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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Hass - Möglich?
SintraMich würde mal interessieren wie ihr das so seht.

Ich kenne nun eine Person schon seit einigen Jahren. Inzwischen recht gut. Es schien so zu sein als ob wir uns gesucht und gefunden haben.

Das Gefühl des Verstehenes und der Liebe kam ohne das ich es wollte. Jetzt ist es allerdings so, das es mehr so dem Hass platz macht. Einfach so. Kann sein das es am Verhalten oder an der Zeit liegt.


Aber ist es möglich eine Person von Heute auf Morgen einfach so zu hassen. Nicht so dieses " Ich hasse dich... " Sondern so richtig wie man jemanden schon fast verachtet.
SoulReaper696also von heute auf morgen sicherlich nicht, ich denke das wächst zuerst im unterbewusstsein.:p
SintraSicher unterbewußt geht alles irgendwie aber das man es nur dann bewußt wahr nimmt wenn es schon fast zu spät ist.
Demon17Ich habe das selbst mal erlebt, so nach einer 10 Jahrigen Beziehung mit Unterbrechungen. Wir haben uns dann ein paar Jahre kaum gesehen und wollten es wieder aufwärmen. Das ist dann gründlich schief gegangen. Ich glaube gerade von Menschen die man liebt erwartet man besonders viel und es verletzt oder enttäuscht einen sehr stark wenn sie diese Erwartung nicht erfüllen. Deshalb kann durchaus aus Liebe auch Hass werden.

never surrender

demon17
NopeVon Heute auf Morgen..hm...schwierig.
Würde aber nicht sagen unmöglich, habe selbst schon ein paar Wahrnehmenswandlungen dieser Art gehabt.

Zwischen Liebe und Hass liegt ja bekanntlich nicht viel...
LesbiaEin so großes Gefühl wie Liebe kann ja nich durch gleichgültigkeit ersetzt werden. Da muss ein eben so großes Gefühl her.
Und dat is nun mal Hass.
Sohab ich es zumindest mal in einer schlauen Zeitschrift gelesen...
Lokiich glaube nicht, dass aus liebe hass werden kann, zumindest nicht über nacht.
und wenn man sich über einen längeren zeitraum nicht sieht, kann es meiner meinung nach auch nicht passieren, der entstandene hass würde wohl eher auf einbildung beruhen. wenn man sich aber jeden tag sieht udn einem täglich neue dinge auffallen, die einen selbst am anderen stören, dann könnte ich mir vorstellen, dass die liebe in hass umschlägt.

wobei cih selber sagen muss, dass ich verachtung nicht stärker einschätze als hass, ich selber verachte so manche menschen, allerdings hasse ich sie nicht. hass kann meiner meinung nach nur aus persönlichen gründen entstehen, verachtung dagegen kann auch objektiv betrachtet entstehen.

mfg,
Loki
Adorawenn aus Liebe, Hass wird, denke ich mal spielt Enttäuschung dabei ne große Rolle, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden kann das schon ziemlich schnell passieren.
Verachtung wäre für mich ne erweiterte Form von Hass.
SONlange Zeit nicht gesehen, nicht miterlebt. Träume hochgezüchtet, entfremdet, weil fremde Wege. Viel zu natürlich und viel zu oft erlebt. Haß verbleibt, unerklärlich -statt Liebe...
PhylissDas erinnert mich, um ehrlich zu sein, stark an die Beziehung zwischen Eltern und Kindern.

Schaut mal da z.B.: [url]http://www.psychotherapiepraxis.at/forum/viewtopic.php?t=12158[/url]

Imho kann man das auf jeden beziehen. Ich kenne sowas auch... ich weiss nur nicht, warum man es verachtet bzw. sich darüber aufregt. Vielleicht wird der andere zu vertraut und man fängt an, sich zu langweilen? In dem Thread da gibts noch mehr mögl. Ursachen.

Ich glaub, letztendlich ists ein Problem mit sich selbst.. man muss halt wahrhaben können, dass der andere auch nur ein Mensch ist und kein fehlerloser Superheld.. der andere tut auch langweilige Dinge, kratzt sich am Hintern und schlürft vielleicht seine Spaghetti auf ne end unangenehme Weise...

Njo, und dass man sowas ungern sieht und den anderen dafür verachtet, auch für harmlose, aber alltägliche Dinge, die keinem weiter auffallen würden (die Art, wie jemand etwas tut), liegt wohl daran, dass man Angst hat vor der Alltäglichkeit und Langeweile.

Wenn man sich mehr ums eigene Leben kümmern würde, würde einem sowas wahrscheinlich gar nicht groß auffallen. Man ist ja nach ner Zeit regelrecht fixiert auf das, was einen am anderen stört.

Wenn man den anderen gar nicht mehr ertragen kann, ist ne Trennung vielleicht ne ganz gute Idee. Dann kann man der Sache erst mal auf den Grund gehen.

Finds eigentlich nicht normal, Hass/Verachtung für jemanden zu entwickeln, der einem eigentlich nichts getan hat oder den man sogar liebt.

Ich weiss nicht, warum du denjenigen hasst, Sintra. Aber auf irgendeine Art und Weise, die nicht weiter wild sein kann, immerhin hast du ihn geliebt, scheint er dir auf die Nerven zu gehen und du dich belästigt zu fühlen. Warum?
littlelilith136"Zwischen Hass und Liebe liegt oft ein schmälerer Grad als man denkt", hat mal jemand zu mir gesagt. Bei mir hat es sehr oft gestimmt. Hass und Liebe sind zwar völlig Gegensätzlich, aber beides sind "extreme" Gefühlsregungen. Und man kommt viel schneller von einer Extreme zur anderen als auf den "goldenen" Mittelweg. Außerdem ist jener "goldene Mittelweg oft viel schwerer zu gehen, als gleich "extrem" zu werden.

[QUOTE]Das erinnert mich, um ehrlich zu sein, stark an die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. [/QUOTE]

Dem muss ich mich anschließen.
SintraMir wurde mal gesagt: jedes Gefühl ist erlaubt hauptsache es ist nicht die Gleichgültigkeit.

Ich sehe Gleichgültigkeit noch schlimmer als Hass, weil Hass ist immer noch eine Gefühlsregung. Aber wenn einem alles egal ist...

Liebe und Hass sind wirklich zwei große Extreme. Wenn man sie richtig auslebt.

Sicher ist keiner ein Superheld.

Aber sollte man sich dennoch nicht seinen Freunden annehmen, wenn man vorher sagt man liebt sie?
SoulReaper696[QUOTE][i]Original geschrieben von Sintra [/i]
[B]
Aber sollte man sich dennoch nicht seinen Freunden annehmen, wenn man vorher sagt man liebt sie? [/B][/QUOTE]

das versteh ich jetzt nicht
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von SoulReaper696 [/i]
[B]das versteh ich jetzt nicht [/B][/QUOTE]

Sorry, das hatte ich oben nicht mit reingeschrieben.

Er hatte mir vorher gesagt das er mich liebt.

Und jetzt ist da halt der Hass an die Stelle gerutscht
PhylissWenn ich das jetzt richtig verstehe, "hasst" er dich und nicht umgekehrt?

Moahr, das stell ich mir mal ends hart vor, sowas deutlich gemacht zu bekommen, fühlt sich sicher an als wäre man als Person unmöglich und wird wegen einer Sache stark abgelehnt, der man sich selber vielleicht nie bewusst war. Genau so entstehen wohl Komplexe und Leute, die es immer allen recht machen wollen.

Kann dazu nur sagen: Wer andere dafür hasst, wie sie ihre Schuhe zubinden oder ihre Haare kämmen, der hat mit sich selbst ein Problem und nie mit den Tätigkeiten alleine.
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss [/i]
[B]Wenn ich das jetzt richtig verstehe, "hasst" er dich und nicht umgekehrt?[/B][/QUOTE]

Jein, so kann man das nicht sehen.

Es ist schon lange her als er das gesagt hat. Und wirklich richtig ernst hab ich es nicht genommen. Trotzdem stellte sich das Gefühl jetzt so langsam ein.
PhylissBei dir? Also bei dir stellt es sich ein, dass er dich hasst?

Wenn ich diesen Verdacht hätte, würde ich meinen Freund direkt drauf ansprechen und fragen, was er für ein Problem hat und warum, ob man was dagegen tun kann oder obs was generelles ist...tja und mich dann entscheiden, ob ich das länger ertrage. Wenn du schon in einem Forum fragst, muss es dich stören.
ubiesttristaniavielleicht hat dein freund aber einfach ein problem,
das nicht mal was mit dir zu tun hat,
vielleicht belastet ihn was beim studium/der arbeit.
frag ihn mal was los ist....
SintraAls ob er mir das sagen würde.

Aber generell interessiert mich eher die Frage an sich, ob man von Heute auf Morgen jemanden richtig Hassen kann.

Anscheinend muß aber erst was vorgefallen sein, doch was ist wenn das nicht der Fall ist?
PhylissIch glaub nicht, dass das von heute auf morgen geht, ohne dass etwas vorgefallen ist.

Wenn heute jemand reinkommt und meinen Bruder erschiesst, dann würde ich ihn wohl dafür hassen.

