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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: suizidforen im internet -> veranstaltung in der vhs ka
autumnnightes geht mir hier nicht um das pro und contra der suidiz-foren..
es geht mir lediglich darum, ob man zu dieser veranstaltung sollte..

was meint ihr dazu??

FRAGE:
sollte man da hingehen??



-> edit
das ist von und mit solveig prass...


[i]donnerstag, 11.03.04, 19:30 uhr
volkshochschule karlsruhe

suizid-foren im internet

in einem suizid-forum treffen sich meist jugendliche, um sich über ihre alltäglichen probleme, zumeist jedoch über suizid und suizidformen auszutauschen.
solche foren werden als rückzugsmöglichkeiten aus einer welt, in der sie scheinbar keiner versteht, angesehen.
das suizid-forum ist ein virtueller raum, in dem sich die besucher gegenseitig unbewust die hemmschwellen zum freitod herabsetzen.
reale und virtuelle welt sind nach einigen monaten für die besucher/innen kaum mehr voneinander unterscheidbar.

was sind suizid-foren und suizid-chats?
wie weit sind sie verbreitet?
wer nimmt daran teil und warum?
wie entwickelt sich eine abhängigkeit?
welche ausstiegs- und hilfsmöglichkeiten gibt es?
solche fragen sollen an diesem abend beantwortet werden.
mit anschliessender diskussionsmöglichkeit.[/i]
jayAntwort: ja

Bitte hingehen und dann anschließend hier Bericht erstatten :)
Julyaohja. dem schließe ich mich an.
wenn ich da in der ecke wohnen würde, würde ich auf jeden fall hingehen...


liebe grüße

~Julya~
DesiraAuf jeden Fall hingehen. Ich würde es jedenfalls tun. :)
autumnnight[size=4]ich vergass zu erwähnen,
dass diese veranstaltung von und mit frau solveig prass ist...........[/SIZE]
Julyaoh...ähm.... [b]das[/b] ändert die sache natürlich ganz(!) gewaltig!!!


naja... ich würde sagen, du solltest trotzdem hingehen..... man soll seinen feind doch kennen ;)
DesiraMuss man die kennen? :confused: :confused:
Julyagib' mal ihren namen in eine suchmaschine ein und du wirst genügend über sie finden....
ich kann nur sagen: sie hat schon viel unheil angerichtet....
autumnnightja julya..
ich habe mich vorhin angemeldet..
mein barde hat sich auch angemeldet, wenn auch 'nur' aus neugierde..
und ich glaube, es werden wohl noch ein paar leute anwesend sein, deren namen nicht ganz unbekannt sind..
jay@Julya
Dann erst recht!
Julyaohmann... ich wäre gerne dabei....

du mußt mir das alles mal ganz genau schreiben, wenn du wieder da bist.
ich brenne auf diese neuigkeit...
autumnnightklar mach ich meldung julya..
und wenn sie böse ist, beiss ich ihr ins knie.. *lach*
[size=1]manch sorgenvolle minute hat sie mir bereitet..
und nicht nur mir..[/size]
Julya*nick* ohja...
ich danke dir....



hält sie diese vorlesung alleine oder sind die menschen mit den "nicht ganz unbekannten namen" eher im publikum zu finden?
autumnnightsoweit ich weiss, trägt sie ihre rede selber vor..
ich weiss, dass im publikum sog. 'bekannte' sein werden..
ThayetIch habe gerade ein bisschen nach Solveig Prass gegoogelt, und in einem Interview sagte sie zum Beispiel entschieden, dass Gothic nichts mit Satanismus zu tun habe, und auch ihre sonstigen Aussagen erschienen mir nicht dumm...

Gibt es Artikel von ihr, durch die eure Meinung zustande gekommen ist? Habe ja schließlich nur wenige gelesen.

Viele Grüße, Thayet
Caranaldion@ autumnight

Ich würde mich ebenfalss über einen Bericht hier freuen. Zwar kenne ich die vortragende Dame nicht, aber mich interessiert das Thema, über das sie redet.
Peacefulltomyhallo,

ich werde wohl aller warscheinlichkeit nach hingehen-

betrifft mich dieses thema schließlich ein wenig selbst.

wohin sich das thema "suizid und cyberwelt" jedoch bewegt

ist eher fraglich...

wird diese virtuele welt doch allzuoft zu real.

der austausch zwischen gefährdeten menschen jedoch ist des

öfteren enorm wichtig im positivem sinne!!!


schon deshalb werde ich anwesend sein.

gruß,
ChimonasWerde nicht dabei sein, mich interessiert das Thema allerdings auch.

Hoffe doch, es ist besser als der 'Spiegel'.


Gruss
Chimonas
autumnnightfrau prass..

..war/ist mitverantwortlich, dass einige der foren geschlossen wurden..

..betrachte ich persönlich nicht als freund..

..sieht nur die negative seite - 'ihre' negative seite..
MontroseHm, mir geht's wie Thayet. Im Übrigen ist das mit dem Nachahmer-Effekt wissenschaftlich bewiesen, da gibt's gar nicht viel rumzudiskutieren. Ein Forum mit dem Ziel, daß die Leute einen positiven Ausweg aus ihren Problemen finden, ist okay. Ein Forum, bei dem Anleitungen zum Selbstmord gegeben werden, muß selbstverständlich geschlossen werden.
autumnnightmontrose..

ein forum, in dem anleitungen gegeben werden, ist nicht im sinne des forenmasters.. ich kenne eigentlich nur foren, wo methodendiskussionen unerwünscht sind.. genau wegen dem schliessen durch behörden!! entsprechende postings werden gelöscht!!
ChimonasJa, diese 'Sogwirkung' wird bestimmt auch in diesem Vortrag angesprochen werden. Koennte ich mir jedenfalls gut vorstellen.


