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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: wo keine synapse da keine erkenntnis?frage um die grenzen des bewusstmachens
cashishahallo. ich habe beim stöbern im archiv ein intressantes thread gefunden namens: Esoterik vs. Schizophrenie - Erleuchtet oder Krank?

ich möchte aufgrund einer pers. erfahrung mal eine frage in die andere richtung stellen:
ein verwandeter von mir ist (adoptiert) zeit seines lebens überaggressiv und "realitätsfern".in regelmäßigen abständen dreht er völlig durch, prügelt leute (auch frauen etc. krankenhausreif), klaut, produziert unfälle, ruiniert sich und andere leben und wird mitlerweile plolizeilich in ganz dtschl. gesucht. jedoch "realisiert" er offenbar gar nicht was er tut.

selbst wenn er wollte, so merke ich, kann er sich gar nicht bewusst auseinandersetzten mit sich, seinen taten und seinem leben.
er weiß zum teil gar nicht mehr, was er alles getan hat und sieht sich immer schon einzig u allein in der rolle des opfers.
wenn ich mit ihm sprach kam es mir auch nicht so vor, als ob er sich nicht selbst belügt, es ihm alles egal wäre oder sonst "geistig bewusstes" handelt. offenbar scheint ihm gar nicht die möglichkeit geboten, seine taten bewusst zu sehn oder sein leben einzuschätzen...

kürzlich las ich einen bericht, über "genetische bösartigkeit".

ich überlege jetzt, zum einen, ob was an der genetik dran sein könnte (wie gesagt, adoptiert und wir wissen nich "woher" er kommt) und desweiteren ob es menschen bzw. die situation gibt, dass solche menschen gar nicht verstehen können selbst wenn sie wollten.

Vielleicht sind sie gar nicht im stande ihr handeln zu realisieren, weil die synapsen im gehirn gar nicht vorhanden sind?

Meint ihr, dass bestimmte menschen bestimmtes handeln gar nich beeinflussen können, weil sie gar nicht die "denkvorraussetzungen" haben?

oder meint ihr, jeder hat grundlegend gleiches potential und wer nicht über sein handeln nachdenkt, der macht das bewusst, weil er nicht will, aber er könnte wenn er wollte?

ich hoffe ich hab mich richtig ausgedrückt. (und es kommt kein "kucktst du - thread-verweisen :) )

hoffe auf intresse+meinungen
lg
cashy
PeKaes gibt eigentlich nichts was es nich gibt. es gibt mit sicherheit biochemische prozesse die verhalten steuern. gegen die sich der gesteuerte kaum wehren kann. verhalten ist eine summe von vielen teilumständen. da kann die erziehung und die genetik rein spielen. beim einen wirkt eine bestimmte erfahrung völlig anders als beim anderen. es gibt aus dem grund auch den tatbestand der verminderten schuldfähigkeit.
cashishahab hier grad einen artikel gefunden: was haltet ihr davon???


"Unser Gehirn bestimmt, wie uns die Welt erscheint; unsere Weltbilder sind Konstrukte. Da gesunde Gehirne die Welt ähnlich interpretieren, bleibt diese Erkenntnis unserer Alltagserfahrung verborgen. Unsere Intuition irrt auch hinsichtlich der Organisation jener Prozesse im Gehirn, die der Wahrnehmung zugrunde liegen. Nach neueren Erkenntnissen der Gehirnforschung gibt es nämlich keinen zentralen Ort, an dem die Signale aus unseren verschiedenen Sinnessystemen zusammengeführt und einheitlich interpretiert werden. Die Funktionsabläufe scheinen stark parallelisiert zu sein. Wie sind bei parallel ablaufenden Verarbeitungsprozessen im Gehirn kohärente Interpretationen der Welt und zielgerichtete Entscheidungen möglich?"
MontroseDer von cashisha zitierte Beitrag ist kein besonders guter Text.

Der Text tut so, als ob Bewußtsein weniger wahrhaft wäre als seine biologischen Grundlagen. Und das ist natürlich Unsinn. Auch wenn z. B. physikalisch "grün" nicht vorkommt, so kommt "grün" in unserem Gehirn vor und existiert demgemäß.

