| Seena | Hallo zusammen... Das klingt furchtbar dumm und abartig, aber ich komme mir in letzter Zeit schrecklich alt vor. Hinzufügen muss man vielleicht, dass ich erst 18 bin. :rolleyes: Ja, ich weiß....die älteren unter euch denken jetzt sicher: Mein Gott, Mädel.... und schütteln den Kopf. Es ist nicht so, als ob ich jetzt so eine Art Midlife-Crisis oder so hätte. Ich denke in letzter Zeit einfach viel zurück....besonders in den letzten zwei Jahren ist bei mir soviel passiert....ich habe mich so extrem entwickelt....und irgendwie kommt mir mein Leben schon jetzt vor, wie eine kleine Ewigkeit. Auch wenn ich meine Geschwister ansehe....sie ist 10 und er schon 12, sie geht schon aufs Gymansium und er hatte schon seine erste Freundin.....das ist irgendwie eigenartig, wenn ich an die Zeit denke, wie die beiden klein waren. Den letzten Ausschlag für das "Alt"-Gefühl hat schließlich vorgestern ein Besuch in einem Lokal gegeben, in dem ich früher irrsinnig oft war und wo wieder sehr viele Erinnerungen an "früher" hochgekommen sind. Vielleicht liegt es auch nur daran, wie krass sich mein Leben in den letzten zwei Jahren entwickelt hat.....sovieles hat sich so sehr verändert.... Und ich fühle mich alt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich immer schon lieber mit älteren umgeben habe und deswegen nie gut mit Gleichaltrigen zurecht gekommen bin...ich weiß es nicht. Aber auch wenn ich Leute in meinem Alter ansehe, komme ich mir sehr alt vor. Kennt das Gefühl jemand? Auch von den "jüngeren"? Ich hoffe, das alles hört sich nicht allzu dumm an.....hoffe, es ist halbwegs verständlich. Grüße |
| Demon17 | Also ich hab mich tierisch gefreut als ich 18 wurde. Auto, Freiheit keine Vorschriften mehr an die ich mich eh nie hielt. Ich kann Dich veruhigen, in 10-20 Jahren kommt Dir ein Jahr wie früher ein Monat vor. Die Zeit vergeht im Flug und dann kommt bald die Rente. Nach vorne Denken hilft.;) lg dewmon17 |
| TheCrow_81 | Hey... nein keine Angst, ich verstehe dich total !! Ich bin jetzt 25...ab einem gewissen Alter überschlagen sich die Ereignisse, mein Studium ist nur so vorbegerast, Freundeskreise verändern sich, neue Pflichten kommen dazu...ich denke, Du bemerkst einfach langsam, dass die ganze Unbeschwertheit, die man "früher" noch hatte, langsam dem richtigen Leben weicht. Das ist mit Sicherheit keine schöne Sache, aber das wird im Laufe der Jahre nur noch extremer werden. Wenn ich in einen Club gehe, denke ich mir auch, was habe ich hier unter all den 16 jährigen verloren ??? Früher war so vieles einfacher...weniger Entscheidungem, die gefällt werden mussten...weniger Pflichten, weniger Lasten...heute ist es fast schon erdrückend. Eigentlich sind wir nicht alt, nein. Aber das Leben erwartet zumindest eine gewisse Ernsthaftigkeit, die ich bei Gott einfach nicht immer habe / haben will. Nicht unterkriegen lassen...LG |
| ave end | ich habe dieses gefühl auch, die gleichaltrigen erschienen irgendwie nicht besonders geistreich zu sein, die zeit rast und früher war vieles anders. ich vermute, dass das einfach zum erwachsenwerden dazugehört. ich bin 17 mfg ave end |
| Dark Goddess | Ich verstehe Dich sehr gut. Naja okay, ich bin mit 28 nun doch ein wenig älter als Du. Aber ich denke, was Du fühlst, ist nicht *sich alt fühlen* sondern vielmehr das Gefühl was entsteht wenn man sich weiter entwickelt und dann mal mit Abstand auf die Geschehnisse blickt. Das kann einen schon mal umhauen und seltsam vorkommen, weil es auf einmal auf einen einstürmt. @ ave: ich kann sehr gut verstehen, dass Du die Leute in Deinem Alter nicht für sonderlich geistreich empfindest. In den Gesprächen mit Dir wird sehr sehr deutlich, daß Du von Deinem Geist und Deiner Seele her sehr viel weiter bist... |
| Aza | jo man kann halt nich mehr machen was man will.. Mitlerweile gibts Sanktionen und Dinge um die man sich kümmern muss... Schule war nur rumgammeln, studium is arbeit. selbstständige arbeit. |
| rainraven | Ich kann TheCrow_81 nur zustimmen. Das ist nur das Ende der Pubertät und der Beginn Deiner Reife. Bin jetzt 30+ und bin schon mit gemischten Gefühlen 18 geworden. Aber wenn man erst mal über diese Hürde drüber ist und feststellt, es ändert sich eigentlich mit diesem "magischen Geburtstag" nicht viel am Leben, dann kommt man sich nacher auch nicht viel anders vor. Vor dem 30. hatte ich dann wieder einen richtigen Bammel, weil ich dachte, es ist jetzt vorbei mit allem, was Spaß macht, vor allem, wenmn man eine Frau ist, aber es geht auch irgendwie weiter. Und nicht das eigene Altern, sondern bestimmte Erlebnisse haben in meinem Leben einschneidende Punkte hinterlassen. Sicher, es werden mehr, wenn man älter wird, und man muß feststellen, daß die Unbeschwertheit der Jugend vorbei ist. Und glaub mir, ich habe schon Probleme mit dem Älterwerden. Aber ich bin immer noch ich, und ich gehe z.B. gerne aus, style mich flippig, spiele noch gerne Spiele oder rede mit niedlichen Tieren in Babysprache und muß alles anfassen, was mir gefällt. Als ich 21 war, verlor ich eine geliebte Person und erfuhr zum ertsten Mal, daß man das Glück so schnell verlieren kann und nichts dagegen machen kann. Da war es für mich vorbei mit der Unbeschwertheit, und ich hatte das Gefühl, durch eine Wand zu gehen und auf einer anderen Seite wieder rauszukommen. Das bezeichne ich als mein "Erwachsenwerden", und es wird mit jedem Verlust und jeder Enttäuschung mehr. Und es kommen Verantwortungen dazu und Pflichten und Dinge, vor denen man Angst hat, aber irgendwo bleibt man auch immer derjenige, der man mal war. Du wirst Dich wohl auch nicht alt, sondern erwachsen fühlen. Das ist das, was Du fühlst. Doch bei allem, was Du verlierst, Du gewinnst auch soviel dazu, von dem Du heute noch gar nicht weißt, daß es auf Dich wartet. :) |
| malicia | Ich kann dich auch gut verstehen. Aber das Gefühl alt zu sein, liegt wohl auch an den Menschen um einen herum. Ich bin selbst fast 18 und auf Grund einiger Veränderungen im Leben sind die Leute aus meiner Klasse teilweise 2 Jahre jünger als ich. Außerdem kommt der Verlusst der Kindheit auf mich/uns zu. |
| eden | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheCrow_81 [/i] [B] Du bemerkst einfach langsam, dass die ganze Unbeschwertheit, die man "früher" noch hatte, langsam dem richtigen Leben weicht. [/B][/QUOTE] Nur leider war es kaum jemandem bewusst. Nun bin ich auch "erst" 18 Jahre auf dieser Welt, aber ich kann sagen, dass ich viel erlebt habe in dieser Zeit und freue mich, noch mehr zu erleben, denn wer weiß schon, was das Leben für einen zu bieten hat? Ich jedenfalls habe zur Zeit garkeinen Grund, darüber nachzudenken, ob ich schon (zu)"alt" bin. Mfg P.S. Dies ist übrigends mein Einstand in diesem Forum ;) |
