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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Menschliche Abartigkeit
PuerNoctis[I]TEXTAUSZUG:

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher!

Die hier veröffentlichten Inhalte zeigen Leichen und Schwerstverletzte aus Katastrophen, Kriegen, Unfällen und vielen anderen Bereichen. Hinrichtungen, Erschiessungen und Attentate sind hier unzensiert zu sehen.

[...]

Für jegliche Schäden durch Benutzung dieser Seite wird keine Haftung übernommen. Seien Sie gewarnt das ein Betreten dieser Seite ernsthafte psychische Schäden verursachen kann!

AUSZUGENDE[/I]

------------------------------------

Dieser Text stammt von eine Webseite die ein gesunder Menschenverstand als abartig, Menschenwürden-verletzend, unmoralisch oder widerwärtig deklarieren würde. Und es gibt Menschen die nennen so etwas mediale Unterhaltung...

BITTE?!?! Ok, es mag jedem freistehen sich an etwas ekelhaftem zu ergötzen, aber das Leid, den Schmerz oder das Schicksal das andere Menschen erreicht, öffentlich zu machen und in eine Form des Zeitvertreibs zu machen ist widerlich und infantil.

"Can you handle life?" steht als rhetorische Frage in der Überschrift. Das Leben zu verarbeiten liegt für mich auf jeden Fall nicht in der Fähigkeit sich in martialischer Umgebung zu ertränken.

Ein anderes Beispiel: Es gibt tatsächlich einen Film (habe ihn weder gesehen noch kenne ich seinen Titel, mein Bruder erzählte aber davon) in dem eine Frau tagelang auf bestialische Weise gequält wird, jedoch nie tödlich. Der Versuch bestand darin zu ermitteln, wann der Menschliche Körper aufgrund von Schmerz und Leid seine Funktion einstellt. Zum Glück ist dieser Film bloß gespielt (aber deshalb nicht gerechtfertigter). Die Regissuere wollten wissen wie weit man beim drehen von Filmen gehen kann.

Dabei verbietet das StGB (§131) solche Inhalte und trotzdem werden solche Medien in Deutschland vertrieben und konsumiert. Wie Abartig kann ein Mensch nur werden? Ist es wirklich nur Unterhaltung oder steckt für manche Psychische Abhärtung dahinter?

Mich würde brennend interessieren wie Ihr zu Menschen die so etwas mögen oder zu solchen Inhalten steht. Oder falls einer von Euch zu dieser Gruppe Leute gehört wie Ihr so etwas moralisch rechtfertigt.

Freue mich schon auf Eure Antworten...
moreDer Mensch ist abgestumpft, er will das Leid nicht sehen. Er will den Tod verdrängen. Es ist also verwerflich Tote zu zeigen. Man regt sich darüber auf, es ist heut zu Tage auch nicht mehr üblich, dass wir unsere Toten aufbahren um Abschied zu nehmen.

Ich kenne die von dir angesprochene Seite, ich finde es, wie du, ekelhaft sich an Toten und Verstümmelten zu ergötzen. Trotzdem hat auch diese Seite eine Daseinsberechtigung, da sie uns, auf ziemlich brutale Art und Weise damit konfrontiert was wir sind, Fleisch und Blut und keine engelsgleichen Überwesen, sondern Menschen die alle einmal sterben müssen, und dass es Kriege gibt, die das menschenunwürdigste aus uns Menschen herausholt.

Heuchlerischer Protest ist nicht angebracht. Niemand wird gezwungen sich diese Seite anzsehen, sie existiert wohl schon solange es das Internet gibt. Wenn man sich diese Seite aber ansieht, dann mit dem nötigen Respekt den Toten gegenüber, es ist nichts anderes wie die hochgelobte zur Schau Stellung von Leichen eines gewissen Herrn Hagen, der dies als Kunst auslegt. Die Frage sollte sich immer stellen, wie wird damit die Würde des Verstorbenen gewahrt. Ich denke diese wird mehr durch das zeigen der Wahrheit gewahrt als durch künstlerisches ausnehmen und kunstvollen hindrapierens.
DarkangelHm kannst mir den Link mal als PM schicken O_o
Cold Rain[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Der Mensch ist abgestumpft, er will das Leid nicht sehen. Er will den Tod verdrängen. Es ist also verwerflich Tote zu zeigen. Man regt sich darüber auf, es ist heut zu Tage auch nicht mehr üblich, dass wir unsere Toten aufbahren um Abschied zu nehmen.
[/B][/QUOTE]

Also, ich sehe da einen kleinen Unterschied zwischen dem Zeigen von gequälten und verstümmelten Körpern in aller Öffentlichkeit (da könnten auch Kinder drüber stolpern, oder?) und dem Aufbahren eines Toten vor der Beerdigung. Und das ist zumindest hier immer noch üblich, dass die Leichen in der Leichenhalle bis zur Beerdigung im geöffneten Sarg liegen, damit ihre Verwandten, Freunde usw. Abschied nehmen können.
Das der Tod nicht besonders salonfähig ist, ist eine andere Geschichte. Ja, es stimmt, die Gesellschaft schließt ihn aus, die Menschen wollen nicht wahr haben, dass er zum Leben gehört und sie alle endlich sind. Das der Tod natürlich ist.
Aber der gewaltsame und brutale Tod ist NICHT natürlich. Es gibt Kriege und Verbrechen, die unmenschlich zugerichtete Opfer zurücklassen. Aber daran muss man sich ja nicht aufgeilen. Und mit "Information" hat das auch nichts zu tun.

Ich halte garnichts von diesen Bildern, die von dir angesprochene "Kunst"ausstellung von von Hagen empfinde ich ebenfalls als geschmacklos, sinnlos und krank.
Ich kann auch beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum man sich sowas reinzieht, zumal, wenn man weiß, das es echt ist. Obwohl auch Metzel-Filme irgendwo schon hirnverbrannt sind.
Auf was für einem Weg ist denn bitte unsere Gesellschaft?
TrauerwesenWenn es um die HP geht, die, wie schon gesagt, solange existiert, wie das Internet existiert....nunja, ich denke, sowas ist in erster Linie auf die Sensationsgeilheit von Menschen zurückzuführen.

Was den Vergleich mit den aufgebahrten Leichen von more angeht, so denke ich, gibt es dort einen Personenbezug. Man ist dort eventuell emotional zu schwach, und ich bezweifele, dass viele Menschen ihre verstümmelten Angehörige auf dieser Homepage betrachten wollen. Der Bezug ist eben anders, während der Rest in der Anonymität aufgeht und eigentlich nur ekelige Dinge darstellen, die ja wiederum so cool sind und einen als jemand harten Brocken abstempeln. Schaut Euch Horrorfilme an, Splatter ist mehr angesagt als eh und je, während es früher mehr Gruselfilme gab. Mehr Blut, mehr Ekel, das wollen komischerweise immer die gleichen Leute sehen.

Ebenso die schon etwas ältere Reihe "Gesichter des Todes".

Ich weiss nicht, ob Menschen so versuchen, den Tod zu verdrängen, indem sie so etwas als toll befinden, da gibt es sicherlich bessere Methoden, sich damit auseinanderzusetzen.
ich weiss beispielsweise von meiner krebskranken Mutter, dass sie damals gerne Stephen King u.ä. gelesen/gesehen hat, seit ihrer Erkrankung ist das erheblich anders geworden. Sie respektiert das Leben nun ein wenig anders. Aber in einer schnellebigen Spassgesellschaft wie heute scheint es, als ob so etwas dazugehört. Irgendwo ist es schon Auseinandersetzung mit dem Tod, auf der anderen Seite doch ein wenig lebensverachtend....denn wie gesagt, die person hinter dem Corpus scheint wie ausgeblendet.