Gruss
Chimonas
Julyaautumnnight: es wird nur wieder darauf hinauslaufen, daß die prass mal wieder ein paar leute mehr findet, denen sie ihre flöhe in die ohren setzen kann und es daraufhin ein paar leute mehr gibt, die verständnislos und unwissend gegenüber den foren sind.... *sfz* :(
autumnnightja julya..
und ich weiss eigentlich, dass es vergebene liebesmüh ist, sich mit ihr auf eine diskussion einzulassen..
darum geht es mir auch gar nicht so sehr..
sondern vielmehr darum, den anderen anwesenden zu zeigen, dass suizid-foren keine buhmänner sind.. nicht nur!!
Julya*nick* es wäre klasse, wenn du dich trauen würdest, den leuten dort deine persönliche sicht zu erklären...
immerhin kennst du diese 'bösen' foren und lebst [i]immer noch[/i]... :rolleyes:


edit: bitte nicht vergessen, daß die gehörige portion zynismus mitzulesen ist... ;)
ChimonasWas gibt es denn gutes daran (gemeint sind die Foren)?


Gruss
Chimonas
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
Was gibt es denn gutes daran (gemeint sind die Foren)? [/QUOTE]



ich würde sagen, das gute an den foren ist mit dem zu vergleichen, warum die schwarzen [i]hier[/i] schreiben....
das finden von zuflucht, verstanden werden, nicht gleich abgestempelt werden... usw....
autumnnight-> julya
daher bin ich froh, dass h. mitkommt.. es kämpft sich besser mit jemandem an seiner seite..


-> chimonas
das ist so ein weitschweifendes thema..
ich schreib jetzt hier einfach mal rein, was ich vorhin als pn an jmd schrieb.. wenn noch fragen offen sein sollten: dann stell sie..


frau prass ist ein bisschen arg auf ihr thema eingeschossen.. sie sieht nur alles negative.. und vergisst dabei, dass die foren durchaus auch etwas positives haben können..

ich könnte dir tausende von worten und sätzen schreiben, aber nichts würde das ausdrücken, was es zu dem thema zu sagen gibt.. es würde einfach nicht reichen..

als eines der 'grossen' foren - das 3222 - geschlossen wurde, hat sie nichts gutes angerichtet..
plötzlich war man seinen kontaktpersonen beraubt!! und aufgrund der anonymität und der unsicherheit des themas hatte man nicht von jedem/jeder eine mailadresse oder ähnliches..

ich persönlich betrachte es als eine art auffangbecken.. als selbsthilfeprogramm.. als ein ort im internt, wo ich 'freunde' treffe.. so wie hier auf den nachtwelten..

es besteht immer die gefahr, dass man die virtuelle welt und die realität vermischt..
aber das ist nicht nur bei suizid-foren der fall, sondern auch bei 'normalen' chats..
das passiert überall da, wo man kontakte aufbaut..
wo man sich zu sehr darauf einlässt..

und ich persönlich habe NIE !!!!!! - weder in einem forum noch in einem chat - jemanden sagen hören, dass er sich umbringt und dass er dann dazu angespornt wurde von den anderen..
und genau das sagt frau prass.. dass man in den suizid-chats zum suizid angespornt wird.. aber dem ist nicht so.. im gegenteil.. wurden ähnliche worte laut, dann wurden widerworte des bedauerns geäussert!!
man möchte einfach leute, die man auf die eine oder andere art liebgewonnen hat, nicht verlieren..

und dieses ewige ans-lichtzerren der foren - sei es durch presse oder fernsehen - ist nicht sonderlich gut..
lauter faker tauchen auf und posten müll..
wenn man sich in den foren umsieht, dann ist es ziemlich unübersehbar, dass methodendiskussionen unerwünscht sind und entsprechende postings gelöscht werden!!

ich weiss nicht, wieviele der leute sich tatsächlich umgebracht haben, die vorher in den foren waren..
ich weiss es von einer person.. markus.. er hat sich erschossen..
ansonsten ist mir niemand bekannt..
allerdings ist es halt auch nicht bekannt, wieviele stille mitleser es gibt, die sich dann umbringen und deren schicksal nicht bekannt wird..

und zum thema 'selbsthilfegruppe':
so habe ich die foren immer betrachtet.. nur weil jemand zu den anonymen alkoholikern geht, heisst das ja nicht, dass er sich [i]dort[/i] jeden aben den alkohol hinter die binde giesst!!
so ähnlich sehe ich das..

[i]wenn es mir schlecht geht, dann weiss ich, wo ich hin kann.. [/i]
wo leute sind, die mich verstehen..
wo ich sagen kann, dass es mir beschissen geht..
wo ich mich nicht hinter einer lächelnden maske verstecken muss..

es ist doch so:
wo man sich umschaut, nur happy-party-people.. und wenn ich dann die offensichtlich einzige bin, der es so schlecht geht, dann muss ich mir ja irgendwie 'falsch' vorkommen..
und wie um himmels willen soll ich mein leid jemandem klagen, der die dunklen seiten des lebens nicht kennt oder nicht kennen will??
besuche ich ein suizdi-forum oder -chat, dann weiss ich, dass ich unter 'gleichgesinnten' bin.. ich kann mich auskotzen.. werde verstanden.. zumindest kommt es mir so vor.. und auch wenn das verständnis nur gespielt sein sollte, es ist die wirkung, auf die es ankommt: ich fühle mich geborgen!!
und auch wenn es mir mal gut geht und ich das den leuten mitteile, dann freuen sie sich!! es ist - zumindest bei mir - nicht so, dass ich mich nicht traue zu sagen, wenn es mir gut geht..
das ist eins der 'voruteile' von frau prass.. aber es ist einfach nicht ganz richtig..

ich werde auf jeden fall an diese veranstaltung gehen.. ich habe gestern abend eine mail von jemandem aus einem forum erhalten, der auch hingeht..
auch einer dieser typischen 'jugendlichen', die in diesen foren sind.. h. ist über vierzig!! ich über dreissig!!
gut, wir sind vielleicht nur zwei beispiele, die die regel widerlegen..
aber 'nur' jugendliche schwirren da einfach nicht herum!!
Julyadanke für diese offenen worte, liebe autummnight!


ich denke, daß dort mehr jugendliche sind, als erwachsene, weil die 'älteren generationen' einfach nicht mit dem internet aufgewachsen sind und es oftmals einfach nicht als möglichkeit der kommunikation sehen, wie es die jüngeren tun.
ältere internetuser sind wohl einfach offener den neuen möglichkeiten, denke ich....
Chimonas@ Julya

Ich glaube was dieses Thema anlangt, gibt es wesentlich mehr Menschen, welche einen verstehen, als dies zugeben wollen..
Vielleicht wird man gerade deshalb so abgestempelt, weil viele selbst solche Gedanken haben. Und sich erst gar nicht in diesen Kreislauf hineinbringen moechten, da es einen ja auch selbst stark trifft, wenn sich jemand in der Bekanntschaft mit diesem Thema an einen wendet.