Auch die Rede von "Konstrukte" ist sehr sehr naiv. Denn Wissenschaft, die ganzen naturwissenschafltichen Erkenntnisse sind ja auch nur Konstrukte, weil der Mensch diese Dinge beobachtet, mißt und in Formeln packt. Es gibt keine "echtere" Welt jenseits des Menschen, weshalb man Naturwissenschaft nicht gegen das menschliche Bewußtsein ausspielen kann.

Die Schlußfolgerung, daß aus einer parallelen Verarbeitung durch das Gehirn keine köhärente Interpretation möglich wäre, wäre in doppelter Hinsicht falsch. Erstens, aus der Hirnfunktion läßt sich nicht ableiten, was das Hirn produziert. Denn der Code der nervösen Erregung und der Code unserer Wahrnehmung unterscheiden sich. Zweitens, es wurde ja schon milliardenfach bewiesen, daß Menschen größtenteils in sich stimmige Weltinterpretationen hervorbringen.

Die Frage, die der Autor aufwirft, ist bereits von seiner Prämisse her fragwürdig. Der Autor meint mit "parallel" eine unabhängige Verarbeitung. In Wirklichkeit aber zeigt sich (Stichwort Konnektivismus), daß es sehr wohl ---wenngleich nicht räumlich, so doch zeitlich---- Verbindungen der Hirnaktivität gibt, die eine kohärente Interpretation erklären würden.



Zur Ausgangsfrage: ja, es wird angenommen, daß bestimmte Menschen kein Gewissen, keine Sozialängste haben und sich nicht in andere reinfühlen können. Stichwort Soziopathen. und ja, es gibt auch Hinweise für Fehlfunktionen des Gehirns (Amygdala).

ABER!!!! Daß es so etwas gibt, heißt ganz und gar nicht, daß jedes abnorme Verhalten auf einer primären Hirnstörung beruht. Dieselben Verhaltensweisen können auch durch freie Entscheidung oder durch die Umwelt zustandekommen.

Selbst für Experten ist es sehr schwer, herauszufinden, was denn nun hirnorganisch und was gewollt ist. Der Mensch ist keineswegs seinem Gehirn ausgeliefert, sondern er benutzt es als Werkzeug. Eine Person mit einer Hirnstörung, sofern diese nicht allzu ausgeprägt ist, muß nicht zwangsläufig ein gestörtes oder soziopathisches Verhalten zeigen. Sondern diese Person könnte aufgrund von "Krücken" wie Nachdenken, Moral, anderer Belohnungssysteme als Gewalt, ein ganz freundlicher Mensch sein.

Zusammenfassung: ein Thema, das sehr viel komplizierter ist, als das in den Medien rüberkommt. Es gilt nicht ein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-auch.

Gerade in den Neurowissenschaften wird zum Teil ein unglaublicher Unsinn geschrieben. Wenn man weiß, daß viele Menschen aus diesem Bereich Physiker sind, die niemals eine geisteswissenschaftliche Ausbildung genossen habeb, also ihre Befunde eigentlich gar nicht humanwissenschaftlich einordnen können, dürfte klar sein, warum.
d.Schmetterling@ Montose

Was redest du da eigentlich???

Wenn kein grün existiert, kennt das Gehirn es trotzdem??? Jetzt verarscht du mich oder?
angelusater@d.Schmetterling: Wahrscheinlich zu wissenschaftlich :D
Montrose[QUOTE]Wenn kein grün existiert, kennt das Gehirn es trotzdem??? Jetzt verarscht du mich oder?[/QUOTE]Ich habe meine Ausführungen sehr ernst gemeint.

In Tübingen fragt ein Professor seine Prüflinge "Gibt es grün?", und erwartet ernsthaft von seinen Prüflingen als angeblich richtige Antwort "Nein".

Seine Begründung war: Grün sei nur ein Konstrukt, und in der Natur gäbe es kein Grün, sondern nur Photonen mit einer bestimmten Wellenlänge.

Ich halte die Ausführungen des Professors für dümmlich, aber typisch für den Zeitgeist.

