| LostGhost | Schon lange liegt mir ein Thema auf der Brust, über das ich schon bestimmt seit 17 Jahren nachdenke. Da es aber ein höchst diffiziles Thema ist, würde ich jeden, der gedenkt darauf zu antworten, darum bitten, hier einmal ganz besonders scharf nachzudenken. Ganz besonders würden mich auch die Statements der Frauen dazu interessieren. Könntet Ihr euch vorstellen, einen Menschen zu töten, sowohl als Frage der technischen Umsetzung als auch der seelisch- moralischen Bewältigung? Wären Situationen denkbar, wo so etwas der letzte Ausweg wäre? Gäbe es eurer Meinung nach dann die Möglichkeit des Bestehens vor dem eigenen Gewissen und vor der urteilenden Umwelt? Ich weiß, diese Frage ist ein ganz schöner Brocken und ich habe lange überlegt, ob ich sie stelle. Darum bitte ich eben jeden, seine Worte genau zu bedenken, hier geht es um Ethik und Menschenleben! Ich denke aber, die Leute, die ich bisher im Board so agieren sah, sind auch in der Lage, hier eine überlegte Antwort zu geben, also enttäuscht mich bitte nicht! gruß -lg- [Dieser Beitrag wurde von LostGhost am 22. März 2001 editiert.] |
| Trinity Goth | Hi, das ist ein sehr schwieriges Thema.....aber wenn man von einem Menschen extrem gequält wird...vergewaltig...gefoltert.....und dann diese Gesicht sieht mit der Macht ..mit einer Waffe....vielleicht würde ich abdrücken oder zustechen im Affekt.....aber die Folgen...das zu realisieren...schwierig.....ich würde jeden der so einen Mord ausgeführt hat nicht verurteilen...aber wie sehen die anderen das...ein harter Brocken wirklich... Gruss Trinity Goth ------------------ Come to: [url="http://members.nbci.com/TrinityGoth/entrance.html"]Trinity Goth's Dark World[/url] |
| DJ Darkseed | Schwer zu sagen, ich hab mir aber auch schon oft genug darüber meine Gedanken gemacht. Ich kann´s nicht mit Sicherheit sagen, aber ich denke, wenn jemand eine Person, die ich liebe, schwer misshandelt oder tötet, dann wär ich wohl dazu bereit ihn (oder sie) umzubringen. ------------------ [i]Carpe Mortem[/i] [b]: : : Seed : : :[/b] [url="http://www.djdarkseed.de"]DJ Darkseed´s Domain[/url] |
| Samael | Ich persönlich werde einen Menschen töten können, sowohl von den technischen Möglichkeiten her(es ist wirklich verdammt einfach, ein Leben auszulöschen, das machen sich nur die meisten Leute nicht bewusst.)als auch vom moralischen Standpunkt aus, wenn ich dazu gezwungen werde.Wenn jemand mein Leben, oder das eines anderen Menschen bedroht und ich diese Bedrohung nur dadurch abwenden kann, daß ich ihn töte oder er möglicherweise durch meine Reaktion getötet wird, bin ich bereit dies zu akzeptieren.Ich weiss, daß man damit ein anderes Leben unwiederbringlich auslöscht, aber auch das ist ein Teil des Lebens, auch wenn man davon heutzutage in unseren Breiten Gott sei Dank nicht mehr so viel mitbekommt.Diese Entscheidung muss aber wohl jeder für sich selber treffen und man sollte sich bewusst sein, dass man den Tod des anderen Menschen, sollte er auch noch so "böse" gewesen sein, immer mit sich selber herumtragen wird. Die urteilende Umwelt hat nichts damit zu tun, man macht diese Sache ganz alleine mit sich aus. Man sollte zu diesem Thema wirklich nicht leichtfertig antworten, vor allen Dingen sollte man sich wirklich schon längere Zeit mit dieser Thematik beschäftigt oder sie für sich abgehakt haben... (Übrigens LG, wieso fragst du denn nach der technischen Umsetzung?) |
| ancient | hi! jeder mensch kann töten ! sei es im krieg ,zum schutz seiner selbst in notwehr,aus rache oder aus habgier ! man muß nur einen grund haben.das kann ein persöhnlicher oder ein idealistischer sein.einen soldaten wird es nicht interessieren wer oder was sein gegner ist ! er kämpft in seinen augen für eine gerechte sache und macht sich später keine vorwürfe darüber wie viele gegner er umgebracht hat ! auch beim töten aus rache und habgier ist in den augen des täters alles logisch zu erklären.das töten ist in diesem moment für ihn nur die durchsetzung seiner ziele.moralische bedenken gibt es bei solchen menschen nicht.logisch ,sonst könnten sie die tötung eines anderen wohl kaum durchführen. fast immer machen sich nur leute später gedanken die jemandem im effect,fahrlässig oder in notwehr getötet haben ! sie können es nicht mit ihrem gewissen vereinbaren jemand anderen,ohne eigentlichen grund,umgebracht zu haben.gerade bei notwehr trifft man oft menschen die ihre angreifer garnicht töten sondern nur abwehren wollten. diesen leuten fehlt der eigentliche grund oder antrieb jemand anderen zu schaden.je mehr sie sich mit ihrem opfer beschäfftigen desto großer wird ihr seelischer druck.einige müssen ihr ganzes leben in ärztlicher behandlung bleiben weil sie ständig diese eine situation erleben. wie die tötung eines anderen mech.abläuft spielt überhaupt keine rolle.natürlich ist es einfacher den abzug einer pistole zu drücken oder einem mit einem schweren gegenstand den kopf einzuschlagen als mit einem messer zu durchbohren oder zu erwürgen.zumal der todeskampf viel länger dauert und sich somit in euer gedächtnis brennt. aber glaubt mir wenn es zu einem kampf auf leben und tod kommt,werdet ihr alle gegenstände einsetzen die ihr zu fassen bekommt ! also jemand der sagt er könne nicht töten lügt ! wenn auch nicht vorsätzlich ! er brauch nur einen grund für sein gewissen !mehr nicht. so viel spaß noch ancient [Dieser Beitrag wurde von ancient am 23. März 2001 editiert.] |
| Kriegerin | töten?warum nicht? nun,ich denke jeder der einen gesunden selbsterhaltungstrieb hat,könnte das. allerdings wohl eher in ausnahmesituationen,wenn es beispielsweise einem selbst an den kragen geht,oder aber den eigenen kindern!!! töten aus rache allerdings,lehne ich dann doch ab,da finde ich, gibt es effizientere wege jemanden zu quälen. ich glaube,keiner hat das recht,ein leben einfach so,nach seinem gutdünken auszulöschen.ganz davon ab,halten mich persönlich auch diverse gesetze von solchen dingen ab...denn ich überlege es mir dreimal,ob ich dafür selber in den bau wandern möchte...denn denn zum perfekten mord gehört schon einiges! moralisch ist es schon vertretbar,tötet man aus selbstschutz,oder um seine kinder zu schützen.die natur hat es eben so eingerichtet (jedes tier tötet um die art zu erhalten,und sei es auf der jagt) der mensch unterscheidet sich vom tier meiner meinung nach auch nur in diesem einen punkt:moral was die technische umsetzung betrifft...nun,ich denke,wenn man wirklich in einer notlage ist,kann man mit allem töten,auch ohne technische hilfsmittel,wie messern und waffen...dann bringt man es glaube ich auch fertig nur mit den händen jemanden ins jenseits zu befördern. was ich mich allerdings frage ist...warum denkt jemand 17 jahre lang über soetwas nach? tja... in diesem sinne... ALLES LIEBE die Kriegerin ------------------ "...und du wirst nicht wiederkehren ohne wunden!" |
| LostGhost | Hi, ich möchte das Thema hier noch einmal ein wenig konkretisieren. Die Frage der technischen Umsetzung kommt hier offensichtlich falsch an. Ich meine damit, daß im Film Menschen immer sehr sauber und schnell sterben, aber hier die Realität eine andere ist. In einem Menschen stecken 5-6 Liter Blut und jede Menge Lebenswillen. Schußwaffen können wir alle vergessen, wir besitzen kaum welche, außerdem ist treffen eine schwierige Sache. Die meisten Menschen würden mir auf 30 Meter mit einer Pistole keine Angst mehr machen. Es wird auch nur bei ausgesprochenen Glückstreffern ein Schuß ausreichen. Wahrscheinlicher ist die Tötung durch scharfe oder stumpfe Gewalt, also Schnitt und Schlag. Und in diesem Moment wird es richtige Handarbeit. Du schaust dem Menschen in die Augen, spürst seinen Atem, riechst ihn und spürst seinen Körper. Man müßte erleben, wie lange es braucht, bis er tot, das Leben entwichen ist. @Kriegerin Über so was denke ich schon ewig nach und ich bin einfach erstaunt, wie häufig sich meine Position dazu geändert hat, vielleicht weil diese Antwort immer auf Messers Schneide steht und kleinste Anlässe ausreichen, sie zu kippen! Zum Trost für alle, ich suche keine Anleitung, weil ich jemanden nicht leiden kann! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] gruß -lg- |
| Samael | @Ancient: Glaube nicht, daß LG diese Leute gemeint hat, sondern "Normalos", Bürger aus einem "zivilisierten" Land mit Job und Wohnung und Knete auf der Bank, bei denen Motive wie Habgier und Fanatismus etc. keine Rolle spielen(oder?) Und es gibt viele Leute, die nicht töten können, gerade in unserer "Zivilisation", weil gerade in unseren Breiten der Selbsterhaltungstrieb und der Instinkt oft nur noch rudimentär vorhanden ist, diese Leute sind dann einfach zu blockiert, um um ihr Überleben zu kämpfen. @LG: Hmm, die Sache mit den Schusswaffen würd ich hier nicht so einfach abtun, denn die gibt es auf dem Schwarzmarkt mehr als genug und es gibt auch mehr als genug Schwachköpfe, die sich eine zulegen.Und mit dem Treffen ist das gar nicht so schwer, wenn man das nur ein wenig geübt hat.Es gibt auch fast niemanden der eine Faustfeuerwaffe auf eine größere Entfernung hin einsetzt, es ist eine Waffe für die nahe Distanz.Und auf die Entfernung von 10-15 Metern trifft man verdammt gut(schieße selber) auch als ungeübter Schütze. Zum schnellen sterben, wie es in den Filmen vorkommt...es stirbt sich wirklich schnell.In den Filmen wird eigentlich sogar zu langsam gestorben, wenn es um die Einwirkung auf eine andere Person ohne Waffe geht, z.B. Martial Arts Filme.Da steht dann einer noch mindestens 5 mal auf, nachdem er einen Tritt an den Kopf bekommen hat, der ihm das Genick hätte brechen müssen.Es gibt soviele verwundbare Stellen am menschlichen Körper, die bei einem guten Treffer zum Tode oder einer schweren Verletzung führen, die meisten Leute kennen sie nur nicht(ist auch besser so, sollte nur in den Händen von Experten liegen).Und wie lange es braucht, bis das Leben aus demjenigen entwichen ist, hängt auch von Art und Stelle des Angriffs ab.Wenn du jemandem das Genick brichst ist er quasi sofort tot, wenn du ihm aber "nur" den Kehlkopf einschlägst oder ihn würgst, musst du warten, bis er erstickt ist und das Gehirn keinen Sauerstoff mehr bekommt(dauert ein bißchen)etc. |
| Stern | Zitat: |
| Fee | Ich möchte hier mal eine andere Situation ansprechen, in der ich töten könnte bzw. würde: Ich rede von Sterbehilfe. Wenn eine Mensch derart leidet und keine Lebensqualität und auch -willen mehr hat und keine Aussicht auf Linderung besteht, sich aber selbst nicht helfen kann, dann hätte ich kein Problem, denjenigen von seinen Qualen zu erlösen. Leider ist dies in unserem Lande strafbar, das wäre aber auch der einzige Grund, der mich davon abhalten würde. Zu dem anderen Aspekt muß ich sagen, daß man natürlich in Situationen, wie Mißhandlungen, Vergewaltigungen und Mord einen derartigen Haß entwickelt, daß man die Täter am liebsten tot sehen möchte, gerade wenn es einen selbst betrifft oder Personen, die man liebt. Einmal aus Rache und Vergeltung, aber auch zur Vorbeugung erneuter Verbrechen. Man hört ja oft von Menschen, die in solchen Extremsituationen über ungeahnte Kräfte verfügen und dann glaube ich schon, daß man jemanden töten kann. Aber will man sich wirklich mit dem Tod, dieses Menschen belasten. Vielleicht überkommen einen früher oder später Schuldgefühle. Immer hat man sein Gesicht im Todeskampf vor sich und er schafft es somit, einen auch noch nach seinem Tod zu quälen. Fee |
| pulSar | hi LG.... "Du sollst nicht töten"! Es muss schon eine sehr extreme Ausnahmesituation aufkommen... Wie DJ Darkseek meinte.. z.B. wenn jemand, den ich liebe oder der mir sehr nahesteht misshandelt oder getötet oder lange zeit gequählt wird.. wenn SOWAS auftreten sollte, wäre ich bereit zu töten.. zumindest von meiner moral her.. (dass man im konflikt mit dem gesetz steht ist ja was anderes - und ich denke das wissen über die strafe würd mich auch davon abhalten).. technisch... ich bin mir sehr sicher, dass ich es von hand nicht könnte - auch nicht mit nem messer oder so.. und mit schusswaffen kann ich weder umgehen noch hab ich eine.. also.. was bleibt ist entweder der affekt (dann schafft man wohl alles) oder die hinterlist.. das kalkül, die taktik, die planung... es gibt so viele möglichkeiten für tragische unfälle in dieser welt... und so viel estoffe, die der menschliche organismus nicht so recht verträgt... selbstverteidigung ist natürlich die andere seite - man kann auch sagen notwehr.. aber das ist aus meiner sicht klar.. und der selbsterhaltungstrieb den jedes wesen kennt! |
| Stern | hi lg, ich will dir hier jetzt nicht dein thema absprechen, aber mich würde in diesem zusammenhang deine bezw die meinung der anderen zur Todesstrafe interessieren. den auch bei diesem thema geht es grundsätzlich um den vorsätzlichen mord an einem menschen, wo sich sogleich die frage stellt: wann hat ein mensch den tot wirklich verdient??? grüße stern* |
| LostGhost | Hi, nach dem ich dieses „leichte“ Thema so ein wenig einwirken lassen hab, will ich nun auch einmal meine Position dazu umschreiben. Tötung im Affekt: Affekthandlungen schließen Steuerungsfähigkeit weitgehend aus, d. h. hier ist nichts zu bedenken, das macht ja den Affekt aus, also irrelevant. Tötung aus Rache: Hier wird es knifflig. Ich stelle mir immer vor, was in mir vorginge, wenn irgend ein Scheißkerl meinen Engel vergewaltigen würde. Mord, Mord, Mord- ist da der erste Gedanke. Aber die Schwere der Tat hin und her, bin ich Gott, daß ich über das Leben anderer entscheiden darf? Wohl eher nicht! Was wären die Konsequenzen- ich im Knast, mein Engel allein und mit noch mehr Kummer beladen, zum Schluß tut sie sich vielleicht noch etwas an, weil die Woge über ihr zusammenschlägt- nein das ist keine Lösung. Das soll nicht heißen, daß ich unerschütterliches Vertrauen in den Rechtsstaat hätte, nur die Konsequenzen der Eigeninitiative würden noch mehr Leid für mich, meinen Engel und den Täter bedeuten. So tief auch Haß, Zorn und Verachtung sitzen, letztlich würde ich davor zurückschrecken. Tötung im Krieg: Ich gehöre zur Nachkriegsgeneration *g*, also schau ich auf meinen Opa. Dem hat ein britischer Scharfschütze im Mai 1945 bei seinem ersten Kampfeinsatz durch die Schulter geschossen. Überspitzt gesagt, ist er ihm dankbar, denn dieser Schuß hat ihn davor bewahrt, in die Situation zu kommen, Menschen zu töten oder getötet zu werden. Ich will nicht sagen, er hätte im Ernstfall nur in die Luft geschossen, nur dieser Gewissenskonflikt ist ihn erspart geblieben. Dafür ist er heute noch sehr dankbar. Ich kann das nachvollziehen. Zur technischen Seite: Ich denke, man muß hier trennen, zwischen der Beibringung einer tödlichen Verletzung und dem Töten. Jemanden die Kehle mit einem Rasiermesser durchzuschneiden ist kein Problem, es ist ein Schnitt und der ist absolut tödlich. Aber das Opfer stirbt im schlechtesten Fall durch Blutaspiration und Verbluten. Das ist nicht in 30 Sekunden getan. Wenn man dann auch nichts mehr tun kann oder muß, so sieht man hier doch hautnah die Konsequenzen und das Leid, das man verursacht hat. Vergleichbar ist es mit Schußwunden. Ich glaube, wenn ich das mit ansehen würde, so würde ich damit nie fertig werden, unabhängig von Schuld oder Unschuld. @Fee Das Problem der Sterbehilfe würde ich lieber in einem neuen Thema behandeln, um die Diskussion hier nicht zu verwässern. Ich denke, das wird auch gleich erledigt, einige interessante Beispiele dazu habe ich auch. gruß -lg- |
| Samael | @ LG: Also, es wäre für dich ein Problem, mitanzusehen wie ein Mensch stirbt, dem du, aus was für einem Grunde auch immer, eine tödliche Verletzung beigebracht hast.Wenn du ihn aber in der gleichen Sekunde, in der du ihn angreifst, auch tötest, wäre das kein Problem!? Sorry, aber ich glaube nicht, daß das so einfach ist.Der "schwierige" Aspekt dabei ist, daß man sich gewahr sein muss, selber ein anderes lebendes,denkendes und fühlendes Wesen für immer ausgelöscht zu haben.Nicht die Art und Weise, wie man das bewerkstelligt hat.Ob du dich jetzt an das Blut und das Röcheln des Opfers erinnerst oder daran, wie dieser leblose Körper mit offenen, toten Augen dagelegen hat, da tut sich im Schreckensaspekt nicht viel, vieleicht ist das Zweite sogar schlimmer als das Erste... |
| Aragorn | Ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht. Aber wirklich einen Schulß der Gedankengänge, also ein klares Ergebniss habe ich nie gehabt. Ja, ich würde einen Menschen töten, der meiner Fammilie oder mir ein schweres Leid getan hat! Ich bin nämlich generell der Überzeugung, das Gewalt keine Lösung ist! Sie sollte in einer perfekten Welt nicht nötig sein! Ich finde ,daß sie nur dann eingesetzt werden darf ,wenn Du oder Deine Familie(Personen,die Du liebst) in wirklich akuter (Lebens-)gefahr bist/seid! Jedoch hoffe ich NIEMALS in die Situation geraten zu müssenvor solch einer Entscheidung zu stehen, aber ich würde versuchen die Gefahrenquelle nicht zu töten, sondern ehr unsschädlich zu machen(entschuldigt die Formen)! Allerdings drängt sich Frage nach der Rechtfertigung der Todesstrafe auf, wenn man über dieses Thema spekuliert! Dazu möchte ich gerne sagen, daß ich sie für Kinderschänder oder generell Sexualstraftäter einführen würde, aber da sie soo engültig ist, würde ich versuchen den Mann zu resozialisieren, notfalls durch Kastration oder ähnliches. Ein andere besser Weg wäre das Lebenslange eisperren, da dieses Urteil wiederrufen werden kann. Aber die Verbrecher dürften auf keinen Fall wieder hinaus! Ich hoffe, das mir wenigsten einige zum Teil zu stimmen(Ansätze las ich ja bereits ,die in meine Richtung tendierten)! ------------------ Mit den besten Empfehlungen Seine Durchlauchtheit Aragorn |
| Samael | @ Aragorn: Ähhh, du widersprichst dir selber... Zitat:Ich bin nämlich generell der Überzeugung, das Gewalt keine Lösung ist! Sie sollte in einer perfekten Welt nicht nötig sein! Ich finde ,daß sie nur dann eingesetzt werden darf ,wenn Du oder Deine Familie(Personen,die Du liebst) in wirklich akuter (Lebens-)gefahr bist/seid! und weiter...: Zitat [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img]azu möchte ich gerne sagen, daß ich sie(die Todesstrafe!) für Kinderschänder oder generell Sexualstraftäter einführen würde, aber da sie soo engültig ist, würde ich versuchen den Mann zu resozialisieren, notfalls durch Kastration oder ähnliches. Ähmmm, das widerspricht sich doch total.Mal ganz davon abgesehen, woran mich dein Vorschlag mit der Kastration erinnert.Ich will ja wirklich keinem zu Nahe treten, aber ich finde doch, du solltest erst mal ganz genau über deine Aussage nachdenken, ehe du schreibst. Wie es beim Urmel immer heißt: Erst gedächt, dann gemächt...!!! |
| wendy | in situationen größter gefahr für das eigene leben, oder das der liebsten, oder auch evtl. das eines hilflosen fremden, würde wohl fast jeder töten, wenn die situation keinen anderen ausweg zuläßt. das liegt in unsrer natur. was das eigene gewissen hinterher dazu sagt, das ist ein anderes thema. wovon hier jedoch noch nicht gesprochen worden ist, sind die tausendmillionen tötungen an der seele, die wir menschen uns tag für tag antun. wenn die gefühle, die selbstachtung, der respekt, die freundschaft, die liebe, was auch immer, jeden tag aufs neue getötet werden. durch lieblosigkeit, durch kontrollmechanismen, aus angst, sein inneres preiszugeben, aus tausendmillionen gründen. dieses töten kann noch viel grausamer sein, es kann ein langes leben lang dauern... ------------------ |
| Aragorn | @Samael: Ich bin der Überzeugung das Gewalt nur im äußersten Notfall angewandt werden darf und ich wünsche jedem Menschen, daß es für ihn nie nötig sein wird. Ich denke, daß man solche Leute nicht umbringen sollte, aber dafür ihnen eine wirklich lebenslange Strafe ohne die sie nicht zum Wiederholungstäter werden können entfernt! Denk mal drüber nach ES HAT SINN, nur weil Du ihn nicht siehst solltest Du nicht gleich nörgeln! ------------------ Mit den besten Empfehlungen Seine Durchlauchtheit Aragorn |
| DJ Darkseed | Zitat: |
| Samael | @Aragorn: Da kann ich nur DJ Darkseed zustimmen, der Satz macht keinen Sinn.Und ich nörgele nicht, weil ich den Sinn nicht verstehe, sondern weil keiner da ist.Und nörgeln ist es ja eigentlich auch nicht, denn sowas macht man aus bösem Willen, der bei mir nicht vorhanden ist.Ich lege nur meine Meinung dar, für meine spitze Zunge kann ich nix... :-b |
| Aragorn | Also: Ich finde ,daß der Tod keine Strafe ist, die ein Mensch über einen anderen Aushängen sollte! Sondern ihnen lieber eine Strafe geben, die meiner Meinung nach noch in menschlichen Ermessen liegen. Das und nichts anderes will ich hiermit ausdrücken! ------------------ Mit den besten Empfehlungen Seine Durchlauchtheit Aragorn |
| Scimithar | NEIN! Auch wenn ich mich in guter Gesellschaft von meistenteils potentiellen Mördern zu befinden scheine, denke ich doch, dass ich nie einen Menschen würde töten können. Was soll mir denn bitte das Recht geben, über das Leben eines anderen zu entscheiden? Welchen Maßstab nehme ich denn, um zwei Existenzen gegeneinander abzuwägen? Ein Tier folgt seinem Überlebensinstinkt und tut alles, um sich zu retten. Ich bin aber ein Mensch und muss eventuell damit klarkommen, ein anderes Bewußtsein ausgelöscht zu haben. Es gibt nur ein einziges Leben, über das ich frei verfügen kann und das ist mein eigenes. Ich bin absolut nicht legitimiert, schon gar nicht aufgrund meiner eigenen Vorstellungen und Überzeugungen, einen anderen Menschen als weniger wertvoll als mich einzuschätzen und mir sozusagen selbst die Lizenz zum Töten zu geben. Und wenn der andere, ebenso wertvoll wie ich seiende Mensch mir gerade ans Leder will oder mir (meiner Meinung nach) egal wie großes Unrecht zugefügt hat, dann ändert das gar nichts daran. Und wenn ich in einer der weiter oben beschriebenen Extremsituationen wegen meiner Einstellung umkmmen sollte, dann würde ich nicht sagen, dass das an MEINER Überzeugung liegt... ------------------ www.wod-magus.de Things to meet, people to do. |
| Samael | @ Aragorn: Also, um es jetzt wirklich auf den Punkt zu bringen: Du bist gegen die Todesstrafe, aber hin und wieder hast du das (verständliche) Gefühl, daß die Justiz nicht ausreicht, den Täter zu bestrafen oder die Umwelt vor ihm zu schützen! O.K. kann ich nicht widersprechen, ist halt so... @ Scimithar: Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, der Mensch ist auch ein Lebewesen, daß einem Instinkt folgt.Leider nur noch rudimentär, denn schau dir mal an, was die lustige Menschheit, die ja so weit durch ihre vergeistigte Art über den anderen Lebewesen steht, auf diesem Planeten anrichtet, sowas macht KEIN anderes Lebewesen!(eventuell ein lustiges neues Thema) O.K. du lässt dich also lieber töten und freust dich dann, daß dein Mörder ganz bestimmt schreckliche Gewissenskonflikte bekommt, die du ja jetzt nicht zu haben brauchst, du bist ja tot und hast alles hinter dir...*lol* Sorry, aber sowas ist für mich das beste Beispiel dafür, daß irgendwas mit der Menschheit faul ist, wenn man dafür, daß man die Aussage trifft, daß man doch gerne weiterleben möchte wenn man angegriffen wird, als Mörder tituliert wird. *kopfschüttel* Wie ist denn das mit den Tieren, ißt du Fleisch oder bist du Vegetarier?Selbst wenn, auch Pflanzen sind Lebewesen, sie können nur nicht mit uns kommunizieren, also um zu überleben tötest du auch, wenn in diesem Fall auch passiv.Ist aber leider nun mal ein Naturgesetz über dem auch der Mensch nicht steht.Wenn du es schön findest, keinen Überlebenswillen zu haben, bitte, dein Problem!Ich lass mich nur nicht gerne als potentiellen Mörder bezeichnen, denn Mord ist etwas anderes.Ich hoffe nur, daß du niemals deine Einstellung in der Realität umsetzen musst, wäre doch Schade um dich... |