Ich hatte diesen Freitag ein Gespraech mit einer Schuelerin aus meiner Klasse. Ich hatte eigendlich genau dieses Unverstaendnis erwartet, doch sie hatte frueher auch oft solche Gedanken wie ich. Also volles Verstaendnis. Ich weiss nicht, soll ich jetzt darueber geschockt sein? Ich glaube nicht, dass man in so einer 'Gefuehlslage' richtig einschaetzen kann was man fuer Moeglichkeiten haette, ausser Selbstmord. Deshalb kann ich mir auch bis jetzt nicht gut vorstellen, dass Verstaendnis in diesem Fall so gut ist. Das man oft einfach keine Kraft hat sich Unverstaendnis in dieser Frage auszusetzen ist klar, aber ob man durch Verstaendnis auch die Gedanken los wird?

Anmerkung: Bisjetzt habe ich solche Gedanken immer Ueberlebt und werde das wohl auch in Zukunft.



Gruss
Chimonas
Julyanatürlich gibt es auch außerhalb des internets menschen, die einen verstehen und auch zuhören können und wollen.
da ich mich aber schon seit einigen jahren mit foren dieser art befasse und auch schon 'hinter die kulissen' gucken konnte, weiß ich, daß dort menschen hinkommen, die das gefühl haben, daß sie zu niemandem hingehen [b]können[/b]. ob es nun tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt.
aber alleine das [b]gefühl[/b] zu haben, unerwünscht und wertlos zu sein, ist grund genug, in einem virtuellen raum sein leid zu erzählen.
man schaue sich dazu das hospital an. weit entfernt sind die beiträge aus dem hospital zu denen in den suizidforen häufig auch nicht.
in den foren wird zugehört, ohne zu werten. jedes problem ist gleich schlimm.
ich weiß von vielen menschen, die dort hinkamen und denen es sehr sehr schlecht ging.ich weiß auch von einigen, die sich letztlich wirklich das leben nahmen, aber der prozentuale anteil derer, ist wahrscheinlich einfach "normal", denn im leben außerhalb des internets gibt es schließlich auch menschen, die sich umbringen.
und dann gibt es da noch die leute, die aufgrund der ratschläge der leute im forum einen arzt aufsuchen und zum ersten mal in ihrem leben wirklich darüber sprechen, wie es ihnen geht. daraus entwickelt sich vielleicht eine therapie oder ein klinikaufenthalt.
ich weiß von leuten, die ich vor über viereinhalb jahren kennengelernt habe, denen es dank einer therapie besser geht. und diese leute haben [b]vor[/b] den foren niemals im leben daran gedacht, sich professionelle hilfe zu suchen....

verstehst du, warum einige leute sagen, daß diese foren auch etwas gutes haben? man lernt, zu sprechen....



~Julya~
Chimonas[QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i]

-> chimonas
das ist so ein weitschweifendes thema..
ich schreib jetzt hier einfach mal rein, was ich vorhin als pn an jmd schrieb.. wenn noch fragen offen sein sollten: dann stell sie..[/quote]

Also zunaechst faellt mir auf, dass bei einem forum (dessen Namen ich hier im Augenblick nicht nennen werde) die Regeln aufgefallen. So gibt es da zum Beispiel eine Regel, dass es unerwuenscht sei, jemanden vom Suizid abzuhalten, genauso wie es unerwuenscht ist ihn dazu zu draengen. Ausserdem darf man nichts schreiben, was nicht mit dem Thema Suizid zu tun hat. Wie soll man da denn auf andere Gedanken kommen? Denn wie ich schon vorhin schrieb, glaube ich nicht, dass man in solch einer Phase wirklich frei entscheiden kann.


Gruss
Chimonas
Chimonasmanche lernen dort wohl zu sprechen, andere werden es nie mehr noetig haben.. (auch zynisch).

Wenn man sein Leben beenden moechte, heisst dass nicht auch, man moechte es [i]so[/i] wie es ist nicht weiterfuehren. Heist es nicht auch, seinem Leben einen neuen Sinn geben zu muessen, eine andere Richtung einschlagen zu muessen, da man mit der Alten nicht mehr leben kann? Vielleicht auch dass man einen Anker sucht, an dem man sich festhalten kann um nicht ins Nichts abzurutschen? Ein Board ist ja Themen (Schubladen)-orientiert, muss ja auch sein.

Beschaeftigt man sich dadurch nicht auch viel intensiver mit einer bestimmten Thematik, als man dies taete, waehre man nicht dort?

Edit:
Und man erfaehrt ja zu meist nur die Sicht des jeweiligen Schreibers. Den Menschen und sein Umfeld kennt man ja nicht (immer). Geht man auf ihn ein, bestaerkt man ihn womoeglich noch in seinen Ansichten, tut man dies nicht, kommt es vielleicht zu einer Abwehr / Trotzreaktion. Wie soll man soetwas einschaetzen? Was ist in so einem Fall richtig? Und wie soll man reagieren?

Gruss
Chimonas
Julyamomentan habe ich einfach keine nerven und keine kraft, mich soweit in diese diskussion einzubringen, wie ich es gerne würde....
ich weiß einfach, daß es gut ist, daß es diese foren gibt... egal, wieviele unkenrufe es geben mag....

das war's von meiner seite...

~July~
ChimonasNun gut, muss ich mit leben,
trotzdem Danke fuer das Gespraech!
:)


Ein moeglichen Vorteil wurde, glaube ich noch gar nicht genannt: Die Hoffnung auf eine moeglich Antwort auf einen Beitrag. Oder sehe das nur ich so?



