| isidor | Wo mich Angel so lieb drauf angesprochen hat, hier die Frage: Meint ihr, Gefühle lassen sich kontrollieren? Ich habe meine in einem gewissen Maß unter Kontrolle, man könnte sagen, ich kann sie lenken, aber nicht befehlen. Wie siehts bei euch aus? Könnt ihr bestimmen, wen ihr liebt, wen ihr hasst, aufgrund einer Verstandesentscheidung Gefühle aufbauen, oder seit ihr Sklave eurer Emotionen? Könnt ihr Gefühle terminieren, verschieben? |
| angel of sorrow | Sklave der eigenen Emotionen... gut ausgedrückt. Ja das bin ich. Aber manchmal hab ichs unter Kontrolle... Zumindest soweit, dass ich mich vor einem kompletten Aushänger meist retten kann... Im Grunde jedoch aber nicht, ich wünschte ich hätte sie unter Kontrolle. Ich wünschte ich würde ncihts mehr für eine best. Person empfinden. Ich hab mir oft eine Welt ohne Gefühle gewünscht, ich dachte diese sei besser. Doch ich habe mich getäuscht. Gerade die Gefühle sinds, die das Leben ausmachen. Ohne sie könnten wir nicht leben und außerdem wär das Leben schrecklich langweilig. Und wie sollten wir lernen, ohne Gefühle?? Wir würden nicht weitekommen, wir würden stehenbleiben. Grundsätzlich glaube ich nicht, dass man Gefühle wirklich kontrollieren kann. |
| Garry | Zum Glück, denn diese sind notwendig, wie Angel ja sagte. Wer von uns würde sich in der Schule oder im Beruf anstrengen, wenn er nicht Glücklich über Erfolg wäre oder angst vor Misserfolg hätte. Ich kann sie nicht lenken oder unterdrücken, aber abschwächen, wenn ich also jemanden hasse, dann muss ich es nicht zwangsläufig in Taten umwandeln. |
| angel of sorrow | Das stand neulich im GB meiner HP: [QUOTE]Und übrigens: Hass ist nicht das Gegenteil von irgendetwas, sondern die stärkste, ehrlichste und ursprünglichste Emotion, die der Mensch in der Lage ist zu empfinden. Lieben kann der Mensch nur sich selber![/QUOTE] Mich hat dieser Eintrag sehr beschäftigt.... was denkt ihr denn davon? |
| isidor | Ich denke, alles, was der Mensch tut läßt sich letztlich auf zwei Emotionen zurückführen. Liebe und Angst. Alle anderen Emotionen sind vorgeschoben, um eines der beiden zu verschleiern. Lieben kann man ganz sicher auch andere Personen außer sich, aber die Angst, enttäuscht zuwerden, münzt sich, wenn es tatsächlich so gekomemn ist, dann oft in Hass um. Die Grundlage war dafür aber dann eher Angst, als Hass. Oder so ähnlich!?! Naja, ihr wisst bestimmt, was ich mein |
| Shapeshifter | Mir hat mal jemand gesagt, man könne nur jemanden hassen, den man zuvor geliebt habe... Generell denke ich, dass Gefühle nicht kontrolliert werden können, sie bestimmen, bewusst oder nicht, letztlich jedes objektive Handeln des Menschen. |
| Scanium | [QUOTE][i]Original geschrieben von isidor [/i] [B]Meint ihr, Gefühle lassen sich kontrollieren? Ich habe meine in einem gewissen Maß unter Kontrolle, man könnte sagen, ich kann sie lenken, aber nicht befehlen. Wie siehts bei euch aus? Könnt ihr bestimmen, wen ihr liebt, wen ihr hasst, aufgrund einer Verstandesentscheidung Gefühle aufbauen, oder seit ihr Sklave eurer Emotionen? Könnt ihr Gefühle terminieren, verschieben? [/B][/QUOTE] Ich kann zwar mal wieder nur für mich sprechen ;), aber ich kann meine Gefühle kontrollieren, auch wenn ich es nur ungern tue. Es ist eine recht leichte Übung, Gefühle ins Gegenteil zu verkehren, sie zu entfernen, sie zusätzlich aufzubauen - es funktioniert. Auch Gefühle in/auf andere Personen zu projezieren geht sehr einfach. Allerdings muss ich wieder mal Nietzsche (wenigstens inhaltsgemäß) zitieren: Man kann seinem Geist grosse Freiheiten geben, wenn man sein herz in Ketten legt - aber man glaubts mir nicht, gesetzt man weiss es noch nicht selbst... (ich verspreche , cihw erde den genauen Wortlaut hier später einfügen ;) ) Die Veränderungen an den Gefühlen haben mir zumindest schwere nachteile gebracht - Die postitiven Extreme wie Extase, Verliebtheit etc. sind so gut wie nicht mehr vorhanden, die negativen Dinge, wie Depressionen, Phasen der Sinnlosigkeit kommen immer öfter, je häufiger man an den Emotionen "rumspielt" Ich kann keinem raten, es zu lernen.... |
| weiße Krähe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Scanium [/i] [B]Ich kann keinem raten, es zu lernen.... [/B][/QUOTE] Hmmh.... es hat sicherlich Vorteile, die eigenen Gefühle zu kontrollieren. Es stimmt, der Geist wird dadurch freier. Und wenn man sagt, man kontrolliert seine Gefühle, dann heißt das nicht, dass man gefühlskalt ist oder sämtliche Gefühle verdrängt - auch wenn das oft gleichgesetzt wird. Man lässt seine Gefühle durchaus heraus, allerdings nur in bestimmten, selbst ausgesuchten Augenblicken. Meistens zumindest. Denn völlige Kontrolle ist meines Erachtens nach so gut wie unmöglich, wobei es durchaus Leute geben mag, denen dies gelingt. Dürfte aber dann eher eine Ausnahme sein. Denn auch beispielsweise Depressionen oder "Sinnlosigkeit" sind Emotionen - und daher nicht unbedingt ein Zechen dafür, dass man die eigenen Gefühle unter Kontrolle hat. Es ist doch viel eher so, dass diese Emotionen zeigen, wann man seine Gefühle nicht kontrollieren kann, denn "freiwillig" will man sicherlich nicht so fühlen. |
| Scanium | [QUOTE][i]Original geschrieben von weiße Krähe [/i] [B]Denn auch beispielsweise Depressionen oder "Sinnlosigkeit" sind Emotionen - und daher nicht unbedingt ein Zechen dafür, dass man die eigenen Gefühle unter Kontrolle hat. Es ist doch viel eher so, dass diese Emotionen zeigen, wann man seine Gefühle nicht kontrollieren kann, denn "freiwillig" will man sicherlich nicht so fühlen. [/B][/QUOTE] Das Problem ist, dass dies Emotionen sind, die nicht zulassen, dass du dich ausreichend Konzentrierst, um sie auszuschalten. ansonsten ginge das spielend.... Du kannst die Gefühle unterdrücken, um sie irgendwann herauszulassen, wenn du das bestimmte Gefühl aber ganz entfernst, gibts nix mehr zum rauslassen, da du es vernichtet hast - daher auch die Leere..... |
| weiße Krähe | Das klingt so sehr nach einer Ausrede - [I]"ich könnte, wenn ich wirklich wollte...."[/I] Wenn man also Gefühle vernichten kann - warum vernichtet man dann nicht auch solche Emotionen? Warum lässt man sie gar nicht erst zu? Man beschäftigt sich ja nicht erst dann mit beispielsweise "Sinnlosigkeit" (wobei das meiner Meinung nach eh Unsinn ist, weil man keinen Sinn braucht), wenn man mitten in einer Krise steckt, sondern macht sich auch sonst Gedanken darüber. Dann sollte es doch ein Leichtes sein, diese Art von Emotionen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Funktioniert aber nicht. Und zwar aus dem Grund, weil man manche Gefühle nie ganz unter Kontrolle bekommen kann. Im Übrigen kann man Gefühle nicht vernichten... Als "Fühlender" schon gar nicht. Man kann sie lediglich kontrollieren und auf Eis legen. Sie auszulöschen ist nicht möglich. Damit man das nicht falsch versteht - ich sehe nichts schlechtes daran, Gefühle zu kontrollieren, bin selbst auch ziemlich gut darin, aber ich würde mir nie anmaßen, zu behaupten, ich hätte sie vollkommen im Griff, weil das schlichtweg nicht geht. (sorry für das off-topic: Scanium, muss das mit deiner Signatur so sein? Das stört den ganzen Lesefluss ......) |
| Shapeshifter | Reden wir jetzt davon, vorhandene Gefühle herauszulassen oder nicht, oder davon, Gefühle so zu kontrollieren, dass sie wirklich nicht mehr da sind (oder umgekehrt: Gefühle zu erzeugen)? Wobei ich letzteres für nicht realisierbar halte, als Beispiel füge ich da Liebeskummer an, den jedenfalls ich nicht einfach abstellen kann... |
| Scanium | [QUOTE][i]Original geschrieben von weiße Krähe [/i] [B]Das klingt so sehr nach einer Ausrede - [I]"ich könnte, wenn ich wirklich wollte...."[/I] [/B][/QUOTE] Müsste richtig heissen: Ich könnte, wenn ich wirklich könnte... Jede Fähigkeit wird durch Gefühle und Launen beeinträchtigt. In einigen kann man sich konzentieren, dann kann man auch seine Gefühle kontrollieren, sie bezwingen, in anderen beherrschen sie einen unweigerlich, da sie die Möglichkeite der Konzentration und damit der Kontrolle nehmen. Du sagst, du kannst Gefühle nie ganz unter Kontrolle bekommen... Nimm ein Gefühl, spiegele es (z.B. du liebst Person A, dann erzeugst du mittels deiner Gedanken aus dieser Emotion heraus eine Gegenemotion, welche ebenso stark ist.), verbindest beides, und binnen kürzester Zeit, sind beide Emotionen zusammen verschunden. Ich wäre nie so dreist zu behaupten, ich könnte Emotionen kontrollieren im Sinne sie mit einem Fingerschnippen wegzuschaffen. Es erfordert etliches an Konzentration. Es als "Fühlender" nicht zu tun, versteht sich von selbst - etwas zu können heisst auch nicht, es ständig zu tun. Ich hab viele Jahre versucht, meine Gefühle total zu unterdrücken und zu beherrschen, da erlernt man so was notgedrungen irgendwie... man könnte es als eine Art der Meditation beschreiben. Aber es bringt nur Probleme mitn sich, mit denene ich noch heute zu kämpfen habe. (und ich werde meine Signatur ändern :p ) |
| angel of sorrow | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shapeshifter [/i] [B]Mir hat mal jemand gesagt, man könne nur jemanden hassen, den man zuvor geliebt habe... [/B][/QUOTE] Das ist in einer gewissen Form wahr. Für Jemanden, den man hasst, muss man etwas empfunden haben. Jedoch einen fremden Mörder würde man hassen ohne ihn geliebt zu haben... häää?? *mi selber nimma auskenn* |
| DemonOfLove | ich habe meine gefühle recht gut im griff, andererseits dann auch wieder nicht... denn eigentlich stauen sie sich nur auf... aber wenn ich kann wenn ich will traurig sein und ich kann wenn ich will gut drauf sein... und ich kann mir auch einreden jemanden zu lieben oder eben nicht... ob es allerdings so gut ist seine gefühle zu kontrollieren weiß ich nicht... denn schließlich sind sie ein teil von uns und sollten ausgelebt werden mit all ihren konsequenzen, auch wenn diese schrecklich weh tun können... andererseits ist dieses gefühle kontrollieren auch ein guter schutz eben gegen eventuelle verletzungen... |
| Scanium | es ist nur wie bei allem, was der mensch kontrolliert - es läuft nicht so gut, wie wenn es seinen Weg selbst gehen würde... @angelofsorrow würdest du einen Mörder wirklich hassen? wenn er jemand wildfremden tötete, verachten vielleicht,d a du das Opfer nicht kanntest, die Tat und Ursachen aus der ferne nur hörtest. wenn er jemanden, den du auf eine Art gelibt hast, getötet hat, dann hast du doch vorher geliebt, oder? Wenn du den mörder kanntest, dann kann sich auch trauer, enttäuschung noch hineinmischen, aber hass? ich weiss es nicht... |
| angel of sorrow | @ Scanium: Ich bin von der Situation ausgegangen, dass ich den Mörder nicht kannte, das Opfer aber eine mir nahestehende Person war :) |
| weiße Krähe | Scanium, ich bin mir dessen bewusst, dass einige Arten von Emotionen die Fähigkeit der Konzentration mindern können. Allerdings weiß man doch zum Beispiel nicht nur in einem Moment, in dem man sich langweilt, was Langeweile bedeutet oder wie man sich dann fühlt - man ist durchaus in der Lage, über Gefühle nachzudenken. Und wenn man dann weiß, wie sich entsprechende Emotion auf den Geisteszustand auswirkt, dann sollte man doch eigentlich in der Lage dazu sein, diese Emotion zu unterbinden. Es ging mir nicht darum, dir zu unterstellen, du würdest behaupten, sämtliche Gefühle mit einem Fingerschnippen ausschalten können. Das Beispiel, das du beschreibst, hat auch nicht viel mit dem Verschwinden von Emotionen zu tun, ist vielmehr eine Art Teilnahmslosigkeit - auch ein Gefühl. Du stehst dieser Person dann schlichtweg neutral gegenüber. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn Gefühle ausschalten kann man nicht, zumal diese ja mitunter durch chemische Reaktionen ausgelöst werden - oder hast du die Fähigkeit, die chemisch-biologischen Prozesse in deinem Körper zu kontrollieren? Wohl eher nicht.... |
| isidor | @ scanium was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Gefühle verstärken, umkehren, fokussieren und projezieren. Sowas finde ich auch gar nicht so schwer. Aber wie eine automatische Strafe, habe ich auch festgestellt, verstärken sich die extrem negativen Emotionen dabei umso mehr, wobei die wirklichen Glücksmomente merklich weniger werden. Ich kann auch nicht unbedingt empfehlen, sowas auszuprobieren. Aber meine Meinung zu Hass: Oftmals begründet er sich doch auch einfach nur auf Unwissenheit. Einen Mörder zu hassen ist sehr leicht. Aber zu verstehen, warum er den Mord begangen hat, die Motive/Überzeugungen zu erkennen, die Systematik (oder auch den Irrsinn!?) ist ungleich schwerer. Das Mörder unter Umständen sinnvollerweise lange Zeit weggesperrt werden müssen rechtfertigt doch noch lange keine Verachtung? Viele solche Subjekte tun mir oft einfach nur Leid... |
| Vanja | Ich denke nicht, dass man Gefühle wirklich kontrollieren kann.... Man kann nur verdrängen, was sie mit einem bewirken oder sich mit ganzer Kraft eine Fassade errichten...vor sich selbst und auch vor anderen.... Vielleicht verwechselt das manch einer mit Kontrolle.... Gefühle soweit zu verdrängen, dass sie einen Moment kaum noch real zu sein scheinen....das geht....aber irgendwann holen sie einen wieder ein....das Unterbewusstsein lässt sich eben nicht täuschen... Sich einzureden, jemanden zu lieben....vielleicht gibt es wirklich Menschen, die zu so etwas fähig sind...aber ich frage mich, wie lange diese "Kontrolle" sich dann aufrecht erhalten lässt? Wahrer Hass lässt sich nicht kontrollieren....Hass ist wie ein wildes Tier... Nein, meiner Meinung nach, ist kein Mensch fähig, seine Gefühle zu kontrollieren - im Höchstfall zu verdrängen oder zu verstecken... Vanja |
| DarkHack | Ich stimme mit Vanja vollkommen überein... man kann Gefühle nicht kontrollieren... nur zeitlich begrenzt unterdrücken... sie holen einen nämlich irgendwann immer ein... das Unterbewusstsein ist wirklich nicht zu täuschen... und nun zu Hass... das ist schon so ein Gefühl für sich, von dem man wirklich nicht sagen kann, dass man es unter "Kontrolle" hat... Hass kommt meistens spontan... nach einem schlimmem Ereignis, kann der beste Freund das Ziel des Hasses sein, falls der Freund der auslöser war... man hat nicht wirklich Kontrolle über den Hass und gibt sich ihm geschlagen... |
| shiphrah | Gefühle lassen sich nicht kontrollieren, entweder sie werden verdrängt udn wenn das nicht mehr geht, dann eben verleugnet. Aber der Mensch kann sich entscheiden, wie er mit einem Gefühl umgehen will, ob er es annehmen will. Wenn ich also spüre, das ich mich ärgere oder verletzt fühle, kann ich mich fragen: "will ich mich ärgern, hat dieser.... Macht über mich?" dann kann ich etwas Abstand gewinnen und mich wieder Herr meiner Dinge fühle, aber die GEfühle selbst beeinflusse ich so nicht. Ich selbst bin der totale Gefühlsmensch, das geht mir oft genug gewaltig auf die Nerven, weil es einen von hinten heraus schachmatt setzen kann und man sich recht ausgeliefert fühlt. Mit etwas Übung wie oben ganz kurz angedeutet, habe ich es aber mittlerweile geschafft, dass meine Gefühle nicht mehr Überhand gewinnen in Situationen, wo ich funktionieren mus oder mich aus anderen Gründen schützen will. Grundsätzlich ist mein Weg aber mittlerweile der, alle Gefühle als solche anzunehmen, die guten und die schlechten. Denn aus Erfahrung weiß ich auch, dass sie alle an einem vorbeiziehen, wenn man sich nciht gegen sie wehrt. |
| rainraven | Ich habe meine Gefühle meist nicht unter Kontrolle. Wenn ich wütend bin, raste ich aus, wenn ich traurig bin, fließen die Tränen, egal, wo ich bin, und wenn ich glücklich bin, bekommen das alle zu spüren. Wenn ich müde bin, will ich SOFORT heim und schlafen, ansonsten artet es wieder in Tränen oder Wut aus. Am schlimmsten ist, daß ich mich oft angegriffen und unterlegen fühle und mich nicht zu verteidigen weiß, sondern aggressiv werde oder nur noch Heulkrämpfe habe, anstatt über den Angreifer zu lachen oder zu argumentieren. Ich weiß, daß es manchmal besser wäre, ruhig und überlegen /überlegt zu bleiben . doch ich kann es meist nicht verhindern, und letztendlich bin ich auch froh, daß ich zu diesen tiefen Gefühlen fähig bin, denn so intensiv, wie ich hasse, liebe ich auch und so sehr wie ich leide, empfinde ich auch schon bei simplen Dingen sehr große Freude. Das möchte ich nicht missen und möchte nicht ein so gefühlskalter, rationaler Mensch sein. T.R. |
| 1stFire | [COLOR=indigo]seine gefühle zu kontrollieren kommt meiner meinung nach mit sich verstellen gleich ...[/COLOR] |
| Chep | Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich ein Sklave der Emotion bin. Ich weiß zwar, was richtig und was falsch ist, mein Verstand arbeitet, aber er hat leider kein Mitspracherecht. So sehr ich auch versuche rational zu handeln, es gelingt nicht, denn dann wäre immer dieses quälende Gefühl, das sagen würde:" Du hast nicht alles ausgeschöpft! Jetzt tu doch endlich was ich dir sage!" ein versklavter Chep |
| Trauerwesen | Hm ich fühle mich auch oft als Sklave meiner gefühle. Als ob der verstand abschaltet und sie die macht übernehmen, ich tu dinge, die ich nicht tun will, und ich sage dinge, die ich nicht sagen will. Aber ich wnschte mir ich hätte sie mehr unter kontrolle gehabt, denn sie bestimmen mein leben. Aber sonst denke ich, dass selbst rationalere menschen sie nicht unterdrücken können. Denn sie sind nun einmal da, und spätestens in Träumen oder ähnliches kommen sie wieder... |
| angel of sorrow | Ich denke das Kopfdenken und das Herzdenken sollen in einer gesunden Balance zueinander stehen. Ausschließlichd dem einen zu Folgen kann auf Dauer Probleme entstehen lassen, @ Trauerwesen. Wir sind nicht die Sklaven unserer Gefühle!! Wir sind Meister unserer Gedanken und da wir bewusst uns selbst durch Gedanken beeinflussen können, können wir dadurch auch unsere Gefühle beeinflussen. Um die Gefühle zu kontrollieren bedarf es weitaus mehr. Sich zu verstehen heißt nich, dass man die Kontrolle hat. Dann mag man die Ursache verstehen, das WARUM man so fühlt. Man hat den Schlüssen zur Gefühlskontrolle quasi in der Hand, doch muss man den auch einzusetzen wissen. |
| Azurite | Ich habe festgestellt, dass ich meine Gefühle sehr wohl kontrollieren kann (z.B bin ich sehr gut darin, Eifersucht im Keim zu ersticken, Traurigkeit oder Schadenfreude binnen kurzer Zeit zu vernichten) . Finde da auch nichts dabei, wenn man seine Gefühle unter Kontrolle hat oder das anstrebt... denn das bedeutet ja nicht, dass man sie loswird. Naja, jedenfalls fühle ich mich viel wohler, wenn ich mir bewusst bin, was ich fühle und wenn ich das auch so will. Es gefällt mir, meine Emotionen auseinanderzunehmen und zu beurteilen, ob sie es wert sind oder nicht. Manchmal ist es auch einfach wunderbar, auf Befehl weinen zu können. So werde ich mein überschüssiges Adrenalin los, ohne dass ich wirklich einen Grund zur Traurigkeit brauche. Azurite |
| *Eule* | [QUOTE]Meint ihr, Gefühle lassen sich kontrollieren?[/QUOTE] Ich hätte auf diese Frage über eine mehrjährige Zeitspanne mit einem überzeugten Ja geantwortet. Nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. ==> Aber das war mal. Denoch glaube ich - mit Gefühlen umgehen zu können ist wichtig - besonders für sensible wie hochsensible Homo sapiens. Fragt sich bloss wie? Manchmal frage ich mich, ob man erst mit den Gefühlen umgehen kann, wenn eine ungefähre Balance von Körper, Geist und Seele vorhanden ist ? ? ? Denke, wenn die Gefühle machen was sie wollen, ist vielleicht irgendwo eine Diskrepanz sein..... *studier*..... |
