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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Erwachsensein = "Normal"sein?
LestherAbend.

Mich beschäftigt schon seit langem eine Sache, und ich möchte auch euch damit konfrontieren, in der Hoffnung, dass ihr mir helfen könnt.

Eigentlich bin ich zu der Erkenntnis, dass Erwachsensein Normalsein ist gekommen, als ich mich in einen absoluten Normalo verliebt hab. Das heißt, eigentlich ist er kein Normalo, aber von den Klamotten her halt, so richtig das Durchschnitts-Typen-Gewand eben, und ich hab mir überlegt, dass man ja eigentlich auch innerlich anders ticken kann, wenn man normales Gewand tragt. Man kann auch Metal hören, ohne überall Nieten stecken zu haben, man kann melancholisch sein und viel nachdenken, ohne sich bleiche Schminke und einen traurigen Blick aufzumalen. Und so weiter. Das geht doch!!!???

Ich denke mir irgendwie, eigentlich ist es doch kindisch, sich irgendwelche Sachen umzuhängen und auf blöden Stöckeln herumzulatschen, auf denen man kaum gehen kann, um irgendjemandem irgendwas zu beweisen und seine Ideologie raushängen zu lassen. Man muss den anderen doch nicht immer mitteilen, wie man denkt, wie man drauf ist, was man vom Leben hält! Ich will damit euch nicht alle als kindisch bezeichnen, ganz sicher nicht - aber das ist doch merkwürdig??!! Wenn es Goths angeblich so egal ist, was andere denken, warum ist es ihnen dann nicht egal, ob man sie für die letzten Normalos hält? Reicht es nicht, wenn man selber weiß, wer man ist? (na gut, die meisten wissen das auch nicht so genau, mich eingeschlossen ...) Ich hoff, ihr wisst, wie ichs meine.


Aber Erwachsen zu sein, das ist doch, zu erkennen, dass all dieses Zeug, dieser Schnickschnack, diese Schubladen und das Image-Gerecht-Werden unwichtig ist, dass es keinen Unterschied macht - es spielt keine Rolle, was du anhast! Es ist egal! Wenn man das erkennt, ist man erwachsen, meiner Meinung nach. Und auch, wenn man erkennt, dass das Rebellieren keinen Sinn hat. Dass all das letztendlich unwichtig ist, wenn man nur weiß, wo man steht und wer man ist oder sein möchte.
Ich kanns nicht verstehen. Warum schauspielern? Warum Rollen entwerfen, Images gerecht werden, Erwartungen entsprechen? Das ist noch viel sinnloser als sinnlos, es ist so seltsam.
Vielleicht sind wir Menschen ja gar keine Individuen? Vielleicht sind wir nur gedacht, so zu sterben, wie wir sind - alle gleich!?
Wieso denken wir, wir können einzigartig sein, wir können irgendwas Besonderes sein, und erschweren es uns dadurch noch mehr. Ja gut, darüber kann man sich jetzt auch streiten - aber sind wir nicht letztendlich alle nur Tiere, und die ganz feinen Unterschiede, die uns trennen, die sind nicht etwa im Körper, oder im Herz, die sind im Hirn. Und die sind sehr fein.

Ich habe mal einen Spruch gelesen:
[SIZE=3]"WER SICH NICHT BEWEGT, SPÜRT SEINE FESSELN NICHT."[/SIZE]
Der ist sozialkritisch gemeint und will sagen, dass man nur vor Feigheit sich nicht aufmucken traut.

Aber: Vielleicht ist es unser Schicksal, in Ketten zu liegen, gefesselt zu sein, und vielleicht kriegen wir sie nie los? Vielleicht MÜSSEN wir stillhalten, um sie nicht zu SPÜREN, um frei zu sein, zu leben.
Vielleicht muss man sie akzeptieren, um glücklich zu sein! Je mehr man daran reißt, desto enger ziehen sie sich! Vielleicht kriegen wir sie nie los. Vielleicht gibt es keine andere Möglichkeit für uns; vielleicht haben wir uns keine andere verdient.
Wenn man jung ist, will man rebellieren - schaut euch alle an, mit ihren Buttons und ich-steh-auf-Metal, den Allstars, den bunten Haaren und den Piercings - alle wollen rebellieren und zeigen, schaut her, ICH befreie mich. Aber wenn man erwachsen ist, checkt man vielleicht, dass man sich nie befreien kann, und aufhören soll, sich beim Versuch dabei selber unglücklich zu machen.

[COLOR=firebrick]Jung sein ist, zu versuchen, die Ketten des Lebens zu sprengen, um frei zu sein.[/COLOR]
[COLOR=firebrick]Erwachsensein ist, zu erkennen, dass man stillhalten muss, um die unreißbaren Fesseln nicht zu spüren.[/COLOR]

Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, war ich sehr betrübt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder, der sich je in dieser Welt umgebracht hat, das herausgefunden hat.
Es ist eine traurige Sache. Eigentlich ist so vieles eine traurige Sache.
Aber wenn ich einen Goth frag, wozu er sich dieses ganze Zeugs antut, warum er das alles macht, für wen, und wozu, dann krieg ich immer dieselbe Antwort: "Weil es mir gefällt." Und, was soll man darauf antworten? Aber das befriedigt mich nicht.


Könnt ihr mir helfen?
Mir sagen, ob ich Recht habe?
Oder gebt mir andere Gründe, warum ihr euch mehr oder weniger freiwillig in eine Lade einschachtelt und an eine Gruppe gliedert. Bitte, ich wüsste es so gerne!



L.
Montrose[QUOTE]Wieso denken wir, wir können einzigartig sein, wir können irgendwas Besonderes sein[/QUOTE]
Weil wir einzigartig und was besonderes sein können. Dazu braucht man aber manchmal etwas Geduld.

[QUOTE]Vielleicht ist es unser Schicksal, in Ketten zu liegen, gefesselt zu sein, und vielleicht kriegen wir sie nie los? Vielleicht MÜSSEN wir stillhalten, um sie nicht zu SPÜREN, um frei zu sein, zu leben.[/QUOTE] Welche Fesseln denn? Die meisten Menschen in Deutschland leben in Freiheit und Wohlstand.

[QUOTE]Jung sein ist, zu versuchen, die Ketten des Lebens zu sprengen, um frei zu sein.
Erwachsensein ist, zu erkennen, dass man stillhalten muss, um die unreißbaren Fesseln nicht zu spüren.[/QUOTE] Es ist gerade andersrum: Erwachsen werden, heißt, frei werden. Frei von den Neurosen und falschen Vorstellungen, welche die Eltern implantieren. Frei von der finanziellen Abhängigkeit. Frei von Lehrern. Plötzlich hat man es selbst in der Hand, was man tun will.

[QUOTE]Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, war ich sehr betrübt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder, der sich je in dieser Welt umgebracht hat, das herausgefunden hat.[/QUOTE] Nein. Jeder, der sich umgebracht hat, war blind oder unfähig, seine Chance zu ergreifen.

[QUOTE]Aber wenn ich einen Goth frag, wozu er sich dieses ganze Zeugs antut, warum er das alles macht, für wen, und wozu, dann krieg ich immer dieselbe Antwort: "Weil es mir gefällt." Und, was soll man darauf antworten? Aber das befriedigt mich nicht.[/QUOTE] Warum akzeptierst Du nicht, daß das Schwarzsein den Leuten wirklich gefällt und sie das nicht für irgendwen anderen oder zu einem anderen Zweck tun, als daß es ihnen Spaß macht. Warum schreibst Du "sich antun"? Muß denn alles, was nicht Deinen Vorstellungen entspricht, falsch sein?

Ich finde, die Gothics haben einen guten Geschmack und kapieren, was Sache ist.

[QUOTE]Oder gebt mir andere Gründe, warum ihr euch mehr oder weniger freiwillig in eine Lade einschachtelt und an eine Gruppe gliedert.[/QUOTE]In eine Lade schachtelt sich der ein, der sich isoliert. Gothics tun genau das Gegenteil: sie reden miteinander.

Nun, wenn Gothic nicht Dein Ding ist, okay. Gegenfrage: was macht Dir denn so Freude? Was ist Dir wichtig?
GwendolynWer nie versucht diese Ketten zu lösen und sich davon zu befreien, wird nie frei sein.
Er wird nie eine Chance erhalten sich oder seine Wünsche, seine Träume zu verwirklichen. Denn dazu muss man aufstehen und kämpfen und nicht einfach nur alles hinnehmen und sagen es sei Schicksal, bloß weil man zu faul ist....
NichtsErklärt bitte,welche "Ketten","Fesseln" usw. ihr meint!Wir sind alle mehr oder weniger von anderen abhängig,wir haben alle Probleme mit anderen Menschen,und wir bekommen alle von anderen irgendetwas vorgeschrieben,aber ob das Ketten sind oder nicht,hängt von einem selber ab,wenn ihr euch nichts vorschreiben lassen wollt,lasst es nicht!Es gibt eine Menge Goths,die-wie Anfangs im Thread geschrieben-diesen ganzen Nietenkram tragen um anderen zu "beweisen",wie unglaublich "hart" und "rebellisch" sie angeblich sind-ignoriert sie,aber akzeptiert diejenigen,die sich in schwarz wohlfühlen und keinem meinen irgendetwas beweisen zu müssen.
CastropErwachsenwerden bedeutet Frei zu werden und seinen eigenen Weg zu finden, Selbstverwirklichung nicht im Zeitgeist-, sondern im eigentlichen Sinne, zu sich selbst zu finden.

