| ombre | Anmaßend und impertinent muß man sich beinahe fühlen und sich geradezu verteidigen, wenn man über Deutschlands Vergangenheit sprechen möchte, schämen sollte man sich, das kann man lesen in den Gesichtern der Jungen, schämen, für ein so insolente Handlung wie die des zur Sprache Bringens von Ereignissen, die sich immerhin bald fünfzig Jahre vor unserer Geburt abgespielt haben. Was geht uns das denn noch an wir haben damit nichts zu tun was können wir denn dafür laßt uns bloß damit in Ruhe diese beschissene Geschichte meine Güte ist eben passiert. Nein. Kein Mensch kann behaupten, das sei vorbei, und jegliche Beschäftigung damit eine Zeitverschwendung, nein, und fünfmal nein, siebenmal nein, und ich werde euch sagen, was es euch angeht, was es euch verdammt noch einmal angeht. Ein Völkermord ist geschehen. Das geht es euch an, mich an, uns an. Ein Völkermord ist geschehen, Männer, Frauen, Kinder wurden diskriminiert, vertrieben, gedemütigt. Männer, Frauen, Kinder wurden enteignet, zusammengepfercht, versklavt. Männer, Frauen, Kinder wurden geprügelt, erschlagen, erhängt, vergast, erschossen. Ein Volk wurde ausgerottet. Ein Volk, sagt man. Eine Glaubensgemeinschaft, sollte man sagen. Ein Teil des deutschen Volkes wurde systematisch ermordet. Von Deutschen. Deutsche wurden geprügelt, erschlagen, gehängt, vergast, erschossen: Von Deutschen. Das geht euch doch eventuell an, nicht wahr, das werdet ihr doch zugeben müssen, vielleicht, ein wenig zumindest. Nicht die Tatsache, daß Menschen getötet wurden, auf widerlichste Art und Weise getötet wurden, in Massen von Tausenden und Abertausenden auf die widerlichste und ekelhafteste Weise getötet wurden, ist besonders erschreckend, nein, ganz und gar nicht. Erschreckend ist, daß diese Menschen von ihrem, in ihrem eigenen Volk getötet wurden, von ihrer Nation wehrlos und sinnlos getötet wurden. Die Tatsache, daß Menschen getötet, ja sogar ermordet werden, ist uns heute, im Zeitalter des Fernsehens derartig alltäglich geworden, daß es uns nicht weiter berührt, daß Menschen getötet werden, in Kriegen, die es auch heute noch gibt, die uns nicht besonders berühren, wenn sie weit genug von unserer Haustüre entfernt sind, was sie sind, und damit können wir sie ausschalten, wenn sie uns zu real werden. Das Faktum, daß es kriegsbedingte Massensterben gibt, die beunruhigt uns also nicht besonders, und das verlange ich auch gar nicht, heute, und an diesem Abend, denn das wäre ja nun tatsächlich zu viel verlangt, in unserer heilen Welt, zu viel auf einmal. Aber was ich verlange, fordere, sehr deutlich fordere und verlange, ist folgendes zur Kenntnis zu nehmen: Die Tatsache, daß wir, die Deutschen, die Tatsache, daß unsere Vorfahren, die Deutschen, eine andersgläubige Minderheit umgebracht hat, daß jeder einzelne Bürger des vergifteten Nazideutschland sich mindestens, allermindestens durch ein feiges Wegschauen schuldig gemacht hat, grauenhaft schuldig an dem barbarischsten Akt der Folter und des Grauens und der sinnlosen Vernichtung, am Mord an den Juden, diese Tatsache sollte uns gehörig erschrecken, und zwar auch noch heute, und zwar auch noch Jahrzehnte nach dem Sturz des Hitlerregimes. Wenn diese Tatsache uns nicht erschreckt, wenn sie uns nicht erschreckt, wenn uns Filme, Bilder und die Authentizität und entsetzliche Wirklichkeit ehemaliger Konzentrationslager nicht mehr entlocken können als einen armseliges Schauder und eine seichte Gänsehaut, wenn sie uns keinen Schrecken durch Mark und Bein jagt, diese Tatsache wenn wir nur lesen über Auschwitz und über die Zwangsarbeit und über Goebbels, Himmler und Speer, wie sie ihre fetten Zigarren rauchten und Millionen unter den unerträglichsten Bedingungen Zwangsarbeit leisten mußten und später ermordet wurden, wenn uns diese Tatsachen nicht mehr an Bestürzung zu entlocken in der Lage sind, als es die steigenden Benzinpreise tun, dann sollten wir uns etwas fragen. Wir sollten uns nämlich fragen, wie es denn kommt, daß wir so gar nichts mit einer Vergangenheit zu tun haben wollen, die wir am liebsten gar nicht bezeichnen wollen als die unsere, sondern die wir lieber dem Land unterschieben, in welchem wir leben. Wir sollten uns fragen, ob das vielleicht daran liegt, daß wir eine Entscheidung scheuen, eine Entscheidung, die wir bei einem Reflexionsprozeß zu treffen hätten, und zwar eine Entscheidung über unsere Person, eine Wertung, schon fast ein Urteil. Wir sollten uns fragen, ob wir vielleicht so ungern unsere Vergangenheit berühren, die Vergangenheit unseres Volkes, unseres Landes, weil wir kein großes Vertrauen darauf haben, daß ein derartig wahnsinniger Mensch wie Hitler heute und hier auf mehr Gegenwehr stoßen würde als im Jahre 1933, und ob wir vielleicht Angst haben, uns einzugestehen, daß letztendlich die ganze Grausamkeit dieser Diktatur, die fürchterlich bezahlte Lehre, die wir erhielten, ob sie vielleicht gar nicht gefruchtet hat, ob wir vielleicht Angst haben, sie könne nicht gefruchtet haben. Wir sollten uns ernsthaft fragen, ob die grenzenlose Feigheit, der sich die eine Hälfte der Deutschen rühmen kann, welche den zweiten Weltkrieg als geduckte, fliehende Opportunistenmasse erlebte, und die ebenfalls grenzenlose Dummheit, der sich die andere Hälfte der Deutschen rühmen kann, welche die Überzeugungen Hitlers teilten und die Drecksarbeit erledigten, ob diese erbärmlichen Grundzüge einer Geisteshaltung uns heute noch immer begleiten, uns begleiten als eine unterschwellige Gesinnung unserer Gesellschaft, und ob wir eigentlich anders handeln würden, heute. Fragen sollten wir uns, ob wir handeln würden, und handeln würden sage ich absichtlich, und nicht gehandelt hätten, fragen sollten wir uns das, mit einer sehr großen Eindringlichkeit, wir sollten uns fragen, ob es denn vielleicht nicht nur die ein wenig bemitleidenswerten, geisteskranken Deutschen der ersten zerrütteten Nachkriegsgeneration waren, die gemordet haben wie die Bluthunde, sondern ob das nicht auch rein zufällig unsere Großväter gewesen sein könnten, unsere Großväter, mit denen wir im Großen und Ganzen doch sehr zufrieden sind, zumindest, wenn der Brief mit der Weihnachtskarte und dem großen, bunten Geldschein ankommt. Und wenn wir schließlich so weit gekommen sind mit unserer Fragerei, dann könnten, nicht sollten, nein, könnten wir den Schluß ziehen, daß wir gar nicht so anders sind als unsere Urgroßväter, wie wir immer denken, und daß es keineswegs eine kurzzeitige Geistesabwesenheit gewesen ist, die sie für knappe fünfzehn Jahre verblendet hat, sondern ein Zug ihres Wesens zum Vorschein kam, beim Morden und Brandschatzen, beim Wegschauen, Flüchten und im Versagen der Menschlichkeit. Und dann, vorsichtig, wäre zu vermuten, daß dieser Wesenszug nicht ganz einfach nur bei ihnen auftrat, weil sie einen Erbfehler hatten, sondern daß er eventuell bei uns auch latent vorhanden sein könnte, das wäre dann zu vermuten, vorsichtig. Und dann wäre noch zu vermuten, daß wir uns dieser Frage nicht stellen mögen, nein, denn wir haben ja MTV und keine HJ und BDM, und wir wollen davon wirklich nichts wissen, vielen Dank auch, daß wir uns dieser Frage ganz und gar nicht stellen mögen, weil wir nicht so gut dabei wegkommen würden, bei einer ehrlichen Antwort. Das wäre zu fragen, und zu beantworten, wenn uns vier Millionen ausgelöschter Leben nicht mehr beunruhigen, als es der abgebrochene Fingernagel unserer Nachbarin tut, wenn es uns nämlich einen feuchten Dreck interessiert und beunruhigt schon gar nicht. Und danach erst, nach der Beantwortung dieser Fragen, wäre es möglich, daß wir uns abwenden, um zu sagen, das alles gehe uns nichts mehr an, danach erst wäre das möglich, wenn es überhaupt möglich ist, aber jedenfalls erst danach würde es überhaupt in den Bereich des Möglichen treten, sich abzuwenden, und keinen Augenblick früher. |
| Pallor | Naja naja, unter der ganze Rethorik und Polemik, dem magel an Fakten und vereinfachten Sichtweise denke ich unterliesgt du einem Fehler: Wir Kinder/Enkel der Nazis, tragen keine Schuld an diesem Verbrechen, ausser das wir noch immer von diesem Verbrechen profitieren(Siemens +Krupp z.b.) Wir "Deutschen" müssen nicht explizit an die Verbrechen der "Deutschen" denken, denn ich habe mit ihnen nichts gemein. Deutsch sein ist ein Mythos. Aber du hast recht, wir müssen uns einem Geschichtlcihen Erbe der Welt immer wieder stellen, und aus ihren Fehlern der Vorfahren lernen. Aber versuche nun als ersten Schritt und zeichen das du aus den Fehlern gelernt hast, für das Jahr 2004 Dinge aufzuzeigen die die Menschrechte von andern Verletzt haben. Ich fange mal an: -Der Irak Krieg -Die Abhör Gesetzte -Die Abschiebung von Asylanwerbern -Der Waffenpakt von dem lieben Herrn Schröder mit Russland(Tschetschenien) mit der Türkei(KUrden) und mit China(Demokratie, und Tibet) Und darüber sollten wir nun sprechen... Pendark |
