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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Distanziert....
LetumSeit gegrüßt,


Manche Menschen haben es an sich, anderen gegenüber Distanz zu halten, sowohl physisch wie auch mental. Fühlt man sich jedoch nicht früher oder später aufgrund dieses Abstandes alleine? Tut man das, weil man auf sich selbst fixiert oder sogar ein Egoist ist?

Wie seht ihr das? Eure Erlebnisse, Erfahrungen mit solchen Menschen würden mich sehr interessieren….natürlich auch eure Meinung…

Nähe oder doch Abstand? Wodurch erfährt man eine größere Zufriedenheit?

Meine Frage wäre es jedoch, ob Personen die dies tun, auf Dauer so bleiben oder dieses Verhalten zeitlich begrenzt ist.

freue mich auf jede antwort
:)

gruß Letum!!
DichterseeleIch habe mich einige Zeit lang (etwas mehr als ein Jahr) von meinen Mitmenschen doch sehr stark distanziert.
Das Resultat darauf war, dass ich ein Egozentriker wurde, der ständig sich selbst und andere stark analysierte. Mitlerweile hat sich das glücklicherweise doch schon wieder etwas gelegt.
Allerdings habe ich bis heute keine Freundin, aber irgendwie verspüre ich auch immer weniger das Bedürfnis danach. Man ist in gewisser Weise in "Sicherheit" aber man verstumpft total in den sozialen Angelegenheiten.
TrauerwesenHallo letum,

ich kann nur von mir selbst sprechen, und da bin ich sicherlich nicht distanziert, weil ich arrogant oder egoistisch bin, eher das gegenteil, auch wenn ich den Eindruck schnell erwecke. Ich bin halt eher der zurückgezogenere Mensch, vor allem bei Fremden, weil ich einfach ungern Leute an mich ranlasse oder nicht weiss, was ich mit denen anstellen soll.

Generell denke ich, sind aber die meisten Menschen deswegen distanziert, weil sie sich so schützen können. Es kommt auch immer auf das Gegenüber an, ich werde dann eigentlich sehr schnell warm mit Menschen, aber wie gesagt, entweder schnell, oder aber gar nicht, kommt immer drauf an. Von daher ändert es sich schon, kommt halt wie gesagt auf den Menschen an.
Das hat übrigens nichts unbedingt was mit Schüchternheit zu tun, ist irgendwie was anderes. Schüchternheit definiere ich eher als etwas, das generelle Scheu gegenüber Menschen darstellt, diese Distanz ist irgendwie doch anders.
Pseudo-Gruftiii[QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i]
Manche Menschen haben es an sich, anderen gegenüber Distanz zu halten, sowohl physisch wie auch mental. Fühlt man sich jedoch nicht früher oder später aufgrund dieses Abstandes alleine? Tut man das, weil man auf sich selbst fixiert oder sogar ein Egoist ist?[/QUOTE] nein, man tut es weil man eine arme sau (oder auch ein emotionaler krüppel) ist, die kein anderes selbstschutzsystem kennt das auch noch so gut wirkt.
DisaburIch bin auch ein Mensch, der sich eher von anderen distanziert. Natürlich fühlt man sich nach einer Weile alleine, und das ist kein gutes Gefühl. Aber auf jeden Fall ein besseres als jemandem zu vertrauen und dann enttäuscht zu werden.
Ob das der richtige Weg ist weiß ich nicht, doch wie Dichterseele schon sagte ist es der sicherste.

Vielleicht treffe ich ja eines Tages jemanden, bei dem ich keine Angst haben muss verletzt zu werden, aber bis man soetwas über jemanden weiß dauert es nunmal seine Zeit. Und bis dahin ist die Isolation glaub ich gar nicht so verkehrt.

