| Feuertanz | Mich beschäftigt jetzt schon seit längerer Zeit eine bestimmte Frage, deren Antwort mich sehr interessiert. Wenn ich mich in der Szene umsehe fällt mein Blick auf viele verschiedene Arten von Menschen. Menschen die sich alle von der Masse der Gesellschaft abheben, sich als etwas Besonderes sehen. Und dennoch ist nicht die Szene an sich auch wieder eine Gesellschaft, in der man sich anpasst? Ich selber kann nicht behaupten viel Erfahrung mit und in der schwarzen Szene zu haben. Anfang letzten Jahres entdeckte ich durch den Chat etwas, wonach ich mich schon seit langem gesehnt hatte. Etwas dunkles, faszinierendes, was mich in seinen Bann zog. Im Laufe des Jahres dann machte ich viele Entwicklungsstufen durch. Orientierte mich Anfangs am Kleidungsstil der wenigen Leute, die ich dort (Ecke Mönchengladbach/Düsseldorf) kennenlernte. Sie waren alle mehr oder weniger edel gekleidet und nie übermäßig stark geschminkt, hinterließen im Großen und Ganzen doch immer sehr den Eindruck "Wochenend-Gruftie", was ich prompt übernahm. Ich lebte damals mit meinem Freund zusammen, der mich als "Stino" kennengelernt und auch selber solch einer war. Er war natürlich absolut dagegen und der Meinung ich sei nicht mehr ich selbst. Meine Argumente, ich sei vorher nicht wirklich ich selbst gewesen und grad dabei mich zu finden stießen auf taube Ohren. Also einerseits versuchte ich damals mein Leben zuhause und das in der Freizeit zu koordinieren (was im Klartext bedeutete, die Woche über Stino, am Wochenende möglichst unauffällig gestylt und ab zu meinen neuen Freunden), aber andererseits merkte ich, daß mir diese Art der Selbstdarstellung nicht gefiel, daß das wirklich nicht ich war. Wenn auch auf andere Weise als mein lieber Damaliger der Meinung war. Nachdem die Sache mit ihm dann zugunsten der "Szene" (sowas gibt es in der Gegend nicht wirklich, oder hab ich nur die falschen Leute gekannt? Wäre interessant das mal zu erfahren) gegessen war konnte ich mich ganz mir selbst und meinem Styling widmen. Ich probierte es mit Kleinigkeiten. Ein lustiger Hut, blaue Haare und schon fühlte ich mich wohler. Diesen Stil behielt ich eine ganze Weile bei, bis ich dann im Dezember letzten Jahres nach Berlin zog und erlebte, was die schwarze Szene wirklich bedeutet. Um es abzukürzen (Will euch ja nicht meine ganze Lebensgeschichte aufhalsen), heute kann man mich wohl am ehesten als Goth-Punk bezeichnen. Ich fühle mich pudelwohl, bin 100%ig ich selbst und könnte garnicht mehr anders. Also habe ich durch all das hindurch trotzdem etwas eigenes entwickelt und mir von niemandem reinreden lassen. Jetzt aber wieder zum eigentlichen Thema... Ich wollte mit meinem Beispiel nur noch verdeutlichen, was mich so stört. Ich habe das Gefühl wenn ich mir die Leute anschaue, die Szene besteht größtenteils nur aus Gefallsüchtigen. Wer trägt die teuersten Schuhe, wer hat das schönste Kleid, wer passt sich am besten an... Richtig verdeutlicht hat mir diesen Umstand erst einige Kommentare eines guten Freundes, nach dem Schema "Grufties dürfen dies nicht tragen... Grufties dürfen das nicht tun...". Da fing ich doch mal an zu überlegen. Was soll denn das? Habe ich mich etwa von gesellschaftlichen Zwängen losgesagt, um mir an anderer Stelle wieder sagen zu lassen, was ich darf und was nicht? Und dies jetzt wirklich nur auf die Kleidung bezogen... Ich frag mich nur warum? Und daß er (also dieser Freund) keine Ausnahme ist, habe ich inzwischen ausreichend feststellen müssen. Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen, mit dem warum? -Feuertanz- ------------------ ...Fire Walk With Me... |
| Laila | hallo feuertanz du musst dich doch nicht dme fügen was die anderen sagen, auch wenn es andere "gruftis" sind... das ist ganz allein dir überlassen, welche klamotten du trägst und wie du dich gibst... wie du schon sagtest, solltest du ganz du selbst bleiben/sein... vielleicht werden sich dadurch einge von dir abwenden wenn du es so sagst, aber diese leute sind dann keine freunde... du kennst bestimmt genügend leute die dich so akzeptieren wie du bist, egal ob diene klamotten jetzt teuer oder günstig waren, ob du sie gekauft hast oder selbstgenäht hast... sei du selbst... so kommst du immernoch am besten durchs leben... grüße, Laila |
| ir:ma | grüss Dich Feuertanz ... ich würde sagen, Du hast grob umrissen alles gesagt, was dazu zu sagen ist ... vor allem die erkenntnis, sich von einer gesellschaft zu lösen und sich dann an eine andere binden zu lassen ... diese erkenntnis haben wohl die wenigsten ... Dein weg führt Dich sicherlich in die richtige Richtung ... zu Dir selbst! ... grüsse ir:ma [url="http://www.takers-world.de"]http://www.takers-world.de[/url] |
| Feuertanz | Klar... da hast du recht. Das steht für mich auch völlig ausser Frage. Es geht nicht um mich. Ich habe meinen Weg gefunden und lasse mich durch niemanden davon abbringen. Ich betrachte nur so viele andere Leute, die sich selber als großartige Individuen ansehen und dabei nur selbstauferlegten Zwängen folgen. Das verstehe ich nicht und wüsste gerne warum sie das tun. Denn wenn man sich selber treu ist wird man auch meistens akzeptiert. Wozu dann diese Unterordnung? |
