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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Leben wir nur um zu Leiden?
KuscheldrowMir ist in letzter Zeit (Ha,ha, wie witzlos. Das gesamte Jahr!)ein schlechtes Ereignis nach dem anderen passiert. Nicht nur harmlose Kleinigkeiten, sondern wirklich schlimme Dinge (unter anderem Todesfälle, Trennungen, schwere Verletzungen,...) und das in einer regelrechten Regelmäßigkeit, dass man meinen möchte, dass da oben irgendeine göttliche Macht am Werke ist, oder so.
Wieso sind unsere Körper so schwach, so verletztbar, wieso sind wir fähig schrecklichen Schmerz zu erleiden oder zuzufügen. Das Leid beginnt mit dem Schrecken bei der Geburt und endet im Leid des Todeskampfes. Und dazwischen erfahren wir mehr Leid und Schmerz als Freude. Anscheinend können nur die Superreichen und Mächtigen ein Leben führen, dass von all dem abrückt.

[B]Leben wir nur um zu Leiden?[/B]

Oder fange ich an paranoid zu werden und alles in meinem Leben als Facette einer teuflisch durchkonstruierten Strafe zu sehen?
fallen.dreamIch denke du siehst das etwas einseitig...
Wie jeder einzele zu diesem thema steht ist seine sache:
Todesfälle, negative Nachrichten oder sonstige schlechte Dinge passieren, ob man will oder nicht... Dass sie jetzt gehäut auftreten oder aufgetreten sind ist meinungssache...
Wenn du aber die Sachen zählen würdest die das Gegenteil zeigen würden, wie freunde finden, glück haben, was auch immer für dich zähl t würdest du auf das selbe kommen....
Allerdings kommt es auf die Einstellung jedes einzelnen an was ihm wert ist und was nicht...

Letztendlich ist die Meinung vertretbar, Leben um zu leiden, jedoch nicht Fakt...

Carpe Noctem
fallen.dream
KuscheldrowEs sind leider die negativen Dinge in unserem Leben, die uns am stärksten formen. Natürlich hat ein Mensch in seinem Leben mindestens eben so viele positive Erlebnisse wie schlechte. Aber es sind die Schlechten, die unsere Taten letztendlich beeinflußen.

Menschen lernen nur aus Fehlern.

Um zu Leiden, muss der Mensch lernen. Aber um zu Lernen, muss der Mensch leiden.

Die logische Folge ist: Wir leben um zu Leiden.
fallen.dream[QUOTE][i]Original geschrieben von Kuscheldrow [/i]
[B]
Um zu Leiden, muss der Mensch lernen. Aber um zu Lernen, muss der Mensch leiden.

Die logische Folge ist: Wir leben um zu Leiden. [/B][/QUOTE]

Versteh ich jetzt nicht ganz... :rolleyes:
Natürlich ist es schlimmer wenn man einen Mensch verliert an dem man sehr hängt... und es würde die bekannt schaft mit einem neuen freund keineswegs ausgleichen...
Aber es ist doch trotzdem nicht so dass das leben einzigst und allein da drauf ausgelegt ist zu leiden?! Oder versteh ich das falsch?

carpe noctem
fallen.dream
TrauerwesenKuscheldrow:

Ich frage mich auch oft, was ich getan habe, um so bestraft zu sein. Ich denke, das Problem ist, dass man am negativen länger nagt. Das negative wirkt, als würde es nie enden, und wenn wir uns glücklich fühlen, fragen wir uns, wielange denn noch. Ist wohl irgendwie menschlich sowas. Gesunde Selbstironie und Zynismus versüsst einem jedoch auch den Mist ;)
WolveDa du weisst, was schmerz ist, weisst du auch was glück ist.
TrauerwesenWie war das bei Epikur, Glück ist das Fehlen von Leid.
fallen.dream[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Wie war das bei Epikur, Glück ist das Fehlen von Leid. [/B][/QUOTE]

Das würde die these wiederrum unterstützen...
Leben um zu leiden

fallen.dream
Zynox[QUOTE]Menschen lernen nur aus Fehlern. [/QUOTE]

Das finde ich so nicht richtig, ersteinmal lernt die Menschheit aus Fehlern schonmal gar nichts und der einzelne Mensch wird aus Fehlern auch nicht immmer schlauer, es gibt andere Wege klug zu handeln außer durch dem bitteren Weg der Erfahrung.


[QUOTE]Um zu Leiden, muss der Mensch lernen. Aber um zu Lernen, muss der Mensch leiden. [/QUOTE]

Also, ganz ehrlich, den Anfang kann ich nicht einmal Ansatzweise nachvollziehen.

[QUOTE]Wie war das bei Epikur, Glück ist das Fehlen von Leid.[/QUOTE]
Da bin ich jetzt aber ganz anderer Meinung, in meinem Leben war ich oft in der Situation, das es mir zwar nicht beschissen ging, aber glücklich war ich deshalb noch lange nicht.

Wenn es im Leben nicht bergauf und bergab geht, langweilen sich die Menschen doch auch, wenn es dir immer gut geht, lernst du es gar nicht mehr zu schätzen und wenn alles nichts hilft setz dich hin und denk an Hungersnöte in Afrika, Seuchen, Kriege usw.
Diese Menschen würden wohl einiges drum geben mit uns hier drüben zu tauschen und ich bin uberzeugt das diese Menschen, wenn es mal dazu käme aus ihrem Leben dann deutlich mehr machen würden als wir.
TrauerwesenZynox:

Das Problem was Du nun mit Epikurs Glücksbegriff hast ist, dass Du Glück anders definierst als ein Epikur, der es ethisch verwendet um einen theoretischen Lebensweg aufzuzeigen.
schlafundtodLeben ist leiden.

Indem ich leid erfahre und erdulde entwickle ich die demut die ich diesem faktum entgegenbringen sollte.

Geboren werden wir allein-
Der einzigen Tod den wir leiden ist unser eigener.
Dazwischen der verzweifelte versuch die einsamkeit vergessen zu machen.

Im leiden kann ich mein existieren in der art überhöhen, dass ich dem leiden verachtung zolle.

Nur wenn ich leide, erkenne ich, dass ich bin !
Kampfsau[QUOTE]Menschen lernen nur aus Fehlern.
Um zu Leiden, muss der Mensch lernen. Aber um zu Lernen, muss der Mensch leiden.
Die logische Folge ist: Wir leben um zu Leiden.[/QUOTE]

Es gibt zwei Wege zu lernen,Leiden und Freude.

Man engagiert sich nicht,setzt viele Energien ein und gibt alles,nur weil man irgendwelche negativen Konsequenzen zu spüren bekam.Es ist auch Freude die einen weiterbringt.

Die besten Lehrer sind die,die Spaß an ihrer Berufung haben,die besten Eltern haben auch Freude an ihren Kindern,die allerbessten Sportler haben auch genauso Freude wie Leid an ihrem Sport.
cashishahallo!
hm...also ganz ehrlich...ich habe in letzter zeit nur noch depressive um mich rum. das letzte jahr war (um aus den sternen zu sprechen) tatsächlich ein durchwachsenes jahr. auch bei mir gab es todesfälle on mass und verletzungen...aber das leiden entsteht in einem selber...nur wer die dinge negativ betrachtet, sieht auch das leiden. ich selbst bin nie zuvor so optimistisch gewesen, wie dieses jahr...und ich wusste, dass jede verletzung, jeder todesfall und jedes mir zu beginn negativ-erscheinende erlebnis für mich etwas lehrhaftes beinhaltete.

ich denke, dass das gefühl des leids nur dann auf fruchtbaren boden fallen kann, wenn bereits irgendetwas nicht stimmt.

und nur wer leiden kann, der kann auch gkück empfinden- der satz fiel ganz zu anfang der disskussion-und den finde ich sehr gut!

und abgesehen davon, ich habe menschen kennengelernt, die fühlen nichts mehr. kein leid- aber damit auch keine freude...ganz ehrlich, das is gruselig!!!

lg
cashi
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von cashisha [/i]
[B]

und abgesehen davon, ich habe menschen kennengelernt, die fühlen nichts mehr. kein leid- aber damit auch keine freude...ganz ehrlich, das is gruselig!!!
[/B][/QUOTE]

ich glaube, wenn man an seine Grenzen gestossen ist, was Leiden angeht, dann stumpft man ab und fühlt nichts mehr. So eine Art Schockzustand oder sowas. Ich kann langsam auch nicht mehr, bin selber wieder total am Ende meiner Kräfte, und gerade dann denkt man, es höre nie auf. Glücksmomente werden mittlerweile hinterfragt und für kurz eingeschätzt, da hat man nur noch Angst bzw wartet man darauf, wieder zu fallen. Ich bin es ehrlich gesagt satt, ich will verdammt nochmal ein normales Leben führen. Ich hatte dieses Jahr mal einen Tag, der war von vorne bis hinten perfekt, da hatte ich dann totale Gefühlsüberflutung, ich kam mit diesen vielen positiven Gefühlen nicht klar. Es war schön, aber konnte es nicht handhaben....nunja, ist wohl alles subjektiv, es gibt Menschen, die tänzeln durchs Leben und alles ist schön...und rationalere bewundere ich auch....dakämen wir zur Frage: "Welche Pille? Die blaue oder die rote?"
mooni[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
....nunja, ist wohl alles subjektiv, es gibt Menschen, die tänzeln durchs Leben und alles ist schön...und rationalere bewundere ich auch....dakämen wir zur Frage: "Welche Pille? Die blaue oder die rote?" [/B][/QUOTE]


ja, es gibt tatsächlich menschen, die nur so durchs leben tänzeln. ob die pillen nehmen?...ich glaube kaum. ich denke einfach, dass das menschen sind, die es schaffen, in den tag hineinzuleben, ohne sich um alles gedanken zu machen.

wer dinge nicht hinterfragt, sondern alles gelassen hinnimmt, der lebt sicherlich leichter. tauschen möchte ich mit solchen menschen nicht, denn ich glaube, dass die auch vieles schöne gar nicht wahrnehmen können.
MagnusCaudar(Bw"Um zu Leiden, muss der Mensch lernen. Aber um zu Lernen, muss der Mensch leiden."

in einem gebe ich da Recht was Recht ist , manches lernt man nur im Leiden ... Doch dies ist nur ein Part , eine Richtung ... Wenn man wirklich lernen will sollte man sich nicht in den tiefsten Geheimnissen verirren sondern alles betrachten , den Kontrast finden ... Auch aus fröhlichen Erfahrungen kann man lernen , was man daraus allerdings lernt muss jeder selbst finden ...

