German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Vampirisches Dasein...
RequiemSeid mir gegrüßt!

Ich möchte ein wenig an das Thema der Unsterblichkeit anknüpfen und euer Augenmerk etwas auf vampirische Wesen lenken...

Da ich Schriftstellerin bin und mich mit Vampirismus beschäftige, liegt mein Interesse darin möglichst viele Recherchen und Meinungen dazu zu sammeln.

Wie steht ihr zu der Legende von der Existenz dieser Nachtschattenwesen, könnt ihr euch vorstellen mit dem Fluch der Ewigkeit behaftet zu sein? Und kann man dieses Geschenk der Unsterblichkeit überhaupt als Fluch bezeichnen?
Was sind eure Gedanken zu dem Wort "Vampir" und welche Gefühle bringt ihr ihm entgegen?
Sind Vampire fähig zu lieben, Mitgefühl zu zeigen, Empfindungen zu entwickeln und sie zu zeigen oder ist ihr Herz ebenso tot und kalt wie ihr Körper?

Kennt ihr Fabeln oder Überlieferungen dieser Wesen die euch besonders beeindrucken, was macht diese Wesen verletzbar und wogegen sind sie ressistent?

Glaubt ihr an deren Existenz? Gerüchte werden ja nicht ohne Auslöser in die Welt gesetzt, und sind die Fabeln rund um blutsaugende Untote nicht beinahe so alt wie die Menschheit selbst? In jeder Story steckt ein Körnchen Wahrheit...

Nun denn ich möchte euch mit diesen Fragen alleine lassen und hoffe auf ein interessantes und aufschlußreiches Feedback,

Bloody Kisses - Requiem
Combusted_AngelAhhh, noch jemand, der sich mit Schriftstellerei beschäftigt.
Sei herzlichst gegrüßt...

Wenn ich das Wort "Vampir" höre, drängen sich mir sofort zwei Bilder auf.
Das eine....eine hochgewachsene, blasse, dunkel gekleidete Person mit schimmernden Augen, die langsam bei Nacht durch eine belebte Straße zieht. Die sonderbaren Augen schnellen hin und her, die Menge durchsuchend. Während das Geschöpf durch die Masse tritt, teilen sich vor ihm die Reihen der Menschen von selbst, wie eine Woge, die an einem hoch aufragenden Fels zerschellt. Manche wagen gar nicht erst hinzusehen, spüren sie doch die Kraft und Unnahbarkeit, die von dem seltsamen fremden ausgeht...andere riskieren einen kurzen, vielleicht furchtsamen Blick, sobald sie sich sicher sind, daß die Augen nicht mehr auf ihnen ruhen.
Das Geschöpf schreitet majestätisch davon, sich seiner Macht und Ausstrahlung vollkommen bewußt.

Das andere: In einer Gasse liegt ein Körper...vollkommen leblos und mit Blut beschmiert. Darüber hockt etwas, das nur aus der Entfernung menschlich wirkt.
Der Körper ist kompakt, von einer krankhaften Blässe, die Kleidung hängt in Fetzen von der drahtigen Gestalt herab.
Das Gesicht des Ungeheuers ist in einem Ausdruck unermeßlicher Gier verzerrt, von seinen nadelspitzen Zähnen tropft Blut.
Knurrend treibt es seine Krallen in den Leichnam, reißt ihn langsam auseinander, bis es das Herz erreicht, es herausreißt und seine Zähne tief in das noch warme Organ schlägt. Das tierhafte Gesicht nimmt ekstatische Züge an, während die Kreaur gierig trinkt.....

Ich unterscheide bei Vampiren zwischen zwei Varianten, die in der Literatur vorkommen.
Einmal die Dracula-ähnlichen Vampire wie wir sie auch aus diversen Romanen kennen ( Anne-Rice-Reihe) und die tierhaften, unmenschlichen Kreaturen, als die sie in anderen Quellen portätiert werden ( Nosferatu, Brennen muß Salem).

Ich könnte mir vorstellen, ein Vampir zu sein, aber nur der ersten Kategorie...mächtig und erhaben. Es stellt sich die Frage, ob es ein Fluch wäre. Sind Menschen fähig, Unsterblichkeit zu ertragen?
Wann verlieren sie ihre Menschlichkeit?
Also Typ 1 ist sicher in der Lage zu empfinden, wie ein Mensch ( oder leicht abgestumpft, da er bereits tot ist), aber nach ein paar Jahrhunderten würden wohl auch dessen Gefühle erkalten, denn Arroganz ( die sich irgendwann enistellen würde) ist der erste Schritt zur Gefühllosigkeit.
Um so schlimmer wäre dies natürlich, wenn der Vampir gezwungen wäre, sein Opfer wirklich zu töten, um zu leben. Denn dann müßte er von vorne herein einen Teil seiner Menschlichkeit ( seine Moral) aufgeben.
Bei Typ 2 ist die Sache klar. Diese Wesen sind Raubtiere, die zwar intelligent sein mögen, jedoch nicht viel mit Menschen gemein haben.
Sie werden von ihren Trieben beherrscht, gegen die sie sich kaum wehren können.

Ich bin mir nicht sicher, ob es Vampire gibt oder nicht. Es gibt keinen Beweis für ihre Existenz aber auch keinen dagegen.

Naja, hoffe, ich hab hier nen sinnvollen Anfang gemacht.
Viel Glück mit deiner Schreiberei!
kaoz11Meint ihr, Vampire haben Suizid-Gedanken?
In den meisten Geschichten wird die Unsterblichkeit doch immer als Fluch angesehen, aus dem die Immortalen die Erlösung suchen... Warum wollen Götter eigentlich nicht sterben?


Zum Vampirsein: da teile ich eigentllich die selbe meinung wie combusted_angel. Ich sehe auch diese zwei Typen von Vampiren, jedoch denke ich, die zweiten sind eine Variante des ersten Types. Die Blutsauger aus der ersten kategorie haben meiner Meinung nach noch menschliche Wesenszüge an sich; wenn sie diese aber verlieren, aus welchem Grund auch immer werden sie zu Typ2, der Bestie....

Soweit meine Gedanken dazu, dunkler Gruß... BFDB
SenecaIch hoffe diese Thread bleibt im Bereich der Literaturtheorie, und drifftet nicht in die Richtung der Vampyrismusbekundungen der Schreiber ab...!
KatzenschattenMiau!

Ich hoffe das auch das auch nicht Seneca...

Vampire... Nun, Wesen der Schatten, verdammt in alle Ewigkeit zu existieren, versteckt, heimlich. Dies kann ein schweres Schicksal sein, aber auch eins, das man mit anderen seiner Art teilen kann.

