütter haben hübsche Töchter, weshalb dann künstlichen Streß?;) |
| CarpeNoctem | Ich versuche immer, irgendwie ein gesundes Mittelmaß zu finden. Wenn man immer nur Rücksicht nimmt und anderen Menschen hilft, wird man ausgenutzt, doch wenn man wirklich immer nur an sich selbst denkt, so kann man davon ausgehen, dass es irgendwann niemanden mehr gibt, auf den man Rücksicht nehmen könnte - dann will nämlich niemand mehr etwas mit einem zu tun haben. Außerdem kommt es immer auf den individuellen Fall an, auf die einzelne Person, die jeweiligen Umstände. Im Zweifelsfall würde ich jedoch vermutlich immer zuerst auf mich achten und an der Erfüllung meiner Wünsche arbeiten. Das mag sich egoistisch anhören, wahrscheinlich ist es das auch, aber so denke ich, sorry. Vielleicht ist es eine Art Selbsterhaltungstrieb, aber in jedem Fall habe ich bisher wenig gute Erfahrungen mit Selbstaufgabe gemacht, wurde ausgenutzt - teilweise habe ich es noch nicht einmal gemerkt. Wenn ich jedoch weiß, das sich jemand wirklich für meine etwaige Hilfe dankbar ist, sie braucht und mich nicht einfach nur ausnutzten will, so helfe ich auch gerne und ohne damit verbundene Forderungen. Ich habe zum Beispiel am Anfang des letzten Schuljahres, als meine Schwester Englisch als erste Fremdsprache begann, oft mit ihr gearbeitet. Dadurch hat sie für dieses Fach eine Basis, auf der sie sicher steht. Inzwischen braucht sie kaum noch Hilfe, sie weiß, wann sie Vokabeln lernen muss, wie sie kurze Texte oder Fragen formulieren muss. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie ich gerade drauf bin oder was ich noch tun muss. Wenn ich genau weiß, dass am nächsten Tag eine wichtige Mathearbeit ansteht, frage ich meine Schwester bestimmt nicht stundenlang Vokabeln ab, sondern lerne für die Arbeit. Und wenn meine Schwester anfinge, täglich aufzukreuzen, damit ich ihr die Hausaufgaben "erklären" und sie damit halb erledigen würde, liefe das vielleicht die ersten zwei Mal gut, danach würde ich ihr jedoch mit Sicherheit klarmachen, dass es so nicht läuft. Bis vor ca. 1 Jahr ähnelte mein Verhalten dem von mietian, aber irgendwann hatte ich einfach genug. Es kommt so gut wie nie etwas zurück, oft noch nicht einmal ein ernstgemeintes Danke. Vielleicht ist meine Reaktion die falsche, vielleicht ist es gerade ein solches Verhalten, das zum Entstehen des Egoismus, über den ich mich beklage, führt, aber wenn das so ist, dann heiße ich das zwar ganz bestimmt nicht gut, weiß aber auch nicht, wie ich anders handeln soll. Ich war wirklich lange genug gutmütig, half, wo ich es konnte, aber alles, was ich erhielt war Undank, Lästereien und irgendwann sogar die Erwartung der Menschen, dass ich mich weiterhin ausnutzen lassen würde. Und bevor ich mich pausenlos ausnutzen lasse, werde ich lieber zu einer gemäßigten Egoistin - so akzeptieren einen die Menschen wenigstens halbwegs und halten mich nicht für maßlos naiv... |
| Augias | @carpenoctem Aahh, jetzt verstehe ich, was hier teilweise gemeint ist, Helfersyndrom und Co. Das ist natürlich gefährlich, wenn man anderen etwas ohne Gegenleistung gibt, so sollte man das ohne Erwartung tun oder aber lassen, ansonsten hat man auf dieser Erde schnell Anlaß zur Verbitterung. Im Großen und Ganzen fährt man nicht schlecht, wenn man sich nach der guten, alten Maxime richtet: "Eine Hand wäscht die andere." Das Gegenteil lautet: "Jede Gefälligkeit rächt sich." Da werde nun einer draus schlau.;) |