| AlienSexFiend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seena [/i] [B] Es ist nicht so, als ob ich jetzt so eine Art Midlife-Crisis oder so hätte. [/B][/QUOTE] ...stimmt, vorher ist nämlich erst noch die Quaterlife-Crisis dran...;) ...aber mal im Ernst, ich kenn das von mir auch, das erste Mal hatte ich dieses Gefühl mit 16 bereits...glaube schon, dass es mit den Veränderungen zu tun hat und das solche Gedanken im Laufe eines Lebens auch immer wieder mal kommen werden...am besten einfach "Augen zu und durch", das wird auch wieder weggehen... |
| Seena | [QUOTE]Du wirst Dich wohl auch nicht alt, sondern erwachsen fühlen. Das ist das, was Du fühlst. Doch bei allem, was Du verlierst, Du gewinnst auch soviel dazu, von dem Du heute noch gar nicht weißt, daß es auf Dich wartet.[/QUOTE] @rainraven: Ja, das stimmt schon. "Alt" ist eigentlich das falsche Wort. Es ist mehr ein "Igitt, jetzt bin ich erwachsen"-Feeling. Natürlich ist es schön: Ich bin 18, kann meine eigenen Entscheidungen treffen, darf meine Sachen selbst unterschreiben, hab jede Freiheit......aber auch jede Last, die zum Erwachsensein dazugehört. In Zukunft bin ich selbst für die Scheiße die ich baue verantwortlich. Für mich hat der 18te eigentlich nicht so unglaublich viel Veränderung gebracht - ich wohne noch immer Zuhause und habe die gleichen Verflichtungen meiner Familie gegenüber wie zuvor. Nur die Verpflichtungen mir selbst gegenüber haben sich geändert und das ist es glaube ich, was mir ein bisschen Angst macht. Und auch, das ich mit 18 noch nicht weiß, was ich wirklich mal machen will - naja, zwei Jahre hab ich ja noch, bevor ich mich entscheide..... Und, ja, ich sehe jetzt, das die Sachen, die meine Mutter vor drei Jahren mal gesagt haben, doch irgendwie Sinn ergeben, obwohl ich mich damals vehemennt dagegen gewehrt hab. Ich weiß, dass ich, dadurch, dass ich schon seit meinem 9ten Lebensjahr viel Verantwortung für meine Geschwister übernommen hab, zwei Menschen in meinem Leben hab, die mir vollends vertrauen und die meine Verwandten und besten Freunde sind und immer sein werden. Man sieht solche Dinge halt erst immer im Nachhinein. Es ist eben so, dass mir jetzt so extrem viele solcher Dinge auffallen....wahrscheinlich, ja, weil ich erwachsen werde. Danke für eure lieben Antworten....hoffe noch auf viele mehr und keine Sorge, ASF, ich hab auch keine "Quarterlife-Crisis".....*lol* :D Obwohl ich Leute kenne, die das tatsächlich zu haben scheinen.....mit 25 schon Torschlusspanik.... ;) [QUOTE]Dies ist übrigends mein Einstand in diesem Forum [/QUOTE] @eden: Na dann mal gleich ein fröhliches Hallo!!! Greets |
| Pseudo-Gruftiii | das kenne ich. denn der effekt, dass ich alles tun und lassen kann was ich will war nicht da als ich 18 geworden bin. ich war schon so ziemlich immer auf mich alleine gestellt, alleine gewohnt habe ich schon mit 16. somit bin ich also recht früh erwachsen geworden, hatte auch keine andere wahl. aber es war immer noch der trost dass man wenigstens von der zahl her "jugendlich" ist. jetzt sind die 18 lenzen schon längst vorbei aber das gefühl des neids will mich immer noch nicht loslassen. zumindest wenn ich beobachte, wie manche mütter ihren kindern noch mit 20 alles hinterhertragen werde ich neidisch. ich hätte auch gerne mal jemanden der mich so in den arsch tritt damit ich mal dinge die ich mir schon längst gewünscht oder vorgenommen habe auf die reihe kriege. abgesehen davon kenne ich sogar noch genug in meinem alter die noch nicht so recht erwachsen sind (mein freund zum beispiel). wenigstens mit 16 hätte ich gerne ohne diese erwachsenenprobleme gelebt....*grml*...meine lebensepochen waren schon immer dermaßen verschoben oder irgendwo dazwischen verloren....bah....irgendwie ekelhaft....in der tat kommt man sich da alt vor....... *grml*....doofes thema. ich denke nicht gerne über sowas nach *lol* |
| TheCrow_81 | Das ist lustig, dass Du das schreibst. Jo, ich bin so ein Vertreter glaube ich. Ich bin jetzt 25 und habe mich früher immer über Leute lustig gemacht, die ihre Midlife Crisis haben...mittlerweile kann ich das verstehen. Ich stecke gerade im Referendariat, das dauert noch knapp 2 Jahre. Nach diesen 2 Jahren ist auch der letzte rest " Studentenleben ", der mir zumindest noch 1 Mal die Woche bleibt, endgültig zu Ende. Was folgt, sollte Reife sowie die Fähigkeit zu entscheiden sein. Doch ich merke, dass ich zur Zeit gar nichts entscheiden kann. Die Entscheidungen, über die ich mir langsam klar werden muss, betreffen mein gesamtes späteres Leben. Will ich irgendwann heiraten ? Wenn es nach meiner Freundin ginge, könnten wir das sofort. Wann Kinder ? Mein ganzer Bekanntenkreis dreht sich um das Thema, alle sind eine halbe Ewigkeit zusammen, planen Familie etc. Nur ich kann das nicht ! Ich weiss nicht, je älter ich werde und je näher die Entscheidungen rücken ( sollten ), desto mehr habe ich das Bedürfnis mich auszuleben, Partys, Sex... es macht mich wahnsinnig, zu akzeptieren, dass die beste Zeit meines Lebens vorbei sein soll. Man erwartzet jetzt, dass ich mich wie ein gesittetes Vorbild benehme und ein geregeltes Privatleben habe. Klar, in der Schule tue ich mein Bestes, das klappt auch sehr gut. Ich hab meinen Traumjob gefunden und das ist alles ok. Aber privat ? Ich denke, irgendwann stellt man(n) sich die Frage, " Will ich das alles noch ? " Will ich den rest meines Lebens mit dieser einen zusammen bleiben ? Will ich immer in dieser Stadt bleiben ? Etc Etc. Klar wäre alles kein Problem. Nur jede Veränderung bedeutet mittlerweile ne Menge. Früher war das einfacher, dass meinte ich, als ich von Unbeschwertheit geredet habe. Im Moment weiss ich nicht, was ich will. Nur das ich einen immensen Lebenshunger habe. Der mit mit Sicherhit nochmal was versaut, zumindest meine Beziehung. Sorry, ich wollte nicht vom Thread ablenken. Aber vielleicht ist etwas deutlicher geworden, warum es im Laufe der Jahre alles komplizierter wird. Gruss an Euch alle, TheCrow_81 |
| TheCrow_81 | Habe das Zitat vergessen :) hierauf bezieht sich mein obiger Thread... |
| TheCrow_81 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seena [/i] [B] Obwohl ich Leute kenne, die das tatsächlich zu haben scheinen.....mit 25 schon Torschlusspanik.... ;) [/B][/QUOTE] |