| cocrea | fundstück - passend zur strangfrage zdf - jbk-talkshow vom 25.2. das projekt [B]faustlos[/B], mitgetragen und in schulen propagiert von der schauspielerin maria furtwängler dient dazu den schülern impulskontrolle bei wutanfällen und empathie, das mitfühlen zu lernen der schuldirektor berichtet von einem beachtlichen rückgang der gewalt unter schülern auf grund von [B]faustlos[/B]. [COLOR=green]auslösendes Zitat aus gb: Und übrigens: Hass ist nicht das Gegenteil von irgendetwas, sondern die stärkste, ehrlichste und ursprünglichste Emotion, die der Mensch in der Lage ist zu empfinden. Lieben kann der Mensch nur sich selber![/COLOR] [QUOTE][i]Original geschrieben von angel of sorrow [/i] [B]Das stand neulich im GB meiner HP: Mich hat dieser Eintrag sehr beschäftigt.... was denkt ihr denn davon? [/B][/QUOTE] angel of sorrow, mich beschäftigte mal jemand im net, deren narzisstische zuwendung bei nichterfüllung der in mich gesetzten erwartung in blinden hass umschlug, der sich schmerzhaft auf mich richtete. sie propagierte ua: ´Hass ist ein gutes Gefühl ...´ [COLOR=teal][B]Hass[/B] ist immer reaktionär. Ernesto Cardenal, Schriftsteller und Geistlicher, Nicaragua [B]Hass[/B] ist die Rache eines Feiglings dafür, dass er eingeschüchtert ist. George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950 Man kann dem [B]Hass[/B] mit [B]Hass[/B] nicht begegnen, so sehr der [B]Hass[/B] unserer Natur entspringt, aber die Natur taugt hierfür als Entschuldigung nicht, wie auch für Rache nicht, wie auch für Neid nicht, wie auch für anderes nicht, was in uns steckt und gezügelt werden muss. HASS IST GIFT FÜR DEN VERSTAND. Wer im Feind den Menschen ignoriert, der ist des Menschen Feind. Wer für den Frieden kämpft, nicht aber für des Feindes Frieden, der ist des Friedens Feind. Quelle: [url]http://www.nazis.de[/url] Ich möchte tolerant werden, ohne etwas zu übersehen; niemand verfolgen, auch wenn mich alle verfolgen; besser werden, ohne es zu merken; trauriger werden, aber gerne leben; heiter werden, in anderen glücklich sein; niemand gehören; in jedem wachsen; das Beste lieben, das schlechteste trösten; nicht einmal mich mehr [B]hassen[/B]. Elias Canetti Hass und Liebe können sich in Menschen aus Respekt vor Grenzen und aus Freude am Fließen umarmen. S. 238 s.u. »Unsere Gesellschaft brandmarkt weibliche Aggression ebenso sehr als Schwäche, wie sie männliche Aggression als Durchsetzung verherrlicht. ´E-man-zipation´ [also wörtlich: heraus aus der Hand, die mich gefangen hält!´] erfordert aber mehr an Aggression [wörtlich ´Herangehen´], als Frauen im öffentlichen und privaten Leben zugestanden wird. Wenn sie nun ihren Hass weder äußern, noch verdrängen oder verarbeiten können, werden sie ihn früher oder später gegen sich selbst richten.« S. 229 zit. Joachim Gneist, ›Wenn [B]Hass[/B] und Liebe sich umarmen – Das Borderline-Syndrom, ein Psychodrama unserer Zeit‹ Wenn man mit sich im Einklang ist, dann hat man auch keinen [B]Hass[/B]. Und [B]Hass[/B] erzeugt ja Gegenhass. Cosma Shiva Hagens Schlussworte im Interview mit Gero von Böhm 16.7.02, 3 sat-TV »Zu den gewöhnlichen hilflosen Frauen gehör‘ ich nicht, den stillen Dulderinnen, das glaub‘ niemand: Von starkem Schlage bin ich, in [B]Hass[/B] und Liebe stark und heiß. Nur das gibt Ruhm ...« Aussage von Medea, das mächtige Weibliche repräsentierend, lt. griechischen Dichter Euripides "... Frauen werden jeden Wunsch anderer Frauen, die Machtverhältnisse zu verändern, zum Anlass nehmen, ihren [B]Hass[/B], den als Selbst[B]hass[/B] unerkannten [B]Hass[/B], den sie nur als diffuse Bedrohung erlebt, zu entladen." S. 105/106 "Es ist gerade der Selbst[B]hass[/B], der zwischen uns und uns steht, zwischen dem Ich und dem Selbst. Der Selbst[B]hass[/B] ist es, der aus der entmachteten Frau eine ohnmächtige Frau macht. Mag der Mann für das Warum verantwortlich sein. Bei dem Wie muss er keinen Finger rühren, und es passiert doch." S. 109 aus: »Die wilde Frau – Rückkehr zu den Quellen weiblicher Macht und Energie«, Angelika Aliti, Hoffmann und Campe Verlag, 3. Auflage Hbg., 1994 "[B]Hass[/B] ist eine negative, sehr starke Emotion, die sich vor allen Dingen auf ehemals positiv besetzte, geliebte Objekte bezieht. -> radikaler Gefühlsumschwung" S. 201 Nimmt man eine individuelle Betroffenheit als Voraussetzung für das Hassen an, bedeutet dies: Mulacks [B]Hass[/B] rekrutiert sich aus der Abwertung ihrer Person als Frau. Die Diskrepanz der beiden Gefühle – hier der übermäßige [B]Hass[/B] und dort die Abwertungserfahrung – jedoch wird erst durch die eigene Überbewertung hergestellt. Sie ist letztendlich die Voraussetzung des [B]Hasses[/B]." S. 201 aus: »Die Wolfsfrau im Schafspelz – Autoritäre Strukturen in der Frauenbewegung« Martina Schäfer, Heinrich Hugendubel Verlag - Sphinx, München, 2001 "Das Verlangen, das 'Böse', in welcher Form auch immer, aus der Welt zu jagen, hat bisher jedenfalls stets dazu geführt, im Namen des 'Guten' hasserfüllt und destruktiv das auszuleben, was angeblich beseitigt werden sollte." aus: Nitzschke, Bernd; Liebe als Duell oder andere Versuche, Kopf und Herz zu riskieren; Reinbek, 1991, S. 133 "Sowohl der [B]Hass[/B] und die Wut des Rebellen als auch die Klage des Jammernden sind Ausdruck von enttäuschter Liebe. ... Deswegen entpuppen sich die vielgepriesenen Bilder der neuen Männlichkeit und Weiblichkeit beim genaueren Hinsehen als neu aufgeputzte oder mythisch verschleierte Versionen der alten Ikonen." S. 163 aus: »Männermacht und Frauenliebe ...oder die Lust, es dennoch miteinander zu versuchen«, Sigrid Steinbrecher, Dr. Sigrid Steinbrecher Verlag, 1993 "Deutsche Bilanz 1992: Rund ein Dutzend Fremdenhass-Morde - und Empörung darüber. Plus einige hundert Frauenhass-Morde (meist Sexualmorde genannt) - und Schweigen darüber. Fremdenhass ist heute in aller Munde, Frauenhass wird als solcher noch nicht einmal wahrgenommen, ist bisher keine politische Kategorie. Dabei ist der Frauenhass die Mutter allen [B]Hasses[/B]." S. 24 aus: »So sehe ich das« Alice Schwarzer, Kiepenheuer und Witsch, Tb, 1997 "Es ist für uns unabdingbar, die Wahrheit des Frauseins bis ans Ende zu denken. Das sind zumeist bittere Wahrheiten. Die bitteren Wahrheiten auszuhalten, sie zu benennen und zu durchdringen, ist an sich schon ein Akt des Stolzes und des Mutes. In einer Sklavenseele kann der häßliche Wunsch wachsen, es den Herren gleichzutun. Unseligerweise wächst aus Selbst[B]hass[/B] zunächst der [B]Hass[/B] auf das Ähnliche. Im Falle von Frauen also auf Frauen." Alice Schwarzer Wir Frauen müssen zum Wachsen eine Mischung aus Behutsamkeit und Herausforderung haben – für uns selbst wie für die anderen. Dass Frauen Frauenrechtlerinnen in den Rücken fallen, rührt an das Dunkelste im Frausein: an den Selbst[B]hass[/B]. ... Es ist ein sinnloser Versuch, sich über den Verrat an der Frauensache in der Männerwelt anzubiedern. Alice Schwarzer, »Der große Unterschied«, Kiepenheuer und Witsch "Die einen entwickeln sich zu den »seelisch Kranken« unserer Gesellschaft, denn sie leiden und »belästigen« uns damit. Die anderen dagegen, weil sie sich dem Diktat ihrer Eltern anpassten und gleichzeitig den inneren Hass auf einen Feind nach außen lenken, kennen weder Unruhe, Leid noch Zweifel. Da der Feind sie vor dem Erleben der inneren Unbehaglichkeit bewahrt, werden sie dem entsprechen, was die Gesellschaft als gesund idealisiert." S. 27 "Es ist das Menschliche im anderen, das man [B]hasst[/B], um das Erlebnis der schlechten Mutter und/oder des schlechten Vaters als gut zu verteidigen." S. 31 "Überall da, wo Gehorsam zum Baustein eines Selbst wurde, entsteht [B]Hass[/B] auf das Lebendige." S. 42 "Was allen [faschistoiden] Führern ihre Macht verleiht, ist nicht so sehr die Tatsache, dass sie uns ein besseres Leben versprechen, sondern vor allem, dass sie uns von dem inneren Kampf befreien, von dem Widerspruch zwischen Liebe und [B]Hass[/B]. Sie liefern uns Feinde, die wir töten und uns dafür noch lieben können." S. 55 Rückzug in sich selbst aus Angst vor Nähe gleicht dem Autismus ... Er ist wohl die extremste Art, die ein Mensch entwickeln kann, um sich vor verletzender Nähe zu »schützen«. S. 81 "Der Preis ihres »Selbstschutzes« ist ein Tod im Leben." S. 87 "[B]Hass[/B], als Liebe getarnt, ist vielen Menschen eine Erleichterung, weil sie das aus der Kindheit kennen." S. 165 aus: »Falsche Götter« Arno Grün, ECON Verlag, 1991 "[B]Hass[/B] bewahrt einen vor der Wahrnehmung des eigenen Schmerzes." S. 52 Warum halten Menschen das Unechte für echt? >Ich glaube, der wahre Grund dafür ist das Bedürfnis von Menschen, die Wahrheit zu verschleiern, sie nicht wahrzunehmen, weil sie zu schmerzhaft wäre und weil sie so sehr von [B]Hass[/B] und Minderwertigkeit durchdrungen ist.< S. 82 "Der allgemeine Gehorsam führt dazu, daß die große Mehrheit der Menschheit politisch passiv ist und sich ängstlich denjenigen unterordnet, bei denen der [B]Hass[/B] am größten ist. Gleichzeitig haben sie Angst, sich aus dem Bereich ihrer Identifikation mit Aggressoren hinauszubewegen." S. 125 "Freud erkannte nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen berechtigter Aggression und [B]Hass[/B]." S. 146 "Nicht-Identität entsteht aus dem [B]Hass[/B] gegen das eigene Lebendige." S. 153 "Wir müssen den [B]Hass[/B] beim Namen nennen, um die Scham in denen zu erwecken, die ihn zwar noch sehen, die aber die Scham nicht genügend fühlen." S. 215 aus: »Der Fremde in uns« Arno Grün, Klett-Cotta Verlag, 2000 [/COLOR] gruß, cocrea |
| TheTurningPoint | @ cocrea: Da sind ein paar wirklich interessante Gedanken dabei. Besonders die Sätze von Alice Schwarzer machen Lust auf mehr. Wenn ich das lese, kann ich gar nicht verstehen, wieso Frau Schwarzer von allen verteufelt wird. "Es gibt keine Wahrheit ohne Liebe. Es gibt keine Liebe ohne Wahrheit." [URL=http://www.stolzesherz.de/content_lofi.php?sec=disco&sub=lyrics&album=Fassade](Lacrimosa)[/URL] |
| IndustrialOrk | ich denke schon dass ich mich relativ gut unter kontroll habe.... wenn ich ´meine gefühle unterdrücke, werde ich ziemlcih still aber sonst merkt man (wird mir gesagt) nicht unbedingt etwas... eine gute freundin meinte zu mir einmal:" wenn du nicht möchtest dass andere etwas von dir mitbekommen bist du sehr kalt, das ist unheimlich" |
| cocrea | gefühle unterdrücken vs. gefühle aushalten. unterdrücken ist mE letztlich kein verantwortlicher umgang mit gefühlen, das ist sich abstumpfen. ich sah gestern einen film über eine frau, die, weil sie ihre liebe zu einem polnischen zwangsarbeiter nicht verleugnet hatte, im kz ravensbrück landete. als sie nach jahren zu ihren eltern und ihrem kind heimkehrte, brach sie im flur zusammen und brauchte lange, sich aus ihrer - gebrochenheit - die sie zum funktionieren übertüncht hatte, wieder zu berappeln. sie söhnte sich mit ihrem früheren arbeitgeber aus, der sie VERRATEN hatte, und dem es bitter arg war. beiden fielen dabei zentnerlasten vom herzen. sie sagte: jeder mensch macht einen fehler. sie hatte menschliche größe und erfuhr mit ihrem mann und kind vor deutschen behörden und der dorfbevölkerung weiterhin repressalien, weil sie sich nicht so verhielt, ´wie man es eben tat´. diese frau hat ihre gefühle ausgehalten, wenn auch zeitweise hinter den panzer geschoben, um funktionieren / überleben zu können. heute erzählt sie ihre geschichte vor schulkindern. späte genugtuung. von einer spirituellen lehrerin hörte ich mal folgendes bemerkenswertes: seine wut gegen sich oder ungefiltert gegen andere zu richten, ist in beiden fällen von übel, denn es zieht zerstörung (autoimmunkrankheiten bzw. kränkung) nach sich. sie empfahl: REITE DEN GEFÜHLSKAMM. es sind DEINE gefühle der wut (ausgelöst durch andere und anderes), die angenommen sein wollen und durchliebt sein wollen, dh sie weder nach innen noch nach außen abschieben. ann michaels sagt in bezug auf angst ähnliches. im oktober 2002 hab die schriftstellerin, ann michaels, toronto kanada, kennen- und schätzen gelernt, die über 10 Jahre an ihrem roman "fluchtstücke" rororo geschrieben hat und sich während des schreibens von den traumatisierten charakteren des romans durch den tunnel der umwandlung ziehen lassen hat. und sie/es hat einen weg gefunden, der zwar nicht in zuckriger happyendlaune endet, sondern in coping with life, das leben meisternd ... trotz großen leides. dieses Buch wurde in 30 Sprachen übersetzt und ist den Lesern, die auch beruflich mit Traumatisierten arbeiten, Balsam auf der Seele. ihre worte haben mich tiefer berührt als die der theoretiker/praktiker, die sich auf lehrbuchweisheit stützen - und als ein Therapieziel auf der Liste der schulpsychotherapeuten gefühlsunterdrückung wie folgt angeben: [b]Angst (sprich auch Depression) mindern[/b] - angeben. michaels, formulierte es so: [b]wer die angst lange genug durchschritten und durchlitten hat, erntet statt ihrer eine gefühlsumwandlung. aus angst wird rohe, unstrukturierte Macht (power).[/b] das ist das gefühl und geschenk HINTER der angst für den, der es wagt, ihr ins auge zu blicken, standzuhalten. es deckt sich auch mit meine Erfahrung ... wenn der phoenix wieder aus der asche auftaucht, ein jahresring der inneren weisheit und des aushaltens dazu gekommen ist. Einige zitate auf Englisch von Ann Michaels, author of »fugitive pieces«, live remarks Oct, 26th 2002 Austria We must abandon our illusions everytime we speak. If the listener is supporting what was said, that is a very healing thing. A story that is spoken is less dangerous than a story unspoken – no matter how frightening. On hidden stories ------------------- There is no story we are safe from. We can´t always choose how we will hear it. Stories by their nature – something lurks in them. That is why we are interested in them. Wir müssen einander tragen - wenn wir das nicht können, was sind wir dann? Der Geist in unserem Körper ist wie Wein in einem Glas, wenn er verschüttet wird, geht er ein in die Luft, in die Erde und das Licht ... Es ist ein Irrtum zu glauben, es wären die kleinen Dinge, die wir beherrschen, und nicht die großen - es ist genau umgekehrt! aus: »Fluchtstücke«, Ann Michaels, Toronto, Kanada, Lyrikerin, Autorin von »Fluchtstücke«, in 30 Sprachen übersetzt [COLOR=orange]»Ich glaube, dass wir lernen müssen, Ambivalenzen (dh Widersprüche) auszuhalten, bis ein Zeitpunkt kommt, wo wir weitergehen können.» live Zitat von Barbara-Küntschner, ua Psychotherapeutin für sexuell ausgebeutete Jugendliche, 26.10.2002[/COLOR] übrigens, schuld-gefühle sind künstlich, kein echtes gefühl. die vier grundgefühle sind: wut, schmerz, angst und freude. die ersten drei zugunsten des 4. zu vermeiden, zu unterdrücken, erweist sich als fatal. sie bilden einen kreislauf, wenn angenommen. [COLOR=skyblue]the solution of pollution is dilution. Rosalyn Bruyere[/COLOR] dilution = verwässerung (umweltverschmutztes mit viel wasser wegspülen) ist gefühlsarbeit. und gefühle sind temporär, sie wandeln sich, wenn angenommen. gruß, cocrea [COLOR=coral]Ich frage dich, ob du meinen und deinen Schmerz aushalten kannst, ohne der Versuchung nachzugeben, ihn verbergen, herunterspielen oder beseitigen zu müssen? Ich frage dich, ob du meine und deine Freude annehmen kannst? Oriah Mountain Dreamer [/COLOR] |
| LaChatte | Ich habe gute Erfahrungen gemacht, Gefühle erst mal zu benennen. Wenn ich also ängstlich bin, zu sagen "Da ist Angst" - oder "Da ist Wut" - oder "Da ist Neid".. und nur schon dieses Benennen nimmt dem Gefühl seine Spitze weg und ich fühle mich wohler, und kann dann wirklich wählen, wie ich agieren soll, anstatt blindlings dieser Emotion hinterherzuhecheln. Manchmal gelingt es mir sogar, richtige Gespräche zu führen, so im Sinne "Hallo Angst! Warum kommst du mich besuchen? Welche Botschaft hast du für mich? Was können wir gemeinsam tun?" - und erstaunlich oft kriege ich auf diese Fragen vernünftige, wohltuende, GUTE Antworten. |
| Kami | ich kenne genug leute die ihre gefühle unterdrücken, sich selbst leid zufügen(ob körperlich oder seelich sei mal dahin gestellt) nur damit andere nicht leiden. sie laufen vor ihren problemen weg und verstecken sie hinter anderem schmerz. ich denke das ist keine lösung deshalb versuche ich eigentlich immer meine probleme in die hand zu nehmen was nich immer ganz einfach ist, was ich im moment wieder merke. |
| cocrea | [B][COLOR=green]THE TRANSFORMATION OF TRAUMA[/B] If you watch a plant over weeks or months it is easy to see that another word for this kind of "growth" is "transformation". It is less easy however to see a "trauma" as a "seed". Violent acts and shocking challenges capture energy, and we can certainly understand traumas as locked up energy, even including our own energy. Though traumatic experiences are often buried, they are rarely watered . . . we are too scared of the unknown power and of the pain we sense is there. The last thing we want is for the trauma to "grow" . . .. But if that energy could be reclaimed, if that experience could be revisited and transformed . . .. Ancient cultures understood that human life is a journey with inherent transitions that are innately traumatic, and need to be managed. Olga Kharitidi, MD, born in Siberia worked for some years as Russian doctor and psychiatrist in a Soviet mental hospital. [/COLOR] |
| solamnianknight | Ich denke grundsätzlich kann es möglich sein "Gefühle" in einem gewissen Maße zu kontrollieren. Inwieweit das sinnvoll ist kommt denke ich auf das "Gefühl" und den Menschen der dahinter steht an. Grundsätzlich denke ich nicht das man sich seinen Gefühlen (z.B. Liebe) verschliesen sollte. Ich denke das gerade das oft der Fall ist. Aus Angst verletzt zu werden ziehen sich viele Menschen denke ich zurück und versuchen eben diese Gefühle zu kontrollieren. Das mag zwar verständlich sein aber ich halte es grundsätzlich für falsch. Ich würde prinzipiell einen "Mittelweg" zwischen "Kontrolle" und "freiem" Gefühl einschlagen. Ich denke grundsätzlich schon das es z.B. sinnvoll sein kann "Wut" oder negative Gefühle zu kontrollieren soweit das möglich ist (Kontrolle des Geistes über negative Gefühle) "positive" Gefühle hingegen denke ich würde ich persönlich nicht "kontrollieren". Die Liebe beispielsweise ist ja "frei" demnach sollte sie auch nicht durch den Verstand "kontrolliert" werden - bzw. dies nur in Ausnahmefällen (wenn man sich z.B. für eine Liebe selbst zerstört) in solchen Fällen wandelt sich das an sich positive Gefühl zum negativen Gefühl und ein gewisses Maß an Kontrolle ist denke ich dan wünschenswert - um sich eben nicht selbst zu zerstören. Zusammenfassend würde ich sagen sollte unser "Geist" immer vorhanden sein nur eben mal weiter vorne und mal weniger weiter vorne. Zuviel Kontrolle würde denke ich bei dem Gefühl der Liebe auch einiges zerstören können. |
| Lux Aeterna | ich glaube nicht, dass man gefühöe/emotionen soweit kontrollieen oder im griff haben kann, dass man sie gewissermaßen abstellt. man kann vorhandene gefühle nach außen hin kaschieren, ja, das schon - aber mehr nicht. was ist, wenn ihr euch verliebt?! das kann man doch nicht einfach beschließen und an irgendwem auslassen. man kann es sich vielleicht nicht anmerken lassen, es den anderen nicht wissen lassen, aber tief im inneren ist das gefühl doch immer da??! so geht es mir jedenfalls. man kann nur jemanden hassen, den man zuvor geliebt hat?! völlig falsch! hassen kann man jeden, nicht nur auf liebe bezogen! siehe räuber, mörder, lügner, betrüger uvm. dunkle grüße lux aeterna |
| Omicron | Moin, sry erstmal,das ich so einen Thread rauskrame, aber das Thema trifft mich dch recht gut... Es geht also um die Frage, ob man Gefühle kontrollieren kann... Nun, ich würde sagen: Ja, und ich kontrolliere meine Gefühle in extremer Weise, hin und wieder gipfelt es darin, das ich das Gefühl einfach nur wahrnehme, jedoch in keinster Weise darauf reagiere, der meiste Fall ist, das ich kaum auf das Gefühl reagiere, ich weiss, das es da ist, aber ich reagiere nicht darauf, ignoriere es... Ich weiss auch, woher diese Isolierung kommt, da ich ziemlich analytisch über mich z.B. nachdenke und dabei auch zu unschönen Schlüssen komme, aber das nur am Rande... Diese oben genannte Abschottung gegenüber Gefühlen, also das man nach aussen hin sogut wie nur durch den Verstand und logische Überlegung reagiert, kommt, wie ich meine, hauptsächlich aus meiner Grundschulzeit, der Zeit an der O-Stufe. In dieser Zeit war es nämlich so, das es an der Schule, an die ich zu gehen hatte sogut wie nur Russlangdeutsche gab, die eh später eingeschult wurden und einen Dreck darauf gaben, etwas zu lernen, mit dem Ergebnis, das man in der Penne die komplette Zeit über in gewisser WEise gehänselt oder geärgert wurde, und man hatte keine Möglichkeit, dagegen anzugehen, da diese netten Leute alleine in der Schule mindestens zu 5. waren, zu schweigen von dem Bereich ausserhalb der Schule. Die einzige logische Aktion für mich als Schwächling war also das ganze so weit es geht zu ertragen, und vor allem nichts an meinen "inneren Kern", also mich wirklich heranzulassen - was ich nach und nach auch ziemlich gut schaffte und dann auch etwa 6 Jahre gezwungen war, aufrecht zu erhalten, in der 7. und 8. Klasse war es ähnlich, wenn auch weniger schlimm, weswegen ich dieses Konstrukt aufrecht erhielt, das Konstrukt, keine oder so wenige Gefühle wie möglich von aussen an mich wirklich heranzulassen und umgekehrt auch so wenige Gefühle wie möglich zu zeigen, um weniger berechenbar, auslachbar und weniger angreifbarer zu wirken. Dieses Konstrukt bestand dann etwa seit ich 7(2. Klasse) War bis ich etwa 13 oder 14 Jahre (8. - 9. Klasse)alt war, nur ich merke in den 2 Jahren, in denen ich nun ohne solche Probleme durch die SChule komme, das sich dieses Konstrukt einfach gefestigt hat - ich denke einfach so. Ich mag ein Mädchen aus unsrer Jahrgangstufe ziemlich gerne, allerdings wird von dieser Mauer praktisch jede Formulierung dieses Gefühl als unangemessenes Verhalten und Öffnug einer Angriffsmöglichkeit abgetan, mit dem Ergebnis, das es fallen gelassen wird - ich brauchte z.B. alleine 2 Wochen, um ihr eine relativ kurze Email zu schreiben, und selbst das was extrem schwer für mich... Also kann ich zu dieser Frage nur antworten, das es verdammt gut möglich ist, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, und das man es wirklich nicht versuchen sollte - man hat zwar durchaus Vorteile daraus, man lässt irgendwann Beleidigungen wie Wasser an einer Glasplate an sich herablaufen, allerdings wiegen die Nachteile weit weit über diesen Vorteilen... MfG |