"ich glaube, wenn man an seine Grenzen gestossen ist, was Leiden angeht, dann stumpft man ab und fühlt nichts mehr. So eine Art Schockzustand oder sowas."

Hmm ... Das wirft wiedermal die Frage auf ist es Erkenntnis oder Wahn ...

ich würde sagen Erkenntnis
Trauerwesenmooni:

Das war auch weniger darauf bezogen, ob die selber Pillen nehmen, sondern allegorisch übernommen von Matrix, wie in Deinem letzten Absatz auch beschrieben ist: Wissen und alles sehen, auch das schöne oder eben blind durchs Leben tänzeln ohne irgendwie Probleme zu haben.
Kuscheldrow"Glücksmomente werden mittlerweile hinterfragt und für kurz eingeschätzt"

Ich habe inzwischen aufgehört die Glücksmomente überhaupt zu zählen, oder ihre Länge abzuschätzen. Denn ich glaube in nächster Zeit wird sich nichts ändern. Ich kann leider nicht mehr anders als bloß zu warten und das nächste Unglück abzupassen und versuchen das Beste daraus zu machen. Die schönen Momente, die es natürlich auch in meinem Leben gab und gibt, machen aber all die anderen Erfahrungen für mich nur noch schlimmer, denn ich habe aufgehört zu fragen: "Wann kommt das nächste Glück?", sondern jetzt heißt die bange Frage: "Was stößt mir als nächstes zu?"
Das trübt alles andere in meinem Leben. Ich habe den Blick für alles andere verloren. Menschen in meiner Umgebung signalisieren mir: Das wäre paranoid. Ist es das wirklich?

"Und abgesehen davon, ich habe menschen kennengelernt, die fühlen nichts mehr. kein leid- aber damit auch keine freude"

Kann man so überhaupt leben? Kann man so etwas Leben nennen? Ich mache lieber das BEste aus meinem Schmerz als alles Gefühl zu verlieren. Aber solche Phasen gehen vorbei.
HeliosIch hab auch schon viel Scheiß mitgemacht, angefangen beim Tod 3er Freunde, über eine Krankheit, die ich mittlerweile seit 5 Jahren mitmache, bis zur Trennung von meiner Freundin dieses Jahr, immerhin das Ende einer 3 jährigen Beziehung, dass alles stürzt mich in ein tiefes Loch, andererseits macht es mich stark, ich muss lernen, mit allen Wirdrigkeiten fertig zuwerden, diese ganzen Dinge haben mich positiv, wie auch negativ verändert, ich bin zynischer geworden, verschlossener, agressiver, kann aber auch viel besser anderen zuhören, versuche es allen Recht zumachen...schlussendlich kann man auch Leid stark werden
TrauerwesenKuscheldrow:

Eben, man weiss ja schliesslich, dass alles wieder Kacke wird bzw dass man aus der Kacke einfach nicht rauskommt.
Heute an Silvester wieder tolles Resümee gezogen: Schlafstörungen, Albträume, Essstörungen (keine Bulimie), Emotionsstörungen, Misstrauen auf jeder Ebene, Panik, Paranoia, Kreislaufstörungen und eine Enttäuschung nach der anderen. Nein, ich bemitleide mich nicht selbst, ich habe nur kapiert, dass das halt so ist und mich damit abgefunden. Ich kann auch drüber lachen. juhu. Ich habe die Suche nach Glück und Geborgenheit absolut aufgegeben, ich leide und werde versuchen, das Leid in Grenzen zu halten und mich einfach nicht mehr verletzen lassen.
Was bringt auch ein kleiner Glücksmoment, wenn man dann kurze Zeit später eh wieder ganz unten ist? Was hatte ich dann vom Glück? Vom leiden habe ich wenigstens vielleicht mal Magengeschwüre oder Krebs oder sowas....Ihr seht, mein Zynismus ist allgegenwärtig :D
HeckeWegen einem Jahr würde ich noch nicht so ein Aufwand betreiben und darüber nachdenken.
Ein Jahr sind 12 Monate, sind 12 x 4 Wochen. Das klingt dann etwas weniger, und in so ner Zeit kann das normal sein.
MagicPowerAntwort auf die Frage des Themas

Leben wir nur um zu Leiden?

Nein! Wir leben einfach. Ob wir Leiden oder nicht-Leiden liegt an uns selber, was wir aus unserem Leben machen und wie wir es betrachten :D
JesterAntwort auf die Frage an sich: Nein!

Die Aussage das man vielleicht nur leben könnte um zu leiden ist zum einen eine rein faktisch falsche Aussage wenn man es nüchtern betrachtet, zum anderen ist es aber, was viel wichtiger ist, ein "Problem" der Betrachtunsgweise des einzelnen!

Der Mensch neigt dazu all das negative in seinem Leben schwerer wiegen zu lassen als das positive, was auch nicht weiter verwunderlich ist wenn man mit der heute gegebenen Art und Weise durch das Leben schreitet. Warum es logisch ist, das kann man ganz einfach sagen. Der Normzustand den man sich wünscht ist an sich ein glücklicher, wird von uns allerdings eben auf die Norm zurückgestuft,... sozusagen verlagern wir die Linie die zwischen Freud und Leid steht schon einmal (rein betrachtungstechnisch) zu unseren ungunsten. Alles was nun über diese Linie richtung Leid tritt wird verstärkt (bzw. verfrüht) als wahrhaftig leidlich betrachtet. Im Umkehrschluss nehmen wir positives erst als solches wahr, wenn es schon weit in den Bereich des positiven eingedrungen ist und das "kleine Glück" schätzen wir schon kaum mehr.

Es ist eine Grundmelancholische Haltung welche sich immer mehr durchsetzt, welche auch von allen seiten geschürt wird. Doch wenn man ehrlich zu sich selbst ist gibt es soviel Glück welches wir uns einfach "wegrationalisiert" haben. Die Wertevorstellungen haben sich leider zusehenst verschoben, was dazu führt das man sich zu sehr auf die Extreme versteift und den Blick für das Kleine verliert. Materialismus tut seinen eigenen Teil dazu,... auch wenn es bei weitem nicht das einzige ist.

Ich könnte mich jetzt in endlose Ausführungen verlieren, will das an dieser Stelle aber gar nicht erst beginnen, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, vielleicht an anderer Stelle.

Aber ein paar Denkanstösse:

Ein gutes Beispiel ist das hierzulande heikle Thema des Todes. In der modernen Gesellschaft ist der Tod und alles um ihn herum zu etwas defnitiv negativem geworden (ausser das er manchen als Ausweg erscheint). Und westliche Trauerfeiern sidn einem ja wohl zur genüge bekannt. Jeglicher Mystizismus um den Tod, oder den Akt der damit einherläuft hat jegliche positiven Aspekte verloren. Doch viele andere Kulturen gehen komplett anders mit dem Tod um,... nicht das sie eine Trauer zuliessen, ganz im Gegenteil. Aber sie sind in der Lage es als Bestandteil des Seins, als die letzte Station zu sehen. Als etwas natürliches, und nicht als etwas dem man Furcht entgegenbringen muss oder dem man Verachtun gdafür entgegenbringen muss das er einem Menschen entreisst.

Eine andere Sache ist und bleibt das Glück im kleinen, eine Fähigkeit die jedes Kind meistert aber sie immer mehr im laufe der Zeit verliert. Kaum noch ein modernen Mensch ist in der Lage in einem scheinbar bedeutungslosen und willkürlichen Lächeln eines fremden Menschen auf der Strasse etwas so schönes zu sehen das es ihn wirklich Glück empfinden lässt.... Aber letztendlich doch nur weil er es nicht zulässt, weil er die Schönheit einer soclhen Geste schon kaum mehr zu begreifen weiss, da er sich abgestumpft und verschlossen hat. Und so geht es einher mit so vielen kleinen, doch wunderschönen, Dingen. Aber aus der auffassung heraus das es einem selbst keine langzeitige Vorteile oder Glücksgefühle zu geben vermag schliesst man es lieber ganz aus,... traurig eigentlich,...