Oder anders ausgedrückt:

Picasso hat einmal gesagt, daß man lange leben muß, um endlich jung zu werden.:cool:
WindspielHm,hätte man diese Frage nicht auch in einem "Normalo"-Forum posten sollen?Du hättest dann zusätzlich Antworten erhalten,wie:"Natürlich,was "die" machen ist doch sowieso Spinnerei/schwachsinnig/pervers/peinlich/etc,auf das Äußere kommt es nicht an...blablabla".Hier wirst du,da keiner sich vor versammelter Truppe wird outen wollen,eher Antworten erhalten wie:"Nein,dem kann ich nicht zustimmen,auf mein Outfit zu verzichten würde mich einschränken." oder absolut in Richtung ultra-true im Sinne von"Ohne meine Klamotten würde ja niemand bemerken,wie depri und evil ich doch eigentlich bin..."letztendlich also die gleiche Sülze in grün(oder schwarz...? :D ).[B]Ich[/B] sage,dass die Kleidung ein schöner und auch manchmal sehr kreativer Weg ist seinen Gedanken Ausdruck und seinen Stimmungen Anklang zu verleihen-jedoch niemals ein Deckmantel für nichts sein sollte.Das finde ich nur armsehlig und zudem noch sehr peinlich,da der Betroffene sich wohl mit jedem Wort,welches er locker-flockig unbedacht möglichst true in den Raum wirft,in den Augen der Leute,die sich wirklich etwas dabei denken,zum Affen macht.Gothic heißt meiner Ansicht nach in erster Linie Nachdenken und vielleicht in 2.erer seine Umwelt durch seine Erscheinung/sein Auftreten zum Nachdenken bewegen wollen.Dass sich zurzeit ein Modestil entwickelt,der sich erdreistet unsere Idee als Namen zu missbrauchen,hat meiner Meinung nach nichts,aber auch gar nichts mit Gothic zu tun.
Erwachsensein = Stillhalten?Kann ich dir auch nicht zustimmen.Jugend kann sich auf die Eltern stützen,welche immer ein Polster zwischen der "Realität" und ihrem Nachwuchs bilden.(Oder es zumindest leider nur sollten)Als Erwachsener hängst du frei in der Luft,das rettende Netz unter dir fehlt und wenn du nicht geschickt balancierst und in deiner Jugend nicht gut genug geübt hast fällst du,wenn du Pech hast(und das ist leider das Normale)meilenweit in den Schacht des Sozialen Abstiegs,bis du unten bemerkst,dass jedes Seil von Oben letztendlich doch zu kurz ist und die Wände fugenlos glatt sind.Das ist meine Definition von der allerstrebenswerten "Freiheit".

Schöne Grüße,euer Windspiel
NiDaDana dazu kann ich nur meine kurze geschichte erzählen.....
werde übermorgen 30 und ich ticke jetzt erst richtig aus. ich gehe wieder dahin wo ich 15 jahren schon einmal war....
erwachsen = normal? blödsinn, sage ich. ich möchte endlich alles das nachholen was ich bisher versäumt habe. eben so sein wie auch mein innerstes tickt....:)
DesmodaHi du,

ich BIN erwachsen - 27 - und finde, dass das, was Du beschrieben hast, nur sehr bedingt vom Alter abhängt. Ich finde oft, dass es gerade die mittelatlten Mittelständler sind, die besonders stark in Schubladen denken und ich habe mir schon immer einen Spaß draus gemacht, das zu zerschießen. Manchmal ist das allerdings auch schmerzhaft. Meine Eltern haben mir früh beigebracht, dass man mit Unverständnis und Einsamkeit klarwerden muss, wenn man anders ist, da der Durchschnitt das nicht versteht. Zum beispiel dass man Grün wählen kann, ohne in Schlabberklamotten rumzurennen, sondern im schicken Leinenanzug und alles sowas. Ich bin von alten (mithin erwachsenen) Ex-Nachbarn auch schon gefragt worden, ob ich unter die Satanisten gegangen sei. *knurr* Vorurteile sind schon was Tolles, aber wie gesagt altersunabhängig. Mein Freund zB - meines Alters - ist erzkonservativ, aber trotzdem verstehen wir uns und er lernt Leute erstmal selber kennen, bevor er urteilt. Sowas finde ich gut.
Moah, ich muss ja lossssss! *FLITZ* Bispäter

Gruß Fledermaus
Lesther[QUOTE]Erklärt bitte,welche "Ketten","Fesseln" usw. ihr meint![/QUOTE]

Naja, das ist auch ziemlich schwer zu erklären. Ich meine eben so "zwingende Sachen" wie Idealen nachkommen oder nach seiner Identität suchen, oder wenn man krampfhaft versucht, Dinge zu erreichen oder sich glücklich zu machen oder so ... Jeder will ja eigentlich glücklich werden, aber viele Menschen tun sich viel zu viel an, um dies zu erreichen. Gut, man kann jetzt gegen argumentatieren, man kann sich nicht zuviel antun, um glücklich zu sein - doch ich glaube, das kann man. Oft ist Glück in ganz kleinen Dingen.

Was meint ihr, warum sich so viele Jugendliche umbringen, warum es auf diesem Forum hier auch eigene Boards für suizidgefährdete gibt? Das gibts aufm ö3 Board sicher nicht! Solche Dinge meine ich. Das Gothic ja auch immer mit Selbstzweifel und Unglücklichsein etc. verbunden wird. Nur: Dann kann das Schwarze Dasein ja auch nicht die Erfüllung sein. Eine komische Sache ist das.


[QUOTE]NiDaDa:
werde übermorgen 30 und ich ticke jetzt erst richtig aus. ich gehe wieder dahin wo ich 15 jahren schon einmal war....[/QUOTE]
Na gut, ich sag nix mehr! :p Aber schauts euch einmal um. Das ist bei sehr vielen auch nicht so! Und das ist doch betrübend? Schauts euch einmal die ganzen "Erwachsenen" an!!! Nicht ohne Grund wollte Peter Pan keiner werden.


Gruß und schönen Tag euch noch,
L.
filia noctaHallöchen ihr alle...

Ich bin zwar noch nicht so lange "schwarz" höre aber dafür um so länger schon diese Musikrichtung (ok einige davon :cool: )...
Aber Ich kenne auch um so besser die ganzen Vorurteile die von unseren Mitmenschen kommen um so besser...

Vorallem finde ich aber auch das es die Blagen sind die immer frecher oder je nach Geschlecht und Alter immer Hochnäsiger und Eingebileter werden.
So habe ich es nicht schaffen können 7 Minuten vor 9 vorm Aldi zu stehen ohne mit blöden Sprüchen und Kommentaren beschmissen zu werden... Satan, Grufti, mach was aus deinem Leben, usw. ...
[COLOR=crimson]UND DAS VON vielleicht 14 JÄHRIGEN!!!!!!!!![/COLOR]
Das finde ich eigentlich aber noch nicht mal das schlimmste... Viel viel schlimmer finde ich da eigentlich das man denen noch nicht mal was entgegnen kann ohne das es von denen ins lächerliche gezogen wird...
Das ist echt arm!!!

Viel spannender hingegen sind die älteren Semester die nicht mehr aus dem glotzen rauskommen und es tatsächlich schaffen in irgendwelche Kleiderständer oder andere Leute rein zu rennen...

Omis sind aber auch noch süß... Entweder haben die Angst oder kommen mit äusserst knuffeligen Fragen auf einen zu...

Anders sind wir aber auch nicht untereinander. Bis jetzt ist es mir erst einmal passiert das ich von einer unseresgleichen gegrüßt wurde. Normal ist erst mal mustern angesagt...
Von oben nach unten und wieder zurück!!!
JAJA

Ich finde auch das jeder das tragen sollte was er möchte und sich nicht hinter irgendwelchen Masken verstecken braucht.

Aber ohne würde es auch nicht solch tollen Anleitungen geben wie: Wie werde ich Goth?
Eine richtig geile Story und erklärung...

Also nie in der öffentlichkeit lächeln, immer böse gucken und vor allem weiß-schwarz schminken....

In diesem Sinne.....

:cool:
AshuraDas ist wieder so eine Frage auf die es tausend und keine Antwort gibt. Ich kann nur sagen, wie es bei mir ist: Ich fühle mich so wie ich bin - und nur so - am wohlsten. Ich könnte es nicht ertragen, wenn ich meine innere Gedankenwelt nicht nach außen tragen könnte, ich würde mich wie gefangen im meinem Körper fühlen. Zum Thema Klischee: ich bin hier mal wieder ein Paradebeispiel. Wenn die meisten Menschen mich zum ersten Mal sehen, denken sie: "Um gottes willen, wie sieht der denn aus? Wir halten besser abstand..." Aber wenn ich mit diesen dann ins Gespräch komme, merken sie dass ich im Grunde freundlich und ganz und gar nicht angriffslustig sind. Sie sind dann immer total überrascht.