Aber bei jemandem, den man liebt, ist das imho komplett anders.
Ein hassähnliches Gefühl kann aufkommen, wenn man mit jemandem sehr dicht zusammenlebt.. sich jeden Tag dauernd sieht, dauernd aneinanderklebt, dabei womöglich noch zofft wegen Kleinigkeiten und whatever.

Da ist es aber eine längere Entwicklung...kennt sicher auch jeder, auch wenn es nicht immer Hass ist, der aufkeimt. Aber Wut auf den anderen u.U. schon..war doch früher schon so in der Grundschule mit der besten Freundin...man war 2 Jahre mit ihr befreundet, traf sich fast jeden Tag und dann nervte alles nur noch. Man fixierte sich auf jemand komplett anderen, wo man alles besser fand (bei der gibts besseres Essen und ihre Mutter ist netter, sie hat schönere Kleidung und will nicht immer dies und jenes spielen ;) ), was aber auch irgendwann bekannt war und auf den Geist ging.

Durch dieses Aufeinanderhängen entstehen aber auch fiese Streits bei Partnern, glaub ich.
Irgendein Tick am anderen kotzt einen an, man ignoriert das aber, weil man ihn nicht verletzen will und wenns dann kracht schleudert man es ihm mit doppelt und dreifacher Wucht ins Gesicht, wobei der andere denkt, er sei komplett unmöglich und das Gegenüber hasst ihn.

Ich mag Leute zwar nicht, die das tun, aber bei so nem Anfall kommt imho auch nicht unbedingt Hass durch, es ist einfach n Aufeinanderprallen von stark gesteigerten Emotionen.

Außerdem, was meinst du, woran Ehen scheitern? An Langeweile und zu viel Vertrautheit. Der Mann sitzt am Tisch, die Frau fragt ihn was harmloses, woraufhin er mit den Zähnen knirscht und ihr in Gedanken sonstwas antut.
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss [/i]
[B]Irgendein Tick am anderen kotzt einen an, man ignoriert das aber, weil man ihn nicht verletzen will und wenns dann kracht schleudert man es ihm mit doppelt und dreifacher Wucht ins Gesicht, wobei der andere denkt, er sei komplett unmöglich und das Gegenüber hasst ihn. [/B][/QUOTE]

Stimmt, das kennt man, so also ob man alles für diesen einen Augenblick aufgespart hätte.
MagnusCaudar(BwHass und Liebe sind doch immer miteinander verbunden .... Wie kann man jemanden Hassen ohne vorheer einmal Geliebt zu haben . Ich definiere Liebe als Respekt , erkanntes Potenzial oder ähnliches . Aus solchen dingen entwickelt sich immer eine tiefe Leidenschaft und ist Leidenschaft nicht der Uhrsprung von Hass und Liebe . Ich glaube zwichen solchen Gegensätzen besteht immer nur eine so schmale Linie , so das es sogar von einer auf die nächste Sekunde wechseln kann .
Fehlfarben[COLOR=deeppink]Ich glaube es kommt auf den Menschen mit an. Hass hat ya auch was mit Gefühlskaltheit zutun und das kann halt net jeder! [/COLOR]

[COLOR=deeppink]Von heute auf morgen zu hassen ist für mich unmöglich! des kommt über die Monate und Jahre. Man mekrt es nur immer erst zu spät...[/COLOR]
Ohne_DichWas kenne ich, ich kenne auch eine Person, die ich sehr gerne hatte und umgekehrt.. Aber am Ende hatten wir verschiedene Meinngen und unsere Freundschaft war am Ende!
SintraVerschiedene Meinungen finde ich in manchen Situationen gar nicht mal so schlimm. Immer noch besser als sich nur anzuschweigen und es nie auszusprechen.
LadyBlackheavenich finde wenn man jemanden geliebt hat fällt es einem leichter zu hassen.

ich tue dies z.b ich hasse meinen ersten ex für den kann ich nur nich vrachtung emfpindung genau wie für meinen vorletzten ex. igitt
Phyliss[quote]Wie kann man jemanden Hassen ohne vorheer einmal Geliebt zu haben . Ich definiere Liebe als Respekt , erkanntes Potenzial oder ähnliches . Aus solchen dingen entwickelt sich immer eine tiefe Leidenschaft und ist Leidenschaft nicht der Uhrsprung von Hass und Liebe . Ich glaube zwichen solchen Gegensätzen besteht immer nur eine so schmale Linie , so das es sogar von einer auf die nächste Sekunde wechseln kann .[/quote]

Leidenschaft ist der Ursprung von Hass und Liebe, aber man muss jemanden imho nicht geliebt haben, um auf ihn neidisch zu sein, ihn für irgendwas zu verteufeln etc..
Warum man das tut - weil man ein persönliches Problem hat, mit dem man den anderen in Verbindung bringt.
Oft hasst man genau die Leute, die Dinge tun, die man sich selbst nicht zugesteht. Wenn man sich fragen würde, warum man für jemanden eine so starke Abneigung empfindet, dass man ihn hasst, und den Grund herausfindet und das Problem beseitigt, dann hasst man denjenigen auch nicht mehr.
Wenn einen jemand ständig angreift, kann man selbst entscheiden, ob man sich darüber aufregen will und anfangen, sich mit dem anderen zu beschäftigen - zu hassen, oder ob man anders reagiert.

Man hasst aber wohl automatisch am ehesten Leute, die einem sehr nahe stehen. Nicht in dem Sinne, dass man mit ihnen zusammen ist oder sie mal liebte oder sonstwas, sondern weil sie irgendeinen Aspekt der eigenen Persönlichkeit berühren und einem das zuwider ist. Aus welchem (pers.) Grund auch immer. Wenn es einem nicht zuwider wäre, dann könnte man solche Leute vielleicht auch leicht lieben. Keine Ahnung.


[quote]Ich glaube es kommt auf den Menschen mit an. Hass hat ya auch was mit Gefühlskaltheit zutun und das kann halt net jeder!

Von heute auf morgen zu hassen ist für mich unmöglich! des kommt über die Monate und Jahre. Man mekrt es nur immer erst zu spät...[/quote]

Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Hass ist keine Gefühlskälte, Hass ist Leidenschaft.´

Es kann sein, dass Gleichgültigkeit noch schlimmer ist als Hass, weil der Abstand Hass und Liebe vielleicht geringer ist als der zwischen Gleichgültigkeit und Liebe, da einen Leute, die man hasst, zumindest schon einmal berühren, ganz im Gegensatz zu Leuten, denen gegenüber man völlig kalt ist.

[quote]ich tue dies z.b ich hasse meinen ersten ex für den kann ich nur nich vrachtung emfpindung genau wie für meinen vorletzten ex. igitt[/quote]

Verachtung ist imho kein Hass, das kommt schon eher Gefühlskälte gleich. Wenn du ihn hassen würdest, würdest du ihn nicht verachten (es dir aber vielleicht einreden, weil Selbstbetrug nicht so schmerzhaft ist, wie einzusehen, dass du deinen Freund trotz allem bewunderst), denn irgendwo würde er dir dann noch etwas bedeuten.

Das Ganze bringt mich auf die Frage, ob es reinen Hass überhaupt gibt. Vielleicht, wenn man ehrlich wäre, würde man merken (bzw. sich eingestehen), dass man den gehassten Menschen bewundert (und vielleicht sogar mögen will irgendwo) und sich letztendlich einfach nur über sich selbst ärgert oder irgendwas noch nicht überwunden hat. Hass entsteht halt aus eigenen Problemen, Komplexen, Blockaden.

Oft hasst man ja auch grade die, die man liebte, die einen aber zurückgestoßen haben. Hätte man keine Probleme mit sich, würde man sagen: Okay, ich wurde abgewiesen, aber es ist nicht mein Problem, dass ich nicht des anderen Fall bin...

Ich finde also, dass man Leute, die man hasst, leicht lieben kann, aber nicht umgekehrt (und zwar von dem Blickpunkt aus, dass man 100prozentig ehrlich zu sich ist).
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss [/i]
[B]Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Hass ist keine Gefühlskälte, Hass ist Leidenschaft.´

Es kann sein, dass Gleichgültigkeit noch schlimmer ist als Hass, weil der Abstand Hass und Liebe vielleicht geringer ist als der zwischen Gleichgültigkeit und Liebe, da einen Leute, die man hasst, zumindest schon einmal berühren, ganz im Gegensatz zu Leuten, denen gegenüber man völlig kalt ist.[/B][/QUOTE]


Also siehst du es so das man Leute am ehesten nur dann Hassen kann wenn sie einen selber berühren aber auch nur dann wenn man sich von ihnen angezogen fühlt.
ZynikerIn jedem Menschen ist so viel Hass wie Liebe!!!

Darum müsste es eigentlich gehen!
LestherIch glaube daran, dass man von heute auf morgen jemanden hassen kann, allerdings nur wenn etwas ganz besonderes vorgefallen ist. Natürlich trägt man auch immer noch Liebe für diese Person in sich, aber genau diese Liebe lässt sie einen dann noch mehr hassen, weil sie so hilflos und schwach macht...

