| Feenschleier | Hallo. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen... ich grübele nun schon eine ganze Weile über das Thema Hass und Liebe nach. Was meint ihr, kann man nur Hassen wenn man liebt und umgekehrt??? Ich persönlich bin ja der Meinung, dass eide extremen gefühle nur dann auftreten, wenn man etwas für jemanden empfindet. Aber was ist dann Hassliebe? mmmmhhh...????????? :rolleyes: |
| Darque | Ich glaube, dass Hass auf einem Vertrauensbruch basiert und man einfach das Gefühl der Verletztheit gegen Zorn austauscht und das einzig und allein aus dem Grund, die Schmerzen zu übertünchen und nicht mehr das Leid, das die Person über einen gebracht hat spüren zu müssen. Insofern kann aus Liebe schnell Hass werden. Es stimmt auch, dass man erst ein richtiges Gefühl für Hass und Liebe bekommt, wenn man sie schon am eigenen Leib gespürt hat. |
| Kato | hass kann man nicht nur durch liebe empfinden. glaubt mir |
| Elaine | Ich denke ähnlich wie Darque... ich habe erst wirklich hassen gelernt, als ich geliebt habe. Und auch aus dem Grund heraus, dass dieser Mensch mir unendliche (seelische) Schmerzen hinzugefügt hat und ich diese umgewandelt habe in Hass. Es war meine Methode damit fertig zu werden, der Hass aber kam von ganz alleine... |
| Montrose | Wenn jemand deshalb haßt, weil er ursprünglich geliebt hat, kann denn der Haß sich dann wieder in Liebe verwandeln? |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE][I]Original geschrieben von Kato[/I] hass kann man nicht nur durch liebe empfinden. glaubt mir[/QUOTE] ich stimme Kato da voll zu - immer hört man menschen, die von liebe reden, und wie liebe in hass wechselt ... haben wirklich so viele noch nie puren, reinen hass erlebt, der auf nichts begründet liegt? es wäre praktisch das äquivalent zur "unbedingten liebe", aber ich glaube nicht, dass dieser hass unbedingt daraus hervorgeht. hass ist ebenso eine urgewalt, er besteht aus sich heraus, und benötigt nicht einmal die seelen, die er verbrennt, um weiter zu existieren (um es mal ein wenig blumig auszudrücken). meiner meinung nach kann auch jemand, der nicht liebt hassen, und umgekehrt verhält es sich ebenso. und hassliebe halte ich einfach für einen versuch, ein nicht durch worte beschreibbares verhalten/gefühl dennoch in sprachliche ausdrucksmöglichkeit zu verpacken. |
| Elaine | @ Sanna: Ich kann zumindest von mir behaupten, dass ich noch nie ohne Grund gehasst habe. Also einfach so...:rolleyes: Es war immer grundsätzlich etwas vorgefallen und meistens waren vorher Gefühle im Spiel. @ Montrose: ... bei mir war das noch nie der Fall. Wenn ich einmal hasse, dann kehrt sich bei mir nix mehr um ^^ |
| Montrose | Daß das nicht einfach geht, klar. Und daß Haß darauf beruht, daß jemand was falsch gemacht hat, auch klar. Gar keine Frage. Meine Frage war: gibt es irgendeine Möglichkeit, daß man als Gehasster vielleicht etwas gutmachen kann, daß es nochmals eine Chance gibt. Die Unumkehrbarkeit des Hasses nimmt doch dem Gehassten jegliche Chance dazuzulernen ... bzw. derjenige hatte vielleicht damals nicht so den Überblick, was er für einen Unsinn anstellt. Oder .... wenn jemand einen anderen so liebt, daß er ihn bei einem Fehltritt haßt, was ist das denn für eine merkwürdige Art zu lieben. Das ist ja dann eine Erwartung an die Unfehlbarkeit des anderen, die doch kein Mensch erfüllen kann. Wenn da ein richtig fieses Verhalten vorliegt oder jemand ein richtiggehendes Arschloch ist .. okay, dann ist Haß ein notwendiger Selbstschutz. Aber wenn derjenige sich vielleicht einfach nur geirrt hat, sich dumm angestellt hat, vielleicht selbst unsicher war ... Diese Unumkehrbarkeit des Hasses, wenn dem so sein sollte, finde ich erschreckend. Das sollte nicht so sein. |
| Elaine | Hallo Montrose, mhmmm... nu wird mir klar wie Du das gemeint hast! Natürlich liegt dieser Hass nicht begründet auf einem einzigen Fehlverhalten. Es war bei mir zumeist so, dass dieser ganze Mensch ein einziger Fehler war :rolleyes: *immer das Glück hab an solche hinzutappen*... er war ein mieses Ar***, das hab ich im Nachhinein erkannt. Wenn ein Mensch einen Fehler macht, bin ich in der Regel sehr tolerant und man kann mit mir über alles reden. Das schlägt bei mir dann auch nicht gleich in Hass um. Schliesslich ist kein Mensch perfekt. Und ich wage zu bezweifeln, dass ich keine Fehler mache! Und ich möchte deshalb ja auch nicht geich gehasst werden. Hmmm *grübel*, wenn ich so drüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass es lange braucht bis ich hasse... Eine nachdenkliche Elaine |
| deathly_silence | hass resultiert aus enttäuschung und verzweiflung. liebe hingegen basiert auf vertrauen und einem gewissen miteinander. beide gefühle haben etwas miteinander zu tun, doch dies ist nicht immer der fall. hass kann auch aus anderen gründen entstehen. ich zum beispiel hasse mich, aber das beruht ja wie du siehst nicht auf liebe. wenn die amis sadam hussein hassen, beruht das nicht auf vorheriger liebe. aber wenn jemand meienr familie oder meinen freunden etwas antut, so hat dies den grund dass ich sie liebe. man kann das verschieden auslegen. hassliebe, ist zweispalt. ein schlimmes gefühl dass einen innerlich zereißt. einerseits liebt man aber andrerseits ist es unakzeptabel zu lieben denn man weiß zum beispiel dass es nicht richtig ist und hasst deshalb. hassliebe ist ein chaos und wechselbad der gefühle. nur wenn man mit sich und der situation ins reine kommt kann man das kontrollieren und unterbinden. |