Gruss
Chimonas
autumnnightwie julya schon sagte: man lernt, über sich und seine gefühle zu reden..
und vielleicht, ja vielleicht merkt man, dass man nicht alleine ist mit diesen gedanken..
und vielleicht traut man sich dann auch mal, leute in seiner umgebung darauf anzusprechen.. mit ihnen darüber zu reden..

manchmal tut es auch einfach nur gut, sich seinen schmerz von der seele zu schreiben.. ungeachtet, ob das jetzt jemand liest oder sogar darauf antwortet.. einfach schreiben um des schreibens und der entlastung willen..

ich kann nur von mir berichten..
die hardcore-zeiten sind vorbei.. ich verbringe nicht mehr täglich viel zeit in diesen foren und/ oder chats..
[size=1]trotzdem schwirren diese überlegungen noch in meinem kopf umher.. mal lauter.. mal leiser..
wobei ich mich nie umbringen wollte.. ich wollte nur einfach nicht mehr leben..
ist wohl nicht für jede/n nachvollziehbar.. ist mir aber auch eigentlich egal..[/size]

aber dadurch, dass ich nicht mehr so viel zeit in diesen foren und/ oder chats verbringe, bilde ich mir ein, das ganze nicht mehr so subjektiv zu betrachten..

trotzdem ist es nicht leicht, immer und immer wieder den leuten erklären zu müssen, was einem am herzen liegt..

[quote]Beschaeftigt man sich dadurch nicht auch viel intensiver mit einer bestimmten Thematik, als man dies taete, waere man nicht dort?[/quote]

ein viel vorgebrachtes argument..
ich weiss nicht, ob es stimmt oder nicht..
denn: wenn sich jemand gedanklich mit suizid - mit [I]seinem[/I] suizid - beschäftig, so macht er/sie das nun mal.. wird wohl auch darüber nachdenken, ob er/sie nun in den foren ist oder nicht..
ich kann es einfach nur nochmals sagen: vielleicht fühlt man sich ja auch ganz einfach ein klitzekleines bisschen weniger schlecht und unnütz, wenn man merkt, dass es noch andere leute gibt, die ähnlich bis gleich fühlen..

[quote]Ein moeglichen Vorteil wurde, glaube ich noch gar nicht genannt:
Die Hoffnung auf eine moeglich Antwort auf einen Beitrag.
Oder sehe das nur ich so?[/quote]

hm.. schwierig zu beantworten..
manchmal möchte man eine antwort.. und da reicht es schon, wenn jemand sein mitgefühl äussert.. oder zeigt, dass es ihm/ihr ähnlich geht..
manchmal braucht man aber keine antwort.. da geht es -wie schon erwähnt - einfach um das 'auskotzen'.. sich mitteilen..
ThayetIch halte nichts von Suizidforen, wenn die Leute sich dort gegenseitig Tipps geben, wie man sich umbringen kann und wenn dem Hilfesuchenden von den anderen keine Alternativen zum Selbstmord aufgezeigt werden. Solche Foren sollen meiner Meinung nach geschlossen werden.
Andererseits:
Julya & Autumnnight, ihr habt auch recht. Jemand, der über seine Suizidvorhaben spricht, lässt sich evtl. noch helfen... jemand, der es wirklich machen will, tut es.
Für mich sind die Foren sehr zwiespältig. Es gehen Gefahren genauso wie Gutes von ihnen aus.
Schwieriges Thema, und ich kann an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen, weil es sonst zu persönlich werden würde.

Thayet
Chimonas@ autumnnight

Ich sehe das wohl so aehnlich wie Thayet. Ueber das was man im 'echten' Leben niemandem anvertrauen will / kann kann sehr hilfreich sein. Wie gut es aber ist, zu sehen, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist, wird wohl auf den Einzelnen und dessen Situation ankommen. Der Eine wird sich vielleicht bestaetigt sehen und sein Vorhaben damit endgueltig zu Ende bringen, ein anderer wird vielleicht doch den Mut aufbringen mit jemandem darueber zu reden. Schwer zu sagen was da richtig ist.

Das es gut tut, sich seinen Schmerz von der Seele zu schreiben, will ich auf keinen Fall bestreiten, das ist fuer mich klar. Manchmal kann man ueber das was in einem ist auch nur schreiben, darueber zu sprechen bringt man dann gar nicht mehr fertig. Einfach weil es zu viel Kraft kostet.

Nicht sterben zu wollen, nur nicht mehr leben zu wollen, verstehe ich.


Du schriebst, dass man sich auch mit diesen Fragen beschaeftigte, ist man nicht im Netz. Ich frage mit jetzt, verliert man durch das Netz und die Foren nicht zusaetzlich an Realitaet, denn in der Wirklichkeit wird man ja nicht verstanden, in solch einem Forum dagegen schon eher?

[Traum]
Waehre es da nicht besser, man koennte auch in der wirklichen Welt ueber Themen sprechen, welche einen wirklich belasten. Und wuerde dort auf Menschen stossen, welche einen nicht nur verstehen, sondern auch das eigene Problem anders sehen als man selbst und vielleicht auch helfen koennten wieder aus dieser Situation heraus zu kommen, ohne Angst haben zu muessen, der / die Andere missversteht mich voellig?[/Traum]

Anders formuliert: Sind Suizid-Foren nicht auch ein Hinweis auf Fehler in der Gesellschaft im Umgang mit diesem Thema?


Gruss
Chimonas
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
Anders formuliert: Sind Suizid-Foren nicht auch ein Hinweis auf Fehler in der Gesellschaft im Umgang mit diesem Thema?[/QUOTE]


definitiv!

und deswegen halte ich sie auch für 'nicht böse', wie das eine gewisse fau s.p. sieht.
es gibt diese fehler in der gesellschaft und wenn es diese foren nicht gäbe, gäbe es noch mehr menschen, die nicht wüssten, wohin mit ihren gefühlen und gedanken...
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
Du schriebst, dass man sich auch mit diesen Fragen beschaeftigte, ist man nicht im Netz.
Ich frage mit jetzt, verliert man durch das Netz und die Foren nicht zusaetzlich an Realitaet, denn in der Wirklichkeit wird man ja nicht verstanden, in solch einem Forum dagegen schon eher?[/QUOTE]

hm.. realitätsverlust.. ich denke, das kann schon sein..
es ist halt 'user'-abhängig..
aber dieses vermischen der virtuellen welt und der realität ist ja nicht nur auf die suizid-foren beschränkt..
ich denke, das betrifft das thema 'internet' überhaupt..