Hass aus Gewohnheit kann kaum entstehen, denke ich... denn selbst wenn man den Charakter einer Person nicht mehr aushält, so schätzt man diesen doch nach wie vor...
Verachten kann man Menschen, deren Charakter man nicht mag.
Hassen kann man nur Menschen, die einem furchtbar wehtun oder einen enttäuschen... es ist immer einfacher und auch logischer, jemanden zu hassen, den man einmal geliebt hat, als jemandem, der einem nie etwas bedeutet hat. Für mich ist Hass eine intensivere, grundfestere und auch schmerzhaftere Empfindung als Verachtung.


Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie weiterhelfen..

gruß L.
Phyliss[QUOTE]Also siehst du es so das man Leute am ehesten nur dann Hassen kann wenn sie einen selber berühren aber auch nur dann wenn man sich von ihnen angezogen fühlt.[/QUOTE]

Mmh....hab da noch ewig lang drüber nachgegrübelt...und auch über das, was Lesther sagt

[quote]Hass aus Gewohnheit kann kaum entstehen, denke ich... denn selbst wenn man den Charakter einer Person nicht mehr aushält, so schätzt man diesen doch nach wie vor...
Verachten kann man Menschen, deren Charakter man nicht mag.
Hassen kann man nur Menschen, die einem furchtbar wehtun oder einen enttäuschen... es ist immer einfacher und auch logischer, jemanden zu hassen, den man einmal geliebt hat, als jemandem, der einem nie etwas bedeutet hat. Für mich ist Hass eine intensivere, grundfestere und auch schmerzhaftere Empfindung als Verachtung.[/quote]

Warum mag man den Charakter mancher Menschen nicht? Weil man irgendein Prob mit sich selbst hat.
In meiner Abteilung z.B. ist eine, die ich gar nicht ausstehen kann. Sie ist laut, nörgelt dauernd, lacht schrill, spielt sich überall in den Vordergrund, ist falsch, intrigant usw..

Wenn ich mich auf der Arbeit so verhalten könnte, wie ich gerne würde, würde ich ihr ordentlich Kontra geben und mich zumindest mit ihr messen können.

Warum verhalte ich mich nicht so, wie ich gerne würde? Ich selbst verbiete es mir, weil ich Angst habe, dann abgelehnt zu werden und weil es sehr anstrengend ist. Im Grunde habe ich ein Problem mit mir selbst, wenn ich das auflösen könnte, hätte ich auch mit besagter "Kollegin" keine Probleme mehr.

Hass ist eigentlich nichts handfestes, immer nur eine Art Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Lösung, zu einem anderen Umgang mit sich selbst.

Ich hab darüber nachgedacht: Was ist, wenn ein Mädchen seinen Vater sehr liebt und dieser es vergewaltigt? Hasst sie ihn dann?
Sie hasst, was ihr angetan wurde, aber sie kann nicht ihren Vater hassen, denn dieser ist immer noch der selbe wie vorher.

(Oder nicht? Kannte sie ihn vielleicht nicht richtig? Nicht genug? Ist das ausschlaggebend? Ist man als Erwachsener nicht eh kritischer in Bezug drauf, wen man liebt? Ist das natürlich[höhere Ansprüche], oder ist es nur Selbsttäuschung bzw. -beeinflussung, da man eingeredet bekommt, dass jemand ohne Geld oder ohne Abschluss oder mit braunen statt blonden Haaren es nicht wert ist?)

Vielleicht kann sie ihn nur nicht mehr lieben...aber sie würde gern, wenn er sich nicht entsprechend verhalten hätte.

Irgendwann wird sie darüber hinweggekommen sein und ihren Vater neutral sehen.

Vielleicht ist Hass etwas, was durch eine stark ins eigene Leben und in die Persönlichkeit eingreifende Handlung des geliebten Menschen hervorgerufen wird und manchmal so stark ist, dass es Liebe einfach aufhebt.

Wobei ich mich da frage, ob sie ihren Vater nicht gerne weiter lieben würde, es sich aber untersagt aus entsprechenden, logischen Gründen.

Ist eigentlich eine ungeheure Annahme, weil man sich so alles erlauben könnte und - wenn Menschen nicht so kompliziert wären in ihrem Inneren - trotzdem weiter dafür geliebt würde.

Wenn ein Fremder die Familie umbringt - wie kann man den Fremden hassen? Man kennt ihn nicht mal. Man hasst vielleicht die Umstände, die durch ihn entstehen, die Arbeit, die man nun absolvieren muss (Entwicklungsprozesse usw)

Hass ist scheinbar purer Egoismus und hält von der eigenen Entwicklung ab..
Lesther[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss[/i]
Warum mag man den Charakter mancher Menschen nicht? Weil man irgendein Prob mit sich selbst hat.[/QUOTE]
Ganz so generell würde ich das auch nicht ausdrücken... Mit manchen Menschen liegt man einfach null auf einer Wellenlänge, und ist nicht gerne in ihrer Nähe (zumindest nicht alleine), weil man sich mit ihnen nicht versteht und nicht gern mit ihnen spricht. Damit meine ich ja: So jemanden hasse ich nicht, ich mag ihn nur einfach nicht. Ein Gefühl zwischen Neutralität (diese Person ist mir egal) und Verachtung (ich halte diese Person für einfältig und dumm, zB) Das ist dann eben mein urteil, und bedeutet nicht unbedingt, dass ich ein problem mit mir selber habe...


[QUOTE]Wenn ich mich auf der Arbeit so verhalten könnte, wie ich gerne würde, würde ich ihr ordentlich Kontra geben und mich zumindest mit ihr messen können.

Warum verhalte ich mich nicht so, wie ich gerne würde? Ich selbst verbiete es mir, weil ich Angst habe, dann abgelehnt zu werden und weil es sehr anstrengend ist.[/QUOTE]
Naja, du verhältst dich meiner Meinung nach nur deshalb nicht so asozial, weil dir das Arbeitsklima wichtig ist, und ständige Kämpfe sind da nicht optimal. Manchmal ist es einfach zum allgemeinen Wohl besser, seine gefühle nicht rauszulassen... aber du musst ja dann auch nicht lästern. Du ignorierst sie einfach, mit dem Hintergedanken: ich mag sie nicht. Jeden kann man schließlich nicht mögen.
Weil du Angst hast abgelehnt zu werden? Kann ich gut verstehen. Aus diesem Grund halte ich auch manchmal den Mund. Aber ihr ums Maul herumschleimen ist was anderes als ihr nicht ins Gesicht zu sagen, dass sie einen nervt... Wenn es einem keine Vorteile bringt, jmd die Meinung zusagen, warum sollte man es dann tun? Bringt nur unnötigen Ärger. In einer direkten Konfrontation zu heucheln wäre etwas anderes.

Ich denke, man kann auch Hass empfinden, wenn man sich selbst liebt. Denn nur, weil man sich mag, heißt das nicht, dass einem die anderen wehtun dürfen... und wenn dich jemand belügt und betrügt, dann kannst du den auch hassen, wenn du mit dir im Reinen bist...

[QUOTE]Ich hab darüber nachgedacht: Was ist, wenn ein Mädchen seinen Vater sehr liebt und dieser es vergewaltigt? Hasst sie ihn dann?
Sie hasst, was ihr angetan wurde, aber sie kann nicht ihren Vater hassen, denn dieser ist immer noch der selbe wie vorher.[/QUOTE]
Ich glaube, sie wird ihn später hassen.
Anfangs wird sie sich einreden, dass alles anders ist, wird es kaum realisieren, und sich sagen: er ist nur ein lieber papi, und wenn vonseiten der Mutter auch keine Reaktion kommt, wird sie es für normal halten, den Papi zwar zu fürchten, aber immer noch zu lieben.
Wenn sie erwachsen ist und ihr klar wird, was er ihr damit eigentlich angetan und genommen hat, wird sie ihn vermutlich hassen - denn jemanden, der dir die wichtigste und prägendste Zeit deines Lebens, die Kindheit, stiehlt, musst du hassen, wer immer das auch ist.

grüßchen, L.
SintraIch denke in einigen Situationen ist es einfacher nicht zu zeigen das man jemanden hasst. So wie in der Firma oder in einer Familie, da spielt dann doch schon das umfeld eine große Rolle.

Bei mir in der Abteilung ist auch eine die ich schon seid Jahren nicht leiden kann, nur wirklich zeigen tue ich es nicht. Aber sie merkt es.