Und zu dem von hagen, ich denke auch dort ist die Sensationslust sehr stark, was die Besucher seiner Ausstellung angeht, u.a. durch den Medienrummel ("das muss man gesehen haben, weils in aller Munde ist"). ich selber habe es mir auch mal mit der Schule damals angeschaut, wir mussten nicht, zu dem zeitpunkt wollte ich noch Medizin studieren und dementsprechend wirklich demzufolge interessant. Ich glaube jedoch, dass wissenschaftliches Interesse bei so etwas doch eher kleiner ausfällt.
ConstanzeIch bin auch der Meinung, dass es Unterschiede gibt zwischen dem Aufbahren von Menschen vor ihrer Beerdigung, Fotos von Unfall- oder Kriegsopfern und von Hagens Ausstellung.
Über das erste muss man denke ich nicht reden, das hat ja nun wirklich nichts mit Abartigkeit, sondern einem würdevollen Abschied nehmen zu tun. Das zweite muss man meiner Meinung schon kritischer sehen, aber nicht wegen der Inhalte selbst, sondern wegen der Reaktion und den Beweggründen der Menschen. Es gibt viele solcher Seiten im Internet, es gibt Filme, Fotos, was man nur will, man muss ise nur suchen. Und sicher gibt es genug Leute, die sich diese Fotos angucken, und zutiefst bestürzt sind, selber abgeschreckt davon sind, wie grausam Menschen sein können. Dazu zählen einmal Videos und Fotos, wo wirklich Leute gefoltert werden und wo auch die Akteure Menschenverachtend handeln(so bekam ich einmal ein Video zugeschickt, in dem jemandem die Haut abgezogen wurde und regelrecht "gepellt" wurde. Ich habe es nach maximal 20 sek. ausgemacht und es sofort gelöscht) aber es gibt genauso gut Fotos und Videos, die einfach die nackte Wahrheit zeigen, nur eben schonungsloser, als es die Tagesschau tut. Und das sind doch auch Bilder, die uns die Augen öffnen, die jedem noch so begeisterten Kriegsfanatiker die rosarote Brille von der Nase reissen!
Durch Zufall stieß ich im Internet mal auf eine Website, die sich ausschließlich mit Stalingrad befasste. Dabei waren auch viele Bilder, seperat, fast wie eine Galerie, obwohl es mir irgendwie widerstrebt, dieses Wort dafür zu gebrauchen. Die ganze Seite war nicht sensationsheischerisch aufgemacht, sondern extrem zurückhaltend, bedrückend und wollte eben das machen, was ich oben erwähnte: Die Augen öffnen, den Menschen zeigen, was passiert ist, die Zustände zeigen, die grausamen Verletzungen, die ein Krieg hervorzubringen im Stande ist. Und ich habe mir diese Bilder nicht aus Sensationslust angeschaut.
Ich habe davor gesessen und geweint.

Leider gibt es genug Menschen, die sich Bilder von Leid, Qual und Krieg aus Unterhaltungsgründen, zur Belustigung oder zur Ergötzung ansehen, und diese finde ich ebenso anartig wie jene, die dieses Leid verursacht haben. Ich kenne die Seite, von der ihr redet nicht, doch haben ich zum beispiel teils massive Probleme, mir Bilder von Rotten anzusehen oder den bereits oben erwähnten Film.
Und ich weiss auch nicht, wie jemand, der in Besitz eines gesunden Menschenverstandes ist, sich so etwas angucken kann und dabei kein Gefühl von Ekel, Abneigung und Hass gegen die Täter und Betroffenheit und Schmerz für die Opfer und alle anderen ungenannten vergessenen Opfer und den Familien fühlen kann.

so, nun zu Herrn von Hagen:
Als ich von dieser Ausstellung erfuhr(schon länger her) war ich zwar interessiert, habe das ganze aber auch mit einer gewissen Distanz und mit Zweifeln beobachtet. Aber von Hagen betonte immer und immer wieder, dass er das ganze aus reinem medizinischen Interesse macht, das er auch Nicht-Medizinern die Geheimnisse des Körpers zeigen möchte und jedem eine Möglichkeit geben möchte, Dinge zu sehen, die jeder in sich trägt und die man doch nie zu Gesicht bekommen wird.
So war ich davon überzeugt, dass man guten Gewissens in diese Ausstellung gehen kann. Und sicher war es eine lehrreiche Erfahrung, und sicher hat er das geschafft, was er Anfangs behauptete.
Doch einige Zeit danach kam die Ausstellung wieder ins Gerede. Es ging darum, dass viele der ausgestellten Leichen eben nicht von freiwilligen Spendern breitgestellt wurden, sondern dass es Gefangene aus Russland und anderen östlichen Ländern waren, die nach ihren Tod von von Hagen regelrecht "aufgekauft" wurden.
Ausserdem äusserte zu dieser Zeit von Hagen, der natürlich alle Vorwürfe dementierte, dass ihm das präparieren von Leichen Spass mache und das es in erster Linie nicht der Wissenschaft dienen sollte, sondern es lediglich ein Hobby von ihm darstelle.
Und diese Einstellung ist meiner Meinung nach abartig! Selbst wenn die Leichen wirklich von Freiwilligen stammen, so ist es dennoch höchst verwerflich, sie im Glauben sterben zu lassen, sie werden für ernsthafte Forschung und Aufklärung benötigt und hinterher stellt sich dann heraus, dass er nur einen günstigen Weg sucht, sein abartiges Hobby zu finanzieren.

Man muss alle Sachen differenziert betrachten und grade bei dem Beispiel mit der Internet-Seite kann man extrem zwiegespalten argumentieren.

Soviel dazu
Das Stanzerl
Cold RainNachtrag an medizinisch Interesierte:
Besucht doch ein anatomisches Museum, da könnt ihr euch präparierte Leichen ansehen ohne Sensationsgeilheit.. die sind dann nicht beim Schachspielen wie bei von Hagen, sondern hocken still in ihren Glaskästen.
Das Museum, was ich kenne (Marburg) ist aus dem Mittelalter und diente damals der medizinischen Fakultät der Uni (ob es das heute noch tut weiß ich nicht, vermutlich schon).
Heftig is das trotzdem, wir waren mal mit der Schule da.
TrauerwesenCold Rain:

Ja tut mir Leid, die Schule hatte halt einen Ausflug dorthin gemacht. Generell bin ich mittlerweile der Ansicht, dass Medizinstudenten wohl noch bessere Präparate haben, die haben die Leichen dann nämlich vor sich auf dem Tisch liegen, recht unbehandelt.
Ich verurteile auch niemanden, der da ebenso aus wissenschaftlichem Interesse hingeht, das Problem ist nur, dass der von hagens da dann trotzdem Geld mit macht und unterstützt wird.
Cold RainTrauerwesen:
Das braucht dir doch nicht leid zu tun, so wars nicht gemeint :cool:
Das mit dem anatomischen Museum is mir nur noch eingefallen, für die Leute die es wirklich interesiert isses eben ne Alternative. Darüberhinaus muss das jeder selbst wissen, ich verurteile niemanden, der sich das anguckt. Eher den "Künstler" der Aktion.
Meine Schule wollte auch einen Ausflug dahin machen.. ich wäre, wenn es geklappt hätte, nicht mitgegangen... mir wird schlecht, wenn ich sowas sehe, fern ab davon, ob ich es gut finde oder verwerflich
Jensemann@ Constanze & Rest
Vielleicht ist es ratsam den Namen dieser Site nicht unbedingt zu nennen und ihr somit ungewollten Zulauf zu verschaffen. Immerhin ist sie in den letzten Jahren bzgl. der Popularität ziemlich ins Unbedeutende geraten. Währe schade wenn das wieder anders wird ;) .

VG
darkEMYRrichtig
nicht noch aufmerksamkeit verschaffen

is ja wie mit rotten, irgendwie guckts sich jeder mal an aber heißt es auch nicht gut
im film finde ich vieles auch nicht wirklich schlimm, obwohl ich dein beispiel auch ablehnen bzw. nicht ansehen würde

wir haben die diskussion immer mit musik (eisregen und so)
PuerNoctisIch werde den Namen auf jeden Fall NICHT veröffentlichen. Wenn ihn jemand privat erfahren möchte, mir recht, bleibt jedem selbst überlassen, aber empfehlen würde ich es keinem.
darkEMYRhört sich wie rotten an
ein bekannter hatte mal ein enthauptungsvideo auf dem handy, und hat mir das gezeigt..war echt eklig,beim "finale" hab ich weggeguckt
also grundsätzlich nicht supporten so`n scheiß
moreIch fände es auch nicht gut, die Seite hier im Netz zu linken, wer wirklich drauf will findet es auch so heraus.
Wie ich ja schon schrieb, man sollte dem Toten gegenüber Respekt zollen, da er sich gegen seine zur Schau Stellung nicht wehren kann und andere nun darüber bestimmen ob seine zur Schau stellung rechtens ist oder nicht.
Jedoch scheint man bei der angesprochenen Seite sehr zwiespältige Meinungen zu haben, sonst würde sie nicht für jedermann zugänglich sein. Die Frage lautet doch, wo ist die Grenze und wo nicht. In dem Falle, so ist meine Vermutung liegt die Verantwortung beim Betrachter die Würde zu wahren. Denn nur das Foto entwürdigt den toten Menschen nicht. Eine Bildunterschrift die zur allgemeinen Belustigung dient würde das tun.