Meine Argumente dafür, daß es Grün gibt, sind folgende:

1. Grün kann ich sehen, Photonen und Wellen aber nicht. Weshalb sollte ich etwas, daß ich ohne aufwendige Meßgeräte sehen kann, für unwirklicher halten als etwas, daß ich nur mit aufwendigen Meßgeräten indirekt erfassen kann?

2. Physikalische Modelle sind auch nur Konstrukte, die der menschliche Geist erfunden hat. Beleg: In der Natur kann man weder Zahlen noch Formeln sehen.

3. Das Konzept "Grün" ist eindeutig. Grün ist grün. Das physikalische Modell ist hingegen widersprüchlich, weil Licht sowohl als Welle als auch als Teilchen beschrieben wird. Wieso sollte ich ein zweideutiges Konzept für wahrer halten als ein eindeutiges Konzept?

4. Ein mit einem physikalischen Meßinstrument gemessenes Ergebnis kann nicht wahrer sein als die subjektive Wahrnehmung, weil auch die Ergebnisse des Meßgerätes letztendlich von einem Menschen abgelesen werden. Der Bau, der Einsatz, die Ablesung und die Interpretation von physikalischen Daten ist genauso subjektiv wie die unmittelbare Beobachtung der Natur ohne Meßgeräte.

5. Wieso sollte ein subjektiver Eindruck weniger wahr sein als ein materialer-physikalischer Sachverhalt. Liebe, das Gesetz, Poesie zum Beispiel existieren, auch wenn sie kein Physiker dieser Welt messen kann. Es gibt keinen vernünftigen Grund, eine materialistische Sichtweise für realer als eine subjektive Weltwahrnehmung zu halten.


Der Professor bringt Dutzenden von Studenten jedes Jahr Unsinn bei, und die halten diesen Unsinn dann für wissenschaftliche Wahrheit und verbreiten ihn womöglich auch noch. Es wäre besser, die Leute würden selbst nachdenken, anstatt sich auf Autoritäten und Experten zu verlassen, die selbst falsch denken.

[QUOTE]Unser Gehirn bestimmt, wie uns die Welt erscheint;[/QUOTE]
Das ist in dieser Ausschließlichkeit falsch. Ob ich einen Baum sehe, bestimmt nicht nur mein Gehirn, sondern auch der Umstand, ob tatsächlich ein Baum vor mir steht.

[QUOTE]unsere Weltbilder sind Konstrukte.[/QUOTE]Konstrukte von was? Möglicherweise bildet unser Gehirn die Welt genauso ab, wie sie ist. So what? Was soll dieses Gelaber von "Konstrukten"? Wenn alle Weltbilder nur Konstrukte sind, dann ist auch Wissenschaft nur ein Konstrukt. Wozu braucht man aber dann Experten, wenn eh alles nur eine konstruierte bzw. falsche Wahrnehmung ist? Umgekehrt, wenn Experten behaupten, ihe Konstrukte seien besser als die von anderen Leuten, wie begründen sie das dann, wenn sie doch gar keine Realität, an der man das messen oder beweisen könnte, gelten lassen?

[QUOTE] Unsere Intuition irrt auch hinsichtlich der Organisation jener Prozesse im Gehirn, die der Wahrnehmung zugrunde liegen[/QUOTE]Sorry, das ist alleine schon von der Wortwahl eine glatte Sechs. Welche "Intuition"? Es gibt eine Selbstwahrnehmung, und die wird als einheitlich wahrgenommen. Die einheitliche Wahrnehmung ist weder intuitiv (das Wort kann hier so nicht gebraucht werden) noch könnte sie in irgendeiner Weise falsch sein. Wenn ich mich in einer Art und Weise wahrnehme, nehme ich mich in einer bestimmten Art und Weise wahr. Wie könnte da ein anderer, der mich gar nicht erleben kann, mir plötzlich sagen, daß meine Wahrnehmung gar nicht vorhanden ist?