| Sarcan | Es scheint in der Tat so zu sein daß auch in der 'Dunklen Szene' die Kleidung mehr über den Menschn aussagt als sein selbst. Das Outfit eines Menschen läßt andere glauben, ihn auf einen Blick beurteilen zu können. Darum verabscheue ich schon allein das Wort 'Szene'. Gothic hat für mich etwas mit der Ideologie, nicht mit dem äusseren zu tun. Ich laufe selbst in absoluten 0-8-15 Klamotten rum (nicht mal immer schwarz), und wer mich danach beurteilen will hat meiner Meinung nach einfach nicht verstanden, worum es eigentlich geht. ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| Feuertanz | Hallo Sarcan! Mit Begriffen um sich zu werfen ist manchmal nicht so einfach. Das Wort "Szene" ist in der Tat nicht daß, waß ich fühle oder denke. Genausowenig wie ich mich gerne als "Gruftie" in eine Schublade stecken lasse. Aber wenn es darum geht Dinge möglichst simpel zu erklären müssen solche Verallgemeinerungen schon sein, sonst verstrickt man sich in ein Chaos aus Wortgefechten. Es ist gut, wenn man seinen eigenen Stil hat. Im Prinzip siehts du ja das Problem ebenso wie ich. Daß man selbst in dieser ach so offenen und toleranten Szene (Sorry [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]) sehr oft auf sein Äusseres reduziert wird. Aber ich denke es liegt auch daran, daß sich die Leute reduzieren lassen. Lieber vorher "schauen was andere tun", als hemmungslos seinen Stil auszuleben. Ich kann das einfach nicht begreifen. Mich selber sehe ich als eine Art Bindegleid. Ich komme mit allen relativ gut klar ohne anzuecken. Metal-Freaks lästern über Gohics, Gothics lästern über Punks und die interessiert das sowieso nicht. Ich stecke irgendwo dazwischen, erlebe alles. Wenn man nach dem bloßen Schubladendenken geht bin ich in jedem Fall mehr Punk als Goth. Aber absolut schwarz. Also finde ich keinen "Titel" für mich. Und den will und brauche ich auch nicht [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] |
| Galadriel | hallo also ich trag auch nicht immer nur schwarz schon gar nicht in der woche ...da würd ich bei der arbeit ja die ganzen kunden vergraulen *g* ne scherz beiseite für mich ist die " scene-kleidung " eigentlich nur da um sich gegenseitig zu erkennen also eine grundeinstellung und zugehörigkeit zu zeigen. und mal ganz ehrlich egal in welcher " scene " ich mich befinde es wird überall menschen geben die nur auf äußerlichkeiten achten... ich finde das liegt ( leider ) in der menschlichen natur. was ich an bei goth und dark wave anhängern aber schon öfter festgestellt habe ist das gerade sie offener sind als andere sie schauen sich jeden erst mal an und geben ihm einen chanze... andersrum ist es leider nicht so..versuch doch mal im goth-stil in ein 4 sterne restaurant zu gehen oder auf ne premiere feier *g* keine chanze oder ... gruss Galadriel |
| Morgoth | Ich denke, dass es in der menschlichen Natur liegt, sich zumindest [i]irgendeiner[/i] Gruppe, Szene (nennt es, wie ihr wollt) zugehörig zu fühlen. Und dieser Gruppe entsprechend passt man sich in irgendeiner Art und Weise mehr oder weniger an. D.h. auch Goths, Punks, Metaller *g* oder andere passen sich (ihrer Szene) an. Anpassen deswegen überhaupt nicht negativ gemeint. Kein Mensch kann sich von allem und jedem abgrenzen. Niemand ist kompletter Individualist. Schwierigkeiten treten eben nur dann auf, wenn eine bestimmte Gruppe andere äußerlich nicht angepasste Menschen nicht als so akzeptiert, wie sie nunmal sind. Und das ist leider in jeder "Szene" der Fall; am häufigsten aber in der "normalen Gesellschaft". Dabei wäre vieles besser, wenn die Menschen insgesamt ein bischen toleranter wären. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ cu Morgoth [i]Better to reign in hell, than to serve in heaven...[/i] |
| wolf moon | echt beängstigend,die masse der individualisten *lol* ------------------ [i]Es bleibt zwischen Menschen, sie seinen noch so eng verbunden, immer ein Abgrund offen, den nur die Liebe, und auch nur mit einem Notsteg, überbrücken kann[/i] H.Hesse |
| Daimon | Zitat: |
| gin'iro | Was ich heute auf dem [url="http://www.wave-board.de"]www.wave-board.de[/url] gelesen habe, passt hier absolut rein. Genaugenommen könnte ich dabei fast nen Fön kriegen - hier der Link auf den gesamten Thread: [url="http://212.227.144.20/wave-board/yabb2/cgi-bin/YaBB.cgi?site=&board=Diverses&action=display&num=262"]http://212.227.144.20/wave-board/yabb2/cgi-bin/YaBB.cgi?site=&board=Diverse s&action=display&num=262[/url] Man lese selbst (Toasti, Du mögst mir bitte verzeihen): ==============> schnipp <================ Bin also ein schlechter Goth? (Mein Freitag) #0 21.05.2001 , 08:58 Es war nicht der alltägliche Freitagabend wie die letzten Wochen. Ich hatte ein paar Stunden nach der Arbeit geschlafen, hatte Zeit um mich noch auf einen schönen Abend in Hannover zu freuen. Und so stieg ich aus der Badewanne und schaute mich im Spiegel an, ein blasses Gesicht empfing mich, kurze blonde Haare standen wild in der Gegend rum. Eher das Durchschnittsaussehen, nichts ungewöhnliches was eine Oma verschrecken könnte. Lange schaute ich mich an... was ist eigentlich aus dem einstigen Rebell geworden? Aus dem Computerboxen dröhnten die letzten Töne von Deine Lakaien´s Mindmachine, als ich in meine Lederhose schlüpfte. Draußen war es kalt, so viel die Wahl lieber auf einen dunklen Kapuzenpulli und eine dunkle Jeansjacke. Die Haare normal zurechtgemacht stieg ich also in mein Auto, voller Freude darauf mir endlich mal einen der Läden in Hannover anzuschauen und mal wieder kräftig das Tanzbein im 3-Schritte-vor Takt schwingen zu lassen. Mein Lenkrad tat mir wieder leid, dröhnte doch aus dem CD Player Astrocitys Das Ich Version von Kain und Abel... laut grölend parkte ich also vor dem Laden meiner Begierde. Da ging es dann erst mal eine Treppe hinunter, dicht hinter drei anderen. So standen wir dann also vor einer verschlossenen Tür. Noch etwas grinsend dachte ich an einen Rapperschuppen als die Tür auch schon aufging und alle hineindrängelten. So stand ich dann im Eingang und guckte mich erst einmal um... wegen der späteren Orientierung und so. Doch dann fragte mich der Typ von der Tür ob zu den anderen gehören würde. Etwas irritiert über diese Frage verneinte ich natürlich. Darauf entschuldigte er sich bei mir, dann könne er mich nicht hineinlassen, ich wäre nicht schwarz genug gekleidet. Völlig verblüfft schaute ich mit ihm zusammen an mir herunter und dann wieder hoch. Es waren nur dunkle Klamotten zu sehen, trotzdem sagte er: "Die Szene hat sich beschwert das hier zu viele Nichtschwarze reinkommen". Nun schaute ich mir diesen Typ erst einmal genauer an. Er hatte