| rainraven | Und wieder muß ich TheCrow_81 zustimmen. So geht es mir auch. Ich bin mir zwar sicher, daß ich meine Stadt nicht verlassen werde, aber ich frage mich auch oft "war das alles"? Früher war mein Wunschziel ein Dach über dem Kopf, ein nettes Zuhause mit meinen Tieren und meinen Partner, und das habe ich nun mehr oder weniger erreicht (naja, zum eigenen Haus mit Pool, Sauna und Außenvoliere in Garten wirds nie reichen...:( ) , und nun bin ich zwar zufrieden, aber nicht wirklich glücklich. Meine Freunde und Unternehmungen mit ihnen sind mir nach wie vor das Wichtigste. Doch an ihnen (die jetzt auch so zwischen Mitte-Ende 20 und Ende 30 rangieren) sehe ich mit Beunruhigung, wie sie immer häuslicher werden, oft nichts mehr unternehmen oder nur noch mit dem Partner zusammen. Wie sie Kinder planen und bekommen und sich ihre Interessen verschieben. Dadurch werde ich sie verlieren, denn sie haben keine Zeit mehr für mich und ich will keine Kinder, habe auch nicht im geringsten die Ambition dazu und muß auch nicht immer und überall meinen Partner dabei haben, wenn ich was unternehme. Daran sehe ich am ehesten das "Altern" der Anderen, während ich in meinen Augen immer weitgehend gleich bleibe. Ich würde noch nicht auf das Ausgehen, Parties, Lagerfeuer, Spielabende, etc. verzichten, ich würde auch nie das Gewohnte aufgeben, aber irgendwie fehlt mir auch etwas, und ich weiß nicht, was. Es ist eine Art Torschlußpanik, aber ich will auch nichts missen, was ich bereits habe und nicht mehr neu anfangen müssen. Doch wenn ich daran denke, auch so spießig und gesetzt werden zu müssen, kommen mir die Tränen. Es geht mir ja nicht darum, daß es schlimm wäre, Verantwortung für sein Leben oder im Beruf übernehmen zu müssen, sondern einzig und alleine um den drohenden Verlust all dessen, was mir wichtig ist. Und ich hadere z.B. schon mit mir, weil ich mir gerade eine vergleichsweise krasse Haarfarbe zugelegt habe (hellblond auf 80 cm Haarlänge mit türkisem Nacken) und mich um einen neuen Job bewerbe. Während ich in Schule oder Uni kein Problem damit gehabt hätte, hoffe ich nun, daß mich keiner wegen meiner Haare ablehnt. Und dieser Zwiespalt "was denken und erwarten Andere von mir, von denen ich möglicherweise abhänge" und "ich will so sein dürfen, wie ich bin, ich bin selbstbewußt und muß mich nicht verstecken" ist auch ein typisches Zeichen vom "Altern" in diesem Sinne. Und ich finde es traurig. |
| LadyKe | Hallo zusammen, schön zu lesen, dass es auch anderen Menschen so geht wie mir. Als ich vor ewig langer Zeit 18 wurde hab ich schon geahnt, dass die Jugend bald vorbei sein könnte und michnicht wirklich über diese neue Epoche gefreut. Allerdings habe ich meine Jugendzeit, die sich noch weit bis ins Studium hinein ausdehnte, richtig ausgenutzt: gefeiert, getrunken, ausgegangen bis spät in die Nacht, Quatsch gemacht und so weiter. Inzwischen ist alles anders geworden. Nicht dass ich eine andere wäre, aber das Leben hat sich radikal verändert. Man merkt es an den vielen kleinen Dingen. Man geht in die Disko und bemerkt, dass das Durchschnittsalter weit unter dem eigenen liegt. Jugendliche sprechen einen mit "SIE" an und noch schlimmer, auch ältere Menschen oder Gleichaltrige siezen eine plötzlich. Die beste Freundin, mit der man damals so viel Spaß hatte und Verrücktheiten erlebt hat plötzlich ein Kind. Die meisten Freunde haben keine Lust mehr zum Ausgehen, akzeptiert werden gerade noch Spieleabende daheim, aber bitte mit Partner. Freunde sind fertig mit studieren oder/und ziehen weg bzw. mit dem Partner zusammen. Auf Uniparties trifft man plötzlich niemanden mehr, weil nur nich Erst- bis Drittsemester diese schlechten Parties mitmachen. Man schaut sich an der Uni um, sieht die Erstsemester, die gerade mal aussehen, wie 16 und merkt dann, dass es eigentlich nur daran liegt, dass man selbst viel älter geowrden ist. Manchmal wenn ich mich auf Fotos oder im Spiegel sehe kann ich gar nicht glauben das ich das bin. Und dann das erste graue Haar... Es gibt so viele Dinge, an die ich mich mit Wehmut erinnere. Wenn ich manchmal in meinen alten Tagebüchern lesen könnte ich weinen. Die Erinnerung an die alte Zeit stimmt mich seltsam sentimental und ich möchte diese Zeit der Unbeschwertheit zurück, als alles noch so einfach war. Als man sich noch keine Gedanken machen musste, ob man mal Kinder will und ob man nicht bald schon zu alt dafür ist. Oder als man noch bis in die frühen Morgenstunden ausgehen und trinken konnte, ohne das alle anderen schon lange heimwollten. Und man noch nicht so schlimme Kater nach dem Aufstehen hatte. Es fällt mir sehr schwer zu akzeptieren, dass Dinge nie mehr so sein bzw. werden können wie früher. Früher hatten wir eine große Clique und sehr viel Spaß. Heute ist es schon ein Erfolg, wenn wir paarmal im Jahr mit mehreren Leuten weggehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen jetzt Kinder zu haben - aber wann dann?! Früher war mit klar, dass ich Partner und Familie will. Eigentlich will ich das immernoch, aber doch jetzt noch nicht. Irgendwie will ich das alles ganz weit von mir schieben. Ich will mich nicht verändern und ich will kein neues Leben. Ich weiß, dass ich so alles nur noch schwieriger mache, mir selbst im Weg stehe. |
| black pearl | @the crow-81:ich kenn das auch sehr gut!im freundeskreis sind einige verheiratet,sind schwanger,haben schon kinder und familie,ein geregeltes leben usw..... da bekommt man schon manchmal ein komisches gefühl,was jetzt nicht heißt,dass ich mich unbedingt unter die haube bringen möchte oder mir eine familie "anzüchten" möchte...aber man fängt halt an nachzudenken,über das eigene leben,wobei ich sagen muss,dass es im moment ganz gut ist so wie es ist! manchmal wird mir bewusst,wie schnell die zeit vergeht...letztens noch in der schule und jetzt schon 6 jahre im berufsleben...das kann einem ganz schön angst machen... man lernt leute kennen,verbringt eine schöne zeit,von vielen muss man sich irgentwann verabschieden,manche trifft man später wieder...so ist das leben,man älter! ob man das jetzt als positiv oder negativ betrachtet ist jedem selbst überlassen! |
| TheCrow_81 | Hi zusammen, Gott sein Dank, ich dachte schon ich wäre der Einzige, der mit 25 noch immer ein wenig leben will und nicht schon brav um 8 vor der Tagesschau sitzt :) Tja, das Hauptproblem lässt sich einfach beschreiben - viele Leute, mit denen man früher feiern konnte, sind heute zu Sofazombies mutiert ( " Was machen wir heute abend ? " "Och, komm doch vorbei, wir könnten uns ja einen Film ansehen" ). Es muss ja deder selber wissen, aber es gibt schon etwas, was ich vermisse. Das Gefühl der Freiheit, wenn man sich mit 17-18 auf sein Fahrrad geschwungen hat, mit den Kumpels nett was getrunken hat und einfach den Moment genossen hat, als gäbe es kein morgen. Als hätte uns die ganze Welt gehört. Selbst wenn das heute möglich wäre - es wäre anders. Viele Dinge machen einem keinen Spass mehr, weil man einfach immer der Älteste ist ( Abifeiern, manchen Partys / Discos ), ausserdem gibt es mittlerweile Hindernisse, die es damals nicht gab. Meine engsten Kumpels und ich habe es uns aufrechte rhakten, 1 Mal im Jahr alle zusammen zelten zu fahren. Ein paar Tage Hrn aus, Bier rein und einfach geniessen, was man für Freunde hat und sich Erinnerungen schaffen, von denen man zehren kann später, wenn irgendwann mal die Verantwortung mit Kindern etc da ist. Aber selbst dabei muss man gucken, wer bekommt wann Urlaub ? Kann ich es mir dieses Wochenende leisten oder muss ich Unterricht vorbereiten ? Hat jeder Zeit ? Hat jede Freundin ihr OK gegeben oder zickt wieder wer rum ( Entschuldigung, ist aber nur auf die konkreten Damen bezoegn, die in meinem Bekanntenkreis sind ). Unbeschwert ist gar nichts mehr. Viele Freunde haben woanders studiert, sind weg...und sogar beim campen muss man sich anhören " Nächstes Jahr macht ihr das wieder ? Wie peinlich ! 