| Mayane | @ Pallor: Danke, dass musste gesagt werden. Ich werde jetzt nicht sagen, dass es manchmal leichterist, sich über vergangenes Leid aufzuregen als über Gegenwärtiges, weil man bei gegenwärtigem dann aiuch überlegen müsste, was man degegen tut, weil das wahrscheinlich ungerechtfertigt und unfair wäre. Aber ich gebe gern zu, es einen Moment gedacht zu haben. |
| Pelloquin | Habt Ihr gelesen, was sie gesagt hat? Oder vielmehr: Was sie [i]gefragt[/i] hat? [i]Fragen sollten wir uns, ob wir handeln würden, und handeln würden sage ich absichtlich, und nicht gehandelt hätten, fragen sollten wir uns das, mit einer sehr großen Eindringlichkeit, wir sollten uns fragen, ob es denn vielleicht nicht nur die ein wenig bemitleidenswerten, geisteskranken Deutschen der ersten zerrütteten Nachkriegsgeneration waren, die gemordet haben wie die Bluthunde, sondern ob das nicht auch rein zufällig unsere Großväter gewesen sein könnten, unsere Großväter, mit denen wir im Großen und Ganzen doch sehr zufrieden sind, zumindest, wenn der Brief mit der Weihnachtskarte und dem großen, bunten Geldschein ankommt. Und wenn wir schließlich so weit gekommen sind mit unserer Fragerei, dann könnten, nicht sollten, nein, könnten wir den Schluß ziehen, daß wir gar nicht so anders sind als unsere Urgroßväter, wie wir immer denken, und daß es keineswegs eine kurzzeitige Geistesabwesenheit gewesen ist, die sie für knappe fünfzehn Jahre verblendet hat, sondern ein Zug ihres Wesens zum Vorschein kam, beim Morden und Brandschatzen, beim Wegschauen, Flüchten und im Versagen der Menschlichkeit. Und dann, vorsichtig, wäre zu vermuten, daß dieser Wesenszug nicht ganz einfach nur bei ihnen auftrat, weil sie einen Erbfehler hatten, sondern daß er eventuell bei uns auch latent vorhanden sein könnte, das wäre dann zu vermuten, vorsichtig.[/i] Du hast mit Deinem Beitrag den Beweis für die Richtigkeit ihrer Worte geliefert. [quote][i]Original geschrieben von Pallor[/i] Aber du hast recht, wir müssen uns [b]einem Geschichtlcihen Erbe der Welt[/b] immer wieder stellen, und aus ihren Fehlern der Vorfahren lernen. [/quote] So. Ist es ein Erbe der Welt, nicht bloss von uns Deutschen? Verstehst Du? Das ist es, was sie sagen will (soweit ich das beurteilen kann) Dass man heute von dieser Schuld nichts mehr wissen will, sie lieber auf möglichst vielen Schulter verteilt sieht, damit sie dann nicht mehr so schwer wiegt. (wie schwer wiegt die Deutsche Schuld noch, wenn wir sie der Welt auflasten können?) Aber mehr noch - wären wir (WIR!) auch dazu in der Lage, solches zu tun? Über diese Frage gilt es nachzudenken. In aller Ruhe... |
| rainraven | ??? Dieser riesige Block ohne Punkt und Komma (naja, fast) hört sich selber schon an wie eine Hetzrede. :) Ich seh das nicht so. Was bitte sollte man denn als Deutscher der heutigen Generationen tun, um sich angesichts des Geschehenen "richtig" oder "angemessen" zu verhalten? Ich kann schließlich nichts dafür, daß ich in Deutschland geboren wurde und bin froh darüber, daß es nicht in einem Land, in dem noch schlimmere Zustände herrschen, gewesen ist. (Wäre es so, könnte ich allerdings vermutlich auch nichts daran ändern.) Und ich sehe nicht ein, daß ich mich etwa auch noch dafür "schämen" müßte, aus welcher Nation ich bin. Andererseits bin ich jetzt auch nicht sonderlich stolz darauf, denn es ist ja kein "Verdienst" in dem Sinn, den ich mir durch Anstrengung erworben habe. Und zu guter Letzt weiß ich nicht, inwiefern meine Großväter daran beteiligt gewesen sind, (es interessiert mich auch nicht, da ich nicht ihr Vormund bin und damals gar nicht da war) aber ich schätze mal, sie haben auch nicht ganz freiwillig so gehandelt. Und es ist immer ein Unterschied, ob man dabeigewesen ist und sich direkt in dieser Situation gesehen hat und keine andere Wahl gehabt hat, so zu handeln, weil man sonst mit schlimmen Konsequenzen hätte rechnen müssen, oder ob man jetzt, im Nachhinein, darüber urteilt und sagt "Hätte man nur..."oder "Wie konntet Ihr das nur tun/zulassen?". |
| Pelloquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mayane [/i] [B]@ Pallor: Danke, dass musste gesagt werden. Ich werde jetzt nicht sagen, dass es manchmal leichterist, sich über vergangenes Leid aufzuregen als über Gegenwärtiges, weil man bei gegenwärtigem dann aiuch überlegen müsste, was man degegen tut, weil das wahrscheinlich ungerechtfertigt und unfair wäre. Aber ich gebe gern zu, es einen Moment gedacht zu haben. [/B][/QUOTE] Hey... Ich fürchte, ihr verkennt die Intention der Verfasserin. Ich glaube kaum, dass sie sich mit der Vergangenheit beschäftigt, um der Verantwortung der Gegenwart zu entfliehen. Habt Ihr je den Spruch gehört: [i]"Wer die Geschichte vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen."[/i] Das ist es, was heute passiert. Die Geschichte wiederholt sich. Einzig die Flaggen und die Uniformen sind heute andere. Deswegen: schaut euch an, was passiert ist, und fragt euch, inwieweit ihr genauso handeln würdet, wenn es noch einmal passieren würde. Wenn es nicht schon längst passiert... |
| Mayane | Ich denke, man sollte "Verantwortung" und "Schuld" hier ganz klar voneinander trennen. Die Definition von Schuld in dem Sinne, in dem Du es meinst, ist, dass ich etwas "verschuldet" habe, dass heißt, durch mein Handeln oder Nichthandeln dazu beigetragen habe. Das konnte ich aber nicht, einfach, weil ich damals noch nicht auf der Welt war. Und hier von Erbschuld anzufangen, finde ich weder sinnvoll noch begründbar. Ich lehne es strikt ab, dass ich eine Schuld an dem trage, was im Dritten Reich verbrochen worden ist. Das ändert nichts daran, dass ich verantwortlich bin (genau wie jeder andere), alles zu tun, um so etwas (und ähnliche Grausamkeiten) in Gegenwart und Zukunft zu verhindern. Ich danke, das, was Pallor meinte, ist diese Verantwortung anzunehmen, anstatt zum hundertsten Mal fruchtlos zu überlegen, was damals veilleicht häte anders gemacht werden können und ob man seinen eigenen Opa noch mögen darf. Abgesehen davon, selbst wenn Du von der Schuld der deutschen und der Schuld der Welt sprichst: Es ist völlig legitim, wenn die Welt auch die Schuld der Welt trägt. Und ich kenne kein Land, dass mit den Verbrechen seiner Vergangenheit so kritisch umgeht, wie Deutschland: In Russland wurden über 10 Millionen Menschen in Gulags systematisch in den Tod getrieben, Amerika hat ganze Vöker ausgelöscht und so weiter und so fort. Und keiner redet darüber, in den Schulen wird es nicht kritisch behandelt, sondern entweder verschwiegen oder als glorreiche Kriege für was auch immer hochstilisiert. Das nimmt in keinster Weise den Deutschen ein Stück von ihrer Verantwortung. Im Gegenteil, gerade dadurch dass wir mehr wissen, wahrscheinlich mehr verstehen gelernt haben, haben wir mehr Möglichkeiten und damit mehr verantwortung, etwas zu ändern. Mehr Schuld allerdings nicht. Das ist zumindest der grund, weswegen ich pallors Aussage voll zustimme |
| Mayane | @ pelloquin: Ich habe es durchaus ernst gemeint, dass diese Gedanken wahrscheinlich ungerechtfertigt und unfair in bezug auf den Verfasser dieses Textes sind. Ich habe solches aber schon zu oft erlebt, um meine Gedanken nicht wenigstens als Idee aufzuschreiben, um vielleicht den Menschen, die so etwas tun (und die gibt es zur genüge) ein bißchen den Spiegel vorzuhalten. Abgesehen davon ist es völlig sinnlos, sich zu fragen wie man sich slebst verhalten würde, weil sich kaum einer von uns vorstellen kann, wie es ist, in einer Diktatur zu leben, in der einen selbst eine Aussage wie "Und wir verlieren den Krieg ja doch" ind KZ bringen kann (ist meiner Großtante passiert). Im sicheren Sessel einer Demokratie, wo die Äußerung der eigenen Meinung in quasi keinem Fall gefährlich für Leib und Leben ist, ist es immer einfach zu sagen "Ich hätte aber....". Was von dem allen dann wirklich stimmt, ist eine ganz andere Frage, weil sich glaube ich kaum jemand vorstellen kann, was die Angst um das eigen Leben oder das der Familie mit einem anstellt. Wir sollten unsere Kraft nicht darauf verwenden, sondern darauf, das, was wir können, um die jetzt existierenden kleinen und großen Probleme hier und anderso zu lösen, auch tu tun. Und das kann schon sein, einer Freundin, die von ihrem Mann geschlagen wird, Mut zur Trennung zu machen und ihr zu helfen, das durchzustehen. In diesem Sinne Mayane |