| Trauerwesen | hass hilft, Liebe zu vergessen. aber das ist glaube ich nur eine Überbrückungssache. Man kann auch so hassen. Hassliebe hingegen ist mE der spass, sich mit jemanden zu zoffen *g*. Bzw, man kann sich irgendwie nicht leiden, neckt sich, aber im endeffekt kommt man gut miteinander aus, braucht sich und hat seinen spass an der neckerei. so sehe ich das in etwa. schwer zu beschreiben.... |
| Bloody Noir | Also...Liebe und Hass sind zwei Gefühle die,wie ich glaube auf einander bauen.Ohne Liebe gäbe es keine Hass und ohne Has gäbe es keine Liebe.Da wo geliebt wird,wird auch gehasst und um gekerht. Hassliebe...wie kann man Hassliebe definieren?Na ja...man hasst und liebt zugleilch. Ich denke mal wenn man für jemand eine Hassliebe empfindet dann kann dieser sich entweder nciht entscheiden..oder da its etwas das er an dem Menschen liebt und an ihm hasst...! |
| neptunia | ... haß ... versucht man nicht damit, sich jemanden vom hals zu halten? abstand, gegenteil, sich vom anderen lösen, ihn vertreiben, entfernen ... ... liebe ... und versucht man nicht damit genau das gegenteil? jemanden an sich ziehen, ihn festhalten, verschmelzen, unzertrennlich ... ... haßliebe ... sieht aus wie die gratwanderung zwischen abstoßen und anziehen ... wie dieser eierkopf auf der mauer (wie war nochmal sein name?), auf welche seite er auch fällt, es geht immer alles dabei kaputt ... aus haß wird liebe und umgekehrt? nein. ich kann auch jemanden lieben, ohne ihn hassen zu müssen, wofür auch immer ... und ich kann hassen, ohne vorher etwas positives für denjenigen empfunden zu haben ... es kommt auf den grund an ... ob sich die gefühle umkehren lassen? wenn es einen guten grund gibt, manchmal .... aber es muß schon ein sehr, sehr guter grund sein ... |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i] [B]... haß ... versucht man nicht damit, sich jemanden vom hals zu halten? abstand, gegenteil, sich vom anderen lösen, ihn vertreiben, entfernen ...[/B][/QUOTE] man versucht sich nicht jemand sondern das problem oder eine situatuion zu vermeiden. denn was würdest du zu permanenten selbsthass sagen? da will ich mir nicht jemanden vom hals halten, sondern ich versuche mit einer situation klarzukommen und erklärungen zu finden. |
| KaiTen | Also bei wirklichem Hass denke ich versucht man nicht direkt eine Erklärung zu finden, sondern man denkt gar nicht viel nach und handelt einfach aus dem Bauch heraus! So geht es mir auf jeden Fall, wenn ich wirklich jemanden/etwas hasse. Ich muss Liebe und Hass nicht unbedingt verbinden, also man kann beide Gefühle in Verbindung miteinaner fühlen oder auch nur eins. Bei Liebe denke ich nicht, dass es nur darum geht jemanden an sich zu ziehen oder mit ihm zu verschmelzen, denn wenn man nicht auch etwas Freiheit gibt, dann zerbricht die Liebe daran und es KÖNNTE Hass entstehen! Naja, so denke ich mir das Ganze halt! |
| neptunia | ... selbsthaß ... [QUOTE]deathly_silence: da will ich mir nicht jemanden vom hals halten, sondern ich versuche mit einer situation klarzukommen und erklärungen zu finden.[/QUOTE] wenn ich von haß als emotion ausgehe, dann richtet sich der haß gegen mich selbst als "person" und ich tu alles, um sie loszuwerden ... nicht umsonst gibt es alle möglichen formen der selbstverletzung (mentale, reale ...) wenn ich versuche, mit der situation klarzukommen, hab ich den haß beinahe schon überwunden ... ich glaube, selbsthaß ist so ziemlich die hardcore-version dieser beiden gefühle ... selbstliebe ist nur verletzend für andere ... |
| Schattenmond | Ich denke, dass Hass und Liebe sehr eng zusammenliegen. Man empfindet diese beiden Gefühle nämlich fast täglich (ist bei mir auf jeden Fall so) und kann sie auch nicht einfach so verdrängen. Obwohl sie sehr eng zusammenliegen müssen sie nicht immer voneinander abhängig sein, weil es sehr viele Sachen gibt, die man einfach nur abgrundtief hasst oder liebt und nicht beides. Zum Thema Hassliebe muss ich sagen, dass die Gedanken die ich über dieses Thema habe sehr schwer in Worte zu fassen sind, weil sie nicht ganz eindeutig sind und sich teilweise auch widersprechen. Mehr kann ich dazuz nicht sagen. |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von neptunia [/i] [B]wenn ich von haß als emotion ausgehe, dann richtet sich der haß gegen mich selbst als "person" und ich tu alles, um sie loszuwerden ... nicht umsonst gibt es alle möglichen formen der selbstverletzung (mentale, reale ...) wenn ich versuche, mit der situation klarzukommen, hab ich den haß beinahe schon überwunden ...[/B][/QUOTE] mhhhhh ... ínteressant, so hab ich das noch nicht gesehen. als bei mir ist das so, dass ich mich selbsthasse aber damit nicht loswerden will, ich hasse mich nur dafür, dass ich anderen so viel leid und elend bringe, aber ich kann das nicht loswerden sonst hät ich nichts. und selbstverletzung wäre in meinem fall die bestrafung für meine taten und mein denken. dadurch dass ich mich selbst hasse versuch ich die kontrolle über die situation zu behalten und nicht meine gefühle überlaufen zu lassen. ich hasse mich und somit werde ich der situation herr, denn ich habe eine erklärung. |
