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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Segen oder Fluch?
ArtemisiaIch bin ein sehr sensibler, emotionaler und nachdenklicher Mensch.
Ich denke über vieles nach, sehr intensiv und oft sehr lange.
Mir fällt es meist schwer, mit Themen abzuschliessen oder als erledigt
zu betrachten, weil ich "unbewusst" weiterhin darüber nachdenke.
Es beschäftigt mich, oft kann ich nicht schlafen, erwische mich bei "Tagträumen" in Form von abschweifenden Gedanken.
Ich fühle mich unverstanden und unfähig, mein Empfinden zu erklären, weil ich das was ich in diesem Momenten fühle und denke einfach nicht in Worte fassen kann. Ich habe dann das Gefühl, mich nicht mitteilen zu können, weil ich in bestimmten Situationen weiterhin nachdenke, wo es für andere bereits längst erledigt ist. Wo ich nachdenke und nach Erklärungen und Antworten suche, scheinen andere so stark und gefasst.

Es klingt blöd aber ich habe oft das Gefühl, Erlebnisse, Momente und Ereignisse viel intensiver und extremer "zu fühlen". Es fühlt sich an, als platze ich vor Gedanken, Gefühlen und Fragen, weil dieses komplette Empfinden und Denken nicht genügend Platz in mir hat. Manchmal scheint es, als überfordere ich gewisse Menschen damit. Ich selbst fühle mich unterfordert, kann das nicht erklären.

Ich leide oft darunter. Dann gibt es Tage, wo ich mich ärgere, das ich so bin. Das ich alles "zerdenken" und "durchdenken" muss. Dadurch mache ich mir das Leben selbst schwer.

Kennt das jemand von Euch? Wie geht ihr damit um?
SchattenfederAls ich deinen Beitrag eben gelesen habe, war ich wirklich erstaunt, denn mir geht es oft ganz ähnlich.
Häufig lassen mich Ereignisse oder Gedanken noch lange nicht los, wenn andere schon ganz woanders sind.

Ich habe in solchen Situationen oft versucht meinen Freunden oder Eltern meine Gedanken zu erklären (was sich glaub ich auch sehr seltsam anhört, weil mir einfach die Worte dazu fehlen), aber meistens können sie denen garnicht folgen oder sagen mir ich soll gefälligst aufhören zu denken.
Besonders oft kommen letztere Aussagen zustande, wenn ich so tief in meine eigenen Gedanken verstrickt bin, dass ich garnicht mehr in der Lage bin anderen Gesprächen zu folgen, ich überhöre alles um mich herum.
SchattenfederWomit ich mir das Hirn aber wirklich zermarter, sind irgendwelche ganz einfachen Fragen, die mir in den Kopf kommen und sich plötzlich zu riesen gebilden entwickeln.
Ich verbinde einfachste sachen mit Dingen, die eigentlich garnichts damit zu tun haben, daraus entstehen hunderter neuer Fragen die ich nicht beantworten kann, so schlag ich mir manchmal ganze Nächte um die Ohren.
Aufschreiben bringt leider auch nichts, am Ende kommen Seitenweise neuer Fragen raus. :(
Mademoiselle666Ich leide jeden Tag darunter, daß ich Gedanken bzw. Gefühle nicht einfach "abstellen" kann...
Ich muß auch alles tot-denken...
Selbst Jahre später beschäftigen mich noch Dinge, und ich kann ein Thema nie ganz abschliessen...

