| trin | Als ich vor 2 oder 3 Wochen die Bild am Sonntag las, habe ich geglaubt mich trifft der Schlag. Da war ein Mann der zum Massenselbstmord aufrief. Und das am Valentinstag. Zum teil wundert es mich sehr, aber wenn ich genauer nachdenke irgendwie auch nicht: Es gab sehr viele die von dieser hirnrissigen Idee nicht gerade abgeneigt waren. In dem Forum gab eine Frau, die ebenfalls Gefallen daran fand, bekannt dass sie erst ihr Kind und dann sich selbst umbringen würde. Eine weitere Frau welche selbst auch Suizid begehen wollte, las dies und wurde nachdenklich. Sie kam zu dem Entschuss zur Polizei zu gehen. Glücklicherweise konnte der Mann gefasst und die Internetseite sichergestellt werden. Nun frage ich mich wieso einer auf solch eine Idee kommt. Einerseits währe es möglich dass diesen eine unglückliche Liebe plagt, oder dass irgendein anderes Erlebnis, das ihn sehr zugesetzt hat, ausgerechnet am Valentinstag passiert hat. Klar ist das Leben oft ungerecht und mal ganz ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal selbst den Gedanken an Selbstmord im Kopf gehabt. Aber es ist wirklich nicht fair andere in diese Sache mit hinein zu ziehen. Um genau zu sein ist es auch irgendwie egoistisch sich umzubringen (sorry, nicht böse gemeint). Ich kann das mit großer Bestimmtheit sagen denn ich habe vor ca. 4 Jahren selbst eine Selbstmord miterlebt. Denn wie groß ist der Schmer deren die dies mit ansehen mussten, geschweige denn deren die die Person kannten oder sogar damit verwandt sind?? Ein weiterer Punkt ist dass wenn es stimmen sollte was manche behaupten, dass es nach dem Tode weitergeht, dann ist doch der Tod auch keine Lösung. ODER?!? Mir bleibt letztlich nichts anderes als ein Stummer Schrei in die Dunkelheit der Verzweifelten: Gebt das Leben nicht auf, es ist es nicht wert weggeworfen zu werden. Und an die die das lesen und selbst den Gedanken hegen, Suizid zu begehen: Schaut euch um welch nette und vernünftige Menschen es auf dieser Internetseite gibt, ich bin mir sicher dass es hir Leute gibt die euch gerne helfen würden!! ... Trin „Am I to lost to be saved??“ – “No you are to saved to be lost!!” “Hold me in your wings – save me from the darkness…” |
| ange gardien | [QUOTE][i]Original geschrieben von trin [/i] Nun frage ich mich wieso einer auf solch eine Idee kommt. …” [/QUOTE] Warum lassen Eltern ihr Kind verhungern? Warum werden Menschen misshandelt, vergewaltigt, ermordet? Man kann in solche Menschen nicht reinschauen, was bei so jemandem im Kopf schief läuft... Suizid ist ein heikles Thema, wobei ich dir Recht geben muss. In den allermeisten Fällen würde es auch eine andere Lösung geben als sich umzubringen. |
| Darius de Mar | nicht in den meisten fällen... es gibt IMMER eine andere Lösung. Es ist zwar manchmal schwer sie zu finden, und vielleicht braucht man dazu auch Hilfe, aber es gibt sie... |
| xxxzinixxx | ... und die masse freut sich; wieder weniger mäuler zu stopfen! nur die geht es an, die denen am nächsten stehen... reicht das? die welt ist schlecht... ... und die "bild" sowieso... ich verstehe die, die diesen schritt wagen. ich verstehe auch die, die nicht so gerne zurückbleiben wollen. was ich auch nicht verstehe ist, wenn jemand noch (s)ein KIND (oder überhaupt andere menschen) da mit reinzieht!!! übergroße "fürsorglichkeit" vielleicht? momentan zu stark übersteigerte egozentrik? aufrufe dieser art kann doch eigentlich niemand wirklich ernst nehmen, der nicht sowieso schon kurz davor stand. ist vielleicht nur so eine art "letzter kick"...? und wenn es nach dem tod weitergeht, dann ist es doch schon eine lösung, wenn man [b]dieses[/b], wohl den eigenen ansprüchen nicht genügende, leben verlassen möchte? aber zum glück gibt es tatsächlich auch noch ein paar nette menschen, lichtblicke, die einen aufbauen. man muß sie nur finden können, und das ist in so einer situation ja leider besonders schwer... einfach mal augen auf und auf zeichen achten, statt sie immer nur in "ruhe" zu lassen... |
