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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Taufen lassen nur für die Hochzeit ? ...
ooAlbertHi,

ich befasse mich gerade mit der thematik: heiraten. Unteranderem aus eigfenem aktuellen anlaß...

An sich ist das ja nur ein verwaltungsakt mit rein steuerlichen vorteilen. Aber das soll mal nicht im vorderdrund stehen :)

Mein Lebenspartner ist Katolisch und möchte auch in einer kirche heiraten. ich bin konvesionslos und komm somit in die predullie mich taufen lassen zu müssen , da ich sonst keine möglichkeit sehe trotzdem in einer kirche heiraten zu können.

Jetzt ist die sache die, auch wenn es eher nach prinzipienreiterei aussehen könnte, das ich eine antipatie gegen die institution kirche habe und auch so keinen bezug zu religion besitze.

Würdet ihr es nur wegen der hochzeit trotzdem machen um danach halt wieder auszutreten oder wäre das eine unvereinbare gewissensfrage oder wie seht ihr das? Falls jemand eine idee hat wie man in einer kirche heiraten kann ohne taufe bin ich ebenfalls sehr ohr :)

mfg
Apex[QUOTE]Würdet ihr es nur wegen der hochzeit trotzdem machen um danach halt wieder auszutreten oder wäre das eine unvereinbare gewissensfrage oder wie seht ihr das?[/QUOTE]

Das musst du wissen, ist ja dein Gewissen, ich fände es allerdings etwas heuchlerisch.

[QUOTE]Falls jemand eine idee hat wie man in einer kirche heiraten kann ohne taufe bin ich ebenfalls sehr ohr[/QUOTE]

Nun, eventuell gibt es die Möglichkeit irgendwo eine Kirche zu mieten, so einige Kirchen stehen ja mittlerweile leer oder sind an private Eigentümer verkauft, aufgrund des Mitgliederschwundes, bzw. des allgemeinen Bevölkerungsschwundes vor allem im ländlichen Osten. Anstatt nem Pfarrer könnte man dann einen Freiredner sprechen lassen. Nur so ein Gedanke...
ooAlbertdaran dachte ich auch schon ... aber ich wohn hier in ner erz-katholische gegend :) das wird sicher schwierig ...
Bloodyangel-eveIch weiß es nicht ganz genau, aber es gibt die Möglichkeit in einer Kirche zu heiraten ohne gatauft zu sein, aber da zahlt man ziemlich viel drauf...
LathandraHmm also so viel ich weiss, reicht es, wenn ein Partner den katholischen Glauben besitzt. Der andere muss lediglich bezeugen, dass er eventuelle Kinder, die aus dieser Beziehung hervorgehen, im katholischen Glauben erzieht.... wie auch immer das überprüft werden soll.
Würde einfach mal bei eurem zuständigen Pfarrer nachfragen!

Nun zu der Frage, ob es heuchlerisch wäre, sich taufen zu lassen, zu heiraten und anschliessend wieder aus zu treten.

Wenn dein Partner dies tolerieren würde, dann stände er ja auch nicht so wirklich hinter seinem Glauben oder?
Er würde den "Betrug an der Kirche" zu seinem Vorteil ja unterstützen! Ob dies so konform mit der katholischen Lehre ist, wage ich zu bezweifeln.
Und eine Trauung aus Glaubensüberzeugung kann ihm dann irgendwie nicht abgenommen werden.

Warum möchte dein Partner also wirklich eine kirchliche Trauung?
Um bei der Familie einen unvergesslichen Showeffekt zu erzielen? :rolleyes:

Dann würde ich mich doch eher für eine themenorientierte Trauung mit einem, von Apex bereits genannten, Freiredner entscheiden... dann kommt keiner der beiden Partner in einen Gewissenskonflikt;)
Solche Zeremonien werden mit Sicherheit auch noch lange in aller Munde bleiben.

Wie willst du eigentlich wieder austreten? Beim Standesamt eine Erklärung unterschreiben, um anschließend keine Kirchensteuer mehr bezahlen zu müssen?
Dann bist du aber immer noch bei diesem Verein, denn kirchenrechtlich ist es gar nicht möglich aus zu treten!!