| Darket | Frei nach Frank Wedekind: "Moral ist das reale Produkt zweier imaginärer Größen: Sollen und Wollen. Das Produkt heißt Moral und ist in seiner Realität nicht zu leugnen." Moral an sich ist ja schon ein etwas antiquierter Begriff, den ich eigentlich ungern verwende, da er insgesamt negativ behaftet ist (auch wenn ich mich in letzter Zeit immer öfter bei der Verwendung dieses Begriffes ertappe, vielleicht werd ich alt ;) ). Grundsätzlich ist es aber nicht falsch von gemeinsamen Werten zu sprechen, ohne dabei an jedem einzelnen um jeden Preis festhalten zu müssen. Werte entwickeln sich weiter und passen sich der menschlichen Gesellschaft an, nicht umgekehrt, wie es von vielen konservativen Menschen gern behauptet wird. Gemeinsame Werte sind für menschliches Zusammenleben unerlässlich, aber diese Werte beinhalten ja nicht, wie im eingangsposting angesprochen, die totale Selbstaufgabe zu Gunsten der Interessen dritter. Grundsätzlich glaube ich, dass es kaum möglich ist andere zu lieben, ohne sich selbst zu lieben. Wer für andere da sein will, darf sich selbst nicht vernachlässigen, sonst hilft er niemandem. P.S. An alle, bei denen ich mich in den letzten Wochen öfter ausgeheult habe: Seht ihr, ich hab gelernt ;) |
| CarpeNoctem | @ augias: Es ist auch möglich, dass ich hier diejenige bin, die das Thema absolut falsch aufgefasst hat. Ich litt nicht unter einem Helfersyndrom, würde mich auch nicht als verbittert ansehen, sondern war einfach unbeschreiblich blind. Wahrscheinlich hatte ich teilweise auch selber Schuld, aber selbst, wenn das der Fall war - ist es wirklich zu viel verlangt, freundlich zu sein, auch nachdem die Aufgabe erledigt wurde? Ist es zu viel verlangt, davon auszugehen, das die entsprechende Person in der Lage ist, fünf kleine Buchstaben über die Lippen zu bringen? Ist es zu viel verlangt, der Person, die man um etwas bittet, eine Wahl zu lassen? Ich erwartete keine ewige Dankbarkeit, kleine Gesten hätten mir genügt. "Jede Gefälligkeit rächt sich" - interessante These... Wohl das Lebensmotto eines jeden Egoisten - aber ich kann an sie definitiv nicht glauben. Vielleicht könnte man ", wenn sie für den falschen Menschen gedacht ist." anhängen? Mit diesem Anhang entspricht sie meiner Meinung nach der Realität, denn für einen undankbaren Menschen stellen selbst die berühmten fünf Buchstaben eine unerhörte Forderung dar... |
| Augias | @Liebe Steppenwölfin Was Du erlebt hast, ist ein Lernprozeß, also auch etwas positives für Deine Entwicklung. Freundliche Menschen, zu denen ich mich auch durchaus zähle, glauben anfangs oft, daß man Menschen nur etwas Gutes zu tun bräuchte, dann werden sie sich schon bedanken oder mit gleicher Münze heimzahlen. Dann lernt man, daß dem nicht zwangsläufig so ist. Viele verwechseln beispielsweise Großzügigkeit mit Dummheit oder falls man jemandem Geld zukommen läßt, dann werden sie neidisch und sagen sich "Der hats ja sowieso" und anderes mehr. Wie gesagt, ein Lernprozeß, man wird mit seinen Wohltaten wählerischer, was nicht bedeutet, das man zum nackten Egoisten mutiert, man muß sich ja selbst treu bleiben.;) Dieses "Jede Gefälligkeit rächt sich" ist ironisch-lustig gemeint, man sollte eben einfach wissen, daß man von der Welt nicht unbedingt Dank erwarten darf. Es ist nun mal so, Menschen sind wunderliche Geschöpfe. |
| CarpeNoctem | @ augias: Das hatte ich schon verstanden, finde aber trotzdem, dass da etwas Wahres dran ist. Aber das ist nur meine persönliche Auffassung, weder unfehlbar noch unveränderbar. |
| Satu | also, ich finde es ganz normal, dass man zuerst an sich denkt. schließlich muss man ja immer mit sich selbst zusammenleben ;) aber natürlich muss der egoismus auch grenzen haben. grade wenn man mit menschen umgeht, die man liebt oder die einem viel bedeuten. das finde ich manchmal ziemlich schwierig, aber es lohnt sich auch. trotzdem achte ich grade in letzter zeit darauf, dass ich andere nicht ständig über mich stelle. und ich denke mir oft auch: "meine güte, was bin ich froh, dass mir das jetzt nicht passiert ist!" das finde ich auch ganz egoistisch. irgendwie. |
