| eden | Ich frage mich seit einiger Zeit ob es nicht viel einfacher ist, einfach nicht zu denken. Im täglichem Leben, muss ich immer wieder Bekanntschaft mit Menschen machen, die sich einfach über viele Sachen keine Gedanken machen und anscheinend ganz gut damit Leben können. Ich bin (leider) ein Mensch, der dies eben nicht macht. Viele Dinge muss ich einfach analysieren, mir meine Gedanken machen, darüber nachdenken. Es ist hart und kostet meißt viel Kraft und dann kommt mir immer der Gedanke, ob es nicht sinvoller wäre, einfach mal nicht zu denken. Einfach "dumm" durch die Welt zu gehen um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen und einfach seine Ruhe haben. Wie seht ihr das?- Ist es vielleicht schon dumm, sich darüber Gedanken zu machen? :/ |
| Purgatorium999 | Wenn Du es wirklich ertragen könntest, einfach "dumm" durch die Welt zu laufen, dann wärest Du nicht hier. |
| Pseudo-Gruftiii | naja naja :rolleyes: .... @eden: der spruch "dumm aber glücklich" kommt leider in der tat nicht von irgendwo..... |
| Xenomorph | Ich gehöre auch zu denen, die ihr Leben "zu Tode analysiert" haben...es hat mir nichts gebracht... denn wenn du etwas zu lange und zu genau analysierst, wirst du in der regel feststellen, dass da nichts ist...wie wenn man eine Zwiebel schält... Entweder du bleibst dumm und (selbst)zufrieden...oder du schluckst die rote Kapsel, nur um zu erkennen, dass die blaue besser für dich gewesen wäre... |
| Lacerta | Und wem haben wir den ganzen Schlamassel zu verdanken? Natürlich der Eva, welche vom Baum der Erkenntnis aß! :mad: Typisch Frau! Immer neugierig und verdammt gefährlich :o |
| Themisto | Ich hab mich auch fast ins Grab analysiert bis ich mal feststellte, dass es auch gut tut einfach mal dumm zu sein und sich zu freuen. Nachdenken heißt oft Mitdenken und das schätze ich sehr. Also setze die Fähigkeit einfach mit Bedacht ein, wenn du verstehst was ich meine. Themisto Illuminat |
| Black Rat | Genau, man muss sich den Blick für das Wesentliche waren, um nicht wirklich wichtige Dinge zu übersehen. Ich selbst steiger mich manchmal so sehr in Dinge rein und musste schon so manches mal erkennen, das es eigentlich nicht so schlimm ist. Hinterfrage und denke nach damit du nicht abstumpfst. Aber alles und damit mein ich jede Kleinigkeit zu analysieren und zu überdenken würde nichts bringen. Wäre es doh auch auf Dauer viel zu anstrengend. :D |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Purgatorium999 [/i] [B]Wenn Du es wirklich ertragen könntest, einfach "dumm" durch die Welt zu laufen, dann wärest Du nicht hier. [/B][/QUOTE] Diese Aussage kann ich nicht ganz nachvollziehen...! |
| Pseudo-Gruftiii | deswegen auch von mir vorhin ein vorsichtig-schlichtes "naja...naja:rolleyes" *g*.... |
| Schwalbe | Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt die nicht nachdenken. Sie zeigen es lediglich einfach nicht. Oder sie verdrängen es einfach. Und Verdrängung ist in meinen Augen eine Form von Feigheit, weil man sich den Problemen und Hindernissen im Leben nicht stellen will. Sei froh dass du einer von den Nachdenkern bist ;) |
| Seneca | Verdrängung ist ein probater Weg um nicht irrsinnig zu werden...! Wenn ich daran denke wie ich mir früher wegen allem Möglichem, welches ich doch nicht ändern konnte, den Kopf zermartert habe, bin ich doch sehr froh darüber dass mich derzeit die ganz normalen Dinge des Alltags zu genüge ausfüllen und somit solche Gedanken kaum noch aufkommen lassen. Dafür fehlt mir heute schlicht die Zeit und die Energie. Wie der ein' oder and're spitzzüngig anmerken könnte; Glücklichsein bedeutet: Dumm sein und Arbeit haben. |