Dazu muss ich sagen, dass ich seit Jahren nicht mehr auf besagter Seite war, und auch nicht vorhabe sie anzuklicken, was ich damals sah hat mir gereicht. Mittlerweile kann das anders sein, andere Aufmachung der Seite ect. Sollte sich das alles geändert und zum Negativen hin gewandelt haben, so verzeih man mir ersteren Kommentar.

Nur kurz zu "Onkel-Hagen". Jeglichen Respekt vor seinem Schaffen habe ich in dem Augenblick verloren, als er gewisse Körperteilen von männlichen Leichen austauschen lies, weil ihm wohl die Proportionen zu "klein" erschienen. Ein Bericht damals aus dem Spiegel.
Constanze@ Jensemann:
Die hier angesprochene Seite ist nicht die, die von mir genannt wurde. Ich habe den Namen auch nur genannt, weil ich eigentlich der Meinung war, dass die meisten diese Seite kennen und sie für mich so DIE Ekelseite überhaupt ist, also sie steht für mich als ein Synonym für alle andren derartigen Seiten. Zu der Seite, von der dieses Zitat ist: Ich kannte die Seite nicht, aber es war sehr einfach, die adresse herauszufinden, hab ich nämlich mal aus Spass gemacht. Zur Beruhigung: Ich habe den Link rausgefunden und sobald ich den anfangs zitierten Text sah, habe ich das Fenster auch wieder geschlossen ,weil das Sachen sind, die ich nicht unbedingt sehen will, vor allem weil die Betreiber dieser Seite ganz sicher keine aufklärerischen Ziele verfolgen(wie bei der Stalingrad-Seite, die ich in meinem ersten Post erwähnte) und ich solche Personen ganz sicher nicht unterstützen will.
Gehöre übrigens nicht zu den Leuten, denen bei Anblicken dieser Art schlecht wird und ich sie mir nur deshalb nicht angucke, sondern es hat wirklich was mit meiner Einstellung zu tun.
Wollte ganz sicher nicht diese Seiten supporten oder die Adressen verbreiten, sorry, war eben davon überzeugt, dass Rotten sowiso allgemein bekannt ist, zumindest vom hörensagen.

Grüsse
Das Stanzerl
JensemannDu hast recht, allein anahnd des Zitates sollte es kein Problem sein die Site zu finden. Überhaupt, wer heutzutage etwas finden will der kann es ohne jegliche Probleme, leider. Das bringt uns wieder zum Thema der Internetpolizei und der Eigenverantwortung von Providern usw.
Rotten finde ich eigentlich nicht unbedingt "harmloser" nur weil sie bekannter sind. Alles die selbe Kerbe. G.d.T. und F.o.D. Videos kann man heutzutage via Ebay oder sogar Amazon ordern, Perversität wird Alltag, supi! Hoffentlich gibt es noch genug Leute die nicht über ein so niedriges Abstumpfungsniveau verfügen.

VG
TrauerwesenIch glaube, der Mensch wird immer extremer in mancher Hinsicht.

Gerade in der sensationsgeilheit.

Galt die 100.000 Mark Show damals als extrem und bahnbrechend, gibt es heutzutage Sendungen, wo Menschen extrem beansprucht werden, was wirklich an geschmacklosigkeit grenzt (siehe auch diese Djungel-Show). Sobald eine Grenze angenähert wurde, geht die Grenze wieder weiter nach oben und alles wird Normalität.
Extremer, besonderer, sensationeller.

Da macht die Wirtschaft dann auch mit. Wieso viele das als cool betrachten, weiss ich nicht. "Hart" und sowas scheint ja eh angesagt zu sein...
Constanze[QUOTE]Rotten finde ich eigentlich nicht unbedingt "harmloser" nur weil sie bekannter sind[/QUOTE]

kam das so rüber? Ich wollte Rotten auf keinen Fall verharmlosen, sie ist eben nur bekannter, aber um keinen Deut besser. Hab die andere Seite zwar nicht gesehen, weiss aber nicht, ob man bei sowas noch von besser oder schlechter reden kann, is alles irgendwie jenseits aller Grenzen des Geschmacks, der Menschlichkeit und des gesunden Menschenverstandes.
JensemannConstanze:
[QUOTE]kam das so rüber? Ich wollte Rotten auf keinen Fall verharmlosen, sie ist eben nur bekannter, aber um keinen Deut besser. Hab die andere Seite zwar nicht gesehen, weiss aber nicht, ob man bei sowas noch von besser oder schlechter reden kann, is alles irgendwie jenseits aller Grenzen des Geschmacks, der Menschlichkeit und des gesunden Menschenverstandes.[/QUOTE]

Dem ist nichts hinzuzufügen außer Zustimmung.
PuerNoctisIch habe bemerkt das öfter die Arbeiten des Herrn von Hagen hier auf dem Diskussionsplan standen. Ich habe seine Werke zwar noch nie selber gesehen. Ich persönlich finde seine "Kunst" nicht unbedingt verwerflich wenn eine Person seinen Körper zu solchen Zwecken bereitgestellt hat. Wenn ich sagen würde es ist in Ordnung dass ich nach meinen Ableben in so einem Kontext zur Schau gestellt werde, denke ich ist der Respekt vor den Toden gewahrt. In solchen Fällen

[QUOTE]Es ging darum, dass viele der ausgestellten Leichen eben nicht von freiwilligen Spendern breitgestellt wurden, sondern dass es Gefangene aus Russland und anderen östlichen Ländern waren, die nach ihren Tod von von Hagen regelrecht "aufgekauft" wurden.[/QUOTE]

finde ich es auf keinen Fall so. Bei der Stalingrad-Seite

[QUOTE]Die ganze Seite war nicht sensationsheischerisch aufgemacht, sondern extrem zurückhaltend, bedrückend und wollte eben das machen, was ich oben erwähnte: Die Augen öffnen, den Menschen zeigen, was passiert ist, die Zustände zeigen, die grausamen Verletzungen, die ein Krieg hervorzubringen im Stande ist.[/QUOTE]

finde ich es auch nicht unbedingt respektlos. Klar, es ist zwar schockierend, aber hier ist der Sinn dahinter die grausamkeit von Kriegen zu zeigen und abzuschrecken. Bei Rotten oder der anderen besagten Seite geht es doch um Gewaltverherrlichung, und das ist das Schlimme.
ConstanzeIch habe diese Seite über Stalingrad doch gar nicht verurteilt!?
Ich wollte eben auf diesen Unterschied hinaus, dass Bilder von Toten mit durchaus verschiedenen Intentionen ins Internet gestellt werden, und die Motive des Stalingrad-Seiten-Betreibers find ich nicht verurteilenswert, eben weil er damit nicht die Toten zur Schau stellen will oder sich Leute an diesem Ekel aufgeilen lassen will, er will lediglich aufklären und zeigen, wie schlimm dieser Krieg wirklich war und wie schlimm eigentlich alle Kriege sind.
Und wie gesagt, bei Rotten und Co. geht es um Gewaltverherrlichung und absolut keinen Respekt vor Toten. Und da liegt doch der gravierende Unterschied.
PuerNoctis[QUOTE]Ich habe diese Seite über Stalingrad doch gar nicht verurteilt!?
Ich wollte eben auf diesen Unterschied hinaus, dass Bilder von Toten mit durchaus verschiedenen Intentionen ins Internet gestellt werden, und die Motive des Stalingrad-Seiten-Betreibers find ich nicht verurteilenswert, eben weil er damit nicht die Toten zur Schau stellen will oder sich Leute an diesem Ekel aufgeilen lassen will, er will lediglich aufklären und zeigen, wie schlimm dieser Krieg wirklich war und wie schlimm eigentlich alle Kriege sind.[/QUOTE]