| SinofLust | Interessantes Thema... Eigentlich habe ich immer nach der Maxime gelebt für andere da zu sein, ihnen zu helfen, selbst wenn es mir selber schlecht geht, doch das hat sich mittlerweile stark geändert, der heutige Tag z. B. hat mir das mal wieder bewiesen. Immer zuvorkommend sein? Nein Danke. Erstens wird es aus meiner eigenen Erfahrung kaum bis überhaupt nicht gedankt oder es wird einem nur gespielte Dankbarkeit vorgegaukelt. Wirkliche Dankbarkeit hingegen ist sehr rar und nur von WIRKLICHEN Freunden zu erwarten. Man muß auch irgendwo differenzieren beim egoistisch sein, denn man kann auf direkter Art egoistisch sein und nur auf seine Belange und Wohl zu achten oder die indirekte, welche sehr gerne betrieben wird, sprich um 30 Ecken herum, hinterfotzig um an sein Ziel, sein Wohlergehen zu kommen. Ich für meinen Teil werde jetzt definitv mehr auf mich selber achten. Zu oft wurde meine Freundlichkeit...Freundschaft, so wie auch heute ausgenutzt, also wieso das Ganze noch? Leider ist es aber auch der Egoismus, der irgendwo unsere Welt kaputt macht. Natürlich kommt man nur weiter im Leben, indem man den Ellbogen ausfährt, aber irgendwo sorgt der Egoismus auch für eine gewisse Distanz und Mißtrauen unter den Menschen aber für mich mittlerweile persönlich besser Egoist. |
| Augias | @SinofLust Gespielte Dankbarkeit? Wer will das unterscheiden? Ich habe irgendwo mal gelesen, so als Lebenshilfe: "Sei mutig oder tue wenigstens so. Niemand wird den Unterschied bemerken." Also wenn mir jemand freundlich in die Augen schaut und "Schönen Dank" sagt und dabei möglicherweise denkt: "Du blöder Sack!", dann kann es mir doch egal sein. Weiter als bis vor den Kopf kann man den Menschen sowieso nicht gucken.:cool: |
| SinofLust | Natürlich kann man gespielte Dankbarkeit erkennen. Irgendwo braucht man eine gewisse Menschenkenntnis oder man erkennt in den meißten Fällen erst "danach" daß es gespielt war. Egal wird es dir denke ich auch nicht sein...zumindest bei Menschen, die dir zumindest in deinem Denken wichtig erscheinen, von denen du denkst, sie seien Freunde. Zumindest ist es mir nicht wichtig, wenn ein Freund sich in Wirklichkeit verborgen "Du Sack" denkt. Das hat auch was mit gespielter Freundlichkeit zu tun, lieber hab ichs, wenn man ehrlich ist, habe ich irgendwo mehr davon. Verstehste was ich meine? |
| Arthur Dent | [QUOTE][i]SinofLust:Man muß auch irgendwo differenzieren beim egoistisch sein, denn man kann auf direkter Art egoistisch sein und nur auf seine Belange und Wohl zu achten oder die indirekte, welche sehr gerne betrieben wird, sprich um 30 Ecken herum, [B]hinterfotzig[/B] um an sein Ziel, sein Wohlergehen zu kommen. [/i][COLOR=crimson] deine vormulierung gefaellt mir[/QUOTE] [/COLOR] [COLOR=crimson]es geht doch immer nur um einen selbst, egal wie! [B]die ganze welt dreht sich um [I][U]mich[/I][/U][/B][/COLOR] |
| Jesus_C. | in so einer kalten und gefühlslosen welt sehe ich keine notwedigkeit und/oder möglichkeit für moral der gute athur dent hat recht. es geht immer erst um einen selbst. ok, mutter theresa u.ä. haben da eine (löbliche?) ausnahme gebildet, aber jeder mensch, dem ich begegnet bin hatte sein eigenes wohlergehen im vordergrund. in kleinen gruppen kann es möglicherweise noch moralisches verhalten geben, aber in der arbeits/geschäftswelt hilft einem nur skrupellosigkeit nicht verschluckt, durchgekaut und ausgespuckt zu werden, wer da noch moralvorstellungen hat hat es schwer, könnte als schwäche ausgelegt werden und schwächen darf man sich ja verdammt nochmal nicht leisten. ganz persönlich ich selber hab nur einige wenige werte, die zu halten absolut wichtig sind. werte, keine moral. ich denke dass dazwischen ein unterschied besteht. naja da fehlt eine klare definition und einige der werte/regeln könnten anderen durchaus als moralich gelten. ich perönlich halte mich nicht für einen moralische menschen. |
| CarpeNoctem | Beginnt die Skrupellosigkeit wirklich erst in der Arbeitswelt, also nach Abschluss der Schule? Das bezweifle ich stark. Gerade in der Schule trifft man oft auf eine Falschheit, die ihresgleichen sucht. Viele Menschen halten es für ganz normal, wenn Menschen hinter dem Rücken von anderen über eben diese Menschen lästern, nachdem sie ihnen 5 Minuten vorher ewige Freundschaft geschworen habe. Ist das noch moralisch? Haben diese so genannten Teenager noch Skrupel? Ich glaube nicht, dass das tatsächlich der Fall ist, was aber vermutlich auch auf die Tatsache, dass ich nicht mehr an Moral glauben kann, zurückzuführen ist. Vielleicht könnte man jedoch eine Trennlinie