Man relativiert alles herunter, etwas positives ist kurzzeitig schön, aber man verliert sich auch sofort wieder in der Angst es zu verlieren, es nicht mehr zu haben. Umgekehrt zeigt man sich aber paradoxerweise nicht in der Lage genaus über negatives zu denken. Dort ist es uns unbegreiflicher Weise nicht möglich uns scho ndarauf zu freuen das es auch wieder abklingen können. Man scheint gefangen in einem Käfig aus Angst,... Angst, welche man sich selbst erschafft während man beginnt einseitig zu denken!
Wir rechnen Glück zu einem Sollzusatnd herunter, und ein Sollzustand wird zu schnell als der Standard definiert welchen es zu erreichen geht. Dementsprechend weiss man es dann auch nicht mehr so z uschätzen wenn er denn letzendlich doch einmal eintreten sollte, wohingegen wir jede Abweichung davon sofort bemerken und diese dadurch auch verstärkt wahrnehmen.



Liegt das Geheimnis des Glücks letztenlich darin das wir es zulassen? Ich würde sagen nicht ganz, das wäre falsch ausgedrückt und zu leicht gesagt,... denn zulassen tut es ein jeder irgendwie. Wir müssen uns nur auch dafür öffenen und lernen damit umzugehen, was schwieriger ist als so manch anderes. Die Kunst sich für alles zu öffen und es alles als Teil eines natürlichen anzusehen,... immer alles von allen Seiten zu betrachten ohne sich darin zu verbeissen,... letztendlich sich selbst als Mitte zu finden...
MontroseDie Frage, ob man zum Leiden lebt, enthält die Annahme eines Zweckes.

Staubtrocken betrachtet ist der Mensch ein Gebilde, daß körperliche Mittel besitzt, um sich bis zu einer bestimmten Grenze überlebensfähig zu halten. Man schneidet sich, und die Wunde heilt. Ist die Wunde aber zu groß, dann stirbt der Mensch. So ist das. Einfach so.

Und staubtrocken betrachtet ist der Mensch eine Art Computer mit einem grundlegenden Betriebssystem (Sinneswahrnehmung, Denken, ein paar Gefühle und Triebe) und die weiteren Programme werden zu einem großen Teil von Sachverhalten eingespeist, auf die wir überhaupt keinen Einfluß haben. Da hat auch das "Lernen" eine Grenze, denn unter blöden Umständen kann man auch viel Falsches lernen. Dem Hirncomputer ist es letztendlich egal, ob er lernt "Die Erde ist eine Scheibe" oder ob er lernt "Das Leben ist schön" oder ob er lernt "Hat eh keinen Wert". Das wird einfach reingegeben in das Gehirn, und wir erleben das dann wie einen Film, den wir möglicherweise gar nicht gewollt haben, und den wir nicht abschalten können.

Das sind zunächst einmal die Ursachen, warum wir da sind und warum das Leben so ist, wie es ist. Und dann hat das Leben noch die Eigenschaft, daß es immer weiterwuselt. Über verbrannte Erde wachsen bald schon neue Pflanzen nach. Wenn tausend Menschen sterben, gibt es 1000 Neugeborene. Wenn einer verzweifelt, gibt es irgendwo einen anderen, der vor Glück lacht. Und der Verzweifelte wird weiterwuseln. Dem sein Haus zerbombt wurde, der wird ein neues Haus bauen. Wem seine Diplomarbeit auf dem Computer gelöscht wurde, 200 Seiten, und keine Sicherungskopie, der wird sich dran machen, Seite um Seite neu zu schreiben.

Vielleicht muß man sich hin und wieder Augenblicke gönnen, in denen man in diesen Dingen keinen Zweck sieht und sie einfach hinnimmt. Denn Gedanken, wie vieles besser sein könnte, machen einen umso mehr traurig, da es nun mal nicht so ist. Loslassen, um die nötige Kraft zu schöpfen, günstige Gelegenheiten, die genauso aus heiterem Himmel fallen wie das Unglück, zu ergreifen.
KuscheldrowErst einmal an dieser Stelle eine "Danke" an die Leute die ihre Ansichten gepostet haben. Es war tatsächlich der ein oder andere Denkanstoß dabei, der mich doch ein wenig zum Grübeln gebracht hat, der meinen Blickfeld ein wenig erweitert hat.

Aber ich habe noch eine Frage an Montrose:

Es klingt alles so, als ob dieser Zyklus unbeeinflußbar wäre. Als ob man sich immer wieder dieser höheren Gewalt beugen müsste. Ist das so? Ich meine, es gibt schließlich Leute die alles haben, die scheinbar nur vom Glück kosten. Die hatten sicherlich auch ihre schlechten Momente, aber die Quantität ist stark verschoben, oder?
Man muss es doch schaffen können diesen Zyklus aus "Guten und Schlechten Erfahrungen" durchbrechen zu können?

MagicPower:
Nicht immer können wir die Zügeln in der Hand halten. Es liegt niemals ganz in unserer Macht zu beeinflußen ob wir aufden Licht-oder Schattenseiten des Lebens wandern.
Ich meine, wenn du so ein armer Iraker bist, arm aber glücklich. Mit großer Familie und einem ordentlichen Heim? Und dann kommt irgend so ein dahergelaufener amerikanischer Bastardt und bombt dir alles weg. Wo hatte der Bauer in dieser Situation die Entscheidung über Leid und Freude? Es ist eben dieser Fakt, der mich so fertig macht: Es gibt immer eine höhere Gewalt, die die Entscheidung schließlich doch in der Hand hat und nicht du.
Montrose[QUOTE]Ist das so? Ich meine, es gibt schließlich Leute die alles haben, die scheinbar nur vom Glück kosten. Die hatten sicherlich auch ihre schlechten Momente, aber die Quantität ist stark verschoben, oder?[/QUOTE]Das ist richtig. Nur haben solche Leute ihr Glück oft nicht verdient, sondern es ist ihnen zugeflogen.

Wenn man Glück und Erfolg zum Maßstab macht, besteht die Gefahr, daß die Sache umgedreht wird: wer unglücklich und erfolglos ist, der hat irgendwas falsch gemacht oder ist böse oder hat es verdient.

Innerhalb gewissen Grenzen gilt dieser Zusammenhang ja auch: Du machst was richtig oder falsch und bekommst die jeweiligen Konsequenzen zu spüren. Aber das gilt, wie gesagt, nur innerhalb bestimmter Grenzen. In sehr vielen Dingen aber ist das Leben völlig ungerecht.

Bei den heftigen Erfahrungen wie Todesfälle usw. würde ich einfach mal sagen, daß ist eine statistische Anhäufung solcher Ereignisse, an denen man nichts machen kann, wo man halt auf bessere Zeiten warten muß. Alles hat man nicht im Griff.

[QUOTE]Man muss es doch schaffen können diesen Zyklus aus "Guten und Schlechten Erfahrungen" durchbrechen zu können?[/QUOTE]Garantien gibt es für nichts. Die meisten Menschen kommen damit zurande, daß sie auf das Gute hoffen und die Möglichkeit von Tiefschlägen verdrängen. Diese Leute fahren sehr gut damit. Diese Methode ist empfehlenswert.

Dann gibt es wiederum Leute, die sich irgendeinen Weltanschauung zulegen, die sie gelassener macht. Bei mir ist dieses Kochtopfventil, wenn alles scheiße läuft, so ein bißchen der Glaube. Obwohl, auch da passieren in der Regel keine Wunder. Spazierengehen, Musik.

Ganz schlecht ist es aber, wenn man nur noch verzagt ist, immer mit dem Schlimmsten rechnet, und dann auch noch alles dagegen absichern will. Solche Leute bekommen oft eine sehr negativistische Weltsicht, haben eine miese Stimmung und solche Leute scheint das "Schickal" erst recht zu fressen. Meist bekommen die Menschen genau das, was sie am meisten fürchten. Und je mehr man fürchtet, desto mehr Übles wird einem zuteil.
RahabDas Leid sorgt nicht nur für die Erkenntnis des Glücks...

...es sorgt auch für Reife.

Welcher König ist der bessere König?
Der, der ohne Sorgen herangewachsen ist, behütet und umsorgt?
Oder der, der den Schmerz gefühlt hat, der, der weiß, was er nicht befehlen darf?

Nur das Leid, die bittere Erfahrung, kann uns das Richtige lehren.
KatzenschattenDer weise König kennt beides, denn nur vereint sind Glück und Leid ein Ganzes, auch wenn es einem meist gar nicht so erscheint.
Rahab@ Katzenschatten
Hast ja recht ^^
KlarionSind Glück und Leid nicht eigentlich eine Individuelle Sache?

Wenn ein Mensch aus der Dritten Welt unsere Probleme hätte, würde er sich wahrscheinlich dafür bedanken und sich für den glücklichsten Mensch der welt halten.

Das Beispiel ist vielleicht etwas extrem, macht aber doch (hoffentlich) deutlich, was ich sagen wollte.
RahabKlar ist Leid subjektiv.

