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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Wenn die Fantasie verschwindet
SchwarzeKatzeKennt ihr das,wenn ihr Musik hört und es euch in eine andere Welt verschlägt,ihr auf einer Wiese sitzt aber das Gefühl habt wo ganz anderes zu sein.Und plötzlich ist all das weg und die Fantasie die einen auf wundervolle Abenteuer schickt lässt euch im Stich?
Aber wie kommt es dazu?
Warum verschwindet die Fantasie einfach so und man fühlt sich allein und gelangweilt?
ThalmosIch glaube nicht dass sie einfach verschwindet, sie ist nur schwieriger zu finden.
Ich weiss nicht genau ob du damit meinst, dass man mit fortschreitendem Alter nicht mehr so fühlt wie in jungen Jahren. Bei mir war das zumindest so (und ich denke es ist bei jedem so) dass man als Kind noch anders fühlt als später mal. Man glaubt noch an alle möglichen Dinge, und später fängt man dann an zu denken und stellt fest dass man doch in einer ganz anderen Welt lebt. Vielleicht leidet die Fantasie da auch darunter.
XandrinEs ist eine ganz logische Sache, das man wenn man älter wird ganz anders fühlt, als im Kinderalter.
Man denkt über viele Dinge einfach gründlicher nach. Und fängt an zu verstehen warum „Erwachsene“ manchmal über so „schlimme“ Probleme reden.
Das kann man als Kind nicht verstehen, denn da erscheint alles noch total fröhlich und unbescherwert…

Ich kenne diese Tage sehr gut, an dejn man plötzlich auch wieder roral unbeschwert ist. (Sind eigentlich ehrer Stunden) aber mir ist bewusst, das das vergeht.
Aber das ist auch normal. (normal ist so ein doofes Wort…)
Die Welt ist eben nicht nur fröhlich und unbeschwert. Sie hat halt auch dunkle Seiten…

Hoffe ich hab jetzt nicht voll am Thema vorbeigeredet…aber das viel mir gerade dazu ein.
WindIch finde, SchwarzeKatze, du hast das eigentlich sehr schön beschrieben. Dieses Gefühl bzw die plötzlich verschwindende Phantasie, das kenne ich. Doch frag ich mich, ähnlich wie meine 'Vorschreiber', ob du meinst, dass die Fantasie mit zunehmendem Alter verschwindet, oder auf einmal, von einem träumerischen Moment in den kalten Alltag 'übergeht' (find kein besseres Wort)- sozusagen..?

Eine interessante These, die ihr in gewisser Weise auch schon formuliert habt, ist die Frage, ob das Nachdenken (was ja eigentlich mit jedem Jahr mehr wird) die Phantasie irgendwie zerstört oder verdrängt?

Liebe Grüße
wind
SchwarzeKatzeIch wollte mit diesem Beitrag nicht unbedingt das Verschwinden der Fantasie durch das Alter andeuten, sondern das allgemeine Verschwinden. Zum Beispiel hat doch ein Großteil der Welt keine Fantasie mehr.
Ein Beispiel (das eigentlich lächerlich ist,aber immerhin): Lochnes, Mysterium,Fantasie eines einzelnen oder nur ein Märchen?Egal wie man es sieht,so gut wie Keiner bringt genug Fantasie auf um auch nur an die Existenz dieses Wesen zu denken.Keiner fragt sich:Wäre es eigentlich möglich? Sondern es heisst nur:Es gibt das Lochnesmonster nicht weil es keine handfesten Beweise gibt und weil es noch nie gesehen wurde (so ungefähr).
Ich finde es um ehrlich zu sein arm,dass es sich noch nicht mal einer vorstellt sondern alles immer nur auf Tatsachen und Beweisen beruhen muss!