| Garonoth | Mmh, ich weiß nicht. Die eine Hälfte der Leute meint, man könne die Gefühle nicht kontrollieren, die andere Hälfte sagt, es sei möglich aber schädlich. Nun, ich kann warscheinlich nur für mich sprechen, aber ich erkläre mal kurz wie ich das handhabe: Ich habe über Jahre hinweg geübt, und bin mittlerweile ziemlich gut in der Lage, meine Gefühle zu kontrollieren. Die meiste Zeit über registriere ich die Gefühle, und entscheide dann, ob ich darauf reagieren will. Das erlaubt mir zu jeder Zeit eine relativ objektive Handlungsweise. Diesen "Vorteil" (zumindest betrachte ich es als einen) verdanke ich einer inneren Ruhe - ich habe eines Tages für mich erkannt, daß nichts wirklich [I]wichtig[/I] ist, um Grunde spielt nichts eine wirkliche Rolle, deshalb mach ich mich nicht wenen jeder Kleinigkeit verrückt. Die andere Seite ist die Möglichkeit, Gefühle zu beeinflussen. Ich beherrsche diese Technik mittlerweile einigermaßen, ich kann einerseits die meisten abschwächen und mit der Zeit ganz unterbinden, und andererseits (indem ich mir bestimmte Situationen vorstelle) andere Gefühle "erzeugen". Leider dauert das noch - je nach Stärke der erwünschen/zu unterbindenden Gefühle - von ein paar Sekunden bis zu mehreren Minuten. Mein Ziel ist es, diese Technik zu verfeinern. Sicher, das alles kostet Konzentration und benötigt entsprechende Willenskraft, aber ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, daß derartige Kontrolle gut möglich und mit keinen für mich erkennbaren Nebenwirkungen verbunden ist. |
| kagemusha | ich hab keine lust, meine gefühle zu kontrollieren. es gibt für mich eh nur zwei, liebe und angst, in verschiedenen ausprägungen. und wenn ich angst gefunden habe, ist sie entweder unnötig oder ein warnsignal, aber auch wenn unnötig, da war sie trotzdem, ein teil von mir. und ich mag mir keine teile amputieren. was ich allerdings kontrolliere, ist mein umgang mit meinen gefühlen. ich lass mich von ihnen größtenteils nicht überwältigen. das nimmt ihnen nichts von ihrer stärke, sie werden dadurch bloß kanalisiert und ich kann sie nutzen, anstatt dass die ungeheure energie, die ich von ihnen krieg, irgendwo verpufft. |
| joy | @ Garanoth: Das was du da geschrieben hast, find ich abstrakt. Ich weiß nicht, ob es Stärke ist, seine Gefühle zu lenken, oder ob es etwas mit Angst zu tun hat, verletzt zu werden und du deshalb versuchst alles gefühltechnische erst abzuwiegen. Ich persönlich bin ein emotionaler Mensch und lasse mich auch schnell dadurch beeinflussen. Ich habe mir schon oft gewünscht, miene Gefühle abstellen zu können. Aber lässt der Schmerz einen nicht bewusst werden, dass wir noch leben? Meine Freunde wissen, das ich meine Gefühle wie sie gerade sind rauslasse, nur das Problem was ich habe. ich rede kaum darüber. Ich sitz meistens allein und denke zuviel darüber nach. Und zuviel Denken schadet ja bekanntlich. Ich denke, das sich kein Mensch ganz von seinen Gefühlen befreien und losreißen kann..... |
| Shawn | Aut amat aut odit: nil est tertium. Ich kann meine Gefühle sehr gut kontrollieren - aber ich kann auch einfach loslassen. Nichts spricht dagegen sich einen Panzer aufzubauen, wenn man ihn genauso leicht ablegen wie anlegen kann. Wer nur abschottet ist genauso schwach wie jemand, der sich nicht beherrschen kann. Stärke ist nichts ohne Kontrolle, aber Kontrolle ist eh eine Illusion. |
| Thalmos | Manches lässt sich doch ganz einfach nicht kontrollieren, nur etwas vor der Außernwelt verstecken. Kann ich denn, wenn ich jemanden liebe, das soweit kontrollieren dass ich es nicht mehr tue? Oder wenn ich vor etwas Angst habe, kann ich auch nicht im nächsten Moment aufhören damit. Kontrollieren nein, verstecken ja würd ich sagen. |
| Namayah | Auch wenns ein bisschen spät kommt: Scanium hat recht. Es bringt irgendwann nur Unglück und Unfähigkeit, sein Leben halbwegs normalmenschlich zu leben. |
| discordpAnk | Seine Gefühle zu kontrollieren, ist durchaus möglich, jedoch oft auch verwirrend, weil man irgendwann selber nicht mehr weiß, was man WIRKLICH fühlt. Und das hat mir nicht nur Beziehungen zu Menschen zerstört, da ich mir nicht bewusst war wie ich zu ihnen stehe, bzw. mir das nicht eingestehen wollte. ´Dieses Verhalten, das mir Anfangs als idealer Schutzmechanismus erschien, hat vieles egal gemacht, so dass eine halbwegs realistische Aussicht auf die Welt fast unmöglich war. Und einmal erlernte Verhaltensmuster sind schwerlich wieder abzulegen. Insbesondere, da mein Haschisch- Konsum dieser egalen Weltsicht nur umso mehr Nahrung liefert. |
| Garonoth | @joy: Nein, das ist kein "Abschotten", und ich habe auch keine Angst, verletzt zu werden (mich zu verletzen ist sowieso schwer). Es ist einfach eine erlernte Fähigkeit. Ich will mich selbst unter Kontrolle haben. Gefühle sind 'ne wunderbare Sache, aber leider - wie fast alles natürliche - mit Fehlern behaftet. Ich versuche, meine Gefühle zu kontrollieren, um einerseits Fehler zu vermeiden, und andererseits zusätzliche Möglichkeiten zu haben. Beispiel: Ich bin ganz gut darin, Zorn zu aufzubauen, und zu nutzen. Meine Wut gibt mir Kraft, und solange ich in der Lage bin, dies zu kontrollieren, kann ich eine oft unsinnige oder unangebrachte Emotion in einen Vorteil verwandeln. Ich kann meine Reserven dann ausschöpfen, wenn ich der Meinung bin, daß ich sie brauche. Und wenn ich der Meinung bin, das jemand mich beleidigt, dann ist es unpraktisch, erstmal zornig zu werden, das schwächt leider viel zu oft das Urteilsvermögen. Lieber erstmal ruhig bleiben und alles klären. Wenn später immer noch ein Grund besteht, kann ich ja dann zornig werden. Außerdem werden die meisten Leute sehr schnell nervös, wenn es um für sie wichtige Dinge geht. Ich konzentriere mich in solchen Situationen, und meist werde ich dann vollkommen ruhig, was vor Allem das Nachdenken (und andere Dinge, für die viel Konzentration/Ruhe/Reaktionsgeschwindigkeit nötig ist) sehr erleichtert. @Namayah: Was ist denn der Vorteil eines "menschlichen" Lebens? Menschen sind schwach, fehlerbehaftet, unperfekt. Mein Streben nach Perfektion entfernt mich logischerweise von diesem Dasein, aber ist das ein Nachteil? Weisheit, Fähigkeiten, Macht, Kontrolle, das sind die Dinge, die ein "normaler" Mensch kaum erreichen wird, doch genau dies sind meine Ziele. (Ja, ich kann die Menschen im Allgemeinen nicht leiden *grinz*) |
| Shawn | Oder auch: Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche... :rolleyes: |
| Exodus | Gefühle kann man unterdrücken. Eine Form der Kontrolle ist dies nicht, leider. Wenn man glaubt man kann seine Emotionen steuern oder nutzbar machen, irrt er sich. Man sperrt sein Inneres weg. Der Grund kann sein, dass man Angst davor hat was passiert wenn man sie raus lässt. So verhält es sich bei mir.... In mir toben Orkane der Gefühle, so stark dass ich Angst davor habe mich in ihnen zu verlieren. Klar, der Pathos schreibt mit, aber ich kann es nicht anders beschreiben. Von Zeit zu Zeit steht dieser Kessel unter so starkem Druck, dass er eben diesen ablässt. Dies sind die Momente in denen ich mich vor mir fürchte, weil nicht ich es bin der da aggiert... |
| Garonoth | Wie kann jemand mit solcher Sicherheit sagen, niemand könne seine Gefühle kontrollieren? Nur weil man selbst das nicht kann? Weil man niemanden kennt, dem man das zutraut? Ich für meinen Teil bin fest davon überzeugt, diese Fähigkeit zu besitzen. Vielleicht (sollte ich mich irren) ließe sich einiges durch "unterdrücken" erklären, doch was ist mit dem Herbeiführen bestimmter Gefühle? Wenn Einige schon sagten, daß sie ihre Gefühle unter Kontrolle haben, wie kann man dann sagen, das gehe nicht? *leicht verwirrt* Irren sich etwa alle, die das behaupten? Das erscheint mir doch als eine etwas zu starke Behauptung, um ohne Begründung/Belege einfach in den Raum gestellt zu werden. PS: @Shawn: Den Post hab ich jetzt nicht so ganz verstanden. |
| Exodus | Natürlich kann ich nur aus meiner Erfahrung berichten. Wenn jemand der Ansicht ist, er kann seine Gefühle an und abstellen wie ein Lichtschalter oder auf Kommando fröhlich sein, würde mich das sehr wundern. Wenn es jemand gibt der diese Dinge vollbringen kann, dann spielt er doch auf gewisse Art und Weise? Ich meine, Gefühle müssen doch vorhanden sein um kontrolliert werden zu können. Das Herbeiführen von Gefühlszuständen ist durchaus möglich, siehe die Schauspielerei. Aber für meine Person hat das nichts mit Kontrolle der eigenen Emotionen zu tun. Ich glaube es ist dann eher der besagten Schauspielerei zuzuordnen. Wenn sich die Gefühle dem Ratio unterwerfen, sind es doch keine Gefühle mehr? Gefühle zeichnen sich doch auch bis zu einem gewissen Maß dadurch aus, dass sie irrational sind. Wie gesagt, natürlich spreche ich nur und ausschließlich von meiner eigenen Gefühlswelt. Ich möchte niemandem absprechen er könne seine Gefühle kontrollieren, aber ich bezweifle dass diejenigen die totale Kontrolle über ihre Gefühle haben. Kontrolle ist total und absolut. Wenn man aus irgendeinem Grund die Kontrolle/Beherrschung verliert, hat man eigentlich nie die wirkliche Kontrolle gehabt, oder? Am Schluß haben die Gefühle dann doch irgendwann die Oberhand gewonnen. Nachdem ich meinen obigen Beitrag nochmal gelesen habe, habe ich bemerkt, dass man leicht meinen könnte ich hätte recht und alle anderen nicht. Dafür Sorry. Es gibt viele Wahrheiten die sich auch widersprechen können. |
| *Eule* | Ich bin überzeugt das man die Gefühle nicht unterdrücken sondern unterstützen kann. In dem Sinne, dass man ausgelichener ist und nicht mehr so extreme "Hoch's & Tief's" durchlebt oder denen ausgeliefert ist. @Garanoth: Zum sogenannten "sich selbst etwas vorzumachen". Meine aktuelle Erfahrung ist: Wenn die Gefühle "hohe Wellen zu schlagen" => dann schenke ich prioritär dem Essen aufmerksamkeit (damit ist nicht Frustfressen gemeint). Nahrungsmittel bezeichnet man auch als Lebensmittel. Diese haben einen massgebenden Einfluss auf die Biochemie. NUR den Gedanken wie Gefühlen in dem Moment zu beachten/betrachten ist wie "ein Haus auf Sand zu bauen. Kommt das nächste (oder ein riesiges) Unwetter ist das Ganze zur Sau!" |
| Vargo | Ich denke nicht das man Gefühle kontrollieren kann, man lernt nur mit der Zeit mit ihnen umzugehen. Sie erscheinem einem nicht mehr so ausgeprägt wie zu beginn, wodurch man gefestigter wird. Bei allen Menschen ist das aber sicher nicht der Fall. |
| *Eule* | [QUOTE]@Garanoth: Zum sogenannten "sich selbst etwas vorzumachen".[/QUOTE] Korrektur : @ Exodus |
| joy | @ Garanoth: Ok, dann ahbe ich dich bei deinem ersten Beitrag etwas falsch verstanden, aber das was du oben geschrieben hast, alssen mich weiterfragen. Du sagst, in Situationen in denen man nervös ist versuchst du dich zu konzentrieren, aber tut das nicht jeder. Auf der Arbeit in der Schule, man versucht doch Ruhe zu finden um die Nervosität zu mindern. Aber was ist mit den richtig großen Gefühlen wie Liebe, Angst und Trauer? Analysierst du dann auch erst mal die Situation und entscheidest dann, wie du es handhabst? Ich zum Beispiel könnte keine Angst oder Liebe mal eben so umlenken oder mindern. Ich bracuh dafür eine Zeit um diese Gefühle in den Griff zu bekommen, aber richtig abstellenkann ich nicht und will ich einerseits auch nicht. Ich persönlich denke man kann solche großen Gefühle doch nicht einfach so abstellen, umlenken oder mindern. ?! |
| Druide | Ich bin der Meinung, das man Gefühle schon steuern kann, aber das erfordert sicherlich sehr viel Übung... falls nicht, wird diese "Gabe" sicherlich nur bestimmten Menschen vorbehalten. Ansonsten, kann man schon zufrieden sein, wenn man seine Gefühle zu deuten weiß! Vielleicht kennt ihr das, dass man plötzlich ein Gefühl hat, meist ein komisches, bedrückendes, und man nicht weiß, woher und/oder warum... und später im laufe des Tages erst, erfährt man, was zu dieser Zeit passiert ist. Alle, die das nicht kennen, soll en froh sein. Das kann einen tierisch verrückt machen, wenn man weiß, dass was ist, man aber nicht weiß was! Es ist aber auch nicht gut, wenn man seine Gefühle lenken kann. Weil, wenn man merkt, da kommt ein Gefühl, das nicht sein sollte, kann man es im Entwicklungsstadium schon unterdrücken. Soviel dazu... Druide |
| Exodus | Wie bestimmt ihr eure Begrifflichkeiten? Ich meine, mancher versteht unter Kontrollle was anderes. Kontrolle bedeutet für mich, dass man etwas absolut und total beherrscht. Von seinem Anfang bishin zum Ende. Bei Belieben kann man es ein oder ausschalten wie ein Lichtschalter. Das Unterdrücken von Gefühlen besagt eigentlich nur, dass man nicht zulässt dass die Emotionen die Handlungen beeinflussen... man nimmt den ganzen Pack an Gefühlen und stopft ihn in den hintersten Teil des Geistes und lässt ihn nicht raus bis man bereit dafür ist. Das selbe gilt in meiner Defenition auch für die Nervosität. Man ist ja eigentlich noch nervös, lässt es eben nur nicht raus. Eben ein "Pokerface" machen. Zum Lenken fällt mir der Sportler ein, der sich aufputscht um bessere Leistungen zu vollbringen. Ist da jemand anderer Ansicht? Ich habe das Gefühl so mancher versteht den Anderen falsch... |
| WhiteNight | hey interessantes thema(wenn ich mich mal so einmischen darf!) @ Garonoth wenn ich das richtig verstanden habe sagst du, du kannst bestimmte gefühle herbeirufen?!(wenns net stimmt gar net erst weiterlesen ;)) ich finde, wenn du sagst, du rufst gewisse gefühle hervor, zb du hast jetz einfach mal vor, verliebt zu sein, is das nicht das gefühl an sich, sondern eine illusion, du täuschst dich ganz einfach, weil dein unterbewusstes ich(oder wie auch immer) eigentlich gar nicht verliebt sein will. gefühle kommen von selber, die sind oft spontan und lassen sich meiner meinung nach nicht erzwingen.... genauso wenig wie abstellen. zur kontrolle seiner gefühle: ich denke das ist nur eine art der selbstbeherrschung, die zeitlich begrenzt ist.... weil ständig seine gefühle "wegzuleugnen".... nein... ich denk.... irgendwann brichst du zusammen. auch wenns zehn jahre dauert. @Exodus ich denk genauso wie du :rolleyes: |
| darkprincess | ich finde,das man es trenierne kann seine gefühle bewusste einzusetzen da schauspieler sowas ja auch beherschen müssen ich selber jedoch kann sowas nur schwer wenn mir zum heulen zu mute ist dann heul ich halt ,egal wer um mich drumrum ist, ich bin einsehr gefühlsvoller mensch und finde es eigentlich ok das man seine gefühle offen zeigt liebe zeigt man ja auch in der öffentlichkeit .........warum dann trauer nicht auch |
| Athremis | Erstmal ein herzliches Hallo an alle.... Zum Thema Gefühle.. Ich mußte in sehr jungen jahren schon feststellen daß Gefühle einen Menschen meistens dazu verleiten "falsch" zu reagieren.. Ich lernte , daß Entscheidungen die unter emotionalen Einfluß getroffen werden , meistens falsch sind und Situationen eher Verschlechtern als das sie helfen sie zu beheben. Also versuchte ich diese Emotionen zu kontrollieren.. Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen so etwas hat Vor- aber auch eine Menge Nachteile.. Das "Beherschen" von Gefühlen ist mir nie gelungen.Wenn eine Situation entsteht die mich z. B . wütend macht , werde ich immer noch wütend.Ich glaube Gefühle entstehen einfach.Sie sind da und mann kann nicht verhindern das sie entstehen , aber den Umgang damit kann mann sehr wohl erlernen. Durch Übung und Training ( Meditation etca..) habe ich gelernt meine gefühle "Auf die Seite" zu schieben.Sie sind immer noch irgendwo vorhanden , beeinflußen aber mein Handeln und meine Entscheidungen nicht.Ich nehme eine geistige Grundhaltung ein ,in der ich nicht empfinde . wodurch mein weiteres vorgehen rein rational gesteuert ist. Ich denke dazu ist es nötig seine Gefühle zu akzeptieren undsich ihrer nicht zu schämen..Verstehen das sie da sind aber sie in der Situation Verdrängen sodas mann rational handeln kann. Ist für manche Situationen sehr praktisch ( Gefahrensituationen , Angst , etca.. ) Hat aber , zumindest bei mir , den Nachteil daß es auch Probleme gibt.Irgendwann hat sich dieses Vorgehen bei mir zu einem Mechanismus entwickelt.Entstehen Gefühle die ich als "stark" und vieleicht "beeinflussend" empfinde , verdränge ich sie automatisch erstmal und werde dann rational und "kalt".Mann kann sich vorstellen wie sowas , in einer Beziehung z.B. , eine Menge kaputt machen kann.Es ist sehr schwer für mich in solchen Situationen , in denen Gefühle wichtig und erwünscht sind , ebendiese zuzulassen. Das manipulieren von Gefühlen , den eigenen Natürlich :-) , ist meiner Meinung nach in gewissen Rahmen auch möglich.Ich bin der Meinung , daß : Egal welcher Sache , Mensch oder Ding , wir immer mehr als ein Gefühl empfinden. Einen Freund/in liebe , begehre , bewundere und aber auch beneide , missgönne , mag ich manchmal nicht. Ich denke es ist möglich sich in jeweiligen Situationen auf das Gefühl zu konzentrieren , daß in dieser Situation vieleicht angemessen ist. Ein beispiel ist ein regnerischer Tag.Ich kann , bei den ersten Regentropfen wütend werden und mich aufregen.Doch wenn ich dann versuche die Schönheit des ganzen zu sehen und zu genießen , verwandelt sich auch der Ärger in ein schönes Gefühl. Oder mann ist wütend auf jemanden der einem unrecht tut.Versucht mann die Seite desjenigen zu sehen , zu erkennen wo sein Frust herkommt und mann lernt vieleicht es nachzuvollziehen..auch dann verwandelt sich der Zorn in Verständniss oder gar in Mitleid. Nun , das ist meine Meinung und Erfahrung.Ich hoffe ich habe mit meinem "Einstand" hier niemanden gegen den Kopf gestoßen.Ich finde es toll mal ein Forum gefunden zu haben in dem mann auch über solche sachen mal reden kann... |
| Exodus | Hmmm, alles was du beschreibst passt in irgendeiner Form in den Bereich unterdrücken. Dein beschriebenes Problem mit der Gefühlskälte ist mir nur zu bekannt. Wenn ich mich mit meiner Partnerin streite, schalte ich meine Emotionen ab. Naja, für eine kurze Zeit eben. Die Dauaer hängt von der Intensität des Streites ab. In früheren Tagen habe ich durchaus schon mal eine Zimmertür bei einem unkontrolliertem Wutausbruch durchschlagen. 1 Sekund Zorn und vier Wochen Gips. Schlechtes Verhältnis. Danach hab ich mir angewöhnt meine Gefühle erkalten zu lassen bevor ich was unternehme. Nach dem Motto "eine Nacht drüber Schlafen". Das funktioniert auch ganz gut so. Türen und Hände bleiben ganz :). Wenn mir eine Situation in Bezug auf meine Person droht zu engleiten, entferne ich mich einfach. So weit wie möglich. So gewinne ich auch eine mentale Distanz. Meditation ist ein guter Weg um sich seiner selbst und somit seiner Umwelt bewußter zu werden. Allerdings gehört zu dieser Form der Unterdrückung der Gefühle ein Maß an Disziplin und persönlicher Stärke die ich leider nie lange habe aufbringen können. Aber es scheint ein Weg zu sein die Gefühle wegzuschließen ohne den Ausbruch fürchten zu müssen. Aber irgendwann müssen die Emotionen doch auch wieder raus?!? |