zwischen den verschiedenen Arten der Skrupellosigkeit, wie sie in unterschiedlichen Altersgruppen auftritt, ziehen. Kinder und Jugendliche sind sich sehr selten ihrer Taten/ihres Verhalten wirklich bewusst, sie gehen nicht unbedingt mit dem Vorsatz, sich heute mal besonders morallos zu verhalten, in die Schule. Sie sind gewissermaßen unschuldig, denn sie kopieren nur das Verhalten der Erwachsenen. Sie sind Produkte ihrer Erziehung und der Einflüsse ihres Umfeldes. Die Erwachsenen jedoch wissen, dass sie keine Rücksicht auf andere nehmen können, wenn sie ihren Job behalten, die Karriereleiter hinaufklettern und Erfolge erzielen wollen. Sie sind also bewusst skrupellos, eine Eigenschaft, auf die sehr wenige Menschen wirklich absolut verzichten können. Vermutlich ist eine gewisse "angeborene" oder "anerzogene" Skrupellosigkeit auch nötig, wenn man später im Leben vorwärts kommen möchte. Jemand, der immer nur das Beste von einem Menschen erwartet, wird schnell ausgenutzt und der harte Aufprall, der erfolgt, sobald der Luftballon des Glaubens an die Moral der Menschheit geplatzt ist, ist nur umso schmerzhafter, je länger er den Pfeilen der Realität auswich - in manchen Fällen schließlich sogar in der Lage, den Menschen vollkommen zu zerstören. |
| DeusExMachina | Wenn ihr das Problem mit Moral mal rational betrachtet........ Die Spezies Mensch konnte hat überlebt weil sie sozial handelt. Urmenschen und Affen sind keine Einzellgänger , sie leben in Gruppen um zu überleben. Ein hang zu Sozialem Handeln tragen wir also alle in uns. Zum anderen können uns unsere Ethischen Werte etwas über unsere eigene Moral verraten: Fleiß, Rücksicht , Mut , Großzügigkeit und so weiter.... diese Werte haben sich über die Zeit in einer gesellschaft als " gewollte" also positive Werte etabliert. Und es ist "fast" unmöglich völlig egoistisch zu handeln. So ist die einfachste Lösung für Konflikte oft Gewalt, aber das sind ja zum Glück die ausnahmen. In unsere Gesellschaft haben Werte wie Hilfsbereitschaft meiner Meinung nach immernoch einen hohen Stellungswert! Wenn man hört das jemand selbstlos handelt ( z.B. eine Patenschaft mit einem Kind aus Afrika hat) empfinden die meisten Menschen dies als Positiv. Nur verkommen diese Werte in unserer Wirtschaft immer mehr, da Wirtschaft viel mit Konkurrenz zu tun hat und oft der eigene Profit im Mittelpunkt steht. Aber kommt man wirklich besser voran wenn man anderen nciht hilft? also ich persönlich bezweifel das. klar man kommt schneller an Geld und kurzzeitig kann sich egoistischen handlen auszahlen, aber wie steht es denn mit deiner eigenen Moral! Kannst du es verantworten deine Macht ( handlungsfähigkeit) nur für dich selbst zu nutzen , wo dir soviele andere Menschen auch helfen ? Alle Steuerzahler in der Bundesrepublikdeutschland haben dir deine Schulausbildung bezahlt, kannst du es mit deinem Gewissen verantworten deine Steuererklärung zu deinen Gunsten zu "verbessern", sprich: weniger zahlen als du müsstest? Wenn man sich intensiver mit der Moral und ethischen Werten befasst , kommt einfacher zu eine Entscheidung ob soziales Handeln in usnerer Gesellschaft angebracht ist oder nicht. Ps: schon das Wort "Gesellschaft" setzt sotiales Handeln voraus. |
| CarpeNoctem | @ DeusExMachina: Deine Ausführungen beruhen mit Sicherheit auf einer festen Basis und sind auch gut nachvollziehbar. Ich bin mir nicht sicher, ob du mich persönlich ansprechen/widerlegen wolltest, doch falls dem so ist, so habe ich das Gefühl, als würden wir aneinander vorbei reden. Ich streite definitiv nicht ab, dass soziale Werte noch einen hohen Stellenwert haben. Ich mache jedoch einen Unterschied zwischen diesen Werten und den meiner Meinung nach selten vorhandenen Skrupeln. So gut wie jeder bewundert die Menschen, die viel für andere tun, sei es nun durch eine relativ leicht zu arrangierende Patenschaft oder durch tatsächliche Arbeit. Und doch sind die Menschen, die solche (oft schlecht bezahlte) Aufgaben übernehmen, dünn gesäht. Ich halte Gewalt auch nicht für ein Ausnahme, eher im