| Any Body | Warum schreibe ich das jetzt? Nun es geht mir gerade durch den Kopf, vielleicht lohnt es sich auch nicht. Habe mal eine Frage mal an Euch. Gebt Ihr anderen ohne zu nehmen oder ist Euch schon mal an Euch selbst aufgefallen, dass Ihr nehmt ohne zu geben? In bestimmten Situationen wenn man das gibt ohne zu nehmen oder nimmt ohne zu geben, ist es einem vielleicht nicht bewusst, aber es könnte ins Bewußtsein rücken, wenn im Nachhinein über bestimmte Dinge nachgedacht wird, warum etwas so und nicht anders gelaufen ist, oder? Was ist, wenn weder das eine, noch das andere auf Euch zutrifft? Erwartet Ihr in bestimmten Situationen eine Gegenleistung? .... nächtlicher Gruß Any Body |
| Countless | carpe noctem... nun, meist (!) habe ich kein problem damit zu geben ohne zu nehmen. das ist immer genau dann der fall, wenn das "geben" zwar mehr oder weniger (in)direkt von mir verlangt wird, es aber irgendwo auch mein wille ist. bsp: ich helfe einem freund. mag sein, dass er diese hilfe von mir erwartet, vielleicht sogar verlangt, zumindest aber sich hilfe erhofft, aber der grund warum ich ihm helfe ist ein anderer: ich WILL ihm helfen. ich würde mich nicht gut fühlen, anders gehandelt zu haben. also liegt der grund dafür in mir selbt, und ich kann und will dafür keine gegenleistung. ich gebe also ohne zu nehmen. wäre die situation andersrum, sähe die sache aber anders aus. denn mit dem nehmen ohne zu geben habe ich schon immer so meine probleme. wird mir hilfe oder eine gefälligkeit angeboten, so lehne ich sie entweder ab, wenn es nicht unbedingt nötig ist, oder versuche einen ausgleich zu schaffen. etwas zu "nehmen" bringt mich meist in eine gewisse dankensposition, in der ich mich nicht gern befinde... ein gefühl wie in der schuld eines andren stehen... indem ich daraufhin "gebe" entbinde ich mich dieser schuld, danke gleichzeitig und bin wieder...frei, wenn man so will. also kurz gesagt: -> geben ohne zu nehmen oft ja. -> nehmen ohne zu geben fast immer nein. gute n8t! bye countless |
| Sheileena | Also ich achte eigentlich immer darauf, dass sich Geben und Nehmen die Waage halten. Ich bekomme sehr schnell ein schlechtes Gewissen, wenn ich das Gefühl habe, zu nehmen ohne gegeben zu haben. Andererseits gebe ich auch sehr gerne. Für Menschen, die mir etwas bedeuten würde ich fast alles tun. Es ist mir dann egal, ob ich etwas zurückbekomme. Nur auf ein kleines "Danke", da bestehe ich drauf... Allerdings habe ich bei meinem Geben immer Angst, Menschen zu bevormunden. |
| bradóg | ich kann mich dem posting von countless nur anschließen, mir gehts genau so. |
| Any Body | zu geben ohne zu nehmen, ja - die Antworten. die von Euch bis jetzt gekommen sind, waren vorhersehbar, doch was ist denn wirklich, wenn ihr nicht geben könnt - aus welchem Grund auch immer. Ihr helft den anderen, weil ihr es so wollt, dafür bekommt ihr vermeindlich nichts - andererseits erwähnt ihr, dass ihr es für einen Freund tut, also bekommt ihr indirekt ja eine Freundschaft - das ist doch etwas sehr wertvolles, oder nicht? Wenn ihr in der Rolle der/des Freundin/Freundes seit, die aber ebenfalls nichts erwartet und trotzdem Eure Hilfe bekommt, ist es denn nicht ein sich aufdrängen? Etwas geben, was eigentlich gar nicht gewollt ist oder gern angenommen wird? Es scheint eine Art Zwickmühle zu sein, oder? Gruß in die Nacht |