| Trauerwesen | Erstmal vorab: WoB arthremis!!!! ja, dass hier sowas diskutieren kann, reizt mich auch an diesem Board!! Nun, ich lasse mich gerne mal von meinen Gefühlen leiten, denn ich sehe es manchmal wie eine Art Instinkt. Unter Kontrolle habe ich sie nicht wirklich, es gehen auch mal Dinge kaputt. Das ist natürlich nicht so gut, aber kalt werden wollen würde ich nicht gerne, denn ich will selbst die positiven emotionen voll erleben können, und ok, die kehrseite ist dann, dass ich auch negative emotionen erleben muss, aber das versuche ich ja, in den griff zu bekommen. wie auch immer, ich wäre auch gerne rationaler, aber irgendwie dann wieder doch nicht, denn man sieht die welt doch anders mit mehr gefühl..... |
| tanja | ich z.b. habe mich meiner meinung nach viel zu sehr unter kontrolle. in gewisser weise. mir fällt es schwer meinen gefühlen freien lauf zu lassen, ich bin quasi in mir selbst gefangen. ich kontrolliere mich sobald ich draussen bin, meist ausschließlich..wenn ich aber durch irgendetwas von starken emotionen überollt werde, fällt es mir meist schwer, diese zu kontrollieren. das resultat ist dann meist, eine schwere müdigkeit. die rührt daher, das ich dann wieder mit aller macht versuche diese emotionen in den griff zu kriegen. wenn ich allein bin oder in vertrauter umgebung bin ich eigentlich ein sehr lockerer mensch..sobald ich aber menschen in meiner gegenwart sind, verhalte ich mich sehr reserviert tanja |
| Sintra | Bei mir sieht es fast so aus... seit einiger zeit habe ich immer mehr das bedürfnis keinen mehr an meinen wirklichen gefühlen teilhaben zu lassen... die meisten verstehen diese tatsache überhaupt nicht... reagieren recht seltsam dadrauf... von missverständnis bis übertrieben freundlichkeit. So als wäre ich total geschädigt. Klar kann ich noch Freude zeigen, aber bei Trauer ist das schon anders... weinen kann ich schon seit langen nicht mehr. In diesem Bereich schein ich doch schon stark abgestumpft zu sein. Bin mir aber sehr sicher das man seine Gefühle bis auf ein Minimum kontrollieren kann. Das sieht man schon dadran wenn man versucht nicht zu lachen und dieses auch hinbekommt... irgendwann hört man dann auch auf zu reden. Und auch sonst gefühle zu zeigen oder zu erzählen. |
| LaChatte | [QUOTE]Das sieht man schon dadran wenn man versucht nicht zu lachen und dieses auch hinbekommt... [/QUOTE] Aus welchem Grund kannst du wollen, das Lachen zu unterdrücken? |
| meus | Ich glaube nicht, dass man sich entscheiden kann wen man liebt oder hasst. Aber ich weiss, dass man Gefühle verdrängen kann. Ich selbst treffe Entscheidungen mal aus einem Gefühl heraus, mal Vernunftbedingt und da das nie zusammen passt, kommt meist ein Chaos heraus. Es fällt mir schwer Gefühle zu zeigen und auch welche an mich heran zu lassen. Was für viele eine Kontrolle der Gefühle ist, ist für viele oft nur Angst. |
| Sintra | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Aus welchem Grund kannst du wollen, das Lachen zu unterdrücken? [/B][/QUOTE] Es lag eher an der allgemein situation... es passte mir einfach nicht das alle meinten ich müsste lachen, obwohl es mir innerlich gegen meine einstellung ging. Von daher fande ich es von meiner seite aus richtig mich nicht von den eigentlichen gefühlen treiben zu lassen. |
| LaChatte | In diesem Fall würde ich eher sagen, dass "nicht lachen" eher deinem wahren Gefühl entspricht, und nicht das Lachen... Gefühle vorzuspielen, die nicht da sind, halte ich auch für ungesund. Und zu lachen, wenn mir gar nicht danach zumute ist, auch... |
| Sintra | Es ist ja nicht nur das lachen wenn man lachen will oder auch nicht will. Es sind auch andere Gefühle. Trauer, Frust usw. kann man wenn man will auch unterdrücken, obwohl ich meine das man zu solch einem schritt genügend "übung" braucht. So einfach ist es nicht seine gefühle einfach zu unterdrücken. Selbst wenn man es "übt". Doch obwohl man versucht alle Gefühle zu unterdrücken schafft man letztlich doch eins nicht. Und ich meine, das ist dass schlimmste Gefühl was man haben kann, die [B]Gleichgültigkeit[/B]. |
| LaChatte | Es gibt ja durchaus Situationen, wo es angemessen ist, seine Gefühle zu unterdrücken - zum Beispiel, wenn dich gerade der Freund verlassen hat, du ein Häufchen Elend bist, und du dummerweise gerade an ein Vorstellungsgespräch musst, wo es einen schlechten Eindruck macht, unkontrolliert zu heulen. Heulen kannst du ja nachher immer noch genug... Ungesund wird es erst, wenn du unliebsame Gefühle grundsätzlich unterdrückst und du dir selbst nicht mal den Raum gibst, ganz allein im stillen Kämmerlein sie zu leben. Allerdings empfinde ich Gleichgültigkeit nicht als Gefühl, sondern einfach als Abwesenheit von allen Gefühlen. |
| Sintra | Klar, es gibt mitsicherheit Situationen in denen es angemessen ist nicht die wahren Gefühle zu zeigen... aber wenn man mal so in seinem Umfeld sich umschaut so sehe ich genügend Leute die sich nicht mit ihren wahren Gefühlen auseinander setzen wollen. |
| joy | @ Athremis : Du hast schin recht. Natürlich kann man seine Gefühle im dem sinne steuern nicht direkt loszuwüten. Und manche sind stak genug um ihre Gefühle umzuwenden. Aber ich verstehe von Korntrolle ( Um auf Exodus zurück zu kommen) die totale Beherschund seiner Gfeühle. Sprich. Ich setze meine Gefühle gezielt ein und stelle sie ab, wenn ich sie grad mal nicht gebrauchen kann. Uch ich denke immer noch, das kein mensch seine Gefühel herprojezieren oder total wegschließen kann. Irgendwann muss dann dann doch platzen vor "Gefühlsüberschuss". Oder verschwinden sie bei dir einiger Zeit? Ich weiß, das wie Exodus beschrieben hatte, in manchen Situationen seine Wut zu zügeln besser ist, als drauf loszuschlagen. Doch was ist mit den "großen" Gefühlen. Liebe? Hass? Angst ( nicht im Sinen " O mein Gott, ich hab morgen ein Vorstellungstermin" etc. ) Kann man die auch mal eben so einfach unterdrücken?! Manche Gefühle kann man nicht so einfach hinauslassen, was natürlich eine Art von Unterdrückung ist, aber man macht dies doch dann nur, um vielelicht andere nicht zu verletzten. Und spätestens da nehmen dann doch Gefühle aktivEingriff in die Handlung, oder?! Man beschäftigt sich doch mit seinen Innerem und den Gefühle, die daruas hervorgehen, oder?! Oder werden die selbst da kontrolliert? |
| Azurite | Ich empfinde die Gleichgültigkeit auch nicht wirklich als Gefühl... aber wieso ist diese schlimm? Das widerspricht sich doch selbst... du kannst es nicht schlimm finden, wenn es dir egal ist. Für wen soll Gleichgültigkeit sonst schlimm sein? Azurite |
| Sintra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Azurite [/i] [B]Ich empfinde die Gleichgültigkeit auch nicht wirklich als Gefühl... aber wieso ist diese schlimm? [/B][/QUOTE] Nein, ich meinte im vergleich. Wenn ich in der Gleichgültigkeit bin ist es mir egal ob es schlimm ist oder nicht. |
| Sanna I.S.P. | hallo alle zusammen; ich bin eurer diskussion nun einige zeit gefolgt und weil sie mich ... eigentlich zu 100% betrifft, melde ich mich nun doch gerne zu wort... eine kurze einführung meinerseits: ich habe, seit ich mir im klaren über die benutzung meines verstandes bin, eigentlich immer die meinung vertreten, gefühle seien nur das, was stört; ich dachte sie seien nur eine behinderung auf dem weg zur perfektion ... also habe ich - nun ja, jahrelang - "geübt, probiert" meine gefühle so gut wie möglich in den griff zu bekommen - ich wollte sie quasi steuern - so dumm das auch klingt. schließlich, so dachte ich, gelang es mir - hervorragend. aber in meiner arroganz war ich blind und besessen und ich merkte nicht, was eigentlich vorging... tatsächlich wurde es mir erst recht spät klar, dass ich meine gefühle nicht wie beabsichtigt wirklich kontrollierte, sondern sie einfach unterdrückt hatte, ich hatte sie vergraben - begraben, nach heutiger sicht der dinge vielleicht für immer.... es war, und ist mir unmöglich, gefühle wie freude, spass, ärger, geschweige denn liebe zu empfinden oder sie "wachzurufen". was blieb, war HASS, eine schreckliche sache, die ich nicht als gefühlsregung bezeichne und eine unsagbar tiefe leere. gefühle, ohne die es in gesellschaft von menschen einfach nicht geht, habe ich dadurch ersetzt, dass ich alles, was man so eben als gefühl bezeichnet so gut wie möglich mit dem verstand "nachspiele", aber es wirkt nicht echt, und man ist auf eine bestimmte art unnahbar. tatsächlich meide ich den kontakt zu menschen und selbst "vertrauten", und reduziere den umgang mit ihnen auf ein minimum. @sintra & azurite: um zur gleichgültigkeit zu kommen ... ja ich würde zustimmen, gleichgültigkeit ist kein gefühl - das weiß ich aus eigener erfahrung -. aber jeder der wirklich gleichgültig ist (besonders im hinblick auf gefühle und das emotionale leben), wird bestätigen (ausser er war immer schon so), dass ihm etwas fehlt, und er/sie weiß dies ganz genau, und oft brennt der schmerz tief im inersten, bis man entweder auch diesen rest menschsein einbüßt, oder er nicht mehr erkannt wird. Sanna i.s.P. |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]ich habe ... immer die meinung vertreten, gefühle seien nur das, was stört; ich dachte sie seien nur eine behinderung auf dem weg zur perfektion tatsächlich wurde es mir erst recht spät klar, dass ich meine gefühle nicht wie beabsichtigt wirklich kontrollierte, sondern sie einfach unterdrückt hatte gefühle ...habe ich dadurch ersetzt, dass ich alles ... so gut wie möglich mit dem verstand "nachspiele", aber es wirkt nicht echt, und man ist auf eine bestimmte art unnahbar.[/B][/QUOTE] sei willkommen, juniorin sanna :) ich danke dir für dein freimütiges bekenntnis. du bist eine überlebende und genesende eines gesellschaftssystems, dessen mainstream den intellekt feiert und die gefühle kolonialisiert. gefühle sind brennstoff und leidenschaft - und sie sind fluktuierend wie wasser. wenn ein gefühl länger als 2-3 tage (geht mit dem mondwechsel, dem gestirn der gefühle) bestehen bleibt, bildet sich ein chronischer stau (neurose). da allgemein so eine große feindseligkeit gegenüber echten gefühlen vorherrscht, wird in der narzissgesellschaft unecht posiert. folge: ein innerer stau, der zu hass und innerer leere führt. sanna, du hast nach vielen jahren diesen VERRAT AM SELBST erkannt und tust dir wie alle suchtkranken schwer, ihn umzukehren in einer gesellschaft, die fassade begünstigt und authentizität veräppelt bis verfolgt. neulich hab ich folgende these gehört. [COLOR=coral]gefühle sind nicht orignär, entstehen nicht in uns. alle gefühle sind vorgegeben, schon existent. sie durchströmen uns, werden geweckt durch auslöser, stecken uns an. wir haben - durch bewusstwerdung des fühlen, denkens, fühlens und handelns - die möglichkeit, sie zu beeinflussen in der art, wie wir auf sie reagieren. nicht mal liebe zu einem anderen menschen ist originär, sondern die wiederbelebung der erfahrung, mal geliebt zu worden zu sein, verbunden mit der hoffnung, durch wiederlieben mehr davon zu erfahren. [/COLOR] diese these dürfte auf so manchen wie ein kübel wasser wirken, desillusionierend. der natürliche und ideale gang der ereignisse ist ff: 1. ein /eher dramatisches/ ereignis geschieht -- gegebene situation 2. ich hab ein 1. gefühl aus spontan-subjektiver sicht dazu (noch bevor ich denke) 3. ich (über)denke etwas dazu (analyse) 4. ich hab ein 2. gefühl aus umfassenderer sicht dazu, andere mit einbeziehend. 5. ich spreche / handle darüber 6. in mir formt sich eine einsicht, die (vielleicht) meine erstreaktion umwandeln kann 7. ich bin aus dem bann des ereignisses heraus. thema gegessen in der westlichen gesellschaft läuft es zu 98% etwa so ab: 1. ein /eher dramatisches/ ereignis geschieht -- gegebene situation 2. mein 1. gefühl aus spontan-subjektiver sicht dazu wird unterdrückt, ich nehme nicht wahr, was ich wirklich fühle, denn ich verpöne gefühle, so gut, dass ich nicht mal das mehr merke (buchtipp: du sollst nicht merken, alice miller) 3. ich (fremd)denke (analyse) das ereignis so, wie MAN darüber denken SOLLTE 4. mein 2. andere miteinbeziehendes gefühl ist mein erstes von mir gespürtes. es entspricht dem, was MAN über das ereignis fühlen SOLLTE, ich posiere mit und vor anderen. 5. ich spreche / handle bezüglich des ereignisses so, wie MAN darüber sprechen SOLLTE 6. in mir formt sich folglich KEINE (eigene authentische) einsicht, somit wird meine erstreaktion auch nicht umgewandelt, sondern bleibt weiterhin unbewusst. 7. ich entkomme dem bann des ereignisses, der grundsituation, dem gegebenen paradigma nicht. themen/gefühle stauen sich chronisch. zusammenbruch irgendwann - körperlich oder seelisch, es beginnt von vorn --- oder es geschieht umkehr und ich bekenne mich zu meinem 1. gefühl. Der Hirnforscher Gerhard Roth sagt: Leidensdruck bedingt den Bewusstwerdungsprozess (damit auch den gefühlsprozess) - und die daraus folgenden konkreten Massnahmen laufen über ff evolutionäre stufen ab, nachzumessen im gehirn. Der Bewusstwerdungsprozess vom Impuls zur Handlung (= innere -> äußere Emanzipierung) verläuft von innen (unbewusst) nach aussen (bewusst), von unten (Individuum) nach oben (Kollektiv, mainstream). a) erst wird Leiden empfunden als diffuses/deutliches Gefühl auf Bauchebene- entspricht stufe 2. b) dann erfolgt Rationalisierung, Analyse = Verstehen, Denken - entspricht stufe 3. c) dann wieder Gefühl auf Herzebene, eine leidenschaftlich getragene ´unbewusste´ Vor-Entscheidung - entspricht stufe 4. d) dann erst folgt die Handlung (1-2 Sek später nach der Hirnentscheidung) = konkrete Massnahmen. - entspricht stufe 5. e) von einem 3. gefühl, der späteren einsicht - entspricht stufe 6. spricht roth (= stand der aktuellen gehirnforschung) nicht. beispielsweise die einsicht, welchen schaden ich durch kollektiv vermitteltes fühlen-denken-fühlen-SOLLEN bereits genommen habe und das gefühl der trauer über das fast-nicht-mehr-fühlen-können, über den aufbrechenden unterdrückten schmerz, den willen, mich zu ändern. und genau diese einsicht ist bei sanna erfolgt. Das Bauchgefühl ist m.E. die 1. Form von Intuition (selbstbezogen), das Herzgefühl die 2. Form der Intuition (andere einbeziehend), das Kopfgefühl ist die 3. Form der Intuition (transzendierend-immanent), die einem die AHAs, die Wendepunkte im Leben, bescheren kann. gruß, cocrea [COLOR=teal]Alle Dinge, die man gegen sein Gefühl und gegen sein inneres Wissen tut, anderen zuliebe, sind nicht gut, und müssen früher oder später teuer bezahlt werden. Hermann Hesse[/COLOR] [COLOR=skyblue]Ungeheuerlich ist der Versuch, den Intellekt vom Gefühl abzusondern, und ich nehme an, dass ebenso ungeheuer - und gefährlich - ist, den äußeren Geist vom inneren trennen zu wollen. Oder den Geist vom Körper zu separieren. S. 596; Bateson, "Ökologie des Geistes", Suhrkamp Verlag, 1999[/COLOR] [COLOR=coral]"Gefühl ist alles, Name ist Schall und Rauch...": Fausts Antwort auf die "Gretchenfrage"[/COLOR] Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als getrennte Dinge erscheinen. Albert Einstein Verstand ohne Gefühl ist unmenschlich, Gefühl ohne Verstand ist Dummheit. Egon Bahr |
| Freedomfighter | Wow.....das war mal konkret! also ich bin kein Forscher, und ich kenn mich auch nicht in solchen Sachen aus. Ich kann dazu sagen, dass ich die These einleuchtend finde, da es aber keine Gegenthesen gibt, noch kenne ich die Quellen, Hintergründe und Seriösität der Forscher, hüte ich mich davor, diese so voll anzunehmen. Aus Prinzip nicht....ist auch so ne Gefühlssache *g*. Woher haste denn das? Ja, und zum Thema Gefühlskontrolle...ja, ich denke, ich verberge auch ne Menge Gefühle. Aber dazu müsste man noch was ergänzen. Ich habe zum Teil Angst vor dem was ich denke. Das bewirkt, dass ich manchmal direkt Angst vor mir habe. Ich weiss von Berichten, wie Menschen durchgedreht sind, in der Psychatrie gelandet sind. Menschen bei denen es Klick gemacht hat und Amok gelaufen sind. Es gab ja in letzter Zeit so ein paar Fälle. Wenn ich das lese, bekomme ich glatt Angst vor mir selbst. Dass das mit mir passiert. mfg ff |
| cocrea | [QUOTE][i]Original geschrieben von Freedomfighter [/i] [B] Ich weiss von Berichten, wie Menschen durchgedreht sind, in der Psychatrie gelandet sind. ... Wenn ich das lese, bekomme ich glatt Angst vor mir selbst. Dass das mit mir passiert. [/B][/QUOTE] ff, ich selbst neige zu depressiven phasen. höre dazu von meiner mutter: ´bei uns hat es das nicht gegeben, wir haben halt gearbeitet.` was eine generation verdrängt - aus überlebensnot - bricht bei der nachfolgegeneration auf, auch stellvertretend. mein neffe, ein einser-kandidat im abitur, die dritte generation, war 2x in der geschlossenen anstalt, 1x, weil er durchgedreht ist, und 1x weil er sich selbst eingeliefert hat. die psychoärzte (neurologen) bezeichnen ihn als psychiatrisches wunder, denn fälle wie er haben oft ein zerstörtes, ausgebranntes hirn und vegetieren mit leichter beschäftigungstherapie vor sich hin. mit eingestellter medikation studiert er weiter (kurz vorm abschluss) und kümmert sich um seine beiden kinder, die ihm neben seiner frau, weiteren familie und freunden, geholfen haben, wie er sagt, die kurve wieder zu kriegen. aus einer existentiellen sinnkrise mit 22 jahren, die 1,5 jahre dauerte, wo ich mir sehnsüchtig das auslöschen meiner existenz wünschte, um nicht fühlen zu müssen, bin ich - durch annehmen und durchleben und wandeln meines innersten schmerzes - gereift. und das schmerzannehmen ist damit nicht ein für alle mal vorbei, es kommt in wellen wieder. krise = chance. garantie gibt es keine im leben. immer neue klippen, hinter denen sich neue möglichkeiten auftun. die narzisswelt steht vor dieser krise, ist mitten drin, damit die verkrustungen aufbrechen können. ff, wenn du angst hast vorm ausflippen, außerdirsein, um (wieder) zu dir gelangen zu können, so könnte es frei nach murphys gesetz tatsächlich eintreten, es sei denn, du fängst sogleich damit an, dir ohne befürchtete katastrophe (griech. für umkehr) auf den grund zu gehen. ein spannendes unterfangen, und lohnend. viel entdeckerfreude und mut dazu wünsch ich dir dazu. lg, cocrea ps: meine quelle für obige aussage in coralrot möchte ich nicht nennen, denn ich weiß nicht, woher und von wem sie diese aussage hat, die mir einleuchtet. gefühle sind der see, in dem wir schwimmen. |
| Sanna I.S.P. | @ corea: vorerst danke ich dir für deine erklärung, und die zeit, die du dafür aufgebracht hast. obwohl es (vermutlich) nichts zur sache tut möchte ich doch anmerken, dass ich keine frau/mädchen bin, auch wenn mir die "unterstellung" doch schmeichelt, wie ich zugeben muß. nun ja, es ist natürlich wahr, dass in diesem unseren system gefühle eine extrem untergeordnete rolle spielen (auch wenn diese einstellung heute in einigen bereichen zu bröckeln beginnt), doch es war, wie ich mit gewissheit sagen kann, nicht der druck oder die zwänge oder erwartungen der gesellschaft, die mich in diesen strudel gerissen haben. vielmehr war es meine eigene entscheidung (und ich hatte auch teilweise wirklich sehr trifftige gründe, aber eben nur teilweise...), getrieben durch den wunsch nach perfektion, doch nicht im hinblick auf die wünsche und anforderungen der gesellschaft und umwelt. [QUOTE]in der westlichen gesellschaft läuft es zu 98% etwa so ab: 1. ein /eher dramatisches/ ereignis geschieht -- gegebene situation 2. mein 1. gefühl aus spontan-subjektiver sicht dazu wird unterdrückt, ich nehme nicht wahr, was ich wirklich fühle, denn ich verpöne gefühle, so gut, dass ich nicht mal das mehr merke (buchtipp: du sollst nicht merken, alice miller) 3. ich (fremd)denke (analyse) das ereignis so, wie MAN darüber denken SOLLTE 4. mein 2. andere miteinbeziehendes gefühl ist mein erstes von mir gespürtes. es entspricht dem, was MAN über das ereignis fühlen SOLLTE, ich posiere mit und vor anderen. 5. ich spreche / handle bezüglich des ereignisses so, wie MAN darüber sprechen SOLLTE 6. in mir formt sich folglich KEINE (eigene authentische) einsicht, somit wird meine erstreaktion auch nicht umgewandelt, sondern bleibt weiterhin unbewusst. 7. ich entkomme dem bann des ereignisses, der grundsituation, dem gegebenen paradigma nicht. themen/gefühle stauen sich chronisch. zusammenbruch irgendwann - körperlich oder seelisch, es beginnt von vorn --- oder es geschieht umkehr und ich bekenne mich zu meinem 1. gefühl.[/QUOTE] ad 2) also ich verpöne, und habe gefühle nie verpönt; ich habe sie als behinderung auf meinem weg, besser zu werden verstanden, aber verpönt habe ich sie bestimmt nicht. aber ja, ein gefühl zu einer, oft tragischen, dramatischen situation blieb aus; ich gehe davon aus, dass ich es nicht wahrgenommen habe. ad 3) auch hatte ich immer meine eigenen gedanken zur näheren beleuchtung von situationen, was ich aus den reaktionen von mitmenschen erfahren habe, wenn ich (was sehr selten vorkam) meine gedanken über solcherlei ausbreitete (das rief meist völliges unverständnis bis abschreckung hervor - und das waren nicht gerade leute, deren sichtweise, der von der gesellschaft vorgegebenen weit divergierte). ad 4) auch hier kann ich nur sagen, dass ich kein gefühl entwickelt habe, sondern (mich nach - aufgrund einer vereinfachung für mich - meinem gegenüber richtend) gab, wie ich wollte, und es mir zutreffend erschien. ad 5) in den seltensten fällen sprach ich über solche erlebnisse zu anderen (-geheimniskrämerischer einzelgänger-). meine handlungen wurden nur dadurch beeinflußt, dass ich (im besten falle) ein kleines stück dazugelernt hatte, dass mir später nützlich sein würde. ad 6) oh, ich hatte eine eigene einsicht - ebenso verzerrt, wie ich das verzerrte ebenbild, dessen der ich eigentlich sein wollte. ad 7) gut möglich, dass ich diesem ereignis nicht entkomme - tatsächlich sinne ich in den stunden, die eigentlich dem schlaf zustehen würden, über dinge nach, die jahre zurückliegen, und durchlebe sie fast ständig wieder. doch dies hilft, dinge zu verarbeiten (, wenn vielleicht auch scheinbar). noch einmal möchte ich dir danken! Sanna i.s.P. |