| Pelloquin | Okay, Du hast Recht wenn Du davon sprichst, dass man zwischen Schuld und Verantwortung unterscheiden muß. Ich denke nicht, dass es das war, was ombre sagen wollte, sondern dieses Mißverständnis ist auf mein Unvermögen zurückzuführen, mich klar auszudrücken. Aber das ist es auch garnicht, worum es hier geht: Es geht um das Vergessen, darum, dass vielen Leuten doch selbst das Übernehmen von Verantwortung zu viel ist. Es ist diese schreckliche Gleichgültigkeit, die sich immer mehr breit macht; sowohl gegenüber unserer Vergangenheit, als auch gegenüber dem, was heute in der Welt geschieht. Wer entrüstet sich denn (wie von Pallor anzuerkennenderweise bemerkt) angesichts der Massaker in Tschetschenien. Wer schreit noch auf angesichts des Elends in der (sogar mit Napalm bombardierten) Stadt Falludscha, wo mehrere hundert Zivilisten ihr Leben verloren! Wißt ihr, gestern war ich auf einer Kundgebung anläßlich eines Aufmarsches der NPD am Trierer Hauptbahnhof. Auf unserer Kundgebung sprach ein alter Mann, der einst in der Résistance kämpfte und somit dem Nazi-Regime Widerstand leistete. Er dankte uns für unser Kommen (wir waren eine überschaubare Zahl von Leuten, vielleicht 200), drückte aber zugleich seine Bestürzung darüber aus, dass die überwiegende Zahl der Trierer nicht gekommen ist, um ihren Unmut über den Aufmarsch der NPD zu bekunden. Er fragte uns, ob wir uns vorstellen können, was das für Leute wie ihn, die fürchterlich unter den Nazis gelitten haben (er mußte seine zweijährige Tochter verstecken, damit sie nicht vergast wurde) bedeutet, was sie [i]fühlen[/i], wenn sie die Nazis wieder marschieren sehen. Und das tun sie. Immer unverblümter beschwören sie den "Glanz" vergangener Tage herauf, geben offen zu erkennen, dass sie unsere Demokratie ablehnen. ("Der Fehler ist das System" sprach ihr Redner). Was dieser Mann fühlte, das konnten wir alle an seiner bebenden Stimme hören. Fast auf den Tag sechzig Jahre, nachdem Trier von Alliierten Bomberverbänden in Schutt und Asche gelegt wurde, marschieren sie hier wieder auf und gröhlen ihr ewig gleiches Lied vom Tod. Ihr habt es gut erkannt. Es geht um [i]Verantwortung[/i]. Um Taten. Nichttun war gestern. Darum geht es. Nichts weiter... (edit: Meine Oma ist für einen solchen Ausspruch beinahe nach Buchenwald gekommen ....) |
| Pelloquin | [size=1](Hier meine Gedanken zu der gestrigen NPD-Demo in Trier, die ich zwar schon in meinem Nebelpfade-Thread gepostet habe, aber noch einmal hier einfügen möchte.)[/size] Der Mann, schon alt und gebrechlich wirkend, spricht dennoch mit fester Stimme. Am Anfang für meinen Geschmack zu laut (ich mag es nicht, wenn Menschen laut reden.) Aber dann... begreife ich... Ich höre zu. Und mit jedem Satz, den der Mann sagt, spanne ich mich mehr an. Der Mann lässt seinen Blick über die überschaubare Menge schweifen. Spricht von seiner großen Dankbarkeit, dass wir gekommen sind. Fügt aber an, dass es ihn bekümmerte, dass die Mehrheit der Trierer... nicht gekommen ist. Er sagt, am Anfang seien die Nazis nicht stärker gewesen. Hätten sich alle ihnen ablehnend gegenüberstehenden Gruppen, die starken Gewerkschafter, die SPD, die christlichen Gruppen und die Kommunisten zusammengetan - die Nazis hätten keine Chance gehabt. [i]Aber sie taten es nicht.[/i] Dies sei die große Tragödie, die schließlich ein Jahrhundertverbrechen ermöglicht habe. Heute, so sagt er, gäbe es wieder eine hohe Arbeitslosigkeit, Verelendung unter der armen Bevölkerung, während die Reichen noch reicher würden. Und wieder - und er heisst uns, uns vorzustellen, was dies für jene bedeuten muß, die damals alles gaben, um diesem System zu widerstehen; jenen, die ermordet wurden, weil sie als lebensunwürdig betrachtet wurden - und wieder marschierten Nazis auf, um ihre menschenverachtende Ideologie unters Volk zu bringen. Er sagt, es sei nicht schlimm, dass es diese Neonazis gäbe. Die würde es so lange geben, wie die Mißstände, die sie hervorbrächten, nicht beseitigt sind. Nein, das schlimme sei, [i]dass sie wieder marschieren dürfen[/i], von Polizeigewalt geschützt. Nun, so sagt er, könnte man meinen, dass sei heute ja normal; überall marschierten sie wieder; in Holland, Frankreich, in Amerika. Aber, so sagt er, Auschwitz war nicht irgendwann. Es war nicht in der Steinzeit. Und es war nicht irgendwo; in Schwarzafrika vielleicht. Nein, es war hier in Deutschland, in der jüngsten Vergangenheit dieses Landes! Und er, der seine zweijährige Tochter verstecken mußte, damit sie nicht vergast wurde, sagt, ES RIECHE HIER IMMER NOCH NACH GAS. Sagt, zu dem Zeitpunkt als Hitler an die Macht gekommen sei, sei er gerade einmal sechzehn Jahre alt gewesen, zu jung, um etwas ausrichten zu können. Habe sich gefragt, warum seine Elterngeneration nichts getan habe, um Hitler aufzuhalten. Fand eine Antwort, die die [b]einzige[/b] Entschuldigung für dieses Nichtstun bedeutete: [i]Sie wußten nicht[/i], was diese Menschen tun würden, wenn sie erst einmal die Macht hatten. Wer heute nicht aufstehe gegen dieses so menschenverachtende Treiben der Nazis, der habe nun keine Entschuldigung. Denn... [size=1]wir [i]wissen[/i]...[/size] ... Als er schloß, erinnerte er an den Schwur, den er und die anderen Antifaschisten nach dem Ende des Naziregimes geleistet hatten. Er bat uns, dieses Schwurs zu gedenken. Und ihn zu leben. [b]NIE WIEDER FASCHISMUS! NIE WIEDER KRIEG![/b] *** Nach der Kundgebung verloren wir kaum Zeit und machten uns grimmig auf den Weg zum Bahnhof, um der aufmarschierenden NPD unser ureigenes Willkommen zu erbieten. |
| neptunia | ombre, mir scheint, du hast schindlers liste gesehen ... ;-) meine kenntnisse über das dritte reich resultieren aus büchern (wie dem tagebuch der anne frank oder göbbels biographie), filmen aus den kz's - und aus erzählungen von familienmitgliedern, die (meist als kind) dabei waren. ich kann deine wut und dein entsetzen verstehen. aber schuld? schuldig machen wir uns, wenn wir nicht daraus lernen. ich hab es versucht mit der teilnahme an lichterketten (daran wird sich sicher niemand außer ein paar uralt-gruftis erinnern), demos und unterschriftensammlungen, als die neonazis begannen, ausländer zu vermöbeln. es half ein wenig. aber mehr zu helfen scheint es, das gelernte an deinem nächten auszuprobieren. toleranz gegenüber einer anderen kultur, einem anderen hintergrund. aber nicht um jeden preis. du darfst auch toleranz fordern. geben und nehmen gleichermaßen. ich erinnere mich an einen jungen aus meiner schule. mein erster eindruck war, daß er unglaublich arrogant war. beschränkte sich auf seine elitäre clique. redete nur herablassen. verschloß sich. dann erfuhr ich zufällig, daß er jüdischen glaubens sei. ich hab ziemlich lange mit mir gekämpft. ich dachte, ich hätte kein recht, ihn arrogant zu finden, ihn nicht zu mögen. niemand wagte es, eben das auszusprechen. seine wirkung war allerdings überall gleich. mußte ich also meinen widerwillen austauschen gegen mitleid? ihn mögen wollen, obwohl er unangenehm war? also unehrlich sein? damals hab ich mich gerettet, in dem ich ihn ansprach, versuchte smalltalk zu machen. er war einfach unerträglich arrogant, und ich beschloß ihn so zu behandeln, wie ich es mit arroganten menschen mache, ich ignorierte ihn, kein schaden auf beiden seiten. ein anderes beispiel. es gibt eine mexikanerin in meinem dorf, die auf sehr spektakuläre weise hierher kam, einen mann und ein kind hat. ich freue mich jedesmal, mit ihr plaudern zu können. öffentlich oder privat. ich versuche ihr meinen (bescheidenen) rat zu geben. ich sehe in ihr den menschen und nicht die mexikanerin. ihre herzenswärme hebt die schlechten sprachkenntnisse bei weitem auf. niemals käme ich auf den gedanken, ich (oder jemand meines kulturkreises) wäre ihr überlegen. nein, ich denke, ihre erfahrungen sind auch für mich hilfreich. noch ein beispiel: mobbing. wenn ich sehe, daß eine person gemobbt wird, bringe ich es zur sprache. egal, ob in der arbeitswelt oder in einer anderen ... was ich damit sagen will? es liegt im kleinen. sehe ich meinen nächsten als gleichberechtigte person, kann ich durch meine taten im kleinen die grundstimmung beeinflussen. nehmen wir nochmal herrn schindler. er hat nicht "den juden" das leben gerettet. aber einem kleinen teil davon. vielleicht nicht immer so spektakulär wie große rettungsaktionen, aber langfristig effizient ... täten es alle ... durch herrn schindler sehen die "bösen", wie es hätte richtig sein können, und die "guten" sehen einen "guten willen" ... und so gehöre auch ich zu denen, die nicht die schuld auf sich nehmen (und es damit belassen). die schuldigen sind die, die direkt damit zu tun hatten. und sie dürfen auch gerne ihre schuld behalten. nur: ich bemühe mich, keine weitere schuld zu erschaffen und gar mich selber damit zu belasten ... wie erfolgreich ich damit bin, werde ich aber wohl erst bei der letzten großen abrechnung erfahren ... noch ein letzter gedanke: jedes volk hat im lauf seiner geschichte schreckliche taten vollbracht. wenn schon, dann tragen wir eine menschliche kollektivschuld in uns. ich finde es beinahe anmaßend, das den deutschen vorzubehalten, so toll sind wir doch garnicht ... |