6 Männer in eurem Alter auf dem Campingplatz und den ganzen Tag saufen ! " Diese Person wird wohl nie verstehen, dass es darum geht, die Freundschaft, die durch den Alltag immer untergeht, wieder aufleben zu lassen und etwas gemeinsam zu erleben, an das man sich gerne noch in 10 Jahren erninnert, egal, wie trivial es doch scheinen mag. Sory, klingt schleimig, ist normalerweise nicht meine Art, aber anders kann ich mich gerade nicht ausdrücken. Ich kann mich euch allen auch nur anschliessen. Die Zeiten des unbeschwerten sind vorbei, damit müssen wir leben. Aber jetzt schon den Ruhestand antreten, nur weil es " von mir aufgrund meines Alters erwartet wird ? " Nein. :mad: Jeder muss wissen, wann Schluss ist. Klar möchte ich mal Kinder und Familie und ich hätte auch allen Grund zum glücklich sein. Aber wenn ich mich eines Tages dazu entscheide, möchte ich nicht mit 40 auf Kosten meiner Familie einen Selbstverwirklichungstrip starten, nur weil ich meine ich hätte etwas verpasst. Wenn möchte ich ein guter und verabntwortungsbewusster Vater sein. Und solange ich mir diesen Anspruch nicht erfüllen kann, möchte ich noch leben bzw. mich ausleben. Ich habe mir einfach gesagt, ich plane nix mehr. Wenn sich an meinem Leben etwas ändert, ok. Wenn meine Beziehung nicht hält, auch gut. Dieses Klammern an etwas macht einen nur fertig. Klar das ich das Hauptproblem bin, aber rtotzdem möchte ich noch ein paar JAhre so leben, als wäre ich unabhängig und frei. Auch wenn das einige anders sehen. Liebe Grüsse an euch alle, TheCrow_81 |
| LadyKe | Hallo zusammen, @TheCrow_81 Deinem Beitrag kann ich voll und ganz zustimmend, wirklich alles sehr treffend beschrieben. Folgendes Statement hat es meiner Ansicht nach sehr schön auf den Punkt gebracht: [QUOTE]Das Gefühl der Freiheit, wenn man sich mit 17-18 auf sein Fahrrad geschwungen hat, mit den Kumpels nett was getrunken hat und einfach den Moment genossen hat, als gäbe es kein morgen. Als hätte uns die ganze Welt gehört. [/QUOTE] Leider ist eine Wiederholung nicht möglich. Aber, wie Du auch schreibst, sollte man wohl den Moment genießen ohne immer gleich an morgen zu denken. Das bedeutet nicht verantwortungslos zu sein, sondern eben einfach zu leben und nicht ein Leben planen zu wollen, was ohnehin nicht funktioniert. Wir alle wissen, dass es ja dann doch stets anders kommt. Die Frage ist auch, ob wir uns verändern, weil die Gesellschaft das so will oder weil es eben natürlich ist, sich durch die Erkenntnisse und Erfahrungen, die man im Leben gesammelt hat, weiterzuentwickeln. Bei mir persönlich gibt es so gut wie keine Dinge, die mir früher Spaß gemacht haben und jetzt nicht mehr. Leider ist das bei den meisten anderen nicht so. Manchmal frage ich mich aber auch, ob das das Festhalten an "alten Ritualen", wie z.B. auf Festivals fahren und saufen und die gute alte Zeit mit Freunden wieder aufleben lassen, nicht ein zwanghaftes Festhalten an der Vergangenheit ist, eine Stagnation, ein Nicht-Vorankommenkönnen, weil man nicht bereit ist, sich zu verändern. Ich schließe mich da auch gar nicht aus. Ganz im Gegenteil. Manche Dinge sind objektiv wirklich "peinlich", wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat. Subjektiv jedoch sehe ich nix anstößiges daran und es macht Spaß, altes wiederaufleben zu lassen. Aber vielleicht sollte man die Zeit auch mehr genießen , denn noch ein Jahrzehtn später werden wir sicher sagen, wie schön es doch damals vor zehn Jahren noch war, auch wenn wir es heute, eben in diesem Moment anders empfinden. Ich denke, man muss den anderen nicht verstehen, wenn er Zeit mit Freunden auf dem Festival verbringen und saufen will wie früher (nur als Beispiel). Aber man muss dem anderen die Freiheit lasse, dies zu tun und man muss es respektieren. Irgendwann wird sowieso alles anders und bis dahin möchte ich mir die Illusion vom Wiederaufleben alter Zeiten nicht nehmen lassen. In diesem Sinne gute Nacht, LadyKe. |
| rainraven | och, man kann auch mit 30+ noch auf Festivals rumhängen, fremde Männer küssen, saufern und Spaß haben :D, und ich hab sowas früher nicht gemacht und denke auch nicht im geringsten daran, ob ich jetzt vielleicht die Älteste dabei bin (bin ich auch nicht...) , aber manche Dinge fühlen sich abgesehen von eigenen Zweifelgedanken später eben einfach anders an als früher. Nicht schlechter, aber anders. Ich komme mir nicht mehr "cool und frei" vor, wenn ich mal eben mit dem Fahrrad abends zu meinem besten Freund rüberfahre, zwar ist da immer noch diese Geborgenheit und Freude, ihn zu sehen, aber wir haben sozusagen keine "eigene Welt" mehr miteinander wie früher, das Geheimnisvolle entfällt, weil er kein Gothic mehr ist, keine lyrischen Gedichte mehr schreibt, stattdessen nun strategische Lege-und Kartenspiele entwirft und mitunter deutschen Schlager hört...Und ich unterhalte mich manchmal mehr mit seiner Freundin als mit ihm. Das ist nicht unbedingt schlechter, aber einfach anders, und das, was mal war, kommt nicht mehr, und manchmal trauere ich dem schon nach...Vielleicht sehen mich andere Leute auch als etwas, was ich mal war und was sie verloren haben, weil ich "anders" geworden bin, aber ich versuche, immer mir und meinem Lebensstil treu zu bleiben, denn es hat zwei Jahre Therapie bedurft, um zu kapieren, daß das mein Recht ist, egal, wie alt ich bin. :) |
| LadyKe | Hallo zusammen, mich würde im Zusammenhang mit dem Thema mal interessieren, wie ihr über ausgefallene Gothic-Mode und Alter denkt. Ich persönlich hab mich zwar nie so extrem ausgefallen angezogen, aber doch so ausgefallen, dass ich bei einigen Kleidunsstücken aus meinem Scharnk doch schon Bedenken habe, sie in meinem Alter noch zu tragen. Natürlich soll und kann man tragen was einem gefällt, unabhängig vom Urteil anderer. Aber geht es euch auch so, dass ihr euch in Klamotten, die ihr früher mal überaus gerne angezogen habt, nicht mehr wohl, verkleidet oder gar lächerlich fühlt? Manchmal schlender ich durch die Läden und denke, das mir das ein oder andere Teil gefallen würde. Allerdings kann ich mir nicht mehr vorstellen, solch ausgefallene auffällige Stücke zu tragen. Mich würden eure Erfahrungen dazu interessieren. In diesem Sinne, LadyKe. |