| bradóg | nichts anzunehmen, ist für den der geben möchte, sicherlich nicht leicht nachzuvollziehen. es gibt nur ganz wenige, von denen ich was annehmen würde. voraussetztung dafür ist für mich in gewisser weise vertrauen und daß mir derjenige nahe steht und aus freien stücken gibt, ohne was zurückzuerwarten, ohne verpflichtung. an mir wurde desöfteren kritik geübt, weil ich hilfe oder materielles nicht annehmen wollte, aber ich will keine "bezahlung" für meine "dienste", weil ich es einfach aus freien stücken gerne tu. und mir persönlich gibt es viel mehr, wenn mich jemand spüren läßt, daß ich ihm wichtig bin und daß ich auf ihn zählen kann, falls ich mal hilfe brauchen sollte. |
| Aramir | Hallo zusammen... ich sehe die ganze sache was anders....geben ohne zu nehmen ist bei mir eher selten... ich sehe das so ...wenn ich durch die stadt laufe und zB. einem obdachlosen geld gebe dann habe ich gegeben ohne zu nehemn weil ich diesen menschen wohl nie wieder sehen werde...genauso wäre das mit spenden für die hochwasserklatastrofe und und und ...ich denke ihr versteht wie ich das meine.... So und jetzt kommt die saxche freunden zu helfen...ich denke mal wenn es sich wircklich um freunde handelt ist ein geben ohne zu nehmen nicht möglich...Ich helfe gerne wenn ich gebraucht werde und stehe meinen freunden gerne mit rat und tat zur seite ...und mirt ist es egal ob ich dafür sovort was bekomme...ich denke aber das sich sowas bei einer freundschaft in der wage hält...mal gebe ich mehr als andere mal ist es andersrum... So nun zu der nehmen ohne zu geben geschichte... damoit haber ich wircklich probleme ...ich kann es einfach nicht ich kann nicht nehmen ohne was zu geben ... ich denke mal niochts ist um sonst und wenigstens ein danke muss drinnen sein und es müsste was zurückfließen! Grüße Aramir! |
| seelenmord | Zwischen Freunden sollte es m.E. ein dynamisches Gleichgewicht des Geben's und Nehmen's geben, da sonst die Freundschaft wohl kaum als solche zu bezeichnen ist ... Ansonsten gibt man manchmal ohne etwas zu empfangen und nimmt an anderer Stelle ohne zu geben ... manchmal kommt man/es auch nicht dazu etwas zu zurückgeben oder zurückzugeben zu bekommen ... ein dankbares Lächeln wird aber oft wohlwollend angenommen ... DlG, sm |
| Any Body | Geben ohne zu nehmen, nehmen ohne zu geben. Wann gibt man denn etwas? Ist das Zuhören auch als Geben zu bezeichnen oder das Erzählen? Wo ist die Grenze, die für diejenigen ersichtlich ist, dass es sich um einen "Freundschaftsdienst" handelte? Macht man es wirklich nur bei Freunden? Die Aussagen, die ich bis jetzt hier zu lesen bekam, haben m.E. den gleichen Tenor. Für die Freunde macht man es gern oder ist es eher bereit es zu tun. Was ist aber, wenn man die Person gar nicht kennt? Einem ein Lächeln entgegnet wird, weil man beispielsweise ein Salbeibonbon einer hustenden Kassiererin angeboten hat ? In einer derartigen Situation ist die Voraussetzung nicht gegeben, mit dieser Kassiererin befreundet zu sein und man würde sie auch nie wieder sehen, es sei denn, man würde regelmässig dort einkaufen gehen und immer wieder zu der selben Person gehen. Geben & Nehmen ein ausgewogenes Verhältnis, durch den Tausch eines Bonbons für ein Lächeln? In Gedanken beschäftigt eine derartige Geste doch viel länger die Gemüter, oder? Ein anderes Beispiel, ebenfalls aus dem Alltag. Ein Obdachloser sitzt direkt vor dem Eingang eines gut belebten Kaufhauses in der Innenstadt. In der einen Hand die Obdachlosenzeitschrift Hintz & Kunz. Zu den Anfangszeiten der Zeitung war man vielleicht eher bereit, einen kleinen Obulus zu zahlen, damit der Obdachlose zukünftig für seine Unterkunft zahlen kann. Man "spendiert" dem Hilfesuchenden etwas. Die Zeitung