Hiermit eine schönen Gruß zurück an Wind und ich würde mich über ein paar private Nachrichten zu vielleicht anderen Themen sehr freuen.
Morag of NimesHm, ich hatte diese Verschwinden bisher nur, wenn mich ein äußerer Einfluss rabiat herausgezerrt hat (meist reagiere ich dann auch ungehalten)...
Naja, Phantasie an sich verschwindet meiner meinung nach nicht, eher der Glaube an das Phantasische. das liegt wohl daran, dass die Wissenschaft so viele mythen erklärt hat, dass man erwartet, sie könne alles erklären.
man kann sich immernoch [I]vorstellen[/I] dass es eine nessie gibt - aber man kann nicht mehr daran [I]glauben[/I]. Das ist für mich ein unterscheid, dessen entwicklung aber trotzdem bedauernswert ist. Mythen machen das Leben interessanter (weshalb ich es auch für tödlich halte, alles zu wisen)...
SchwarzeKatzeOhne Myten wäre das Leben auf dieser Welt meiner Meinung nach mehr wie langweilig. Und das schönsten an den Myten und Märchen ist ja dass immer Fantasie im Spiel ist und man es eben nicht weiss ob es war ist oder nicht.
Du hast recht,wenn man alles wüsste wäre das Leben irgendwie Sinnloss!
nebeltaucher[QUOTE][i]Original geschrieben von SchwarzeKatze [/i]
[B] sondern das allgemeine Verschwinden. Zum Beispiel hat doch ein Großteil der Welt keine Fantasie mehr. [/B][/QUOTE]
Ich denke mal das kommt von zuviel Massenmedien und Werbung die tägöich auf einen einprasseln und vorschreiben will "kauf das" "mach dieses". Das kann ganz schön entfantasieren finde ich.

Aber sonst ka...
SoulReaper696[B]Warum träumen wir in dem einen Moment, und im nächsten sind wir wieder in der grauen Realität?[/B]

Falls es das ist, was du wissten willst, liebe Schwarze Katze, werde ich dir mal versuchen zu antworten.

Also, man sitzt auf einer grünen Wiese, beginnt zu träumen und vergisst die Welt um sich herum. Man denkt über seinen Freund nach, vielleicht was man gerne mit ihm machen würde oder wie der bald kommende Urlaub sein wird, was ihr alles machen werdet.
Und sofort hast du schon einen Gedanken, der dich in die Realität zurückbringt - Gedanken an den Stress vor der Abreise, was alles organisiert werden muss damit es schön wird, Angst vor Beziehungskrisen vielleicht...

Oder hab ich jetzt nicht so ganz das getroffen, was du meintest?
ShiiraHi SchwarzeKatze,

Ich habe in meiner Kindheit viel intensiver Gefühlt und für mich waren
diese Momente auch nicht gerade selten. :p
Bei Märchen, Waldspaziergängen und intensivem spielen.
Jetzt hat diese Wahrnehmung extrem nachgelassen... leider!

Ich glaube auch dass man viele Zustände (Geheimnisse) Wissenschaftlich mittlerweile
Belegen kann. Dass Entzaubert ungemein, und hollt einen back to earth.

Die Medien tun ihr übriges dazu, die meisten sind einfach übersättigt und brauchen
sich keine eigenen Gedanken mehr über die Inhalte (eigene Bilder) machen.

Ich habe mir aber vor einer Woche die gesammelten Werke der Brüder Grimm
besorgt. Für dass Kind in mir. :D

g. shiira
cashishaich hatte dieses problem mit der verschwundenen phantasie fast eine kleine ewigkeit lang:
in der zeit scrieb ich folgenedes gedicht, welches- zumindest für mich- auch der schlüssel raus aus dem "loch im kopf" ist:
vielleicht gibt es dir mut:

gern würd ich weinen
bei einem zustand wie dem meinen.

es ist dort leer- na höchstens grau
im kreativ-ideenbau.

die phantasie scheint ausgehebelt,
die türe zum gehirn vernebelt.

hier ist es stickig, gar nicht schön!
erblicken kann man weder höh`n
noch täler, himmel. Ach du graus!
erinnerungen bleiben aus.

ich möcht verhexen dieses treiben!
doch leider bleiben
auch reime aus und auch die sprüche...
(sehen sie?! mir fällt nichts weiter ein als “brüche”)

was mach ich jetzt? was tu` ich nur?
es hallt mein echo übern flur
der ehemals so bunten welt.
wie soll ich tun was mir gefällt
wenn malen, schreiben oder reimen
für immer nun im dunkel bleiben?

da tut sich auf ein kleines loch,
wird größer, größer schwarz und noch
kann ich mich halten-
bald jedoch
droh ich zu stürzen in die leere!
(als ob das nicht genug schon wäre)

ich rufe laut nach rettung nur
doch die gedanken bleiben stur.
kein seil, kein stein kein end` in sicht.
da! plötzlich wird es wieder licht!

ganz unverhofft plumps ich darnieder.
die phantasie- ich hab sie wieder!
hier ein bild, noch eines und dort:
wie schön-flattert vorbei ein wort
mit flügeln dran und lila schwanz...
in seinen augen ist der glanz
ber mich beflügelte bevor
die phantasie ich jäh verlor.

