| black-Nail | Ich hab schon lang mal drüber nachgedacht, ... ob man ohne Gesellschaft und ohne Zeit lange leben kann. So in der Vostellung, ... ein Mensch, ... auf einer Insel, ... oder einfach einem ganz einsamen Platz, wo so keiner hinkommt, ... ohne Uhr, also ohne die Zeit zu wissen, ... ohne jede Gesellschaft, aber sonst mit allem was man so zum leben braucht. Das gleiche könnte man sich noch in einem Raum vorstellen. Wie lange kann jemand ohne Zeit und Gesellschaft in einem kleinen Raum leben (also einem Zimmer mit vier Wänden). Was denkt ihr wie lange das gehen würde,... wie lange der Mensch das aushalten kann? |
| Pallor | Dazu ein Literatur Tip: Robinson Cruso und Kasper Hauser Experimente beides deutet daraufhin das der Mensch ein Soziales Wesen ist und gesellschaft braucht um nicht Verrückt zu werden bzw. überhaupt überleben zu können. Ich bezweifel sogar das man lange an sich selbst noch glauben kann wenn man kein Wesen hat das einem Rückmeldungen gibt. Intressant wäre es natürlich wie schnell unser Gehirn uns einen "Partner" erschaffen wird, also eine Illusion oder eine Projhektion unserer Selbst in die Aussenwelt. Pendark |
| Hades | Hi Interessantes Thema. Bin auch der Meinung, dass der Mensch mit der Zeit durchdrehen würde in der völligen Isolation. Er wird sich zwar eine eigene Welt erschaffen um die Einsamkeit leichter ertragen zu können, doch irgendwann wird der/diejenige dann schlussendlich zugrunde gehen. Menschen sind von Natur aus keine Einzelgänger. Lg Hades |
| VampireMiyu | ich denke man würde eingehen.... jeder mensch ist ein von natur aus geselliges tier.... und ganz ohne eine helfende habnd, eine schulter zum ausweinen oder einem ohr zum zuhören... ich denke das würde kein mensch auf dauer gesehen aushalten... Mfg Mi |
| oskadis | Ich schließe mich der herrschenden Meinung an - mit einem Unterschied: der Mensch ist ein geselliges Tier, aber er braucht auch einen gewissen Entfaltungsraum. Wenn man zu dicht aufeinanderhockt rastet man irgendwann auch aus. Gruß ~Oskadis~ |
| docht | was ist mit asketen? oder mit irgendwelchen eremiten die ihr einsames leben leben, irgendwo herumziehen, zurueckgezogen leben. nuja, ich kenn da zwar keine, hab aber von gehoert. glaub aber, die leben nur fuer ein paar jahre so. aber ich meine, es haengt auch vom menschen ab, wie lange und ob er das aushaelt in der einsamkeit. manchen tut das gut.. haengt vielleicht auch von der erziehung ab.. |
| DeathGirl666 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i] [B]Dazu ein Literatur Tip: Robinson Cruso und Kasper Hauser Experimente beides deutet daraufhin das der Mensch ein Soziales Wesen ist und gesellschaft braucht um nicht Verrückt zu werden bzw. überhaupt überleben zu können. [/B][/QUOTE] genau das ist richtig!!!!!! |
| Pseudo-Gruftiii | [quote]manchen tut das gut..[/quote] ....aber sicherlich nicht auf dauer. es kann auch zum beispiel sein, dass man sich 16 jahre lang seine ruhe wünscht, weil man ganz genau weiss, dass einem die menschen, die einem am nähersten sind eigentlich nicht gut tun, obwohl es wahrscheinlich eigentlich anders sein sollte. und trotzdem.....wenn erstmal niemand mehr da ist, vermisst man sogar diese (vielleicht aber auch, weil man "früher" nie andere gekannt hat). dadurch nehme ich mal an, dass diese menschliche eigenschaft, andere menschen um sich zu brauchen stärker ist wie (wenn man es jetzt mal ganz krass sagt) der seelische selbsterhaltungstrieb. [quote]haengt vielleicht auch von der erziehung ab..[/quote]du meinst, wenn man schon so erzogen wurde, allein zu sein, gewöhnt man sich dran?...und kriegt auch später wenn man vielleicht erwachsen ist davon keinen schlag? kann auch sein, dass ichs falsch verstanden hab, wenn ja dann bitte näher erläutern... |