Ich denke häufig, daß ich über eine Sache "hinweg bin", dann denke ich weniger und irgendwann garnicht mehr darüber nach...bis es nach Wochen oder Monaten wieder einschlägt...
Mein ganzes Leben verläuft schon so, ich denke das wird sich auch nie ändern...
NjördIch kenne das auch sehr gut. Wenn man sich mit etwas beschäftigt obwohl es für andere Leute schon längst abgeschlossen ist...Man möchte mehr darüber wissen, und die anderen Leute macht es zornig, weil sie nicht darüber reden wollen..weil es für sie einfach schon abgeschlossen ist..Oft ist es in Gefühlsangelegenheiten so.. Die Menschen sind viel zu verschlossen..
CocaColaSieht bei nicht viel anders auf aber cih würde nicht sagen das mich jeder Gedanke um den schlaf bringt. Es sind endweder weltliche fragen, mit dennen sich jeder Mensch mal beschäftigt die bei mir aber nicht verschwinden, weil ich mich nicht damit zufriden gebe das sie einfach unlöslich sind. Oder einfach nur die kleinsten Probleme die es ebnfalls immer gibt. Ich weite sie dann in so extreme ausnahmen aus, das ich manchmal gar nicht mehr weiß womit es anfing. Und man kann mit fast niemanden darüber disskutieren oder reden weil es die meisten nach 10 Minuten nicht mehr interessiert und sie sich einen neuem thema zuwenden was für einen dann noch viel schwieriger wird. Ich bewundere die Menschen die das ebenso fühlen und ihre Gedanken in Form von gedichten oder sonstigem praktisch "löschen" (Dummes Wort)
OceanGypsyMir geht es auch oft so...eigentlich immer.
Ich bin extrem sensibel und nachdenklich, denke oft, dass andere meine Gedankengänge und Sorgen nicht nachvollziehen können. Früher habe ich mich deshalb verschlossen, alles für mich behalten und mit mir selbst ausgemacht. Ich habe mich dafür gehasst, weil ich so war, wollte so sein wie andere. Alles sollte an mir abprallen, ich hätte auch oft gerne so ein oberflächliches Leben geführt. Ich wollte immer alle Sachen verdrängen...und doch habe ich es nie geschafft.
Mit Hilfe habe ich nun gelernt, dieses sensibel und nachdenklich sein als etwas positives anzunehmen. Mittlerweile bin ich stolz, dass ich so bin, nicht so oberflächlich wie viele andere...deshalb kann ich jetzt sagen, dass ich es eindeutig als Segen empfinde!

LG,
OceanGypsy
Seele der NachtDie meisten Postings, die bereits hier entstanden sind, ja, sie alle geben auch das wider, was ich empfinde. Man ist nachdenklich und steht mit dieser Nachdenklichkeit oft so allein da, kann so oft nur allein darüber philosophieren und die Ursachen sichtbar machen, und so sehr selten mit anderen.

Ja, ich denke auch gern nach, und mich fesseln bestimmte Dinge, vor allem Unvorhersehbares, und Dinge, die nicht in die klare und logisch Linie passen. Warum tun wir es, warum denken wir darüber gerade noch stärker nach? Ist es die Suche nach der Ursache, empfinden wir die Tatsache, dass es geschehen ist, als eine Störung in unserem Weltbild und wollen sie wegen einer perfektionistischen Neigung einfach nicht akzeptieren, und versuchen so, das Weltbild anzupassen, indem wir darüber grübeln, wo unser alter Denkfehler lag, um etwas daraus mizunehmen?

Bei mir gab es zuvor auch eine Geschichte, die hier aber nicht näher betrachtet werden soll. In jedem Falle war es aber etwas objektiv Positives, etwas Schönes. Nur war da das Problem, dass es einfach nicht in den Zusammenhang passte, einfach unlogisch war, zu sehr positiv für etwas, was dem nicht wirklich würdig war. Das ganze erlebten zwei Personen, ich und jemand anderes. Auffällig war nur, dass die andere Person es verdrängen und den Eindruck erwecken konnte, nicht darüber nachzudenken. Es hinnahm und es vergessen wollte, etwas Unvergessliches, schon allein dessen Schönheit wegen. Bei mir hingegen quälte dieser Widerspruch mich noch Tage, und er quält mich noch jetzt. In einem direkten Gespröch mitr der anderen Person kamen keinerlei tiefgründige Erklärungen zustande, nein, vielmehr verblieben die an der Oberfläche. Ich weiß nicht, was davon ich in die Zukunft mitnehmen werde. und ich weiß auch nicht, welche Bedürfnisse ich wirklich habe, ob ich dieses unpassende Schöne wiedererleben wöllte oder nicht, und irgendwie scheut es mich auch, das zuzugeben.
Aber da haben wir es wieder, es ist die fehlende Kommunikationsfähigkeit, der fehlende Mut, der uns auch mitverantwortlich macht, dafür, dasss wir nicht verstanden werden.

Es gibt Zeiten, in denen lösen sich die Probleme und Gedanken auch von mir, gerade dann, wenn es etwas gibt, was genug Energie von außen liefert, um mich abzulenken, mich in eine Zukunft sehen lässt, in der diese Erfahrung egal ist. Genau das tritt auch oft auf, dem aktiven Geist wird einfach der Sinn abgeschnitten, es erscheint plötzlich real nutzlos, die Erkenntnis über den Vorfall....
oskadisIch glaube, daß diese sogenannte Oberflächlichkeit ein Schutzmechanismus ist.

