| Lilliane | ... |
| Xern | Bei einem großen Teil der Menschen die ich kenne, muss ich dir leider in vielen Punkten Recht geben. Viele Menschen geben leichtfertig Versprechen, suchen nur ihren eigenen Vorteil oder nutzen andere, wenn auch meist unbewusst, aus. Letztendlich bin auch ich nicht frei von solchen Wesenszügen...es liegt wohl irgendwo "in der Natur des Menschen" sich auf Kosten anderer einen Vorteil zu verschaffen. Gerade im heutigen, erfolgsorientierten Berufsleben ist das aber leider auch ein Charakterzug welcher sich durchsetzt und als vorteilhaft erweist. Allerdings gibt es auch andere Menschen bzw. eine andere Seite bei den meisten Menschen...das Problem ist einfach, dass viele diese andere Seite sehr gut verstecken. Diese Seite macht einen im Beruf o.ä. einfach sehr "verwundbar"...(Mobbing u.ä.) Andere haben diese Seite durch ständiges leugnen ihrer Existenz schon fast vernichtet...und kennen diese Seite an sich selbst nicht mehr... |
| Creanna | @Lilliane das was du ansprichst ist mir auch schon aufgefallen. mir geht es da ähnlich, dass man Leute kennenlernt die man irgendwie mag und versucht enie Freundschaft aufzubauen. Und dann, melden oder reden diese leute von einem Tag auf den anderen nicht mehr mit einem ohne das man sich da eines vergehens schuldig wüsste. ich mag sowas überhaupt nicht, ichmeine man kann doch wenigstens andeuten das etwas nicht stimmt -aber so ohne erkennbaren Grund für den anderen - totale Scheiße. daher habe ich z.b. nur zwei Freundinnen deneni ch wirklich alles anvertrauen kann und die mich auch verstehen und vorallem akzeptieren und nicht verurteilen. Sie sehen mich als Mensch und das ist für mich ein sehr wertvolles und großes Geschenk. Ich glaube nicht, dass du dein Lebenlang solche "schwarzen Schafe" treffen wirst, wenn du bereit bist aus deinen Fehlern zu lernen und die AUgen offen zu halten. Das ist total schwer, ich weiß es auch. Aber du erkennst solche Menschen meistens sehr schnell, wenn du dich länger mit ihnen unterhältst. DIe Art wie sie mit dir umgehen, über was sie reden und wie sie sich in der Gruppe bzw. allein verhalten. Wenn du dieses Problem schon mit deinen Eltern hast (was ich sehr gut nachvollziehen kann - nichts ist schlimmer als der bittere Geschmack eines nicht eingehaltenes Versprechen), dann denk in einer ruhigen Minute einfach mal darüber nach. Lass die Gedanken schweifen und erinnere dich wie eure Beziehung war, ist. woran das liegt, was für dich knackpunkte waren, warum wares es Knackpunkte? warum glaubst du halten deine Eltern nicht was sie sagen? Wollen sie es nicht halten? Sind sie unfähig es zu halten etc. Das kann man jetzt endlos weiterspinnen. versuche jedenfalls dich zu öffnen (gott klingt ja nach einem schlimmen eso-trip) und 100% ehrlich zu dir zu sein. Setzt dich mit deiner Seele an einem Tisch (wie das geht musst du allein herausfinden, dass kann dir niemand sagen - aber es ist nicht schwer ;)) und rede offen und ehrlich mit ihr. es ist nicht immer schön was dabei herauskommt, aber du wirst allein die Fragen auf deine Antworten finden, wenn du es zuläßt. so, jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben und geqautscht. hoffe es bringt dir etwas :) Crea |
| Lilliane | ... |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Ein gebranntes Kind scheut....[/QUOTE] Du erinnerst in deinen Ausführungen stark an meine eigene Biografie. Doch wie du schon unter einem andern Thema angedeutet hast: Es bringt nichts, sich dahinter zu verstecken. Für den Kampf, den du täglich hast, gibt es keine Anerkennung. Du selbst bist der Lohn und die Gewissheit anders zu sein. Das gebrannte Kind gilt nicht. Das ist kein Argument. Am besten, du trittst aus diesem Schatten und riskierst, dein Gesicht zu zeigen. Offenheit ist manchmal das beste, was du einem Freund geben kannst, wenn es denn ein Freund ist. Blöderweise weiß man das immer hinterher. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt. ;) |