| rainraven | Ich frag auch oft meinen Freund, ob ich mich schon lächerlich mache in dem, was ich anziehe oder ob ich das "noch" tragen kann. Er wird dann fast böse und meint, er würde es mir schon sagen, wenn ich in irgendwas peinlich aussehen würde, und ich solle nicht immer so dumm fragen und so unsicher sein, sondern mehr Selbstbewußtsein zeigen. Mag sein, daß sich ein paar unheimlich böse Gotenkinder hinter meinen Rücken über mich totlachen, weil ich "alte Schachtel" noch in buntem Cyberzeug rumhüpfe, aber solange es mir gefällt und ich mich drin wohlfühle, ist es sicherlich okay. Ich bin nur unsicher, weil ich allmählich die Einzige bin, die sich noch so stylt beim Ausgehen, die anderen sind viel unauffälliger angezogen, aber das würde mir wiederum keinen Spaß machen, so langweilig auszugehen. Sicherlich gibt es auch Klamotten, die mir mal vom Stil her gefallen haben und die ich nicht mehr anziehe, aber das ist einfach so, weil sich mein Geschmack mal geändert hat und ich eben nun was anderes bevorzuge, aber ich denk nicht in erster Linie "kann ich das NOCH anziehen", diese Phase hatte ich vor ein paar Jahren, als ich dachte, mit 30 muß ich automatisch elegant wie meine Mutter im Zweiteiler rumlaufen und darf keine Technoshirts mehr tragen. Aber inzwischen stört mich das nicht mehr, und ich trage, was mir gefällt, und wenn es Hello Kitty-Shirts sind oder Bondagehosen mitSchlag und Flokatisaum. :) Denn wenn jemand über mich lästern will, dann tut er das eh, egal, wie alt ich bin. Und wenn mir etwas nicht mehr gefällt, dann will ich es ohnehin nicht mehr anziehen, auch egal, wie alt ich bin. |
| TheCrow_81 | Hey, also ich kann es mir im Beruf gar nicht leisten, da mit Kettenhose & Skullhemd aufzulaufen...aber generell ist es mir relativ egal, wie alt ich bin, danach richte ich nicht meine Kleidung. Generell trage ich eh nicht nur schwarz, von da her stellt sich das Problem bei mir auch gar nicht unbedingt. Klar, wenn ich in nen Club oder auf ein Festival gehe, ziehe ich mich schon dementsprechend an...aber es stört mich herzlich wenig, wenn sich ein paar Omis dann den Hals verrenken. Zum Thema "alt geworden " möchte ich noch kurz hinzufügen - Es stimmt, dass es keinen Sinn macht, auf Muss der Vergangenheit nachzueifern und alles heute genauso zu machen wie vor 10 Jahren, klar das das nicht mehr funktioniert. Aber auf der anderen Seite - unser campen findet seit zig Jahren statt, wir legen im Voraus ja nie fest wie es wird, dieses Jahr war es zum Beispiel das beste mal überhaupt ;-) Ich wollte in meinem vorigen Posting nur sagen, dass ich es wichtig finde, sich manche Sitten oder alteingesessene Dinge zu erhalten, nicht, sich krampfhaft an etwas zu klammern. Gruss, TheCrow_81 |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von LadyKe [/i] [B]Hallo zusammen, mich würde im Zusammenhang mit dem Thema mal interessieren, wie ihr über ausgefallene Gothic-Mode und Alter denkt. Ich persönlich hab mich zwar nie so extrem ausgefallen angezogen, aber doch so ausgefallen, dass ich bei einigen Kleidunsstücken aus meinem Scharnk doch schon Bedenken habe, sie in meinem Alter noch zu tragen. [/B][/QUOTE] Ab einem geswissen Punkt sollte man (speziell auf Szenemenschen gemünzt) sich und seiner Umwelt zuliebe einen angemesseneren Bekleidungs- und Umgangsstil entwickeln... Alternde [i]Berufsjugendliche[/i] werden heute nicht mal mehr von den [i]echten[/i] Jugendlichen ernstgenommen. Desweiteren sollte man sich mal langsam vor Augen führen daß die Ausweitung des Jugendbegriffs bis in die frühen 30er eher ein gesellschaftliches Problem, anstatt einer Errungenschaft darstellt... Die Zeit verlangt momentan eindeutig mehr Ernsthaftigkeit, auch wenn der Zeitgeist in der Breite davon nichts viel hält. Aber bekannlich wird man ja schnell Witwe, wenn man den Zeitgeit heiratet. |
| LaChatte | Das Problem scheint mir noch nicht mal zu sein, dass gewisse Leute zu ernsthaft sind, und andere zu lustig. Sondern eher, dass viele es nicht schaffen, Ernsthaftigkeit und Lustigkeit an den richtigen Gelegenheiten zu leben. Wenn eine 35-jährige sich wie eine 16-jährige kleidet, finde ich das schon etwas irritierend. Gar nicht irritierend finde ich es aber, wenn Menschen aller Altersgruppen sich unterhalten können, zusammen arbeiten und spielen können und dabei auch immer wieder mal was zu lachen haben. Erwachsen zu sein bedeutet ja nicht, dass das die beste Zeit des Lebens vorbei ist und nachher alles öde und schal werden muss - im Gegenteil, gerade als Erwachsene haben Menschen doch die meisten Gelegenheiten, ihr Leben in Freiheit so zu gestalten, wie sie es wirklich wollen. Das ist natürlich nicht immer einfach (bzw es ist meist sehr herausfordernd), aber es ist höchst befriedigend, wenn es gelingt. Und vermutlich ist sogar ein Scheitern befriedigender, als es gar nicht versucht zu haben, die eigenen Träume wahr zu machen. Ich denke, jede Zeit hat ihren Reiz... ich bin auf alle Fälle lieber über dreissig, wie ich jetzt bin, als ich zwanzig war. Und ich freue mich auch darauf, vierzig zu werden, bis zu diesem Zeitpunkt (hoffentlich) vieles erreicht zu haben und ein interessantes, vielfältiges Leben zu gestalten. Ob ich mich auf die fünfzig auch freuen werde, weiss ich noch nicht... das ist mir einfach noch zu weit weg. Doch wenn ich einige meiner Bekannten um die Fünfzig betrachte, so kann ich sie nur beneiden um ihr volles, rundes Leben. Natürlich sehen sie nicht mehr aus wie Zwanzigjährige... aber das ist auch überhaupt nicht nötig. Was sie an glatter Haut verloren haben, haben sie an Würde, Ruhe, Autorität und Charme gewonnen - und sehen auf ihre Weise immer noch sehr gut aus und sind für Männer auf alle Fälle attraktiv. :) |
| Herr van Rees | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Die Zeit verlangt momentan eindeutig mehr Ernsthaftigkeit, auch wenn der Zeitgeist in der Breite davon nicht viel hält.[/B][/QUOTE] Noch nicht. Aber der Geist der Ernsthaftigkeit dämmert immerhin schonmal herauf. Die Ernsthaften müssen nur mehr Selbstvertrauen entwickeln. Ist in etwas das gleiche Problem wie bei den sogenannten 'Dicken': der ernsthafte Geist muß sich erstmal umkonditionieren, weg kommen von dem Bild, nicht salonfähig oder mit Makel behaftet zu sein, woraus sich ja immer alle möglichen inneren Verhärtungen ergeben (und dann zB aus der Not eine starrsinnige Tugend gemacht wird, nach dem Motto 'Ich brauche NIEMANDEN :q !'). Das Blödeste was bei dieser notwendigen Entwicklung passieren könnte, und wahrscheinlich auch, zumindest hier in Deutschland, dem geregeltsten aller Länder, passieren WIRD, ist, daß irgendwann Selbsthilfegruppen für Ernsthafte gegründet werden. So wie es bereits Selbsthilfegruppen für EINZELKÄMPFER gibt! Ich bin jedenfalls überrascht, wie sehr gerade Jugendliche auf gesunde Ernsthaftigkeit reagieren. Die werden wirklich ruhig und entwickeln Vertrauen! Und Ernsthaftigkeit ist nicht gleich Humorlosigkeit oder Phantasielosigkeit usw ~ das sind alles die alten Konditionierungen. @Kleidungsstücke: Mit 30 hat man in der Regel doch nicht mehr die Klamotten von vor 15 Jahren im Schrank hängen? Oder doch? ;). Jedenfalls bin auch ich oft über den schlechten Kleidungsstil meiner meist männlichen(!) Altersgenossen überrascht. Aber auch hier: wenn man sich mit ü30 immer noch nicht einigermaßen ästhetisch und typpewußt anzukleiden versteht, dann wird man es NIE verstehen. Es nicht und sich sowieso nicht. |