| Samael | Irgendwie erscheint mein Beitrag nicht... @ Aragorn: Also, um es jetzt wirklich auf den Punkt zu bringen: Du bist gegen die Todesstrafe, aber hin und wieder hast du das (verständliche) Gefühl, daß die Justiz nicht ausreicht, den Täter zu bestrafen oder die Umwelt vor ihm zu schützen! O.K. kann ich nicht widersprechen, ist halt so... @ Scimithar: Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, der Mensch ist auch ein Lebewesen, daß einem Instinkt folgt.Leider nur noch rudimentär, denn schau dir mal an, was die lustige Menschheit, die ja so weit durch ihre vergeistigte Art über den anderen Lebewesen steht, auf diesem Planeten anrichtet, sowas macht KEIN anderes Lebewesen!(eventuell ein lustiges neues Thema) O.K. du lässt dich also lieber töten und freust dich dann, daß dein Mörder ganz bestimmt schreckliche Gewissenskonflikte bekommt, die du ja jetzt nicht zu haben brauchst, du bist ja tot und hast alles hinter dir...*lol* Sorry, aber sowas ist für mich das beste Beispiel dafür, daß irgendwas mit der Menschheit faul ist, wenn man dafür, daß man die Aussage trifft, daß man doch gerne weiterleben möchte wenn man angegriffen wird, als Mörder tituliert wird. *kopfschüttel* Wie ist denn das mit den Tieren, ißt du Fleisch oder bist du Vegetarier?Selbst wenn, auch Pflanzen sind Lebewesen, sie können nur nicht mit uns kommunizieren, also um zu überleben tötest du auch, wenn in diesem Fall auch passiv.Ist aber leider nun mal ein Naturgesetz über dem auch der Mensch nicht steht.Wenn du es schön findest, keinen Überlebenswillen zu haben, bitte, dein Problem!Ich lass mich nur nicht gerne als potentiellen Mörder bezeichnen, denn Mord ist etwas anderes.Ich hoffe nur, daß du niemals deine Einstellung in der Realität umsetzen musst, wäre doch Schade um dich... |
| Samael | @ Aragorn: Also, um es jetzt wirklich auf den Punkt zu bringen: Du bist gegen die Todesstrafe, aber hin und wieder hast du das (verständliche) Gefühl, daß die Justiz nicht ausreicht, den Täter zu bestrafen oder die Umwelt vor ihm zu schützen! O.K. kann ich nicht widersprechen, ist halt so... @ Scimithar: Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, der Mensch ist auch ein Lebewesen, daß einem Instinkt folgt.Leider nur noch rudimentär, denn schau dir mal an, was die lustige Menschheit, die ja so weit durch ihre vergeistigte Art über den anderen Lebewesen steht, auf diesem Planeten anrichtet, sowas macht KEIN anderes Lebewesen!(eventuell ein lustiges neues Thema) O.K. du lässt dich also lieber töten und freust dich dann, daß dein Mörder ganz bestimmt schreckliche Gewissenskonflikte bekommt, die du ja jetzt nicht zu haben brauchst, du bist ja tot und hast alles hinter dir...*lol* Sorry, aber sowas ist für mich das beste Beispiel dafür, daß irgendwas mit der Menschheit faul ist, wenn man dafür, daß man die Aussage trifft, daß man doch gerne weiterleben möchte wenn man angegriffen wird, als Mörder tituliert wird. *kopfschüttel* Wie ist denn das mit den Tieren, ißt du Fleisch oder bist du Vegetarier?Selbst wenn, auch Pflanzen sind Lebewesen, sie können nur nicht mit uns kommunizieren, also um zu überleben tötest du auch, wenn in diesem Fall auch passiv.Ist aber leider nun mal ein Naturgesetz über dem auch der Mensch nicht steht.Wenn du es schön findest, keinen Überlebenswillen zu haben, bitte, dein Problem!Ich lass mich nur nicht gerne als potentiellen Mörder bezeichnen, denn Mord ist etwas anderes.Ich hoffe nur, daß du niemals deine Einstellung in der Realität umsetzen musst, wäre doch Schade um dich... |
| Blackadder | Ich denke auch das Notsituaotionen in fast jedem Menschen die letzten Rest des Ur-Instinktes auslösen.Mal ehrlich:Wer von uns würde ,wenn sein Leben von einer Person unmittelbar bedroht wird(sei es per Pistole,Messer,Wattebausch)lange überlegen "Ist es richtig dieses Leben jetzt auszulöschen?Kann ich das vor meinem Gewissen verantworten?"Nein,ich denke,da würde jeder zuerst versuchen,salopp gesagt,senen Arsch zu retten. An das Thema "Rachemord und Co." kann man glaube ich nicht mit so generellen Überlegungen rangehen.Das hängt wirklich stark von der eigenen Person ab und wie sehr man verletzt wurde.Ich denke,es gibt viele Gründe die einen zu einer solchen Tat treiben,die einem im ersten Moment logisch erscheint,aber niemand weiss wie er später darüber denkt.Ich selber hatte noch nie den direkten Wunsch jemanden zu töten,weiss daher nicht,ob ich dazu fähig wäre. BLACKADDER |
| Scimithar | Zitat: |
| Sarcan | @Samael [QUOTE]Irgendwie erscheint mein Beitrag nicht... [QUOTE] Ich kann dir einen leihen, bei mir werden drei angezeigt... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Folgendes dazu: Das Board liegt auf dem Webspace eines Anbieters, der manchmal ein wenig überlastet ist. Das kann ein Grund sein. Wenn aber die Meldung 'Danke, ihr Beitrag wurde erstellt...' kommt hat das auch mit Sicherheit funktioniert. Andere Möglichkeit: Du hast die Seite entweder gespeichert oder zu den Favoriten hinzugefügt, in dem Fall mußt du (warum auch immer) warten, bis sich das Thema wider aufgebaut hat und dann auf Aktualisieren klicken. @Scimithar Was ethische und moralische Grundsätze angeht kann ich dir eigentlich nur zustimmen, nur die bin ich weiterhin der Meinung, daß der Mensch unberechenbar ist. Es ist ein wenig unfair von mir, daß zu bringen, aber setz dich mal mit folgendem auseinander: Irgendsoein Kerl, den du noch nie in deinem Leben gesehen hast, vergewaltigt und tötet auf brutalste Wiese deine kleine Schwester. Glaubst du ernshaft, in diesem Moment noch klar denken zu können? Wenn du ihm gegenüberstehen würdest würdest du deiner Wut freien Lauf lassen, und ich bin sicher, die Gewissensbisse wären hinterher minimal. Es gibt Bereiche im Zusammenleben unter den Menschen, bei denen das logische Denken ganz einfach aussetzt. Davon kann sich niemand freisprechen, der Mensch ist und bleibt in letzter Konsequenz irrational. Es ist leicht zu sagen, daß Rache die Toten nicht zurückbringt (von The Crow mal abgesehen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img]), aber letztlich bin ich mir sicher würde ich alle guten Vorsätze über den Haufen werfen. Nicht als Widergutmachung, sondern weil so ein Kerl sein Recht auf Leben in meinen Augen mit Sicherheit verwirkt haben wird, ganz egal wie ich momentan dazu stehe. @Aragorn Kastration wirkt nicht. Warum hab ich schon in 'bewegende Gedicht' von Sansonnetausgeführt. @DieArmenKleinenTierchen Bin bekennender Carnivore. Resultiert aus meiner stark asozialen Ader gegenüber unseren mitlebewesen aus Flora und Fauna, ich ziehe ein Steak einer Kuh ganz einfach vor. Moralisch verwerflich, daß ist mir schon klar - aber ich bin nun mal einfach kein guter Mensch. ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Aragorn | Also hat mich Samael doch verstanden *überglücklich*. Man muss ein Mittel finden diese Menschen "unschädlich" zu machen, das ist meine Meinung! ------------------ Mit den besten Empfehlungen Seine Durchlauchtheit Aragorn |
| Samael | Sorry an alle für meine drei Beiträge, aber irgendwie hat mein Compi garnichtmehr reagiert... @ Aragorn: Klar hab ich dich verstanden, hast dich ja jetzt auch mal verständlich ausgedrückt... *zwinker* @ Scimithar: Du machst es dir bei deinem Standpunkt ein wenig bequem, meiner Meinung nach. Im Grunde stimme ich ja zu, daß die Tötung eines Lebewesens aus niederen Motiven nicht gut zu heißen ist, sondern im Gegenteil, sogar verdammenswert genannt werden darf, aber zu töten um zu überleben ist nun mal auch ein Teil der menschlichen Natur, davon bin ich fest überzeugt. Man kann immer mit der ach so hohen Moral kommen um etwas anderes zu verdammen.Und das geschieht in dieser kopfgesteuerten Gesellschaft immer wieder, es werden geistige Ergüsse und Gebilde fabriziert, die in der realen Situation sofort auseinanderfallen würden. Wenn die Menschen mal mehr zu ihrer auch instinkthaften Natur stehen würden, wäre viel getan, denn man braucht die Mischung aus Instinkt und Verstand, aber meistens wird eines von beiden überbewertet... Und woher willst du wissen, daß die Menschen die einzigen Lebewesen mit Bewusstsein sind? Ist natürlich ne ätzende Frage, weil du dann mit irgendwelchen wissenschaftlichen Experimenten kommst und ich darauf dann sage, daß es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt (um mal die Worte aus einem anderen Thema zu verwenden ;-)) als die Wissenschaft heute beweisen kann! Ich wehre mich einfach gegen die Vorstellung des aufgeklärten Menschen, der ja sooo weit über der übrigen Natur steht und dessen Götter der Geist und die Wissenschaft sind... (Oh Gott und sowas sage ich als Geisteswissenschaftler *koppschüttel*) |
| Scimithar | Ich treffe meine Aussage als der, der ich jetzt bin. Es ist klar, dass andere Menschen anders darüber denken und ich erwarte nicht, dass jedes Opfer von Gewaltverbrechen oder jedes Kind aus Krisengebieten diese Einstellung hat oder auch nur verstehen müsste. Selbstverständlich weiß ich auch, in der glücklichen Situation zu sein, mich noch nie mit wahrer Gewalt direkt konfrontiert gesehen zu haben und mir darum vielleicht eher eine solche Sicht der Dinge leisten zu können. Trotzdem stehe ich zu meiner Meinung, dass Töten verboten ist. Und die Praktikabilität dieser Haltung haben genügend Friedensstifter und berühmte Verfechter des gewaltlosen Widerstandes eindrucksvoll bewiesen. Ich denke, dass jeder Mensch dahin kommen könnte, nach dieser Maxime zu handeln, auch wenn es hart auf hart kommt. Und das Argument mit Instinkt v.s. Verstand kann ich wohl so nicht stehen lassen. Tiere töten nur aus Instinkt, um sich zu ernähren. Da ich meine Mitmenschen aber nicht futtern will, kann ich das wohl ganz fallen lassen. Und wenn es in Selbstverteidigung des eigenen Lebens oder das der Kinder zum Töten kommt, dann ist das im Prinzip nicht so beabsichtigt, sondern eher ein Unfall. Wenn die Schlange das Zebra beißt, dann denkt die ja nicht "Ha, jetzt bist du dran, Streifi!", sondern wehrt sich reflexartig gegen das Zertrampeltwerden - dumm für das Zebra... Nur Menschen töten aus Rache, Gier oder Hass, nur dem Menschen als bewußtes Wesen ist es möglich, bewußt zu töten, also den Tod des Opfers willentlich zu planen und herbeizuführen. Da es aber für den Menschen unnatürlich ist, sich von Seinesgleichen zu ernähren, dürfte es eigentlich nie dazu kommen, dass ein Mensch den anderen umbringt. Wenn ein Irrer mit einer Knarre vor mir steht und ich schicke ihn auf die letzte Reise (Man muss schließlich sein Leben verteidigen, nicht?), dann kann ich im Endeffekt trotzdem schließen: Ergebnis: ein ausgelöschtes Bewußtsein Grund: menschliches Versagen Von der Konstruktion blöder Beispiele, dass etwa ein fetter Kerl auf einen Höhleneingang fällt und dank eines Rückgratbruchs bewegungslos liegenbleibt, worauf der höhlenbewohnende Einsiedler gezwungen ist, sich mit einer Kettensäge durch den biologisch voll funtionsfähigen, jedoch übergewichtigen Körper schneiden zu müssen, um in seinem Loch nicht zu ersticken oder dass Opfer eines Flugzeugabsturzes (alle überlebend) mit der Situation konfrontiert sind, sich gegenseitig zu fressen, um auf dem kargen Felseiland, auf das sie sich gerettet haben nicht zu verhungern bitte ich im Interesse einer seriösen Diskussion abzusehen... Und das mit anderen bewußten Lebewesen will ich hier nicht diskutieren. Der Mensch hat Bewußtsein und bleibt am Leben, Tiere nicht und darum werden sie verputzt. Wenn sich das erwachte Kollektivbewußtsein der Rinder mit BSE rächt, ihr Hinweise auf cleveres Gemüse findet (Guckt hier eigentlich wer Futurama?) oder sich irgendwelche intelligenten Aliens in unser Ökosystem schleichen, dann werde ich meine Thesen entsprechend modifizieren müssen. Bis dahin stehen erwärmte Tierkadaverteile bei mir auf der Speisekarte... ------------------ [url="http://www.wod-magus.de"]www.wod-magus.de[/url] Things to meet, people to do. [Dieser Beitrag wurde von Scimithar am 25. März 2001 editiert.] |
| DJ Darkseed | Zitat: |
| Samael | @ Scimithar: Daß nur Menschen "grundlos" töten und Tiere nur aus dem Antrieb zu fressen oder sich zu verteidigen, ist leider falsch. Man nehme nur unsere nächsten Verwandten oder Delphine oder bei den Insekten, dort werden sogar regelrechte Kriege geführt.Auch Tiere können "bewußt" töten, zwar nicht alle, aber immerhin ein paar. Zu dem Irren mit der Knarre und deinem Fazit: Wessen menschliches Versagen ist denn dann der Grund, seines oder deines weil du deinen Entschluß nicht aufrechterhalten konntest? (Den du ja auch mit dieser Aussage schon wieder relativiert hast!!!) Zitat [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img]Man muss schließlich sein Leben verteidigen, nicht?) P.S.: Ich bin übrigens kein Vegetarier, falls du das denken solltest, ich verspeise alles, was mir in die Quere kommt! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ Nietzsche sagt: "Gott ist tot!" Gott sagt: "Nietzsche ist tot!" [Dieser Beitrag wurde von Samael am 25. März 2001 editiert.] |
| Scimithar | @Samael Nun, leider bin ich in der Tierkunde ziemlich unbewandert, daher kann ich den Wert deiner Aussage über Psychopathendelphine und Killeraffen schlecht bewerten. Ich bezweifle dennoch, dass Tiere bewußt töten, da ich am Bewußtsein der Tiere allgemein zweifle und auf dieser Grundlage argumentiere. Eine Grundsatzdiskussion, die die Basis meiner Argumentation bezüglich der Tiere angreift, werde ich hier nicht führen, da sie für die Erörterung des eigentlichen Themas nicht von Bedeutung ist. Die Aussage, dass mein sein Leben verteidigen muss war in Zusammenhang meiner Argumentation eigentlich ironisch gemeint, da diese ja eigentlich darauf abzielt, dass Ebendies nicht zutrifft. Der Sinn des verbalen Diagramms war eigentlich dieser: Ein Konflikt ist verloren, wenn er ein Menschenleben kostet, unerheblich, ob das jetzt ein "unschuldiges" Leben ist oder das eines Agressors, der aus niederen Motiven handelt. Es wäre natürlich überhaupt wünschenswert, eine unblutige Lösung des Konflikts zu erreichen, bei der gar keiner sterben muss. Gewalt als Mittel zur Problembewältigung ist immer zu verachten, da zumindest eine, wenn nicht alle Parteien darunter leiden (Gewalt bedingt Opfer). Wir gehen jetzt aber von einem für ein Gedankenexperiment geeigneten, vereinfachten Fall aus, dass es einen Toten gibt und ich entscheiden muss, ob ich oder eine andere Person der Tote ist. Nehmen nun zuerst an, dass es sich um mein Leben und das einer geliebten Person dreht. Dass ich mein Leben für das der geliebten Person gebe, ist sowohl verständlich als auch nicht unwahrscheinlich. Wenn ich bei einer neutralen Person vor die Wahl gestellt werde (wohl gemerkt: MIR obliegt die Entscheidung), dann ist es doch auch ohne Frage edler, wenn ich mich opfere, anstatt den Tod des anderen zu verantworten. Wenn es nun um einen Feind geht, was unterscheidet diesen dann von den beiden anderen Personen, so dass ich fraglos das RECHT habe, ihn zu töten? Ich sage, dass es keinen Unterschied gibt. Ich kann genausowenig sein Leben für meins tauschen wie ein beliebiges anderes. Ich kann über kein Leben verfügen, dass nicht mir gehört. Auch wenn ich der Meinung bin, dass mein eigenes Überleben vorzuziehen wäre, kann ich nicht mit einem anderen Leben anstelle von meinem zahlen, wenn mir die Rechnung präsentiert wird, ohne ein Verbrechen zu begehen. Ich kann alles tun, um mein Leben oder ein anderes zu retten, aber ich kann kein anderes Leben dafür nehmen. Soviel zum Töten um das eigene Leben zu retten. Ich möchte hier noch auf zwei andere Fälle eingehen. Als erstes auf das Töten, um ein anderes Leben zu retten. Hier ist klar, dass es ein Opfer gibt, dass ich wählen darf, ich den Tod der anderen Personen durch Einsatz des eigenen Lebens jedoch nicht verhindern kann. Hier meine ich ebenso, dass ich keinesfalls töten darf, egal um welchen Preis. Um es an einem extremen (und nicht ganz stimmigen) Beispiel zu erläutern, dürfte ich Hitler nicht erschießen, um die Opfer des Zweiten Weltkriegs und des NS-Terrors zu schützen. Ein Leben ist ein Leben, es gibt keine Qualität, die ein Leben über das andere stellen würde, ebenso kann man Leben nicht zahlenmäßig aufrechnen oder sonstwie damit kalkulieren. Zu guter Letzt kann ich dann das Töten aus Rache oder Hass nicht gutheißen. Zunächst einmal gibt es auch hier keinen vernünftigen Grund, ein Leben auszulöschen. Und aus persönlichen Präferenzen heraus und damit völlig unnötig jemanden umzubringen ist damit völlig ungerechtfertigt. Das eigentliche Problem der Theorie liegt in der Ausführung. Opferbereitschaft, vor allem in dem von mir geforderten Umfang ist nun einmal höchst selten. Ich erwarte nicht, dass mir morgen ein irrer Mörder über den Weg läuft und ich dann mit einem Lächeln auf den Lippen abtreten werde. In dieser Situation wäre es viel wahrscheinlicher, dass ich in Panik verfallen und blind um mein Leben kämpfen werde. Aber dennoch denke ich, dass diese Reaktion zwar verständlich, nicht jedoch richtig ist. Das liegt, wie ich denke, vor allem an unserem krampfhaften Festhalten am Leben. Obwohl das Leben lebenswert ist, endet es trotzdem irgendwann. Der Tod ist nunmal Teil der Abmachung, was den meisten Menschen aber schwerfällt zu akzeptieren. Im Idealfall sollte ein Mensch jederzeit auf seinen Tod vorbereitet sein. Vorbereitet in dem Sinne, dass er ihm ohne Angst begegnen kann, nicht, dass er ihn herbeisehnt oder paranoid andauernd erwartet. Wenn ich an diesen Punkt kommen könnte, würde es mir leichtfallen, nach meinen Grundsätzen im Bezug auf das Töten zu handeln. Noch einmal zur Verdeutlichung: Ich propagiere hier mitnichten eine utopische Idealgesellschaft glücklicher Selbstmörder und Opfer. Das Ideal liegt darin, die angewandte Gewalt komplett in den Griff zu bekommen, die zwar dem Menschen anscheinend tief verwurzelt zu eigen ist, jedoch einen wie ich finde unnötigen wie auch unwürdigen Teil unserer Existenz ausmacht. ------------------ www.wod-magus.de Things to meet, people to do. |
| Dante | hi all @Sarcan: sorry ich muß dich enttäuschen. menschen sind keine carnivoren. im zoologischen sinne sind wir omnivoren. schau dir mal das gebiß eines löwen an. dann siehst du wo der unterschied ist. desweiteren hast du aber schon recht. der mensch ist wahrscheinlich erst "intelligent" geworden weil er jagdstrategien entwickeln mußte. ein herbivorer organismus muß das im allgemeinen nicht, da pflanzen ja auch nicht so schnell zu fuß sind [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] zum allgemeinen: also ich habe eine ziemlich schizophrene einstellung zu diesem thema. auf der einen seite wäre es sicher sehr schwer für einen kaltblütigen mord zu begehen. noch dazu mit irgendwelchen hieb und stichwaffen. im affekt oder sogar zu verteidigung liegt das allerdings schon weitaus mehr im bereich des möglichen. wenn instinkte die kontrolle über einen menschen übernehmen, ist der logische verstand (und mit ihm die achso so tolle menschliche moral) abgeschaltet und dann ist alles möglich. das sehe ich selber an mir. wenn ich mir manche personen auf dieser welt anschaue und die taten die sie begehen oder die dummheit die aus ihren mündern dringt, dann baut sich in mir eine extreme wut auf. und mit diesem gefühl von rot in meinem körper könnte ich in diesem moment ALLES tun. das denke ich zumindestens. außerdem ist es doch immer wieder erschreckend wozu menschen in der lage sein können. ich sag nur KZ´s im 3.reich also kernpunkt: bewußter mord: wahrscheinlich nicht (sag niemals nie) extremsitutation, verteidigung, überleben: ja (ganz klar) so long ------------------ Ihr die Ihr hier eintretet, Lasset alle Hoffnung fahren!!! |
| Samael | @ Scimithar: Da ich jetzt nach Skandinavien für zwei Wochen abdüse, nur ne kurze Sache noch: Natürlich ist es edler(theoretisch), sich zu opfern und einen Agressor nicht zu töten, aber schon mal daran gedacht, daß du mit dem unschädlich machen so eines Agressoren auch andere Menschen schützt? Denn wer einmal Gewalt anwendet, um zu bekommen was er will, tut dies auch wieder.. (Ich habe bewußt unschädlich machen gesagt, wenn dieser jemand dabei umkommt, ist es halt passiert) ------------------ Nietzsche sagt: "Gott ist tot!" Gott sagt: "Nietzsche ist tot!" |
| Sarcan | @DanteZitat: |
| Scimithar | @Sarcan Du bist der Auffassung, nur, weil einer dein Recht auf Leben angreift, hast du die Erlaubnis, ihm gegenüber genauso zu handeln? Aug' um Auge, Zahn um Zahn? Als Christ soltest du doch wissen, dass Jesus dieses Rachegesetz aufgehoben und durch das Gebot der Gewaltlosigkeit ersetzt hat: Mt 5, 38-42 , bzw. Mt 5, 43-48. Für den eiligen Leser: Die Bergpredigt, wo Jesus zu Feindesliebe aufruft und die im Prinzip die zentrale Schrift christlicher Ethik ist. Es ist doch gerade das Ziel von Jesus und anderen Friedensstiftern, Gewalt, vor allem tödliche Gewalt zu beenden, selbst den ersten Schritt zu tun und kompromisslos mit dem Frieden zu beginnen. Es gibt Gewalt und Tod und Leid auf der Welt und das einfach hinzunehmen wäre falsch, mit genau diesen Mitteln jedoch das Übel bekämpfen zu wollen ist kein gangbarer Weg. Es muss eine Lösung angestrebt werden, die keine individuelle, sondern allgemeine Lösung ist und dazu müssen Opfer gebracht, nicht gemacht werden. Ich glaube, dass es eine Bestimmung der Menschen ist, der Gewalt zu entwachsen und einen friedvollen Zustand zu erreichen und ich glaube, dass es wert wäre, dafür notfalls zu sterben. ------------------ www.wod-magus.de Things to meet, people to do. |
| Sarcan | @ScimitharZitat: |
| Scimithar | @SarcanZitat: |
| Sarcan | [img]http://eifelansinn.de/ubb/smilies/vampire.gif[/img] [i][b]VAMPIRDISKUSSION!!![/i][/b] [img]http://eifelansinn.de/ubb/smilies/vampire.gif[/img] Zitat: |
| Samael | So, frisch aus Skandinavien zurück...und ich kann mich Sarcan nur anschließen, hab ich ja auch schon vorher drauf hingewiesen! Würd mal gerne die Antwort von Scimithar auf diese Frage erfahren, ohne um den heißen Brei herumzureden, würdest du eingreifen, wenn du (woher auch immer) wüßtest, daß du den Agressor töten würdest bei der Rettung des Angegriffenen oder würdest du dann lieber die Hände in den Schoß legen? ------------------ Nietzsche sagt: "Gott ist tot!" Gott sagt: "Nietzsche ist tot!" |
