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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Hat unser essen noch einen Wert?
japanfreakBei uns in der Schweiz gibts es zwei grosse Lebensmittel u.Ä. Handelsketten:
Migro und Coop

nun...migro hat schon seit langer zeit eine Reihe von Produkten die billiger sind(auch schlechtere qualität) und jetzt hat coop diese strategie nachgemacht und auch so eine Linie entworfen...
Jedoch hat mMigro gesagt das sie immer weiter runter gehen werden um immer(!) die billigsten zu sein...

Nun Frage ich euch...hat unser essen überhaupt noch einen WErt?
es ist das wichtigste(ausser wasser) das man kaufen kann...
und die meisten leute geben mehr geld für benzin als für essen aus!
ICh sehe immer mehr leute die nur noch mit "billig"-waren herumrennen...
der prozentsatz am geld fürs essen sinkt weiter und weiter...und die leute beschweren sich über den preis.

Die grossen HAndelsketten gehen mit den preisen runter..auf kosten der angestellten!

Wie viel ist euch euer essen wert?
Wo kauft ihr ein und Warum?

wegen dem preis?

gehen die kleinen läden nicht langsam unter?
werden die bauern nicht immer mehr abgezockt ?
werden wir immer mehr chemie essen für mehr geschmack und weniger qualität?


vielleicht sehe ich das ein bisschen extrem da meine eltern einen kleinen lebensmittelladen haben...
wie seht ihr das?
autumnnightvielleicht macht die migros das, weil sich nicht alle immer ein essen von der gourmessa leisten können? oder von der feinschmeckertheke beim globus?
S!nn1RHallo japanfreak,
Hi Leuts,


Tjaa gute Frage,

Nun ich kaufe meist im Kaufland (so ne art Globus) weil das gleich bei mir um die Ecke ist.
Ich glaube sehr viele Menschen (auch ich) verlassen sich in dieser Hinsicht auf den Verbraucherschutz.

Wenn ich z.B. nun 2 verschiedene Arten von Kartoffeln zur Auswahl habe, und sehe kaum einen Qualitätsunterschied, kaufe ich freilich die Billigeren.

Das nun diese evtl. eingeflogen werden, und ich mit diesem Einkauf sozusagen unsere Bauern benachteilige, darüber denke ich in diesem Moment nicht nach.

Der gesamte Einkauf denk ich würde sich aber auch als äußerst schwierig erweisen, wenn ich bei allem Lebensmitteln Nachforschen müsste woher nun dieses Essen kommt und ob die Art der Verarbeitung für mich noch Ethisch vertretbar ist.

Von vorne herein nun z.B. zum Ökobauern zu gehen ist natürlich vieel zu teuer.

Nicht schlecht finde ich das in manchen Märkten an den Artikeln mit schildchen auf eine Regionale Herkunft hingewiesen wird.

Ich entscheide mich beim Einkauf auch meist für ein Billiges Produkt. Ich denke halt beim Einkauf Primär an meinen kleinen Geldbeutel. auch wenns sicher nicht allzu richtig ist

Bei vielen Artikeln heisst ja auch nicht immer das billiger = mindere Qualität bedeutet.


Lieben Gruß

S!nn1R
BlackDragon[QUOTE]es ist das wichtigste(ausser wasser) das man kaufen kann...[/QUOTE]
Und genau deshalb ist es doch gut, wenn es billig ist!
Oder wäre es dir lieber, wenn du pro Kopf und Woche 200 Euro ausgeben müsstest?

Jetzt müssen wir nur noch die Mieten künstlich auf ein absolutes Minimum senken und wir haben angenehme DDR-Verhältnisse... :D
AngelOfDiseaseDas Problemen bei solchen Preistreiberreien ist ja , dass darunter nicht der verbraucher und auch nicht der verkäufer leidet , sondern der Produzent. Der ständige Druck durch den markt lastet sehr auf vielen betrieben , besonders im Landwirtschaftlichen Bereich. Kleinere Betriebe zerbrechen daran , weil sie nicht mit dem Preis runter KÖNNEN.

Das ist das traurige daran.Produzenten im billigen Ausland werden klar bevorzugt.
ange gardienNatürlich ist es auf den ersten Blick schön, wenn Lebensmittel billig sind, aber den wahren Preis für billige Lebensmittel zahlen wie nicht an der Ladenkasse sondern woanders... der moderne Mensch ist doch großteils zum Müllschlucker geworden.
Sägemehl im Fruchtjoghurt, Gurkenfleisch als Fruchtfleischimitat im Orangensaft, überall nur noch künstliche Aromen und Geschmacksverstärker usw.

Früher gaben die privaten Haushalte einen Großteil ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Heute kommt man, wenn man sich mal nur auf Grundnahrungsmittel beschränkt, mit einem Bruchteil seines Einkommens über die Runden.
Noch nie waren Lebensmittel so billig - und noch nie war die Bevölkerung im Durschnitt so fett wie in unserer Zeit ( okay, hat nicht NUR was mit niedrigen Preisen zu tun).
Kinder mögen kein Obst mehr, weil sie die künstlichen Aromen aus Joghurts usw. gewohnt sind und immer mehr Leute sind gegen alles mögliche allergisch.

Hauptverantwortlich für Artensterben, Gewässerverschmutzung und die Belastung der Böden in Deutschland ist nicht die Industrie sondern die Landwirtschaft - weil die Bauern gezwungen werden sehr intensiv zu wirtschaften, wenn sie überleben wollen.

Dazu kommt das die niedrigen Ladenpreise ja nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit gemacht werden, sondern Ergebnis eines knallharten Verdrängungswettbewerbs sind.

Zu teure Lebensmittel sind nichts - aber man sieht ja was passiert wenn etwas zu billig verkauft wird: Kaum einer macht sich mehr große Gedanken darüber.

