| sulucnumoH | Guten Abend ihr Lieben Ich bin schockiert. Ich bin ja zur Hälfte Griechin und habe eben die griechischen Nachrichten gesehen. Mir kam Griechenland eigentlich immer so unschuldig und natürlich vor, auch wenn sich in den letzten Jahren immer mehr eine Entwicklung zeigte. Als ich zB. eine Phase hatte in der ich von der westlichen Welt nicht nur enttäuscht war sondern glaubte gar nicht in ihr leben zu können, dachte ich Griechenland sei der einzige Ort der noch rein und unschuldig sei (sehr unwahrscheinlich, aber irgendwie hoffte ich darauf..) und wollte sogar für immer dorthin ziehen. Nun musste ich etwas hören, das mich wirklich sehr getroffen hat. In der Straße von Athen, in der ich noch im Sommer war, kaufte eine Gemeinschaft von Pfarrern regelmäßig Kinder (für 30 Euro), ebenso andere elitäre Autoritäten zB. Richter. Im griechischen Fernsehen wurde eben ein Video gezeigt, indem die Pfarrer zu sehen sind wie sie irgendwelche unanständigen sachen tun/machen und ich KONNTE es mir einfach nicht ansehen und bin weggegangen... diese sache hat mich so runtergezogen, ich kann das gar nicht erklären. Dann sagte meine Mutter mir: Ich Athen passieren gerade so schreckliche Sachen, da wurde erst ein Ring von Satanisten entdeckt, die solche Sachen machen..( sie meint damit ja nicht die "richtigen" Satanisten sozusagen, sondern Kleingeister-Sekten, die sich Satans Jünger etc. nennen..) Ich weiß nicht weshalb, aber ich war wirklich schockiert. So fühlt sich vermutlich ein Kind, das an die Unschuld der Welt glaubt, und dann muss es feststellen, dass sowas gar nicht existiert, sondern die Welt in wahrheit unglaublich kalt und verdorben ist. Eigentlich weiß ich g ar nicht wie ich meine Frage so formulieren soll..eigentlich will ich bloß wissen..wie ist das möglich? wie kann sich etwas so drastisch verändern? Oder war diese Verdorbenheit schon immer da und ich habe sie nur nicht wahrgenommen? Sagt einfach mal eure meinung/was ihr denkt. Danke schonmal im Vorraus. (Ich hoffe ein Thread dieser Art existiert noch nicht..) mfg Machts gut Homunculus |
| Asmodyrian | Traurig... aber ich denke mit einer deiner Fragen hast du dir bereits selbst die Antwort gegeben..... "Oder war diese Verdorbenheit schon immer da und ich habe sie nur nicht wahrgenommen?" .... Griechenland mag seit der Antike ein hoch entwickeltes Land sein... aber Schattenseiten lassen sich nun mal nirgends verbergen... ohne Sklaven wäre zur Alten zeit shcließlich auch wesentlich weniger im griechischen Staat geworden denke ich.... |
| LaChatte | [QUOTE]Als ich zB. eine Phase hatte in der ich von der westlichen Welt nicht nur enttäuscht war sondern glaubte gar nicht in ihr leben zu können, dachte ich Griechenland sei der einzige Ort der noch rein und unschuldig sei (sehr unwahrscheinlich, aber irgendwie hoffte ich darauf..) und wollte sogar für immer dorthin ziehen.[/QUOTE] meinem Exfreund, der auch ein hier geborener Grieche ist, ging es ähnlich - mit 20 Jahren hatte er genug von der Schweiz und wollte weg, eventuell für immer nach Griechenland. Auch er hatte nach einer Ferien-Griechenlandreise einen Schock, und heute schätzt er auch das, was wir hier tolles haben und was es in Griechenland nicht gibt. Ein Stück Unschuld geht verloren, ein Stück Weisheit kommt dazu... - und so tust du, was damals irgendwo als Motto stand: gnosei se-avton;) |
| Asmodyrian | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B] gnosei se-avton;) [/B][/QUOTE] Ich spreche leider kein griechisch.... kann mir das mal bitte einer von euch übersetzen ? |
| LaChatte | "erkenne dich selbst", in meinem handgestrickten Griechisch freihändig übersetzt, Experten mögen Schreibfehler entschuldigen...:cool: |