eine schwarze Stoffhose und einen schwarzen Wollpulli mit Designeretikett an der Brust an, eben völlig C&A like. Er war so Anfang bis Mitte zwanzig... ebenfalls Oma-like und eben der Typ den ich mir eher in einer Rapperdisco vorstellen könnte. "Achso..." fing ich an, "...für die Szene ist also ein Goth nur ein wahrer Goth wenn er die Äußerlichkeiten erfüllt?". Im stillen dachte ich an die Klischees von Vogelnestern etc auf dem Kopf, mir schoß in 2 Sekunden der Text von Isecs Einheitsschritt durch den Kopf. Völlig ohne mir zu vermitteln das er wirklich wusste was er da sagte, bejahte er meine Frage, wollte mich dann aber wohl doch hineinlassen. Aber ich drehte mich um und verließ mich noch einmal deutlich bedankend den Laden, setzte mich wütend an mein Steuer und schaute auf den Wagen vor mir... ein kleiner, ziemlich neuer Polo mit einem riesigem Lacrimosa Aufkleber auf der Rückscheibe. "Die Szene also" dachte ich noch bei mir, als aus dem CD Player leise die ersten Klänge von Goethes Erben´s Die Form erklangen. Wie passend... Bin dann etwas später noch in einem nicht so tollem Laden gewesen, verkroch mich mit meinem Bier in einer Ecke und schob den riesen Depri vor mich hin, bis ich dann irgendwann völlig traurig zu meinem Bett fuhr. Ist das etwa der lauf der Zeit? Bin ich ein verachtenswerter Goth, weil ich Äußerlich nicht in das Klischee passe? Zählt mein denken und mein inneres Dasein denn wirklich nichts mehr? Versteht mich nicht falsch, ich habe seit dem ich aufgehört habe meine Haare schwarz zu färben, hochzuföhnen und zu denken das man nur wirklich gegen die Gesellschaft läuft wenn man es Äußerlich deutlich macht ein Problem damit mich in der Szene zurechtzufinden. Ich werde einfach milde belächelt, von allen Szeneleuten, aber auch von allen normalos dieser Welt. Es ist ein einsamer Kampf, viele Freunde habe ich nicht. In Hannover keinen einzigen. Einsam sein zu müssen ist wie ein ewiger Fluch der mich verfolgt, jeder Wiederstand ist zwecklos. Nur Anpassung macht frei, doch war es nicht genau das, gegen das ich damals vor 15 Jahren gekämpft habe? Mein Wochenende war gelaufen, ich denke mal das ich so schnell nicht wieder versuchen werde eine Gothparty hier aufzusuchen. Und so sitze ich grade heulend vor dem Computer und versuche meine vielen Gedanken zu ordnen, passend bei L´ame Immortelle´s Another day. Dabei suche ich doch seit Jahren nichts anderes als ein wenig Wärme und Geborgenheit... Aber Sensibilität ist eben nicht gefragt in diese Welt, oder? -------------------- ...::: Toasti :::... Ein wahrer Freund ist jemand, der die Melodie Deines Herzen kennt, und sie Dir vorsingt, wenn Du sie vergessen hast ==============> schnapp <================ ------------------ ---> Kaiki <--- [Dieser Beitrag wurde von Kaiki Antei am 28. Mai 2001 editiert.] |
| LaCalleNoir | also ich sammel mir immer so ideen. ich sehe was bei anderen was mir gefällt und mache es entweder nach meinen vorstellungen nach (nähen) oder kaufe so was in der art mir. aber das sind meist immer nur einzelne stücke also nie ein gazes outfit so das ich wen kopiere oder so.und da ich selber auch nähe kann ich kann ich menen vorstellungen freien lauf lassen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] und muss nicht auf die teuersten klamotten zurückgreifen. LaCalleNoir |
| Sarcan | Whoops, den Thread hatte ich irgendwo total vergessen... bin vielleicht eine Antwort schuldig geblieben (sorry) @Feuertanz Hm, mit deiner Definition kann ich mich eigentlich recht gut identifizieren... offen gestaden stehe ich auch irgendwo in diesem Dreieck mit Punkt und Metal (auch wenn mir bis zum Headbanger noch der ein oder andere Meter fehlt)... vielleicht paßt das Wort Bindeglied ganz gut... aber ich denke, wenn du einen Titel suchst, dann ist Schwarz wohl eigentlich das richtige Wort dafür... obwohl es negativ vorbelastet ist... Schwarz in der Ideologie zumindestens... einerseits trifft es das, was man sagen will, andererseits ist es nichtssagend genug, um niemandem damit auf die Füße zu treten... hauptsache ist aber, daß du so lebst wie es dir gefällt... und auch wenn du nicht den Weg der Melancholie wählst bist du damit hier nicht fehl am Platze, denn dann hast du zumindestens bewiesen, daß du denken kannst... eine rar gesäte Fähigkeit... auch in der 'Szene'... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ------------------ --- And every prayer we pray at night has somehow lost it's meaning |
| witchking | Dunkle Grüsse @Kaiki Antei Traurig aber wahr. In deiner Geschichte liegt leider sehr viel Wahrheit. Irgendwie hat sich die Szene in manchen Teilen Deutschlands zum Negativen gewandelt. Viel Intoleranz und Oberflächlichkeit.... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/redface.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/mad.gif[/img] Ich selbst sehe unter der Woche auch recht normal aus (schon wegen des Jobs). Allerdings bleibt schwarz die vorherrschende Farbe. Die "besonderen" Klamotten trage ich nur zum "besonderen" Anlass (Club, Party, etc.). Man trägt ja schliesslich auch nicht ständig seinen Sonntagsanzug, oder? Diese trage ich weil sie mir gefallen, nicht weil mir jemand sagt, was ich tragen soll. --------------------------------------------- Wenn das Leben ein Traum ist, dann hüte dich vor dem Erwachen. Carpe Noctem! |