| Zombie | Lasst die Vergangenheit ruhen... ich spreche nicht von Vergessen oder Verdrängen, sondern einfach ruhen lassen. Mann sollte aus der Geschichte lernen und sie nicht für immer neue Vorwürfe benutzen. Ich bin der Meinung Deutschland hat genug gezahlt... Viele der Menschen die damals gelebt haben sind heute bereits tot... Jetzt geht es darum die Fehler nicht zu wiederholen. Ich werde mir nicht einreden lassen das ich mich für die Vergangenheit Deutschlands verantworten oder schämen muss. Müssen wir jedem Ausländer in den Arsch kriechen weil ein Irrsinniges Regime vor Jahrzehnten ein Volk ermordeten? Ich hab es schon oft gehört... die Hetze wenn (manche) Ausländer nicht bekommen was sie wollen ("Ihr seid doch Nazis" etc..). Ich möchte einmal erleben, dass sich die Amerikaner für Ihre Verbrechen schämen oder verantworten... aber die Geschichte schreibt immer noch der Sieger. [QUOTE] daß es keineswegs eine kurzzeitige Geistesabwesenheit gewesen ist, die sie für knappe fünfzehn Jahre verblendet hat, sondern ein Zug ihres Wesens zum Vorschein kam, beim Morden und Brandschatzen, beim Wegschauen, Flüchten und im Versagen der Menschlichkeit. Und dann, vorsichtig, wäre zu vermuten, daß dieser Wesenszug nicht ganz einfach nur bei ihnen auftrat, weil sie einen Erbfehler hatten, sondern daß er eventuell bei uns auch latent vorhanden sein könnte[/QUOTE] Ja er ist in uns allen vorhanden und ich denke keiner kann es leugnen. Aber soll ich mich deshalb im Keller verstecken und darauf hoffen das er nicht hervorbricht? Nur weil ich weiss das in meiner Familie ein erhöhtes Risiko für Krebs besteht (nur ein Beispiel) bringe ich mich ja auch nicht gleich um... Die frage ist ja nicht ob dieser Wesenszug in uns steckt, sondern ob wir es erlauben das er hervorbricht und uns übermannt. [QUOTE]schuldig machen wir uns, wenn wir nicht daraus lernen.[/QUOTE] das kann ich nur unterschreiben... [EDIT] Eine Abrechnung... mit wem willst du abrechnen, mit all jenen die es sich anmassen die zum x-ten mal Vorgebrachten Vorwürfe nicht mit angemessenem Entsetzen zu würdigen? |
| Demon17 | Es steht jedem frei sich schuldig zu fühlen, doch sollte er doch bitte darauf verzichten anderen denen es nicht so geht den geringsten Vorwurf zu machen. Büßt soviel ihr wollt.:) |
| Vampirello | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B]Nach der Kundgebung verloren wir kaum Zeit und machten uns grimmig auf den Weg zum Bahnhof, um der aufmarschierenden NPD unser ureigenes Willkommen zu erbieten. [/B][/QUOTE] Das hat man gesehn. Um ehrlich zu sein: Ihr Gegendemonstranten seit nicht besser als die Nazis. Lasst sie doch ihre Demonstration halten. Die haben doch wohl auch ein Recht zur Äusserung ihrerer Meinung. Ihr müsst diese Meinung ja nicht teilen.Wenn da kein Krawall von den Linken und den tollen AntiFasanhängern käme würde das auch alles friedlich ablaufen. Aber was war das gestern? Verletzte und Festnahme, tolle Gegendemonstration. |
| Pelloquin | ... Schön, dass Du mir hier schreibst, Vampirello. Eben bist Du mir eine Antwort schuldig geblieben. Ich habe Dir gesagt, was ich getan habe, und was ich nicht getan habe. Im übrigen: Warst Du dabei? |
| Demon17 | Ach ja falls sich wirklich jemand mit der Frage auseinandersetzen möchte, was er selbst zur NS-Zeit getan hätte, sei ihm die Lektüre von Eugen Kogons: Der SS-Staat empfohlen. Meines erachtens die sachlichste und an Fakten orientiert Auseinandersetzung mit dem Phänomen der NS-Diktatur. Typischerweise hat ein Jude die wahrscheinlich objektivste Darstellung des Terorregimes geschrieben. Deutsche Autoren sind wohl zu befangen um sich dem Thema wissenschaftlichem Niveau zu nähern. Übrigens find ich es gut sich der NPD entgegenzustellen, doch sollte man dabei auf Gewalt verzichten, es sei denn zur Selbstverteidigung. |
| Pelloquin | Ich habe nichts geworfen; im Gegenteil, Leuten die Steine aus der Hand genommen, Mülltonnen wieder aufgestellt und Leute davor bewahrt, sich mit den Polizisten zu prügeln. Glaube mir, ich heiße nicht gut, was verschiedene Antifaschisten getan haben, aber... [quote][i]Original geschrieben von Vampirello[/i] "Lasst sie doch ihre Demonstration halten. Die haben doch wohl auch ein Recht zur Äusserung ihrerer Meinung."[/quote] Gottverdammt, darum geht es, GENAU DAS hat dieser alte Widerstandskämpfer gemeint, als er seinen Kummer darüber äußerte, dass die Mehrheit schweigt darüber, dass sie wieder marschieren. Was glaubst Du denn, worin ihre Meinung besteht? |
| bItbreaker | Ich kann dazu nur sagen, dass es in Deutschland ein "Recht zur freien Meinungsäußerung" und ein "freies Demonstrationsrecht" gibt. |
| Demon17 | Das die NPD überhaupt noch als legale Organisation existiert, liegt in erster Linie am diletantischen Vorgehen verschiedener Behörden unter anderem des Verfassungsschutzes. Sie ist von mehreren Landes- und Bundesämtern unterwandert worden. Leider zu sehr und ohne sich abzustimmen, so das die verfassungsfeindlichen Bestrebungen teilweise von Agenten ausgingen. Dieses ermöglichte es dem Verfassungsgericht nicht dem Verbotsantrag der Bundesregierung zuzustimmen. Sie ist trotzdem aus meiner Sicht als verfassungsfeindliche Organisation einzustufen. Viele ihrer Mitglieder sind wegen Gewalttaten und Hetze vorbestraft. Ich bin sehr für Toleranz, doch sehr gegen die Abschaffung von Demokratie und Meinungsfreiheit. Diese wäre meiner Ansicht nach das zwangsläufige Resultat einer NPD geführten Bundesregierung. never surrender demon17 |
| Vampirello | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B]... Schön, dass Du mir hier schreibst, Vampirello. Eben bist Du mir eine Antwort schuldig geblieben. Ich habe Dir gesagt, was ich getan habe, und was ich nicht getan habe. Im übrigen: Warst Du dabei? [/B][/QUOTE] a) Entschuldige, war in diesem Moment gerade essen gewesen. b) Nein, da ich mir denken konnte was dort passiert und ich als unbeteiligter keine Lust hatte dort zwischen die Fronten zu geraten nur weil ich schwarz bekleidet war und Springerstiefel trug. (Wollte zum Konzert) |
| Vampirello | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pelloquin [/i] [B]Gottverdammt, darum geht es, GENAU DAS hat dieser alte Widerstandskämpfer gemeint, als er seinen Kummer darüber äußerte, dass die Mehrheit schweigt darüber, dass sie wieder marschieren. Was glaubst Du denn, worin ihre Meinung besteht? [/B][/QUOTE] Sehe ich absolut kein Problem mit sie ihre Demonstration halten zulassen. Du weisst übrigens auch das ein "maschieren" bei solchen Demos verboten ist, oder? So lange alles friedlich abläuft. Willst du oder besagter alter Mann ihnen ihre Meinung verbieten? Ich verprügel dich schliesslich auch nicht wenn du mir etwas sagst das mir nicht gefällt. |
| bItbreaker | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Das die NPD überhaupt noch als legale Organisation existiert, liegt in erster Linie am diletantischen Vorgehen verschiedener Behörden unter anderem des Verfassungsschutzes. Sie ist von mehreren Landes- und Bundesämtern unterwandert worden. Leider zu sehr und ohne sich abzustimmen, so das die verfassungsfeindlichen Bestrebungen teilweise von Agenten ausgingen. Dieses ermöglichte es dem Verfassungsgericht nicht dem Verbotsantrag der Bundesregierung zuzustimmen. Sie ist trotzdem aus meiner Sicht als verfassungsfeindliche Organisation einzustufen. Viele ihrer Mitglieder sind wegen Gewalttaten und Hetze vorbestraft. Ich bin sehr für Toleranz, doch sehr gegen die Abschaffung von Demokratie und Meinungsfreiheit. Diese wäre meiner Ansicht nach das zwangsläufige Resultat einer NPD geführten Bundesregierung. never surrender demon17 [/B][/QUOTE] Das kann ich leider 100 % bestätigen, aber noch schlimmer, als dass das es die Partei gibt ist der Fakt, dass es 9 % der Bevölkerung in Sachsen gibt, die sie wählen!!!! |
| Vampirello | [QUOTE][i]Original geschrieben von bItbreaker [/i] [B]Das kann ich leider 100 % bestätigen, aber noch schlimmer, als dass das es die Partei gibt ist der Fakt, dass es 9 % der Bevölkerung in Sachsen gibt, die sie wählen!!!! [/B][/QUOTE] Warum wählen sie die wohl? Bestimmt nicht weil diese 9% "Nazis" sind.... |
| bItbreaker | wenn du in Sachsen wohnst, vor sallem in meiner Acke, dann glaust du das schon. denn an jeder Ecke stehen irgendwelche Hobbyrechten oder sonstwelche Glatzen mit Bomberjacke rum und feiern Tage wie zum beispiel den 20.04. (Geburtstag von Adolf Hitler) |
| Vampirello | Ich wohne nicht dort, habe jedoch lang genug bei meiner Freundin in Ostdeutschland gelebt um die Stimmung dort kennen zu lernen. |
| Demon17 | Das muß hart sein, hier ist bis jetzt alles ruhig, doch irgendwann kommt auch hier der Zeitpunkt wo es an der Zeit ist intolerant zu werden. Ich such auch keinen Streit und setze auf Deeskalation aber wenn gewisse Gesten und Äußerungen öffentlich gemacht werden muß man was tun. |