| Regenbogen | Hallo Lost Ghosts und alle anderen! Als Frau die sich auch schon mal Gedanken darüber gemacht hat, mag ich dir auch antworten, auch wenn ich gar net "Schwarz" bin, aber du hast ja gesagt daß du besondes auch an deren Meinung interessiert bist. (Warum eigentlich?) Grundsätzlich halte ich jeden Menschen für fähig einen andern im Affekt zu ermorden, aber ich denke, besonders in der westlichen Gesellschaft sind viele Menschen m.Mg. zu Kopflastig um so etwas wirklich geplant umzusetzen. Damit will ich sagen das jene selbst in den ärgsten Situationen nicht komplett ihren Verstand ausschalten können und aufgrund der sich bewußten Folgen & eines solch bewußten Mordes sich nicht dazu fähig sehen. (Falls jemand wißen will warum ich sagte "in der westl. Gesellschaft" : In armen Ländern wo des Überleben davon abhängen kann ob man bestimmte Dinge tut, bleibt einem oft ja keine große Wahl - Motto: Fressen und Gefressen werden. Und wenn man sich in ausweglosen Situationen befindet, was dort wohl wesentlich häufiger vorkommt, ist er/sie wohl eher dazu in der Lage.) Auch die Zeit spielt, glaube ich, eine große Rolle. Wenn man nicht sofort losrennen kann um Rache oder dergleichen auszuüben, sondern sowas vorbereiten müßte, dann hat man die Gelegenheit darüber nachzudenken. Und angesichts einer solchen Tat wird sich der Verstand wohl (schätze ich) automatisch einschalten und der Mensch den Folgen bewußt werden. Dadurch laßen sich sicher einen Großteil der Menschen, die so etwas vorhatten, davon abbringen. (Sicher nicht pyschisch Gestörte, ich glaub die können sowas ausschalten oder habens gar net, aber des kriegt man ja leider oft genug mit.) Ich persönlich, denke ich, währe schon in der Lage dazu, wenn jemand mich oder einen Menschen der mir sehr am Herzen liegt auf eine eben solche Weise bedroht, im Affekt (aber wohl auch nur dann glaube ich) umzubringen. Hoffen wir das es nie zu so einer Situation kommen mag :-) Zu den "Utensilien": Ja wenn man schon nen Mord plant, denn is es ja wohl gleichgültig wie das abläuft. Wahrscheinlich jedoch schlimmer als man sich es vorstellte. Weil der Mensch sich net gern umbringen läßt, wärs wohl ein ganz schöner Kraftakt - wer weiß am Ende is man selbst der Erstochene? Zu den Nachwirkungen: Den Knast würd ich in Kauf nehmen, schlimmer wärn die Selbstvorwürfe, die sich doch irgendwann einstellen würden. Ich denke des is immer ein harter Brocken, für jeden der sowas wirklich gemacht hat. Persönlich glaube ich das die schlimmer sind als all die Reaktionen von "außen". Wobei die sicher auch net helfen jemanden zu "rehabilitieren". @ancient: "Einen Soldaten wird es nicht interessieren wer oder was sein gegner ist! Er kämpft in seinen Augen für eine gerechte Sache und macht sich später keine Vorwürfe darüber wie viele gegner er umgebracht hat!" Puh, als ich das las hätt ich mich am liebsten im Grab umgedreht und wär aufgesprungen! (wenn ich in einem gelegen hätte ;-) ) Und ich hoffe des keiner der im Krieg war des gelesen hat... Nein im Ernst, ich denke sowas solltest du nicht sagen, was ist mit all denen die in den Krieg mußten obwohl sie nicht wollten? Oder ein Mann der ausgewandert ist zu seiner Frau ins Land und nun gegen seine Landsleute kämpfen soll? Oder, oder oder... Auch die, die voller Stolz in den Krieg auszogen, wie du sagtest "...für eine gerechte Sache...", mußten nachdem sie wieder zuhause waren damit fertig werden. Nimm nur mal den ach so viel geliebten Beispielskrieg von Hitler. (es ärgert mich immer wenn ausgerechnet die Deutschen nur die bösen sind...aber an die anderen erinnern sich ja die wenigsten - warum nur? weil nur wir uns immer gern darauf ansprechen laßen *grummel*) Diese Leute mußten nachher feststellen wie falsch ihre Sache war, oder all die Kriege die sog. "heiligen" Kriege "im Namen Gottes". So ich hoff ich hab nix vergesssen, Gruss, Tanja. Ps.: Ich hab zwar erst 2/3 Threads gelesen aber ich mus schon sagen - Wahnsinn sowas findet man echt selten ein Forum mit solch brisanten/tiefgründigen Themen wo sich die Leutz auch noch net gegenseitig an die Gurgen gehn. Naja is auch des erste schwarze Forum - bin da völlig unbedarft. ;-) |
| pappe | Theoretisch ist jeder Mensch in der Lage zu töten,wenn er in schlimmen Situationen kommt. Naja das könnte ich auch. Hab schon daran gedacht, wie ich z.b. Amoklaufen könnte (Blutbad) und so. Da kommen mir so Gedanken, wenn mich Menschen in den Hass treiben wollen wie ich sie alle zerhacken könnte. Da krieg ich nen Rausch. Gruss und Schmerzen eurer Saddist Pappe. |
| Samael | @ Pappe: Huch...ne ziemliche Überreaktion, findeste nicht? ------------------ Nietzsche sagt: "Gott ist tot!" Gott sagt: "Nietzsche ist tot!" |
| LostGhost | Zitat: |
| Nisha | generell bin ich ja gegen das Morden. Sollte aber irgendjemand einem Freund von mir etwas antun, würde ich ihn vermutlich aufschlitzen. Wenn er einem Freund von mir absichtlich sehr weh tun oder gar umbringen würde, werde ich diesem jemandem das Leben zu Hölle auf Erden machen. Mir ist bewusst, dass Selbstjustitz nicht gemacht werden darf. Doch bei sowas verstehe ich keinen Spaß...tut mir leid... |
| Mr. Bateman | Ich finde die Frage garnicht so schwierig. Töten ist einfach. Es kommt aber darauf an wie. Versuch es mit deinen blossen Händen und du wirst anfangst ein ganz schönes Problem haben. Einfacher und distanzierter ist es jedoch mit einer Schusswaffe. Am ehesten und "teilnahmlosesten" ist dabei das Gewehr. In dem Falle kann ich nur von einer M16 sprechen. Magazin rein, durchladen, ausatmen, ziehlen, abdrücken, ende. Dauert alles nicht länger als 55 sekunden. Im Nachhinein kann es dir Probleme bereiten. Ein paar schlaflose Nächte. Womöglich übelkeit beim hören bestimmter Geräusche. Das flaut aber irgendwann ab. Aber das Töten selber, ist eigentlich sehr einfach. |
| decay73 | Rein technisch mag es einfach sein. Trotzdem würde ich es nicht übers Herz bringen, jemanden zu töten. Es scheint da -jedenfalls bei gesunden Menschen- eine natürliche Scheu zu geben. Nicht umsonst versuchen Armeen dies durch Konditionierung ihrer Soldaten zu umgehen. Ist halt nicht sonderlich effektiv, wenn, wie schon vor längerer Zeit herausgefunden- die große Mehrheit der Soldaten bewußt in die Luft schießt. Wenn ich mir vorstelle, das jemand einem mir nahestehenden Menschen etwas antut, mag es jetzt mein Wunschdenken sein, ihn "platt zumachen", aber ich glaube es müßte verdammt viel passieren, bis ich so weit durchdrehe, daß ich töten würde. ~decay~ |
| Mr. Bateman | Naja, wenn du vor der Situation stehst "Wenn ich die nicht erschiesse, dann erschiessen sie mich." dann wartest du nicht lange und fängst an zu ballern. Dann verabschiedet sich für die dauer des Gefechtes erstmal Moral und Gewissen. Was danach geschieht ist was anderes. Aber töten ist leicht. Nur die Konsequenzen sind das Problem. Und die Konsequenzen sind der Faktor der die meisten Leute davon abhält. Gäbe es keine Konsequenzen (ausser dem Tot natürlich) würde jedem das Töten etwas leichter fallen. |
| decay73 | Ja Bateman, hab ja auch nix anderes behauptet. (Aber vielleicht sag ich ihm dann ja auch, daß er es, wenn er es schon machen will, bitte schnell und schmerzlos machen soll...aber das ist ein anderes Thema ;)) ~decay~ |
| Gevatter Tod | Hatte zwar in meiner Kriegsdienstverweigerung geschrieben, daß ich nicht Töten kann (das wollen die hören), aber ich denke schon, daß es Situationen geben könnte, in denen ich es tun könnte, in einem Krieg oder so. Letztendlich dürfte der Selbsterhaltungstrieb bei dem meisten stärker sein als die moralische Scham vor dem töten. Wenn aber z.B. ein Krieg ausbrechen würde, wäre ich der allererste der über alle Berge wäre, wenn ich noch eine Chance dazu hätte, etwas sinnloseres hat die Menschheit ja bisher noch nicht erfunden... |
| IceflowerDragon | Erst kürzlich hab ich einen bericht im fernsehen gesehen in dem es darum ging das menschen eine extreme Tötungshemmung haben. Grade in einer kriegssituation zihen viele soldaten es vor "blind auf den gegner einzuschlagen" als absichtlich zu töten. Schon aus den Römischen feldzügen zu Cäsars zeiten gibt es berichte darüber und Militärpsychologen arbeiten hart um das funktionieren von menschen als waffe zu gewehrleisten. US marines sind desshalb so gefärlich weil ihnen ein Blutrausch antrainiert wird. Und Bomberpiloten zerstören Ziele oder maschinen aber töten doch nicht bewusst von angesicht zu angesicht. Sich selbst in Tötungslaune zu versetzen ist sicher möglich und situationsbedingt. Technisch gesehen ist zu differenzieren, ein lungenstich mit dem messer ist nich umbedingt tötlich und ohne übung können gut 20 stiche nötig sein um ein opfer zu töten das sich nur mit armen und beinen schützt. Mit schusswafen ist zwar einfacher, da ich aber nicht wehrdinsttauglich bin habe ich nur eine ungefäre ahnung von der funktionsweise von geweren und automatischen waffen. Durch mein karatetraining weiß ich aber, das ein gezielter faustschlag auf den Kehlkopf innerhalb von fünf minuten tötlich wirkt , wenn er korekt ausgeführt wird. Mich selbst könnte ich auf jeden fall töten, wenn ich keinen anderen ausweg sehe. (extremsituation) Andere Menschen, nur wenn ich die beherschung verliere und einen grund habe. ( extereme extremsituation) |
| John Steed | Warum sollte man nicht töten können? Es liegt nur an der Auswahl der Waffe. Das Problem ist doch, das man recht kräftig sein muß, um einen totzuschlagen. Meist wehrt der sich ja noch. Daher sollte man sich überlegen, was man stattdessen macht. Waffen können einem leicht abgenommen werden, etwa Messer, Knüppel oder Schußwaffen, wenn man zu nahe dran steht. die kann die zielperson dann gegen einen verwenden. Keine scjöne Aussicht. Daher ist Gift oder Sabotage, etwa am KFz der Zielperson, vorzuziehen. Der psychologische Effekt auf einen Selbst sollte man nicht unterschätzen. Daher sollte man sich über seine Folgen sehr wohl bewußt sein. Zuviel Grübeln und Zweifel im Vorfeld tragen nicht zu einer entspannten Arbeitshaltung bei. Im Nachhinein braucht man keine Gedanken an die Zielperson verschwenden, schließlich ist man ja Willens gewesen, die ZP von Gottes Erdboden zu tilgen. Sincerely Yours John Steed |
| Gevatter Tod | Für alle Psychopathen unter Euch, die sich dann doch nicht trauen: [url]www.rent-a-killer.de[/url] |
| Kemikaru | Sterbehilfe ja. Aber einfach so aus niederen Gründen (oder auch aus guten...) lieber nicht. Das zieht nen seelischen Rattenschwanz nach sich, daran will ich lieber nicht denken. |
| Luzifer | [url]www.rent-a-killer.de[/url] ist zu schön! Aber seit wann liegt Zell-Mehlis auf Kuba?:eek: |
| Nelny | Antwort: [b]Ja[/b] ! Aber nicht ohne Grund ... so wenn ich durch das Töten mehr Nutzen schöpfe als durch das Nichttöten zB wenn der Räuber seine Waffe durch Unachtsamkeit aus den Augen lässt. Und aus Rache, wenn zum Beispiel viele verbündete falsche Zeugen vor Gericht aussagen würden, ich hätte jemand umgebracht, obwohl es nicht wahr ist, und hätte so oder so keine Chance, freigesprochen zu werden - dann wäre für mich wohl ein Amoklauf angebracht ... da ich mich ja nicht mein ganzes Leben lang hinter Gitter über diese Personen ärgern will. |
| airwolf2 | Ja, man kann töten,das sogar ohne ein zögern(zB: wenn eine Notsituation auftretten würde "ICH oder DU) Wie es später mit dem verarbeiten aussieht ist jeder Mensch unterschiedlich. Ich hatte bisher damit relativ wenig Probleme: * da ich eine sehr niedrige Hemschwelle habe * mir mein eigenes Leben einfach egal ist (=wenns vorbei ist ist´s vorbei) * und den anderen nicht als Menschen (sah)/sehen würde(Kriegsfall) sondern als Zielobjekt Ab einen gewissen Zeitpunkt beginnt man über solche Sachen nicht mehr Nachzudenken(und man friert mit der Zeit innerlich ein)[STUMPFT EINFACH AB] Rede jetzt nur von mir, wie andere reagieren würden weiss ich nicht cu |
| Lenin | Sicher kann jeder töten denn zwischen töten und Morden gibt es ja einen Unterschied. Falls jemand mich meine Familie oder Freunde in lebensgefahr bringen sollte das Gehirn mir Adrenalin und die anderen Drogen en masse durch den Körper jagd werde ich wohl nicht anders reagieren können. Zur Verarbeitung: Ich glaube das ist zu verarbeiten denn du oder er. Ich dachte immer ich hänge nicht so sehr an meinem Leben aber irgend wie ist es doch so das man lieber den anderen ausschalten würde als selbst zu sterben. |
| isidor | Ich käme nie von mir aus auf die Idee, jemanden zu töten. Sollte sich aber jemand dazu entschließen, mich dazu zwingen zu wollen (Kriegsdienst o.ä.), würde er sich wundern, wie schnell er als erstes im Dreck liegen würde. Das gleiche gilt für denjenigen, der sich mit mir anlegt. Denn wollte mir einer an den Hals, dann würde er von mir keinerlei Nachsicht oder Gnade erhoffen können. Das gleiche gilt schließlich auch für Tiere. Der kleine Kläffer, der sich in mein Bein verbeißet, wird sterben, das ist sicher. Generell bin ich gegen das Töten. Wer sich jedoch bewußt in die Situation bringt sollte wirklich wissen, was er tut! |
| Luzifer | Isidor Ein gewisses Schmunzeln konnte ich mir nicht verbeißen, Du bist die Sanftmut auf Erden, aber bereits die Fußhupen haben ihr Leben bei Dir verwirkt....:D |
| isidor | @Luzifer war nur ein Beilspiel, aber du hast recht. An sich bin ich wirklich sehr sanftmütig. Nur, wenn es ins Extrem geht... Man muß allerdings dazu sagen, daß ich ein echtes Problem mit Kötern habe. |
| Luzifer | @Isidor Da kann ich Dich bestens verstehen, mein sanftmütiger Freund, was wir hier Hundekackeslalom laufen müssen, spottet jeder Beschreibung. In Halle-Neustadt hat vor einigen Monaten jemand den Hund seiner Freundin aus dem dritten STock gepfeffert, was mich zu einer neuen olympischen Disziplin angeregt hat: Hundeweitwurf! Genauso, wie ich den Spruch immer nett finde : "Mein Hund tut nix" wenn man sich ängstlich mit den Kindern an den Bestien vorbeidrückt. Habe mal einen Hund erlebt, der am Kiosk sein Herrchen beim Schachspielen bewachte und mich ganz seltsam ansah, um dann auf mein Bein loszugehen. Der Besitzer "Mein Hund tut nichts." "Und was war das eben?" "Normalerweise tut er das nicht!" "Ach so." Fünf Minuten später kommen Eltern mit zwei lütten Kindern. "Mein Hund tut nichts." Prompt geht der Köter auf die Kinder los.... Zum Glück war die Leine kurz. Ich glaube, diese Hundebesitzer leiden an einer Bewußtseinsverschiebung. |
| Combusted_Angel | Ich persönlich.....nein. Solange ich mir keiner Notlage bewußt bin - heißt, solange mein Instinkt nicht dazwischenfunkt - fällt es mir sogar schwer, ein lebendes Wesen zu verletzen. Vielleicht ernte ich dafür von manchen Hohn und Spott, aber so bin ich nun einmal. Ich kann es einfach nicht, außer in Notwehr. Aber auch dann bin ich mir nicht sicher, ob ich den Gedanken ertragen könnte, einen anderen Menschen getötet zu haben. Mein eigenes Leben würde ich für andere geben, aber selbst töten kommst so für mich nicht in Frage. |
| isidor | @Luzifer Ok, is zwar langsam ziemlich ot, aber das, was du beschreibst, habe ich auch oft beobachtet. Von einem Freund die Mutter wurde mehrmals in kurzer Zeit stark gebissen, nachdem es jahrelang geheißen hatte: "Unser Hund tut nichts!" soviel dazu :) Wir sollten nen neuen thread öffnen: "Können Hunde töten? Auch die lieben?" hehe |
| Luzifer | @Idisor *Schmunzel* Also gut, bevor es wieder Rüffel von oben gibt, zum Thema zurück: "Wenn Du nicht willst, daß man Dir tu' Dann schlag ganz schnell als erster zu." Wobei man als Normalbürger dann gleich vor dem Staatsanwalt steht: "Warum haben Sie so überreagiert? Gut, der Kläger (!) kam zwar mit erhobenem blutigen Messer auf Sie zugerannt, aber hätten Sie nicht vorher prüfen müssen, ob das nicht seine soziotopische Art ist, z.B. um Feuer zu bitten?" Am besten man bleibt zu Hause, läßt sich das Essen durch die fingerbreit geöffnete Jalousie hereinschieben und verkehrt mit der Außenwelt nur per PC. :cool: |
| Milea | Dieses Thema ist wirklich nicht einfach... Dennoch bin ich der Meinung, dass es einige wenige Motive gibt, die es rechtfertigen, einen Menschen zu töten, z.B. Eltern, die so das Leben ihrer Kinder retten wollen. Auch ist es für mich nachvollziehbar, wenn jemand einen Menschen tötet, der seinerseits jemanden misshandelt/getötet hat, der diesem jemand sehr nahe stand... Ich finde es bedauernswert, dass soetwas bei gerichtlichen Prozessen nicht berücksichtigt wird. grüße, Milea |
| Luzifer | Es gab mal in den 70ger Jahren in Lübeck einen Fall , wo ein Triebtäter ein kleines Mädchen mißbraucht und umgebracht hatte. Während des Gerichtsprozesses holte die Mutter eine Handfeuerwaffe heraus und erschoß den Täter. Möglicherweise hat sie damit das Leben weiterer Kinder gerettet. Die Frau Bachmeyer wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt und ist vor einigen Jahren in Italien verstorben. |
| Nightclaw | Ja man kann es denke ich es ist nur genügend Hass vonnöten und das Wissen das man nichts mehr zu verlieren hat. Zumindest so denke ich darüber |
| Teal.C | Interessantes Thema. Ich denk mal es kommt drauf an was man Tötet, jeder hat schon mal getötet (un)bewusst. Also wenn man z.B. eine Fliege Tötet denk man die war lästig und es gibt genug davon. Aber wenn man einen Menschen Tötet sieht es wieder anders aus, da jeder Mensch so zu sagen ein Teil von uns ist und es schwieriger ist. Es Kommt auch auf Situationen an wie groß der Hass auf einen ist. Es lieg auch in unserer Natur zu Töten, aber wir haben es fast abgeschaft weil wir zu bequem geworden sind und wir haben ja zu Essen in überfluss deshalb müssen wir nicht mehr handeln wie die Tiere wo bekomm ich diesen Tag mein essen her. Ob ich Töten werde, weiß nicht, irgent wie ist da auch ein Reiz eine Hohelebensform zu auszulöschen die einen gleich gesint ist, mmhh ist fraglich, darauf gibts keine Antwort es kommt auf die Einstellung und die Situation an, denke ich. |
| IceflowerDragon | ich denke in einem fairen zweikampf, also einem Duell hat das ganze wirklich eine gewisse faszination... |
| isidor | Das Gefühl der absoluten Macht, die Macht über das andere Leben auszuüben stellt für manche einen Genuss sondergleichen dar. Ich kann dieses Gefühl nachvollziehen, aber denke, es ist beim besten willen nicht so wichtig wie ein anderes Leben. Ich denke, oftmals ist es nur dieses Bedürfnis, das dazu führt.. |
| amylee | ich glaube nicht das ich jemanden umbringen könnte ich bereu es ja schon, wenn ich nur jemanden ne ohrfeige gebe, wenn der mir an´n hintern packt vielleicht im affekt aber ich wird dann nie wieder in den spiegel schauen können meine antwort lautet nein ich hätt zu viel angst vor und meine seele würde das zu 1000000000000000000000000% nicht mitmachen ich frag mich aber wer das könnte, ohne mit der wimper zu zucken?! okay, ich kenn ein paar ppk und rmk aber das sind ja mafias!!! aber von den normalen menschen, ich weiß nicht irgendwie ist das ziemlich schwer :( carpe noctem amy lee :q |
| Tiia | also ich muß sagen ich könnte mir so sehr schwer vorstellen einen menschen zu töten.. allerdings gibt es glaub ich eine ausnahme. nämlich wenn man einen sehr geliebten menschen töten würde.. ich weiß das man ´mit rache nichts ungeschehen machen kann.. aber der gedanke daran das dieser mensch das genze leid nicht noch einer anderen person / familie antun könnte.. es würde meine hemmschwelle senken.. zumindest für die kurze zeit der tat. ich weiß zwar nicht ob ich es im endefekt wirklich machen würde...aber im moment könnte ich es mir vorstellen... da ich jemand bin der, wenn man ihm sein leben nimmt ( und manche menschen sind einfach mein leben ), danach sowieso nichtmehr klar denken könnte... und ich glaube schmerz kann einen sehr weit treiben!!! |
| Shotgun-Facelif | Mir geht es ähnlich wie vielen anderen hier: Ich glaube bewusst könnte ich keinem Menschen etwas antun. Die Folgen wecken viel zu grosse Ängste in mir! Der Affekt ist dann natürlich etwas anderes! Zunächst würde ich wohl versuchen die Flucht zu ergreifen, wenn das nicht möglich ist muss ich natürlich auch sagen, dass ich wohl töten könnte, aber wer würde das nicht? Ich glaube diese extreme Stresssituation vorausgesetzt würde ich nachher nichtmal lange Gewissensbisse haben, denn das Verhalten war der reine Instinkt und dafür kann ich nichts! |
| Sanctuary | [QUOTE][i]Original geschrieben von Shotgun-Facelif [/i] [B]Der Affekt ist dann natürlich etwas anderes! Zunächst würde ich wohl versuchen die Flucht zu ergreifen, wenn das nicht möglich ist muss ich natürlich auch sagen, dass ich wohl töten könnte, aber wer würde das nicht? Ich glaube diese extreme Stresssituation vorausgesetzt würde ich nachher nichtmal lange Gewissensbisse haben, denn das Verhalten war der reine Instinkt und dafür kann ich nichts! [/B][/QUOTE] Das sehe ich genau so!!! Mhh, zum Affekt habe ich jetzt schon was gesagt!!! Ich denke ich könnte jemanden töten, solange es niemanden gibt der ihn oder sie vermisst und/oder wegen ihm/ihr trauert, jedoch kommt mir dann sofort der Gedanke, dass wenn ich sie/ihn im Moment in dem ich sie/ihn töte sehe, ich um ihn/sie trauern würde...also kann ich doch niemanden töten, solange es eben kein Affekt war!!! Puh, die Frage ist echt schwer, jedoch ist das Problem bei mir, dass ich immer anders darüber nachdenk...also ist die Frage für mich Sinnlos...ne doch nicht, da auch ich ein Mensch bin und ethik besitze...weiß halt auch net genau!!! Muss wohl zugeben das ich für die Frage noch net reif genug bin, kann dafür reif genug sein??? bYe |
| isidor | Es ist immer eine Frage der Situation. In Extremfällen ist jeder Mensch in der Lage zu töten. Krieg z.B. Da werden bekanntlich selbst Kinder zu Mördern |
| lostheart | Ja, da hast du recht. Diese Frage ist ein ganz schöner Brocken und auch ich habe mir schon sehr oft Gedanken dazu gemacht. Ich gehe eigentlich immer recht leichtfertig damit um, zu sagen: "Ich bringe diese Person um!". Das mache ich, wenn ich jemanden wirklich hasse. Die Vorstellung befreit mich und ich hab den Drang, es wirklich zu tun. Aber ob ich das wirklich machen könnte, weiß ich nicht. Wenn ich jemanden aus weiter Entfernung, meinetwegen mit einem Scharfschützengewehr, erschießen würde, dann wäre es bestimmt leichter als jemanden aus der Nähe zu töten und ihn dabei noch anzusehen. Körperlich wäre ich ganz bestimmt in der Lage dazu, einen Menschen zu töten. Aber Seelisch? Tja, ich denke, das könnte ich nur richtig beantworten, wenn es wirklich passieren würde. Früher habe ich immer gesagt: "Wenn ich die Person hasse, dann bin ich total froh, wenn ich sie umgebracht habe!" Aber jetzt denke ich, dass ich damit nicht fertig werden würde. Ich hätte mein Leben lang ein schlechtes Gewissen, ich würde eine unglaubliche Angst erleiden, Angst, für meine Tat büßen zu müssen. Und ich glaube auch, dass ich niemals in meinem Leben jemanden töten würde, denn so würde ich mir ja mein Leben versauen. |
| Raknaroek | ich weiss, dass ich keinerlei probleme hätte jemanden zu töten. je weniger ich diese Person kenne desto leichter ist es. Und wäre es ein "blauer" oder "roter Gegner" würd ich dabei nichtmal mit der Wimper zucken. Je abstrahierter der Gegner desto leichter ist das. Ich hätte aber auch keine Probleme damit einfach grundlos einen bekannten Menschen zu töten. Existiert er eben nicht mehr. Und? Dem toten kanns egal sein, und wenn er keine Angehörigen mehr hat machts sowieso nichts. Dass ich es nicht tue liegt daran dass ich keinen Sinn in diesem Töten sehe. Ich hab wesentlich mehr davon wenn ich den Gegenüber am leben lasse. Ich bin der Meinung dass ein Leben mit anderen Menschen nur im Pazifismus möglich ist. Ausserdem würde ich wohl ein Gesetz brechen, und auf mehrere Jahre hinter Gitter hab ich auch keinen Bock. Meine Beweggründe für ein pazifistisches Leben sind also eher zweckdienlicher Natur, nicht ethischer. Eine Ethik in der klassischen Form habe ich nicht- ich mach was mir nützlich ist und was den anderen auch noch nützlich ist kann auch mir selbst indirekt nützlich sein. Sollte ich aber keinen anderen Ausweg als eine Tötung haben, dann werde ich töten, wenn es sein muss mich selbst. Vor dem Tod hab ich jedenfalls keine Angst, und auch das Sterben dauert nicht ewig. RAK |
| Frost_Geist | Rein moralisch bin ich dazu nicht in der Lage. Wenn eine Person versucht mich umzubringen, aus welchem Grund auch immer. (beispeilsweise er/sie rennt mit einem Messer auf mich los) Dann würde ich es, sollte die Situation es erfordern, auch so handeln, dass die Person dabei sterben könnte. (wenn ich dazu fähig bin, rein technisch gesehen) Aber um Rache zu üben, zur Belustigung oder sonstwas......... einem Menschen das Leben nehmen, bedeutet : Einem anderen Lebewesen, dass dieselben Ansprüche hat, dieselben Rechte hat, ein Recht auf sein Leben hat..................... .........niemand gibt mir jemals das Recht über ein anderes Leben zu richten. (Mit Tieren und Pflanzen sehe ich das genauso, aber sie sind meine Nahrungsquelle auf die ich nicht verzichten kann) Es steht mir nicht zu über die Zukunft und das Leben anderer zu entscheiden. (Klar das sollte die Person auch nicht, aber das ist der Grund warum man gezwungen werden kann, in tödlichem Affekt zu handeln) Deshalb steht diese Sache mit "jemanden Umbringen" bei mir ganz oben auf der Liste der Dinge die man nicht tun darf. Man soll überhaupt niemandem, in keinster Weise schaden, seien es Gefühle oder Körperlich. Leider sind wir manchmal gezwungen, dass es nicht anderster geht und wir unseren Mitmenschen in gut gemeinter Absicht nicht helfen können, sondern ihnen ohne es zu wissen schaden. Es ist halt alles nicht so einfach wie es scheint mit Moralischen Dingen................... Zusammengefasst : Ja ich kann jemanden töten und ich würde es sollte es die Sitation erfordern auch tun, aber ich tue es nur, weil kein anderer Weg da war. (Was er aber FAST immer ist, ich spreche da aus Erfahrung) Vor allem wenn man Kampfkünste beherrscht und man dann im Affekt jemanden tötet, ist man gesetzlich immer der blöde. Noch einen Grund mehr es nicht zu tun. Ich zitiere Spiderman:"Nur weil du die Kraft hast jemanden zu vermöbeln, gibt dir noch lange nicht das Recht dazu." Frostigen Gruß euer Frost_Geist |