Mir wäre da irgendwas in der Mitte lieber.
Sanna I.S.P.naja, also mal nicht den teufel an die wand malen; es stimmt zwar, dass besonders in der lebensmittelproduktion ein erbitterter konkurrenzkampf oft über sein oder nicht sein bestimmt, jedoch alles zu verteufeln, was billig, künstlich etc. ist, ist schlichtweg hysterie.

viele dieser billigst- bzw. diskontproduktlinien, die sich heute in den regalen häufen, haben eigentlich einen größeren relativen wert, als die teureren produkte gleichen typs; das kommt davon, dass diese billiglinien sehr oft von den bekannten markenproduzenten produziert werden, um "restbestände", die sich für die hausmarke nicht mehr zur abfüllung lohnen trotzdem noch verkaufen zu können, um mit dem verfügbaren rohstoff, der ansonsten weggeworfen werden würde, noch ein bisschen gewinn zu erwirtschaften. aber diese produkte sind eigentlich nicht schlechter was die qualität betrifft.
dass diese natürlich damit rechnen, und dies in den ausgaben einkalkulieren, ist klar.

zum thema bauern & preispolitik:
da liegt der eigentliche hund vergraben; zb. was milchpreise betrifft, ist mir bekannt, dass die großen molkereien die milchbauern (von denen sie die milch abnehmen) sehr gering bezahlen, aber trotzdem die milchpreise nicht gerade niedriger werden :rolleyes:.

trotzdem ist es zumindest hier in österreich oft der fall, dass sich bauern anderweitig zu helfen wissen.
viele nutzen geschickt die, durch seuchenalarm und katastrophenszenarios ausgelöste angst der endverbraucher vor ungenießbarem fleisch, eiern, oder mit pestiziden verseuchtem gemüse und obst aus, um eine kleine nische für sich zu gewinnen, und das mit erfolg. gemüse, auch fleisch etc. werden hier häufig am hof von den bauern selbst verkauft - ohne zwischenhändler oder große ladenketten - die preise sind auf jeden fall erschwinglich (auch für kleinere geldbeutel) und man weiß, von wo die nahrungsmittel stammen.

das schafft zwar viele probleme der städtischen gebiete nicht aus der welt, zeigt aber vielleicht zumindest, dass nicht alles so schlecht ist, wie man meint, hört, oder liest.
(es gehört eben auch zum menschsein dazu, sich zu beschweren, und zu klagen - für die bauern ebenso, wie für die konsumenten, der die supermarktketten - auch wenn manches davon wohl eher authentisch ist, als anderes ;))
GruftBus.deHi,

also beim Supermarkt mit dem A vorne und I hinten ist die Qualitaet der Waren meist recht gut. Ausnahmen gibt es natuerlich immer. Z.B. sind dort die Champignons *immer* top, waehrend gleiche Ware zum gleichen Preis z.B. bei Marktkauf schlechter ist (aber noch gut).

Ausserdem meine ich, dass der Wert des Essens hauptsaechlich dadurch bestimmt wird, was man draus macht. Wenn man (wie ich frueher) zu 100% fertiges Essen zu sich nimmt braucht man sich ueber nichts zu wundern. Mit Farbstoffen und allerlei anderen Chemikalien werden z.B. Erbsen schoen gruen gehalten, weil der Kunde es nicht peilt, dass eingefrorene Erbsen eigentlich blasser sind usw. Man weiss einfach nicht, was drin steckt.

Seitdem ich mein Essen zu 75% selbst koche, bin ich jedenfalls informierter. OK. ich weiss nicht, ob Menschen beim Champignons-Zuechten in China ausgebeutet werden, ob Fabrikarbeiter in meine Milch pissen (gabs mal in den Nachrichten vor ein paar Jahren in China) oder ob Freiland-Eier wirklich den Namen verdienen, aber man isst und lebt bewusster - und vor allem gesuender. Allein durch die veraenderte Nahrungsaufnahme kann man abnehmen. Sport hilft natuerlich auch ungemein :) Und ich finde, das ist der eigentliche Wert des Essens, nicht bloss der Preis, den man zahlt.
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von S!nn1R [/i]
Nun ich kaufe meist im Kaufland (so ne art Globus) ist.
[/QUOTE]

kaufland BRD ist nicht gleich globus CH..
die lebensmittel beim globus kosten noch etwas mehr als die lebensmittel bei karstadt..
und kaufland würde ich mit den 'normalpreisigen' supermärkten gleichsetzen.. kaufland.. wal-mart.. marktkauf.. ist in etwa das selbe.. aber globus steht definitiv darüber..

und ich sehe nicht ein, weshalb ich für kartoffeln, die bei aldi 49 cent für so einen 1,5 kilo beutel kosten, bei einem anderen laden mehr als das doppelte bezahlen soll.. kartoffeln sind kartoffeln sind kartoffeln..

dazu kommt noch, dass gerade bei aldi nicht alles billige hersteller dahiner stehen.. das sind teilweise durchaus namhafte hersteller, die einfach eine 'aldi'-etikette um das produkt wickeln, so dass keiner sieht, woher die ware wirklich kommt..

oder die 'weissen' produkte bei wal-mart oder auch marktkauf.. das ist nicht immer nur minderwertige ware..
Katoach,
hauptsächlich kaufe ich schon billiglebensmittel,zumal ich noch schüler bin.
zu weihnachten gabs bei uns einen ganzen Lachs, von Aldi, für 2,90 Euro, das ist ei super Preis find ich, und er war sehr lecker.

bei normalem fleisch, zwinge ich meine Mutter aber schon gelegentlich das doch beim Metzger, und nicht aus der KÜhltruhe zu kaufen, auch bei Eiern ist das so, die schmecken mir einfach besser.

ich finde man sollte das in nem gesunden verhältnis halten, sich nicht immer davon ernähren,aber so 50:50
bellator_noctises ist ganz einfach wir sind eine wegschmeiss gesellschaft , wir kaufen und was wie nich mehr wollen werfen wir weg, die meisten haben kein respekt mehr vor solchen dingen speziell jugendliche haben keinen respekt vor gegenständen oder nahrungsmittelen etc. (ist jezt allgemein gefasst und nicht auf irgendjemanden bezogen)
DemonessBeim Essen bin ich relativ penibel, es gibt eh schon viele Dinge die ich gar nicht essen mag oder kann (Allergien, Ekel, Neurodermitis). Und bei denen, die ich esse / vertragen kann, achte ich sowohl auf Preis als auch auf Qualität. Eier kaufe ich wenn dann aus Bio-Freilanshaltung oder lasse sie mir von meinen Eltern mitbringen, die kaufen sie bei einem Bauern direkt im Ort. Kartoffeln sind zwar Kartoffeln, aber es ist doch auch bewiesen, dass welche aus bestimmten Herkunftsländern schlimmer mit Pestiziden usw. belastet sind als deutsche. Ebenso wie Obst. Da achte ich drauf, "heimische" Produkte zu kaufen. Das Billigste muss nicht das Schlechteste sein, genau wie das Teuerste nicht das Beste. Im Endeffekt muss jeder selbst wissen was er isst. Es steht ja auch immer drauf, was drin ist.