| ashipisburning | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vampirello [/i] [B]Warum wählen sie die wohl? Bestimmt nicht weil diese 9% "Nazis" sind.... [/B][/QUOTE] Doch! Genau aus diesem Grund. Die meisten SIND Nazis und das ist das Problem. |
| bItbreaker | [QUOTE][i]Original geschrieben von ashipisburning [/i] [B]Doch! Genau aus diesem Grund. Die meisten SIND Nazis und das ist das Problem. [/B][/QUOTE] gut, wahrscheinlich nicht alle, aber der Großteil. Die NPD warb in Sachsen mit den Spruch: "Schnauze voll" und verwies auf Hartz IV, deswegen glaub ich, dass auch viel "Protestwähler" zu ihnen gegangen sind, obwohl ich finde, dass man trotzdem nicht rechts wählen sollte, da ginbts noch genug ander, fiedlichere Parteien. |
| Pallor | Um nochmal auf das Haupthema zu kommen: Ich halte es für wichtig sich mit der Geschichte der Menschen bekannt zu machen. ABER der Nationalsozialismus ist kein Deutsches Problem, genauso wie die Gulgas dein Russisches Problem sind. Es sind Probleme von Menschen, und der Menschheit. Wir sollten uns immer vor Augenhalten das diese Probleme der Vergangenheit exitierten aber wir müssen aus ihnen Lernen und an akuten Problemen arbeiten. Leider fällt mir auf das in Deutschland gerade die Haftung an der Vergangenheit auffält, es wird nicht abstrahiert und vor allem alles viel zu persönlich genommen. Es geht imoment nicht um den nationalismus in Deutschland sondern um den Neoliberlalismus. ------------------------------------------------ Zu dem Thema Neonazis: Es gibt kein Mittel ausser der Rechtstaatlichkeit Neonazis zu bekämpfen. Ich bin dafür das Faschos solange sie Verfassungs Konforme Inhalte propagieren auf die Strasse gehen, und nochmehr bin ich dafür das es jedesmal eine 5 mal so grosse Gegendemo gibt. Aber wir entziehen uns selbst unseren Anspruch auf Tolleranz wenn wir nicht mehr Rechtstaatlich sondern Willkürlich handeln. Wenn alle Demokratischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, und sich das System als Faschistisch erwiesen hat, und wir nur noch durch Gewalt Menschenrechts verletzungen einhalt gebieten können, dann hat man das Recht zur Gewalt nicht eher! Lasst sie marschieren und brüllen, sie sind nicht das Problem, das Problem ist eine Mittelschicht die immer weiter nach Rechts rückt. Und dagegen kommen wir nur mit Alternativen an, den anscheined fehlt den Menschen durch eine abgekühlte, egoistische und Liberalistische Gesellschaft sehr viel, was sie sich durch Rechte wieder wünschen. Meistens ist es einfach nur eine Identität, und die Antifa ist nun mal leider nur ein Gegen. Es müsste aber ein gegen Programm geben und alternativen aufgezeigt werden. Ich bin Humanist und ich bin Basisdemokrat, ich weiss warum Nazis schlecht sind, und dies weiss ich nicht weil ich den Nationalsozialismus studiert habe sondern, weil ich verfechter der Menschenrechte bin. Ich bin daher nicht nur Feind der Faschisten sondern auch der Kapitalisten, der Popstars, der Ausbeutung auf der ganzen Welt... Nun sagt ihr mir mal warum ihr gegen die Nazis seit, das wäre nähmlich viel Intressanter. Und vor allem wie ihr die akuten Probleme der Jugend/Gesellschaft lösen wollt. pallor |
| Pelloquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Vampirello [/i] [B]a) Entschuldige, war in diesem Moment gerade essen gewesen. b) Nein, da ich mir denken konnte was dort passiert und ich als unbeteiligter keine Lust hatte dort zwischen die Fronten zu geraten nur weil ich schwarz bekleidet war und Springerstiefel trug. (Wollte zum Konzert) [/B][/QUOTE] zu a): Ok, passt schon. Aber ich kann Dir sagen, ich war auch schwarz gekleidet (trug aber keine Springerstiefel), stand in der ersten Reihe mitten zwischen den zwei Fronten neben meinem trommelnden Bruder und habe die Polizisten angelächelt. Einige von ihnen haben zurückgelächelt. Demon17's Worten: [i]"Sie ist trotzdem aus meiner Sicht als verfassungsfeindliche Organisation einzustufen. Viele ihrer Mitglieder sind wegen Gewalttaten und Hetze vorbestraft. Ich bin sehr für Toleranz, doch sehr gegen die Abschaffung von Demokratie und Meinungsfreiheit. Diese wäre meiner Ansicht nach das zwangsläufige Resultat einer NPD geführten Bundesregierung."[/i] kann ich mich nur anschließen. Die Nazis üben sich im Moment auf eine sehr geschickte Weise in einem Populismus, der Ansichten proklamiert, die in breiten Teilen der Bevölkerung durchaus auf Zustimmung treffen; so z. B. die Ablehnung von Hartz IV im Besonderen und die zunehmende soziale Ungerechtigkeit im Allgemeinen. Doch wie sehr sie sich auch bemühen, sie können (und wollen es auch nicht wirklich) ihre Sympathie für die Ideologie der NSDAP verhehlen. Wie andere hier schon bemerkt haben, fällt ihr Werben auf fruchtbaren Boden. Meine Befürchtung ist, dass es noch viel mehr werden können, die die NPD als eine durchaus überdenkenswerte Alternative zu den gängigen Parteien betrachten könnten. Wenn Du, Vampirello nun schreibst: [i]"Sehe ich absolut kein Problem mit sie ihre Demonstration halten zulassen. [ ... ] So lange alles friedlich abläuft. Willst du oder besagter alter Mann ihnen ihre Meinung verbieten? Ich verprügel dich schliesslich auch nicht wenn du mir etwas sagst das mir nicht gefällt."[/i] dann stimmt mich das sehr besorgt, denn ich fürchte, dass viele so denken. Und so, wie nun eben mit Erlaubnis durch die zuständigen Trierer Gerichte geschehen, bekommen sie den den Raum, ihre ihre Sicht der Dinge und ihre Zukunftsvorstellungen dieses Land betreffend kundzutun. Ihnen ihre Meinung verbieten können wir nicht. Wir sind schließlich keine Gedankenpolizei. Aber was wir tun können, sollen, müssen... Wozu schreibe ich das? Du hättest verstanden, wenn Du auf der absolut gewaltfreien Kundgebung am Samstagmorgen (das Oberhaupt der evangelischen Kirche Trier sprach auch dort) an der Basilika diesen alten Widerstandskämpfer Peter Gingold sprechen gehört hättest. Was ihn bekümmerte, war die Perversion, dass Menschen, die die Demokratie abschaffen wollen, sich von ebendieser Demokratie (in Gestalt der Polizei) schützen lassen. Sie haben uns verhöhnt. Und mit uns all die Menschen, die ihre geistigen Ziehväter vor sechzig Jahre kaltblütig dem Tode übereigneten. |
| Black Moni | Um mal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Ich fühle mich für nichts schuldig, was im 2. WK passierte. Ich glaube auch nicht an eine "Erbsünde". Und ich bin mir sicher viele von uns hätten damals auch "mitgemacht", allein aus Angst um ihr eigenes Leben. Arbeite in einem Altenheim und einige der Leute erzählen dann schon mal (Angst, das falsche zu sagen, Kriegsdienstverweigerung gab es nicht, eine Bewohnerin hat ein Judenkind versteckt). Mein Resümee daraus: Wir haben heut gut reden. Nicht vergessen sollte man auch die sehr geschickte Massenpsychologie, Goebbels war (leider) auch ein sehr guter Rhetoriker. Viel wichtiger finde ich den Aspekt, der hier auch schon genannt wurde, nämlich Verantwortung dafür zu übernehmen, dass so etwas nicht mehr bei uns passieren kann. Das fängt für mich im Kleinen an. (Ich reagiere schon heftig wenn Witze über Randgruppen gemacht werden) Ich denke, wenn jeder in seinem Umfeld etwas achtsamer ist, zieht das irgendwann Kreise (meine Hoffnung). Hier mal ein Text von Konstantin Wecker (1993) der sehr gut ausdrückt, was ich meine: "SAGE NEIN! Wenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazi-Lieder johlen, über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen, wenn sie dann in lauten Tönen saufend ihrer Dummheit frönen, denn am Deutschen hinterm Tresen muß nun mal die Welt genesen, dann steh auf und misch dich ein: Sage nein! Meistens rückt dann ein Herr Wichtig die Geschichte wieder richtig, faselt von der Auschwitz-Lüge - leider kennt man´s zu Genüge- mach dich stark und bring dich ein, zeig es diesem dummen Schwein: Sage nein! Ob als Penner oder Sänger, Bänker oder Müßiggänger, ob als Priester oder Lehrer, Hausfrau oder Straßenkehrer, ob du sechs bist oder hundert- Sei nicht nur erschreckt, verwundert, tobe, zürne, bring dich ein: Sage nein! Und wenn aufgeblasne Herren dir galant den Weg versperren, ihre Blicke unter Lallen nur in deinen Ausschnitt fallen, wenn sie prahlen von der Alten, die sie sich zu Hause halten, denn das Weib ist nur was wert wie dereinst - an Heim und Herd, tritt nicht ein in der Verein: Sage nein! Und wenn sie in deiner Schule plötzlich lästern über Schwule, schwarze Kinder spüren lassen wie sie andre Rassen hassen, Lehrer, anstatt auszusterben, Deutschland wieder braun verfärben, hab dann keine Angst zu schrein: Sage nein! Ob als Penner oder Sänger, Bänker oder Müßiggänger, ob als Schüler oder Lehrer, Hausfrau oder Straßenkehrer, ob du sechs bist oder hundert - Sei nicht nur erschreckt, verwundert, tobe, zürne, rotze, motze, bring dich ein: Sage nein!" Elf Jahre alt alt und aktueller denn je. Glaube meine Meinung zu Nazis brauche ich wohl nicht näher zu erläutern. Wie gesagt, bin eher der Meinung, dass man im Kleinen anfangen muss, um Großes zu schaffen. Einfach das Bewußtsein der Mitmenschen schärfen durch immer wiederkehrende Sätze, wenn es sein muss. Durch Intoleranz wenn Randgruppen diffamiert werden. |