[QUOTE][i]Original geschrieben von Chimonas [/i]
Anders formuliert: Sind Suizid-Foren nicht auch ein Hinweis auf Fehler in der Gesellschaft im Umgang mit diesem Thema?[/QUOTE]

auch ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen!!
und auch dem, was julya dazu meinte!!

und daher betrachte ich die foren als anlaufstelle..
eine anlaufstelle für menschen, die sonst nicht wissen, wohin sie können..
und nur 'böse' und 'schlecht' sind sie einfach nicht.. in meinen augen..
DunklesLichtSeid gegrüßt..!

Diese foren können meiner meinung nach positiv sein! Wenn man niemand hat mit dem man sich austauschen könnte, dann stellen diese eine gute möglichkeit dar über seine probleme zu reden..! Es wurde geschrieben das man sich durch diese foren nur noch intensiever mit dem thema beschäftigt, aber das kann durchaus vorteile haben, ich meine damit wenn man sich mit diesem thema eindringlicher beschäftigt die menschen kennenlernt denen es ähnlich geht und dann vielleicht auch noch hörrt das es `freunde´ nicht geschafft haben wird man doch darüber nachdenken ob man das überhaupt will...!
Sicherlich kann man darüber streiten das die ganze geschichte auch nach hinten losgehen kann, doch ich denke jemand der mit dem gedanken spiel sich umzubringen muss darüber reden, sonst wird er doch (auch wenn nicht gleich) versuchen...!
Ich denke mal jeder der sich einmal umbringen wollte kennt das gefühl niemanden zu haben der einen zuhörrt, dem man vertrauen kann... und selbst wenn wüsste man nicht man sich ausdrücken sollte..! Wenn man etwas schreibt und nicht gleich aussprechen muss ist das wesentlich einfacher für die bertoffene person...!

Soviel erstmal dazu...
Gehabt euch wohl... DunklesLicht
HerrDerSchattenIch habe eine Zeitlang auch in solchen foren mitgeschrieben...und ich denke das ich ohne sie nichtmehr wäre
Hatte damals keine freunde , die sich nicht mit einem "du spinnst doch, das leben ist schön!" abgewandt hatten und zum arzt gehen mochte ich nicht.
Es tat gut über diesen herzzerreisenden schmerz schreiben zu können, einmal sagen zu können was einem dazu drängt sich den tod zu wünschen.
So manches gespräch hat mir geholfen, und manchen abend habe ich nur damit überstanden...
herbstliebeich empfehle mal [URL=http://www.altenpflege-tod-und-sterben.de/jugendliche%20suizide%20rolle%20des%20internet.html]diese seite[/URL] zu lesen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]ich weiß von vielen menschen, die dort hinkamen und denen es sehr sehr schlecht ging.ich weiß auch von einigen, die sich letztlich wirklich das leben nahmen, aber der prozentuale anteil derer, ist wahrscheinlich einfach "normal", denn im leben außerhalb des internets gibt es schließlich auch menschen, die sich umbringen.
[/B][/QUOTE]

wahrscheinlich... du kannst also nicht mal mit bestimmtheit sagen, dass diese leute sich sowieso umgebracht hätten. klar, du steckst ja nicht in ihnen und kennst nicht die umstände.

genauso geht es wohl den suizidforengegnern. mit dem unterschied, dass sie den tod von jugendlichen nicht in kauf nehmen.

fakt ist, dass beim abwägen zwischen nutzen und risiko, der nutzen einen vergleichsweise geringeren stellenwert einnimmt.
autumnnighthallo herbstliebe..

bei deinem link wird eine mutter zitiert..
angela kubens..
ich kenne ihre tochter.. und ihre hintergründe..

es wäre nicht schlecht, wenn in so einem bericht auch über die hintergründe berichtet wird..

viele der jugendlichen tragen den freitod in gedanken mit sich herum, weil sie nicht mehr weiterleben wollen.. aufgrund der erfahrungen, die sie gemacht haben.. machen mussten.. gewalt.. missbrauch..

aber davon redet niemand..

die tochter von frau k. (deren name zudem am ende falsch geschrieben ist in dem bericht) war zum beispiel eine derjenigen, welcher der boden unter den füssen weggezogen wurde, als 'ihr' forum geschlossen wurde..

und wenn da eine frau prass kommt, die nicht den allzu besten ruf hat, denkst du da im ernst, dass sie - also diese tochter - da auf frau prass hört?? sofort eine therapie beginnt?? ihr die füsse küsst vor lauter dankbarkeit??

die tochter war am boden zerstört und mit den nerven ziemlich am ende, als sie ein paar tage bei mir war und plötzlich funktionierte der link des forums nicht mehr.. ihre bekannten waren weg.. wie sollte sie wieder kontakt mit ihnen aufnehmen??

ich glorifiziere die foren nicht.. ich veranstalte auch keine verherrlichung..
aber [I]nur[/I] schlecht, das sind sie einfach nicht!!

was die tochter angeht, kann ich dich beruhigen:
nach - oder trotz - mehreren suizidversuchen ist sie ziemlich stabil.. sie ist in therapie.. macht eine lehre.. und wir waren zusammen auf dem wgt.. in den foren treibt sie sich nicht mehr so herum.. wir haben gemeinsam ein forum auf die beine gestellt, weil wir beide gemerkt haben, dass wir einfach schreiben [I]müssen[/I].. weil das erleichtert.. und keine bange: es ist kein suizid-forum..

man sollte diese foren einfach nicht nur verteufeln!!

es sind nicht nur suizid-kanditaten dort.. und auch die würden ihre 'bekannten' verlieren, wenn es denn einmal wieder zu einer schliessung käme..
herbstliebe[QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i]
[B]...die tochter von frau k. (deren name zudem am ende falsch geschrieben ist in dem bericht) war zum beispiel eine derjenigen, welcher der boden unter den füssen weggezogen wurde, als 'ihr' forum geschlossen wurde.

