| Fichu | In einem philosophischen Vortrag ging es unter anderem um folgendes Zitat von Ludwig Wittgenstein: [QUOTE][I]Original geschrieben von Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit, § 513[/I] Wie, wenn etwas [I]wirklich Unerhörtes[/I] geschähe? wenn ich etwa sähe, wie Häuser sich nach und nach ohne offenbare Ursache in Dampf verwandelten; wenn das Vieh auf der Wiese auf den Köpfen stünde, lachte und verständliche Worte redete; wenn Bäume sich nach und nach in Menschen, und Menschen in Bäume verwandelten. […] [/QUOTE] Außerdem darum, daß einem jemand erzählt, ein Tisch habe sich plötzlich in einen Kürbis verwandelt usw. Der Autor des Vortrags schlägt schließlich vor, sich solche wundersamen Verwandlungen lebhaft vorzustellen, im Sinn einer meditativen Übung (bei der Heiterkeit durchaus erwünscht ist). Sich darauf einzulassen könne zur Verbesserung des Lebens beitragen; wer sich lebhaft vor Augen führt, wie sich sein Gartentisch in einen großen, runden Kürbis verwandelt, werde ihn danach mit anderen Augen sehen: Wenn ich mir vorstelle, der scheinbar langweilige Tisch könnte sich spektakulärerweise in einen Kürbis verwandeln, werde er mir als ein viel erstaunlicheres Ding erscheinen. Lasse ich mich auf weitere verrückte Szenarien ein, führe das dazu, daß ich der Welt, wie sie ist, mit Erstaunen und tatsächlich vorkommenden Veränderungen vor diesem Hintergrund mit mehr Gelassenheit begegne (als wenn ich immer [I]mit beiden Beinen fest auf der Erde stehe[/I] und [I]keine Flausen im Kopf habe[/I]). So weit, so gut. Was mich vor allem erstaunt^^: Damit rennt er bei mir offene Türen ein. Glaube ich. Zumindest beschäftigen mich oft Dinge, die (glaube ich) die meisten Leute die meiste Zeit völlig unspektakulär finden. Ich meine … wenn man zum Beispiel einen Stein anfäßt und dann noch mal anfäßt. Es ist bisher noch nie passiert, daß er beim zweitenmal Anfassen nicht mehr zu spüren war, und es wird wohl auch nie passieren, aber irgendwie … ist son einfacher Stein doch ne komische Sache. Oder ein Tier zu beobachten. Oder durch die Stadt zu gehen und sich vorzustellen, alle Menschen wären plötzlich verschwunden (oder wahlweise zu Zombies geworden ;)). Passiert mir dauernd :). [I]Bin ich denn der einzige Normalsterbliche (also: Nicht-Philosophieprofessor), der so durchs Leben stolpert?!?[/I] Mal mal im Ernst, ich hab bisher noch niemanden getroffen, der erkennbar ähnlich tickt. Und ob es meine Lebensqualität sonderlich anhebt, weiß ich auch nicht. Immerhin bringt es auch Probleme mit sich, so phasenverschoben zu denken. Es klingt auch schon völlig dämlich, wenn man das zu erklären versucht. Ich bin nämlich weder ein besonderer Witzbold, der einfach nicht ernst sein kann, noch halte ich einen Weinkelch in der Hand, während ich wie ein Vampir gekleidet einen Stein anschmachte. Entschuldigt den Gruftiwitz. Ich hab aus irgendwelchen Gründen das Vorurteil (sic!), das Leute In Der Szene (gehöre nicht dazu) tendenziell tiefsinniger sind als in den meisten andern Szenen, Philosophieprofessoren vermutlich ausgenommen. Und dieses Forum hier scheint mir das auch zu bestätigen, aber ich hab ansonsten keine schwarzen Freunde und Bekannten. Vermutlich ein Verlust … obwohl … Tanzabende mit schwarzer Musik sind sehr viel angenehmer, aber nicht unbedingt sehr viel tiefsinniger als solche mit Black Music, oder? ;) Wie auch immer. Es geht gar nicht darum, rund um die Uhr demonstrativ tiefsinnig zu sein. Vielleicht sollte man es auch eher verträumt nennen? Hmm… Was weiß ich, ich gerate hier immer mehr in Formulierungsnöte, deshalb hör ich am besten einfach auf zu schreiben. Äh, versteht irgend jemand, wovon ich rede? |