| rainraven | O-Ton meines Freundes (35 und eher der gesetzte intellektuelle, altlinke Typ), als ich ihm Senecas Beitrag zitiert habe: empört:"Schatz, laß dir bitte nicht von irgendwelchen Wichtigtuern (er hat ein anderes, aber sinnähnliches Wort verwendet) einreden, du müßtest so oder so sein, bleib, bitte, wie du bist!" *gut, ich muß sagen, ich müßte mich ja auch nicht persönlich angegriffen fühlen, ich hab ihm das nur vorgelesen und es war seine Meinung...* Bin ich "berufsjugendlich", weil ich das Glück habe, einen Job gehabt zu haben, den ich auch in kaputten Chucks, Fishbone-Trägershirt und 3/4-Cargohosen machen konnte? Und mich auch sicher nicht groß ändern werde, weil ich weiterhin im Labor arbeiten will? Bin ich "berufsjugendlich", weil ich mir mit 32 noch hellblonde Haare mit grünem Nacken verpassen ließ und zwei Ohrpiercings?Bin ich "berufsjugendlich", weil ich immer noch albern bin und das letze Bißchen Leben haben will, das mir noch bleibt zwischen allen Verpflichtungen und Zwängen? Bin ich "berufsjugendlich", bloß, weil ich anders denke und fühle als vielleicht das Gros der Menschheit? Bloß, weil mein Stil nicht "Euer" Stil ist? Muß ich mich denn in eine Art Uniform zwängen, um dem Willen der Anderen gerecht zu werden und mich selbst zu verleugnen? Finde ich nicht, Ich denke nicht darüber nach, ob es "berufsjugendlich" ist, was ich an mir bevorzuge. Ich finde einfach, es paßt zu mir und nicht zu irgendeinem Subkulturstil oder einer bestimmten Altersgruppe. Im Kostüm sähe ich scheiße aus, fühle mich auch so und wäre nicht mehr "ich". Entscheidender ist, ob ich mich wie ein "Jugendlicher" unreif benehme oder in der Lage bin, mein Leben selbstbestimmt zu führen, nicht, was ich anhabe, ob ich ausgelassen Party mache oder wieviele Ohrringe ich habe. ;) P.S. Ich hab durchaus noch Kleidungsstücke, die ich mit 17 trug, im Schrank. Aber die sind es dann auch wert, aufgehoben zu werden...Bloß, ob ich heute noch meine Hippiespiegelchenwesten von damals trage oder ein neues Girlieshirt mit Häschen drauf, wem das zu "unreif" ist, der würde trotzdem über beides lästern... |
| Seneca | ...Man ist sehr wohl berufsjugendlich, wenn man sich mit weit über 30 nach wie vor einen "Fankreis" primär aus Teens und Tweens hält, weil man bei Erwachsenen mit der billigen Tour aus der Jugendzeit nicht mehr ankommt, weil man schlicht in seiner Rolle als [i]Gothic und sonst nichts[/i] stagniert., Dieses Phänomen ist in der sogenannten "Gothic" Szene häufig zu beobachten...! Und genau wie "altlinke Typen" mache ich weiter nichts, als meine Meinung kund...! |
| rainraven | achso...so ist das also. Nein, einen "Fankreis" hab ich sowieso nicht (schön wärs) :D, erst recht nicht aus Teens (oh Gott) . Ich hab halt Freunde und Bekannte, und die rangieren zwischen Anfang Zwanzig und Ende Dreißig, aber das hat sich halt so ergeben. "Billige Tour" aus der Jugendzeit? Kann ich mir nichts drunter vorstellen. *kopfkratz* "Gothic und sonst nichts": Sicher nicht!" :D @ Seneca:und ja, wenn ich mir so das Bild von Dir ansehe, mein Freund ist auch so ein Anzug-und Jackett-Typ mit Zopf, aber ich bin halt ganz anders...;) |
| Xenomorph | ...Als "Berufsjugendlicher" sehe ich mich eigentlich nicht... Vielleicht liegt das daran, dass die meisten, die mich zum ersten Mal sehen, mich für jünger als 35 einschätzen... von der Kleidung und dem sonstigen Stil her kann ich mir daher sicher auch noch das eine oder andere "erlauben", wofür manch anderer in meinem Alter womöglich schon "zu alt" aussieht...doch mache ich nur sparsamen Gebrauch davon, denn wie ein Jugendlicher möchte ich schliesslich doch nicht mehr aussehen... Innerlich fühle ich mich dagegen oft schon alt, ausgelaugt und vergammelt...zumindest in den Phasen depressiver Niedergeschlagenheit, die mich häufig heimsuchen... |
| demelza | hier spricht so ein sofazombie. Daß ich eines Tages einfach nur froh bin, abends nach getaner Arbeit die Füße hochzulegen anstatt die Nacht zum Tage zu machen, hätte ich mir mit 18, 20 oder 25 auch nicht träumen lassen. Wann ich mich aber wirklich alt fühle, sind die Momente, in denen ich merke, wie schnell die Zeit inzwischen verfliegt... als Kind kommt einem 1 Jahr so unendlich lang vor - nun, mit fast 40 denke ich, huch, wo ist nur die Zeit geblieben? Schon wieder ein jahr vorbei? Und ich komme an die Grenzen meiner Belastbarkeit |
| Konkalit_4 | Ich kenne das Gefühl auch durchaus und ich denke auch oft an frühere Zeiten zurück, insbesondere wo man jünger war, (Grundschulzeit o.ä) weil ich die Zeit am unbeschwertesten fand und heutzutage kaum noch zurechtkomme in diesem Leben. |
| rainraven | Das Kaum-Zurechtkommen ist wohl das Schwerste. Ich muß sagen, bei mir wechseln sich Phasen der Aktivität, wo ich die Nacht zum Tage machen will und faule Phasen, wo ich am liebsten ganze Tage verschlafen möchte, ab. Aber die Haut braucht schließlich auch Ruhe zum Regenerieren, und wenn man zuwenig schläft, wird man faltig und nimmt zu. :) |
| LadyKe | Hallo zusammen, vor knapp 2 Jahren konnte ich noch so gut wie jeden Abend Freunde treffen und auch öfter die Woche bis in die Morgenstunden ausgehen. Heute reichts mir, wenn ich nur 1-2 mal die Woche ausgehe, oder auch mal gar nicht. Nach dem Trinken bin ich inzwischen auch jedesmal so kaputt, dass es einfach keinen Spaß mehr macht. Warum soll ich soviel Geld verbraten um mich am nächsten Tag zu fühlen, als wäre ich von einem Amboss erschlagen worden - mal ganz zu schweigen davon, dass nicht nur der nächste sondern manchmal auch schon der übernächste Tag im Eimer ist. Irgendwie bin ich schon erschrocken, dass mein Körper nicht wie früher alles mitmacht: lange ausgehen, tanzen, trinken. Man stößt irgendwann an seine Grenzen und die gab es vorher einfach nicht. Und mit dem Erreichen von Grenzen merkt man auch, dass man alt wird. Mit dieser Erkenntnis fällt es, zumindest mir, nicht gerade sehr leicht umzugehen. Die ganze Zeit kann man sich einreden, dass man doch gar nicht so alt ist, das alles so ist wie früher und das sich nicht viel ändert. Doch an dem Punkt, an dem man körperliche Veränderungen und Einschränkungen bemerkt, wirds bitter und real: man wird ALT, etwas VERÄNDERT sich. Bin immernoch dabei, diese Tatsache langsam aber sicher zu verkraften. In diesem Sinne, LadyKe. |