Ich weiss nicht genau, ob der Verlust von geliebten Menschen, die man nicht zu einem Vampir-Dasein "verdammt" hat; oder die Gewissheit mit anderen Geliebten, die man entsprechend zu einem Vampir gemacht hat, schlimmer ist.

From the shadows of Twilight

Katzenschatten

(P.S.: Steht auf Vampire)
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich hoffe diese Thread bleibt im Bereich der Literaturtheorie, und drifftet nicht in die Richtung der Vampyrismusbekundungen der Schreiber ab...! [/B][/QUOTE]

keine sorge... so "schlimm" wie beim letzten mal wirds nicht werden...

zum thema:
wenn es vampire geben würde, würden sie sich über kurz oder lang zu der beschriebenen bestie entwickeln... mag der vampir das erste unabsichtliche töten noch bereuen, ist es ihm beim zehntenmal schon egal und beim hundertsten mal tötet er bewusst... und sei es nur, weil er sich langweilt... denn das tut er nach ein paar hundert jahren ganz bestimmt...
gin'iro[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich hoffe diese Thread bleibt im Bereich der Literaturtheorie, und drifftet nicht in die Richtung der Vampyrismusbekundungen der Schreiber ab...! [/B][/QUOTE]

Darauf werde auch ich achten. Sobald dieser Thread sich in eine Richtung, wie [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=2127]dieser hier[/url] sich entwickelt, dann wird geschlossen.
Creobotrahi,


als eine gute quelle zum Thema "Der Vampir (u.a.) in der Gothic-Novel" kann ich [B]Ästhetik des Horrors[/B] von Hans Richard Brittnacher
Suhrkamp, Ffm. (1995) empfehlen.
da wird zum beispiel die entwicklung der gestalt im laufe der literaturgeschichte gezeigt und ihre ursprünge.

viele grüsse
creo
jahbAlso die Therorie der Kainskinder find ich immer noch am besten!

Die fähigkeit zu lieben?? Naja wenn man sich an Buffy orientiert dann wohl

Let me rest in peace *hehe*
CarlinosAngelusehrlich gesagt finde ich es mehr als unpassend anderen wißbegierigen Schreibern durch verbales naserümpfen ("ich hoffe dieser Thread artet nicht aus...") das thema und die informationen zu vermiesen. nur weil man schon zahlreiche beiträge hier geschrieben hat sollte man es sich nicht anmaßen themen die einen nicht interessieren herabzusetzen und durch arrogante kommentare zu blockieren. (die angesprochenen personen erkennen sich wieder...)

wenn euch der thread nicht anspricht, dann äußert euch nicht dazu - wenn ihr nichts interessantes zu sagen wißt, dann schweigt

Carlinos
myhna[i][[@carlinos dein beitrag ist ein solcher wie du ihn anprangerst.
die "arroganten" kommentare haben nichts mit beitragszahlen oder arroganz zu tun sonder schlicht und ergreifend mit der erfahrung das ähnliche themen so weit abgerutsch sind das sie, trotz gutem fundament, schlichtweg "unbrauchbar" wurden (siehe link)
es mag den ein oder anderen vom schreiben abhalten, vielleicht bringt es aber auch manchen dazu sich genauer zu überlegen was er/sie schreibt.
genug ot
µ]][/i]
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von CarlinosAngelus [/i]
[B]wenn ihr nichts interessantes zu sagen wißt, dann schweigt[/B][/QUOTE]

[i]sehr geehrte/r carlinosangelus!

ich würde euch empfehlen, euren rat, den ich oben zitert habe, selbst zu beherzigen.
desweiteren empfehle ich euch, den von der werten kaiki geposteten [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=2127][b][u]LINK[/u][/b][/url] zu konsultieren, um euch über das "ausarten" des themas, auf das sich die von euch angesprochenen personen bezogen haben, zu informieren.[/i]


[zeigefinger on]
ums deutlich zu sagen: [b]sobald hier auch nur irgendeine/r ihren/seinen angeblichen vampirismus breittritt oder postings in der art "ihr armen sterblichen ahnt ja nicht, was alles noch so auf dieser welt existiert" kommen... dann wird dieser thread sofort geschlossen.[/b]

dazu gehören auch postings wie das von carlinosangelus, die besser in die spiegelzeit passen.

bleibt bitte beim literaturtheoretischen ansatz.
[zeigefinger off]


[ironie on]
so, und nun noch etwas zur sache postingzahlen und wichtigkeit. gut erkannt carl! bemüh dich, und bald darfst du auch themen kaputtmachen. und vielleicht wirst du ja sogar in den inneren kreis aufgenommen, der über die würdigkeit von themen und beiträgen entscheidet.
[ironie off]

sorry, für OT. und sorry, das ich dich wiederholt habe, µ. musste raus.
LaChatteOh ich wär schon immer gern ein Vampir gewesen... sehr faszinierend!
myhna[i][[@la chatte& carlinos angelus genau sowas meinen kaiki, seneca, RSP und µne wenigkeit...[/i]]]
GabrieIIe[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
bleibt bitte beim literaturtheoretischen ansatz.
[zeigefinger off]
[/QUOTE]

[color=purple]So wie dieser hier?[/color]

[quote][ironie on]
so, und nun noch etwas zur sache postingzahlen und wichtigkeit. gut erkannt carl! bemüh dich, und bald darfst du auch themen kaputtmachen. und vielleicht wirst du ja sogar in den inneren kreis aufgenommen, der über die würdigkeit von themen und beiträgen entscheidet.
[ironie off]

sorry, für OT. und sorry, das ich dich wiederholt habe, µ. musste raus.[/quote]

[color=purple]Es wäre intelligenter nicht themengebundene Postings zu löschen statt sich hier gegeneinander oder miteinander zu profilieren. Ein Hinweis wäre wohl ausreichend gewesen.

Jedenfalls habt [I]ihr[/I] bereits geschafft, diesen Thread auf das Niveau des anderen zu bringen.

Gabrielle[/color]
myhna[i][[welch ironie *lächel*]][/i]
RegariusIch hab mal gehört, Vampire sind aus Kain entstanden. Er hat Abel erschlagen und Gott hatt ihn mit einem, oder mehreren, Flüchen bestraft, so entstand der erste Vampir Steht zwar nicht in der Bibel, gg, ist aber ne Theorie die mir gefällt.