| black pearl | ohjaa,viel zeit zum nachdenken zu haben,hat mich auch schon die ein oder andere schlaflose nacht gekostet... |
| Pseudo-Gruftiii | nunja, wie mans macht, macht mans falsch. aber dieser satz triffts mal wieder ziemlich genau, zumindest was mich persönlich angeht. [quote]Glücklichsein bedeutet: Dumm sein und Arbeit haben.[/quote]wenn ich arbeitslos wäre würde ich wahrscheinlich vor langerweile, dem daraus resultierenden nachdenken und den wiederrum daraus resultierenden deprianfällen verfallen. je länger ich zuhause bin, desto mehr neige ich dazu gar nicht mehr raus zu wollen, was ich momentan auch leider durchziehe. doch jetzt wo ich arbeite bin ich auch nicht so recht glücklich damit, da es mir vorkommt, als hätte ich keine zeit/keine möglichkeit so zu leben wie ich leben möchte. eine endlose schleife der ich zurzeit verfallen bin. am liebsten würde ich ganz woanders oder auch ganz was anderes anfangen. bloß auch dazu kriege ich meinen arsch nicht hoch. die umwelt ist aber auch nicht gerade motivierend dazu....ich weiss eigentlich selber nicht so recht was ich will. vielleicht bin ich nur akut niedergeschlagen, weil mich sogar in meinem attestierten "kranksein" mein chef mit telefonaten terrorisiert.... |
| Seneca | Telefone haben Stecker...! Handys kann man ausschalten, oder wie ich, gleich wegwerfen uns es dabei belassen...! Bei der Gelegenheit am besten gleich den Fernseher hinterherwerfen. Was man da sieht ist oft so aufgemacht dass man sich völlig überflüssigerweise Gedanken über Dinge macht, die eigentlich keinen Gedanken wert sind, nur weil man sich der meinugsmache nicht entziehen kann....! Die langsamen Medien eignen sich viel mehr dazu, sich eine Meinug zu bilden, da speziell in den modernen Infotainment Konzepten alles andere als objektiv an die Dinge herangegangen wird. ich habe gerade die Zeitungen der vergangen Woche remittiert, es ist imemr wider interessant zu sehen, wie die reißerischen Schlagzeilen vom Montag sich bis Freitag relativiert haben. |
| Pseudo-Gruftiii | handy hab ich in der tat schon seit jahren nicht aber stecker ziehen....nunja....er hat mir unterstellt, ich wäre nicht daheim gewesen weil die öfters versucht hätten anzurufen. ich hätte das allerdings am telefon gesehen, wenn jemand angerufen häte, ausserdem war ich auch mal beim arzt oder unter der dusche. für den ist jeder faule krank. nur tod oder knochenbruch sind eine entschuldigung zum fehlen, sein zitat *g*....er ist mir praktisch also zuvorgekommen. ich mache mir auch nicht unbedingt gedanken wegen sachen in den medien, sondern eher, dass ich jetzt endlich mal eine anständige ausbildung fertig kriegen möchte, mal den betriebe wechseln will, es mir aber bei der momentanen situation hier in deutschland und auch noch bei meinen aussehen und meinen stinofreunden, die trotz ihres stino-aussehens lange nichts finden einfach total demotiviert für die zukunft bin.... |
| Rookie | Ich glaube was @Eden eigentlich meint ist: sich nicht von ständigen Gedanken über das Leben, über die Vergangenheit und über die Zukunft zermürben zu lassen. Einfach mal abschalten und nur das Hier und Jetzt geniessen. Vielleicht solltest du mal das Buch von Eckhart Tolle "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" lesen. Ich stimme zwar nicht gänzlich der These von Eckhart Tolle zu, aber in vielen Dingen hat er recht, wenn er sagt, dass es klüger ist im Jetzt zu leben und sich dem Augenblick hinzugeben. |