Und genau das habe ich mir (in einem langwierigen Prozess) abgewöhnt: Ich [B]beurteile[/B] Menschen, wenn ich sie zum ersten Mal sehe, aber ich [B]verurteile[/B] sie nicht. Ich denke mir schon meinen Teil, aber ich erdreiste mich nicht, die Person einzuschätzen, wenn ich mit dieser noch nicht gesprochen habe.Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, aber einige sollten auch mal überlegen, ob sie nicht mal in diese Richtung denken sollten...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Lesther [/i]
[B]Jung sein ist, zu versuchen, die Ketten des Lebens zu sprengen, um frei zu sein.
Erwachsensein ist, zu erkennen, dass man stillhalten muss, um die unreißbaren Fesseln nicht zu spüren. [/B][/QUOTE]Da stimme ich dir sogar zu. Und darum will ich nicht "erwachsen" sein!

[QUOTE][B]Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, war ich sehr betrübt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder, der sich je in dieser Welt umgebracht hat, das herausgefunden hat. [/B][/QUOTE]Wenn man nicht den Rest seines Lebens stillhalten will, kann man sich die Frage stellen: Muss ich denn "erwachsen" werden?

[QUOTE][B]Was meint ihr, warum sich so viele Jugendliche umbringen, warum es auf diesem Forum hier auch eigene Boards für suizidgefährdete gibt? [/B][/QUOTE]Weil ihnen von der Gesellschaft vorgelogen wird, es gäbe keine Alternative. Gothic ist eine der wenigen Subkulturen, in denen über mögliche Alternativen nachgedacht und diskutiert wird. Darum zieht es so viele Unglückliche hierher.

[QUOTE][B]Das Gothic ja auch immer mit Selbstzweifel und Unglücklichsein etc. verbunden wird. Nur: Dann kann das Schwarze Dasein ja auch nicht die Erfüllung sein. [/B][/QUOTE]Indem man über die eigenen Möglichkeiten und Grenzen nachdenkt, erkennt man, daß die Grenzen, in denen man sein Leben gestalten kann, gar nicht so eng sind wie man dachte. Man erkennt, daß man nicht "erwachsen" werden [b]muß.[/b] Man erkennt, daß man nicht alle Spiele mitspielen muß, zu denen man eingeladen oder gedrängt wird, sondern nur die, die man selbst mitspielen [b]will.[/b]

[QUOTE][B]Aber wenn ich einen Goth frag, wozu er sich dieses ganze Zeugs antut, warum er das alles macht, für wen, und wozu, dann krieg ich immer dieselbe Antwort: "Weil es mir gefällt." [/B][/QUOTE]Und das ist die einzig richtige Antwort: Weil ich es [b]will[/b], weil ich [b]Lust[/b] dazu habe. Was ich aus Lust tue, das ist Freiheit. Was ich aus Unlust tue, das ist Zwang, das ist Unterdrückt-Werden.

[b]"Am Rande der Lust blick ich ins Tal:
Donner und Schweigen, nur Kummer und Qual."[/b]
(Untoten)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von filia nocta [/i]
[B]So habe ich es nicht schaffen können 7 Minuten vor 9 vorm Aldi zu stehen ohne mit blöden Sprüchen und Kommentaren beschmissen zu werden... Satan, Grufti, mach was aus deinem Leben, usw. ... [/B][/QUOTE]Ja und?
"Was Andere von uns denken, ist flüchtig wie ein Furz im Wind."
(Sopor Aeternus)

[QUOTE][B]Omis sind aber auch noch süß... Entweder haben die Angst oder kommen mit äusserst knuffeligen Fragen auf einen zu... [/B][/QUOTE]Du könntest die Gegenfrage stellen, warum Igel ein Stachelkleid haben.

[QUOTE][B]Anders sind wir aber auch nicht untereinander. Bis jetzt ist es mir erst einmal passiert das ich von einer unseresgleichen gegrüßt wurde. Normal ist erst mal mustern angesagt... [/B][/QUOTE]Leute, die schwarze Klamotten anhaben, sind auch nur Menschen. Warum sollte ich dich grüßen, wenn ich dich überhaupt nicht kenne?
Und was das Mustern betrifft: Sei doch froh, wenn sich jemand für dich interessiert und über deine möglichen Beweggründe nachdenkt. Ist doch besser, als wenn er dich ignoriert und übersieht.
Ashura@TheTurningPoint: Die Leute, die einen dann anstarren interessieren sich ja nicht wirklich für die Beweggründe. Die meisten machen sich nicht einmal die Mühe uns anzusprechen. Sie mustern uns heimlich still und leise in ihrem Kopf, schieben uns in die "Ist-Schwarz-Und-Unheimlich->Flucht" - Schublade und der Fall hat sich erledigt. Denkst du, dass solches oberflächliches Schubladendenken für gut zu befinden ist?..
Nichts[QUOTE][i]Original geschrieben von Lesther [/i]
[

Was meint ihr, warum sich so viele Jugendliche umbringen, warum es auf diesem Forum hier auch eigene Boards für suizidgefährdete gibt? Das gibts aufm ö3 Board sicher nicht! Solche Dinge meine ich. Das Gothic ja auch immer mit Selbstzweifel und Unglücklichsein etc. verbunden wird. Nur: Dann kann das Schwarze Dasein ja auch nicht die Erfüllung sein. Eine komische Sache ist das.

Wieso?Wenn Du viel über Selbstzweifel,Unglücklichsein etc. nachdenkst,kommst Du eventuell eher zu Lösungen,die Dich zufrieden machen.Ich habe für mich verstanden,dass nicht immer alles schön ist,dass man sich nicht immer gut fühlt,und ich bin einverstanden damit!
Montrose[QUOTE] Ich meine eben so "zwingende Sachen" wie Idealen nachkommen oder nach seiner Identität suchen, oder wenn man krampfhaft versucht, Dinge zu erreichen oder sich glücklich zu machen oder so ... [/QUOTE]

?? Ideale, Identität, Glück ... das sind sehr merkwürdige Nebelwolken, die Du da von Dir gibst. Werde doch mal konkret. Was für eine Lebenssituation meinst Du denn genau?

[QUOTE]Was meint ihr, warum sich so viele Jugendliche umbringen,[/QUOTE]
Die Mehrheit der Jugendlichen ist nicht selbstmordgefährdet. Außerdem ist die Zahl der Suizide rückläufig.

[QUOTE]warum es auf diesem Forum hier auch eigene Boards für suizidgefährdete gibt? Das gibts aufm ö3 Board sicher nicht![/QUOTE] Erstens einmal wäre mir hier keiner bekannt, der Suizid begangen hätte. Über das Thema reden ist nicht das gleiche wie tun. Zweitens sind bei 13.000 Mitgliedern erstaunlich wenige Leute im "Hospital". Drittens gehen Gothics mit Tabu-Themen eben offener um als die Leute im ö3 Board.

[QUOTE]Das Gothic ja auch immer mit Selbstzweifel und Unglücklichsein etc. verbunden wird.[/QUOTE] Auf dem World Gothic Treffen war eine Atmosphäre wie auf einem Schulausflug. Ich habe viele glückliche Menschen gesehen. Typen, die sich der Musik hingaben, Mädels kauften sich auf dem AGRA-Stand ihre Accesoires, Liebespaare, gute Stimmung, und und und. Du hast wirklich ein zu einseitiges Bild von Gothic.
Sicher gehört zu Gothic etwas ruhiger gestimmte Gefühle, auch Trauer --- und ja, Gothic ist ein Ort, wo man auch mal Lebenskrisen durchsteht, sich mit Problemen befaßt --- ... aber nicht "immer" und auch nicht in zerstörerischer Weise.

[QUOTE]Aber schauts euch einmal um. Das ist bei sehr vielen auch nicht so! Und das ist doch betrübend?[/QUOTE] Ich schau mich um, und finde nicht, daß bei den Schwarzen alle depri sind. Abgesehen davon, was soll daran "betrübend" sein, wenn Menschen Probleme und Krisen haben. Das gehört doch zum ganz normalen Leben.