ist Nebensache, weil sie symbolisch nur einen Gegenwert darstellt. Man hat etwas gegeben, ohne dass man eigentlich etwas bekommen hat. Der Obdachlose ist und wird ebenfalls nie ein Freund werden. Hat man dem Obdachlosen diese paar Cents unter Zweifeln bzw. mit Widerwillen gegeben, wird man darüber nachdenken, es nicht wieder zu machen, weil man eigentlich nichts bekommen hat. Dennoch besteht jeden Tag aufs Neue für den Obdachlosen die Aufgabe, ein paar Cents einzunehmen, damit er das Gefühl bekommt, etwas für seine Übernachtungsmöglichkeit zu tun, in dem er selbst ein paar Euro's einnimmt. Ist es dann ein Nehmen ohne Geben? Die Bereitschaft einen Obulus für die Zeitung Hintz & Kunz zu geben sinkt, Tag für Tag, weil die Abnehmer vielleicht eher aus Mitleid gehandelt haben, statt aus Überzeugung. Geben ohne Nehmen? - Ist es ein typisches Beispiel dafür, wenn es darum geht, etwas für einen "guten Zweck" zu tun? |
| verwirrter Wanderer | nun, ich würde auch sagen, dass in Freundschaften ein geben und nehmen vorhanden ist... und wenn das geben nur im zuhören, einer lieben Geste, einem lächeln, einer gelebten Freundschaft besteht... und deshalb schmerzt es meiner Meinung nach besonders, in einer Freundschaft nur zu nehmen oder nur zu geben... und deshalb kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen einem Freund immer nur zu geben und nie auch mal zu nehmen (wahrscheinlich ziemlich zeitversetzt, aber das macht nichts). Anders ist dies bei fremden Menschen... hier besteht das nehmen meinerseits wenn überhaupt bei einem Danke... einen Euro für einen mit einem Verkäufer streitenden Obdachlosen, einen Kinderwagen in die Straßenbahn, irgendetwas ähnliches... aber ist es nicht auch hier eine wundervolle ehre, aus einem materiellen Wert (Geld, Energie o.ä.) ein Gefühl, eine innere Zufriedenheit zu machen? Ist das nicht nehmen ohne, dass ein anderer verliert? dunkle Grüße, verwirrter Wanderer |
| WaTcHmE | Hi Also : als erstes : es gibt kein nehmen ohne geben, es gibt kein geben ohne nehmen Zur erläuterung: Wenn wir geben, wollen wir was haben.. und zwar JEDER! zwar nichts materielles, aber zumindest die Freude die jemand hat, wenn wir ihn beschenken! wie enttäuscht ist man, wenn dieser jemand sich nichts draus macht?? so wollen wir doch etwas haben... nehmen ohne geben: nein.. irgendetwas gibt man zurück... auch wieder nix materielles, sondern nur Gefühle... aber Gefühle sind auch etwas ... wenn wir nehmen geben wir auch etwas .. entweder die Freude die wir haben, weil wir uns darüber freuen was geschenkt wurde/dass der schenkende an uns gedacht hat. oder wir beachten es nicht, freuen uns nicht , und geben dem schenden damit das Gefühl dass er das falsche geschenkt hat guckt euch ganz einfach mal die nächste Geb.-Party an, auf der ihr seid.... der/die schenkende wird immer mit spannung erwarten, was der beschenkte tut, weil es nämlich ziemlich hart für denjenigen ist, wenn sein Geschenk nicht ankommt.... CU WaTcHmE |
| sputnikkid | geben ohne zu nehmen, wirklich etwas von sich geben, ohne etwas dafür zu erwarten, das wäre doch eigentlich eine selbstlose tat. aber selbstlosigkeit liegt nicht in der natur des menschen. alles was wir tun, tun wir aufgrund einer inneren motivation. wir essen, weil wir hunger haben, wir trinken weil wir durst haben. das sind die ganz einfachen dinge, die motivation für unser tun entstehen aus körperlichen bedürfnissen, die uns zu den entsprechenden handlungen treiben (wenn ich hunger habe, dann schau ich in den kühlschrank auf der suche nach