Oder meinst du den richtigen Austritt? Dann müsstest du jedoch exkommuniziert werden... und dies ist gar nicht sooo einfach!!
Würde mir die Voraussetzungen für eine Exkommunikation erst einmal anschauen:D


Mit liebem Gruß
Lathandra
Jensemann[QUOTE]--------------------------------------------------------------------------------
Würdet ihr es nur wegen der hochzeit trotzdem machen um danach halt wieder auszutreten oder wäre das eine unvereinbare gewissensfrage oder wie seht ihr das?
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Das musst du wissen, ist ja dein Gewissen, ich fände es allerdings etwas heuchlerisch.
[/QUOTE]

Wenn ich jemanden heirate, dann ist diese Person die Liebe meines Lebens mit der ich den Rest des Selbigen verbringen werde. Sollte es so sein, dass ich ihr damit einen Traum erfülle, so ist mir das Gewissen gegenüber der Kirche ziemlich egal, die Verantwortung/die Zufriedenheit meiner Partnerin zählt in diesem Falle mehr als Loyalität gegenüner Dritten.
Votraussetzung ist aber die Aufklärung über den Sachverhalt untereinander! Es sollte schon klar sein, dass eine Identifizierung mit deiser Einrichtung kaum möglich ist.

Wenn man die Kriche allgemein als einen wirtschaftenden Betrieb ansieht bei dem es reale Einnahmen, Aufwendungen und Ausgaben gibt, so verfällt diese Scheu vor eventuellen moralischen Bedenken recht schnell. Schließlich lassen es sich alle Konfessionen ganz gut bezahlen.
ooAlbertdoch man ist formell ausgetreten und zahlt somit keine kirchensteuer, der wisch kostet mitlerweile 15€ und wird direkt im parramt ausgestellt ...
LathandraNaja du bist auf staatlicher seite ausgetreten.. aber nicht auf kirchlicher!! Das ist ein kleiner Unterschied;)
Sirikithich bin mit 14 ausgetreten (leider getauft, aber bsolut atheistisch und mit dem sauhaufen Kirche auch nichts am Hut)
ein wiedereintritt aus heiratsgründen käme für mich nie in frage-ich will einfach kein "mitglied" in einem verein sein, dessen tätigkeiten und normen mir zuwider sind.

ausserdem gibt´s doch soo schöne alternativen-sucht euch einen freien theologen, dann hat dein freund seinen religiösen bezug, und du hast die misere mit der kirche nicht
Cold RainHm, mit einem etwas aufgeschlossenen Pfarrer müsste es aber doch auch ohne Taufe gehen, oder?
Man kann ja auch heiraten, wenn man unterschiedlicher Religion/Konfession ist.
Ich weiß nicht, wie streng die Katholiken die Sache sehen.

Aber ich würde mich nicht taufen lassen, "nur" um in weiß heiraten zu können.
mondkindsprich nochmals mit ihr darüber, wie wichtig es ihr ist und ob eine gemietete Kirche mit einem gewöhnlichen Theologen nicht dasselbe Resultat bringen würde. Ich finde, sich einfach so taufen zu lassen, nur um der Liebsten einen Gefallen zu tun, ist heuchlerisch. Vor allem solltet ihr euch bewusst sein, dass man sich - soweit ich weiss - nach einer katholischen Trauung in einer Kirche, nicht scheiden lassen kann. Zumindest ist man nach einer Scheidung aus Sicht der Kirche immer noch verheiratet (wobei ich euch natürlich keine Scheidung wünsche).
autumnnight[QUOTE][i]Original geschrieben von Lathandra [/i]
[B]Hmm also so viel ich weiss, reicht es, wenn ein Partner den katholischen Glauben besitzt. Der andere muss lediglich bezeugen, dass er eventuelle Kinder, die aus dieser Beziehung hervorgehen, im katholischen Glauben erzieht....
[/QUOTE]