[QUOTE]Die Funktionsabläufe scheinen stark parallelisiert zu sein. Wie sind bei parallel ablaufenden Verarbeitungsprozessen im Gehirn kohärente Interpretationen der Welt und zielgerichtete Entscheidungen möglich?"[/QUOTE]Wenn man den Autor wörtlich nimmt, muß man ihn irgendwie für geistig minder bemittelt halten. Er fragt, wie eine köharente Interpretation aufgrund von paralleleln Prozessen entstehen kann. Das ist insofern eine dumme Aussage, weil ja Kohärenz und parallel dasselbe ist. Dinge, die in dieselbe Richtung verlaufen, sind parallel oder kohärent. Selbst wenn sich die Geraden nie schneiden, läßt sich per Kovarianzanalyse zeigen, daß parallel = kohärent ist. Der Autor fragt also erstaunt wie ein Dreijähriger, wie denn A A verursachen kann?
Ich nehme an, der Autor ---ein sprachlich wirklich völlig untalentiertes Subjekt, weil er völlig unzutreffende Begriffe benutzt--- meinte wahrscheinlich nicht "parallel", sondern "unabhängig".


[QUOTE]Da gesunde Gehirne die Welt ähnlich interpretieren, bleibt diese Erkenntnis unserer Alltagserfahrung verborgen.[/QUOTE]Der Satz ist logisch nicht schlüssig, wie die Philosophen sagen. Denn aus der Ähnlichkeit der Weltinterpretation kann man nicht zwingend schließen, was verbrogen oder nicht verborgen ist. Ähnlichkeit und Verborgensein haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Der Satz ist schlichtweg Unfug.
cashisha@ montrose

hi. ich finde (für mich selbst überraschender weise ;) ) deine ausführungen sehr intressant. tatsächlich denke ich ähnlich, auch wenn ich es wohl anders ausgeführt hätte.

der artikel ist kürzlich in der "spektrum" aufgetaucht und leigt einem symposium zugrunde, welches verg. jahr von hirnforschern initialisiert wurde.

was das "grün" angeht- also die farbwahrnehmung, ist es tatsächlich so schmetterling, dass die farbe an sich nich existiert, sondern ledigleich auf der wahrnehmung des auges basierend auf aufnahme von unterschdl. lichteinflüssen.

nur geht der mensch erstmal von sich aus und sagt "was ich sehe-ist"...was ja in der wissenschaft seit dem mittelalter zu problemen geführt hat :) aber nat. ist es für den alltag einfacher von der existenz der farbe an sich zu sprechen als jedes mal auszuführen, dass die farbe ja bloss...und so weiter.

montrose- auf basies solcher texte zweiflie ich mittlerweile stark an der möglichkeit der wissenschaft- gerade in diesem zusammenhang irgendetwas zu glauben...da die ja zum teil noch unter dem ist was der normale mensch als logisch erachtet. (das gilt auch für wahnehmungspsychologie, visualisierungstechniken etc.)
daher eine frage an dich:
sind die ausführungen von dir auf deiner pers. logischen schlussfolgerung basierend oder ziehst du deine schlüsse (auch) aus veröffentlichungen?
lg
cashy
MontroseIch hab eine Basisausbildung in Philosophie und denke selbst viel nach...beides zusammen ermöglicht es mir, Dinge selbständig zu prüfen und auszudrücken.

Es ist allerdings schwer, gegen einen mainstream anzustinken. Wenn es Mode ist, einen gewissen Knick in der Optik zu haben, dann kannst Du die Leute mit den besten Argumenten fast nicht überzeugen. Die sagen dann: ja aber dort steht doch geschrieben ....

Interessanterweise geben sich die Leute eher jahrelang Mühe, völlig widersprüchliche Dinge irgendwie zurechtzuschieben, anstatt diese Dinge einfach fallen zu lassen. So kommt es auch, daß jede noch so absurde Weltanschauung ihre Anhänger hat. Ja, es ist fast so, daß aberwitzige Ideen besonders viele Anhänger bekommen, weil es die Leute einfach mehr beschäftigt und damit mehr Spaß macht, krumm zu denken.

[QUOTE]als jedes mal auszuführen, dass die farbe ja bloss..[/QUOTE]Es ist halt nicht "bloß". In der Bewußtseinsforschung stehen die subjektiven Wahrnehmungen als vollwertige Tatsachen neben allem anderen. Stichwort "Qualia". Wenn Dich das Thema interessiert, es gibt dazu einen Sammelband "Bewußtsein und Repräsentation" von Esken und Heckmann, ISBN 3-506-73244-7

[QUOTE]"was ich sehe-ist"...was ja in der wissenschaft seit dem mittelalter zu problemen geführt hat[/QUOTE]Das kann man so ohne weiteres nicht sagen. Die Quantentheorie ging von einer recht simplen Beobachtung aus: die Brechung von Licht in bestimmte Farben.

