| ShadowMatter | Man sagt, Genie und Wahnsinn lägen nahe beieinander. Führt Intelligenz zum Wahnsinn, weil sich dem Individuum die Dämme öffnen, und Fluten der Erkenntniss auf ihn niederfahren? Oder ist es das Leiden, der Wahnsinn, das Nicht-So-Sein-Wie-Die-Anderen, welches einen aus der Normalität fortreißt und einem Pfade aufzeigt, welche anderen Menschen verborgen bleiben? Pfade voller Chaos... Gibt es hier vielleicht andere, die ähnliche Erfahrungen kennen? |
| Herr Jiska | Wer die Wahrheit (er)kennt ist nicht mehr in der Lage oder hält es nicht mehr für nötig, sein Leben den Gewohnheiten und Normen, jener anzupassen, die eben jene Wahrheit nicht kennen. Somit erscheint das Genie den weniger Beflügelten als wahnsinnig. Soviel von mir! |
| schattenlichter | genie und wahnsinn... es kann hart sein, zu den intelligenten zu zählen. ich frage mich oft so viele dinge, will erkenntnisse, wahrheiten und weisheiten erzwingen. manchmal macht es mich verrückt, immer nur so viele fragen zu stellen, die unbeantwortet bleiben. es macht mich verrückt, was meine phantasie zum teil ausspeit. und es macht mich verrückt, ständig meinem wissensdrang zu erliegen. leider. es ist schlimm, sich mitunter anderen menschen nicht mitteilen zu können, seine gedankenwelt mit anderen nicht teilen zu können. und es ist schade. |
| Das_Urteil | Hmm.. Genialität ist deshalb genial, da sie vereinzelt und somit selten auftritt. Ist ein Mensch so genial, dass er alle Anderen übertrifft, fühlt er sich unverstanden. Ein Mensch kann dermaßen intelligent sein, dass ihm diese Intelligenz zum Fluch wird. Nehmen wir zB. mal einen Menschen, der extrem Wert auf intelektuelle Gespräche legt - fang mit diesen Menschen Small Talk an, den bricht er sofort wieder ab und geht weiter. Logisch. Und im Endeffekt.. ein Genie findet keine Menschen, der in der Lage ist, mithalten zu können.. versucht er zu erklären, zu diskutieren, wird er auf Nicht-Verstehen stoßen, irgendwann wird er daran bitter erkranken, an der Verzweiflung, nicht verstanden zu werden. Wie gesagt, extreme Intellgenz bzw. Genialität wird zum Fluch. Ich denke schon, dass in dieser Hinsicht beides sehr nah aneinander liegt.. und wenn man nicht aufpasst, wankt man auf die andere Seite. Widerum fände ich es auch verständlich, wenn ein Genie dermaßen abhebt von jeglicher Norm, dass er sich in seine Genialität verstrickt.. sozusagen eine eigene Welt aufbaut. Muss man nur aufpassen, dass man seine Verzweiflung nicht mit Alkohol od Drogen zu betäuben beginnt. |
| Angelus Mor†is | kann mir schon vorstellen dass man wahnsinnig werden kann wenn man auf die Welt blickt und ständig nur neue Fragen sieht...beantwortbare aber auch welche deren Verständnis den menschlichen Geist fast unendlich überfordern - diese Fragen ständig im Hinterkopf und man wird schnell verzweiflen. Von der Verweiflung zum Wahnsinn ist es dann kein weiter Weg mehr |
| MagnusCaudar(Bw | Menschen sehen immer nur so wenig von der Welt , sie beowachten sie durch ein Schlüsselloch . Innerhalb dieses kleinen Ausschnitts ordnen sie ihre Welt , sie verstehen nicht auf die Weise wie es andere tun und genau aus diesem Missverständnis verurteilen sie was sie nicht versthehen . Der Menschliche Geist ist einfach gespickt und erfreut sich daran . |
