| schlafundtod | Erlaubt es sich, den letzten wunsch / die letzte aussage eines selbstmörders an einen dritten weiterzugeben, auch wenn damit für diesen ein möglicherweise langanhaltendes schuld- oder versagensgefühl einhergehen würde ? oder ist es dem verstorbenen gegenüber moralisch sogar verpflichtend , dessen Ich halte diese situation für ein wirkliches dilemma. Danke für eure stellungnahmen ! |
| Fiegaro | Wenn der Verstorbene wollte das es an einen Dritten weitergesagt wird, dann würde ich es auch tun. Denn lezten Wunsch sollte man einem erfüllen. Auch wenn vielleicht der Dritte leiden muss... mfg Fiegaro |
| Beowulf | Mir persönlich sind die letzten Wünsche von Suizidenten absolut egal. Sie können ihren Kram auch selbst erledigen solange sie noch leben. |
| Heres Mortis | Ich würde seine Wünsche nicht weitergeben. Als er sich das leben genommen hat haben ihn andere doch auch nicht interessiert und er hat kein Stück auf die Gefühle seiner Lieben geachtet. Warum sollte man also auf ihn achten und ihm auch noch seinen letzen Wunsch erfüllen und so anderen die vielleicht auch noch um ihn trauern noch mehr Schmerz zufügen. Er hat sein Leben eh weggeworfen aus welchem Grund auch immer, also muss man nicht auch noch denen die ihr Leben leben wollen die Lebensfreude durch seine eventuell schmerzlichen Worte nehmen. |
| Heres Mortis | Jemand der sich selbst umbringt läuft in meinen Augen vor dem Leben davon. Ich sage nichts dagegen das sich jemand umbringt, diese entscheidung sei jedem selbst überlassen. Allerdings sollte man dann auch bedenken das man das Leben verlässt und somit auch kein recht mehr darauf hat sich in das Leben anderer einzumischen. Ich weiß das es Situationen im Leben gibt wo das Leben ziemlich aus den Bahnen gerät. Da ich selbst aber so gut wie keine probleme habe kann ich es auch nicht nachvollziehen und nehme mir auch nicht heraus zu sagen das es nicht so schlimm wäre. Wenn sich allerdings jeder umbränge der probleme hätte wäre die hälfte der Menschheit bald verschwunden. So und bevor ich weiter vom Thema abdrifte hör ich lieber auf. |
| Darkangel | Hm ich würd sagen es kommt auf den Umstand des Todes an da jemand der eigentlich Totkrank is z.b. und sich selbst umbringt genauso zum Selbstmörderzählt, wie irgend ein durchgeknallter Freak im Drogenraus der sich das leben nimmt (warum auch immer). Generell bin ich der Meinung das es einen jeden Pflicht ist einer solchen bitte nachzukomm (wobei ich noch nicht viel von Selbstmördern gehört hab die solche wünsche haben eher von leuten die wissen das sie bald sterben auf die ein oder andre Art). Genauso sollte man aber auch versuchen dem Suiziden zu helfen und ihn versuchen von zu zeigen das es auch anders geht wenn man schon die Möglichkeit hat sich mit ihm zu unterhalten, sofern es die Umstände zulassen. P.s. was die Aussagen 2er Personen hier angeht, so zeugt das nicht grade von Geistiger Reife und Menschenkentnis. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] vielleicht mal daran gedacht, dass sie das unter umständen nicht konnten?????[/QUOTE] Schonmal daran gedacht, dass sie das unter Umständen konnten, nur nicht wollten? [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] wer ja die dinge regeln könnte, bringt sich im normalfall nicht um...[/QUOTE] Menschen bringen sich wegen allem Möglichem Kram rum. Just vor ein paar Tagen, hat sich in unmittelbarer Nähe eine Junge Frau auf der Autobahn vierteilen lassen, und eine unbeteiligte Mutter verkrüppelt weil sie einen schlechten Tag hatte. [QUOTE][i]Original geschrieben von serene_fall [/i] ich finde die letzten wünsche eines jeden sind zu respektieren... egal wie jemand gestorben ist...[/QUOTE] Und ich finde es heuchlerich Menschen erst nach ihrem Tod eine Würde zu gewähren. Wenn es dem Selbstmörder wirklich wichtig gewesen wäre, dass seine letzten Worte bei einer bestimmten Person ankommen würde, hätte er die Pflicht sich selbst darum zu kümmern. Und diese Person hätte auch das Recht gehabt sich in einem Gespräch vor dem Selbstmörder zu erklären. Sich einfach so aus dem Leben zu stehlen, vermutlich noch mit ein paar Schuldvorwürfen auf den Lippen, und die Hinterbliebenden in Ungewissheit mit Schuldvorwürfen alleine zu lassen, ist armselig. Solche Menschen respektiere ich persönlich nicht, ob tot oder lebendig. Wichtig bei dieser Frage, schlafundtod, sollte nur sein ob es jemanden etwas nützt dass weiter zu erzählen. |
| xxxzinixxx | alles, was negatives bewirkt, sollte man sich möglichst verkneifen... es sei denn, es landet bei etwas negativem, dann hebt sich die wirkung VIELLEICHT auf... |
| Caranaldion | [i]In Absprache mit der dortigen Moderation nach Dunkelheit & Licht verschoben. Caranaldion, Moderation Auswege [/i] |
| FraidOfLife | [QUOTE][i]Original geschrieben von Heres Mortis [/i] [B] Wenn sich allerdings jeder umbränge der probleme hätte wäre die hälfte der Menschheit bald verschwunden. [/B][/QUOTE] Das wäre ja nun nicht das schlechteste. ;) Nein, im Ernst. Ich finde es schwierig, darüber zu urteilen, darüber will ich nicht urteilen und ich denke es steht generell niemandem zu, über Menschen zu urteilen, die einen derartig nicht nur für ihr eigenes Leben folgenreichen Schritt gehen. Niemand denkt sich "Ich hops mal grad von der Brücke". Diese Leute machen es sich selbst bei weitem nicht so einfach, wie manche wohl glauben. Natürlich ist dieser Schritt rücksichtslos gegenüber allen anderen. Aber viele haben sich ihr Leben nicht ausgesucht, auf viele wird zu Lebzeiten auch keine Rücksicht genommen. Wenigstens diese Entscheidung sollte von der Gesellschaft als gegeben hingenommen werden. Ich kann Aussagen wie "vor dem Leben davon laufen" einfach nicht nachvollziehen. So einfach ist es nun wirklich nicht. Im Endeffekt werden die betreffende Personen schon ihre Gründe für ihr Handeln haben und ob ich oder irgendjemand anderes diese Gründe nachvollziehen kann, ist in diesem Fall völlig irrelevant. Und deshalb würde ich die Nachricht, Wunsch, den letzten Willen weitergeben und befolgen. Ich finde das gehört sich schon aus Respekt gegenüber dem Toten heraus, egal wie er gestorben ist. |
| Aza | Hm Beowulf standest du selbst schon eimal vor der Entscheidung ? Ich weiss nicht, aber irgendwie ist das alles Gehirnkotze, was du schreibst. Versuch doch einmal, dich in eine suizidale Person hineinzuversetzen. Auch wenn es schwer fällt. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] Hm Beowulf standest du selbst schon eimal vor der Entscheidung ? [/QUOTE] Natürlich. [QUOTE][i]Original geschrieben von Aza [/i] Versuch doch einmal, dich in eine suizidale Person hineinzuversetzen. Auch wenn es schwer fällt.[/QUOTE] So schwer ist es nicht. |
| Aza | Wenn es nicht so schwer fällt, warum so abfällige Bemerkungen versteh ich nich^^ ich mein ist jedermanns eigene Sache, wie er mit suizidalen umgeht, aber naja.. |
| Beowulf | Wo habe ich mich abfällig gegenüber Suizidenten geäußert? Wenn sich jemand wild entschlossen umbringen will soll er es tun. Nur die Art und Weise habe ich kritisiert, mit dem Selbstmord noch einen Tritt an die Nachwelt zu verpassen. Und ich schließe mich auch nicht dem Credo an, dass jemand nur weil er tot ist - schwupps - mehr Würde haben sollte, als als Lebender. |