Ansonsten stimme ich Lesther zu:

Hass aus Gewohnheit kann kaum entstehen, denke ich... denn selbst wenn man den Charakter einer Person nicht mehr aushält, so schätzt man diesen doch nach wie vor...
Verachten kann man Menschen, deren Charakter man nicht mag.
Hassen kann man nur Menschen, die einem furchtbar wehtun oder einen enttäuschen... es ist immer einfacher und auch logischer, jemanden zu hassen, den man einmal geliebt hat, als jemandem, der einem nie etwas bedeutet hat. Für mich ist Hass eine intensivere, grundfestere und auch schmerzhaftere Empfindung als Verachtung.
LesbiaMal ein kleiner Trick, wenn ihr jemanden nicht leiden könnt, aber täglich mit ihm umgehen müsst:
Seht ihn nicht als ganzes, sondern sucht euch Teile heraus. Und wenn ihr dann genug Sachen zusammen habt, könnt ihr wenigstens ohne ihm and die Gurgel zu gehen mit ihm arbeiten.
Phyliss[quote]Mit manchen Menschen liegt man einfach null auf einer Wellenlänge, und ist nicht gerne in ihrer Nähe (zumindest nicht alleine), weil man sich mit ihnen nicht versteht und nicht gern mit ihnen spricht. Damit meine ich ja: So jemanden hasse ich nicht, ich mag ihn nur einfach nicht. Ein Gefühl zwischen Neutralität (diese Person ist mir egal) und Verachtung (ich halte diese Person für einfältig und dumm, zB) Das ist dann eben mein urteil, und bedeutet nicht unbedingt, dass ich ein problem mit mir selber habe...[/quote]


Aber warum spricht man so ungern mit ihnen, was macht sie so abstoßend? Kennst du Leute, die immer ehrlich und locker drauf sind und ohne Vorurteile an andere herangehen?
Kinder z.B., die gehen unbefangen auf andere zu. Die wissen nichts von Wellenlänge usw...Dass man jemanden nicht mag, beruht auf pers. Erfahrungen und Denkweisen, die sich eingeprägt haben...man kann das ändern..und man muss gegen die Leute keine Verachtung hegen...es ist komisch, wenn man sie verachtet, sie tun einem immerhin nichts.
Sie leben einfach ihr Leben. Es sind andere Menschen, die anders geprägt wurden.

Neutralität schon eher..

[quote]Naja, du verhältst dich meiner Meinung nach nur deshalb nicht so asozial, weil dir das Arbeitsklima wichtig ist, und ständige Kämpfe sind da nicht optimal. Manchmal ist es einfach zum allgemeinen Wohl besser, seine gefühle nicht rauszulassen... aber du musst ja dann auch nicht lästern. Du ignorierst sie einfach, mit dem Hintergedanken: ich mag sie nicht. Jeden kann man schließlich nicht mögen.[/quote]

Aber allein schon dieses Ignorieren führt dazu, dass ich, wenn ich ihre kreischende Stimme höre und ihr Genörgel, das Gesicht verziehe und gefrustet den Kopf auf den Tisch hauen möchte.
Ich kann immer noch nicht verstehen, wie man nur so sein kann...vielleicht ist es auch, weil ich mir über mein Auftreten Gedanken mache und mich nie so falsch geben würde, weil mir Ehrlichkeit wichtig ist...wenn ich sehe, wie sie intrigiert usw und doch so beliebt ist und wie alle vor ihr kuschen, dann möchte ich sie schütteln und fragen, was sie sich bei all dem denkt.
Ich will sie nicht heruntermachen oder beleidigen, demütigen oder verletzen. Ich will sie nur verstehen, weil sie mir unbegreiflich ist.
Ich hasse sie nicht. Und verstellen tu ich mich auf der Arbeit stark, das hat wenig mit dem Klima zu tun.... Ich verstelle mich eigentlich überall....irgendwie denke ich, dass ich nicht das schwarze, schweigsame Ding sein müsste, sondern das laute, dreiste und beliebte... Aber ich hab keine Energie dafür...sie hatte bestimmt immer Erfolg im Leben und immer perfekte Figur usw, gute Kindheit etc..

(das weiss ich eigentlich gar nicht...aber es ist typisch, dass man andere irgendwie abstempelt und über sich stellt, so fällt die Abneigung gegen sie noch leichter)

[quote]Weil du Angst hast abgelehnt zu werden? Kann ich gut verstehen. Aus diesem Grund halte ich auch manchmal den Mund. Aber ihr ums Maul herumschleimen ist was anderes als ihr nicht ins Gesicht zu sagen, dass sie einen nervt... Wenn es einem keine Vorteile bringt, jmd die Meinung zusagen, warum sollte man es dann tun? Bringt nur unnötigen Ärger. In einer direkten Konfrontation zu heucheln wäre etwas anderes.[/quote]

Wie sollte man dann mit sich leben können, wenn man alles scheut und nie den Mund aufmacht? Ich will aufstehen und meine Meinung sagen können. Sachlich. Ohne auf Streit auszusein. Aber ich will sie sagen können... und wer sollte noch etwas verändern können, wenn er die Probleme nicht einfach mal beim Namen nennt?

[quote]Ich denke, man kann auch Hass empfinden, wenn man sich selbst liebt. Denn nur, weil man sich mag, heißt das nicht, dass einem die anderen wehtun dürfen... und wenn dich jemand belügt und betrügt, dann kannst du den auch hassen, wenn du mit dir im Reinen bist...[/quote]

Es ist aber schwer, da zu unterscheiden, wer sich selbst liebt und wer es sich nur einredet. Wer sich selbst liebt, der akzeptiert seine Schwächen und kann damit umgehen. Wer hasst, der leugnet seine Schwäche. Vielleicht liebt er sich ein bisschen, aber wer komplett mit sich im Reinen ist, der hasst eigentlich nicht.
In Filmen gibt es immer 2 Sorten von Kämpfern: Die einen dreschen wild auf ihre Feinde ein und treten, wenn diese am Boden liegen, noch mal rein, wobei sie Genugtuung und Befriedigung empfinden. Und die anderen kämpfen zwar, weil sie etwas stört und weil sie was ändern wollen, sie haben aber Mitleid mit dem Gegner, sehen ihn neutral und einfach als anderen Menschen mit anderer Meinung und möchten nicht so viel wie möglich verletzen, sondern wollen nur ihre Ruhe haben. Das sind die sog. "Dummen" in aller anderer Augen, die den Gegner laufen lassen, wenn er ihnen etwas vorwimmert.
Wenn er sie dann meucheln will und sie ihn erschiessen müssen, um zu überleben, dann lachen sie nicht hämisch, sondern finden es schade, dass der andere so uneinsichtig war. Sie gehen zu seiner Beerdigung und legen ne Blume aufs Grab, anstatt drauf zu pinkeln.


[quote]Wenn sie erwachsen ist und ihr klar wird, was er ihr damit eigentlich angetan und genommen hat, wird sie ihn vermutlich hassen - denn jemanden, der dir die wichtigste und prägendste Zeit deines Lebens, die Kindheit, stiehlt, musst du hassen, wer immer das auch ist.[/quote]

Ich bin immer noch der Meinung, dass sie (vielleicht unterbewusst) vorranging das hasst, was er ihr angetan hat, und nicht ihn selbst. Sie verbindet diesen Hass natürlich direkt mit ihm und macht ihn zum Hassobjekt. Wenn sie es nicht täte, müsste sie sich selbst hassen, weil sie sich mit neuen Umständen abfinden musste und damit Schwierigkeiten hatte.

Aber wenn sie älter ist, dann wird sie drüber hinwegkommen, irgendwann kann sie damit leben. Auch Trauernde überwinden die Trauer irgendwann. Man lässt alte Verletzungen los und kann neutral über eine Sache denken, egal, wie lange das dauert.

Ich denke meist auch: "Okay, das ist jetzt passiert, aber ich muss damit leben, ändern kann ich es nicht mehr"..

Es ist hart, das über eine Vergewaltigung zu sagen, aber das hier ist ja eine sachl. Diskussion...
Nymphenzeitwas ist hass?
SintraHass kann man nicht wirklich Definieren. Für jeden ist das etwas anderes.



Kinder z.B., die gehen unbefangen auf andere zu. Die wissen nichts von Wellenlänge usw...Dass man jemanden nicht mag, beruht auf pers. Erfahrungen und Denkweisen, die sich eingeprägt haben...man kann das ändern..und man muss gegen die Leute keine Verachtung hegen...es ist komisch, wenn man sie verachtet, sie tun einem immerhin nichts.
Sie leben einfach ihr Leben. Es sind andere Menschen, die anders geprägt wurden.


Kinder lernen aber mit der Zeit das sie nicht alles sagen dürfen und dann werden sie so wie wir sind. Da liegt glaube ich der große fehler uns wird schon früh gesagt das wir nicht alles sagen sollen.
Nymphenzeitzwischen jemanden "nicht mögen" und "hassen" liegen welten..

es gibt eine menge menschen, die ich nicht mag.. aber ich hasse sie nicht, ich verachte sie auch nicht.

HASSEN ist ein seltsamer begriff.. was muss passieren, damit man jemanden hasst? mein ex-freund meinte fast ein jahr, dass er mich hasst. warum? weil er mich geliebt hat. haha.

was heißt hassen?
Lesbia[QUOTE]Es ist aber schwer, da zu unterscheiden, wer sich selbst liebt und wer es sich nur einredet. Wer sich selbst liebt, der akzeptiert seine Schwächen und kann damit umgehen. Wer hasst, der leugnet seine Schwäche. Vielleicht liebt er sich ein bisschen, aber wer komplett mit sich im Reinen ist, der hasst eigentlich nicht.[/QUOTE]

Stimm, kann ich nur bestätigen. Früher, als ich noch dumm war, hab ich manche Leute wirklich gehasst, gut die haben mir auch das Leben zur Hölle gemacht. Aber inzwischen, nachdem ich mehrere Selbstfindungsprozesse hinter mir hab, kann ich gar nicht mehr hassen. Ich sehe sie und nix. Nich mal ein Gefühl, dass ich sie nicht mag. Ich find das schon ein bisschen seltsam, aber... besser ist es :D
Phylissum ehrlich zu sein, fällt mir dauernd, obwohl ich nicht gläubig bin, jesus ein....als beispiel für nicht-hassen.
SintraIch denke hassen kann man nicht beschreiben.