| Kalifato | Manchmal ist es ganz gut, über sich selbst nachzudenken. Ich bin schon vielen Menschen begegnet, die einfach in den Tag hineinleben. Ich könnte das nicht. |
| Wut | Was hat "nicht denken" den mit "dumm durch die Welt gehen" zu tun? Kann mir das mal jemand verraten? Nur weil ich nun nicht so viel nachdenke heißt das nicht gleich, dass ich dumm durch die Welt gehe. Ich meine, klar denke ich auch über gewisse Dinge nach. Aber mal ein Forenbezogenes Beispiel. Baumkuschler. Da geh ich dran vorbei, denk mir meinen Teil, erzähl vielleicht später nem Freund davon und das wars. Ich mach mir da nun absolut keine Gedanken darüber. Dann müsste ich auch nachdenken, weswegen man sich gegen ne Wand lehnt und sonst etwas. Das sind schlichtweg Dinge, die mich nicht betreffen und die keinerlei Relevanz für mein weiteres Leben haben (es seidenn, ich fühle mich seltsam inspiriert und werde auch zum Baumkuschler). Oder meint hier irgend jemand der Baumkuschler überlegt sich, was die anderen wohl denken könnte? Würde ich alles analysieren und darüber nachdenken, so würde mir wohl ziemlich schnell die Rübe platzen. Ich denke es ist ganz natürlich, dass man sich nicht über alles seine Gedanken macht. Wer es macht soll es tun, sollte sich jedoch mal klar machen, dass man allein durch denken nichts bewegt. |
| tearnoc | "unwissenheit ist ein segen" - Matrix I stimmt schon irgendwie .. aber wissen ist ja auch nicht sooo schlecht |
| Seneca | Alles Wissen ist null und nichtig, wenn es einfach nur in der Ecke steht. Oft brillieren dagegen nämlich jene Leute, die das wenige voll einzusetzen wissen...! |
| Normalus | Was ist eigentlich genau Euer Problem mit dem Nachdenken ? Jeder Mensch tut das doch, der "Dumme" denkt z.B. darüber nach, warum die Nachbarin von Gegenüber während des gesamten Winters immer ein und den selben roten Mantel getragen hat, während der "Kluge" z.B. darüber nachdenkt, welche Auswirkungen der aufblühende Neofaschismus in den USA auf Europa hat. - ist es möglicherweise genau das, was so problematisch für Euch ist ? Ist es vielleicht weniger das Denken ansich, als das, über was Ihr nachdenkt ? Oder liegt das Problem doch eher darin, daß Ihr das Leben generell zu wichtig nehmt und Euch über alles, ob gut oder schlecht, Eure Gedanken macht ? Ich denke, und zwar ohne lange darüber nachgedacht zu haben, daß es da eben diese zwei Gruppen von Menschen gibt. Den einen fehlt die Fähigkeit, eine Distanz aufzubauen, sodaß sie von all dem Schlechten auf der Welt, all den Ungerechtigkeiten und falsch laufenden Dingen, denen sie den lieben, langen Tag ihre Gedanken widmen, immer wieder mitgerissen werden. Den anderen fehlt es an Gleichgültigkeit und Rationalität. Sie sind unfähig, Prioritäten zu setzen, über was sie wie lange nachdenken sollten. Dabei ist es keinesfalls so, daß es Dinge gibt, über die man gar nicht nachzudenken braucht. Hinter so mancher Trivialität entdeckt man manchmal sogar interessantes Wissen, nur man darf eben auch nicht den Fehler machen, bei jedem Gedanken-X stundenlang nach einem Schatz zu graben. Und, was noch wichtiger ist, man muß die bereits erwähnte Gleichgültigkeit gegenüber Dingen entwickeln, die für einen selbst keine Relevanz besitzen. Das hat "Wut" ja schon geschrieben, nur finde ich das Baumkuschel-Beispiel unklug gewählt, weil diese Thematik höchstwahrscheinlich für die meisten hier etwas ist, über das sie wenig bis gar nicht nachgedacht haben. Damit erhöht sich meiner Meinung nach die Priorität, sich darüber Gedanken zu machen. Ein besseres Beispiel wäre da vielleicht der "Ist Hilfe nichts mehr wert ?"- Thread, denn daß die Welt voller Arschlöcher ist, weiß jeder, da muß man nicht großartig darüber nachdenken, wenn man mal auf eines trifft. |