| docht | sollte jeder fuer sich entscheiden ob er den freitod waehlen will. klar, die hinterbliebenen habens u.u. schwer. aber wuerden die auch mitmachen, dann waers ja kein problem mehr - das wuerde aber auch nur gehen, wenn sie alle wollten. und da der kreis an betroffnenen unaufhoerlich steigen wuerde, muesste man schon von einer art kollektiven, weltweiten suizid ausgehen, damit niemand dadurch seelisch verletzt wird. aber da machen nicht alle mit ;) folglich ist es beim kleineren kreise schwer, durch den freitod niemanden zu verletzen. klar, die meisten wollen sicher suizid begehen aufgrund von problemen, die im moment auswegslos scheinen, jedoch bei genauerer betrachtung sicherlich auch alternativen offen lassen. prinzipiell - das soll nun kein anstoß an irgendjemanden sein ;) - gilt aber, dass auch suizid probleme loest. - is doch klar oder? oder soll ich sagen, es ist zumindest glaubenssache, ob er das tut oder nicht. |
| swanheart | suizid ist nicht nur egoistisch sondern auch feige. ich finde es feige vor den problemen im leben wegzulaufen. außerdem weiß keiner ob es dann vorbei ist, besser oder schlechter wird. aber man kann im gegenwärtigen leben wenigstens versuchen spaß zu haben (um es mal flach zu formulieren). ich spreche aus erfahrung, da ich selber nur durch gute freunde (danke an die eben genannten!!!!!) zu diesen schlüssen gelangen konnte. selbstmord ist schlimm genug, aber andere menschen mit in den, für einen selber vielleicht gewollten gewählten, tod zu ziehen ist wircklich das letzte. |
| isi | ich finde jeder sollte die wahl haben sich für oder gegen suizid zu entscheiden. aber das mit dem massenselbstmord schon hart. vllt hat er sich nicht alleine getraut oder wollte damit in die schlagzeilen kommen, um nicht wie soviele andere nicht einmal erwähnt zu werden!? wäre nur die frage, was das noch brigen würde?.. aber ein kind mit umzubringen ist wirklich das letzte!!! und ob es nach dem tod besser ist? wer weiß? sie denken es wahrscheinlich. oder dass es zumindest "aus" is. ich finde es nur dumm für die hinterbliebenen, denn ich denke, es gibt bestimmt einige, die sich dann die schuld für den selbstmord geben... und es ist immer schmerzhaft wenn jemand bekanntes/befreundetes stirbt- und wenn aus eigener hand bestimmt noch viel mehr.... |
| Haevion | [QUOTE][i]Original geschrieben von isi [/i] [B]ich finde jeder sollte die wahl haben sich für oder gegen suizid zu entscheiden.[/B][/QUOTE] Wenn es zu diesem äußersten Moment kommt, hast Du keine Wahl mehr. Kein Mensch [i]wählt[/i] dieses Schicksal. |
| puaquita | Ich wundere mich immer wieder, wie optimistisch hier alle so drauf sind. Aber liegt wahrscheinlich auch dadran, dass ich selbst eher Pessimist bin. Von daher ist mir das Thema auch nicht ganz fremd. Außerdem fällt mir auch des öfteren an den Threads auf, dass es viele Leute hier gibt, die offenbar religiös sind bzw. die jedenfalls an ein Leben nach dem Tod und sowas glauben. als Bsp hier: [QUOTE][i]Original geschrieben von isi [/i] [B]und ob es nach dem tod besser ist? wer weiß? sie denken es wahrscheinlich. oder dass es zumindest "aus" is.[/B][/QUOTE] mal sehen, habe grade das Thema "Glaube und Religion" entdeckt... [QUOTE][i]Original geschrieben von isi [/i] [B]ich finde jeder sollte die wahl haben sich für oder gegen suizid zu entscheiden.[/B][/QUOTE] Das meine ich übrigens auch. |