@Ashura, TheTurningPoint. Das Problem ist nicht Gothic-spezifisch. Leute, die anders sind, und Minderheiten wurden und werden überall entweder unrealistisch hochgehoben oder fertiggemacht. Anscheinend spricht Andersartigkeit in den Menschen irgendetwas an, womit sie nicht zurechtkommen. Daß ihr Lebenstil nicht der einzig richtig ist, daß er vielleicht überhaupt nicht richtig ist, daß andere Leute Dinge ausleben, die man selbst nicht auslebt, die man verbergen oder nicht akzeptieren will. Vielleicht kann man Andersartigkeit umso weniger akzeptieren, je weniger man sich selbst akzeptiert. Die vielzitierte "Toleranz" setzt ja voraus, daß man selbst sicher in einem Sattel, was auch immer das für einer sein mag, sitzt
Castrop@Montrose
Dein letzter Satz verdient in Stein gemeißtelt zu werden. So ist es.
Und dieser ewige Schrei nach Toleranz ist auch leicht nervtötend.
Wenn ich mich freiwillig anders darstelle, als Herr und Frau Jedermann, so sollte ich auch die notwendige Stärke mitbringen, das auszuhalten.
Ich selbst laufe nicht in "Schwarz" herum, aber trage vor der Haustür Hut, im Sommer einen Strohhut, der Wärme wegen, wenn es kühler ist, etwas Filziges, gegen Wind und Kälte.
Ich käme mir mittlerweile ohne dem nackt vor.
Wie oft zeigen Kinder auf mich: "Cowboy" oder Erwachsene, die bei glühendster Hitze ihre schütteren Haare durch die Gegend tragen schauen mich mißbilligend an - sei's drum.
rainravenMir tut der Beitrag von Lesther weh. In dem Sinn, daß er resignierend klingt. Und dieser Spruch, daß man stillstehen muß, um seine Fesseln nicht zu spüren, klingt für mich nach einem, der es aufgegeben hat, zu leben. Sowas passiert mir leider auch bald.

Ich sollte mit bald 30 Jahren "erwachsen" sein, weil es die Gesellschaft wohl erwartet und komsich reagiert, wenn "man" sich "in dem Alter noch benimmt wie ein Jugendlicher". Aber ich weiß, wann ich angefangen habe, "erwachsen" zu werden. Es war wie ein böses Erwachen und kam mit 20, als ich jemanden verlor, der mir sehr viel bedeutet hat. Da ist irgendetwas wie ein Schleier von mir abgefallen und seitdem erlebe ich alles mit einem pessimistischen oder melancholischen Beigeschmack.

"Erwachsen" sein hat für mich eine negative Bedeutung. Erwachsen sein ist für mich nicht eine Entscheidung, die man selber trifft und froh darüber ist, sondern es ist ein schleichender Prozeß, dem man leider früher oder später nicht entrinnt. Erwachsen ist jemand, der nüchtern und humorlos ist, meine Albereien für kindisch hält und nur noch auf Familie und Beruf macht. Der nicht mehr weggeht, sich "seinem Alter entsprechend kleidet und verhält" (wie es die Gesellschaft erwartet) und sich alleine in allen Bereichen des täglichen Lebens, sei es Steuererklärung, Kinderaufziehen, Berusfswahl und -suche, Politik, etc. zurechtfindet und nicht Hilfe und Rat benötigt oder einen Papa, der der einem Löcher in die Wand bohrt oder einen Partner, der einem das Europaparlament erklärt. Aber ich will gar nicht "erwachsen" sein. Das klingt so nach Stillstand.

Ich beneide Leute, die mit 43 immer noch Piercings und Girlieshirts tragen (können) und Witze machen oder aufs WGT gehen, ohne, daß sie sich blöd vorkommen oder ohne, daß sie als "seltsam" wahrgenommen werden. Mein Problem ist, daß ich fast 30 bin und mich aber nicht anders fühle oder denke als mit 23, und das heißt für mich auch, daß ich keine anderen Klamotten tragen möchte, meine Haare immer noch bunt mache, weil ich es schön finde, ich habe mich erst vor einem Jahr piercen lassen, weil da die Zeit dafür gekommen war, und ich stehe immer noch zu meiner Meinung und meinen Ansichten/Gefühlen, die manch anderen "normalen" Leuten nicht passen. Schade finde ich das. Denn ich lasse mich leider viel zu leicht von Anderen und deren Denken beeinflussen oder verunsichern.

Ich habe nicht das Gefühl, daß ich bestimmte Kleidung trage, um zu provozieren, sondern ich mache das, weil ich mich darin wohlfühle oder mich hübsch finde. Und ich sehe halt nicht ein, warum ich dasselbe gut finden muß wie alle anderen. Das war schon im Kindergarten so, daß ich andere Dinge spielte als die anderen Kinder, daß ich andere Sachen gut fand oder anderer meinung war. Bloß hinterfragte ich damals nicht, warum und ob ich deshalb "seltsam" sei. Manche Leute haben einfach Fantasie oder etwas Besonderes, was andere nicht haben und sich dann wundern, warum die das so machen und meinen, es wäre Provokation.

Ich glaube auch nicht, daß die Leute hier meinen, sie "müßten" provozieren und bestimmte Kleidung tragen oder bestimmte Lebensweisen führen, weil Andere das so tun, sondern, sie tun es einfach, weil sie sich darin wohlfühlen oder weil es ihnen etwas bedeutet. Und das finde ich völlig okay.



T.R.
Castrop@rainraven
Es soll jeder tun, wonach ihm beliebt.
Ich finde nur dieses ständige Einklagen von "Toleranz" enervierend; ich hatte einen Schulfreund, der fand es chic, bei minus 10° mit Strümpfen und Sandalen durch die Gegend zu laufen, der mußte auch in Kauf nehmen, daß die Leute ihm zuweilen einen Vogel gezeigt haben.
Manche Leute haben sicher auch eine freudlose Kindheit verlebt und wenn sie später etwas nachholen glauben zu müssen, dann ist es doch in Ordnung.
DesmodaGottchen, man kann das alles auch SEHR ernst nehmen, hm? Okay ich werd ja AUCH angekuckt (ohne Schminke und MIT lächeln). Aber wenn mich ein 7-jähriges Mädchen beim Waldspaziergang bewundert mit "schöne Kleidung", ist meine Welt auch wieder in Ordnung. Heute wars der Tankwart. Es ist altersunabhängig, die Toleranz oder net....


Gruß Fledermaus
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Ashura [/i]
[B]Die Leute, die einen dann anstarren interessieren sich ja nicht wirklich für die Beweggründe. Die meisten machen sich nicht einmal die Mühe uns anzusprechen. Sie mustern uns heimlich still und leise in ihrem Kopf, schieben uns in die "Ist-Schwarz-Und-Unheimlich->Flucht" - Schublade und der Fall hat sich erledigt. Denkst du, dass solches oberflächliches Schubladendenken für gut zu befinden ist? [/B][/QUOTE]@ Ashura: Praktizierst du hier nicht selbst oberflächliches Schubladendenken? Woher willst du wissen, was die Leute denken und fühlen? Ist das Geschriebene nicht nur das [b]Bild,[/b] das du von der Situation hast? Ich selbst laufe nicht immer in Schwarz herum und bin auch nicht mehr der Jüngste. Steckst du mich dann auch in die Schublade der bösen Musterer? Ich finde 80 bis 90 % der Menschen interessant, die mir begegnen. Muß ich die alle anquatschen?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Vielleicht kann man Andersartigkeit umso weniger akzeptieren, je weniger man sich selbst akzeptiert. Die vielzitierte "Toleranz" setzt ja voraus, daß man selbst sicher in einem Sattel, was auch immer das für einer sein mag, sitzt. [/B][/QUOTE]Da ist was dran. Ich glaube auch, daß Intoleranz aus der eigenen Unsicherheit heraus entsteht.

[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
[B]Aber ich weiß, wann ich angefangen habe, "erwachsen" zu werden. Es war wie ein böses Erwachen und kam mit 20, als ich jemanden verlor, der mir sehr viel bedeutet hat. Da ist irgendetwas wie ein Schleier von mir abgefallen und seitdem erlebe ich alles mit einem pessimistischen oder melancholischen Beigeschmack. [/B][/QUOTE]Diese Erfahrung mußte ich schon [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=259302#post259302]mit 12 machen[/URL] :( - und ich habe erst hier, nach 30 Jahren, meinen "Turning Point" gefunden.

[QUOTE][B]"Erwachsen" sein hat für mich eine negative Bedeutung. ... Aber ich will gar nicht "erwachsen" sein. Das klingt so nach Stillstand. [/B][/QUOTE]Ja. Für mich ist es mehr oder weniger ein Synonym für "angepasst", "untergeordnet". Ich will weiterhin Kind sein, in Frage stellen, querdenken und über die schönen Dinge der Welt staunen.