| Pelloquin | Auch wenn ich dem größten Teil Deines (Pallor) letzten Posts zustimme, Deine Abneigung gegen Neoliberalismus etc. teile... was Du hier geschrieben hast, ist für meinen Geschmack voll daneben: [QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i] [B] Leider fällt mir auf das in Deutschland gerade die Haftung an der Vergangenheit auffält, es wird nicht abstrahiert und vor allem alles viel zu persönlich genommen. Es geht imoment nicht um den nationalismus in Deutschland sondern um den Neoliberlalismus.[/b][/quote] Genau dieser Wunsch nach dem Abhaken der Geschichte ist doch Gegenstand des Protests im Eröffnungsbeitrag. Warum schreibst Du: [i]Leider[/i] fällt mir auf... Was soll [i]abstrahiert[/i] werden? Und was genau meinst Du mit: [center][i]"Es wird alles viel zu persönlich genommen."[/i][/center] |
| Pallor | Ich will bei Gott nicht den Nationalismus abhacken im Sinne von, wir legen ihn zur Seite und das wars. Sondern ich will einen Kritische Auseinander Setzung mit dieser Thematik, eingebettet aber in eine Auseinandersetzung mit fast allen Verbrechen an der Menschlichkeit. Wir nehmen den Nationalsozialismus als Deutsches Phaenomen war(das meine ich mit persönlich nehmen), aber es hätte genauso gut ein anderes Land treffen können. Wir sehen den Nationalsozialismus als eine Art Einzel Phänomen, eine Anormalie, die in irgend einer Art und weise ein Meilenstein(negativ) in der Menschheits Geschichte darstellt. Davon will ich mich lösen, es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewesen, und ich bin auch heute noch für Entschädigunsg Zahlungen, wie ich schon schrieb profitieren grosse Firmen immer noch von der Schuld vergangender Tage. ABER ich weigere mich es als Deutsch zu sehen und ich weigere mich es einzeln zu betrachten, damit will ich es nicht verharmlosen oder nichtig machen indem ich es gegen andere Verbrechen aufwiege. Sondern ich will eine kritische Haltung zu ALLEN negativen Taten herstellen, und so sollte man wenn man gegen Nazis auf die Strasse geht, keine Schilder hochhalten mit der aufschrift "Gegen Nazis" sondern Schilder "Für den Humanismus und mehr Menschlichkeit". Denn viele grosse Probleme der Menschlichkeit heutzutage aber auch damals beio den nazis, kammen nicht von den Nazis sondern von dem Rest der gesellschaft. Hitler wäre niemals an die Macht gekommen ohne der Rest der Bevölkerung. Und welche Verbrechen begeht heute die Bevölkerung? Auch wenn es noch Antisemitische Tendenzen und Ausländerfeindlichkeit gibt, begehen wir alle doch genausolche Verbrechen wie die Nazis. - Was werden wir unsern Kindern antworten, wenn sie uns fragen warum wir die Ozon Schicht vernichtet haben durch unseren Zügellosen Missbrauch der Umwelt?(Jeder der autofährt trägt dazu bei, jede Tüte im Supermark etc.) Das klingt nun nach Öko geschwafel, aber leider geben die Statistiken genau diesen Menschen recht. - Wie beuten wir die 3. Welt aus? Wo kommen unsere Kleider her? Wieso lassen wir es zu das immer mehr Menschen arm werden? Warum leben wenige Menschen immer dekadenter im Überfluss? - Wieso lassen wir jeden Tag einen Holocaust bei unsern Tieren zu? Nein ich bin kein Vegitarier, ich sehe die Zweckmässigkeit von Fleisch zum essen auch ein, ABER habt ihr euch die Tier Industrie einmal angesehen? Wo Tiere nur dafür leben gefressen zu werden? Woebi sie nicht einmal mehr würdig abgeschlachtet werden oder leben... selbst geboren werden sie nicht mit Ehre. - Wieso lassen wir es zu das Krieg im Namen der Wirtschaft geführt werden? Wo ist unser Einwand das wir Terror Regime unterstützen? ------------------------------------- Die Demos gegen diese Themen sind viel weniger Besucht als irgendwelche Antifa Demos... Und das glaube ich ist ein Indiz dafür da wir nicht lernen aus der Vergangenheit, wir sind gefangen durch eine Pseudo Moral, die sich abläht an 20000 Glatzen Faschos. Das hilft uns aber glaube ich nicht weiter, auf dem Weg zu einer besseren Welt. Denn zum Fascho wird man nicht geboren, sondern die Welt macht einen dazu. Und ihr antrieb ist geboren durch die Wiedersprüche unseres Systems! Pendark |
| Pelloquin | Ich bitte um Entschuldigung, Pollar/Pendark. Nun, da Du Deinen Standpunkt deutlicher dargelegt hast, verstehe ich, was Du meinst, und daran (so weit ich es denn auch richtig verstanden habe) habe ich nichts mehr auszusetzen. Mit am besten gefällt mir, dass Du (das schriebst Du aber auch schon in einem früheren Beitrag) nicht fragst, [i]wogegen[/i] wir sind, sondern [i]wofür[/i] wir sind. Folgender Absatz von Dir lag mir im ersten Moment schwer im Magen, aber dann begriff ich, was Du meinst... [i]"Die Demos gegen diese Themen (Umweltzerstörung, Ausbeutung der dritten Welt, Wirtschaftskriege) sind viel weniger Besucht als irgendwelche Antifa Demos... Und das glaube ich ist ein Indiz dafür da wir nicht lernen aus der Vergangenheit, wir sind gefangen durch eine Pseudo Moral, die sich ablädt an 20000 Glatzen Faschos. Das hilft uns aber glaube ich nicht weiter, auf dem Weg zu einer besseren Welt. [b]Denn zum Fascho wird man nicht geboren, sondern die Welt macht einen dazu. [/b]"[/i] Das ist eine wichtige Erkenntnis. Niemand wird als Faschist geboren. Er wird dazu gemacht. So geht es nicht darum, die Faschisten zu vernichten (wie einige Antifas lautstark gefordert hatten auf unserer Anti-Demo), sondern die Mißstände abzubauen, die sie hervorbringen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i] [B]Es geht imoment nicht um den nationalismus in Deutschland sondern um den Neoliberlalismus. ... Und dagegen kommen wir nur mit Alternativen an, den anscheined fehlt den Menschen durch eine abgekühlte, egoistische und Liberalistische Gesellschaft sehr viel, was sie sich durch Rechte wieder wünschen. Meistens ist es einfach nur eine Identität, und die Antifa ist nun mal leider nur ein Gegen. Es müsste aber ein gegen Programm geben und alternativen aufgezeigt werden.[/B][/QUOTE]Weise Worte. Ich denke auch, dass der beste Weg ist, [b]Alternativen zu leben. [/b] |
| Seena | Hallo erstmal....... Ich bin keine Deutsche (Österreicherin) und muss sagen, dass auch auf Österreich noch immer ein "Nazi"-Schatten liegt, den Hitler hinterlassen hat, was mich ziemlich aufregt. Es regt mich auf, dass es Ausländer gibt, die hier in diesem Land leben und die Bevölkerung aber als Nazis abstempeln. Wieso sind sie dann hier? Ich kann nur wiederholen: Erbsünde? Ist, meiner Meinung nach Unsinn - und auch ich bin der Meinung, dass man nur versuchen muss, sowas in Zukunft mit aller Kraft zu verhindern. Aber es ist natürlich auch schwierig: Wie schon jemand zuvor geschrieben hat: Muss man jedem Ausländer in den Arsch kriechen, damit man nicht gleich als Nazi betitelt wird?! Ich habe absolut nichts gegen Ausländer, Juden, Schwarze oder sonstige "Randgruppen" (wie ich dieses Wort allein schon hasse), aber ich finde, man sollte sich gegenseitig menschlich behandeln. Und wenn mich jemand nicht menschlich behandelt, dann ist es mir egal, ob er schwarz weiß, grün oder gelb ist - ich wehre mich automatisch! Die Regierung bei uns in Österreich ist ja auch ganz toll.....die FPÖ (eine eher "rechte" Partei), wurde vor einigen Jahren mit einer überwältigenden Mehrheit in die Regierung gewählt. Jörg Haider, der damalige Leiter der FPÖ ist ein verachtungswürdiges Arschloch. Aber: Er ist ein wahnsinnig guter Rethoriker, deswegen hat es mich wenig verwundert, dass ihn soviele gewählt hatten. Ehrlich gesagt: so sehr ich den Sinn dahinter auch verachte, ich höre seinen Reden zu. Und in manchen Dingen muss ich sagen, hat er recht. Dann entsetzt es mich wieder, wie unglaublich leicht die Menschen zu beeinflussen sind. Haider hat es sich gedreht wie es ihm gerade gepasst hat: Wenn er zum "einfachen Volk" gesprochen hat, hat er zu ihnen im Bierzelt mit Trachtenjacke und Lederhose gesprochen. Mussten irgendwelche "höheren Instanzen" überzeugt werden, traf man sich im Anzug mit Rose im Knopfloch. Er weiß einfach, wie er das rüberbringt, was er sagen will. Und das ist, denke ich, das Allerschlimmste. Solche Politiker, die auch noch an der Macht sitzen. Der normalsterbliche Kleinbürger (ist nicht abwertend gemeint) denkt nicht zweimal darüber nach, wenn er sowas hört - es gefällt ihm, was da gesagt wird, von einem "sicheren Österreich", er geht zur Wahl, macht sein Kreuzchen und denkt nicht darüber nach, welche Folgen es für das Land haben wird. Als damals die FPÖ wirklich zur Bundesregierung erklärt wurde, wurde Österreich mit Sanktionen geradezu bombadiert. Ob ich das gut finde oder nicht, weiß ich nicht. Ja, Vorbeugungsmaßnahmen okay, aber ich finde Österreich hat in den letzten Jahren mit der Aufnahme von wirklich SEHR vielen Ausländern/Asylanten guten Willen bewiesen. Es sind eben immer wieder die "alten" Vorurteile: Deutsche sind alle Nazis und die Österreicher gehören ja auch alles dazu. *seufz* Was wir dagegen tun können? Nachdenken, wen oder was wir wählen. Und doch, ich bin auch der Meinung: auf die Straße gehen und dem Unmut eine Stimme geben. Ohne Gewaltanwendung, so friedlich wie möglich. Wenn "anderen" die Meinungsäußerung gewährt ist, dann uns doch auch! Ein schwieriges Thema, mit dem man sich noch laaaaange auseinandersetzten könnte....jedenfalls hat mich dieser Thread sehr nachdenklich gemacht......danke, dafür. Lg Seena |