| myhna | uargh... szene.... *nackenhaarezubergestehen* grausamer begriff, wie ich finde... haufenweise fremder menschen die sich als Einheit (oder sowas ähnliches) betrachten... WIR sind doch keine hippies!!! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] nein, ernsthaft, es ist sicherlich schön sich irgendwo dazugehörig zu fühlen...aber nach klamotten u.ä. zu gehen ist sicherlich der falsche weg. ich habe die erfahrung gemacht, das gerade die menschen einen verstehen, von denen andere denken, das man keine gemeinsamkeiten hat ... den gedankenaustausch mit jemandem, von dem ich denke, er/sie denkt wie ich, stelle ich mir auch reichlich öde vor [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ich will gar nicht das jemand so denkt... muß man um sich jemandem verbunden zu fühlen ebenso denken, bzw. um jemanden zu verstehen annähern dessen meinung besitzen???... leider begegnet einem diese meinung überall [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] -->Ich denke, dass es in der menschlichen Natur liegt, sich zumindest irgendeiner Gruppe, Szene (nennt es, wie ihr wollt) zugehörig zu fühlen. Und dieser Gruppe entsprechend passt man sich in irgendeiner Art und Weise mehr oder weniger an. D.h. auch Goths, Punks, Metaller *g* oder andere passen sich (ihrer Szene) an. Anpassen deswegen überhaupt nicht negativ gemeint. Kein Mensch kann sich von allem und jedem abgrenzen. Niemand ist kompletter Individualist. @morgoth: das ist wohl wahr, jeder hat so seine "berührungs bzw. annäherungspunkte" mit anderen, man wird schließlich von so vielen menschen beeinflußt.... aber anpassung???zugehörigkeitsgefühle???naja, ich weiß nicht...ich will ehrlichgesagt nicht sagen: ich gehöre dazu! irgendwann fängt das an einzuengen, und hält einen davon ab, sich weiterzuentwickeln, weil durch eben dieses "gruppengefühl" irgendwann der eindruck entsteht, das man nicht mehr "dazu" gehört... lieber lasse ich das knüpfen solcher bande als irgendwann ausgegrenzt zu werden, haltlos dazustehen, weil ich ja diese gruppe gewohnt bin, daraus vielleicht auch mein selbstbewusstsein ziehe--oder bevor ich gar zum mitläufer werde, weil ich angst habe all das zu verlieren [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] -kritisches thema-- aber es geht ja nicht darum der totale individualist zu sein, oder sich total abzugrenzen--sondern darum die möglichkeit zu haben, das zu finden, was einem spassmacht und womit man sich wohlfühlt, ohne dafür andere liebgewonnene dinge aufzugeben oder dazu-gehören-müssen, egal wo man sucht... auf toleranz zu treffen, damit das möglich ist... ich wünsche jedem diese möglichkeit - und das (leider sehr nötige) selbstbewusstsein, denn es ist schwer sich da durchzufinden, ohne sich zu verlieren... auf dem weg zu sich selbst [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] myhna |
| Lakai | hu, ich weiß nicht, @ myhna, du hast eigentlich schon recht, aber führt die individuallität nicht oft zur isolation? es kann doch nicht der gedanke bei ausgrenzung von der gesellschaft sein, allein zu leben, allein zu sterben, kann das jemand, ich kann mich einfach nicht damit abfinden in einsamkeit dahinzuvegetieren, und so sucht man doch alternativen, auch wenns einem nicht gelingt, wenn jemand einen weg gefunden hat, ich bin offen für vorschläge, und inspiration, möchte ja auch nicht sagen, daß man sich jetzt irgendwo anschließen soll, sträube mich auch gegen gruppen und gemeinschaften. jeder möchte doch irgendwie präkant sein, also um sich besonders zu fühlen, *etwas besonderes ansich haben*; kann es ein das sowas auch mit negativen und destruktiven eigenschaften möglich ist, weil man mit den positiven nicht den gewünschten erfog erziehlt ? ok, danke bye, tut mir leid |
| myhna | hai lakai!! he du hast dir meinen vorschag zu herzen genommen *freu* [QUOTE]Original erstellt von Lakai: [b]hu, ich weiß nicht, @ myhna, du hast eigentlich schon recht, aber führt die individuallität nicht oft zur isolation? [/b] leider, ja, das mag oft so sein, aber es muß nicht!!! es wäre doch sehr schade wenn das so sein müßte... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] ->ist es denn die ausgrenzung von der gesellschaft??? ich denke nein, ich denke es ist einfach jede abgrenzug ist auch ein einfinden in die gesellschaft, niemand kann wirklich auserhalb der gesellschaft leben (hierzulande) oder? ich denke es ist immer das einen eigenen platz finden... den man mal mit anderen teilt, aber so gestaltet, das man selbst damit klarkommt, und nicht ein kopieren von irgendwem... [b] also um sich besonders zu fühlen, *etwas besonderes ansich haben*; [/b] ->ich weiß nicht recht, ich will mich einfach nur wohlfühlen... nur ich sein... wissen wen ich morgens im spiegel anschau [b] kann es ein das sowas auch mit negativen und destruktiven eigenschaften möglich ist, weil man mit den positiven nicht den gewünschten erfog erziehlt ? [/b] ->auch das kann sein... viele grenzen sich dadurchaus, das ist leider war... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] aufallen, um jeden preis, und wenn es negativ ist... ich denke aber das hast du nicht nötig [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img]!!!@lakai und... entschuldige dich doch nicht immer!!! es ist schön das hier von dir zu lesen! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] myhna [Dieser Beitrag wurde von myhna am 03. Juni 2001 editiert.] |
| Crysania | Zitat: |
| Elysee | jaja, früher war alles besser, früher war die welt noch in ordnung..also bitte leute macht euch das leben nicht so schwer... [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] dunkle grüsse elysee ------------------ Und in dieses Dunkel spähend, stand ich, angstvoll um mich sehend, zweifelnd, Träume träumend, wie so noch kein Mensch geträumt bisher. Ungebrochen war das Schweigen und die Stille gab kein Zeichen nur ein Wort ließ mich erbleichen, das geflüstert drang zu mir... |