| ass83 | Man muss sich erst mal in solche Leute reinversetzen! Viele haben Probleme mit der Gesellschaft schaffen es aber auch nicht ohne diese zu leben! Sie kommen nicht damit zurecht alleine gelassen zu werden! Und dann kommt der Zeitpunkt wo man nur noch daran denkt das es nach dem Tot nur besser werden kann! Zu verstehen ist das schon irgendwie! Das Problem ist das nahestehende meißt von diesen Problemen nichts mitbekommen wollen oder auch wirklich nichts merken! Habe auch einen guten Freund durch Selbstmord verloren! Und bis auf seinen Abschiedsbrief war niemandem klar das er starke Seelische Probleme hatte! Wenn man Angst davor hat mit solchen Problemen zu besten Freunden oder bekannten zu gehen dann ist das für mich auch ganz klar ein Fall den man der Gesellschaft an sich zu verdanken hat! Durch die Globalisierung und dem Kapitalismus verfremden sich die Leute immer mehr! Was meiner Meinung nach in nächster Zeit zu noch weiteren Selbstmorden führen wird! |
| Montrose | Massenselbstmord ist keine individuelle, freie Willensentscheidung, sondern geschieht unter sozialem Druck. Von daher ist Massenselbstmord immer falsch. Was den individuellen Selbstmord betrifft, so werden dadurch Probleme nicht bewältigt, sondern es findet eine Flucht vor dem Leben statt. Die Behauptung, politische oder wirtschaftliche Verhältnisse stünden im Zusammenhang mit Selbstmord, ist falsch. Gerade in Krisenzeiten sind die Leute so mit dem Überleben beschäftigt, daß ihnen Selbstmord gar nicht erst in den Sinn kommt. [QUOTE]Wenn man Angst davor hat mit solchen Problemen zu besten Freunden oder bekannten zu gehen dann ist das für mich auch ganz klar ein Fall den man der Gesellschaft an sich zu verdanken hat! Durch die Globalisierung und dem Kapitalismus verfremden sich die Leute immer mehr![/QUOTE]Globalisierung und Kapitalismus gibt es ebensowenig wie den Weihnachtsmann oder Schneewittchen. Es gibt Dich und mich, und wenn etwas zwischen uns steht, ist das unser Thema und nicht das von Politik oder Modetrends. |
| Tiberon | [quote]... und wenn etwas zwischen uns steht, ist das unser Thema ...[/quote] Wenn die Gedanken aber zu einem nicht unerheblichen Teil gelenkt werden, muß man dem einen oder anderen eben dies auch erst wieder vor Augen führen oder gar beibringen, abseits von Einflüssen aus beispielsweise Werbung zu denken. |
| Montrose | [QUOTE]Wenn die Gedanken aber zu einem nicht unerheblichen Teil gelenkt werden, [/QUOTE]Wer trägt die Verantwortung? Jene, die lenken, oder jene, die sich lenken lassen? [QUOTE]muß man dem einen oder anderen eben dies auch erst wieder vor Augen führen oder gar beibringen[/QUOTE]Wer ist dieser "man", der mir sagt, was richtig und falsch ist. Das ist doch auch nur wieder der Wolf im Schafspelz. Im Prinzip hast Du schon recht, Tiberon: natürlich treten im Umgang miteinander Vorurteile, falsche Annahmen usw. dazwischen, welche von anderen ---Eltern, Freunde, Kirche, falsche Moral, Intrigen, Werbung--- vermittelt werden, und behindern die Begegnung. Nur, man kann diese Hindernisse eben nur durch ein einziges Mittel ausräumen.... indem man sich begegnet. Die Hindernisse der Begegnung werden durch Begegnung ausgeräumt. Dieses ganze politische, aber auch religiöse und psychologische und soziale und intellekutelle Gesocks hingegen ist keine Begegnung, sondern es sind selbst wieder Mauern, die sagen: die zwei dürfen nicht zueinander kommen. |