| feverish dream | ich weiß wirklich nicht was ich tuen würde wenn ich oder jemand der mir sehr wichtig is nur durch einen Mord gerettet werden kann...aber es ist sehr schwierig.Technisch gesehen ist es nicht besonders einen Menschen zu töten.Aber moralisch wäre es für mich fast nicht möglich.Denn die Person die ichj töten würde,hätte bestimmt auch Menschen die sie lieben...außerdem ist tot etwas endgültiges...tot ist für immer weg.Tot ist halt tot. |
| Darathriel | Grundsärtlich müsste ich diese Frage wohl mit nein beantworten, da ich Gewalt für mich selbst, auf das schärfste verurteile und es mir garnicht gegeben ist, über das Leben anderer zu richten. Wie es das wohl eigentlich bei keinem ist. Ausserdem ist es einem Menschen zwar möglich alleiune ein Leben zu beenden, aber ein neues erschaffen gelingt wohl keinem ohne weiteres alleine. Anders behandeln würde ich da Situationen, in denen vielleicht das Denken an sich aufhört und man ohnehin nurnoch nach Reflexen handelt. |
| shadow of death | Man kann niemanden töten. das leben ist unzerstörbar, denn es gibt keine waffe, die die seele zerstören kann. man kann einen körper zerstören, genau wie du ein glas zerbrechen kannst, doch das hat nichts mit töten zu tun. shadow of death |
| airwolf2 | @shadow of death Wer sagt das man eine Seele nicht zerstören kann?? Wenn man fragen darf. |
| Gevatter Tod | @shadow of death: So eine Einstellung haben die Henker und Folterknechte der Heiligen Inquisition sicher auch gehabt. |
| LaChatte | Ich denke auch, dass man die Seele nicht töten kann. Das gibt mir aber noch lange nicht das Recht, einen anderen Menschen körperlich zu töten... und gemäss Karma hat das dann auch Konsequenzen, die ich auszubaden haben, wenn ich jemanden gegen seinen Willen töte. (Ich schliesse mal Sterbehilfe, wie sie ein grosses Thema in Spitälern und Alterheimen ist, aus) Und ich denke, dass ich in der Lage wäre, jemanden zu töten, wenn ich angegriffen würde. Auch wenn ich hoffe, nie in diese Situation zu kommen. |
| Raknaroek | Wer sagt denn dass es überhaupt eine Seele gibt? Man kann sie weder Beweisen noch Negieren. Aber sie scheint auf uns auch keine direkten Auswirkungen zu haben. Also ist sie mir erstmal ein wenig egal. So wie mir ein potentieller Gott erstmal egal ist. Und damit auch dessen Vorschriften. Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung keine Seele oder sowas zu haben und freue mich schon ein wenig darauf irgendwann nicht mehr zu existieren. Einfach in meine Bestandteile zu zerfallen und neuem Leben, Würmern und Käfern, Larven und derartigem. ein neues Leben zu ermöglichen und damit in den Kreislauf von "Mutter Erde" zurückzukehren. Davor möchte ich allerdings das Leben genießen sogut es irgendwie geht. (Und es geht sehr gut, das sollte man nie vergessen!). Vor dem Tod selbst oder irgendwelchen Strafen danach (in welcher Form auch immer, sei es Fegefeuer oder die Wiedergeburt als Ratte) hab ich keine Angst. Einzig das sterben ist nicht sonderlich angenehm. Zumindest in den meisten Fällen. Aber irgendwann hat auch dieser Schmerz ein Ende. Und so hart es ist: Ein Tod ist ein herber Verlust für die Angehörigen, ich habe das selbst erfahren dürfen. Aber der Tod ist auch gleichzeitig wieder Geburt, ist Grundlage für neues, möglicherweise weiterentwickelteres Leben. (Auch aus diesem Grund hab ich keine großen Probleme jemanden zu töten, ich sehe wie gesagt aber keinen Sinn darin jemanden zu töten da es immer einen anderen Weg gibt und da der gegenüber sowieso irgendwann mal stirbt.) R |
| innocent sinner | Also vorsätzlich könnte ich das wohl niemals tun..hätte ich zu viel Mitleid mit meinem "Opfer". Als Kurzschlussreaktion kann ich mir das allerdings vorstellen, auch wenn es sehr schwer ist, mich so heftig zu provozieren. Ich hoffe auch, dass das nie jemand schaffen wird. |
| Raknaroek | Schau mal dezent nach Afrika, da schaffen das täglich ein par Menschen und das meist ganz ohne Skrupel. Insbesondere im Bereich der Elfenbeinküste ist die durschnittliche Lebenserwartung extrem kurz... R |
| shadow of death | bitte steck mich nicht mit den henkern und folterknechten in einen sack. so habe ich das doch gar nicht gemeint. die frage im forum hieß KANN man einen menschen töten. ich wollte damit sagen, ob es überhaupt möglich wäre. ob man einen menschen töten DARF ist etwas anderes. du glaubst, du hast keine seele? @ Raknaroek dann sag mir, wie du Angst, Hass, Liebe oder Freude empfinden kannst? Nur weil man sie nicht sehen kann, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht existiert. glaubst du, dass es Gedanken gibt? ich denke schon, aber kannst du sie sehen, oder beweisen, dass es sie gibt? Gruß Shadow of death |
| Raknaroek | wieso sollte ich eine seele haben? irgendwann werde ich jedenfalls im Boden verfaulen und die Würmer werden mich zerlegen. Freude, Hass, Liebe, etc. kann man auch durchaus ohne diese "Seele" empfinden. Für einfache Dinge wie Freude reicht schon so eine kleine Tablette für ein par EUR, ganz nebenbei... |
| Bleze | Müsste ich das Leben meiner Familie verteidigen..., wäre ich absolut in der Lage dazu. Ich denke aber das ist normal... Bleze |
| Asmalia | Meine Meinung hierzu:Ich schätze in der Not könnte jeder einen Menschen töten.Bevor ich getötet werde,töte ich.Dies ist ein natürlicher Instinkt.Und der ist bei uns Menschen genauso vorhanden wie bei den Tieren. |
| l00narchick | @Asmalia: Ich glaube nicht, dass jeder in der Gefahr töten könnte. Viele können das sicher nicht mit sich vereinbaren und würde danach bestimmt seelisch zerfressen zu Grunde gehen... Ich persönliche denke, ich könnte töten ohne großartig darüber nachzudenken. Außer natürlich, es wäre eine Person, die mir nahe steht... |
| Raknaroek | l00narchick: so ziemlich jeder mensch kann ziemlich einfach dazu gebracht werden einen anderen menschen zu töten. entweder setzt du ihn unter druck, oder du bringst ihm bei dass er da was gutes tut... schau dir einfach mal an was sich vor 70 jahren in europa abgespielt hat, und wer da alles gemordet hat... R |
| raziel the 1 | Hi, da ich vor nicht allzulanger zeit von mehrere leuten krankenhaus reif geschlagen wurde, habe ich einen haß in mir mit der ich locker jeden von denen ohne kleinsten gewissensbiss umbringen könnte. Im moment kremple ich diesen haß in gute Laune oder nachdenklichkeit um, aber ganz verdrängen kann man sowas nicht. Ich habe mal gehört das töten mit jedem mal leichter wird, vielleicht ist da was dran, trotzdem sollte man vorsichtig mit Lebensraubenden mächten sein! verzeiht meine ehrlichkeit..... |
| Yami no Matsuei | auf die frage ob man einen menschen töten kann: ja kann man. sieht man ja in den medien, wenn irgendein mordfall aufgebauscht wird, sah man in allen kriegen etc. alles was lebt, kann man auch töten. ob ich einen menschen tötet könnte: ich weiß es nciht einen geplanten mord kann ich mir nicht vorstellen, aber wer weiß, ob ich nicht irgendwann komplett durchdreh und einen plan schmiede, jemanden umzubringen. psychisch könnte ich es verkraften. |
| shadow of death | glaubt ihr denn wirklich, dass wir über so etwas wertvolles wie das leben bestimmen können?! nätürlich, ihr könnt den körper, die hülle töten, aber glaubt ihr denn wirklich, dass das alles ist, das das leben ausmacht? denkt ir wirklic, dass nichts mehr ist, wenn man stirbt? dass ihr einfach weg seid? das bezweifle ich Gruß shadow |
| Yami no Matsuei | natürlich nciht, aber kann man einen geist töten? es ist der körper, der lebt, und zwar nach den gängigen theorien. lebt eine seele`? hat eine seele einen stoffwechsel? wahrscheinlich nciht |
| DarkMoonbeam | glaubt ihr wirklich, das töten so schwer ist??? gedanken ausschalten und es einfach tun... wenn dazu noch ein gewisser grund da ist, Bedrohung derer die man liebt z.b. fällt das denk ich noch nicht mal sehr schwer... das problem ist da schon eher wie man selber damit fertig wird ein leben ausgelöscht zu haben... .ich glaub, das würd ich nie verarbeiten können.. würd mir das immer zum vorwurf machen... egal, ob ich nen grund hatt e oder nicht... das töten selbst halt ich also für ziemlich einfach.. was mich davon abhält sind meine gefühle und mein moralisches denken... bye moon |
| isidor | @ moon Klare zustimmung! Man muß es nur tun. Einfach loslegen. Das Gewissen kommt immer hinterher. Hast es auf den Punkt gebracht! |
| shadow_like | Wow. Gebe ich euch 100%ig recht. Das Problem ist nicht der Mord selber... das wird sich vielleicht sogar als recht simpel erweisen wenn man ihn akribisch plant und ihn auch dementsprechend durchsetzen kann... aber spätestens in der darauf folgenden Nacht käme das Böse erwachen und die Frage was man wohl getan hat und ob es keine andere Lösung gegeben hätte. Jemand sagte mal das die Toten die man hinterlässt einem immer folgen werden... Aber wenn man kämpfen muss und man sich denkt: Du oder ich! würde wohl keiner freiwillig zu erst abtreten oder? |
| DarkMoonbeam | bei der frage du oder ich käme es immer ganz drauf an... wenn das problem besteht, dass ich danach immer mit vorwürfen leben müsste, würde mir mein leben auch nicht mehr sehr viel bringen.. und wenn ich da der meinung bin, dass er das leben verdient hat, und ich vielleicht nen eshclimmen fehler gemacht hab oder so.. kann da schon passieren, dass ich da den andren vorziehen würde... bye moon |
| OTO | Ich denke bei der Frage "Du oder ich" hat man wohl in der Regel nicht genug Zeit um sich moralische Gedanken zu machen. (Ich denke im Affekt verhält sich das ähnlich.) In solch einer Situation handelt man meistens instinktiv! Falls man doch die Zeit hat nachzudenken hängt es wohl von einer menge Faktoren ab wie man sich entscheidet! |
| NazgulFuerst | Seid gegrüßt! Ich hätte kein Problem jemanden umzubringen, weder moralisch noch technisch. Es gibt mehrere Menschen die ich sofort umbringen würde, wenn das Gesetz und die Folgen nicht so hart wären. Ich würde sie nicht erschießen, das wäre mir zu schnell, für das was die mir und den Menschen, an denen mir etwas liegt, angetan haben, sollten sie leiden. Folter, Jahrelang. MFG Nazgul Fuerst |
| Shaitana | high! also ich denk es is verdammt schwe jemand zu töten auch wenn man es sich so ganz gern mal vorstellt.ich würde jemanden töten wenn es hieße sein oder mein leben oder um jemand dder mir sehr nah is zuu schützen.aber sonst im grunde is der tot doch für die meisten zu gut. psychische qualen sin d wesentlich efektiver. liebe grüße shai |
| Amy | Zu töten... tötet man sich nicht selbst am leichtesten? Wo beginnt töten, wo hört es auf. Eigentlich beginnt es doch schon in der Seele... und wie viele Seelen wurden getötet durch die Gesellschaft? Ich weiß nicht so genau. Töten könnte ich wohl, von der technischen Seite gesehen. Aber wahrscheinlich könnte ich es nicht über mich bringen. Ich kann doch nicht über das Leben eines anderen bestimmen!!! Und seelisch würde ich es nicht aushalten. Träume platzen, Freude vergeht, Chancen werden genommen. Ich will nicht diejenige sein, die richtet, ich will nicht diejenige sein, die gerichtet wird. Vielleicht würde ich in Notwehr töten. Aber reicht es nicht, jemanden bewusstlos zu schlagen, und zu warten, bis die Polizei kommt? Nein, freiwillig würde ich nie jemanden töten und unter Zwang würde ich lieber sterben, als über das Leben eines anderen zu richten. Ich habe eine ganze Weile darüber nachgedacht, wie es im Mittelalter war. Dort war Töten sogar machesmal eine Heldentat. Es war anders, damals, aber trotzdem so schlimm wie heute auch. Doch wir sind heute noch viel zu nüchtern- und wenn wir die Nachrichten schauen, sind wir oft unberührt. Eigentlich ist das gut so, denn es könnte uns selbst umbringen in unserer Verzweiflung. Aber nichtstun bringt auch nichts. Und ehrlich gesagt- wie öft wollte ich mich selbst umbringen? |
| Abs | die einzige situation die ich mir vorstellen kann, wäre aktive sterbehilfe. wenn ein mensch, der sonst nur noch leiden würde (wegen einer krankheit zb), mich bitten würde ihn zu erlösen, ihn vor jahren großer qual zu bewahren ... dann wäre es zumindest moralisch vertretbar. ob ich dann auch WIRKLICH dazu in der lage wäre, ist eine andere frage und hängt wirklich von der jeweiligen situation ab. töten ist mord. ganz einfach. egal aus welchen grund. mord ist falsch, fast egal aus welchem grund (siehe oben). jemanden aus rache zu töten, oder weil man ihn (aus welchen gründen auch immer) nicht mag, sehe ich als zeichen der schwäche. man will denjenigen aus dem leben entfernen, weil das die einfachste methode ist, vor ihm wegzurennen. abs |
| frozen heart | IHR GLAUBET, TÖTEN WÄRE SCHWER ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... DOCH WO KOMMEN ALL DIE TOTEN HER?????????????????????? |
| Abs | +mitreim+ vom toten meer. |
| rainraven | Ich glaube, daß ich dazu in der Lage wäre, wenn auch unabsichtlich. Ich meine, daß jemand durch meine Schuld umkommt, könnte passieren (Verkehrs-oder anderer Unfall), aber ich hoffe nicht, daß es passiert. Wenn jemand einem Freund oder einer Freundin oder einem geliebten Tier etwas zuleide tut, sehe ich rot. Ich bin in der Lage, jemanden deswegen zu verletzen. Möglich, daß ich ihn dabei tödlich verletzen könnte. Natürlich hoffe ich auch hier, daß mir das niemals passiert und ich war zum Glück auch noch nie in so einer Situation. Wie es aussieht, wenn ich einen Menschen töten müßte, damit ein anderer lebt (aber das muß schon eine Extremsituation sein, in der ich mir mich nicht wirklich vorstellen kann), kann ich so nicht sgen. Wenn mein leben davon abhinge oder das eines nahestehenden Lebewesens, ja, vielleicht. Ich frage mich, warum man sich um so etwas solche Gedanken macht. Ich möchte nicht daran denken müssen. :( T.R. |
| The_Absorbed | das ginge mir wohl genauso, vor allem bei schrecklichen dingen wie kindesmisshandlungen, vergewaltigungen, aber auch schon tierquälerei. würde ich so was sehen, ich würde diesem menschen nur noch schmerzen zufügen wollen. die schlimmsten, die schlimmer wären als der tod... |
| hell-kiss16 | hallo erstmal Ich kann jetzt schlecht sagen ob ich einen Menschen Töten würde oder nicht! Das kommt immer ganz drauf an wie die situation ist. Aber wie schon gesagt wurde wenn jemand mir oder meiner Familie Leid antuen würde das ich schon darüber Nachdenke denjenigen zu Töten würde ich es bestimmt tuen jedenfalls würde ich es mir zutrauen. Als ich noch in der Psychatrie war habe ich jemanden kennen gelernt der Jemanden umgebracht hat.Seine Mutter wurde immerzu von seinen Stiefvater vergewaltigt und als er das rausbekommen hat, hat er ihn mit einem Messer erstochen.18mal hat er zugestochen! Ich kann nur sagen an seiner stelle hätte ich das gleiche getan! |
| The_Absorbed | vielleicht würde ich das auch so machen, wenn es um meine familie, speziell um meine mutter oder auch meine schwestern ginge. doch bring diese tat erlösung? befriedigt sie das rachegefühl? ich denke nicht, danach wird wohl eher alles schlimmer werden...vielleicht sogar schuldgefühle.... |
| hell-kiss16 | ich finde töten ist ein sehr komplieziertes Thema. Man kann nicht sagen ich werdee NIE einen Menschen töten. würdet ihr euch selbst töten? |
| meus | Ich denke daß so gut wie jeder Mensch töten kann. Wenn es um das eigene Leben geht, wenn es um "er oder ich" geht, wird man denk ich instinktiv handeln. Der Überlebensinstinkt ist ja eigentlich der Wesentlichste. Egal ob man bedroht wird und man keine Zeit zum Nachdenken hat oder ob es einfach ums, sagen wir mal Verhunger geht. In Ausnahmesituationen ist der Mensch zu fast allem fähig. Wenn zum Beispiel jemand einer mir wichtigen Person etwas antut, wüßte ich im Moment nicht wie ich reagieren würde. Das wäre dann wahrscheinlich Mord im Affekt. Sterbehilfe ist da so eine Sache. Würde ich wissen, daß ich bald sterbe und ich furchtbare Schmerzen habe, ich es aber nicht selbst machen kann (weil ich mich nicht mehr bewegen kann zum Beispiel) wäre ich vielleicht froh wenn mir jemand Sterbehilfe leisten würde. Ob ich es könnte weiss ich nicht. Ich hätte keine Gewissensbisse weil ich jemanden töten würde, sondern würde mich fragen ob es auch wirklich sein Wunsch ist zu sterben und ob er es im letzten Moment doch nicht möchte, es aber zu spät ist. Aktive Sterbehilfe kann aber leider sehr leicht mißbraucht werden. Einen geplanten Mörd könnte ich nicht durchführen nur weil ich jemanden hasse. Ich habe eigentlich kein Recht über den Tod eines anderen Menschen so zu bestimmen. Ich würds nicht können. Da fallen mir auch besser Sachen ein. Ich denke es ist ein Unterschied zwischen Mord und Töten. Es kommt auf die Umstände an. Meine Ansicht der Dinge meus |
| c.h.r.i.e. | :rolleyes: Klar, ich könnte das ohne Probleme, weiß auch nicht wiso. |
| anima-sola | ich könnte nie jmd geplant töten oder verletzten nur wenn man mir eine entscheidung aufzwängt durch eine akute bedrohung von mir oder meinen freunden wäre ich in der lage mit absicht zuverletzten oder gar zutöten |
| BloodCore | Warum tötet man denn... Rache... Selbsterhaltungstrieb... Sadismus/Perversion... Religion... Wahnsinn.... Langeweile?????? Wen tötet man... Mensch... Tier... sich Selbst?????? (Warum sollte man Tiere schlachten, Menschen aber nicht?????) Zwei Aspekte, welche die Antworten auf die Ausgangsfrage wohl vollkommen verdrehen könne.... |
| bigal13 | Töten... Wenn man manchmal sieht wie Gewalt und vor allem auch der Tod in verschiedenen Filmen und Computerspielen verharmlost werden fragt man sich wirklich: Wo ist das Problem? Töten scheint doch ganz einfach zu sein... Doch denkt ma etwas nach kommt man schnell darauf, dass es etwas ganz anderes ist den Tod in einer vorgespielten Realität zu erleben als ihn selbst auszulösen oder zuzusehen wie er ausgelöst wird! Ich für meinen Teil denke dass ich auf keinen Fall einen Menschen kalt geplant ermorden könnte... Wie es jedoch in einer Notsituation aussieht kann ich nicht sagen, da ich eine solche noch nicht erlebt habe... Ich nehme an in einer solchen setzen der klare Menschenverstand und die ethischen Grenzen aus, der Selbsterhaltungstrieb übernimmt das Ruder... Jedoch finde ich das der Tod in den Medien teilweise zu überspitzt dargestellt wird... Sensationsreprter bekommen desto mehr Geld für ihre Aufnahmen, desto besser z.B. Opfer zu erkennen sind (die nachträglich zwar unkenntlich gemacht werden, aber naja...). Nun ist die Frage: Warum sind die Menschen so interessiert am Tod oder dem Verderben anderer? In dem Sinne... [COLOR=crimson]Was ist das Leben? Was ist der Tod? Wo ist der Unterschied?[/COLOR] |
| nothingness | darüber habe ich mir auch schon gedanken gemacht. ich glaube, dass ich prinzipiell in der lage dazu wäre, aber wie bigal13 sagte, nicht geplant. vielleicht würde ich in bestimmten situationen gewaltphantasien bekommen, aber diese nie ausführen. wenn mich allerdings jemand bedrohen würde und ich mich wehren wollte, könnte es möglicher weise ungewollt dazu kommen. allerdings glaube ich, dass ich nie drüber hinwegkommen würde. ich würde mir ein leben lang ein schlechtes gewissen machen. meiner meinung nach ist ein mord nicht zu rechtfertigen, welcher grund auch immer der anlass war. schließlich geht es um ein menschenleben. |
| Lesther | Ich glaube, meine lebenserfahrung reicht nicht wirklich dazu aus, um das sagen zu können ... Allerdings, da ich ein gerechtigkeitsliebender Mensch bin, müsste ich einen wirklich driftigen Grund haben. Hat ein Mensch jemandem etwas angetan, der mir sehr wichtig ist und den ich liebe, dann sind meine Hass- und Rachegefühle grenzenlos. Doch ich schätze, ich würde mich nicht mit dem Tod rächen - - - zu einen würde dieser Jemand nicht leiden, und mir somit keine Genugtuung verschaffen. Und zum anderen, kann nicht Tod Erlösung für ihn/sie bedeuten? Dann hätte ich mir ja ein Eigentor geschossen. Vielleicht wäre ich auch einfach zu feige, das könnte ich jetzt wirklich nicht bestreiten, denn ich will ja ehrlich sein. Doch jemandem mit gleicher Münze etwas heimzuzahlen, das liegt mir im Normalfall recht gut ... Leider kann ich nicht sagen, wie ich im Abnormalfall reagieren würde. Es würde mich selbst interessieren. Ja, ich glaube, man kann töten. Doch ich gebe niemandem die Erlaubnis, mir mein Leben zu stehlen, außer mir selbst, daher ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ich dies einer anderen Person tun werde. Rachegelüste sind anders. Grundlos morden ist unverzeihlich. __________________________________________________ In their very cots my girls were robbed of their lives ... [...] It was midnight when I arrived home Said to the police on the telephone Someone's taken four innocent lives. |
| DarkHack | Ich glaube man kann töten wenn man einen vernünftigen Grund dafür hat: z.B. Freundin wurde mishandelt oder so |
| Schattensohn | hm meiner meinung nach ist jeder mensch in der lage zu töten.der einzige unterschied den es jedoch von person zu person gibt ist der grund zu töten.manche menschen töten aus langeweile,perversion,sadismus......andere nur aus reiner selbsterhaltung. es ist also alles eine frage der hemmschwelle. ich denke spätestens wenn man vor der entscheidung steht: entweder er tötet mich gleich oder ich töte ihn jetzt überschreiten 99% der menschen diese hemmschwelle und töten.persönliche könnte ich auch nie ohne notsituation einen menschen töten.......ich habe eine ziemlich hohe hemmschwelle.....vor allem was den sprung von verletzen zu töten betrifft. ich kann für mich persönlich ausschliessen dass ich jemals einen menschen töten würde wenn es auch nur einen anderen ausweg aus der situation geben würde.wie gandalf bei herr der ringe so schön sagt: viele die leben verdienen den tod,und viele die tot sind verdienen das leben....kannst du es ihnen zurückgeben? darüber sollte man sich immer im klaren sein gruss schattensohn |
| ange gardien | Kann man töten? Ich glaube diese Frage erübrigt sich wenn man sich täglich die Nachrichten im Fernsehen anschaut. Ich denke aus Selbsterhaltung oder um einen Menschen zu schützen den wir lieben würde jeder töten. Wer behauptet er könne das nicht war noch nie in einer solchen Situation. Ich habe mir die Frage ob ich töten könnte schon oft gestellt. Ich muss dazu sagen das ich Berufsbedingt schon Tote gesehen habe und auch schon Menschen vor meinen Augen gestorben sind. Ich kenne den Tod also nicht nur als abstraktes Fernsehbild. Vor einiger Zeit sah ich mir eine Reportage über Kindes- mißbrauch an. Darin wurde ein Videoband ausgestrahlt in dem ein missbrauchtes kleines Mädchen von einem Richter und einem Psychologen befragt wurde. Das Kind hat erzählt was ihm angetan wurde und dabei die ganze Zeit geweint. Weinen ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, es war ein Brüllen, in dem all die Fassungslosigkeit, die Angst, der Schmerz den ein Kind in einer solchen Situation empfindet aus der Kleinen herausbrachen. In diesem Moment hatte ich den Wunsch den Täter, der ihr das angetan hat zu töten. Ihm einfach mit einer Pistole in den Kopf zu schießen. Ich bin mir nicht sicher wie ich mich danach gefühlt hätte. Ich glaube weder gut noch schlecht, mein Leben wäre einfach weiter gegangen, aber mit der Gewißheit dem Mädchen ein ganz klein wenig Gerechtigkeit verschafft zu haben, auch wenn dadurch ihr Erlebnis nicht ungeschehen gemacht wird. Ja, ich denke jeder von uns kann töten. Nur die Gründe dafür sind verschieden und unterscheiden gute von schlechten Menschen. Die Wahrheit treibt mit uns eine wahrhaft grausiges Spiel verloren eine Menschheit ohne Sinn und Ziel Einzig nur die Liebe sie bleibt unveränderlich wenn sie alles wäre was bliebe, nicht trauern würde ich |
| Funeral | Jeder Mensch kann Töten man muss nur eine richtigen Grund finden, der das Töten rechtfertigt. __________________ STAY DARK AND KEEP THE DARK CULT ALIVE |