| the fragile | Ich geb euch allen irgendwie recht, ja. Ich denke, dass viele (oder weniger viele) menschen mit ihrer kleidung einfach etwas ausdrücken wollen. Für mich ist es einfach nur wichtig, dass ich mein inneres zum einen teil auch nach aussen zum ausdruck bringen kann. Dazu brauch ich nicht jeden tag schwarz rumzulaufen oder muss extrem auffallen. Ich kleide mich so, weil mir der stil einfach zusagt und dass es am wochenende etwas extremer zum vorschein kommt, ist eben weil man es sich auf der arbeit meistens schlecht leisten kann. Ich denke auch, dass viele einfach am wochenende 'ihre seele ausleben/etwas zeigen möchten' und dazu benutzen sie halt all die mittel, die dazu möglich sind (haarfarbe, styling, make up, kleider, usw.). Natürlich ist es super intolerant, wenn man anhand seines aussehens nicht in einen club reinkommt. Aber andersrum gesehen würde es auch reichlich komisch aussehen, wenn irgendein techno-typ in voller montur in einem gothic club rumsteht [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Versteht mich bitte nicht falsch, aber mich würde so etwas schon stören, weil ich finde, dass es irgendwie auch die atmosphäre verdirbt. Anpassen tut man sich eigentlich doch nur, wenn man merkt, dass man nicht mehr man selbst ist, oder? In diesem sinne: versucht immer, noch ihr selbst zu sein, auch wenn's manchmal schwierig ist. Grüße, ~the fragile~ |
| Aina | Wo habt ihr den alten Beitrag denn herausgekramt :-) Kleidung hat nichts mit Individualitaet. Das Individuum sind deine Gedanken, deine Gefuehle, dein Handeln. Fuer viele ist sich "anders" Kleiden der einzige Ausdruck, mit dem sie ihrer Seele eine Ausdruck verleihen koennen. Ihr mangelndes Selbstbewusstsein sagt ihnen, dass sie eigentlich nicht viel wert sind und dass ihnen weder die Menschen mit den Gleichen Ideen und Gefuehlen noch fremde Menschen Beachtung schenken wuerden. Sie laden ihre Akkus auf, indem sie ihr Aeusseres veraendern. Sie kaufen sich Springerstiefel und Boberjacken, faerben sich einen Irokesen, huellen sich in schwarzes Tuch oder kramen ihre Scateboards unter dem Bett hervor. Sie trinken die BLicke der Menschen auf den Strassen und betrachten die Gleichgekleidetet und denken: "Ja, hier gehoere ich das erste mal in meinem Leben dazu." Es macht keinen Unterschied - "uniformierte" sind nur arme Seelen. |
| Dunkellicht | Ich glaube es muss einfach so sein. Ein Mensch zeigt über seine Kleidung seine Zugehörigkeit, das war schon bei den Nazis so. Jeder uniformiert sich. Schön und gut. Jedem das seine wie er rumläuft, nur wenn ich nicht wargenommen werde von irgendwelchen leuten die sich als Grufts/Goths oder sonst was sehen dann frage ich mich wirklich was das ganze soll. Toleranz und Akzeptanz, sollten nicht genau das die Basis dieser "Szene" sein? Eigentlich könnte es mir ja egal sein...ist irgendwo lächerlich über sowas zu schreiben. Man kommt sich vor wie der kleine beleidigte Junge der bei den anderen nicht akzeptiert wird... Krank... ------------------ Die Erde ist von einer Krankheit verseucht die sich selbst Menschheit nennt. Eine Lebensform die sich zu viele Dinge anmaßt. Gedankenlos, Unbarmherzig und voller Naivität und Dummheit. Die Trauer die mein Herz erfüllt... |
| wirre_träne | Leider isses so. Ich laufe auch 0815 rum und alle finden mich süüüß und so lliiiieb. Kotzt mich an aber ändern will ich extra dafür meine Kleidung nicht.:q :) |
| hagzissa13 | Ich denke, daß das weniger ein sog. "Szeneproblem" ist, sondern das Problem, wie weit man sich anpassen muß, beschäftigt auch "bunte" Menschen. Sicherlich ist der Zwang zur Anpassung auch berufsabhängig. Wenn eine Piercerin, oder eine Friseurin in einem Trendladen "ausgefallen" rumlaufen, wird das sicherlich eher akzeptiert, als wenn der durchgestielte "Mode-Gruft", oder "Mode-Punk" z.B. hinter dem Bankschalter stehen. Hagzissa - per aspera ad astra - |
| Chokmah | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aina [/i] [B]Wo habt ihr den alten Beitrag denn herausgekramt :-) Kleidung hat nichts mit Individualitaet. Das Individuum sind deine Gedanken, deine Gefuehle, dein Handeln. Fuer viele ist sich "anders" Kleiden der einzige Ausdruck, mit dem sie ihrer Seele eine Ausdruck verleihen koennen. Ihr mangelndes Selbstbewusstsein sagt ihnen, dass sie eigentlich nicht viel wert sind und dass ihnen weder die Menschen mit den Gleichen Ideen und Gefuehlen noch fremde Menschen Beachtung schenken wuerden. Sie laden ihre Akkus auf, indem sie ihr Aeusseres veraendern. Sie kaufen sich Springerstiefel und Boberjacken, faerben sich einen Irokesen, huellen sich in schwarzes Tuch oder kramen ihre Scateboards unter dem Bett hervor. Sie trinken die BLicke der Menschen auf den Strassen und betrachten die Gleichgekleidetet und denken: "Ja, hier gehoere ich das erste mal in meinem Leben dazu." Es macht keinen Unterschied - "uniformierte" sind nur arme Seelen. [/B][/QUOTE] ..entschuldige wenn ich dir da net ganz zustimme weil ich finde du reduzierst in diesem Moment die Menschen die sich halt so kleiden wollen kleiden müssen auf ihr äusseres und genau das ist der fehler den man ausmerzen sollte. Warum nimmst du dir das recht heraus zu sagen das die Leute arme Seelen sind vieleicht sind sie auch nur stark genug sich so raus zu trauen was viele andere net tun würden. Vieleicht möchten sie auffallen vieleicht möchten sie zeigen wir sind anders und solange das funktioniert weiß jeder das es gothics und grufties gibt was wär das für eine welt voller Punks Gothics wo keiner weiß das es sie gibt darum geht es doch der gesellschaft zu zeigen wir sind anders net was besonderes aber anders als IHR... |
| fadingshadow | Hallo, ist es nicht so, wie immer, wenn schwache individuen zusammentreffen? man möchte dazugehören, sucht sicherheit in der Gruppe. Ja, man sollte von ,,schwarzen" Menschen etwas anderes erwarten, zumindest tat ich es. Leider musste ich erkennen, dasss es auch dier größtenteils um das Klischee geht, ein Grund, warum ich mich auf keinen Fall mit der Szene identifizieren möchte. Ich selbst laufe zwar auch meistens in schwarz rum, dass hat aber etwas mit miner Stimmung zu tun. Wie ich Klischees hasse! (ich habe trotz alledem die Hoffnung noch nicht aufgegeben, menschen zu finden, die dies auch tun). Was die einen in der normalen Gesellschaft machen, machen die anderen halt in Subkulturen, wo ist da der Unterschied? Klar, man kommt sich so vor, als sei man anders, aber im GRunde gehört man auch wieder nur zur ,,Masse". Ich denke, es sollte gerade die Gesellschaftskritik sein, die auch gelebt werden sollte und es sollte nicht sinn und zweck sein, zu kritisieren, aber dennoch selbst nicht anders zu sein (auch wenn es einem so vorkommen mag). Wahrscheinlich habe ich meine Meinung etwas zu hart ausgedrückt, so sehe ich es nunmal. fadingshadow |