| Langhaar | es wurde ja auch nicht gesagt, das ein toter mehr würde hat,aber vielleicht werden dann die schwere der probleme dann ersichtlicher für andere?!? keine ahnung ob du selbst schonmal mit dem gedanken gespielt hast dich umzubringen, aber leicht ist es nicht dann anderen menschen noch etwas zu sagen was damit zu tun hat..und sei es nur um ihnen nicht wehzutun weil sie nichts damit zu tun haben... |
| FraidOfLife | @ Beowulf: Les deine Aussagen noch mal in Ruhe durch, da sind schon einige, unangebrachte Abfälligkeiten zu diesem Thema dabei. |
| Jester | Wenn das übermitteln der Worte eine verletztende Wirkung auf die Dritte Person haben sollte, was ich aus dem Ausgangposting entnehm dann gibt es für mich einige Faktoren die es als nicht wirklich richtig darstellen diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Wenn es um eine Meinungsäusserung oder eine Bekundun geht welche als letzter Wunsch weitergeleitet werden sollte, dann halte ich dies im Kontext eines Suizids als fragwürdig. Der Grund ist einfach, bei einem Suizid ist man ohne weiteres in der Lage soweit zu planen das es einem möglich ist diese "Bürde" noch selbst zu tragen, ja, ich denke sogar das es fast verpflichtend für den Selbstmörder ist. Es wird andersweitig nicht nur der dritte belastet sondern auch der Überbringer der Nachricht, und dies ungeachtet der Art der Nachricht. Sollte es eine halbwegs "positive" Nachchricht sein, wie zum Beispiel: "Sage xxxxxx das ich sie geliebt habe". So ist es eine Unverzeilichkeit aus dieser Welt zu fliehen, und einem Menschen dann noch über einen dritten den Schmerz weiterzugeben das du hättest der Anker für ihn sein können, es stellt sich schnell das Gefühl ein das man den Suizid hätte abwenden können. So gut gemeint so eine Verkündung auch sein mag, sie wird nur auf verbrannter Erde landen. Sollte es eine Negative Äusserung sein, wie eine gewisse Art von Schuldzuweisung, sei sie halbwegs direkter aber auch subtiler Art, da würde ich mich sogar vehement weigern diese weiter zu leiten, da es eine der armeligsten Arten ist mit einer anderen Person abzurechnen. Es wäre etwas für das ich mich nicht missbrauchen lassen würde. Sollte es eine Nachricht sein, welche einem Geständnis gleichkommt, sozusagen das man vor seinem Tode noch einmal reinen Tisch machen will. Auch da würde ich es mir überlegen. Es könnten Dinge sein die wenn sie genannt werden den Selbstmörder nicht mehr tangieren, aber schwere Einschnitte unter den Lebenden nach sich ziehen können wenn noch dritte involviert sind. Dies lässt mich dann leider auf eine gewisse verantwortungslosigkeit schliessen welche dadurch entsteht das der Selbstmörder sich seine Gedanken mehr darüber macht was nach seinem Tod passiert, frei nach dem Motto, nach mir die Sinnflut. Ich denke das man immer an die Konsequenzen denken muss, der Tote hat keienr mehr, allerdings bleiben sie für die Lebenden bestehen, und eine falsche Verehrung der Toten sollte da nicht betrieben werden. Tote haben Ehrung verdient, allerdings muss man auch abwegen ob die Ehrbarkeit noch gegeben sein soll, wenn sie doch etwas iniitiert das man be iweitem nicht als ehrbar bezeichnenen kann. Letzte wünsche sollten erfüllt werden, sie sollten erfüllt werden wenn sie moralisch unbdenklich sind, und das übermitteln von Anchrichten ist dort eine sehr heikle Angelegenheit. Ein Selbstmörder ist immer in der Lage solche Nachrichten noch selber zu überbringen, ohne das er sich vor schweren Folgen für sich plagen müsste, da er eh seinem Leben ein Ende setzt. Und wenn er sich nicht traut diese Nachricht selber zu überbringen, sei es aus welchen Gründen auch immer, wie kann er sich dann anmassen es jemand anders aufzubürden, einem Freund der sich die Konsequenzen noch weiter ansehen muss, der mit der Tatsache leben muss das er zu einem Teil dieses Ganzen wird in dem er die Worte spricht. Ein letzer Wille eines sterbenden aus Krankheitsgründen udn der eines Selbstmörders sollte doch zweierlei Mass zukommen, immerhin haben beide ganz unterschiedliche Möglichkeiten, und eine unterschiedliche Grundlage. Doch ist ds was ich sage nur hypothetisch, da ich die genaue Situation nicht kenne, aber ich möchte hiermit doch zu bedenken geben das man nicht blind irgendwelchen floskeln wie der Ehrung der Toten nachhängen sollte, nicht ohne darüber nachzudenken. Ich ehre die Toten., allerdings würde ich mich ungern als eine Art Mittel eienr Person benutzen lasse ndie dies in gewisser Weise noch "planen " konnte. In diesem Sinne, Jester |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von FraidOfLife [/i] [B]@ Beowulf: Les deine Aussagen noch mal in Ruhe durch, da sind schon einige, unangebrachte Abfälligkeiten zu diesem Thema dabei. [/B][/QUOTE] Zum Beispiel? Im Übrigen teile ich die Ansicht Jesters. Da ja im Aussgangsthread nichts über die Natur der Nachricht gesagt wurde, kann man auch nur eine sehr allgemeine Antwort geben, ohne auf die einzelne Aspekte dieser Sache einzugehen. |
| Darkdust | hm. ich finde das ansinnen, über eine dritte person vor dem suizid noch irgendwelche botschaften weiterzugeben an eine person, die diese botschaft erreichen soll.. reichlich infam. und ich weiss, von was ich rede, wenn ich über siuzidal rede und vor allem... über tod krank sein. monate, wenn nicht ein ganzes jahr. überlegen, wie all das, was passieren wird, möglichst schonend für die nächsten, die liebsten, abgehen kann. welche botschaft auch immer es sein mag: sie sät in diesem falle böse saat. schuldgefühle? sich in erinnerung bringen auf ewig? was daran soll gut sein? wenn ich gehe, gehen muss vielleicht. dann gibt es da immer noch die möglichkeit des klassischen abschiedsbriefes. eine dritte person zu involvieren, ist dieser person gegenüber unfair und bringt sie unter unglaublichen druck. |
| schlafundtod | melde mich also doch nochmal zu wort, denn wenn ich dem letzten wunsch des suizidanten nicht nackomme, muss ich es mit mir herumtragen, und ob das über die länge eines lebens wirklich spassig ist , ist eher fraglich. Denn dann hätte ich das Leid des einen gemindert und mein eigenes geschaffen- das kann's ja auch nicht sein ! |
| Jester | Das ist dann aber wieder die Frage des eigenen Egoismusses wie du es jetzt darstellst, nicht mehr der Frage nach der Rechtmässigkeit des überbringens an sich. Letztendlich ist damit doch schon gegeben das der Suizidäre dich jetzt schon ungerecht behandelt hat, indem er dir die Bürde auferlegt hat. Jetzt ist die Frage wie du für dich weiterhin damit umgehst. Bessert es sich für dich wenn du es weiterleitest nur weil es aus deinem Kopf den Weg nach draussen bahnt, weisst du es deswegen nicht mehr? Du trägst es ja immer noch bei dir, nur das du noch eine weitere Person zusätlich involvierst (oder gar noch mehr, je nach dem Sachverhalt), und dann lebst du unter umständen nicht nur mit einem Geheimnis sondern mit den augenscheinlichen Folgen des Ausspruchs,, bei welchen du dich nicht davon lossagen kannst das du mit daran beteiligt bist was sie anzurichten vermögen, denn immerhin hätte es in deiner Macht gelegen diese Konsequenzen abzuwenden. So oder so ist die Situation für dich ein Minusgeschäft, sozusagen solltest du nicht nur darüber nachdenken ob der Suizidäre damkit der dritten Person damit etwas "antun" könnte, sondern auch was er/sie dir damit schon angetan hat. Letztendlich ist es entweder nicht nachgedacht gewesen von der verblichenen Person, oder es war ihr einfach schlichtweg egal. Aber wie gesagt, ic hweiss noch immer nicht worum es geht, sofern ist meine Haltung mit vorbehalt zu betrachten. |