| Kato | ich weiss nicht ob der mensch wirklich durchdrehen würde, wenn er nichts anderes kennt. dann besteht die welt für ihn halt nur aus einer insel oder aus 4 wänden. er würde sicher ungewöhnliche verhaltensweisen an den tag legen, aber ich bin ir nicht sicher ob er durchdrehen würde |
| black-Nail | Ich denk mal,... ohne Gesellschaft und Zeit könnte man ca. eine Woche ohne komplikationen überstehen. Aber bei längerer Einsamkeit wird sich jeder normale Mensch eine zweite Persönlichkeit in irgend einer Art vorstellen oder einbilden, ... was auch in Gegenstände interpretiert werden kann. Mit so einer art Bezugsperson würde es dann denk ich schon länger gehen, ... weiß es aber nicht genau... . Glaub aber au net dass es gut tut auf so lange zeit allein zu sein. |
| Caerula | Ich glaube, wenn man es gewohnt ist ohne Mitmenschen zu leben...und plötzlich Gesellschaft bekommt kann das den gleichen psychischen Knall hervorrufen wie umgekehrt. Eine Einzelperson die kaum mit anderen Menschen in Kontakt kommt oder selten, wird umso "bekloppter" je mehr Gesellschaft es bekommt. Genauso ist es mit dem Menschen auf einer einsamen Insel. Ich kann auch nicht genau sagen, ob man durchdrehen würde. Denn irgendwann gewöhnt man sich an alles....okay...jetzt mal abgesehen von der völligen Isolation in einen Raum oder sowat. PS: Früher hatten die Menschen auch keine Armbanduhr und kamen trotzdem zurecht ;) Caerula |
| black-Nail | stimmt schon, ... aber heute sind wir ja dran gewöhnt eine Uhr zu haben und die Zeit zu wissen. Ich glaub nicht so ganz dass wir so von einem Zeitpunkt zum anderen so ganz ohne auskommen könnten :p |
| faust | Ein wirklich interessantes Thema. Wer hat sich nicht schon oft gewünscht, mal ganz für sich allein zu sein, ohne Menschen, die Ansprüche stellen, an denen man sich orientieren muss, denen man sich unterzuordnen hat oder die einen gar verletzen? Ich jedenfalls hatte und habe oft Phasen, in denen ich mich ganz allein irgendwohin gewünscht habe, wo ich meine Ruhe hab. Allerdings widerspricht ein dauerhaft isoliertes Leben der menschlichen Natur. Die Persönlichkeit eines lange Zeit isolierten Menschen verändert sich, erst wird er "kauzig", dann geht es über in Verrücktheit und Wahnsinn. Weil einfach Bezugspersonen fehlen, mit denen man kommunizieren und sich austauschen kann, wird der Isolierte die Persönlichkeitsveränderung kaum als solche wahrnehmen, sie ist ja eine schleichende Anpassung an eine abnormale Lebenssituation. [QUOTE]Dazu ein Literatur Tip: Robinson Crusoe[/QUOTE] Ist meiner Meinung nach nicht wirklich ein realistisches Persönlichkeitsporträt, er lebt schließlich, ohne dass sich seine Persönlichkeit großartig ändert, 20 (?) Jahre allein auf einer Insel. Außerdem findet er sich nach seiner Rettung problemlos wieder in der menschlichen Gesellschaft ein. Mir würde als Beispiel für Isolationismus und dessen Folgen bei Künstlern spontan Hölderlin einfallen, der war im Zwiespalt zwischen einer Gesellschaft, in der er nicht zurechtkam und der Einsamkeit, die er nicht aushielt und ist letztenendes daran zerbrochen und hat fast die Hälfte seines Lebens in Wahnsinn verbracht. |