| cocrea | @ sanna, m ;) gern geschehen. ich tat es nicht FÜR dich, sondern MIT dir. [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]doch es war ... nicht der druck oder die zwänge oder erwartungen der gesellschaft, die mich in diesen strudel gerissen haben. [/B][/QUOTE] woher nimmst du diese gewissheit, das zu sagen? [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]vielmehr war es meine eigene entscheidung, getrieben durch den wunsch nach perfektion[/B][/QUOTE] diesem wunsch war ich auch mal verfallen, es war nicht die gesellschaft, die ihn aussprach, diese ist vielnamig-namenlos, sondern ein menschlicher fokus, ein kultführer (siehe dazu den von mir eröffneten strang in Dunkelheit & Licht > einsichten einer multikultüberlebenden). er sprach davon, dass wir (durch ihn natürlich), die möglichkeit hätten, perfekt, vollkommen zu werden. ich bin beim versuch, das in die tat umzusetzen, beinah verrückt geworden (in eine massive krise geschlittert) und eine marionette. das verrücktwerden war meine chance, durchzubrechen, und zu sehen, was du/man nicht sehen darfst. doch aushalten können musst du das, was du siehst, sonst könntest du dir den Tod, die nichtexistenz, wünschen. (so war es bei mir). ich ´brauchte´ das ganze in vier wiederholungen, bis ich die rolle der g´esel´lschaft (wir alle, die macher und die esel) und ... miteinbeziehen konnte in meine überlegungen. [COLOR=limegreen]Ich und mein Esel, sagte der Mann auf dem Eselsrücken, sind vollkommen frei. Wir reiten, wohin wir wollen. Jawohl, so ist es, sagte der Esel. Gabriel Laub [/COLOR] [COLOR=coral]Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten alles Unzulänglichen. Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit. Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen. Das bist du. Gautama Buddha[/COLOR] [COLOR=limegreen]Das Streben nach Vollkommenheit macht manchen Menschen vollkommen unerträglich. Pearl Sydensticker Buck (1892 - 1973) [/COLOR] [COLOR=coral]"Wir sind vervollkommbar, aber wir werden nie vollkommen." S. 30 (zitiert nach Proudhon »Philosophie du Progrès«, 1946, S. 27-30 Gegenzitat: Werdet vollkommen wie euer Vater im Himmel. Zitat Jesus NT[/COLOR] [COLOR=limegreen]Was einem Menschen widerfährt und wann, ist charakteristisch für ihn. Kein Zufall, sondern eine Notwendigkeit.” C.G. Jung Ich will lieber ganz sein als gut! C. G. Jung Nicht Vollkommenheit, sondern Vollständigkeit will ich. (aus dem Gedächtnis zitiert) C.G. Jung [/COLOR] ad 2) es genügt gefühle, nicht (mehr) wahrnehmen zu können, um sie zu verleugnen. es ist die gesellschaft, die sie verpönt und dieses gefühl des unwertseins der gefühle spült sie in dich hinein (remember, gefühle sind nicht originär) und die nimmst sie in dich auf, zunächst unprozessiert, uneigen, weil du dir dessen nicht bewusst bist (sein darfst, damit das system weiterfunktioniert). ad 3) ja, eigene gedanken kann (besonders ein isolierter) mensch haben, nicht (so die these) eigene gefühle (sie sind ein menschheitserbe). ich würde gern einen solchen gedanken von dir hören, der bei mitmenschen >>unverständnis bis abschreckung hervorrief<<. ad 4) bei 4 spürst du gefühl. die frage ist: ist es das, was du wirklich fühlst oder das, was du fühlen solltest. ´sag guten tag zu tante marie!´ (die find ich zum kotzen – und geb ihr doch die hand, weil´s einfacher so für mich ist, ärgervermeidend.) hier ist mitgefühl angesagt, doch woher nehmen, wenn es nicht da ist. ad 5) geheimniskrämerischer einzelgänger. --- will seine erkenntnis und wissensmacht für sich behalten, nicht teilen, weil die reaktionen der menschen auf dich weh tun können. und zwar um so mehr, je authentischer du du selbst bist. meine handlungen wurden nur dadurch beeinflußt, dass ich (im besten falle) ein kleines stück dazugelernt hatte, dass mir später nützlich sein würde. ad 6) deine einsicht vom verzerrten ebenbild, dessen, der du eigentlich sein w(S)olltest, find ich beachtlich. ad 7) über dinge nachdenken, die jahre zurückliegen, und sie fast ständig wieder durchleben – der traumzustand macht das bisweilen mit/für uns. ob du übernachdenken an den kern kommen kannst, bezweifle ich. dazu braucht es gewöhnlich einen DC-Feld-Wechsel (AHA-effekt). vg, cocrea |
| Sanna I.S.P. | hm .... das war wieder einiges, und ich werde mich bemühen auf alles einzugehen. tja, woher nehme ich die gewissheit: es ist FÜR MICH eine gewißheit, wie ein, im vergleich zu mir, objektiver beobachter (der ich allerdings zu sein versuche), es bezeichnen würde weiß ich nicht - natürlich bin ich, weil ich nun einmal ich bin - befangen. doch es sind die unzähligen stunden, der darstellung und vergegenwärtigung des geschehenen, die mich in meinen ansichten bekräftigen! außerdem spürte ich niemals zwang von meiner umwelt, der zwang kam immer aus mir, aus dem wunsch, mich in mein idealbild umzuformen; niemals hielt ich absprache über diese dinge mit meinen eltern, freunden oder sonstwem; ich zog für mich konsequenzen aus meinem verhalten, das oftmals dem größten teil meiner umwelt nicht einmal bewusst wurde. aber generell muß ich sagen, dass es für eine argumentation meinerseits unmöglich wird, sobald man den bereich des unterbewußten mit einbezieht. würde ich mit bestimmtheit behaupten, keinen einflüßen der welt um mich herum ausgesetzt(und vielleicht erlegen) zu sein, und nur aus mir heraus zu handeln, so wäre dies nichts weiter als die störrische ablehnung eines narren, der die wirklichkeit nicht aufgrund seiner einstellung ablehnt, sondern etwas ablehnt und gegen etwas rebelliert, um der ablehnung und der rebellion selbst willen. eigene gefühle kann kein mensch haben? gut möglich, doch zeigen sie sich jedem von uns in anderer weise, und rufen unterschiedliches hervor! einen solchen gedanken, kann ich dir beim besten willen nicht nennen - auch auf die gefahr hin, dass du dies als ein "sich aus der affäre ziehen" verstehst. ich habe nur einfach gelernt, dass es für mich nicht gut ist, meine gedanken zu offenbaren, besonders in heiklen bereichen - also sage ich meistens gar nichts, anstatt, wie man vielleicht vermuten könnte, die von anderen gewünschte meinung wiederzugeben. [QUOTE]ad 4) bei 4 spürst du gefühl. die frage ist: ist es das, was du wirklich fühlst oder das, was du fühlen solltest. ´sag guten tag zu tante marie!´ (die find ich zum kotzen – und geb ihr doch die hand, weil´s einfacher so für mich ist, ärgervermeidend.) hier ist mitgefühl angesagt, doch woher nehmen, wenn es nicht da ist. [/QUOTE] also wirklich zum kotzen finde ich eigentlich niemand, dafür sind mir menschen zu egal. und auf ärgervermeidung lege ich nicht besonders viel wert, allerdings provoziere ich auch nicht. was bei mir im tatsächlichen umgang mit menschen aber da ist, ist eine gewisse rücksicht, auch wenn ich kein mitleid habe. erkenntnis und wissensmacht für sich behalten.....eigentlich gebe ich wissen sehr sehr gerne weiter (und gar nicht mal schlecht, glaube ich), aber über mich schweige ich mich eigentlich völlig aus. geheimnisse von jemanden zu kennen, verleiht eine gewisse macht über ihn..... so ein instrument gebe ich niemanden in die hand, und ich behalte mir immer einiges für mich - nur für mich. bestimmt auch aus dem grund, dass mir jemand weh tun könnte, aber dieser grund hat sich verflüchtigt - mittlerweile ist es "nicht leicht", mir weh zutun. |
| Schwarze_Tränen | Gefühle kontrollieren kann man meiner Meinung nach nicht. Man kann sich einbilden in jemanden verliebt zu sein oder Gefühle unterdrücken (was ich allerdings niemandem raten würde) aber sie nicht steuern. |
| Gedankensturm | Ich fürchte leider nichts kontrollieren zu können! Meine Gefühle beherrschen mich, nicht ich sie ! Sie schleichen sich an und überwältigen mich. Auf mein Bauchgefühl kann ich mich 100% ig verlassen. Es hat sich niemals geirrt. Doch leider hat es mir noch nie etwas Gutes vorausgesagt. Das ist oft wie ein kleiner Fluch... Sehr gerne würde ich manchmal ein Kopfmensch sein, aber dazu wurde ich nicht geboren. Ich nehme jedes Gefühl in mich auf, fühle den Schmerz anderer ebenso wie den meinen, das bringt mich oft zur Verzweiflung, denn ich kann nicht damit umgehen. Gibts Tips, wie man das lernt? |
| Shannen | Gefühle lassen sich an der Oberfläche sehr gut kontrollieren so das sie nicht herausbrechen können. Das sie nicht aufschimmern können und anderen zeigen wie es uns wirklich geht aber so sehr wir auch Gefühle kontrollieren können werden sie uns im Innern immer quälen können. |
| Blondi | stimme Shannen vollens zu! ich kann meine gefühl nach außen hin sehr gut kontrollieren, bin teilweise sogar so, daß ich überhaupt keine gefühlsregung zeige. aber innerlich brodelt es, zerfrisst es mich! |
| Sanna I.S.P. | tja, und wenn es innerlich nicht brodelt, dich nicht zerfrisst, du gar nichts spürst ... dann ist das die absolute unterdrückung, und wenn man die gefühle auch schon nicht mehr willentlich unterdrücken muß, sondern das schon automatisiert geschieht, ist es dann wirklich ziehmlich übel .... glaubt mir! |
| HeiligerGeist | Ich kann meine Gefühle schlecht unterdrücken. Ich kann nur versuchen am auslöser der Gefühle vorbei zu sehn, zumindest was Liebe betrifft. Trauer/Depri kann man zwar unterdrücken, kommt aber meistens doppelt schlimm wieder aus einem hoch, mit viel Wut auf einen selbst. |
| Sirikith | ich kann gefühle schon in massen kontrollieren: antiphatie schlucken, wut unterdrücken, erregung ignorieren, verliebtheit leugnen, mir liebe mühsam wieder abgewöhnen, wenn das subjekt meiner zuneigung mich zutiefst verletzt hat |
| Sanna I.S.P. | @Sirikith: für mich ist sowas immer etwas schlimmes, denn irgendwann machst du es vielleicht nicht mehr bewußt, sondern es passiert einfach, ohne dass du es wieder "abstellen" könntest ... das muß nicht so kommen, aber ich weiß, dass es so kommen kann. mit solcherlei sollte man immer sehr sehr vorsichtig umgehen. |
| HeiligerGeist | Ich kann euch nur zustimmen, wenn man gefühle unterdrückt bricht es aus einem raus. |
| Sanna I.S.P. | oder alles in dir fällt in sich zusammen ... |
| HeiligerGeist | Ich meine kennt ihr das. Wenn man Gefühle unterdrückt neigt man irgend wie dazu Dinge zu tun um diesen Druck abzubauen. |
| Sanna I.S.P. | nein kenn ich nicht. nicht mal von früher ... da hat sich bei mir nie wirklich was aufgestaut. ich denke mal, bei mir ist da immer einfach ein stück vom seelengerüst eingestürzt..., wenn man dass so bildhaft sagen darf :) |
| HeiligerGeist | Aha, wenn ich wichtige gefühle wie liebe unterdrücke, bricht es manchmal förmlich aus mir heraus. Das kotzt so an. Nervt ziemlich. Man hat nicht gerade so den Seelenfrieden wenn man Gefühle unterdrückt. |
| Sanna I.S.P. | kannst froh drüber sein, dann läßt du's vielleicht bleiben! |
| HeiligerGeist | Wie meinst du das ? |
| Sanna I.S.P. | nun ja, ist doch ganz einfach; wenn es dich ankotzt, wenn deine gefühle, nachdem du sie unterdrückt hast, aus dir herausbrechen, hast du direkt damit verbunden eine schlechte erfahrung mit dieser art der gefühlskontrolle, oder ? wenn diese schlechte erfahrung ausbliebe, käme es sicher eher zu dem, was ich schon in vorhergehenden beiträgen angesprochen habe. |
| La_asc | hmm ich kenn das geüfl auch nur zu gut, und ich weiß das es im grunde nichts beingt das zu unterdrücken, irgendwann kommts einfach raus und dann is es der ganze scheißdreck, den man die ganze zeit vorher gesammelt hat. da bin ich eher dafür sofort seine gefühle rauszulassen und sofort zu sagen wie man etwas findet,..... ich habs mir abgewöhnt sachen in mich reinzufressen, aber ich kann auch nciht sagen das ich es vollkommen abschlaten kann, daher kann ich auch verstehn wenn leute so handeln. asc |
| Prideandrich | Hm... für mich stellt sich eher die Frage warum, sollte man seine Gefühle kontrollieren sollen?? Bzw. kplt. kontrollieren wollen. Ein bisschen Maß an Selbstbeherschung sollte ja doch von jedem zu erwarten sein. Der Wunsch nach völliger Gefühlkontrolle kann nur aus zwei Möglichkeiten entstehen. Man hat Angst davor (wg. Zurückweisungen, Enttäuschen und ähnliches), oder man hat ein Gefühls-Verstandsproblem. NR. 1 ist nicht unbegründet, aber es wird wohl reichen, wenn man seine Gefühle zügelt, bis man sich seiner Sache sicher ist. Und das kann wohl jeder! *Hope and Love is the mindkiller* Nr. 2 Die reine Verstandssache ist was für Asketen/Einsiedler, Menschen die sich selbst suchen. Und nicht für normalsterbliche. Da Leben Gefühle beinhaltet und es ohne nicht lebenswert ist. Aber wenn ihr keine Gefühle mehr haben wollt, guter Tip. Stürzt euch in die tiefsten Depressionen, die ihr euch vorstellen könnt und geht nochmal eine Nummer tiefer. Somit erreicht ihr das auch. Solltet ihr das überleben, wünscht ihr euch das nie wieder ;) Carpe vitae :q |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]für mich stellt sich eher die Frage warum, sollte man seine Gefühle kontrollieren sollen?? Bzw. kplt. kontrollieren wollen[/QUOTE] weil man vielleicht falsche ansichten von manchen dingen hat, einiges nicht so recht versteht, sozusagen auf dem holzweg ist. vielleicht auch, weil es einfach nötig ist, oder man schon einige gute erfahrungen damit gemacht hat ... die liste kann man praktisch endlos erweitern, sie ist nicht auf zwei möglichkeiten beschränkt. [QUOTE]Menschen die sich selbst suchen. Und nicht für normalsterbliche. Da Leben Gefühle beinhaltet und es ohne nicht lebenswert ist.[/QUOTE] nun, ist ein mensch, der sich selbst sucht denn sofort kein normalsterblicher mehr? wenn ja, dann danke ich für dieses kompliment ... aber ich denke, auf der suche nach sich, sind sehr viele, und die wege dazu sind unerschöplich, sie beschränken sich nicht auf einsiedlertum und askese! ich dreh das mal um, kann es denn überhaupt einen menschen geben, der sich selbst schon gefunden hat? oder wäre das nicht nur eine versimplifizierung des ganzen, und einfach selbstbetrug ... oder man macht es sich einfach zu leicht? die normalsterblichen suchen alle in irgendeiner form nach sich selbst (ausser die gaaanz dummen, und selbst die durchleben zeiten, in denen sie soetwas beschäftigt als phasen). ich würde sagen, dass jene, die (wenn wir bei dem beispiel bleiben wollen) sich in askese üben .... halt all diese "besonderen" menschen, sich selbst gefunden haben, oder aber erkannt haben, dass dies niemals geschehen kann.... aber das geht jetzt schon ziehmlich offtopic! |
| Prideandrich | Das ganze geht nicht offtopic, meiner Meinung nach. Führt Selbsterkenntis nicht auch zu einer Art von Kontrolle? Erstmal, natürlich gehe ich dabei von meinem Wissen und meinen Erfahrungswerten aus. Und ich weiss das ich nichts weiss :D Und das es viel mehr Beispiele, Ansichten gibt is ja wohl auch klar. So erstmal danke das du mit deinem Auszug, meinen Beitrag/meine Aussage ähm leicht verändert hast. Eigentlich wollte ich damit Menschen (Asketen/Einsiedler) ansprechen die wirklich nach sich suchen. D.H. ihr Leben einzig dieser Suche widmen. Aber du kannst es trotzdem als Kompliment ansehen, wenn du dich damit identifizieren kannst. Das jeder nach sich sucht, ob jetzt unbewusst, oder bewusst, ist ja wohl klar. Und sag nicht dumm. Blockiert hört sich besser an ;). Ob man jetzt mehr oder weniger sucht ist dabei nicht so wichtig. Ich selbst lerne am besten durch interaktion mit anderen, durch die Stärken, Schwächen anderer. Dadurch das ich mich selbst finde brauch ich Gefühlskontrolle nicht, da ich meine Gefühle verstehen kann. Bzw. glaube sie zu verstehen, einen Teil davon zumindest. Ausserdem habe ich schon teilweise angesprochen, dass ich weiss wie es ist, zeitweise ohne Gefühle auszukommen. Nur halt nicht beabsichtigt. Ein Herz aus Eis ihm geschenkt wurde. Nicht fähig zu sehen, da das Auge nicht alles sehen kann. Nicht fähig zu wissen, denn nicht alles Wissen ist erlernt. Gefangen in einem Gefängnis das er Körper nennt. Vor sich dahinvegetierend, da das Leben seinen Reiz verloren. Sein Ziel erreicht, doch auch nicht glücklich darüber. Da er nicht mehr fähig ist zu fühlen. |
| Sirikith | ich versuche ja auch nur, die gefühle abzuschalten, die mir direkt sxchaden. wenn ich jemanden, der mich verletzt, weiterhin liebe, wird devr schmerz nicht aufhören. wenn ich wütend binb, aber das ausleben des zorns noch schllimmeres nach sich ziehen würde, unterdrücke ich ihn...ich finde das eher positiv... |
| Prideandrich | [QUOTE][i]Original geschrieben von Prideandrich [/i] [B]Ein bisschen Maß an Selbstbeherschung sollte ja doch von jedem zu erwarten sein.[/B][/QUOTE] Tjo, ich weiss mein Text ist lang. Trotzdem habe ich das nicht angezweifelt. |
| Sanna I.S.P. | @prideandrich: auch ich gehe von meinen erfahrungen aus, sonst würd ich hier nicht reinschreiben, und naja ich bin eigentlich recht betroffen, wenn man das so sagen kann, hehe. also, ich habe deinen beitrag nicht absichtlich verunstaltet, aber das weißt du ja ... ich habs halt anders verstanden, nur zu dem mit dem einsiedler ... der muß sich auch um seine grundbedürfnisse kümmern, ganz ohne nahrung wird er nicht auskommen, also ist auch er nicht ganz frei von den zwängen, die uns unser fleisch auferlegt, um nachzusinnen. und nun, ein wenig kann ich mich damit identifizieren ... als ich dir sonntags gesagt habe, dass ich die letzten jahre damit zugebracht habe, mich von anderen zu isolieren, war das nicht nur schall und rauch! [QUOTE]Ich selbst lerne am besten durch interaktion mit anderen, durch die Stärken, Schwächen anderer[/QUOTE] auch ich weiß gerne über andere bescheid, um eventuell schlüße aus deren situation für mich zu gewinnen, doch ich verlege mich hierbei nicht auf die interaktion mit anderen, sondern reflektiere nur für mich selbst, auch obwohl mir klar ist, dass das für mich wohl nicht die beste methode darstellt. hehe, gefühle verstehen, dass ist so ne sache ... kann ich nicht wirklich mitreden .... nur muß ich auch keine gefühle kontrollieren .... [QUOTE]Ausserdem habe ich schon teilweise angesprochen, dass ich weiss wie es ist, zeitweise ohne Gefühle auszukommen. Nur halt nicht beabsichtigt[/QUOTE] bei mir war es absicht, meine gefühle zu kontrollieren, dass das ganze in die falsche richtung gehen sollte, habe ich in meiner maßlosen arroganz natürlich nicht bemerkt. |