| BlackElvenTear | Natürlich ist es nicht der "einfache" oder der "bequeme" Weg, aber so, wie wenn man nicht nur auf den eingelatschen Wanderpfaden läuft, sondern sich die kleinen Wege auch anschaut, so ist es auch im Leben: wenn man nicht den eingelatschten Denkpfaden folgt bekommt man unendlich mehr mit! und das ist die Umwege, die nicht immer angenehm sind, dann doch wert... aber: "wer zuviel weiß wird vorzeitig alt" ... aus der Geschichte der Baba Jaga, einem russischen Märchen. |
| Salus | Über etwas nicht nachdenken heißt nicht gleichzeitig dumm oder sorglos zu sein. Ich tendier(t)e auch zu übermäßigem analysieren, liebend gerne in der Vergangenheit, um daraus für die Zukunft zu lernen. Aber unterm Strich habe ich für mich festgestellt, dass mich diese Übertreibung in meiner Entwicklung hemmt. Denn es wird einem gleichzeitig bewusst, dass man auch viele Fehler gemacht hat und es könnte sich eine Art "Angst" einschleichen erneut solche Fehler zu machen. Das kann ruckzuck zu einer massiven Unzufriedenheit führen. Man merkt, dass irgendwas nicht stimmt aber weiss nicht, wie man es ändern soll, weil man nicht genau sehen kann, was stört. Zu viel nachdenken kann man nicht wirklich - aussuchen kannst du es dir eh nicht. Aber du könntest versuchen deine Gedanken in eine bestimmte Richtung zu bringen. Dass deine Umwelt dir oft so vorkommt, dass sie mit geschlossenen Augen durch die Gegend laufen, ist oft auch ein Missverständnis in der Beobachtung: Vielleicht denken die Menschen durchaus mehr als du glaubst aber du merkst es ihnen nicht an, weil sie es nicht den ganzen Tag zeigen bzw. deren Anaylseergebnisse anders sind als deine. Aber auch so gibt es mehr als genug Leute, die wirklich nicht viel nachdenken. Ob einen das glücklicher macht? Ich bezweifle es - es macht einen nur leidensfähiger ;) |
| une copine | Ja, es ist einfacher - laut meiner Großmutter, sie meint immer, ich würde zu viel für mein Alter nachdenken. :rolleyes: Aber ich kann mich nicht dümmer machen und ich würde das auch nicht übers Herz bringen. :) Ehrlich gesagt mag ich Menschen, die viel nachdenken, mehr als Menschen, die nicht nachdenken, aber trotzdem nett sind; meine Meinung nach muss man einfach eine eigene Meinung haben. |
| melanox | durch nachdenken und das bewusstsein über verschiedene missstände in der welt kann man manchmal schon runtergezogen werden wenn man nicht die möglichkeit hat, was daran zu ändern.. insofern ist es sicher einfacher und bequemer, nicht zu denken/nachzudenken.. zwar denkt jeder mensch über irgendetwas nach, aber eben der eine mehr, der andere weniger.. der eine hat banale gedanken, der andere philosophiert.. solange man damit klarkommt nachzudenken, spricht ja nichts dagegen; nur wenn die gedanken überhand nehmen und man sich nicht mehr auf entscheidende dinge konzentrieren kann, hat man ein problem.. ich selbst bin viel zu nachdenklich, was ich aber oft durch meine leck-mich-am-arsch-einstellung ausgleichen kann.. so sind mir manchmal dinge oder zusammenhänge bewusst, die allgemein nicht so bekannt sind, und über die ich mich eigentlich aufregen müsste, wo ich dann aber zum glück sagen kann "mir doch egal" :p |
| TodesEngel180 | ich kenne viel zu viele leute die dumm durchs leben gehen... glaub mir..die haben es auch nicht immer leicht... sie werden z.b. verarscht und merken das noch nicht einmal find ich persönlich schlimm... |