| Frostwyrm | Es wäre für mich von der Botschaft abhängig, und davon, wie nahe ich dem Toten sowie der 3. Person stehe. Vermutlich würde ich das weitergeben- aber das würde ich für jeden tun, der selber nicht in der Lage dazu ist, egal ob verstorben oder noch lebendig, zumindest so lange die Angelegenheit es wert ist. |
| Desengano | ich denke, dass allgemeine antworten hier nicht weiter helfen. sowas muss man abhängig von allen beteiligten personen, wie sie zueinander standen und stehen und abhängig von der botschaft und was sie vielleicht auslösen könnte, machen. wenn du die botschaft hier nicht kundtun möchtest (was ich durchaus verstehen kann), suche dir eine person, der du vertraust, die die umstände kennt und suche dir ihren rat. denn das hier endet wieder in einer grundsatzdiskussion über selbstmörder und deren verantwortung anderen gegenüber und das hilft dir sicherlich nicht weiter. ich wünsche dir aber auf jedenfall eine gute lösung für dich und die andere person. |
| RurounI | Dreierlei Wege, klug zu handeln: Durch Nachdenken, das ist der edelste. Durch Nachahmen, das ist der leichteste. Durch Erfahrung, das ist der bitterste. |
| Raytracer | Ich bin ja der Meinung, dass der letzte Wunsch eines Menschen dazu dient, etwas zu erledigen oder zu vermitteln was er aufgrund seines unerwarteten Todes nicht mehr tun kann. Bei einem Selbstmörder hat es für mich eine Art Beigeschmack im Sinne von Erpressung eines Anderen unter Ausnutzung seines Gewissens. Sowas finde ich unfair. Wie schon gesagt wurde, kann er auch selbst seinen Kram erledigen und sich dann umbringen. In diesem Fall kann er ja den Zeitpunkt des Todes wählen. Es ist kein unerwartetes Ereignis, welches ihn aus dem Leben reißt und alle Möglichkeiten nimmt. Ausgenommen sind natürlich Wünsche wie "dieses Musikstück soll auf meiner Beerdigung gepielt werden" oder halt das Testament in seiner üblichen Form. |
| ReinGarNichts | Schuldzuweisungen und Liebeserklärungen sollte man vor seinem Suizid lösen. Gewisse Dinge sollten erledigt werden. Vielleicht wäre ja noch was zu retten... Darüber sollte man sich vor seinem letzten Schritt sowieso im Klaren sein. "Oh, das hab ich noch vergessen, machst du das für mich?" ist nicht respektabel... Ausgenommen sind die Sachen, die der Verstorbene aus bestimmten Gründen nicht tun konnte. Da gibt es einige... Wenn jemand einem anderen diese "Aufgaben" aufdrückt, sollte dieser die Aufgaben nach seinem Gutdünken erledigen (Dh. Was er erledigen kann. Wenn der Verstorbene kurz vor seinem Suizid nicht dazu in der Lage war, etwas zu tun, kann es auch gut sein, dass die Beauftragte Person dazu nicht in der Lage ist.) Um es also auf den Punkt zu bringen: Erfülle die "Aufträge" zu denen du in der Lage bist und die du für die Beziehung die du zu dem Verstorbenen hattest für angemessen hälst. (Wenn ein "Arschloch" (sry) sich umbringt, würde ich ihm kaum den Gefallen tun und einem meiner Lieben eine Schuldzuweisung von ihm überreichen... Ich ehre die Toten nicht mehr als die Lebenden. Wenn der Verstorbene ebenso einer meiner Lieben war, sähe das ganze anders aus.) |
| RurounI | suizid = bullshit ich war selbst schon öfter in der situation wo das als einziger Ausweg erschien, aber es gibt "fast" immer einen Weg da raus... wenn man durch selbstverschuldeten scheissdreck in die situation kommt gibts für suizid überhaupt keinen grund, denn das was ich angerichtet hab kann ich auch wieder gradebiegen... wenn man unverschuldet in die situation gerät (krankheit etc...) gilt das für mich nicht als suizid, sondern als sterbehilfe, und selbst dann gibts immer noch die möglichkeit sich von anderen helfen zu lassen oder seinen horizont soweit zu erweitern das man vom suizid abkommen kann und solte... suizid ist nicht akzeptabel, denn es ist in jeder hinsicht ne flucht.... ergo, es gibt keinen wirklichen grund für selbstmord, denn das spiegelt meiner meinung nach nur das kurzsichtige "ich hab kein bock mehr auf die scheisse, und mir gehts so schlecht " -syndrom wieder. zum thema letzte wünsche.... was das wesen verbockt hat, hat es gefälligst den menschen selbst zu erzählen, deswegen heists ja SELBSTMORD, denn man kann den zeitpunkt fre wählen... |
| ReinGarNichts | Mh. Das ist wie so vieles, wenn nicht sogar alles, Ansichtssache. Wer das Recht auf Leben hat, hat auch das Recht zu Sterben. Dafür bedarf es keiner Rechtfertigung. (Das ist jetzt sehr weit gegangen...) |
| DU! | Auch die Post eines Toten muss zugestellt werden. Der Adressat hat doch auch ein Recht zu erfahren, was der jetzt Tote ihm mitteilen wollte. Es steht dem Überbringer in der Regel nicht zu die Nachricht zu bewerten. Wenn du der entsprechenden Person zu Lebzeiten mittgeteilt hast, das du nicht als Übermittler der Nachricht zur Verfügung stehst, musst du es natürlich auch nicht machen. Sollte der Tote allerdings Grund gehabt haben anzunehmen das du es machst, dann sollte der Adressat seine Nachricht auch bekommen. |
| SleepyHollow | ich denke man sollte einen abschiedsbrief schreiben, dann fühlt sich der dritte nicht schuldig.außerdem würde dieser dritte sowieso verhindern, dass ich mich umbringe. |
| Ripperhead | Meine Lehrerin sagte mal es gehört mehr mut dazu sich umzubringen als sein Leben zu leben un diesem kann ich mich nur anschlißen, und ich finde auch man sollte den letztem Wunsch respektieren! Danke und gute Nacht ich geh schlafen! |
| RurounI | is ja schön das dei lehrerin so denkt, aber spiegelt es auch deine meinung wieder? es mag manchen Leuten sicherlich schwerfallen den letzten schritt zu machen, aber das das schwerer ist kann ich nicht glauben, im moment vielleicht ja, aber gesehen auf die zeit die du noch lebst und auf eventuelle rückschläge die du einstecken musst, kann man`s vorher nicht bewerten, denn keiner weiss was noch alles daherkommt... es kommt auf den standpunkt an würd ich sagen, und meinen hab ich weiter oben auf der site dargelegt.... genau wie deine Lehrerin mfg der wanderer |
| kin of darkness | Also, erstens Mal: Das sich jemand das Leben nimmt ist für Freunde und Angehörige eine riesige Bürde. Zweitens: Sich das Leben zu nehmen hat nichts mit Mut zu tun. Enweder geschieht so etwas aus absoluter Verzweiflung, oder aus einer psychischen/neurotischen Erkrankung heraus. Und drittens: Halten wir mal fest, das ein Selbstmörder nicht immer nur nette letzte Worte hat. Oft fließen aggressive oder verzweifelte Gedanken in sie ein. Und deshalb würde ich sagen, kommt es auf die Art der Wünsche/Aussage an, ob man es weiter gibt. Würde jemand von euch wirklich einem trauernden wütende Worte übermitteln, um den Trauernden noch stärker zu verletzen? Ich sehe das so. Der Selbstmörder ist tot, und Pietät hin oder her, kümmert euch lieber um die lebenden! Angehörige eines Selbstmörders sind wesentlich stärker suizidgefärdet, als Menschen, die davon weitgehend unberührt waren!!! Wenn es sich aber um Wünsche handelt, die nicht verletzend sind, die vielleicht sogar ein leichter Trost sein könnten, so sollte man sie, im richtigen Moment übermitteln. Vielleicht gelingt es damit, die Wunden ein Stück weit zu schließen. *edit* Und ein "Abschiedsbrief" ist häufig ein letzter Hilferuf, und wird so hinterlegt, dass ihn eine dritte Person VOR dem Suizidversuch finden kann. Jemand, der mit 100%iger Sicherheit sterben möchte hinterlässt keinen Abschiedsbrief. Sad but true! |