| darkprincess | [QUOTE][i]Original geschrieben von HeiligerGeist [/i] [B]Ich meine kennt ihr das. Wenn man Gefühle unterdrückt neigt man irgend wie dazu Dinge zu tun um diesen Druck abzubauen. [/B][/QUOTE] Ja ich stimme dir da total zu, ich unterdrücke meine Gefühle seit einem halben Jahr und habe seid dem nur noch Probleme mit allem und jeden. Gestern zum Beispiel auch: War beim Schandmaulkonzert und beim allerletzten Lied(Willst Du?) hab ich mich an einen Freund angelehnt,hab meine Hand um seine Hüfte gelegt,meinen Kopf auf seine Schulter abgelegt udn die Augen geschlossen....... er umfaßte meine Hüfte ,schmiegte seinen Kopf an meinen und schauckelte mit mir in tackt. Ich musste mir echt die tränen verkneifen,ich hab mich so geborgen gefühlen und hätte am liebsten gehabt,wenn die Band nie aufgehört hätte das Lied zu spielen. Nach diesem Abend sitzte ich seit heute Morgen total verstört und verheult im Zimmer und höre mir in dauerschleife das gleiche Lied von Schandmaul an das diesen Abend so verzauberte. Gefühle sind schmerzhaft !!! Das muss ich jedesmal wieder lernen |
| Custos Noctis | Ich denke, der Mensch ist immernoch ein körperliches Wesen, ein Tier ums mal direkt zu sagen. Also im Prinzip sind die Gefühle schon ziemlich abhängig von Hormonen und dem Körper... Ich meine, Gefühle sind so leicht durch äussere Einflüsse veränderbar (Filme, Musik, Wetter, usw..) und wir selbst ändern und so schnell je nach Gefühlslage, dass ich sagen würde, dass wir selbst Sklaven unserer Gefühle sind, und unsere Gefühle sind sind Sklaven von äusseren Umständen... Selbst können wir wohl unsere Gefühle wohl nur wenig stark beeinflussen, immerhin sind unsere Gefühle immer in Abhängigkeit zu äusseren Dingen und die können wir halt oft nicht ändern. Wenn ich traurig über den Irakkrieg bin, kann ich nichts machen, dass ich weniger traurig bin, da ich den Krieg ja nicht beenden kann. Liebeskummer is glaub ich das Masterbeispiel für Gefühle und ihre irrationalen, negativen Folgen. Wegen meiner ersten großen Liebe wollt ich ma von der Brücke springen oder sowas. Mir fällt dsa sogar schwer zu schreiben, so bizarr und verrückt kommt mir das jetzt vor. Das war eigentlich nicht ich, das war ein hirnloser Zombie zu dem mich meine Gefühle gemacht haben... Gefühle setzen den Verstand ausser Kraft.... Soviele Leute machen Müll (halt auch Selbstmord) wegen Gefühlen, obwohl sie mit ihrem Handeln an den Gefühlsursachen garnichts ändern können.... Stolz, Eitelkeit, Liebe, Gier, Eifersucht, Hass, Neid, Habgier.... die allermeisten schlechten Dinge die passieren, passieren wegen Gefühlen. Schaut euch doch mal die Vulkanier an, und dann die Romulaner, da sind mir die Vulkanier doch viel sympathischer, auch wenn sie gefühlsloser sind! |
| Sanna I.S.P. | @ Custos Noctis: nicht bei allen ist die emotionale ebene in gleichem maße entwickelt - ich für meinen teil habe schon lange keinen unsinn aus einer stimmung heraus gemacht, aber auch nichts gutes ... ich glaube, nein ich weiß, dass man seine gefühle sehr gut in den griff bekommen kann, abhängig von der intensität der emotionen, dem alter, indem diese ersten versuche unternommen werden, und der stärke des eigenen willens, sowie, meines erachtens (besonders in späteren jahren, wenn man eher klar denken kann) auch eine gewisse neigung zur selsbtzerstörung. ich bin definitiv kein hirnloser zombie, der nur aus einer gefühlslage heraus handelt, und ich werde auch nicht dazu .... und ich kenne viele andere bei denen dies ebenso niemals in der form zutreffen wird (auch wenn sie mitunter recht emotional und gefühlsorientiert leben und handeln). |
| isidor | Nachdem ich nun semesterbedingt lange nicht in den NW unterwegs war, bin ich beeindruckt, wie sich das Thema entwickelt hat! Ich sehe, daß längst nicht alle innerlich gleich gebaut sind und sich deshalb wohl offensichtlich auch nach außen hin anders zeigen müssen. Da gibt es jene, die ihren Gefühlen spontan ihren Lauf lassen oder auch lassen müssen, weil sie meinen, Unterdrückung geht nicht, oder macht keinen Sinn. Dann gibt es jene, die eine gewisse Selbstbeherrschung propagieren, um sich entweder nicht die Blöße vor anderen geben zu müssen, oder eben, um sie zu schonen, weil sie evtl. nicht unbeteiligte mit ihrem Frust beladen wollen, dann aber in Ruhe und Abgeschiedenheit den Druck hinauslassen. Letztendlich gehen andere soweit, zu sagen, daß sie die "Druckkochtopftechnik" anwenden und sich solange verschließen, bis sie eben platzen. Und zuguterletzt versuchen einige, oder beherrschen es sogar, ihre Gefühle im Keim zu "behandeln" um sie in eine Richtung zu lenken, die sie für sinnvoll halten. Zugegebenermaßen kein leichtes Vorhaben! Ich selber schließe mich den letzteren an (in der Meinung). Dies ist natürlich ein hehres Ziel, aber ganz sicher keine Selbstverleumdung, weil es ja nun mal kein Illusionen-Schaffen, sondern vielmehr bewusste Charakterarbeit darstellt. Da es nun wirklich nicht immer umsetzbar ist, halte ich es jedoch für mich so, daß ja nicht jeder spontan meine Gefühle spüren muß, wenn sich jedoch dadurch ein Druck aufbaut, denke ich, müssen sie hinaus. Andererseits kann es ja auch eine Erfahrung sein, herauszufinden, wie man mit diesem Druck spielen kann, um daraus Kraft zu schöpfen, wie es hier und da auch schon geschrieben wurde. Mich erinnert dies im positiven Sinne an die ideale der Hohen Minne und denke, im Sinne der Selbsterfahrung dürfte das auch ein seehr interessantes Gebiet sein. Letztendlich denke ich, sollte es auch nicht unbedingt zuviel verlangt sein, zu hoffen, daß sich jeder ein wenig um Selbstbeherrschung bemüht, um nicht direkt die Gefühle anderer Menschen zu verletzen. Dennoch werde ich in Zukunft wohl nicht mehr soweit gehen, dies fest von meinem gegenüber zu erwarten, da man die Voraussetzung nicht jedem fest zuschreiben kann. Ich danke erstmal allen, die gepostet haben oder es noch tun, ich finde das Ganze sehr aufschlussreich! |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Und zuguterletzt versuchen einige, oder beherrschen es sogar, ihre Gefühle im Keim zu "behandeln" um sie in eine Richtung zu lenken, die sie für sinnvoll halten. Zugegebenermaßen kein leichtes Vorhaben! Dies ist natürlich ein hehres Ziel, aber ganz sicher keine Selbstverleumdung, weil es ja nun mal kein Illusionen-Schaffen, sondern vielmehr bewusste Charakterarbeit darstellt.[/QUOTE] hm, welches ziel nun dahintersteckt ist vermutlich von mensch zu mensch unterschiedlich. sinnvoll heißt nicht unbedingt moralisch korrekt. charakterarbeit muss nicht unbedingt zum guten/besseren führen. des weiteren ist noch lange nicht gesagt, ob denn nun auch sämtliche vorhaben in die tat umgesetzt werden können; zu vieles, in das ein "noch nicht bereiter" verstand eingreift, selbst im glauben, "gutes" zu unternehmen, kann sich auf schmerzvolle weise verdrehen und verzerren. bleibt noch anzumerken, dass ich keinen verstand/geist als bereit ansehe, die konsequenzen einer solchen "beschneidung" vorherzusehen und in ihrem ausmaß zu erkennen. |
| isidor | Das stimmt natürlich! Der Verstand kann vielleicht die Gefühle, hm (kann man das sagen?), regulieren, aber was leitet den Verstand? Das wäre natürlich ein neues Diskussionsthema... |
| Sanna I.S.P. | hm, so habe ich das eigentlich gar nicht gemeint ... auf den verstand wollte ich nicht wirklich genauer eingehen, da es ja wirklich ein neuer thread wäre. regulieren, steuern, lenken, beeinflußen ... ich habe da keine probleme mit, soetwas zu sagen, da ich einfach der meinung bin, dass es funktionieren kann. |
| isidor | Dann sind wir ja einer Meinung! Ich finde nebenbei auch interessant, daß das die klassische hermetische Weisse Magie ja immer gelehrt hat... |
| Sanna I.S.P. | so nach dem motte geist über körper, was in diesem fall ja auch gefühle und emotionen beinhaltet? hab' ich tatsächlich noch nie so gesehen ... meist wird das "gefühle kontrollieren wollen" einer krankhaften auswirkung der modernen welt und lebensweise/gesellschaft zugeschrieben. |
| isidor | Ich denke aber, in Fall der modernen Gesellschaft werden Gefühle Kontrollieren und Unterdrücken gleichgesetzt. Im hermetischen Sinne wird aber, wie ich das verstanden habe, die Kraft einer Emotion dazu genutzt, um eine feinstoffliche (Re)aktion vorzunehmen. Ich muß sagen, im Falle von Telepathie habe ich selbst damit Erfolge erzielen können. |
| Sanna I.S.P. | richtig, das ist tatsächlich so. [QUOTE]Im hermetischen Sinne wird aber, wie ich das verstanden habe, die Kraft einer Emotion dazu genutzt, um eine feinstoffliche (Re)aktion vorzunehmen. Ich muß sagen, im Falle von Telepathie habe ich selbst damit Erfolge erzielen können. [/QUOTE] hm, davon habe ich leider sehr wenig ahnung. Telepathie, inwiefern meinst du das; welche art von emotion half dir dabei - anziehung/liebe gegenüber der partnerin zb.? |
| the night | man kann gefühle unterdrücken, sie lenken, abtöten, doch was bringt es dem menschen? meiner meinung nach nichts, denn was ist ein mensch ohne gefühle und ich sehe es an mir wenn man ein gefühl zu lange unterdrückt hat, "verlernt" man es irgendwie oder man bricht irgendwann zusammen. ok, einige gefühle solte man in bestimmten situationen schon unterdrücken, doch nciht alle und immer. |
| Sanna I.S.P. | ich kenne die dinge, die unfreiwillig aus dem versuch der beherrschung seiner gefühle hervorgehen können. mir gefällt nicht, was ich heute bin, und ich weiß (oder glaube), sagen zu können, dass es dieses bestreben war, das mich, wie ich es nenne, derart verzerrte. aber seine gefühle zu kontrollieren kann sehr nützlich sein, und dabei meine ich nicht nur in jenen situationen, in denen man jähzornsanfälle verhindert, oder einen weinanfall unterbindet. gefühle verleihen stärke - liebe, wie auch hass - wer sich diese kraft zunutzen machen kann, ohne einen äußeren reiz für deren auslösung zu benötigen, ist in bestimmten lagen einfach ... "überlegen". |
| the night | bei mir ist es jetzt auch schon soweit das uich zb in der schule manche gefühle spielen muss damit ich nciht als krank rüber komme oder als gefühlslos und das ist das was wirklcih bedrückend wenn man ein gefühl das man bei einem anderen gesehn hat selber für scih nachmachen muss. |
| dark loneliness | Für mich kommt es ansich nicht auf eine Kontrolle von Gefühlen an. Im Mittelpunkt steht für mich, welche Reaktionen sie im Rest von mir auslösen. Es ist für mich wichtig, diese Reaktionen, z.B. Gedanken die dann eine bestimmte körperliche Reaktion auslösen, unter Kontrolle zu halten. Hauptsächlich betrifft das Gefühle, die andere Menschen durch das was sie tun oder sagen (oder auch weil sie etwas nicht tun oder sagen), bei mir auslösen. Ich versuche zu verhindern, dass andere so gleich im ersten Augenblick sehen können, was ihre Taten oder Worte bei mir auslösen. Mir geht es einfach darum einen Einfluss darauf zu haben, wer diese Gefühle bei mir erkennen kann und wer nicht. Oft genug (z.B. in meinem Job kommt sowas sehr oft vor oder wenn ich irgendwelche Leute treffe) versuche ich eine Reaktion total zu verbergen oder eine andere vorzuspielen. Wenn ich alleine zu Hause bin nehme ich mir dann sehr oft Zeit und setze mich damit auseinander. Ich denke dann darüber nach, was diese Gefühle ausgelößt hat und warum. Es ist sonst für mich einfach ein Eindruck von Verletzlichkeit, gerade auch aufgrund der in den anderen Beiträgen beschriebenen Inakzeptanz von Gefühlen, die halt einfach als Schwäche angesehen werden. Ich glaube, dass ich diese Art von Kontrolle inzwischen recht gut beherrsche. Ich denke jedoch nicht, dass deswegen bei mir soetwas wie Gefühlsleere/-kälte entstanden ist. Dadurch, dass ich mich auf diese Art und Weise mehr damit auseinandersetze was dieses oder jenes Gefühl bei mir auslößt (und warum gerade dieses und nicht ein anderes Gefühl) habe ich angefangen, mich selbst besser kennenzulernen. |
| Aldym | erstmal, ich bin neu hier und hab mir nich die arbeit gemacht die 8 seiten hier aufzulesen... :/ also zu anfangsfrage: ja ganz eindeutig lassen die sich kontrollieren: ich bin ein lebendes beispiel. ob nun liebe, hass oder sonstwas, ich kann eigentlich ziehmlich sicher sagen, sie lassen sich kontrollieren. anhängen muss man, dass ich ein sehr guter "schauspieler" (kommt nich von mir) bin und in meine bisherigen leben solches gut "gelernt" hab. (das muss reichen, mehr werd/möcht ich net von meinem privatleben/vergangenheit preisgeben). was nich heisst, das das keine nachteile hat... ausgeglichenheit, nervösität bis hin zu bildung von wirklichen "psychischen" problemen sind da so ziehmlich sicher.. überraschenderweise hab ich die erfahrung gemacht, das gute gefühle sich um einiges besser kontrollieren lassen, als schlechte. |
| Sanna I.S.P. | @the night: fast das selbe habe auch ich hier mal reingeschrieben; ich kenne das, aber die nachgestellten emotionen und verhaltensweisen wirken meistens auch unecht, zumindest auf ein wenig feinfühligere menschen. @Aldym: [QUOTE]überraschenderweise hab ich die erfahrung gemacht, das gute gefühle sich um einiges besser kontrollieren lassen, als schlechte.[/QUOTE] was meinst du damit? dass du sie besser in den griff bekommst oder unterdrückst? @dark lonliness: [QUOTE]Ich glaube, dass ich diese Art von Kontrolle inzwischen recht gut beherrsche. Ich denke jedoch nicht, dass deswegen bei mir soetwas wie Gefühlsleere/-kälte entstanden ist. [/QUOTE] glaube ich dir gerne. wenn ich dich richtig verstanden habe, unterdrückst du deine gefühle auch nicht, sondern gehst ihnen eher auf den grund, bzw. läßt sie nicht so an die oberfläche/nach aussen kommen -> pokerface ;) . |
| isidor | @ Sanna Ich meine Liebe, die mir half, Bilder und Gefühle meiner damaligen Freundin zu schicken, und mir gleichzeitig das Gefühl gab, ob es ihr gut oder schlecht ging. Es fühlte sich an, wie ein warmer Teller, der mitten auf Bauch, bzw. Herz lag. Nach unserer Trennung verschwand auch dieses Gefühl, zusammen mit dem Kontakt |
| Sanna I.S.P. | ich dachte es mir so; mein vater sprach auch von einem empathischen/telepathischen band zwischen ihm und meiner mutter. ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies so wie du es beschreibst, für viele sensible menschen spürbar ist, wenn man nur genauer hinhorcht. und bestimmt kann eine emotion eine verstärkende rolle einnehmen. |
| Trauerwesen | Interessant ist, wenn man etwas fühlt, und man weiss genau, es ist falsch, denn der Verstand sagt, lass die Finger davon. Aber es sind immer noch die gefühle, die stärker sind, jüngst wieder erlebt... |
| Sanna I.S.P. | das erlebt wohl jeder anders; stärken und schwächen sind bei allen unterschiedlich verteilt. und nur, weil der verstand sagt, "lass die finger davon", heißt das noch lange nicht, dass es auch der richtige weg wäre - das kenne ich zumindest von mir so ;) . |
| isidor | Hey, keiner hat gesagt, daß der Kopf mehr recht hat als das Gefühl! :) Ich messe beiden gleich, eigentlich sogar dem Bauch mehr Entscheidungsrecht zu, aber das heißt ja nicht, das das Gefühl auch den Augenblick regieren muß, wie wir bereits festgestellt haben |
| LaChatte | [QUOTE]Hey, keiner hat gesagt, daß der Kopf mehr recht hat als das Gefühl! [/QUOTE] Ich erachte es für sinnvoll, grundsätzlich zuerst "Kopf" zu konsultieren, aber danach die Entscheidung "Herz und Bauch" zu überlassen. Aber gerade in Herzensdingen kann der Kopf gar nicht die definitive Entscheidung treffen - er kann nur in beratender Funktion zur Seite stehen. |
| Pluna_X | Hmmm... Ich würd schon sagen das ich sie in gewissen maßen unter Kontrolle hab... Ich kann zum Beispiel auf grund meiner Gedanken gänge(bzw. Überlegungen) jemand anfang zu hassen... |
| Black_penta | @Angel & Shapeshifter "Das Gegenteil von Liebe ist nicht der Hass, sondern die Gleichgültigkeit" was meint Ihr? |
| Dokuro | Grundsätzlich kann man Gefühle kontrollieren aber es ist meist nicht leicht und erfordert meist übung. Manche sind derartig von ihren Gefühlen abhängig das dabei ihr Ganzes Rationales Denken draufgeht, andere wieder um sind eiskalt. Eine willentlichhe Entscheidung die eigenen Gefühle zu Kontrollieren ist schwer einzuhalten. Ich versuche mich von allen mächten die mich kontrollierne oder beeinflussenich zu lösen doch ich persönlich unterdrücke meine Gefüle nicht. Ich versuche aber mir die Fähigkeit anzueignen meinen Geist bei bedarf von ihren Fesseln zu befreien und so das Tun zu können was ich Tun muss ( z.B: einen Massenmörder erschießen der die Waffe mit der er mich eschießen wolte fallengelassen hat). Bei den Meisten Gefühlen war ich erfolgreich, aber es gibt immer noch eins das den letzten rest meiner verhasten Menschlichkeit erhält und so meinen Geist von seiner befreiung abhält. |
| Black_penta | Ich lese ständig Sklave... Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man sich nicht verstellen (="Gefühlskontrolle"!)... Nur wer seine Gefühle auslebt, lernt sie zu verstehen und in weiterer Folge mit ihnen umzugehen... mir kommt es vor, als ob einige der Meinung wären, dass gefühle eine zu große Last im Leben wären... Natürlich gibt es schwere Situationen, aber auch viel schönes, dass niemand von uns missen möchte! Fazit: Gefühle lassen sich nicht kontrollieren. Gefühle machen das Leben erst Lebenswert! Dark Greetings... |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE][I]Original geschrieben von Dokuro[/I] Bei den Meisten Gefühlen war ich erfolgreich, aber es gibt immer noch eins das den letzten rest meiner verhasten Menschlichkeit erhält und so meinen Geist von seiner befreiung abhält.[/QUOTE] sowas les ich nicht gerne. ich habe lange zeit geglaubt, keine menschlichkeit mehr mein eigen nennen zu können. erst wenn man das so erlebt, nicht mehr mit anderen lachen zu können, nicht mehr betroffen zu sein von irgendetwas, gleich ob glück oder unglück, nicht mehr die sehnsucht zu spüren, nicht einmal nach der eigenen menschlichkeit, dann merkt man wie das ist. es sind nicht die gefühle, die stären, und hassenswert sind, es ist der geist, der es nicht fertig bringt, diese ohne unterdrückung, ohne ausschließung, nutzvoll miteinzubeziehen. [QUOTE][I]Original geschrieben von Black_penta[/I] "Das Gegenteil von Liebe ist nicht der Hass, sondern die Gleichgültigkeit" [/QUOTE] das gegenteil von liebe würd ich durchaus hass nennen. gleichgültigkeit steht als gegensatz allen gefühlen und empfindungen gegenüber - und diese allein durch liebe zu ersetzen erscheint mir ein wenig gewagt. @LaChatte: zieht bauch/herz denn dann das, was der kopf vorher erdacht hat, auch zu rate? |
| Sanna I.S.P. | @Black_penta: es gibt gefühle/emotionen, die einfach weder ERSTREBENSWERT, noch DULDBAR sind! schön, wenn du solche nicht kennst, aber einige kennen wohl das eine oder andere gefühl, das völlig aus einem rahmen schlägt, der im umgang mit menschen und sich selbst angemessen und tolerierbar ist. [QUOTE]Fazit: Gefühle lassen sich nicht kontrollieren. Gefühle machen das Leben erst Lebenswert! [/QUOTE] Falsch! gefühle lassen sich definitiv kontrollieren, wenn auch nur bis zu einem gewissen maß! und ein sichtbares auftreten nach aussen (nur so nebenbei bemerkt) erst recht. dass sie das leben lebenswert machen, ist wohl wahr, steht aber auch nicht im zusammenhang damit, ob eine kontrolle möglich ist. |
| LaChatte | [QUOTE]zieht bauch/herz denn dann das, was der kopf vorher erdacht hat, auch zu rate?[/QUOTE] ja, die Idee ist schon, dass da eine Kommunikation zwischen oben und unten stattfindet. Wenns allerdings Meinungsverschiedenheiten gibt, die auch nach längerer Diskussion nicht entschieden werden können, folge ich dem Bauchgefühl. Äh ja, so blöd das klingt, ich diskutiere ständig mit mir selbst...:D |
| dark loneliness | [QUOTE] Ich lese ständig Sklave... Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man sich nicht verstellen (="Gefühlskontrolle"!)... Nur wer seine Gefühle auslebt, lernt sie zu verstehen und in weiterer Folge mit ihnen umzugehen... mir kommt es vor, als ob einige der Meinung wären, dass gefühle eine zu große Last im Leben wären... Natürlich gibt es schwere Situationen, aber auch viel schönes, dass niemand von uns missen möchte! Fazit: Gefühle lassen sich nicht kontrollieren. Gefühle machen das Leben erst Lebenswert! Dark Greetings... [/QUOTE] Sicher machen Gefühle das Leben lebenswert. Problematisch wird es für mich persönlich nur dann, wenn mich diese Gefühle zu einer Reaktion veranlassen, die wiederum bei anderen Menschen eine negative Reaktion hervorruft. Dann entwickeln sich Gefühle auch zu einer großen Last. Ich schreibe dies aufgrund von eigenen Erfahrungen, aufgrund von Situationen, die bei mir bestimmte Gefühlsreaktionen hervorriefen, bei anderen Personen jedoch auf völliges Unverständnis stießen, da sie dem Auslöser für diese Gefühle völlig gleichgültig gegenüber standen. Das ist jetzt sehr "anonymisiert" formuliert, aber ich möchte hier diese Situationen nicht detailierter beschreiben. Diese Reaktionen sind das, was ich mir ersparen will, da sich dadurch Gefühle für mich zu einer Last entwickeln. Deshalb versuche ich, wie ich es in meinem letzten Beitrag beschrieben habe, diese Gefühlsreaktionen zu verhindern, nicht das Gefühl an sich zu blockieren. Ich versuche es sozusagen "einzuschließen" und den Schlüssel erst dann herauszuholen, wenn die Gefahr solcher Reaktionen von anderen Menschen nicht besteht. Gruß dark |