| kitten | [QUOTE][i]Original geschrieben von Herr Jiska [/i] [B]Wer die Wahrheit (er)kennt ist nicht mehr in der Lage oder hält es nicht mehr für nötig, sein Leben den Gewohnheiten und Normen, jener anzupassen, die eben jene Wahrheit nicht kennen. Somit erscheint das Genie den weniger Beflügelten als wahnsinnig. Soviel von mir! [/B][/QUOTE] Dem kann ich nur beipflichten. :) Oder wie Timothy Leary einmal sagte "...es ist mir nie wieder möglich gewesen, mich, mein Gehirn oder die gesellschaftliche Welt ganz so ernst zu nehmen. Seit jener Zeit ist es mir peinlich bewußt gewesen, daß alles, was ich sehe, alles in und um mich, eine Schöpfung meines eigenen Bewußtseins ist, und daß jeder in einem neutralen Kokon von privater Wirklichkeit lebt ..." Wenn man einmal anfängt richtig über alles nach zu denken, verfällt man schnell dem Wahnsinn. |
| belladonna | Mir fällt dazu wieder mein Cousin ein, den ich nur zweimal gesehen habe. Ich wurde in der DDR groß und er lebte in Westberlin. Meine Eltern sprachen nicht oft von ihm, wenn ich fragte wieso er in Westberlin lebt und meine Tante im Osten, dann hieß es nur:"Ach, dein Cousin ist ein Mensch, der immer vor seinen Problemen davonläuft." Ich weiß heute noch nicht viel über ihn, aber nach der Wende hat meinen Tante mir ein paar Dinge über ihn erzählt. Da war er schon tot, er hat sich mit 30 Jahren erhängt, nach mehreren Aufenthalten in der Psychiatrie. Meine Tante erzählte mir, daß er bereits mit zwei Jahren lesen konnte, er hat es sich selbst beigebracht. In der Schule (da lebte er noch in der DDR) wurde er nicht gefördert. Er mußte in einer ganz normalen Klasse bleiben, durfte auch keine überspringen, weil er den Klassendurchschnitt ja so wunderbar hochhielt und auch eine besondere Schule kam für ihn nicht in Frage, weil er ja auch das Ansehen seiner Schule enorm hob. Er wurde als Aushängeschild benutzt. Natürlich langweilte er sich zu Tode und hatte auch keine Lust sein volles Wissen anzuwenden, denn das er sowieso nur benutzt wurde, das war ihm - schlaues Kerlchen das er war - nur allzu bewußt. Später kamen dann wohl Probleme politischer Natur hinzu. Er war in Stasi-Haft und dann ist er halt irgendwie in Westberlin gelandet. Bis heute hat mich niemand richtig darüber aufgeklärt. Ich weiß nur, daß er irgendwann durchdrehte, unter Psychosen litt und sich dann mit einem Strick erlöste. Keine Ahnung ob es eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt, warum gerade hochbegabte Menschen besonders anfällig für psychische Probleme sind. Aber es liegt oftmals tatsächlich dicht beisammen. |
| Seena | Mir fällt da spontan ein Satz ein: "Some people hear their own inner voices with great clearness and they live by what they hear. Such people become crazy - they become legend." Ich denke, das beschreibt es ziemlich genau. Ich denke auch, dass Genie und Wahnsinn nicht besonders weit auseinander liegen. Vielleicht erscheinen und manche Genies auch nur als wahnsinnig, weil wir nicht alles fassen können, was sie mit großer Sicherheit wissen zu scheinen. Seht euch die genialsten Musiker, Komponisten, Dichter an: Die hatten alle eine gewaltige Macke. Ich denke da nur an Oscar Wilde, W.A. Mozart, Van Gogh..... Irgendwie scheinen die brilliantesten Menschen eine Welt zu sehen, die sich uns nicht öffnet und dadurch wissen sie mehr als "normale" Menschen - werden durch dieses Wissen jedoch auch oft in den Wahnsinn getrieben. Seena P.S.: *achtung spaß* ->ein wenig offtopic Beethoven schrieb die Fünfte, Ghoete den Faust und ich hab kein Papier. Van Gogh hat sich ein Ohr abgeschnitten, Mozart wurde vergiftet und mir ist auch schon ganz schlecht. :cool: *sorry* Musste jetzt sein. |