Aber objektiv betrachtet, ist unsere ganze Realität subjektiv. :D
Katzenschatten*g* Da hast Du recht.
decay73leben IST leiden - und warum? ein blick in die sig von NARRator zeigt's:

[b]"All die Menschen tun so weh - doch sie wissen es nie
All die Menschen, was sie zeigen - das tut so weh

EA80"[/b]

da haben wir es: leben ist leiden, leben heisst leiden. nun müsste man nur noch "leiden" definieren. ;)
Lady Ligeiaich leide ... alle 5 Minuten ... in der linkenen Gehirnhälfte tuts weh und dann durchfährt den rechten Arm ein Schmerz ... !

Der eine hat persönliches Leid ein anderer wieder ganz anders ... man sollte sich sowas aber bitte nicht einreden sonst glaubt es das Unterbewusstsein noch.
dying-rose[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]da haben wir es: leben ist leiden, leben heisst leiden. nun müsste man nur noch "leiden" definieren. ;) [/B][/QUOTE]

[U]Nur[/U] ist gut.





Ein japanisches Sprichwort sagt: [QUOTE]Wo Glück ist, ist auch Leid.[/QUOTE]

Dieses kann man auf zweierlei Art und Weise auslegen:

Erstens: Wer kein Leid kennt, ist auch nicht in der Lage, das Glück zu schätzen. Wenn jemand behauptet, er wüde nie Glück haben, ist es einfach nur eine Sache der Einstellung. Wer nie Glück empfindet, hat noch nie Leid erfahren.

Zweitens: Des Einen Leid ist des Anderen Glück. Es kann nicht jeder Glück haben, denn Glück und Leid sind unzertrennlich. Bsp: A besitzt einen Job. Sein Glück. Dafür hat B keinen, denn dieser wird durch A besetzt, zum Leid von B.
decay73@ dying-rose:
...wohl wahr, und somit ist leid zunächst eine subjektive sache. mag sein, dass es objektive unterschiede gibt, aber wie man es subjektiv wahrnimmt, ist etwas ganz anderes.
mancheiner mag zu jemandem sagen “stell dich nicht so an” ohne zu wissen, wie es für denjenigen tatsächlich ist...wie er [i]sein[/i] leiden wahrnimmt. das zu erkennen macht einen guten therapeuten aus.

der weg ist somit zu versuchen, das leiden aufzulösen... :)
Katzenschattenoder umzukehren, im Sinne von: Mein Leid wird mein Glück, was subjektiv (erstmal) positiv ist.
apnoeLeid entsteht aus deinen Begierden.

Begierden entstehen aus deinem Ego in der Zeit.

Willst du ein Leben ohne Leid fuehren, musst du dein Ego aufgeben.
Liebe ist das beste Hilfsmittel zum Aufloesen des Egos, beziehungsweise ist das Lieben garnicht moeglich mit einem Ego.
apnoeEin Schritt auf dem Weg die Begierden loszuwerden, waere es, wenn du dir Bewusst machst, dass JEDE koerperliche Empfindung und auch JEDE Sinneswahrnehmung Schmerz ist.

Auch das Liebesspiel zwischen Frau und Mann ist nichts weiter als angenehmer Schmerz.
Genauso wie die Wirkung einer jeden Droge nichts weiter ist als Schmerz.
Irrwisch8...leben um zu leiden...
hab eure beiträge mal etwas quer gelesen. manches davon kann ich wohl auf meine weise nachempfinden, aber anderes klingt komisch und endet weitergedacht in dieser pauschal unbeantwortbaren "was ist der sinn des lebens?"-frage.
dieses erwähnte japanische sprichwort, das besagt das man glück, also freude nur empfinden kann, wenn man auch leid bereits empfunden hat, das klingt für mich wahr. erst dadurch werden manche momente wertvoll.
aber grundsätzlich ist man doch für sich und sein eigenes leben und allem was dazu gehört selbst verantwortlich. sicher kann ich nicht auf alles was mich betrifft einfluss nehmen, aber ich kann versuchen mich in meiner zeit mitzubestimmen...und ich mag nicht leiden, dagegen stehen zu viele schöne dinge...
tx1641Leben, um zu leiden?

Wir leiden durch das Leben selbst. Und nur durch die Erfahrung und das Meistern (!) von Leid erkennen wir erst, daß wir leben.
Wäre es anders, wäre unser Dasein nur eine Abfolge von biologischen Prozessen ohne Sinn und Ziel...

Leiden wir also um zu leben?
mizzmelonaich finde leid und freude gehören einfach zum leben.
in diesem sinne finde ich auch den vergleich mit einer achterbahn sehr schön, mal gehts rauf und dann halt wieder runter.

ich persönlich denke das hier eben auch der zufall eine große rolle spielt und mit dem tut sich manch einer schwer. der zufall ist nämlich äußerst unfair und läßt ja dann die eigene situation auch so sinnlos erscheinen. wenn ich mir aber denke ich lebe um zu leiden, dann bekommt die ganze sache einen sinn und irgendwo eine berechtigung und damit wird es ja irgendwie leichter zu ertragen.

inwieweit man leidet hängt ja dann auch von jedem persönlich ab, bzw. wie man damit umgeht. also ist man eher optimistisch oder doch pessimistisch? und dazu fällt mir das schlagwort self-fullfilling-prophecy ein.
also ich meine, natürlich gibt es schicksalsschläge die jeden treffen können und auch ist es normal das dadurch negative gefühle entstehen. aber wenn man denkt das es nur leid gibt, dann wird man ja automatisch die schönen dinge ausblenden und nur noch die negativen an sich ranlassen, wodurch man sich ja dann wieder bestätigt fühlt usw.

nun ja ich bin kein sprachliches genie, man möge mir deswegen verzeihen wenn ich mich an dieser stelle nicht so gewandt ausdrücken konnte wie manch ein anderer, ich hoffe es ist trotzdem verständlich.

leid ist ja auch mit traurigkeit verbunden und deswegen wollte ich noch eine kleine geschichte dranhängen, die ich passend und als sehr schön erachte. vielleicht gefällt sie ja dem einen oder anderen auch-

Die Geschichte der Traurigkeit
Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

"Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

Autor: Inge Wuthe
rosenkindwie man sein Leben im Gesamten wahrnimmt, hängt auch sehr vom eigenen Standpunkt ab. In jedem Leben gibt es Dinge, die wehtun und welche, die schön sind. Mancher "macht mehr mit", ein anderer weniger und wie es empfunden wird, ist, wie schon bemerkt subjektiv unterschiedlich. Aber ob man nun nur sein Leid sieht, nur seine guten Zeiten oder beides, welchem man mehr Beachtung schenkt und wie man es wertet (z.B. als unabänderliches Schicksal oder selbst fähiges zu ändern), dafür ist jeder selbst verantwortlich, das gestaltet jeder selbst. Manchmal braucht man auch einen Schubs von außen, um eine andere Sichtweise zu etwickeln, die einem hilft, Dinge anders zu verarbeiten (ein Therapeut macht das ja auch). Im Endeffekt gibtes so viel grausames und so viel Schönes um einen herum, die rage istnur: was beachtet man? Ein bisschen wird auch das Maß unseres Leides nicht nur von der Sache bestimmt und von unserer Sensibilität, sondern auch von unseren Einstellungen - und die kann man ändern.
BiohazardIch kann Trauerwesen nur zustimmen,
"Eben, man weiss ja schliesslich, dass alles wieder Kacke wird bzw dass man aus der Kacke einfach nicht rauskommt."
Zumindest empfinde ich dies im moment so. Oder aber es fehlt die nötige Kraft um davon wegzukommen. Vielleicht kann man es vergleichen mit einem stehaufmänchen. Manche stehen und bekommen wenig oder nichts ab, andere bekommen (warum auch immer) mehr ab und bleiben irgendwann liegen.
Unten angekommen kostet es ungeheuer Kraft wieder hochzukommen, vorallem wenn man alleine ist. Und nicht jeder hat diese Kraft noch wenn dies öfter passiert.
Die letzen Jahre waren echt schlimm für mich. Körperlich gehts mir gut und dafür bin ich auch echt dankbar, wobei es mir lieber wäre körperliche Gebrechen zu haben aber dafür glücklich zu sein. Wenn ich könnte, ich würde tauschen. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Einstellung die ich mittlerweile verstrette, das ich lieber eine zeitlang Glücklich wäre und danach wäre es gut als immerwieder auf den Boden zu liegen. Sogesehen würde ich die blaue Pille nehmen (sie war es glaube ich) und lieber glücklich und naiv leben, als zu wissen was ich weiß. Ich bemitleide mich auch nicht selbst, führten doch teils eigene Entscheidungen zu dem was passiert ist, aber besser macht es das leider auch nicht. Eher schlimmer.
Schlussendlich muß ich aber auch sagen, das man trotzalledem nie aufhören darf zu kämpfen und daran zu glauben, das das schon wieder wird. Denn wenn man alle Hoffnung fahren läßt, stirbt ein Teil in einem und man lebt nur noch vor sich hin. Das wäre dann der schlimmste Fall. Totale gleichgültigkeit.
Ceres_the_RavenWenn du es ganz logisch erklärt haben willst, dann ist Schmerz eine Warnung an den Körper. Du spürst Schmerzen, wenn dein Körper merkt, dass dir Gefahr droht, somit ist Schmerz in erster Linie nichts weiter als eine Schutzmaßnahme des Körpers, um sich zu retten.
Somit kann es unmöglich sein, dass wir einzig und allein leben um zu leiden, weil der Schmerz ja eigentlich nichts weiter als ein Nebenprodukt ist.