Gegenteil. Gewalt ist nicht immer körperlich, sie kann viel gefährlichere Formen annehmen, wenn sie im Gewand der Worte daherkommt - kleine Pfeilspitzen, die auf den ersten Blick niemandem auffallen. Ich bezog mich in meinen Äußerungen auch hauptsächlich auf die Wirtschaft und nicht auf das soziale Leben, zwei Faktoren, die man wohl nur sehr eingeschränkt miteinander vergleichen kann. Aber wenn ich sehe, wie mein Vater ohne weiter darüber nachzudenken, was das für Folgen für diesen Mann haben wird, einen seiner Mitarbeiter feuert, weil dieser nicht so effektiv arbeitet, wie er es eigentlich tun sollte, kommen mir schon Zweifel. Was muss alles passieren, damit Menschen beginnen, so skrupellos zu denken und zu handeln? Dieser jetzt arbeitslose Mann ist 45 Jahre alt, hat 2 Kinder und ist nun schon bei der dritten Firma innerhalb von einer Zeitspanne von fünf Jahren herausgeflogen. Seine Chancen auf einen neuen Job stehen praktisch bei null, und doch kann mein Vater es sich nicht leisten, diesen Mann zu behalten - soziale Faktoren haben in der Berufswelt so gut wie keinen Platz mehr. Aber mein Vater ist wenigstens dabei noch ehrlich, hat den Mann mehrfach ermahnt und jetzt erhält er wenigstens seine rechtmäßige Abfindung - eine Freundin meiner Mutter wurde durch Mobbing zur Kündigung gebracht, doch schlimmer geht es immer. Und gleichzeitig sehe ich dann, wie der beste Freund meines Vaters, seines Zeichens Geschäftsführer einer sehr ut gehenden Firma und alles andere als ein armer Schlucker, in der einen Sekunde erzählt, dass er mal wieder einen "idiotischen" Mitarbeiter entlassen hat und in der nächsten damit prahlt, wie wohltätig er doch sei, schließlich habe er jetzt eine Patenschaft für ein Kind in Südamerika übernommen. Ist das ein Paradoxon oder misinterpretiere ich da etwas? Nichts gegen besserverdienende Menschen, aber passt das noch zusammen? Ich hege Zweifel, lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil belehren. Ich sage nicht, dass es gescheit ist, seine Macht nur für sich selber zu nutzen, denn es kommt oft auch auf Sympathie und Antipathie an - aber ist nicht vieles auch nur Fassade? Wenn ein Bürgermeister, der Kinder eigentlich verabscheut, kurz vor der Wahl alle Kindergärten besucht und sich als freundlichen, Kinder liebenden Politiker, der für alle nur das beste will, darstellt, beeinflusst er damit möglicherweise die Stimmen der Eltern. Er tut augenscheinlich etwas gutes, denn er macht den Kindern ja eine Freude, aber eigentlich ist er skrupellos egoistisch, denn er führt, nur um sein Ziel zu erreichen, zahlreiche Menschen hinters Licht. Es ist immer leicht, zu sagen, dass einem Moral egal ist und man nicht an sie glaubt, denn dann könnte man daraus ja schlussfolgern, dass die "Regeln" dieser Gesellschaft nicht für einen gelten. Falls du das so verstanden hast, so tut es mir leid, es war nicht beabsichtigt. Das System hat unbestrittenermaßen viele Fehler - aber wie kann man meckern und kritisieren, wenn man keine konkreten Verbesserungsvorschläge vorweisen kann? Nur weil ich glaube, dass das System Probleme mit sich bringt, bedeutet das nicht, dass ich beginnen würde, es zu boykottieren - denn eine solche Haltung bringt einerseits überhaupt nichts und sorgt andrerseits dafür, dass der - von mir ja eigentlch angeprangerte - Egoismus sich noch weiter ausbreitet, denn dadurch, dass man die Sozialsystem gewissermaßen bewusst davon abhält, zu funktionieren, müssen andere Menschen noch mehr bezahlen - Geld, dass sie eigentlich dringend benötigen und dass sie aufgrund meiner hypothetischen Verweigerung bezahlen müssen. Jeder will etwas vom großen Kuchen der Finanzmittel des Staates abhaben - aber für einen großen Kuchen braucht man auch sehr viele Bäcker und wenn diese beginnen zu streiken, so geht auch bald der Kuchen aus. |