dieser ansicht war ich bisher auch..
..zumal die sich die kirchen nicht über überschwenglichen zulauf erfreuen, sind die doch bestimmt froh, wenn ihr dort heiratet.. wer weiss, eine "spende" oder etwas ähnliches wie eine "saalmiete" ist doch auch immer gut..
soll keine bestechung sein!!
ooAlbertalso ich hab doch direkt mal an das ansässige katholische parramt geschreiben und die meinten es wäre möglich das ein katolischer partner und ein konvesionslosser heiraten. dazu muß das entsprechende pfarramt ein formular ausfüllen und somit einwilligen. Das einzige was ich dann vor "gott" bezeugen muß ist, das die kinder katholisch aufgezogen werden ...
LathandraNa siehst du!!

Was ich aber immer noch nicht so ganz verstehe, ist der Grund, warum dein Partner kirchlich getraut werden möchte.
Wegen dem überzeugten Glauben oder dem "romantischen" Flair drumherum??

Dann wäre es auch einfacher auf deine Gewissensfrage einzugehen!;)

Lieber Gruß
Lathandra
ooAlbertnaja es ist sone mischung aus beidem, ich hab nur keinen zugang im agrumentieren dabei, da es eh nur abgeblockt wird ... außerdem ist halt die ganze familie katholisch deshalb unterstell ich da mal den "gruppenzwang"
NnordyHerrjeh, wichtig sollte doch eigentlich nur sein, daß sie es gern möchte - und wenn sie es gern möchte, weil es vielleicht auch für sie - und für ihre Familie - 'dazu' gehört, und da es ja auch keinen Taufzwang für den Herren gibt, dann kann man doch kirchlich heiraten! Mein Mann und ich haben auch kirchlich geheiratet, zumal mein Schwiegervater Pfarrer ist, und ich muß sagen daß es eine ganz wunderbare Zeremonie war (wobei mein Schwiegervater, was Predigten angeht, ohnehin die Wucht ist...) und mir sehr viel gegeben hat - eine ganz andere Qualität als jetzt 'nur' das Standesamt. So eine schnuckelige kleine Dorfkirche mit lauter Menschen drin, die man alle gern hat und die sich mit einem freuen, ist schon was Wunderschönes.
Von daher: Wenn SIE es wirklich möchte, und das per Wisch geht - why not? Ja, vielleicht haben Frauen da ein verklärtes romantisches Bild, aber: Es ist nunmal auch sehr romantisch oder war es zumindest bei uns. Außerdem muß man nicht in weiß heiraten - mein Zweiteiler war bspw. royalblau mit silber abgesetzt und es hat sich keiner beschwert. ;)
In diesem Sinne schonmal im Voraus alles Gute - und gleich eine der ersten Regeln befolgt: Auch dem anderern zuliebe mal über seinen Schatten zu springen, zumal es in diesem Fall für Dich ja gar nichts 'kostet', in dem Sinne (ein Glück!)...
VardaHi,
also ich habe da einen Tipp, der für euch beide etwas wäre. Eine Trauung, die genau auf euch zugeschnitten ist, mit Glaubensinhalten oder ohne, in einer Kirche oder nicht, ganz, ganz individuell. Ohne Taufe.

[URL=http://www.freie-theologen.de/cms/index.php]http://www.freie-theologen.de/cms/index.php[/URL]

Lies dir das auf der HP einfach mal durch, ich finde es echt ganz gut.


LG
LathandraNa es scheint sich doch alles zum Besten zu wenden.
Dein Partner bekommt eine romantische Trauung, die Familie kriegt auch ihren Willen, du musst dich nicht extra taufen lassen und kannst deinen Nichtglauben bei behalten!! ;)
Damit wird deine Zukünftige ja auch leben können.... da muss sie halt dann über ihren Schatten springen!
Tja das Leben ist ein stetiges Geben und Nehmen....

In diesem Sinne wünsche ich euch schon einmal alles Gute für die Zukunft...

Liebe Grüße
Lathandra
MagicPowerHaha das können Albert und ich uns fast die Hände reichen, naja vielleicht ich doch eher mit deiner Freundin.