Weiß jetzt aber auch nicht mehr ganz genau was im Wörterbuch dadrunter steht.

Gibt es hass ansich eigentlich? Oder ist es nur eine Vorstellung die wir haben wollen?
BlackElvenTearfür mich ist hass - richtiger hass - das gegenteil von liebe, und etwas gänzlich anderes als verachtung. er ist so stark wie liebe und auf seine weise auch eine "zuwendung" an die andere person, man räumt ihr auch durch hass einen großen stellenwert im eigenen leben ein.
[QUOTE]Wer hasst, der leugnet seine Schwäche. Vielleicht liebt er sich ein bisschen, aber wer komplett mit sich im Reinen ist, der hasst eigentlich nicht.[/QUOTE] ich würde sagen, dass dies in den allermeisten fällen zutrifft, nicht in allen, aber fast...es ist schwer zu unterscheiden ob man den anderen hasst oder eigentlich sich selbst für einen fehler, oder sonst etwas, was den anderen betrifft...verachtung im gegensatz dazu ist viel losgelöster von der eigenen persönlichkeit und viel mehr auf den verachteten konzentriert - und hat, anderes als hass, eigentlich immer einen oder mehrere gründe (egal ob rational oder nicht), hass aber kann (oder ist vielleicht sogar sehr oft) wie liebe: mehr oder weniger grundlos...
PhylissMan verachtet aber meist Leute, die Dinge tun, die man sich selbst verbietet, weil man irgendwann mal für sich festgelegt hat, dass man sowas nicht tut, dass es asozial ist, blabla.

Mal ein Beispiel: Ich fragte einen Kumpel, was er von der Theorie hält, dass man Leute verachtet, hasst oder whatever, weil man ein Prob mit sich selbst hat. Er meinte, er glaubt es nicht, aber er hasst eine ausm Freundeskreis, er sagt, sie wäre so hilfsbereit, laut, ein "Opfer" usw, sie trinkt nie, damit sie alle fahren kann, blabla

So, ich weiss, dass er sozial n ziemlicher Krüppel ist, trotzdem reichlich stolz und der Typ ist, der andere ablehnt, bevor er sie kennt, damit er nicht selbst abgelehnt wird...

Er hat es aufgebracht abgestritten, aber in MEINEN Augen hat er deswegen ein Problem mit dieser Tussi, weil sie sich anbiedert (würde er nie tun) und anscheinend Erfolg damit hat (er nicht, er würde es nicht mal versuchen und schon gar nicht so)....außerdem hatte ich den Eindruck, dass er sich durch sie, wie sie sich bemüht, an sich selbst erinnert fühlt.

Wenn es ihn nicht stören würde, dass er so wenig sagt, obwohl er manchmal gerne reden würde, und er end zufrieden wäre mit seinem eigenen Verhalten (er hemmt sich ja eigentlich selbst, um nicht abgelehnt zu werden), würde ihn dieses Mädel doch nicht weiter aufregen...


Ist sogar ein Teufelskreis. Er hat Hemmungen, Minderwertigkeitskomplexe, was auch immer, ist daher verschlossen...dann kommt jemand daher, der auch Probleme hat, aber eifrig versucht, dagegen anzukämpfen (wobei er sich noch ein bisschen lächerlich macht) und damit Erfolg hat...Jetzt wird mein Kumpel erst recht verschlossen sein, weil er dazu, dass er eh schon Komplexe hat, nicht so sein will, wie das Mädchen.
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss [/i]
[B]Ist sogar ein Teufelskreis. Er hat Hemmungen, Minderwertigkeitskomplexe, was auch immer, ist daher verschlossen...dann kommt jemand daher, der auch Probleme hat, aber eifrig versucht, dagegen anzukämpfen (wobei er sich noch ein bisschen lächerlich macht) und damit Erfolg hat...Jetzt wird mein Kumpel erst recht verschlossen sein, weil er dazu, dass er eh schon Komplexe hat, nicht so sein will, wie das Mädchen. [/B][/QUOTE]


Aber ich glaub nicht das er sie deswegen hasst... es ist eher so das er sich nicht eingestehen will das er eigentlich gerne so wäre wie sie. Da sie sich ja wirklich damit auseinandersetzt.
ConsciouslyEs gibt nach meiner Meinung zwei Arten von Hass:

1. Hass der auf Verachtung aufgebaut ist, das ist dann meistens ein objektiver aspekt. Bsp. man sieht die "krassen Leute" und verspürt eine Abneigung, oder einer spuckt warlos in die Gegendrum etc pp.

2. Hass der auf Enttäuschung aufgebaut ist. Dies ist zum enem ein subjektiver aspekt und auf der anderen seite gravierender als der Erste. Denn mann wurde von einer bestimmten Person emotional verletzt. Dabei kann es auch passieren dass daraus wieder eine Liebe entstehen kann, denn wie es oben paarmal beschrieben wurde, der Grad zwischen Liebe und Hass ist sehr schmal
ocup.Also meine Grundsätzliche Meinung zu dem Thema is, ich denke mir das Hass in so einer Situation so entsteht, du empfindest Gefühle für ihn die du Liebe bezeichnest, diese Liebe wenn sie wirklich so is wie du denkst entwickelt sich Angst, Angst diese Liebe diese Zuneigung zu verlieren, diese Angst kann anhalten sich aber denoch weiterentwickeln in eine Phase die Zwischen einem Abgrundtiefen Zweifel und einer etwas niedrigeren Ebene von einem sagen wir Hilferuf ist, du weißt zwar das diese Person ebenfalls die selben Gefühle hegt, aber du bist dir denoch nicht sicher und denkst dir Sachen die eigentlich nciht in Kraft treten, aus der einztigen Angst wird nun Hass, Hass der einfach auftaucht ohne sich vorher anzukündigen.
Oder es kommt einfach aus dir selbst heraus, udn war die ganze Zeit da nur jetzt hast du es erst erkannt...
Phyliss[quote]1. Hass der auf Verachtung aufgebaut ist, das ist dann meistens ein objektiver aspekt. Bsp. man sieht die "krassen Leute" und verspürt eine Abneigung, oder einer spuckt warlos in die Gegendrum etc pp.[/quote]

Jo, und was einen stört ist in der eigenen Persönlichkeit begründet. Und es ist auch die Frage, ob es wirlich Hass ist oder was eingeredetes...damit man "was zu tun hat", Kompensation oder so..


[quote]2. Hass der auf Enttäuschung aufgebaut ist. Dies ist zum enem ein subjektiver aspekt und auf der anderen seite gravierender als der Erste. Denn mann wurde von einer bestimmten Person emotional verletzt. Dabei kann es auch passieren dass daraus wieder eine Liebe entstehen kann, denn wie es oben paarmal beschrieben wurde, der Grad zwischen Liebe und Hass ist sehr schmal[/quote]

Wobei jeder selbst entscheidet, ob er sich enttäuschen lässt bzw. inwieweit ihn etwas berührt. Es ist wieder ne Sache der eigenen Persönlichkeit, wie weit man an sich gearbeitet hat, wie weit man sich von anderen abhängig macht usw..

ocup: Ist mir ein bisschen zu einfach, ich würde sagen, dass sich daraus kein Hass entwickelt und wenn, dann nicht einfach aus Angst, das geht imho schon ein wenig tiefer.

Sintra: Nein, glaub auch nicht, dass er sie hasst, er behauptet es nur. Er redet es sich ein..

Hab mich gefragt, ob Liebe ebenso n Zwischenschritt ist wie Hass...auf jeden Fall würde das erklären, warum immer gepredigt wird, dass man alle lieben soll, dass diese Liebe zu allem was höheres ist, als Liebe zu einem Menschen. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist dann u.U. auch nur Kompensation...
ocup.ja einfach hört es sich an, das mag ja sein, aber überleg mal ist es immer noch einfach wenn man sich mal überlegt ob sie nicht wirklich Angst hat die Begründet ist, also ich mein damit tiefere Erfahrungen und solche Sachen aus älteren Zeiten, meinst du nicht auch das man es schon aus einer Quelle beziehen kann die, ich jetzt "Angst" nenne??
PhylissIst aber in der eigenen Persönlichkeit begründet - sie macht es sich selbst schlimm.
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von Phyliss [/i]
[B]Hab mich gefragt, ob Liebe ebenso n Zwischenschritt ist wie Hass...auf jeden Fall würde das erklären, warum immer gepredigt wird, dass man alle lieben soll, dass diese Liebe zu allem was höheres ist, als Liebe zu einem Menschen. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist dann u.U. auch nur Kompensation... [/B][/QUOTE]

Ich meine dann schon, das auch Liebe nur ein Zwischenschritt ist. Wenn Hass im enteffekt doch nur so kurz vor der Liebe steht dann müsste es doch auch genau andersrum sein.

Vorallem so wie es sich anhört spielt Angst jetzt auch eine große Rolle. Angst vor dem allein sein.... etc.