| DeusExMachina | Mein Beitrag war nicht auf dich bezogen, hätte ich sonst auch erwähnt. Ich habe auf den Ausgangsthread geantowortet. Nun aber doch zu dir : Ich möchte nur kurz etwas über deinen Beitrag verlieren, denn du hast alles ausführlich erklärt. Denkst du nicht, dass der Mann, den dein vater gefeuert hat nciht wirklich ein Problem mit seiner Arbeitshaltung hat? Wenn er schon mehrmals in kurzer Zeit seinen Job verloren hat sollte der sich mal gedanken machen und nciht dein Vater. Außerdem sollte sich dieser Angestellte mal "anstregen" um seine Familie zu versorgen, denn er hat eine verantwortung für seine Kinder zu tragen. Dein vater gibt ja mit seinem freien Arbeitsplatz einem neuen Angestellten eine Chance- der ja vielleicht auch Kinder hat- sich seiner Verantwortung bewusster ist und produktiver arbeitet. Zu dem Thema Patenschaft und Angestellte entlassen: Ja einerseits hast du natürlich recht, dass das ein Widerspruch ist. ABER ein Unternehmen ist halt keine Wolhfahrtsstiftung sondern eine wirtschaftliche Organisation. UND ein Angestellter der keinen Job mehr hat muss in unserem Land zum glück nicht verhungern- es gibt soziale Leistungen. Ich stimme dir zu, das arme verschränken und sagen: "unsere Gesellschaft ist so falsch- ich mach nciht mehr mit!" nichts bringt! Wenn man was verändern will musss man konstruktive Kritik üben und über die Fehler in einem System meckern kann jeder. Klar läuft vieles auf usnerer Welt schief aber manchmal steigert man sich so sehr in negative Aspekte rein, dass man die positiven Dinge übersieht! Der Weg des Lichts scheint mir schwieriger zu sein ,als der Weg der Dunkelheit- stellst DU dich der Hreausforderung? |
| rosaplüschschaf | Will hier mal was zwischenwerfen. In einem Buch heißt es: "Rein theoretisch war Cat der bessere Mensch, Monica jedoch war wesentlich interessanter." Ich denke, dass Egoismus irgendwie stark nach Außen hin wirkt, und viele eher dazu tendieren, sich starken Menschen anzuschließen und unterzuordnen, als den Mut aufzubringen, eigene Interessen durchzusetzen. Ich will mal die dreiste Behauptung in den Raum werfen, dass sich Nettigkeit niemals in dem Maße auszahlen, wird wie Egoismus. ** |
| rosaplüschschaf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Jesus_C. [/i] [B]in kleinen gruppen kann es möglicherweise noch moralisches verhalten geben, aber in der arbeits/geschäftswelt hilft einem nur skrupellosigkeit (...), wer da noch moralvorstellungen hat, hat es schwer, könnte als schwäche ausgelegt werden und schwächen darf man sich ja verdammt nochmal nicht leisten. [/B][/QUOTE] OH Ja, damit habe ich auch schon tolle Erfahrungen bzw Beobachtungen gemacht. Toll ist derjenige, der auftritt a la "Ich bin toll, ich kann alles, seien Sie froh, dass Sie mich haben" und nicht derjenige, der ehrlich ist und nicht unbedingt extrem von sich überzeugt ist, weil er weiß, dass er nichts weiß (ich liebe diesen Spruch...danke, Sokrates :p ..) das bringt mich wirklich zur Verzweiflung, wenn ich da so an mich denke :confused: |
| CarpeNoctem | @ DeusExMachina: Ob ich mich der Herausforderung stelle? Schwierige Frage... Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht einmal sicher, was du damit meinst... Falls du darauf hinaus willst, ob ich mich der Herausforderung stelle, sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte einer Angelegenheit zu betrachten, mich nicht in etwas hineinzusteigern, so lautet meine Antwort, dass ich es versuche. Ich kann nicht eindeutig mit Ja antworten, denn das es mir nicht immer gelingen kann, ist klar. Manchmal fällt es mir auch sehr schwer, überhaupt noch etwas Positives im Leben zu sehen. Doch gaz gleich was geschieht, ich versuche zumindest immer offen und realistisch an eine Sache heranzugehen, nur das Gelingen ist fraglich. Ich lehne Dinge nicht von vornherein ab, falls du das gemeint haben solltest. Ich versuche auch, meine Werte- und Moralvorstellungen zu wahren, sowohl mich selbst als auch andere Menschen betreffend. Ich kann nicht herumrennen und Hilfsbereitschaft predigen, wenn ich selbst die Menschen ausnutze, wo es nur geht - das wäre absolut hypokritisch. Ich kann aber auch nicht von mir behaupten, dass mir dasselbige absolut nie passiert, ob nun bewusst oder auch unbewusst. Allerdings