Ich bin auch katholisch und meine Gegend hier erz-katholisch wenn man das so nennen kann. Ich träume davon auch in einer Kirche zu heiraten. An Gott glaube ich, aber nicht an die Kirche. Dennoch ist es schon immer ein Mädchentraum von mir gewesen in einer schön geschmückten Kirche ein schönes kleid zu tragen und meinem Partner das Ja-Wort zu geben vor Gott.

Mein werter Freund ist jedoch auch Konfessionslos, so wie du und hat auch überhaupt keinen Bezug zu Religion. Er hasst die Kirche für die Taten, die sie in der Vergangenheit getan hat (es stimmt: die kirche ist der größte massenmörder der geschichte).

man kann, wenn man in dieser Predouillie sitzt wohl sehr gut nachempfinden, wie sich Eheleute aus verschiedenen Kulturen und Religionen vielleicht fühlen mögen.

Nun. ein guter freund von mir sagte zu diesem Thema: ich finde es sehr schade und auch unfair, dass für atheisten es nicht so eine schöne Hochzeit oder generell Hochzeit geben kann, sondern dies nur für die Gläubigen bestimmt ist. Was macht es denn einen sinn kirchlich zu heiraten, wenn einer nicht an Gott glaubt? Nur für diesen anlass taufen lassen wenn man davon nichtmal überzeugt ist?

Ich habe es für mich so vorgenommen, ich möchte schon eine hochzeit haben, aber vielleicht nicht gerade von einem Pfarrer getraut werden. Viel eher reizt mich der Gedanke eine Hochzeit im freien und von einem guten engen freund getraut zu werden, zu dem mein partner und ich eine viel tiefere beziehung haben, als zu einem Priester den wir nicht kennen. Somit muss mein freund sich keinen glauben aufzwängen lassen, den er nicht hat und er selbst findet diese idee großartig - und ich für mich selber brauche keine Kirche um zu gott zu beten und ihm zu sagen, dass ich diesem mann (mein freund) ein eheversprechen gebe.
zwar weiß ich, dass meine familie mich danach verbrennen wird wie im mittelalter (alles erste-reihe-auf-die-knie-händefalten-dauer-beten-kirch-gänger) aber eine schöne hochzeit ist es mir wert :)
VardaHi,
also was ich bisher von den freien Theologen gehört habe, finde ich ganz gut - das sage ich als angehende Theologin, auch wenn ich mich ihnen nicht unbedingt anschließen würde.
Meiner Meinung nach bieten sie aber eine gute Alternative: Für Homosexuelle (die sich zwar in der ev. Kirche trauen lassen dürften, aber es gibt ja auch andersgläubige Homosexuelle), für 'exotischere' Kombinationen, wie z.B. Moslem und Christ oder sonstwas. Und, soviel ich weiß, gibt es auch Kirchen, in denen die freine Theologen ihre Trauzeremonien abhalten dürfen. Das findet man aber am besten per Mail heraus. ;) Ich habe einem von ihnen schon einmal geschrieben und eine sehr freundliche Antwort erhalten.
Das tolle ist: Man kann Gottes Segen dazubekommen oder nicht, es geht eben alles ganz nach den eigenen Wünschen.

Man sollte aber auch Verständnis zeigen, dass man für eine kirchliche Trauung eben getauft sein muss - die Kirche ist eben die Kirche und man darf auch nicht einfach so in den nächsten Schützenverein gehen und schießen, obwohl man kein Mitglied ist (nur als Beispiel).

Wie auch immer, alles Gute für doe bevorstehende Hochzeit!!
shiphrahniemals würde ich das tun!
Früher dachte ich da auch liberaler, aber heute ...
Der Staat profitiert als einziger von der Ehe, und die Kirche ist der Moralprügel.
Dirtydevil1981Habt ihr schon mal an eine Open-Air Trauung gedacht. Irgendwo bei einer Kapelle. Vielleicht würde euch ja ein Pfarrer auch trauen wenn du nicht katholisch bist. Ein Freund und eine Freundin von mir haben auch so geheiratet, allerdings ist sie Moslem und er katholisch.