| RurounI | Also ich schliess mich der meinung von Funeral an, das einzig entscheidende ist in dem fall wohl die begebenheit die entscheidet... @ ange gardien: das gefühl kenn ich auch zu gut... aber das Du anhand des grundes gute von schlechten menschen unterscheidest ist meiner meinung nach nicht ganz korrekt, denn was du als richtig empfindest (oder gut) kann für jemand anderen falsch (also böse) sein... heikles thema, wohl war.... |
| Addiction | hey, zu funeral: gibt es auch nur irgendetwas was einen mord oder eben das auslöschen enes lebens rechtfertigt? ich denke nicht, auch wenn man geqäult oder gevoltert wurde bzw wird. der der das tut spielt sich als höhere macht auf und ich finde das keiner das recht hat jemanden zu töten ich verstehe wut, angst und verzweiflung sehr gut aber gleiches mit gleichem zu vergelten ist auch nicht richtig dann wäre man ja auch ncht besser als der der diese gefühle auslöst ich könnte keinen menschen töten ohne mir bis zum ende meines lebens selber vorwürfe zu machen einenmenschen töten ist technisch nicht mal schwer aber für meine moral und ethik nicht zu meistern wenn es aus anderen gründen oder sogar aus den oben genannten so weit kommen sollte, bedenke man doch das auch der nun zu deinem opfer gewordene täter familie und freunde hat(te). es ist eine große erleichterung wenn die familie dir diese tat verzeiht, was aller wahrscheinlichkeit nach nie geschehen wird aber es nimmt die schuld nich von einem das gewissen meldet sich immmer und immer wieder dagegen könnte nur verdrängung helfen aber irgendwann plazt alles heraus und es wird nur noch schlimmer also soviel dazu |
| Gnom1218 | Muß mich da großteils Nix anschließen. Wenn es darum geht, Freunde und Familie zu schützen, würde ich auch töten. Ebenso, wenn es um "der oder ich" geht. Ich hab mir auch schon oft überlegt, daß ich jemanden, der versuchen würde mein Leben, oder das von geliebten Menschen, zu zerstören, umbringen würde. Was dann natürlich wirklich geschieht, falls es mal zum Äußersten kommt, ist ne andere Sache... |
| Nathanael | Original geschrieben von Lesther Ich glaube, meine lebenserfahrung reicht nicht wirklich dazu aus, um das sagen zu können ... Allerdings, da ich ein gerechtigkeitsliebender Mensch bin, müsste ich einen wirklich driftigen Grund haben. Hat ein Mensch jemandem etwas angetan, der mir sehr wichtig ist und den ich liebe, dann sind meine Hass- und Rachegefühle grenzenlos. ********************************************* Also so gesehen könnte ich schon jederzeit zu jemanden einfach hingehen und ihn einfach so töten, die frage ist dann nur noch wie, wo, wann und weshalb!!! Manche hab en es einfacher ( Berufserfahrung: ein chemiker wie ich wird z.B schnell wissen, wie er jemanden schnell/langsam und aber vor allem unbemerkt töten kann) Die große Frage ist dann nur das Gewissen. wie oben schon zitiert von Lesther, man muss schon einen verdammt guten Grund dafür haben!!!!!! Das Leben ist das größte Geschenk Gottes an uns und somit unser wertvollstes Gut. ********************************************* Ein einzelner Tod ist eine Tragödie. Eine Million Tote sind eine Statistik. (Josef Stalin) Töte eine Menschen und du bist ein Mörder Töte tausend und du bist ein Held Töte alle und du bist Gott |
| DarkHack | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nathanael [/i] [B]Original geschrieben von Lesther Manche hab en es einfacher ( Berufserfahrung: ein chemiker wie ich wird z.B schnell wissen, wie er jemanden schnell/langsam und aber vor allem unbemerkt töten kann)[/B][/QUOTE] *schluck* :rolleyes: interessant... du hast dich also schon mit solchen Gedanken geschlagen... *denk* was für eine Methodik würdest du denn wählen... wenn's sein müsste? |
| Nathanael | Schwer zu sagen, am ehesten auf direkte konfrontation--- sagen mir ich folge zum großteil dem jap. Ehrenkodex der Samurai --> dem Bushido |
| wolfenland | Hm, also ich denke auch dass JEDER dazu in der Lage wäre. Es kommt halt immer auf den "Grund" drauf an. Wie schon gesagt wurde: Siehe Fernsehn&Radio usw... Ich grüsse.............;) |
| SebG | Carpe Noctem, hm.. Kein Mensch hat das Recht einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, doch ja, unter gewissen Umständen würde ich es tun.. Ich könnte nie einfach zuschauen, wenn jemand etwas meiner Familie antun würde oder meinen Freunden, aber Mord würde nur im Extremfall zur Anwendung kommen und wirklich NUR dann.. Anyway.. Memento Mori |
| Vamp 666 | Ich denke auch, daß das eine sehr schwere Frage ist aber für mich persönlich kann ich sage, daß ich aus 2 Gründen wohl töten könnte: 1. Im Affekt wenn ich selber massiv bedroht werde und mein Leben in Gefahr sehe oder 2. geplant und absolut vorsätzlich wenn eine Gefahr für Freunde, Freundin, Familie oder sonstige nahe Menschen besteht. Prinzipiell glaube ich aber, daß jeder Mensch in einer extremen Situation zu so einer extremen Handlung fähig ist, weil in solchen Momenten der selbsterhaltungstrieb als Instinkt unseren Geist besiegen muß. |
| dEAd_LaDy | man kann töten.. um ehrlich zu sein, denk ich in letzter zeit an nichts andres mehr.. ich hab mia sogar letztens in der schule gedacht "ob ich die töten würde?" ich weiß, irgendwie krank.. aber ich steh dazu!! -------------------------- Satanisten RuL0rN!! |
| Aleanthus | ich habe nicht alle antworten gelesen... ich denke dass man diese frage recht einfach beantworten kann: ja. menschen habenschon immer getötet und werden es immer tun... nenn mir einen grund warum ich nicht dazu in der lage sein sollte, zumal ich mich sowiso von vorgegebenen normen zurückhalte und meine eigene moral lebe, gut und schlecht für mich selbst definiere... ich habe allerdings nie gesagt dass ich das GERNE tun würde... |
| Shawn | Wie mein Vorgänger schon schrieb: JEDER kann töten, es ist nur eine Frage der Lage. Ich bin Soldat, habe mich für 12 Jahre freiwillig gemeldet und das bei der Kampftruppe, habe ebenso zugestimmt ins Ausland versetzt zu werden - ich weiß also durchaus, worüber ich schreibe, denn kaum ein Mensch muss sich wohl so sehr darauf vorbereiten, möglicherweise jemanden zu töten wie ein Polizist oder Soldat. In Friedenszeiten würde ich mit keinem Polizisten tauschen wollen... Laut Befehl muss ich töten, wenn mein Auftrag es befiehlt. Aber ich kenne mich gut genug, dass ich weiß, dass ich nur töten würde wenn es in meinen Augen absolut nötig ist - etwa zum Schutz von Menschenleben, egal um wen es sich handelt. Ich würde jemanden, der versucht meinen Bruder zu töten, nicht anders behandeln, als würde er versuchen irgendeinen Jungen im Kosovo umzunieten. Ich seh das ganze ziemlich objektiv, denn wenn man sich bei sowas in Wut oder Hass bringen lässt, dann ist man ganz schnell selbst derjenige der getötet wird. Wer hat zu entscheiden, ob jemand den Tod verdient hat oder nicht? Keiner von uns - aber doch sind wir manchmal dazu gezwungen und dann darf man sich nicht vor der Verantwortung drücken. Wer zögert, stirbt, oder hat Schuld, dass ein dritter stirbt - ich würde nicht mit der Last leben können, durch mein zögern das sterben Unschuldiger zu verantworten haben. Gewalt ist das letzte Mittel der Vernunft und darf niemals zu etwas anderem werden, egal wie stark Hass und Schmerz sind... |
| Garonoth | Also ich für meinen Teil hätte kein Problem damit, jemanden zu töten, vorausgesetzt, die Situation (bzw. das Verhalten desjenigen) ist entsprechend. Wenn mich z.B. jemand angreifen sollte, dann verteidige ich mich. Wenn der Angreifer dabei stirbt - selbst Schuld! Auch wenn jemand nur versucht, mich "auszurauben" oder so, Angriffe würde ich jederzeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln abwehren. Ich hätte auch keine Gewissensbisse; Wenn ich mich dazu entscheide, jemanden zu töten, dann weil ich es für richtig halte. Sollte jemand versuchen, meine Freunde/Familie etc. anzugreifen, gilt dasselbe. Was ich nicht unterstützen würde ist das töten für Politik, ein Land oder eine Idee. Das ist es nicht wert, und Fanatismus ist einfach nur eine peinliche Schwäche. Was die Umsetzung angeht: Ich empfinde den Anblick von Blut, Wunden oder Leichen nicht als schrecklich oder unangenehm. Und wenn jemand, den ich nicht ausstehen kann, stirbt, und ich will daß dieser Jemand stirbt, dann freue ich mich doch... Wenn sich das Opfer wehrt, umso besser. Lieber ein offener, ehrlicher Kampf als ein hinterhältiges Gemeuchel. Gegen ein ehrenhaftes Duell ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden. |
| ~*AngelaSacra*~ | das ist auch so eine sache,über die ich oft nachdenke,obwohl ich nicht genau weiß,warum. und wenn ich ganz tief in mich hineinhöre,ganz ehrlich zu mir bin.. ich denke,es gäbe situationen in denen ich es könnte. ohne nachzudenken. einfach so. wenn mich zum beispiel jemand umbringen will,ein psychopath,ganz ohne grund..ein unbekannter. wenn ich wüsste,es gäbe keinen ausweg,er würde mich töten ohne mit der wimper zu zucken,gelenkt von hass und wahnsinn... hätte ich eine waffe,ich würde die person wohl töten um mich selbst zu retten. oder wenn mir das liebste in meinem leben,wie zum beispiel der partner oder ein sehr guter freund genommen würde..durch mord. und ich diesmal wieder ohne einen grund. kinderschänder...vergewaltiger..mörder... ich würde in ein tiefes loch fallen,zerstört von einsamkeit und trauer. wenn mir jemals der schuldige über den weg laufen würde...wenn er seine tat nicht bereut,mir in die augen sehen würde und mich angrinsen würde... dann könnte ich ihn töten. oder wenn ich sehen würde wie jemand eine andere person bedroht. bereit,etwas schreckliches zu tun,kaltblütig jemanden zu ermorden... und die person würde mich um hilfe anflehen..verstört und geschockt im angesicht des todes. auch dann könnte ich die person umbringen. (z.b. wenn man polizist ist...) |
| Arashi | das ist ja ne ganz schön schwere Frage....., aber ich denke ich könte nie jemanden töten. Sicher, Gründe dafür gäbe es bestimmt genug, aber töten verstösst einfach gegen meine Prinzipien. Wenn mich jemand angreift dann würde ich versuchen ihn außer Gefecht zu setzen.....vielleicht landet er dann auch im Krankenhaus, aber selbst wenn er z.B einen Menschen umgebracht hätte den ich liebe, wieso sollte ich ihm den Gefallen tun und ihn töten und mich somit auf sein krankes Niveau herunterstufen? Ich denke selbst wenn man sich gegen jemanden wehrt gibt es einen Unterschied zwischen dem bewussten töten und dem unbewussten. Aber das sieht eben jeder anders. Ich hab mir zwar schon oft sowas vorgestellt,aber dabei ist es geblieben. Ich finde man sollte an einem solchen Punkt lernen seine Ängste und seinen Hass zu kontrollieren.......nicht gerade einfach, aber letzendlich zerstört man sich mit sowas doch nur selbst. Arashi |
| Garonoth | @Arashi: "aber letzendlich zerstört man sich mit sowas doch nur selbst" Das mag vielleicht für einige Menschen zutreffen (jene, die ein Problem damit haben, zu töten), aber davon auf alle zu schließen halte ich für gewagt. Was ist mit unseren Vorfahren, bevor es Nationen und große Kriege gab? Allem Anschein nach gab es damals häufig Kämpfe, zumeist zwischen verschiedenen Sippen. Und man hat auch (erwiesenermaßen) ständig gegen andere Säugetiere gekämpft (ich glaube nicht, daß sie sich damals schon als geistig überlegen betrachteten und in anderen Spezies niedere Wesen sahen). Waren die alle "zerstört"? Und was ist mit den ganzen früheren Staaten und Kulturen? Waren die alle kaputt, weil ihre Traditionen vorsahen, daß manchmal jemand starb? (Ich will hier keine blutigen "Traditionen" rechtfertigen, sondern nur darauf hinweisen, wie es war.) Ich denke, daß die moderne Gesellschaft versucht, Gewalt von dem Menschen fern zu halten (zu diesem Zweck werden sogar Medien zensiert), und daß diese mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema dazu führt, daß viele Menschen damit nicht klarkommen, wenn sie dann irgendwann doch damit in Berührung kommen. |
| Arashi | @Garonoth Du hast schon recht, früher war das anders, aber heutzutage haben wir eine etwas andere Moral, mit der wir ja auch erzogen wurden. Wenn ich früher gelebt hätte wäre meine Einstellung dem gegenüber warscheinlich anders. Das mit der Gewalt in den Medien ist ja auch noch so ne Sache. Natürlich wird sie zensiert um sie vor minderjähr. fernzuhalten, aber das bringt nichts. Sie kommen so oder so damit in berührung. Mag sein das sie damit nicht so gut klarkommen wenn sie es nicht kennen, aber andererseits.........wenn man schon als kind dauernd mit Gewalt konfrontiert wird, stumpft man doch irgendwann ab, und findet sie normal und in den meisten Fällen sogar lustig, oder? Arashi |
| BlackDawn | Ich finde es selbst furchtbar, aber ich denke es gehört hier einfach hin und vielleicht fühle ich mich danach ja erleichtert: Ich hätte mal beinahe getötet - einen Menschen. Natürlich, es ist praktisch normal zu denken "Den bring ich um!". Aber es war mehr, das weiß ich, das fühle ich. Das Gefühl ist grausam, es macht dich kalt, du fühlst dich stark, mächtig, erhaben, du kannst entscheiden über diesen Wurm der da nackt und schutzlos vor dir liegt. Du kannst ihn leiden lassen, für alles was dir so furchtbar weh tut. Du kannst ihm die Schuld geben, die Blutsschuld. So habe ich gedacht. Wie kam es dazu... Ehrlich gesagt weiß ich es nicht mehr genau. Es waren die vielen Kleinigkeiten die mich wütend machten, an allen Menschen um mich herum, an mir selbt. Ein falsches Wort - falsch ausgesprochen, falsch betont und schon war meine ganze Wut, mein ganzer Hass, mein zerstörender Schmerz vereint. Anstatt auf mich loszugehen, wie es doch so typisch für mich., anstatt zusammenzubrechen und aufzugeben tat ich was anderes. Mein Verhalten änderte sich. Ich spürte wie eine grausame Ruhe und Kälte in mir wuchs und mich füllte. Das machte mich unheimlich strak, denn ich konnte alle Gefühle für einen Moment vergessen (wirklich vergessen und nicht verdrängen). Ich konnte plötzlich mit meinen Gefühlen punktgenau zielen und nichts mehr war so chaotisch in meinem Leben wie es sonst war. Ich erstarrte irgendwie , es war wie ein Rausch. Ein Rausch um Kalte Vergeltung an unschuldigen Menschen, die mich wütend machten ohne Grund. Ich wollte mich bestrafen indem ich einer mir-nahestehenden Person etwas antat. Und ich rief ihn an. Und ich quälte ihn mit Fragen, stellte alles an das er glaubte in Frage, brachte ihn zum Heulen und zur Verzweiflung. Ich wusste um seine schlimme psychische Verfassung und seine Verletzlichkeit und ich wollte ihn dafür bestrafen, dass ich genauso war - verletzlich. Ich sagte ihm nachdem ich ihn über eine Stunde fertig gemacht hatte mit meiner Kälte "Bring dich um." Er schluchzte... Er legte auf. Ich spürte einen kurzen Triumph...und dann...eine ängstlich fragende Stimme in meinem Hinterkopf "Was hast du getan?" Da ich zu weit weg von ihm wohne, ruf ich einen guten Freund - seinen Nachbarn - an ... er kam gerade noch rechtzeitig. Ich weiß nicht...ich weiß wirklich nicht, wie ich so grausam sein konnte. Ich bin eigentlich ein sehr gutmütiger Mensch. Ich verstehe nicht wie mich diese Gefühlskälte überfallen konnte. Das schlimmste ist, dass mir die Person sogar verziehen hat!!! Das macht mich ehrlich gesagt noch mehr fertig... Auch wenn man meinen kann, dass das kein "richtiger" Mord war, ich denke das war einer. Mord heißt schließlich, dass man jemandem umbringen möchte und es auch (egal wie) tut. Rechtlich gesehen war das vielleicht kein Mordversuch, aber ich für meinen Teil empfand es so. Wäre die Person in meiner Nähe gewesen, dann hätte ich keine Scheu davor gehabt ihm auch körperlich etwas anzutun. |
| cosmic | Ich habe vor kurzem auch darüber nachgedacht ob ich soetwas tun könnte, das alles kam wegen eines Buches. Also die Situation war eine Exikution, Genickschuss. Ich habe mir immer wieder überlegt ob ich sowas durchführen könnte, ob aus Rache oder als "Job" wie in der NS-Zeit. Ich muss leider sagen dass ich mir nicht sicher bin ob ich das könnte, aber ich denke der Mensch kann seine Gefühle so stark betäuben dass man es wirklich nur als "Job" sieht, solange du die Person nicht als Mensch sondern einfach als ein "Ding" siehst und auch nicht länger darüber nachdenkst. In unserer Klasse haben wir dann auch noch über Experimente gesprochen die wie folgt aussahen: Ein Mensch war auf einen elektrischen Stuhl gefesselt (nicht lebensgefährlich) und ein anderer saß in einem Raum und konnte diesem Mensch Stromstöße verpassen. Man wollte sehen ab wann die Person es für richtig hält, damit aufzuhören den anderen Menschen zu quälen. Ich kann euch eines sagen, die Ergebnisse waren wirklich erschreckend. Ich bin der festen Überzeugung dass jeder Mensch in bestimmten Situationen fähig wäre zu töten. Gruß Cosmic |
| BlackDawn | @ cosmic: Ja, dass denke ich auch. Nur sind die Auslöser verschieden. Rache, Lust, Hass, alles mögliche. Manche können besser die Ruhe bewaren, andere nicht. Manche ticken nach Kleinigkeiten aus, andere eben nicht. |
| cosmic | Ja das sehe ich genauso, es gibt so viele mögliche Gründe wie es verschiedene Menschen gibt. |
| Mortisha | MHMM::: vorstellen kann ich es mir schon... aber mhmm... ich weiß nicht ob ich es wirklich tun würde.. manchmal habe ich solch gedanken, jemnaden richtig zu quälen.. naja.. nur.. würd ich es machen... wenn ich meinen verstand verlieren würde, ja! ob ich dann damit klar komme...`? nein.. denke nicht |
| Lorina | Hallo Ja, das ist nicht einfach zu sagen. Ich denke, es gibt viele Situationen in denen man gerne jemanden umbringen möchte, aber ob man es nur so denkt oder sagt oder es wirklich ernst meint, wissen viele glaub ich selber nicht. Einen Grund dafür zu finden scheint mir schwer zu sein, aber wenn es dann wirklich einen gibt, wäre es vielleicht möglich. Ich würde es vielleicht machen, aber wie schon gesagt, nur wenn ich mir sicher bin und wenn es auch einen Grund gibt. Bei dem Grund sollte es sich aber nicht um eine Kleinigkeit halten... denen wir doch alle mal nach, wer hat denn noch nie gesagt 'Ich bring die/den um' oder 'Ich könnte ihn/sie jetzt töten.'? Aber meistens sagt man diese Sätze spontan oder aus Scherz. Der Mord ist schon eine schwierige Sache aber ich glaube es gibt genug unter uns Menschen die auch ohne Grund jemanden sterben sehen.... Gruß, Lorina |
| BlackDawn | Ich sehe es so wie Selbstmord. Man sagt in ganz auswegslos erscheinenden Situationen "Ich bring mich um.", aber meistens (meistens, wie gesagt) hält einen noch etwas: ein Mensch, ein Gefühl, ein Gegenstand, irgendwas, was man halt nicht 'mitnehmen' kann. Nur manche wagen dann den Schritt und tuen es wirklich. Der Unterschied zu Selbstmord und Mord ist denke ich nur, dass man sich beim Selbstmord praktisch entzieht. Beim Mord ist das so gut wie unmöglich. Ach nein,...ich mal wieder *datsch* Oft handelt man bei Mord im Affekt.... Bei Selbstmord wohl eher weniger oder? Oder nein doch! (entschuldigt mich) Schließlich bringt man niemanden einfach so um, auch wenn man oberflächlich im Affekt handelt. Ich denke schon, dass noch so ziemlich viel 'rundherum' dazu gehört. Bei Selbstmord handelt man ja schlussendlich auch im Affekt, weil irgendwas es auf die Spitze getrieben hat. Hmm, wie seht ihr das? |
| Lorina | Ja, es gehört ein Grund dazu. Aber das was ich meine, ist zum kleinen Teil das, was danach passiert. Die Zweifel, die dann auftreten. Es ist genauso wie beim Cutten, man macht es einfach weil man es braucht, oder weil man das Bedürfnis hat, man macht es einfach so, aber im nachhinein kommen dann oft die Zweifel. Der Gedanke 'Mensch, eine Narbe mehr, wieso hast du nicht widerstanden?' Vielleicht ist es beim Mord auch, man will jemanden umbringen aber wenn die Person tot ist und ein ganzes Leben lang nie wieder zu einem sehen wird oder mit einem reden wird, wenn sie fehlt, dann kommen die Zweifel. Oder sie kommen aus Angst vor der Bestrafung.... Gruß, Lorina |
| TheSorcerer | Hoi! In meinen Augen gibt es nichts auf der Welt, dass mich dazu bringen sollte einen Menschen auszulöschen. Ich will es einfach nicht. Ich selbst habe panische Angst vor dem Tod, der Gedanke einfach weg zu sein, kein Bewußtsein mehr zu haben, versetzt mich in panische Angst und ich kann mir nicht vorstellen dies einem anderen Menschen anzutun, ich könnte mir das niemals verzeihen. Jedoch muss ich natürlich auch eingestehen, dass ich noch nie in einer Situation gewesen bin die auch nur die Option zum töten eines Menschen eröffnet hätte (zB Kriegseinsatz, Selbstverteidigung gegen eine tödliche Waffe, etc). Wie ich letzten Endes handeln werde, dass weiß ich nicht, tun möcht ich es jedenfalls nicht. Ganz zu beginn des Thread schrieb jemand, dass Soldaten keine Gewissensbisse hätten, denn sie seien von dem Grund für den Krieg überzeugt. [b]Ich[/b] bin absolut davon überzeugt, dass Gerade Soldaten an einem schwerwiegenden Gewissenskonflikt zu knabbern haben. Die Menschen, die sie erschießen waren nicht etwa die Vergewaltiger ihrer Töchter, die Brandschatzer ihrer Häuser und auch nicht ihre eigenen Rachsüchtigen Mörder gegen die sie sich verteidigen müssten - nein, es sind auch nur Menschen, die ihre traurige Pflicht erfüllen. Es war auch die Rede von einem Großvater, der im Mai '45 von einem britischen Scharfschützen wärend seines ersten Kampfeinsatzes in die Schulter geschossen bekam. Im selben Monat endete meines Wissens nach der Krieg. Daraus folgere ich, dass dieser benannte Großvater ca. im Alter von 15/16 Jahren war, als er den Schuß erhielt. Stellt euch doch bitte mal vor, was diesem britischen Scharfschützen in dem Moment durch den Kopf ging, als er durch das Zielfernrohr seines Scharfschützen-Gewehres späte und besagten Großvater erblickte, wohlmöglich kaum Älter als sein eigener Sohn, das Kriegsende in greifbarer Nähe - ich bin mir sicher: der Schulterschuss war kein glücklicher Zufall. Wie hätte besagter britischer Soldat jemals wieder in die Augen seines eigenen Sohnes blicken können mit dem Bewußtsein ein junges, unschuldiges Leben, vielleicht eine Woche vor Kriegsende, ausgelöscht zu haben? Niemehr wieder hätte er die Augen seines Sohnes betrachten können, denn jedesmal hätte sich dort das Bild des deutschen Jungen gespiegelt, der mit einem Durchschuss am Hals blutend auf den Trümmern des gefallenen Deutschlands lag. Ich bin mir sicher, auch Soldaten haben Gefühle und auch an Soldaten geht töten, egal wie oft und wie hart sie es trainiert haben, fällt ihnen nicht leicht. In diesem Zusammenhang schön finde ich eine Szene in "Black Hawk Down" in der der blutjunge, zur Eingreiftruppe neu hinzugestoßene, ständig von den anderen schikanierte Soldat von seinem Vorgesetzten gefragt wird "Haben Sie schonmal auf einen Menschen geschossen?". Der junge Soldat erwidert verlegen "Nein, Sir" worauf der Vorgesetzte Soldat ihm ermutigend die Hand auf die Schulter legt und zuspricht "Ich, Gott sei Dank, auch noch nicht". (Frei wiedergegeben) Gruesse TheSorcerer |
| amylee | mhh...ich habe keine angst vor´m sterben, könnte aber trotzdem nicht versprechen nie jemanden zu töten...ich denke das kommt immer auf die situation an...und wer da vor einem steht.. |
| Ronin47 | Ich denke das sowohl die Potentielle Fähigkeit zu töten wie auch die Hemmschwelle davor Teil in jedem Menschen prinzipiell Verankert ist, beides Teil der natürlichen Arterhaltungsstrategie. Normalerweise sollte das ein halbwegs unblutiges Zusammenleben Sicherstellen. In der Tat ist es so das im 2. Weltkrieg US-Soldaten bei nur etwa jedem dritten Schuß auf den Gegner zielten. Findige Armeepsychologen haben da Abhilfe Geschaffen und die Zielscheibe mit Menschlichem Umriss Eingeführt. Als Folge lag im Vietnamkrieg die Quote der Schüsse mit echter Tötungabsicht bei 60%. Abgesehen davon das mir solche Geschichten dann manchmal wirklich Angst machen: Wer ist Täter, der gerade mal volljährige Typ im Schützengraben, der Abdrückt, oder der Akademiker im Klimatisierten Büro, der ihn dazu Konditioniert hat? Ich würde das indirektes Töten nennen, weit weg vom geschehen. Zurück zum Thema: Ich denke Niemand kann von sich sagen, er würde nie töten. Anderersets denke ich kann auch niemand sagen "klar, kann ich". Meine eigene Praxiserfahrung ist auf dem Gebiet töten glücklicherweise etwas spärlich, habe aber dach Leute kennengelernt die mal in so Situationen waren, und, um auf das Rachethema zurückzukommen, es gab da mal eine Geschichte da hätte ich gerne einen Namen gewusst, meine damalige Freundin wusste denke ich warum sie ihn für sich behalten hat, und ich denke ich wusste da auch warum ich nicht lange nachgeforscht habe. Keine Lust in die Situation zu kommen. |