| Chokmah | [QUOTE][i]Original geschrieben von fadingshadow [/i] [B]Hallo, ist es nicht so, wie immer, wenn schwache individuen zusammentreffen? man möchte dazugehören, sucht sicherheit in der Gruppe. Ja, man sollte von ,,schwarzen" Menschen etwas anderes erwarten, zumindest tat ich es.[/B][/QUOTE] wie kommt ihr eigentlich immer nur darauf das schwache charaktere es nötig haben sich in der weiten gefährlichen welt noch mehr aufzuhalsen durch auffällige Kleidung und so weiter. Dies kenne ich von Rechtsextremen, bei denen merkst was schwache individuen sind und die brauchen weiß Gott den zusammenhalt ihrer Gruppe weil sie sonst zerbrechen würden. Du glaubst doch net das sich ein kleiner schwacher schwarzer wie du es ausdrückst in einen Gehrock steckt sich schicke Schnallenboots anzieht,sich auffällig die Haare macht oder vieleicht gar schminkt....sowas hab ich oben schonmal erwähnt macht man net als schwaches Individuum. Ganz ehrlich gesagt wenn du sagst das dir das zu Klischeehaftig ist warum ziehst du dich dann noch schwarz an wegen deiner Stimmung? erzähl mir was besseres ich weiß lachen ist für dich sicher ein fremdwort aber is gut.Vieleicht solltest du dir Gedanken machen ob dich nicht andere schon in ein Klischee gesteckt haben. Und die Subkultur sagt net du musst so sein wie wir nein, klar es gibt bestimmte Ansichten die sich "eingebürgert" haben aber sieh es vieleicht mehr als "Codex" als, als Zwang. [QUOTE][i]Original geschrieben von fadingshadow [/i] [B] Wahrscheinlich habe ich meine Meinung etwas zu hart ausgedrückt, so sehe ich es nunmal.[/B][/QUOTE] naja hart ist was anderes |
| fadingshadow | @ Chokma: nun, wenn dies deine Ansicht ist, sollst du sie haben, wahrscheinlich sieht jeder von uns einen etwas anderen sinn in diesen Klischees. Ich verstehe leider nicht, wo du denn Unterschied zwischen der Uniformierung der Skinheads und der der Goths siehst. Auch verstehe ich nicht, warum du mich so aggressiv angreifst, aber auch dazu wirst du sicherlich irgendeinen Grund haben. Ich habe, wie gesagt, lediglich meine Meinung geäußert, es tut mir leid, falls ich dich damit irgendwie verletzt haben sollte. fadingshadow |
| Chokmah | ...ich sehe nicht den unterschied in der uniformierung sondern in dem punkt das alles was skins angeht nur in der gruppe agieren können und man dort auf wirklich schwache charaktere trifft was die uniformierung ansich angeht ist es doch jedem freigestellt zu zeigen wo er hingehört das hat nix damit zu tun ob man sich anpasst. Warum findet man diese Themen aus diesem board nicht auf anderen websites warum wohl weil es was anderes ist und ich denke auch bleiben soll eine welt für sich und in jeder welt gibt es verhaltensmuster anpassung und der gleichen nur wo man sich anpasst und sich wohlfühlt hat nix damit zu tun doch gesellschaftlich angepasst zu sein... wenn ich dich in irgendeiner form angegriffen habe tut es mir im herzen leid... |
| spooky nosiness | [b]Ich glaubs ja nicht.[/b] Da surft man mal mitten in der Nacht aus Langeweile nach seinem alten Nick und findet dann seine eigenen Texte von 2001 hier wieder. [b]Ist das Geil... Danke![/b] Ja, ich war damals derjenige mit dem Dresscode, der nicht in die Disco kam. Und ich bin grad recht erstaunt und am nachdenken. Vieles hat sich seit dem verändert! Seit diesem Ereigniss damals schaue ich anders auf die Szene. Habe mich wohl um eine Grad gewandelt und ging alles in allem andere Wege. Auch wenn die noch oft etwas mit Schwarz zu tun haben. Aber bevor ich Euch hier evtl langweile... 3 Jahre später, was hat sich denn für Euch seit dem geändert? |
| Iscariot | Und ich dachte immer "Abnormes" symbolisiere Unzufriedenheit mit der "Norm"... Also zu "normales" Outfit in der Szenedisco deutet darauf hin, das der Träger sich entweder mit den gesellschaftlichen Normen identifiziert, ihnen gleichgültig gegenüber steht, nicht weiss was er tut, oder gar provozieren will! Dann sind die Reaktionen doch einleuchtend, oder? Oh ne, das bringt mich gleich auf die Wochenendgrufties, versteckte Rebellen, die sich über Kleiderordnung zoffen, unter ihres gleichen, während der Feind gar nichts davon mitbekommt, wie absurd! |
| ***black_onyx** | Hmmm....na ja, ich hab mir das jetzt alles durchgelesen und finde, dass diese Diskussion von Anfang an viel zu sehr auf Klamotten reduziert wurde, obwohl Feuertanz meiner Meinung nach viel allgemeiner gefragt hat.....Anpassung bezieht sich schließlich nicht nur auf Klamotten, sondern auch auf Verhalten und Werte, welche viel wichtiger sind, als die Art, wie man sich stylt. Kleidung find ich schon wichtig, insofern, dass sie meiner Meinung nach was von einem Menschen preisgeben soll, sozusagen etwas von seiner inneren Auffassung nach außen kehren, sodass sein "ich" deutlicher zum Vorschein kommt. So geht er nicht in der Masse unter, er bewahrt sich seine Einzigartigkeit und seine Identität. Wenn es um Kleidung geht, sollte man also nur AUF SICH GANZ ALLEIN hören und nicht auf irgendeinen "Szenencode". Trotz allem kann jeder sich nach irgendeiner Szene kleiden, falls er sich damit identifizieren kann. Sobald irgendetwas zur leeren Vorschrift wird, verliert es jedoch seinen Wert. Im Verhalten und der Art der Werte her, ist die Szene für mich überhaupt nicht ausschlaggebend. Ich kann mich mit vielen Gedanken und Philosphien identifizieren, jedoch versuche ich alles was ich tue und denke, auf einen bestimmten Wert zu basieren, der mir persönlich wichtig ist. Beispiel: Ich mag die (relativ szenetypische) Auseinandersetzung mit dem Tod, weil ich denke, dass er in unserer Gesellschaft zugunsten von buntem, schreiendem Konsumgetümmel verdrängt wird. Allerdings versuche ich für alles was ich tue, einen akzeptablen Grund zu haben, der für MICH PERSÖNLICH rechtfertigbar ist und nicht auf das berühmte "die andern tun's auch" rausläuft. Nun ja, ganz individuell kann man aber auch nicht sein, da jeder in gewisser Weise die Gemeinschaft braucht. Man benötigt also gewisse Verhaltensregeln und Gebote, mit Hilfe derer man mit seiner Umwelt zurecht kommt. Fazit: Irgendein Mittelding zwischen Individualität und Anpassung wird wohl das Beste sein. :rolleyes: vielleicht kann irgendjemand was mit meinem Psychogeschwafel anfangen. Bin gespannt auf Meinungen etc. Grüße, Ina |