Andersrum würde mich auch mal interessieren ob es 1. deinem Freund wirklich so wichtig ist und 2. ihr in dieser katholischen Gegend weiterhin leben wollt.

Zu erstens: Mein Freund ist katholisch getauft allerdings ausgetreten. Er hält nix von der Kirche würde aber mir zuliebe (bin auch katholisch) wieder in die Kirche eintreten. Für mich ist das wie ein Liebesbeweis, allerdings ich bin nicht streng gläubig möchte halt nur in einer katholischen Kirche heiraten.

zu Zweitens: wenn ihr in der Gegend bleibt und du dein Kind nicht katholisch taufen lässt, wird es ein außenseiter sein. Wir hatten damals in der klasse einen jungen der nicht getauft war und der wurde immer von anderen Kindern als Heide beschimpft, das war fies und gemein, aber Kinder können grausam sein.

Das alleine ist für mich der Grund warum ich mein Kind taufen lassen würde. Ich habe Angst es könnte nachher beschimpft werden. Es ist mit sicherlich heuchlerisch in die Kirche aus den Gründen einzutreten oder drin zu bleiben. Aber letzlich ist es eh nur ein Schriftstück, man muss nicht so leben wie es die Kirche vorschreibt.

Nur so eine kleine Anregung meinerseits.
LathandraSeid gegrüsst!!
Ist ja wieder etwas Leben in diesen Thread gekommen.

Ich dachte er könnte jetzt heiraten, ohne sich taufen zu lassen oder klappt das doch nicht?

Was ich immer noch nicht so ganz verstehe ist, dass einige es als eine Art Liebesbeweis ansehen, wenn er sich taufen lassen bzw. in die Kirche eintreten würde um heiraten zu können.

Ich meine ein Mensch hat nicht ohne Grund eine Einstellung bzw. Gegeneinstellung zu etwas (in diesem Fall die Kirche) und dies macht doch einen Teil seiner Persönlichkeit aus oder? Und der Glaube ist doch schon ein ziemlich wichtiger Aspekt in diesem Bereich.
Ich könnte nie von meinem Partner verlangen, diese Einstellungen zu ändern, nur um einen Tag in meinem Leben so gestalten zu können wie ich möchte.
Fände das irgendwie egoistisch....


Mit nachdenklichen Grüßen
Lathandra
NnordyViele sind auch einfach nur deshalb nicht mehr in der Kirche, damit sie keine Kirchensteuer zahlen müssen. Darüber schon mal nachgedacht?
Liebe heißt auch, Dinge für den Partner zu tun, die man vielleicht nicht so gern oder aus eigenem Antrieb gar nicht machen würde. Natürlich ist es falsch, so etwas vom anderen einzufordern - das geht auch gar nicht. Aber wenn ich merke, daß meinem Partner etwas sehr sehr wichtig ist, und ich bin nicht bereit, mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, dann würde ich mir mal ernsthaft die Frage stellen oder gefallen lassen müssen, wie weit es denn mit der Liebe her sein kann.
Mal davon abgesehen, daß eine Hochzeit nicht nur irgendein besonderer Tag ist - wer schon geheiratet hat (wie ich), weiß das. Sich dem Menschen zu versprechen, mit dem man den Rest seines Lebens teilen möchte, mit dem man vielleicht auch Kinder haben will... diese Erfahrung war mit nichts vergleichbar, was ich bis dato in meinen 31 Jahren sonst erlebt habe. Mit gar nichts. Man kann das nicht nachvollziehen, wenn man es selber noch nicht erlebt hat, glaube ich - aber letztlich bricht meiner Meinung nach niemandem ein Zacken aus der Krone, wenn man sich dem anderen zuliebe mal etwas bewegt. Und so wie ich das verstanden habe muß er sich nicht taufen lassen, also ist doch alles gut.