| kyo_sama | Gnothi s(e)auton! Ist Imperativ... *klugscheiss* ;) Für irgendwas müssen sich die drei jahre altgriechisch ja gelohnt haben :p Dieser satz hat im letzten jahr eine ganz neue bedeutung für mich bekommen... und es steckt mehr tiefe darin, als die meisten hinter dieser (vermeintlichen) floskel vermuten würden... ~ p.s.: ich liebe griechenland immer noch, "obwohl" ich schon 4 mal dort war... |
| Pallor | Pff... Nationalismus ist nun einfach primitiv, und wird jederzeit sich selbst ausschalten wenn man offen dafür ist. Jede verklärung von größeren Gebilden ist naiv und führt zu einem ungerechten verhalten. Das einzige auf das du dich verlassen solltest bist du selbst, und selbst dich solltest du ununterbrochen kritisch hinterfragen. Pendark |
| Asmodyrian | Hey kyo.. schon das es dich noch gibt ^_^.... @Pallor Was hat das mit Nationalismus zu tun ? |
| kyo_sama | moin asmodyrian ^___^ ja, war in letzter zeit nicht so ganz oben auf, aber mittlerweile geht's mir wieder ganz gut *schmunzel* weisst du's denn noch nicht? pallor ist doch unser erlöser *zwinker* ne, im ernst. klar ist, dass man bei idealisierungen schwer auf die schnauze fallen kann, sobald man herausfindet, dass eben nicht alles eitel sonnenschein ist. trotzdem finde ich nicht, dass es unbedingt etwas schlechtes ist... es ist nur allzu menschlich, und von der "erleuchtung" werden einem kleine idealisierungen mit sicherheit nicht abhalten ^_^ ~ |
| sulucnumoH | Vielen Dank für die netten Antworten. =) Diese Unschuld war wohl tatsächlich nur Wunschdenken und sehr naiv und heucherlisch meinerseits. Sollte in Zukunft besser von Beginn an skeptisch sein, dann erlebe ich solche Schocks nicht mehr. Fragt sich was besser ist: Den Schattenseiten aus dem Weg gehen, sie quasi "übersehen" und bewusst nur das Gute wahrnehmen, oder gleich "pessimistisch" alle Nachteile in Betracht ziehen und einem möglichen Glück selbst im Weg stehen.. Danke jedenfalls ^^ mfg Machts gut Homunculus |
| Pallor | Die Verklärung eines Nationalgebildest, nennt sich Nationalismus, eben das was die CDU und die NPD praktiziert. Dabei wird eine Nation in einer verblendeten Weise über die anderen Nationen gestellt, und dabei verherlicht. Leider ist dies in keinem Fall berechtig, da es nicht auf Fakten sondern auf Wunschdenken basiert. Ich finde es aber 1. sehr schön das du aufgewacht bist aus diesem Traum und 2. sehr mutig dies einzugestehen und mit anderen darüber zu reden. Denn viele Menschen gerade in Deutschland/Europa sehen ihr Heimatland durch die rosa rote Brille, villeicht hilft dein erfahrungsbericht das einige Menschen dies überdenken. Pendark |
| OLED | [QUOTE][i]Original geschrieben von sulucnumoH [/i] [B]Fragt sich was besser ist: Den Schattenseiten aus dem Weg gehen, sie quasi "übersehen" und bewusst nur das Gute wahrnehmen, oder gleich "pessimistisch" alle Nachteile in Betracht ziehen und einem möglichen Glück selbst im Weg stehen.. [/B][/QUOTE] Ich denke es hilft nichts den Schattenseiten aus dem Weg zu gehen. Denn irgendwann kann man ihnen nicht mehr ausweichen und dann trifft einem die Wahrheit umso härter. Pessimismus ist meiner Meinung aber auch schlecht da zu negatives Denken hinderlich ist. Man sollte die möglichen negativen Seiten schon irgendwo im "Hinterkopf" behalten aber es bringt nichts ständig daran zun denken. |
| sulucnumoH | [QUOTE]Ich denke es hilft nichts den Schattenseiten aus dem Weg zu gehen. Denn irgendwann kann man ihnen nicht mehr ausweichen und dann trifft einem die Wahrheit umso härter. Pessimismus ist meiner Meinung aber auch schlecht da zu negatives Denken hinderlich ist. Man sollte die möglichen negativen Seiten schon irgendwo im "Hinterkopf" behalten aber es bringt nichts ständig daran zun denken.[/QUOTE] Ist wohl wahr, der gesunde Mittelweg =) mfg Homunculus |