Richtig heikel wird es in Fächern wie Psychologie. Die Behauptung, es sei alles ein Konstrukt, verführt die Leute, sich nicht mehr an Beobachtungen zu halten. Da geht der Schuß voll nach hinten los: aus der Skepsis wird ein Freischein, alles mögliche zu behaupten, weil ja eh alles nur Konstrukt sei. Man nimmt dann pseudointellektuelle Begriffe wie "Borderline", die überhaupt nich scharf definiert sind (nach DSM-IV ergeben sich 126 Persönlichkeitsprofile,...also 126 verschiedene Personen sollen gleich sein, was Mumpitz ist, aber von den Psychoheinis halt geglaubt wird, wie andere an den Klapperstorch glauben).... anstatt mit deutschen Alltagsworten am realen Geschehen zu bleiben.
Ich lehne diesen Popperschen Scheiß von wgen alles Konstrukt und ständige Infragestellung usw. radikal ab, weil die Menschen sich ----wenn eh alles "relativ" ist---- sich keine Rechenschaft mehr geben, was sie da eigentlich behaupten.
cashisha@ montrose

ah- ok- kurze zwischenfrage die nichts mit dem thema im eigentlichen sinne zu tun hat...: aber intressiert mich doch...
ich häng ja noch inner ausbildung, die nur akzeptiert, was geshrieben steht...eigenes denken- so begründbar es auch ist und ungern gesehen: da auch du in deinen ausführungen z.b mehr wert auf ausdrucksform als auf inhalt legt folgenede frage:

wenn ich z.B. "bloß" schreibe dann ist doch klar, dass ich das "bloß" nicht so meine wie abwertend oder ä. sondern dass das einfach ne umgangssprachliche verkürzung und spontanes schreiben ist...ein beispiel...

wieso wird sich mehr auf so einzelne wörter als auf den satz in seiner aussage hin konentriert ??? gerne auch antwort als pers. mitteilung- weil is ja nich themenbezogen aber der frage häng ich jetzt schon n jahr lang nach und komm zu keinem ergebenis :)

danke im vorraus- wär echt nett
cashisha@ montrose die zweite:

tatsächlich habe ich heute mal testweise versucht meine gedanken als konstrukte zu sehen, wärend ich meine diplomaufgabe durchkaute...mann könnte das tatsächlich so beschreiben..aber da stellt sich mir die huhn-ei frage: was war zuerst da ? das wissen um das konstrukt oder daskonstrukt um das wissen zu erlangen???im dem sinne halte ich den artikel mitlerweile auch für sehr dürftig...

achso wegen "im mittelalter zu problemen gefürt" damit meinte ich im gedanken gang auch dort dinge "konstruiert" worden die heute bekannte naturzustände (sonnenfinsternes" oder aber auch hexerei im sinne von natur/kräuterkenntnis) (bitte jetzt keine antworten mit "hexen sind aber..." :)

das ergebnis dieser konstruckte war verhehrend- und das denken an sich hat sich nach meiner meinung aber nicht grundlegend geändert...zumindest im sinne, wie wir mit heutigem "neuem" umgehen...
Montrose[QUOTE]Das ergebnis dieser konstruckte war verhehrend- u[/QUOTE]Das sind Vorurteile. Tatsächlich wurden gerade im Mittelalter die Grundlagen der Logik, des richtigen Gebrauchs der Sprache (Nominalismus) und Grundlagen zum Experiment geschaffen. Ganz zu schweigen von den auch heute noch aktuellen Frage, wodurch eigentlich Herrschaft legitimiert wird. Die Vorstellung eines "dunklen" Mittelalters beruht schlichtweg auf Unkenntnis. Die Leute waren ziemlich helle in der Birne.