Also muß man erst Angst haben bevor mal Hassen kann?
Crazy GringoIch denke es ist schon möglich, dass man jemanden, vom einen auf den anderen Tag, einfach hassen kann.

Teilweise könnte es natürlich sein, dass alles unbewusst abläuft.
Jedoch denke ich mir, zum größten Teil wird es so sein, dass man ganz plötzlich eine Person aus heiterem Himmel hassen kann, auch wenn man sehr viel positives vorher füreinander bzw für diese Person empfunden hat.
Denn wichtig ist dabei immer das Verhalten des anderen. Wenn einem erst gesagt wird, dass die andere Person einen liebt oder zumindest Gefühle der Liebe ähnlich, für einen empfindet und plötzlich an einem anderen Tag sagt, dass es nicht so sei.

Meiner Meinung ist es dann berechtigt, dass man für sich selber dann die Person einfach hassen kann, denn erst macht sie einem vielleicht sogar Hoffnung und in einem anderen Moment werden diese zerstört, meist ohne wirklichen Grund.

Die Frage ist ja nun auch, was Hass eigentlich nun ist? Ist es ein Gegenteil von Liebe? Worin liegt der Unterschied zwischen Hass und Nicht mögen? usw.

Also Hass ist erstmal nicht das Gegenteil von Liebe, da Hass, genau wie die Liebe, ein sehr intensives Gefühl ist (was ich sogar als etwas sehr angenehmes empfinde). Das Gegenteil von Liebe ist nämlich Gleichgültigkeit, da die Gleichgültigkeit eine Art leere ist und Hass und Liebe sind nun mal keine leeren Dinge, sondern sie erfüllen einen (zumindest sehe ich das so).

Ich persönlich hasse Menschen und mache dabei nur Ausnahmen, bei den Leuten die mir nahe stehen. Und ehrlich gesagt hasse ich die Menschen sehr gerne und zeige ihnen das auch oft genug (natürlich nicht in Situationen, die für mich von Nachteil sein könnten).
MagicPower[QUOTE][i]Original geschrieben von apnoe [/i]
[B]Ich glaube Gleichgueltigkeit ist ein wunderbares Gefuehl und die beste vorraussetzung fuer eine Beziehung, wenn auch offen. - Aber das sind sowieso die besten Beziehungen...
Ist doch besser als sich dauernd auf der Pelle zu hocken!
[/B][/QUOTE]

Das ist deine Meinung...
ich selber bin mehr der Typ mensch, der sich gerne wo "anhängt" und mit jemanden "zusammen" einen weg geht... aber das jedem seine sache.

in meinem Leben gibt es einen Menschen,
den ich so sehr hasse, dass es mir selber Angst macht.
Das ich nie gedacht hätte, dass ich jemanden mal so sehr hassen könnte. Aber nun gut.. es ist auch einiges vorgefallen, dass ich diesen Hass entwickelt habe.. und egal was kommt, diese Gefühle werden NIEMALS gehen..
sie werden mir nichtmal gleichgültig...
obwohl ich diese person nciht sehe und seit 2 jahren mit ihr auch nichts mehr zu tun habe o_o hab ich trotzdem unwahrscheinlichen hass in mir, wenn ich nur an sie denke!

unheimlich >.<
Sintra[QUOTE][i]Original geschrieben von apnoe [/i]
[B]aber hast du ueberhaupt schonmal "richtig geliebt"?! Ich rede nicht von einem "verknallt sein" sondern von ehrlicher, aufrechter, bedingungsloser liebe ohne besitzansprueche? [/B][/QUOTE]

Wenn du mich meintest; ja ich habe schon mal richtig geliebt zumindest aus meiner Sicht, ob es für die anderen nicht so war kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt kein "richtig" oder "falsch lieben". Es klingt nur freundlicher wenn man später sagt ich hab ihn gar nicht richtig geliebt.

In dem Moment hat man ihn oder sie wahrscheinlich richtig geliebt.
Crazy Gringo[QUOTE][i]Original geschrieben von Sintra [/i]
[B]Wenn du mich meintest; ja ich habe schon mal richtig geliebt zumindest aus meiner Sicht, ob es für die anderen nicht so war kann ich nicht beurteilen. Aber es gibt kein "richtig" oder "falsch lieben". Es klingt nur freundlicher wenn man später sagt ich hab ihn gar nicht richtig geliebt.

In dem Moment hat man ihn oder sie wahrscheinlich richtig geliebt. [/B][/QUOTE]

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist:
Wann kann man sagen, dass man eine Person "wirklich" liebt; sich sicher ist, dass man sie liebt?
Um dann später sagen zu können, dass aus Liebe wirklich Hass geworden ist und man sich da nicht verzettelt, weil man für die Person vielleicht doch nur geschwärmt hat oder ähnliches.
Ich denke, diese Frage ist, meiner Meinung nach, essentiell, vor allem wenn es um die Person geht, die erst geliebt und dann gehasst wurde / wird.


Wobei es bei mir mal so war, dass ich eine (ex-)Freundin von mir erst geliebt habe und dann hat sie sich so verändert, dass ich sie gehasst habe, von jetzt auf gleich. Später habe ich sie dann akzeptiert und rede nun auch wieder mit ihr. Natürlich ist hier der Faktor, der Veränderung auch ein wichtiger.
SintraIch denke es kommen immer einige Umstände dabei warum man sich dann für eine andere Gefühlsebene entschieden hat.
colaeisbär[COLOR=darkred]@Sintra naja meiner meinung nach entsteht hass immer aus enttäuschter liebe,ich hab da nämlich ne erfahrung gesammelt,ich war circa ein halbes jahr mit meinem freund zusammen,am anfang war es so wie bei dir,gesucht und gefunden und nach einer zeit fing er an mich zu nerven,er hat an mir geklebt wie ne klette,war schmierig,schleimig,hat mich mit seinen gefühlen erdrückt...dadurch,dass dir das irgendwann zu viel wird und die person nich drauf eingeht und einfach so weiterverfährt,wandelt sich die liebe irgendwann in verachtung um...oder hass...je nach dem...bei mir war es verachtung und ich hab gemerkt,dass es keinen sinn hat die beziehung aufrecht zu erhalten und so hab ich das ganze beendet.bei mir haben noch andere einflüsse die situation erschwert u.a. durch meine eltern,die meinen ex als perfekten schwiegersohn angesehen haben...man kennt das ja...

†sarah†[/COLOR]
SintraMir ist in letzter Zeit sehr aufgefallen das man stark von seiner Umgebung beeinflusst wird. Alleine schon was du sagtest von wegen der Perfekte Schwiegersohn usw.

Es ist dann immer nur die Frage ob wir es selber so sehen wollen oder ob wir es mehr oder minder gesagt bekommen es so zu sehen.
colaeisbär[COLOR=darkred]hey Sintra![/COLOR]

[COLOR=darkred]bei mir war es so,dass ich von meinen eltern gesagt gekriegt hab,was ich denken und machen soll und das wollt ich nich zulassen,da das ja gewisserweise manipulation is und es nich meinem denken und meinen gefühlen entspricht,ich hab ihn einfach nich mehr geliebt,da waren nur noch freundschaftliche gefühle.das haben sie nich verstanden und meine eltern haben mich unter druck gesetzt,haben mir sämtliche freizeitaktivitäten verboten etc...irgendwann hats mir gereicht,weil ich so sehr gelitten hab und dann hab ich schluss gemacht,ich hatte danach noch ewig lang stress mit meinen eltern,aber ich bereue diese entscheidung bis heute nich und weiß,dass ich das richtige getan habe,da ich ihm gegenüber ehrlich war...[/COLOR]

[COLOR=darkred]†sarah†[/COLOR]
SintraHat das sich mit deinen Eltern jetzt auch wieder geklärt oder machen sie wegen der Sache immer noch streß?

Es hat aber doch schon was interessantes das man so einfach manipulieren und auch selbst manipuliert wird.
colaeisbär[COLOR=darkred]hi Sintra!ne die sache hat sich schon längst geklärt is mittlerweile auch schon fast ein jahr her...bin momentan auch wieder in einer neuen beziehung und da läuft alles glatt,ich vermut mal,dass das die wiedergutmachung vom schicksal oder so is,denn man wartet und wartet und es passiert nix und auf einmal verliebt man sich und kommt mit jemandem zusammen... =) und ich denk ma,dass meine eltern auch aus der ganzen sache gelernt haben,das hoffe ich zumindest ma,aber ich denk ma nich,dass sowas nochma vorkommen wird.das war schon grauenhaft...

†sarah†[/COLOR]
AzaWürde mich interessieren wie ihr mit eurem Hass umgeht?
Habe mal dieses Thema aufgegriffen, um kein neues zu starten...
Heute Abend wurde in mir ein Hass, eine Wut geweckt, die ich seit Jahren nicht mehr gespührt habe.
Was tut ihr ?
Fade17172Hm - ich denke auch das es nicht von heute auf morgen geht, sonder in uns bewusst immer mehr und mehr durch dringt. Je nach dem, was es ist und was z. B. vorgefallen ist.