was zu essen). hier ist es relativ klar, welche motivation hinter der handlung steckt. bei zwischenmenschlichen beziehungen sind die motivationen nicht mehr klar. und so gebe ich doch nie ohne zumindest etwas dafür zu erwarten. ich mache meinen freunden gerne kleine geschenke, doch dies ist im endeffekt doch nur egoistisch. wenn ich etwas verschenke, dann in dem glauben, daß sich der beschenkte darüber freuen wird und es mir freude macht, das lächeln des anderen zu sehen. ich gebe etwas materielles und bekomme etwas nicht-materielles zurück.... mit dem nehmen habe ich auch so meine probleme, weil ich immer das gefühl habe, das dann wenn ich etwas nehme auch etwas von mir zurückverlangt wird. wenn ich die 50 euro nehme, die mir meine oma zusteckt, dann muß ich mir beim nächsten mal schon zum tausendsten mal anhören, wieviele sorgen sie sich um mich macht, auch wenn es mir höllisch schwer fällt, dabei ruhig zu bleiben, weil ich ihr schon oft genug erklärt habe, daß ich alt genug bin, um auf mich selbst aufzupassen und das es ja wohl viel wahrscheinlicher ist, daß mich das nächste auto erwischt, als daß mir auf dem weg zur disco irgendwas passiert.... und wie seelenmord schon sagte, ist der sinn einer freundschaft ja wohl, daß man gibt und nimmt, ohne dabei ne rechnung aufzustellen, wer wieviel gegeben bzw. genommen hat (da gibts keine jahresabrechnung) obwohl es mir schon oft paaiert ist, daß ich mich von angeblichen freunden ausgenutzt gefühlt habe. aber das ist glaube ich auch ein problem der sichtweise. denn wenn ich etwas gebe, dann hat das für mich einen gewissen wert, aber das heißt nicht, daß der andere erkennt, welchen wert es für mich hatte. z.b.: ein freund will sich nur mal ausheulen und ich höre ihm zu und bin am verzweifeln, weil ich ihn zwar versthe, aber absolut unfähig bin, ihm irgendwie zu helfen. mir ist der abend verdorben und mich beschäftigt das gesagte noch tagelang, obwohl das problem für den anderen schon überhaupt nicht mehr von bedeutung ist. was habe ich dann gegeben und was hat der andere genommen? wer will den wert denn bemessen? |
| sYntiq | watchme hat Recht. Wir nehmen IMMER irgend etwas, wenn wir geben. Als Beispiel sei hier mal die genannte Spende wegen der Hochwasserkatastrophe genannt. Nimmt man da nicht das Gefühl, etwas getan zu haben, geholfen zu haben? Letztendlich nehmen wir nicht nur aus Egoismus, sondern wir geben auch aus Egoismus. ICH will das Gefühl haben geholfen zu haben. ICH will das Gefühl haben etwas gutes getan zu haben. Wenn ich etwas gebe ohne etwas bewusst nehmen zu wollen (Einem Freund helfen zb.) Bin ich dann nicht enttäuscht wenn es nicht angenommen wird ? Warum solte ich enttäuscht sein wenn ich wirklich nichts für haben will? Eben weil ich etwas haben will...Ein Gefühl....In letzter Konsequenz wollen wir uns selbst zufriedenstellen. Gruss Flo |
| Any Body | [QUOTE][i]Original geschrieben von sputnikkid [/i] obwohl es mir schon oft paaiert ist, daß ich mich von angeblichen freunden ausgenutzt gefühlt habe. aber das ist glaube ich auch ein problem der sichtweise. denn wenn ich etwas gebe, dann hat das für mich einen gewissen wert, aber das heißt nicht, daß der andere erkennt, welchen wert es für mich hatte. [/quote] Dem stimme ich zu, woher sollte der andere auch wissen, was sich alles in meinem Kopf abspielt. Er/Sie ist eine andere Person, mit eigener Denk- und Handelsweise, die man letztendlich so oder so nicht beeinflussen kann. Es muss auch nicht für den anderen unbedingt offensichtlich sein, welchen Wert es für