[QUOTE]wenn ich z.B. "bloß" schreibe dann ist doch klar, dass ich das "bloß" nicht so meine wie abwertend oder ä. sondern dass das einfach ne umgangssprachliche verkürzung und spontanes schreiben ist...[/QUOTE]Mir ist diese Art von Umgangssparche nicht bekannt. Man versteht nur das, was man liest, und nicht das, was der andere dabei gedacht haben könnte.

DAs mit dem "spontanen Schreiben" akzeptiere ich. Auch mir rutschen im Internet manchmal die falschen Wörter oder Buchstaben raus. Bei einem Bewerbungsschreiben usw. würde man hingegen große Sorgfalt verwenden, weil formale Dinge etwas darüber aussagen, wie geübt jemand im formulieren ist.

[QUOTE]wieso wird sich mehr auf so einzelne wörter als auf den satz in seiner aussage hin konentriert ??[/QUOTE]Weil sich in diesem einzelnen Wort "bloß" Deine tatsächliche Auffassung zeigen könnte. Und in der Tat redest Du über die "Konstrukte" des Mittelalters. Was für Konstrukte sollen das denn sein? Das waren Menschen wie Du und ich, außer daß sie keine Autos hatten. Und mit Menschen meine ich, daß sie gegessen, gelacht, geweint, gestritten und geliebt haben. Um das zu begreifen, braucht man keine "Konstrukte".

[QUOTE]ber da stellt sich mir die huhn-ei frage: was war zuerst da ? das wissen um das konstrukt oder daskonstrukt um das wissen zu erlangen???im dem sinne halte ich den artikel mitlerweile auch für sehr dürftig...[/QUOTE]
Weshalb sollte es kein Wissen ohne ein Konstrukt geben? Der Konstruktbegriff ist völlig sinnlos: er stiftet Verwirrung, ohne Erkennntis zu schaffen.

Wenn jemand etwas sinnvolles zu sagen hat, dann macht er dies nicht an Konstrukten, sondern an konkreten Auswirkungen fest: "was passiert, wenn ich es so mache...und was passiert, wenn ich es anders mache."
cashishahm. vielleicht gehe ichtatsächlich von mir persönlich aus und glaube dass der leser, in dem fall du, logisch aus meinen worten schlussfolgert...
wenn ich wissenschaftlichen käse- entschuldige-wenn ich wissenschaftliche ausarbeitungen für proffessoren oder bewerbungen schreibe ist meine sprache auch entsprechend der anforderung angepasst. da ich dies nicht als wissenschaftliche disskussion, sondern als privatenbmeinugns austausch ansehe neige ich auch gerne mal dazu, etwas lockerer vom hocker zu formulieren...


[QUOTE]Das sind Vorurteile. [/QUOTE]
bitte sieh das in dem zusammenhang wie ichs auch geschrieben habe. ich nannte dies im beispiel auf inquisition u.ä. das ist durchaus verhehrend- gestern und heute...

[QUOTE]Weil sich in diesem einzelnen Wort "bloß" Deine tatsächliche Auffassung zeigen könnte. [/QUOTE]

siekönnte nicht, sie tut es sogar. ich nahm an, dass diese absicht in meiner formulierung klar wird und ich damit das netzwerk zur erläuterung von farbe im wahrnehmungsprozess abkürzen könnte.

[QUOTE]Weshalb sollte es kein Wissen ohne ein Konstrukt geben? Der Konstruktbegriff ist völlig sinnlos: er stiftet Verwirrung, ohne Erkennntis zu schaffen. [/QUOTE]

in gehe in diesem fall davon aus, dass die begrifflichkeit des konstrukt das aktive zusammenfassen und verarbeiten von wissen zu wissen verstanden werden kann. rudulf arnheim hat in "anschauliches denken" vergleichsweise argumentiert, als er darauf hinweist, dass das denken auf zusammenschlüssen von erfahrungen, wahrnehung und aktiven ereignissen beruht.das darausentstandene netzwerk erst (netzwerk=konstrukt) ermöglicht nun eine auf den meinungen basierendes "neue" anschauung...
versteh mich nich falsch- ich hasse diesen artikel- und umso öfter ich ihn lese, umso belangloser kommt er mir vor...mir scheint, es ist ein reines umformulieren bereits bekannter erkenntnisse: nämlich wo keine synapse, da kein wissen...
Montrose[QUOTE] wissenschaftliche ausarbeitungen für proffessoren[/QUOTE]Was sind das denn für Ausarbeitungen. Ich glaube, Du schwindelst mich ein bißchen an. ;)

[QUOTE]itte sieh das in dem zusammenhang wie ichs auch geschrieben habe. ich nannte dies im beispiel auf inquisition u.ä. das ist durchaus verhehrend- gestern und heute...[/QUOTE]Was ist denn genau an der Inquisition so verheerend?