| Feuerschatten | Dieser Thread ist zwar schon etwas veraltet, doch sollte man Themen mit solch einer Wichtigkeit nicht unter den Tisch fallen lassen. Zu Tod, der eigene, wie auch der eines anderen, habe ich mich schon immer sehr auseinander gesetzt und wie sich kürzlich gezeigt hat war es gut so. Denn damit wird man letztendlich auf Schritt und Tritt konfrontiert. Töten... Zur Nahrungsbeschaffung habe ich schon sehr oft getötet. Doch einen Menschen? Wenn man von der rechtlichen Seite absieht bin ich mir jedoch sicher einen todkranken Freund/Geliebten auf seinen eigenen Willen hin helfen zu können, wenn er nicht mehr die Kraft zum Überlebenskampf hat. In so einem Fall sollte man meines Erachtens die Moral hinter dem Leid dieser geliebten Person stellen. Menschen, zu denen ich aber keine so starke Bindung habe, könnte ich nicht einfach so umbringen, nicht aus Hass, noch aus Rache oder sonstigen Gefühlen. Im Nachhinein, so nach dem erneuten Durchlesen hört sich das völlig widersinnig an, dass ich die Menschen, die mir am meisten bedeuten am ehesten so etwas antun könnte. Doch sind meine Gründe hierfür keine "niederen Motive" sondern Mitleid, Mithilfe. Vielleicht führt nun ja jemand dieses Thema weiter, auf dass es nicht in Vergessenheit gerate. |
| Lord of Darknes | Mitleid ist hauptmotiv iv für mord , bei einem selbstmord, mitleid mit sich selbst, bei einem mord auch, ich töte ihn doch nur aus rache und rache ist doch nichts weiter als mitleid für mich und den getöteten/verletzten/verkrüppelten... das andere denke ich ist, eine kranke psyche, neid(der aber auch aus selbsrtmitleid entsteht)... aber auch ich dneke so am ehesten könnte ich die leute töten die ich kenne. wildfremde? wiso sollte ich, ich kenne sie noch nichteinmals, sie haben ein recht darauf zu leben, oder es zu lassne, und nicht ich bestimme das sondern sie selber. ich brächte aber auch keinen meiner freunde(wen ich welche hätte *g*) um wenn sie nicht die (geistige) Kraft haben zu kämpfen, ich wäre da,bis sie wieder Kraft haben, um ihnen notfalls meine zu geben, und wenn es ein muss, meine gesamte Kraft, aber wenn sie unter einem auto lägen, und halbzerquetsch wären, schmerzen leideten, dann wäre ich duirchaus bereit ihnen das messer zu reichen, ider sogar selbst "hand anzulegen", wenn es nicht die möglichkeit gäbe, sie schmerzlos sterben zu lassne, und würdig, dann doch wenigstens nicht ganz so schmerzvoll, und würdiger... |
| BlackRose_84 | Ich bin mir nicht sicher, ob ich einen Menschen töten könnte. Ich denke da spielen viele Faktoren eine Rolle. Also Hass wäre da ein wichtiger Faktor, ebenso aus Angst (z.B. Notwehr). Aber ich glaube, ich könnte es nur durch schwarze Magie tun, da ich da zwar weiß, dass er sterben könnte, es aber nicht mit ansehen muss. Also einen Menschen zu erstechen oder zu erschiessen und das alles mit anzusehen, könnte ich wahrscheinlich psychisch nicht verkraften. Ansonsten bin ich ein totaler Gegner von Gewalt. |
| Hybris | Ich bin zwar keine Frau, dennoch schreibe ich meine Meinung. Bei mir ist das Töten ein merkwürdiger Konstrast. Ich selbst habe unglaubliche Angst vor dem Tod. Doch, das Leben eines anderen Menschen könnte ich ohne weiteres nehmen. Ich hätte kein schlechtes Gewissen, das einzige Problem das ich hätte wäre nunmal das Gesetz. Doch, bei ein paar Menschen wäre mir selbst das egal. Manche verdienen den Tod. |
| Yriah | Wirklich ein interessantes Thema!! Ich denke, dass ich (wenn ich aus Notwehr handle) durchaus in der Lage wäre jemanden umzubringen. Jemanden aufgrund von Gefühlen (Hass, Rache, Trauer, Wut,...) umbringen? Ich denke schon, dass so etwas möglich ist. In der Schule hab ich einmal einen Artikel über einen Jungen (leider weiß ich das Alter nicht mehr) gelesen, der seinen Vater tötete, weil dieser seine Frau verprügelte. Ja, der Junge hätte zu einer Jugendhilfe gehen oder die Polizei alarmieren können, doch ich denke, dass er in dem Moment einfach so vom Hass gegen seinen Vater überwältigt war, dass er nicht wusste, was er tat. Vielleicht war er auch zu jung und wusste nicht, wo er um Hilfe bitten könne........ Kurz und gut: Ich denke, dass man im Moment des Tötens einfach von den Gefühlen überwältigt ist. Man ist sozusagen in einer Art Trance......... Wenn man dann aus diesem betäubten Zustand aufwacht, trifft es einen wie ein Schlag (deshalb, denke ich, begehen viele nach derartigen Taten Selbstmord, weil sie die Schuldgefühle einfach nicht mehr aushalten bzw. so von sich selbst schockiert sind). Natürlich gibt es auch Leute, die einen Mord schon lange Zeit davor planen. Solche Menschen sind meiner Meinung nach nicht mehr ganz normal im Kopf und brauchen dringend Hilfe! Ich kann nur sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie jemanden so gehasst habe, dass ich ihm oder ihr den Tod wünschen würde. (Hoffentlich muss ich das auch nie.......) Enttäuscht wurde ich schon einige Male, doch habe ich es geschafft diese Dinge zu überwinden (mit Hilfe meiner Freundin bzw. meiner Schwester). Manche Menschen schaffen es nicht ihre Probleme zu bewältigen (weil oft niemand da ist, der sie versteht.........) Sie verletzen/töten sich selbst oder andere........ Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich durchaus dazu bereit wäre, jemandem die Sterbehilfe zu geben (Ich weiß, dass passt jetzt vielleicht nicht ganz dazu). Ich finde es nicht gut, jemanden unnötig leiden zu lassen (auch Tiere nicht). Und wenn dieser jemand einverstanden ist und wirklich sterben will, würde ich helfen. Im Tod sehe ich eher eine Art Erlösung und ich fürchte ihn nicht. Außerdem glaube ich an Wiedergeburt...... Aber das ist jetzt wirklich ein anderes Thema! In diesem Sinne: Alles Liebe, Lady Yriah |
| NOX808 | Ich selber war schon sehr nah dran einen Menschen zu töten. Es war vor 3Jahren meine damalige Freundin ging mir während ich am Arbeiten war in meinen Bett fremd. Als ich nach Hause kamm stand er gerade in meiner Küche bediente sich an meinen Kühlschrank. Ich sprang ihn sofort an schlug und tratt immer wieder auf ihn ein bis er sich nicht mehr regte danach packte ich ihn an den Haaren und schleuderte ihn das Treppenhaus runter wollte ihm nach steigen um ihn den Rest zu geben. Doch zu seinem Glück hielt mich meine Ex am Arm ich verstand kein Wort von dem was sie sagte alles schien mir so seltsam fremd ich wollte nur noch meinen Hass rauslassen aber als ich ihr in die Augen sah und ihre verlogenen Tränen sah fragte ich mich ob sie es wirklich wert ist all das wert ist wert ist das ich für sie töte wert ist das ich für sie in den Knast gehe und ich kamm zum Endschluß: Nein |
| RurounI | @hybris: manche verdienen den tod...... und manche verdienen ihn nicht und werden trotzdem von menschen getötet die meinen SIE SIND im RECHT und derjenige hat das VERDIENT.....tztztz.... das is doch sehr einfach, möchtest Du derjenige sein der darüber entscheidet? über leben und tod? viel spass, denn wenn Du noch auch nur einen funken gewissen oder ne seele hast wird Dich das Dein ganzes leben verfolgen..... klar gibt es menschen die auch ich gern tot sehen würde, aber Diejenigen werden ihrer "strafe" auch nicht entkommen.... |
| ^*anaêmic*^ | Also ich find das Thema echt interesant! Hab mir auch schon oft darüber gedanken gemacht.. Ich weiß ja nicht wie´s euch geht aber bei mir währen die nebenbedingungen sehr entscheident... (bedrohung usw.) Aber generell würde ich schon sagen, dass ich töten könnte. Jedoch denke ich dass man erst in diese Situation kommen müste um darüber was sagen zu können wie man reagiert. Ich hab zu dem Thema sicherlich seltsame ansichten.:) Als wir mal in der Schule darüber diskutiert haben ob Henker auch Mörder sind usw. (ihr kent diese diskusionen sicher) kam ich zu dem entschluss den ich auch zur erregung anderer äuserte, dass Henker einen Beruf ausüben und ihre aufgabe ist andere menschen umzubringen. Übertrieben könnte man z.B. meiner meinung nach sagen dass Henker in meinen augen auch nur ein Beruf is wie z.B. Bürofachkraft usw. Ich würde mir zB als Henker keine ethischen vorwürfe machen, dass ich getötet habe. Hochachtungsvoll euer ^*anaêmic*^ |
| Pluna_X | Jetzt in diesen Agenblick Nein also nicht wenn ich auf der Straße lau und mir Jemand net passt... In gewissen Situationen denke ich schon, wo man aber wohl eher nicht Nachdenkt sondern aud die Situation handelt... Das Beispiel kamm hier schonmal(bzw. So ähnlich): [i]Deine kleine Schwester liegt tot in Ihren Bett, der Vater erstochen im Sessel und grad steht er mit Seiner Waffe(Messer ...) vor eurer Mutter... [/I] Was macht ihr??? Ich hier wäre die Reaktion der meisten daas gleiche... Ich würde da auch die Veratwortung der Tat bernehmen und danach die Polizei rufen... Natürlich ist Theorie und Praxis zwei dinge bin aber trotzdem im glauben das viele in So einer Situation gleich handeln... [B]@ ^*anaêmic*^[/B] Finde die Ansicht bezüglich Henker nicht verkärt ist halt ein Beruf der zu dieser Zeit(wo es in gab) bzw. Religion (wo es sowas noch gibt) halt ein Beruf bei den Nix schlimmes angesehen wirt... zumindest von denn meisten... |
| Mondsilbertaufe | Zu dem Thema fallen mir spontan verschiedene Dinge ein. Zunächst, dass die Frage äußerst spekulativ ist. Wer kann schon sagen, ob er jemanden wirklich töten würde? Im Affekt vielleicht? Aber Affekt lässt sich schwer planen, oder? Wenn ja würden nicht viele Kindsmörder von den Eltern jener getöteten Kinder gelyncht werden? Und was ist mit Krieg? Wieviele Menschen werden im Krieg zu Mördern, obwohl sie es sich vorher schwer vorstellen konnten? Und was ist mit den Ärzten? Wieviele Krebspatienten sterben durch die Chemo und die Bestrahlung? Es heißt, es sind etwa 50% jener Patienten, die tot-therapiert werden! Nüchtern betrachtet. Ganz zu schweigen von den psychisch Kranken, den Selbsttötern, Polizisten, Notwehrenden... Es gibt also viele, die töten und dazu offensichtlich in der Lage sind. Ich denke, es hängt von zu vielen Dingen ab, die entscheiden ob man zum Mörder wird: grundsätzlich man selbst und die Umwelt. Aber ich denke, von Leuten, die von vornherein sagen, dass sie locker jemanden umbringen könnten, ist nicht viel zu halten. Jemanden den Bauch aufzuschlitzen ist ein Leichtes, doch dann auch noch mitanzusehen, wie jemand dahinschwindet ist schon krank. Ich würde niemals töten wollen und meine, dass ich auch nicht dazu in der Lage wäre. Und wer verdient schon den Tod? Die Omma vielleicht, die seit 2 Jahren dahinsiecht und die man nicht sterben lassen will, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht. Aber bestimmt nicht jemand, der sich aus der Verantwortung ziehen will! In diesen seltenen Fällen sollte man die tödliche "Belohnung" wegfallen lassen. |
| LaChatte | die Weltwoche [url]www.weltwoche.ch[/url] hat einen guten Artikel drin: Du sollst töten Von Dan Baum Der Feind ist kein Mensch – er ist das Ziel. So nehmen Militärs ihren Soldaten die Hemmungen abzudrücken. Der Führung ist klar, dass viele Krieger deswegen unter psychischen Schäden leiden. Doch Vorbeugemassnahmen würden die Kampfmoral untergraben. Carl Cranston besuchte noch die High School, als er 1997 beschloss, zur Armee zu gehen. Er und seine Freundin Debbie Stiles hatten gerade ein Kind bekommen, und die Armee schien die beste Garantie für einen sicheren Job zu bieten. Die USA erlebten die «längste Friedensphase ihrer Geschichte», wie der damalige Präsident Bill Clinton sagte, und Carls Dienst als Infanterist, so glaubten die beiden, würde hauptsächlich darin bestehen, körperlich fit zu werden, furchterregende Waffen zu bedienen und zu lernen, wie man sich abseilt und Landkarten liest und solche Sachen. Carl durfte die High School abschliessen und wurde dann, nach absolvierter Grundausbildung, nach Hawaii versetzt. Debbie begleitete ihn gern. «Eine bessere Entscheidung konnten wir gar nicht treffen, ich würde es immer wieder tun. Wir waren achtzehn, auf einmal selbständig, zum ersten Mal weg von zu Hause, mussten selbst für uns sorgen.» Wer zuerst schiesst, überlebt Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde alles anders. Die Cranstons mussten nach Georgia umziehen, da Carl zur 3. Brigade der 3. Infanteriedivision in Fort Benning abkommandiert worden war, eine mechanisierte Truppe, die «Sledgehammer Brigade». Er und seine Leute sollten in Bradleys mitfahren – schnellen, schwerbewaffneten Panzerwagen, die das Rückgrat im Irakkrieg waren. Sieben Mann mussten sich in ein solches Fahrzeug zwängen, und Carl, inzwischen Sergeant, war Gruppenführer. Seine Brigade gehörte zu den ersten Einheiten, die bei Kriegsbeginn im März 2003 die irakische Grenze überquerten. Carl erlebte elf Gefechte, davon sieben «schwere», wie er schätzt. Sie stiessen bis nach Bagdad vor, im Juli letzten Jahres kehrten sie wieder nach Fort Benning zurück. Ich traf mich im Februar mit Carl und Debbie in einem Red-Lobster-Restaurant. Carl, 24, ist gross und hat einen militärisch kurzen Haarschnitt und ein weiches, freundliches Gesicht. Debbie, klein und blond, hat ein spitzes Kinn und unruhige, wachsame Augen hinter einer randlosen Brille. Carl ist arglos und munter, Debbie eher ernst und nüchtern. Carl spricht noch immer voller Bewunderung über die Gefährlichkeit der Sledgehammers. Irakische Soldaten, die sich in der Dunkelheit oder hinter dicken Rauchschwaden sicher wähnten, sahen sich mit den Nachtsichtgeräten der Bradleys und dem raschen Feuer der 25-mm-Bordgeschütze konfrontiert. Carl und seine Abteilung sprangen dann aus dem Fahrzeug und griffen die überlebenden Iraker an. «Wir haben viele Leute getötet», sagt er. Später mussten er und seine Männer Checkpoints bewachen, eine notorisch gefährliche Aufgabe. «Anfangs ging es ganz gut», sagt Carl. «Wir hatten kleine Kärtchen, die uns bei der Verständigung helfen sollten. Wir haben Schilder aufgestellt, auf denen auf Arabisch ‹Halt!› stand. Wir riefen ischta, ischta! (geh fort), aber die Leute kamen mit hochgehaltenen weissen Fahnen und feuerten dann aus Kalaschnikows oder warfen Granaten.» Also musste Carls Gruppe auf Nummer sicher gehen. Wenn ein Autofahrer auf das Stoppzeichen und die Warnrufe nicht reagierte, wurde, sobald er auf dreissig Meter herangekommen war, das Feuer eröffnet. «Darum hatten wir in unserer Kompanie keine Verluste», sagt er. Debbie starrt auf ihren Teller. «Wir durften keine Warnschüsse abgeben, haben es aber trotzdem getan», sagt Carl. «Und dennoch haben die Leute nicht angehalten. Manchmal sassen Frauen und Kinder im Auto. Ich weiss nicht, warum sie nicht angehalten haben.» Autos, in denen Tote sassen, wurden nicht weggeschafft. «Man durfte sich dem Auto nicht nähern. Es hätte ja voller Sprengstoff sein können. Wir liessen es einfach stehen.» Er und seine Leute rührten sich nicht von der Stelle. «Was sollte man sonst machen?» Nachdem die Kellnerin abgeräumt hat, erzählt Debbie von einem Disco-Abend nach Carls Rückkehr aus dem Irak. Nach ein paar Drinks rief Carl dem DJ zu: «Ich will Musik über Leute hören, die andere umlegen, ihnen die Kehle durchschneiden!» Debbie bat ihn, ruhig zu sein. «Nein», entgegnete Carl, «ich will Musik über die ganze Scheisse hören, die ich gesehen habe.» Carl begleitet Debbies Schilderung mit einem liebevollen Lächeln, so als hätte er nur seine Autoschlüssel verloren. «Daran erinner ich mich gar nicht», sagt er und lacht. «Das war das erste Mal, dass ich solche Sachen von ihm hörte, über Getötete und so. Und manchmal hat er einfach diese Bilder – dann sitzt er da und starrt vor sich hin.» Carl lacht wieder. «Aber mir geht’s gut, wirklich.» Debbie schüttelt den Kopf, ohne den Blick von mir zu wenden, und sagt: «Von wegen, von wegen.» Nach dem Blutbad eine Umfrage Oberstleutnant Marshall war einer der Soldaten, die im November 1943 an den Strand der von den Japanern besetzten Pazifikinsel Makin wateten. Marshall hatte im Ersten Weltkrieg gekämpft und nach dem Studium als Reporter für den El Paso Herald gearbeitet. 1940 veröffentlichte er «Blitzkrieg», die erste seiner zahlreichen militärhistorischen Studien, die ihm wohlwollende Rezensionen renommierter Kriegshistoriker einbrachte. Nach Pearl Harbor ging Marshall wieder zur Armee, war nun einer von 27 Offizieren einer neuen Historikerabteilung. Auf Makin, wo vier Tage lang gekämpft worden war, machte er Aufzeichnungen für eine offizielle Darstellung der Schlacht. Kurz nachdem die Insel eingenommen war, erlebte er eine heftige Auseinandersetzung zwischen einem Leutnant und einem einfachen Soldaten namens Schwartz, die darüber stritten, ob Schwartz, der mit einem Maschinengewehr an der Zurückschlagung elf japanischer Angriffe beteiligt gewesen war, dieses Maschinengewehr auf eigene Initiative oder auf Befehl des Leutnants eingesetzt hatte. Zur Klärung dieser Frage liess Marshall das Bataillon antreten und fragte jeden, was er gesehen und getan hatte. Niemand konnte den gesamten Vorfall schildern, aber jeder fügte ein Mosaiksteinchen hinzu, bis sich ein detailliertes Bild ergab – nicht bloss in der Sache Schwartz (der sich als Held herausstellte), sondern über die grauenhafte Schlacht insgesamt. Marshall bediente sich auch später dieser Befragungsmethode, überall auf dem pazifischen und europäischen Kriegsschauplatz, gut anderthalb Jahre lang. Unmittelbar nach einer Schlacht fragte er die Soldaten: «Seid ihr vorgestürmt oder gerobbt?» «Unter welchem Beschuss standet ihr?» «Habt ihr Material verloren?» Marshall legte seine Berichte so schnell vor, dass die Armee sie für den taktischen Unterricht heranzog und an Feldkommandeure verteilte. Bei Kriegsende war Marshall Chefhistoriker der US-Armee in Europa. Vom Menschen zur Maschine 1947 überraschte Marshall die Armeeführung mit seinem kleinen Buch «Men Against Fire. The Problem of Battle Command in Future War». Darin schrieb er, dass nur etwa 15 Prozent der amerikanischen Soldaten während des Kampfs auf den Feind geschossen hätten. Ein Oberstleutnant habe sich bei ihm beklagt, dass vier Tage nach den grauenhaften Kämpfen von Omaha Beach kein einziger von 25 Mann freiwillig geschossen habe. Diese Männer seien keine Feiglinge gewesen. Sie hätten ihre Position gehalten und bereitwillig ihren Job getan, beispielsweise Munitionsgurte geschleppt, es aber nicht über sich gebracht, auf Menschen zu zielen, auch nicht auf bewaffnete Feinde, und abzudrücken. Beim Soldaten sei «die Angst vor dem Töten, nicht die Angst vor dem Getötetwerden [...] die wichtigste Ursache für individuelles Versagen im Kampf», so Marshall. «Im entscheidenden Moment verweigert er sich.» Marshalls Methoden wirken heute fragwürdig (er will mehr als vierhundert Einheiten befragt haben, das entspräche pro Tag einer Kompanie, wobei ihm keine Zeit für Reisen geblieben wäre), die Tendenz seiner Schlussfolgerungen aber ist noch immer gültig: «Wir geben nur ungern zu, dass es im Krieg vor allem um das Töten geht», so Marshall, «denn der Soldat kommt aus einer Kultur, in der das Töten verboten und inakzeptabel ist.» Die Armee machte sich Marshalls Erkenntnisse zu Eigen: Schon bald wurde ein «überarbeitetes Ausbildungsprogramm» entwickelt, in das viele von Marshalls Erkenntnissen eingegangen waren. Es reichte nun nicht mehr, dem Rekruten beim Schiessunterricht beizubringen, das Ziel zu treffen. Er musste so konditioniert werden, dass er tötete, und das verlangte paradoxerweise das Herunterspielen der Tatsache, dass Schiessen und Töten eins sind. «Der Soldat darf nicht über die Beschaffenheit des Ziels nachdenken», so Marshall. Ein Soldat, der während der Ausbildung auf eine Zielscheibe schiesst, wird im Gefecht innehalten und bedenken, dass es ein Mensch ist, auf den er im nächsten Moment schiessen wird. Soldaten erwarben nun die Fähigkeit, Flussufer, Hügel und andere Orte, an denen sich feindliche Soldaten verstecken mochten, mit «massiertem Feuer» zu belegen. «Auf ein Haus oder einen Baum wird der durchschnittliche Schütze sehr viel eher schiessen als auf einen Menschen.» Marshalls Erkenntnisse führten zu spektakulären Resultaten: Armeeschätzungen zufolge erwiderten im Vietnamkrieg 90 Prozent der Soldaten das Feuer. Und einige bezahlten einen hohen Preis. |