| rainraven | Tja, wenn man erst mit ca. 23 angefangen hat, so Party zu machen, daß man bis zum frühen Morgen versumpft, und das auch nur 2-3 mal im Jahr, dann dürfte mir das eigentlich jetzt auch nicht schwerer fallen...:) Von Natur aus eigentlich eher unsportlich, habe ich etwa mit ca. 28 Jahren bemerkt, wie mich mein Körper allmählich "im Stich läßt", sprich, an Kondition, Wachheit und Leistung nachgelassen hat. Daß ich schneller ermüde, daß ich mehr Schlaf brauche und mir auch schon mal nach sportlichen Höchstleistungen Gelenke und Muskeln längere Zeit weh tun oder daß ich nicht mehr so ausdauernd bin und häufiger krank werde. Gut, dem habe ich durch vermehrten Sport seit dem letzten Jahr positiv entgegengewirkt, aber ich bilde mir auch ein, das Alter an meinem Gesicht und Körper in den letzten Jahren immer deutlicher zu sehen (Falten, Cellulite, eingefallene Wangen, Besenreiser...) Kann aber auch sein, daß ich mit etlichen dieser Makel schon jahrelang rumlaufe und einfach nie drauf geachtet habe... Das sind eigentlich die Erscheinungen, mit denen ich am wenigsten klar komme...:( |
| feuerbringer | was macht ihr nur wenn ihr irgendwann mal wirklich alt seid? wenn erfahrungen und enttäuschungen und verletzungen alt machen dann werdet ihr im rentenalter im kopf ein jahrtausend verjammert haben sich jungendlich zu verkleiden ist auch nur eine form der angst vor dem alter man kann aber einfach nur im hier und jetzt leben und im herzen niemals altern egal was der körper gerade macht im übrigen können graue haare sehr sexy sein aber für all das muß man wohl erwachsen werden und furchtlos und selbstbewußt oder warum haben alle angst vorm altwerden? |
| rainraven | was macht ihr nur wenn ihr irgendwann mal wirklich alt seid? -bin ich in meinem Empfinden schon wenn erfahrungen und enttäuschungen und verletzungen alt machen dann werdet ihr im rentenalter im kopf ein jahrtausend verjammert haben -ja, gut möglich. Erwachsenwerden beginnt mit Entbehrungen, Erfahrungen, Verlusten, die jemanden ernster machen als zuvor. sich jungendlich zu verkleiden ist auch nur eine form der angst vor dem alter -ich "verkleide" mich nicht, ich trage das, worin ich mir gefalle und was zu meinem Typ paßt, aber ich gebe offen zu, daß ich Angst vor dem Alter habe man kann aber einfach nur im hier und jetzt leben und im herzen niemals altern egal was der körper gerade macht -ja, auch das tue ich gewissermaßen, denn mein Herz ist sicher nicht so alt wie mein Körper im übrigen können graue haare sehr sexy sein -wohl kaum bei Frauen...aber davor hab ich keine Angst, denn ich werde hellblond, nicht grau :) oder warum haben alle angst vorm altwerden? -kann ich nur für mich beurteilen: weil Altwerden für mich bedeutet, daß mir gewisse Dinge, die mir immer noch Spaß machen oder die ich gerne tue, aus verschiedenen Gründen versagt werden und ich mich gefälligst in eien Richtung ändern soll, in die ich nicht will. Weil ich mir selbst nicht vorschreiben kann, mich "entsprechend meines Alters" zu verhalten, wenn mein Gemüt etwas ganz anderes will. Weil ich meine Attraktivität und die Funktionalität meines Körpers verliere, und wer will schon etwas, was häßlich ist und nicht richtig funktioniert? Ich, die in diesem Körper leben muß, jedenfalls nicht... |
| Xenomorph | ...Ich erinnere mich dabei noch gut an das, was meine Oma einmal gesagt hat: "Es ist schon nicht schön, wenn man alt wird"... Als sie das sagte, war sie allerdings schon weit über 80... Vor dem Tod fürchte ich mich nicht, aber vor dem Altwerden, insbesondere vor dem damit verbundenen Kontrollverlust über Körper und Geist... Die größte Angst bereitet mir allerdings die Aussicht, einmal völlig verarmt und vereinsamt zu sterben, was bei mir außerordentlich wahrscheinlich ist... |
| rainraven | ...bis dahin ist es noch lang, und ich hoffe, daß ich nicht so alt werden muß... Jenseits der 45 sehe ich dann weiter und überlege mir, ob das Leben immer noch lebenswert ist und ob ich dann andere Ansichten erlangt habe als die jetzigen...:rolleyes: Aber ich hatte mit 16 Angst vor dem 30-Werden, weil ich dachte, da ist man dann ganz spießig und alt und hat keinen Spaß mehr, und wenn ich mich jetzt so ansehe, muß ich sagen, daß ich zwar nicht so geworden bin, aber einige Dinge erlebt habe, die ich nicht erleben wollte, ich habe geliebte Menschen verloren, nicht zuletzt durch den Tod, was meine allgegenwärtigen Verlustängste natürlich nicht geringer macht. Ich bin ernüchtert worden durch Enttäuschungen und Änderungen und resigniere in vielen Dingen einfach, weil man sich ja doch nicht wehren kann und der ganze Idealismus von früher dahin ist, weil er sinnlos ist. Ich muß zusehen, wie mich immer noch geliebte Menschen (Tiere, Orte, Erinnerungen...) verlassen und ich begreife nicht, daß sich ihr Leben teilweise auf eine drastische Art und Weise ändert, die so gar nicht zu ihnen paßt. Auch dadurch habe ich die Menschen, die ich einst kannte, verloren. Und nicht zuletzt mich selbst habe ich auch verloren, so wie ich mal war und gerne wieder wäre. Ich muß Krankheiten und Schicksalsschläge hinnehmen, nicht nur bei mir, sondern auch im näheren Umfeld, und die Probleme des Alltages zehren an mir. Ich hätte damals nie gedacht, daß ich in eine Zukunft ohne jegliche Sicherheit (wirtschaftliche, politische, soziale...) hineinwachsen würde und daß es nie wieder ein sicheres, geruhsames Leben geben würde, so wie es meine Eltern und wir Kinder in unserem behüteten Heim kennenlernten. Es ist natürlich verzweifelnd, wenn man weiß, daß man sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen werden kann und für einen Typ Mensch wie mich ist es die Hölle, quasi nirgendwo anzukommen und immer Veränderungen und Unsicherheit unterworfen zu sein. Das läßt mich viel schneller altern, an Seele und Körper, als die Jahre an sich. Und da ist es vielleicht auch kein Wunder, wenn man mir dann vorwirft, ewig Kind bleiben zu wollen und das Altern nicht zu akzeptieren... |
| sorrowlady | mir geht es ähnlich.. ich bin mit meinen 21jahren auch noch so jung, "ich habe mein leben noch vor mir" und doch hab ich das gefühl, als ob ich es eher hinter mir hätte. ich habe schon soviel erlebt und mitgemacht, für mich kommt gez nichts anderes mehr ausser arbeit und freund. ich war beliebt und habe in einsamkeit gelebt.. heute habe ich ein paar kumpels,einige bekannte. ich bin jeden abend ausgegangen und habe allein daheim gesessen. heute geh ich sehr selten weg,hänge lieber allein oder mit freunden zu hause rum. ich habe geraucht,getrunken usw,es mir abgewöhnt,wieder angefangen..es ist mittlerweile 'normal'. ich hatte eine scheiss beziehung,war ewig single,habe mich ausgetobt.. gez habe ich einen lieben freund und möchte nichts ändern. ich habe alle arten von phasen bzgl kleidung,frisur usw durchgemacht.. heute habe ich mich im äußeren gefunden. ich hab schule geschwänzt,durchgeackert,gearbeitet,war arbeitslos und wusste ewig nicht was ich wirklich machen wollte. gez habe ich etwas gefunden,bei dem ich es gerne mache. ich war kriminell,war brav..gez ist es ein 'liebes zwischending'. habe fussball gespielt,es verletzungsbedingt aufgeben müssen, dadurch habe ich 'mein tennis' entdeckt,dass ich gez spiele. ich habe die 3leute verloren,die mein leben