| Lacerta | Ich kann Pallor nur zustimmen. Nationalismus ist einfach nur primitiv und die Ursache für unzählige Kriege in der Weltgeschichte. Dieses "überlebenswichtige" Gruppenzugehörigkeitsgefühl, dass der Mensch für seine Nation empfindet, kann man auch in einer Fussballmannschaft oder Szene finden. Schließlich bekriegen sich die Goths ja nicht mit den Punks ;) und ist somit weitaus ungefährlicher, als wenn sich die Amerikaner über der Welt stellen und jede Nation praktisch herausfordern. Auch Rassismus und Untolleranz würde es dadurch nicht geben. Eine Weltregierung wäre da die beste Lösung. Die Frage ist nur ob eine sogenannte Weltregierung funktionieren könnte :\ |
| Fengari | ist das heutzutage nicht schon fast normal insbe ind en großstädten dieser welt? traurige realität eben...jedes land hat irgendwo noch seine unschuldigen seiten und seelen... aber die zu finden wird schon relativ schwieirg... ich wusste davon nichts... bin vollzeitgriechin auf abwegn... aber wir haben daheim eh kein griechisches fernsehen... mir glaubt sowieso keiner dass ich griechin bin, weder die landsleute noch der rest der welt... mir war das irgendwo klar, dass die landsleute nicht besser sind als der rest der welt... das sagt mir meine erfahrung mit denen... trotzdem würd ich ganz gern mal wieder nach griechenland... war seit jahren nicht mehr dort...was einerseits auch gut so ist... wenn ich ehrlich bin hatte ich sowieso nie eine besonders hohe meinung von griechischen männern... da wundert mich das auch irgendwo nicht wirklich... am besten ist in solchen fällen allgemein er realismus... ich bin pessimistin, dagegen kann ich auch nichts ändern... *smile* aber es bewahrt vor enttäuschungen, wie ich jetzt in der vergangenn zeit immer wieder festgestellt habe... allgemein betrachtet würde ich auch den mittelweg als beste lösung für solche probleme betrachten... verklärung bringt nichts... pessimismus birgt überraschungen... alles hat seine vor- und nachteile... ich schweife etwas ab, ich weiss... naja so in etwa seh ich das... nur schließ das nicht auf ganz griechenland... das ist auch nicht das wahre... die welt ist, wie sie nun mal ist... und griechenland ist ein teil dieser welt... erhol dich gut von deinem schock... |
| sulucnumoH | [QUOTE]Ich kann Pallor nur zustimmen. Nationalismus ist einfach nur primitiv und die Ursache für unzählige Kriege in der Weltgeschichte. [/QUOTE] Ich rede eigentlich nicht wirklich von Nationalismus. Ich war Griechenland nie besonders als Griechin verbunden, oder habe die Griechen besonders geschätzt, aber das land schien mir eine Natürlichkeit und Unschuld bewart zu haben die ich sehr schätzte. Ich war niemals patriotisch, empfinde mich selbst ohnehin eher als Deutsche als als Griechin... aber ihr habt natürlich alle recht mit dem was ihr über nationalismus sagt.. @ fengari: Ich kann gut nachvollziehen was du schreibst..ich selbst fühl mich immer etwas fehl am platze wenn ich von griechen umgeben bin..aber irgendwie war ich ja naiv genug anzunehmen, dass solche dinge sich in griechenland nicht wirklich ereignen.. [QUOTE]erhol dich gut von deinem schock...[/QUOTE] danke *g* das legt sich in der regel schnell bei mir.. mfg Homunculus |
| Fengari | @Homunculus ja so ist das halt... schlimm sind immer diese tanzfeste wenn ma ma schnell den eltern zu liebe vorbeishneit... komm ich mir immer wie ein alien vor... dann glaubst wohl an das gute in der welt... ist doch auch irgendwo löblich... wenn das nur alle tun würden, wer weiss um wieviel besser dann alles wäre... aber das ist ja immer so ne sache... das beruhigt mich wenn dich davon immer schnell erholst... *g* kleines OT: kommste direkt aus HN? das HN in BW? ;) /OT |