| Lilliane | ... |
| Mondsilbertaufe | Und du tust es wieder. Du sagst, du wärst ein gebranntes Kind. Damit implizierst du den anderen Mitleid für dich zu empfinden und Verantwortung für deine schlechten Erfahrungen zu übernehmen und andererseits hält dieser Satz als Entschuldigung für dein Handeln hin. Streich ihn dir aus deinem Wortschatz! |
| Montrose | Je mehr man von jemandem erwartet, desto größer ist die Gefahr, enttäuscht zu werden. Wahrscheinlich muß man Leute, denen man mehr vertrauen will, sorgfältiger aussuchen. Daß mir jeder x-Beliebige sogleich um den Hals fällt und mir ewige Treue schwört, wäre wohl ein bißchen viel verlangt. Leute, mit denen man sich auf einer tieferen Ebene versteht, sind halt selten. |
| illuminat | [quote]Kann man dann nicht einfach was sagen? Und solche, ich sag mal Kleinigkeiten, geschehen immer...Die Leute ziehe sich lieber zurück, als zu sagen, dass sie etwas nicht so gemeint haben.[/quote] Sei mal ehrlich zu dir selbst: Hast du nicht irgendwann auch schonmal so gehandelt? Und selbst, wenn du jemandem doch immer sagst, was du denkst, bringt es nicht halb so viel, als wenn du ihm auch noch sagst, warum du so denkst. Denn vielleicht ist der Grund ja doch wieder wo anders und derjenige der am Ende das Opfer zu sein scheint, ist mitunter sogar der Täter. Das heißt jetzt um gotteswillen nicht, dass du selbst schuld bist, wenn du keine Freunde findest, aber verstehe das Handeln deiner Mitmenschen und du verstehst dich selbst. Ich hasste meinen Vater für all die Gewalt die er mir antat, für all die Verbote die ich von ihm erhielt. Alles ohne ersichtlichen Grund und ohne Möglichkeit es zu verhindern. Nun ist er geschieden, meine Mutter hielt ihn nicht mehr aus und auch ich zog kurze Zeit später von zu Hause aus. Nun sitzt er mit meinem Bruder da und weiß nicht, was er machen soll. Eine einsame verlassene Seele die die Lösung oft in Aggression suchte und endlich gemerkt hat, dass etwas falsch gelaufen ist. Jetzt fragt er alle um sich herum endlich nach einem warum und sieht, dass er oft selbst der Auslöser ist. Er hat mich sogar gefragt, ob er in seiner Vaterrolle versagt hätte. Aber ich konnte ihm nicht zustimmen, denn nur durch sein Fehlverhalten konnte mir klarwerden, wie man mit Menschen umgeht. Ich liebe ihn dafür, dass ich so viel von ihm lernen konnte. Meine Mutter hingegen ist noch immer starrköpfig, sie meint sie könnte sich jetzt all das wiederholen, was sie in den letzten Jahren blind in diese nicht funktionierende Beziehung gesteckt hat, nur weil es irgendwelche Paragpraphen erlauben. Auch daraus habe ich viel gelernt über Gerechtigkeit und die enorme Wichtigkeit von Problemlösung statt Verdrängung. Menschen dessen Umfeld du nicht täglich mitbekommst kannst du nur nie so gut analysieren wie deine eigene Familie, deshalb solltest du auch deine Eltern ehren für all die Erfahrung die du aus ihrem Verhalten gezogen hast. Aus meinen Eltern lässt sich vielleicht erkennen, wie unterschiedlich doch beide Seiten sind, und welche Seite jetzt besser da steht. Meine Mutter sucht die Antwort in Alkohol, Internet, und Geld Beschaffung nach Paragraphen, mein Vater in sich selbst... Auf Dauer können wir nur mit Menschen zurechtkommen, die einsichtig sind. Finde solche Menschen und lerne mit ihnen gemeinsam aus dem Leben. Irgendwann schaffst du es vielleicht, auch anderen diese Einsicht zu bringen und du schaffst damit menschliche Menschen. P.S. Wenn ich das nächste mal meinen Vater besuche, werde ich es ihm so auch persönlich sagen. Man sollte die Aufrichtigkeit und den Mut finden, zu sagen was man denkt, ohne verletzend zu wirken. So schafft man Glück und Zufriedenheit. |
| Lilliane | ... |
| Lilliane | ... |