Ich wünschte es gäbe Vampire bzw ich wäre einer, dann wäre vieles einfacher. Ich glaube das ist der eigentliche Reiz, die totale unabhängigkeit von der Gesellschaft.
hexenritterich würde es irgend wie aufregend finden einmal ein vampir zusein stelle ich mir echt cool vor du kannst tun udn lassen was du willst!kannst fliegen und du fühlst die unsterblichkeit indir nur dürfte es dann keien vampirjägerin geben*g*wäre cool gebe es sowas wie vampire du machst die nacht zu dein ständigen begeliter nix und niemand kann dir etwas ^^die nacht zeigt dir denn weg jo wäre net schlecht =)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Regarius [/i]
[B]Ich hab mal gehört, Vampire sind aus Kain entstanden. Er hat Abel erschlagen und Gott hatt ihn mit einem, oder mehreren, Flüchen bestraft, so entstand der erste Vampir Steht zwar nicht in der Bibel, gg, ist aber ne Theorie die mir gefällt.
[/B][/QUOTE]

Ebenfalls interesant zu sehen ist, daß viel "Wissen" über Vampire, und deren Entstehung, oder die Art und Weise wie "The Embrace" also die Weitergabe des "Kainitischen Blutes" eher dem Rollenspielsystem "Vampire" zu entspringen scheinen.

Bram Stoker hatte da ganz andere Vorstelungen, und ich denke das niemand sonst so wie er das Bild vom Vampir prägte.

Es ist demnach ein Fluch...!
GeburaIn letzter Zeit habe ich mich intensiver mit Gothic Novel beschäftigt unter anderem auch mit Stoker's Dracula.

Wusstet ihr, dass in Dracula das Thema Sexualität ein zentraler Punkt ist ??
Im Viktorianismus war Sexualität ein Tabu-Thema , Geschlechtsverkehr diente nur zur Fortpflanzung. In Dracula wird das Tabu der Sexualität gebrochen. Draculas Blutsaugen ist das Symbol für den Geschlechtsverkehr und Blut ist ein Symbol für jegliche Körpersafte ( Milch , Sperma..)

Sexuelle Handlungen in Dracula

1. das Intermezzo mit der unschuldigen Lucy, die wegen ihres Fremdgehen sterben muss.

2. Die Bluttranfusionen der Männer ( haben Sex untereinander durch die Vereinigung ihrer Körpersäfte )

3. Die Männer werden auch von Dracula sexuell attackiert, da der weiterhin von Lucys Blut trinkt.

Diese Interpretation fand ich richtig interessant und das lernen ( ist mein Prüfungsthema ) fand ich dann auch nicht mehr so schlimm;)
ToothFairy@Seneca: Wir sind eben eine Generation geboren aus der Popkultur...(klassische) Bildung ist optional.
Jaddy[QUOTE]Bram Stoker hatte da ganz andere Vorstellungen, und ich denke das niemand sonst so wie er das Bild vom Vampir prägte.[/QUOTE]
klar ist, das er ihm einen "körper" gab und damit die verschiedenen arten in ein klischee rückte... wobei das überall passiert...
meiner meinung nach hatte bram stoker "kontakt" zu vampiren
Distroia[QUOTE][i]Original geschrieben von Jaddy [/i]
[B]meiner meinung nach hatte bram stoker "kontakt" zu vampiren [/B][/QUOTE]

Wie meinst du das?
Pittipvampire gibt es nicht
Senecaq Pittip

Das macht nichts, wir betreiben hier nur Literaturtheorie...nicht war...?
gin'iro[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]q Pittip
Das macht nichts, wir betreiben hier nur Literaturtheorie...nicht war...? [/B][/QUOTE]

So ist es! Und deshalb: [b]Bleibt ON TOPIC[/b] oder der Thread ist zu!
Jaddyich denke das er kontakt zu vampiren hatte...
damit meine ich wesen/menschen (wer weiß), die blutsaugen betrieben oder die ersich einbildete...

wer weiß den schon über lüge und wahrheit bescheid
fluchtraumJaddy, wie bist du zu dieser Meinung gekommen?

fragende Gruesse, der fluchtraum
Jaddyich denke das jeder schriftsteller seine "fantasy" oder "realität" niederschriebt... wobei ich fantasy nciht wirklich als "einbildung" sehe...
man schreibt nicht einfach solche bücher... das kommt ganz tief aus dem herzen oder erfahrungen
weiß nicht ob ich das jetzt ausreichend erklärt hab
winter solsticeTipps zu (guten) Vampirmedien:

Man sehe sich
1) Blade 1/2
2) Vampire the Masquerade (Pen & Paper-RPG)
an.
fluchtraum@Jaddy

Hm, so ganz folgen kann ich dir nicht.
Ich gebe dir recht in dem Punkt, dass man nicht "einfach so" solche Buecher schreibt. Jeder mir bekannte Author, der wirklich literarische und interessante Horror-stories geschrieben hat, hat darin viel persoenliches reingesteckt, eigene Aengste und dergleichen - von Mary Shelly ueber HP Lovecraft bis hin zu Thomas Ligotti. Wahrscheinlich auch Bram Stroker, aber mit diesem Author habe ich mich noch nicht so genau beschaeftigt. So gesehen, kamen die Sachen sicher, wie du sagst, "von Herzen". Oder, vielleicht treffender: Aus dem Unterbewusstsein - Vampire sind einfach archetypische Gestalten.

Aber ein Problem habe ich mit dem "aus Erfahrung", wenn es sich auf die Begegnung mit real existierenden Vampiren bezieht, denn diese Vorstellung - er hat darueber geschrieben, also muss er das auch in real erlebt haben - finde ich laecherlich naiv. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob du es so meinst?

der fluchtraum
Jaddy[QUOTE]diese Vorstellung - er hat darueber geschrieben, also muss er das auch in real erlebt haben - finde ich laecherlich naiv. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob du es so meinst?[/QUOTE] nein, es sit nicht so da sich es so meine wie du es ausgedrückt hast...
ich finde man kann etwas "real" erleben auch wenn es da snicht gibt, sozusagen läuft es vor dir ab, aber es ist nur dein bild, was du siehst... es [U]wirkt[/U] real....
verstehst du?

für den einen gibt es nur die ein realität, die wirkliche wahrheit
und nehmen wir bram stoker, für ihn gab es sicherlich auch die andere realität, das denken, das er mit vampiren wirklich in seiner wahrheit sprechen und lebne könnte...
Tyler Durden[QUOTE][i]Original geschrieben von Jaddy [/i]
[B]
ich finde man kann etwas "real" erleben auch wenn es da snicht gibt, sozusagen läuft es vor dir ab, aber es ist nur dein bild, was du siehst... es [U]wirkt[/U] real....
verstehst du?

[/B][/QUOTE]
Finde es interessant, sehe es auch so wie du.
Viele Bilder und Filme, Vorstellungen laufen doch tagtäglich in unseren gedanken/ Köpfen ab, es kommt darauf an, wie sehr man sich mit ihnen einlässt.
Jaddyja genau so mein ich das...
wir kennen keine wahrheit oder lüge, deswegen ist das was vor uns abläuft "unser" bild der welt... deswegen gibt es auch so viele verschiedene meinungen
SanithyriusSeid gegrüßt ihr fleißigen Schreiber!