...

was die tochter angeht, kann ich dich beruhigen:
nach - oder trotz - mehreren suizidversuchen ist sie ziemlich stabil.. sie ist in therapie.. macht eine lehre.. und wir waren zusammen auf dem wgt.. in den foren treibt sie sich nicht mehr so herum..
[/B][/QUOTE]

war es für sie eine möglichkeit/chance reale hilfe zu bekommen?
autumnnightdu meinst, ob sie durch die foren reale hilfe bekommen hat??

ich weiss nicht..
vielleicht war es eine möglichkeit, aufmerksamkeit zu erregen..
wobei:
nach den suizid-versuchen landete sie 'automatisch' bei ärzten und in kliniken..
und dort wurde ihr die hilfe zuteil..

allerdings ist es wie bei jeder hilfe:
man muss die hilfe auch annehmen wollen, sonst bringt es nichts..

daher auch immer wieder die rückfälle..

jetzt hat sie einen guten therapeuten gefunden.. bei dem sie schon längere zeit ist.. und wie gesagt: das schreiben hilft ihr..

ich weiss nicht, ob ich deine frage nun richtig verstanden/ beantwortet habe..
lass es mich wissen, falls dem nicht so sein sollte..
RavenheartHm, ich muss zugeben dass ich nicht den ganzen Thread komplett gelesen habe, wollte mich hier nur auch mal kurz zum Thema pro suizidforum sowie pro Methodendiskussion "outen"

Wenn man durch seine eigene Seelenhölle ging lernt man es zu schätzen dass man theoretisch jeden Tag aufhören kann wenn einen die Kraft zum kämpfen, zum _Überleben_ fehlt, wegbricht, verschwindet.

Suizid ist ein Ausweg. Aber ein endgültiger. Dessen sollte man sich bewusst sein.

tiefschwarze Grüsse

Ravenheart
herbstliebeautumnnight,

ich meinte, ob die schliessung des forums für sie die chance war, reale hilfe zuzulassen.

ok, sie hat vorher keinen passenden therapeuten gefunden, aber hätte sie ihn gefunden, gäbe es "ihr" forum noch?

viele grüsse

herbstliebe
GreenFairyhmm... wer noch nie kurz davor gestanden hat, sich das leben zu nehmen, kann nicht wirklich verstehen, was in einem solchen moment in einem vorgeht (es mag ausnahmen geben...). aber allein das gefühl verstanden zu werden und die möglichkeit mit anderen zu reden, die in einer ähnlichen situation stecken, kann einem halt und die kraft zum weitermachen geben.

auch die methodendiskussion würde ich nicht in bausch und bogen verteufeln... denn zum einen werden die risiken mancher methoden beschrieben (schmerzhaft, dauert lange, schwere schäden, wenn man's doch überlebt... - was schon so manchen davon abgehalten hat, den letzten schritt zu tum) und zum anderen... wenn man sich dann doch für eine methode entschieden hat, kann einem auch das über eine besonders schlimme zeit hinweghelfen.

mein fazit: ich denke, daß die suizidforen mehr leben retten als menschen in den selbstmord treiben.
gedanke am rande... wie viele sind wohl nach schließung des forums in eine schwere krise gestürzt ? wieviele haben nach schließung des forums einen selbstmordversuch unternommen ? wieviele leben hat frau prass so auf dem gewissen ?
garde de nuitalso ich habe von dieser person nie etwas gehört, aber in meinem anderen forum wurde auch schon über sie gepostet, wie ich vorhin gesehen habe.
scheint also sehr bekannt zu sein...
jedenfalls sind diese leudz auch nicht besonders gut auf sie zu sprechen.
selbst wenn ich in karlsruhe wohnen würde, würde ich wahrscheinlich nicht hingehen.
aber wenn jemand da war, wäre es schon interessant zu wissen, was genau nun da gesagt wurde und wie eure meinung dazu ist.

g/n
hagzissa13Ich finde eine solche Veranstaltung nicht schlecht.
Ob man nun den Veranstalter mag oder nicht, ist eine zweite Sache.
Ich kenne keins dieser Foren, kann also über die Foren an sich nicht urteilen.Durch Bekannte, die dort verkehren, weiß ich jedoch, daß in solchen Foren anscheindend nicht selten eine Neigung zum Suizid verstärkt wird und gerade als Angehöriger oder Freund eines Suizidgefährdeten, von dem man weiß oder ahnt, daß er in solchen Foren verkehrt, sollte man sich, meiner bescheidenen Meinung nach, über solche Dinge informieren.


Hagzissa

- per aspera ad astra -
gin'iro[QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i]
[B]es geht mir hier nicht um das pro und contra der suidiz-foren..
es geht mir lediglich darum, ob man zu dieser veranstaltung sollte.. [/B][/QUOTE]

Ich finde die Diskussion konstruktiv und würde es bedauern, wenn sie nicht weitergehen würde.
autumnnightweisst du, diese pro- und contra-diskussionen sind immer die gleichen..
laufen immer auf das selbe hinaus..
und bei diesem vortrag wird das bestimmt nochmals so laufen..

und es gibt halt eher negativ eingestellte meinungen dazu als andere..
und immer nur seinen eigenen standpunkt zu vertreten und nicht allzu viel unterstützung zu finden, ist anstrengend..
und wenn man selbst mittendrinn steckt, dann ist das auch etwas mühsam, immer wieder seine ansicht klar zu machen und zu verteidigen..

aber es ging mir wirklich nicht darum, ob die suizid-foren und -chats nun böse oder gut sind oder was auch immer..
ich weiss ja, dass einige hier an board sich auch an diesen orten aufhalten..
und ich wollte irgendwie 'hören', was die so meinen.. also betroffene..
na ja.. vielleicht hab ich das ja auch ein bisschen als aufruf gemeint, dass sie vor ort erscheinen sollten/könnten..
ich weiss nicht..

vielleicht hätte ich meinen ersten beitrag anders schreiben sollen..

aber all die diskussionen und gespräche, die dieses thema immer und immer wieder aufwirbelt, sind immer mehr und mehr ermüdend..
irgendwann wird auch der letzte befürworter nichts mehr sagen, sondern still und leise weiter lesen und posten in 'seinem' forum..

es [B]ist[/B] einfach ermüdend, immer wieder eine sache zu verteidigen, zu erklären, zu rechtfertigen, von der man selber überzeugt ist und die doch auf so wenig positive resonanz stösst..