Natürlich tut das Leben weh, aber das ist ja nicht immer so. Auch wenn es manchmal so scheint, so darf man nicht vergessen, dass es auch anders geht.
Ich glaube, dass wir gar nicht in der Lage Glück zu spüren, wenn wir nicht auch Schmerzen kennen würden. Man kann sagen, dass Leid das Gegenstück zu Glück und Freude ist, und nur beide zusammen können exestieren. Verschwindet das eine, muss auch das andere gehen.

Man könnte die Frage auch theologisch angehen und es je nach der Religion beantworten. So könnte zum Beispiel der Buddhist sagen, dass das Leben nur aus Leid besteht und man eigentlich nur lebt, um aus diesem Kreis auszubrechen.
Der Christ würde sagen, dass du von Gott bestraft wirst, wenn du sündigst etc.
judgedredd[QUOTE][i]Original geschrieben von Ceres_the_Raven [/i]
[B]
Man könnte die Frage auch theologisch angehen und es je nach der Religion beantworten. So könnte zum Beispiel der Buddhist sagen, dass das Leben nur aus Leid besteht und man eigentlich nur lebt, um aus diesem Kreis auszubrechen.
[/B][/QUOTE]
Genau wir leben in der Welt der Dualität, wir müssen alle nach Hause zu der Urmonade. Deshalb müssen wir hier in der Hölle(auf Erden) leiden!
BeowulfSeufz...ich leide weil ihr lebt.
DìeSchwarzeKatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Kuscheldrow [/i]

[B]Leben wir nur um zu Leiden?[/B]

Oder fange ich an paranoid zu werden und alles in meinem Leben als Facette einer teuflisch durchkonstruierten Strafe zu sehen? [/B][/QUOTE]

Nun, ich denke an den Punkt kommen wir alle mal und meine Antwort zu der Sache mit dem Leiden ist : JA.

Aber das mag an meiner ohnehin durch jahrelange Depressionen geprägtes Weltbild liegen.

denn das funktioniert nach folgendem Muster:
Es geht berg auf, irgendwas gutes Passiert, dann ,wenn man gerade denkt es ist jetzt alles okay und man sich fast an die Worte „ich bin glücklich“ heran traut, dann passiert, wie zur Strafe für diesen Gedanken, das nächste Unglück.
Alles geht wieder von Vorne los, und man fängt wieder an, und will noch mal kämpfen, nur um dann doch wider in die Knie zu gehen

Dabei stumpft man ab, und vergisst schnell das es auch gutes im Leben gibt und alles Kommt einem nur vor, wie eine sinnlose Strafe von wem oder was auch immer.

[QUOTE][i]Original geschrieben von fallen.dream [/i]
[B]
Allerdings kommt es auf die Einstellung jedes einzelnen an was ihm wert ist und was nicht...

Letztendlich ist die Meinung vertretbar, Leben um zu leiden, jedoch nicht Fakt...

Carpe Noctem
fallen.dream [/B][/QUOTE]

mann kann auch dir recht geben, alles Einstellungssache, wer an das Gute glaubt und so.., nur die Kraft dazu, die muss man erst mal haben, was nach vielen Tiefschlägen nicht leicht ist.
ZafiraIch find leiden Scheiße! Warum müssen wir leiden? Klar, es gibt gut und böse. Es gibt Freud und Leid. Aber warum kann es nicht nur Freude geben? Ich finde diese kosmische Regelung einfach zum kotzen!
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Zafira [/i]
[B]Es gibt Freud und Leid. Aber warum kann es nicht nur Freude geben? [/B][/QUOTE]

das geht nunmal nicht. wenn man nicht weiss, was leid bedeutet und es nur freude gäbe, wäre die freude belanglos - man hätte ja gar keinen vergleich.

ohne freud' kein leid - ohne leid keine freud'. ;)
Zafira[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]das geht nunmal nicht. wenn man nicht weiss, was leid bedeutet und es nur freude gäbe, wäre die freude belanglos - man hätte ja gar keinen vergleich.

ohne freud' kein leid - ohne leid keine freud'. ;) [/B][/QUOTE]

Ja aber, es wäre doch so einfach, wenn wir nicht wüssten was Leid bedeutet! Es müsste einen Hebel geben, den wir umlegen könnten. Der, der Leid erfahren möchte, soll es erfahren. Aber der, der es nicht möchte, eben nur Freude. Das wäre schön. Man müsste es sich halt aussuchen dürfen...
BeowulfDas gibt es längst, und nennt sich Drogen.
Zafira[QUOTE][i]Original geschrieben von Beowulf [/i]
[B]Das gibt es längst, und nennt sich Drogen. [/B][/QUOTE]

Na ganz toll! So muß es ja auch nicht sein! Und mit Drogen hab ich nichts zu tun!
DìeSchwarzeKatzDas schlimme ist, wer einmal angefangen hat, zu leiden , der weiß wie es aussehen kann, und fällt immer wiedre in diesen Trott zurück...
judgedredd[QUOTE]Das gibt es längst, und nennt sich Drogen.[/QUOTE]

Beowulf was ist, wollen wir uns virtuell was rein ziehen??
Schniiiiiiiffff!! Muhaaa! Oh Scheiße, ich habe es vergessen, ich bin das Gesetz. Na ja, man muss was für die Überstunden tun oder??
BiohazardDer nachteil an Drogen ist aber das es nur den schein erweckt das alles ok ist. Für den moment klar aber danach is alles noch schlimmer, also nicht wirklich das was Zafira suchte
SchwertheldHmm...vielleicht solltest du mal bedenken das ohne ein Gegenstück nichts erkannt werden kann, also du kannst kein Glück erfassen ohne Unglück ebenso kannst du einem Blinden nciht erklären was Farben sind oder was Licht ist. Also hat das "lebenslange Leiden" auch wieder einen Sinn. Ich hoffe das hat dir etwas geholfen...

gruß
Zafira[QUOTE][i]Original geschrieben von Biohazard [/i]
[B]Der nachteil an Drogen ist aber das es nur den schein erweckt das alles ok ist. Für den moment klar aber danach is alles noch schlimmer, also nicht wirklich das was Zafira suchte [/B][/QUOTE]

Das ist richtig! Wenn Drogen wie ein Schalter aussehen, will ich auch keinen Schalter mehr!
BiohazardAber wie traurig wäre die Welt wenn wir einfach unsere Gefühle abschalten könnten. Irgendwann würden nur noch Happy Hipos oder Zombies durch die gegend laufen. Und das wollen wir ja auch nicht oder ?
ZafiraAber was ist schön am Leid? Ich habe erst vor einem halben Jahr einen lieben Freund durch Krebs verloren. Er hat immer gehofft und er war ein unbeschreiblicher Kämpfer. Er hat nie vom Tod geredet, wusste aber besser bescheid als jeder Arzt, der ihn behandelte. Ich habe immer in sein Gesicht geschaut, es war von Leid und leiden gekennzeichnet. Das! war nicht schön und ich und viele andere und auch mein Freund selbst, hätten vieles gegeben wenn es kein Leid geben würde. Also frage ich mich allen Ernstes, wozu ist dieses Leid gut? Es hat keinem etwas gebracht ausser Schmerzen, Tränen, Kummer und wie gesagt, viel viel Leid! Weißt Du wie schwer es ist einer Mutter gegenüber zu treten, die ihr Kind vor sich verloren hat? Ich für meinen Teil brauche kein Leid und Zombies oder Happy Hippos wie Du es so schön sagst, na und?

LG
des Zafi :)
BiohazardIch weiß nicht wie es ist einen Freund zu verliehren, bisher hatte ich da großes Glück. Aber ich weiß wie es ist einen Cousin zu verliehren, 32 Jahre war er und 4 Wochen hat er gekämpft. Und das mit dem Kind, ich hoffe für alle das es euch erspart bleibt aber ich hab das miterlebt. ok, ich bin ein man aber das macht das ganze nicht viel besser wenn deine Freundin kommt und dir sagt das sie euer ungebohrenes Kind verlohren hat. Trotzdem möchte ich meine Gefühle nicht abschalten, in diesem Moment sicherlich aber was würde es bringen. Spätestens wenn ich sie wieder anschalten würde würde es mich überkommen, den sowas kann man nicht verdrängen. Und wenn man sie dann wieder ausmacht, schiebt man es nur raus. Leid kann man auch kreativ nutzen, in Gedichten oder Songs. Viele Lieder gäb es nicht ohne leid.
Und mit Zombies meinte ich eher Leute die gar keine Gefühle mehr wahrnehmen.
Wärst du gerne so einer ? Es würde nichts an den Tatsachen ändern das die Menschen die man liebt krank sind und sterben. Man würde es nur ignorieren.
SleepyHollowMir geht es auch oft ziemlich schlecht. Und ich weiß selten warum. Es ist nicht, dass es nur ne Phase wäre, das geht nun schon 3 Jahre so. Es gibt abschnitte, da geht es mir auch mal gut. Aber ich denke für viele Menschen ist es ein leid ihr leben zu leben.
BiohazardIch würde sagen, Leiden hat sehr viel mit Gefühlen zutuhn. Leben ebenso. Alles was man sieht und erlebt ruft ja gewisse Gefühle in einem zu Tage, und sei es nur das Glücklichsein das man Feierabend hat z.bsp
Dirchi..."Leben wir nur um zu Leiden?" -
...Ich würde mal sagen ja und nein! ...Da alles, jegliche Existenz, dem Gesetzt des Karma unterliegt, also dem "Was Du sähst, wirst Du ernten", so sind wir und unser persönliches Leiden, die (Aus-)Wirkung früherer Ursachen. Je mehr Du Leid empfindest, je schlechter sind wohl die Ursachen gewesen.
....Willst Du wissen woher Du kommst, schaue jetzt und hier in den Spiegel, willst Du wissen, wohin Du gehst, schaue jetzt und hier innen Spiegel - ist doch ganz simpel...wir sind, jeder für uns selbst, das Produkt unserer vergangennen Taten und stellen zugleich die neuen Weichen für unsere Zukunft mit unserem jetzigen Denken, Sprechen und Handeln!
Leiden hat nichts mit "Bestrafung" (...von wem oder was auch??!) zu tun und Glück hat auch nichts mit "Belohnung" zu tun - alles liegt und kommt aus uns selbst heraus, wir sind selbst unseres Glücks oder Leids Schmied.