Denn du bist, was du isst ... ;)
LaChatte[QUOTE]Seitdem ich mein Essen zu 75% selbst koche, bin ich jedenfalls informierter. [/QUOTE]

Das sehe ich auch so. Eine Pizza, die ich von A-Z selbst backe, ist immer günstiger als diejenige, die ich mir liefern lasse - sogar dann, wenn meine Selbstmach-Pizza ausschliesslich aus sehr teuren Zutaten vom Öko-Laden stammt. Und dann kann ich auch noch einigermasse kontrollieren, was da alles an chemischen Helferchen hinein kommt und was nicht. Und ausserdem ist selbst gemacht einfach besser (sobald man die Herstellung des Teigs einigermassen im Griff hat:rolleyes: )

[QUOTE]Wie viel ist euch euer essen wert?[/QUOTE]

Je länger je mehr. Und ich werde je länger je empfindlicher, es gibt gewisse Dinge, die finde ich einfach nur noch ekelerregend und bringe sie kaum noch runter. Viele Convenience-Produkte fallen in diese Kategorie...Und seit eh und je schon alle Gemüse mit Flecken. Ich war noch nie der Meinung, bio müsse schon frisch geerntet so aussehen, als läge es schon drei Wochen im Regal.:D

Und Frischprodukte von Billiglinien schmecken in der Regel einfach nicht, zum Beispiel der Brie von der Migros Budget-Linie: zu jung, zu fett, nicht wirklich gut. Das Teure am guten Käse ist ja vor allem die lange Lagerung... das geht bei Billiglinien nicht. Da esse ich lieber weniger Käse und leiste mir dafür ab und zu einen ganz guten.
KildareBin ich die einzige, der es so vrkommt, als sei Essen teurer geworden? Sicher, ich bin mäklig und kaufe meist Produkte, die meinem Geschmack, meiner Überzeugung oder -zugegeben vollkomener Blödsinn - Sinn für Ästhetik entsprechen( sprich, 'ne hübsche Verpackung haben).
Aber als wir hier in der BRD noch die D-Mark hatten -ja, früher war alles besser;) - bin ich mit 300 Mark ganz gut zurecht gekommen, trotz Bio-Eiern, guten Kartoffeln, östereichischer Marmelade mit ganzen Früchten und frischem Obst. 150 €uro (Hälfte meiner Mietkosten) sind nunmehr wirklich nicht mehr ausreichend und ein Wochenendeinkauf "frisst" gerne seine bis zu 60€. Vor allem Aufschnitt ist teurer geworden, wenn man ihn nicht abgepackt aus dem Regal haben möchte.
Ich habe das Gefühl, dass sich da eine Preisschere auftut. Das Billige wird immer billiger und das Teure noch teurer -wobei ich zu Reformhausprodukten nichts sagen kann, da ich dort einfach nicht kaufe; kann sein, dass die ihre Apothekenpreise von vor acht Jahren nicht mehr wesentlich erhöht haben.
Natürlich ist es gut, wenn Grundnahrungsmittel günstig zu haben sind. Deshalb werden Milch und Brot staatlich subventioniert. Das viele jedoch nicht mehr bereit sind, für Fleisch und Käse etwas auf den Tisch zu legen, könnte dazu geführt haben, dass entweder die Qualität sank oder der Preis stieg - Produktion für einen größeren Abnehmerkreis ist günstiger.


@ lachatte Zum Thema frisch machen: Wie schaffst Du es, das günstiger hinzukriegen? Mir fällt da immer noch was nettes ein, was man noch drauflegen könnte und wenn der frische Kuh-Mozzarella geschnitten ist, bin ich meist weit über den 1,69€ einer Fertigpizza. Leckerer ist es natürlich.
KildareFertigpizza, die Du Dir selbst in den Ofen schiebst.
Wobei mir auffällt, das Migros doch ein schweizer Unternehmen ist, oder? Also nach meine letzten Informationen ist die Schweiz was Nahrungsmittelpreise angeht weit davon entfernt, günstig zu sein. Aber ich mag mich irren.
autumnnightdemnächst lassen sich aldi und lidl auch in der schweiz nieder..
nur so am rande..
LaChatte[QUOTE]Also nach meine letzten Informationen ist die Schweiz was Nahrungsmittelpreise angeht weit davon entfernt, günstig zu sein[/QUOTE]

Eine Fertigpizza, selbst im Laden zu kaufen und daheim zu backen von STandard-Grösse: ca 5 Fr. / Euro 3.50

Pizza, fertig gebacken sich vom Kurier liefern zu lassen: Ca Fr. 16.00 / Euro 11.00 (wenns keine teuren Zutaten, sprich kein Fleisch drauf hat);)

Und ich gebs zu, ich selbst mach für mich kein Fleisch auf die Pizza. Peperoni, Zwiebeln, Champignons, Knoblauch wären so ein typischer Belag, am Schluss vielleicht noch ein Ei drauf. Von der Menge gibts ungefähr pro Blech doppelt so viel wie bei der gekauften Pizza, und da komme ich mit den Kosten locker unter Fr. 10.00 für zwei Fertigpizzen. Wobei man diese beiden Dinge ja nicht wirklich vergleichen kann...
KildareJetzt ist die Frage, um mal wieder zum Anfangsproblem zurück zu kommen, drücken die höheren Lebensmittelpreise in der Schweiz eine höhere Wertschätzung der Nahrung aus, sind die Lebensmittel dort besser oder sind die Lebenshaltungskosten da einfach generell höher?
Und werden Aldi und Lidl ihre Preise "schweizer Verhältnissen" anpassen, wenn sie dort Geschäfte eröffnen?
Demoness:eek: Bei mir unten im Supermarkt kostet eine normale TIP-Pizza unter nem €, die TIP aus dem Steinofen 1,25 und selbst echte Markenpizzen sind für maximal 2,50€ zu haben (war extra nachgucken ;) ) ... Und die Pizzeria gegenüber nimmt für ne kleine Gemüsepizza 3 - 4 €, für eine große auch nur 5 - 6 ... Selbst machen schmeckt immer besser, das ist klar, aber, selbst wenn ich einen Backofen hätte, könnte ich teilweise die Preise der Fertigprodukte nicht unterbieten.

@ Kildare
Ja, das Essen ist seit dem € deutlich teurer geworden. Ich geb auch locker 50€ im Monat mehr für Nahrungsmittel aus als früher, kaufe aber sogar häufiger bei Plus und nicht mehr so viel beim Extra-Markt oder Real.
japanfreakDie dingen in der Schweiz sind auch deshalb teurer, weil wir strengere gesetze haben(zum beispiel klarerer deklaration auf verpackungen) und darum muss ein mamut-unternehmen wie kellogs ein paar tausend separat appacken mit eben den zusätzlichen informationen...dafür zahlen wir auch einen aufpreis.
(ob sich das lohnt für besseren konsumentenschutz zu zahlen ist eine andere frage)
AndhrimnirHallo