| OLED | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lacerta [/i] [B] Nationalismus ist einfach nur primitiv und die Ursache für unzählige Kriege in der Weltgeschichte. [/B][/QUOTE] Stimmt nicht ganz. Wenn mich mein Geschichtewissen jetzt nicht ganz im Stich lässt dann entstand das Nationaldenken mit Napoleon und der französischen Revolution. Damals entstand erstmals ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation. Früher galt dieses Gefühl eher einem Glauben, einem König oder anderen Lehensherrren. Und indem er in den damaligen Rheinbund und in Italien einmarschierte, diese Länder besetzte und die Bewohner unterdrückte konnten die Bewohner ihr Nationalgefühl, welches an sich nichts Schlechtes ist, nicht frei ausleben, was später die Extremform des Nationalsozialismus zumindestens begünstigte, wenn nicht hervorrief. Insofern kann man nicht wirklich von "unzähligen Kriegen der Weltgeschichte" sprechen. Wobei man sich jetzt diskutieren könnte: Ist ein starkes Nationalgefühl Gut oder Schlecht? Bzw: Schlecht ab welchem Grad? |
| Fengari | [QUOTE]Wobei man sich jetzt diskutieren könnte: Ist ein starkes Nationalgefühl Gut oder Schlecht? Bzw: Schlecht ab welchem Grad?[/QUOTE] das ist echt ne gute frage...(sry schon wieder ich, aber ich kann heut nich anders) wahrscheinlich ist es gut in dem sinne wenn man eins mit seinen landleuten ist... wenn es eben ein zusammengehörigkeitsgefühl gibt... ich kann dazu wenig sagen... ich kenn sowas nicht... aber das wäre sicherlich nicht das schlechteste... ein friedliches miteinander... und nebeneinander... schlecht würde es werden wenn dieses gefühl dann in extremster form missbraucht und gegen andersdenkende verwendet wird... ist eben auch allgemein betrachtet wieder ein zweischneidiges schwert... auch wenns nicht gegen andere eingesetzt wird kann nationalstolz schlecht sein... mir fällt jetzt nur leider kein passendes beispiel ein... aber so in etwa würd ich das mal betrachten als ersten gedanken ohne erst lang drüber nachzudenken... das ergibt sich dann noch alles... |
| sulucnumoH | @ fengari: ogott tanzfeste -.- da musste ich gott sei dank nicht hin..aber zu griechischen taufen und hochzeiten und früher feste von der griechischen schule .. joa das HN in BaWü^^ wieso, du auch? mfg Homunculus |
| Pallor | Bitte erkläre mir einmal was an Nationalismus besser ist als an der Verklärung des Königs oder einer Religion? In allen Fällen handelt man irratiuonal, aufgrund nicht refelktierter Gefühle die nicht auf Fakten beruhen. Das schlimme dabei ist das man seine "Glaubens"Richtung über andere stellt. Ob ich nun einen Bayern schlage weil er Bayer ist, oder einen Türken schlage weil er Türke ist oder einen Juden weil er Jude ist, ist für mich im Endeffekt das selbe. Wenn man nun diesen Bayern,Juden oder Türken schlagen würde weil sie schlechte Menschen sind(was nichts mit ihrer Herkunft, Nationalität, INzucht oder Religion zu tun hat), wäre es ein anderer fall. Und Nationalismus muss nicht immer radikale Formen haben, um trotzdem schädlich zu sein. Die Verklärung der Idyle von Griechenland, Schottland oder Irland, fürht zu handlungen die nicht unbedingt gut sind. Also beurteilt Menschen und Staaten nach echten Taten, nicht nach einem "Gefühl", und arbeitet dabei vor allem eigenständig. Z.b. wissen die wenigsten Türken in Deutschland was in Istabulern Armenviertel an den Kurden für Verbrechen verübt werden. Pendark |
| sulucnumoH | Die (fälschliche) Verherrlichung eines Landes (oder sonstwas) ist sicher nicht richtig, aber ich denke nicht, dass sie zu einem schlechten oder gar gefährlichem Handeln führen kann, wie etwa der Nationalismus. Heutzutage wird außer Ländern und Religionen viel ohne jedliche zutreffende Begründung verherrlicht (Mittelalter zB.) - das ist dem richtigen Denken zweifellos ein Hindernis, aber ich denke nicht das es besondere Folgen hat, die mit denen des Nationalismus vergleichbar wären. mfg homunculus |