| Gr. Gaulichter | was ist mit der simulation von gesellschaft? also nicht nur der wahnsinn oder das schaffen von "kommunikations"-"partnern" wie in Cast Away (ja, der musste jetzt sein ;) ), sondern eher das, was tv und internet tun? und bei der zeitproblematik: ich vermute, die meinst zeitliche einteilung, ein zeitsystem? oder eher die richtung, keine muße zu haben, weil immer etwas zu tun ist? hat man nicht schon dann keine zeit mehr, wenn man sie nicht wahrnimmt? gg.grüße |
| Caerula | Ich glaube nicht das man das Internet als falschen Kommunikations-Partner sehen darf. Es ist einfach eine andere Form der Unterhalten..also wenn ich jetzt mal auf emails oder chats eingehe. Früher hat man briefe geschrieben, heute geht dat bissi fixer :) Und TV.....eine Art der Kommunikation? Eher der Datenübermittlung oder?!*grübels* ... Und um nochmal auf die Zeit zurück zu kommen.....es ist genauso als wenn du deine Uhr vergessen hättest auf einem....ähm..Urlaubstripp in der Sahara oder so ( ja nicht lachen! :p )...wat maddu dann?! Du richtest dich dann ganz automatisch nach der Sonne, wenn du weißt, wie du sie nutzen kannst. Ich sehe da eigentlich weniger ein Problem mit der zeit als mit der fehlenden Gesellschaft. Der Geist würde, meiner Meinung nach, einfach verkümmern. Oder der Mensch wäre endlich gezwungen sich mit sich selbst mal auseinander zu setzen, was vielen unserer Artgenossen mal janz jut tuen dürfte! Caerula |
| black-Nail | des mit der Sonne is irgendwie logisch. Aber stell dir mal vor, ... ähm ... du bist irgendwo am Nord- oder Südpol, ... wo´s den ganzen Tag dunkel is oder den ganzen Tag die Sonne scheint , oder ... ich komm mal auf die vier wände zurück. So in nem Raum, ... seis egal wie groß der is, ... wo so kein licht reinkommt und du dich an garnix orientieren kannst. Ich glaub des funktioniert net auf dauer :p . |
| Caerula | Okay ähm ähm...ich geb dir darauf ne Antwort! Ich muss nur heir bei mir n Buch finden, wo etwas über ein Experiment drin steht was man vor Jahren mal mit einem jungen Mädchen veranstaltet hat. Ab in den Keller, unter der Erde, ohne jegliche zeit oder Lichtorientierung aber mit allem was sie zum Leben brauchte. ....irgendwas kam dabei raus, weiß nur nimmer was. Aber ich glaube dein Biorythmus kriegt das irgendwie auf die Reihe das du Tages und Nachtzeiten trotzdem einhälst....waaaarte!*kram* |
| black-Nail | such such :p :D :p |
| Caerula | HA! ich habs gefunden alllssooo hier steht: Am 23. Mai 1989 tauchte Stefania Follini aus einer Höle in der Nähe von Carsbad in der Mittagssonne wieder auf. Als freiwillige Versuchsperson eines Forschungsteams, das die Auswirkungen der Isolation auf die Körperrythmen untersuchte, hatte die 27jährige Frau 130 Tage allein in einer unterirdischen Höhle verbracht, abgeschirmt vom Sonnenlicht und ohne Uhr. Die Temperatur in ihrem Wohnraum betrug konstant 21 °C. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt war ein Computer, der ihre körperliche Verfassung aufzeichnete. Bei diesem und ähnlichen Experimenten, bei denen Versuchspersonen in Bunkern und Höhlen isoltiert wurden, konnte man nachweisen, daß sich der zirkadiane Rythmus des Menschen bei etwa 25 Stunden einpendelt. Durch diese Abweichung vom 24-Stunden-Rythmus bleibt der Mensch anpassungsfähig, beispielseise beim Jet-Lag. Die vier Monate in der Höhle kamen Stefania nur wie zwei vor. Sie nahm etwa 8 kg ab und hatte keine Monatsblutungen mehr. Mit Hilfe eines Kassetenlehrgangs lernte sie Englisch. Bücher, Spielkarten und zwei nette Mäuse trugen zu ihrer Unterhaltung und Zerstreuung bei. Siehste! Das heißt also man wird nicht völlig bescheuert! Nunja okay, sie hatte auch Beschäftigung aber irgendwie scheint sich der Biorythmus doch anzupassen. Ähm ja....also ob dat nu meine These wiederlegt oder nicht kann ich jetzt auch nicht mehr sagen *amkobbkratz* *erstmal fertig sein vom ewigen suchen**uff* Caerula |