| Tiberon | Es fällt leicht, zu sagen, daß die Verantwortung bei jenen liegt, die sich lenken lassen. So einfach ist es aber nicht. Unterliegt das Gehirn und die 'normale' Denkweise doch auch Gesetzmäßigkeiten, die sich zu einem nicht unerheblichen Teil lenken lassen. Ich denke da nur an die Frau aus "Corporation", die voller Stolz erzählt, wie sie eine Marketingstrategie erarbeitet haben, die Kinder dazu bringt, ihren Eltern an der Supermarktkasse nach den Schokoriegeln die Ohren vollzuheulen - und zwar ganz gezielt. Wer [i]man[/i] ist kann ich nicht sagen. Ich stelle nur bisweilen fest, wie furchtbar einfach es doch werden kann, wenn man Mauern einfach ignoriert, was die Frage nach dem [i]Wie[/i] aber noch nicht beantwortet. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Wer trägt die Verantwortung? Jene, die lenken, oder jene, die sich lenken lassen? [/QUOTE]Die Verantwortung tragen m.E. vor allem diejenigen, die es zulassen, dass einige Leute so viel Macht in ihren Händen konzentrieren können, dass sie andere Menschen gegen ihren Willen lenken können. Die Mittel und Wege, einer solchen Machtkonzentration entgegenzuwirken, sind vielfältig. [QUOTE]Wer ist dieser "man", der mir sagt, was richtig und falsch ist. Das ist doch auch nur wieder der Wolf im Schafspelz. [/QUOTE]Dieser "man" ist derjenige, der sich Freund, Partner, Vater oder Mutter nennt. Kurzum, es sind diejenigen, denen die Heranwachsenden am Herzen liegen. Und diejenigen sollten nicht sagen, "was richtig und falsch ist", sondern ihren Schützlingen dabei helfen, das in jeder Situation für sich selbst herausfinden zu wollen und zu können. [QUOTE]Nur, man kann diese Hindernisse eben nur durch ein einziges Mittel ausräumen.... indem man sich begegnet. Die Hindernisse der Begegnung werden durch Begegnung ausgeräumt. Dieses ganze politische, aber auch religiöse und psychologische und soziale und intellekutelle Gesocks hingegen ist keine Begegnung, sondern es sind selbst wieder Mauern, die sagen: die zwei dürfen nicht zueinander kommen. [/QUOTE]Da stimme ich dir zu. Wir, die wir Verantwortung übernehmen wollen, können letztendlich nicht viel mehr tun, als selbst neugierig auf Begegnungen zu sein und unseren Lieben diese Neugier auf Begegnungen mit-zu-teilen, und auf der anderen Seite immer wieder alle Mauern als Mauern zu benennen, die unsere Freiheit beschränken. |
| puaquita | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Die Behauptung, politische oder wirtschaftliche Verhältnisse stünden im Zusammenhang mit Selbstmord, ist falsch. Gerade in Krisenzeiten sind die Leute so mit dem Überleben beschäftigt, daß ihnen Selbstmord gar nicht erst in den Sinn kommt. [/B][/QUOTE] Kein schlechtes Argument, auf den ersten Blick. Aber ich glaube was du da vielleicht verwechselst ist materielle Armut mit seelischer Armut. @ Montrose In welcher Welt lebst du, in der es keinen Kapitalismus gibt? Oder was muss ich tun, um ihn auch nicht zu "sehen"? Selbst der größte Kapitalist sein wahrscheinlich... ;) |
| Kato | wenn ein gewisser herr apfel zum massenselbstmord seiner parteimitglieder aufrufen würde, würde mich das garnicht stören(npd vorsitzender) ich lehne es ansonsten aber meist ab |