| neptunia | deathly_silence, hmm, ich glaube du meinst eine andere art von haß ... ich komm noch nicht ganz drauf, wie man diese unterschiedlichen "haß-formen" trennen kann/sollte ... mal sehen ... für mich ist haß eine unkontrollierte emotion, unrational, manchmal basierend auf völlig unwichtigen kleinigkeiten ... ein beispiel: ich hasse manchmal mütter mit ihren kindern, weil diese mütter ihre kinder nicht im griff haben und die mir dann mit ihrem geschreie auf die nerven gehen. ohja, ich hab da manchmal die tollsten haß-phantasien ... wenn ich aber darüber nachdenke, dann relativiert sich alles und ich lasse mütter und kinder leben ... (vielleicht wäre dann "zorn" passender ...) der selbsthaß, den du beschreibst, klingt anders. es scheint eher eine recht destruktive selbstkontrolle zu sein. man versucht sich zu kontrollieren, um anderen keinen schaden zu zufügen, wenn ich richtig verstanden habe? damit die gefühle nicht überlaufen? aber eigentlich ist das ja genau das wesen des haßes, das unkontrollierte ... also würde ich es anders nennen. es ist diese kontrolle, die daraus etwas anderes macht. der ursprung war vielleicht mal haß. aber diese unbarmherzige selbstkontrolle klingt nicht gut, wenn ich ehrlich bin ... ... auch im haß sollte man dieses geheimnisvolle flucht-hintertürchen offen lassen ... egal welche emotion - wie tiefgreifend - man sollte von zeit zu zeit bewußt einen abstand dazu herstellen, um seine eigene position und die der daran beteiligten zu überprüfen ... man kann auch zuviel lieben, und zuviel hassen ... nichts ist so ernsthaft, daß man unter allen umständen darauf bestehen muß ... sonst landet man schnell im fanatismus ... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Meine Frage war: gibt es irgendeine Möglichkeit, daß man als Gehasster vielleicht etwas gutmachen kann, daß es nochmals eine Chance gibt. Die Unumkehrbarkeit des Hasses nimmt doch dem Gehassten jegliche Chance dazuzulernen ... bzw. derjenige hatte vielleicht damals nicht so den Überblick, was er für einen Unsinn anstellt. Oder .... [/B][/QUOTE]Ich glaube, "Liebe" schlägt meist dann in Hass um, wenn es statt echter Liebe, die dem Anderen Freiheit und Entfaltung bietet, nur ein Besitzenwollen ist. Wenn der Andere sich nicht besitzen lassen will, dann entsteht Unzufriedenheit, Eifersucht usw. Ich glaube, eine neue Chance könnte es nur dann geben, wenn man bereit ist loszulassen und dem Anderen die Chance gibt, sich freiwillig zu nähern. Aber das ist sehr sehr schwer, und die Chance, dass sich der Andere wieder annähert, ist ziemlich gering. [QUOTE][B]wenn jemand einen anderen so liebt, daß er ihn bei einem Fehltritt haßt, was ist das denn für eine merkwürdige Art zu lieben. Das ist ja dann eine Erwartung an die Unfehlbarkeit des anderen, die doch kein Mensch erfüllen kann. [/B][/QUOTE]Ich denke, das ist auch eine Art des Besitzenwollens. Man hat sich ein Idealbild des Anderen geschaffen und ist enttäuscht darüber, dass der Andere diesem Idealbild nicht entsprechen will, ja gar nicht entsprechen [b]kann,[/b] weil eben niemand "vollkommen" ist. [QUOTE][B]Wenn da ein richtig fieses Verhalten vorliegt oder jemand ein richtiggehendes Arschloch ist .. okay, dann ist Haß ein notwendiger Selbstschutz. Aber wenn derjenige sich vielleicht einfach nur geirrt hat, sich dumm angestellt hat, vielleicht selbst unsicher war ... [/B][/QUOTE]Ich denke, Hass entsteht vor allem aus Unwissenheit. Wenn man davon ausgeht, dass niemand "vollkommen" ist, und in jedem Menschen ein Tier steckt, dann merkt man vielleicht früher oder später, dass der Betroffene unter den gegebenen Bedingungen vielleicht gar nicht anders handeln konnte und vielleicht kaum eine Chance hatte, nicht zum "Arschloch" zu werden. [QUOTE][i]Original geschrieben von deathly_silence [/i] [B]man versucht sich nicht jemand sondern das problem oder eine situatuion zu vermeiden. denn was würdest du zu permanenten selbsthass sagen? da will ich mir nicht jemanden vom hals halten, sondern ich versuche mit einer situation klarzukommen und erklärungen zu finden. [/B][/QUOTE]Genauso sehe ich das auch. Und wenn man das erkannt hat, seine Unwissenheit über die wirklichen Ursachen überwunden hat, dann kann man den Hass gegen Menschen überwinden und ihn auf die wirklichen Probleme richten und diese dann mit um so mehr (Hass-)Energie lösen. [QUOTE][i]Original geschrieben von KaiTen [/i] [B]Bei Liebe denke ich nicht, dass es nur darum geht jemanden an sich zu ziehen oder mit ihm zu verschmelzen, denn wenn man nicht auch etwas Freiheit gibt, dann zerbricht die Liebe daran und es KÖNNTE Hass entstehen! [/B][/QUOTE]Ja, das An-Sich-Ziehen ist nichts weiter als ein Besitzenwollen. Das Zu-Einander-Kommen, das Verschmelzen muss [b]von Beiden[/b] auf freiwilliger Basis erfolgen und Beiden die Freiheit zur Entfaltung und zum Wachsen lassen. Das hört sich jetzt sicher alles ziemlich altklug und besserwisserisch an. Das mag daran liegen, dass es extrem kurzgefasst ist. Es ist mein Resümee aus einer Vielzahl hässlicher aber auch schöner Erfahrungen. |
| japanfreak | edit |
| Montrose | @TheTurningPoint. Das ist halt die Variante, wenn alles optimal läuft. Mit dem Wagen auf einer schön geteerten Autobahn zweihundert fahren ... klar, gebongt, das ist ja keine Kunst. Mich interessiert eher, was man auf "unwegsamen Gelände" tun kann, wenn halt nicht alles so glatt läuft. Aus den bisherigen Äußerungen zeigt sich so eine Art Resignation: Wunder gibt's keine. Schade eigentlich. [QUOTE]Liebe" schlägt meist dann in Hass um, wenn es statt echter Liebe[/QUOTE]Dahinter setzt ich jetzt einfach mal ein dickes Fragezeichen. Erstens, was soll denn "Liebe" in Anführungsstrichen sein. Selbst wenn es "nur" ein Besitzenwollen ist, ist das doch eine große Ehre für denjenigen, der da begehrt wird. Es muß doch nicht gleich jeder Liebende Sozialpädagogik studiert haben, um ja schön weich und kuschelig zu sein. Zweitens, was soll denn eigentlich "echte" Liebe sein? Wenn man das wirklich so auf die Goldwaage legen will, dann ist "echte" Liebe die Goldene Hochzeit von Oma und Opa ... und alles andere ist halt reziprokes Lebensabschnittspartner-Wohlfühlen. |