| Seena | Mir fällt da spontan ein Satz ein: "Some people hear their own inner voices with great clearness and they live by what they hear. Such people become crazy - they become legend." Ich denke, das beschreibt es ziemlich genau. Ich denke auch, dass Genie und Wahnsinn nicht besonders weit auseinander liegen. Vielleicht erscheinen und manche Genies auch nur als wahnsinnig, weil wir nicht alles fassen können, was sie mit großer Sicherheit wissen zu scheinen. Seht euch die genialsten Musiker, Komponisten, Dichter an: Die hatten alle eine gewaltige Macke. Ich denke da nur an Oscar Wilde, W.A. Mozart, Van Gogh..... Irgendwie scheinen die brilliantesten Menschen eine Welt zu sehen, die sich uns nicht öffnet und dadurch wissen sie mehr als "normale" Menschen - werden durch dieses Wissen jedoch auch oft in den Wahnsinn getrieben. Seena P.S.: *achtung spaß* ->ein wenig offtopic Beethoven schrieb die Fünfte, Ghoete den Faust und ich hab kein Papier. Van Gogh hat sich ein Ohr abgeschnitten, Mozart wurde vergiftet und mir ist auch schon ganz schlecht. :cool: *sorry* Musste jetzt sein. |
| ubiesttristania | ohja,genie und wahnsinn liegt nahe beisammen. ich hatte mal so nen vortragenden,der prototyp von einem zerstreutem professor. er ist der intelligenteste mensch den ich jehmals getroffen habe. allerdings war er unfähig ein leben fern von naturwissenschaften zu leben. er war ein sogenannter messie,falls euch das was sagt,seine wohnung ist zwangsgeräunt worden, irgendwann hat er den verstand verloren,kam in die geschlossene und hat sich umgebracht. |
| Dokuro | Ich würde es so ausdrücken. Je mehr man erkennt desto mehr befreit man sich von Gedanken die an einem Zerren. Erkennt man eines und verkennt das andere wird man ins extrem gezogen weil man schwächer gehalten wird. Macht man sich von allem Frei, hängt es nurnoch von deinem Herzen ab wie du handelst. Ich würde sagen das erklärt es warum manche auf dem Weg zur erleuchtung in den Wahnsin stürzen. Erkennt man mit einem mal alles Böse in der Welt doch sieht das gute nicht, wird man meist selbst zum Bösen. Erkennt man nur das gute, lauft man dem Bösen in die Arme. Befreit man sich von einem kann es sein das man vom anderen völlig eingenomen wird. Tja, gäbe es keine selection würde es in der Welt von erleuchteten Genies nur so wimmeln. Allerdings ist es gut das so ziemlich jeder Mensch so seine Beschränkungen dieser Art hat, sonst währen sie zu leicht zu kontrollieren, was Böse folgen haben kann. |
| MagnusCaudar(Bw | Gerade diese "Beschränkungen" machen sie doch schon zu Sklaven eines beschnittenden Verstandes , aber dies geht offtopic . |
| SisterOfMercy | Ein sehr interessantes Thema, wie ich finde... gibt es doch unter unseren "Genies" tatsächlich sehr viele, die an einer Art psychischer Krankheit litten. [QUOTE] Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, die an affektiven Störungen gelitten haben sollen: [B] Komponisten[/B] sind bei den Gemütsstörungen häufig anzutreffen. Hier findet man Namen wie Bartok, Beethoven, Brahms, Bruckner, Chopin, Händel, Hindemith, Liszt, Mozart, Schubert, Schumann, Wagner u. a. [B]Maler und Bildhauer [/B] Auch die Maler und Bildhauer sind nicht nur durch van Gogh und Caspar David Friedrich, sondern auch durch Dürer, Holbein d. J., Picasso, Rembrandt, Leonardo da Vinci usw. vertreten. [B]Dichter und Schriftsteller [/B] Die Dichter und Schriftsteller sind zahlenmäßig am stärksten betroffen. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass sie sich durch ihre schriftlichen Werke am offensten, also auch ungeschütztesten offenbaren können. Wenn man nur die bekanntesten Namen herauszieht, dann findet man - zum Teil doch überraschend, wenngleich nur auf den ersten Blick - Goethe, Lessing, Schiller, Shakespeare usw., ohne auf die Depressionen von Baudelaire, Heine, Hölderlin usw. einzugehen. Und man findet nicht selten sogar Humoristen darunter (z. B. Wilhelm Busch), die zwar anderen Menschen viel Freude und Vergnügen bereiten, von dunklen Gedanken aber selber nicht verschont blieben (eine Erkenntnis, die auch von so manchen Humoristen unserer Zeit bestätigt wird). [B] Religiöse Persönlichkeiten[/B] Die religiösen Persönlichkeiten jeglicher Konfession sind zwar eine kleine Gruppe, von Franz von Assisi über Sören Kierkegaard und Martin Luther bis zur Theresa von Avila. Sie dürfte aber in Wirklichkeit viel größer gewesen sein, beginnend im Alten Testament über das Neue Testament bis in unsere Zeit. Dabei kann es - selbst in unserer aufgeklärten Zeit - für die pathographisch interessierten Wissenschaftler nicht ganz risikolos zu sein, den einen oder anderen religiösen Führer aus früherer oder heutiger Zeit als psychisch krank, zumindest aber anfällig zu bezeichnen, weshalb sich dort Forschung und vor allem öffentliche Dokumentation dieser Untersuchungsergebnisse eher bedeckt zu halten pflegen. Die jüngere Geschichte einschließlich Mord-Drohungen und Verfolgung gibt ihnen recht. [B]Philosophen und Denker [/B]Dass auch nicht wenige Philosophen und große Geister Gemütsprobleme hatten, ist einleuchtend, obgleich man es kaum rational begründen kann. Bekannte Namen sind beispielsweise Immanuel Kant, Karl Marx, Jean Paul Sartre, Arthur Schopenhauer, der geistvolle Spötter Voltaire (was ja nicht selten ist, dass jemand seine schwermütige Grundeinstellung durch Ironie, Sarkasmus oder gar Zynismus zu kompensieren versucht) usw. [B]Könige, Politiker und Feldherrn[/B] Machtvolle Herrscher, Politiker oder gar militärische Führer sind zwar (Berufs-) Sparten, bei denen man sich am wenigsten seelische Beeinträchtigungen vorstellen kann, vor allem wenn es sich um geniale Führerpersönlichkeiten handelte. Doch auch sie sind nicht gegen seelische Störungen gefeit, wie die zahlreichen Beispiele von König Saul im Alten Testament bis Winston S. Churchill zeigen, von zeitgenössischen Betroffenen ganz zu schweigen. Aber auch sonst finden sich durchaus illustre Namen: Bismarck, Blücher (mit einer geradezu abenteuerlichen Pathographie), den zusätzlich epilepsie-kranken Caesar, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf, Heinrich den VIII., den Sonnenkönig Ludwig den XIV., Kaiserin Maria-Theresia, Metternich, Nelson, Peter I., den Großen, Richelieu, Talleyrand usw. [B]Wissenschaftlicher und Entdecker [/B] Bei den Forscher- und Erfinder-Persönlichkeiten kann man sich Gemütsstörungen wieder eher vorstellen. Allzu viel Beispiele sind allerdings nicht namhaft geworden. Wissenschaftler stehen in der Regel nicht im Rampenlicht, doch einige von ihnen scheinen sich tatsächlich seelisch schwer getan zu haben: Charles Darwin, Sigmund Freud (der in seine Psychoanalyse so manche Eigenerfahrung einbringen konnte oder musste), Galilei, Keppler, Linné (der berühmte Park-Gestalter, wobei schon früher bekannt war, dass Gartenarbeit gemütsmäßig besonders ausgleichend, ja antidepressiv ist), Mendel, Semmelweis, Edison, Alexander von Humboldt u. a. · Revolutionäre und Sozialreformer Schließlich bleiben die Persönlichkeiten, die ihre jeweilige Zeit und Gesellschaft geprägt haben. Da wundert es schon, dass so "harte Revolutionäre" wie Danton und Robespierre aus der französischen Revolution auch ihre seelischen Nöte gehabt haben sollen (bzw. es wundert uns nicht), aber auch Henry Dunant und Johann Heinrich Pestalozzi, die aufgrund mannigfacher persönlicher Erfahrungen ihre großen karitativen Werke in Angriff nahmen.