| ombre | Einzeln, und von ganz vorne. rainraven: [quote]Dieser riesige Block ohne Punkt und Komma (naja, fast) hört sich selber schon an wie eine Hetzrede.[/quote] Ich kann nicht erkennen, warum ein zusammenhängender Text hier mit einer Hetzrede verglichen werden muß. Das ist ausgemachter Blödsinn. Und mit der Interpunktion ist alles in Ordnung, glaube ich. [quote]Und zu guter Letzt weiß ich nicht, inwiefern meine Großväter daran beteiligt gewesen sind, (es interessiert mich auch nicht, da ich nicht ihr Vormund bin und damals gar nicht da war) aber ich schätze mal, sie haben auch nicht ganz freiwillig so gehandelt. Und es ist immer ein Unterschied, ob man dabeigewesen ist und sich direkt in dieser Situation gesehen hat und keine andere Wahl gehabt hat, so zu handeln, weil man sonst mit schlimmen Konsequenzen hätte rechnen müssen, oder ob man jetzt, im Nachhinein, darüber urteilt und sagt "Hätte man nur..."oder "Wie konntet Ihr das nur tun/zulassen?".[/quote] Aufmerksames Lesen kann in manchen Fällen durchaus immer noch hilfreich sein. Ich verwende kein einziges Mal einen Konjunktiv im Perfekt, vielmehr vermeide ich diese Form absichtlich, wie Du hier hättest ersehen können: „Fragen sollten wir uns, ob wir handeln würden, [B]und handeln würden sage ich absichtlich, und nicht gehandelt hätten[/B], fragen sollten wir uns das, mit einer sehr großen Eindringlichkeit, wir sollten uns fragen, ob es denn vielleicht nicht nur die ein wenig bemitleidenswerten, geisteskranken Deutschen der ersten zerrütteten Nachkriegsgeneration waren, die gemordet haben wie die Bluthunde, sondern ob das nicht auch rein zufällig unsere Großväter gewesen sein könnten, unsere Großväter, mit denen wir im Großen und Ganzen doch sehr zufrieden sind, zumindest, wenn der Brief mit der Weihnachtskarte und dem großen, bunten Geldschein ankommt.“ Ich stelle nicht diese rhetorischen Fragen, die Du mir unterstellt, da ich nicht der Meinung bin, daß das in irgendeiner Weise konstruktiv wäre. Ich stelle im Gegenteil fest, daß es geschehen ist, und ich stelle außerdem fest, daß sich eine Gleichgültigkeit gegenüber geschehenen Greueltaten ausbreitet, die ermöglicht, daß es wieder geschieht. neptunia: Mir scheint, Du hast in den Nebelpfaden gelesen. ;-) Ansonsten stimme ich Dir voll und ganz zu. Leider schien das aus dem obigen Text nicht ersichtlich zu sein. Zombie: [quote]Lasst die Vergangenheit ruhen... ich spreche nicht von Vergessen oder Verdrängen, sondern einfach ruhen lassen.[/quote] [quote]Jetzt geht es darum die Fehler nicht zu wiederholen.[/quote] [quote]Eine Abrechnung... mit wem willst du abrechnen, mit all jenen die es sich anmassen die zum x-ten mal Vorgebrachten Vorwürfe nicht mit angemessenem Entsetzen zu würdigen?[/quote] Ich möchte nicht mit Personen abrechnen, die Vorwürfe, den zweiten Weltkrieg betreffend, nicht zu würdigen wissen, da es hier ohnehin unglaubhaft und dumm wäre, jemandem Vorwürfe zu machen für etwas, an dem er persönlich nicht beteiligt war, und das dürfte die Mehrzahl hier sein. [B]Es war nicht meine Intention, Vorwürfe oder Anschuldigungen betreffs einer Erbschuld vorzubringen.[/B] Der Titel „Abrechnung“ bezieht sich nicht auf eine abstruse „Schuld“ der Nachkommen derjenigen, die im dritten Reich gelebt haben, er ist vielmehr an die Personen gerichtet, die dem damals Geschehenen [i]heute[/i] völlig gleichgültig gegenüberstehen. Und zwar nicht aus dem Grund, daß etwas wieder gutzumachen wäre, oder weil ich an einer so unendlichen Langeweile leide, daß ich mich auf eine perverse Art an den Grausamkeiten der Vergangenheit befriedigen müßte, sondern, weil die, denen die Vergangenheit gleichgültig ist, meistens auch keine große Schwierigkeit damit haben, die Augen vor der Gegenwart zu verschließen. Mayane: [quote]Ich werde jetzt nicht sagen, dass es manchmal leichterist, sich über vergangenes Leid aufzuregen als über Gegenwärtiges, weil man bei gegenwärtigem dann aiuch überlegen müsste, was man degegen tut, weil das wahrscheinlich ungerechtfertigt und unfair wäre.[/quote] [quote][i]Original geschrieben von ombre[/i] (...)Und zwar nicht aus dem Grund, daß etwas wieder gutzumachen wäre, oder weil ich an einer so unendlichen Langeweile leide, daß ich mich auf eine perverse Art an den Grausamkeiten der Vergangenheit befriedigen müßte, sondern, weil die, denen die Vergangenheit gleichgültig ist, meistens auch keine große Schwierigkeit damit haben, die Augen vor der Gegenwart zu verschließen.[/quote] [quote]Abgesehen davon ist es völlig sinnlos, sich zu fragen wie man sich slebst verhalten würde, weil sich kaum einer von uns vorstellen kann, wie es ist, in einer Diktatur zu leben, in der einen selbst eine Aussage wie "Und wir verlieren den Krieg ja doch" ind KZ bringen kann (ist meiner Großtante passiert). Im sicheren Sessel einer Demokratie, wo die Äußerung der eigenen Meinung in quasi keinem Fall gefährlich für Leib und Leben ist, ist es immer einfach zu sagen "Ich hätte aber....". Was von dem allen dann wirklich stimmt, ist eine ganz andere Frage, weil sich glaube ich kaum jemand vorstellen kann, was die Angst um das eigen Leben oder das der Familie mit einem anstellt.[/quote] Nein, es ist nicht sinnlos, sich das zu fragen, ganz gleich für wie sicher Du unsere demokratisches Sofa erachtest. Ein Handeln setzt meistens ein Reflektieren über das zu Tuende voraus. Wenn das Nachdenken ausbleibt, erfolgt erst recht kein Handeln. Der Satz „Wir sollten uns fragen, wie wir handeln würden“, beinhaltet genau das, was Du in Deinem nächsten Abschnitt schreibst. Wer nicht fragt, handelt nicht. Pallor: Nachdem ich alle Deine Postings gelesen habe, und Du Deinen Standpunkt ausführlich dargelegt hast, verstehe ich auch, was Du mit Deinem ersten Beitrag sagen wolltest. Ich finde das alles gut und richtig, was Du schreibst, und eine sehr vernünftige Einstellung. Aber eines finde ich doch sehr komisch, und das bezieht sich nun nicht speziell auf Deine Person. Wenn man den Posts in diesem Thread eine gemeinsame Aussage geben könnte, so würde sie lauten: [i]Nerv’ uns nicht mit der Vergangenheit, sondern handle heute.[i] Ich finde diese Reaktion insofern ein wenig ärgerlich, als daß es eben der erste Teil dieses Satzes ist, den ich im Ausgangstext anprangere, und zwar nur aus dem Grund, da der zweite Teil des Satzes nicht ohne ein Reflektieren verwirklicht wird. Vampirello/ Neonazis und Gegendemonstranten: [quote]Sehe ich absolut kein Problem mit sie ihre Demonstration halten zulassen. Du weisst übrigens auch das ein "maschieren" bei solchen Demos verboten ist, oder? So lange alles friedlich abläuft. Willst du oder besagter alter Mann ihnen ihre Meinung verbieten? Ich verprügel dich schliesslich auch nicht wenn du mir etwas sagst das mir nicht gefällt.[/quote] Wenn Vereinigungen, zu deren Hauptintentionen es gehört, die Demokratie abzuschaffen, genau die Rechte dieser Demokratie nutzen, um geschützt demonstrieren zu können, dann ist das sehr wohl ein Problem. Man sollte an dieser Stelle nicht aus einer demokratischen Laune heraus plötzlich in eine Welle des Mitgefühls für Neonazis verfallen. Es ist ohnehin ein perfider Widerspruch, antidemokratische Absichten mit demokratischen Mitteln zu unterstützen. Pelloquin: Du hast wohl am besten verstanden, was ich eigentlich sagen wollte, da unsere Ansichten hier sehr nahe beieinander liegen, wie ich glaube. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i] [B] Ich seh das nicht so. Was bitte sollte man denn als Deutscher der heutigen Generationen tun, um sich angesichts des Geschehenen "richtig" oder "angemessen" zu verhalten?[/B][/QUOTE] Eine durchaus angemessene Frage angesichts des hundertundersten Holocaust-Mahnmals, das Architekten reich macht, aber ansonsten keinen für mich nachvollziehbaren Effekt erzielt. Geschichtliches Bewusstsein sollte (so objektiv wie möglich, so subjektiv wie nötig) über die Schule und - später - über die Medien manifestiert werden. Leider wird zu wenig wahrgenommen, welcher Wandel in den Köpfen und Herzen der Deutschen nach dem Krieg stattgefunden hat. So verkommt die Holocaust-Thematik zum Goldenen Kalb, um das die wahrhaft ewig Gestrigen noch hundert Jahre bipolar tanzen werden. Es ist richtig, dass Deutschland verantwortlich hinsichtlich seiner Geschichte handelt. Das tut es im übrigen tatsächlich, auch wenn es schwerfallen mag, dies zu akzeptieren. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B] Ich denke auch, dass der beste Weg ist, [b]Alternativen zu leben. [/b] [/B][/QUOTE] Alternativen. Das höre ich oft. Aber worin bestehen die nochmal? |