[QUOTE][B]Ich beneide Leute, die mit 43 immer noch Piercings und Girlieshirts tragen (können) und Witze machen oder aufs WGT gehen, ohne, daß sie sich blöd vorkommen oder ohne, daß sie als "seltsam" wahrgenommen werden. [/B][/QUOTE]Ich (44) war dieses und letztes Jahr auf dem WGT, und wie Montrose schon schrieb, ist das kein Ort zum Trübsal blasen. Mag sein, daß für die Organisatoren kommerzielle Interessen eine große Rolle spielen. Aber so lange ich dort genug Freiräume und Gleichgesinnte finde, so lange ich dort [b]"Spiele, die ich mitspielen will"[/b] finde, werde ich sicher auch in den nächsten Jahren hinfahren.
Hiddn Rose[QUOTE][i]Original geschrieben von Lesther [/i]
[B

Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, war ich sehr betrübt und ich bin nach wie vor der Meinung, dass jeder, der sich je in dieser Welt umgebracht hat, das herausgefunden hat.
[/B][/QUOTE]

ja, ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Es ist ein Wunder, dass ich noch lebe, denn die Vernunft hat herausgefunden, dass man in Wirklichkeit doch nicht so sein kann,wie man ist. Zuletzt weil du ein Mensch bist und beispielswiese kein Wolf. Das sagte sogar schon Spionza. Du wirst immer eingeschränt sein. Aber man hat sich damit abgefunden bzw. sich nicht mal damit auseinandergesetzt. Man wird seine Träume nie leben. Mein Herz gab sich mit dieser Erkenntnis aber nicht zufrieden und dauernd haben sich die beiden, Vernunft und Herz,gestritten. es war mehr als eine Qual. Letztendlich hat die Vernunft doch ein bisschen zurückgesteckt und so kann ich hier sitzen und schreiben. Ich fand die Musik und ich bin glücklich, wenn ich singe, tanze, musiziere oder sie einfach nur höre.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Hiddn Rose [/i]
[B]Es ist ein Wunder, dass ich noch lebe, denn die Vernunft hat herausgefunden, dass man in Wirklichkeit doch nicht so sein kann,wie man ist. Zuletzt weil du ein Mensch bist und beispielswiese kein Wolf.[/B][/QUOTE]@ Hiddn Rose :
Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Wolf? Gibt es nicht viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede?
Lilith02Hi Lesther!
Also ich lauf mal "ganz normal" rum und mal "nicht normal".
Wobei man diskutieren müsste, was denn eigentlich normal ist.
Ich bin die ganze Zeit über die gleiche, oder eben immer jemand anders, weil man sich ja eigentlich dauernd verändert. :-)
Nur, ich kann nicht behaupten, dass ich erwachsener wäre, wenn ich aus Faulheit im 0815 Look durch die Gegend laufe, oder das sich meine Ansichten und Vorlieben ändern würden. ???
Ich glaube, was das ganze so undurchsichtig macht, ist das auf den ersten Blick (oder vielleicht nie?) zu erkennen ist, was derjenige nun mit seiner Kleidung ausdrücken möchte und ob überhaupt. Ich meine ob er ein sog. Mitläufer ist, oder tatsächlich etwas persönliches damit verbindet. Er also frei o. unfrei ist. (kann man überhaupt frei sein?)

Meiner Meinung nach ist einfach der Frei, (und Erwachsen in dem Sinne) der das trägt was er will ohne sich um irgenetwas zu scheren, was ihm gefällt eben und das im Gothic Bereich dadurch, dass hier Menschen aus ihrem äußeren ihre eigene Kunst schaffen, eher zu den Freigeistern unserer Gesellschaft gehören als sonst wo.
Jeder muss halt irgendwie seinen Weg finden und in die Irre laufen, im Sinne von unfrei-sein, in Ketten sein, kann man überall mit, da spielt Kleidung glaub' ich die geringste Rolle.
Oder glaubst du ein "normalo" ist tatsächlich automatisch freier, und ausgegelichener als jemand der sich durch Kleidung irgendwie auffälig ausdrückt?
Ist jemand der sich anpasst, unauffällig in der Gesellschaft ist, freier und erwachsener?
Müsste man dann nicht geistige Gesundheit, Ausgeglichenheit, usw. in Kleidungs-Stile einteilen können?
Sind Leute, die in der psychiatrie landen (nichts gegen "die"!!!) irgendwie auffällig "unnormal" gekleidet?
Für mich ist das so'n bisschen wie die Bösewichter in Comics an den Augen erkennen können, oder so.*lol*
Sorry, aber ich halte das für Kokolores. Für meine Begriffe vermischt zu viele Sachen miteinander.

Hey, ich hab' nen richtigen Collen Filmtipp für dich!:
"Harold und Maude" Schon mal davon gehört?
(geht u.a. um frei sein)
Den musst du dir unbedingt mal anschauen!!
fallendermondalso ich finde, dass erwachsensein erstmal von der geistigen reife abhängt und damit meine ich nicht, wie spießig oder sonst was ein mensch ist, sondern in wie weit er verantwortung für seine taten übernimmt und auch drüber nachdenkt. für viele ist erwaschen gleich keinen blödsinn machen, sich regeln zu unterwerfen und ähnlihces, aber ich denke, dass viele menschen zwar wenn sie erwachsen sind resignieren, es also ein merkmal vieler "erwachsener ist" es aber keinesfalls eine bedingung fürs erwachsen sein ist. man gewöhnt sich mit der zeit an viel zu viele sachen, die man scheiße findet, wenn man zum beispiel sei leben lang nieder gemacht wird, dann akzeptiert man es rigendwann. das sollte man aber nicht. viele "erwachsene" haben sich nur schon an die herrschenden umstände gwöhnt,und kämpfen deshalb nicht. nicht direkt, weils ei älter und halt "erwachsener" sind, sondern, weil sie sich durch ihr alter und ihren mit der zeit vielleicht auch egbrochennen willen daran gewöhnt ahben.
fallendermondund vonw egen, dass viele erwachsene sich einfach nicht mehr so auffallendkleidung, wie vielelicht in ihrer jugend liegt auch teilweise am job und man muss ja nicht gleich mit iro/schwazen aschen oder weiss ich was rumlaufen, um seine meinung zu zeigen. viele kommen in irhem späteren leben halt einfach auf andere möglichkeiten, sich auszudrücken. und rebellieren tun viele auch noch mit 40. und sie bewegen teilweise auch mehr, als jugendliche, weil sie halt einfach älter sind und deshalb eher gehört werden. und manche von ihenen sitzen eben auch in leitenden und ähnlichen positionen.
wenn amn die eminung, vond er man meint, sie zu vertreten mit herz und hintergründig vertritt, dann wird man ein leben lang an dieser meinung fest halten. es gibt so viele möglichkeiten des widerstandes. den "jüngeren2 sind sie nur teilweise nicht bewusst.
fallendermondund man kann sich auch vond en ketten, von denen ihr sprecht losreißen. man kann nischen in diesem leben in dieser und auch anderen gesellschaften fidnen. man muss sie nur suchen. (drei beträge wegen der zeitvorgabe. mein pc stürzt sonst nämlich irgendwie ab. danke) der mond
Kato[QUOTE][i]Original geschrieben von Lesther [/i]
[B]Abend.

Ich denke mir irgendwie, eigentlich ist es doch kindisch, sich irgendwelche Sachen umzuhängen und auf blöden Stöckeln herumzulatschen, auf denen man kaum gehen kann, um irgendjemandem irgendwas zu beweisen und seine Ideologie raushängen zu lassen. Man muss den anderen doch nicht immer mitteilen, wie man denkt, wie man drauf ist, was man vom Leben hält!

Wenn es Goths angeblich so egal ist, was andere denken, warum ist es ihnen dann nicht egal, ob man sie für die letzten Normalos hält? Reicht es nicht, wenn man selber weiß, wer man ist?

[/B][/QUOTE]

ich finde deine gesammten text eigentlich sehr zwingend bzw. meinungsaufdrückend. der klingt wie so ne kleine vorschrift.
ich nehme mal an du bezeichnest dich selber als auch gothic? weil dann könnte es dir ja nach

"Wenn es Goths angeblich so egal ist, was andere denken, warum ist es ihnen dann nicht egal, ob man sie für die letzten Normalos hält? Reicht es nicht, wenn man selber weiß, wer man ist?"

egal sein wie sich andere kleiden.

was mich auch etwas störte ist, dass du von den ketten sprichst die uns gefangen halten. und aufgrund dieser these viele weitere argumente in den text einbringst, warum man sich normal kleiden sollte. das hab ich bei nietzsche auch oft gelesen. er hat irgendwas behauptet und aufgrund dieser basis tolle argumente vorgebracht - allerdings fand ich diese ursprungsthesen meist etwas merkwürdig oder einfach unglaubwürdig, und somit waren für mich seine weiteren argumente ohne großen nutzen.so ist es jetzt auch bei dir. ich fühle mich nicht irgendwie gefangen
Lykosich denke wir leben in einer welt aus masken,
wir können mit einem menschen 40 jahre verheiratet sein und ihn trotzdem nie richtig kennen, tja, das komtm davon wen lügen und mistrauen die welt regieren
Ashura@ TheTurningPoint: Das, was ich geschrieben hatte, war ja auch nicht pauschal gemeint. Bitte verwechsele das nicht. Ich meinte damit nur, dass ich versuche, niemanden in eine Schublade zu stecken und mich auch hin und wieder darüber freue, wenn dies mein Gegenüber auch nicht tut. Das ich mit meinem Äußeren nicht zwangsläufig mit Toleranz (geschweige denn Akzeptanz) rechnen kann ist mir durchaus bewusst...
Hiddn Rose@TheTurningPoint: es war ja nur ein beispiel ! :D
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Ashura [/i]
[B]Ich meinte damit nur, dass ich versuche, niemanden in eine Schublade zu stecken[/B][/QUOTE]"Sie mustern uns heimlich still und leise in ihrem Kopf" klingt aber irgendwie nach Vorurteil. Woher willst du wissen, daß sie dich nicht heimlich still und leise bewundern? So wie die "Grufties" meist still und leise und melancholisch sind, haben auch "Normalos" das Recht dazu, so zu sein (auch ohne sich schwarz anziehen zu müssen :D ). Man sollte sich nicht durch Einbildungen das Leben schwerer machen als es ist.