Diese hohe Empfindsamkeit ist sehr energiezehrend. Und wie ihr schon gesagt habt, sie belastet die Leute um einen herum. Denn Nachdenken verbraucht auch Unmengen an Energie (das Gehirn ist das Organ mit dem höchsten Energieverbrauch).

Ich weiß nicht wie es mit euch steht, aber ich kenne Leute, die so viel nachdenken und zerdenken, daß sie in einem ewigen Teufelskreis aus Fragen gefangen sind und keine Energie mehr haben was für sich selbst zu tun (Schule, usw).

Da frage ich mich: was ist wichtiger? Mich mit Fragen ohne Ende zu quälen, oder in der Lage sein, mich zu ernähren?

OK das war gerade eine extremes Beispiel - aber ich wollte auch klarstellen, wieso ich ab einem gewissen Punkt einfach einen Schlußstrich ziehe. Und ja, Gedanken kommen wieder, auch wenn man nicht mehr daran gedacht hat. Das ist ganz natürlich und normal. Aber dann schiebe ich auch einen Riegel vor, nachdem ich diese Gedanken angemessen gewürdigt habe.

Wenn mich etwas belastet und nicht losläßt, oder wenn ich ein so schönes Erlebnis hatte, das mich auch nicht losläßt, dann drücke ich es mit Kunst aus. Das bedarf keiner Erklärungen für die man keine Worte findet - nicht umsonst sagt man "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Danach geht es dann wieder für mich vorwärts.

Gruß

~ Oskadis ~
Seele der NachtEs geht doch eigentlich darum, warum wir immer wieder in solche Zustände verfallen und ob sdiese Zustände positiv sind. Ja, es stimmt, ich habe auch nur sehr selten Energie, mich für Schule zu interessieren, etwas dafür zu tun. Und es ist eine interessante Idee, das mit der grüblerischen Veranlagung in Verbindung zu bringen. Aber direkt lösen wird man es nicht können, indem einfach ein "Riegel" vorgeschoben wird. Du hast dein Ventil, die Kunst, aber was passiert, wenn manche zu bestimmter Kunst unfähig sind, und nebenbei noch eine perfektionistische Eigenschaft ihnen jeden Spaß daran nimmt?

Dieses Grübeln ist wohl etwas, was sich nicht ohne weiteres nur durch den bloßen Gedanken, es brächte nur Schaden, abstellen ließe. Die Fragen kehren wieder und wenn man sich auch noch sowenig bewusst damit beschäftigt, innerlich stehen sie stark und breit vor einem und belasten.
NyzunFluch, eindeutig, derzeit.

Denn, wie kann es ein Segen sein,
... unfähig zu sein, Entscheidungen zu treffen, weil man sich vorher erst wirklich über jede mögliche Konsequenz Gedanken macht?
... zweitweise unfähig zu sein, sich auf irgendetwas zu konzentrieren, weil man sich schon wieder in etwas verrannt hat?
... ständige Zweifel zu hegen; Worte, Aussagen und Handlungen anderer zu hinterfragen, ihre Motive in Frage zu stellen?
... in einen nachdenklichen Zustand zu verfallen, der nach außen hin fast wie Apathie wirkt?
... sich selbst immer und immer wieder zu analysieren, ohne irgendwelche Ergebnisse zu produzieren?

Nein, ich halte diese "Fähigkeit" oder "Gabe" oder wie immer man es nennen will, ganz sicher nicht für einen Segen. Die wenigen Situation in denen einen das vorherige Nachdenken vor Sinnlosigkeiten oder gar Fehlern bewahrt, ist es eigentlich nicht wert, daß man teilweise darunter leidet.
Hm, an manchen Tagen seh ichs auch wieder genau anders rum.

Wie kann man damit umgehen?
Gute Frage. Eine Antwort darauf habe ich bisher auch nicht gefunden.
Ablenkung, wenn es zuviel wird. In welcher Form auch immer. Die Ablenkung führt bei mir ab und zu dazu, daß ich mich mit trivialeren Gedanken beschäftige, was definitv weniger anstrengend ist.
Seele der Nacht[QUOTE][i]Original geschrieben von Nyzun [/i]
[B]Nein, ich halte diese "Fähigkeit" oder "Gabe" oder wie immer man es nennen will, ganz sicher nicht für einen Segen. Die wenigen Situation in denen einen das vorherige Nachdenken vor Sinnlosigkeiten oder gar Fehlern bewahrt, ist es eigentlich nicht wert, daß man teilweise darunter leidet. [/B][/QUOTE]

Ich kann auf meine größten Fehler bisher zurückblicken, und jedesmal sehe ich, ihre Ursachen sind in meiner Spontanität damals zu suchen, jedesmal, wenn ich nicht nachgedacht habe, oder nur zu kurz.