| Hellscream | Ich würde unterscheiden zwischen Tiefsinnigdenken, Verträumt sein und der Fähigkeit einer ausgeprägten Vorstellungskraft. [QUOTE]Original geschrieben von Ludwig Wittgenstein, Über Gewißheit, § 513 Wie, wenn etwas wirklich Unerhörtes geschähe? wenn ich etwa sähe, wie Häuser sich nach und nach ohne offenbare Ursache in Dampf verwandelten; wenn das Vieh auf der Wiese auf den Köpfen stünde, lachte und verständliche Worte redete; wenn Bäume sich nach und nach in Menschen, und Menschen in Bäume verwandelten. […][/QUOTE] Wurde mich das je nach Situation amüsieren und ich würde grinsen oder lachen. Daraufhin würde niemand Wissen warum ich grinse oder lache und die meisten Menschen würden mich für bescheuert erklären. Wobei ich denn Sachverhalt mit dem bescheuert sein oder nicht sein gar nicht in seiner absolutheit ausschliessen will. [QUOTE] Es ist bisher noch nie passiert, daß er beim zweitenmal Anfassen nicht mehr zu spüren war, und es wird wohl auch nie passieren, aber irgendwie … ist son einfacher Stein doch ne komische Sache. Oder ein Tier zu beobachten. Oder durch die Stadt zu gehen und sich vorzustellen, alle Menschen wären plötzlich verschwunden[/QUOTE] Das kenne ich aber diese Vorstellungen die dann auch noch parallel zur Wirklichkeit abliefen fanden bei mir auf als ich noch sehr viel jünger war. Hinterher hatt sich dieses Tag träumen bei mir Verlagert denke ich und zwar verhält es sich mitlerweile so. Ich habe einen Gedanken oder eine bestimmte Situation die ich mir vorstelle welche seinen Rotenfaden durch mein Hirn zieht. Ich bin von Zeit zu Zeit regelrecht gezwungen diesen Gedankenablauf immer wieder zu modifizieren und vor meinem geistigen Auge ablaufen zu lassen. Es kamm schon vor das ich so mehrere Stunden verbracht habe, vorauszusetzen ich kann mich absolut Konzentrieren. Auch ja, es ist nicht gesagt das sich diese Vorgänge an die Gesetzte der realität halten auch wenn ich dazu schon neige diese einzuhalten. Aber ab und zu ist es ganz lustig sich bestimmte abweichungen vorzustellen. Ein Beispiel : Ich greife eine bestimmte Situation die ich schon einmal in der Vergangenheit erlebt habe oder eine Situation die sich Zukünftig ergeben könnte. Ich spiele diese Situation dann ab und überlege mir wie ich die Dinge beinflussen könnte beziehungsweisse wie die Dinge auf meine Handlungen reagieren. Auch modifiziere ich die Umwelt die sich um mich in dieser Handlung bewegt immer ein wenig. Ich mache dies dann solange bis ich mich nicht mehr konzentieren kann oder will oder bis ich zu einer Art Zwischen Ergebniss gekommen bin. Ich bin mir ziehmlich sicher das dies denn meisten Menschen ziehmlich bescheuert vorkommt. Um auf die Träumerei zurück zukommen. In ihr sehe ich eine wichtige Voraussetzung für bestimmte geistige Diziplinen in denen ich mich gezwungen sehe mich temporär vom hier und jetzt sowie der realen Wirklichkeit zu verabschieden. Ich würde im überigen auch sagen das ein gewisses Mass an träumerei einen die normalen Dinge ein wenig anders sehen lassen. Ob das jetzt positiv oder negativ ist kommt wohl sehr auf das Individuum an. Unabhängig von der Träumerei. Ich für mich empfinde es als ernüchternd wenn Menschen nicht in der Lage sind, die Dinge nur überflächlich zu betrachten ohne einen Sinn für die verschiedenen Perspektiven die sich einem bieten. Sowohl in der Position des Erfahrens als auch in der Art die Dinge wahrzunehmmen. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| StillederNacht | Hallo ihr zwei. Von Zeit zu Zeit verfalle auch ich in Tagträumereien, aber richtig Tiefsinnig sind die meistens nicht. Leider passiert mir das irgendwie unterbewusst zu Zeiten in denen ich das gar nicht wirklich will. So kommt es auch vor das ich versuche konzentriert zu arbeiten, aber da mir momentan diese Arbeit eventuell gar keinen Spass macht denke ich über die Gegenstände nach die ich grade benutze... und wenn es nur ein Bleistift ist. Oder ich denke über bestimmte Worte nach. Ganz einfache Worte. Z.B. Tisch... Warum heisst der Tisch Tisch und nicht Stuhl? Was wäre wenn derjenige der festgelegt hat, dass Tisch Tisch und nicht Stuhl heisst den Tisch Stuhl und den Stuhl Tisch genannt hätte? Dabei fällt mir dann immer auf wie bekloppt doch manche Wörter klingen wenn man sie sich mehrmals in Gedanken vorsagt ^^, bis zu dem Punkt wo ich mich selbst für verrückt erkläre. Dies wäre noch nicht so schlimm, viel schlimmer sind die Situationen wenn mir jemand etwas erzählt und ich es gähnend unintressant finde, oder mir es schlicht weg egal ist was dieser Mensch mir mitteilen will. Meine Ohren schalten dann irgendwie einfach ab aber ich tue noch weiter so als höre ich demjenigen zu. In Wirklichkeit denke ich über Situationen nach die mir eventuell sogar mit dieser Person passiert sind.. oder spiele andere Gespräche im Kopf ab und stelle mir vor wie sich die Stiuation (oder das Gespräch) anderst entwickelt hätte, hätte ich was anderes gesagt oder getan. Dummerweise kommt dadurch meist ein ziemlicher Schwachsinn zustande über den ich dann lachen muss. Das ist auch der Punkt an dem ich dann wieder "aufwache". Nur dann versucht mal dem anderern zu erklären warum du gelacht hast obwohl er eventuell über ernstes Thema geredet hat (Besonderst wenn es dein Chef ist :D ). Oder wenn der andere einen plötzlich etwas fragt. Gott seid Dank passiert mir das nicht mehr sooo oft. Ausserdem schaffe ich es meistens mich irgendwie rauszureden :) Alles in Allem kann ich für mich aber schon das Fazit ziehen das meine Tagträumerei mich aufheitern. |
| never4get | mir geht es so ähnlich wie >stilleDerNacht< ich stelle mir auch oft gepräche vor wie sie ablaufen könnten oder wie sie hätten ablaufen können wenn dies und das wär...oft sind es aber auch nur träumereien in denen ich mir meier vorstellung der dinge freien lauf lasse... ich bin oft am tag in tiefsinnige träumereien meiner sehnsüchte vertieft und komme da auch manchmal sehr schlecht wieder raus...zum glück kommt dies nicht so tiefsinnig in der schulzeit vor,da ich sonst nur noch abgelenkt wäre...aber sehr oft wenn ich alleine bin oder gerade meine freizeit genieße... |
| maskentänzerin | ich kann nur sagen, dass es mir oft auch so geht. Ich stelle mir immer vor, wie eine Situation ablaufen könnte und frage mich dann, was passieren würde, wenn das sagen würden und nicht das Andere. Und dann fange ich meist an abzuschweifen und stelle diese Überlegungen über meinen ganzen bisherigen Tagesablauf an. Was wäre wenn? Was wäre dann passiert? Für mich ist das aber auch reine Träumerei und auch Ablenkung, etwas Tiefgründiges kann ich darin nicht entdecken. Aber oft genug verfalle ich auch in tiefgründige Träumereien und genauso wie >never4get< komme ich da wahnsinnig schlecht wieder raus. Habe ich einmal angefangen, lässt mich das eigentlich nicht mehr los und ich bin den restlichen Tag meist nur noch "zur Hälfte" da, weil mich dann auch alles, was ich sehe, in noch tiefgründigere Träumereien stürzt. Aber das passiert mir meist nur wenn ich alleine bin. Vermutlich, weil ich dann [I]Zeit habe[/I] , um ein wenig tiefgründig zu werden.. Wer weiß? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fichu [/i] Der Autor des Vortrags schlägt schließlich vor, sich solche wundersamen Verwandlungen lebhaft vorzustellen, im Sinn einer meditativen Übung (bei der Heiterkeit durchaus erwünscht ist). Sich darauf einzulassen könne zur Verbesserung des Lebens beitragen; wer sich lebhaft vor Augen führt, wie sich sein Gartentisch in einen großen, runden Kürbis verwandelt, werde ihn danach mit anderen Augen sehen[/QUOTE]Das hat man früher "Phantasie" genannt ... Leider ist die heutige Welt dermaßen phantasielos geworden, dass ich manchmal den Eindruck habe, ich wäre nur noch von Robotern umgeben. :( Ausnahmen sind nur ein paar kleine Kinder und einige Grufties und ähnliche Sonderlinge ... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]und ähnliche Sonderlinge ... [/B][/QUOTE] Die nennt man Rollenspieler und L.A.R.P.er...Das sind leute die auch abseits einer Spielrunde mal eine Waldstück über's Wochenden in eine Teil "Rhovanions" verwandeln....Davon gibt es übrigens mehr als man auf den ersten Blickt denkt. Alsonicht wundern wenn einem beim Morgenspaziergang ein Typ in grüner Kutte und Langbogen begegnet...der Mann ist unter der Woche wahrscheinlich Industriekaufmann oder Oberfeldwebel der Bundeswehr. Um wirklich Spaß daran zu haben, nmuss man die Welt mit anderen Augen sehen können. Auf diese Weise findet man sogar im hier und heute noch "magische Orte". |
| Hellscream | [QUOTE]Die nennt man Rollenspieler und L.A.R.P.er...Das sind leute die auch abseits einer Spielrunde mal eine Waldstück über's Wochenden in eine Teil "Rhovanions" verwandeln....Davon gibt es übrigens mehr als man auf den ersten Blickt denkt.[/QUOTE] Ja, wenige sind es echt nicht, immerhin bekommen die LARPer regelmässig genug Leute für Massenschlachten zusammen, um sich in hunderschaften gegenseitig zu schlagen. Obwohl ich gestehen muss das wenn ich im Laden zwischen Mittelalterklamotten, Met und LARP Artikeln stehe, mir ein lächeln über das LARP Zeug nicht verkneifen kann. Obwohl ich als Confrontation Sammler wohl ähnlich verpeilt auf so mach einen Menschen wirke der mal in meinem "Reich" zu besuch war :D |
| Fichu | He, doch nicht ganz allein. Was ich meinte, und das ist ja anscheinend auch irgendwie zum Ausdruck gekommen, sind diese eher ... tja ... [I]philosophischen[/I] Herumdenkereien, im Unterschied dazu, daß man sich anstelle der Allerweltsangelegenheit, der man sich eigentlich grade widmen sollte, mit irgendeiner anderen Allerweltsangelegenheit beschäftigt. Hmm... Mir fällt im Moment gar nichts Aufschreibenswertes zu dem Thema ein, aber das muß ja auch gar nicht sein. Ich werd mir einfach noch mal eure schönen Beiträge durchlesen. :) PS: LARP ist toll. Bin leider viel! zu selten dabei. @apnoe Es ist ein schmaler Grat. Das weiß ich selbst. |
| Fichu | [SIZE=1][QUOTE][i]Original geschrieben von apnoe [/i] [B]Diese verdanke ich in den letzten Tagen in erster Linie Linus Torvalds, dem Erfinder von Linux. Es macht mir richtig Spass, mich fasziniert der Open-Source gedanke.[/B][/QUOTE] Hm, vielleicht magst du ja [URL=http://www.wesnoth.org/]↑dieses Spiel[/URL]. Ich hab den Jahreswechsel übrigens im Regen unter einer Brücke verbracht.[/SIZE] |
| Naraku | ich kann nicht behaupten, dass ich sonderlich faszinierd durchs leben laufe. eher empfinde ich die meisten dinge als recht uninteressant, langweilig oder als nicht wert, dass man sich damit näher befasst. sicherlich auch hin und wieder zu unrecht... aber diese desinteresse ist vermutlich der grund für meine tagträume, selbstgespräche etc [QUOTE]Never4get ich stelle mir auch oft gepräche vor wie sie ablaufen könnten oder wie sie hätten ablaufen können wenn dies und das wär...oft sind es aber auch nur träumereien in denen ich mir meier vorstellung der dinge freien lauf lasse... ich bin oft am tag in tiefsinnige träumereien meiner sehnsüchte vertieft und komme da auch manchmal sehr schlecht wieder raus...zum glück kommt dies nicht so tiefsinnig in der schulzeit vor,da ich sonst nur noch abgelenkt wäre...aber sehr oft wenn ich alleine bin oder gerade meine freizeit genieße...[/QUOTE] so ähnlich geht es mir natürlich nicht immer aber manche gespräche lasse ich schon sehr sehr oft in meinen gedanken ablaufen in 100en modifikationen...manchmal sollte ich mir wirklich gedanken machen, wo shizophrenie anfängt glaube ich.... trotzallem hat dies nix mit faszination zu tun einen tisch finde ich auch weiterhin nicht faszinierend auch wenn er in 3 sek vl ein kürbis wäre... |