| Setesh | Ich bin ein Mörder! Ich hab gerade einen Hernn Apfel gegessen!:D |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kato [/i] [B]wenn ein gewisser herr apfel zum massenselbstmord seiner parteimitglieder aufrufen würde, würde mich das garnicht stören(npd vorsitzender) ich lehne es ansonsten aber meist ab [/B][/QUOTE] Wenn schon provokativ, dann bitte richtig: Wenn Du Dich umbrächtest, würde mich das auch nicht stören. Im übrigen kann ich das von fast allen Menschen sagen. Jeder soll selbst entscheiden dürfen, ob er gerne weiterleben will oder nicht. Ich sehe keinen Grund, mich darin einzumischen. |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Als ich vor 2 oder 3 Wochen die Bild am Sonntag las[/QUOTE] Mich wundert zum einen, dass sich die zahlreichen ehrgeizigen Bekämpfer des "Bildzeitungsniveaus" noch nicht meldeten, zum anderen, dass hier eine ernsthafte Diskussion entstand.[QUOTE]Da war ein Mann der zum Massenselbstmord aufrief. Und das am Valentinstag. Zum teil wundert es mich sehr,[/QUOTE] Nö. Mich wundert das nun nicht mehr. :D Vielleicht war der Mann ja sehr einsam und hat auf diese Art und Weise Seelenverwandte gesucht. Im Buch hat es ja auch so funktioniert. Vielleicht war er einfach nur geisteskrank... Hat sich die BILD noch einmal dazu geäußert, was aus dem Mann geworden ist? :p Selbstmörder trennen die Lager. Das ist sehr interessant. Vor ein paar Jahren zeigten sie in den Nachrichten einen, der sich von der Brücke stürzen wollte, aber dabei den ganzen Verkehr aufhielt. Was folgte, waren Bechimpfungen der Autofahrer, warum er denn nicht endlich springe, damit die Straße wieder frei wird; wieso er denn nicht woanders sterben könne. Entsetzen an Deutschlands Bildschirmen. Sind junge Selbstmörder nun die armen Tropfe, die niemand auffangen konnte oder die Egoisten, die nur den Weg des geringsten Widerstandes gehen? Ich habe mich nach langen Überlegungen für die erste Version entschieden. Der Einwurf von Nix entspricht der anderen Fraktion. Ich sehe da nichts provokantes. Und zu dem Begegnungsargument: Natürlich kann man Selbstmord nur durch Gesten und Gespräche verhindern. Nicht umsonst werden die Gefährdeten in die Klapse eingewiesen und bekommen dort Gesprächstherapien. Kunst allerdings ist, den Lebensmüden außerhalb der Anstalt zu erkennen. Die wenigsten stellen sich auf Brücken oder gehen online. Viele lecken im stillen Kämmerlein ihre Wunden bis sie es leid werden. Wie also will man Begegnung schaffen, wenn man die Zeichen nicht sehen kann? Die Arbeit beginnt wie so oft zunächst bei einem selbst. |
| Unknown | Seid gegrüßt, alle miteinander! Ich stand schon mehrmals da, in einer scheinbar ausweglosen Situation, in der es mir schien, dass es das Beste für mich UND meine Nächsten sei, wenn es mich einfach nicht mehr gäbe. Nun habe ich nicht alzuviele Nächsten, doch denen, die es sind versprach ich nichts dergleichen zu tun und weiterzumachen, egal, was auch geschieht. Es ist, wie bereits jemand sagte, oft nicht einfach, mit dem Leben, wenn es erst mal ,,so richtig vergeigt'' ist (um es milde auszudrücken) klarzukommen. Doch das ist für mich nicht der entscheidende Punkt. Das Wichtige ist die Chance, dass man theoretisch alles sofort verändern könnte. Es GIBT Situationen, in denen man mit sich selbst nichts mehr anzufangen weiß, sich selbst nicht mehr kennt, sich selbst nicht mehr vertraut. Doch andererseits gibt es die Hoffnung, und wenn man diese selbst nicht mehr hat, so braucht man jemanden, der sie einem klarmacht. Ich habe einen Selbstmord miterlebt und einen anderen mitbe- kommen. Mein Vater hat sich kurz vor Weihnachten umgebracht und seine Frau sowie drei Kinder zurück gelassen, von denen zwei einfach zu klein waren, um wirklich zu begreifen, was da überhaupt passiert ist. Geschweige