Die Kern-Ursachen des Leidens, im Buddhismus, sind die drei Geistes-Gifte: Gier, Haß und Unwissenheit.
Sobald man von ihnen loslässt, löst man sich auch langfristig von seinem eigenen Leiden!
Einer der Haup-Gründe für Leiden ist demnach auch das Getrennt-Sehen und verurteilen...:

"Wenn jeder weiß, das Schöne ist schön, schon ist das Hässliche da.
Wenn jeder weiß, das Gute ist gut, schon ist das Böse da!"

(Buddhis. Spruch)

...tja liebe Leute...ist das nicht ein Grund, warum wir jeden Tag unser Leiden selstinzenieren?

Liebe schwarze und doch hell-erleuchtende Grüße an Euch alle da draußen...und vergesst net, wir sitzen alle im selben Boot auf dem Ozean des Lebens und Leidens....- habt Achtung und Mitgefühl!!! Dirk
:) :cool: :rolleyes:
WistaireDas das Leiden immer mehr auffällt und zunimmt hat damit zu tun, das die Welt ihren Ende zugeht und der Teufel noch mal richtig "zulegt."

Aus Leiden kann man lernen ja - aber das wir leiden, das schlimme Dinge passieren sind meist Konsquenzen von Dingen, die Menschen tun.
Einige sind verantwortlich für die Zerstörung der Natur, andere müssen drunter leiden - und dies hat ja weitreichende Folgen.
Wenn jemand betrunken Auto fährt und einen Unfall verursacht, muß jemand anderer drunter leiden.

Nein, wir sollen nicht Leben um zu leiden

Dies ist meine persönliche Meinung

@Dirchi die Buddhisten haben eine Menge guter Ansichten fürs tägliche Leben
DirchiGrüß Euch alle und @Wistaire,

vielleich sollte man auch mal dem LEIDEN auf anderer Ebene und Art und Weise begegnen - warum nehmen wir es nicht einfach mal als zu UNS gehörig an, und versuchen stattdessen es zu verurteilen und zu verbannen, als wären wir persönlich pikiert darüber, das uns emotional eine dunkle Wolke über'n Schädel zieht!? ...Somit erzeugen wir doch noch mehr Leid und Kummer!
...Nicht falsch verstehen - hat nix mit masochistischen Dingen zu tun, ich meine nur, Angriff und somit Akzeptanz ist die beste Verteidigung!

Lieber Wistaire, Du schriebst was mit Satan uns. - Mensch begreife doch bitte, es gibt keinen, auser Dir selbst! Und genauso ist auch das "Göttliche" in Dir und Du selbst! Alles andere ist puurer Egoismus und Egozentrik und damit Verblendung.
...Manchmal ist's einfacher das Böse und Unschöne nach DRAUßEN zu vertreiben und dann hilflos bedrückt mit'm Finger drauf zu zeigen: "Das ist das BÖSE, das wird der Weltuntergang etc."
Bleibt Euch selber treu und das "Böse" verschwindet "aus" Euch selbst.

...Die Sache mit der Natur und so, ja, das ist wirklich tragisch und schmerzt schon, aber auch das gehört zu unserem Leben im Hier und Jetzt, dies alles, auch die Kriege und Seuchen, alles, gehört nunmal zu unserem jetzigen Leben dazu - ist unser persönliches und Welten- Karma.

Glaubt Ihr wirklich, wenn Ihr in der sommertrockenen Lüneburger Heide, eine glühende Zigarette fallen lasst, Ihr seit nicht in Schuld, wenn dann halb Niedersachsen abbrennt?
So verhält sich das auch mit unserem Karma und Leiden....das was uns persönlich und global passiert, hängt INDIREKT immer mit uns einzelnem Menschen zusammen, auch wenn wir es nicht raffen können!!!! :confused:

Nicht alles ist für uns immer nachvollziehbar und erklährbar, weshalb wir auch nur eins tun können: Im Hier und Jetzt lebe, von Schlechtem, Haß und Selbstsucht lassen, gutes tun, gütig sei und achtsam sein, Mitgefühl entwickeln und SICH UND SEIN EGO NICHT SO ERNST NEHMEN UND ES MIT GLEICHMUT BELÄCHELN!:)

...dat is dann schon die halbe Miete! Liebe Grüße: Dirk;)
Wistaire@ Dirchi
Und ich dachte immer - nur die bösen Christen wollen alle missionieren;)

Oh ich bin mir sehr wohl bewußt, das ich verdorben bin - wie alle anderen Menschen auch.
Aber es ist doch Fakt, das es immer mehr Leid auf der Welt gibt, davon bleibt keiner verschont.
Und wenn so viele Satan verleugnen, so gibt es ihn doch, immerhin sieht man ja, wie "gut" er ist in seinem Job, denn keiner nimmt ihn ernst.
mizzmelona@ wistaire

wieso mehr leid? gibt es dafür irgendwelche statistiken oder so, oder worauf ist das begründet?
die menschen leiden doch heute genauso wie früher, ich seh da keine zunahme. und wenn dann beruht die doch nur darauf das es heute mehr menschen gibt und damit mehr konflikte, aber was hat der teufel dann damit zu tun? naturkatastrophen kann man ihm wohl kaum in die schuhe schieben, da müßen wir uns schon selbst an die nase fassen.
BiohazardIch glaube, das man es vielleicht so empfindet das es heutzutage mehr leid gibt, weil man es einfach eher mitbekommt. Früher waren die Medien nicht so ausgebaut und vor 100 Jahren haben z.bsp die Franzosen geglaubt, wir schneiden ihren Kindern die Hände und Füße ab. Heutzutage bekommt man es halt vorgeführt, das es Leid gibt. Und das im geballtem maße in den Nachrichten.
Es wird uns, so glaube ich, einfach nur bewußter, das es mehr leid gibt als wir vielleicht bisher dachten.
DirchiMoin,

@Wistaire: Du, im Buddhismus gibts nix zu missionieren...und selbst wenn's Dogmen gäbe, brächte es auch keinem Schwein was, diese jemand anderem einreden oder aufbrummen zu wollen, da nur jeder Mensch ganz für sich selbst, und aus sich selbst heraus seine Wahrheit erfahren und seinen eigenen Weg gehen kann.:D

...Dass das Leiden auf der Erde zugenommen hat, denke ich ist auch relativ; früher z.B. im Mittelalter litten die Menschen vermehrt an Krankheiten, Seuchen und hin und wieder beim Kampf mit'm Schwert zwischen Mensch und Mensch... heute, insbesondere in unserer westlichen Welt, leiden wir nicht mehr sehr an Armut und Krankheiten, aber dafür haben sich andere Leiden aufgetan: heute und besonders im kalten Krieg litten wir unter der globalen atomaren Bedrohung... jetzt ist die Klimaveränderung am kommen mit all ihren potentiellen Naturkatastrophen....
Eine große Gefahr und Leiden ist nun auch die Bedrohung und damit auch die Angst, vor dem weltweiten Terror, der schließlich aus dem riesigen Gefälle zwischen ost und west, Armut und Reichtum usw. entstanden ist!
Ich denke, die Leidens-Arten verändern und verschieben sich nur, sie "passen" sich an unsere Menschheits-Entwicklung an, (sorry, aber nochmal was buddh.: dies ist unser Welten-Karma).
Aus früher Pest haben wir jetzt Aids, aus früherer Armut wurde Reichtum mit steigender Egozentrik der Gesellschaft und aus der Hexenverfolgung wurde Rassismus .....
Früher und jetzt in der 3. Welt starb man an Unterernährung oder an Seuchen, heute stirbt man hier in unseren westlichen Gefilden an "Wohlstandskrankheiten" wie Herzinfarkt, Schlaganfall etc. oder man wählt gleich den Freitod, weil unsere Gesellschaft und deren Zukunft (anscheinend) nix mehr an echten Werten, an Sinn und auch nicht mal mehr genug Arbeitsplätze zu bieten hat!:confused:

Je reicher und materieller wir werden und uns weiterentwickeln, um so mehr wird sich das Leiden in unseren psychischen Bereich verlagern....was mit Sicherheit schlimmer zu ertragen ist als mit nur noch einem Bein leben zu müssen.