Das Thema Vampire und Artverwandte fasziniert viele seit jeher. Ich denke jedoch, dass sich mit dem Glauben an diese "Geschöpfe" auch die Art und Weise ihres Lebens, besser Existierens, entwickelt hat.

Gehen wir mal von den Grundzügen unserer 3 Weltreligionen gleichen Ursprungs aus, Judentum, Christentum, Islam. Hier werden solche Geschöpfe einfach als Fabelwesen, nicht existierende oder gar verbotene Wesen abgestempelt. Insofern war und ist die Erforschung und die Suche nach Beweisen der Existenz solcher Wesen schon immer erschwert gewesen. Man bekommt oft vorgefertigte Ausgangspunkte, quasi Strukturen an die man sich halten "muss", wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt.

Unsterblichkeit: Verdammt zu sein für die Ewigkeit. In vielen Beiträgen dieses Threats war von Jahrhunderten die Rede. "Nach einigen Jahrhunderten wird es ihnen bestimmt langweilig..." etwa. Man muss es anders betrachten, diese Betrachtungsweise ist zwangsweise endlich und entspricht nicht der Tatsache. Forschen wir von diesem Anhaltspunkt weiter: Wann soll es den ersten Vampir gegeben haben? Schon in der Periode der Entwicklung der Gattung des Homo Sapiens Sapiens (des Menschen)? Wer weiß das schon. Sollte es so sein, so haben sich Art und Lebensweise der Vampire mit den Entwicklungen der Menscheitsgeschichte fortentwickelt. Vielleicht hatten die ersten Vampire gar keine "übermenschlichen" Fähigkeiten und mussten sich irgendwie am Leben erhalten.

Haben Vampire Suizid-Gedanken? Interessante Frage... Haben Vampire überhaupt Gedanken, die mit menschlichem Denken vergleichbar sind? Der Mensch als Individuum denkt vorausschauend, immer auf seinen eigenen Vorteil bestimmt. Denken Vampire auch so? Kennen Vampire Moral? Ist es nicht immer die Auslegung einer Gesellschaft, was moralisch vertretbar ist und was nicht?

Vielleicht ist es falsch die Vampire immer als menschenähnliche Gesellschaftswesen zu betrachten und vielleicht kommt es daher, dass sich alle Vampir-Storys, so ziemlich ähneln. Man sollte die Betrachtungsweise mal aus "Sicht des Vampirs" wählen. Die Gesellschaft der Vampire (ob nun menschenähnlich oder nicht bleibt dem Autor überlassen), mit dem Menschen als Feind oder Verbündeten. Tiere haben wir uns auch einfach als "Nutztiere" besorgt und gehalten, warum nicht auch Vampire einen Menschen...

Ich denke man kann aus "Vampir-Storys" viel mehr machen, als das jeglicher Autor bis jetzt auch nur versucht hat. Vielleicht habe ich durch meine kleine Ausführung ja ein paar Hinweise gegeben.

Also bis dann...

so long

Sanithyrius
AsmodisZitat: Das eine....eine hochgewachsene, blasse, dunkel gekleidete Person mit schimmernden Augen, die langsam bei Nacht durch eine belebte Straße zieht. Die sonderbaren Augen schnellen hin und her, die Menge durchsuchend. Während das Geschöpf durch die Masse tritt, teilen sich vor ihm die Reihen der Menschen von selbst, wie eine Woge, die an einem hoch aufragenden Fels zerschellt. Manche wagen gar nicht erst hinzusehen, spüren sie doch die Kraft und Unnahbarkeit, die von dem seltsamen fremden ausgeht...andere riskieren einen kurzen, vielleicht furchtsamen Blick, sobald sie sich sicher sind, daß die Augen nicht mehr auf ihnen ruhen.
Das Geschöpf schreitet majestätisch davon, sich seiner Macht und Ausstrahlung vollkommen bewußt.

Kommentar: Das erinnert mich irgend wie an mein Auftreten *schmunzelt*
fluchtraumVielleicht sollten wir das Forum von "Dunkelheit & Licht" in "Wunschtraeume & Selbstdarstellung" umbenennen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Asmodis [/i]
[B]Zitat: Das eine....eine hochgewachsene, blasse, dunkel gekleidete Person mit schimmernden Augen, die langsam bei Nacht durch eine belebte Straße zieht. Die sonderbaren Augen schnellen hin und her, die Menge durchsuchend. Während das Geschöpf durch die Masse tritt, teilen sich vor ihm die Reihen der Menschen von selbst, wie eine Woge, die an einem hoch aufragenden Fels zerschellt. Manche wagen gar nicht erst hinzusehen, spüren sie doch die Kraft und Unnahbarkeit, die von dem seltsamen fremden ausgeht...andere riskieren einen kurzen, vielleicht furchtsamen Blick, sobald sie sich sicher sind, daß die Augen nicht mehr auf ihnen ruhen.
Das Geschöpf schreitet majestätisch davon, sich seiner Macht und Ausstrahlung vollkommen bewußt.

Kommentar: Das erinnert mich irgend wie an mein Auftreten *schmunzelt* [/B][/QUOTE]

Dann würde ich Dir dringend raten, etwas dagegen zu tun...!
Vielleicht mal lächeln, das hilft ...!
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von fluchtraum [/i]
[B]Vielleicht sollten wir das Forum von "Dunkelheit & Licht" in "Wunschtraeume & Selbstdarstellung" umbenennen. [/B][/QUOTE]

*grins*
auja...
triggerIch persönlich finde den Vampirismus sehr interessant. Er ist zwar nur en Schauermärchen, aber es gibt Berichte aus keltischen Schlachten, dass Krieger das Blut ihrer Toten tranken um stärcker zu werden. Es gibt ebenfalls Berichte,dass eine ungarische Gräfin im Blut von 600 Jungfrauen badete um ihre Schönheit zu erhalten.Solche Ereignisse kann man auch als Vampirismus betrachten.

Auch die Vorstellung vom "romantischen" Vampir gefällt mir gut, z.B vom Graf Dracula. Er ist zwar eine blutsaufende Bestie, fühlt aber troztdem, sucht Geborgenheit.