[/QUOTE] [URL=http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/genie.html]Quelle[/URL] und aus demselben Artikel: [QUOTE]Nun wird aber das Genie - so der Brockhaus weiter - häufig von seinen Zeitgenossen nicht verstanden, obwohl es starke geschichtliche Wirkungen auslösen kann und als die höchste Steigerung des Schöpferischen erscheint. Und dann spricht der Brockhaus von etwas, was offenbar mit dem Genie nicht selten zusammenhängt, selbst wenn es nicht ins Krankhafte hineinreicht. Dort heißt es nämlich: Mit der Steigerung der schöpferischen Kräfte und ihrer Konzentration auf einen bestimmten Schaffensbereich gehen zuweilen Ausfälle in anderen Bereichen des persönlichen Lebens einher, oft auch erhöhte Leidensfähigkeit bis zu psychopathischen (gemeint sind wahrscheinlich psychopathologische, also seelisch-krankhafte) Zügen. Seit der Antike - so der Brockhaus weiter - wurde also immer wieder ein Zusammenhang von Genie und Wahnsinn postuliert, auch wenn der Beweis oft einseitig ausgewählt und interpretiert worden ist. Vor allem darf man nicht vergessen, dass der Begriff Genie und insbesondere der Genie-Kult etwas ist, was vom jeweiligen Zeitgeist geprägt wird - von der Vollendung des Menschen bis zum Krankhaften.[/QUOTE] Ich denke, das trifft es schon recht gut. Viele dieser Menschen waren "ihrer Zeit voraus" und deshalb in der Gesellschaft schlecht integrierbar. Dies und der Drang nach Perferktion kann durchaus in Überforderung gipfeln, die sich vielleicht in einer psychischen Krankheit äussert.... Interessant finde ich, dass früher eine Krankheit wie Epilepsie, die heute eher verschwiegen wird, als Gabe gesehen und hoch geachtet war, weil die Leute dabei "so verzückt" schauten. |
| Thyra | Zitat: Früher stand ich in ziemlich engem, direkten Kontakt zur Geisterwelt, ganz ohne spiritismus, rein spirituel... doch es hat mir nicht gut getan... @ apnoe: Wie meinst du das? Ganz ohne spiritismus, rein spirituell.....? |
| Athanasia | Herr Jiska, was bitte ist die Wahrheit? Ist es nicht nur doch eine weitere Illusion deren tiefe man nicht erkannt hat? |
| Herr Jiska | An Athanasia: Zwar glaube ich an eine ultimatige Wahrheit, jedoch muss ich mir eingestehen, dass ich den Begriff dieser fälschlich verwendet habe. Wir gehen doch davon aus, dass ein Genie in der Lage ist, mehr zu erfahren und zu verstehen, als der durchschnittlich begabte Mensch. Alles was ein Gnie also zu begreifen imstande ist umfasst, was ich oben leider als Wahrheit bezeichnet habe. Entschuldigt meine Unachtsamkeit! Bitte! |
| Athanasia | Werter Herr Jiskas, Nicht der Rede wert, doch kann meiner Erfahrung nach solch kleine Unachtsamkeit wahrlich Löcher in den Himmel reissen. ... ;) Doch welche Wahrheit ist schon die Eine? Ich für meinen Teil könnte mir durchaus vorstellen, das der Übergang, der Fall der Grenze, von Genialität und Wahnsinn, aus der Einsamkeit der Tiefe des Geistes herführen. Solch Menschen haben doch das Los (ob nun positiv oder negativ zu sehen) nicht nur "gesehenes" zu verstehen - sondern zu be-greifen. Alleine im Nichts! der arme.. |