Resignation und Selbstmitleid ist bestimmt genau das Falsche, was uns, unsere Gesellschaft und die Zukunft unserer Erde weiterbringt.

Lieben schwarzen Gruß: Dirchi:)
decay73@wistaire und dirchi:

zunächst einmal wäre es sicher ganz sinnvoll sich gedanken darum zu machen, was ‚leid’ eigentlich genau ist, was es umfasst und wie man es dann vermindern kann.

objektives leid (also z.b. ein schmerzender daumen, weil man mit nem hammer draufgeschlagen hat) ist m.e. etwas anderes, als subjektives leid (leid, dass sich zwar objektiv als vielleicht unbegründet herausstellt, aber trotzdem als leid wahrgenommen wird). das ist leid, das nach buddhistischer überzeugung durch selbsttäuschung, einbildung und irrglaube erzeugt wird.
vor allem dieses leid, welches, um mit buddhistischen termini zu arbeiten, durch ‚wähnen’ bzw. ‚anhaften’ erzeugt wird, gilt es durch ‚gründliche achtsamkeit’ zu beseitigen. gründliche achtsamkeit lässt neues ‚wähnen’ nicht aufkommen und zerstört altes.

objektives leid wird in unserer welt meiner überzeugung nach auf jeden fall weniger, denn es geht uns da z.zt. besser als alle vorhergegangenen generationen. das ist aber nicht analog zum subjektiven leid. gut möglich, dass das gerade wieder zunimmt. wenn man davon ausgeht, dass z.b. das angstgefühl ursprünglich bei todesängsten aktiviert wurde, also dem überleben diente, diese ursprüngliche angst einem aber heute i.d.r. nicht mehr begegnet, könnte (ich sage bewusst ‚könnte’, denn ich bin kein antrophologe *g*) es auch sein, dass das gefühl der angst auf andere bereiche ausweicht. kein wunder also, dass es heute so viele angststörungen gibt.

wie auch immer, das thema ‚leid’ scheint mir ein sehr komplexes zu sein.
und je nach dem, um welche art leid es sich handelt, muss auch die strategie zur ‚leidensversiegung’ angepasst werden. :)
WistaireJa stimmt, Leid wird unterschiedlich empfunden und ist ein großes Thema - stimme da voll zu.

Auf jeden Fall war aber doch die Frage, ob wir leben, um zu leiden und das glaube ich eben nicht. Warum wir dann leben ist dann ja wieder eine andere Frage.

@Dirchi - was ich damit meinte - Du hast meine persönliche Meinung, was ich ja sogar noch dazu geschrieben hatte - durch Deine Art zu reagieren, als falsch hingestellt - und den Buddhismus als richtig - so kam es mir vor.
Können wir nicht jeder an unterschiedliche Dinge glauben und uns so aktzeptieren?

Wir sollten alle anpacken in der Welt, das wäre schön. Wenn es Nachbarn schlecht geht, nicht wegschauen, sondern helfen. Mit offenen Augen durch die Welt gehen und einander unterstützen.

Liebe Grüße
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Wistaire [/i]
[B]Auf jeden Fall war aber doch die Frage, ob wir leben, um zu leiden und das glaube ich eben nicht. Warum wir dann leben ist dann ja wieder eine andere Frage.
[/B][/QUOTE]

jup, ich denke auch wir leben nicht [i]um[/i] zu leiden, sondern wir leiden, [i]weil[/i] wir leben... ;)
Dirchi@Wistaire:
Hi, es war nicht meine Absicht Deinen Glauben als falsch hinzustellen - Du glaubst dieses, ich denke jenes, und das ist doch auch gut so, weil man nur so, durch die Vielfalt aller Meinungen, Lehren und Wege, seinen Horizont erweitern und somit seine eigenen Schlüsse draus ziehen und seinen persönlichen Glaubens- und Lebensweg gehen kann.
Du schriebst halt, ...das der Teufel noch mal zulegt... und lieber Wistaire, da schrieb ich Dir wohl, das es (für mich) keinen personifizierten, von uns getrennten, Teufel oder Böses gibt, sondern wir selbst das Gute und Böse sind. Ich mache mich nicht lustig über Dich oder diese Anschauungen vom Teufel, aber machmal klingt es schon a weng skurril. Sorry!
Ich hoffe Du verstehst mich, dass ich nicht Dich oder sonst wen oder etwas verurteile oder als unwahr darstelle - als Buddhist halte ich letztendlich nicht eimal an "meinem" Buddhismus fest, wie sollte ich da verurteilen?(...dann wäre ich mir selbst net treu und schon gar kein Buddhist)
...Buddhas u.a. letzten Worte vor seinem Tod zu seinen Jüngern waren, dass sie nicht an ihm oder an seiner Lehre festhalten und blind seinen Weg (des Buddhismus) gehen sollten, sondern jeder für sich sollte auch die anderen (Religions-)Wege ausprobieren...und nur wem seinen Weg des Buddhismus auch was bringt solle ihn auch beschreiten. ...

Buddhismus ist und bleibt kein IS MUSS. ;)

Wistaire, ich denke auch wir alle sollten anpacken...und es fehlt uns in dieser Gesellschaft wirklich an gesundem Altruismus, Gemeinschaftssinn und sozialem Verantwortungsgefühl.
In unserer konsum- egozentrierten Gesellschaft zählt immer mehr das eigene Wohlergehen, die eigene Karriere und sein eigenes Statussymbol - da ist kein Platz mehr für selbstloses und mitfühlendes Denken und Handeln, viele sind nur noch sich selbst der Nächste.
Achtsamkeit zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen und zur Umwelt geht vielen Menschen immer mehr verloren.
Und damit sind wir dann auch wieder beim Thema..... Hier setzt dann wieder der Teufeslkreislauf an:
Das Nicht-Erlangen dessen was wir begehren wird für uns zum Leiden, und das, was uns wiederfährt was wir nicht wollen, läßt uns auch wieder leiden!

@decay73:
Hallo! Ich denke, das sich das Wirrwarr..."leben um zu leiden und/oder leiden weil wir leben" vom Wesen her identisch ist, und sich beides bedingt.
Wenn wir dies von der Ebene des Samsara (buddh. Daseinskreislauf, von Leben, Tod und Wiedergeburt) und somit des Karma betrachten, leben wir in der einen, ersten, Existenz und sammeln, durch unsere Unwissenheit, Gier und Haß, schlechtes Karma. Diesem folgt eine dementsprechend schlechtere Geburt als was und wo auch immer. In dieser anderen, zweiten, Existenz, leiden wir nun infolge dessen, was wir an Karma "mitgebracht" und uns als solche Existenz geformt hat. Aber auch dieses "Abarbeiten" oder "Aushalten" des alten Karmas, bedingt auch wieder neue Unwissenheit... und somit Leiden.
Das Leiden im Buddhismus (Duhkha) bezeichnet ja nicht nur Leiden im Sinne von unangenehmen Empfindungen, sondern alles Bedingte, alles Materielle und Geistige, das dem Entstehen und Vergehen unterworfen ist!

Lieben Gruß an alle: Dirchi ;)
Eiswutich kann dir aus meinen erfahrungen berichten!
ich glaube wir sind auf der welt um zu leiden,
ich erfahre nichts gutes,
und wenn dann folgt gleich darauf das 4mal so schlimme ereigniss,
aber ich habe mich damit abgefunden,

das leben lebt mich weiter
WhisperingAngelWarum wir leben, oder ob wir nur leben um zu leiden ist eine schwierige Frage.Niemand kann die Frage was der Sinn des lebens ist und warum wir hier sind genau beantworten. man kann zwar viele Theorien haben aber keine ganz genau beweisen. Da Leid mit Schmerz zutun hat, is es auch eine gefühl oder zumindest damit verbunden. Aber wenn der Mensch nicht Leidet, was wäre dann das Glück noch wert?? Ohne das Leiden, würden wir nicht wissen was es heißt nicht zu leiden und glücklich zu sein. Jeden trifft es mal hart, aber nur wer das Böse erlebt hat kann auch das Gute sehen. Das leben besteht nicht nur aus leiden, aber leiden gehört dazu. Manche Menschen leiden mehr und mache weniger. Das ist die Ironie des Schicksals, falls es überhaupt Schicksal gibt. Natürlich sollte man auch versuchen das Leiden auf der Welt zu veringern, aber das ist leider sehr schwierig da es leider zu viel Leid auf der Welt gibt, aber man sollte trotzdem nicht aufhöre es zu versuchen...
suizid_forever"Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über etwas wundert, das im Leben vorkommt."


In diesem Sinne hat sich meine Einstellung über mein Leiden geändert, denn dem Menschen bleibt nichts anderes übrig als es hinzunehmen, dagegen zu kämpfen oder vorzeitig aufzugeben. Es gibt auch keinen Plan oder Schicksal, der etwas für einen Menschen vorbestimmt oder dessen Leben einen Sinn gibt....es ist alles ZUFALL...alles sinn-und ziellos....EVOLUTION....fressen und gefressen werden....warum trotdem einige Menschen glücklich werden liegt an deren Abstrahierungsfähigkeit.....Sie können die Wirklichkeit ausblenden oder noch besser erkennen die Ambivalenzen der Welt noch nicht einmal....
bloodyangel90Hi...
Ich glaube das man erst leiden muss in seinem Leben um das Glück genießen zu können.