| Xenomorph | Ich würde die letzten Nachrichten bzw. Wünsche eines Toten, egal ob er sich selbst das Leben nahm oder nicht, in jedem Falle weiterleiten, falls dieser es ausdrücklich wünscht, egal was sie auch beinhalten mögen...alles andere wäre verlogen und feige. Was der Empfänger einer solchen Nachricht dann letzendlich daraus macht, wie er dazu steht und in welcher Weise sie sich auf ihn auswirkt, ist dann ausschließlich seine Sache und nicht mehr mein Problem, denn als Überbringer einer Botschaft endet meine Pflicht mit deren Zustellung an den Adessaten. Aber etwas mulmig wäre mir dabei dennoch zumute, ich wäre sicher nicht der erste Überbringer schlechter Nachrichten, den man einen Kopf kürzer macht... @Ripperhead: Und deine Lehrerin hatte absolut recht als sie sagte, dass der freiwillige Tod mehr Mut erfordere als ein (unfreiwilliges) Leben bis zu seinem natürlichen Ende durchzuhalten... |
| kin of darkness | Also willst du getreu dem Leitspruch "Melden macht frei." jedliche Verantwortung für die Situation der Hinterbliebenen ablehnen. Szenario: Jugendlicher begeht Selbstmord und will in seinen letzten Worten die Familie dafür verantwortlich machen. Würdest du der Mutter diese Nachricht überbringen. Nichts gegen kaltherzigkeit, aber das wäre echt ne Nummer, die man nicht bringen sollte. Und was, verdammt, ist an einem Suizid mutig? Es ist die größte DUMMHEIT, die man nur begehen kann. In Zeiten des Krieges und Armut gibt es kaum Suizide. Erst, wenn es den Menschen besser geht, begehen sie wieder Selbstmord. Das ist Fakt, und lässt sich in den Selbstmordstatistiken des BKA nachlesen. Z.B. Nachkriegszeit, Zeit des Wiederaufbaus. Warum gibt es da keine Suizide? Antwort! |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]Szenario: Jugendlicher begeht Selbstmord und will in seinen letzten Worten die Familie dafür verantwortlich machen. Würdest du der Mutter diese Nachricht überbringen. Nichts gegen kaltherzigkeit, aber das wäre echt ne Nummer, die man nicht bringen sollte. [/quote] Ja, denn sie müssten damit selber fertig werden. Und es besteht ja immerhin die Möglichkeit, dass der Jugendliche diese Vorwürfe zu recht erhebt, und dann hätten sie etwas neues, worüber sie mal nachdenken könnten... Aber das zu beurteilen läge dann nicht mehr in meiner Verantwortung. [quote]Und was, verdammt, ist an einem Suizid mutig? Es ist die größte DUMMHEIT, die man nur begehen kann.[/quote] Nö. Es ist lediglich eine definitive Entscheidung für etwas, wovon es kein zurück mehr gibt...Und das erfordert Mut. Sehr viel sogar... [quote]In Zeiten des Krieges und Armut gibt es kaum Suizide. Erst, wenn es den Menschen besser geht, begehen sie wieder Selbstmord. Das ist Fakt, und lässt sich in den Selbstmordstatistiken des BKA nachlesen. Z.B. Nachkriegszeit, Zeit des Wiederaufbaus. Warum gibt es da keine Suizide? Antwort![/QUOTE] Die wären da auch überflüssig, denn Krieg ist bereits kollektiver Massenselbstmord...Krieg ist nämlich im Gegensatz zum individuellen Selbstmord die größte Dummheit, zu der Menschen überhaupt fähig sind... In der Zeit danach hingegen hängen viele Menschen vorerst noch an ihren trügerischen Hoffnungen auf "bessere Zeiten", das "Prinzip Hoffnung" regiert... Aber wenn die dann endlich angebrochen sind, der euphorische Arbeitseifer verflogen ist, erst wieder die Zeit zum Nachdenken und zu kritischer Selbstreflexion vorhanden ist, begreifen sie allmählich, zumindest ein paar von ihnen, dass die Geselllschaft den Menschen kein erfülltes Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu bieten imstande ist, dass Arbeit sie nicht frei und Konsum sie nicht glücklich macht, und dann werden sie der geistigen Armut der Gesellschaft und ihrer eigenen inneren Leere gewahr... Und dann klettert die Selbstmordrate steil nach oben. Kein Wunder. |
| kin of darkness | Wie ich schon sagte, du verweigerst jegliche Verantwortung. Nebenfrage: Hast du schonmal eine Nachricht dieser Art überbracht? Ich schon, und dann weißt du erst, wie heiß so ein Eisen wirklich sein kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Nö. Es ist lediglich eine definitive Entscheidung für etwas, wovon es kein zurück mehr gibt...Und das erfordert Mut. Sehr viel sogar... [/B][/QUOTE] Es braucht wesentlich mehr Mut, sich einer Ausweglosen Situation im Leben zu stellen. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren. Und was kann ich im schlimmsten Fall verlieren? Mein Leben. Was kann ich gewinnen, wenn ich alles auf Sieg setze? ALLES! [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Die wären da auch überflüssig, denn Krieg ist bereits kollektiver Massenselbstmord... [/B][/QUOTE] Kann man es Selbstmord nennen, wenn Zivilisten in einem Bombenhagel sterben? NEIN Kann man es Selbstmord nennen, wenn Menschen gezwungen werden, sich eine Uniform zu schlüpfen, und für einen Diktator zu sterben? NEIN! [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Krieg ist nämlich im Gegensatz zum individuellen Selbstmord die größte Dummheit, zu der Menschen überhaupt fähig sind... [/B][/QUOTE] OK, da muss ich dir recht geben, aber ich habe meine Aussage auf das Individuum bezogen. |
| Demon_King | Ich finde das man dem oder der Verstorbenen ihren letzten wunsch erfüllen solte einfach aus respeckt vor dem anderen. Meist konnten die dass ja nicht regeln was ihr letzter wunsch ist. so solte man dass schon machen auch wenn es unter umständen einen Dritten verletzt. |
| DarkAngel76 | Ich habe in meinem leben schon zwei menshen durch suizid verloren, in einem Fall gab es keinen Abschiedsbrief hatte nru entgangene anrufe auf meinem handy und mir ging es wochenlang schlecht, weil ich dachte, sie wollte mir vielleicht noch was sagen...und bei meinem ex-freundder sich erschossen hat, der hat briefe hinterlassen und das war fuer mich trost zum thema: ich finde man sollte die letzen wuensche respektieren und ich wuerde sie auch weitertragen.denke fuer die hinterbliebenen ist es mehr trost. und leiden tun sie sowieso |
| Frost_Geist | Wenn jemand Tod ist dann hat er keine Möglichkeit mehr in der Welt der Lebenden zu wirken, es sei denn die Trauernden schleifen seine Erinnerungen und Wünsche weiter durchs Leben. Das kann niemals gut gehen, Tod ist Tod. Welches Mysterium dahinter ist vermag niemand zu sagen, doch Tod bedeutet schlichtweg "Nicht mehr am Leben" Alles was sich mit dieser Person verbindet ist ebenfalls mit ihm gestorben. Man muss ihn deswegen nicht vergessen, so ist es nicht gemeint. Doch alles was die Person angeht darf auf keinen Fall die Lebenden soweit beeinflussen, dass sie sich darin verfangen. Man sollte nicht anhaften. Deshalb finde ich, solltest du was auch immer er/sie von dir nach seinem Ableben fordert, nicht tun. Er/Sie hatte genug Zeit und Geist um sich selbst eines glücklichen Todes auszuliefern. Es liegt nicht an anderen Menschen für einen Toten zu bürgen bzw. sein abgelebtes Leben weiter zu führen oder seine Fehler zu korrigieren. Ein Toter hat kein Recht mehr in der Welt der Lebenden zu wirken. Das kann er machen solange er lebt. Wenn jemand tatsächlich suizid begeht und dann von anderen verlangt "Mach dann das und das und das für mich", dann kann ich höchstens ein verworrenen Gedankengang erkennen, der weder von Ehre noch von Disziplin zeugt. Eher von Schwäche und Unbelastbarkeit und Egoismus, was für mich recht verworren ist. Du kannst Tote ehren und in guter Erinnerung halten, aber für sie weiterleben kann niemand. Genausowenig wie jemand für andere mit Toten sprechen kann. |