einen selbst hat .... [quote] z.b.: ein freund will sich nur mal ausheulen und ich höre ihm zu und bin am verzweifeln, weil ich ihn zwar versthe, aber absolut unfähig bin, ihm irgendwie zu helfen. mir ist der abend verdorben und mich beschäftigt das gesagte noch tagelang, obwohl das problem für den anderen schon überhaupt nicht mehr von bedeutung ist. [/quote] Du hast demjenigen, dem Du zugehört hast, Deine Aufmerksamkeit geschenkt und Anteilnahme gezeigt und versucht mit demjenigen, den Du zugehört hast, Lösungen zu finden, obwohl die Lösung vielleicht schon darin gegeben war, dass der andere sich einfach nur ausquatschen konnte um die Gedanken, die vielleicht schön längere Zeit bei dem anderen unter Verschluss gewesen sind, weil nicht ausgesprochen, Kopfschmerzen bereitet haben. Hast also dadurch geholfen, dass Du angenommen hast, was er Dir geben wollte. Wenn es Dich dann tagelang danach noch beschäftigt, ohne dass ein anderer davon erfährt, dann hast Du jemand anderen die Last abgenommen, weil Du so viel Selbstvertrauen hattest, dieses auch verkraften & verarbeiten zu können, auch wenn es noch einige Zeit braucht, bis es tatsächlich verarbeitet ist. Du hast m.E. versucht, diese Verantwortung für das Leben eines anderen zu übernehmen und dass ist nur schwer möglich. Es sei denn, man hat eigene Kinder, die groß zu ziehen sind. [quote] was habe ich dann gegeben und was hat der andere genommen? wer will den wert denn bemessen? [/QUOTE] Den Wert kannst nur Du selbst bemessen. **** Hinsichtlich der Anmerkungen den Egoismus betreffend, sind die Gedanken nachvollziehbar, doch ich würde es nicht als Egoismus betrachten. Es sei denn, man hat die Absicht, die Situation irgendwann später auszunutzen und "Kapital" aus den Informationen zu schlagen, die anvertraut wurden. In welcher Form auch immer. Dieser Gedanke ist für die Betrachtung des privaten Umfelds weniger relevant, bzw. nur dann zutreffend, wenn der Eindruck entsteht, sich in den Menschen geirrt zu haben, denen man sich anvertraut hat bzw. das Vertrauen geschenkt hat. ... |
| nebelgestalt | tja ich gebe immer viel ohne was dafür bekommen zu wollen , außer vielleicht ein danke, oder eine freundschaft -doch was ich meist bekomme ist eine enttäuschung und ich überlege immer häufiger ob ich es nicht bald lassen soll-denn die enttäuschung schmerzt sehr |
| Rosheen | Hi also, ich muss ganz ehrlich sagen, den Gedanken, dass man im Grunde nur aus Egoismus nimmt UND auch gibt finde ich garnicht schön. Ich finde einfach, dass das kein richtiger Egoismus ist und irgendwie rückt das doch diese ganze Geben-Nehmen-Sache ins schlechte Licht. Bei mir persönlich ist es so, dass ich (so seh ich das zumindest) viel mehr geben als dass ich nehme, aber das macht mir auch nichts, im Gegenteil, eigetnlich will ich das so. Ich finds schön eine Anlaufstelle für meine Freunde zu sein, aber ich selbst geh mich nicht gerne bei anderen ausheulen. Ein Gelichgewicht sollte das ganze zwar schon haben, aber irgendwie hol ich mich aus meinen "Problemen" immer lieber selbst raus. Wenn ich jetzt z.B. einem Obdachlosen Geld gebe, dann bekomm ich dafür natürlich auch "nur" das Gefühl etwas Gutes getan zu haben, aber das find ich nicht egoistisch. Ich würde es eher hilfsbereit nennen. Ich geh ja nicht zu dem hin mit dem Gedanken "ich geb dem jetzt was, damit ich mich gut fühle" sondern wirklich weil man helfen will, weil man GEBEN will. Ich glaub es ist oft so, dass man auch ganz unbewusst einfach mal nur gibt ohne zu nehmen, und genauso nimmt ohne zu geben. Aber wenn man nicht "boshaft" ist, macht mans glaub ich seltenst mit Absicht. ^^ |