Tud mir Leid, ich habe mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Grundsätzlich sehe ich es genauso wie du. Sorry...
Cold Rain[QUOTE]finde ich es auch nicht unbedingt respektlos. Klar, es ist zwar schockierend, aber hier ist der Sinn dahinter die grausamkeit von Kriegen zu zeigen und abzuschrecken. Bei Rotten oder der anderen besagten Seite geht es doch um Gewaltverherrlichung, und das ist das Schlimme.[/QUOTE]

Sicher, dass es um Abschreckung geht? Und das das so funktioniert? Mal im Ernst, du schaust dir doch nicht die Bilder an und denkst dann, scheiße, Krieg ist ja echt brutal,hätt ich nicht gedacht.
Für das Bewusstsein, das Gewalt und Krieg verabscheuungswürdig ist, braucht es nicht solche Seiten, oder?
Und selbst wenn das das eigentliche ziel dieser Page wäre, ist es ein unterschied zwischen dem, wie es gemeint ist und dem, wie es ankommt. Und ankommen wird die Seite hauptsächlich bei Leuten, die sich an solchen Sachen aufgeilen. Denke ich mal.
instantoneinerseits wird gesagt: <>

das stimmt. der mensch ist so mit hunderttausend anderen dingen beschäftigt, so auf dich und sein leben fixiert, dass er die schattenseiten des daseins, wenn man sie so bezeichnen will (werden sie doch großteils als schattenseiten wahrgenommen) nciht wahrhaben will und verdrängt.

Aber hier geht es um ermordete menschen, die als bild zur schau gestellt werden. << dass es Kriege gibt, die das menschenunwürdigste aus uns Menschen herausholt >>. Dieser tod durch mord (insbesondere krieg) ist nicht natürlich. Da muss man sich fragen was dahinter liegt. Welche offenbare „Abart“ des menschen, ihn dazu bringt, die eigene spezies intentional (beabsichtigt, mit dem ziel des mordens) umzubringen. Was im menschen bringt ihn dazu SO etwas durchzuführen? Man kann das auch auf die einbettung in die gesellschaft zurückführen, das ist die frage: kommt diese abartigkeit von sozialen faktoren oder ist sie im menschen grundgelegt?

Diese gewalt am menschen ist doch die realität mit der wir konfrontiert werden. Menschen ermorden menschen. Es ist so, wir erfahren es so.
Gewalt ist der Norm nach verabscheungswürdig. Aber kann man sie denn abstellen? Kann man sie ausschalten?

Zu den bildern auf der HP des besagten typen: ich glaub wir sind was solche bilder betrifft von zeitungen usw. schon abgehärtet. Ich halt das von der rechtfertigung her auch nicht für haltbar. Ich denk nicht, dass das einem die aufarbeitung des todes erleichtert, es schockiert bloß. Dennoch gibt so was zu denken... dass der mensch so etwas als skandalös und widerwärtig empfindet... (irgendwie kommt mir hier freud in den sinn....)
Efna[QUOTE][i]Original geschrieben von PuerNoctis [/i]
[B][I]TEXTAUSZUG:

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher!

Die hier veröffentlichten Inhalte zeigen Leichen und Schwerstverletzte aus Katastrophen, Kriegen, Unfällen und vielen anderen Bereichen. Hinrichtungen, Erschiessungen und Attentate sind hier unzensiert zu sehen.

[...]

Für jegliche Schäden durch Benutzung dieser Seite wird keine Haftung übernommen. Seien Sie gewarnt das ein Betreten dieser Seite ernsthafte psychische Schäden verursachen kann!

AUSZUGENDE[/I]

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Dieser Text stammt von eine Webseite die ein gesunder Menschenverstand als abartig, Menschenwürden-verletzend, unmoralisch oder widerwärtig deklarieren würde. Und es gibt Menschen die nennen so etwas mediale Unterhaltung...

BITTE?!?! Ok, es mag jedem freistehen sich an etwas ekelhaftem zu ergötzen, aber das Leid, den Schmerz oder das Schicksal das andere Menschen erreicht, öffentlich zu machen und in eine Form des Zeitvertreibs zu machen ist widerlich und infantil.

"Can you handle life?" steht als rhetorische Frage in der Überschrift. Das Leben zu verarbeiten liegt für mich auf jeden Fall nicht in der Fähigkeit sich in martialischer Umgebung zu ertränken.

Ein anderes Beispiel: Es gibt tatsächlich einen Film (habe ihn weder gesehen noch kenne ich seinen Titel, mein Bruder erzählte aber davon) in dem eine Frau tagelang auf bestialische Weise gequält wird, jedoch nie tödlich. Der Versuch bestand darin zu ermitteln, wann der Menschliche Körper aufgrund von Schmerz und Leid seine Funktion einstellt. Zum Glück ist dieser Film bloß gespielt (aber deshalb nicht gerechtfertigter). Die Regissuere wollten wissen wie weit man beim drehen von Filmen gehen kann.

Dabei verbietet das StGB (§131) solche Inhalte und trotzdem werden solche Medien in Deutschland vertrieben und konsumiert. Wie Abartig kann ein Mensch nur werden? Ist es wirklich nur Unterhaltung oder steckt für manche Psychische Abhärtung dahinter?

Mich würde brennend interessieren wie Ihr zu Menschen die so etwas mögen oder zu solchen Inhalten steht. Oder falls einer von Euch zu dieser Gruppe Leute gehört wie Ihr so etwas moralisch rechtfertigt.

Freue mich schon auf Eure Antworten... [/B][/QUOTE]

Ich denke dieses Verhaltensweise ist eigentlich Menschlich wenn man dieses Wort wörtlich nimmt. Im alten Rom haben in den Arenen der grlösste Teil des Volkes dabei zugesehen wie sich Menschen gegenseitig töteten oder wie Kinder Frauen und Männer von Löwen zerfleischt wurden sind. Es waren keine kranken Psychos die da gejubelt haben. Ebenso im Zeitalter der Hexenverbrennung da stand meistens ein jubeltes Volk neben der vermeitlichen Hexe die bei lebendigen Leibe verbrannt wurden. Vieleicht liegt es ja in der menschlichen Natur.
Heathcliff-WHIch persönlich bin ein sehr friedliebender Mensch, gehe körperlicher Gewalt aus dem Weg sei sie zum Spaß oder Ernst, trotzdem muss ich zugeben, dass ich ein Fan von Splatterfilmen bin und dass auch die im ersten Post angesprochenen Inhalte mein Interesse geweckt haben. Woher kommt das? Meiner Meinung nach, ist es das Bedürfnis nach Verbotenem, Unbekanntem also eine gewisse Neugier zu stillen im Zusammenspiel mit einer psychischen Abhärtung oder geistigen Verrohung.

Hinzu kommt was im folgenden Post angesprochen wird, die geistige Verarbeitung solcher Inhalte. Vielleicht können bestimmte Leute (mich eingeschlossen) solche Dinge nicht richtig verarbeiten und schauen sie sich deswegen an um sie irgendwie zu begreifen um danach Gefallen oder Abscheu daran zu finden.
rainravenIch will sowas nicht sehen. Mich nehmen schon Bilder von Konzentrationslagern oder Kriegsverbrechen, wie man sie in manchen dokumentarischen Ausstellungen oder eben historischen Kriegsschauplätzen wie in den Lagern selbst oder in der NS-Ausstellung sehen kann, ziemlich mit. Als angehende Biologin habe ich einmal aus Neugier eine Gerichtsmedizin-Vorlesung besucht, weil mir eine Freundin versicherte, da würden nur Bilder gezeigt, keine echten Leichen. Als es aber dann unerwarteterweise doch so kam, ergriff mich Panik und ich wäre am liebsten aus dem Saal gerannt, weil ich nicht wußte, wie ich das verkraften würde.

Es ging so. Ich empfand nur Traurigkeit und Mitleid, vor allem, weil einer der Körper der eines jungen Mädchens war, daß einen Fahradunfall mit enem Lastwagen gehabt hatte, und ich mich selbst dort liegen sah, Anfang Zwanzig, rotes Haar, Piercings, Lederbänder am Arm. Ich stellte mir vor, wie meine Freunde trauern würden, wenn ich es wäre. Und ich schob das Rad nach Hause, weil ich mich nicht mehr fahren traute.
In der Vorlesung wurden auch Dias gezeigt von Verbrechensopfern oder Unfällen, und bei den besonders schlimmen kündigte die Dozentin vorher an, was käme, damit man wegsehen konnte. Dinge wie die Reste von Flugzeugabsturzopfern oder jemand, der von einer Bahn zweigeteilt wurde, wollte ich wirklich nicht sehen.

Später habe ich auch die Körperwelten-Ausstellung in Berlin besucht, aus wisenschaftlichem Interesse und um mir ein eigenes Bild davon machen zu können, aber sie ließ mich mit kritischer Betrachtung zurück. Es war mir schwer vorstellbar, daß die Exponate mal lebendige Menschen waren, vor allem fragte ich mich bei der Betrachtung z.B. einer toten Schwangeren, ob die wohl freiwillig gestorben waren und woran, denn gerade sie sah so unversehrt aus (oder war das die mit der Raucherlunge? Ich weiß nicht mehr ). Und ob man die Personen wirklich so episch hindrapieren mußte, das fragte ich mich auch.
Ich verließ die Ausstellung mit gemischten Gefühlen und hinterließ auch einen Kommentar im Gästebuch, der Fragen aufwarf.

Doch ich denke nun, ich habe für mein Leben genug Leichen gesehen und muß das nicht noch absichtlich tun. Wenn man älter wird und selbst geliebte Menschen zu Grabe begleiten muß oder durch Unfälle verliert, wünscht man sich, nicht soviel vom Tod gesehen zu haben.
Und Respekt besteht für mich auch gerade darin, daß man bei fremden Toten auch eben NICHT sensationsgeil hinsieht, wenn man mit ihnen nicht direkt zu tun hat (etwa als Katastrophenhelfer oder jemand, der jemanden identifizieren muß oder so.). Ich finde das zu privat. Die aufgebahrte Großmutter meines Freundes wollte ich beim Begräbnis auch nicht sehen, das erschien mir unangemessen, da ich sie kaum kannte.

Ich weiß, daß in uns ein Zwang herrscht, hinzusehen, wenn eine Katastrophe oder ein Unfall oder etwas, das mit Opfern verbunden ist, geschehen ist, weil wir so das Geschehene verarbeiten wollen. Dennoch kann man sich beherrschen und sich davon abwenden, wenn es nicht der Sache zuträglich ist, daß man das Geschehene sieht. Zumal es vielleicht für die eigene Psyche auch besser so ist.

Jemand, der Internetseiten mit so einem Inhalt als Unterhaltung anbietet, ist entweder wirklich krank im Kopf oder er hat selbst ein Problem damit, Derartiges zu verarbeiten und muß es deshalb aauch Anderen präsentieren, um sich damit auseinanderzusetzen. Das Problem ist nur, daß man auch unvorbereitet und unabsichtlich darauf stoßen kann und dann vielleicht psychischen Schanden davon nehmen kann. :(
nicsdanicht die gesellschaft, ich.
nicht die gesellschaft, du.
nicht die abartigkeit, ich.

die abartigkeit würde ich einfach als perfide projektion betrachten. die abartigkeit ist in einem selbst, oder sie ist es nicht. websites sind doch nur subtile trigger, mehr nicht. man lässt sich eben triggern oder nicht. die komplexität der gesellschaft machts, nicht die abartigkeit. ich kann mich doch von allem triggern alles, denn alles ist im netz vorhanden... wie das a so auch das b. ich betrachte das als nicht so schlimm. denn, fanta. spass ist was ihr draus macht. horror ist was ihr draus macht. ekel ist was ihr draus macht. was ich draus mache? keine ahnung. aber sicher lasse ich nicht die gesellschaft für mich determinieren.
AzaWen die Seite interessiert, der sollte nach den Slogan in einer Internetsuchmaschine eingeben.. (Can you handle life)

Die Bilder, die gezeigt werden, regen mich nicht gerade an. Genausowenig kann ich mich daran ergötzen oder was den Betrachtern solcher Seiten sonst noch vorgeworfen wird.
Viele Photos finde ich "abstoßend" und sicherlich auch ekelerregend.
Für Interessierte ists aber ne gute Möglichkeit sich objective Berichte (Bildberichte) anzuschauen. Auf allen gängigen Sendern wird doch jeder Bericht geschönt, Körperteile zensiert und Wunden kaschiert, damit dem Zuschauer mit seinen Bratkartoffeln und der Flasche Bier nicht schlecht wird, und er sich auf das allabendliche Programm freuen kann.

Natürlich muss man sich nicht täglich mit dem Leid aus aller Welt auseinandersetzen, aber wirklich abartig finde ich es, alles zu ignorieren.
d6-matches[QUOTE]Mich würde brennend interessieren wie Ihr zu Menschen die so etwas mögen oder zu solchen Inhalten steht. Oder falls einer von Euch zu dieser Gruppe Leute gehört wie Ihr so etwas moralisch rechtfertigt.[/QUOTE]

In meinem Bekanntenkreis kennt fast jeder (mich eingeschlossen) ein oder mehrere solcher Videos, bestimmt mögen manche das Zeug auch aber mir persönlich ist das ziemlich egal ob jemand sich das reinzieht. Ich will ja auch nicht als gestört gelten weil ich Gewaltspiele und -filme habe.

[QUOTE]wir haben die diskussion immer mit musik (eisregen und so)[/QUOTE]

Naja Eisregen hör ich selber, aber ich glaub Musik ist ein anderes Thema, viele Leute hören auch rechtsextreme Bands wegen der Melodie obwohl sie keine Nazis sind. Eisregen und andere machen meiner Meinung nach gute Musik, die Texte sind immer geil als Zitat irgendwo :D, gefällt mir auch besser als Texte wie "I'm a big big girl in a big big world ..."

Also im Prinzip will ich damit sagen, dass ich mich oft Gewaltdarstellungen konfrontiere, nur zur Unterhaltung, aber so Snuffvideos und das ganze Zeug ist eben nicht aus Provokation gemacht oder ironisch gemeint, das ist krank und nicht mein Fall. Wenn jetzt aber jemand anderes die gerne anguckt soll er doch wenn es ihm Spaß macht.

Ich hoffe ich hab das Niveau nicht zu derb runtergezogen mit dem Beitrag, bin immer bisschen stoned um die Uhrzeit ;)

mfg
D6
Cold Rain[QUOTE]Für Interessierte ists aber ne gute Möglichkeit sich objective Berichte (Bildberichte) anzuschauen. Auf allen gängigen Sendern wird doch jeder Bericht geschönt, Körperteile zensiert und Wunden kaschiert, damit dem Zuschauer mit seinen Bratkartoffeln und der Flasche Bier nicht schlecht wird, und er sich auf das allabendliche Programm freuen kann.[/QUOTE]

Vielleicht verkraftet es einfach nicht jeder, wenn man ihm unvorbereitet solche durch Gewalt zerstörte menschliche Körper zeigt? Mir wird auch schlecht, wenn ich so was sehe und bin wirklich froh drum, dass es einem nicht in jeder Tagesschau entgegenspringt.
Und was hat man davon, wenn man mal genau gesehen hat, wie z.B. ein granatenzerfetzter Körper aussieht.. oder eine verbrannte Leiche.. oder..?
Das hält einen Mörder in spe nicht davon ab, es zu tun, dem Opfer hilft es nicht mehr und dir als neutraler Zugucker auch nicht. Davon wird die Welt nicht besser.
Und man kann auch ohne detailierte Leichen-Kenntnisse was gegen das Elend der Welt tun. Es reicht doch zu wissen, dass irgendwo Menschen brutal umgebracht werden und elendig verrecken. Wie das genau aussieht... unwichtig.

[QUOTE][i]Original geschrieben von d6-matches [/i]
In meinem Bekanntenkreis kennt fast jeder (mich eingeschlossen) ein oder mehrere solcher Videos, bestimmt mögen manche das Zeug auch aber mir persönlich ist das ziemlich egal ob jemand sich das reinzieht. Ich will ja auch nicht als gestört gelten weil ich Gewaltspiele und -filme habe.[/QUOTE]

Super, egal ist natürlich immer ne gute Meinung... manchmal sollte man vielleicht auch Stellung beziehen, denn wir sind die Gesellschaft, wenn also wir uns nicht damit auseinander setzen, wer soll es dann für uns tun?

[QUOTE]Naja Eisregen hör ich selber, aber ich glaub Musik ist ein anderes Thema, viele Leute hören auch rechtsextreme Bands wegen der Melodie obwohl sie keine Nazis sind. Eisregen und andere machen meiner Meinung nach gute Musik, die Texte sind immer geil als Zitat irgendwo :D, gefällt mir auch besser als Texte wie "I'm a big big girl in a big big world ..."
[/QUOTE]

Musik ist ein Teil der (politischen) Einstellung. Und wer Nazi-Musik hört, nur weil "sich die Musik so schön anhört" und es dafür in Kauf nehmen, hetzende, gewaltverherrlichende Texte mitzuhören, der zählt zu der Gruppe von Menschen ohne Rückgrat, ohne Meinung... Mitläufer. Die Leute, die zum Gelingen von Diktaturen und Unrecht beitragen, eben weil sie nichts sagen, alles egal ist und "das doch gar nciht so gemeint ist".
d6-matches[QUOTE]super, egal ist natürlich immer ne gute Meinung... manchmal sollte man vielleicht auch Stellung beziehen, denn wir sind die Gesellschaft, wenn also wir uns nicht damit auseinander setzen, wer soll es dann für uns tun?[/QUOTE]


Tut mir Leid, ich weiß echt nicht warum ich jemanden als gut oder schlecht betrachten soll nur weil er solche Filme gern sieht. Magst du manche Leute nicht weil sie auf Schnulzenfilmchen stehen ? Ist doch alles eine Form der Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger wie alle Filme.

[QUOTE]Musik ist ein Teil der (politischen) Einstellung. Und wer Nazi-Musik hört, nur weil "sich die Musik so schön anhört" und es dafür in Kauf nehmen, hetzende, gewaltverherrlichende Texte mitzuhören, der zählt zu der Gruppe von Menschen ohne Rückgrat, ohne Meinung... Mitläufer. Die Leute, die zum Gelingen von Diktaturen und Unrecht beitragen, eben weil sie nichts sagen, alles egal ist und "das doch gar nciht so gemeint ist".[/QUOTE]

Das bedeutet ich würde es tolerieren, wenn jemand neben mir eine Frau in tausend Stücke zerreißt, ein Meer von Blut zurücklässt oder seine Mutter mit nem Messer abschlachtet ? Das alles singt Eisregen und noch viel mehr. Ich mag die Musik und ich mag die Texte und trotzdem bin ich keiner, der daneben steht wenn jemand abgeschlachtet wird und nichts tut.

Es kommt drauf an wie sehr man das Zeug an sich ranlässt, ich z.B. hab einen sehr ironischen und sarkastischen Humor weil ich einfach unterscheide zwischen Worten und Taten. Ich höre auch Burzum, der Typ von denen sitzt im Knast wegen Mord, hat mehrere Kirchen angezündet, hat Kontakte zur rechten und zur satanistischen Szene. Aber beeinflusst das seine Musik ? Definitiv nicht, die dient mehr zum Entspannen.

Das ganze Thema ist eben eine Frage der Sichtweise: Ich sehe in solchen Filmen keine Gefahr, viele Menschen würden den Betreibern gerne den Kopf abschlagen aber ich denk halt: Ist es weg ist gut, ist es da kann man auch nichts machen. Natürlich kann man das nicht auf Politik oder Sonstiges ausweiten, da zählen andere Sachen.

Nochmal Musik: Hör dir mal Burzum an, die machen Musik die dich einschlafen lässt, die die Wut in dir kochen lässt und die dich in echte Angstzustände versetzt. Ich würde nie auf die Idee kommen mir diese Musik entgehen zu lassen, nur weil es um 3 Ecken mit Nazis und Satan zu tun hat.


mfg
D6
Cold Rain@ d6-matches:
Das ist auch eine Frage, wen man unterstützt. Ich persönlich würde keinem geisteskranken Mörder (entschuldige, aber so wirkt er auf mich) mein Geld geben.. was man ja durch den CD-Kauf tut.

Und wegen den Filmen: Du sollst nicht sagen, der Mensch ist gut oder schlecht, du sollst die Sache an sich verurteilen oder gutheißen. Das ist ein Unterschied.
Und ja, Schnulzenfilme sind beschissen. Die Menschen, die es gucken nicht unbedingt. Trotzdem kann man doch sagen, dass man die Filme bescheuter findet?
Ich denke nicht, dass solche Filme, solche Bilder der Unterhaltung dienen wie alle anderen Filme/Bilder. Da muss man doch mal ein bisschen kritisch dran?
Würdest du dann auch Szenen verwenden, wo bei den Dreharbeiten real Menschen ums Leben gekommen sind, nur weils der Unterhaltung dient? (Fällt mir grad ein, hab ich heute morgen in der zeitung gelesen, ebenfalls abartig)

Was ist an solchen Schlachtszenen-Texten toll (Eisregen)? Ich weiß, dass hören viele hier, ich finds trotzdem krank.
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Cold Rain [/i]
[B]Was ist an solchen Schlachtszenen-Texten toll (Eisregen)? Ich weiß, dass hören viele hier, ich finds trotzdem krank. [/B][/QUOTE]

man muss eisregen-texte interpretieren.in den texten findet sich einerseits tiefschwarzer humor, andererseits erhebliche kritik an mensch,gesellschaft und medien
über die texte von eisregen sollte man nachdenken,die sind nämlich echt realistisch (was die singen passiert nun mal leider wirklich!!!)
nicsdawas daran toll ist? schonmal musik als medium der sozialkritik betrachtet? wie auch filme?

ich glaube sowieso, die filme und die musik an sich, sind weitestgehend ungefährlich. die reflektion des betrachters/hörers (und damit seine erziehung, intelligenzquotient/reflektions und abstrahierungsfähigkeit), ist dagegen weit gefährlicher.

wenn ich einen egoshooter spiele und dabei herauskommt: hey, amoklauf ist toll;
oder wenn ich einen egoshooter spiele und dabei herauskommt: egoshooter sind doof, ich spiel lieber hase und igel;
oder wenn ich einen egoshooter spiele und dabei herauskommt: ich bin trotzdem ein normaler mensch mit einem äußerlich normalen gewaltpotential.

ist aus der perspektive des egoshooters das gleiche. ergo ist es nicht der egoshooter, sondern der betrachter/gamer/zuhörer selbst.

(wobei diese darstellung nicht ganz vollständig ist, das gebe ich zu, denn ein musikstück oder ein film könnte zum beispiel auch als unbewusster trigger agieren und dinge auslösen die dieses thema hier sprengen würde)
Cold RainIch wollte keine Diskussion über Eisregen und Konsorten anregen, das gehört hier nicht hin, denke ich.
Konkalit_4Nur wenn ich die Menschen leiden sehe, fitkiv in solchen Filmen, kann ich den unübwerwindbaren Hass und meine Abscheu auf die Menschen allgemein und um mich herum, besänftigen. Es ist quasi so als wenn man ein Ventil ablässt...
fragment[QUOTE][i]Original geschrieben von Konkalit_4 [/i]
[B]Nur wenn ich die Menschen leiden sehe, fitkiv in solchen Filmen, kann ich den unübwerwindbaren Hass und meine Abscheu auf die Menschen allgemein und um mich herum, besänftigen. Es ist quasi so als wenn man ein Ventil ablässt... [/B][/QUOTE]

Hast du schonmal über eine Therapie nachgedacht?
Ich meine das nicht zynisch. Ich glaube halt, dass du so auch nicht glücklich sein kannst. Wenn es mal soweit ist, dass sowas als emotionales Muster gespeichert und automatisiert ist, wird es dir noch schwerer fallen Frust auf eine sanftere Weise zu bewältigen; nicht auszudenken wo das enden könnte.
cravenun, jetzt sieh das doch auch mal aus einer anderen perspektive.

es gibt ebenso menschen, die sich um ihren weltschmerz und anderes zu verarbeiten, selbst verletzen.

sie versuchen durch schmerz den rest um sich herum zu verdrängen, auszuschalten, oder zu überwinden.

ich denke mal. es ist jedem selbst überlassen, wie er mit stress, schmerz, etc. umgeht.

und wenn man sich bei gewaltfilmen entspannen kann, würde ich das zwar als sadistisch bezeichnen, aber solche neigungen gibt es nunmal.

ich persönlich finde es um ein unendliches schlimmer, wenn man um sich abzureagieren, an anderen vergreift und diese zu seinem "ventil" erklärt.

es gibt so viele kranke menschen auf dieser welt, die sich jedoch durch den anblick von fiktiver gewalt unter kontrolle halten können und somit nicht zu einer potentiellen gefahr für unsere gesellschaft werden.

wenn es alles nur stilles verlangen und nicht drang nach echtem blut bleibt, ist das für mich alles noch im rahmen des erträglichen.
Konkalit_4Ich bin mir durchaus bewußt das dieser Hass und diese Neigung so zynisch und verächtlich auf manche Menschen zuzugehen und den Trost und Bestätigung in Gewalt zu suchen, nicht normal ist, es ist mir aber auch gegeben, dadurch wie gesagt ein Ventil zu finden und nicht alles jahrelang in mich hinein zu fressen und irgendwann Amok zu laufen. Natürlich bin ich nicht glücklich aber annähernd 99,999% der Menschheit sind es nicht. Einer von vielen, der eventuell (warscheinlich) auf irgendeine Weise dazu beiträgt das andere Menschen unglücklich sind, und der genau dasselbe durchlebt, der von seiner Umwelt geprägt und geformt wird. Eine Therapie wäre nutzlos, war es schon inder Vergangenheit, der Mensch der mich da therapieren wollte, hatte Hilfe wohlmerklich dringend nötiger als ich :o Es fällt mir leicht höflich und normal mit Leuten umzugehen, allein hier in dem Forum, vielleicht weil ich den Eindruck habe Leuten zu begegnen die ähnlich denken und ähnliche Probleme haben, Wenn ich aber auf der Straße die üblichen Klischees und Kategorien sehe, und Leute die vielleicht die bildzeitung zitieren und sich philosophisch und intelligent vorkommen, krieg ich das Kotzen, die Menchen gehen so unbedacht und teilweise verblödet durchs Leben, das macht mich krank, So ist es nunmal, ich sage nicht das mein Weg der richtige ist, aber welcher weg ist es schon...
Gottes.HandGewalt,Tod und Verstümmelungen bringen Abweschlung in unser Leben.Es interessiert mich nicht solange es nicht mich oder jemandem aus der Familie betrifft,was sollten mich auch andere Menschen interessieren.
PuerNoctis[QUOTE]Anders formuliert, du findest es abartig, unmoralisch und siehst darin eine Verletzung der Menschenwürde.[/QUOTE]

Ja.

[QUOTE]Verbinde dies aber bitte nicht zugleich mit dem gesunden Menschenverstand, damit beraubst du dem ganzen doch einem Diskussionswürdigem Boden und degardierst den Thread zum reinem Pranger.[/QUOTE]

Dieser Satz diente auf keinen Fall dazu jemanden an die Wand zu stellen wenn er solche Inhalte gutheißt - das ist sein gutes Recht. Ich finde nur dass wenn jemand solche Inhalte "schön", "toll" oder "geil" findet es in meinen Augen keine für mich normale Reaktion ist. Falls sich jemand dadurch angegriffen fühlt, entschuldige ich mich vielmalst.

[QUOTE]Es gibt viele Formen der Unterhaltung. Spass, Schadensfreude, Leidenschaft und Faszination... Ich bin mir sicher, solche Bilder, und erst recht mit der vor dir als anstössig formulierten Veröffentlichung, finden auf diese Weise auch ihren Gesprächsstoff. Manche Menschen, die über eine genügend ausgedehnte Bewusstseinsgrenze verfügen, nehmen ebenjene, eigentümliche Schockierung und Verachtung des ganzen gezielt als Essenz zum Gesprächsstoff, zur Weiterverarbeitung, oder eben zum Zeitvertreib. Machst du doch auch, wohl nur noch weniger bewusst. [/QUOTE]

Ich habe dieses Thema als Gesprächsgrundlage hergenommen, das stimmt. Aber ich finde dass man das klar von "regulärem" Zeitvertreib differenzieren müsse. Kinderpornos anzugucken oder über die Schrecklichkeit solcher zu diskutieren, kann man auch nicht unter einen Hut kehren (ich hoffe da stimmst Du mir zu).

[QUOTE]Nicht gerechtfertigt im Bezug auf was?[/QUOTE]

Auf die ethnische Vertretbarkeit. Es gibt genug Frauen die Vergewaltigt, Misshandelt oder einfach nur heruntergemacht wurden, und dieser Film stellt das ganze meiner Ansicht nach zu realistisch dar (mittlerweile habe ich diesen Film gesehen). Der Film und dessen Nachfolger werden von manchen sogar mit echtem Snuff verwechselt. Muss sowas sein?

[QUOTE]Ich hoffe du hast wenigstens dich selbst hinterfragt, weswegen du dieses Szenario für "nicht gerechtfertigt" hälst, mal ganz davon abgesehen dass es mir scheint, dass du deine eigene, subjektive Ablehnung mit dieser "Gerechtfertigung" lediglich unter einer höheren Autorität versteckst.[/QUOTE]

Definitiv: Nein.

[QUOTE]Anders ausgedrückt, inwiefern siehst du dich berechtigt, im Bezug auf die Richtigkeit deiner Handlung, eines Menschen Motivation allein wegen Gesetzesübertretung in Frage zu stellen?[/QUOTE]

Oha! Mmmh....das letzte was ich versuchen würde, ist einem anderen zu sagen was er zu tun hat. Was ich hier in meinen Beiträgen wiedergebe, ist lediglich eine (vlt. oft etwas unklare) Darstellung [B]meines[/B] Standpunktes. Selbstverständlich hinterfrage ich die Motivation eines anderen wenn es um sowas geht, aber nur damit ich mir ein Bild davon machen kann. Und nur mit dem Gesetzesauszug habe ich das doch garnicht gemacht.......das war lediglich eine Verdeutlichung dass es eine staatliche Prävention zwar gäbe, es allerdings an der Umsetzung mangelt.

[QUOTE][...] zeugt im Grunde auf, zumindest für mich, befriedeigende Art und Weise, dass der Durchschnittsmensch seinen Hang zum Sybolismus und Spiritualismus noch nicht ganz verloren hat [...][/QUOTE]

Würdest Du mir das bitte erläutern?

[QUOTE]Es stellt sich die Frage wie sich ein Mensch so etwas ansehen kann, der die gleichen Wertevorstellungen besitzt wie ich, aber nicht, wen sich seine Wertebeziehungen von meinen völlig unterscheiden. Insofern kann ich keine objektiv korrekte Urteile fällen. Das schließt eine Grundsatzdiskussion aber natürlich nicht aus.[/QUOTE]

Wie schon gesagt, eine Grundsatzdiskussion war im Prinzip meine Intention und mein erster Post war nunmal zugleich meine ablehnende Meinung zu dem Thema. Wenn jemand genau gegensetzlicher Meinung ist (oder meinen Beitrag so ausgesprochen gut kritisierst, so wie Du), bin ich nur froh darum.

[QUOTE]Ein dieses Material vorwiegend zur Kompensation konsumierender Misantroph kann sieht in dieser Welt seine Idealvorstellungen besser vertreten und macht aus ihm einen allgemein glücklicheren Mneschen.[/QUOTE]

Das sehe ich auch so. Es gibt genug Sachen die irgendwen glücklich machen welche die Allgemeinheit als "nicht normal" ansieht (z.B. Transsexualität). Wenn jemand keine Menschen mag, ist das seine Sache und ich möchte ihm da auch keineswegs meine Überzeugungen aufzwingen, aber irgendwo finde ich es einfach schade wenn jemand misantrophotisch eingestellt ist.

[QUOTE]Sofern er darüber lachen kann, macht er es auch auf eine Weise wie bei einem vergleichsweise harmlosen Fritzchen-Witz. Die einzige Neigung die sich dabei herausbilden kann ist die Neigung zu schwarzem Humor.[/QUOTE]

Hier finde ich z.B. wieder dass man Szenen von verbrannten Kriegsopfern oder vom Laster zerquetschten Kindern nicht simpel mit schwarzem Humor vergleichen kann. Ich denke das würde die menschliche Würde dieser Leute irgendwo degradieren. Aber das ist auch wieder ein Thema wo man sehr unterschiedlicher Auffassung sein kann. Falls das jemand liest der sich ein wenig mit Spielen auskennt: "Postal 2" wäre in dem Fall für mich schwarzer Humor, "Manhunt" nicht.

[QUOTE][...]die Betreiber der Site einfach die reele Möglichkeit haben die Seite weiter zu betreiben[...][/QUOTE]

Die Site ist mittlerweile down.

[QUOTE][...] darum bekam der Aspekt der Menschenwürde in diesem Beitrag auch nur eine sehr untergeordnete Rolle.[/QUOTE]

Dann können wir hiermit das Gebiet des Threads ein wenig ausweiten. Damit meine ich z.B. Bereiche wie das Peinigen von irakischen Kriegsgefangenen, etc.

Nigthmare, ich danke Dir für diesen Post, der wie ich finde, äußerst gut geschrieben ist - könnte ich vermutlich garnicht so :rolleyes:

Gruß,
PuerNoctis
theDAmNedmmh ubeles Thema, mußte mich mal mit Leuten im Gesprächlich
darüber ausseinander setzen. Ende der Geschichte war, dass ich den Kontakt zu Ihnen abgebrochen habe.
Ich finds (grob reduziert) aber so das jeder Mensch ne gewisse Veranlagung zum guten oder bösen hat... Naja, also das man sich (meißt unbewußt) in eine Richtung langsahm weiter entwickelt. Gründe wären z.B. das man sich zu wenig ueber die Konsequenzen Gedanken macht oder einfach nur von seinem Umfeld geprägt wird. ("grausahme Vorstellung")
Wie auch immer, ich hab ne leichte schwäche für schwarz/weiß Ansichten und eine derartige Neigung finde ich einfach nur als sehr böse und verachtenswert.

[aber mir fällt grade ein, dass ich mal nen (sehr kurzen) Bericht auf "RTL2"(kein schlechter Witz) gesehen hab, wo ne (?) Psychologin meinte das nen gewaltiges "böses" Potential in der deutschen Gesellschaft (wohl auch anderswo) besteht.
Da im 2.Wk veruebten Dinge noch nachwirken.
(wenn man den der Meinung ist das solches vererbbar ist)]
theDAmNed@PuerNoctis
[Nigthmare, ich danke Dir für diesen Post, der wie ich finde,
äußerst gut geschrieben ist - könnte ich vermutlich garnicht so]
"naja ... aber zumindest bietet nightmare ne große angriffsfläche" ;)


Zitat nightmare:
[QUOTE]Verbotsgesuche... sind, wie an dir auch klar wird, der Versuch die Realität dem Ideal einer
menschlichen Gruppe anzupassen, die eine Mehrheit ausmacht. Hat aber keinen Einfluss auf die
Ideale anderer Gruppierungen. Anders ausgedrückt, inwiefern siehst du dich berechtigt,
im Bezug auf die Richtigkeit deiner Handlung, eines Menschen Motivation
allein wegen Gesetzesübertretung in Frage zu stellen?[/QUOTE]


>>Verbotsgesuche... sind, wie an dir auch klar wird, der Versuch die Realität dem Ideal einer
menschlichen Gruppe anzupassen, die eine Mehrheit ausmacht.<<

"ich würd eher sagen ueberhaupt die Möglichkeit eine Gruppierung zu ermöglichen."
"Ob man sie dann akzeptiert das widerum freigestellt"


>>Hat aber keinen Einfluss auf die Ideale anderer Gruppierungen.<<

"naja, mit Akzeptierung der Sanktionen, jener Gruppe die sich grade (?)berdroht fühlt"


>>Anders ausgedrückt, inwiefern siehst du dich berechtigt,
im Bezug auf die Richtigkeit deiner Handlung, eines Menschen Motivation
allein wegen Gesetzesübertretung in Frage zu stellen?<<

"also wenn ich mal die Menschen als Gruppe betrachte (Menschenrechte bla und so.)
zähle ich mich zumindest hinzu und nehm mir dann einfach die Frechheit laut rumzubrüllen,
wenn jemand gegen Gruppenmoral oder Gruppengesetzte verstößt".
(obs sinnvoll ist,
da sehr viele auf sowas nicht achten,
sei dahin gestellt, aber ich find es persöhnlich besser als es einfach hinzunehmen)[list]
[/list]
theDAmNed@Nigthmare

[QUOTE]Ich bin mir nicht sicher ob einzig zum friedlichen Zusammenleben eine derartige Bandbreite an Gesetzesinitiativen zwingend noetig ist.[/QUOTE]

Also da scheine ich ja wie behauptet, eine andere Meinung zu haben.
Also mir ging es hier um: ich zitiere hier mal:
Dabei verbietet das StGB (§131) solche Inhalte.

Um mit mir friedlich zusammenzuleben bräuchte es solche Punkte schon. (bezweifle nun aber, dass du dazu gewillt bist "lachkrampf")
[.weil ich nicht all zu weit vom Thema abzuweichen möchte]


[QUOTE]Fuer das Ideal der Toleranz muss das Ideal einer globalen Religion aufgegeben werden, wie auch umgekehrt, weswegen beide Ideale nicht nebenainander existieren koennen.
[/QUOTE]
wohl ins schwarze getroffen"
gut angenommen ich müßte zwischen
(vor der Auflösung meiner Ideale?)
der _religiosen_("fanatischen")
oder der _Toleranten > gegenueber Qualen Verhärlichdender Gruppierungen unterscheiden, wär der Fall für mich eindeutig.
Klar läßt es einen großen Spielraum wenn man Glauben im allgemeinen kritisiert.
Den Gedanken spiel ich mal weiter...
Ich gehöre selbst keiner Art religioeser Gruppen an, habe alledings ne Menge sachbezüglicher Erfahrungen. Dies wiederum hat bei mir die Meinung gebildet, dass für das Groß der Menschheit (komplett friedliche Gemeinschaften sind ja nicht die Regel)
eine Zentral-Religion (zugegeben, netter einwurf von dir")nicht verkehrt wäre.
Da ohne verständlicher, nachvollziehbarer Zwang/Gesetz- Vorgabe ein allgemeines Wohl kaum zu ermöglichen wäre.
Das eine von Menschen geleitete Diktatur zum scheitern verurteilt ist brauch ich ja wohl nicht näher erklären. Also wiso sollte man nicht einen Gott dafür berufen ?
"komganichtmehrzumluftholenlach"

[QUOTE]Und deswegen gebe ich mein Ideal auf? Plagmatisch gesehen unterwerfe ich mich einfach der Gruppe, die gerade die staerkere ist, um weiteren Zwist zu vermeiden. Fraglich ist, ob man soetwas das ganze Leben lang macht.[/QUOTE]

"ist wohl am besten wenn du es so probierst, aber ich denke mal die Spielregeln erlauben Dir, selbstverständlich den Aufstand. Wär aber für mich aber ne grausige Vorstellung, dass Menschenwürde verachtene Gruppen die Oberhand gewinnen.(nagut, soll ja schon vorgekommen sein)"

[QUOTE]Ich habe davon gesprochen ob Gesetzesuebertretung alleine Anstoss sein sollte eine Handlung/Motivation in Frage zu stellen bzw. gleich abzulehnen. [/QUOTE]

nein, nicht zwingend bin der Ueberzeugung das Gesetze im angemessenen Rahmen (je nach Kritik oder Ereignisse) zum wohle aller, einer Überarbeitung unterliegen sollten.
(beinahe ständigen Überwachung/Verbesserung)

[QUOTE]Wenn du fuer dich eine unvereinbare Verletzung (von was auch immer) darin siehst, wenn jemand gegen Gesetz x verstoesst, muesste ich nur wissen was es ist, und dann koennte ich es vielleicht sogar befuerworten. [/QUOTE]

tu dir bitte keinen zwang"
(meine religioesen tendenzen sind noch nicht soweit, dass ich ne Sekte gründe und die Weltherrschaft anstrebe"brüll")
bin gewohnt mit meinen Ansichten auf einsahmen Posten zu stehen xD

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