| Dirchi | Ich muss jetzt mal schmunzelnd, mit'm Finger an die Schläfe tickend was dazu sagen... - Vorweg, als Mensch, Buddhist und als Rettungsassistent, heiße ich den Freitod für einen riesen Fehler, für die tiefste Verblendung überhaupt, würde ihn nicht befürworten und auch einen Suizidanten daran hindern! Das ist die eine Sache, die andere ist, wer sich nicht helfen lassen möchte...., keine Einsicht zeigt uns., der wird sich leider wohl auch dann über'n Jordan bringen - dann ist das zwar traurig aber wahr und der jenige wird mit diesen seinen, selbstauferlegten, schlechten karmischen Konsequenzen zu kämpfen haben, aber das ist dann seine Sache und'n Zurück gibbet's dann auch net mehr! ...Aber, wenn so ein armes Suizid-Würstchen andere Menschen, bevor er seine "Heldentat" vollbringt, mit irgendwelchen selbstbemitleidenden "Gruß- und Kuss-Aufgaben" oder sonstigen Wünschen beauftragt, ist dies nicht nur ein Akt von Selbstmitleid und reinstem Egoismus, sondern auch mehr als lächerlich - bei sowas kann ich nur noch aller-tiefstes Mitleid empfinden, denn dieser Mensch klammert und haftet geradezu an seinem Ego und am Leben selbst; der will im Grunde sowieso nicht sein Leben aufgeben, sterben vielleicht, aber dennoch leben!:rolleyes: Solche Menschen haben die Büxe gestrichen voll..., wollen leben und lieben und geliebt werden, wie wir alle Menschen! Dieses sich an einen anderen Menschen wenden, damit er seinen letzten Wunsch erfüllt, ist im Grunde ein Hilfeschrei und der Beweis am Leben bleiben zu wollen. Und zugleich ist dies nicht gerade reiflich überlegt, denn derjenige Mensch der seinen Wunsch erfüllen soll, wird automatisch mit dieser prekären, verantwortungsvollen Situation psychisch belastet und steht wohl meist unter horenden seelischem Druck! Seinen letzten Wunsch zu erfüllen, ist in meinen Augen nicht diesen seinen geäußerten Wunsch zu erfüllen, sondern ihm die erweckende Ohrfeige seines Lebens zu verpassen, ihm von der Brücke holen, ihm den Strick vom Hals durchtrennen und zurück ins Leben, in sein Leben zu holen...! Dieser Mensch braucht Hilfe, damit er wieder seinen tiefsten Wunsch, zu leben, ausleben und mit sich selbst in's Reine kommen und glücklich werden kann! Diesen Wunsch erfülle ich gerne! Alle anderen Wünsche wären dann auch reine Widersprüche und heiße Luft für nix und niemanden! Lieben Gruß - und macht net so'n Scheiß, bitte! Dirchi;) |
| kin of darkness | Endlich mal jemand mit Vernunft. |
| Xenomorph | Wisst ihr eigentlich, dass eure kategorische Ablehnung des Suizids von mindestens derselben Arroganz und "Verblendung" zeugt, die ihr Selbstmördern, bzw. potenziellen Selbstmördern so gerne unterstellt...was letzendlich auch nur eine Flucht vor eurer eigenen Unzulänglichkeit ist, die ihr so bequem auf andere projizieren könnt, ohne euch an die eigene Nase fassen zu müssen... Was wisst ihr schon davon, was in diesen Menschen vorgeht, wie sie denken, und warum sie so handeln? Nichts. Und die ewigen hohlen Phrasen und Allgemeinplätzte, die ihr ständig drescht, von wegen die wollen sich ja doch alle nur wichtig machen, sind allesamt verblendete Egoisten, die nur auf Zuwendung aus sind, usw. hängen mir inzwischen ziemlich zum Halse raus... Und die Toten wirken sehr wohl in der Welt der Lebenden von heute weiter... Durch ihre Ideen und Gedanken, die von anderen aufgenommen und weitergedacht werden, sind sie quasi unsterblich...und genau deswegen ist es auch notwendig, diese Gedanken zu bewahren und den Lebenden mitzuteilen... |
| kin of darkness | Ich weiß was in so einem kranken Hirn vorgeht, weil ich auch mal so gedacht habe. BULLSHIT!!! Selbstmitleid, Versagensangst und Egoismus. Mehr paßt nicht in so einen Verstand. Und ich danke allen guten Mächten, dass ich heute weiter bin. |
| Dirchi | Lieber Xeno! Ich kenne Deine Meinung zu dem Thema, denn Du schriebst schon mal was zum Thema Suizid. Jedenfalls sehe ich es nicht als arrogant an, jemanden vom Freitod abzuhalten! Was Verblendung angeht mag da immer eine Ansichtssache sein - der, der glaubt auf eine Reise ins schöne Paradies zu gehen, wird wohl eher sein problembehaftetes Leben als schlecht und Hölle bezeichnen, aber ich bin von der Ansicht des Buddhismus von überzeugt, das solch ein Schritt verhängnisvolle Folgen mit sich bringt - ...aber wie gesagt, das ist und bleibt immer Ansichtssache! Und ich muss Dir recht geben, dass hier bestimmt Leutchen bei sind, die nicht solche reelle Nähe und Erfahrungen mit dem Thema hatten. Aber glaub mir, die meisten Menschen waren schon mal nahe dran, zumindest gedanklich erwägt, sich das Leben zu nehmen! Und auch ich selbst hatte vor über 5 Jahren mit solchen Gedanken mal zu kämpfen, doch meine Vernunft und intuitive Einsicht überwiegten dann doch sehr! Also unterstell Du hier nicht jedem, er habe kein Plan über solche Gedanken und Situationen und dürfe deshalb nicht den Suizid verurteilen...! Und ich schrieb irgendwann schon mal - in meinen über 10 Jahren Rettungsdienst-Erfahrung habe ich mit sehr vielen Suizidanten zu tun gehabt, ...manchen Hackfleisch-Kneul unter der Brücke noch mal auf'e Seite gedreht und dann ein Tuch drüber gelegt, und mit so einigen nächtens auf na Brtücke stundenlang gelabert... und sie somit dann doch noch vom Suizid abgehalten. Ein Glück wollen die meisten ja nicht sterben und "pieksen" nur mit dem Küchenmesser auf'e Arme rum... aber leider musste ich auch den ein oder anderen, am Dachgiebel hängend, runterholen...! Also, ich weiß wovon ich spreche, ich weiß was Suizidgedanken sind, was Probleme im Leben sind und ich weiß was Tod und Sterben für ein Leid ist und besonders beim Freitod bei den Angehörigen auslöst...! Lieben Gruß: Dirk;) |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]Ich weiß was in so einem kranken Hirn vorgeht, weil ich auch mal so gedacht habe.[/quote] Und woher willst du dann eigentlich wissen, dass du heute "gesund" bist...? [quote]BULLSHIT!!![/quote] Genau. [quote]Selbstmitleid, Versagensangst und Egoismus. Mehr paßt nicht in so einen Verstand. Und ich danke allen guten Mächten, dass ich heute weiter bin. [/QUOTE] Wenn du heute wirklich weiter wärst als damals, wenn du wirklich etwas dazugelernt hättest, würdest du dir nicht mehr solche oberflächlichen und verallgemeinernden Pauschalurteile über Menschen erlauben, die du gar nicht kennst - und das erscheint mir ziemlich egoistisch... |