| black-Nail | dank dir fürs raussuchen *g*. Is wirklich sehr interessant :p |
| Caerula | Obwohl.... mal son bisschen Isolation....wäre net schlecht..mal so gar keine Menschensau um sich rum....*ahh* scheene Vorstellung oder? Ich rede von einer isolation, von der man leicht wieder fliehen kann..was meinst du?! |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Caerula [/i] Die vier Monate in der Höhle kamen Stefania nur wie zwei vor. Sie nahm etwa 8 kg ab und hatte keine Monatsblutungen mehr. Mit Hilfe eines Kassetenlehrgangs lernte sie Englisch. Bücher, Spielkarten und zwei nette Mäuse trugen zu ihrer Unterhaltung und Zerstreuung bei. [/QUOTE]Ich glaube, unter diesen Bedingungen würde ich es auch eine ganze Weile aushalten, aber nicht ohne sinnvolle Beschäftigung und Kommunikation mit anderen Lebewesen, und wenn es "nur" zwei Mäuse sind. Ich habe schon mehrmals davon gehört, dass Menschen, die isoliert waren (z.B. in Einzelhaft), die Kommunikation mit Mäusen, Ratten, Kakerlaken und anderen Tierchen gesucht haben und sich mit den Tieren angefreundet haben. Auch die Eremiten in Märchen und Filmen haben meist tierische Begleiter. So findet man die Märchen-Hexen meist mit einer Katze auf dem Buckel, gestrandete Seeleute haben einen Papageien usw. Freilich sind auch diese Einsiedler nach Jahren irgendwie ver-rückt (d.h. sie haben andere Bezugspunkte als die "Normalen"). Aber ich glaube, ganz ohne Kommunikation sind Menschen (und andere lebewesen) nicht lange überlebensfähig. |
| Bannockburn | Dazu fiel mir dies hier ein: "Die Stachelschweine Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertag recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammen brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so daß sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung von einander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. - So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! - Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. - Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat, bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben noch zu empfangen." (aus `Parerga und Paralipomena' ) |
| sál | Meine Grossmutter hat eine kleine Huette irgendwo im Niemandsland, und 2002 und 2003 verbrachte ich meinen Sommer dort allein. Das heisst, ich war 2 bis 3 Monate ohne Kontakt zur Aussenwelt dort. Waehrend der Zeit bin ich sicher nicht bescheuert geworden, viel mehr habe ich zu mir selbst gefunden. Das Zeitgefuehl existiert im Groben von ganz allein, schliesslich weiss ich, wie spaet es ungefaehr ist. Ich denke, nein, ich bin ueberzeugt, dass der Mensch fuer eine gewisse Zeit allein sehr gut zurecht kommt. Ich habe zwar niemanden extrem vermisst, aber gefreut habe ich mich schon, nach diesen Sommern meine Familie und Freunde wieder zu sehen. |