Als begeisterter Hobbykoch muß ich mich doch einschalten.
Essen gehört zu den lebensnotwendigen Dingen, der Stellenwert in unserer Gesellschaft ist aber durch den ständigen Überfluß den es bei uns hier gibt weit gesunken. Dadurch das es sich fast jeder (Randgruppen sind einmal ausgeschlossen) ohne Probleme leisten kann denkt man nicht mehr so oft daran. Wir können jeden Tag einkaufen gehen, müssen keinen Hunger leiden, die Notwendigkeit auf Vorrat zu kaufen und damit haushalten ist auch nur mehr in seltenen Fällen gegeben. Zusätzlich kommt auch noch der Drang der Gesellschaft alles möglichst schnell zu machen um für andere Dinge mehr Zeit zu haben. Der alltägliche Stellenwert vom Essen sinkt.
Das die Preise bei den "Billigläden" so niedrig sind hat hauptsächlich den Grund um in der Wirtschaft überleben zu können. Leider geht das auf Kosten der (kleinen) Produzenten, der kleinen Läden und letztendlich auch auf Kosten der Verbraucher. Die Produkte sind zwar hygienisch-keimfrei, halten länger und sind besser abgepackt aber weils so schnell gehen muß glaube ich das sie nicht mehr so hochwertig sind wie sie sein sollten.
Das ist dann die Nische der Bioprodukte die damit werben das sie noch so sind wie zu Großmutters Zeiten.
Meine Gesamtausgaben für Essen sind auch gestiegen, allerdings in einem noch verträglichen Ausmaß und da ich fast alles beim Hofer (=Aldi) einkaufe kann ich damit gut leben.
Als Student komme ich nicht darum herum um auf den Preis zu schauen wenn ich einkaufen gehe, allerdings halte ich es auch so lieber beim Fortgehen ein Bier weniger zu trinken damit ich mir noch einen gut gefüllten Kühlschrank leisten kann. Mir ist so gesehen Essen wichtiger als Fortgehen.
Noch zu den Fertiggerichten:
Falls die Möglichkeit besteht und auch die Zeit gegeben ist versucht einmal selbst zu kochen, eine Fertigpizza mag zwar schnell gehen aber geschmacklich ist sie ... nun ja
Man kann auch ohne großen Aufwand sich gute Gerichte auf den Teller zaubern und wenn jemand die Möglichkeit hat so kann man sich Gemüse und Brot von einem Bauernmarkt holen. Ist in einigen Fällen sogar billiger bzw. preislich fast gleich. Speck, Verhackerts, Butter, Topfen und dergleichen ist vom Bauernmarkt eine Delikatesse. Kaufe ich selten da es teuer ist aber dann ist es für mich ein Festessen.

Stellt euch also wieder an den Herd, egal ob Männlein oder Weiblein, kochen kann wirklich jeder. Sucht euch die Kochrezepte von euren Großeltern heraus, es gibt sonst auch genügend Seiten im Internet wo man gute Rezepte findet. Der Unterschied zwischen fertigen Spaghetti bolognese und den zuhause selbst zubereiteten ist sehr groß, vor allem wenn man noch ein wenig Wein dazugibt, ein frisches Lorbeerblatt und im Sommer auch frische Tomaten. Mit zuhause angepflanzten Kräutern gewürzt freut sich der Gaumen.

MfG
Andhrimnir
rainravenIch muß ganz ehrlich sagen, ich lege nicht soviel Wert auf mein Essen. Ich esse sowieso nur sporadisch und sehr unausgewogen, das, was halt gerade da ist, ob das nun kalte Kartoffeln mit Salz sind, Joghurt mit Cornflakes oder über den ganzen Tag verteilt nur eine Schachtel Amicelli (Schoko-Nougat-Röllchen). Ich koche auch meist nicht für mich alleine.

Mein weniges Geld gebe ich auch lieber für Dinge aus, die ich behalten und mehrfach verwenden kann. Ich seh es nicht ein, viel Geld für etwas auszugeben, was ich nicht behalten kann oder was gleich weg ist. Deswegen hätte ich auch Probleme, viel Geld für einen Urlaub auszugeben (es sei denn, es ist das WGT :)) , denn ich habe keinen bleibenden Wert davon.

Den einzigen Anspruch, den ich an Essen stelle, ist, daß es nicht dick macht oder sonstwie allzu gesundheitsschädigend ist. Wobei ich da auch sehr ambivalent bin, denn bei bestimmten Dingen, die mir schmecken, gehe ich keine Kompromisse ein, da muß es DIE Marke, DAS Produkt und DER Geschmack sein, mit keiner Rücksicht auf Acrylamid, Fett oder Geschmacksverstärker, aber bei "austauschbaren" Lebensmitteln darf es ruhig "ein" Käse oder "irgendeine"Wurst sein, die darf dann auch billig sein.
Auch bei Brot bin ich da nicht so wählerisch, Hauptsache, es hat keine Löcher und ist nicht hart. Und da wir das Geld nicht so locker sitzen haben, müssen wir bei Penny einkaufen, das ist so das Näheste, das einigermaßen Günstigste, dabei aber noch einigermaßen Schmeckende. Mein Partner kann auch aus billigen Sachen ein gutes Gericht zubereiten. Und nicht alles, was teuer ist, ist automatisch lecker. :)

Andererseits gehe ich aber auch ab und zu gerne essen oder lasse mich ausgefallen bekochen. Aber da ich sowieso nicht viel esse, muß ich meist auch nichts bezahlen oder einkaufen, ich esse bei den Eltern mit oder mein Partner kauft für uns ein. Ich sorge nur regelmäßig für fettarme Milch und so Cerealien (aber inzwischen auch die billigen Großpackungen, denn es ist echt egal, die schmecken sogar noch besser als die überzuckerten teuren), denn das ißt bei uns außer mir keiner, also muß ich das selber kaufen. Und da ist es auch egal, ob es vom Plus, Penny oder Aldi ist, Hauptsache, billig.
PallorNaja, also ich bin theortisch kein kulinarischer Freund, ich mag zwar gut zu essen aber ich habe meist wichtigere Dinge zu tun.

Trotzdem versuche ich meistens gute Lebensmittel zu kaufen, die meistens teurer sind. Dies hat hauptsächlich zwei gründe:

1) Tierschutz durch ökologisch gehaltende Tiere.

Es ist mir ein Gräul wie man Batterieneier oder Putenmutantenbrust essen kann, weil ich Mitgefühl für diese Tiere habe.
Speziel also bei Tierischen Produkten achte ich auf die Qualität und Ökologische anbau/aufzucht.

2) Menschenschutz, durch konsum in kleinen Läden.

Ich versuche möglichst alles was ich bekommen kann, direkt beim Bauern zu beziehen(was in einer Grossstadt in NRW nicht einfach ist). Denn rest versuche ich durch Fairgehandelte Produkte aufzustocken.
Bei Kaffe fängt es an, geht aber genauso über Handelsketten wie WalMart die ich nicht besuche da die Mitarbeiter leiden müssen.

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Der Geschmack ist zwar meist besser, aber nicht mein Hauptargument. Und für eine bessere Welt, gebe ich auch gern 50 Cent mehr für 6 Eier aus.