denn, zu begreifen, dass sie NICHT die Schuld trugen am Geschehenen. Für die hinterbliebenen ist es wirklich schwierig. Sogar (oder erst recht) wenn sie ihn eigentlich ,,nicht so wirklich'' liebten. Massenselbstmord würde etwas bringen. Nämlich, dass es we- niger menschen gäbe. Okay, das ist irgendwie bösartig. Aber es brächten sich aller Wahrscheinlichkeit sowieso ,,die Falschen'' um. Umbringen sollten sich wenn dann diejenigen, die ein wunderbares Leben haben. Es nicht nötig haben, an Andere zu denken und auf Kosten dieser in Saus und Braus ihr Dasein haben. Nein, das stimmt nicht. Man sollte aber vielleicht den Schädel dieser Menschen öffnen und ein wenig darin herumrühren ;-) Aber ob es den gewünschten Erfolg brächte, ist fraglich. Man sollte niemanden da mit hereinziehen? Man zieht immer jemanden mit hinein. Besonders dann, wenn es in die Medien kommt. Was ist eigentlich der ,,Freitod'', he? Frei ist derjenige, der LEBEN kann. Und dass in aller Freiheit. Freedom is just another word for nothin' have to loose. Aber doch nicht SO! Ich glaube, das war's erstmal. Außerdem ist meine Internetzeit gleich rum. Ich denke immer noch jedesmal, wenn ich über eine bestimmte Brücke gehe, darüber nach, wie es wäre, machte ich einfach einen Köpper hinunter. Der erste Stein und platsch. Vorbei. Und dann? Nichts? Leere? Was würde das bringen? Dann atme ich nochmal tief durch, gehe weiter und versuche, das Beste draus zu machen. Es gint andere Möglichkeiten. Aber gibt es die für alle? Jeder Mensch hat Möglichkeiten. Und wenn sich jemand umbringt, hatte er nur noch die Möglichkeit DAZU. Und sonst nichts. Ich versuche halt, zu sovielen menschen wie möglich GUT zu sein und sie zum Weiterlaufen zu überreden. -=dS=- alias Unknown. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Unknown [/i] [B]Massenselbstmord würde etwas bringen. Nämlich, dass es we- niger menschen gäbe. Okay, das ist irgendwie bösartig. Aber es brächten sich aller Wahrscheinlichkeit sowieso ,,die Falschen'' um. Umbringen sollten sich wenn dann diejenigen, die ein wunderbares Leben haben. Es nicht nötig haben, an Andere zu denken und auf Kosten dieser in Saus und Braus ihr Dasein haben. [/B][/QUOTE] Menschen, die sich Ihren Erfolg hart erarbeiten und erleiden mussten, sollten ihn alsonicht genießen, sondern sich umbringen? - Neid und Missgunst nenne ich das. Und ein Bemühen, selbst erfolgreich und glücklich zu sein, lässt sich dem auch nicht entnehmen. Du solltest lernen, Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen und nicht die Schuld für persönliche Niederlagen und Schwächen auf andere zu delegieren. Ich kann Dich zudem beruhigen: wer glücklich ist, denkt selten an Selbstmord. Falls Du mit Mitleid zufrieden bist: meins hast Du (es ist umsonst). :eek: "Leben ist die Kategorie der Möglichkeit" (Hebbel, Tagebücher) Ich heiße Freitod weder gut noch verdamme ich ihn. Freunde und Nahestehende würde ich von der Selbsttötung abzuhalten versuchen. Aber mir ist auch klar, dass meine Motive hierfür egoistisch wären. Ich respektiere ansonsten das Recht anderer Menschen, zu leben, ebenso wie deren Wunsch, das Leben aufzugeben. |
