| Zecyra | Wenn man Menschlichkeit unter dem Aspekt versteht "einfach" Mensch zu sein. Mit allen Fehlern, Schwächen und Macken die man hat, aber auch mit seinen Stärken. Menschen sind wir alle hier. Sonst möchte ich einen Menschen gezeigt bekommen der es geschafft hat sich von all den Fehlern seiner Rasse "Mensch" abzukehren. Die, die unsere Vorbilder sind, sind doch gerade meist die, die zu ihren Fehlern stehen, die ihre Fehler als einen Teil ihrer Selbst anerkannt haben und so um einiges freier Leben können, da sie nicht die Angst mit sich herum tragen müssen das es in der Welt andere gäbe die ihre Fehler entlarven und sie dadurch bloßstellen könnten. Vielleicht sind diese Menschen sogar schon zu der Einsicht gelangt das auch sie nicht mehr die Fehler der anderen anprangern, sondern sie als das akzeptieren was sie sind. Ein Teil jener Fehlerhaftigkeit die jeder Mensch einfach schon aus dem Grund heraus das er Mensch ist, mit sich trägt. Diese Menschen prangern also nicht an sondern sie akzeptieren und erkennen an was sie auch schon an sich selbst anerkannt und akzeptiert haben. Suchen wir weiter? Wie sieht es denn mit Neid aus? Menschen sind neidisch. Neidisch auf etwas das sie nicht haben oder auf etwas das ihnen nicht entgegengebracht wird. Neidisch darauf weil sie sich danach sehnen? Vielleicht sogar weil sie die Angst ins ich tragen, sie hätten es garnicht verdient das sie so wie die behandelt werden auf die sie neidisch sind. Vielleicht aber auch, erkennen sie dieses Gefühl garnicht als solches. Vielleicht handeln sie einfach aus ihrem Gefühl heraus ohne dabei zu ergründen was sie eigentlich tun. Und welche Menschen sind nicht neidisch? Vielleicht die, die erkannt haben, das sie alles haben können was sie sich wünschen, nur das sie auch selbst etwas dafür tun müssen? Wollen sie, das ihnen Freude, Liebe, Freundlichkeit und Ehrlichkeit entgegengebracht werden, so müssen sie etwas dafür tun. Nämlich sich einmal selbst erst so verhalten wie sie es sich wünschen von anderen behandelt zu werden. Als oberste Prämisse muss doch aber vorallem Respekt gelten! Respekt erst einmal vor sich selbst aber auch vor anderen. Denn jeder möchte doch mit Respekt behandelt werden, auch wenn er vielleicht jemanden nicht mag oder von jemandem nicht gemocht wird. Doch zuersteinmal muss sich der Mensch selbst, respektvoll gegenüber sich selbst und gegenüber anderen verhalten. Und doch... Kennen wir Menschen, denen geneidet wird, die verletzt werden und und und... Woran liegt das? Wohl einfach doch wieder daran das wir alle nur menschliche Menschen sind. Unvollkommen. So wie wir geschaffen wurden oder so wie wir uns entwickelt haben. Das alles bedeutet nicht, das wenn man verletzt wird oder belogen oder etwas anderes, das man dies dann einfach schlucken oder hinnehmen soll. Man kann sich fragen, warum tut diese Handlungsweise von jemandem mir das eigentlich an? Warum macht mir ein bestimmtes Verhalten so viel aus? Man sollte äußern wie man sich dabei fühlt, ganz offen auch wenn man sich dann so verletzlich zeigt wie man als Mensch nuneinmal ist. Denn, wer ist dieser und was ist dieser Mensch der diese Offenheit dann noch mehr gegen einen verwenden wird? Versuchen wir die, die etwas tun was uns nicht gefällt so zu akzeptieren wie sie sind. Als Mensch. Ohne jedoch einfach hinzunehmen was sie tun. Ich, niemand, muss jeden Menschen mögen und auch nicht von jedem Menschen gemocht werden. Jeder sucht sich doch die Menschen aus die er mag und auch jene die er nicht mag. Und die Grübnde dafür, seien dahingestellt. Doch all das bedeutet nicht, das wir uns nicht ändern können. In unserem Verhalten, ja sogar in unserem empfinden. Und dabei meine ich nicht, alles zu vergeben oder abzustumpfen... ganz im Gegenteil. |