| Normalus | Tische sind aber auch furchtbar langweilig. Faszinierender wäre es da schon, wenn sich plötzlich ein Mensch in einen Kürbis verwandeln würde. Ist der Mensch damit verschwunden, oder ist er noch da, nur eben als Kürbis ? Und findet er es doof, ein Kürbis zu sein, oder gefällt ihm das sogar - und wenn ja, würde er es mögen, gegessen zu werden ? Das sind doch mal interessante Fragen; da kann so ein oller Tisch nicht mithalten. Virtuelle Gespräche - ganz, ganz schlimm bei mir. Ob Gespräche, die es mal gab, die es geben wird oder die niemals zu Stande kommen werden - früher oder später werden sie alle in meinem Kopf aufgeführt. Gern auch in mehreren Variationen. Vorallem wenn ich ins Bett gehe, kann das dann schon mal 1-2 Stunden dauern, bis ich einschlafe, weil erst noch wichtige "Gespräche" getätigt werden müssen. So schön diese Tagträumereien eigentlich auch sind, so frustrierend ist aber auch die Erkenntnis, daß die Realität niemals so schön sein kann, wie die Welt in Deinem Kopf. Deshalb denke ich auch nicht, daß diese Fantasien zu einer Verbesserung des eigenen Lebens führen. Stattdessen wird man es früher oder später ziemlich ärgerlich finden, daß sich nicht wirklich Dinge in Kürbisse verwandeln. |
| Naraku | ja natürlich kann die realität nie mit der eigenen phantasie mithalten. aber können die phantasiegespräche einen nicht helfen, dasselbe gespärch dann in echt zu führen, da man schon so viele variationen probiert hat und weiß was man am besten sagen sollte? natürlich kann es dabei immer passieren, dass man den gegenüber falsch eingeschätzt hat, oder davon ausgeht, mit seinen worten eine andere reaktion hervorzurufen- aber mir hilft dies ungemein btw..die schachnovelle ist ein tolles buch zum thema zwiegespräche und zu der kürbis- tisch geschichte passt wohl kafkas verwandlung sehr gut, die ja zumindest vom titel her bekannt sein sollte....oder? |
| Normalus | Sogar schon gelesen. Ich meinte jetzt auch weniger das Durchkauen von Gesprächen, die man wirklich führen wird, als mehr die ganzen Träumereien, mit denen man wirklich abhebt. Ist ja nochmal ein Unterschied, ob man im Wartezimmer das kommende Gespräch mit derm Arzt durchgeht, oder ob man in der Rolle des Bundeskanzlers mit einer sexy Außerirdischen redet... |
| Naraku | ja das macht wirklich einen unterschied^^ nunja bei mir sind das zumeist gespräche die ich auch führen werde oder wo es zumindest möglich sind. aber eher weniger solche gepräche, die man mit einem arzt führen würde, als viel mehr persönliche gespräche, halt mit freunden/freundin. da ist es auch eher möglich verschiedene möglichkeiten durchzuspielen, da man den gesprächspartner ja kennt und ihn zumindest teilweise einschätzen kann. wobei es mir auch passiert komplette traumwelten zu erschaffen. eigene personen, eine handlung, und ich kann zu jedem beliebeigen zeitpuinkt an jeder beliebigen stelle 'weiterdenken' |
| Assassin | Eine Zeitlang verkroch ich mich auch in meine Traumwelt, lebte ein imaginäres Leben, usw. Jedenfalls suchte ich in dieser Welt Unterschlupf, wenns mir schlecht ging. Auch sonst lief ich umher und stellte mir Gestalten vor und malte mir gewisse Szenarien aus... Naja, nach einiger Zeit hatte sich das wieder entspannt, aber ich bin heute noch oft nicht ganz bei mir... Egal, ist bloß blöd, weil ich dann geistig abwesend wirke und damit "seltsam". Dennoch bekomme ich alles um mich herum mit. Komisch, oder? Aber von diesem Zustand hole ich meine kreativsten Ideen, also ist das doch ganz okay. |
| Naraku | bis jetzt habe ich noch nicht bemerkt, dass ich irgendwie geistig abwesend oder so gewesen wäre...läuft eher parallel das geht natürlich nur bei geistig eher unanstrengenden tätigkeiten, meistens sicherlich wenn man alleine und/oder gelangweilt ist, sodass ich damit bislang keine probleme hatte |