| Pallor | 1) Die Übergänge von einfacher nur verehrung und fanatischer Hingabe sind fliessend. Die NPD sagt ja auch nicht das sie schädlichen Nationalismus betreibt, sie haben nur ein Nationalgefühl. 2) Stellen wir uns die Situation vor du dürftest morgen wählen wie unsere Aussenpoliktik zu Griechenland wäre. Entweder du kannst dich entscheiden hart gegen Griecheland zu felde zu ziehen und ihnen die Menschenrechtsverstöße auf Zypern vorwerfen. Oder eine nette unkritische Linie zu fahren, weil dich die schattenseiten nie so gereizt haben, du villeicht nicht einmal genau weisst was auf Zypern los ist. Was hättest du vor deinem Aufwachen wohl gemacht? --------------------------- Jeder unkritische Mensch ist eine Stimme mehr für eine falsche Sache. Jeder kritische Mensch ist ein Mensch der bei Missständen aufsteht und seine Meinung sagt, und nicht so leicht manipuliert werden kann. Pendark |
| Fengari | ich möcht zu 2. noch etwas sagen... ich glaube, du kannst im voraus nie hudnertprozentig sagen ich würde so oder so handeln... man kann vield arüber spekulieren, aber wenn du wirklich vor diese wahl gestellt wirst ist das alles etwas anders... bei mir wäre das jedenfalls so... denn ich mache mir über alles gedanken... über sämtliche auswirkungen die eine entscheidungmit sich bringen könnte... jedenfalls bei solchen dingen... ich kann von mir sagen dass ich keine wirkliche ahnung habe was auf zypern ist/war/sein wird... und? deswegen bin ich ja auch nicht schlechter weil mich meine landsleute nicht wirklich interessieren... gut, etwas ignorant... aber ehy, man ist immer auf sich allein gestellt, wenns drauf ankommt... aber ichd enke bei dieser entscheidung die du als beispiel angeführt hast würde ich mich erstmal über diese missstände informieren, mir mein eigenes bild machen und dann erst entscheiden was ich für richtig halte... sowas würde ich allerdings nie wirklich entscheiden wollen... viell gerade weil mir dieses wissen fehlt... ich muss schließlich gestehen dass ich die griechische schule schmeissen durfte nachdem ich die 4. klasse abgeschlossen hatte... das merkt man auch... aber mir macht das nichts aus... unkritischwürde ich auf jeden fall nicht vorgehen... ich bin allgemein sehr misstrauisch... genauso würde ich meinen recherchen gegenüberstehen, wenn ich das entscheiden müsste... ich glaube nicht immer alles... es muss sich wirklich irgendwie erweisen, dass dem so war oder dass dem nicht so war... alles andere entscheidet sich übr weiteres nachdenken und zu guter letzt siegt dochd as herz un entscheidet... wie würdest du denn da entscheiden, wenn man dich vor diese wahl stellen würde? wenn du dieses hintergrundwissen nicht hättest... würde dir das leicht fallen? |
| Pallor | Jetzt habe ich dich wo ich dich haben wollte, denn der Punkt ist jeder Mensch entscheidet jeden Tag bzw. mindestens alle 4 Jahre über die Aussenpolitik gegenüber Griechenland. Glaubt ihr wircklich die nationalistischen Menschen informieren sich bevor sie wählen gehen? Nationalismus und die verklärung bedeutet das man gerade kein Kritisches Gespühr für diese Nation hat. Man hat garkein Intresse daran sich damit kritisch auseinander zu setzten, denn solche Gedanken sind dir Fremd. Und genau das ist auch meien Antwort wenn ich Nationalist wäre: "Auf Zypern passiert nichts unrechtes, was soll denn da sein?" Durch die Ignoranz entfällt gerade überhaupt ein Bewusstsein in diese Richtung zu ermitteln, ähnlich wie die Nationalsozialisten auf den Nationalen Straftaten Blind waren und nur noch die Schuld bei "äusseren" Feinden gesucht haben. Es geht nichtmal darum das sie es böswillig getan haben, oder nun dieses Griechenproblem. Das schreckliche sind immer die Konsequenzen die durch diese VErblendung entstehen, ich träume von mündigen Brügern die sich immer Informieren was auf der Welt vor sich geht. Dabei steht in erster Linie das Bemühen als das wircklich wissen. Pendark |