| puaquita | [QUOTE][i]Original geschrieben von Unknown [/i] [B]Seid gegrüßt, alle miteinander! Aber es brächten sich aller Wahrscheinlichkeit sowieso ,,die Falschen'' um. Umbringen sollten sich wenn dann diejenigen, die ein wunderbares Leben haben. Es nicht nötig haben, an Andere zu denken und auf Kosten dieser in Saus und Braus ihr Dasein haben. [/B][/QUOTE] @Nix ich denke die Betonung lag hier auf Und wo ist da eine Schuldzuweisung - du meinst "auf Kosten dieser...." ? Gruß, puaquita |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von puaquita [/i] [B]@Nix ich denke die Betonung lag hier auf Und wo ist da eine Schuldzuweisung - du meinst "auf Kosten dieser...." ? Gruß, puaquita [/B][/QUOTE] Puaquita, ich gebe zu, in der Tonart geantwortet zu haben, die die Vorlage trug. Wer auf Kosten anderer lebt (1), dabei glücklich ist (2) und es nicht nötig hat, an andere zu denken (3), ist sicher nicht sonderlich liebenswert. Ihm den Tod zu wünschen, ist dennoch in meinen Augen eher ein destruktiver infantiler Wutausbruch. Für konstruktiver halte ich es immer noch, die eigene Lebensweise und die eigenen Ansichten zu hinterfragen, um gegebenenfalls zu der Einsicht zu gelangen, dass man dem eigenen Glück selbst im Wege steht. Glück oder die Annäherung an solches ist Arbeit. Die Glücklichen (kann man überhaupt zu Recht glücklich sein?) zu verwünschen, wird wenig bringen. |
| puaquita | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Für konstruktiver halte ich es immer noch, die eigene Lebensweise und die eigenen Ansichten zu hinterfragen, [/B][/QUOTE] Da sagst du was! Ich weiß nicht wie das bei unserem Unbekannten ist, aber ich selbst tue das jedenfalls viel zu oft. Da gehört glaube ich einiges dazu, um auf diesem Wege zu deiner Einsicht zu kommen, wie du es sagst. Ja, kann man zu Recht glücklich sein? - es soll ja auch das Phänomen geben, dass Menschen vorgeben sie seien glücklich, weil es halt allgemein so erwartet wird - und man will ja auch, was den Erfolg im Leben angeht, möglichst nicht hinter seinem Nachbarn zurückstehen, denn das wäre ja ein Zeichen von Schwäche. |
| trismegistos | was soll man zu "bild am sonntag" und "massenmord" sagen ? das erste erzeugt das zweite ... |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von puaquita [/i] [B]Da sagst du was! Ich weiß nicht wie das bei unserem Unbekannten ist, aber ich selbst tue das jedenfalls viel zu oft. Da gehört glaube ich einiges dazu, um auf diesem Wege zu deiner Einsicht zu kommen, wie du es sagst. Ja, kann man zu Recht glücklich sein? - es soll ja auch das Phänomen geben, dass Menschen vorgeben sie seien glücklich, weil es halt allgemein so erwartet wird - und man will ja auch, was den Erfolg im Leben angeht, möglichst nicht hinter seinem Nachbarn zurückstehen, denn das wäre ja ein Zeichen von Schwäche. [/B][/QUOTE] Dann sind wir schon zwei, nachdenken. ;) Mit einem Zustand relativen Unglücks kann ich mich gut arrangieren, ohne mich gleich umzubringen. |
| Unknown | Guten Tag (oder Abend, wie auch immer) Klar, das Ganze war ein wenig mit Neid verbunden ;-) das gebe ich zu... Die anschließende Interpretation bezüglich der Betonung war aber auch richtig. Ich denke, ich denke auch zu viel nach. Wobei man ja doch eigentlich NIE zuviel nachdenken kann... Ist nur ein wenig mühsam manchmal. Und NATÜRLICH, das ist zumindest bei mir ab und an (doch selten) mit Neid gegen- über denen verbunden, die halt NICHT nachdenken... Die Antwort kommt spät, hatte haufenweise um die Ohren ... Übrigens - Mitleid ist ganz in Ordnung - ;-) aber das habe ich mir selbst in der Vergangenheit MEHR als genug gegeben. Doch Schluß jetzt damit und leben. Es stimmt schon, der beste Weg, die Welt zu verbessern, ist SELBST besser zu werden. Ja. Bin jetzt wieder optimistischer geworden - DAS ist produktiv, sage ich euch *grins*. Bis dann, Unknown. Der Unbekannte (das hört sich gut an :-) |
| VampireMiyu | Nein - definitiv keine Lösung *kopfschüttel* Mi |