Aber gerade, was du sagtest, diese apathische Wirkung und die Zweifel an anderen, das ist die Kehrseite der Medaille. Aber eindeutig als Fluch abstempeln würde ich es trotzdem nicht, die positiven Aspekte sind deutlich. Wem gefällt schon die zu spontane und teilweise rücksichtslose Art des anderen Extrems?
oskadisIch glaube die goldene Mitte ist immer richtig :)

Vielleicht könntest du nach einem Ventil suchen... muß ja nicht Kunst sein. Oder ... warum glaubst du denn daß du dich künstlerisch nicht asudrücken kannst?

Jeder kann künstlerisch tätig werden - Kunst ist Ausdruck. Man muß doch nicht an sich selbst gleich den Anspruch eines Meisters stellen. Und ... was ist Perfektion?

Ich kann etwas sehr imperfektes machen, was gerade eben durch das Fehlen von Perfektion wiederum perfekt Imperfekt ist... nö?

Ich weiß nicht ... spüre ich da irgendwo eine negative Einstellung?

Die Welt ist nicht gerade rosig ... aber es müßte zumindest reichen um sich selbst einen Platz zu schaffen wo man nicht ständig vom Mist der uns begleitet überrrannt wird ...

Grüßle

~ Oskadis ~
NyzunHm, ja, mir geht's da ähnlich, in Sachen größerer Fehler. Was es um so schwerer macht, mal schnelle Entscheidungen zu treffen oder spontan zu sein.

Warum muss es gleich das andere Extrem sein? Überhaupt nicht nachdenken, nichts hinterfragen, zu Handeln ohne sich zumindest gewisser Konsequenzen bewußt sein ist ganz sicher nicht das Wahre. Und ich glaube, gerade für "uns" ist es besonders schwer nachzuvollziehen, wie man so überhaupt leben kann.
Aber ein gesünderes, weniger anstrengendes Maß wünsche ich mir ganz gern. Oder wenigstens irgendeine Möglichkeit wirklich und komplett abzuschalten.
In gewissen Phasen kann ich es einzig und allein als Fluch betrachten.
dark_soul666mh....das is ziemlich interessant. viel nachdenken tu ich auch sogar tagträume komme öfters bei mir vor aba so extrem, kann ich net sagen von mir.
was ich als erstes gedacht habe is: vielleicht is das eine form von weglaufen vor ein selbst aba dazu weiß ich nun net ob ihr eher über euch oda andere nachdenk oda liege ich nun total falsch?!
mfg
dark_soul666
DokuroMir gehte es wie offenbar vielen hier ähnlich, diese eigenschaft hat wahrscheinlich auch viele von "uns" zu diesem board beführt. @ Artemisia: Ob du deine "Eigenart" als Fluch oder Segen ansiehst ist deine sache, doch ich empfehle dir nicht darunter zu leiden, sondern sie dir nutzbar zu machen. Egal was die ursache dafür sein mag: Lerne deine "Fähigkeit" geschickt einzusetzten und somit den größtmöglichen vorteil zu ziehen, dann wird das Leid, falls es dann noch existiert, zur nebensache.
Norbert SchatoEs ist wirklich lustig, aber mir geht es ebenso
Die Menschen haben - früher- versucht mir beizubringen was ich an mir ändern müsste um als 'Normal' zu gelten, indem sie mich getreten geschlagen und dergleichen getan haben.
In meinem gesamten Bekanntenkreis gibt es keinen der so in sich gekehrt ist wie ich (Das glauben die meisten wenigstens.) Wenn sie reden höre ich mich selbst im Kopf nachdenken, jedes der Worte höre ich und überlege bis zur Sinnlosigkeit. Wenn mich aber jemand anspricht kriege ich kein Wort heraus weil ich noch überlege was sie eigentlich gemeint haben, nebenbei gehen mir so viele Dinge durch das Gehirn das ich manchmal glaube der einzigste Mensch auf der Welt zu sein.

Die meisten denken einfach nicht über alle ihre Entscheidungen nach, wägen nicht ab ob es richtig ist mal kurz was in der Gruppe zu klauen, oder mal jemanden zusammen zu dreschen.