Die andere Variante des Vampirs gefällt mir weniger. Freaks wie die Viecher aus den Blade Filmen oder aus From Dusk till Dawn. Diese Biester sind nur dazu da, dass man sie ausrottet. Und seien mir doch mal ehrlich: Wer findet ein Gemetzel wie die Blade Filme nicht ab und zu amüssant??
darkchan[QUOTE]Ich persönlich finde den Vampirismus sehr interessant. [/QUOTE] dem kann ich nur zu stimmen.
ich beschäftige mich auch mit berühmte geschichten von vampiren, wie z.B. die Blutgräfin. irgendwie ist die vorstellung einfach bezaubern im blut anderer zu baden, den geschmack des bitternen auf der zunge zu spüren...........:D ups, ich bin in meiner welt abgetaucht. aber jetzt mal ehrlich wer hat sich nicht schon mal in seinem leben mit vampiren beschäftigt. wer weiß vielleicht gibt es wirklich abgründe, die wie nicht kennen. vielleicht gibt es sie wirklich. aber wer will schon unsterblich sein? macht das sterben nicht den menschen aus?persönlich möchte ich kein verfluchtes leben führen, aber einen zu treffen wäre interessant.
EorlIch denke der Reiz des Vampirismus (ob es diese wesen nun gibt oder nicht), liegt auch darin das sie etwas tun was gesellschaftlich absolut Tabu ist: Sie erheben sich über die Menschehit, stoßen die Krone der Schöpfung quasie von ihrem hohen Ross, sehen die Menscheit selbst als Nutztiere.
Für die Meisen Religionen, Ideologieen, und selbst für die meisten Atheisten ein blasphemischer Gedanke.
Und der Reiz des verbotenen war doch schon immer einer der Interessantesten.
Lesbiairgendwie habe ich mich schon immer für vampiere interessiert, schon im kindergarten, aber so richtig viel weiß ich nich über sie. eigentlich schade. Und das buch Ästhetik des Horrors gibts irgendwie auch niergends mehr... :(
Ich hab bis jetzt den Dracula Film, tanz der Vampiere (mit dem coolen schwulen Vampier *g*) und so en Anime Hellsing geguckt.
In dem Anime gibt es auch diese 2 Typen, wobei der 2te Typ einfach nur Lakeien des 1sten sind.
ich würd gern mehr über Vampiere erfahren, weiß aber nicht, wo ich Bücher und bla hergrieg, die nicht immer nur die ollen klischees nachmachen... Weiß da einer von euch ein paar?
ich persönlich wöllte kein vampier sein. ich verbinde damit einsamkeit....
Wolve[URL=www.worldofvampires.com]www.worldofvampires.com[/URL]

trifft eigentlich meine Meinung genau, is ziemlich viel text - lohnt sich jedoch.

Nur beim Fazit der HP bin ich skeptisch. Also ob der Existenz dieser Wesen, es gibt genug Punkte dafür und genug dagegen. Aber das ist hier nicht Themenpunkt.

mfg
Darket[QUOTE]Es gibt ebenfalls Berichte,dass eine ungarische Gräfin im Blut von 600 Jungfrauen badete um ihre Schönheit zu erhalten.[/QUOTE]
Dürfte vom Hintergrund mit der Fürstin aus der Artussage ähneln, deren Ritter Jungfrauen von absoluter Reinheit jagten, in deren Blut die Fürstin badete um ihre Lepraerkrankung zu heilen. Geheilt wurde sie schließlich durch das Blut der Schwester Sir Parzivals (der von Eschenbach), wovon sie allerdings wenig hatte, da der Herrgott das nicht so lustig fand und ihr Schluss dem Erdboden gleichgemacht hat.
Alex77Wie kann etwas Schön sein wenn es nie endet.
Lebt man nicht um das leben zu Meistern aber wenn man nichts verändern und abschließen kann ist das das Schlimmste.
Und in meinen Augen hat Jedes Lebewesen Gefühle Tiere, Menschen, "Vampire".
gin'iro[COLOR=crimson]Der Thread ist nicht dafür gedacht über Sinn und Zweck des Vampir"lebens" zu diskutieren. Bitte bleibt [b]on topic[/b].[/COLOR]
colaeisbär[COLOR=darkred]"Der Vampirismus bezeichnet grundsätzlich eine Affinität zum Blutsaugen - in Literatur und Historie meist wörtlich gemeint, aber auch im übertragenen Sinne zu verstehen: nämlich als das Gewinnen von (meist überirdischer) Stärke durch das Absaugen fremder Energien. Es gibt also beispielsweise auch Begriffe wie 'emotionalen' oder `politischen' Vampirismus (ein oft genanntes Beispiel hierfür: das "Ausbluten lassen" der Besatzungsgebiete zur Kolonialzeit).Auch wenn der Mythos des Vampirs, der die Menschen seit Tausenden von Jahren beschäftigt, bei den meisten Horror hervorruft (und sich dadurch auch gut verkaufen lässt), tragen sehr menschliche Bedürfnisse und Gelüste zu seiner Faszination bei: Geben und Nehmen (der Vampir nimmt seinem Opfer Blut und schenkt ihm dafür - zumindest in vielen Adaptionen des Stoffes - eine gewisse masochistische Lust), Sterben und Gebären (das Opfer des Vampirs verliert infolge des Bisses sein sterbliches Leben und ersteht als Untoter wieder auf), Eros und Thanatos (Liebe und Tod, eine Synthese von großer Tragik und Dramatik, die auch das ewige Dilemma des Untoten beschreibt, der mit einer erotischen Begegnung - als die der Biss oder Kuss des Vampirs durchaus verstanden werden kann - unweigerlich den Tod bringt).Die Geschichte dieser Mythologie reicht zurück bis zum Beginn des Alten Testaments: die erste 'Untote' der Geschichte, schriftlich in der Kabbala (der Schrift zur gleichnamigen jüdischen Geheimlehre) benannt, ist Lilith, Adams erste Frau. Nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies (sie war Adam ungehorsam gewesen) suche sie als 'Nachtgeist' die junge Menschengemeinde heim und stahl kleine Kinder. Seither ist der Vampir nahezu allgegenwärtig: Im alten Rumänien, das oft als Ursprungsland der Vampirsaga genannt wird, gehört der Glaube an Wiedergänger (Untote) und Nachzehrer (Tote, die auferstehen, um von den Lebenden zu zehren) seit Jahrhunderten zur Volkskultur. Auch in Deutschland kannte man den Mythos der Wiedergänger, er floss mit in die Massenhysterie zur Zeit der Hexenverfolgungen ein. Wie oben erwähnt, dient Vampirismus auch oft als Gleichnis für ungleiche Beziehungen im zwischenmenschlichen und vor allem politischen Bereich. In der Unterhaltungsindustrie ist der Vampir ein 'Dauerbrenner': Niemand verkörpert die Tragik von Lieben und Sterben, die Verbindung von sex and crime so echt wie die erotische, machtvolle Figur (oft dargestellt von schönen jungen Frauen oder charismatischen Männern), die nur der Tod ihrer Opfer am Leben erhält. Die Faszination des Vampirs basiert auf Sex-Appeal und Macht - da erstaunt es nicht, dass manche Menschen, vornehmlich aus der Gothic-Szene, ihm nacheifern und das Trinken von Blut einvernehmlich praktizieren (siehe Eintrag weiter unten). Abseits von solchen erotischen Spielen hat der Vampir aber auch Menschen zu furchtbaren Verbrechen inspiriert: Ceauşescu, ehemaliger rumänischer Diktator, wurde wegen seiner Grausamkeit oft als einer bezeichnet oder auch 'Wolf' genannt, ebenso wie Adolf Hitler oder der deutsche Serienmörder Fritz Haarmann. Es ist kein Zufall, dass der Vampir oft mit dem Wolf, oder besser, dem Werwolf, verglichen wird: Beide sind Kreaturen der Nacht, verfügen über übersinnliche Kräfte und töten Nacht für Nacht Unschuldige, um zu überleben. Die größere Beliebtheit des Vampirs rührt wohl daher, dass er dem Menschen ähnlicher ist und in seiner Schönheit, Macht und Gerissenheit - und nicht zuletzt in seiner Unsterblichkeit - in gewissem Sinne als 'Übermensch' gesehen werden kann.Vampirismus ist eine Nebenströmung des Gothic, verbunden mit Erotik oder zumindest starker Anziehung durch Vampire. Ihre Mitglieder empfinden sich den Vampiren geistig nahe, wobei das Bild der Vampire maßgeblich von den zeitgenössischen Romanen Anne Rices geprägt wurde. Die Bewegung ist noch relativ jung, die Trennlinie zwischen Lebensstil, subkultureller Prägung und religiösen Ansätzen noch nicht zu ziehen. Sich selbst als Vampir empfindende Menschen legen Wert auf die "innere Dunkelheit". Meist fallen sie in der Öffentlichkeit nicht auf, sondern bewegen sich als Vampir vor allem innerhalb ihrer Szene. Innerhalb der Szene unterscheidet man mehrere Arten von Vampiren:[/COLOR]