| LilEevee | Ich weiss nicht ob das so ganz passt..wollte es aber trotzdem mal posten.. Ich kannte mal jemanden der gesagt hat "Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn zeigt sich lediglich im Erfolg." Und von mir... Wenn man zuviel versteht, zuviel weiss und ständig darüber nachdenkt muss man doch irgendwann verrückt werden, in dieser Welt. Oder? |
| Athanasia | [QUOTE][i]Original geschrieben von LilEevee [/i] [B Und von mir... Wenn man zuviel versteht, zuviel weiss und ständig darüber nachdenkt muss man doch irgendwann verrückt werden, in dieser Welt. Oder? [/B][/QUOTE] Ja. Doch was ist schon verrückt? Nur ein Zustand? Positiv oder Negativ zu werten? [i]Denk lieber nicht darüber nach, oder? [/i] |
| ganymedesu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Athanasia [/i] [B]Herr Jiska, was bitte ist die Wahrheit? Ist es nicht nur doch eine weitere Illusion deren tiefe man nicht erkannt hat? [/B][/QUOTE] wieso diese frage? selbst wenn "die ultimative wahrheit" im Grunde inexistent ist, so tangiert das doch nicht im geringsten die wahrnehmung des "wahnsinnigen genies"- wenn er davon ausgeht, die wahrheit gefunden zu haben (auch wenn es net so sein sollte) kann er ob dieser erkenntnis doch allemal den banalitäten des lebens den rücken kehren... bitte saug mal staub, herr jiska, die reiskrümel sind eklig. |
| imminent | das alte thema... genie & wahnsinn. wusstet ihr, dass das genie in PICASSO schon zu frühen zeiten erkannt wurde und er nicht nach bildern, sondern nach QUADRATMETERN bezahlt wurde? wusstet ihr, dass der brillante zeichner horst janssen alkoholiker war & mehrfach versuchte, sich umzubringen, da er unter seiner sensibilität & seinem nihilismus litt? wusstet ihr, dass salvadore dali ein bekennender voyeur war, der gerne seine frau gala beobachtete, während sie mit anderen männern fickte? ... genie. wahnsinn. exzentrik. ja, da gibt es durchaus zusammenhänge... |
| d6-matches | Denke viele in Irrenanstalten inhaftierte sind dahin gekommen, weil sie einfach nichtmal ansatzweise der Norm entsprachen aber ist das so schlimm? Für mich wäre es nicht möglich ein anständiges Leben zu führen ohne sich wenigstens minimal anzupassen, auch wenn es gegen den eigenen Willen geht. Wenn ich manchmal alleine bin und nachdenke komm ich irgendwann an den Punkt an dem ich mich frage ob ich eigentlich noch ganz dicht bin. Aber man muss sich bremsen, oder man ist der Buhmann der Gesellschaft, was man zum Teil sowieso schon ist meine Einstellung |
| MagicPower | Also.. mein Freund sagt immer "Genie und Wahnsinn liegen nah bei einander." Und er meint, dass Genies sehr schnell wahnsinnig werden und sein Plan ist es, vom Wahnsinnigen zum Genie zu werden :D um somit die Weltherrschaft an sich zu reissen *ihn mal tätschel* er ist wirklich wahnsinnig :eek: |
| DarkSoul13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von patra [/i] [B]Einstein hat glaube ich sinngemäß mal gesagt, daß es Kinder seien, die die Welt entdecken (also: Kinder im Geist sozusagen) und das Erwachsene gar keine Zeit mehr für sowas hätten: Alle Wissenschaftler, Entdecker, Genies (?) seien also im Grunde Kinder. Einstein war aber kein 'wahnsinniges Genie', soweit ich weiß (lag das vielleicht auch daran, daß er kein Single war?). [/B][/QUOTE] Ich weiss jetzt nicht, ob das die Definition von Einstein ist, aber ich hab kürzlich mal sowas gelesen, was ber für Philosphen gedacht