| Dali | hach ya. hm, also ich wieß nicht ganz. Ich hab mir yetzt eure Gedanken dazu durchgelesen, aber ich kann es beim besten willen nicht nachvollziehen. Ihr sagt zum großen teil, dass Hass nahe an Liebe liegt... aber ich bin da ganz anderer Meinung. Liebe und Hass sind zwei sachen, die genau eines gemeinsam haben....sie sind Gefühle. Das is ungefähr so wie bei Äpfel und Bananen....das sind eben Früchte... Ich mein, Liebe ist doch eigentlich etwas endloses/zeitloses. Wenn ich yemanden wirklich liebe, dann kann ich ihn einfach nicht hassen...ich kann das einfach nicht. Beim Hass ist das ähnlich, wobei ich bis yetzt noch niemanden getroffen habe, der wirklich meinen blanken Hass verdient hat, denn Hass ist für mich genauso Zeitlos. Ich empfinde manchmal Zorn, aber keinen Hass. Liebe und Hass sind beides reine Gefühle, die meiner Meinung nach in ihrer wahren Form nur rein existieren. Auch von Hassliebe halte ich wenig. ich könnte sie nicht empfinden. Ich bin einfach ein Mensch der Extreme. Ganz oder garnicht ^_~ |
| rochus | Hi. Hass und Liebe sind, nach meiner Meinung, zwei Dinge, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch haben sie so viel miteinander gemeinsam. Ich weiß nicht, ich kann das nicht so ganz beschreiben, wie ich das meine, aber der ein oder die andere wird mich sicher verstehen. Beides sind Dinge, die mit den Gefühlen zusammenhängen, mit Vertrauen und nicht Vertrauen bzw. mit verletzt werden usw. und doch sind es zwei Dinge, die ganz unterschiedlich in einem Ablaufen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch der Meinung, dass der Hass, der aus Liebe hervorgeht, schlimmer ist, als der "pure und reine" Hass. Warum? Weil man sich bei diesem "Hass" dann das Leid immer vor Augen führt. Das schwächt den Hass - zumindest ist es bei mir so - etwas ab, gleichzeitig wühlt es aber wieder stärker auf, da man ja im Herzen verletzt wurde. Komische Sache mit den beiden Gefühlszuständen. man liest sich rochus |
| Schröder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Wenn jemand deshalb haßt, weil er ursprünglich geliebt hat, kann denn der Haß sich dann wieder in Liebe verwandeln? [/B][/QUOTE] Ich denke schon, dass sich Liebe, dich sich in Hass entwickelt hat wieder zur Liebe entwickeln kann. |
| neptunia | ... wie spannend, es wird wieder ein diskurs über begrifflichkeiten ... warum soll die liebe zeitlos, absolut sein? liebe ist eine dieser unberechenbaren emotionen ... schwappt über einen herüber, unvorbereitet und voller leidenschaft ... grade dadurch gibt es ja auch immer die möglichkeit, daß sich eben diese liebe in haß umwanden kann, nicht muß ... und kann genauso unerklärlich wieder sterben ... diese heilewelt-blümchensex-liebe ist ein nettes märchen ... verwechselt man aber leicht mit dem vertrauen, vertrauten, daß sich zwischen zwei menschen einfinden kann ... das ist nett und kuschelig ... aber liebe? hey, wo bleibt die leidenschaft?? dieses "den-emotionen-ausgeliefert-sein"?? (im übrigen, vertrauen (auch selbstvertrauen) ist viel schwieriger zu erlangen ...) |
| Dokuro | Man kann auch so Hassen. Es kann dir ein Mensch begegnen der nicht in sich hat was es zu respecktieren gäbe, sondern nur verachtens wertes und gleichzeitig seiner umwelt auf unehrenhaft art schaden zufügt. Vieleich ist er dann auchnoch hinter deiner Flamme her was das ganze auf die spitzte treibt. Das ist aber eine sehr kalte sorte von Hass. Man kann jemden lieben, aber ihn darür hassen das er euch nicht liebt oder jemand anderen liebt oder sich selbst schadet. Also existiert so was wie ein Hassliebe theoretisch gesehen. |
| Lord of Darknes | Hassliebe, ich denke wie viele andere ist es die abhängigkeit voneinander, ich hatte wen in der Familie, 80 oder noch älter, sie lag im Pflegeheim im Zimmer mit einer anderen Frau, die beiden konnten sich bis auf den Tod nicht austehen, fochteten Bettenkämpfe aus, beschimpften sich, als jedoch die ein starb, starb die andere nicht viel später.... Sagt man nicht das Tiere sterben, wenn wer starb den sie wirklich liebten? liebte meine Verwandte die Frau also? wenn ja warum haben sie sich dann so befeindet? Liebe, in meinen augen ein ganz und gar nicht endloses Gefühl, es wäre auch ziemlich blöd wenn es endlos wäre, der biologische Sinn des Lebens ist die Fortpflanzung, und Liebe ist nur ein Weg dahin.....ausgenommen die Liebe gegenüber der Familie, sie ist dafür da unsere Gemeinschaft zu schützten, Hass, ein Gefühl das es eigentlich nicht geben dürfte, da es biologisch nicht vereinbar ist...was bringt es wenn umzubringen wenn wir doch leben sollen....dh. dann wohl das dei biologische erklärung für Gefühle fehlerhaft ist... selbsthass, hmmm, wer hasst sich nicht selber, kleine Mäckel die wir haben, Fehler die wir taten, ich denke die ganzen selbstliebenden schieben nur etwas vor, um ihren selbsthass zu unterdrücken, ich denke selbsthass ist ziemlich normal, nicht jeder hat es, aber viele, und daher kann ic mich damit abfinden, aber ist nich gerade das, dass was man nicht mit hass machen kann? |