| LaChatte | (ja, der Artikel ist ziemlich lang...) Erinnerungen an Vietnam Die amerikanische Ambivalenz gegenüber Vietnam, die vielen Drogen und die Schwierigkeit, zwischen Zivilisten und bewaffnetem Feind zu unterscheiden – all das mag erklären, warum Vietnamveteranen stärker traumatisiert wurden als die Soldaten etwa im Zweiten Weltkrieg. Vielleicht hat die Vietnam-Generation auch nicht mehr so stumm gelitten wie andere vor ihr, sondern offen ihre seelischen Wunden gezeigt. In Amerika war der Psychojargon gang und gäbe. Aber auch die Häufigkeit der Kampfeinsätze in Vietnam mag eine Rolle gespielt haben. Die Psychologin Rachel MacNair hat rund 1700 Interviews mit Veteranen des Vietnamkrieges ausgewertet und festgestellt, dass Soldaten, die während eines Einsatzes getötet hatten oder glaubten, getötet zu haben, sehr viel öfter posttraumatische Störungen aufwiesen. Nach Vietnam musste sich die Armee nicht mehr mit der Frage auseinander setzen, wie sich das Töten auf die Soldaten auswirkt. Der erste Golfkrieg war sehr kurz, und der Krieg auf dem Balkan wurde hauptsächlich über grosse Distanz hinweg geführt, mit Flugzeugen und Artillerie, so dass das Töten eine abstrakte Angelegenheit war. Doch im gegenwärtigen Irakkrieg töten die Soldaten mit handlichen Waffen, und das Kampfgebiet ist so gross wie ein Fussballfeld. Wie viele Iraker die amerikanischen Truppen getötet haben, ist nicht genau bekannt – General Tommy Franks: «Wir sind nicht da, um Leichen zu zählen» –, aber allgemein wird von einer hohen Zahl gesprochen. Die Armee will nichts hören Major Peter Kilner, ehemaliger Dozent an der West-Point-Militärakademie, der an der offiziellen Geschichte des Irakkriegs mitarbeitet, glaubt, dass die meisten Soldaten «angelegt, genau gezielt und geschossen, viele auch getötet haben». Die Feuerstärke der Amerikaner ist enorm. Einer seiner früheren Studenten, dem er im Irak begegnete, sagte: «Es wird viel zu viel getötet. Die Leute schiessen, wir schiessen zurück, und alle sind tot.» Selbst manche Schwerverwundete schien das Töten, an dem sie beteiligt gewesen waren, stärker zu belasten als die eigene Verwundung. Im Dezember sprach ich im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Washington mit amputierten Irakkrieg-Veteranen, die ausgesprochen lebhaft beschrieben, wie ihnen der Arm oder das Bein abgerissen wurde, sogar Scherze dazu machten, aber sobald die Rede auf das eigene Töten kam, verfielen sie in dumpfes Schweigen. Kilner und andere, auch zivile Beobachter stellen besorgt fest, dass im Irak die hohe Zahl von Tötungen im Nahkampf eine ganze Generation von Soldaten traumatisieren könnte. Aber noch schlimmer sei, dass die Armee und das Amt für Angelegenheiten der Veteranen (VA) keinen Gedanken daran verschwenden und nicht darüber reden. Obwohl beide Einrichtungen zahlreiche Studien über die verschiedensten Aspekte von Traumatisierungen bei Soldaten (Trauer, Schuldgefühle des Überlebenden, Angst) vorgelegt haben, werden die psychischen Nachwirkungen des Tötens praktisch nicht untersucht. «Es ist ein auffällig blinder Fleck in der Forschung», sagt Rachel MacNair. Für die Militärpsychiaterin E.C. Ritchie ist das Töten der «weisse Elefant im Wohnzimmer, über den niemand sprechen will». Ein regulärer Soldat kann jahrelang dienen und ausserhalb des Bajonett-Trainings (ein Relikt aus Zeiten vor der Verwendung des Sturmgewehrs) kaum das Wort «Töten» hören. (Seit dem Koreakrieg hat kein amerikanischer Soldat an einem organisierten Bajonettangriff teilgenommen.) Militärhandbücher und Ausbilder sprechen von dem «Unterdrücken von feindlichem Feuer», dem «Angriff auf Ziele» und dem «Zermürben des Feinds». Captain Tim Dunnigan, Chef der Infanterieausbildung in Fort Benning, sagt: «Wir wollen den Leuten Reaktionsschnelligkeit beibringen. Sobald sie einen Schuss hören, sollen sie sich zu Boden werfen und das Feuer erwidern. Instinktiv handeln.» Laut Captain Jason Kostal, der früher die Scharfschützenausbildung in Fort Benning leitete, wird selbst in Einheiten, die sich an die Devise «Ein Schuss, ein Toter» halten, jede explizite Diskussion über dieses Thema vermieden. «Wir sagen nicht: Greif diesen Kerl da an! Sondern immer: Greif dieses Ziel an! Die Leute sollen sich nicht fragen, ob der Kerl vielleicht drei Kinder hat.» Peter Kilner stellte in seinem Unterricht in West Point einen «institutionalisierten Widerstand» gegenüber dem Thema fest. «Man hat das, anders als ich, wohl nicht als grosses Problem angesehen, und deshalb wurde es auch nicht in den Lehrplan aufgenommen.» Als er wenige Wochen vor dem Irakkrieg für eine grosse TV-Nachrichtensendung interviewt werden sollte, erklärte ihm ein PR-Offizier der Armee: «Kurz vor Ausbruch eines Krieges sollten wir nicht über ein so heikles Thema reden.» Nach Ansicht von Oberst Thomas Burke, der im Pentagon für die Abteilung Mentale Gesundheit zuständig ist, sollten junge Soldaten während der Ausbildung nicht mit moralischen Fragen belastet werden. Über das Töten sagt er: «Ich weiss nicht, ob das viel bringt, wenn man sich allzu sehr mit diesem Thema beschäftigt.» Kilner hält das Töten im Krieg für gerechtfertigt und findet, dass die Kommandeure ihren Soldaten dies auch klar machen sollten. Das würde ihre seelische Verfassung langfristig schützen, und sie wären auch eher bereit für das Gefecht. Soldaten, die nicht recht wissen, warum sie töten sollen, zögerten in gefährlichen oder unklaren Situationen. Kilner erzählt von einem Panzerkommandanten im Irak, der seinen Männern befahl, auf ein entgegenkommendes Auto zu schiessen, doch der Schütze und der Ladekanonier erstarrten. Der Letztere habe nur gestammelt: «Das ist doch Mord. Und es macht Ihnen überhaupt nichts aus.» Soldaten, die mental darauf eingestellt sind, das Töten im Krieg als gerechtfertigt anzusehen, «kämpfen in dem Bewusstsein, moralisch im Recht zu sein», sagt Kilner. Die Soldaten verdienen Aufrichtigkeit Dave Grossman, Ex-Oberstleutnant und Psychologieprofessor in West Point, versucht in Vorträgen immer wieder, deutlich zu machen, dass das Töten einer der Hauptgründe ist, weshalb Soldaten während der Schlacht und später zusammenbrechen. Ich begegnete dem hageren Endvierziger auf einem Seminar für den Diplomatic Security Service, den Schutzdienst des Aussenministeriums. «Wir werden ein hässliches, unangenehmes Wort verwenden, das Sie draussen kaum hören werden», rief Grossman seinem Publikum zu. «Wenn Sie wirklich bereit sind, zu töten, werden Sie sehr viel eher in der Lage sein, Panik zu vermeiden, Ihren Gegner abzuschrecken und später mit der ganzen Situation fertig zu werden.» Ein durch das Töten traumatisierter Soldat sei ein Verlust, aber solche Verluste könnten vermieden werden, wenn die Soldaten lernten, sich mental mit dem Akt des Tötens auseinander zu setzen. Dieses Thema werde von einer «Konspiration des Schweigens» vernebelt, weil die Armee sich nicht mit der Frage beschäftigt, wie stark das befohlene Töten den Soldaten psychisch belastet. In seinem Buch «On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society» schreibt Grossman: «Wenn die Gesellschaft einen Soldaten darauf vorbereitet, seinen Widerstand gegen das Töten zu überwinden, und ihn in eine Umgebung versetzt, in der er töten wird, dann hat diese Gesellschaft die Pflicht, sich offen, intelligent und moralisch mit der psychischen Situation auseinander zu setzen.» Um Kriege zu gewinnen, muss eine Armee ihre Soldaten zeitweilig in Killermaschinen verwandeln, die reflexartig handeln. Aber als Freiwilligentruppe, die auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen ist, kann sie nicht immer wieder Generationen von traumatisierten Veteranen nach Hause schicken. Die Kommandeure, deren Aufgabe es ist, mit möglichst wenig eigenen Verlusten Schlachten zu gewinnen, glauben, es sich nicht leisten zu können, über die künftige psychische Verfassung der Soldaten nachzudenken. «Ich bin angewiesen auf dieses reflexhafte Töten», schrieb ein Offizier an Kilner. «Das nützt mir mehr im Gefecht, aber bin ich verantwortlich dafür, was später aus den Leuten wird?» Die Suizidrate steigt Das psychiatrische Korps der US-Armee hat einen widersprüchlichen Auftrag. Während des Zweiten Weltkriegs verloren die Amerikaner mehr Frontsoldaten aufgrund von psychischen Problemen als durch feindliches Feuer. Seit dem Koreakrieg hat jede Division (rund 3000 Mann) neun Stress-Experten, davon sechs Unteroffiziere und drei Offiziere. Theoretisch kann ein Soldat, dem es schlecht geht, weil er jemanden getötet hat (oder wegen irgendeiner anderen Sache), mit einem Psychologen sprechen. Aber fast die Hälfte der amerikanischen Soldaten im Irak, die psychische Probleme haben, geben an, dass man ihnen selten die Zeit dafür gibt. Und mehr als die Hälfte hat Angst vor der Stigmatisierung. Im letzten Jahr wandte sich ein Unteroffizier, dem der Anblick eines verstümmelten Irakers zu schaffen machte, an den Stress-Experten seiner Einheit und bat darum, in die Heimat zurückgeschickt zu werden. Daraufhin wurde ihm Feigheit vorgeworfen. (Dieser Vorwurf wurde dann auf Pflichtversäumnis reduziert und schliesslich fallen gelassen.) Dies war ein sehr ungewöhnlicher Fall, aber Militärpsychiater stimmen darin überein, dass es ihre Aufgabe sei, die Kampfbereitschaft der Soldaten zu gewährleisten. Selbst wenn ein Soldat kurz vor einem Zusammenbruch steht, muss nach Ansicht von Armeepsychiater Thomas Burke dafür gesorgt werden, dass er wieder Dienst tut, sofern das für seine Einheit eher ein Vorteil als ein Nachteil ist. |
| LaChatte | (go on) Im März dieses Jahres veröffentlichte das Pentagon die Ergebnisse der ersten psychologischen Untersuchung von Soldaten, die noch im Irak kämpfen. Fast drei Viertel der Befragten fanden, dass in ihrer Truppe eine geringe oder sehr geringe Moral herrsche. Die Selbstmordziffer in der Armee liegt generell unter dem nationalen Durchschnitt für junge Männer – in der Armee ist niemand so lange allein, dass er auf dumme Gedanken käme –, aber im Irak ist die Selbstmordziffer unter Soldaten fast ein Drittel höher als der historische Durchschnitt der Armee. Seit Beginn des Irakkriegs haben sich mindestens zwanzig (männliche und weibliche) Soldaten das Leben genommen, und noch einige andere haben sich nach der Rückkehr in die Heimat umgebracht. «Ich habe hier niemanden getötet und werde das hoffentlich auch nie tun müssen», schrieb ein Soldat, Vater von zwei Kindern, aus Bagdad an seine Mutter, bevor er sich umbrachte. Traditionell fragen weder das Pentagon noch das Veteranenamt nach, unter welchen Umständen Soldaten getötet haben, geschweige denn, wie sich dieses Erlebnis seelisch auf sie auswirkt. In der Untersuchung aus den achtziger Jahren über Vietnamveteranen stand nur die Frage: «Haben Sie in oder im Umfeld von Vietnam jemanden getötet, oder glauben Sie, jemanden getötet zu haben?» Wissenschaftler, die die Daten auswerteten, können nicht erkennen, ob die Aktion eines Soldaten ein Einzelfall war und der Selbstverteidigung diente – oder ob sie in einem bewohnten Dorf stattfand und die Soldaten in Rage waren. Irak-Veteranen werden noch weniger gefragt. Sie füllen ein vierseitiges Formular (DD-2796) aus, kreuzen nur ein Kästchen an, wenn ihre Erlebnisse zutreffend beschrieben werden. («Hatten Sie während dieses Einsatzes irgendwann das Gefühl, in grosser Todesgefahr zu sein?» – «Haben Sie während Ihres Einsatzes Verwundete oder Getötete gesehen?») Dem Thema Töten nähert sich Formular DD-2796 höchstens mit der Frage: «Waren Sie in einen direkten Kampf verwickelt, bei dem Sie Ihre Waffe abgefeuert haben?» Harry Holloway, der dreissig Jahre als Armeepsychiater tätig war, erklärte mir, dass die Armee davon profitieren würde, wenn mehr über die psychische Verfassung der Kampfverbände bekannt wäre. «Wir sollten die Fragen noch vor Ort stellen, dann würden wir wissen, ob Soldaten getötet haben.» Wenn mehr über das Ausmass und die Heftigkeit der psychischen Probleme bekannt wäre, könnte das die Wiedereingliederung der Soldaten ins Zivilleben erleichtern. «Der Staat sollte ihnen helfen, aber wir wissen überhaupt nichts.» Verständnis für die Haltung der Armee Oberst Jim Stokes, unter dessen Leitung rund sechshundert Militärpsychologen an der Aufstellung von Antitraumatisierungsregeln arbeiten, sagt, dass die Soldaten mit dem Töten schon fertig würden, nur sei das Töten selbst eben ein enormer Stressfaktor. Ihm bereitet besonders das «Töten aus allernächster Nähe» im Irak Sorgen. Die diesbezügliche Empfindlichkeit der Armee kann aber auch Stokes nicht erklären. Er schrieb das «Field Manual 22-51», in dem das Töten nur in Hinblick auf Zivilisten oder amerikanische Landsleute thematisiert wird. Nicht diskutiert wird das Töten feindlicher Soldaten, obwohl es im Irak, ebenso wie seinerzeit in Vietnam, oft unmöglich ist, Zivilisten und feindliche Soldaten auseinander zu halten, selbst aus nächster Nähe. Stokes: «Im Nachhinein muss ich wohl fragen, warum ich nicht darauf eingegangen bin.» In der jüngsten Ausgabe des 207 Seiten starken «Führers für Kliniker im Irakkrieg», herausgegeben vom Veteranenamt, wird das Trauma des Tötens nur im Hinblick auf zivile Opfer erwähnt. Nirgends wird auch nur angedeutet, dass das Töten von feindlichen Soldaten eine traumatische Erfahrung sein könnte. Im fünfhundert Seiten starken Lehrbuch des US-Sanitätskorps über Gefechtstraumata werden zwanzig Stressfaktoren genannt, darunter «Todesangst», «gestörter Tagesablauf», «Verlust eines Freundes» und «Zusammenbruch von Selbstschutzmechanismen». Töten wird nicht erwähnt, und es gibt auch keine Vorschläge, wie die psychischen Auswirkungen zu lindern wären. «Verluste, die der Soldat den feindlichen Soldaten zufügte, wurden meist als hochtraumatisches Erlebnis beschrieben», steht da, und es wird sogar ein Kommandeur mit den Worten zitiert: «Mit dem Töten von Menschen kommen die meisten Soldaten sehr viel schwerer zurecht als mit dem Tod eines Freundes.» Die Autoren erwähnen, dass «die meisten Säugetiere eine Abneigung dagegen haben, ihresgleichen zu töten», und dass «die Fähigkeit von Menschen und einigen Primaten, bestimmte Angehörige ihrer eigenen Spezies als ‹anders› zu klassifizieren, die Hemmschwelle des Tötens senken kann». Aufgrund «phylogenetisch starker Hemmungen» erlebt der tötende Soldat aber «psychische Nachwirkungen». Harry Holloway, der als Militärpsychiater wiederholt gefordert hat, die psychischen Auswirkungen des Tötens nicht zu leugnen, hat Verständnis für die Haltung der Armee: «Sobald wir die Frage stellen, wie sich das Töten auf die Soldaten auswirkt, erkennen wir an, dass wir Probleme schaffen, und daraus ergibt sich die Frage, ob das Gute, das wir tun, den von uns verursachten Schaden aufwiegt. Die Armee sagt, wenn wir anfangen, über das Töten zu reden, wird das dazu führen, dass wir eine absolut notwendige Situation pathologisieren.» Biblische Rechtfertigung Allein die Militärgeistlichen (die vor Eintritt in die Armee bereits ordinierte Theologen sind) müssen den Kampfauftrag nicht über alles stellen. Sie bieten Soldaten, denen die Nachwirkungen eines Kampfeinsatzes Probleme bereiten, ihren seelsorgerischen Dienst an. Chaplain Kenneth Bush, der ein schwarzes Kreuz auf dem Kragen seines Kampfanzugs trägt, sagt: «Als Christ erkläre ich diesen Soldaten, dass ihre Empfindungen normal sind und ihnen helfen, den Zusammenhang zu verstehen, dass das Töten im Krieg stattfindet. Wenn ein Soldat in den Krieg geht, dann deswegen, weil er die rechte Hand erhoben und geschworen hat, die Vereinigten Staaten vor allen äusseren und inneren Feinden zu schützen. Er verübt schliesslich keinen Mord.» Als ich auf die Zehn Gebote zu sprechen komme, antwortet Chaplain Bush sofort: «Im hebräischen Urtext steht das Wort ‹ratzach›, was in der klassischen Bibelübersetzung von 1611 als ‹töten› wiedergegeben wird. Aber spätere, exaktere Übersetzungen sprechen von ‹Mord›, so dass das Gebot in Wahrheit ‹Du sollst nicht morden› lautet. Das Alte Testament ist voll von Töten und Krieg.» Für Dan Knox, Sohn eines presbyterianischen Pfarrers (und Cousin meiner Frau), bietet das Alte Testament keinen Trost. Seine moralische Erziehung, sagt er, habe ihn in einen Krieg geführt, aus dem er seelisch beschädigt zurückkehrte. 1966 ging er zur Armee, nachdem er im Life-Magazin einen Artikel über die Verwüstungen des Vietcong gelesen hatte. Er hielt es für seine Pflicht, Südostasien gegen den Kommunismus zu verteidigen. Seine Infanterieeinheit erlitt schwere Verluste, aber am meisten bedrücken ihn, noch mehr als drei Jahrzehnte später, nicht die Angst, die Massaker, die er gesehen hat, oder der Verlust von Freunden, sondern die Gesichter der Menschen, die er als Bordschütze eines Kampfhubschraubers getötet hat. «Wenn man mir befohlen hätte, ein ganzes Dorf auszuradieren, hätte ich es getan. Noch immer sehe ich diese Bilder – eine Frau mit ihren Kindern im Staub.» Auf meine Frage, wie oft er diese Bilder habe, sagt er nach einem Moment des Nachdenkens: «Alle zehn Minuten.» Und dann: «Eigentlich ist es eher wie eine Doppelbelichtung. Ich sehe sie dort in dem Sessel sitzen, und gleichzeitig sehe ich die Menschen im Trauerzug, die ich niederschiesse. In wenigen Minuten werde ich ein Boot sehen, das ich auf einem Fluss beschossen habe, eine Frau und ihre Babys fallen ins Wasser und strampeln wie wild, während ich sie erschiesse.» Weg von der Opferperspektive Nach zweimaligem Einsatz wurde Knox 1969 ehrenhaft entlassen. Er heiratete, bekam Kinder, studierte Jura, machte Examen, arbeitete hier und da und hatte sich die ganze Zeit einigermassen im Griff. Doch dann, als 1995 eines seiner Kinder plötzlich an Asthma starb, verschlechterte sich sein psychischer Zustand. Als er Psychologen im Veteranen-Krankenhaus berichtete, dass ihn das Töten quäle, das er in Vietnam verübt habe, wechselten sie das Thema. «Im Grunde sagten sie nur: Soldat, du hast deine Pflicht getan.» In San Francisco, wo Knox lebt, fand er schliesslich eine kleine Beratungsstelle von Veteranen, mit denen er sich regelmässig trifft, und auch einen aufgeschlossenen Psychiater, der dafür sorgte, dass ihm eine Invalidenrente zugesprochen wurde. Er kehrte auch nach Vietnam zurück, um dort bei einem von Veteranen organisierten Wiederaufbauprogramm mitzuhelfen. |
| LaChatte | (die letzte) Am Tag unseres Gesprächs brachte die New York Times einen Bericht über Scharfschützen der US-Armee in Bagdad. Von einem Scharfschützen, der an einem einzigen Tag sieben Menschen getötet hatte, hiess es, dass er keinerlei Reue empfinde. «Er hat den Tausend-Meter-Blick», sagte Know und tippte mit dem Zeigefinger auf das Foto. «Sprechen Sie mal in fünfzehn Jahren mit ihm.» Eine vernünftige Behandlung von Veteranen sei nur möglich, wenn das Veteranenamt eine andere Perspektive einnehme. «Man müsste nicht mehr fragen ‹Was ist mir passiert?›, sondern ‹Was habe ich getan?›. Aber so weit gehen die nicht. Das Veteranenamt ist nicht für die Veteranen da. Sondern zur Beruhigung der Nichtveteranen. Damit alle sich gut fühlen und sagen können, dass für die Veteranen etwas getan wird.» Knox spricht gelegentlich in Schulen über den Krieg, wird aber selten ein zweites Mal eingeladen. Seine Botschaft lautet: «Töten macht kaputt.» Religion bietet Trost Dem Veteranenamt wird zwar nicht vorgeworfen, Soldaten wieder in den Kampf zu drängen, aber in Bezug auf das Töten verhält es sich genauso ambivalent wie die Armee. Psychologen, mit denen ich gesprochen habe, sagen, dass die Organisation kein klares, medizinisch orientiertes Behandlungsmodell für traumatisierte Soldaten habe. Viele Veteranen suchen Hilfe bei den etwa zweihundert Beratungsstellen, die unabhängig von den Psychiatrieabteilungen der Veteranen-Krankenhäuser tätig sind. Nach Ansicht von Stew Brown, dem Leiter der Beratungsstelle in Boulder, Colorado, ist die Verarbeitung von Tötungserlebnissen, anders als etwa der Verlust eines Freundes, eine spirituelle, keine psychologische Aufgabe. «Man erkennt, dass man das Undenkbare getan hat. Man hat ein Stück von sich selbst weggeschossen, das Vertrauen Gottes enttäuscht.» Kein Offizieller des Veteranenamts konnte mir erklären, warum sich die Organisation so wenig um dieses Problem kümmert, obwohl andere Kampftraumata sorgfältig untersucht und Behandlungsmodelle entwickelt worden sind. Dr. James Marquardt, fünfundzwanzig Jahre lang Chef der Psychiatrischen Abteilung des Veteranen-Krankenhauses in Denver, hielt derlei nicht für notwendig: «Man tötet jemanden und fühlt sich schlecht. Was gibt es dazu noch zu sagen?» Das Veteranenamt werde Veteranen behandeln, die unter den Nachwirkungen von Kampfeinsätzen leiden, aber «die allermeisten Jungs haben doch kein Problem damit, feindliche Soldaten zu töten. Die Ausbildung vermittelt dem durchschnittlichen Soldaten eine Art Schutzschicht. Er kann sich sagen: ‹Ich kämpfe für eine gerechte Sache›, ‹Ich kämpfe für mein Land, meine Einheit kämpft auch›, ‹Gott ist auf meiner Seite›, und braucht als Einzelner also kein schlechtes Gewissen zu haben, das ihn andernfalls plagen würde.» Das Veteranenamt muss sich wohl auch selbst schützen. Der schon erwähnte «Führer für Kliniker» weist darauf hin, dass all jene, die in der Behandlung von Veteranen tätig sind, durch deren Berichte möglicherweise selbst traumatisiert werden können. Mehrere Psychologen bestätigten die Gefahr eines «Sekundärtraumas» – der Therapeut durchlebt die Schrecken seines Patienten. Und viele Psychologen sind selbst Veteranen, die mit ihren eigenen Erinnerungen fertig werden müssen. Ein Soldat muss härter sein als ein Polizist Kürzlich veröffentlichte die Armee im New England Journal of Medicine eine Studie, der zufolge ungefähr sechzehn Prozent der Irak-Veteranen an posttraumatischen Störungen oder Depressionen leiden, und von diesen suchten weniger als vierzig Prozent ärztliche Hilfe. Laut Al Batres, einem Vietnamveteranen, der das Netz der Beratungsstellen leitet, sind bislang fast 8000 Afghanistan- und Irak-Veteranen zur Beratung gekommen. Etwa 3300 Irak-Veteranen werden in Krankenhäusern wegen psychischer Probleme behandelt. Das Veteranenamt bereitet sich auf eine Flut von solchen Fällen vor. «Wir haben alle Hände voll zu tun», sagt Bates. «Je konfliktreicher die Gesellschaft, die einen hinausschickt, desto schwieriger ist das Wiedereinleben.» Für die erwähnte Studie wurden Soldaten nach bestimmten Kampferlebnissen gefragt. Und es bestätigte sich, dass einer der Faktoren, die für posttraumatische Störungen verantwortlich sind, das Töten feindlicher Soldaten ist. Doch die Armee, die im Irak ohnehin personell und technisch nur unzureichend ausgestattet ist, steht vor der Aufgabe, den Krieg bei möglichst geringen eigenen Verlusten zu gewinnen. Und angesichts steigender medizinischer Kosten und einer immer grösseren Zahl von Veteranen gerät das Budget des Veteranenamts zunehmend unter Druck. Die gleiche therapeutische Hilfe anzubieten, wie sie beispielsweise ein New Yorker Polizist nach einer Schiesserei beanspruchen kann, wäre für das Veteranenamt eine unvorstellbare Belastung. Seit der amerikanischen Revolution beklagen sich die Veteranen darüber, dass der Staat nicht genug für sie tut. Wenn man bedenkt, was der Krieg mit den Soldaten tut, kann man sich ein «Genug» an Hilfe kaum vorstellen. «Will er Sie erwürgen? Rufen Sie uns an» Nachdem Carl und Debbie Cranston mir von ihren Erlebnissen im Irak erzählt hatten, bezahlten wir und gingen zu ihnen nach Hause. Eine Nachbarin brachte die beiden Söhne, den siebenjährigen Anthony und den zweijährigen Andrew. Auch Carls Mutter Geraldine, die bei den Cranstons wohnt und in einem Armee-Supermarkt arbeitet, kam gerade nach Hause. Carl fragte mich, ob ich «Band of Brothers» kenne, woraufhin seine Mutter nur laut aufstöhnte. «Band of Brothers» ist ein zehnteiliger Film über die Erlebnisse einer Fallschirmjägertruppe im Zweiten Weltkrieg. Carl habe den Film schon «Millionen Mal» gesehen, sagte Geraldine. Carl griff sich die Episode über den D-Day (die Invasion 1944 in der Normandie), und während Andrew auf seinem Vater herumturnte und Anthony auf dem Teppich döste, fielen auf dem Bildschirm Männer in Flammen vom Himmel, überall spritzte Blut, und feindliche Kriegsgefangene wurden umgelegt. «Ich staune, dass er sich das ansehen kann», sagte Geraldine. Meine Frage, ob er seit dem Irak-Einsatz in irgendeiner Weise psychologisch betreut worden sei, verneinte Carl. Seine Einheit sei in ein Camp in der kuwaitischen Wüste geschickt worden, um dort ein paar Tage auszuruhen, aber sie hätten nichts anderes tun können, als in stickigen Zelten herumzuliegen und DD-2796-Formulare auszufüllen. Nach zwei Folgen von «Band of Brothers» wollte ich aufbrechen. Debbie erzählte noch, wie die Armee sie auf Carls Rückkehr vorbereitet habe. «Wir bekamen kleine Kärtchen, auf denen Sachen standen wie ‹Achten Sie auf psychotische Reaktionen› oder ‹Trinkt er zu viel?›. Das war ein Witz, viele Frauen fanden das. Einmal kam eine Mitarbeiterin der Psychiatrie, die uns – ungelogen – erklärte: ‹Rufen Sie uns nur an, wenn Ihr Mann mitten in der Nacht aufwacht und Ihnen ein Messer an die Gurgel hält› oder: ‹Rufen Sie uns nur an, wenn er Sie erwürgen will, wenn Sie praktisch keine Luft mehr bekommen. Ihr Mann wird Flashbacks haben. Das ist normal. Aus dem Englischen von Matthias Fienbork X The New Yorker, Juli 2004 ************************************************** Kann man töten? Nein... |
| oskadis | [QUOTE][i]Original geschrieben von ^*anaêmic*^ [/i] Als wir mal in der Schule darüber diskutiert haben ob Henker auch Mörder sind usw. (ihr kent diese diskusionen sicher) kam ich zu dem entschluss den ich auch zur erregung anderer äuserte, dass Henker einen Beruf ausüben und ihre aufgabe ist andere menschen umzubringen. Übertrieben könnte man z.B. meiner meinung nach sagen dass Henker in meinen augen auch nur ein Beruf is wie z.B. Bürofachkraft usw. Ich würde mir zB als Henker keine ethischen vorwürfe machen, dass ich getötet habe. Hochachtungsvoll euer ^*anaêmic*^ [/B][/QUOTE] Du hast Recht anaêmic - Henker ist ein Beruf in den Rechtssystemen, wo die Todesstrafe noch existiert. Das sage ich nun mal ganz objektiv und wertungsfrei, denn ich nehme an du hast diese Henker gemeint, denn alle anderen, die Leute umbringen nur weil irgendwer ihnen befiehlt "jemanden hinzurichten" sind Mörder und keine Henker. Aber Soldat in Berufsarmeen ist auch ein Beruf ... bitte nicht vergessen. Daß die Betreuung oft mies ist ist natürlich bescheuert ... Was töten angeht: schon in den ältesten Kulturen herrschte Tötungsverbot aus gutem Grund. Der Mensch hat einen weitreichenden Aggressionstrieb in sich. Wenn der Freilauf bekommt dann bricht die Hölle los - da kommen bei mir Bilder vom Meucheln nachts um die Ecke, usw usf. Ich glaube nämlich, daß wenn die Schwelle zum töten eines anderen mal überschritten ist, daß das was in der Person ändert und die Schwelle zum Töten senken wird, so daß ein zweites Mal nicht mehr so schwer ist .. usw. (es gibt bestimmt immer Ausnahmen. aber naja ..) Kann man töten? Nein, ich schließe mich LaChatte an. Gruß ~Oskadis~ |