ist: Alles, was wir brauchen, um gute Philosopjen zu werden, ist die Fähigkeit uns zu wundern. Un dann wurde da weiter geschrieben, dass Kinder, bevor sie sprechen lernen, sich erstmal so ziemlich über alles wundern, was sie sehen, da sie es ja noch nicht kennen. Wenn sie sich dann an alles gewöhnt haben, hören sie auf damit und nehmen es als gegeben hin. Und Philosphen sind halt Menschen, die diesen Punkt niemals so wirklich erreicht haben. Diese hinterfragen immer alles, bis sie eine Erklärung dafür gefunden haben. Einige von diesen Leuten sind sicherlich auch Genies. Aber um das zu klären, ob Genie und Wahnsinn immer beieinander liegen, sollte man den Begriff Wahnsinn vielleicht zuerst mal klären. Ist das nicht eigentlich nur ein Begriff, der von "normalen" Menschen verwendet wird, für Leute, die wesentlich anders sind und mit der Nichtakzeptanz/dem Nichtverstehen der meisten Menschen nicht mehr klarkommen? |
| illuminat | Wahnsinnige sind: a) Genies ohne Lösung für das gefundene Problem b) Genies die ein Problem nicht in Worte fassen können c) Genies die das eigentliche Problem nicht erkannt haben d) Genies die wieder so werden wollen wie alle anderen Genies sind meißt Schauspieler die etwas können, was alle anderen auch können, aber immer ein bisschen besser darstellen. Ein Genie ist nur ein Genie so lange es sich selbst nicht für ein Genie sondern Wahnsinnig hält. |
| MagicPower | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Dann bin ich wahnsinnig. Nicht verstanden zu werden, ist für mich leider zum Alltag geworden. Die meisten Menschen sind mir zu einfach und egoistisch strukturiert, und sie verstehen meine Denkweise nicht. Irgendwann bin ich dann Zyniker geworden. Pax. [/B][/QUOTE] :eek: Zyniker synonym Wahnsinnige/r ? |
| Demon17 | Die Definition von Wahnsinn oder anderen psychologischen Patholgien ändert sich permanent. Insofern hängt es stark vom IQ der Gesellschaft ab ob Intelligenz und Wahnssinn miteinander korrelieren. Im Altertum galten einige Formen mal als Geschenk der Götter... |
| illuminat | Für Definitionen gibt es Enzyklopädien, Wahnsinn ist gedankliches Chaos und undefinierbar ;) |
| mcbear | Dies Frage bringt mich zur Errinerung an ein Buch. "Das Parfüm" - Die Hauptfigur wird mit einer besonderen Gabe geboren. Er hat einen besonders guten Geruchssinn.. im Verlauf der Geschichte unterliegt dieser Mensch, der ohne Frage ein einmaliges Genie ist dem Wahnsinn und genau das ist es was ihn auch tötet. Sowohl das Geniehafte als auch der Wahnsinn entstehen aus dieser Fähigkeit. Wenn wir das nun auf die Intelligenz beziehen, so ist sie die Fähigkeit aus der beide Dinge entstehen können. Das eine bringt das andre mit sich. Aber jemand mit einer besseren Kombinationsgabe und einem natürlichen Drang Dinge zu verstehen kann auch mit mehr Wahrheit und größerem Wahnsinn klarkommen. Ich denke, der Wahnsinn liegt in dieser Welt und zeigt sich tagtäglich vor allem denjenigen, die offene Augen und Ohren haben... mehr Dinge verarbeiten können. ------ Um die Frage jedoch ohne noch größere Umschweife zu beantworten. Jemand, der als Genie bezeichnet wird ist ohne Frage ANDERS und jemand, der anders bzw. "nicht normal" ist wird somit für alle anderen unverständlich bzw. unlogisch bis hin zu wahnsinnig.. andersrum gesehen: Jemand, der anders ist, wodurch auch immer, wird auch immer etwas Genie in sich tragen, weil er über Dinge nachdenkt, Dinge versteht, die andere nicht verstehen.. ------- klares JA |