Pendark
LaChatteIrgendwo gabs da mal so eine Untersuchung, und da wurde postuliert, dass die Schweizer mehr Wert aufs Essen legen und auch mehr Zeit dafür aufwenden und mehr Geld ausgeben - alles um nationale Unterschiede bereinigt - als die Deutschen. Den Deutschen ist dafür das Auto wichtiger. (was mich aber nicht wirklich wundert, wenn ich mal die DB mit den SBB vergleiche - bei den SBB gilt immer noch *nach unseren Ankunftszeiten können Sie die Uhr stellen* *mir stolz auf die Schweizerschulter klopf*)


Aber die miese Qualität der DB erklärt dennoch nicht, warum es vielen Deutschen offenbar einigermassen egal ist, was sie in ihren Magen befördern, und doch beim Tank ihres Autos deutlich anspruchsvoller sind...;)
LaChatteAn die Tankfüllung, analog zur Magenfüllung... für den Automagen muss es Super hoch drei sein, doch für den menschlichen Nahrungstank reicht locker McDoo;)
DarkmanAlso, meine Frau und ich, wir haben viele Jahre konventionelles Essen (also nicht-ökologisch) gekauft, zubereitet und gegessen.

Wir haben uns nur wenig bzw. keine Gedanken darüber gemacht.

Nur hatte meine Frau immer wieder mal sporadisch Probleme mit sehr schmerzhaften kleinen Blasen im Mund und wir sind zunächst nicht daraufgekommen, an was das liegen könnte.

Bis uns eine Bekannte eines Tages den Tip gab, mal unbehandeltes Obst (also sprich Bio-/Öko-Obst) zu probieren.
Und siehe da, seit dem sind diese fiesen kleinen Blasen nicht wieder aufgetaucht. :)

Dann haben wir mal angefangen, wirklich über das nachzudenken, was wir so alles täglich an - wohl gemerkt zugelassener - Chemie in uns reinstopfen.

Inzwischen haben wir unsere Ernährung fast komplett auf ökologisch erzeugte Lebensmittel (= Mittel zum Leben) umgestellt.

Am Anfang wollte ich es nicht glauben, aber es schmeckt wirklich besser, wenn man sich mal von den künstlichen Aromastoffen, die fast überall zugesetzt werden, entwöhnt hat. Fleisch aus artgerechter Tierhaltung schrumpft auch nicht 1/3 in der Pfanne, und Eier von freilaufenden Hühnern schmecken nicht mehr nach Fisch (keine Zufütterung von Fischmehl).

Zugegeben: Gerade Fleisch aus artgerechter Tierhalung ist noch sehr viel teurer. Aber lieber esse ich weniger Fleisch und habe dafür einen echten Nähr-Wert.

Außerdem hat sich inzwischen eine Marktnische aufgetan, anscheinend denken immer mehr Menschen, wie wir. Es gibt nämlich wieder kleine, auf Bio-Lebensmittel spezialisierte, sog. Tante-Emma-Läden. Und in dem, wo wir einkaufen, ist immer ziemlich viel los.

In diesem Sinne...

Schwarze Grüße
Darkman

P.S. Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
GruftBus.de[QUOTE][i]Original geschrieben von rainraven [/i]
Mein weniges Geld gebe ich auch lieber für Dinge aus, die ich behalten und mehrfach verwenden kann. Ich seh es nicht ein, viel Geld für etwas auszugeben, was ich nicht behalten kann oder was gleich weg ist. Deswegen hätte ich auch Probleme, viel Geld für einen Urlaub auszugeben (es sei denn, es ist das WGT :)) , denn ich habe keinen bleibenden Wert davon.
[/QUOTE]

Dir entgeht wirklich etwas. Und eigentlich HAT ausgewogene und gesunde Ernaehrung einen bleibenden Wert: naemlich einen gesunden Koerper.

Mir war das bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch nicht bewusst, bis ich mal meine Ernaehrung neugierigerweise einfach mal eine Zeit lang umgestellt hatte und alleine dadurch schon Gewicht verloren hatte, obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch keinen Sport trieb. Das war der Aha-Effekt sozusagen :)

Seitdem (und seitdem ich wieder Sport mache) hat auch das sporadische Ziehen in der Herzgegend aufgehoert. Darueber bin ich echt froh... :)

Ansonsten bin ich auch recht sparsam, damit nicht so viel Geld unnoetig verschleudert wird, z.B. Wasser, Strom, Heizung etc. In wirklich jedem Haushalt lassen sich von allen drei Dingen IMMER mindestens 5% einsparen. Aber beim Essen gibts bei mir keine Kompromisse mehr :p
Andhrimnir[QUOTE][i]Original geschrieben von GruftBus.de [/i]
[B]
Ansonsten bin ich auch recht sparsam, damit nicht so viel Geld unnoetig verschleudert wird, z.B. Wasser, Strom, Heizung etc. In wirklich jedem Haushalt lassen sich von allen drei Dingen IMMER mindestens 5% einsparen. Aber beim Essen gibts bei mir keine Kompromisse mehr :p [/B][/QUOTE]

Das könnte doch fast von mir sein :-)
Lieber woanders die Geldtasche ein wenig fester sitzen haben und dafür gutes Essen einkaufen.
Ist nicht immer möglich, aber meistens.

MfG
Andhrimnir
rainravenwie ich schon sagte, ich bin ambivalent.
Auf der einen Seite achte ich schon darauf, ob etwas gesund oder fettarm ist, aber andere Sachen müssen einfach sein, ungesund her oder hin, weil sie gut schmecken. Ich esse ja nicht nur Fastfood oder sowas, das kommt vielleicht falsch rüber. Aber ich mag kein Obst, ich mag Gemüse auch nur zubereitet und das wird sich auch nicht ändern. Und ich bin leider viel zu schokosüchtig, als daß ich darauf verzichten könnte. Und solange sich mein Gewicht auch mit Süßigkeiten und wenig bis gar keinem Sport hält, sehe ich nicht ein, warum ich auf etwas verzichten soll. Trotzdem sind viele Lebensmittel bei mir austauschbar und können auch im Billigmarkt gekauft werden, und müssen nicht vom Biobauern sein. Ich hab leider derzeit finanziell nicht so die Wahl, und bevor ich das Ebayen aufgebe, hungere ich lieber. (dann passen auch die Sachen besser *g*)
*naja, nicht ganz ernst zu nehmen, ich kann nicht lang hungern, ich bin viel zu inkonsequent...*
AndhrimnirGibt ja auch zwei Arten von ungesundem Essen, man kann jeden Tag einen Schweinsbraten vom Biobauern essen, hat damit zwar erstklassige Lebensmittel aber trotzdem einen ungesunden Lebensstil und andere essen einmal die Woche Fleisch mit wenig Fett aber das ist dafür mit Chemie vollgestopft.
Ein gutes Mittelmaß zwischen guten Lebensmittel und gesunder Ernährung ist wichtig und dann sind die kleinen Sünden auch erlaubt ja sogar vorgeschrieben :-)
Vielleicht ist es bei mir auch falsch herausgekommen, ich bin da kein Hardliner der dauernd auf hochwertige Lebensmittel achtet. Dazu kenne ich mich zu wenig aus und noch dazu geht das auch nicht überall.
Eine gute Schokolade ist doch was unglaublich Gutes und ich esse auch mal gerne einen schnellen Kebap. Beides schmeckt und beides möchte ich nicht von meinem Speiseplan streichen.
Mein Aufruf ging eher in die Richtung es einmal statt Tiefkühlpizza mit einer selbstgemachten Pizza zu versuchen. Erstens hat man dann mehr Kontrolle was auf die Pizza kommt und die Geschmacksnerven jubeln auch :-)
Vielleicht bin ich in der Sache auch zu sehr meinen Gelüsten der Sinne ausgeliefert *g*