“was ist passiert? frag ich verwirrt
alles ist anders, hab verirrt
mich wohl beim tiefen fall?!”
da gibt es plötzlich einen knall:

und aus dem grase steigt hervor
ein elfengleiches segelohr
“steh auf mein kind” spricht er zu mir
“die neue welt, ich zeig sie dir”



“wer lange weilte in `ner welt
und sich in seinem werk gefällt,
der wird gezwungen tief zu springen,
ja zu fallen um sich den dingen
neu zu stellen und nicht zu tapsen
in den uralten synapsen.

ich beginne zu verstehen:
man muß auch neue wege gehen.

muß sich auch trauen
nicht nur in abgründe zu schauen-
auch mal hindurch zu gehen durch die tür`n,
die zu neuen wegen führ`n.


wenn nun die düst`re phase kommt
werd ich jetzt promt
den sprung gleich wagen,
denn ein ängstliches verzagen
wird nur heraufbeschwör`n die plagen.

gewissensbisse, zweifel, tränen:
man braucht sich nicht dem ende wähnen.
einfach schauen, atmen, springen!
den fall genießen und den dingen,
neuen welten, aufgeschlossen sein-
es wird schein kein
bös-gräuliches erwachen geben!

denn nur wer springt, der kann auch leben!

liebe grüße
cashy
ps.: nich haun dass ich nich auf die lyrikrubrik verwiesen hab!!! :)
Shiirahi cashisha,

schönes gedicht, da sagst du hasst deine fantasie verloren.
papalapap ;)

lg. shiira
cashishadanke!
naja,sagen wir mal so- das gedicht war der schlüssel zu der tür die phantasie wiederzufinden... davor war lange zeit nix...

:)
sunfugitiveIch habe oft auch sehr lange Phasen der Phantasielosigkeit.
Das geht dann so weit, dass ich mir richtig nutzlos vorkomme,
obwohl meine Kreativität eigentlich nur mir etwas bringt, da ich meine Bilder, Gedichte und Erzählungen nur sehr selten mit Jemandem teile.
Trotzdem fühle ich mich sehr unwohl, wenn mir wochenlang absolut nichts einfällt...
Aber dann kommen auch bei mir wieder Phasen, in denen ich kreativ tätig bin.
Es wechselt sich eher ab...
TeireIch habe noch bis vor einigen Wochen die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn sich die eigene Phantasiewelt verabschiedet und man nur noch befähigt ist, sich auf farblose Rationalität zu konzentrieren. Nicht dass es ein nicht zu ertragender Verlust wäre, doch ist der Übergang zu einem solchen Vakuum der Kreativität ein ziemlich intensiver Abschnitt in einem Leben. Auch wenn ich der geistigen Entwicklung nicht so recht traue, dass dieser "Abwurf-Prozess" eine natürliche Seite des Alters sein sollte, so möchte ich jedoch annehmen, dass wenn man zwingend Sorgen überdenkt, kein Platz mehr für Phantasie übrig sein soll.

Ich nehme an, dass die Problematik, die aus den Aussagen von "Wind" und "Morag of Nimes" nur grobe Oberbegriffe aus tatsächlichen Gründen herausfiltert.

(vorherschende Rationalität steht über alle Vermutungen und Lücken gibt es kaum noch welche, die man selbst auszufüllen vermag. Und wenn sich Gedanken, die sich einzig und allein der eigenen Existens, noch nach dem perfekten Alltag verpflichten, fällt der vielleichtige Freiraum für Phantasie weg)

Meiner Meinung nach ist das Spektrum an Gründen für diesen Schwund viel breiter gesät als dass man es durch einer Formel o.ä. herausfindet. So hat jeder seinen ganz eigenen Schlüsselbund, mit dem er sich entsprechende Türen öffnet, und ich bin mir sicher, dass sich die Pforten keiner Musterung unterziehen. Diese Schlüssel ohne Eingang zu betrachten lässt vielleicht weitere "passende" Türen entstehen.