[COLOR=darkred]· Der alternative Vampir ist die Bezeichnung für ein potenzielles Mitglied der Subkultur. Es fühlt sich von der Szene angesprochen, ohne schon zu ihr zu gehören. Hier ist die Trennung zwischen einem Lifestyle und einer echten Subkultur besonders schwer. [/COLOR]

[COLOR=darkred]· Der sanguine Vampir ist ein Mitglied der Szene und versucht seinen gesamten Lebensstil danach zu orientieren, soweit dies sein normalweise aufrecht erhaltenes bürgerliches Leben ermöglicht. [/COLOR]

[COLOR=darkred]· So genannte Vamps stellen die sinnliche, körperbetonte und sexuell versierte Fraktion dieser Gruppierung dar. Dabei spielen, wie überall in der Strömung, Blut und damit verbundene Rituale eine Rolle. [/COLOR]

[COLOR=darkred]· Normale, vampirisch interessierte Menschen erfreuen sich an der Stimmung und der Atmosphäre, die den Mythos Vampir umgibt, und kleiden sich dementsprechend, wenn sie die Gelegenheit dazu haben. Getragen wird, was stilvoll, dunkel bis typisch Gothic-schwarz und außerdem der Mode des Barock nachempfunden ist. [/COLOR]

[COLOR=darkred]Klischeehaft-typisch für diese Szene, aber nicht immer aufzufinden, sind Vampirzähne, schmückende Ankhs oder weißes Corpsepaint. Der Umgang mit "Blut-trinken", "Im-Sarg-Schlafen" und ähnlichem, ist offen und keinesfalls Pflicht im Vampirismus, wird jedoch als Teil der Phantasie mancher Mitglieder toleriert.Der Vampirismus im sexuellen Bereich kann aus psychiatrischer Sicht als Form des Fetischismus, als sogenannte Paraphilie, angesehen werden.

also das sind die sachen die ich darüber weiß,hab mir das vor ner ewigkeit mal aus wikipedia rausgezogen!

†sarah†[/COLOR] :)
TiermenschRequiem schrieb, ihr läge daran, möglichst viele Meinungen zum Thema Vampirismus zu sammeln.

Geben wir sie ihr doch.

Wie kann man einen solch interessanten Thread nur derartig verwahrlosen lassen?

Sie fragte, wie wir zur Legende der Existenz der Vampire stünden.

Ich möchte aus Höflichkeit nicht auf die oft genannte Einlassung, dass Vampire unsterblich sein eingehen und gleich zu Deinen anderen Fragen übergehen, Requiem (falls Du hier noch ab und zu reinschauen solltest).

Du fragtest "Was sind eure Gedanken zu dem Wort "Vampir" und welche Gefühle bringt ihr ihm entgegen? Glaubt ihr an deren Existenz?"

Gedanken? Da ich nicht gerade behaupten kann, sehr überzeugt von den klassischen Legendenbildungen über Vampire zu sein und ein hoffnungsloser Realist bin, ist mein erster Gedanke über Vampire ein unschöner. Futter. Das sind wir für sie. Futter oder Sklaven oder beides. Romantische Verklärung und naive erotische Vorstellungen unsererseits lassen sie immer wieder sehr leicht Beute finden. Wenn ich an Vampire denke, dann denke ich an Schmerzen, die auf einen zukommen, wenn man ihnen begegnet und an sich heranlässt. An Angst. Denn es ist ein sehr "spezielles" Gefühl, wenn man gefressen wird. Unvergesslich. So oder so. Wenn ich an Vampire denke, dann denke ich an Zähne, die umso schmerzhafter sind, weil sie eben nicht zugespitzt sind. Schon Mist, wenn die Legenden sich in Luft auflösen. An saugende Geräusche, an nichts menschliches mehr im Blick. An Raubtiere. An Jäger. An rasenden Blutdurst. Nun gibt es auch die, die nicht reißen und sich mit abgenommenen Blut zufrieden geben. Allerdings habe ich die anderen im Kopf, die, die erst schneiden und dann fressen. Wenn ich an diese Spezies denke, empfinde ich beiderlei: Angst und Sehnsucht. Im Grunde bringe ich ihnen gemischte Gefühle entgegen, Requiem.
Einerseits sehe ich sie als klar denkende Persönlichkeiten, die konsequenter und radikaler einen Weg gehen, der so zielstrebig von keinem Menschen gegangen werden kann oder dies nur sehr selten. Ich halte sie für äußerst prinzipientreue und der Wahrheit verpflichtete Wesen, die keinerlei Kompromisse eingehen. Wesen, die Demut und Selbstaufopferung von einem verlangen, wenn sie mehr als nur Futter in einem sehen. Ich fühle sie als äußerst intelligente und fordernde Personen, die sich gegenseitig in Kasten einteilen und untereinander verfeindet sind. Ich fühle sie als einsame Einzelgänger, die ruhelose Augen besitzen, denn sie haben nicht nur uns, sondern auch ihresgleichen zum Feind. Aber kann sich ein Mensch wirklich in einen Vampir hineinfühlen? Ich denke, nein. Meinen Respekt besitzen sie, er ist auch angebracht. Wer von uns kann schon von sich behaupten, ein Leben zu führen, das geprägt von Unverständnis und Abneigung gegen seine Art ist? Wer kann sich vorstellen, wie es sich anfühlen muss, ständig auf der Hut zu sein? Am ehesten noch kann man es wohl mit einer Sucht vergleichen. Wer einmal nikotinabhängig gewesen ist und sich noch daran erinnert, wie schlimm es sich anfühlt, seine Droge über mehrere Stunden nicht zu erhalten, der kann dies potenzieren, wie es sich für einen Vampir anfühlen muss über Wochen evtl. nicht an den dringend benötigten roten Saft zu gelangen. Ich empfinde also auch Verständnis. Verständnis, welches mir aufgrund meiner Zeilen sicherlich nicht entgegen gebracht werden dürfte. Die Existenz von Vampiren? Ich möchte die Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Wenn die Menschen an einen Gott glauben, der die Welt erschaffen hat, wie kann man sich dann erdreisten nicht an Wesen zu glauben, die Blut trinken und jagen? Ist die eine "Fabel" deswegen wahrscheinlicher, weil sie in der Schule gelehrt wird und die andere nicht?