Man hat mich im Internet 2 Jahre lang verarscht und ich wusste es, spielte ihr Spiel mit. Im Grunde, war es ihre Einsamkeit, die sie handeln lies.
Ich weiß nicht, ob es Hass oder einfach nur Mitleid mit ihr ist.

Was fühlst du denn, wenn du drüber nachdenkst. Was für Gefühle sind es, die hoch kommen.

Ich kenne Selbsthass sehr gut, weil ich Borderlinerin bin, aber mittlerweile kann ich gut mit leben. ...
... wenn nicht immer die schwarzen Löscher wären. Kennt ihr ja sicherlich.

Fade
AzaBorderliner bin ich nicht, den Selbsthass mit seinen Folgen kenn ich zwar auch, allerdings hab ich soweit gelernt damit klar zu kommen, bzw. sämtliches svv abzustellen...

Es blanker Hass, Wille nach Gewalt, massiver Gewalt gegenüber einer Person. Das ich diese körperliche Gewalt nicht auslebe ist für mich selbstverständlich, da man damit rein garnichts erreicht, zumindest in so einer Situation. Aber mein Puls ist seit 2 Stunden nicht gesunken, trotz einer Schachtel Zigaretten (ja, sehr gesund^^)
Ich könnte sämtliches Mobiliar zerschlagen hm.
MagnusCaudar(Bw"Würde mich interessieren wie ihr mit eurem Hass umgeht?
Habe mal dieses Thema aufgegriffen, um kein neues zu starten...
Heute Abend wurde in mir ein Hass, eine Wut geweckt, die ich seit Jahren nicht mehr gespührt habe.
Was tut ihr ?"

Dieser Hass ist nichts dem man sich verschließen sollte , man sollte ihn begrüßen ... Der mit ihm kommende Zorn ist anders , er ist Impulsiv und daher nichtsweiter als eine Ablenkung , obwohl man auch ihn zur gegebenen Zeit gebrauchen sollte ...

Ein tief wurzelner Hass ist die Wiege jeden Lebens , erst durch ihn entwickelt sich die nötige Leidentschaft und Willenskraft um die Dinge zu verändern , erst der Hasserfüllte Verstand schafft die nötige Bewegung um die Harmonie zu entwurzeln und das Leben nicht in schleichender Stagnation niederzuwürgen .

Also mein Rat , benutze ihn ... Benutze seine Leidenschaft um stark genug zu werden ihn auf kommende Prüfungen zu richten ... Entledigt man sich dem Hass wird man mit ihm untergehen , ohne ihn Formt sich das Leben vielleicht zu einer Harmonie der Liebe , jedoch ohne jemals geprüft zu werden .
AzaWie legst du die Entledigung aus ?
Am Hausauslösenden Object ?
Bitte klär mich auf, ich verstehs nicht ganz.
MagnusCaudar(Bw"Wie legst du die Entledigung aus "

Sich in Liebe oder Verleumdnung des eigenen Wesens zu flüchten , seinen Hass runter zu schlucken in der Hoffnung das die Zeit ihn mitsich nimmt ... All die Tausend Wege die auch in Kursen zur Hassbewältigung gelehrt werden , all das ist nichts weiter als geistiger Selbstmord mit einem Zuschauerplatz in der ersten Reihe ... Wie ich schon andeutete , Stagnation ist Tot ...
Fade17172Bis man seine Wut mal richtig findet und sie dann noch ausleben zu können, ist ein verdammt weiter weg und ich kann es heute noch nicht richtig. Jegliche Wut habe ich früher nur an meine Person selbst ausgeübt, um die anderen nicht weh zu tun.

Ich möchte gerne alles rauslassen, wo man nicht gegen ankommt. Hast du das eine hiter dir, so kommt schon das Neue auf dich zu. Ich denke, bei mir ist es ein Kreislauf. Ich falle und stehe irgendwann wieder auf.

Die Wut, auf einem Punkt stehen zu bleiben, ist sehr schwierig für mich. Ich muss wissen was kommt und wie man damit umgehen kann.
Menschen sind noch lange keine Menschen. Hab schon viel über Menschlickeit geschrieben.

Aber Hass kann ausser Kontrolle geraten, so wie es bei mir war. Heute erkenne ich meine Fehler und versuche auch eine Lösung zu finden.

Ich habe viele Freunde, aber die sowas alle nicht kennen und oft den kopf schütteln.. Also stehe ich alleine da und mit mir die Wut und Angst.
Manchmal gibt es kein entkommen - nur ein abwarten, bis es wieder weg geht.

Fade
colaeisbär[COLOR=darkred]hi ihr alle!
ich kann bei dem thema wenig mitreden,da ich nicht hassen kann,ich verspüre zwar schon eine gewisse wut gegenüber manchen personen oder eine antisympathie,aber hassen tu ich sie nich,selbst,wenn mir menschen was schlimmes getan haben,dann verachte und ignoriere ich sie.
damit hat sich die sache...

gruß sarah [/COLOR]
angel85hallo leute ich bin neu hier und das ist mein erster beitrag!
naja ob man jemanden wirklich hassen kann?! ich net und wenn nur eine gewisse zeit, irgendwann ist mir der/die jenige so egal und es einfach nicht mehr wert.
aber jemand sagte mal zu mir, dass man nur hassen kann, wenn man zuvor sehr geliebt hat.
SintraIch glaube immer noch nicht das man jemanden erst Lieben muß bevor man Ihn hassen kann.

Es kommt doch schon eher mal vor das man jemanden hasst ohne ihn wirklich zu kennen.
angel85so hatte ich das auch net gemeint. aber ich ich kann jemanden nur hassen wenn ich vorher geliebt habe. um so mehr ich liebe umso mehr kann ich hassen. wie hier schon jemand gesagt hat, für so ein großes gefühl, muss ein gleichwertiges gefühl platzhalter sein. und das denke ich auch.
aber das ist nur meine persönliche meinung.
SintraSo kann man es schon sehen, aber es gibt einfach Menschen wo man von vorn herein sagt man hasst sie obwohl man es nicht so bezeichnen kann.

@Angel85:Würdest du sagen das man nur dann hasst wenn man von jemanden den man liebt enttäuscht wird oder auch so?
angel85@ sintra:
klar kann man jemanden auch so hassen, aber ich ich kann nicht lange auf jemanden sauer oder wütend sein. irgendwann kann ich es einfach nicht mehr.
es gab erst eine person in meinem leben die mich so enttäuscht hat, dass ich 2 monate richtig sauer war!
Sintra2 Monate, das finde ich jetzt nicht umbedingt so lange.... da gibt es schon andere Zahlen die mich mehr irritieren.

Es gibt immer noch Familien oder Freunde die sich seit 15 Jahren nichts mehr zu sagen haben und richtig sauer auf einander sind.... von daher kann man das nicht so sagen das es nach einiger Zeit einfach wieder vergeht.
Patchouliavielleicht sind liebe und hass gleichwertig
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Sintra [/i]
[B]Ich glaube immer noch nicht das man jemanden erst Lieben muß bevor man Ihn hassen kann. [/B][/QUOTE]

natürlich nicht!es gibt leute die ich hasse und niiieee lieben würde!!
Jo'ognetwas "später" Einstieg, vieles wurde auch hier und da schon gesagt.

Ich glaube jede Emotion kann vom fleckweg empfunden werden, das braucht nicht mal einen Tag, sondern nur einen Augenblick. Das ist das Ego - das Ego ist "in uns" - subjektiv zentriert Paradoxerweise ist da ständing das nach Außenschauen, diese "objektive" Suche nach einer nicht vorhandenen Wahrheit, das Vergleichen - richtig / falsch? Gut / Böse?

Haß halt ich für das Verlangen einen geliebten / bevorzugten Zustand wiederzuerlangen. Auch Liebe zu einer bestimmten Person ist äußerst überbewertet, denn wie die Erfahrung zeigt ist die Person durchaus austauschbar. Es ist die Liebe selbst, die im Allgemeinen geliebt wird. (auch wenn das "moralisch und ethisch vermutlich einige gar nicht gerne hören wollen)

Das Ego hat seine Erwartungen, seine Checklisten, was richtig und was falsch ist. Was eine Person tun muß, wie sie aussehen muß, riechen soll, reden soll,... all die Pros, um sie als geliebte Person zu akzeptieren -> Akzeptanz. Das ist es letztendlich. Rutsch jmd aus diesem Raster gibt es verschiedene Methoden dagegen vorzugehen: passiv "Opfer" spielen, der Versuch die andere Person sich wieder zurechtzubiegen, mit Verzweifelung, oder "Haß"...

Da spielen wohl eine Menge Emotionen und Glaubenssätze mit rein, auch Verlustangst und/oder Stolz. Hinzukommt das dies Jeder für sich subjektiv wahrnimmt, es aber immernoch versucht wird (wie zuvor erwähnt) mit dem Rest der Welt abzugleichen - nach Außen gucken, was machen Andere? Wie machen das Andere? Was mach ich falsch? Vermutlich gar nix. Es gibt Menschen die lieben nicht nur die Liebe, sondern auch den Haß.

Wie sagte jmd im Film "What the bleep do we know": "My definition of an addiction is sth that we cannot stop doing. Because we like it so much. If I cannot control my emotions, it's because I am addicted to them." Das trifft es ganz gut. Manche sind scheinbar so im Haß vertieft, das sie gar nicht mehr damit aufhören wollen... Einfach desswegen, weil intensive Emotionen was faszinierendes sind, an dem "wir" gern festhalten.