| Any Body | Zecyra, es ist schwierig einen einstieg auf dein thema zu finden, weil es irgendwie gedanken zu sein scheinen, die einfach nur laut ausgesprochen werden aber keine diskussionsgrundlage bilden - mein eindruck - aber ich versuch es trotzdem mal.. ich stimme dir zu, irgendwie ist es erforderlich, sich mit allem zu arrangieren, um es verarbeiten zu können. ob man nun gemocht wird oder auch nicht. insbesondere die verhaltensweise mancher menschlicher wesen sind ausschlaggebend für aktion und reaktion eines selbst und die "vermeindlichen" fehler sollte man zuerst bei sich selbst suchen, um entsprechend die verhaltensweisen zu verändern oder darauf einfluss zu nehmen. meine erfahrung hat gezeigt, dass man andere menschen nur schwer ändern kann bzw. ihre verhaltensweisen oder gar auch emotionalen züge. doch vielleicht bereitet mir auch diese ständige anpassung an andere oder auch "flexibilität" gerade ja auch, dass ich dann nie ich selbst sein kann? neid & missgunst wird es immer geben, je nachdem wie der empfänger oder sender dieser emotionen es sehen will und eine andere möglichkeit, als es zu akzeptieren bleibt einem nicht übrig. was die ehrlichkeit angeht, die einem entgegenschlägt, wenn einem offen ins gesicht gesagt wird, dass man nicht gemocht wird, so ist man in jedem fall besser daran, es so zu erfahren. erfährt man anders davon, sozusagen über dritte - wenn denn überhaupt - dann kann es schon irgendwie auch mit dem begriff mobbing umschrieben werden. man ahnt etwas, was aber nicht ausgesprochen wird.. - das ist aber ein eigenes thema - gemobbt werden kann nur derjenige, der es so sehen will -** break** was ich aber überhaupt nicht ertragen kann ist, wenn einem ehrliche gefühle um die ohren geschlagen werden, die irgendwie falsch kanalisiert zu sein scheinen. ich schätze dann zwar immer diese aufrichtigkeit, doch empfinde es andererseits auch als große ungerechtigkeit und kann es nicht verstehen, dass sich dieser mensch so verhält und andere demütigt, nur weil er mit sich selbst nicht zurecht kommt oder seinen ärger wie rumpelstilzchen auf andere abgeben muss, damit er sich vielleicht besser fühlt. es ist ehrlich und man kann es einschätzen, trotzdem, obwohl man es weiss und es als menschlich einstuft, bleibt das gefühl der hilflosigkeit und ungerechtigkeit. man wird gezwungen, etwas zu tun was man eigentlich nicht will oder etwas anzunehmen, was eben gerade nicht gewünscht wird. doch der stärkere überlebt.. muss man dass akzeptieren? in diesem fall empfinde ich menschlichkeit als eine schande... |
| bloodymina | was bedeutet "menschlichkeit" ? mina |
| Any Body | menschlichkeit? lieben hassen weinen lachen oder auch, um mal wieder herbert groenemeyer zu zitiren: [i] momentan ist richtig momentan ist gut nichts ist wirklich wichtig nach der Ebbe kommt die Flut am Strand des Lebens ohne Grund, ohne Verstand ist nichts vergebens ich baue Träume auf den Sand es ist ok alles auf dem Weg es ist Sonnenzeit unbeschwert und frei der Mensch heisst Mensch weil er vergißt, weil er verdrängt weil er schönt und schwärmt er wärmt, wenn er erzählt weil er lacht, weil er lebt, Du fehlst ... der Mensch heisst Mensch weil er irrt weil er kämpft weil er hofft und liebt weil er mitfühlt und vergibt weil er lacht, weil er lebt, ... der Mensch heisst Mensch weil er vergißt, weil er verdrängt, weil er schwärmt und glaubt sich anlehnt und vertraut weil er lacht, weil er lebt Du fehlst... ist schon okay es tut gleichmäßig weh, es ist Sonnenzeit ungetrübt und leicht der Mensch heisst Mensch weil er erinnert, weil er kämpft weil er schwärmt und liebt weil er mitfühlt und vergibt [/i] menschlichkeit.. es geht dabei um sehr viel gefühl und etwas, dass man nur schwer rational steuern kann oder gar auch kontrollieren kann.. gruß Any |