Deine nächste Frage, Requiem, lautete "Sind Vampire fähig zu lieben, Mitgefühl zu zeigen, Empfindungen zu entwickeln und sie zu zeigen oder ist ihr Herz ebenso tot und kalt wie ihr Körper?"

Auch hier möchte ich, mit Bitte um Dein Verständnis, den letzten Teil Deiner Frage ausklammern. Nun kann ich Dir in aller Deutlichkeit zwar sagen, dass ich es sehr wohl weiß, dass Vampire zu Liebe in der Lage sind, da wir Menschen dies Thema Liebe aber selber allzu gerne mit Egoismus verwechseln, würde ich auch nicht mit dem Finger auf die Vampire zeigen wollen, da sie eigentlich eher uns fragen könnten, ob wir dazu fähig seien. Wobei ich jetzt keine Grundsatzdiskussion über die Eigenschaften des Begriffs Liebe gestartet wissen möchte, zumindest nicht in diesem Thread. Besitzt man aber den Wesenszug des besitzen Wollens - und wer von uns will nicht besitzen - so liebt man doch das, was man besitzt. Denn es lässt sich besitzen, liebt einen, ist abhängig von einem und füllt die Leere in einem mit Fülle und verstanden werden aus. Hierin unterscheiden sich Vampire und Menschen nicht, nach meiner bescheidenen Meinung und es stellt wohl auch einen Grund dar, weswegen sich beide Seiten suchen und die Frage, ob Vampire zu lieben imstande sind eigentlich eine Unverschämtheit darstellt. Verzeih mir, aber ich denke, dass ein Vampir niemals den Menschen fallen lässt, den er besitzt und für den er damit Verantwortung trägt. Wie oft lassen wir diejenigen fallen, für die wir Verantwortung tragen? Mir missfällt diese Fragepassage von Dir, muss ich feststellen.

Deine weiteren Fragen "Kennt ihr Fabeln oder Überlieferungen dieser Wesen die euch besonders beeindrucken, was macht diese Wesen verletzbar und wogegen sind sie resistent?" möchte ich ebenfalls teilen und nur auf die letzten beiden Punkte eingehen. Was sie verletzbar macht, das sind wohl wir Menschen, die ihnen Treue schwören und sie letztendlich hintergehen und resistent werden sie dadurch gegen uns, was sie aber dennoch in den Hass treibt, denn auch Beute, der man vertraut, der man alles offenbart, die kann einen töten und der Zuversicht berauben. Vielleicht sind Vampire auch nur die besseren Menschen?

Dieser Thread, ich mag ihn. Er kann sich noch entwickeln.

Grüße
rainraven[quote]Wie steht ihr zu der Legende von der Existenz dieser Nachtschattenwesen, [/quote]

ich bin noch keinem begegnet, aber wie so vieles anderes halte ich es auch nicht für unmöglich...


[quote]könnt ihr euch vorstellen mit dem Fluch der Ewigkeit behaftet zu sein? Und kann man dieses Geschenk der Unsterblichkeit überhaupt als Fluch bezeichnen?[/quote]

naja, ich weiß nicht recht...Vampiren geht es doch bisweilen sehr schlecht, wenn sie kein Blut bekommen könnne, und ich würde einiges aus meinem Leben sehr vermissen, wenn ich daran gebunden wäre, das Sonnenlicht zu hassen und nur noch Blut zu mir nehmen zu können. Ich möchte kein mordendes Monster sein. Und ich weiß auch nicht, ob ein ewiges Leben ohne die, die ich liebe, und in einer Welt, die sich stetig zum Schlechten hin verändert , sehr toll wäre (siehe auch Paul Rolands Lyrics von "Nosferatu", so möchte ich nicht enden..)


[quote]Was sind eure Gedanken zu dem Wort "Vampir" und welche Gefühle bringt ihr ihm entgegen?[/quote]

so spontan denke ich dabei eher an einen Menschen, der einem Emotionen und Energie raubt oder an eine kleine, knuffige Fledermaus


[quote]Sind Vampire fähig zu lieben, Mitgefühl zu zeigen, Empfindungen zu entwickeln und sie zu zeigen oder ist ihr Herz ebenso tot und kalt wie ihr Körper?[/quote]

wenn man so Stories wie dieses "Interview mit einem Vampir" liest, dann sollte man doch meinen, daß es da durchaus Empfindungen gibt, aber da ich keinen Vampir kenne, tue ich mir schwer, das zu beurteilen...

[quote]Kennt ihr Fabeln oder Überlieferungen dieser Wesen die euch besonders beeindrucken, was macht diese Wesen verletzbar und wogegen sind sie resistent?[/quote]

Besondere außer den allbekannten Geschichten wie Dracula, Anne Rices Erzählungen, Der Kleine Vampir oder Nosferatu kenne ich nicht und bin auch kein besonderer Vampir-Fan. Aber ich hab auch nichts gegen sie.

Resistenz: ich dachte immer, Vampire hätten ein Problem mit Silber, Knoblauch, Licht, Weihwasser und Kreuzen, aber auch das ist ja in den modernen Geschichten nicht mehr so sicher...

[quote]
Glaubt ihr an deren Existenz? Gerüchte werden ja nicht ohne Auslöser in die Welt gesetzt, und sind die Fabeln rund um blutsaugende Untote nicht beinahe so alt wie die Menschheit selbst? In jeder Story steckt ein Körnchen Wahrheit...[/quote]

nun ja, ich hab wie gesagt noch keinen gesehen, aber ausschließen würde ich es auch nicht. Die Fabeln kommen allerdings von einer Blutarmutkrankheit, deren Opfer man für Vampire hielt oder sowas Ähnlichen, soweit ich weiß.
TiermenschDominanz, ja, ich denke, das trifft es, Odessa.