| Hybris | @RurounI Für die "es wird auf mich zurückkommen" Theorie, fehlt mir der nötige Glaube. Mein Gewissen ist bereits zerstört, auch ohne einem von mir selbst ausgeführtem Mord. Du hast mich falsch verstanden, ich bin nicht derjenige, der meint, er könnte einfach wählen zwischen Leuten, die leben dürfen und Mensche die sterben (müssen). Aber, ich denke hätte jemand den Mut nach meinem Leben zu trachten, würde ich das Seine nehmen, würde jemand einem Menschen, den ich liebe oder gern habe, etwas antun, würde er bezahlen. Und ich bin mir sicher, ich könnte töten ohne mir Vorwürfe oder ähnliches zu machen. An eine Seele glaube ich übrigens ebenfalls nicht. Damit hätte ich bereits ein paar Probleme weniger. |
| Melkor | Natürlich könnte ich töten *lacht* Schliesslich bin ich Angehöriger einer rasse, die einem Alptraum von Bestie gleicht - dem Menschen. Nur der Shimpase und der Mensch ist in der Lage einen gezielten, kalten Mord zu planen und auszuführen und das an den Artgenossen! Ich bin eine Bestie - ein Mensch......... töten war bis jetzt aber nicht nötig :rolleyes: |
| the night | töten nur wenn ich angegriffen werde, wieso sollte ich es sonst tun aus spass, was würde es mir dann bringen...nichts. und mit der seelischen verkraftung ist es eigentlich nciht so stark bei mir, denn manmuss sich nur mit dem tod abfinden und ihn von einer anderne seite sehn. außerdem töten wir doch jeden tag: kleine tiere, lebewesen, organismen, bakterien. wir kommen also nciht drum herum zu töten. |
| Bleeding_Mind | Es heißt ja, Menschen stammen vom Affen ab. Das heißt, wir waren damals Tiere. Tiere haben Bedürfnisse und Instinkte. Fühlen sich Tiere bedroht, wehren sie sich, genauso würde ich es als Mensch auch machen. Wenn ich fühle, das mein Leben bedroht wird, wehre ich mich. Eine Frage die ich mir auch immer wieder stelle... Menschen waren früher Tiere, Tiere töten untereinander. Warum werden Menschen für dieses natürliche Verhalten bestraft? Nicht, das ich dafür wäre, das sich alle gegenseitig umbringen wenn ihnen danach ist, aber warum wurde es 'abgeschafft'? Wer hat das Recht, ein instinktives Verhalten einfach zu verdrängen und zu verbieten? |
| Takor | Erstmal vorweg: Tiere derselben Art töten einander nur selten. Meist während des Wechsels der Rangfolgen. Das Tiere andere Tiere töten ist klar, sie sind oft Fleischfresser. Es ist nicht natürlich Mitglieder der eigenen Spezies (ich zähle Menschen zu den Tieren) zu töten, auch wenn es natürlich gegenbeispiele gibt. Z.B. bei Löwen, dort killen neue "Alpha"mänchen (bei Wölfen heißt das so...) alle Jungtiere die sie nicht gezeugt haben um Konkurenz auszuschließen. Ist aber auch das krasseste Beispiel welches mir einfällt. Instinktives Verhalten muß generell pft unterdrückt werden. Es ist auch in vielerlei Hinsicht zum Überleben nicht mehr notwendig, vielmehr ist "Vernunft" und eine gewisse Kälte verlangt um statt zu jagen und zu sammeln Geld zu verdienen. Mit einer dermaßen riesigen "Rudelstärke" muß der Mensch sich selbst einschränken damit ein miteinander annähernd möglich ist. Anbei: Mensch und Affe teilen sich denselben Vorfahren, wir stammen aber nicht von ihnen ab. Ist pingelig und ändert nichts an deiner Aussage, aber ist so. |
| Starlord | Rein Hypotetisch gesprochen gäbe es nur keine Situation selbst wenn das Eigenes Leben und überleben massiv von dieser Person beroht ist. Das ist dann mehr Instinkt und Überlebenswille, und passt sicherlicht nicht mehr in diese Zeit und Kultur. Praktisch ziehe ich es vor niemanden töten zu müssen, denn im Endeffekt kann man jeder Situation entgehen ohne den anderen Töten zu müssen. Solange man die Möglichkeit zur Reaktion hat, heist solange man die Möglichkeit hätte jemanden zu töten, hat man auch die Möglichkeit es nicht zu tun, und das Problem anders zu bewältigen. Menschen die andere töten wollen oder veranlassen, sind Neandertaler die in ihrer Geistigen Umwelt gefangen sind, ohne das Bewusstsein andere Möglichkeiten verwenden zu können. Jemanden zu töten Löst kein Problem sondern schafft sehr viele Neue, alleine die erwägung Jemanden zu töten ist schon ein Indiz für ein Abnormales Verhalten. Es gibt keine Sittuation die es Rechtfertigen würde jemanden zu töten, jemanden zu töten ist nur das vorhandensein von nichterkennen von Auswegmöglichkeiten. |
| Starlord | Das ein Mensch zum Killer wird, hat entweder Genitische Gründe, oder ist schleichtweg ein schlechtes Soziales Umfeld das ihn dazu treibt, ein Mord im Affekt ist mehr ein Versehen als das darin wirklich eine Absicht bestand, nichtsdestotrotz ist es ein Fehler, ich ziehe es vor jemanden Kampf oder Handlungsunfähig zu machen, anstatt ihn zu töten. Wie sich so etwas in erschreckender Weise entwickeln kann wei ein Soziales Umfeld zusammenbricht, kann man in Afrika sehen, wer jahreland nur Krieg kennt, hat eine sehr niedrige Hemmschwelle, denn was jeder tut kann man ja auch tun... oder Palestina wo die Kinder schon von Kind auf indoktriniert werden, das heist nur mit den Wesentlichen Informationen gefüttert werden, die sie Blind für andere Möglichkeiten machen. Oder Terroristen, die andere killen... Gewalt und Töten löst keine Probleme schafft nur viele neuees ist mehr die Gier und Geltungsbewustsein das einen Menschen dazu treibt, und das hat seine Wurzeln im jeweiligen Sozialen Umfeld... |
| huryuka | also direkt zur Überschrift würde ich sagen "JA" denn man kann töten das ist ja immerhin bewiesen... ob ich es könnte.. naja... ich glaube das käme sehr auf die situation an.. nurmal als beispiel.. *überspringen wer Butterfly Effeckt nochnicht gesehen hat..* bis zum nächsten Absatz) ich denke es haben vielleicht einige "Butterfly effeckt" gesehen und da gibt es ja die szene wo der Bruder den Hund des Hauptcharackters verbrennt.. ich habe mir in deser szene.. vorgestellt das dieses A****loch das mit meinem Hund machen würde... habe mir vorgestellt das das gejaule und gewinsel von meinem hund käme.. selbst dadurch kochte die wut und traurigkeit schon in mir... also ich glaube wenn das wirklich jemand mit meinem Hund machen würde, dann würde meine Wut so anschwillen das ich die grenze überschreite und den Täter eiskalt... töten... würde.. also kurz und knapp.. wenn jemand sich an jemandem vergreifen würde der mir sehr am herzen liegt und diesen menschen oder dieses tier mutwillig quälen und töten würde.. dann ist dieser mensch ebenfalls für mich "gestorben" ..... |
| Darkangel | Nun da ich immernoch auf arbeit bin und net die zeit hab alles zu lesen beschränk ich mich mal hier nur auf meine antwort und les den rest später. Ob ich mir vorstelln könnte jemand zu töten und mir schonmal überlegt hab wie ichs machen würde, so in etwa war doch die frage? Antwort: Ja ich ich könnts mir durchaus vorstelln hab mir auch schon paar mal überlegt wie ich das angegehn würde, ob ich jemand aber umbring würde hängt in erster linier von der Situation ab. Jeder hat bestimmt schonmal gedacht bei nen streit den würd ich gern lünchen oder so persönlich würd ichs nicht machen, aber ob mans macht hängt ja in erster linie von der eignen einstellung zu solchen ding ab. Ob ich Bedenken oder Gewissensbiste hätte würde von der Person abhäng die ich getötet hab, wäre es z.b. bsp ein Krimineller würd ich garantiert keine Träne vergiessen wogegen das töten eines Betrunknen Familienvaters wegen Notwehr mir schon bissl leid täte. |
| Necrophobia | [COLOR=crimson]Wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich nie jemanden töten könnte, könnte sich das auch in einer Woche wieder ändern...denn es kommt bei mir immer darauf an, ob jemand einen Menschen den ich liebe weh tut..das könnte ich nicht verkraften und ich könnt auch nicht garantieren, denjenigen nicht zu töten.[/COLOR] |
| Schattenfeder | Ich würde niemandem mit dem Ziel angreifen ihn zu töten. Wenn ich allerdings in Notwehr handeln würde und in Panik wär (was dann ja recht wahrscheinlich ist) würde ich bestimmt nicht darüber nachdenken wo ich treffen müsste um den entsprechenden Menschen nur ausser Geffecht zu setzen. Also könnte ich theoretisch schon töten. Eine ganz andere Sache ist aber was danach mit mir passieren würde, mich würde dieser Gedanke wohl niewieder loslassen, ich glaub nicht, dass ich mit soetwas klar käm. |
| CocaCola | Ich denke das ich vermutlich töten könnte im Affekt weil ich bedroht werde oder ein Mensch der mir wertvoll ist bedroht wird. Ich könnte vielleciht sogar schon aus blindem Hass töten. Wenn diese Person mir unendliche Schmerzen zugefügt hätte, zum Beispiel einen Menschen den ich geliebt habe getötet hätte oder etwas in der Art. Aber nach der Tat, sobald ich wieder klar denken könnte würde ich vermutlich innerlich Zerbrechen. Leben ist etwas auf dieser Welt was unglaublich wertvoll ist, ob es nun meins oder ein anderes. Es ist etwas was man Geschenkt bekommt und pflegen sollte. Ich glaube nicht das ich jemanden verurteilen würde de so handeln würde, aber ich selbst würde damit einfach nicht klar kommmen, das ich einem Menschen das leben genommen hätte. Ich denke ich würde schlicht und ergreifend wahnsinnig werden. |
| ange gardien | Gestern kam auf Phoenix die Dokumentation "Der Todesschuss". Erstmals überhaupt wurde es einer Journalistin erlaubt Scharfschützen der israelischen Armee zu interviewen. Sehr unterschiedliche Charaktere, die mit teilweise erschreckender coolness darüber erzählen wie sie töteten. Wenn man diesen Männern genau zuhört kann man sehr viel zwischen den Zeilen lesen... spurlos ging das Töten an keinem von ihnen vorbei. Töten scheint einfach zu sein - das "danach" nicht. Die Sendung wird wiederholt am Sa. 16.10.04 um 10.15 Uhr So. 17.10.04 um 22.15 Uhr |
| demonoid | ich persönlich könnte glaub ich nicht auf einen menschen zugehn und ihn umbringen,auch wenn ich noch so gute gründe dafür hätte zum beispiel wie absoluten hass und ich kann von mir selber sagen,dass ich weiß wie sich dieses intensive gefühl auswirken kann...ich habe einmal versucht es gegen mich selbst aufzubringen und nicht einmal das habe ich geschafft,obwohl das sicher einer der schwierigsten tötungsakte wäre...doch ich könnte mir ducrhaus bei anderen menschen vorstellen dass sie dazu in der lage wären unter extremen umständen, doch so wie ich mich selbst einschätze könnte ich es nicht, vielleicht nur wenn ich wirklich in einer katastrophalen situation wäre, die das äußerste verlangen würde, dass in mir das tier durchkommt,der überlebenswille jeden tieres in der natur.. |
| Seena | Hm.....ich denke, ich könnte niemanden vorsätzlich töten, weil ich wahrscheinlich nie damit zurecht kommen würde, ein Leben ausgelöscht zu haben. Wie hier schon oft erwähnt wurde, wäre das anders in einer Situation, in der mein oder das Leben eines Menschen, den ich liebe, bedroht wird. Also, wenn jemand versuchen würde, mich zu vergewaltigen, würde ich, glaube ich, wirklich [B]ALLES[/B] tun, um das zu verhindern. Und falls es nicht funktioniert den Angreifer, egal wie, außer Gefecht zu setzen, würde ich sogar eher mich selbst umbringen als das zuzulassen. Aber wenn der Typ auf mir liegt und ich bekomme ein Messer zu fassen würde ich nicht mal eine Sekunde zögern, zuzustechen. Und ich glaube auch nicht, dass ich danach große Gewissenskonflikte hätte. Nur als Beispiel. Oder, wenn ich sehe, wie jemandem etwas angetan wird, der mir sehr nahe steht. Aber vorsätzlich? Ich weiß nicht.....ich habe schon oft drüber nachgedacht, wie ich gewisse Menschen umbringen würde. Aber meine Überlegungen scheitern dann meistens auch an der technischen Ausführung. Außerdem bekomme ich meistens Gewissensbisse, wenn ich sowas denke und lasse es schnell wieder sein..... Ein schwieriges Thema, immer situationsabhängig und auch individuell verschieden.......wirklich ein schwieriges Thema.... Kisses Seena |
| Zersares | Töten ist Gewöhnungssache. In vielen Fällen kann ein Mord als die Entfernung eines überflüssigen Rohstoffkonsumenten betrachtet werden. Man muss lernen jenseits von: "Oh, wenn ich so richtig wütend wäre, könnte ich, aber hinterher hätte ich ein schlechtes Gewissen" zu denken. Wieviel überflüssiges Menschenfleisch bedeckt doch diesen Planeten, unter jedem Tier stehend. Wie sagte schon Nietzsche so schön: "Das christliche Gebot:>Du sollst nicht töten<, ist nichts im Vergleich zu meinem Gebot an die décadents: >Ihr sollt nicht zeugen.< " Ich persönlich hätte bei vielen Menschen nicht das geringste Problem damit. Hier eine passende Seite: [url]www.churchofeuthanasia.org[/url] |
| Distel51 | Ohne ein Jenseits zu wissen, ohne eine wache Justiz zu wissen, ohne eine Ahnung von Gott zu haben, kann man töten wie man will. Und eben das erstaunt mich in Italien, Sitz des Papstes, dass sich gerade dort eine Selbstjustiz der Mafia befindet die tötet, wie sie will. Erstaunlich, was unter dem Katholizismus alles demokratisch ist. |
| Nihilx | "Könntet Ihr euch vorstellen, einen Menschen zu töten, sowohl als Frage der technischen Umsetzung als auch der seelisch- moralischen Bewältigung? " Ja. |
| Leron | [URL=http://endwelten.de.vu]für meine Freundin z.b. Ja da könnte ich töten auch wenn die selige bewältigung sehr schwierig sein wird aber ich könnte es auch schon aus dem Grun weil wenn mann mich stark genug reitzt verliere ich die Kontrolle über meinen Körper und jegliche angst und die Seele spielt in diesem momennt keine rolle mehr dann ists zu spät es ist mir zwar etwas solches erst ein mal passiert aber da wurdden 10 Leute gebtaucht um mich einigermassen unter Kontrolle zu halten wo ich sonst ein einziger platthauen würde und das ohne probleme ich glaube aber das diese mentalität bei mir so stark ausgeprägt da ich mich vorher nie geprügelt habe aber eingestekt habe ich vorher trozdem aber dort hat sich inerhalb von ca 20 min akression mein leben geändert vorher währe es, mir glaube ich nicht möglich gewesen aber mitlerweile schon die folgen danach währen aber schon ein prob für mich [/URL] |
| BunterEngel | hallo, ich habe da auch schon oft drüber nachgedacht und für mich festgestellt, dass ich dazu in der lage wäre wenn dieser mensch mich quälen würde. mein leben wurde schon einmal massiv bedroht und wäre ich in der lage gewesen mich zu verteidigen hätte ich das getan. und zwar so gründlich, dass mir nicht nochmal gefahr gedroht hätte....gedroht. heißt, hätte ich ihn bei meiner verteidigung getötet wäre es halt so gewesen... was ich nachvollziehen kann (wenn man davon im fernsehen hört) ist, wenn über jahre mißhandelte frauen ihren peiniger töten. auch das könnte ich mir für mich vorstellen. wenn es den menschen generell so schwer fallen würde zu töten, dann gäbe es nicht so viele morde jeden tag. und den spruch "im krieg kann jeder zum mörden werden" würde ich auch unterschreiben. wobei ich das schon ein phänomen finde.. gruß |
| RurounI | @ Zersares: heftige site, kann da nur nich soviel mit anfangen.... |
| Yezdigerd | Hallo zusammen Hallo Loast Ghost Obwohl ich neu bin, möchte ich mich an dem "harten Brocken" versuchen. Auf jeden Fall möchte ich jeden der mit dem Gedanken spielt „ohne Motiv“ zu morden, warnen, dass morden süchtig macht. Wer einmal damit angefangen hat, sich moralisch aus der Gesellschaft verabschiedet hat, wird weitermachen, bis er „geschnappt“ wird. Und egal wie gerissen und schlau zu sein glaubt oder ist, das alte Sprichwort „viele Hunde sind des Hasen Tod“ bewahrheitet sich immer wieder. Die Polizei kann es sich leisten immer wieder zu versagen, ein Mörder aber darf sich keinen einzigen einen Fehler erlauben. Ich habe mich eingehend mit Kriegen beschäftigt und auch mit der Psychologie von Soldaten, und deshalb auch allgemein mit der Psychologie von Menschen, die andere Menschen von „Angesicht zu Angesicht“ getötet haben. Eure Argumentation, ob man töten darf oder dazu in der Lage wäre, läuft auf die Legitimation durch die Gesellschaft hinaus. Notwehr, Krieg, verständliche Rachegelüste etc. Da liegt auch der Hund begraben. Für ein Schuldgefühl oder eine Hemmung ist es sehr wesentlich, was andere darüber denken. Es gibt aber auch einen zweiten Aspekt, nämlich inwieweit man von deren Urteil abhängig ist. Einen Soldaten kümmert es nicht, ob ihn seine Feinde hassen, verabscheuen oder als Kriegsverbrecher beschimpfen. Die Menschen seines Heimatlandes, die ihn als Helden feiern und bewundern beruhigen sein Gewissen, was immer er auch getan hat. Die amerikanischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs zum Beispiel wurden nach ihrer Heimkehr begeistert empfangen, sie galten als Helden und wurden bewundert. Dagegen wurden die aus Vietnam zurückkehrenden GI´s bespuckt und beschimpft. Kein Wunder, dass die amerikanischen Weltkriegsveteranen wegen ihren Kriegserlebnissen mit ihrem Gewissen meist gut zurechtkommen, während Vietnamveteranen oft schwere Psychosen mit sich rumschleppen. In vielen Kriegerbünden, wie den Samurai, Mamelucken oder den Mongolen galt es als verdienstvoll, möglichst viele Feinde zu töten. Töten galt gewissermaßen als gutes Werk, für dass man in den Himmel kam und man war ein angesehener Mann. Der Begriff Feind aber war meist nicht so definiert wie bei uns, sondern bezog sich auf Fremde generell. Das beschränkte sich auch keinesfalls darauf bewaffnete Gegner zu töten. Unbewaffnete Zivilisten, selbst Frauen und Kinder, waren ebenso legitime „Ziele“. Bei den Cato-Stämmen galt es sogar als ruhmreicher wehrlose Frauen des Gegners zu töten als einen feindlichen Krieger. Die Irokesen hatten für Mitleid und Feigheit ein und dasselbe Wort. Jedes Mitleid mit einem Feind galt als Verrat am eigenen Stamm. Samurais prüften ihre Schwerter indem sie einfach irgend einem zufällig daherkommenden Bauern den Kopf abschlugen. Bei Kopfjägern oder Kannibalen galt es als keineswegs verwerflich aus dem Hinterhalt zu töten, selbst wenn die Opfer wehrlose Frauen und Kinder waren. Selbst in der Bibel finden sich Widersprüchliche Haltungen zum Töten. Kain wird wegen seines Brudermords nicht etwa verurteilt, sondern Gott verleiht ihm ein Schutzzeichen, damit ihn keiner für seine „Untat“ zur Rechenschaft zieht. Und derselbe Gott fordert von seinem auserwählten Volk gnadenlos und ohne Ausnahme die Frauen und Kinder der besiegten Städte niederzumachen. Jiftach, der seine eigen Tochter auf dem Altar tötet, wird im sogar im Neuen Testament als Vorbild an Tugend gerühmt. Also gewissermaßen ein Freibrief von Gott für Brudermord. Noch heute sprengen sich ja Selbstmordattentäter inmitten friedlicher Familien in die Luft, reißen, Frauen, Kinder und Schwangere in den Tod und glauben dafür ins Paradies zu kommen. Menschliche Moral scheint also sehr wandelbar und die Hemmung zu töten weit weniger stark als man es gerne glauben würde. Zum Mörder wird man viel leichter als man glaubt. Das erste Mal ist fast immer irgendwie zufällig. Fast spielerisch. Plötzlich ist da ein toter Mensch. Und was geschieht? Nichts! Kein Blitz fährt vom Himmel und tötet den Mörder, keine tosende Stimme Gottes, die anklagt. Nur die Angst, dass die Polizei kommt, Jahre des Lebens hinter Gefängnismauern. Aber Gott greift nicht ein, keine Polizei kommt. Oder hat Gott doch eingegriffen, stehen die Götter, wie bei Kain, auf der Seite des Mörders, beschützen sie ihn? Er hat Blut geleckt, das Gefühl der Macht über die geheimnisvolle Kraft des Todes verspürt, er ist wie ein Gott, kann über Leben und Tod anderer entscheiden und niemand zieht ihn deswegen zur Rechenschaft. Er könnte es wieder tun. Er tut es immer wieder und je öfter er es tut, desto größer der Reiz, das Gefühl der Macht. Beinahe wie der Blutdurst der Gräfin Bathori: Mit einem einzigen Blutstropfen begann es, mit Hunderten ermordeter Mädchen endete es. Das Bild vom Mörder, der von Schuldgefühlen geplagt wird, ist zwar populär, aber nicht unbedingt wahr. Die Reue, die viele Mörder vor Gericht zeigen, wird erst durch das Justizverfahren, in welchem dem Täter, in Verhören, psychologischen Untersuchungen, Konfrontation mit Angehörigen etc., immer wieder eingetrichtert wird, wie verabscheuungswürdig seine Tat ist, gewissermaßen erlernt. Viele vor Gericht aufrichtig reuige Täter empfinden ganz anders, wenn sie nicht gefasst werden. Ein Täter ist umso reuiger, je rascher er nach der Tat gefasst und von der „Gesellschaft“ mit der Abscheulichkeit seiner Tat konfrontiert wird. Viele Mörder empfinden eine regelrechte Euphorie, wenn sie töten. Töten verschafft ihnen das Gefühl gottgleich und unüberwindlich zu sein. Zahlreiche Massenmörder erdrosseln ihre Opfer, weil sie das Gefühl genießen, es ströme Kraft von ihren sterbenden Opfern in sie; man fühlt sich an Vampire erinnert, welche die Lebenskraft der Opfer in sich aufsaugen. Viele saugen den Hauch des letzten Atemzugs ihres Opfers in sich auf oder werden zu Vampiren oder Kannibalen, um diese Gefühl, die Lebenskraft anderer in sich aufzunehmen, auszukosten Selbst abgebrühte Polizisten meiden es meist allein ein Gespräch mit einem Massenmörder zu führen. Auch wenn sie gerne behaupten, dass läge an deren verabscheuungswürdigen Taten und ihrer Verachtung für diese Täter, gestehen ehrliche und psychologisch Ermittler, dass die meisten dieser Täter innerlich sehr ruhig und enorm selbstsicher sind, wodurch sie auf einen Gesprächspartner stark suggestiv wirken. Sie scheint – wie Vampire – eine Aura zu umgeben, die erschaudern lässt, „gewöhnliche“ Menschen aber auch in einen „hypnotischen Bann“ zu ziehen vermag. Schusswaffen sind gar nicht schwer zu bekommen. Erstaunlich, aber Vorderladerrevolver, zum Beispiel eine Colt Dragon, kann man in vielen EU-Staaten frei erwerben. Man muss zwar in der Regel Namen und Adresse angeben, oft werden die Angaben aber nicht überprüft. Immerhin erhält man da nicht ein Spielzeug in die Hand, sondern für den Preis einer Schreckschusspistole einen handlichen, 6-schüssigen Revolver, mit dem man auf vier bis sechs Meter treffsicher jemandem eine 9mm-Bleikugel ins Hirn jagen kann. Die Kavalleristen im amerikanischen Bürgerkrieg warfen schon nach kurzer Zeit ihre Musketen, Lanzen und Säbel als untauglichen Plunder weg und ritten statt dessen mit einem solchen Revolver in jeder Hand in die Schlacht, so wie später die Banditen im Wilden Westen Banken überfielen. Was Blankwaffen betrifft, so beweisen die Auswertungen von Kriegsverletzungen, dass Stiche mit langen schmalen Klingen die schlimmsten Verletzungen verursachen. Die eigentliche Verletzung entsteht nicht beim Einstich, sondern beim Herausziehen der Klinge. Dabei schlitzt sich der Körper des Opfers praktisch selbst an der Klinge auf und der Blutverlust führt fast in jedem Fall sofort zu einem tödlichen Schock. Sogenannte Säbelbajonette, mit etwa 40 cm langer, einseitig geschliffener Klinge, wurden in den Weltkriegen millionenfach produziert und werden in Waffengeschäften ab etwa 15 Euro angeboten. Immerhin sind sie noch kurz genug um sie unter einer Jacke verbergen, aber ungleich wirkungsvoller als Jagdmesser oder ähnliches. Wie deine Kleider aussehen, wenn du jemandem mit einer unterarmlange Klinge den Unterleib aufschneidest, kannst du dir aber sicher selber ausrechnen. Schon wenn du nur jemanden umdrehst, der eine einfache Schussverletzung hat, wirst du in der Regel wenigstens ein paar kleinere Blutspritzer abbekommen. Blutlos geht es mit der Schlinge. Aber das erfordert eine gute Koordination und Kraft. .Man nimmt ein Ende in die Hand auf der Seite, die dem Opfer zugewandt ist und geht ihm scheinbar arglos entgegen und dicht an ihm vorbei. Genau wenn man auf derselben Schulterhöhe mit ihm ist, wirft man ihm das beschwerte andere Ende der Schlinge vorn um den Hals über die gegenüberliegende Schulter, packt es mit der anderen Hand und zieht die Schlinge zu. Etwas leichter geht dasselbe mit einem Elektroschocker, den man an Stelle der Schlinge im Ärmel verbirgt. Wenn man gerade auf derselben Höhe ist, versetzt man ihm einen elektrischen Schock gegen die Halsschlagader. Wenn es sich nicht gerade um einen Kerl wie einen Bullen handelt, ist das Opfer ein paar Sekunden völlig außer Gefecht und man hat einen Gefangenen gemacht. Die Indianer nennen so was einen „Coup“. |