egal was man vorbringt, man wird immer sehr persönlich dabei.. berichtet - wohl oder übel - von seinen persönlichen erfahrungen.. doch ich denke, gerade hier ist es einfach für aussenstehende und nicht-betroffene nicht leicht, sich in die sache hineinzudenken.. sich hineinzuversetzten.. sich hineinzufühlen..

in der aussenwelt - alles, was sich ausserhalb meines kopfes und meiner gedanken abspielt - bin ich bis jetzt auf [B]eine[/B] person gestossen, mit der ich mich darüber (also über die foren und chats) unterhalten konnte.. und die mir ruhig zugehört hat.. und die es [I]zwar nicht verstehen aber akzeptieren kann[/I]..

warum kann man sich nicht einfach auch so verhalten wie die hajni?? eine freundin von mir.. verheiratet.. zwei kinder.. mitte vierzig.. eine 'ganz normale' frau..

einfach den leuten ihr ding lassen.. es nicht immer totdiskutieren.. auseinanderpflücken.. nicht immer [I]ja aber..[/I] sagen..

klar ist es schön, wenn sich andere für das interessieren, was einem selber am herzen liegt.. aber wenn man immer und immer nur auf ablehnung stösst, das ist einfach nicht leicht..
irgendwie kommt mir grad der gedanke [I]ein aussenseiter unter aussenseitern..[/I]
tja.. wenn wir die schwarze bewegung mal als aussenseiterum betrachten, dann sind hierin die leute mit suizidalen gedanken auch aussenseiter..
ist nur gerade so ein gedanke..

und ich schreib mir hier die finger wund.. wenn ich doch an dieser veranstaltung nur auch so viel sagen könnte.. ich hoffe mal, dass ich zumindest ein bisschen was sagen kann..
frau prass ist rhetorisch ziemlich geschult.. ich bin es nicht.. ich weiss, dass sie auf jedes meiner argumente und auf jede meiner vorbringungen viele viele gegenargumente haben wird..
und ich bin froh, dass h. und c. auch dort sein werden.. so werden wir zumindest zu dritt sein, die einfach die restlichen anwesenden davon überzeugen können, dass diese plätze im internet nicht nur ein schlechter ort sind..
mein freund wird mich/uns auch begleiten.. aber eher als moralische stütze.. wie seine meinung zu dem allem ist?? er steht dem ziemlich neutral gegenüber.. sieht negative punkte wie auch positive.. und er weiss, dass man - bzw. ich - einfach nicht immer mit seinem partner über alles reden kann.. und er weiss, dass ich mich immer seltener dort aufhalte.. obwohl diese träume noch da sind.. diese träume vom einfach nicht mehr da sein..

aber ich schweife - mal wieder - ab..

die worte von green fairy finde ich ziemlich treffend.. [I]ich denke, daß die suizidforen mehr leben retten als menschen in den selbstmord treiben[/I] das ist auch meine ansicht.. mein standpunkt..
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i]
ich meinte, ob die schliessung des forums für sie die chance war, reale hilfe zuzulassen.

ok, sie hat vorher keinen passenden therapeuten gefunden, aber hätte sie ihn gefunden, gäbe es "ihr" forum noch?
[/QUOTE]

hallo herbstliebe..

verzeih, dass ich erst jetzt antworte..

die schliessung war keine chance für 'die tochter', sich reale hilfe zu suchen.. noch bei mir okkupierte sie meinen rechner und stellte mit anderen ein ersatzforum auf.. und einen ersatzchat.. kniete sich ziemlich in die sache hinein.. engagierte sich..

einerseits:
wenn man es so sehen will, rutschte sie noch tiefer hinein..

andererseits:
hatte sie ein wenig ablenkung..

dieses notfallforum besteht noch.. glaub ich.. aber sie ist wohl nicht mehr forenmasterin.. liest und schreibt so gut wie nichts mehr..

aber 'unser' gemeinsames kleines privates forum, das existiert noch.. es tut einfach gut, sich ab und an was von der seele zu schreiben..
dinge, die man nicht sagen kann..
dinge, die man sich nicht sagen traut..
dinge, die niemand hören will..
dinge, die man nicht weiss, wem man sie sagen soll..

und dieses kleine forum lief vorher schon ein wenig parallel zu den suizidforengeschichten.. daher denke ich, dass es auf jeden fall noch existieren würde, auch wenn sie schon viel eher einen guten therapeuten gefunden hätte..
GreenFairy@autumnnight
ist die teilnehmeranzahl für diese veranstaltung eigentlich begrenzt oder gibt es einen anmeldeschluß ? und was kostet der "spaß" ?
denn interessieren würde mich das schon... karlsruhe ist zwar nicht grade um die ecke... aber was solls... nur kann ich im moment noch überhaupt nicht einschätzen, wie's im märz bei mir aussieht... außerdem ist es sowieso... hmm... stimmungsabhängig, ob ich mich aufraffen kann, das haus zu verlassen...
autumnnightob es einen anmeldeschluss und eine teilnehmerbegrenzung gibt, weiss ich leider nicht..

die veranstaltung ist auf jeden fall kostenlos..

[URL]http://www.vhs-karlsruhe.de/Seiten/index.htm[/URL]
KLICK -> [I]besondere programme[/I]
KLICK -> [I]forum vhs[/I]
KLICK -> [I]suizid-foren im internet[/I]

kannst dich ja anmelden und dann immer noch schauen, wie gut es dir dann geht..
autumnnighthm.. vielleicht betrachte ich die dinge ja doch zu sehr aus meiner sichtweise, so sehr ich mich auch bemühe..
aber wie gesagt: ich hab halt eventuell den nötigen abstand..
GreenFairy@autumnnight
thx für den link. ja, angemeldet hab ich mich jetzt mal... was aber noch lange nicht heißt, daß ich dort auftauche... hmm... vielleicht schaff ich ja, ne kleine präsentation zu erstellen - so als gegendarstellung... aber auch hier kann ich nichts versprechen...