| Neithan | Ohne den Thread komplett zu lesen: Interessante Fragestellung in so einem Forum.. :D |
| ***black_onyx** | Es kommt anscheinend total auf die eigene Ausgangslage und den Charaktertyp an, wie zu Individualität und Anpassung steht. Also wenn von Natur aus ein Mensch bist, der sich schwer tut, sich anzupassen, dann kann ich schon verstehen, dass Anpassung viel Arbeit ist. Ich bin einfach mal von mir ausgegangen und bei mir ist es ja absolut umgekehrt. Ich war schon immer ein wandelndes Chamäleon und hab mir jeder Situation, jedem Menschen angepasst. Es gab/gibt tausende verschiedene Versionen von mir, je nach dem mit wem ich grade rede etc. Und am Ende vergisst man einfach wer man ist. Man verschwimmt irgendwie in der Menge und hat keinen festen Kern. Für mich ist also Individualität Arbeit. Ich muss mir immer wieder vorsagen, mein eignes Ding durchzuziehen und mich nicht so sehr von anderen beeinflussen zu lassen. Das ist sozusagen mein tägliches Credo.... :cool: Hmmm......das beweist mal wieder, wie verschieden Menschen sind. |
| Feuerschatten | Vielleicht ist es das Schicksal vieler Außenseiter in einer Randgruppe zu sein. |
| blackbeauty83 | ich finde die Situation die du beschrieben hast ziemlich witzig....Gothic's, Punks,usw sind alle Teil unserer doch so tollen Geselschaft....sie bilden die Randgruppe und sind trotz allem dem System unterworfen ..........das zeigt die Tatsache das Kleidung über den mensch entscheidet( purer Schwachsinn ) Kurz gesagt: nur der Mensch, welcher sich nicht eine Gruppe unterwirft, der Mensch der seiner Person ausdruck verleiht ohne unbedingt irgendwo dazu gehören zu müssen, nur der mensch hat es geschaft sich von äußeren Zwängen und dem zwanghaften Gefühl anerkannt zu werden befreit. Rollenkonformes Verhalten ist nicht immer angebracht, nur dann wenn man es mit seiner individuellen Persönlichkeit vereinbaren kann. Ich wünsche dir und allen anderen viel Glück bei alle dem was ihr macht!!!!cu |
| ubasti | hallo feuertanz! ich kann mir vorstellen was du meinst... alle versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen und etwas besonderes zu sein, und genau [I]darin[/I] gleichen sie sich alle wieder. es ist ein ewiger kampf ums akzeptiert- und respektiertwerden, und leider sind viele menschen nunmal oberflächlich. daran kann man so schnell nichts ändern. ich muss sagen, auch ich liebe meine klamotten; ich meine, wer rennt schon gerne in kleidern rum, die ihm nicht gefallen? ich habe auch meinen eigenen stil gefunden - oder bin dabei, es zu tun - und nicht weil ich auffallen oder mich abgrenzen oder [I]dazugehören[/I] will, sondern dass ich ich bin. [I]ich[/I] will [I]mir[/I] gefallen!! und ich glaube das ist der richtige weg. auf bald ubasti |
| colaeisbär | [COLOR=darkred]@Feuertanz: was is ein "stino"? also ich geb dir im allgemeinen recht,mir erging es teilweise genauso,ich hab leute,die in der punk- oder gothszene waren kennen gelernt und mich dafür angefangen zu interessieren.dann hab ich festgestellt,dass ich mich nich wohl fühlte in meiner haut und ich hab gemerkt,dass ich ne veränderung braucht und dass ich eben nich ich bin.also hab ich angefangen schwarze klamotten zu tragen und hab mir klamotten von dem einen und von der anderen abgeschaut,die mir gefallen haben und die wollt ich auch haben,da ich gemerkt hab,dass ich dadurch zu mir selbst find,meinen eigenen stil find und eben individuell bin...mir hat bis jetzt noch keiner vorgeschrieben,was ich zu tragen hab und was nich und wenn irgendjemand kommen sollt und mir was versuchen will vorzuschreiben,dann kann er direkt wieder gehen,ich bin eben ich und entweder man akzeptiert mich so wie ich bin oder man lässt es... †sarah†[/COLOR] |
| uäää/rtz | Möchte gern mal eben ein paar Sachen anmerken: (müssen nicht unbedingt kommentiert werden.) Spooky Noisiness: Du schreibst wirklich sehr schön. Deine Geschichte hat mich berührt. (hör mich an wie ne Deutschlehrerin....) Ich bin kein Goth. Ich liebe diese typische Musik und ich fühle sehr oft mit euch...*snif* ;) Samstags geh ich in nen Club in dem wirklich alles was nicht wirklich charttauglicher Mainstream ist gespielt. Ich bin der einzige "Bunte" Mensch der auf Schwarzes tanzt. an diesem ort leben Metaller, Gothics, Indies, Esos und Sportfreunde stiller fans friedfertig nebeneinander her. aber das ist der Haken: Sie ignorieren sich. Man kann mich keiner Szene zuordnen und ich kann euch sagen: Das ist ein verdammt einsames lebenso ab und an. Mich zurecht zu formen wäre jedoch Selbstbetrug. Ihr müsstet die Blicke sehen, die mich kreuzen, wenn ich in Jeans und grünem Pulli zu beispielsweise Helium Vola tanze......... |
| colaeisbär | [COLOR=darkred]hi uäää/rtz!respekt,ich finds toll,dass du dich,obwohl die anderen dich ignorieren,nicht veränderst und dir selbst treu bleibst,das tun die wenigsten,würd ich mal spekulieren.ich hatte mal eine in der klasse,die hat ständig ihren freundeskreis gewechselt und sich auch immer wieder den leuten angepasst.zuerst is sie total gepflegt und man könnt sagen wie ne tussi rumgelaufen,immer die neuesten klamotten etc,danach hatte sie ihre hip-hop phase und auf einmal kam sie wie en punk gekleidet zur schule und hat geleugnet,dass sie jemals hip-hop gehört hat -.-.danach is sie zum goth geworden,dann hatte sie keinen punk freund mehr sondern einer,der goth war und naja jetzt hat sie die schule gewechselt hat nen neuen freund und is jetzt ne kombi aus goth und schranktusse...schon komisch,ich weiß nur,dass ich sowas nich machen würd,da das einfach total unindividuell is...also veränder dich nich,nur weil die anderen das sagen,wenn du es doch tun solltest,dann nur aus dem grund,da du es selbst willst und der festen überzeugung bist!!! †sarah†[/COLOR] |