| kin of darkness | Weil ich nicht krampfhaft versuche miene Existenz zu beenden. Das ist nun mal nicht gesund. Ich weiß dass ich ein Egoist bin, aber ich bin weniger Egoist, als jemand, der sich in seinem eigenen Selbstmord produziert, indem er einen Abschiedsbrief schreibt. Befass dich mal besser mit dem Thema, dann wirst du sehen, dass ich Recht habe. Sad, but true. |
| Dirchi | ...Au ja, ...kommt, ...haut Euch die Rüben ein - dann braucht sich keiner mehr suizidieren, dann hätten wir das tragisch-traurige Thema auch vom Tisch!;) Mensch, Mensch, Mensch!:rolleyes: Und kin of dakness, auch wenn Du ein Egomane bist, bissle mehr Recht und Verstand hast Du schon, ...als so manch anderer hier!;) Lieben Gruß: Dirchi |
| Herr van Rees | Du mal wieder .... *gg* Ich kannte mal eine junge Frau, Anfang 20, die war frisch verheiratet und hatte sogar schon ein Kind, gemeinsam mit ihrem Lebenspartner, ebenfalls ein damaliger Bekannter von mir. Nach Außen hin wirkten die beiden wie ein ziemlich gut arrangiertes Paar, die beide ihr Leben für sich und füreinandr auf die Reihe kriegen und auch sehr realistisch und vernünftig durchs Leben gingen. Ich verlor sie aus den Augen. Ein paar Jahre später erfuhr ich, daß diese Frau sich kurze Zeit, nachdem ich sie das letzte Mal gesehen hatte, umgebracht hatte. Sie hatte einen Brief hinterlassen, in dem sie ausdrücklich darauf hinwies, mit niemandem, schon garnicht mit ihrem Mann und Kind, ein Problem gehabt zu haben, ja, mit ihnen sogar glücklich gewesen zu sein. Sie bedankte sich bei allen für die gemeinsame Zeit usw. Doch der Suizid müsse sein! Ehrlich, ich war ziemlich geschockt, als ich das hörte. In erster Linie, weil ich mir vorzustellen versuchte, wie sich jetzt ihr Mann und ihr Kind fühlen mußten. GRAUENHAFT!!! Das Kind hat jetzt jedenfalls einen Schaden fürs Leben. Nun, sie hat es dennoch getan. Es ist passiert und nicht wieder rückgängig zu machen. Und ich weiß bis heute nicht, was ich davon halten soll... |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]Weil ich nicht krampfhaft versuche miene Existenz zu beenden. Das ist nun mal nicht gesund. Ich weiß dass ich ein Egoist bin, aber ich bin weniger Egoist, als jemand, der sich in seinem eigenen Selbstmord produziert, indem er einen Abschiedsbrief schreibt.[/quote] Jeder Mensch inszeniert sich selbst und handelt somit egoistisch...Doch der bis zum Schluss an seiner Existenz verzweifelnde und sich dennoch an sie klammernde Märtyrer, der sich wie ein Sklave vor dem Verlust seiner Ketten fürchtet und alles duldsam über sich ergehen lässt, egal welche Widrigkeiten ihm das Schicksal auch auferlegt, handelt weitaus egoistischer als der Selbstmörder, der konsequent einen Schlussstrich zieht, wenn er es für richtig hält... Denn der leidende Märtyrer ist der Inbegriff des Egoisten schlechthin, weil er für sein Ausharren im Leiden von allen bewundert und gelobt werden möchte... Er ist ein Narziss, ein selbstverliebter Heuchler, denn nur darum geht es ihm... Der Selbtmörder aber nimmt sich nur die Freiheit, darüber zu entscheiden, wann sein Leben zuende ist... Ist vielleicht auch egoistisch, aber wenigstens ehrlich... Und wenn der Märtyrer sich in seiner Rolle derart penetrant selbst inszenieren darf, warum sollte der Selbstmörder dann nicht einmal seine Gedanken, sein Vermächtnis der Nachwelt mitteilen dürfen...? Es ist immer besser, auf den Füßen sterben zu dürfen, als auf Knien leben zu müssen... [quote]Befass dich mal besser mit dem Thema, dann wirst du sehen, dass ich Recht habe. [/quote] Ich habe mich sicher sehr viel intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt als du, und von daher kann ich dir versichern, dass du mit deiner Einschätzung der Dinge völlig falsch liegst... [quote]Sad, but true. [/QUOTE] Abgesehen davon... |
| Astatos | Ein gewisser Hang zur Selbstdarstellung und "Egoismus" ist in jedem vorhanden. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger... Es gibt genügend, die sich damit wichtig tun wollen, und es gibt genügend, die ernsthaft Probleme haben... Und was fehlende Schuldgefühle des Suizidanten gegenüber seinen Angehörigen und Freunden betrifft, diese haben sie sehr wohl... Es ist oftmals ein sehr langer innerer Kampf... Es kann Monate, Jahre dauern, aber irgendwann reißt unter Umständen auch dieses letzte Band zum "Leben wollen".. Ich kann nur empfehlen, dass sich manche, wenn auch längst nicht alle Personen hier (betrifft nunmal zum Glück nur einige) mal etwas intensiver mit den "letzten" Gedanken eines Selbstmörders auseinandersetzen, bevor sie ihm vorwerfen, er habe sich aus der Verantwortung gestohlen oder nicht an seine Familie oder Freunde gedacht... [QUOTE]Ich weiß was in so einem kranken Hirn vorgeht, weil ich auch mal so gedacht habe. BULLSHIT!!! Selbstmitleid, Versagensangst und Egoismus. Mehr paßt nicht in so einen Verstand. Und ich danke allen guten Mächten, dass ich heute weiter bin.[/QUOTE] Schon einmal darüber nachgedacht, warum sich manche Menschen selbst zerstören? Warum sie im Selbstmitleid versinken? Woher kommt die Versagensangst? Vielleicht von der Gesellschaft, die Fehler, und seien sie noch so gering nur sehr selten verzeiht? Irren ist menschlich heißt es so schön... Dass wir alle nur Menschen sind, vergessen aber die meisten wohl gerne. Dahinter stecken weitaus größere, gesellschaftliche und zwischenmenschlicher Probleme. Suizidanten tun das, was der Großteil der Massen denkt, aber aus Angst oder anderen Gründen nicht tut. Mag sein, dass du darüber hinaus bist.. aber gelernt hast du anscheinend nicht daraus.. Aber bevor du jetzt behauptest, ich hätte keine Ahnung: Ich war selbst in einer solchen Situation.. Ebenso kenne ich diese Situation von anderen Menschen und deren Handeln nur zu gut... Solche Bilder prägen sich nur zu gut in das Gehirn eines Vorschulkindes ein, wenn es solche Dinge mit ansehen "darf".. :( Irgendwann brennen jedem Menschen die Sicherungen durch, wenn die Belastung zu stark ist... Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis die Belastungsgrenze überschritten wird... [QUOTE]Ich weiß dass ich ein Egoist bin, aber ich bin weniger Egoist, als jemand, der sich in seinem eigenen Selbstmord produziert, indem er einen Abschiedsbrief schreibt.[/QUOTE] Viele tun dies... aber auch längst nicht alle... mir ist da noch ein Fall sehr gut in Erinnerung, in dem es keine Vorwarnung im Reallife (nur via Internet) und auch keinen Abschiedsbrief gab... alles was man später fand war ein Tagebuch... Und genau dieses zeigte die täglichen quälenden Gedanken eines Menschen, der sich später tatsächlich das Leben genommen hat... über viele Monate hinweg... Und merkwürdigerweise... man mag sein Handeln verteufeln, ihn dafür verurteilen... aber nachdem ich die Einträge gelesen habe, erscheint es doch irgendwo naheliegend, dass er irgendwann nicht mehr weiterwusste... Menschen können sämtlichen Hass der Welt ertragen und dagegen ankämpfen... doch gegen den Hass gegen sich selbst sind wir machtlos... Was die Frage betrifft, ob ich die letzten Wünsche weitergeben würde... ich denke ja.. ich würde versuchen, diese Person von ihrem Vorhaben abzubringen... Aber ihren letzten Wunsch würde ich ihr dennoch nicht verwehren, sofern ich ihn mit meinem Gewissen vereinbaren kann... Das sind meiner Ansicht nach zwei Dinge, die man ein wenig getrennt voneinander betrachten muss: "Der letzte Wunsch" und der "geplante bzw. durchgeführte Suizid"! Aber ist nur meine Meinung.. Astatos |