| Any Body | noch eine Nachtragsfrage hierzu: mal die Betonung auf den 2.Teil der Frage gelegt, was bedeutet eigentlich Schande? Mein erster Gedanke ging dabei an die Vergewaltigung von Kindern und Jugendlichen, doch das ist meines Erachtens mehr als nur eine Schande.. |
| Zecyra | Schande war wohl von mir, mehr auf den Begriff Menschlichkeit bezogen, so wie ich Menschlichkeit definiert habe. Ein Wesen zu sein mit Fehlern und Schwächen, ob das denn eine Schande ist? Und was bedeutet der Begriff Schande für mich, zuersteinmal ist er emotional von mir ausgewählt worden. Aber eine Schande ist für mich wohl, etwas an sich zu haben was einem, VON ANDEREN als Schande, als ein Makel, als etwas schlechtes vorgehalten wird. |
| Zecyra | Das ist ja auch so eine Frage... was bedeutet es überhaupt Mensch zu sein? Ein Mensch ist ein Wesen, emotional und denkend. Die einen wirken vielleicht mehr emotional wie die anderen, doch wer will das beurteilen wie ein MEnsch in sich drinnen überhaupt wirklich fühl? Kein anderer Mensch kann das beruteilen, denn jeder lebt, denkt und fühlt nur in seinen eigenen Bahnen, nur mit seiner ganz eigenen Warnehmung. Jeder ist der Mensch zu dem er gemacht wurde bzw zu dem er sich durch die äußeren Umstände hat machen lassen. Alles was uns passiert, zustößt beeinflusst uns und prägt uns. Doch ist es die Frage wie wir das erlebte umsetzen. Ganz klar, niemand kann beispielsweise Freude dabei empfinden wenn er einen Menschen loslassen muss den er liebt. Aber warum kann niemand dabei Freude empfinden? Was bedeutet Liebe? BEdeutet Liebe nicht auch das man will das der Partner glücklich ist? Und ich gebe zu... viel was ich schreibe sind wirre Gedanken aus einem wirren Kopf. Aber würde ich zu viel darüber nachdenken würde ich diese Gedankengebilde zerstören und das möchte ich nicht. Zecyra |
| WeißerEngel | Ich meine des Helfen und für andere da sein Menschlichkeit ist. So versteh ich dieses Wort und meiner meinung nach hat es nich mit den Fehlern der MEnschen zu tun Menschlichkeit ist über diese hinweg zu sehen |
| Zecyra | Weißer Engel, aber ganz ehrlich zu dir selbst, kannst du wirklich über alle Fehler hinweg sehen? So tun also, also wären sie nicht da oder nicht geschehen? |
| Astarion | Hm, was du da beschreibst WeißerEngel würde ich aber eher als Philanthropie bezeichnen. Jemand der allen Menschen freundlich gegenübersteht und anderen hilft (was imho sowieso so gut wie unmöglich ist), ist menschlich, aber jemand der nicht freundlich zu Menschen ist, der ist unmenschlich, darf also nicht den Titel "Mensch" tragen? Menschlichkeit ist für mich das, was den Menschen ausmacht (was auch immer man darunter nun subsummiert, es wurden ja schon viele Aspekte genannt), das schließt aber auch die "Fehler" der Menschen ein (kommt auch ganz auf die Perspektive an, was man als Fehler ansieht). |