@ Hiddn Rose: Jetzt aber keine faulen Ausreden ... :)
Im Ernst: Der Vergleich zwischen Menschen und Wölfen ist bezüglich der Unterschiede und vor allem hinsichtlich der Gemeinsamkeiten sehr interessant. Vielleicht werden die Wölfe von den meisten Menschen gerade deshalb gehasst und verflucht, weil sie ihnen so ähnlich sind.

"... atemloser Wunsch: dich an meiner Seite spürn.
Ein Wolf in der Nacht hat mich heute besucht,
in mir die Sucht nach Jagen erweckt."
(Untoten - "Du hast mir ein Haus erbaut")
AshuraIch habe das einfach schon viel zu oft erlebt, dass mich mein Gegenüber "gemustert" hat, bevor er überhaupt auch nur ein Wort mit mir gewechselt hat... Zugegeben, dass ich hier ebenfalls mit Vorurteilen behaftet bin, kann durchaus sein. Aber wie gesagt, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht und außerdem bin ich ein Mensch (unglaublich, aber wahr) und als solcher habe ich das Recht, Fehler zu machen....
Montrose[QUOTE]Ich habe das einfach schon viel zu oft erlebt, dass mich mein Gegenüber "gemustert" hat, bevor er überhaupt auch nur ein Wort mit mir gewechselt hat... [/QUOTE]
Das mache ich üblicherweise auch so. :D Wahrscheinlich machen das alle Menschen so.
AshuraAber warum ist das so? Aus Faulheit? Aus Angst den Gegenüber kennenzulernen? Ihn vielleicht zu mögen? Sind wir tatsächlich gezwungen, in einer grauen Masse zu leben, in der Anonymität über Leben gestellt wird?
TheTurningPoint@ Ashura:
Es ist wohl eher die Frage: Wie beginnt man ein Gespräch mit jemandem, den man noch nicht kennt, von dem man noch nichts weiß, weder über Interessen, noch darüber, was er mag oder nicht mag? [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=6118]Diese Frage habe ich hier schon vor 2 Jahren gestellt,[/URL] aber bisher noch keine richtige Antwort darauf gefunden. Manchmal hilft es, mit einem Kompliment zu irgendwelchen Äußerlichkeiten (Haarschnitt, Make-Up, Kleidung, Accessoirs...) zu beginnen. Dazu muß man den Gegenüber erst mal anschauen - aber das gefällt eben auch nicht allen ... :rolleyes:
Montrose@Ashura.

Es gibt grob gesagt zwei Arten von Leuten: offene und verschlossene. Die erstgenannten "mustern" vielleicht weniger und gehen auch leichter auf die Leute zu. Und die anderen sind eher zurückhaltend, "mustern", denken vorher viel nach. Ich finde jedoch nicht, daß man die letztgenannten verurteilen sollte. Sie können vielleicht einfach nicht anders. Angst ist nichts an sich böses. Und man kann auch nicht sagen, die erstgenannten wären die besseren oder "kompetenteren" Menschen. Denn die haben ja auch ihre Strategien, die durch ihre (oberflächliche) Freundlichkeit angelockten Leute wieder in die Wüste zu schicken.

[QUOTE]Sind wir tatsächlich gezwungen, in einer grauen Masse zu leben, in der Anonymität über Leben gestellt wird?[/QUOTE]Vielleicht ist die Masse tatsächlich grau. Man kann dieses "Mustern" einfach auch als Suche verstehen. Der Philosoph Diogenes soll mal am hellichten Tag mit einer Laterne durch die vielbevölkerte Stadt gelaufen sein und gesagt haben "Ich suche Menschen". Es ist viel Staub und wenig Gold.
Ashura@The Turning Point:
Bei mir würde es zum Beispiel schon genügen, wenn ich auf intelligente Art und Weise angesprochen würde, ohne dass es gleich wieder in Pöbelei ausartet.

@Montrose:
Bei den "verschlossenen" gibt es aber leider zu viele schwarze Schafe (oder eben nicht schwarz ;) ) die weder schüchtern noch ängstlich sind, sondern einfach auf ihre Denkweise beharren und niemals im Traum daran denken würden, neues zu erkunden. Das sind meistens die Menschen, die "ein Brett vor dem Kopf" haben...
IscariotWas, wenn "Erwachsensein" einfach nur zu der scheinbaren Erkenntnis führt, allein harmonische Einflussnahme, statt plakativer Provokation, führt zu gesellschaftlicher Veränderung?
Zumindest ein schönes Argument für sich angepasst, bereichernde Pseudo-Revoluzzer?!
...und Verschlossene sind mir sympathischer!
:p
rosaplüschschafich finde du hast recht, mit dem was du schreibst.
Natürlich machen Outfits keinen Unterschied..
was nur schlimm ist, wenn ANDERE einen über dieses Outfit definieren..immer schön Schubladen-Denken.
Z.B. diese herrliche Frage von wegen "Warum rennst du so rum? In was für ner Sekte bist du eigtl?"
das nervt! Darf man nichtmal rumrennen, wie es einem gefällt? Müssen da leute gleich ihren KOmmentar zu abgeben und einen schief anguggn?
naja, Menschen halt ;-)
Nebeltaenzerinalso wenn das alles so sein soll.. dann will ich ewig kind bleiben...

aber wennich mir meine Mutter ansehe.. die rein äßerlich sehr auffällt.. die wirklich auffällige kleidung trägt die keineswegs normal ist.. dann denke ich mir, dass du vielleihct nciht ganz recht hast.
meinemutter ist mit ihren 60Jahren eine gestandene, mit allen wassern gewaschene Frau.. und sie hat nichtvor mit ihrer kleidung etwas zu zeigen.. nein di ekleidung gefällt ihr.
und so denke ich das man erwachsen werden nicht mit abschlaten der individualität verwchseln darf...
jder trägt was gefällt.. weil das äußere und das innere untrennbar miteinader verknüpft ist.
LestherAbend!

Also, dass es schlecht sein soll, andere Leute zu mustern, anstatt gleich draufloszulabern, geht mir nicht ganz ein!
[QUOTE]von Ashura:
Ich habe das einfach schon viel zu oft erlebt, dass mich mein Gegenüber "gemustert" hat, bevor er überhaupt auch nur ein Wort mit mir gewechselt hat... [/QUOTE]
Na und? Was soll daran so schlimm sein? Menschen WOLLEN mit ihrem äußeren Erscheinungsbild ja auch gar nichts anderes, als angesehen werden!!! Warum sonst ziehst du dir das an, was du dir eben anziehst, kämmst deine Haare, schminkst dich etc.? Das machst du für dich, ja, aber nicht NUR - im Hinterkopf behältst du immer das wie-du-auf-andere-wirkst. Den einen ist es eben egal, ob die Leute es gut oder schlecht finden, aber DASS sie IRGENDETWAS finden, will jeder!!!
Es wäre eine Lüge, zu behaupten, man würde sich niemals irgendetwas für jemand anders anziehen.
Und außerdem: Es ist auch eine Sache der Abwehrhaltung und des natürlichen, menschlichen Verhaltens, Leute zu SEHEN bevor man sie KENNEN LERNT. Als erstes sieht man sie eben, man nimmt sie wahr, und dazu SCHAUT MAN SIE AN. Das ist die normalste Sache der Welt, und ich kann auch nichts Schlechtes daran finden.
Das SCHAUEN kann man keinem Verbieten, und, mal im Ernst: Du machst es doch sicher auch selber, oder? Sonst geh jetzt her und rede weiß-rosa wasserstoffblonde Püppchen an - weil vielleicht sind sie nett, und was sagt schon ihr Äußeres? Aber denen gegenüber sind dann eben wieder "Goths" oder "Punks", oder was immer, voreingenommen. Diese Gruppeneinteilung ist eben einfach da, sie war immer da und wird es immer sein, und die Menschen wollen ja im Grunde nichts anderes. Zugehörig sein will jeder, Menschen sind Rudeltiere!! Und Anschauen, Abchecken, Einteilen, das macht AUSNAHMSLOS JEDER, ich bin sicher. Nur ist es halt einigen dann egal, WAS sie sehen, aber Sehen TUN sie es als erstes !!!