... Ich wollte jetzt nicht neben dem eigentlichem Thema stehenbleiben, doch finde ich es hübscher, wenn man sich mehr mit der "Rehabilitation" beschäftigt, als dass man sich mit dem Gefühl vertraut macht, welches sich nach diesem Schwund breit macht.
Psychesich bin wohl davon auch betroffen mit der fantasielosigkeit

ich kann mir z.b nichts vorstellen was ich zeichnen möchte
ich kann mich seit fast 2 jahren an keinen meiner träume mehr erinnern
kann mir die gesichter von personen nicht vorstellen wenn ich sie einige wochen nicht mehr gesehen habe

und irgndwie warte ich immer noch drauf das meine blühende vorstellungskraft und auch die fantasie wieder kommt.

was kann man mehr tun als warten?
keridwenAlso ich denke, wenn die Fantasie verschwindet hat das meistens mit der Lebenssituation zu tun, in der man sich gerade befindet.
Zum Beispiel kenne ich das von mir, wenn ich gerade gedanklich einfach mit anderen Sachen beschäftigt bin, wenn irgendetwas neu ist in meinem Leben und ich mich mit einer Sache nicht richtig abfinden kann. Oder ich über mein eigenes Leben und mich selbst nachdenke und dabei auf neue, negative Erkenntnisse stoße. Ich finde, bei solchen negativen Gedanken geht die Hoffnung in dem Moment oft weg und damit auch die Fantasie. Aber bei mir ist das meistens nicht von Dauer. ich bin der überzeugung, dass man nur richtig fantasieren kann, wenn man auch abschalten kann und wenn einen etwas aus der Bahn wirft ist dass oft sehr schwer.
Vielleicht ist das bei dir ähnlich.
ZerodymeDie Fantasie exitiert überall man sieht sie nur schlecht :]
Ich bin ein Fantasiereicher mensch und träum manchmal sehr viel!
Menschen können nur dinge und maschinen durch ihre Fantasie erschaffen. das Flugzeug ist entstanden durch den Wunsch zu fliegen! Man nimmt er nur nicht wahr, weil es für einen alltäglich erscheint!

MfG Zerodyme
BlackElvenTearich bin auch noch am suchen für einen grund, warum die phantasie einen manchmal so schmählich im stich lässt... die annahme, dass stress, bzw. starke geistige forderung (gewissermaßen die daraus resultierende erschöpfung) sich nachteilig auf die phantasie auswirken...
aber ich hab immer wieder die erfahrung gemacht, dass die verloren geglaubte phantasie nach einiger zeit wiederkommt, oft intensiver als zuvor... nur die zeiten "dazwischen" sind grausam - als mensch der manchmal fast mehr in seiner phantasiewelt als in der realität lebt (was auch schwierigkeiten machen kann, aber das wär jetzt off-topic) dieses rückzugsgebietes plötzlich beraubt zu sein: scheußlich!!
und das mit dem erinnern...bis vor einiger zeit konnte ich mir keine gesichter merken...ich hab die leute wiedererkannt, wenn ich sie gesehen hab, aber ich konnte mir ihr gesicht nicht vor dem inneren auge vorstellen...schlimm, vor allem wenn man die leute oft sieht und sie einem ungeheuer wichtig sind...in letzter zeit dafür reicht ein augenblick aus, und das gesicht dieser menschen brennt sich mir auf wochen und monate ins gedächtnis ein...erstaunlich, auch ein phänomen, für das ich bis jetzt keine ursachen feststellen konnte...