| Desengano | @homunculus: ich versteh jetzt nur nicht so ganz, warum du wegen solch einem skandal ganz griechenland verteufelst? solch unrecht passiert überall, es ist eigentlich unmöglich, dagegen was zu tun. aber ich finde es schonmal großartig von der griechischen presse, dass soetwas nicht unter den teppich gekehrt wird! dass die menschen die priester in frage stellen!! und eine nation, die das handeln von geistlichen in frage stellt, muss das auch erstmal lernen. ich kenn mich mit griechenland so gar nicht aus. war noch nie da, aber mag das essen. ;) aber wenn du geglaubt hast, dass griechenland etwas besonderes war, dann musst du doch auch einen grund dafür gehabt haben!! was war dieser grund?? ist er durch einen skandal wirklich komplett vernichtet worden? und dass du geglaubt hast, dass es in griechenland keine vergewaltigung oder menschenhandel gegeben hat, kannst du mir nicht erzählen!! ich denke, dass griechenland es trotzdem wert ist, von dir bewundert zu werden, und als eine urheimat angesehen zu werden. fahr einfach nochmal hin und lass dich von neuem bezaubern ;) |
| OLED | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pallor [/i] [B]Bitte erkläre mir einmal was an Nationalismus besser ist als an der Verklärung des Königs oder einer Religion? In allen Fällen handelt man irratiuonal, aufgrund nicht refelktierter Gefühle die nicht auf Fakten beruhen. Das schlimme dabei ist das man seine "Glaubens"Richtung über andere stellt. Ob ich nun einen Bayern schlage weil er Bayer ist, oder einen Türken schlage weil er Türke ist oder einen Juden weil er Jude ist, ist für mich im Endeffekt das selbe.[/B][/QUOTE] Ich habe nicht behauptet dass Nationalismus besser ist ich meinte nur dass er anders ist und später aufgetreten ist. Man kann daher dem Nationalismus nicht allzviele Kriege, dafür aber umso schlimmere vorwerfen. Das wollte ich nur unterstreichchen. Ein wichtiger Unterschied zwischen Religionszugehörigkeit und Nationalität bzw Rasse ist der dass man sich seinen Geburtsort und seine hmm "Rasse" (mir gefällt das Wort nicht, aber ich finde im Moment kein besseres) sich nicht aussuchen kann. Seine Hautfarbe beispielsweise kann man nichteimal gut verbergen. Eine Religion kann man sich allerdings aussuchen und im Notfall verheimlichen. Daher ist Rassismus und extremer Nationalismus vielleicht nicht schlimmer als Verfolgung wegen einer bestimmten Religion aber für die Btroffenen irgendwie problematischer, weil es unter Umständen schwieriger ist zu fleihen bzw sich zu verbergen. |
| sulucnumoH | @ Desengano Ich verteufele nicht ganz griechenland..ich war auch nicht der annahme, dass es in griechenland keine menschenhändler etc gibt..aber gerade so viele skandale in wenigen tagen (und gerade in kirchenkreisen, was schon unglaublich war, angesichts der tatsache, dass das "griechische Christentum"(also orthodox meine ich jetzt) verklemmter ist, als etwa das evangelische..) waren schon ein schlag für mich. Es ist nicht so, dass ich griechenland jetzt irgendwie "aufgebe" oder so, aber das bild was ich von ihm hatte, ist nun eigentlich zerstört(was vielleicht besser ist..) Das wird jedoch sicher nichts daran ändern, dass ich jeden Sommer hinfahre =) vielen dank für deinen ratschlag^^ mfg Homunculus |
| Fengari | pallor da täuschst du dich... du hast mich keineswegs da wo du mich haben willst... ich habe kein wahlrecht... das macht den unterschied... und zwischen den nationalistischen menschen und mir besteht ein weiterer unterschied... ich bin nicht ganz so ignorant wie ich mich geben mag... ich bin an der welt sehr interessiert, nur kann man sich nicht gleichzeitig für alles interessieren... es kommt und geht, mal will ich darüber mehr erfahren, mal über was anderes... aber ich habe nicht den drang alles auf einmal wissen zu müssen... wenn es um ein spezielles thema geht will ich zuerst mehr darüber erfahren, bevor ich wirklich etwas darüber sagen kann oder diesbezüglich eine entscheidung treffe... ja ich bin viell jung, mag naiv klingen, aber das ist eben meine fassade... in dem punkt sind die menschen eben sehr verschieden... das meiste entscheide ich zwar aus dem bauch raus, aber