MfG
Andhrimnir
PallorNaja die Vorliebe für bestimmte Ungesunde Speissen sind aber nicht immer natürlichen Ursprungs.
Oft liegt es an Geschmackverstärkern die zu einer Art Sucht führen können.

Unsere Lebensmittel Industrie hat riesige Labors entwickelt um Menschen auf bestimmte Geschäcker zu "bringen".

Pendark
Andhrimnir[QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i]
[B]Naja die Vorliebe für bestimmte Ungesunde Speissen sind aber nicht immer natürlichen Ursprungs.
Oft liegt es an Geschmackverstärkern die zu einer Art Sucht führen können.

Unsere Lebensmittel Industrie hat riesige Labors entwickelt um Menschen auf bestimmte Geschäcker zu "bringen".

Pendark [/B][/QUOTE]

Ja leider, wir sind da schon etwas konditioniert, der eine mehr der andere weniger. Gerade Kinder sind da sehr anfällig.
Es ist eigentlich schon schlimm das Geschmacksverstärker zugefügt werden (müssen).
Eine in der Sonne gereifte frische Tomate schmeckt auch intensiv nach einer Tomate, da braucht es keine extra Zusätze.
Aber das ist ein Gesellschaftsproblem, jeder will immer alles essen, auch im Winter soll es Tomaten geben oder sonstiges Gemüse das es nur im Sommer geben sollte. Die langen Anfahrtswege aus Griechenland oder Übersee tragen dazu bei das Lebensmittel unreif gepflückt werden müssen oder man sucht andere Wege um die lange Lagerzeit zu überbrücken. Damit werden die Lebensmittel auch wieder teurer, schließlich muß der Transport bezahlt werden.
Auch unsere Orangen die man hier kaufen kann sind eigentlich lächerlich. Ich hatte das Glück einmal im Frühjahr auf Kreta Orangen essen zu können. Der Geschmack hat mich nahezu umgehauen. Saftig, süß und erfrischend wie man es bei uns hier gar nicht kennt. Dazu für unsere Verhältnisse billig, 8kg Orangen um ca. 3¤.

MfG
Andhrimnir
Mondsilbertaufe[QUOTE]Aber beim Essen gibts bei mir keine Kompromisse mehr [/QUOTE]
Ist bei mir nicht so. Ich spare lieber beim Essen und gebe das Geld dann für Dinge aus, von denen ich länger was habe, Klamotten oder so.
Dann gibts halt 2 mal in der Woche Nudelsuppe oder Kartoffelpü von Aldi. Am Ende braucht man doch nur ein paar Kohlehydrate, Fette, Eiweiße und ein paar Vitamine. Das ist überall drin.
Das Schöne: Man wird nicht dick bei dieser Kost, dafür spart man viel Geld.
Perfekt!
LaChatte[QUOTE]Das ist überall drin.[/QUOTE]

Da hab ich so meine Zweifel... durch die intensive Landwirtschaft werden die Böden trotz Dünger ausgelaugt, und die Produkte haben nicht mehr den gleichen Nährwert wie auch schon. Und ausserdem ist Stoffwechsel ein äusserst komplexes Thema, das noch längst nicht in allen Facetten begriffen ist.
DarkmanHi,

[QUOTE]Und ausserdem ist Stoffwechsel ein äusserst komplexes Thema, das noch längst nicht in allen Facetten begriffen ist.[/QUOTE]

Und genau da liegt das Problem. Die Wissenschaft will uns immer glauben machen, daß sich alles erklären läßt und auch alle Zusammenhänge bekannt sind.
Aber wenn man sich nur mal die "wissenschaftliche" Bestimmung der Menge der Kalorien in unserer Nahrung ansieht, wird schnell klar, daß dem so nicht sein kann:
Zur Messung der Menge der Kalorien in einem Nahrungsmittel wird dieses verbrannt, und die dabei freiwerdende Energiemenge bestimmt. Nicht umsonst steht auf vielen Nahrungsmitteln "Brennwert" auf der Nährwert-Tabelle.
Und es dürfte wohl jedem klar sein, daß in unserem Körper die Verwertung der Nahrung nicht mit einer normalen Verbrennung passiert ;).
lost_oneHallo,

dieses Problem gibt es nicht nur in der Lebensmittelindustrie. In der deutschen Automobilindustrie gibt es ein ähnliches Problem - Autos aus dem Ausland sind günstig und teilweise qualitativ gleichwertig. Ich vermute das auch die Ladenketten versuchen mit einer solchen Taktik die Konkurrenz anzugreifen. Die
Leidtragenden sind wahrscheinlich die Angestellten, die vielleicht mehr arbeiten müssen oder gar ihren Job verlieren.
chrismuc30hm - also auch hierzu mein senf:

erstens - wer glaubt dass ein halbes brathuhn wirklich um 2.50 Euro fertig zu braten ist ohne da zu trixen der sollte nochmal gründlich überlegen..
sollten sich da 5 bis 10 euro für ein huhn beim bauern ums eck nicht eher rentieren - das lebt eifrig im dreck und freut sich seines lebens bis es in der röhre verschwindet - und schnalzt dann in der pfanne nicht mal auf die hälfte zusammen.
achtung: sowas kann und soll man sich auch nicht auf die schnelle leisten - imerhin ist das leben - unser angeblich höchstes gut - des huhns ernsthaft in gefahr bei so einer aktion.
das huhn ist natürlich nur als beispiel für so einige nahrungsmittel zu sehen