:D hoffenlich hab ich jetzt nicht zu wirres zeug gefaselt, das war einfach so ein gedankenausbruch...
bradógWenn mich Reize überfluten, wie z. B. durch Streß, Ärger und ständige Konzentration am Arbeitsplatz, Lärm, Medienterror in jeglicher Form, mein Geist längere Zeit keine Möglichkeit hat, um zur Ruhe zu kommen, die Festplatte im Oberstübchen bis zum bersten voll ist, dann reduziert sich meine Phantasie auf ein Minimum. Fühlt sich bescheiden an, denn irgendwie funktionier' ich dann nur noch. Brauch' Phantasie wie die Luft zum atmen, ohne Phantasie fühlt sich leben ziemlich öde an. Möchte mich nicht zumüllen, terrorisieren, rationalisieren lassen (ich empfinde es so), aber es gibt wenig Möglichkeiten dem zu entkommen, darum nutze ich jede sich mir bietende Gelegenheit, dem entgegenzuwirken und ich zieh mich u. a. ganz gezielt zurück, um wieder zu mir zu finden. Wenn ich Urlaub hab', Ruhe einkehrt, dann erblüht meine Phantasie und auch meine Kreativität wieder zu neuem Leben und ich werd' wieder ich.
blutrotes leidmich hat sie schons eint fast 1 jahr im stich gelassen. oder hab ich sie vielleicht im stich gelassen. ich glaube wenn man sich auf eine bestimmte art verändert, machmal scheint es mir, dass es nur ein kleiner zarter hebel istt, dann verflüchtigt sie sich ganzs chnell.
mh, vielleicht liegt es daran, dass das letzte jahr ziemlich hart war. ich hatte einfach keine zeit mich mit mir selber zu beschäftigen, vielleicht hatte ich auch angst davor und habe sie erst gar nciht in mich hineingelassen. ich hoffe noch inständig dass sie einfach nur schlummert und nich eingeschlafen ist.
aber es ists chon ein riesengroßer unterschied zu dem wie ich einmal war. es war ein großer tei von mir..und jetzt istd a gar ncihs mehr.

und ich ahbe nicht einmal die kraft zu trauern deswegen
DarkInsideauweia! so viele desillusionierte menschen, das ist ja todtraurig! ich kann und will über keinen von euch urteilen, gott bewahre! aber es tut mir wirklich für jeden leid, der seine phantasie ganz oder doch zumindest teilweise verloren hat. ganz einfach deshalb, weil ich ein recht großer tagträumer bin. und wenn das auf einmal nicht mehr so wäre, dann wär ich wirklich zu tode betrübt, vermute ich.

sicher, in früheren jahren hab ich "anders" phantasiert. man wird ja schließlich erwachsener und sammelt erfahrungen, deshalb geht man auch anders damit um. und früher hab ich z.b. nie über meine phantastereien reflektiert, heute tue ich das. und oft ist es so, daß dann das rekapitulieren das schönste an der ganzen geschichte ist. es kommt bei mir ständig vor, daß ich was träume, irgendwann aus dem tagtraum "erwache" und dann herzhaft loslache - über mich! ich lache über mich, über meine gedanken und über die offensichtliche irrationalität, einfach über die tatsache, daß ich so einen "scheiß" zusammenträume. und es ist ein wirklich "echtes" lachen, das kann in einzelnen situationen, wenn man eigetlich in einer sehr schwierigen lage ist, wirklich unheimlich befreiend sein.

gerade in letzter zeit hatte ich das oft. meine letzte beziehung ist nach langen jahren auseinandergebrochen, daran hatte ich (und hab ich immer noch) extrem zu knabbern. und ich war oft genug der totalen verzweiflung nahe. aber dann fing wieder das träumen an. was wäre, wenn sie nun auf einmal zurückkommen würde? was wäre, wenn ich zu ihr zurückkehren würde? und dann irgendwann kam eins zum anderen, nach dem erneuten zusammenkommen würden wir dies und jenes tun, zusammen in urlaub fahren, zusammenziehen, uns verloben, heiraten, kinder bekommen usw.. und irgendwann dann wird einem ja klar, daß das so weit und fernab jeglicher realität ist, daß ich über mich und meine gedanken einfach nur lachen muss. und das half mir dann wiederum, die ganze sache realistisch zu betrachten, den tatsachen ins auge zu sehen.

ich wünsche jedem von euch, daß euch die phantasie nicht vollends abhanden gekommen ist und irgendwann zurückkehren wird!

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