bevor ich irgendeinen fehler amchen könnte, denke ich dann doch lieber mal nach... du kennst meine einstllung meinn landsleuten und meiner heimat gegenüber nicht... das ist auch besser so... ich leb hier in deutschland und nicht in griechenland... nach aussen hin wirke ich auf die gesellschaft als vollwertiges deutsches mitgleid, was natürlich gelogen ist... ich hab die griechische staatsbürgerschaft, spreche die sprache und habe eine riesengroße verwandtschaft... scheinbar bin ich mit halb griechenland verwandt... aber ich fühle mich den menschen dort nicht wirklich verbunden... meine sogenannte muttersprache ist für mich eine fremdsprache... für mich war es ätzend diese blöde schule 4 jahre lang besuchen zu müssen... vier mal die woche nachmittags dort sein zu müssen... wobei meine lieblingsfächer tatsächlich mythologie und geschichte (letzteres teilweise jedenfalls) war... das gebe ich zu... aber es ging um die geschichte im land... un die mythen... na die kennt ja jeder... größtenteils jedenfalls... ich kann sagen, ich kenne mehr... gerade durch diese vier jahre und mein interesse an mythologie... trotzdem hat das nichts mit meinem denken zu tun... mythen sind mythen, realität ist realität... ich denke mir manchmal nur, soll die menschheit sich doch gegenseitig ausrotten, so viel dummheit und größenwahn die existieren treiben uns alle eines tages noch in den ruin... aber langsam ist es für mich an der zeit die vergangenen jahre aufzugeben, endlich selbst mal egoistisch sein zu dürfen, anstatt mich zu engagieren... sei es für die welt... freunde... fremde menschen... ich habe dadurch meine jugend nie genießen können... jetzt bin ich ein wenig egoistisch... aber nichts daran hindert mich über die geschehnisse unserer zeit informiert zu sein... es geht mittlerweile zwar nicht mehr so gut, da ich den ganzen tag unterwegs bin... zur uni fahren - seminar - heimfahren... dabei etwas abschalten... zu hause schau ich mir die nachrichten an, informiere mich... je nachdem wie mir die zeit reicht... ansonsten erfahr ich auch so manches von kommilitonen und es entstehen diskussionen darüber... an so mancher demo war ich beteiligt also erzähl mir nichts von verblendung... ich kann für mich gerade stehen und sagen hey ich hab versucht was zu vreändern, ich hab mich informiert und finde die zustände so und so zum erbrechen... nur weil ich nichts oder kaum was über die zustände auf zypern weiss heisst das nicht dass ich keinen drang habe zu wissen was in der welt geschieht... ich bin einfach nur nicht mehr so aktiv wie ich es mal war... und lieber würde ich mir in der heutigen zeit gedanken über die zukunft für das hier machen, anstatt über ein anderes land... ja auch wieder ignorant und egoistisch, aber ist das nicht jeder manchmal und hat nicht jeder mal das recht dazu so zu sein? ich für meinen teil möchte einfach nur mal alles ruhiger angehen lassen, das heisst dann aber auch nicht, dass ich beid er nächsten demo gegen die welt oder gegen was weiss ich nicht aktiv dabei wäre... wobei es geht ja nicht immer nur um demos... es geht um viel mehr... wichtiger ist es doch die welt zu informieren... oder es zumindest zu versuchen...so ich bin schon wieder ein wenig vom thema abgekommen, aber es müsste deutlich geworden sein, wie ich dazu stehe... |
