| Hazel Crowley | nabend, ich hoff mal, das thema gibts nich irgendwo schon, jedenfalls bin ich bei meiner suche auf nichts gestoßen ... inspiriert zu diesem thema hat mich (man glaube es kaum) unser glorreicher latein-lk, in dem wir gerade cicero lesen ... und zwar ausschnitte aus den tusculanae disputationes. ... nun denn: ist es möglich, den geist vom körper zu "trennen"? und wenn ja, wie? ich meine damit nicht out-of-body-expirience ... wobei man sich da vielleicht drüber streiten kann ... ich meine damit: ist es möglich, sich von seinen "trieben", seinen bedürfnissen - oder besser: den bedürfnissen des körpers - zu befreien, sich nur auf den geist konzentrieren? natürlich kann man nicht alles, was der körper braucht, komplett ignorieren, sprich hunger usw. aber ... naja. was ich meine, bezieht sich größtenteils auf geschlechtstriebe, "abhängigkeit" von anderen menschen, das gefühl, nichts zu brauchen - außer seinem geist. und mögliche zusatzfrage: ist es möglich, dass man allein (oder auch) dadurch "ataraxia", sprich "seelenfrieden" erlangt? hoffe mal, das ist einigermaßen verständlich rübergekommen ... bin mal auf eure ansichten gespannt ^^ |
| Nebelwanderer | Hmm also ich würde behaupten das kein körperliches oder emotionales Bedürfniss an sich schlecht ist, das es der dauerhaften Verweigerung bedarf. Meist will man solchen "augenscheinlich" lästigen Bedürnisse gerade eben unter den falschen Rahmenbedingungen oder in der falschen Situation ausleben. Sich hier dann per Vernunft zurückzuhalten ist sicher geboten und das scheint mir ein besseres Ziel einer sinnvollen Moralvorstellung. zu sein, als dauerhafte Verteufelung und Bekämpfung eines einzelnen Aspektes des Verlangens. Die ganzen Techniken bezüglich Askese sind meiner Meinung nach eher dazu geeignet, das zum Schweigen zu bringen, was an der Aufgabe/Übung die gerade getan wird eher hinderlich wäre. Meist schafft man ja immer erst kurze Zeiträume sowas durchzuhalten. dann kommen Übungseffekte und man schafft es länger, bis zu dem Punkt den man zum Erreichen des Zieles benötigt. Ob es dann sinnvoll ist den Zeitraum immer weiter zu steigern liegt im Ermessen des einzelnen. Ich sage wenn es nicht notwendig ist, warum dafür Zeit verschwenden? Verlangen die dauerhaft dir selbst wenig nützen oder mehr Sorgen bereiten sind meist eh künstlich herbeigeführt oder sind ein natürlicher der im falschen Umfeld oder falscher Intention wirkt. Dieser Bedarf einer Neuausrichtung ist aber nicht von grundauf falsch. Stichwort dauerhafte Verhaltensänderung oder bewusste Persönlichkeitsentwicklung. Das blanker Verzicht zu Seelenfrieden führt, ist ohnehin umstritten. Ich denke die Augen vor etwas zu verschliessen und mit Eifer daran zu arbeiten nicht noch zu hören ist kein guter Ansatz. Auch wenn einige charismatische religiöse Führer sowas behaupten. Diese sehen aber oft den zu überwindenen Trieb als an sich schlecht. Jemand okkultistisch Interessiertes verglich das mal bildlich, als ob jemand alles kaputtschlägt bis er nur noch das noch sehen/erkennen kann, was er wollte. Ob das ein guter Ansatz istnaja ;) |
| Ragna | man kann durch aus sein geist durch training veränder zum bespiel das schmerz emfinden senken oder auch andere dinge ,wie herz schlag senken vorallem bei asiatischen kampfsport arten wird der geist trainiert um bestimmt dinge zuschaffen aber in wie fern is das sinnvoll. aber ich denke das man gefühle oder geschlechtstriebe nicht unterdrücken kann da es sich überlebens wichtige triebe handelt |
| gin'iro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hazel Crowley [/i] [B] meine damit nicht out-of-body-expirience ... wobei man sich da vielleicht drüber streiten kann ... ich meine damit: ist es möglich, sich von seinen "trieben", seinen bedürfnissen - oder besser: den bedürfnissen des körpers - zu befreien, sich nur auf den geist konzentrieren? [/B][/QUOTE] Es gibt div. Anhänger indischer Lehren, die das behaupten. Sie nennen diesen Zustand [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Samadhi]Samadhi[/url]. Die Japaner nennen es [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Satori]Satori[/url] bzw. [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Kensho]Kensho[/url]. Geh mal ne Runde googeln. |
| Scarify | Also, wie nehmen zum millionsten mal die Weltreligionen durch, und grad den Buddhismus. Und da ist es ja auch so, wenn man auf der höchsten Ebene sein will trennt man geist und körper um der "Erlösung" wenn man so will näher zu kommen. nur es ist alles etwas zweischneidig, einerseits soll man zur Erlösung, darf sich aber nicht darüber freuen, wenn man ihr näher ist, weil Freude wieder eine art bedürfnbis ist. Naja, vielleicht mal ein bißchen mit dem buddhismus beschäftigen oder ein center dafür aufsuchen, die können einen da bestimmt helfen |
| Trauerwesen | Die Frage ist aber dann ja auch, inwiefern der Geist vom Körper beeinflusst wird, Emotionen, welche als geistig betrachtet werden, sind ja auch körperlich. Aber erreichtes Nirwana soll ja wirklich eine höhere Seinsebene darstellen, bei der der Körper zweitrangig ist. Deswegen ja auch vorher Askese usw, um den Körper zurückzuschrauben, da frage ich mich nur, was genau diese reine geistige Ebene nun ist, da vieles ja schon mit dem Körper zusammenhängt. Im übrigen finden sich solche Gedankengänge auch bereits in der Renaissance, Descartes usw hat auch zwischen Geist und Körper differenziert in erkenntnistheoretischen Ansätzen. |
| Ianus | ich glaube, dass es erstrebenswert ist, das gedankliche konstrukt der vernunft über die eigenen bedürfnisse zu stellen. das soll nicht heißten, dass freude, hunger oder sexuelle begierde völliug ignoriert werden sollen, sondern dass sie bewusst wahrgenommen und durch den verstand kontrolliert und gesteuert werden können. dies bedarf aber meines erachtens viel übung und erfahrung, da sich sonst gewisse bedürfnisse aufstauen und irgendwann ausbrechen können. |
| gin'iro | Das Thema habe ich hier schon mehrfach zusammengeführt. Bitte bemühe die Suche selbst. Die Stichworte heissen OOBE und "Out of Body Experience", hier in D&L. -closed- |