| Caerula | Ick glaub mal das das auch sehr auf jeden Einzelnen drauf ankommt. Ich könnte zwar nicht 2-3 Monate völlig isoliert von jeglichen Kontakten zur Außenwelt leben, aber nur mit anderen zusammen sein auch nicht. Davon würd ich persönlich auch n Knall bekommen,wenn ich keine 5 min am tag alleine sein könnte. Und um mal uff de Stachelschweinchen anzusprechen...*g*...nicht jeder hat soviel Wärme seine Mitschweinchen derart auf Abstand halten zu können.. Caerula |
| puaquita | [QUOTE][i]Original geschrieben von Caerula [/i] [B]Siehste! Das heißt also man wird nicht völlig bescheuert! Nunja okay, sie hatte auch Beschäftigung aber irgendwie scheint sich der Biorythmus doch anzupassen. Ähm ja....also ob dat nu meine These wiederlegt oder nicht kann ich jetzt auch nicht mehr sagen [/B][/QUOTE] Ich schätze es ist nicht nur die tierische Zerstreuung, sondern auch die Psychologie die hier ne Rolle spielt. Die Frau war halt davon Überzeugt, 1. dass sie nach soundsoviel Tagen wieder in ihre gewohntes Leben zurückkehrt und 2. dass sie falls sie merklich abbaut jederzeit da raus geholt würde.. auf ner einsamen Insel gestrandete klammern sich vielleicht noch an die Hoffnung dass ein Schiff vorbeikommt oder sowas... schwindet die Hoffnung, dann schwindet auch das Leben...und der Verstand:rolleyes: Man müsste mal nen Eremiten fragen, wie er das so geschafft hat, seinen Geist und Seele darauf zu trainieren mit sich ganz allein klarzukommen und warum er dann so früh stirbt. Wahrscheinlich einfach keinen Bock mehr drauf, weils so arg langweilig ist alleine:rolleyes: |
| Bannockburn | [QUOTE][i]Original geschrieben von Caerula [/i] [B]Ick glaub mal das das auch sehr auf jeden Einzelnen drauf ankommt. Ich könnte zwar nicht 2-3 Monate völlig isoliert von jeglichen Kontakten zur Außenwelt leben, aber nur mit anderen zusammen sein auch nicht. Davon würd ich persönlich auch n Knall bekommen,wenn ich keine 5 min am tag alleine sein könnte. Und um mal uff de Stachelschweinchen anzusprechen...*g*...nicht jeder hat soviel Wärme seine Mitschweinchen derart auf Abstand halten zu können.. Caerula [/B][/QUOTE] Es geht hierbei weniger darum die Mitschweinchen auf Abstand halten zu [B]können[/B] , sondern mehr um die Notwendigkeit es zu tun. Denn durch diese Wärme die vieles mit sich bringt macht man sich auch verletzlich gegenüber jenen die das ausnutzen wollen. Also zieht man das Alleinsein den ständigen Konflikten mit anderen und sich selbst vor. Aber,das würde jetzt ein wenig zu sehr vom Topic abweichen glaube ich...:rolleyes: |
| Frost_Geist | Ich glaube das ein Mensch zwar überleben kann ohne Gesellschaft, jedoch zählen hier nur Dinge wie Jagdtrieb, Ernährung etc. Er wird dabei allerdings zunehmend Gesellschaftsunfähiger, da er es verlernt in sozialen Kontakten zu leben. Natürlich gibts da noch Dinge wie Askese etc. Ich würde dieses Leben einfach als ein Ungesellschaftliches Leben bezeichnen. FÜr unser Verständnis ist dies zwar eine Form der Verrückheit, aber für den einzelnen kann es vielleicht auch Erlösung sein. |
| SebG | Hier stellt sich die Frage, ob der Mensch mit den Umständen aufgewachsen ist, die du beschreibt oder ob er aus der Gesellschaft raus gegriffen wird und auf diese besagte Insel oder den Raum gebracht wird. Vorausgesetzt er wird in diesen Verhältnisse hereingeboren (Beispiel Insel), glaube ich, dass er, zumindest länger überleben könnte, als in einem Raum, dennoch nicht sonderlich lange, da der Mensch bewiesener Maße soziale Kontakte benötigt m leben. Allerdings wäre es auch möglich das er sich "einfach nur" in einen psychischen Krüppel verwandelt. Vorausgesetz er wird aus der Gesellschaft, dem System herausgerissen (nehmen wir Beispiel Tom Hanks in dem Film "Verscholen"), glaube ich, dass er zeimlich schnell ein toter Mann / eine tote Frau wäre. Danke für die Aufmerksamkeit.. |