| Sanna I.S.P. | @LaChatte: hm, gibts dann mal magenprobleme ... so wegen zwischen/innermenschlicher kontaktprobleme? (keine scherzfrage) oder wirkt sich das, wenn diverse unterschiede denn auftreten, in krankhaften zuständen aus? mit sich zu diskutieren ist doch nicht unüblich ... ich hab mir allerdings abgewöhnt, dass laut zu unternehmen. |
| LaChatte | @sanna Wenn ich mir so meinen Arbeitskollegen anschaue - eindeutig, ja. der hat ständig Magenprobleme... und ist der Oberspezialist drin, Unliebsames einfach zu "vergessen". Wenn dich das Thema interessiert, lies doch mal von Rüdiger Dahlke "Krankheit als Weg", da beschreibt er zu allen Körperteilen und Organen, was da an innerer Kommunikation schief gelaufen ist, wenn es zur Krankheit kommt... "Migräne" assoziiert er zum Beispiel mit "einem in den Kopf verlagerten Orgasmus" - wirklich spannend, das:) Und wenn du dir ein Bein brichst, solltest du dir mal das Thema "Stabilität" durch den Kopf gehen lassen. Und bei Erkältungen, wovon du denn die Nase so voll hast... Volksmund ist hier oft auch ganz gut. [QUOTE]mit sich zu diskutieren ist doch nicht unüblich ... ich hab mir allerdings abgewöhnt, dass laut zu unternehmen.[/QUOTE] Ja, ich auch. das Diskutieren mit PC, Kopierer und generell Dingen, die ich gerade bearbeite, ist aber immer noch da.... allerdings auf Murmellautschwäche. |
| Sanna I.S.P. | klingt interessant; werd zusehen, das teil aufzutreiben. danke für den tip. |
| grazia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black_penta [/i] [B]"Das Gegenteil von Liebe ist nicht der Hass, sondern die Gleichgültigkeit" was meint Ihr? [/B][/QUOTE] Eli Wiesel meinte: "Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit." ich stimme ihm zu. George Bernard Shaw ebenfalls, der da sagt: "Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit." es gibt noch eine andere art von gleichgültigkeit. "Wenn Toleranz nicht mit Interesse Hand in Hand geht, nennt man sie Gleichgültigkeit." Lars Rabenai salve |
| isidor | Ist das Gegenteil von Liebe nicht eher Angst? Schließlich ist das die Abwesenheit der Gewißheit, die einen Liebenden bei Zuversicht hält. Gleichgültigkeit würde ich eher am Neutralpunkt zwischen den beiden sehen... Denn sie ist doch die Interessenlosigkeit, die nur sein kann, wenn man weder Angst noch Liebe verspürt... |
| Sintra | Ich hab aber mal ne frage dazu. Kontrolliert ihr dann nur die Gefühle nach außen oder auch die inneren Gefühle. Das heißt dass man keine Gefühle zu lässt und sie auch erst recht nicht nach außen zeigt. |
| Aldym | hmmm ziel ist es, das innerlich zu kontrollieren, aber meistens hauts nur nach aussen hin. innerlich quält man sich immernoch. |
| grazia | einige beispiele, wohin innere und äußere (mit)gefühlsausschaltung führen kann: Zitat aus der Bhagavadgita: [I]"So gilt denn nun in Wahrheit folgendes: Was einer begeht und begehen lässt: wer zerstört und zerstören lässt, wer schlägt und schlagen lässt, wer Lebendiges umbringt, Nichtgegebenes nimmt, in Häuser einbricht, fremdes Gut raubt: Was Einer begeht, er ladet keine Schuld auf sich – Und wer da gleich mit einer scharf geschliffenen Schlachtscheibe alles Lebendige auf dieser Erde zu einer einzigen Masse Brei machte, der hat darum keine Schuld, begeht kein Unrecht." Was faszinierte die Nazis, insbesondere die SS, an der japanischen Kriegerkaste? Zu nennen sind hier unter anderem: "absolute Gefühlskontrolle, kompromisslose Härte und Kaltblütigkeit" - "blinder Gehorsam und Treue" - "Ehrenkodex und Standesethos" - "Krieg als Selbstzweck" - "Verachtung des Lebens" – "Verherrlichung des Todes" - "Harakiri". Ganz in diesem Geiste des Nicht-Beteiligtseins, der typisch für das Bewusstsein eines indischen "Yogikriegers" ist, versuchte sich Rudolf Höß, Lagerkommandant von Auschwitz, jenseits seiner selbst zu stellen, während er sein grauenhaftes Handwerk verrichtete: "Es gab für mich kein Entrinnen. Ich musste den Vernichtungsvorgang, das Massenmorden weiter durchführen, weiter erleben, weiter kalt [!] auch das innerlich zutiefst Aufwühlende mit ansehen."[/I] [url]http://www.trimondi.de/H-B-K/deba.hi.06.htm[/url] wohl dem, der fühlen und mitfühlen kann und will und seinen eigenen (auch übernommenen) schmerz annimmt, statt ihn -- wie was fremdes, ausgegrenztes, befeindetes -- auf andere zu projizieren. salve |
| Sintra | Ich finde es trotzdem auf eine Art befreiend wenn man nichts spürt obwohl man eigentlich was spüren sollte. Dadruch werden einige sachen die man sonst nicht so recht vertragen will verträglicher. Habt ihr eigentlich schon mal so einen Zustand durch Medis erreicht. Ich mein jetzt so einen Nerven blocker, so eine Art "scheißegal" tabletten. |
| Lady_Baphomet | [QUOTE]"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit." [/QUOTE] da stimme ich zu. liebe bedeutet, (unter vielem anderem) sich um jemanden zu sorgen und ihm starke, positive gefühle entgegenzubringen. auch wenn man hasst, beschäftigt man sich ja mit der betreffenden person, und bringt ihr gefühle entgegen (eben negative) ... beides trifft aber auf gleichgültigkeit nicht zu. gleichgültigkeit kann schlimmer sein als hass ... [QUOTE]Kontrolliert ihr dann nur die Gefühle nach außen oder auch die inneren Gefühle.[/QUOTE] also ich für meinen teil bin unfähig, meine inneren gefühle tatsächlich zu kontrollieren. ich kann sie mal mehr oder mal weniger zulassen, kann sie verdrängen, aber nicht auslöschen oder künstlich erzeugen - das hieße, mich selbst zu belügen! was ich verdrängt habe kehrt (leider) immer irgendwann (oft jahre später) umso intensiver zurück und was ich mir künstlich einrede hat keinen wirklichen wert ... was ich allerdings umso besser kann, ist meine gefühlesregungen nach außen hin zu kontrollieren. wenn ich es nicht will, bekommt auch niemand wirklich mit, wie es mir geht ... ich kann mich recht gut beherrschen und z.b. wut einfach nicht zeigen ... |
| Sanna I.S.P. | @Sintra: ich versuchte zumindest, auch die inneren zu kontrollieren; nach aussen hin, also nur die sichtbare reaktion des inneren, ist es leicht, kalt zu wirken, und man bekommt eventuell schnell ein gefühl von überlegenheit. wenn man innerlich dann kalt wird, erkennt man die arroganz, die einen verführte, und bereut vielleicht so manches... [QUOTE]Ich finde es trotzdem auf eine Art befreiend wenn man nichts spürt obwohl man eigentlich was spüren sollte. [/QUOTE] befreiend? versteh ich nicht, muss ich zugeben. befreiend wäre es, vor wut laut zu brüllen, oder in ein herzliches lachen miteinstimmen zu können, ... ja, DAS wäre für mich befreiend. und nein, ich zumindest, habe noch nie solcherlei medikamente bekommen. |
| Sintra | @ Sanna: Ich finde es nur deshalb so befreiend wenn ich mich anschaue wie ich vor ca 2 Jahren auf manches reagiert habe und jetzt... lässt es mich einfach kalt, weil ich nichts fühle bzw. ich die gefühle die ich eigentlich in der Situation haben sollte unterdrücke oder schnell abbaue. Eins verstehe ich aber auch nicht, wenn man seine Gefühle wie schon so oft beschrieben unterdrückt wird man Arrogant obwohl man das nie vorhatte. |
| Lady_Baphomet | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sintra [/i] [B]@ Sanna: Ich finde es nur deshalb so befreiend wenn ich mich anschaue wie ich vor ca 2 Jahren auf manches reagiert habe und jetzt... lässt es mich einfach kalt, weil ich nichts fühle bzw. ich die gefühle die ich eigentlich in der Situation haben sollte unterdrücke oder schnell abbaue. [/B][/QUOTE] das kann ich wiederum verstehen, dass es "erleichternd" ist, seinen gefühlen nicht ausgeliefert zu sein, bzw negative gefühle nicht zu haben ... [QUOTE]Eins verstehe ich aber auch nicht, wenn man seine Gefühle wie schon so oft beschrieben unterdrückt wird man Arrogant obwohl man das nie vorhatte.[/QUOTE] das finde ich nicht ... warum sollte man arrogant werden? weil andere das nicht können? ich wäre eher neidisch auf diejenigen, die mit ihren gefühlen umgehen können - sie weder unterdrücken, noch übertrieben fühlen müssen ... |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Eins verstehe ich aber auch nicht, wenn man seine Gefühle wie schon so oft beschrieben unterdrückt wird man Arrogant obwohl man das nie vorhatte.[/QUOTE] ich meinte damit nicht, die gefühle intern sozusagen zu unterdrücken, sondern nach aussen hin keine zu zeigen. man wirkt dann so unnahbar, irgendwie stark, unverletzlich, entrückt ... so habe ich das zumindest immer gesehen, und das führt zu einer gewissen überheblichkeit. wenn andere das anders erleben/erlebt haben, ist das natürlich möglich, und ich werde es nicht als falsch abwerten. [QUOTE]Ich finde es nur deshalb so befreiend wenn ich mich anschaue wie ich vor ca 2 Jahren auf manches reagiert habe und jetzt... lässt es mich einfach kalt, weil ich nichts fühle bzw. ich die gefühle die ich eigentlich in der Situation haben sollte unterdrücke oder schnell abbaue.[/QUOTE] ich hänge da schon so lange dran, und ich merke einfach, wie leer es ist, wenn man die vielen dinge nicht mehr mitbekommt, die einem eben die gefühle vermitteln. das problem ist, dass ich das nicht bewußt mache (nämlich die gefühle zu unterdrücken), sondern dass das mit der zeit "von allein" von statten ging. |
| halfbee | ich hab den tread etz nich ganz durchgelesen aber zum thema: ich denke ich kann meine gefühle nich mal ansatzweise kontrollieren.was ich kann ist,sie nicht zu zeigen.ich finde das sehr wichtig aber man kann sie eben dann auch nicht razuslassen und sie werden immer intensiver je länger man sie unterdrückt... gefühle zu kontrollieren muss wirklich praktisch sein.ich würde gerne kontrollieren können wen ich liebe und wen nicht.und eifersucht,die würde ich gerne kontrollieren können. aber generell denke ich dass das eigentlich nicht möglich ist.gefühle gehören zum menschen.man kann das leider nich ändern. |
| LaChatte | [QUOTE]also ich für meinen teil bin unfähig, meine inneren gefühle tatsächlich zu kontrollieren. ich kann sie mal mehr oder mal weniger zulassen, kann sie verdrängen, aber nicht auslöschen oder künstlich erzeugen - das hieße, mich selbst zu belügen! was ich verdrängt habe kehrt (leider) immer irgendwann (oft jahre später) umso intensiver zurück und was ich mir künstlich einrede hat keinen wirklichen wert ... [/QUOTE] Das ist ja auch nicht das Ziel der Sache... Ziel sollte eher sein, zuerst mal genau zu fühlen, was da überhaupt ist, und nachher in Freiheit eine Entscheidung zu treffen, wie du aufgrund dieser Wahrnehmung handeln willst. |
| sixthsense | hm, ich denke kaum, das man seine gefühle einfach mal so abschalten kann. irgendwann bricht alles sicher mal aus einem heraus oder man kriegt irgendwann mal die krise. ich habe selber mal versucht meine gefühle zu verdrängen, aber wie? ausserdem ist es immer gut sich auf sein gefühl zu verlassen, denke ich. lg |
| grazia | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Ziel sollte eher sein, zuerst mal genau zu fühlen, was da überhaupt ist, und nachher in Freiheit eine Entscheidung zu treffen, wie du aufgrund dieser Wahrnehmung handeln willst. [/B][/QUOTE] lachatte, wenn das so einfach wäre. SOLLTE-ziele schmecken mir nicht. die frage ist: KANN der mensch fühlen, WILL er fühlen und HÄLT er seine untergebutterten gefühle lange genug AUS, bis sie sich WANDELN können. sexuell missbrauchte und geschlagene kinder gehen in ff überlebensstrategien: dissoziation (abspaltung, das bin nicht ich, das passiert grad garnicht) verdrängung (nein, sowas kann nicht sein, stimmt garnicht) identifikation mit dem aggressor --> umschwung zum täter an schwächeren. die FREIHEIT der entscheidung ist ein gehätscheltes kind des westlichen denkers. die moderne hirnforschung stellt die willens´freiheit´ in abrede. der unbewusste gefühlsriesenanteil trifft im wesentlichen die entscheidungen. diesen partiell bewusst gemacht durch KANN, WILL, STANDHALTEN sehe ich als weg, nicht um gefühle zu kontrollieren, sondern ihre treibstoffenergie teilweise zu kanalisieren, zu WANDELN. salve |
| LaChatte | Schreib statt "sollte" vielleicht "Basis für ein erfülltes, sinnvolles Leben ist, wenn du dir deiner Gefühle in zunehmendem Masse bewusst wirst und du mehr und mehr lernst, in Freiheit eine Entscheidung zu treffen." [QUOTE]die moderne hirnforschung stellt die willens´freiheit´ in abrede.[/QUOTE] tun sie, tun sie... allerdings: wenn diese Idee konsequent durchgedacht wird, müssten wir alle Gesetzbücher abschaffen, denn wir sind ja nur ferngesteuerte Roboter. Die Implikationen dieser Ansicht würde unsere ganze Welt völlig auf den Kopf stellen, und das auf eine ungute Art. Und sie liefert bequeme Entschuldigungen der Art "ich kann nichts dafür, ich hab ja eh nichts zu sagen." Die Frage ist dann noch: wer ist es denn, der steuert? |
| Coma Kitten | Ich habe auch schon versucht, meine Gefühle zu ignorieren, mir einzureden, dass ich eine Person nicht liebe, sie nicht lieben kann, weil sie mich verletzt hat, aber ich persönlich jedenfalls bin nicht in der Lage, Dinge wie diese zu verdrängen. Sie sind immer in meinem Hinterkopf. Ich kann zwar alles belassen, wie es ist, aber ich weiß immer, dass ich entgegen meiner Gefühle handle. Und nur hoffen, dass sie irgendwann von selbst verschwinden. Gegenüber anderen kann man seine Gefühle überspielen, lächeln, wenn man sich eigentlich furchtbar fühlt, aber man fühlt sich im Inneren trotzdem noch genauso. Nein, man selbst steuert seine Gefühle nicht, das alles resultiert aus äußeren (Edit: oder persönlichen/inneren) Einflüssen. |
| Lady_Baphomet | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Das ist ja auch nicht das Ziel der Sache... Ziel sollte eher sein, zuerst mal genau zu fühlen, was da überhaupt ist, und nachher in Freiheit eine Entscheidung zu treffen, wie du aufgrund dieser Wahrnehmung handeln willst. [/B][/QUOTE] ja, das wäre wohl am "gesündesten", da geb ich dir recht! aber manchmal wünscht man sich eben, manche dinge gar nicht erst fühlen zu müssen (z.b. trauer, eifersucht, liebe, schmerz ... ) ... ich wollte damit aber nicht sagen, dass ich absichtlich versuche, meine gefühle auszuschalten oder umzupolen ... nur ab und an wünscht man sich eben, man könnte es (ich zumindest) ... das mit der "entscheidung in freiheit": gerade die eigenen gefühle stehen einem da eben oft im weg! man kann vor wut oder verliebtheit oder was auch immer manchmal eben lange zeit nicht klar denken! ich finde das sehr schwer, sich (für die zeit, die man zum nachdenken braucht) von den eigenen gefühlen zu trennen! wenn das jemand kann, finde ich das bewundernswert! |
| Dokuro | Ich denke nicht das man Gefühle derartig klassifizieren kann das man wirklich sagen kann das das eine das Gegenteil des anderen ist. Wir geben ihnen Namen um sie begreifen zu können, sagen zu können Liebe ist gut und Hass ist Böse, doch funktioniert das nur mit den Namen die nichts mit der sache selbst zu tun haben sondern nur unser versuch sind sie greifbar zu machen. Genau das Gleiche mit der kontrolle, Gefühle sind nicht greifbar, sie existieren nicht so wie wir existenz klassiefizieren sie haben keine Form, keine genauen verhältnisse sie haben keine Gesetze, Sie sind eher wie Nebel und Wasser in der schwerelosigkeit(was sie widerum nicht genau Trift weil es wieder nur Worte sind). Es gibt keine Grenzen, keine Schwarz kein Weiß keine abstufungn der Grau und Farbtöne, wenn man versucht sie mit Farben zu erklären(z.B. Liebe=Rosa, Hass=Schwarz, Wut=Rot). Der begriff Kontrolle kann nicht mit ihnen in verbindung gebracht werden da sie nicht nach solchen Gesetzen Funktionieren. Um mit Gefühlen "Arbeiten" zu können muss man alles vergessen was man zu Wissen glaubt, den die welt der Gefühle kann man nicht verändern wenn man versucht sie in greifbarem zu sehen wie blumen farben Menschen Monstern, auf diese Art des denkens sprechen sie nicht an, sondern man versucht die eigene wahrnehmung der Gefühle zu verändern und sie so zu unterdrücken. Ich kann das nicht näher mit worten erklären, sie reichen nicht aus. Diese unterhaltung über die Bezüge zwischen Gefühlen ist völlig sinlos da es so was nicht gibt, wir bilden es uns nur ein weil wir begreifen wollen. Das hab ich jetzt begriffen, ich war gefangner meiner eigenen Illusion der Kontrolle:( . @ Sanna I.S.P. : Viele glauben nichts Menschliches mehr in sich zu haben, doch ist sogar das Menschlich. Wen man wirklich alles Menschliche ablegt verfällt man dem Chaos, keine Rgeln keine Gesetzte kümmern einen mehr, keine Gefühle behindern einen noch wirklich. So glaub ich ist das Anfangstadium, doch wie sich danach alles entwickelt weiß ich nicht, da ich noch nie von jemand gehört habe dem das Gelang. Vieleicht wird man wahnsinig und wir in die Psychtrie eingeliefert, vieleicht wird man zum Massenmörder, vieleicht Depressiev oder vieleicht wird man zu einem sanften freundlichen wesen. Man kann zu sonstwas werden glaub ich aufjedenfall wird es eine Absulutes extremes den selbst der Kranesete(für manche Hitler, für andere man selbst) oder Frommeste(z.B. Papst, Mutter Teresa) ist noch Menschlich und das nicht Menschlich liegt außerhalb dieser Grenzen. Ich habe meine Menschlichkeit nicht wirklich gehasst, ich hoffte nur durch das kurzzeitige ablegen dieser und meiner Gefühle endlich einen Uralten Schmerz abzulegen der mich immerwieder einholt. Es ist komisch das Genau dieser Schmerz und die damit verbundenen Gefühle mich davon abgehalten haben meine Menschlichkeit abzulegen. Ich will meine Gefühle nicht unterdrücken, ich möchte mich nur kurz von Freude Trauer und langeweile willentlich erholen können und sie nicht vernichten. Es stimmt ja das sie einen großen Teil der Lebensqualität ausmachen und es so lebenswert machen, aber die erfahrung wie es ohne sie ist will ich unbedingt machen und vieleicht gefällt es mir ja. Doch leider stehe ich jetzt fast wieder am Anfang. |
| filthkid | Also ich bin der Meinung Gefühle kann man nicht kontrollieren aber man kann versuchen sich selbst ( wenn es einen gefühlsausbruch gibt) unter kontrolle zu halten,das hat man ja mal mehr oder weniger in eigenen erfahrungen gelernt! Aber Gefühle kommen ja oft unverhofft und man kann nur darauf reagieren, ich hoffe ihr versteht wie ich das meine!!!:) |
| Sanna I.S.P. | @Dokuro: tja, heute bin ich da auch schlauer, was mir allerdings nicht wirklich weitergeholfen hat. dabei muss ich an dieser stelle einfach auch mal sagen, dass das, was ich hier zum teil gesagt bekommen habe, schon etwas augenöffnend gewirkt hat; in diesem sinne: danke LaChatte. wie es nun wirklich ist, völlig ohne gefühle zu leben, tja, schwierig vorzustellen; ich tendiere aber eher dazu, eine enorme und absolute gleichgültigkeit als resultat zu nennen. für mich und mein verständnis sind die gefühle das chaotische. ohne sie erlebt man keine stimmungen, keine gefühlsschwankungen. [QUOTE]Ich habe meine Menschlichkeit nicht wirklich gehasst, ich hoffte nur durch das kurzzeitige ablegen dieser und meiner Gefühle endlich einen Uralten Schmerz abzulegen der mich immerwieder einholt.[/QUOTE] hm, ich glaube, dass das so nicht funktioniert, meine meinung. "übel" an der wurzel packen; ev. aufarbeiten, und herausbekommen, warum es immer wieder "hochkommt". |
| LaChatte | Bitte, ist ja gern geschehen. Ich habs mal so weit gebracht, meine Gefühle nicht mehr wahrzunehmen - keine mehr zu haben, geht ja nicht, nur, sie zu verdrängen - und ich gebe Sanna recht, da ist einfach Gleichgültigkeit, es geht dich überhaupt nichts mehr an, wie es dir geht, die Welt wird grau, nichts interessiert mehr, ich funktionierte einfach noch - Arbeit, nach Hause, schlafen, Arbeit. Udn wieder zu lernen, wahrzunehmen, was da ist, war gar nicht so einfach. Ich finds blöd wenn dich jemand fragt "wie geht es dir?", und die korrekte Antwort heissen müsste "ich weiss nicht." |