[QUOTE]ich nahm an, dass diese absicht in meiner formulierung klar wird und ich damit das netzwerk zur erläuterung von farbe im wahrnehmungsprozess abkürzen könnte.[/QUOTE]Soweit ich sehe, hast Du Dich zur Wahrnehmung von Farbe nicht geäußert.

[QUOTE]as aktive zusammenfassen und verarbeiten von wissen zu wissen verstanden werden kann[/QUOTE]Wieso muß Wissen zu Wissen zusammengefaßt und verarbeitet werden, wenn es bereits als Wissen vorliegt?

[QUOTE]dass das denken auf zusammenschlüssen von erfahrungen, wahrnehung und aktiven ereignissen beruht.das darausentstandene netzwerk erst (netzwerk=konstrukt) ermöglicht nun eine auf den meinungen basierendes "neue" anschauung...[/QUOTE]Netzwerk ist auch so ein Wischiwaschi-Modewort. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen, und deshalb ist alles richtig. Ich mag das nicht, denn es ist nur akademischer Bluff.
Was ist mit "aktiven Ereignissen" gemeint? Gibt es auch inaktive Ereignisse? Das ist doch wieder so ein schlechtes Deutsch, daß nur dem Dummen klug vorkommt. Kein Vorwurf an Dich, aber auch dieser Arnheim scheint mir ein Laberheini zu sein.
Übrigens ist dieser Satz eine schlichte Behauptung ohne jedweden Beweis. Ist es nicht möglich, daß jemand auch ohne Erfahrung, Wahrnehmung und aktive Ereignisse auf bestimmte Ideen kommt?

[QUOTE].mir scheint, es ist ein reines umformulieren bereits bekannter erkenntnisse: nämlich wo keine synapse, da kein wissen...[/QUOTE]Erklär mir mal, was eine Synapse ist. Wie ist die denn aufgebaut und was macht die. Und dann erklärst Du mir mal, was eine Synapse mit Wissen zu tun hat.
Cyan Kaliwissen....

was ich mich frage. hat ein kühl, überlegener und offensichtlich rasiermesserscharfer geist es nötig, derartig zuzuschlagen?

wo kein herz, da kein hirn.

synapse = leiter = (zum gedachten speicher)
wo kein speicher, da keine heimat für erkenntnis.

empfehle mich
CyanKali
cashisha(@ montrose
siehe pn)



hm.
leider ist in dieser peinlichen zitatenschlacht das thema n bisschen ins hintrtreffen geraten...

das da in kurz formuliertheißen würde:
[QUOTE]Meint ihr, dass bestimmte menschen bestimmtes handeln gar nich beeinflussen können, weil sie gar nicht die "denkvorraussetzungen" haben?[/QUOTE]
oder meint ihr, jeder hat grundlegend gleiches potential und wer nicht über sein handeln nachdenkt, der macht das bewusst, weil er nicht will, aber er könnte wenn er wollte?

danke
d.SchmetterlingIch würde sagen, das Handeln ist eine Mischung aus beidem.

Zu einem ist das Gehirn in seinen Entscheidungen abhängig von Reizen die es aufnimmt, und auf diese reagiert, doch kann man sich dank abstrackten Denken frei über die Reize entscheiden. Indem man die Reflektion seiner Umwelt beurteilt und darauf Bewusst reagiert.

Aber letztendlich, ist selbst das Bewusstsein abhängig von den Reizen.

Nicht umsonnst sollte man einem Baby alle reize vermitteln die es giebt, ohne es zu überfluten, da sich das aufgenommene auf die Beobachtung und das Verhalten niederschlägt.
paranuitdas ist längst keine frage mehr, hierüber gibt es etliche abhandlungen aus der forensik.

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