Die Menschen scheinen Gruppentiere zu sein, die auf bestimmte Führernaturen hören. In meiner Klasse gibt es ca. 5 Gruppen. Jede wird von einer bestimmten Person angeführt, die darüber bestimmt wer einfältig, arrogant, wer verdrescht werden soll oder wer in seiner Individualität einzigartig und deshalb in Ruhe gelassen werden soll. Meist richtet sich eine ganze Gruppe auf so eine Person aus.
Das Denken wird dieser Person übergeben, dafür erhalten sie Achtung in ihrer Gruppe und bestimmte Freiheiten.
Sie brauchen nicht mehr zu überlegen was falsch oder richtig ist. Sie tun was alle in der Gruppe tun - eine interessante Frage wäre wie weit sie gehen würden - und sie tun es ganz.
Die Frage was diese 'Führernatur' ausmacht, warum sie das tut was sie tut, ist der Schlüssel zu den einzelnen Gruppen und deren Haltung.

Ich habe keine Antwort wie man mit so was umgeht, ich selbst bin beinahe an dieser Frage gescheitert, denn was macht Gemeinschaft aus, darum dreht sich ja alles.

Wenn wir in einer Gruppe aktiv agieren, brauchen wir nicht nachdenken, denn ein anderer tut es für uns
Wenn wir einer Gruppe angehören haben wir Schutz vor denen die uns angreifen (Schutz in der Schule - Teilschutz in den Familien)
PsychoProbleme sind in der Gruppe leichter zu lösen

Mein Problem war es und ist es immer noch die richtige Gruppe zu finden -aber wie schon gesagt, ich denke stundenlang darüber nach- aber ich habe nicht die Gabe aktiv zu werden.
Rayksehr interessantes thema ^^ mir geht es da auch nicht anders als vielen von euch... ich komme immer wieder in situationen über die ich einfach nicht aufhören kann nachzudenken, dann ist es auch so dass ich in meinem kopf quasi ein "endloses gespräch mit mir selbst" führe - hauptsächlich passiert sowas im zusammenleben mit den menschen die mir wichtig sind... es ist nicht so, dass ich mir einen tag vorher überlege was ich diesen menschen am nächsten tag sage, ich kann eigentlich recht spontan sein ^^ aber ich denke oft lange darüber nach ob ich mich in einer bestimmten situation so verhalten habe wie ich es gerne getan hätte, ob ich wirklich das gesagt und gezeigt habe was ich auch mitteilen wollte... besonders viel wird's wenn ich mir unsicher bin ob die andere person wegen irgendwas ein problem mit mir hat... ich grübel dann ewig darüber ob ich etwas machen könnte um klarheit zu schaffen... leider bin ich durch diese verhaltensweise oft auf probleme gestoßen - ich kam auf vergangene gespräche zurück, wollte dinge klären die andere nicht mehr hören wollten und machte es oft nur schlimmer als es zuvor war... ich tat menschen weh die mir viel bedeuten ohne zu realisieren, dass ich es tat. Mittlerweile habe ich glücklicherweise dazugelernt - es ist nur traurig dass ich auf diese art lernen musste.
Diese negativen Punkte haben mich zeitweise dazu gebracht dieses "zu viel denken" zu verfluchen... allerdings habe ich mittlerweile gemerkt dass ich mich noch ganz glücklich schätzen kann... es gibt verschiedene dinge in meiner vergangenheit die ich für die gründe, dass ich so geworden bin wie ich nunmal bin halte... und ich bin froh darüber das diese erlebnisse nicht das genaue gegenteil - nämlich extreme gefühlskälte - hervorgerufen haben, was wohl ebensogut möglich gewesen wäre... so habe ich gelernt die positiven dinge zu sehen - dieses denken zeigt mir jedes mal sehr deutlich, dass die menschen die mich so beschäftigen einfach etwas wichtiges und unersetzbares für mich sind, etwas das ich niemals missen möchte... und es zeigt mir vor allem, dass ich fähig bin echte gefühle zu haben, und zu lieben. Mir kommt es oft so vor als wenn es nicht mehr viele menschen gibt die diese fähigkeiten wirklich besitzen (das Zitat: "Liebe ist zur Gewohnheit verkommen" (Die Ärzte) scheint mir alltäglich geworden zu sein...) und ich bin glücklich darüber, dass ich mir sicher sein kann, dass ich es doch tue... auch wenn das heißt dass ich in meinem leben wahrscheinlich einige hürden überwinden muss, denen andere menschen nichtmal einen gedanken schenken...
ich glaube nicht, dass man sowas los werden kann, aber man kann lernen damit umzugehen... manchmal muss man sich einfach zwingen aufzuhören zu denken, und sich damit abfinden dass vorerst alles so ist wie es ist und man zu dem zeitpunkt auch nichts daran ändern kann.

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