| Dokuro | Das Übel an der Wurzel packen, ein Rat wenn man es schaft ihn zu bevolgen so ziemlich alles lösen kann. Ich werd darüber nachdenken. Gleichgültigkeit. Ich denke persönlich da ist dann noch mehr. Wenn man sich die Gefühlswelt als eine mit Wasser Gefühlte Kugel vorstellt, in der eine Nadel schwimmt und die Schwerelos ist das Wasser die Gefühle und die Nadel der Mensch ist, und das außerhalb der Kugel die Umwelt dann wäre es ja so: Das Wasser verändern(durch Einflüsse von außen) bewust die Richtung in die die Nadel zeigt wenn sich die Gefühle ändern. Sie gibt so den zustand des Menschen an. Folglich würde die Nadel bei einem Normalen Mensch sich immer bewegen. Wenn die Nadel im Zentrum immer unbeweglich liegen würde wäre das Gleichgültigkeit. Doch die Gefühle müssten Still stehen um diesen Zustand zu erreichen, also müsste das Wasser völlig Starr sein damit sich diese Nadel nicht mehr bewegt. Aber das Wasser ist immnoch da, folglich kann Gleichgültigkeit nicht das Fehlen von Gefühlen sondern nur der Stillstand von Gefühlen sein die nur eine Veränderung verhindern. Hätte man keine Gefühle mehr wäre die Kugel lehr. Wie würde sich die Nadel verhalten? |
| dark-chaot | Ich glaube nicht daran, dass es Menschen gibt, die es schaffen ihre Gefühle vollkommen zu unterdrücken, oder mächtig über sie zu sein. Ich bin an sich ein sehr emotionaler Mensch, für die die mich kennen. Ich lache viel, bringe viele zu lachen. Fremde kennen nur meine "lachende" Seite. Eine ander zeige ich ihnen nicht. Dennoch kann ich dies nicht "meine gefühle unter Kontrolle haben" nennen. Egal wie schlecht es mir geht, immer wird man mich freundlich und lachend sehen. Ausnahmen bilden nur meine Freundin und meine Familie. Würde ich meine Gefühle kontrollieren können, so könnte ich sie vor jedem verstecken. Das kann ich nicht. Jeder fühlt immer irgnewas. Das Umfeld spielt dabei, denke ich, eine große Rolle. Wenn jemand denkt er könnte sein Gefühle kontrollieren und z.B. auf Kommando sich in jemanden verlieben, so belügt er sich. Und er weiß es. Nicht einmal der beste Lügner könnte es mit sich selbst machen,oder *lacht* Gleichgültigkeit als Stillstand der Gefühle? gefällt mir sehr gut!!! die beschreibung meine ich. wirklich sehr gut. darüber werde ich mir gedanken machen :) |
| Sanna I.S.P. | @LaChatte: ach so, das hätte ich aber nicht von dir gedacht. ja, diese blöde "wie gehts" frage ... brrrrrr, ausweichende antworten helfen da recht gut. @Dokuro: [QUOTE]Folglich würde die Nadel bei einem Normalen Mensch sich immer bewegen. Wenn die Nadel im Zentrum immer unbeweglich liegen würde wäre das Gleichgültigkeit. Doch die Gefühle müssten Still stehen um diesen Zustand zu erreichen, also müsste das Wasser völlig Starr sein damit sich diese Nadel nicht mehr bewegt. Aber das Wasser ist immnoch da, folglich kann Gleichgültigkeit nicht das Fehlen von Gefühlen sondern nur der Stillstand von Gefühlen sein die nur eine Veränderung verhindern. Hätte man keine Gefühle mehr wäre die Kugel lehr. Wie würde sich die Nadel verhalten?[/QUOTE] jaja, metaphern ... vorgenommene selektionen ... aber egal, stell dir vor, das wasser gefriert. (mehr sag ich dazu nicht, da du mit dem was du veranschaulichen wolltest, durchaus nicht unrecht hast.) edit: @dark-chaot: [QUOTE] .Jeder fühlt immer irgnewas. Das Umfeld spielt dabei, denke ich, eine große Rolle. Wenn jemand denkt er könnte sein Gefühle kontrollieren und z.B. auf Kommando sich in jemanden verlieben, so belügt er sich. Und er weiß es. Nicht einmal der beste Lügner könnte es mit sich selbst machen,oder *lacht* [/QUOTE] jeder? immer? wirklich? bist du dir da ganz sicher? KANNST du dir da ganz sicher sein? wer sprach den von "auf kommando"? um etwas so kompliziertes (für den verstand) wie gefühle "nachzubauen" oder zu entfachen, braucht es unter anderem eine menge zeit. der beste lügner ... der beste lügner ist der, der nicht weiß, was an ihm und von ihm lüge und was wahrheit ist - und da kommen schon allerhand seltsame dinge zustande. |
| Lord of Darknes | Ihr vertrete zu großer Mehrheit die Ansichtsweise, dass man nicht nichts fühlen kann, soweit gebe ich euch recht, es ist unmöglich nichts zu spürren, jedoch kann cih seelisch tot sein, das einzige Gefühl was einem am Leben hält ist der Schmerz, man kann nicht ohne Gefühle leben, es geht einfach nicht, es gibt trotzdem leute die genau dies tun, bzw sieht es fast so aus...... der schmerz ist der ausglich, sozusagen der Preis den man zu zahlen hat, wenn man nichs fühlen will..... ein paar Narben, mehr nicht, das scheint doch ein erstaunlich geringer Preis zu sein, ein für alle mal alle Gefühle los..... wer's glaubt, man geht dran kaput, kurzzeitig kann na es aushalten, über längere Zeit kommt der Schmerz, und am schluss???? Grundsätzlich sage ich das es möglich ist, doch wir menschen sind nicht geschaffen/gemacht/haben usn entwickelt um solche Wesen zu sein, wir fühlen, weil Gefühle uns helfen sollen, sie sind wie unsere Nieren, sie filtern, doch wenn sie ausfallen bracuht man ersatz sonst stirbt man über kurz oder lang.....der Schmerz ist kein guter Ersatz... aber ein möglicher... |
| grazia | einige gedanken zum unumgänglichen schmerz, wenn fühlen wieder sein darf, unumgänglich ist. gefühle sind wie wasser, ein endloser, sich stets wandelnder strom. sie bleiben nicht die gleichen, wenn angenommen. wenn nicht, sind sie wie eis, gefroren. [I] Das Gefühl des Alleinseins ist das schmerzhafteste Gefühl, das wir erleben können. Es verursacht so tiefe Qual, dass wir alle danach streben, uns vor diesem Gefühl zu schützen. Wenn unsere Eltern uns als Kinder ablehnten, tadeln, verlassen, misshandeln oder gar missbrauchen, dann ist der Schmerz darüber so unerträglich, dass der innere Erwachsene den Kontakt zum inneren Kind abschneidet, um diese Gefühle nicht zu spüren. Dann fühlt sich das innere Kind nicht nur einsam und allein auf der Welt, sondern es fühlt sich auch in sich selbst allein und leer; es gibt niemanden, keinen Anteil seiner Persönlichkeit, der es vor den Verletzungen der anderen beschützt. [...] S. 22 Die Angst vor dem Schmerz des Kindes Der tiefste Schmerz, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, ist das Alleinsein, die Einsamkeit und die erschütternde Erfahrung der Machtlosigkeit im Hinblick auf jene Gefühle, die wir in unserer Kindheit erlebten. Unsere gesamte Verrücktheit wird dadurch verursacht, dass wir uns weigern, diese Gefühle zu erleben. Alle unsere Ego-Schutzmaßnahmen entstehen aus dieser Angst vor jenem Schmerz. Unsere tiefste Einsamkeit, die nur "durch einen anderen überbrückt werden kann", vermag nicht zu heilen, bevor wir nicht die Brücke in uns selbst bauen, die Verbindung zwischen unseren Erwachsenen und unserem Kind. Die Liebe eines anderen kann erst in unser Herz gelangen, wenn es offen dafür ist. Bis Sie sich mit Ihrem Schmerz konfrontieren, werden Sie sich gegen ihn schützen, und Ihr Herz wird solange vermauert sein. S. 162 [/I] »Aussöhnung mit dem inneren Kind«, Erika J. Chopich und Margaret Paul, Übersetzung: Angelika Bardeleben, Ullstein Verlag 1990 [I] "Keiner ist verantwortlich für das, was du fühlst! Wir werden nur immer von ganz bestimmten Menschen und Situationen auf unsere inneren Verletzungen gestoßen und somit schmerzlich an die Wunden erinnert, die wir bereits geheilt glaubten. Solche Menschen mögen dir zwar als Feinde erscheinen, können aber tatsächlich eine große Hilfe sein, wenn du ihr Wirken nicht zu persönlich nimmst, sondern lieber registrierst, was genau an ihren Worten, ihrer Gestik oder Mimik diese verwirrenden Gefühle ausgelöst hat. Es ist deshalb ganz wichtig zu erkennen, was die Auslöser sind." [/I] S. 82 »Die Heilung der Inneren Frau – Sieben Schritte zur Selbstbefreiung des Weiblichen«, Gayan S. Winter salve |
| Sanna I.S.P. | hm, irgendwie kommt mir das alles recht bekannt vor, diese weisheiten meine ich; liege ich da so falsch, wenn ich aufgrund meiner erfahrung annehme, dass diese erkenntnis auch daraus hervorgehen wird, wenn man beizeiten (oder vielleicht auch etwas länger) ein oder zwei augen nach innen, anstatt nach aussen richtet? einfach angenommen, es stimmt so, wie in den stellen, die du ... grazia (:)) hier zitierst (und irgendwie klingt es ja einleuchtend) - es ist eine verfluchte sache, ein wahrlicher teufelskreis: man verbarrikadiert sein herz, panzert es, um dieses "verlassen werden" nicht mehr erleben zu müssen - nichts desto trotz führt dies genau zu dieser einsamkeit, dem "allensein". ich sehe diesen ausweg nicht, noch nicht einmal in der theorie! ich verstehe es einfach nicht, aber vermutlich bin ich einfach zu sehr in diese problematik verstrickt ;) . es ist die angst, die das herz verschnürt, die angst vor dem verlassen werden, vor der einsamkeit (@LaChatte: zum glück erinnere ich mich an worte, auch wenn ich sie nicht galuben möchte, wenn ich sie höre ...)? |
| grazia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]man verbarrikadiert sein herz, panzert es, um dieses "verlassen werden" nicht mehr erleben zu müssen - nichts desto trotz führt dies genau zu dieser einsamkeit, dem "allensein". [/B][/QUOTE] sanna, wir menschen sind fundamental allein UND soziale wesen. all-eins ist ein wohltuender freier zustand. ein einsamer ist ein ertrinkender, der einen anderen einsamen ausbeuten könnte. es ist tatsächlich wie ein teufelskreis, aus dem sich münchhausen beim schopf packen darf. wer nicht fühlen kann/will, landet im Sucht-Gewalt-Missbrauchs-Tabu-Muster. folgenden text, der vlt nicht ganz passend ist, hab ich mal zu diesem komplex geschrieben: Wer das Schweigen bricht, bricht aus dem Sucht-Gewalt-Missbrauchs-Tabu-Zyklus aus - und zahlt dafür einen entsprechend hohen Preis. Der Gewinn ist - nach langem Ringen/Entug - die Selbstbestimmung, Eigenverantwortung samt All-Einssein. Ich komme gut mit dem Konzept der Heiligen Wunde (aus den Ureinwohnerkulturen) klar. Demnach sind die Eltern die ´natürlichen Feinde´ der Kinder und es ist ihre `Pflicht´, ist ´unabdingbar´, Kindern die jeweilige ´Heilige Wunde´ zuzufügen, wie zB früher Tod eines Elternteils, Scheidung, Alkoholismus, Vernachlässigung, autoritäre Strenge, das enge Familiengewissen. Aus dem Mann-Frau-Training, das eigentlich ein Elternbeziehungs-Training von Ron Smothermon ist, kenne ich die Formel: Deine Eltern schulden dir GARNIX außer dein Leben - und genau das haben sie dir bereits gegeben. Die übrigen Ansprüche von Betreuung usw an sie zu stellen, ist ein Luxus, den Eltern tw - je nach ihrem Entwicklungsgrad- erfüllen. Sie geben Geschenke, angenehme und unangenehme. Als Erwachsene bist du es, die deinem inneren Kind, das Entbehrte zurückgeben kann und die die Sünden der Väter-Mütter, Großväter-Großmütter, Urgroßväter-Urgroßmütter neutralisieren kann, wenn sie will und fähig und bereit ist, die damit verbundenen Schmerzen auszuhalten. With the help from some friends und genügend Energie (nicht zu vergessen). Es heilt nicht derdie TherapeutIn an sich, auch nicht die Familienkonferenz, sondern die jeweilige innere Bereitschaft-Fähigkeit, dich deiner eigenen heiligen Wunde in geeigneter bzw. vorhandener Umgebung zu stellen. Es ist DEINE ganz allein, denn du spürst sie. Sie ist der Stachel im Fleisch, der dich anregen könnte, dich aus der Enge eines ´guten´ Familiengewissens und eines ´guten´ nationalen Kollektivgewissens und eines ´guten´ Weltanschauungsgewissens deiner Rasse und Religion zu entwinden, sofern dieser Stachel tief genug spürbar ist und du das Können, den Willen und die Disziplin aufbringst, diese Wunde auszubrennen, dich (und andere?) radikalzärtlichfreizulieben aus den Banden der Familie, des Kollektivs und den einsamen Weg beschreitest zu SELBST-Bewusstsein versus Rudel-Massen-Bewusstsein zu entwickeln. Willst du das wirklich? Dann viel Segen und Gnade und wenig Bitterkeit und Schuldzuweisung, während du Anklage erhebst. Die wirklichen Freunde, die Seelenbegleiter, die Suchtentziehungsunterstützer stellen sich meiner Erfahrung nach im Lauf der Zeit ein. Doch auch da tut es not zu sieben, die Geister zu unterscheiden. Es gibt neue Elternbilder, Mentoren. Sie könnten sich wiederum als ´böse Wölfe´ erweisen, die sich aus deiner Bedürftigkeit ernähren. Als ich aus Mehrfachkulterfahrungen (Thema spirituell süchtige Ersatzfamilien) genesen bin, konnte ich nicht mit tiefstem menschlichen Beistand rechnen. Meine Eltern haben mir damals jedoch das Dach über dem Kopf, das Essen und die Kleidung gegeben plus ihr Unverständnis plus ihr Seinlassen(können) - Danke dafür. Ich habe weder kirchlichen, staatlichen noch therapeutischen Beistand gesucht. ich konnte nicht mehr zu Gott, dem Vater beten, der für mich auch in Frage stand, denn ich stellte in einer spirituellen Existenzkrise mein ganzes Sein und Nichtsein in Frage. Dennoch habe ich Hilfe aus der Geistigen Welt empfangen. Gespürt habe ich sie seinerzeit zwar nicht. Diese Erfahrungen haben mich veranlasst, auch das vorhandene Gottesbild in Frage zu stellen und mitzuerneuern. Gott+Eltern haben uns das Leben-Anfang geschenkt - mehr SCHULDEN sie uns nicht. Kinder+Gott können Eltern+Gott den Tod-Ende schenken. Dann ist ein Kreis erfüllt und es hört auf, damit es neu beginnen kann. Siehe, ich mache alles neu. salve |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Es ist DEINE ganz allein, denn du spürst sie. Sie ist der Stachel im Fleisch, der dich anregen könnte, dich aus der Enge eines ´guten´ Familiengewissens und eines ´guten´ nationalen Kollektivgewissens und eines ´guten´ Weltanschauungsgewissens deiner Rasse und Religion zu entwinden, sofern dieser Stachel tief genug spürbar ist und du das Können, den Willen und die Disziplin aufbringst, diese Wunde auszubrennen, dich (und andere?) radikalzärtlichfreizulieben aus den Banden der Familie, des Kollektivs und den einsamen Weg beschreitest zu SELBST-Bewusstsein versus Rudel-Massen-Bewusstsein zu entwickeln. [/QUOTE] vielleicht tue ich das, vielleicht mache ich mir auch nur etwas vor - das kann ich nie wirklich ganz unterscheiden. tatsache ist, dass es jetzt für mich etwas unverständlich klingt, und ich zugegebenerweise einige zeit brauchen werde, bis ich das mit dieser "heiligen wunde" verstehe, denn spontane gedanken dazu können sich als recht trügerisch erweisen. [QUOTE]Willst du das wirklich? Dann viel Segen und Gnade und wenig Bitterkeit und Schuldzuweisung, während du Anklage erhebst. Die wirklichen Freunde, die Seelenbegleiter, die Suchtentziehungsunterstützer stellen sich meiner Erfahrung nach im Lauf der Zeit ein. Doch auch da tut es not zu sieben, die Geister zu unterscheiden. Es gibt neue Elternbilder, Mentoren. Sie könnten sich wiederum als ´böse Wölfe´ erweisen, die sich aus deiner Bedürftigkeit ernähren.[/QUOTE] segen, ja segen ... vielleicht ist das ein geschenk, das ich erhalten habe, auch wenn ich nicht weiß, von wem. anklage, ist die denn nötig? du meinst nicht gegen sich selbst - du beschreibst das kind als unschuldig, verstehe ich dich da richtig, oder interpretiere ich zuviel? und sucht, ich verstehe nicht. zum sieben ... man braucht nicht zu sieben, wenn man alles und jeden ausschlägt (aber deine antwort kann ich aus den betirägen schon herauslesen). elternbilder, mentoren ... sowas hatte ich eigentlich nie, zumindest nicht, seitdem ich denken kann, und mich erinnere - ich hielt mich an abstraktem, das ist weder einfach noch befriedigend, aber naja. |
| Dokuro | @ dark-chaot: Sehr fraglich ob es niemanden gibt oder ob es nie jemanden gab der seine Gefühle zu 100 unter kontrolle hatte. Meine Formulierungen sind nicht immer sehr glücklich, aber ich denke mit dem Stillstand hab ich es gut getroffen. @Sana I.S.P: Ich verstehe nicht worauf du mit dem Gefrieren hinaus willst, das Wasser muss nicht gefrieren um still zu stehen(das ganze soll ja nicht Physikalisch einwandfrei sein, sondern das ganze gut verbildlichen). Ich warte aber immernoch auf eine antwort auf meine frage: Wie würde sich die Nadel verhalten wenn kein Wasser mehr da wäre das es steuert? |
| fenny snakes | Ich habe es einmal geschafft, ein negatives Gefühl einfach loszuwerden, indem ich mich gefragt habe "was tu ich hier eigentlich? Dieses Gefühl habe ich mir eigenhändig und völlig freiwillig gezüchtet, ja bin ich denn blöd?" (es war eine blödsinnige Urlaubsverliebtheit) Und der Beschluss, sich von diesem Gefühl zu lösen, funktionierte augenblicklich und war von einem Energiestoß durch den ganzen Körper und einem unglaublich rauschhaften Gefühl der Freiheit begleitet. Nur: das geht halt nur bei schwachen Gefühlen. Gefühle sind halt immer mit Botenstoffen verbunden, die dann im Körper umherschwirren, und die müssen erst mal wieder abgebaut werden. Die Yogis können das doch so gut, dass sie sogar körperliche Schmerzen unterdrücken können. Also, wenn es körperlich geht, dann geht es rein technisch mit Meditationstechniken und Yoga auch seelisch. Aber: Warum willst du das eigentlich? Hast du so viele negative Gefühle, die keinen eigentlichen Zweck haben, sondern die nur behindern und unglücklich machen, und ohne die du besser dranwärst? |
| Sanna I.S.P. | @Dokuro: [QUOTE]Wie würde sich die Nadel verhalten wenn kein Wasser mehr da wäre das es steuert?[/QUOTE] du kennst die antwort, warum willst du sie nicht selbst aussprechen? sie würde fallen, auf den boden der kugel, könnte nicht mehr umherschwimmen, irgendwo im raum. aber auch wenn das wasser still steht, ist dies umherschwimmen unmöglich - stillstand bedeutet tod - das wasser "steht ab", wird zu brackwasser, sinnbild für moder und verfall. frost, eis und kälte ... das gefrieren verhindert die bewegung, bringt stillstand ohne verfall. zwar tritt der tod ebenso ein, doch kann man sich bis zu einem gewissen grad daran gewöhnen, und irgendwann sind dann mehr eisschollen als wasser da. ich lege hier keinen wert auf physikalische richtigkeit - nichts desto trotz, lässt sich das beispiel weiter ausdehnen, als du es im ersten augenblick vielleicht dachtest. |
| Dokuro | @ Sana I.S.P: Du hast dir die angabe nicht ganz durchgelesen:( . Es geht um eine geschlossene Galskugel, in der Schwerelosigkeit (Weltraum) gefüllt mit einer Selbstständigen lebenden durchsichtigen Gedankenflüssigkeit(der einfacheit zahlbar Wasser genannt). Ich dachte mir schon das es Irgenwo ein Missverständniss gibt und habe deswegen dem allgemeinen verständiss halber diese Farge gestellt. Es stimmt das man diese Vebildlichung vielseitig verwenden kann, es gibt noch viele facktoren die man beachten müsste um das Chema der Gefühlswelt anzugleichen. @Fenny: Is mir auch schon en paar mal passiert. Desto stärker das Gefühl desto schwieriger ist es. Falls deine Frage an mich gerichtet war: Ich habe nicht viele negative Gefühle, sondern ein einziges permanentes das mich immerwieder heimsucht(das geht mir Tierisch auf den Geist :mad: ). Jetzt benutzte ich mal meine Verbildlichung * über Patent nachdenk*: Wenn jedes gefühl eine andere Flüssigkeit ist (Öl, Blut, Wasser, Scorpiongift), muss ich um sicherzugehen das eine loszuwerden die Kugel lehren und neues Wasser einfüllen(b.z.w das alte Destilieren). Ich will mich entgültig von diesem einen Verabschieden, denn es wächst in meiner Brust wie ein Geschwür immer weiter. |
| Sanna I.S.P. | @Dokuro: [QUOTE] Ich denke persönlich da ist dann noch mehr. Wenn man sich die Gefühlswelt als eine mit Wasser Gefühlte Kugel vorstellt, in der eine Nadel schwimmt und die Schwerelos ist das Wasser die Gefühle und die Nadel der Mensch ist[/QUOTE] tja, dann würde die nadel eben nicht nach unten fallen. der unterschied zwischen stillstehendem wasser und leere ist der, dass bei diesem stillstand eben noch die chance da ist, dass es sich einmal in bewegung setzt. |
| Dokuro | @ Sana: Ich denke die Nadel würde unaufhörlich in der Kugel hin und herdriften und immerwieder ans Glas stoßen und extrem empfindlich auf jeden äußeren einfluss reagieren. Das würde heißen der Mensch würde in seiner verhaltensweise unberechenbare extreme verhaltensformen durchmachen. Und ich meine nicht zwischen sehr Faul oder Hyperaktiv, sondern eher wie Satanistischer Terrorist und Papstlicher Paladin. Es stimmt das bei stillstand immer die Chance besteht in bewegung zu kommen, weil das Wasser sich Willentlich nicht bewegt. Wenn es lehr ist müsste neues Wasser eingefüllt werden, folglich ist der Mensch dann nicht mehr in der Lage sich ohne hilfe zu erholen, es sei den er hat es sich vorher Rational vorgenommen. |