zweitens - ich bin der meinung dass sich unser lebensmittel und vor allem fleischkonsum und die damit verbundenen leichten katastrophen unserer gesundheit sehr einfach dadurch verbesern würde wenn die leutchen ihre fleischlieferanten selber schlachten müssten - dazu gehört so einiges an mut und ich denke jeder würde sich seine gedanken machen...
so in den lebensmittelläden ists doch sehr einfach das zeug einzupacken - da schaut einen nichts mehr an und schreit auch nicht wenns denn soweit ist...
zumal die soziale komponente beim essen doch immer mehr unter den tisch fällt - und dazu gehört meiner meinung nach nicht nur die gemütliche runde einmal am tag bei tisch sondern eventuell auch der ratsch mit dem lieferanten seiner lenbensmittel, oder die gemeinsame herstellung von marmeladen oder ähnlichem im eigenen haushalt
auch fraglich wie umweltfreundlich ist es denn lebensmittel um die halbe welt zu karren??
all das liese sich vermeiden oder im besten sinne verbessern wenn wir n bischen mehr zeit dafür aufwenden würden - klar - wer da sich immer selbst verwirklichen will und das nicht auch als aufgabe sieht , der verliert
günstig geht das allemal - man muss nur wollen
in diesem sinne - n guten
TrauerwesenIch kaufe wschon in billigen Supermärkten ein, weil ich nicht soviel Geld habe.

Allerdings kaufe ich z.b. Bioeier, wegen der Hühnerhaltung halt. Auch viele andere Bioprodukte, Vollkornnudeln und sowas, aber nicht immer. Ich muss halt auf so etwas achten, weil ich vegetarisch lebe, und solch eine Ernährung erfodert einiges an Ersatzprodukten, die nicht so billig sind (Tofu ist schweineteuer!).

Ich denke aber, wenn es ausgewogen ist, ok. Des weiteren stimmt es schon, dass viel Schrott in der nahrung ist, Geschmacksverstärker etc.
Aber ich denke, solange man nicht auf Fertiggerichte setzt, kann noch alles gut gehen...
PhönixAlso erstens glaube ich nicht, dass die Bauern in Deutschland abgezockt werden, zumindest die Hauptberuflichen. An unserer Schule hatten wir mal den Sohn von einem Bauern, der auf Klassenfahrt furchtbar Heimweh bekommen hat, sein Daddy hat in dann mit dem Privathubschrauber abholen lassen.... so schlecht kann's denen nicht gehen....

Zu mir selber:
Für Gemüse, Kräuter & Obst geb ich relativ wenig Geld aus, weil wir dass selber anbauen. Da wissen wir im großen und ganzen was drinnen is, schmeckt 100.000 mal besser wie das aus'm Supermarkt und gespritzt ist es auch nicht. N
Für fleisch gibt's viele gute Metzger in unserer Nähe, wo man gutes Fleisch zu relativ vernünftigen Preisen kaufen kann. An Gewürzen wird bei mir in der Regel auch nicht gespart.
Ich koch selber gern und will dann natürlich auch anständige Zutaten haben.
Aber wenn ich 'ne Tüte Mehl kauf, in der nichts anderes drinnen ist als ein Pfund Stärke, egal von welcher Marke, nehm ich natürlich auch das billigere Produkt.

Aber man muss auch nicht all zu viel Geld für gutes Essen ausgeben. Nur so Tütensuppen und Fertiggerichte gibt's bei mir absolut nicht - das mach ich schon selber, schmeckt besser, man kann mehr varieren usw.
clarimondeich esse seit einem Jahr nur Bio. Nicht nur weil ich Vegetarier bin, sondern auch weil die normalen Nahrungsmittel im Supermarket so viel Gift und Konservierungsstoffe enthalten, dass es fast kriminell ist, den Leuten so viel Dreck zu verkaufen!

Es ist bewiesen, dass die meisten Krebskrankheiten, auf schlechte und giftige Essgewohnheiten zurückzuführen sind. Das Problem stellt sich aber, ob jeder sich erlauben kann Bio zu essen. Hier in Frankreich ist die Bio Nahrung verdammt teuer, also wir fahren ein Mal pro Woche nach Deutschland, wo es sowieso mehr Auswahl gibt. Wir haben uns entschieden die 60,70 euros für Essen besser für reine Produkte auszugeben, als die doppelte Menge hier im Coop-Supermarket zu bekommen.

Naja, die Polemik über das Essen aus biologischem Anbau ist genug bekannt, manche spekulieren nämlich dass alles Betrug sei, obwohl es wahr ist, dass überall wo Geld fliessen kann, wird irgendwie schon geschwindelt und übertrieben. Ausserdem wissen wir auch dass die Erde so verschmutzt ist, dass es unmöglich ist, dass ein Produkt total rein und giftfrei sein kann.
Pallorclarimonde doch die Bauern werden abgezockt.

Das Problem ist nähmlich das durch diesen Preiskampf sehr viele kleinere und mittlere Betriebe pleite gehen.

Z.b. bei der Milch gab es vorletztes Jahr den Skandal das der Liter milch bei Aldi für 40 cent eingekauft wurde, die Produktion aber 42 cent kostete.

Diesen Preis kampf kann man als riesen Unternehmen leicht über einen längeren Zeitraum inkauf nehmen, die kleinen Bauern werden aber dadurch auf absehbarer Zeit eingehen.

Auch ist dies bei der Landverteilung zusehen, dort konzentriert sich das Land immer mehr in die Hände weniger Bauern.

Pendark
MorriIch habe 1 1/2 Jahre auf einem Biobauernhof gearbeitet (Märkte abhalten, Brot backen u.ä.).
Dadurch bin ich natürlich sehr günstig und einfach an Bioprodukte gekommen - der Einkauf konventioneller Billiglebensmitteln wäre in dieser Zeit teurer gekommen.

Und nun ist der Job futsch und ich muß wieder sehen, wie das Geld bis zum Ende des Monats reicht.

Meine Beobachtungen:

jedes Fertiggericht ist billiger, als wenn man dasselbe Gericht mit frischen, billigen Zutaten selbst kocht... also nimmt man lieber das Fertiggericht, obwohl es nicht so gut schmeckt.

Tomaten, Eier, Äpfel und Kartoffeln hole ich mir lieber wie gehabt aus dem Öko-Hofladen. Fleisch werde ich auch wieder dort holen, wenn die Finanzen es erlauben... im Rohzustand ist das Fleisch mindestens vier Mal so teuer wie konventionell erzeugtes. Nach der Zubereitung merkt man, daß es nur doppelt so teuer ist.
Es schrumpft nämlich nicht ein.

Ich las in diesem Thread: "Kartoffeln sind Kartoffeln sind Kartoffeln"!
Einspruch, Euer Ehren!
Geht mal in einen gutsortierten Öko-Laden und lasst Euch ein Probiertütchen "Ditta" abfüllen und besorgt Euch dieselbe Menge der ordinären festkochenden Supermarktkartoffel.
Die sehen unterschiedlich aus, sowohl intern als auch extern... und während die Supermarktkartoffel ziemlich neutral schmeckt, hat die Ökokartoffel einen Eigengeschmack.
Welchen? Nach Kartoffel natürlich!!! Wer nach 1985 geboren ist, kennt den Geschmack vermutlich kaum noch!
(Entschuldigt die Belehrung - aber wenn man anderthalb Jahre mit Kartoffeln gewirtschaftet hat, entwickelt man eine Beziehung zu den Dingern!)