| bloodymina | @weisser engel: hat man demnach an menschlichkeit verloren, wenn man diese fehler sieht, wenn man sie erkennt und versucht damit umzugehen, wenn man sie akzeptiert, weil man sieht, dass es wohl wahrscheinlich nie anders sein wird? hat man demnach an menschlichkeit verloren wenn man den glauben an das im allgemeinen dominierende gute im menschen nicht mehr glaubt? und ist das dann eine schande? mina |
| WeißerEngel | Ich glaube ihr habt mich falsch verstanden Ihr habt recht klar wird man auf die Fehler aufmerksam aber man kann die Person auf sie aufmerksam nur so kann sie sich verändern. Menschlichkeit ist meiner Meinung nach respekt und toleranz. Denn jeder erwartet das er in unserer Geselschaft respektiert und toleriert wird. Aber das gleiche muss er auch geben. Denn ohne die beiden Eigenschaften würde die Welt untergehen. |
| EisEngel | ich verweise hier als Einstieg in das Thema mal auf meine sig. meiner Meinung nach ist die Existenzform Mensch zweiseitig zu betrachten zum einen sind wir wundervolle Potentialgeschöpfe, denen das Geschenk in die Wiege gelegt wurde, alles erreichen zu können zum anderen haben wir einen seltsamen Defekt durch den wir unser Potential irgendwie nicht so Recht nutzen wollen (oder können?) in Folge dessen bleiben wir immer ziemlich erbärmlich, bis wir das einsehen und versuchen es zu ändern ich denke dieser Versuch macht den Wert eines Menschen aus jedoch besagter Defekt ist wahrlich eine Schande PS: Schande ist alles von dem man nicht will das andere es bemerken |
| Letum | Die Menschheit heutzutage, legt keinen großen wert mehr auf respekt und toleranz. Für die Wirtschaft ist doch nur das Geld wichtig...die menschen, arbeiter kommen letztrangig an die reihe. Gefühle spielen ebenfallst eine nur noch geringe rolle, da dies als schwäche gesehen wird. Zusammenhalt? Dieses wort ist beinahme unter geganen, wie so viele Dinge, die wichtig für die Entwicklung wären. Natürlich ist es wichtig ein "guter Mensch" zu sein, jedoch lässt die umgebung, der Staat dies meist nicht zu. Die Menschen rottet sich seit jahrzehnten schon gegenseitig aus und man fragt sich oft wie weit dies führen wird. Was kann man nun tun, wenn die ganze umgebung sich unmenschlich verhält? Alle unfreundlich sind, respektlos, andere menschengruppen schief ansehen...uvm? Nicht viel...man muss immer erst bei einem selbst anfangen und danach kann man versuchen die welt zu verändern...jedoch kann man im vorhinein schon sagen, dass hierbei auch der wille nicht viel nutzen wird, da der Mensch einfach stur ist....ein hoffnungsloses vorhaben die menschheit menschlicher zu machen? |
| herbstliebe | Menschlichkeit ist das, was der Verrohung nicht zum Opfer gefallen ist. |
| Solan Dulcamara | Die Menschlichkeit ist einfach nur der Begriff für dass, was uns von anderen Tieren unterscheidet, also bewusstes Denken, Fühlen und Handeln. Daraus entstehen dann ethische und moralische Vorstellungen. Und wenn wir heute von menschlich oder unmenschlich reden, meinen wir meistens das Einhalten oder Nichteinhalten von diesen Vorstellungen. So seh ich das zumindest. |
| MagicPower | Willkommen im Kapitalismus! Gefühle, Ehrlichkeit, Toleranz, was ist das schon im Vergleich zu einer Menge Geld? Man könnte fast sagen, dass "Geld" das oberhaupt unserer weltreligion ist (<- Sarkasmus) Das einzigst Gute, was wir Menschen an uns haben, sind Gefühle. Gefühle machen uns zu Menschen, zu individuellen Wesen. "Gute" Gefühle, Liebe, Freundschaft, Leidenschaft und auch "Schlechte" Gefühle, Hass, Wut, Trauer, Neid, ... Aber all diese Gefühle sind doch absolut "menschlich" und wird früher oder später jeder Mensch einmal haben/spüren. nun, auf diesem Erdball befinden sich etwa 6 MILLIARDEN Menschen. 