So wie Individuen ihre "tollen Erlebnisse" haben, diese erleben und loslassen können und sich dann ernshaft wundern, warum das Angenehme so "flüchtig" erscheint. Während an "unangenehme Erfahrungen" oftmals regelrecht "geklammert" wird. Der Vorfall kann Jahre her sein - Nein, es wird immer noch daran festgehalten, zB Haß genährt... Durchaus eine Art Sucht.
SintraIch glaube aber auch das einige Leute einfach nur an Hass hängen, weil sie sich nicht selbst zu gestehen möchten das sie noch Emotionen haben.

Und Hass klingt besser als Liebe.... zumindest in der heutigen Zeit.
Jo'ognHaß ~ist~ eine Emotion. Aber interessant, sozusagen eine Art Täuschungssystem:

anstatt sich Liebe - sprich "positive" Gefühle - einzugestehen (wobei - wie gesagt - Liebe oftmals eher mit einer mißverstandenen Abhängigkeit zu einer bestimmten Person verwechselt wird) sagt sich jmd "lieber" ( ; "Ich hasse Dich!" Aus der unterschwelligen Erkenntnis, nicht von dieser Sucht, die in dieser "geliebten" Person/Abhängigkeit besteht einzugestehen.

Somit wäre Haß in diesem Falle eine Art Anti-Reaktion - eine Selbsttäuschung. Mit künstlichen negativen Emotionen würde versucht eine Zuneigung/Abhängigkeit zu übertünchen.

Es kann natürlich auch Selbst-Haß sein. Total-Verweigerung, so a la "Wie konnt ich diese gemeine Person bloß lieben ich Idiot", der Versuch die in der Vergangenheit "investierten Emotionen" zu annihilieren. Da ist ja oft der Glaube es wurde einem etwas gestohlen/genommen - "ich wurde betrogen".

Dieses Schattenboxen ist äußerst faszinierend und kann ganz schön niederschmetternd sein, wenn es einer irgendwann mal selbst in sich erkennt. So wie es mir einige Male ergangen ist. Es ist immer ein netter Versuch die "Schuld" auf Andere zu schieben und Erkenntnis zu verweigern... Zu erkennen Jahre lang in's Leere, oder gegen sich selbst gehaßt zu haben =_=;
SintraIch glaube Hass kann man so gesehen wie du schon sagtest als Anti Liebe gleichsetzen. Nur wer spricht schon von Anti-Liebe....???

Naja, ich sehe es teilweise nicht so das es eine Selbsttäuschung ist... es könnte auch eine Art Selbstschutz sein. Das man schon rein Intuitiv sich selber davor Schützt.
Lady Ligeiabei mir ist schon des öfteren aus Vertrauen und Liebe, krasser Hass geworden.
angel85das ist bei mir auch schon passiert, dass ich jemanden hasse ohne ihn mal geliebt zu haben. aber meist habe ich die person zuvor sehr gern gehabt oder sogar geliebt.
sicherlich ist das bei jedem verschieden, deswegen rede ich ja auch von mir und meinen erfahrungen.
la maitresseMir ist eigentlich genau das passiert.
Einen Menschen gefunden, von dem ich zum ersten Mal seit Ewigkeiten wirklich Verständnis und Freundschaft, Liebe gekriegt hab. Lief auch alles ganz gut.
Bis sich Liebe auch von einem Tag auf den nächsten in Hass verwandelte. Gut, dazu muss man sagen, beide haben Fehler gemacht... aber keine, die man nicht wieder mit einem Gespräch oder ähnlichem hätte wiedergutmachen können. Kamen halt nach einer Weile Drogen ins Spiel, aber... Es kam von seiner Seite her noch immer ziemlich direkt die Botschaft, dass es noch Hoffnung gäbe und noch Gefühle da wären... nur glaube ich heute, dass es dort schon Gefühle von Hass waren. Für mich liegen diese beiden Dinge schon so nahe zusammen, dass sie, vor allem bei ebendieser Person, sich schon fast vermischen. Bei ihm wird es wohl ähnlich sein.
Gefolgt ist dem eine ziemlich harte Zeit, in der ich mich selber für alles verantwortlich gemacht habe, er mich Tag für Tag fertig gemacht und mir gedroht hat, mich zu schlagen und ich kaum Zeit zum verarbeiten hatte, weil ich ihn jeden Tag sehen musste.
Nun, nach etwa 10 Monaten, bin ich soweit, dass ich ihn als Mensch immernoch vermisse (obwohl ich nie in ihn verliebt war - es war eine Freundschaft, die für mich tiefer ging als Liebe) und ihn immernoch zurückwill - nur kann ich mich nun kontrollieren und ich bin mir Dank meinem pessimistischen Denken bewusst, dass es einfach nie mehr sein wird. Trotzdem versinke ich immer wieder in der Erinnerung und meiner Traumwelt.
Er hat sich letztens das erste Mal zu einem Gespräch bereit erklärt und meinte, er wisse auch nicht, warum seine Gefühle sich innert so kurzer Zeit so geändert haben. Und dann, dass noch was da sei. Und ein wenig später, dass ich ihm egal sei.

Lange Rede, kurzer Sinn: Für mich haben Leute, bei denen das so schnell wechseln kann, ein Problem mit ihren eigenen Gefühlen. Ich hab noch immer nicht ganz herausgefunden, was genau das Problem bei denen (oder speziell ihm) eigentlich ist.
Seine Gefühle nicht erkennen zu wohlen, sie nicht zeigen zu können oder zu wollen, weil man Angst hat, verletzt zu werden. Gar keine Gefühle haben zu wollen, in dem Glauben, so unverletzlich zu sein.
Lady Ligeiaeiner von jenen personen hat mich sogar bedroht und mir gesagt, dass er mir den kopf abschlagen würde wenn er mich sähe. konnte diesen plötzlichen wandel nicht verstehen und werde es nie.
Sintra@la maitresse: Da kann ich nur auf das was auch schon mal Angel85 sagte verweisen. Es kan ein reiner Selbstschutz seinen, nur genau einordnen kann man das nicht.

Selbstschutz und dem danach kommende Hass kann schnell eintreten, da man ja nicht mehr mit der Person etwas zutun haben möchte. Also entsteht so eine Art Kreislauf des Hasses und des Selbstschutzes, nicht mehr verletzt zu werden oder auch evt. von der anderen Seite nicht mehr zu verletzen. Jenachdem wie die andere Person gestrickt ist.
LadyHass....Hass fordert nicht viel. Hass brennt Dich aus. Hass ist eine Frage des eigenen Egoismus. ..Ich bin da wohl eher der Mensch der "Verachtung" dem Hass vorzieht...Denn hasse ich jemanden, habe ich immernoch, in irgendeiner Form eine starke emotionale Bindung...

Solange "Hass" ein Momentsgefühl ist, kann ich ihn nachvollziehen und man entwickelt dadurch sicher eine große Kraft aber Hass der sich über Monate, Jahre hinwegzieht ist Egoistisch. Man will hassen...kann nicht abschließen, nicht vergeben und vergessen und dadurch nimmt man sich selbst das Schönste...

Sorry für das philosophische Gerede,aber so sehe ich das :)

Hass verzehrt...und tötet die Seele

Lady
kin of darknessAMEN!

Aber man kann sich entscheiden, ob man sich vom Hass führen lässt, oder ob man seinen Hass kanalisiert. Ich hasse selbst nicht aktiv, sondern ich empfinde lediglich Abneigung. Aus Erfahrung weiß ich, dass as auch nicht weiterhilft, zu hassen. Man muss mit Leben, so oder so.
SintraAbneigung ist aber nur eine Moderne Form des Hasses.... der in unserer Kultur komischer Weise geduldet wird.
colaeisbär[QUOTE][i]Original geschrieben von Sintra [/i]
[B]Abneigung ist aber nur eine Moderne Form des Hasses.... der in unserer Kultur komischer Weise geduldet wird. [/B][/QUOTE]

es mag zwar stimmen,dass abneigung nur eine moderne form des hasses is,aber meiner meinung nach is sie allemal besser als wirklicher,tiefgründiger hass.

wie meinst du das,dass abneigung komischer weise in unsrer kultur geduldet wird?
befürwortest du etwa eher hass als abneigung?

hass is bei mir zumindest unmöglich,es war bis jetzt noch nie der fall,dass ich einen menschen gehasst habe,allerhöchstens verachte ich ihn oder kriege eine immense wut und nach ner zeit verfliegt auch das...da man einfach lernen muss damit zu leben.
SintraEs ist doch so, wenn du in dieser Kultur sagst, dass du jemanden hasst wirst du angeschaut und dafür noch angemacht... " wie kannst du jemanden hassen... der hat dir doch nichts getan usw."

aber wenn du sagst du magst ihn nicht... ist alles in ordnung... da hört man dann nur z.Bsp. "naja, kann ja schon mal vorkommen."
colaeisbärokay in diesem sinne verstehe ich das...
SintraIst schon seltsam... aber so sind die Menschen halt.

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