| colaeisbär | [COLOR=darkred]Any Body und alle anderen: hi! also ich versuche meistens etwas zurückzugeben,wenn ich etwas bekomme,ob es ein geschenk is oder eine liebe geste oder die liebe,die mein freund mir gibt.ich habe es selbst schon erlebt,dass ich was gegeben habe und nichts zurückkam und das fand ich schon sehr enttäuschend,da ich ja die erfahrung gemacht hab,möcht ich eben auch immer was zurückgeben,damit ich keinen anderen verletze.natürlich gibt es auch ausnahmen,da ich ja momentan glücklich vergeben bin und jemand mir seine liebe gesteht,würd ich jetzt nich sagen,zu dem anderen typen ich liebe dich oder so...aber das is ja ne ausnahme...liebe grüße sarah[/COLOR] |
| Consciously | Beim Geben und Nehmen bzw. Nehmen und Geben kommt es immer darauf an ob das Verhältnis in einem adequaten Zustand war/ist. Sprich ich kann was geben z.B dass ich jemand zum trinken einlade und derjenige oder diejenige sich mit einem "Dank" bei mir bedankt. Oder dass ich das gefühl habe etwas richtiges gemacht zu haben. Auch die anderen Personen freuen sich dann über bestimmte Gesten, sei es als Freund/Freundin das er/sie das Geühl hat er/sie kann sich auf mich verlassen oder ich mich auf ihn/ihr, oder im bezug zu einer fremden Person, z.B. Obdachloser, dass er das Gefühl hat nicht alleine auf der Welt zu sein. |
| Tarlanwen | ich habe oft das Gefühl das ich nehme ohne zu geben... ich hasse diese gefühl, aber es ist da. Ich bin dann immer der Meinung das ich einfach zu egoistisch fürt diese Welt bin... ... was schreib ichhier eigentlich fürn Mist.. Entschuldigung! ich bin etwas verpeilt. |
| MagnusCaudar(Bw | Ich hab heute nem Typen auf der Strasse ne Kippe gegeben , den sehe ich wahrscheinlich nie wieder und kann auch keine Gegenleistung erwarten ... |
| Baobhan Sith | [QUOTE][i]Original geschrieben von MagnusCaudar(Bw [/i] [B]... und kann auch keine Gegenleistung erwarten ... [/B][/QUOTE] Die Gegenleistung ist, dass Du einen Tag später an Lungenkrebs sterben wirst. Alles Egoisten heutzutage ... |
| Air | Carpe noctem.. ich habe lange Zeit gegeben...und gegeben....und gegeben und jetzt kann ich nicht mehr. Jetzt bin ich auch mal an der Reihe zu nehmen und ich finde das in Ordnung. Das heisst jan icht automatisch das ich zu anderen gemein oder abweisend bin, nur das ich mich ein wenig um mich selbst kümmere und andere machen lasse wie sie meinen. |
| colaeisbär | [COLOR=darkred]Air ich kann dich sehr gut verstehen,wenn du schon lang gewartet hast,warst du ja nich egoistisch,sondern hast versucht,auf die andere person einzugehen,aber irgendwann is immer der zeitpunkt,an dem man nich mehr kann...is ja verständlich[/COLOR] [COLOR=darkred]†sarah†[/COLOR] |
| MagnusCaudar(Bw | "Die Gegenleistung ist, dass Du einen Tag später an Lungenkrebs sterben wirst. Alles Egoisten heutzutage ..." Na ja ... Bestimmt nicht nach einem Tag ... |
| Baobhan Sith | [QUOTE][i]Original geschrieben von MagnusCaudar(Bw [/i] [B]Na ja ... Bestimmt nicht nach einem Tag ... [/B][/QUOTE] Einen Tag später, als die Zeit für Dich vorgesehen hat. Menschen, die immer nur geben und geben und dann rummaulen, dass sie nur geben würden, und nichts dafür bekommen, sind selber schuld. Entweder gibt man und hält den Mund oder aber man gibt und verlangt ausdrücklich etwas dafür. Alles andere ist ziemlich verlogen. |
| MagnusCaudar(Bw | "Einen Tag später, als die Zeit für Dich vorgesehen hat." Lol ... Eine Kippe weniger heißt doch nicht das deswegen auch eine weniger geraucht wird ... |