Und daß die Verseuchung der Böden ökologische Landwirtschaft ad absurdum führt, halte ich für kein gutes Argument:
WENN die Böden schon flächendeckend belastet wären (was sie nicht sind), wäre es doch gerade sinnvoll, so wenig Giftstoffe wie möglich hinzuzufügen.

Morri, das Marktweib
demelzaDas ist ja wirklich mal ein interessantes Thema, weil ich glaube, daß viele Allergien und andere Krankheiten auf die moderne Ernährungsweise zurückzuführen sind - und wir möchten uns unsere Gesundheit gerne erhalten.

Wenn mein Mann und ich selbst kochen, achten wir sehr darauf, daß keine künstlichen Zusatzstoffe (siehe Zitat [QUOTE][i]Es ist eigentlich schon schlimm das Geschmacksverstärker zugefügt werden (müssen).[/i][/QUOTE]) ins Essen kommen. Wir verwenden ein gutes Olivenöl und Gewürze wie Salz, Pfeffer, Muskat, sowie getrocknete Kräuter - die wir teilweise selbst im Garten ziehen. Man kann das auch auf der Fensterbank im Blumentopf problemlos tun, wenn man in einer Mietwohnung wohnt.

Folglich kommen die diversen Maggi- oder Knorrfix- Gewürzmischungen nicht in die Einkaufstüte, auch keine anderen Speisen, die Geschmacksverstärker enthalten.

Auch hier muß ich dem Vorschreiber zustimmen:
[QUOTE][i]Eine in der Sonne gereifte frische Tomate schmeckt auch intensiv nach einer Tomate, da braucht es keine extra Zusätze.[/i][/QUOTE] - Den Kauf von Gemüse machen wir von der jeweiligen Saison abhängig. Da gibt es z.B. im Winter meistens Kartoffeln, Nudeln oder Kohl - und Eingemachtes. Spargel zur Spargelzeit (also Mai, wenn mich nicht alles täuscht), und Erdbeeren im Juni, also nicht im Dezember oder im Februar.

Aber es ist leider so - wie mein Vorredner schon sagte: Alles muß jederzeit verfügbar sein, dazu kommt noch, daß Obst wie z.B. Äpfel aus Neuseeland eingeflogen werden müssen, nur weil der Braeburn so beliebt wurde - anstatt auf regionale Anbieter zurückzugreifen, deren Äpfel vielleicht nicht so groß und so hübsch anzuschauen sind - aber weitaus besser schmecken. Wer kennt denn noch die alten Obstsorten, wie z.B. die Goldparmäne?
clarimonde@Morri

Da bin ich total einverstanden mit dir! besser hätte ich es nicht sagen können!
Die Bio-Kartoffeln die wir kaufen sind sehr teuer, aber sooo schmackhaft. Vor 6 Monaten hat ein Freund von mir die Kartoffeln von Penny Markt chemisch untersucht. In Penny Markt kosten 3,5 Kilo 65cents. Das Ergebnis war beängstigend. Vor kurzem habe ich auch eine Sendung im TV über das Brot das wir essen gesehen. Dort war mehr Chemie wie Mehl!

@Demelza

Eine Person aus meiner Umgebung leidet unter mehreren Allergien, nach jahrelangen Untersuchungen wurde "bewiesen" dass der Stoff Glutamat daran schuld war. Genau Glutamat ist in Maggi, Knorr, sämtliche Chips, Nüsse u.s.w

übrigens, wir versuchen auch Gemüse zu pflanzen, da muss nur nicht regnen, damit es bio bleibt :D
japanfreakÜbrigens:
es gibt auch bioläden die billig sind.
jedoch ist es auch bei uns so das die grossverteiler die preise besser drücken können so das ihr verkaufspreis tiefer ist als unser ankaufs...(irgendwie krank)
aber auch wenn man die qualität und den närwert ausklammert bleiben noch die bauern, ohne deren essen wir nicht leben können.
jedoch werden diese bauern von den grossverteilern zu tiefen preisen gezwungen und darum hören in der schweiz tausende auf.....
eigentlich schade!
eines tages werden wir warscheinlich gemüse essen welches weder einen menschen noch Erde jemals gesehen hat....
KildareWir essen leider jetzt schon z.T. Gemüse, dass niemals Erde gesehen hat, wenn das Gerücht, holländische Tomaten würden ohne Boden auf Nährlösung gezogen, stimmt. Und bei dem geschmack, den sie haben oder eben nicht haben, bin ich geneigt, es zu glauben.

Ja, das die Bauern aufhören ist schade, allerdings nicht nur wegen der Fleisch- und Gemüsequalität. Familienbetriebe sind doch irgendwie was anderes als eine Argrar-AG.

Mich würde interessieren, ob einer von Euch sich mit den gebräuchlichen käuflichen Gewürzmischungen und deren "Nebenwirkungen" auskennt? Da ich das Zeug nicht kaufe, da ich nicht genau begreifen kann, warum Sahne, Muskat, Pfeffer, Salz und Käse für meine Kartoffelgratin nicht ausreichend Würze bieten sollten und meine Mutter das Zeug auch nur als Fertigsoße für Notfälle im Haus hat, bin ich da vollkommen ahnungslos.
Allerdings hege tiefes Misstrauen gegen so etwas wie Maggi-Fix für Hähnchengeschnetzeltes. Zu recht?
demelzaIch nehme schon aus dem grund kein maggi-fix, weil der gaumen so den natürlichen eigengeschmack vieler speisen (broccoli, möhren oder spinat z.b.) damit nicht mehr wahrnehmen kann. für dein hähnchen sind also die von dir genannten gewürze in reinform vollkommen ausreichend.

außerdem enthalten knorrfix und maggifix hauptsächlich glutamat, was schon länger unter verdacht steht, allergieauslösend zu sein - deshalb gilt: weniger ist mehr.

wenn du ein wenig mehr abwechslung in dein geschnetzeltes bringen willst, kannst du die sauce auch mit wein oder sherry abrunden, das ergibt gleich ein ganz anderes geschmackserlebnis.
KildareWas ich mit meinem Geschnetzelten anfangen kann, weiß ich eigentlich. Trotzdem, Danke.:)
Mich würde nur interessieren: Wie bekommt Knorr das Suppengrün und vor allem den Käse und "was-weiß-ich-nicht" in diese Tüte und welche Auswirkungen hat das - außer dass sie wahrscheinlich gefiergetrocknet wird- auf die Zutat.

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