| Pallor | Ich sage nicht "Ieh du nervst mich mit der Vergangenheit, und handle heute". Meine Äusserungen kann man als: "Studiere die Vergangenheit, lerne aus ihr, ABER verfange dich nicht in ihr und versuche kein Ereigniss als Übergewichtig zu representieren, -> Handle mit dem Wissen über deine Vergangenheit heute" Effektive Arten der Beweltigung halte ich für sinniger als z.b. unsere Gedenktage Stätten etc.. Wie wären entschädigungs Zahlungen? Villeicht sagen dir die Worte "Anti Deutsche" etwas, speziel diese Aussrichtung der Vergangenheits Auswertung führt dazu das sie Verbrechen legitimieren(Siehe Israel) die aus den Verbrechen Deutschlands entstanden sind. Genau vor solchen Dinge will ich hier warnen, wir müssen versuchen, auch noch andere Dinge im Hinterkopf der GEschichte zu behalten. Wer weiss jetzt noch was in Tibet geschehen ist? Dieses Thema kennt wircklich nur noch eine minderheit hier in Deutschland, mach auf diese Geschichte genauso aufmerksam. Übrigens hat damals Deutschland NICHTS gemacht! Pallor |
| Ver-rückt? | hmm.... Zunächsteinmal will ich mich zum verbieten der NDP etc. äußern. Naja, sicher, diese "Parteien" die eigentlich keine sind, da sie ja meist keine Demokratie wollen, gehören verboten. Aber was würde das verbieten bringen? Ist nicht auch ein großer Reiz im Verbotenen, besonders wenn man es dem Verbietenden "zeigen" will, weil man auf ihn sauer ist? Würde das das ganze nicht vieleicht schlimmer machen und diese Organisatzionen im Untergrund arbeiten lassen, wo man sie nichtmehr fassen kann? Darüber sollte man nachdenken, wenn man sagt, das diese Parteien verboten gehören. Zu unserem "Erbe" als deutsche. Sicher, das was damals passiert ist, war falsch, total falsch. Und es darf NIE WIEDER passieren. Aber streuen wir deutschen uns nicht genug Salz in diese Wunde, damit sie nie verheilen kann?!? Ich finde, wir sollten dem gedenken, es uns in die Köpfe rufen, damit wir einen solchen Fehler nie wieder machen, aber wir sollen es nicht übertreiben und den Schwanz einziehen und uns in den Dreck werfen sobald das Wort darauf kommt. KEIN anderes Land ist so extrem kritisch mit seiner Vergangenheit wie Deutschland. Wird in Amerika noch darüber geredet, wieviele Indianer oder schwarze sie umgebracht haben? Wie viele Leute sie auch in jüngster Geschichte getötet haben? Wer kümmert sich heute noch über die Teilweise fast schon genauso schlimme Vergangenheit anderer Länder? Fast niemand. Und ich behaubte, das das deswegen ist, weil man ihnen zu dieser Zeit nicht den nötigen einhalt gewärt, den Denkzettel verpasst hat. Ich mag keine NDP und ähnliche. Aber was mache ich dagegen? Ich ignoriere sie nicht, das wäre nicht richtig. Aber was sollten wir aus der Geschichte von Gandhi oder Martin Luher King gelernt haben? Friedliche, gewaltloße Aktionen. Denkt euch was aus, seid kreativ und demonstriert Friedlich gegen sie. So, ich habe jetzt sicher etwas vergessen, aber ich mache jetzt trotzdem schluss. Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich geäusert. [Edit] Was auch eine Möglichkeit wäre: anstatt einen christlichen feiertag zu streichen und durch einen Muslimischen zu ersetzten könnte man doch einen "Anti-Hitler-Regime" Feiertag machen. An dem das Volk Jahr für Jahr daran erinnert wird. Das man an diesem Tag mal über dieses Verbrechen aufgeklärt wird. Wenn man sowas ernsthaft umsetzen würde wäre das auch etwas, was "nazis" entgegenwirkt. |
| Pallor | 1. Der Feiertag für Muslime geschieht nicht, weil wir uns Salz in die Wunde streuen, sondern die Muslime bestandteil einer Demokratie sind. In dieser Demokratie haben sie anrecht, je nach ihrer Anzahl, ebenfalls Dinge mitzubestimmen. Es wäre undemokratisch wenn wir den Islamischen Mitbürgern einen feiertag vorbehalten, wobei die Christen 7 haben und dabei immer mehr Mitglieder verlieren. 2. Ein Verbot gegen die NPD hätte ein Meilenstein in der Bekämpfung Illegaler Struckturen bewirkt, sowie die Einschüchterung eben dieser Subjekte. Im Milieu wird gerade dieses Scheitern als Triumpf empfungen, in der heutigen Taz ist zu lesen "In der NPD/freien Kameradschaften ist eine Stimmung entstanden, als würde die Machtübernahme nächstes Jahr bevorstehen". Die NPD radikalisierte gerade nach dem Scheitern, rief zu einer grossen Rechten Koalition auf mit der DVU und holte sich Rechtsradikale Anführer eben dieser Kameradschaften. Es ging bei dem Verbot nicht darum, das man damit jedweden Rechtsextremismus abschaft, sondern ihn Handlungsunfähig macht. Wieso darf solch eine Partei ihren Wahlkampf mit Steuergeldern finanzieren? Dies wäre ein sehr gutes Symbol gewesen, um zu demonstrieren das die Demokratische Mitte wiederstandsfähig gegen Rechte ist. Das Verbot zeigt aber nicht die Stärke der Rechten sondern gerade das Scheitern der Demokratischen Struckturen in Deutschland. Pendark |
| ombre | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i] [B]Meine Äusserungen kann man als: "Studiere die Vergangenheit, lerne aus ihr, ABER verfange dich nicht in ihr und versuche kein Ereigniss als Übergewichtig zu representieren, -> Handle mit dem Wissen über deine Vergangenheit heute"[/B][/quote] Das beißt sich ganz gewaltig mit der Forderung nach den "Handlungen im Kleinen." Es ist bei weitem keine übertriebene Gewichtung eines Ereignisses geschehen, wenn wenn man auffordert, keine Gleichgültigkeit ihm gegenüber aufkommen zu lassen. Vielmehr ist eine allgemeine Untergewichtung aller anderen Ereignisse dieser Art vorhanden, was dazu führt, daß jedes Herausgreifen eines bestimmten zu einer riesigen Empörung ob der Vernachlässigung der anderen führt. |
| Ver-rückt? | @Pallor Ich habe nicht gesagt, das der Feiertag der Muslime geschiet, weil wir uns Salz in unsere Wunde streuen. Und: Nunja, von mir aus könnte man nach dem prozentualen Anteil der Glaubensgemeinschaften die Feiertage verteilen. Aber fände ich es gescheiter einfach DEUTSCHE feiertage einzuführen. Denn die betreffen jeden Deutschen, egal welcher Religion. Wie willst du die NPD handlungsunfähig machen, indem du sie verbietest? Sicher, so wie jetzt könnte er nichtmehr handeln, er müsste anders handeln. Die Frage ist nur, ob das dann besser wäre... |
| bItbreaker | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ver-rückt? [/i] [B] Was auch eine Möglichkeit wäre: anstatt einen christlichen feiertag zu streichen und durch einen Muslimischen zu ersetzten könnte man doch einen "Anti-Hitler-Regime" Feiertag machen. An dem das Volk Jahr für Jahr daran erinnert wird. Das man an diesem Tag mal über dieses Verbrechen aufgeklärt wird. Wenn man sowas ernsthaft umsetzen würde wäre das auch etwas, was "nazis" entgegenwirkt. [/B][/QUOTE] in der DDR gab es das schon. Am 8. Mai - letzter Kriegstag |
| Pallor | Verückt: Ich bin als Mensch ganz deiner Meinung, und halte selbst nicht viel von Religion, wir sollten viel mehr Freie Zeit haben und am besten noch viel mehr Staatliche Freie Tage! ;) Aber ich bin auch Basis Demokrat, wenn eine grosse Masse im Volk noch nicht bereit ist auf ihren Gott zu verzichten, darf ich als Minderheit sie nicht unterdrücken.(Natürlich nur solange sie niemanden seine Menschenrechte streitig machen... solange wir aber nur das Opferfest feiern, dürfte es wohl nicht sein) Ich fand nur bei dir klang etwas an, das sehr viele Menschen in Deutschland empfinden:"Wir müssen den Ausländern in den Hintern kriechen, wegen dem nationalsozialismus", ich wollte nur klar stellen das das nichts miteinander zu tun hat aus meiner Sicht. Falls du es nicht so meintest habe ich es wohl falsch gedeutet. ---------------------------------- Ich mache die NPD handlungs unfähiger indem ich ihr keine Steuergelder mehr zuführe, ich treffen von ihr verbiete und ausserdem Deutschlandweit das Zeichen setzten das Rechte keine Change hier in Deutschland haben. Ausserdem würde ich natürlich eine grosse Kampagne starten, in der sich explizit mit Rechten Gedanken und behauptungen auseinander gesetzt wird. Und entlich dieses schreckliche Vorurteil von den dummen Rechten, die man nur etwas mit Liebe und Guten Willen besiegen kann, aufgeräumt. Z.b. waren unsere Lehrer fast machtlos und ohnmächtig gegen "zivilisierte" Reden von einem Rechten Ideologen. Pendark |