| kin of darkness | [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B]Doch der bis zum Schluss an seiner Existenz verzweifelnde und sich dennoch an sie klammernde Märtyrer[/B][/QUOTE] Und was ist mit der Sorte Mensch, die mit sich selbst und der Umwelt klar kommen? Nicht jeder, der lebt leidet unter seinem Leben. Und ganz nebenbei: Märtyrer ist wohl der falsche Begriff für den Lebenden. Ein Märtyrer ist eine Unterart des Suizidanten. [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] und alles duldsam über sich ergehen lässt, egal welche Widrigkeiten ihm das Schicksal auch auferlegt, handelt weitaus egoistischer als der Selbstmörder[/B][/QUOTE] Wirklich? Er lebt sein Leben, und gibt den Menschen um sich rum eine Chance mehr. Global gesehen also weniger egoistisch als der Suizidant. [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] ...weil er für sein Ausharren im Leiden von allen bewundert und gelobt werden möchte... Er ist ein Narziss, ein selbstverliebter Heuchler, denn nur darum geht es ihm... Der Selbtmörder aber nimmt sich nur die Freiheit, darüber zu entscheiden, wann sein Leben zuende ist... Ist vielleicht auch egoistisch, aber wenigstens ehrlich...[/B][/QUOTE] Der Selbstmörder nimmt keine Rücksicht auf seine Umwelt und Angehörige. Auch wenn er dies vorhätte, durch den Selbstmord straft er alle in seiner Umgebung. Damit entscheidet er nicht nur über sein LEben, sondern auch über das der Anderen. Niemand wird fürs Weiterleben gelobt oder bewundert. Jeder wird an seinen Taten gemessen. Und um deine Argumentation zu benutzen, ich habe entschieden, dass mein Tod noch lange auf sich warten lassen kann. [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Es ist immer besser, auf den Füßen sterben zu dürfen, als auf Knien leben zu müssen...[/B][/QUOTE] Und genau das mache ich. Ich bleibe im schlimmsten Sturm stehen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [B] Ich habe mich sicher sehr viel intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt als du, und von daher kann ich dir versichern, dass du mit deiner Einschätzung der Dinge völlig falsch liegst... [/B][/QUOTE] Woher bist du dir da sicher? Nur weil du über die "romantische" Seite des Selbstmord redest? Mehr hast du bislang nicht zur Aussage gebracht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Astatos [/i] [B] Ich kann nur empfehlen, dass sich manche, wenn auch längst nicht alle Personen hier (betrifft nunmal zum Glück nur einige) mal etwas intensiver mit den "letzten" Gedanken eines Selbstmörders auseinandersetzen, bevor sie ihm vorwerfen, er habe sich aus der Verantwortung gestohlen oder nicht an seine Familie oder Freunde gedacht... [/B][/QUOTE] Wie schon gesagt, es mag zwar mit Sicherheit so sein, dass der Selbstmörder seine Familie nicht im Stich lassen will, doch er tut es nun mal. Und daran lässt sich auch mit den schönsten letzten Worten nichts dran rütteln. Der Verlust und der Schmerz, gegen den Suizid nichts tun zu können, bleibt über Jahre hinweg in den Herzen der Angehörigen zurück. Weiterhin bleibt zu unterscheiden, dass es zwei typische Selbstmörder gibt. Nummer 1. Am meisten bei jungen Menschen zu finden. Als Triebfeder steht die hier emotionale Erpressung. Vor seinem Suizidversuch herscht in den meisten Fällen starkes Interesse an Tod und Suizid. Dieser Selbstmörder wird mit Sicherheit einen Brief irgendwo hinterlegen, der vor dem Suizidversuch gefunden werden kann, oder der Suizidant wird bei anderen anrufen, um seine Absichten mitzuteilen. Er versucht in erster Linie sich selbst in der Vordergrund zu heben. Häufig werden hier auch sehr ineffektive Suizidarten verwandt. Und 2. Der radikalere Typ. Selbstmord ohne Vorwarnung, häufig ohne Abschiedsbrief und die Wahl von sehr effektiven Todesarten. Daher ergeben sich unterschiedliche Motivationen. Gegen zweiteren kann ich auch niochts sagen, denn dieser hat gewählt und entschieden. Der erste Selbstmördertyp ist nun mal wesentlich häufiger verbreitet. Und diese Art des Suizids ist nicht nur überflüssig, sondern ein "Verbrechen" gegen Angehörige. Dies ist der Narziss. |
| Frost_Geist | Also langsam muss ich sagen, dass hier das Niveau wieder mal auf ein Level gesunken ist, dass für MICH egoistisch wirkt. Sowie Xenomorph versucht Kin of Darkness das Wort im Mund rumzudrehen stellt Kin immer mehr seine eigene Ansicht zur schau. Das geht entweder weiter bis einer von euch beiden keine Lust hat oder es hört nie auf. Und als Krönung geht es um "Egoismus" und wird bewertet. Zu Xenomorph: Was im Kopf eines Selbstmörders vorgeht weiss keiner, genausowenig weiss man das eigentlich bei allen Menschen. Keiner weiss wie der andere tickt. Ändern kannst du die sowieso nicht. Ganz bestimmt nicht dadurch, dass du ihre Meinung über Dinge zu ändern versuchst, oder sie aus deiner Meinung heraus als "minderwertig" beurteilst. Übrigens meinte ich mit Tote ehren genau das, dass man ihre Taten und ihre Geschichte in Erinnerung behält. Diese dürfen aber nicht maßgeblich für ein lebendes Leben sein. Ganz besonders dann nicht, wenn ihre Geschichte ein verworrenes Märchen ist, dass für die Nachwelt nur unnötige Fragen der verstorbenen Person aufwerfen. Und hier sind wir wieder bei meinem Anfang. Da du Menschen nicht 100% kannst, macht es keinen Sinn einen weiten Teil seines Lebens der Beantwortung dieser Märchen zu widmen. Trotzdem finde ich deinen Ansatz richtig, beide Seiten eines Selbstmordes zu betrachten. Und jetzt passt ja auch die Überleitung zu Kin of Darkness: Ich bewundere zwar deinen starken Lebenswillen, jedoch gilt auch für dich beide Seiten zu sehen. Es gibt sicherlich Selbstmörder die nicht um Hilfe schrien und deren Tode und Auswege du nicht bloß als Vermessenheit sehen solltest. Ich kann allerdings auch verstehen, dass dir ein Zerreden über dieses Thema lästig ist. Die meisten Selbstmörder die du bisher erfahren hast werden sicherlich aus deiner Perspektive aus sinnlosen oder schwachsinnigen Motiven gehandelt haben. (Betontest ja bereits, dass du dich in diese Sparte zählst) Jedoch finde ich nicht, dass du aus deinen persönlichen Erfahrungen auf JEDEN Selbstmörder schließen kannst. Ich möchte für mich nur noch sagen, dass ich Selbstmord nicht unterstütze. Ich würde jeden versuchen davon abzuhalten, da viele Selbstmorde recht leichtfertig gewählt werden. BZW. es soll immer ein Ausweg sein. Ein schneller und sicherer Ausweg. Jedoch verzichtet man gleichzeitig auf den Rest seines Lebens. Man schließt an diesem Punkt ab und sieht nichts mehr, dass stark oder beständig genug sein könnte, um einen durch das Leben zu führen. Viele vergessen aber, dass wir in erster Linie uns selbst führen müssen. Wir müssen Leid ertragen, um es vermeiden zu können, wir müssen wachsen und lernen. Und je Weiser man auf diese Art wird, desto mehr wird man dienjenigen erleuchten, die in totaler Finsternis wandeln. Das wichtigste ist nicht zu Leben oder zu Sterben. Zunächst ist es wichtig, dass Leben zu wählen. Es zu ertragen, aber auch zu genießen. Hier höre ich mal auf, weil alles weitere glaube ich etwas undurchsichtig mit diesem Text als Hintergrund wäre. Und nun fände ich es toll, wenn Kin und Xeno sich die Hand geben und diesen Thread mit demselben Respekt entgegentreten wie Xeno für unverstandene Suizidler und Kin zum Willen des Weiterlebens. Denn immerhin geht es hier um ein Thema das den Respekt und die Rücksicht aller lebenden Wesen genießen sollte, den Tod. winkewinke Frost_Geist |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Es ist immer besser, auf den Füßen sterben zu dürfen, als auf Knien leben zu müssen...