weiß ich auch, ob ein solches Extrem überhaupt erreichbar ist. Ich helfe gerne, sofern ich davon überzeugt bin, dass man mich nicht ausnutzt. Wenn das letztgenannte einmal auftritt, habe ich noch kein Problem damit, aber wenn jetzt beispielsweise jeden Tag eine Person, von der ich weiß, dass sie mich nicht ausstehen kann, bei mir ankommt und fragt, ob sie zum Beispiel Hausaufgaben abschreiben könne, so gäbe ich ihr vielleicht das erste Mal noch mein Heft, unterließe es jedoch mit hundertprozentiger Sicherheit beim zweiten Mal. Aber selbst bei diesem Beispiel stolpere ich schon wieder über Eigenschaften, die ich am liebsten aus meinem Charakter verbannen würde. Ich gäbe der Person mein Heft nur, um den Anschein zu wahren - Heuchelei und Lügerei in charmanter Paarung beisammen. Allerdings würde ich mich hinterher darüber ärgern, dass ich mich so falsch verhalten habe, wütend auf mich selber werden, weil ich die Gelegenheit nicht dazu genutzt hätte, der Person zu sagen, dass ich sie nicht ausstehen kann und ihr deshalb meine Hausaufgaben auch nicht geben werde. Ich würde mcih selbst für das Aufrechterhalten der Fassade hassen, während die Person ohne Hausaufgaben die Sache und ihr geheucheltes Verhalten schon eine Stunde später wieder vergessen hat - denn für diese Person ist ein solches Benehmen normal. Aber dieses Beispiel ist ohnehin hinfällig meine Mitschüler würden mich niemals eine solche Frage stellen, sie hätten viel zu viel Angst, dass das Heft verflucht sein könnte... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: Falls ich von einer falschen Fragestellung ausgegangen sein sollte oder mich misverständlich ausgedrückt habe, so korrigiere mich bitte, ich bin mir so gut wie nie sicher, das es mir gelungen ist, meine Gedankengänge verständlich und logisch auszudrücken. Zu meinem Vater: Natürlich hat der Mann auch irgendwo selber Schuld, mein Vater schnappt sich ja schließlich nicht seine Mitarbeiterliste und entlässt willkürlich Leute. Das Gleiche gilt auch für seinen besten Freund, denn beide sind geschäftlich erfolgreich, da muss man irgendwo Opfer bringen. Ich wollte das auch nicht so klingen lassen, als ob ich das System des Kommunismus befürworte oder ein [I]wirtschaftliches[/I] Unternehmen mit einem sozialen Hilfswerk verwechsele. Was mich an der ganzen Sache stört, ist die Tatsache, dass beide Männer auch eine seltsame Art und Weise stolz darauf sind, diesen Menschen gefeuert zu haben, teilweise regelrecht damit prahlen. Sie wurden bis zu einem bestimmten Grade dazu gezwungen, ihre sozialen Skrupel auszuschalten. Dieser Umstand ist es, über den ich mich aufrege, nicht die Angelegenheit der Entlassung selbst. Außerdem kommen mit der Entlassung des einen lange Tiraden meines Vaters einher, da es normalerweise ewig dauert, bis ein neuer Mitarbeiter, der die Anforderungen erfüllt, gefunden wird - trotz all der Arbeitslosen in Deutschland. Im Falle von diesem bestimmten Angestellten warb man übrigens schließlich einen Mann, der vorher für einen Wettbewerber in England gearbeitet hatte, ab... |
| DeusExMachina | :) :) :) Mit solchen Antworten machst du mich glücklich !!! Stilistsich auf hohem niveau mit einer hervoragenden Art sich auszudrücken! Meine Frage ob du dic hder Herausforderung stellst war allgemein gestellt und du hast eine befriedigende Antwort geliefert! ich würde sagen : JA ! du stellst dich der herausforderung positives und negatives abzuwähgen, statt ausschließlich das negative zu erwähnen , wie es ja so oft im gothic-forum gemacht wird. Meine Frage - stellst du dich der hrausforderung? bezieht sich immer auf die situation - das man vor einer einfachen und einer schweren Lösung steht . Eine einfache Lösung ist es z.B. die Gesellschaft zu kritisieren und aufzutählen warum unsere Gesellschaft kapitalistisch sei oder ähnliches. Die schwierige Lösung ist es, die Zusammenhänge zu verstehen nach Lösungen zu suchen oder überhaupt etwas positives zu erreichen. Sich der Hrausforderung zu stellen ist die hauptsache - der Erfolg ergibt sich von selbst! |