| Pallor | Nur drei kurze Dinge: 1. Es ging hier nicht um dich Fengari, sondern wir haben von subjekten abstraiert. Es ging einzig und allein um eine Fiktive Person die National Verblendet ist. 2. Du scheinst mir halbwegs kritisch zu sein, daher frage ich mich warum du dich gegen meinen Angriff auf Nationalisten und Verblendete so verteidigst? 3. Wenn du glaubst du kannst Egoist sein und dabei auf deine Umwelt verzichten, bist du ein dummer und kurzzeitig denkender Egoist. Wenn wir heute Griechenland und Zypern vergessen, werden wir riesige Probleme z.b. bei der Einbeziehung der Türkei in die EU bekommen. Daher sollte auch dich das intressieren. Ich denke bestimmte Konflikte müssten zur Allgemeinbildung der Menschen gehören, du musst nicht jeden kleinen Aufstand wissen, aber z.b. Zyper, Kurden, Palestina, Irland, Baskenland, Tsetchenien, Kongo, Madagaska und Tibet(Es kann sein das ich auf die schnelle noch einen vergessen habe) sollten jedem Menschen bekannt sein, da sie zu einer Globalen Verunsicherung führen. Pendark |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von sulucnumoH [/i] [B] Mir kam Griechenland eigentlich immer so unschuldig und natürlich vor, ...[/B][/QUOTE] Errare humanum est. (Cicero, Philippica XII, 2, 5) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von sulucnumoH [/i] Diese Unschuld war wohl tatsächlich nur Wunschdenken und sehr naiv und heucherlisch meinerseits. Sollte in Zukunft besser von Beginn an skeptisch sein, dann erlebe ich solche Schocks nicht mehr. Fragt sich was besser ist: Den Schattenseiten aus dem Weg gehen, sie quasi "übersehen" und bewusst nur das Gute wahrnehmen, oder gleich "pessimistisch" alle Nachteile in Betracht ziehen und einem möglichen Glück selbst im Weg stehen..[/QUOTE]"Um aus den Tiefen dieser Qual wieder ein Licht zu sehen, will ich das Dunkel in mir besser noch verstehen." (Untoten) Es ist problematisch, [b]nur[/b] das Licht zu sehen, und genauso problematisch ist es, [b]nur[/b] die Schattenseiten zu sehen. [b]"Erkenne dich selbst"[/b] bedeutet, sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Selbst zu erkennen und damit verantwortungsvoll umzugehen. Wenn man seine eigenen Stärken und Schwächen erkennt, merkt man, dass man die Hilfe anderer Menschen da braucht, wo man Schwächen hat, und dass man selbst anderen Menschen da helfen kann, wo man Stärken hat. Genauso verhält es sich mit "Szenen", Völkern und anderen Gruppierungen. Zusammengehörigkeitsgefühl ist gut und wichtig, aber es kann zur Gefahr werden, wenn man die eigenen Stärken und Schwächen und ihre Wirkung auf andere Gruppen nicht immer wieder verantwortungsbewusst und kritisch hinterfragt. Wir verschenken uns aber viel an Lebensqualität, wenn wir wie Pallor Zusammengehörigkeitsgefühl und Nationalstolz per se verurteilen. |
| deathly_silence | [QUOTE][i]Original geschrieben von sulucnumoH [/i] [B]Oder war diese Verdorbenheit schon immer da und ich habe sie nur nicht wahrgenommen? [/B][/QUOTE] Leider gibt es sowas überall ... wahrscheinlich auch vor meiner Haustür, wo ich doch eigentlich hoffe, hier etwas vor solchen "bösen Sachen" geschützt zu sein ... Aber das denkt wohl jeder von seiner Heimat oder einem Ort, der einem ans Herz gewachsen ist. Wir versuchen ihn in einer schönen Erinnerung zu behalten und verteidigen ihn, bis die Realität zu erdrückend wird. Ich glaube, du woltlest es immer nicht wirklich wahr haben. |
| Darth Malak | Diese Nation ist ein Entwicklungsland,dass dringend finanzielle Unterstützung aus Deutschland beansprucht.Sie wollen sich selbst zu Großmacht in Europa so wie wir Deutsche aber das wird den Gyrosfressern in keinster weise gelingen |
| MagnusCaudar(Bw | Die Folgen sowie der Nationalsimus an sich ist subjektiv zu sehen . Wer eigene Werte über die anderen stellt ist nichts anderes als ein Mensch der stark genug ist für seine Ziele die erforderlichen Opfer zu bringen , allerdings zu schwach ist die Welt durch mehr als ein Schlüsselloch zu beowachten . "3. Wenn du glaubst du kannst Egoist sein und dabei auf deine Umwelt verzichten, bist du ein dummer und kurzzeitig denkender Egoist." Schwer zu sagen ... Vieleicht stehen die Erfolge nur kurzzeitig aus , doch vieleicht sollte man auch nicht vergessen das kurzzeitige Erfolge auch Spuren hinterlassen um größere zu erringen . Dumm... Vieleicht ist es genau so "Dumm" wenn man nicht alles sieht und stattdessen kritisiert ohne die Erfolge einer Idee zu berücksichtigen . |