| Engelskriegerin | Hat er keine Aussicht auf eine Resozialisierung, denke ich: Entweder er stellt sich seiner Situation und kämpft, was mit der Zeit wohl zwanghaft zu Wahnvorstellungen/Selbstgesprächen führt oder er gibt auf.. Vielleicht weit her gegriffen, aber auch (geistig) einsame Menschen in normaler Umgebung entwickeln manchmal solche Verhaltensmuster, indem sie eine Bezugsperson erfinden, mit der sie kommunizieren. Oft gibt sich das allerdings von selbst bei Anschluss an eine Gruppe. Also, ich denke er kann, sofern er in diese Verhältnisse hineingeboren wurde, durchaus überleben, wenn auch mit psych. Krankheiten, die ihn aber keineswegs stören dürften. Wird er aber 'ausgesetzt' denke ich dass er, wie schon jemand erwähnt hat, mit schwindender Hoffnung auf Rettung auch seinen Lebenswillen aufgibt. |
| DunkelKoma | @black-Nail [SIZE=1]*Albernmodus ein*Hö, Dich hab ich fünfmal an jeder Hand - leider siehst Du in allen Fällen recht mitgenommen aus!:D*Albernmodus aus*[/SIZE] So wie Du es beschreibst, könnte ichs glaub ich recht lange aushalten, ich drehe nämlich durch, wenn ich nicht öfter mal ganz alleine sein kann. Allerdings weiß ich natürlich nicht wirklich, wie das ist (irgendwann muß ich ja doch einkaufen gehen und auf der Straße oder im Haus oder am Himmel :rolleyes: ist auch immer was los),weshalb ich sáls Beitrag wirklich spannend finde: [QUOTE][i]Original geschrieben von sál [/i] [B]Meine Grossmutter hat eine kleine Huette irgendwo im Niemandsland, und 2002 und 2003 verbrachte ich meinen Sommer dort allein. Das heisst, ich war 2 bis 3 Monate ohne Kontakt zur Aussenwelt dort. Waehrend der Zeit bin ich sicher nicht bescheuert geworden, viel mehr habe ich zu mir selbst gefunden. Das Zeitgefuehl existiert im Groben von ganz allein, schliesslich weiss ich, wie spaet es ungefaehr ist. [/B][/QUOTE] @ sál Hattest Du Vorräte für all die vielen Wochen dort? Und was bewog Dich zu diesen einsamen Sommern? Vielleicht erbe ich mal eine einsame Hütte ... halbverfallenes Schloß wäre auch recht :D ... P.S.: Übrigens rede ich mit meinen Möbeln und sonstigem Hausgerät und widerspenstige Exemplare beschimpfe und verfluche ich sogar - vor allem die Ergüsse des Radios ...:D :D :D |
| Hades | Hallo So Urlaub auf einer einsamen Hütte am Wasser mit einem Ruderboot, das könnte ich mir auch gut vorstellen. :) Ewige Isolation ist sicherlich nicht tragbar, aber ab und zu kann sowas nicht schaden. In der heutigen hektischen Zeit, kann sich eine begrenzte Auszeit nur positiv auswirken auf die jeweilige Person. Lg Hades |
| miss_cold-blood | Ahoi ^^ Hmm, ich selber könnte 1 Woche ohne Gesellschaft leben, aber nicht mehr. Aus dem Grund, weil es mir dann langweilig wird und von einer Couch zur anderen latsche und von einem Pc zum Nächsen... |
| Engelskriegerin | Naja, mit PC, TV und ähnlichem hat man ja doch Kontakt, wenn auch indirekten, zur Außenwelt.. Aber wie wäre es, wäre man wirklich völlig abgeschnitten von der restlichen Menschheit, ohne Wissen dass man 'entkommen' kann? sál, es wäre wirklich interessant, wenn du mehr über deinen Sommer erzählen könntest! |