[/QUOTE] Da ist der Denkfehler, den beide Duellanten hier unterliegen: Selbstmord hat aber auch gar nichts mit Stolz, Egoismus oder gar Ehrlichkeit zu tun. Verzweiflung, Kraftlosigkeit und Aufgabe passt da besser. Das sind gebrochenen Menschen. Sie sterben nicht auf den Füßen, sondern im Fall. Xenomorph, ich denke, dass du dich selbst belügst. Die wahren Gewinner sind die, die morgens gern aufstehen, weil sie ein Ziel haben und einen Grund, für den es sich zu leben lohnt. Den letzten Wunsch sollte man sich selbst erfüllt haben. Eine Frage an Kin: Warst du noch nie so wütend, traurig oder verzweifelt über etwas, dass du anderen dabei unrecht getan hast? Warum kannst du kein Verständis für die armen Tropfe aufbringen, deren Schultern einfach nicht breit genug sind, allein in dieser Welt klar zu kommen? Du sprichst von Verantwortung gegenüber Freunden und Verwandten. Wie soll man für andere Verantwortung tragen, wenn man mit sich selbst schon überfordert ist? Diese Menschen brauchen helfende Hände und keine Aufgaben. Da muss man als Freund seine Enttäuschung über den "Verrat" auch mal runterschlucken können. Erkennen und handeln heißt die Devise. ;) |
| kin of darkness | Wenn ich darauf hin verweisen dürfte, was ich bis jetzt in meinen Posts geschrieben habe, so dürfte sich manches klären. Natürlich würden Xenomorph und ich die Diskusion an einen toten Punkt treiben. Aber ihr schafft das ja auch schneller... @Frost_Geist Kritisiere bitte nicht die Diskusion, sondern bringe deine Meinung mit ein. So, ich hau nun ab. @Xenomorph Auf ein baldiges Wiedersehen in einem anderen Thema. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]Und was ist mit der Sorte Mensch, die mit sich selbst und der Umwelt klar kommen? Nicht jeder, der lebt leidet unter seinem Leben. [/quote] Ja. Und gerade diese Leute sind es meist, die sich in besonderem Maße dazu berufen und ausersehen fühlen, sich als selbsternannte "Experten" zum Suizid zu äußern und ihre stumpfsinnigen und moralisierenden Urteile darüber abzugeben... [quote]Und ganz nebenbei: Märtyrer ist wohl der falsche Begriff für den Lebenden. Ein Märtyrer ist eine Unterart des Suizidanten.[/quote] Da hast du immerhin teilweise mal recht: Der Märtyrer hat die Wertlosigkeit des eigenen Lebens zwar erkannt, doch er handelt nicht entsprechend...er bleibt am leben, obwohl er sich eigentlich umbringen müsste...Er kennt seinen wahren Willen, aber er folgt ihm nicht... [quote]Der Selbstmörder nimmt keine Rücksicht auf seine Umwelt und Angehörige. Auch wenn er dies vorhätte, durch den Selbstmord straft er alle in seiner Umgebung. Damit entscheidet er nicht nur über sein LEben, sondern auch über das der Anderen. [/QUOTE] Warum auch? "Freunde", die von einem erwarten, dass man nur für sie am Leben bleibt, und sich damit quasi zu ihren Sklaven macht, sind sogar noch größere Egoisten und Ignoranten als die obengenannten Mätyrer"...solche Freunde braucht niemand, weil sie nämlich keine sind... dann habe ich doch im Zweifelsfalle lieber gar keine Freunde als solche arroganten Heuchler.... Um das ganze aus meiner persönlichen Sicht zu einem Abschluss zu bringen: Ich möchte leben, solange wie ich das Leben geniessen kann, die Bilanz also noch im positiven Bereich liegt, also der Genuß am Leben das Leiden daran überwiegt. Solange das der Fall ist, habe ich den Wunsch, weiterzuleben... Wenn sich das Verhältnis von Genuß und Leiden jedoch umkehrt und letzteres eindeutig überwiegt, werde ich nicht zögern, Schluss zu machen...ohne Wenn und Aber. ...Denn niemand ausser mir lebt mein Leben und stirbt meinen Tod, sie gehören beide ausschliesslich mir, und daher kann auch niemand ausser mir bewerten und darüber entscheiden, ob und wann mir dieses Leben noch sinnvoll und lebenswert erscheint oder nicht... Niemand ausser mir steckt in meiner Haut, und genaugenommen lebt und stirbt jeder Mensch für sich alleine ... Wie kann da noch jemand allen Ernstes daherkommen, und sich anmassen zu sagen, ich "dürfe" so etwas doch nicht tun, weil andere daran Anstoss nehmen könnten...? |
| kin of darkness | OK, du hast mich escht zum Lachen gebracht! Märtyrertod. Klingelt es? Sterben für eine "gute" Sache? Naja, war schön mit dir zu Diskutieren. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]OK, du hast mich escht zum Lachen gebracht! Märtyrertod. Klingelt es? Sterben für eine "gute" Sache? [/B][/QUOTE] Ein Märtyrer lässt sich von anderen umbringen, er würde es niemals selber tun...denn er will damit etwas erreichen, das über ihn selbst hinaus geht, er will durch sein Leiden bis zum Tod "unsterblich" werden... Der Selbstmörder hingegen kämpft für gar nichts mehr, weil er weiss, dass er längst verloren hat, und auch nie eine Chance hatte, zu gewinnen... |
| fallen.dream | Wenn ein Verstorbener einen letzten Wunsch hatte halte ich es für sehr wichtig, das dieser auch erfüllt wird... Natürlich nur im Rahmen der Möglichkeiten... Schließlich ist es das letzte was man noch für ihn machen kann... Grüße |
| Dirchi | ...Mensch, das klingt aber sehr weise, puuuh!;) |
| schlafundtod | weisheit liegt oft nicht in verquastem wortgebirge, sondern im kiesel zu unseren füssen, dem halm, der sich im winde beugt. ich denke @fallen.dream hat es kurz gefasst, im einfachen erblickt! |
| SamsaS_TraumA | [QUOTE][i]Original geschrieben von fallen.dream [/i] [B]Wenn ein Verstorbener einen letzten Wunsch hatte halte ich es für sehr wichtig, das dieser auch erfüllt wird... Natürlich nur im Rahmen der Möglichkeiten... Schließlich ist es das letzte was man noch für ihn machen kann... Grüße [/B][/QUOTE] Dem stimm ick zu 100% zu... bsser hätt ichs auch net forumlieren können |
| Ceres_the_Raven | Salut! Ich denke, dass kann man einfach so gar nicht sagen, denn es kommt darauf an, was der letzte Wunsch war. Wenn es um etwas ging, dass man alleine nicht hinbekommt, wäre es natürlich sinnvoller sich jemandem anzuvertrauen, denn die Erfüllung dieses Wunsches geht wahrscheinlich über alles. Wäre man aber mit etwas Mühe in der Lage dem Verstorbenen den letzten Wunsch auch ohne Fremde Hilde zu erfüllen, dann sollte man alles daran setzten, das auch zu tun. Außerdem ist es wichtig, wem man etwas erzählt. Ich denke, die Wahl der richtigen Person ist wohl das Schwerste bei dieser Sache. Carpe Noctem Kaia |
| R_fuckin'_X | Ähm.. wenn du das "Schlusswort" nicht weitergeben willst dann tu es auch nicht. Tot ist tot, den juckt es nicht mehr ob es gesagt wird oder nicht... |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i] [B]Ich weiß was in so einem kranken Hirn vorgeht, weil ich auch mal so gedacht habe. BULLSHIT!!! Selbstmitleid, Versagensangst und Egoismus. Mehr paßt nicht in so einen Verstand. Und ich danke allen guten Mächten, dass ich heute weiter bin. [/B][/QUOTE] Das ist hier kein Thread für und wider Selbstmord. Bitte bleibe ON TOPIC! Das gilt natürlich auch für die anderen. |