waren. nein,ich kann immernoch nicht damit leben,aber ich hab eine 4.person gefunden,für die ich auch so fühlen kann und das hätte ich nie erwartet. ich hatte eine schöne kindheit,hab hinter diese kindermauern geschaut und zuviel erfahren,dass ich heute nichts über meine eigene familie zu glauben weiss. ich habe wirklich froh gelebt,ich wollte wirklich zerbrochen sterben. es gab 'gründe' dafür und dagegen. ich hatte träume und wünsche,sie zerbrachen oder ich bemerkte, dass es keine wirklichen waren. es gibt soviel erlebtes,dass einem immer wieder einfällt, erinnerungen,die ich vergaß oder bewusst verdrängte.. es war schön,es war scheisse..es war alles. heute sitze ich hier und habe eigentlich alles gefunden und erreicht was ich konnte.natürlich gibt es einige dinge, die ich noch gerne machen würde. finnland sehen,im tennis besser werden,mich glücklich an meinen freund zu kuscheln,mir meine wohnung so einzurichten,wie ich es will,schuhe zu kaufen ;- ) .. .. man könnte auch sagen,dass ich einen steinigen weg hinter mir hab und nun endlich bei mir angekommen bin. ich versuche es selber so zu sehen. doch die dinge verfolgen mich,wollen mich versagen sehen,es ist nicht einfach.. es fühlt sich an,als ob alles passiert ist und gez nur noch die auswirkungen kommen,mit denen ich zu leben habe. ich könnte dinge von 'früher' vermissen,aber bin doch froh dass es vorbei ist.. manchmal denke ich einfach,dass ich früher noch glücklicher war und mich deswegen auch nicht so gefühlt habe,wie ich es heute tu.. kann es das sein? |
| LaChatte | Ich stehe am Anfang. Alles, was ich bis jetzt tat, war in erster Linie eine Art Vorbereitung darauf, was ich jetzt tue und in Zukunft tun werde. Idealistisch war ich schon lange, doch erst jetzt ist alles beisammen, dass ich diese Ideale auch tatsächlich umsetzen kann - genug Lebenserfahrung und genug Wissen, und genug an richtigen Menschen, die ich kennen gelernt habe. Der viel gerühmte Ernst des Lebens fängt jetzt an - doch so schlimm ist das nicht (wenn auch oft genug schlimm), denn es geht darum, meine Sehnsüchte und Träume wahr zu machen. Es geht darum ( - grosses Wort - ) meine Bestimmung zu erfüllen, was mich ständig an meine Grenzen bringt. Wörtlich wie übertragen bin ich ständig damit beschäftigt, Grenzen zu überschreiten... und sobald ich mich mal gemütlich hinsetze, drängt schon wieder eine neue Grenze, ein neues Gefühl, eine neue Tiefe. Je älter ich werde, desto interessanter und reicher wird mein Leben - für alles, was ich nicht mehr tun kann oder will, treten zwei neue Dinge in mein Leben, die ich bisher noch nie tat. Ich lerne viel - ich brauche mehr Wissen, mehr Fähigkeiten, mehr Worte - mehr von allem. Ich habe zum Glück bisher nicht so viele Lorbeeren gesammelt, dass ich mich bequem darauf ausruhen könnte, sondern im Gegenteil diverse Niederlagen eingesteckt - die mich aber dahin brachten, wo ich jetzt bin. Ich strample mich durchs Leben, manchmal besser, manchmal schlechter, und viel weiter als die nächsten zwei, drei Schritte sehe ich nicht - ich lerne Vertrauen. Ich lerne, dass immer dann Gelegenheiten in mein Leben treten, wenn ich sie gerade brauche, doch nicht früher. Ich lerne, dass viel möglich ist, wo viel Unsicherheit ist - ein Chaos, aus dem Schöpfung hervor treten kann. Ich finds toll, genauso alt zu sein, wie ich jetzt gerade bin... auch mit ein paar grauen Haaren, die jetzt schon gekommen sind. ;) |
| LadyKe | Hallo zusammen, Wie rainraven fühle ich und wie LaChatte hoffe ich das Leben einmal sehen zu können. Für mich ist wohl das Schwierigste am Älterwerden die zunhemende Angst. Man macht sich über alles Gedanken, während man früher unbeschwert und einfach lebenslustig war. Heute wird man schon bei einer Autofahrt unruhig, auf der man früher nicht mal daran gedacht hätte, das etwas passieren kann, obwohl man es wusste. Früher hatte ich auch keine Angst mit dem Flugzeug zu fliegen. Ich hab auch nie drüber nachgedacht, dass meine Eltern mal sterben können oder dass jemanden aus meinem Familien-/Freundeskreis etwas zustößt - zumindest nicht in dem Maße wie heute. Alle Handlungen müssen strikt überdacht werden, abgewägt werden, überprüft werden - mir fehlt plötzlich diese unbeschwerte Spotaneität, dieses angstlose Sich-Hingeben an Dinge, die einen für den Moment glücklich machen. Früher habe ich auch nicht diese Angst in mir getragen, dass ich mal ernsthaft krank werden könnte. Früher habe ich einfach nicht nachgedacht, nicht schon vorher nach dem Danach gefragt und nicht hinter allem etwas Ernstes und Erschütterndes vermutet. Ich weiß, dass man mit der Vergangenheit leben muss und nicht in ihr und dass man der Zukunft positiv entgegenblicken soll. LaChatte, Du hast das wohl geshafft - ich hoffe sehr, dass ich das auch eines Tages tun werde, aber bis dahin blicke ich doch das ein oder andere Mal wehmütig zurück in meine Jugend... In diesem Sinne, LadyKe. |
| feuerbringer | also gut es gibt eine midlife crisis bei vielen aber wenn ich mich recht erinnere dann sind es hier teenies die vor dem alter erschaudern wenn ich mit sechzehn siebzehn schon angst davor habe was passiert dann erst jenseits der dreissig? den verlust der kindheit zu bedauern ja aber zwischen kindsein und alt sein sollte schon noch was liegen wenn da nichts ist dann liegt es nicht am alter |
| Baleful | Hm.. ich werde in ein paar Monaten 18 und freue mich in Maßen.. Nicht weil ich Angst vor dem älterwerden habe, sondern weil sich nichts für mich verändern wird. ich habe weder das Geld für Auto/Ausziehen, und muss weiterhin zur Schule gehen. Vielleicht bin ich ein Einzelfall, aber ich freue mich auf mein Leben in 20 Jahren....dann hast du dich soweit gefestigt, das du anfangen kannst "wirklich" zu leben....davor tobt man sich wahrscheinlich erst aus und "übt".. natürlich wird diese Zeit extrem wichtig für mich, doch ich habe absolut keine angst 30 zu werden, wie das ja soviele haben...vielleicht liegt das aber auch daran das meine mutter letzten monat 36 geworden ist, und mir jetzt nicht wirklich "alt" vorkommt...:) |
| Pursi | Das Gefühl kenne ich mit dem "Alt fühlen" . Bin auch erst 22 Jahre aber es ist einfach so wenn man öfters zurück schaut und sieht was man schon alles miterlebt hat und welche Situationen man erfolgreich oder nicht erfolgreich hinter sich gelassen hat. Aber es werden noch sicher viele schöne Augenblicke in meinem Leben kommen und deswegen freu ich mich das mein Biologisches Alter erst bei 22 Jahren ist :-P Es ist gut wenn man manchmal über die Vergangenheit nachdenkt aber das sollte nicht dein ganzes Denken bestimmen. |
| Dirtydevil1981 | Ich wäre so gerne noch mal 18 *schnief* abr ich kann dich verstehen. Mir geht es mit meinen 24 auch so das ich mich manchmal viel zu alt fühle, nicht körperlich sonder psychisch. Ich werde jetzt seid 3 Jahren immer wieder 20 Jahre alt. Ob das wohl irgendwann auffällt? |