| Dokuro | Ich denke hass ist garnicht so unnatürlich. Es ist ein Schutzmeachnismuss. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Angriff ist ja bekanntlich die beste verteidigung. Fürchtet man etwas versucht man es zu umgehen. Hält die furcht an schaltet sich die Wut ein um die bedrohung abzu wehren. Gelingt das der Wut nach einer Weile nicht, wird diese zu langzeitigem Hass, der dazu da ist wachsam zu halten, und bei gelegenheit anzugreifen. Ich würde sogar so weit gehen Hass gleich mit Liebe zu stellen. Es gehört zu den natürlichsten, und mächtigsten gefühlen. Von der sache mit den Tieren habe ich noch nicht gehört, aber wenn es bei Tieren mit Liebe geht, funktioniert es bei Menschen auch mit Hass. Schließlich belebt beides die Lebensgeister. Selbsthass, jeder hat etwas in sich was es zu Hassen wert währe und niemand kennt das Hassenswerte besser als man selbst. |
| Ravens Nest | Als erstes Hass hat nicht immer etwas mit Liebe zu tun. Ich kann und tue hassen ohne andere Gefühle dabei zu haben. Wen ich hasse, ist mal egal. ist persönlich. Dokuro, bei mir ging es von Furcht zum Hass ohne Wut, da es niemanden gab, auf den ich wütend sein konnte. Hass ist ein ebenso starkes Gefühl wie die Liebe. Beides kann töten! Es gibt auch beim Hass einige Stufen. Als erstes die niedrigste, der aus dem Schmerz einer momentanen seelischen Verletzung herrührt. Dann den, der gegen ehemalige Freunde und Bekannte gerichtet ist. Dann die nächste Stufe. Dabei hasst man eine ehemalige Vertrauensperson. Und die grössten Hassgefühle hat man, denke ich, bei Personen, die einem normal sehr nahe stehen sollten, wie Eltern oder Geschwister. Das ist meine persönliche Einteilung. MFG Raven |
| Mondsilbertaufe | Hass und Liebe sind menschliche Schwächen. Es ist anfangs unmöglich sie zu überwinden. Und im Gegensatz zum Neid, ist man sich seiner Schwachheiten selten bewusst... Ich meine, es gibt keine Emotion, die keine Entkräftung darstellt. Und dennoch hängen die Menschen an ihren Empfindungen, an ihren Schwächen. Seltsam. |
| rochus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Hass und Liebe sind menschliche Schwächen. Es ist anfangs unmöglich sie zu überwinden. Und im Gegensatz zum Neid, ist man sich seiner Schwachheiten selten bewusst... [/B][/QUOTE] Insbesondere Liebe ist eine "Schwäche", aus der man mehr Kraft schöpfen kann, als man meinen möchte. Falls du noch nicht diese Erfahrung gemacht hast, wirst du sie mit Sicherheit auch noch machen und dann den Moment ersehnen, in dem du wieder lieben wirst, um diese Kraft zu fühlen und gestärkt in den Tag gehen zu können. Gruß rochus |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von rochus [/i] [B]Insbesondere Liebe ist eine "Schwäche", aus der man mehr Kraft schöpfen kann, als man meinen möchte.[/B][/QUOTE] das ist ja möglich, doch ist Liebe auch eine Schwäche, die einen zerstören kann. Sie macht einen angreifbar und verletzlich. Das ist die Schwäche an diesem Gefühl. Und somit nimmmt es mehr als es gibt. |
| Montrose | [QUOTE]Und dennoch hängen die Menschen an ihren Empfindungen, an ihren Schwächen. Seltsam.[/QUOTE] Was wäre das Leben ohne Empfindungen. Willst Du wirklich nur Job, Computer, Mathematik und sonst gar nichts im Leben? [QUOTE]Das ist die Schwäche an diesem Gefühl. Und somit nimmt es mehr als es gibt.[/QUOTE] Naja, manchmal ist gerade das Gegenteil der Fall: daß man so in seinen Gefühlen drin ist, daß man die Gegenseite gar nicht mehr sieht. Dies spricht dafür, daß zu lieben möglicherweise beglückender ist als geliebt zu werden. Was ist das Ziel dieses Spielchens überhaupt? |
| rochus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Was wäre das Leben ohne Empfindungen. Willst Du wirklich nur Job, Computer, Mathematik und sonst gar nichts im Leben? [/B][/QUOTE] zu dem thema gibt's einen film: equilibrium. hervorragender film meiner meinung nach! er nimmt 1984 und brave new world zusammen. schau ihn dir am besten an :) |
| DesteufelsEngel | Hass??? na ja ich denke es gibt viele verschiedene Arten von Hass und von Liebe.... und jeder Mensch fühlt und denkt anders über so etwas.... also ich denke es gibt einen einzigen Menschen in meinem Leben den ich wirklich hasse..... er hat alle eigenschaften die ich an Menschen nicht austehen kann, unehrlichkeit, kein bisschen rückgrad und na ja er ist generell einfach schrecklich.... er sagt von sich selber er wär was besseres (das sagt er wirklich) und sagt er hätte ein Leben wovon andere nur Träumen.... er hilft bei einer Freiwilligen Organisation und meint deswegn wäre er ein besserer Mensch... ich bin ehrlich ich hatte einiges mal an ihm bewundert , das einzige was ich heute noch an ihm bewundere ist das er so ein guter Schauspieler ist, und lügen kann ohne rot zu werden..... aber das hasse ich auch an ihm... ich kann keine einzige seiner Taten und Worte nachvollziehen... er ist genau das gegenteil von allem was ich gut finde und an menschen ehre..... er hat viele MEnschen geblendet und tut es jetzt noch... einige denken er wäre das beste und selbstloseste .. dabei zieht er aus allem was er tut einen gewissen hintergedanken und Zweck für sich und viele merken es nicht das er im inneren ein ganz anderes Gesicht hat... seine Fassade bröckelt allerdings allmählich zumindest in unserem gemeinsamen Freundeskreis allerdings ist der ihm sowieso nichts wert und das macht mich auch wütend... weil einige ihm echt vertrauen und ihm das gleichgültig ist............. Liebe.... hat auch verschiedene Seiten..... man kann bedingungslos lieben,.. man kann unglücklich lieben.... man kann jemanden lieben und dabei glücklich sein auch wenn man der person nie nahe sein kann... man kann total unglücklich lieben weil man zurückgewiesen wurde oder sich nicht traut jemanden anzusprechen.. man kann ein bisschen verliebt sein, schwärmen , träumen, bewundern, anbeten......man kann mit jemanden zusammen sein und alles andere auf der Welt kann einem egal sein, man kann jemanden lieben und nie mehr gehn lassn wolln, oder man will nur den Moment genießen und denkt /Redet nich an/von Zukunft. ... man kann jemanden abhängig lieben (zb wenn man immer wieder verletzt wird ob verbal oder körperlich ) und kann jemanden aber nicht verlassn........ es gibt viele arten von liebe.... Hass liebe dazu kann ich auch etwas sagen.... ich denke ich habs schon erlebt...... aber auch auf verschiedene Arten.... ich habe einen sehr sehr sehr guten Freund... den ich mittlerweile schon mehr als eine Art Bruder bezeichne... kenne ihn 13 jahre lang.... und wir haben früher alles geteilt........ (na ja bin ja erst 17. *G* ) ich denke das ist eine Zeitlang hassliebe gewesen denn wir haben uns täglich gesehen und täglich gestritten aber war der andere nicht da war uns langweilig und wir hatten mit anderen Freunden nicht so viel Spaß.... also haben wir uns wieder und wieder gesehen und es hat wieder und wieder gekracht...... (das haben wir aber seit einiger Zeit aus der Welt geschafft... was das jetzt zwischen uns ist weiß ich nicht da wir leider kaum Kontakt haben dabei wohnen wir im gleichen Wohnhaus einer im 1. einer im 4. Stock.... na ja schon irgendwie sehr bekloppt =( ) .... na ja oder ich hatte mal einen Partner..... wenn er weg war habe ich ihn vermisst habe von ihm geschwärmt und geträumt... wenn er bei mir war hatte ich immer eine krazZe wut auf ihn.. dabei haben wir uns wegn 40Km Entfernung nur ein-zwei mal die Woche sehen können... also auf zu oft sehen kann man dies nicht schieben... na ja sind heut noch öfter in Kontakt und denke es ist immer noch hass liebe =) manchmal könnt ich ihm echt nur vorhalten wie schlimm er ist, aber andererseits hab ich ihn echt noch gern =) na ja hatte das schon bei mehreren (nun)ex-freunden von mir das ich nicht mit und nicht ohne konnte und man sich dann oft Monatelang gequält hat ehe man beschlossen hat das wenns nicht mit und nicht ohne dann doch oft das ohne die bessere (wenn auch schwerere) Entscheidung ist....... sorry für meinen langen Text.... Lieben Gruß Des Teufels Engel |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Was wäre das Leben ohne Empfindungen. Willst Du wirklich nur Job, Computer, Mathematik und sonst gar nichts im Leben? [/B][/QUOTE]Ich nicht. Ich bin doch kein Roboter. [QUOTE][B]Naja, manchmal ist gerade das Gegenteil der Fall: daß man so in seinen Gefühlen drin ist, daß man die Gegenseite gar nicht mehr sieht. Dies spricht dafür, daß zu lieben möglicherweise beglückender ist als geliebt zu werden. [/B][/QUOTE]Ja, ist es. Der/die Liebende ist sich seiner Gefühle auf jeden Fall bewusst. Lieben ist eine Tätigkeit, eine Kunst, die ohne den Tätigen, den Künstler nicht funktioniert. Der/die Geliebte bekommt von der Tatsache, geliebt zu werden, oftmals überhaupt nichts mit, hegt oft sogar Misstrauen und Abneigung gegenüber dem/der Liebenden. [QUOTE][B]Was ist das Ziel dieses Spielchens überhaupt? [/B][/QUOTE](Über-)Leben. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Hass und Liebe sind menschliche Schwächen. [/B][/QUOTE] Mal angenommen, es wäre wirklich so und man würde diese und andere Emotionen als Schwäche auslegen, was wäre dann Stärke? Wenn man nicht diesen "Gefühlsausbrüchen" unterlegen ist? Wenn man in der Lage ist, sie zu kontrollieren? Aber wer kann Liebe kontrollieren? Gibts da jemanden? Falls ja wüsste ich gern wie das geht. ;) Zum Hass kann ich eigendlich gar nichts sagen, denn ich kenne ihn nicht. Zuvielen Menschen stehe ich zu gleichgültig gegenüber als dass ich Hass empfinden könnte, viele mag ich zu sehr, um sie zu hassen und andere sind es nicht wert, gehasst zu werden. Es gibt ja so ne Redensart, etwas wie die Pest zu hassen. Das sind bei mir eher Dinge wie die späten Nebenwirkungen nächtlichen Umtunks, quatschende Hausfrauen in Supermarkt-Mittelgängen zu Stosszeiten, Lippenherpes und "Tote Oma". Hassliebe... Ich glaube, sowas gibt es gar nicht. Das klingt wie eine hilflose Umschreibung von einer Art... Abhängigkeit? Hmm, kenne ich auch nicht. Glücklicherweise. |
| rochus | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i] [B]Mal angenommen, es wäre wirklich so und man würde diese und andere Emotionen als Schwäche auslegen, was wäre dann Stärke? [/B][/quote] stärke dürfte dann sein, zu akzeptieren, dass man diese schwächen hat und mit ihnen umgehen können, ohne anderen zu schaden. mal so gesagt ;) [quote] Wenn man nicht diesen "Gefühlsausbrüchen" unterlegen ist? Wenn man in der Lage ist, sie zu kontrollieren? Aber wer kann Liebe kontrollieren? Gibts da jemanden? Falls ja wüsste ich gern wie das geht. ;) [/quote] auch wenn es schwer fällt es zu sagen, weil auch ich schon zu oft in situationen war, in denen ich gern die liebe kontrolliert hätte: zum glück kann keiner die liebe kontrollieren! gruß rochus |