| CarpeNoctem | Danke! :) |
| rosaplüschschaf | hm..schade, dass die Diskussion hier etwas eingeschlafen zu sein scheint... mich würde trotzdem nochmal Eure Meinung zu einem bestimmten Sachverhalt interessieren. Folgender Fall: Ein Mädel kennt einen Typen schon eine ganze Weile und bändelt immer mal wieder etwas mit ihm herum, wenn es sich gerade so ergibt. Dieses Mädel hat eine sehr gute Freundin, die gerade eine Beziehung hinter sich hat und schon länger auf diesen Typen steht. Nun startet dieses Mädel quasi Verkupplungsversuche zwischen dem Typen und der Freundin, die irgendwann auch "Früchte tragen". Dieses Mehrecks-Verhältnis läuft eine ganze Weile fröhlich weiter, bis das Mädel auf einmal anfängt von Liebe und Beziehung mit dem Typen zu sprechen. Fast etwas widerwillig willigt er in eine Beziehung ein; beide einigen sich jedoch auf eine "Offene Beziehung", wobei besagte Freundin weiterhin "Freiraum" in Bezug auf den Typen behält. Nach einiger Weile ("Beziehung" zwischen Freundin und Typ ist schon sehr innig geworden; sie sehen sich schon fast öfter als er das Mädel...) verselbstständigen sich die Dinge jedoch und der Typ macht mit besagtem Mädel Schluss. EInen Tag später macht er der Freundin des Mädels einen Verlobungsantrag und nach langen Hin- und Her bejaht die Freundin schließlich. Eine Weile noch verheimlichen die beiden ihre Verlobung, bis es schließlich heraus kommt. Das Mädel ist am Toben, ist tief enttäuscht von der freundin und redet davon, sie habe ihr den Freund ausgespannt und kündigt ihr die Freundschaft. Nun meine Fragen dazu: a) haltet ihr das Handeln der Freundin unter den gegeben Umständen für moralisch verwerflich? Hättet ihr ebenso oder anders gehandelt? b) hat das Mädel recht, so zu toben und die Hauptschuld der Freundin zu geben, während ihr das Handeln des Freundes legitim erscheint? c) Wie sollte die Freundin reagieren? Sollte sie aus Solidarität zur Freundin die Beziehung beenden und sich entschuldigen oder die Beziehung weiterführen und glücklich sein? Ist es moralisch verwerflich, in solchen Dingen nach Liebe oder Solidarität zu handeln? wär schön, wenn ihr mir Eure Meinung zu diesem sicher schon oft vorgefallenen Sachverhalt erzählen würdet. Klar ist, dass das jeder für sich entscheiden muss, aber ich möchte eben wissen, was IHR persönlich davon haltet. in diesem Sinne: gehabt Euch wohl! |
| SinofLust | Hach, dann mach ich mal: ;) a) Verwerflich? Ja ich denke schon, zumal sie ja angeblich Freundinnen waren und wenn man wirklich Freunde ist, dann mischt man sich auch nicht in die Partnerschaft eines Freundes ein. Für sowas würde ich nem "Freund" den Kopf abreissen aber genauso derjenigen, mit der ich zusammengewesen wäre. b) Nein, die Hauptschuld liegt nicht nur bei der Freundin, sondern auch beim (Ex-)Freund, der sich ja drauf eingelassen hat und wohl auch ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat, denn so schnell ein Verlobungsantrag ist etwas ungewöhnlich und es muß einiges mehr dahinter gesteckt haben. c) Das ist eine schwere Frage, zumal man gegen Liebe nix machen kann und im Normalfall wird man die Beziehung trotzdem weiterführen, auch wenn man dann eine Freundschaft verliert. Wäre ich in so einer Situation würde ich ehrlich gesagt die Beziehung weiterführen, da ich den anderen Menschen liebe. Wie gesagt ist aber keine leichte Frage aber so spontan würde ich das wohl so machen denke ich mal. |
| NOX808 | Wir sind halt eine Elbogengesellschaft jeder nutzt den anderen aus auch in einer Freundschaft kommt das vor das voran kommen das größer stärker und besser zu sein als unser Umfeld liegt in unserer Natur wie es in der Natur von jeden Rudeltier liegt dagege können wir gar nichts machen |
| mondseherin | Also Rücksicht ist bei unseren Genen schon festgelegt jeder schaut natürlich auf sich immer als Erster, ausser er hat ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Moral endet bei mir mit der Verharmlosung von GEwalt, brutalen Sexuellen Übergriffen, Ausbeutung, Korruption und politische Unaufrechtigkeit. |