Gruß,
L.
DokuroNormal sein führt meist zu Akzeptanz, das erlaubt einem im tollerierten Bereich seine Freiheit auszuüben. Diese Freiheit ist aber kein vergleich zu der Freiheit die man durch Annormalität erreicht. Alle versuchen Individuell zu sein, doch wer es versucht ist in seinem Wesen schon so veranlagt das er es niemals wirklich werden kann. Wer nicht Normal ist kann fast unbegrnzte Seelische Freihit erreichen weil die Sozialen zwänge föllig abgebaut werden, und die Selbstentwicklung anstelle der Anpassung Tritt. Das zerreißt früher oder später die Seelischen Ketten. Stellt sich die Frage was einem Wichtiger ist.
Das bedeutet, man kann entweder durch eigene entwicklung Erwachsen werden und somit eine Normalität erreichen welche sehr stabil ist und einem so ermöglicht unabhängig seien Weg zu finden, oder man scharrt sich in einer Gemeinschaft zusammen in der sich alle anpassen, sich so weiter anketten, und sich alle gegenseitig mit den kleinen Entwicklungsfortschritten die sie mit ihrer restlichen Energie machen gegenseitig weiterbringen, was aber dazu führt das man ohne äußere einflüsse kaum seinen weg zu finden( das schwächt den Willen und macht ihn anfällig für manipulationen). Die erste möglich keit ist viel schwieriger den es ist so:
Der Mensch hat 3 Möglichkeiten richtig zu handeln,
1. Durch Überlegung (der Edelste) 2. Durch Nachahmung (der einfachste) 3. Durch Erfahrung (der Bitterste.)
In einer Entwicklungsgemeinschaft kopiert man die Errungnsfchaften die die anderen durch erfahrung ereicht haben, was es einem ungemein leicht macht. Wenn man sich für sich selbst entwickelt Denkt man mehr nach, sucht seine erfahrungen und von zeit zu zeit andere einzelgänger um weiterzukommen.
Das Menschen einen mustern bevor sie mit einem Reden hängt meist damit zusammen das sie versuchen zu erkennen ob man ein potenzielles mitglieb für ihre Entwicklungsgruppe ist, ergo einem nützlich sein können. Man darf sie darür nicht verurteilen, sie haben sich wahrscheinlich in einer Gruppe entwickelt und Denken in der Norm ihrer Gruppe, und achten deswegen auf das äußere. Die einzelentwickelten ind es meist die versuchen Hinter den menschen zu blicken. Die Grenze zwischen Einzel und Gruppenentwicklung ist sehr verschwommen, manche wechseln auch von zeit zu zeit unbewusst ihren weg.
Normal ist man wenn man dem Großteil der Gesellschaft zugeordnet werden kann. Erwachsene müssen nicht normal sein, es hängt von irem entwicklungstadium ab.
Stellt euch mal die Frage in welcher form ihr euch vorwiegend entwickelt(habt), und ob ihr es so Gutfindet. Mit anderen Worten: Erkennt euch selbst. Man kann von sich meist mehr lernen als man ahnt. Ich persöhnlich wechsele die Formen, das Scheint mitr meist das Beste.
DokuroAch und noch was, auf diesem Board fällt immerwieder die Frage "welche Ketten?". Ich Defineniere seelische Ketten so: Diese Ketten symbolisieren bestimmte Zustände, alles was den Geist davon abhält so zu handeln wie er sonst ohne Zwänge oder Beeinflussungen handeln würde und ihn so in seiner Freiheit einschränkt, daher die Verbildlichung als Ketten oder Fesseln.
LestherHi!

@ Dokuro


Die Sache mit den 3 Möglichkeiten, richtig zu handeln, hat mir sehr gefallen! Das ist schön, ist das von dir?

Du hast Recht mit diesem einerseits im tolerierten Bereich frei sein, andererseits in gar keinem. Nur glaube ich, dass die wenigsten das noch können, also ohne jede Einschränkungen zu leben, weil das wird uns einfach von Anfang an eingetrichtert, und sich von all dem, was man als Kind gelernt bekommt, zu befreien, ist sicher verdammt schwer.

Ich lese gerade ein Buch von einem indischen Guru namens OSHO, es heißt "Reife" und befasst sich sehr mit diesem Prozess des Erwachsenwerdens ... Es geht darum, dass Osho sagt, alt werden kann jeder, doch das ist etwas anderes als reif werden. Alt werden ist nur wie ein langsamer, ca. 70jähriger Tod - Reif werden hingegen ist, wenn du zu deinen Ursprüngen und deiner kindlichen Unschuld zurückfindest - allerdings MIT ERFAHRUNG, mit EIGENER Erfahrung. Du sollst dich zu erst von sämtlichen "Zwängen" wie Religion, Politik etc. befreien, eben von dem, was dir von außen auferlegt wurde und nicht deiner eigenen Erfahrung entspringt.
Dem stimme ich auch nicht 100%ig zu, aber es ist doch sehr interessant zu lesen.

Ein Satz hat mich besonders beschäftigt:
"Es ist schon seltsam, dass Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, versuchen, jemand zu werden."

Weiß nicht, ob das hier jetzt so hinpasst - aber das könnte doch eines der größten Probleme sein, das sich einem in den Weg stellt, wenn man versucht, etwas (und damit meine ich auch die absolute, "kettenfreie" Freiheit und Ungebundenheit) zu erreichen...


Danke für eure Antworten, ich hoffe auf weitere,

Gruß L.
DragonwishAlso wenn erwachsenwerden gleichbedeutend ist mit "Erkennen das es keinen Zweck hat" dann will ich gar nicht erwachsen sein. Ich hab immer versucht mir selbst treu zu bleiben. Schwarz ziehe ich mich deswegen an, weil ich die Kleidung schön finde, so wie andere ihre Klamotten schön finden. Sicherlich ist es auch irgendwo Ausdruck einer Rebellion, die aber mehr im Kopf stattfindet und auch dort stattfinden soll.

Ich hab mir schon öfters überlegft ob es nicht einfacher ist, einfach abzustumpfen und alles so zu akzeptieren wie es ist. Aber sollte nicht gerade das einen Menschen ausmachen ? Das er hinterfragt und nicht nur hinnimmt ? Ich möchte geistig über den Dingen stehen und nicht alles hinnehmen, dazu bin ich zu stolz. Auch wenn es wehtut und ich dadurch unglücklich werde. Dann rede ich mit Freunden darüber und dann kann man seinen Frust auslassen. Ist das nicht beser als völlig gleichgültig zu werden ? Für mich ist Gleichgültigkeit im Leben wie ein verfühter Tod.

So long..
DokuroHi
@Lesther

Die Sache mit dem richtig handeln hab ich mir mal zusammengereimt, aber da es nicht so schwer ist darauf zu kommen hat das bestimmt schon irgenwer zuvor mal gesagt.

Es stimmt das die absolute Freiheit fast unmöglich zu erreichen ist. Selbst wenn es jemand erkennt wie und sich dann Trotz der jahrelangen Manipulation dazu durchringen kann es zu versuchen braucht es sehr viel Zeit, Willenstärke und Weißheit um den richtigen weg zu finden. Sich auf dem Weg zu halten ist aber noch schwirieger da das System nur die unterstütz die sich an es halten, also müsste man in der Lage sein fast allein zu überleben.

Ich stimme OSHO in jedem Punkt völlig zu. Ich versucht selbst mich zur zeit so weit wie möglich loszulösen. Das Schwierigste ist es aber sich der Kontrlle anderer zu entziehen, doch zum glück sucht sich jeder die meisten die macht über ihn haben selbst aus, ich lasse mich nicht mehr einschüchtern, sage meine Meinung und bin zu lLeuten von denen ich was will( Autoritäten, Frauen) nicht mehr unterwürfig sondern behandle sie mit dem gleichen respeckt und der gleichen Tolleranz wie ich mich behandeln würde. Ich habe sogar mit sexueller Abstinenz angefangen, aber ich weiß nicht wie lange es dauert bis ich mich an diese halb Askese gewöhnt habe.

Was den Satz angeht( "Es ist schon seltsam, dass Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, versuchen, jemand zu werden.") ist es auffallend wie klar und war er ist. Es ist Traurig das dieser Satz auf die meisten Menschen ( ausgenommen einige entwicklungsländer) heutzutage zutrifft. Die leute ziehen es unbewusst vor jemand anderes, jemand akzeptiertes angesehenes bliebtes zu werden, anstatt sich selbst zu erkennen und auch so zu sein wie sie sind. Vieleicht haben sie Angst nicht angenommen zu werden oder fürchten sich vor irem wahren Gesicht. Als ich begann in mein inneres zu blicken und zu verstehen wer ich wirklich bin ( Bin immernoch nicht ganz mit der Selbstfindung fertig) war ich auch erschrocken, mein altes wahres selbst war so was von abgrundtief Negativ( Egoistisch, Sadistisch). Dann hab ich begonnen mein altes Ego mit meinem Leben meinen erfahrung und erinnerungen zu Konfrontieren. Inzwischen ergänzen sich mein wahres und mein Soziales ich zu einem wunderbaren Menschlichem wesen.

Es stimmt das dieses Streben das primäre problem für die 0 8 15 Menschen ist zur wahren Freiheit zu gelangen/ ihr zu nähern.
LestherHallöchen!

@ Tapsiturtle:

hm, ja, du hast Recht, das war wahrscheinlich zu hart ausgedrückt, aber was ich eigentlich meinte, war sowieso das sich-so-anziehen-wie-es-sich-für-die-szene-gehört. Nimm die hohen Stöckeln, auf denen du nicht gehen kannst: Ich wette, meine Freundin z.B. hätte manchmal so richtig Lust auf stinknormale, bequeme Turnschuhe, zieht aber keine an, weils einfach nicht zu ihrem Style passt. Das ändert ja nichts daran, dass ihr die hohen Stöckel GEFALLEN.