| joy | Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Und dennoch hängen die Menschen an ihren Empfindungen, an ihren Schwächen. Seltsam. -------------------------------------------------------------------------------- Ich denke, das ist es, was uns als Mensch ausmacht. Das wir auf Gefühle negativ oder positiv reagieren. Manchmal auch mit totaler Unwissenheit. Empfindungen können aus Schwächen heraus entstehen und wir versuchen diese Gefühle oder Schwächen zu verbergen.... Zum Thema: Ich hab irgendwann einmal gelesen, Hass sei das reinste Gefühl. Irgenwie muss ich dem zustimmen. Wenn wir jemanden wirklich hassen, empfinden wir dann noch soetwas wie Mitgefühl, oder Verbundenheit?! Ich glaube eher weniger. Liebe hingegen ist oft mit anderen Gefühlen wie Ärger/Wut, Abneigung/Zuneigung verbunden. Doch denke ich, das Hass nie aus richtiger Liebe entstehen kann. Schließlich hat man mit dieser Liebe einen Teil seines Lebens verbracht und ich denke, es ist schwer, diese auf Ewig zu hassen oder zu verdammen. Man erinnert sich doch immer wieder an die schönen Momente zurück und schwelgt in Erinnerung. Kann man dann einen Menschen abgrundtief hassen?! |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von joy [/i] [B]Zitat: Hass sei das reinste Gefühl [/B] [/QUOTE] Das glaube ich auch. Denn man kann nichts anderes mehr empfinde. Darum mag ich den Hass so. Er lässt sich nicht beeinflußen von anderen Gefühlen und ist völlig unabhängig. Aber ich würd ihn nicht als "rein" bezeichnen. Denn mit "rein" assoiziert man meist etwas Gutes, im Sinne von heilig oder ähnlichem. [QUOTE] [B]Kann man dann einen Menschen abgrundtief hassen?! [/B][/QUOTE] Viell. gerade auf Grund dieser Erinnerungen. Sie rufen den Hass hervor. Aber das sit nur eien Vermutung. |
| Joan Eric Tanat | [QUOTE] [SIZE=1] [COLOR=himmelblau] Feenschleier:[/COLOR] ...kann man [COLOR=Orange]nur Hassen wenn man liebt[/COLOR] und umgekehrt??? ...dass beide extremen gefühle nur dann auftreten, wenn man etwas für jemanden empfindet ... [COLOR=himmelblau]Montrose:[/COLOR] [COLOR=Orange]Wenn jemand deshalb haßt, weil er ursprünglich geliebt hat, kann denn der Haß sich dann wieder in Liebe verwandeln?[/COLOR] [COLOR=himmelblau]Elaine:[/COLOR] bei mir war das noch nie der Fall. Wenn ich einmal hasse, dann kehrt sich bei mir nix mehr um ...dass ich noch nie ohne Grund gehasst habe... Es war immer grundsätzlich etwas vorgefallen und meistens waren vorher Gefühle im Spiel. [COLOR=himmelblau]Montrose:[/COLOR] [COLOR=Orange]gibt es irgendeine Möglichkeit, daß man als Gehasster vielleicht etwas gutmachen kann, daß es nochmals eine Chance gibt. Die Unumkehrbarkeit des Hasses nimmt doch dem Gehassten jegliche Chance dazuzulernen...[/COLOR] bzw. derjenige hatte vielleicht damals nicht so den Überblick, was er für einen Unsinn anstellt. Oder.... wenn jemand einen anderen so liebt, daß er ihn bei einem Fehltritt haßt, was ist das denn für eine merkwürdige Art zu lieben. Das ist ja dann eine Erwartung an die Unfehlbarkeit des anderen, die doch kein Mensch erfüllen kann. Wenn da ein richtig fieses Verhalten vorliegt oder jemand ein richtiggehendes Arschloch ist.. okay, dann ist Haß ein notwendiger Selbstschutz. Aber wenn derjenige sich vielleicht einfach nur geirrt hat, sich dumm angestellt hat, vielleicht selbst unsicher war... [COLOR=orange]Diese Unumkehrbarkeit des Hasses, wenn dem so sein sollte, finde ich erschreckend.[/COLOR] Das sollte nicht so sein. [COLOR=himmelblau]Elaine[/COLOR] Natürlich liegt dieser Hass nicht begründet auf einem einzigen Fehlverhalten. Es war bei mir zumeist so, [COLOR=Orange]dass dieser ganze Mensch ein einziger Fehler war... [/COLOR] [COLOR=himmelblau]Bloody Noir[/COLOR] Liebe und Hass sind zwei Gefühle die, wie ich glaube auf einander bauen. Ohne Liebe gäbe es keinen Hass und ohne Hass gäbe es keine Liebe. Da wo geliebt wird, wird auch gehasst und um gekehrt. Hassliebe... wie kann man Hassliebe definieren? Na ja... man hasst und liebt zugleich. Ich denke mal wenn man für jemand eine Hassliebe empfindet dann kann dieser sich entweder nicht entscheiden.. oder da ist etwas, das er an dem Menschen liebt und an ihm hasst...! [COLOR=Himmelblau]KaiTen:[/COLOR] Bei Liebe denke ich nicht, dass es nur darum geht jemanden an sich zu ziehen oder mit ihm zu verschmelzen, denn [COLOR=Orange]wenn man nicht auch etwas [COLOR=White]Freiheit gibt[/COLOR], dann zerbricht die Liebe daran und es KÖNNTE Hass entstehen![/COLOR] [COLOR=Himmelblau]TheTurningPoint:[/COLOR] Ja, das An-Sich-Ziehen ist nichts weiter als ein Besitzenwollen. [COLOR=Orange]Das Zu-Einander-Kommen, das Verschmelzen muss von Beiden auf freiwilliger Basis erfolgen und Beiden die Freiheit zur Entfaltung und zum Wachsen lassen.[/COLOR] [COLOR=himmelblau]TheTurningPoint:[/COLOR] Ich glaube, "Liebe" schlägt meist dann in Hass um, [COLOR=orange]wenn es statt echter Liebe[/COLOR] , die dem Anderen Freiheit und Entfaltung bietet, [COLOR=orange] nur ein Besitzenwollen ist.[/COLOR] Wenn der Andere sich nicht besitzen lassen will, dann entsteht Unzufriedenheit, Eifersucht usw. Ich glaube, eine neue Chance könnte es nur dann geben, [COLOR=orange] wenn man bereit ist loszulassen und dem Anderen die Chance gibt, sich freiwillig zu nähern.[/COLOR] Aber das ist sehr sehr schwer, und die Chance, dass sich der Andere wieder annähert, ist ziemlich gering. [COLOR=himmelblau]Montrose:[/COLOR] Oder.... wenn jemand einen anderen so liebt, daß er ihn bei einem Fehltritt haßt, was ist das denn für eine merkwürdige Art zu lieben. Das ist ja dann eine Erwartung an die Unfehlbarkeit des anderen, die doch kein Mensch erfüllen kann. Wenn da ein richtig fieses Verhalten vorliegt oder jemand ein richtiggehendes Arschloch ist.. okay, dann ist Haß ein notwendiger Selbstschutz. Aber wenn derjenige sich vielleicht einfach nur geirrt hat, sich dumm angestellt hat, vielleicht selbst unsicher war... Diese Unumkehrbarkeit des Hasses, wenn dem so sein sollte, finde ich erschreckend. Das sollte nicht so sein. [COLOR=himmelblau]TheTurningPoint:[/COLOR] Ich denke, das ist auch eine Art des Besitzenwollens. Man hat sich ein Idealbild des Anderen geschaffen und ist enttäuscht darüber, dass der Andere diesem Idealbild nicht entsprechen will, ja gar nicht entsprechen kann, weil eben niemand "vollkommen" ist... Ich denke, [COLOR=orange] Hass entsteht vor allem aus Unwissenheit.