Wenn man alles negativ sieht kann man ja lange auf das Glück warten! Ich hab dies auch ne Zeit lang getan und es hat mir nicht gut getan.

Manchmal habe ich das Gefühl das, das Leid eigentlich garnicht so schlimm ist wie es einem vorkommt. Der Mensch scheint aber es sich immer schwerer zu machen. Man kann auch etwas positives in seinem leid sehn. Ich hab es getan und meine besste Freundin gefunden.

Es gibt immer Leid im Leben aber das schwierigste ist daran es zu überwinden und nach vorne zu schauen. Wer das schafft sag nicht das, das Leben nur aus Leid bestehe!

Immer Kopf hoch, es wird irgendwann alles wieder gut. :-)
-=The-End=-Das Leid ist auf der Welt um die Freude zu vergrößern.
Ohne Leid würde doch die Freude eher zur Gewohnheit werden.
Und es wirkt irgendwann alles gleich. Eine Welt, die nur aus Zucker besteht, ist genauso schlimm, wie eine Welt, die nur aus Leid besteht.
halfbeeich würde auch sagen,wie leben um zu leiden.aber wie leiden irgendwie auch um zu leben. denn,wie schon erwähnt:was ist das leben ohne glück?und glück können wir nur empfinden wenn wir das leid kennen.es wird durch das leiden sogar vergrößert.jemand,der z.b.immer hunger leiden muss freut sich über alles wenn er einen tag lang satt sein kann.doch wenn ihm jemand essen für den rest seines lebens gibt-ist er dann nicht noch glücklicher?und wäre es einem nicht egal,der den hunger nie gekannt hat?
andrerseits habe ich oft den eindruck dass manche menschen mehr leiden als andere.nicht nur,dass manche die fähigkeit zu leiden ausgeprägter besitzen als andere,es sind auch die dinge die passieren. es ist schwer an dieser stelle nicht in selbstmitleid zu versinken. aber auch ich bin einer der menschen denen scheinbar immer nur schlechte sachen passieren.aber ich bin meistens stark genug darüber hinwegzukommen. immer mit der sicherheit, schon viel schlimmeres überlebt zu haben.und der erwähnte zynismus ist tatsächlich hilfreich*g*
und letztendlich:im normalen leben, an ganz ereignislosen tagen,ist es nicht auch glück dass eben nichts passiert?jede sekunde unsres lebens in der sich gerade nichts ändert und die wir deshalb nicht wahrnehmen, könnte alles zerstören. also hat man unendliches glück,einfach nur weil nichts passiert.nichts sonderlich gutes aber auch nichts schlechtes.
Frost_Geist"Es kann nicht jeden Tag nur regnen."
-The Crow

"Ich kann zwar nicht behaupten, dass mich nichts betrübte, doch da, wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste"

"Früchte tragen können nur die Blüten, die verwelken"
-beides Blumentopf - Leise Töne

Ansonsten sehe ich das so :
Irgendwo....hmmm... ja wir leiden viel, aber das ist nicht der primäre Zweck unserer Existenz. Wir leiden sehr viel, weil wir vieles nicht wissen oder nicht gelernt haben, wie man mit gewissen Dingen umgeht. Oder weil wir uns an Dinge klammern und uns nicht damit konfrontieren, was geschieht, wenn man uns dann genau das nimmt.
Infolge dessen ist es eher unser Zweck das Leiden zu beenden. Das heisst jetzt aber nicht, dass man sich umbringt. :D
Man soll genau dann leben.
So dämlich es vielleicht klingen mag, aber ich empfinde es schon so, dass man dieses "am Leben sein" sowohl in Trauer und Glück zu spüren bekommt. Ist man glücklich erfährt man die vollen Freuden des Lebens und traurig erfährt man die Gegenseite davon.
Aller Anfang ist schwer, und am Anfang leidet man viel. Man wird an seinem Leid aber wachsen und lernen damit zurecht zu kommen, es gesund wahrzunehmen und zu verarbeiten. Obwohl ich erst 20 bin, finde ich, dass ich an Dingen, an denen ich vor 2 Jahren noch gescheitert wäre heute damit wesentlich leichter zurechtkomme. Es öffnen sich aber gleichzeitig neue Pforten des Leids, mit denen ich mich wieder auseinandersetze.
Da finde ich den Begriff "sein Leben meistern" doch sehr schön.
Man muss es meistern. Ein Meister muss aber vorher auch erst viel lernen, und je mehr er gelernt hat, desto leichter fällt ihm das was er tun muss. Er wird immer besser.
Für das Leben würde das konkret bedeuten, man leidet weniger. Es gibt immer unvorhersehbare Ereignisse, doch ich glaube, je weiter man diesen Weg geht, desto widerstandsfähiger, ausdauernder, stärker und belastbarer wird man.

Und obwohl dieser Thread wie eine Alltagssorge erscheint ist dieses Thema soooo uralt und wir sind nicht die einzigen die sich damit schon auseinandergesetzt haben. Viele hochgerühmte und ehrhafte Philosophen der Griechen sprachen einst über solche Dinge. Zum Abschluss noch ein paar kleine Weisheiten, die mir sehr viel weitergeholfen haben und mir helfen mein Leben anzunehmen, es zu lieben und Freude daran zu haben.
Es ist halt ein richtiges Abenteuer, mit hochs und tiefs, Helden und Heldinnen, Bösen Geistern und leuchtenden Engeln ;) :

"Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause." -Demokrit

"Allwärts klagt der Mensch Natur und Schicksal an, und sein Schicksal ist doch in der Regel nur Nachklang seines Charakters, seiner Leidenschaften, Fehler und Schwächen" -Demokrit

"Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut." -Menander

"Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden." -Epiktet

"Glück ist Selbstgenügsamkeit." -Aristoteles

"Nicht gut ist, dass sich alles erfüllt was du wünschest: Durch Krankheit erkennst du den Wert der Gesundheit, am Bösen den Wert des Guten, durch Hunger die Sättigung, in der Anstrengung den Wert der Ruhe." -Heraklit

"Dulde nur still mein Herz, schweres hast du schon ertragen."
-Homer

"Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind. Dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein." -Sokrates

"Gefahrlos lässt Gefahr sich niemals überwinden."
-Leonidas v. Sparta

Viele liebe Grüße
Frosti
Black Crow- 87Leben um zu leiden... das beschreibt fast meine komplette Jugend. Ein Schicksalsschlag nach dem anderen, negative Ereignisse überschlugen sich und ich versank in einem tiefen Loch.

Ich bin mittlerweile seit gut 5 Jahren dauerdepressiv mit erschreckenden Tiefpunkten und hab oft ein Leben geführt, dass dieser Bezeichnung nicht würdig ist.

Ich hab nie wirklich versucht etwas dagegen zu tun, sondern mich einfach damit abgefunden, dass das Leben eben so sei.
Mein komplettes Jugendalter war geprägt von Schmerz und quälenden Gedanken, über teils belanglose Dinge.
Warum muss ich immer über alles nachdenken? kann man das nicht endlich mal stoppen... ich will das nichtmehr. Ich wünschte mir, ich wäre einfach vollkommen unintelligent, dann wär ich sicherlich glücklicher.

Ist es der Preis, wenn man über das Leben nachdenkt, zu sehen wie unfair und schrecklich dieses Leben ist, oder ist es letzendlich doch das Ergebnis davon, dass ich immer nur über die negative Seite nachdachte?

War ich zu schwach zum Leben und hab dadurch alles kaputtgemacht, was ich hatte? Weil ich mir selbst eingeredet hab schwach zu sein? Diese Zeiten sind vorbei, ich hab einfach keinen Bock mehr, ich werde endlich damit anfangen, etwas aus meinem Leben zu machen, ich bin 19 Jahre alt und hab das Leben eigentlich noch vor mir, denn das, welches ich bis jetzt führte, war keines. In mir schlummert viel Kraft und ein wahnsinnig starker Willen, das richtige zu tun. Es muss noch viel mehr geben, als immer nur zu trauern, sitzen wir wirklich alle so tief in einem dunklen Loch, dass wir die Sonne nichtmehr sehen können? oder haben sich unsere Augen so an die Dunkelheit gewöhnt, dass wir sie garnichtmehr sehen wollen.

Ich hab nicht vor meinen Charakter zu ändern, denn der ist wie ich finde ok so, ich werde auch weiterhin nur schwarz tragen und die gleiche Musik hören, die gleichen Einstellungen vertreten, man wird aus mir ohnehin keinen glücklichen bunten Kasper machen können, aber einen glücklichen Schwarzträger vielleicht. Für mich hat das auch nicht so viel miteinander zu tun.

Ich werde mein Leben besser machen als bisher, die anderen 6 Milliarden Menschen auf dieser Welt, und damit meine ich jeden einzelnen von ihnen, sollen das tun, was sie für richtig halten und ich tue, was ich für richtig halte. In mir herrscht Aufbruch und das hier ist eine Kampfansage ans Leben... Es muss anders werden und das wird es auch.

Es gibt einen Weg heraus... und ich bin auf der Suche danach

lg Black
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