Zudem bin ich sowieso der Meinung, dass man nicht alles, was einem gefällt, auch selbst tragen und machen muss. Mir gefallen Iro-Haarschnitte auch, und ich mach mir keinen. Das war ein Beispiel. Es gibt so Leute, die müssen alles mal ausprobieren, was sie cool finden, und das halte ich für kindisch und auch eher dumm.


Gruß, L.
LestherJa, schon wieder ich! :D


@ Dokuro

[QUOTE]Ich habe sogar mit sexueller Abstinenz angefangen, aber ich weiß nicht, wie lange es dauert bis ich mich an diese halb Askese gewöhnt habe.[/QUOTE]

Wieso das? Um dich der Kontrolle anderer zu entziehen oder deine eigene Kontrolle zu wahren??


Ja, das mit der Angst ist ein entscheidender Punkt in Oshos Satz; natürlich sind die Menschen unsicher und trauen sich nicht, zu sich selbst zu stehen. Natürlich, teilweise - aber die Partien ihrer Persönlichkeit, die ihnen als nicht so gut erscheinen, möchten sie ändern, oder weghaben. Die Menschen wollen unperfekt perfekt sein - sie möchten zwar schlechte Seiten ebenso haben, aber auch die schlechten Seiten müssen "korrekt schlecht" sein.


Hihi, *grins*, das fand ich lustig, dass du schreibst, dein altes Selbst war sowas von negativ, egoistisch und sadistisch! ;) Aber es dann mit dem "Neuesten" sozusagen zu konfrontieren finde ich eine schöne Vorstellung .... d.h., du "mischt" deinen mehr oder weniger liebsamen CHarakter mit Eigenschaften, die du dir quasi "selbst ausgesucht" hast, also mit denen du nicht geboren wurdest, sondern zu deren Entwicklung du selbst beigetragen hast, und - tata - ensteht etwas, mit dem du zumindest so halbwegs einverstanden bist ?!
Vielleicht sollte ich so etwas auch einmal versuchen, man kann sich selbst wahrscheinlich auch besser akzeptieren, wenn man sich nicht ganz kampflos "ergibt", sondern auch noch an seinem eigenen Leben mitwirkt. "Lebe dein Leben, bevor dein Leben dich lebt" - den Spruch hab ich mal wo gelesen. Mag schon stimmen!


Es grüßt euch
Lesther
wirre_träneIch finde das mit der Bezeichnung Kind sein und erwachsensein total affig. Ich bin 26 und fühle mich so wie ich bin...mal jünger, mal älter. Ich hasse erwachsen sein. Muss man es überhaupt? Ich habe nie vor es zu werden. Evtl. Verantwortungsvoller, ja, aber ich ziehe von mir aus an was ich will und da redet keienr rein. Zum Thema erwachsene Goths: Ich bin ne halbe Wicca (Hexe mit Glauben aber ohne Regeln) und ich trage auch gerne mein Pentagram. Meine Mutter dachte gleich , das ioch es nur trage weil ich damit angeben bzw. auffallen möchte. Ich versicherte ihr, dass es mir nur totale Kraft gibt und außerdem erkennt man sich besser gegeseitig und das kann manchmal echt toll sein. Ich denke das ist bei Goths auch so. Also...mir gehts so. Klar manche wollen mit aller Macht versuchen ihr Image zur Provokation zu nutzen, aber ich denke ...haut mich ruhig...das jede kleinste Negativität die Menschen ein Stück auseinander reißt. Wir sind schon so fremd, da muss man nicht noch griesgrämig rumpöbeln *g* Wenn i9ch ne Gothbraut sehe denke ich oft boar guckt die mies, lächel sie an und sie giftet zurück *hallo?*

Mein Traum ist es auch sich auf Arbeit so anzuziehen wie es mir gefällt. Allerdings..es gibt doch schlichte geile Sachen in Schwarz *g*
LestherHallöchen!

@ Tapsiturtle:

Ähm.... ja. :D ich muss sagen, ich hab dich echt für weiblich gehalten, obwohl das mit den Stöckeln nicht unbedingt auf dich bezogen war ... *ggg* aber hey, wieso denn nicht?

Ja, da mit dem Beruf hast du wirklich Recht. Ich finde es dämlich, wenn Leute so richtig aufgemotzt-satanisch oder wie auch immer zur Arbeitsstelle gehen, nur vor Schiss davor ein "Wochenendgrufti" zu sein, und zu zeigen: Ich bin ja sooo rebellisch und bleibe meinem Stil treu.
Wenn du so erwachsen bist, dann kannst du auch damit leben, zur Arbeit in Jeans und schlichtem Oberteil zu gehen, ohne gleich irgendwie deine Persönlichkeit zu leugnen ... denn die sollte sich nicht einzig in der Kleidung erschöpfen!!


Habt noch nen schönen Abend!
L.
deathrock1334normal = der norm entsprechend

ist nicht jeder ein individuum, steht für sich selbst und sollte frei sein und sich nicht einer norm unterwerfen, die andere meinen festlegen zu müssen?
LestherTag!

@ Tapsiturtle:
Bin weiblich! :D jetzt bist selber reingefallen!!
Sag amal, hast du meinen Thread net glesen oder was? ich finde, da kriegt man das mit! *nachdenklichamkopfkratz*


@ deathrock:

natürlich sollte sich keiner einer norm unterwerfen, sondern frei sein, aber wieviele schaffen das denn wirklich? DIe norm spielt eine zu große Rolle, um einfach nicht beachtet können zu werden - und außerdem wird uns von anfang an gesagt, dass es nicht schlecht ist, mit der masse zu gehen. und wieso sollten wir etwas nicht tun, wenn es doch nicht schlecht ist??


Grüßchen,
L.
l'âme perdueMuss man "normal" sein, um ein Mensch zu sein...?
Muss man "normal" sein um Erwachsen zu sein?...
Ups, bin ja schon volljährig...also schnell alles anormale über bord werfen und sich anpassen... :D
LestherHallo zusammen!


[QUOTE][I]l'âme perdue:[/I]
Muss man "normal" sein, um ein Mensch zu sein...?[/QUOTE]

Nein, das muss man natürlich nicht. Eigentlich rede ich auch nicht vom Normalsein in diesem Sinne, sondern von Normal-Aussehen in 1. Linie.
Viele sind es aber. Wenn du dich als erwachsen bezeichnest und trotzdem als nicht normal, dann hast du's eben geschafft. Aber ich bin sicher, sehr sehr viele schaffen das nicht. Ich kenne jemanden ganz bestimmten, an den ich jetzt denke: Mit 39 immer noch Gothic, aber mit Ansichten und Einstellungen eines trotzigen 10jährigens.


[QUOTE]Muss man "normal" sein um Erwachsen zu sein?...[/QUOTE]

Vielleicht, ja.
Vielleicht bist du erwachsen, ausgereift, wenn du erkennst, dass Rebellion und Sich-Auflehnen in dieser Welt keinen Sinn haben und dir nichts geben. Dass du ein schönes Leben führst, auch wenn du einfach akzeptierst, dass du "eine von ihnen" bist. Was ist auch dabei? Die Tiere einer Rasse sehen für uns doch auch alle gleich aus, und doch sind sie vielleicht verschieden. Was macht es, anderen äußerlich zu gleichen, und ihre Gesetze zu teilen? Du kannst immer noch dein eigenes Leben führen und leben. Du bist nicht besser oder schlechter als andere. Nimm das hin, finde es nicht schlimm, und ich finde, du bist erwachsen.


Grüßchen,
L.
LestherAh turtle, deins hab ich jetzt erst entdeckt... *g*

i check das net, du hast nur den Beitrag von mir glesen, der irgendwie schon ganz am Ende war oder was?? wenn man ein thema aufmacht, liest man ja zuerst einmal, worums geht, oder???? :rolleyes:

mfg
chevalier:D also ich gebe jetzt meinen senf auch dazu:
ich bin 38!!!und ich bin goth! das zeigt sich manchmal in der kleidung ziemlich deutlich, öfter auch eher dezent, aber meistens schwarz!zu schwarz habe ich schon immer eine besondere beziehung,es hat auch eine religiöse zumindest weltanschauliche bedeutung. wer schwarz trägt kümmert sich nicht um modetrends und ist ihnen nicht unterworfen- nicht umsonst tragen mönche schwarz(nicht alle)sie drücken damit aus dass sie zwar in dieser welt leben, aber nicht zu dieser welt gehören- so gesehen sind gothics gerade leute die sich eben nicht um die"welt" mit ihren modedummheiten kümmern-also ist schwarz tragen ein stück unabhängigkeit!!!!!!!!
zum thema erwachsen werden...ich hab mir alle beitäge durchgelesen und jemand hat erzählt sie kenne einen der ist 39, goth und hat den trotz eines zehnjährigen- das könnte ich sein!!:p ich bin grundsätzlich so erwachsen wie es das leben von mir fordert-etwa im beruf und ansonsten bin ich so wie ich mich innerlich fühle und da bin ich höchstens zwölf!!UND DAS IST GUT SO!

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