| Efrafa | ich würde sagen es kommt drauf an um welche person es sich handelt. es gibt jemand, der kann von mir beinahe alles haben ... aber ich kann und will nicht das gleiche von ihm fordern. wenn er mir etwas gibt freue ich mich darüber sehr und wenn nicht ist es auch ok ... das geheört für mich zum "geben" mit dazu. Im allgemeinen fährt man wohl sicherer wenn man den lezúten was gibt woi man es möchte aber nichts oder nicht viel dafür erwartet .... wenn dann was zurückkommt ist es schön aber du kannst nicht enttäuscht werden. Und von manchen leuten will ich nichts haben und will ihnen auch nichts geben. Und etwas von jemandem anzunehmen ist auch eine art geben ... weil es denjenigen vllt auch glücklich macht dir etwas zu geben. Manche Leute wollen auch gerne dasein für dich und wenn du sie magst tust du ihnen auch was gutes wenn du es annimmst |
| Morri | Ich denke auch, daß hinter jedem "Geben" irgendeine Art Eigennutz steht. Ich möchte es nicht Egoismus nennen... Man hilft Freunden, weil es die Freundschaft bestärkt und man ein Menge davon hat. Man hilft Fremden, weil man sich entweder mies fühlen würde, wenn man es nicht täte und schlicht dieses miese Gefühl vermeiden will... oder weil man sich vorstellt, wie es wäre, in der Haut dieser Person zu stecken und was man dann gerne an Hilfe und Beistand hätte. Daran kann ich nichts Schlechtes sehen... man gibt ja etwas dafür! |
| Trauerwesen | Nunja, sicherlich gibt man, damit man auch etwas zurückbekommt. Aber bei mir ist es beispielsweise so, dass ich extrem gerne Leute, die mir extrem wichtig sind, beschenke, um ihnen eine Freude zu machen (und nicht, damit sie mich lieb haben). Selber aber habe ich Probleme, Geschenke anzunehmen, insbesondere, wenn sie teuer sind, während ich keine Scheu davor habe, viel geld auszugeben, wenn ich denke, es sei das richtige Geschenk. |
| Darkangel | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Nunja, sicherlich gibt man, damit man auch etwas zurückbekommt. Aber bei mir ist es beispielsweise so, dass ich extrem gerne Leute, die mir extrem wichtig sind, beschenke, um ihnen eine Freude zu machen (und nicht, damit sie mich lieb haben). Selber aber habe ich Probleme, Geschenke anzunehmen, insbesondere, wenn sie teuer sind, während ich keine Scheu davor habe, viel geld auszugeben, wenn ich denke, es sei das richtige Geschenk. [/B][/QUOTE] irgendwie kommt mir das ganze sehr sehr Bekannt vor, könnte glat von mir stamm ;) |
| MagicPower | also bei uns im engeren freundeskreis ist es gang und gebe mal was "auszugeben". spendieren einer runde kino-besuch oder mal saufabend wo der gastgeber alle getränke organisiert und aus eigener tasche bezahlt. man bedankt sicht nichtmal mehr - weil es selbstverständlich ist. selbstverständlich ist auch, dass beim nächsten mal das selebe vom nächsten getan wird. wir wechseln also reihum ins kino einzuladen oder mal nen abend zu schmeißen. jedoch hatten wir auch mal ein paar "neue" leute dabei, die solange geblieben sind, bis das bier leer war und dann gegangen sind und nichtmal "danke" sagen konnten. wir werden von diesen nie eingeladen und springen lassen tun diese auch nichts. oftmals muss man allerdings dann solche leute höflich darauf ansprechen "mach du auch mal was für uns". <- ein kritischer punkt wie ich finde, denn oft verziehen sich diese leute dann ganz schnell und sei sind nur freunde wenn sie was umsonst bekommen. wie dem auch sei. für meinen engen freundeskreis gebe ich gerne und bekomme auch zurück. |