| Seneca | Individualität ist Illusion. Ich rezitiere mich: Es ist zwecklos den Kreuzug gegen Gesellschaftsnormen durch das zur Schau tragen der eigenen "Andersartigkeit" führen zu wollen. Versuche dieses, ob nun durch reine Äußerlichkeit oder durch vermeintliches Rebellentum unter Ausnutzung der Systemtoleranz zu erreichen, sind zum Scheitern verurteilt. Der Grund dafür liegt in der Zwangsdynamik der eingefahrenen Konsumgesellschaft, die zunehmend verzweifelt nach neuen Trends sucht, um in einer eigentlich übersättigenten Welt immer wieder neue Reize zu schaffen. Jene "Rebellen" gaukeln uns vor, daß wir in einer freien Gesellschaft leben. Die Gesellschaft toleriert daher ihre "Rebellen", sie ist langfristig sogar in der Lage sie wieder als Konsumenten zu assimilieren. Sie werden Teil der Marketingmaschinerie ohne sich dessen bewusst zu sein. Heutzutage ist alles eine Markenartikel...! Mann wählt such einfach eine Attitüde aus, und bestellt sich das Komplettset, inklusive Leitfaden in Buchform. (gibt es ja heute zu genüge) Früher hatt man sich als bekennder "Gruftie" freiwillig abgewertet, aber heute ist das nun einmal andersherum....beiläufig fällt damit auch die Illusion der Individualität, den Individualität kann man sich nicht einfach mal eben online bestellen...! Ich habe heute noch mal über UNIFORMIERUNG nachgedacht...! Ich glaubem, der Hang zu Uniformierung ist tief in jedem Menschen vorhanden. Man sieht das schon bei Naturvölkern. Als plakatives Beispiel nehme ich mal die brasilianischen Urwaldindios. Jeder hat sicher schon mal Bilder von ihnen gesehen, mit dem geradezu charakteristischen "Yanonami" Haarschnitt oder der Rituellen Körperbemahlung. Ich habe mich mit diesem Völkchen mal etwas näher beschäftigt, wenn auch nur durch die Bücher Rüdiger Nehbergs, der jahrelang unter ihnen lebte, und sogar in einen ihrer Stämme "aufgenommen" wurde. Wenn man die Bilder sieht merkt man sofort: Diese Leute verwenden einige Zeit darauf sich den anderen Stammesmitgliedern weitestgehend ähnlich zu machen. So wundertes es auch nicht daß man auf diese Art und Weise recht leicht nur vom Äußeren zwichen den Clans und erst recht zwischen den Stämmen unterscheiden kann. Der Mensch will eigentlich überhaupt kein wirkliches "Individuum" sein, genau davor hat er in der Regel Angst....Angst ein "Einzelwesen", ein "Außenseiter" zu sein. Der Stamm, die Gruppe, im weitesten Sinne "die Szene", all das verspricht eine gewissen Schutz... Die "Uniform" signalisiert: "Ich bin nicht allein, hinter mir stehen noch andere, auch wenn Du sie gerade nicht siehst ". Desweiteren liebt der Mensch eine gewisse Ordnung, er ist ständig damit beschäftigt, alles und jeden erstmal grob einzuordnen (Schubladendenken) Uniformen sind da natürlich eine sehr große Hilfe.... Einfaches Bsp.... Als (alternativer) Teenie war ich recht oft auf dem Lande als Anhalter unterwegs, offenbar passte aber vielen Automobilisten mein Aufmachung nicht...anders gesagt...wenn mich einer mitnahm, war das meist jemand, zu dem die meisten anderen nicht eingestigen wären...(z.B. verranzter Ford Capri mit Sepultura Aufkleber auf der Heckscheibe, und "Headbanger" am Steuer etc., oder bunt bemalter VW Buss inklusive Althippie und Hare Krischna Soundtrack)... Das änderte sich sehr schnell, als ich eingezogen wurde, und mich später als Zeitsoldat verpflichtete. In Uniform mit adretten Kurzhaarschnitt und Barett wurde ich nicht nur sehr viel häufiger mitgenommen, auch die Leute waren ganz andere... Soldaten, BGS Beamte, eben ganz normale Leute. Offenbar machte die "Uniform" es ihnen allen leichter, mich binnen weniger Sekunden einzuschätzen...was es ihne sehr viel leichter machte, anzuhalten. Außerdem möchte ihc noch eines sagen...die Schwarze Uniform funktioniert noch immer.... Oder ist Euch noch nicht aufgefallen daß ihr hier im Board, oder bei unzähligen Events immer wieder Leute gefunden habt mit denen ihr was anfangen könnt...? Sie wollen gefunden werden, daher die "Uniform". Natürlich gibt es diese leute auch an allenm anden Farben, aber sie zu finden ist in der Regel schwieriger... |
| PuerNoctis | [QUOTE]Der Mensch will eigentlich überhaupt kein wirkliches "Individuum" sein, genau davor hat er in der Regel Angst....Angst ein "Einzelwesen", ein "Außenseiter" zu sein. Der Stamm, die Gruppe, im weitesten Sinne "die Szene", all das verspricht eine gewissen Schutz...[/QUOTE] Und das ist doch ganz natürlich, oder? Jedes Rudeltier folgt dieser Schematik, und zwar ohne darüber nachzudenken ob es nun "Individuell" sein will oder nicht. Geh' auf ein Konzert das dir gefällt und du wirst problemloser mit den Leuten dort umgehen können als mit denen auf einem Konzert der anderen Richtung. Der Mensch hat sehr viel von seinen Urinstikten behalten, nehmt nur mal die Gänsehaut die eigentlich dadurch entsteht, aus Angstgründen sein Fell aufzustellen. Sich dagegen zu wehren in irgendeine Schublade zu gehören und zwanghaft zu versuchen "anders" zu sein stört doch nur den natürlichen geistigen Haushalt; es fehlt die Geborgenheit, das Nicht-Alleine-Sein. Die Individualität ist meiner Meinung nach nur im Denken zu erreichen. Jedes Lebewesen bewegt sich, denkt, handelt und lebt anders als das andere. Du kannst in deinem Denken individuell sein, und das bist du auch, wenn du nicht auf bescheuerte Art und Weise versuchst es nicht zu sein. Das Beispiel von Seneca mit den Uniformen beschreibt das ganze finde ich sehr gut. |