Was shiprah mit ihrem Post meint, verstehe ich überhaupt nicht. Der Staat profitiert von der Ehe? HÄH? Nur zur Info: Mit LstK3, wie sie der Besserverdienende in der Ehe meistens hat, zahlst Du mehr oder weniger gar nichts an Steuern, mit Sozialversicherungsabzügen komme ich als momentane Alleinverdienerin auf 2/3 meines Bruttogehalts im Netto, was ich ziemlich ok finde. KLar, LstK5 ist nicht witzig - da bleibt fast nix übrig, etwa knapp 50%, aber dafür bekommt der Partner mehr raus, das gleicht sich wieder aus. Wo also der Staat an der Ehe verdient, ist mir nicht klar. Eine Eheschließung beinhaltet Aufgebotskosten von etwa 50-70 Euro, das war's. Die Kirche bekommt übrigens auch nix - nur die Kosten für Blumenschmuck, üblich ist auch eine Spende für die Kollekte in selbst zu bestimmender Größenordnung. Was wirklich kosten kann, sind große Partys danach... ;)
Dirtydevil1981.....und das Hochzeitskleid :D
NnordyUnd selbst das muß nicht, wenn man es von einer Freundin schneidern läßt (wie ich), mich hat es ca. 120 DM Materialkosten gekostet, inkl. Schleier.
Freunde von uns haben sich ihre Eheringe übrigens auf den Herbstnächten 2000 gekauft, das Stück 15 DM...
LathandraHallo!
Klar gibt es Menschen die nur aus der Kirche austreten, weil sie keine Lust haben, monatlich etwas von ihrem Lohn an diese Institution abzutreten.
Jedoch ist es in diesem Fall nicht so, denn Albert schreibt ja
[QUOTE]Jetzt ist die sache die, auch wenn es eher nach prinzipienreiterei aussehen könnte, das ich eine antipatie gegen die institution kirche habe und auch so keinen bezug zu religion besitze.[/QUOTE]

Diese Antipathie wird er sicherlich nicht erst von heut auf morgen bekommen haben und sein Partner hat ihn wohl mit dieser Einstellung kennen und auch lieben gelernt haben.
Es ist natürlich so, dass man auch mal über seinen Schatten springen muss in einer Beziehung, aber nicht in solchen grundlegenden Sachen.
Irgendwie kann man das nicht gleichsetzen mit der allseits beliebten Zahnpastatube ;) , die man seinem Partner zuliebe schliesst und nicht offen rumliegen lässt....
Solche Sachen kann man meiner Meinung nach ändern aber nicht eine Einstellung zum Leben!!
Naja es gibt natürlich auch Ausnahmen.... aber mir ist ein Partner, der weiss was er will und auch dahinter steht tausend Mal lieber wie jemand der sich nach anderen richtet.


Und die kirchliche Hochzeit wäre für mich "nur" ein besonderer Tag mit viel Tamtam, denn für das Versprechen, sich ein Leben lang zu respektieren, zu lieben etc. brauche ich keinen Prediger.... das ist die wichtigste Voraussetzung für eine Beziehung.
Oder lebt man vor einer Hochzeit gegensätzlich?
Also ich erfahre diese Dinge jeden Tag, obwohl ich nicht verheiratet bin;)

Lieber Gruß
Lathandra
Dirtydevil1981Es gibt aber Leute denen ist der TamTam um diesen Tag wichtig. Die wollen dieses wahnsinnige Ereignis groß und prächtig feiern. Immerhin will man ja eigentlich auch nur ein Mal heiraten und nicht jedes Jahr mal. Wir werden auch im nächsten Jahr heiraten und mein Partner tritt für mich in die Kirche wieder ein. Mir ist das ganz wichtig und er ist da gerne zu bereit, ich zwinge ihn ja auch nicht dann jeden Sonntag in den Gottesdienst zu gehen, ich möchte halt einfach nur mit dem ganzen TamTam drumherum meinem Partner da Ja-Wort geben. Ich finde das schön und klasse und ich beneide schon immer die Leute die das mal erleben durften, aber ich habe es ja noch vor mir "freu".

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