[/COLOR] Wenn man davon ausgeht, dass niemand "vollkommen" ist, und in jedem Menschen ein Tier steckt, dann merkt man vielleicht früher oder später, [COLOR=orange]dass der Betroffene unter den gegebenen Bedingungen vielleicht gar nicht anders handeln konnte[/COLOR] und vielleicht kaum eine Chance hatte, nicht zum "Arschloch" zu werden. [COLOR=himmelblau]Montrose:[/COLOR] Das ist halt die Variante, wenn alles optimal läuft. Mit dem Wagen auf einer schön geteerten Autobahn zweihundert fahren ... klar, gebongt, das ist ja keine Kunst. Mich interessiert eher, was man auf "unwegsamen Gelände" tun kann, wenn halt nicht alles so glatt läuft. [COLOR=orange]Aus den bisherigen Äußerungen zeigt sich so eine Art Resignation: Wunder gibt's keine.[/COLOR] Schade eigentlich. Zitat: [COLOR=orange] Liebe" schlägt meist dann in Hass um, wenn es statt echter Liebe[/COLOR] [COLOR=white] Dahinter setze ich jetzt einfach mal ein dickes Fragezeichen.[/COLOR] Erstens, was soll denn "Liebe" in Anführungsstrichen sein. [COLOR=orange] Selbst wenn es "nur" ein Besitzenwollen ist, ist das doch eine große Ehre für denjenigen, der da begehrt wird.[/COLOR] Es muß doch nicht gleich jeder Liebende Sozialpädagogik studiert haben, um ja schön weich und kuschelig zu sein. Zweitens, [COLOR=orange] was soll denn eigentlich "echte" Liebe sein?[/COLOR] Wenn man das wirklich so auf die Goldwaage legen will, dann ist "echte" Liebe die Goldene Hochzeit von Oma und Opa... und alles andere ist halt reziprokes Lebensabschnittspartner-Wohlfühlen. [/SIZE] [/QUOTE] [SIZE=2] Die ganze Problematik und Tragik, die Montrose hier zum Ausdruck bringt, entspringt einer wesentlich anderen seelischen Beschaffenheit des geliebten Menschen. Dieser empfindet die (Besitz-)Ansprüche, die der Begehrende und Liebende ohne böse Absicht an ihn stellt, tatsächlich (im Extremfall) als seelische Vergewaltigung und ergreift davor die Flucht. Der Begehrende erntet die Abneigung (ob es Hass sein kann?) des Menschen, den er liebt. Das dicke Fragezeichen (siehe oben!) hat Berechtigung! Beide täuschen sich über einander. Eine Umkehrung des Hasses (wieder) in Liebe ist in einem solchen Fall vorstellbar. Ich würde mich freuen, wenn mal jemand aus eigener Erfahrung schreibt, wie und wodurch er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat und wie ihm auf diese Weise nur noch die Flucht blieb. Ist bei jemandem Hass entstanden oder ist das nicht das richtige Wort dafür? Ich selbst habe die Frau, die ich mit Sicherheit nicht nur besitzen wollte, verloren – sie hat sich unter Druck gesetzt gefühlt. Ob ich sie für immer verloren habe, weiss ich noch nicht – aber höchstwahrscheinlich. Es ist sehr schmerzlich. Und ich stehe genauso fassungslos und unglücklich vor der Unumkehrbarkeit des "Hasses" wie Montrose. Gibt es hier wirklich kein Wunder? Jedenfalls kann ich nur empfehlen, es ernst zu nehmen, wenn sich die oder der Heissbegehrte unter Druck gesetzt fühlt. Montrose: [/SIZE]"...was ist das denn für eine merkwürdige Art zu lieben"? Eben die eines Menschen, der seelisch anders beschaffen ist, seelisch anders reagiert und uns deshalb so begehrens- und liebenswert ist. (Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie oder er die oder der "Richtige" ist!) |
| Montrose | Du schreibst, als ob Du die letzten Wochen die ganze Zeit neben mir gestanden wärst. Und was Du schreibst, trifft die Sache genau. Nur an Wunder glaub ich mittlerweile nicht mehr. Wenn was verfahren ist, ist es verfahren. Irgendwann wird alles, was Du machst, falsch aufgenommen. Du kriegst einfach keine Chance mehr. |
| Hybris | Meiner Meinung nach ist Hass ein einzig pures Gefühl. Es ist bei mir wohl bereits stärker als Liebe. Ich genieße es direkt einen Menschen zu hassen. Die Liebe dagegen, ist ein Gefühl purer Anziehungskraft und dem Wunsch nach Geborgenheit, Verständnis und Gemeinsamkeit. Die Suche nach der Wärme eines anderen Menschen. Beide Gefühle lassen mich Schmerz und Leid erfahren und doch gleichzeitig Befriedigung und Glücklichkeit. Man könnte somit bei meinem Beispiel sagen: "Ich liebe den Hass, doch hasse ich nicht die Liebe. Doch die Liebe kann mich manchmal hassen und somit kann mich der Hass lieben." |
| Joan Eric Tanat | [SIZE=1] Folgende, zufällig entdeckte Textpassage deutet auf einen geheimen Zusammenhang zwischen Liebe und Hass hin, wie mir scheint: [COLOR=Orange]"Wenn zwei Menschen sich bis aufs Blut hassen, so schaffen sie damit ein Band, das ebenso fest, wenn nicht fester ist, als dasjenige, das zwischen zwei Liebenden geknüpft wird."[/COLOR] (aus "Gustav Meyrink – Auf der Suche nach dem Übersinnlichen" von Frans Smit, S. 87, Knaur-Verlag) [/SIZE] |
| Charnel | Da Hass das genaue gegenteil von Liebe ist, und ersteres aus letzerem meist entsteht, würde ich sagen : ja |
| feverish dream | man kann jemanden lieben und gleichzeitig hassen.Zumindestens in diesem Punkt bin ich mir sicher. wenn man nie erfahren hat was Liebe oder Hass ist vielleicht nicht!? Sind dies nicht auch Dinge die uns vermittelt werden? |