| Angel_of_Dreams | Der Mensch ist ein herdentier und kann deshalb nur schwer alleine sein. Ich glaube auch nicht, dass man in der modernen welt allein sein kann, überall erkennt man den einfluss der moderne, überall ist etwas menschliches. Ich glaube nicht, das mit der aussage gespräche oder gar körperkontakt gemeint sind, sondern das schiere wissen voneinenander erzeugt ein gefühl der zusammengehörigkeit. die enge verbndenheit zu den älteren genrationen wie z.b. eltern oder großeltern und zu dem partner sorgen für ein gefühl von geborgenheit. dieses empfinden ist auch dann noch vorhanden, wenn man "allein" in ein einsames bergtal reißt um dort den sommer oder auch ganze jahre zu verbringen, man kann jederzeit in erinnerungen flüchten und sich so klar machen, dass man nicht allein ist. es gibt kein allein. es gibt auch menschen die die gesellschaft scheuen, weil sie ihnen etwas grausames angetan haben, doch auch diese personen kpnnen ohne die gesellschaft nicht überleben, sie benötigen jemandem dem sie sich anvertrauen können. Allein zu sein ist die härteste bestrafung auf erden, schlimmer als der tot, denn im tode sind alle menschen vereint, es ist das einzige erlebnis das jeder erleben wird. |
| SebG | Ja, letztendlich stimme ich Angel_of_dreams voll und ganz zu (außer das mit dem "im tod sind alle menschen vereint"). Der Mensc brauch Gesellschaft, derMensch kann nicht ohne und wenn dann nicht lange (ich halts nicht mal 2 tage aus, da ich schon immer viel esellschaft von Mitmenschen gebraucht habe :D ) |
| Angel_of_Dreams | danke für deine unterstützung, zu meiner todesansicht, ich bin atheist |
| SebG | war ja nicht böse gemeint, ok? :p |
| Angel_of_Dreams | hey, ich hab das nicht böse aufgenommen |
| ambi†valent | @Pallor [QUOTE]Intressant wäre es natürlich wie schnell unser Gehirn uns einen "Partner" erschaffen wird, also eine Illusion oder eine Projhektion unserer Selbst in die Aussenwelt.[/QUOTE] Diesen "Partner" könnte das Gehirn aber nur dann erschaffen, sofern es schonmal einen realen Partner erlebt bzw. wahrgenommen hat. Oder aber man äfft sich selbst nach, eine andere Möglichkeit sehe ich da nicht. Wenn jemand blind auf die Welt kommt wird seine Vorstellung auch immer eine andere sein, als die der Menschen, die demjenigen davon erzählen, eben weil er nie diese Erfahrung gemacht hat. Interessantes Thema übrigens! Hab selbst drei Jahre völlig isoliert gelebt, hab mir in der Zeit keine Pseudopartner gedanklich erschaffen und mit einem Volleyball namens Wilson hab ich auch nicht geredet. Nun jut! |
| Goldmund | [QUOTE][i]Original geschrieben von SebG [/i] [B](ich halts nicht mal 2 tage aus, da ich schon immer viel esellschaft von Mitmenschen gebraucht habe :D ) [/B][/QUOTE] Hi, bin neu hier. menschen sind verschieden, manche sind besser allein aufgehoben, manche in gesellschaft. ich glaub es ist falsch von sich auf andere zu schliessen, is das da oben, das zitierte so ne art freudscher verschreiber? |
| Novembermond. | @ambivalent den interessanten Teil erwähnst Du nur ganz beiläufig... Darf man fragen, wie es dazu kam, daß Du 3 Jahre isoliert gelebt hast? Freier Wille? Aus welcher Überlegung heraus? Mit welchen Zielen? Geht das in der heutigen Zeit überhaupt rein technisch, völlig isoliert zu leben (mir fällt da die Frage nach den Vorräten in der Hütte von Sál ein...)? Hattest Du auch keinen indirekten Kontakt in Form von Pc, Briefen, Büchern oder was auch immer? Ich selbst bin sehr gerne allein- es fällt mir allerdings sehr schwer, mir vorzustellen, wie es eine solch lange Zeit sein würde. N. |