6 milliarden verschiedene Menschen 6 milliarden verschiedene Auffassungen von Liebe 6 milliarden verschiedene Arten von Liebe 6 milliarden verschiedene Auffassungen von Hass 6 milliarden verschiedene Arten von Hass ist es da nicht logisch, dass wir eigentlich wenn überhaupt nur unsere eigenen gefühle verstehen und nicht alle gefühle von anderen? dass wir manche gefühle von anderen als "falsch" empfinden, weil wir sie nicht so begreifen, wie sie gemeint sein könnten? Ich glaube, allein deswegen, können wir nicht über ANDERE Urteilen. Urteilen wir lieber über uns selbst! Bist du ein guter Mensch? Empfindest du dich selbst als Schande? Ich bin kein guter Mensch. Aber auch keine Schande. Ich bin mir nur selbst eine Schande, wenn ich mich selbst als schlechter Mensch ansehe, wenn ich etwas getan habe, dass meinem Etos widerspricht, meine Auffassungen verletzen. und so viel geld hab ich nicht, als dass mir Gefühle egal wären ;) |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von MagicPower [/i] [B]Gefühle, Ehrlichkeit, Toleranz, was ist das schon im Vergleich zu einer Menge Geld? Man könnte fast sagen, dass "Geld" das oberhaupt unserer weltreligion ist (<- Sarkasmus) [/B][/QUOTE] Dem reichsten Mann der Welt ist die Menschlichkeit trotz Geld nicht verloren gegangen. [URL=http://www.google.de/search?hl=de&q=Bill+%26+Melinda+Gates+Foundation&btnG=Google-Suche&meta=cr%3DcountryDE]>klick<[/URL] Geld kann unmöglich der Auslöser von fehlender Menschlichkeit sein. Das liegt wohl am Menschen selbst. Man könnte das auch mit der Diskussion um Killerspiele vergleichen. :) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] Dem reichsten Mann der Welt ist die Menschlichkeit trotz Geld nicht verloren gegangen. [URL=http://www.google.de/search?hl=de&q=Bill+%26+Melinda+Gates+Foundation&btnG=Google-Suche&meta=cr%3DcountryDE]>klick<[/URL][/QUOTE]Das ist - wie immer - [URL=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24400/1.html]Ansichtssache:[/URL] [QUOTE]Wie die meisten anderen philanthropischen Stiftungen verwendet die Gates Foundation [b]aus steuerlichen Gründen[/b] 5 Prozent ihres Vermögens für Hilfszuwendungen. Im Jahr 2005 schüttete sie etwa 1,4 Milliarden für die Unterstützung von weltweiten Gesundheitsprogrammen aus, für die Verbesserung der öffentlichen (Schul)-Ausbildung in den USA und für soziale Wohlfahrtsprogramme. Die anderen 95 Prozent des Vermögens wurden investiert: in Unternehmungen, welche der Politik der guten Taten deutlich zuwiderlaufen.[/QUOTE] [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] Geld kann unmöglich der Auslöser von fehlender Menschlichkeit sein. Das liegt wohl am Menschen selbst.[/QUOTE]Ich bin wie MagicPower der Meinung, dass Gefühle uns zu Menschen, zu individuellen Wesen machen, und wenn sie nicht das einzigst Gute, so doch das Beste sind, was wir Menschen an uns haben. Insofern Geld dazu beiträgt, diese Gefühle abzutöten, kann es m.E. sehr wohl zum Auslöser für fehlende Menschlichkeit werden. [QUOTE]Man könnte das auch mit der Diskussion um Killerspiele vergleichen. :) [/QUOTE]Das Thema Killerspiele hängt mit dem Thema Geld eng zusammen. Killerspiele unterdrücken in gewisser Weise menschliche Gefühle. Wenn sie (aus Profitgründen) zu starken Einfluss gewinnen, können auch sie zum Verlust von Menschlichkeit beitragen. Meiner Meinung nach ist ein Hauptmerkmal von jedem "-Ismus", dass eine bestimmte Komponente überbewertet wird, beim Kapitalismus zum Beispiel das Kapital. Wünschenswert wäre mehr Ausgewogenheit. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Insofern Geld dazu beiträgt, diese Gefühle abzutöten, kann es m.E. sehr wohl zum Auslöser für fehlende Menschlichkeit werden. [/B][/QUOTE] Eben, Geld ist nicht generell Auslöser von fehlender Menschlichkeit, sondern es kommt auf den Menschen an, der es besitzt. Danke für den Artikel, trotzdem ändert der nichts daran, dass auch bei einem BG Menschlichkeit vorhanden ist. Deinem Schlusswort stimme ich voll und ganz zu. |
| belladonna | Ich habe gerade im Publik-Forum einen interessanten Artikel gelesen, der ganz gut zum Thema paßt: Der Mensch, ein Egoist? Abschied von der Ellenbogengesellschaft: Warum Konkurrenzkampf nicht artgerecht ist. (Kirsten Andrä und Andrea Teupke) "Vielleicht ist der Mensch besser als sein Ruf. Vielleicht hatte Aristoteles recht, der den Menschen ein Gemeinschaftswesen, ein "geselliges Tier" nannte, und nicht Hobbes, der ihn als Wolf unter Wölfen sah. Joachim Bauer jedenfalls ist angetreten, ein neues, freundlicheres Bild der Gattung zu zeichnen. Menschen seien in allererster Linie auf Zuwendung und Kooperation ausgereichtet, sagt der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut. Konkurrenzdenken und Aggressionen seien lediglich Mittel der zweiten Wahl. "Prinzip Menschlichkeit", das neue Buch des Medizinprofessors aus Freiburg, liest sich denn auch wie eine Streitschrift wider den Sozialdarwinismus. Das Leben als Krieg, Kampf der Arten, Konkurrenz als oberstes Prinzip der Natur: Alles falsch, sagt Bauer und verweist auf Ergebnisse der Hirnforschung, der Genetik sowie der Spieltheorie. .... ....Tatsächlich scheint der Mensch jedoch komplizierter zu sein,als das schlichte Modell vom Homo oeconomicus, dem auf puren Eigennutz geeichten Marktteilnehmer, vorgibt.l Ausgerechnet die Mathematik, genauer gesagt die Spieltheorie, hat verblüffende Erkenntnisse zutage gefördert: Wer 100 Euro geschenkt bekommt unter der einzigen Bedingung, einem Mitspieler etwas davon abzugeben, wird genau 99, 99 Euro behalten und nur einen Cent verschenken, sollte man meinen. Doch Experimente zeigen etwas anderes: Die Versuchsteilnehmer geben im Durchschnitt 20 Euro ab - ökonomisch gesehen eine unsinnige Handlung, die sich nur durch ein eingewurzeltes Bedürfnis nach Fairness erklären lässt. In einer andren Variante des Spiels kann der Mitspieler das Angebot des ersten Spielers ablehnen wenn ihm sein Anteil zu gering erscheint. Lehnt er ab, so bekommt keiner etwas. Auch hier verhalten sich die Menschen anders, als es das Modell vom Homo oeconomicus vorsieht: Angebot unter 30 Euro werden in der Regel abgelehnt - obwohl dann beide Spieler leer ausgehen. Offensichtlich verzichten die meisten Menschen lieber auf einen materiellen Vorteil, als eine vermeintlich unfaire Behandlung hinzunehmen. ... ...Konkurrenz und ständiger Wettkampf sind vielleicht doch nicht so argerecht, wie Sozialdarwinisten gerne glauben machen wollen. Joachim Bauer jedenfalls ist überzeugt davon, dass der Mensch "für gelingende Beziehungen konstruiert" sei. Mehr als alles anderre brauche er "zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung"; fehlen ihm diese, so schwächelt sein Immunsystem, und er wird krank, depressiv und antriebslos. Zuwendung und Anerkennung dagegen lassen Glückshormone fließen und im Gehirn Synapsen sprießen. Glaubt man den Befunden der Hirnforscher und Norophysiologen, dann erstaunt es nicht, dass psychische Erkrankungen in den modernen Zivilisationsgesellschaften epidemisch werden und Depression mittlerweile