Die ewige Frage "herrschen oder beherrscht werden".

Lässt sich ein Vampir beherrschen? Ist es nicht das, was uns so sehr fasziniert an ihnen? Dass sie sich nicht beugen, nicht unterordnen?

Ist es nicht die Faszination, dass sie sich das nehmen, was in uns fließt, uns am Leben erhält? Ist es nicht diese verbotene, perverse und heimtückische Neugierde, diese Spannung, wie es sein mag, wenn wir das geben, was wir am allerwenigsten vergossen wissen möchten?

Schläge, Hiebe und Worte, die uns weh tun, die auch Spuren hinterlassen können, vermögen sie uns nicht weniger Unbehagen einzuflössen als der Gedanke, sich freiwillig seine Adern zu öffnen, um von sich trinken zu lassen?

Existiert eine ausdrucksstärkere und eindeutigere symbolische Geste der Unterwerfung, der Selbstaufgabe, als sein rotes Nass demjenigen zu reichen, den man achtet? Den endlichen Lebensquell als Geschenk der Liebe?

Wir Menschen zögerten nie sonderlich lange, wenn es darum ging, das Blut von anderen zu vergießen oder es zu versklaven. Es war und ist uns eine Ehrensache zu töten, zu herrschen. Doch sobald es an unser eigenes Blut geht, sobald wir beherrscht werden, zeigt sich dann nicht unser Wesen?

Sind wir fähig zur Demut, zum geben oder nur zum zerstören?

Fragen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an Vampire denke. Nicht an die, die anderer Leute Seelen rauben, in dem sie mit falschen Worten blenden, abhängig machen und dann fallen lassen oder denen, die einen zum Werkzeug ihrer Boshaftigkeit umwandeln und uns für eine Lüge in den Krieg und Tod schicken. Diejenigen, die leben, mit dem Ziel zu besitzen und zu trinken. Die, die einen Beruf wie wir alle besitzen, die die sterblich wie wir sind, die aber nach gewissen Grundsätzen leben, ähnlich wie ein Buddhist, ein Christ, ein Satanist. Die, die sich darüber amüsieren, welchen Aberglauben wir ihnen entgegen bringen.

Die, die dort draußen sind, mit scharfen Klingen.

Ja, ich denke, es ist die Frage vom herrschen oder beherrscht werden. Der Respekt vor einer Lebensweise, die unendlich klar und eindeutig ist, die keine Lügen, Kompromisse oder Ausflüchte kennt.

Ich sah mir heute einen Film an, den ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.

Izo

Die London Times (nun, nicht gerade die seriöseste Quelle, ich gebe es zu) schrieb über diesen Film, er sei der erste philosophische Splatterfilm aller Zeiten. Etwas plakativ, dennoch nicht von der Hand zu weisen. Der Film handelt von einem Mann, den sie einst für seine Bluttaten kreuzigten und mit Lanzen durchbohrten. Eines Mannes, dessen Geist sich aus unbändigem Hass manifestierte und sich durch die Jahrhunderte aufmachte, all die zu töten, die er für sein einsames Dasein und seine Qual verantwortlich macht. In seinem Zorn und seiner rasenden Suche nach Wahrheit und dem Sinn der Existenz tötet er seine Geliebten, seine Mutter, die Mächtigen und Geistlichen dieser Welt, bis er Gott gegenübersteht.

Dieser Film von Takashi Miike, dem ich wegen Audition zu ewigem Dank verpflichtet bin, ist im Grunde ein einziges töten und sterben, durchsetzt mit existenziellen Fragen, Dialogen und den wunderbaren, schmerzerfüllten Liedern eines japanischen Sängers, die für ungeübte westliche Ohren allerdings durchaus eine Belastungsprobe darstellen könnten. Man kann diesen Film aufgrund seiner experimentellen Art und Weise und eigentlich nicht vorhandenen Handlung als platt einstufen, doch mir imponierten die Lieder sehr, die einen Teil von mir ansprachen.

Ein Liedtext, traurig intoniert, erinnerte mich an jemanden und er passt so gut hier hinein in diesen Thread, zu diesem Thema.


"Sag, wie hast Du gelebt

Und was hast Du gesehen

Für Dich...

Für Dich, der anders ist als andere

Ist die Nacht tief

Ist es Vollmond

Von hier aus kannst Du überall hin

Du kannst jeder werden

Du hältst die Augen offen, Du isst

Und es schmeckt Dir so gut

Du hältst die Augen offen, Du isst

In der Dämmerung ergeht es jedem so

Du bist ein Vogel

Anstelle der abgeworfenen Heimat

Machst Du Dir einen neuen Himmel

Zu eigen"


PS: In diesem Film werden übrigens auch Vampire dargestellt. Als Versicherungsvertreter. Miike eben.
IthildaeEin sehr interessantes Buch zum Thema Vampire:
Copper, Basil: Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit

Behandelt eigentlich alles von den frühen Legenden über Geschichten und Filme bis hin zur Realität

lg, Ithildae
PittipMUAHAHAHAHAH!!!!

komm mal klar.
Klarion@apnoe
..und dich haben sie wieder [I]rausgelassen??[/I]
Mit "Kurpfuscher" hattest du wohl recht.

zum Thema:
Bram Stocker würde sich wohl kaputtlachen, wenn er wüsste, was er geschaffen hat.

Ewiges Leben..Unsterblichkeit..
Grausam, wenn ich wüsste ich würde ewig leben (müssen). Und das ganze auch noch auf Kosten des Lebens Anderer.
Ich wäre wohl von Depressionen und Suizidgedanken geplagt. Zumindest Anfangs.
Irgendwann würden diese Depressionen vielleicht von Hass und überheblichkeit abgelöst.
Liebe wäre ein Fremdwort, denn welches (Lebewesen?), das vom Tod Anderer lebt, kann es sich schon leisten zu lieben?
Ich glaube aber eher nicht an Vampire, da eine solch überlegene Rasse, die Menschen abgelöst hätte.
Es wird zwar in vielen Geschichten, die von Vampiren handelt beschrieben, das sie im Verborgenen leben(?) und handeln, aber,selbst wenn das grundsätzlich so sein sollte, wird es doch immer irgendwo jemanden geben, der sich damit nicht abfinden will.
Diese Seuche (Vampirismus ist in meinen Augen nichts weiter als das) würde sich rasend schnell ausbreiten. Wahrscheinlich wäre es schon zu spät, dagegen etwas zu unternehmen, bevor wir es überhaupt realisieren würden.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur