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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Das Gut/Böse Prinzip
AmaranisEinen guten Tag an alle, ich möchte hier und jetzt eine eigene selbstaufgestellte Theorie, auch etwas an das ich glaube, hier niederschreiben. Ich habe mal in meiner Freizeit und in der Zeit, in der ich nichts besseres zu tun hatte, Infos über die verschiedenste Religionen und Glaubensrichtungen gesammelt und bin zu einem Ergebnis gekommen : FAST alle, aber nur fast, bauen sich den Glauben durch ein einfaches, aber gut bekanntes Prinzip auf : Gut und Böse. Was ist gut ? Was ist böse ? Eine Frage der Ansichtssache, ich habe schon oft festgestellt, daß das, was für andere was gutes ist, wieder für andere böse ist und auch umgekehrt. In den allseits bekannten und "beliebten" ( *fg* ) Christentum ist Gott das gute und Luzifer, der Gefallene, das Böse. Himmel und Hölle. Ist nur eine, der verschiedenste Perspektiven des Glaubens, das auch auf das Gute/Böse - Prinzip beruht. Ich persönlich halte die Bibel für ein nettes Fantasy - Buch, nix weiter. ( Ja, ich hatte wieder mal nix zu tun gehabt und hab mir diese kranke Scheiße mal reingezogen :D ). Ich persönlich denke folgendes über dieses Prinzip : Gut und böse existiert, in den Augen und Gedanken vieler sehr vielfältig und unterschiedlich. Ich denke, wenn ein Mensch geboren wird, wird etwas von Grund auf gutes geboren. Wir Menschen selber sind in Grunde genommen das Gute. Das Gute kann man nicht personifizieren wie in der Bibel, Gott und sein Sohn mit den Badlatschen. Das Böse wiederum ist realativ personifiziert. Ein Mensch kann böse werden, durch verschiedenste Umstände, Umfeld, viele Faktoren. Nehmen wir mal ein verheiratetes Paar, das sich streitet und der Mann schlägt dann seine Frau. Warum schlägt er seine Frau, wenn er sie geheiratet hatt ? Ich denke, es ist böser einfluss. Das Böse hatt sich irgendwo hier im Diesseits manifestiert und "bekehrt" uns zur seiner Seite. All die Kriege, all der Hass, all der Tod. All das Böse, kommt vom Bösen. Er schürt es und ergötzt sich daran, es nährt sich davon. Dann wiederrum gibt es Menschen, die all diese bösen Dinge verhindern wollen, die keinen Krieg und keinen Tod wollen, die sich dagegenstellen und vom Leben predigen, vom guten predigen. All jene, die sich dem Bösen entgegenstellen aber auch davon beeinflusst wurden. Jeder von uns hatt schon einiges durchgemacht im Leben, dunkle Kapitel und böse Fehler begangen. Es gibt keine Rüstung und absicherung vor "ihm". Es wird immer so weiter gehen, das "er" seinen Unheil stiften will. Und ab das setzt mein Glauben an, ein Glaube, der meiner nach, jeder mit sich rumtragen sollen, aber leider nur wenig tun : Der Glaube an das Gute an sich. Ich wurde schon öfters von "ihn" verführt, habe auch einiges durch gemacht. Ich bin irgendwann zu dem Punkt gekommen : Hoffnung und das Gute gibt es immer. Ich trage es immer mit mir rum. Das Böse kann zwar nie besiegt werden, es lebt ewig. Aber ich denke, wir Menschen sind hier auf der Erde, im Diesseits, um ewig gegen ihn zu kämpfen, um ewig gegen ihn zu verlieren und zu gewinnen. Die Niederlage gegen "ihn" ist unterschiedlich, könnte uns sogar das leben kosten, genau wie der Sieg, der Sieg könnte neues Leben schaffen. Ein Ewiger Kampf zwischen die Guten und das Böse. Danke für das durchlesen, ich bin sehr gespannt auf die verschiedene Meinungen zu dieser Theorie.
DyspenthesMerkst du eigentlich nicht, dass der ganze Quatsch, den du da von dir gibst, nichts anderes ist, als Satan/Gott?
herbstliebe[QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes [/i]
[B]Merkst du eigentlich nicht, dass der ganze Quatsch, den du da von dir gibst, nichts anderes ist, als Satan/Gott? [/B][/QUOTE]

Denkst du, dass es nicht auch ohne Gott und Satan Gut und Böse geben kann?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i]
[B]Denkst du, dass es nicht auch ohne Gott und Satan Gut und Böse geben kann? [/B][/QUOTE]

ich halte solche kategorien generell für unbrauchbar, um die welt zu beschreiben. was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht. was der eine böse nennt, nennt der andere gut. und wer kann sagen, wer absolut recht hat?

gut und böse sind kategorien, die man sich in seinem persönlichen kontext zusammenschustern mag und sind somit lediglich erfindungen des eigenen geistes, aber der wahrheit kommt das nicht wirklich nahe.

"personifizierungen" machen alls nur noch schlimmer ;)
DyspenthesIch denke, dass es egal ist, ob man das Prinzip Gut und Böse nennt oder Gott und Satan.

"Das Böse hatt sich irgendwo hier im Diesseits manifestiert und "bekehrt" uns zur seiner Seite"

"Er schürt es und ergötzt sich daran, es nährt sich davon."

"Es gibt keine Rüstung und absicherung vor "ihm"."

"Es wird immer so weiter gehen, das "er" seinen Unheil stiften will."

"Ich wurde schon öfters von "ihn" verführt, habe auch einiges durch gemacht."

"Das Böse kann zwar nie besiegt werden, es lebt ewig."

"Ein Ewiger Kampf zwischen die Guten und das Böse."

--> Das sind exakt die Sätze, die ich bisher von frommen Christen gehört habe, wahlweise mit "Satan" an Stelle des "Bösen"


Meiner Meinung nach existieren "gut" und "böse" nicht als personifizierte Formen. Es ist ein Empfinden der Menschen, was ihnen gut tut bzw. der Gemeinschaft gut tut, ist gut, was ihnen bzw. der Gemeinschaft nicht gut tut, ist böse. Egoismus schafft das Böse, weil dieser Mensch durch seinen Egoismus anderen Menschen Schaden zufügt, Altruismus ist das, was als positiv gesehen wird, weil es Gutes schafft. In jedem Menschen stecken beide Triebe: egoistisch und altruistisch zu handeln. Egoismus und Altruismus müssen aber beide vorhanden sein. Altruismus führt dazu, dass die Gemeinschaft zusammenhält, Egoismus ist nötig, damit man zum Beispiel eine Familie haben kann; ich denke, es ist effektiver, wenn jeder einen Partner für sich haben will, als wenn alle miteinander teilen, weil in einer Partnerschaft Vertrauen und Nähe entstehen kann, die in einer Gruppe, in der freie Liebe herrscht, nie entstehen könnte. Ziel jeder Gemeinschaft ist es, Gesetzmäßigkeiten für ein geregeltes Zusammenleben zu finden, in dem alle sich möglichst frei entfalten können. Sämtliche Religionen haben versucht, diese Prinzipien zu veranschaulichen, da alle Menschen das gleiche empfinden, ähneln sich die Religionen dahingehend.

Im Christentum, wie es die Hauptkirchen lehren, spielt Satan übrigens nur eine untergeordnete Rolle, in manchen theologischen Richtungen spielt er gar keine Rolle mehr. Das liegt unter anderem daran, dass Luther lehrte, dass Menschen aus sich heraus sündigen (aus Egoismus) und diese Sünden vermeiden sollten (also mehr altruistisch leben) um zu Gott (oder einem einigermaßen glücklichen Leben) zu gelangen. Das wiederum entspricht viel mehr dem ursprünglichen biblischen Gedanken (und ja, ich kenne die Bibel ziemlich gut, habe sie mehr als einmal gelesen und halte sie nicht für "kranke Scheiße")



Edit:
@decay: Ganz genau so mein ich das :)
herbstliebe[QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i]
[B]"personifizierungen" machen alls nur noch schlimmer ;) [/B][/QUOTE]

Absolut! ;)
AmaranisDie Bibel ist für mich nix weiter als belanglose Fiktion. Aber wenn wir vom Egoismus aus gehen, wieso führt denn Egoismus denn zum Krieg ? Ist Egoismus der Grund, weshalb ein Mann eine Frau schlägt ? Es ist weit mehr als das....wut, unkontrollierte Zorn und mehr solcher Gefühle verleiten uns, dinge zu tun, die wir vorher nie getan haben, wo wir gedacht und gewusst haben, das wir sowas nicht tun.
Und wer verleitet uns dazu, solche dinge zu tun ? Sind wir es selber ? Unser Partner ?
Amaranis[QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i]
[B]Denkst du, dass es nicht auch ohne Gott und Satan Gut und Böse geben kann? [/B][/QUOTE]
Nun ja, ich habe auch geschrieben, das Gott und Satan, ein von verschiedene spirituellen Perspektiven sind, gell ?
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B]Und wer verleitet uns dazu, solche dinge zu tun ? Sind wir es selber ? Unser Partner ? [/B][/QUOTE]
Nur du selbst, niemand anderes ist für das, was du tust verantwortlich. Nur wenn einem die Konsequenzen seines eigenen Handelns nicht gefallen, zeigt man gerne auf andere und sagt: "Der war schuld!" ;)
Noire&Blanche...Was ist Gut und Böse... Da hast du dir aber ein heikles Thema ausgesucht, Amaranis...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B]diese kranke Scheiße
[/B][/QUOTE]

[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B]
Die Bibel ist für mich nix weiter als belanglose Fiktion.
[/B][/QUOTE]

...ähm... Sorry... aber ich glaube nicht, dass der Ausdruck gerade passend ist...
Natürlich kann es sein, dass die Bibel sehr ...[i]fantasievoll[/i] ist, aber das Wichtige ist ja ihr moralischer Inhalt... Und der definiert ja teilweise, wenn auch nicht zu 100 Prozent, was auch noch heutige Menschen unter Moral verstehen....

[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B]Das Böse hatt sich irgendwo hier im Diesseits manifestiert und "bekehrt" uns zur seiner Seite.
[/B][/QUOTE]

...Das Böse hat sich im Diesseits manifestiert und bekehrt uns zur seiner Seite? ...
Wenn du es so beschreibt, greifst du, entgegen deinen „Grundsätzen“ (von wegen „schaut euch die albernen Christen wieder an, Gott und Satan, ha!“) ja wieder auf Personifizierungen zurück...

(Edit: ...Oh... Hat ja schon jemand erwähnt... Entschuldigung...)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B]
Der Glaube an das Gute an sich.
[/B][/QUOTE]

...Du hast zwar vorher die Fragen „Was ist Gut“ bzw. „Was ist Böse“ in die Runde geworfen, jedoch unbeantwortet gelassen, um später nur mit diesem Satz anzukommen...
Was das „Gute“ in deinen Augen jetzt ist, haben wir immer noch nicht erfahren...

Meiner Meinung nach reden Menschen immerzu von „Gut“ und „Böse“ (...ggf.: „Gott“ und ... beispielsweise... „Satan“) und stellen die beiden gegenüber, aber wirklich gesehen könnte man doch gar nicht sagen, dass „Gut“ das Gegenteil von „Böse“ ist...
In meinen Augen gibt es beide nicht als „Zustand“...
Ich stimme da eher der Aussage Dyspenthes’ zu...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes[/i]
[B]
Es ist ein Empfinden der Menschen, was ihnen gut tut bzw. der Gemeinschaft gut tut, ist gut, was ihnen bzw. der Gemeinschaft nicht gut tut, ist böse.
[/B][/QUOTE]

Man nennt so was nun sehr schön „moralische Werte“, die man aufgrund Erfahrungen sinnvollerweise miteinander aufgestellt hat, um den eigenen Egoismus zu kanalisieren...

(...Leider übernehmen und leben die meisten Menschen heutzutage jedoch einfach nur blind und willig diese Konzepte, weil absolute Werte zu übernehmen sehr viel einfacher ist als die Realität an sich zu sehen. )

Und jede Religion versucht eben diese „moralischen Werte“ zu ordnen, indem sie Gebote aufstellt, an die sich viele Menschen gerne richten... (weswegen du vllt auf dieses Religion = Prinzip „Gut/Böse“ gekommen bist...)
Wenn du aber davon sprichst, dass jeder Mensch das Gute in sich trägt, bzw. damit geboren wird, ist „gut sein“ Zustand und „böse sein“ soz. Aberration davon, die von äußeren Umständen geleitet ist... Woher sollten diese Umstände kommen?...


lg, ...ein wenig verwirrt zurückbleibend..., der kleine hofnarr noelle...
DichterseeleGut und Böse sind definitiv relativ. Es bewegt sich einiges in einer Grauzone, anderes ist offensichtlich, aber alles liegt im Auge des Betrachters. Zum Beispiel ausschweifende Sexorgien. Da hat auch jeder eine andere Meinung.

Fakt: Alles stammt von einem neutralen Standpunkt, der in irgendeine Art und Weise manipuliert wurde und nun in eine Richtung (de)generiert.
Silencia[QUOTE]Gut und Böse sind definitiv relativ. Es bewegt sich einiges in einer Grauzone, anderes ist offensichtlich, aber alles liegt im Auge des Betrachters. Zum Beispiel ausschweifende Sexorgien. Da hat auch jeder eine andere Meinung.[/QUOTE]

Genau meine Meinung.
Man kann nicht für alle Menschen generell sagen:
>Das ist gut und Das ist böse.< oder >Du bist gut und Du bist böse.<
Ein Geistesgestörter wird auch immer sagen, dass das, was er getan hat gut ist. Ein Außerstehender empfindet es trotzdem vlt als böse. Und ein dritter weiß nicht, was er davon halten soll.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Silencia [/i]
[B]
Ein Geistesgestörter wird auch immer sagen, dass das, was er getan hat gut ist. [/B][/QUOTE]

Ich würde hier sogar eher sagen, er kann es einfach nicht beurteilen.
Silencia[QUOTE]Ich würde hier sogar eher sagen, er kann es einfach nicht beurteilen.[/QUOTE]

Das stimmt wohl, aber wer hat das Recht über andere beurteilen zu dürfen, ob sie oder ihre Taten gut oder böse sind?
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Silencia [/i]
[B]Das stimmt wohl, aber wer hat das Recht über andere beurteilen zu dürfen, ob sie oder ihre Taten gut oder böse sind? [/B][/QUOTE]

Das ist eine rein subjektive Empfindung, abhängig von den jeweiligen Moralvorstellungen, wobei es durchaus Vorstellungen gibt, die sich teils überschneiden (also unterschiedliche Kulturkreise usw). Ich muss nun so an Kant denken, weil es in seinem Rechtszeugs ja auch um Moral und das Recht geht.
Die Frage ist aber wohl auch, wenn Tiere jenseits von gut und böse sind (eben weil sie kein Moralempfinden haben bzw aus lebensnotwendigen Motiven heraus "handeln"), wie sieht es mit Geisteskranken/Behinderten aus, wenn ihnen dieses Empfinden fehlt?

Wolltest Du daraufhin hinaus?
AmaranisHmmm....sind inzwischen sehr viele beiträge zu lesen, find ich toll....danke......und unrecht haben alle nicht. Aber das was ich nun definitiv meine, also meine echte meinung und etwas, woran ich glaube : wir menschen sind von geburt an gut, allerdings werden wir vom bösen immer und immer wieder beeinflusst. Es werden keine bösen menschen geboren, das böse war schon immer da.
Tapio BearkingDer Mensch zum Zeitpunkt seiner Geburt ist neutral, weder gut noch böse. Erst durch seine Umgebung wird er so, wie er ist.

Btw, woran machst du fest, ob jemand gut oder böse ist?
Es kommt immer auf den Blickpunkt an. Die Menschen von 9/11 z.B. waren in der Sicht ihrer Landleute die Guten. George dürfte da anderer Meinung sein... ;)
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Amaranis [/i]
[B] das böse[/b] war schon immer da. [/QUOTE]
Das meinte ich mit „personifizieren“. Was ist „das Böse“ denn? Ich glaube nicht, daß es sowas als eigenständige „Wesenheit“ gibt. Es gibt immer nur Dinge, die vielleicht in einer konkreten Situation und aus einer bestimmen Perspektive schlecht sind oder vielleicht auch böse, wenn es um ein Verhalten geht. Aber DAS BÖSE existiert nicht. Es ist nicht einfach irgendwo da und manifestiert sich dann z.B. in dem Verhalten eines Menschen, der dann irgendwie nichts dafür kann, weil es ja nicht aus einem selbst kommt, sondern von außen „aufgezwungen“ wird. Es ist nicht da, sondern „man ist“ aus (s)einem ungesunden, unwissenden Geist heraus böse. Man wird somit auch nicht „VOM BÖSEN“ zu irgendwas verleitet.

Man verleitet sich höchstens selbst, weil man vielleicht meint, Vorteile davon zu haben (was aber nicht so ist)... :)
Amaranisok, das ist ein gutes Argument, eine von verschiedenen Sichtweisen. Aber ich persönlich glaube das nicht, das ein Mensch neutral geboren wird und durch irgendwelche Umstände, Umfeld, Familie e.t.c böse wird. Das Böse ist meine meinung auch nicht so wircklich eine person, sondern negative Energie. Gut, ich halte mich da an Materie/Antimaterie. Ein ausgleichendes System. Das Böse ist zentralisierte Energie...irgendwo. Und ich denke, das es auch einen eigenen Willen hatt. Genau wie wir. Wir Menschen sind das Gute und haben auch einen eigenen Willen. Ich halte mich auch an etwas, was jeder Mensch in sich trägt : Gewissen. Wenn wir etwas böses tun, stellen wir uns einfach die Frage : Wieso tun wir das ?. Nehmen wir einen Familienvater, hatt gerade seinen Job verloren und muss seine Frau und 3 kinder in sehr jungen jahren versorgen. Er besorgt sich eine Pistole und raubt eine Bank aus. Und später fühlt er sich danach total beschissen, obwohl nun doch geld hatt, um seine Familie zu versorgen. Ein entscheidungsfrage : Entscheidest du dich für den guten, etwas schwierigen Weg oder den leichten ?
Amaranis( Anm. Ich liebe diskussionen :D )
Amaranis( anm. Ich liebe diskussionen )
Tapio BearkingIch entscheide mich für den Weg, mit dem ich leben kann und der mir am meisten Erfüllung bringt. Das ist für mich der \"gute\" Weg. Dadurch werden sich aber andere benachteiligt fühlen, für sie ist das der \"Böse\" Weg...
DyspenthesGott und Satan werden auch nicht als Personen gesehen, und trotzdem sind sie personifiziert, indem man sie sich als eine Macht vorstellt, Satan/Luzifer als die Macht des Bösen, Gott als die Macht des Guten. An den alten Mann mit dem Rauschebart und den roten Teufel mit Pferdefuß und Ochsenschwanz glaubt wahrscheinlich niemand, der über 10 ist.

Ich bin der Ansicht, zu sagen, die Menschen seien nur gut und "das Böse" würde sie verführen wollen, ist eine Variante, Fehlverhalten von sich zu schieben. Du bist ja nicht Schuld daran, wenn du jemanden erschlägst, es war das Böse, was dich verführt hat. Es war ja das Böse, was die Trennung zwischen dir und deinem Partner bewirkt hat, nicht möglicherweise ein Fehlverhalten deinerseits, und es ist ja das Böse, was bewirkt, dass du ihm das Auto zerkratzt. Verstehst du, was ich meine? Jeder Mensch ist für seine Taten absolut verantwortlich, das zu begreifen, nennt man für gewöhnlich "Adoleszenz", du kannst es nicht auf "das Böse" schieben, wenn du Mist baust. Du hast nämlich die Möglichkeit, dein Handeln zu hinterfragen. Und genau das sollen wir Menschen tun, liest man die Bibel (und soweit ich weiß, lehrt das zum Beispiel auch der Buddhismus, decay, berichtige mich, wenn ich falsch liege) oder folgt man den Philosophen. Der Weg, der allgemein für das vernünftigste gehalten wird, ist der, dass es dir selbst gut geht und dass du niemandem Schaden zufügst, soweit dies in deiner Macht steht.
Wenn du menschliches Handeln auf die "Verführung" durch "das Böse" reduzierst, nimmst du dem Menschen seine Eigenverantwortung.
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i]
[B]Ich entscheide mich für den Weg, mit dem ich leben kann und der mir am meisten Erfüllung bringt. Das ist für mich der \"gute\" Weg. Dadurch werden sich aber andere benachteiligt fühlen, für sie ist das der \"Böse\" Weg... [/B][/QUOTE]

Ist es nicht gerade die Kunst des Lebens, einen Weg zu finden, der nicht nur für einen selbst, sondern auch für die anderen ein „guter Weg“ ist?
Ich bin der Meinung, daß nur dann, wenn man nach Möglichkeit niemandem schadet, auch für sich selbst sagen kann, daß es ein guter Weg war. Erfüllung ist nur zu erlangen, wenn man nicht nur sein eigenes Leben betrachtet, sondern auch das der anderen. Am Ende des Lebens wird man sich meiner Überzeugung nach nämlich nicht nur fragen, ob es einem selbst gut gegangen ist, sondern gerade dann wird man auch an all die vielen anderen Denken, die einem im Leben begegnet sind. Genau in diesem Moment läßt man allen Egoismus fallen, weil man absolut nichts mehr von ihm hat. Vorteile aus Egoismus heraus sind nur kurzfristiger Natur und nichts Bleibendes. Und man kann nur Frieden finden, wenn man sagen kann, daß man bei allem auch die anderen nicht aus den Augen verloren hat.

Natürlich ist dieser Weg aber eines nicht: der einfachste Weg...aber der Versuch, die Intention zählt... ;)

@Armanis: Aber genau weil du „dem Bösen“ einen eigenen Willen unterstellst, hebst du ihn auf die Ebene der Menschen. Dann müßtest du mir aber auch "Das Böse" zeigen können. ;)

@Dys: thats it ;)
Tapio BearkingNatürlich, das wäre das Optimum, wenn beide meine Entscheidung für gut hielten. Aber wenn es darum geht Er oder Ich, dann entscheide ich mich im Normalfall für das \"Ich\".
Dyspenthes@Tapio: würde jeder Mensch zuerst an sich und sein Wohlbefinden und erst dann an das Wohlbefinden anderer denken, wäre eine menschliche Gemeinschaft nicht möglich. Lies mal Rosseaus "Gesellschaftsvertrag", der beschreibt meiner Meinung nach ganz gut, warum dies notwendig ist.
Ich finde es merkwürdig, wenn heute alle Philosophien und Religionen, die das Miteinander im Mittelpunkt haben, für veraltet angesehen werden und stattdessen der Egoismus die neue Weltreligion wird. Es ist heute schon kaum noch möglich, Menschen zu treffen, die außer sich noch andere Menschen treffen, die zuhören, mit denen man gemeinsam etwas machen kann, was einem gemeinschaftlichen Interesse dient, ohne dass jeder dabei zuerst an sich und sein Weiterkommen denkt. Meiner Meinung nach wird dies dazu führen, dass Menschen immer mehr emotional verarmen und ein gesellschaftliches Leben auf Dauer unmöglich sein wird.
Silencia[QUOTE]Original von Trauerwesen:
Die Frage ist aber wohl auch, wenn Tiere jenseits von gut und böse sind (eben weil sie kein Moralempfinden haben bzw aus lebensnotwendigen Motiven heraus "handeln"), wie sieht es mit Geisteskranken/Behinderten aus, wenn ihnen dieses Empfinden fehlt?

Wolltest Du daraufhin hinaus?
[/QUOTE]

Jepp. Und du hast recht, die Diskussion erinnert mich auch grad ziemlich an Kant. Der Kategorische Imperativ, mit dem man angeblich beurteilen kann, was gut und was schlecht ist.



[QUOTE]Original von decay73:
@Armanis: Aber genau weil du „dem Bösen“ einen eigenen Willen unterstellst, hebst du ihn auf die Ebene der Menschen. Dann müßtest du mir aber auch "Das Böse" zeigen können.
[/QUOTE]

Genau. Wenn ein Mensch geboren wird, kann dieser auch noch nicht unterscheiden, was gut und was böse ist. Er lernt es erst später. Falls ihr das mit dem >der Mensch ist von Natur aus gut< meint. Allerdings glaube ich nicht, dass es eine "überirrdische Macht" des Bösen gibt. XD
Der Mensch kann weitestgehend selbst entscheinden. Er wird nicht von irgendetwas oder irgendjemandem gelenkt. Wie decay73 schon meinte, könntest du dann ja alle schlechten Taten auf "das Böse" schieben, was dich verleitet hat.
Tapio Bearking@Dys: Wenn die Menschen nicht so wären, bräuchten wir keine Gesetze, weil alle in friedlicher Koexistenz leben.
Und wenn ich jemandem zuhöre und helfe dann mache ich das, weil ich es möchte. Damit habe ich dann eine Entscheidung getroffen, die ich für richtig halte und mein Gesprächspartner ebenfalls.
Natürlich wäre eine Welt schöner, wenn wir alle lieb und nett zueinander wären, aber das ist nun einmal nicht so.
Auch die großen Religionen beschreiben ein wunderschönes Wir. Nichts dagegen einzuwenden. Allerdings betrifft das Wir nur diejenigen, die die selbe Meinung vertreten. (Aber Relidiskussionen gibt es hier schon ur genüge, deswegen brech ich jetzt hier. Ab.)
Dyspenthes@Tapio:
Ich sagte ja, dass im Menschen Egoismus und Altruismus gleichermaßen vorkommen und im richtigen Verhältnis stehen sollen. Vielleicht liest du dir nochmal durch, was ich bisher zu dem Thema schrieb, vielleicht verstehst du dann, was ich meine.
Konkalit_4Jaja die alte Frage gut und Böse, von Staat und Gesetzen wird größtenteils auferlegt was erlaubt ist und was verboten, ergo: das was erlaubt ist, ist gut, das was nicht erlaubt ist, ist böse und wird bestraft...hm kriegt man als Kind schon beigebracht, wie böse, wie ungezogen etc... Dann muss man aber einen Schritt weiter sehen, aus welchen Motiven werden die BÖSEN Dinge getan, ein Firmenchef (wieder das leidige Beispiel) entlässt 10000 Leute in seinem Betrieb, welcher 499 Mio Gewinn einbrachte, es müssen aber 500 Mio sein, ist das böse? Für die Entlassenen Leute warscheinlich schon, für Aussenstehende warscheinlich auch, für den Firmenchef, wars notwendig oder zumindest legitim. Anderes beispiel: Ein Kind aus der dritten welt klaut ein Brot, weil es seit Tagen nichts mehr gegessen hat, Böse? Das Kind würde vielleicht sogar von sich selbst sagen das er böse sei, dennoch war es seiner Meinung nach notwendig, da er sonst verhungert wär, der Händler von dem er es geklaut hat würde warscheinlich eindeutig ihn als Böse amstempeln, da er ihm ja Ware entwendet, Das Gesetz sieht dieses auch als böse an, also Böse = Straftat = Strafe. Das Gesetz also konsequent durchsetzen, würde also zwangsläufig nicht unbedingt dazu führen das nur noch gutes Getan wird.
theDAmNedAmaranis schrieb:
[QUOTE]Es gibt keine Rüstung und absicherung vor "ihm". Es wird immer so weiter gehen, das "er" seinen Unheil stiften will.[/QUOTE]

"ein freier Geist ist wie eine Festung ohne Tore und Wachen"

(vieleicht kennts jemand? ;) aber ich find das paßt ganz gut.




"böse" bedeutet für mich : dem Verlangen, Entscheidungen zu treffen die sich für andere negativ auswirken, nachzugeben.

Es korrumpiert jemanden auf langsahme Weise, den ich denke man Stumpft jedes mal ein wenig ab, wenn man dem nachgiebt.
Somit wird man davon irgendwann eingenommen/beherrscht, denn man kann nicht mehr(zumindest schwerer) frei Entscheiden.
Jeder selbst ist dafür verantwortlich nicht ein "böses Etwas"

(somit würde ich "gut"Altruismus" als Stärke bezeichnen, einfacher wäre es dem "böse"Egoismus" nachzugeben)


>> Gut Böse als subjektiv zu sehen < Nicht GUT und Böse als Personen wie in Glauben, aber einen auf unser Denken auswirkenden Wert,
wie die Antimaterie das Gleichgewicht zur Materie.

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