die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit ist. Flexibilität, Effizienz und Leistungsdruck haben ihren Preis; der konsequenten Durchökonomisierung aller Lebensbereiche ist das Bindungswesen Mensch nicht dauerhaft gewachsen. Hatte Sophokles Recht, als er seine Antigone sagen ließ: "Nicht zu hassen, zu lieben bin ich da?" Die empirische Wissenschaft kann metaphysische Fragen nicht beantworten. Vielleicht ist der Mensch besser als sein Ruf. Ob er tatsächlich gut ist, bleibt unentscheidbar. Anders als Hirnströme und Hormonspiegel ist Moral nicht im Labor messbar. Die Frage nach dem Menschenbild muss anderorts entschieden werden. Denn wenn Bauer recht hat - dann sind große Bereiche unserer Gesellschaft falsch konstruiert... ...Das Menschenbild entscheidet darüber, ob wir glauben, dass Menschen zu ihrem Glück manipuliert und genötigt werden müssen oder ob sie vertrauenswürdig sind. Wir haben die Wahl zwischen Furcht und Vertrauen. Ob der Mensch gut ist, bleibt ungewiss. Doch sicher wird er zum Wolf, wenn er alle anderen für Wölfe hält." |
| Atroxitas | Menschlichkeit ist nicht erwünscht, vielleicht mal um sein eigenes Ego aufzubügeln. Wir haben perfekt zu sein, Normen zu entsprechen, ein gewisses Gruppenverhalten zu akzeptieren und uns in einer unmenschlichen Gesellschaft zu behaupten. Andere so zu akzeptieren wie sie sind, das ist wohl das privileg von wenigen menschen die dies wirklich können. In der Masse ist es meißt die Schublade und das destruktive Festhalten an Verallgemeinerungen die verhindert, das wir uns so nehmen wie wir sind. (wir projezieren das was in unseren inneren ist eh auf andere Menschen) Menschlichkeit, jagut, ich denke das es Situationen von Menschlichkeit gibt,.... die Tropfen in einen unendlichen Ozean. |
| Hellscream | Wobei die Frage wäre was "Menschlichkeit" überhaubt ist. Ich bezweifle doch stark das dieses Wort nur positive Aspekte in sich birgt. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| black pearl | menschlichkeit heißt auch schwäche...man sagt ja auch "irren ist menschlich"! |
| Hellscream | Was ist schon Menschlichkeit? Eine bestimmte physikalische Erscheinung und eine teils angebohrene, teils angelernte Sammlung an Verhaltens Regeln. Im Vordergrund steht das möglichst gute Zusammenleben mit anderen Menschen wobei die Faktoren des minimierens des eigenen Leids und gleichzeitig die erhöhung der eigenen Lebensqualität steht. Meiner Meinung nach unterscheidet uns garnicht so viel vom Tier, insofern sollten wir nicht allzu stolz sein auf unsere "Menschlichkeit". Einzig die Möglichkeit die sich aus unserer Intelligenz gegeben ist lassen sich uns doch über die Tiere erheben. Welche uns in der letzen Instanz auch die Möglichkeit gibt uns und unser Handeln selbst zu beeinflussen und in gewisserweisse "Bewusst" zu ändern, sei es nun zum positiven oder negativen, was immer dies auch heissen mag in unseren Augen. Aber vorsicht ist geboten denn der Mensch verfügt über bemerkenswerte Fähigkeiten der Selbstteuschung. In jedem von uns steckt das Tier ein wenig mehr oder weniger, ob wir das wollen oder nicht. Aber wenn wir wissen das es da ist und es akzeptieren, lässt es sich doch um einiges besser kontrollieren. Ab imo prectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Solan Dulcamara | Jedes Tier unterscheidet sich von den anderen. Vögel können fliegen, Fische unter Wasser atmen, Schlangen sehen Infrarot und der Mensch kann halt eben bewusst denken. So gesehen ist Menschlichkeit ganz einfach als Artenspezifische Fähigkeit zu verstehen. |