@odessa
kann hier jetzt nur aus dem eigenen nähkästchen plaudern... bin auch borderliner... hatte mal ne zeitlang in ner borderline-selbsthilfe community mitgeschrieben, das dann aber bald wieder bleiben lassen, weil's mich einfach zu sehr runtergzogen hat. genauso mache ich hier meistens einen bogen ums hospital (vor allem um den bereich grenzgänger) weil einfach zu sehr triggert.

suizidforen sind für mich aber eher ein 'auffangbecken', wenn ich wirklich mal wieder ganz am ende bin. natürlich sehe ich auch die gefahr, daß sich grade jugendliche da in was reinsteigern können. aber irgendwo hat alles seine zwei seiten... es würde wohl niemand auf die idee kommen, die großen küchenmesser zu verbieten, nur weil die sich auch dazu eignen, jemanden umzubringen (der vergleich hinkt zwar etwas, aber ich denke, du weißt, was ich damit ausdrücken will...).

[quote]Und ja, wenn das dann "wegfällt" - und sei es nur durch einen Stunden dauernden "crash´s" des PCs, whatever: was ist dann? Dann kommt die grosse Krise[/quote]

die große krise kommt immer dann, wenn dinge, die einen 'über wasser halten' wegfallen... ich würd' z. b. ganz schön ins schleudern kommen, wenn ich meine nächtlichen spaziergänge nicht mehr machen könnte...

wie auch immer... aufklärung über suizidforen ist sicher notwendig... nur dann bitte von allen seiten beleuchtet...
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von GreenFairy [/i]
wie auch immer... aufklärung über suizidforen ist sicher notwendig... nur dann bitte von allen seiten beleuchtet... [/QUOTE]

das ist einfach so zutreffend!!
gin'iro[QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i]
[B]weisst du, diese pro- und contra-diskussionen sind immer die gleichen..
laufen immer auf das selbe hinaus..
und bei diesem vortrag wird das bestimmt nochmals so laufen..[/B][/QUOTE]

Damit dürftest Du sehr Recht haben, doch wenn man es nichtmal versucht hat man bereits von vornherein verloren.
autumnnightja.. du hast recht..

aber wie du siehst, versuche ich hier bereits mein bestes..
und ich werde auf jeden fall bei dieser veranstaltung sein..

und wenn es nur ist, um teilnehmende eltern zu 'beruhigen', deren kinder sich auch an solchen orten aufhalten..
einfach zeigen, dass es auch so gehen kann..
dass der eine und/oder andere in den foren ist, der......... ja der was eigentlich......... vielleicht etwas älter und erfahrener ist??
oje.. klingt das eingebildet.. aber irgendwie einfach um zu zeigen, dass es leute gibt, denen die foren am herzen liegen..
AusgebranntHallo ihrz,
ich mag den Thread mal wieder aufwärmen, und das auch noch als "Böse" denn mir gehört ein Suizidforum.

Als erstes sollte man sich die Frage stellen, hat das Forum die Suizidgedanken geweckt, oder waren diese vorher schon da?
Ich würde sagen, sie waren vorher schon da, sonst hätten die betroffenen Personen ja gar nicht nach einem Suizidforum gesucht.
Durch die ewige Propaganda der Medien wird das Thema eigentlich nur ins schlechte Licht gerückt. Das einzige was betrieben wird ist Aufklärung, denn wer möchte bitte nach einem missglückten Suizidversuch, als Gemüse in einem Pflegeheim enden? Bei Drogen und Sex wird ja auch über das wie gesprochen also auch beim Tod, bitte.
Methodendiskussion ist also nichts weiter als ein Meinungsaustausch.
Selbstmord ist nicht strafbar, und somit auch nicht die Beihilfe hierzu. Das einzige was man anprangern könnte wäre, dass sich auf den Foren viele Jugendliche rumtreiben. Aber, dass ist Aufgabe der Eltern, das Internet so für ihre Kinder einzustellen, dass sie keinen Zugang zu solchen Seiten haben.

Der einzige Strafbestand, der nachzuweisen wäre, wäre unterlassene Hilfeleistung, und das auch nur in den seltensten Fällen. Es tötet sich immer noch der Mensch, Foren töten keine Menschen. Es ist wichtig, dass aufgeklärt wird, dass veraltete Methoden mittlerweile unwirksam sind! Wie zum Beispiel Autoabgase oder Schlaftabletten.

Ich vertrete immer noch die Meinung, dass niemand sterben will...Jeder Mensch will leben, dass einzige was ein lebensmüder Mensch will, ist nicht mehr sein Leben leben!

Dort treffen sich Betroffene, die sich einander verstehen, die versuchen sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. So ein Forum kann viel Halt bieten. Und die Zahl derer die sich das Leben nehmen, hätten das auch ohne ein Forum getan.

In vielen Foren sieht man auch zahlreiche Hilfsangebote, viele der Betroffenen sind in ihrer Kindheit ohne Ende traumatisiert worden. Wenn sie also wegen ihren Gedanken in die Psychatrie verfrachtet werden, ist das Übel (der Missbrauch) immer noch da. Also was wollen wir ausmerzen, die Betroffenenforen, dass Problem totschweigen oder die Menschen die die Betroffenen zum Teil (wie bei mir) weiterhin traumatisieren.
Suizid ist so ziemlich das einzige Tabuthema, was noch existiert. Und ich finde nicht, dass das so bleiben sollte!
Es ist ein Menschenrecht sein Leben zu beenden, dass sollte nicht vergessen werden.

Es ist nicht so, dass ich von allem nur groß reden kann...Ich war selten dem Tod so nahe...Aber das liegt nicht am Forum...Das liegt an den Menschen die mich seelisch töten.

Die Medien stürzen sich sensationsgeil auf diese Foren, da es im Fernsehen sowieso nichts spannendes mehr gibt. Auf Menschen! Und das wird dabei vergessen, dass dahinter Menschen mit Gefühlen stehen, die sich von unserer tollen Gesellschaft nicht angenommen fühlen.
Also bitte, wer muss sich an die Nase fassen, die Forenmaster oder die Gesellschaft?
Kaum war wieder ein reißerischer Bericht in den Medien stürzen sich Unbeteiligte auf die Foren, melden sich an und meinen sie könnten mitreden. Ich habe nichts gegen professionelle Hilfe, manchen Leuten kann das sicher helfen.
In erster Linie ist aber mal wichtig, Kontakte zu knüpfen, lernen zu reden und über seine Gefühle zu sprechen. Das ist der erste Schritt....Danach kommt die proffesionelle Hilfe...

Liebe Grüße

Ausgebrannt

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