| Auri | Ein schönes Thema! Endlich mal was interessantes! Ja ich kenne jemanden, der das plant, sein Leben in Zukunft in völliger Einsamkeit, jedoch mit PC *gg* zu gestalten......und ich kenne jemanden, der zumindest immer ein paar Monate (jetzt sogar in Deutschland) einsam gelebt hat.......ein guter Freund von mir, Heinz Pack. Er hat sich damit einen Traum erfüllt. Er hat monatelang nur auf Inseln gelebt, ist mit seinem kleinen Katamaran rumgefahren, hat sich ab und an Essen auf Fischerinseln besorgt, ist dann aber sofort weiter. Er hat auch Videos gemacht und Bücher geschrieben. Da ist seine Homepage: [url]www.heinz-pack.de[/url] Ich denke eine zeitlang tut es gut, einfach raus aus dem Alltag. Mit sich selbst eins werden. Ich selbst denke auch daran auszusteigen. Jedoch nicht ganz so krass. Ich werde auf eine Insel ziehen, wo auch noch andere Menschen leben. Allerdings ist es ein anderes Leben, ruhiger. Auch wenn die Hektik und der Fortschritt überall hinkommt. So ist es doch jetzt da noch sehr schön. Auch wenn der romantische "Dorf-Flughafen" zum "International Airport" umgebaut worden ist :-( Es gibt zwar Supermärkte, aber es gibt auch noch diese kleinen Krämerläden, wo man das Mehl mit ner Waage abwiegt......Ich denke einfach, ich fühle mich da wohler als hier. Es ist nicht so, daß ich dem Leben hier nicht gewachsen wäre.......nein im Gegenteil.....ich habe alle Höhen und Tiefen erlebt und ich will einfach ein ruhiges Leben haben..... Nachdem wir ein Grundstück da unten bekommen, ist mir natürlich auch der Gedanke mit der einsamen Insel gekommen. Und ich sag zu meinen Schatz: Hey wäre es nicht möglich, eine ganz kleine Insel zu bekommen, die genauso gross ist wie das Grundstück, was normalerweise vergeben wird? Er schaut mich komisch an: Ja klar ist das möglich. Ich: Oh super wäre doch ne tolle Idee. Er guckt mich an als wäre ich verrückt: Toll du willst mich ein paar Jahre zurück bringen? Vorher sind wir mit dem Boot 4 Tage bis zur Hauptstadt gefahren. Und jetzt haben wir Flugzeuge. Meinst du einer käme noch auf die Idee mit dem boot zu fahren? Da werden nur noch Güter transportiert. Mmh ich so: Ja wieso, die Idee ist doch nicht schlecht und das Dorf ist ja nicht weit. Und er: Ja und wer soll es bezahlen, da Strom zu verlegen? Du brauchst doch heißes Wasser zum duschen? Wer zahlt den Generator? Wer zahlt das Öl fürs Boot? Ich so: Wir nehmen ein Ruderboot. Er lacht und sagt das ist bei der Strömung nicht möglich. Was ist wenn du krank bist? Wenn unsere Kinder krank sind? Soll ich dann jedes mal ne halbe h bis zum Krankenhaus mit dem Boot erst fahren? Ich so: Ein Haus auf ner einsamen Insel läßt sich sicher super vermieten! Dann werden wir reich! Er: Aha du meinst da kommen Touristen die ohne heisses Wasser und Strom leben wollen? Ja da tun sich ziemliche Abgründe auf.......Es ist alles gar nicht so einfach......natürlich wäre es schön eine eigene einsame Insel zu haben.......aber die Stromversorgung würde Millionen kosten.......der Staat schreibt sogar was vor, dass man ohne nicht leben darf oder sowas......also hab ich mich damit abgefunden. Ein Haus am Meer ist ja auch schön mit der lieben Familie in der Nähe. Und die einsamen Inseln sind ja alle in der Nähe, man kann sich ja zur Not dahin verflüchtigen...... Im übrigen Heinz hat genau das was hier jemand gesagt hat: Eine kleine Insel mit ner Hütte und nem Boot. :-) Liebe Grüße *Aurora* |