Und @ Letum: Natürlich ist das ein egoistisches Verhalten, aber im Grunde ist jeder Mensch ein Egoist und versucht einfach nur irgendwie glücklich zu werden.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i]
[B]nein, man tut es weil man eine arme sau (oder auch ein emotionaler krüppel) ist, die kein anderes selbstschutzsystem kennt das auch noch so gut wirkt. [/B][/QUOTE]

Das ist wohl Definitionssache. Eine arme Sau kann ebenso jemand sein, der es nicht erträgt, alleine zu sein. Der Einzelgänger hingegen kommt damit gut aus.
Pseudo-Gruftiii@trauerwesen: ja da hast du recht, aber ich glaube du setzt die grenze der distanz bei beiden dingen ein bisschen anders wie ich....
Silencia[QUOTE]Ich bin halt eher der zurückgezogenere Mensch, vor allem bei Fremden, weil ich einfach ungern Leute an mich ranlasse oder nicht weiss, was ich mit denen anstellen soll. [/QUOTE]

Das trifft auf mich auch zu.

Ich hatte irgendwie schon immer die Scheu neue Leute zu nah an mich heran zu lassen. Sowohl physisch als auch mental.
Das Gefühl kann man nicht beschreiben. Es ist einfach, dass ich es nicht mag, wenn mir fremde Leute zu nahe kommen. (physisch + mental)
Es dauert ziemlich lang bis ich eine Person in meine Nähe lasse.
Zu dem Mental muß ich sagen, dass ich einmal einer Person bedingungslos vertraut habe...
und mein Vertrauen mehr als gebrochen wurde. Und hierbei rede ich nicht von Fremdgehen oder solchen Kleinigkeiten. Seitdem habe ich mein Herz irgendwie verschlossen...
Ich habe zwar wieder einen Freund, der mir Nähe (physisch) gibt und ich vertraue ihm auch, aber ich kann mich nicht mehr komplett fallen lassen.

Ich denke es ist wirklich ein einfacher und bequemer Weg niemanden an sich heran zu lassen, aber es ist auch ein sehr einsamer Weg.
LetumWahrscheinlich sieht dies jeder als eine Art Schutzmechanismus, ja. Jedoch interessiert mich die Frage, wie man auf dauer damit auskommt.

Oftmals führt distanz auch zu Ignoranz und dies ist ein Verhalten, dass mir sehr unangenehm erscheint....

Und natürlich ist es menschlich oftmals egoistisch zu handeln, jedoch bezeichne ich menschen, die keine rücksicht auf andere nehmen und nur auf ihr eigenes Wohlbefinden achten als Egoisten bzw. als "selbstfixiert und selbstsüchtig".

Führt Distanz nicht oftmals zu depressiven verstimmungen? wie seht ihr das...?

gruß Letum!
SilenciaIch verstehe auch Distanz eher in dem Sinne (auf mentale bezogen) , dass man der anderen Person nicht allzu viel von sich erzählen will also nicht zu viel vertrauen will.
Und da verstehe ich nicht, wieso du jemanden als selbstsüchtig bezeichnest, der dadurch (fehlendes Vertrauen) nicht weiß, was er mit anderen erzählen soll.


[QUOTE]Führt Distanz nicht oftmals zu depressiven verstimmungen?[/QUOTE]
Dem kann ich nur insofern zustimmen, dass ich selbst noch nicht gelernt habe mit der Einsamkeit umzugehen. Wer mit der Einsamkeit allerdings keine Probleme hat oder sie vielleichtt sogar noch vorzieht, wüßt ich ehrlich gesagt nicht, wieso er dann depressiv werden sollte.
Pseudo-Gruftiii[quote]Oftmals führt distanz auch zu Ignoranz und dies ist ein Verhalten, dass mir sehr unangenehm erscheint....[/quote]hmpf, ist doch jedem sein bier, der es gleich so auffasst. diese art von selbstschutz ist ein durchaus moralisch vertretbarer egoismus. denn dieses bisschen egoismus ist menschlich natürlich beschützend und deshalb auch völlig okay.


[quote]
Führt Distanz nicht oftmals zu depressiven verstimmungen? wie seht ihr das...?[/quote]das maß ist schwer festzusetzen und wahrscheinlich auch bei jedem anders. zu viel distanz ist nicht gut aber zu viel vertrauen genausowenig. der mittelweg ist die perfekte aber nicht einfache lösung.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i]
[B]@trauerwesen: ja da hast du recht, aber ich glaube du setzt die grenze der distanz bei beiden dingen ein bisschen anders wie ich.... [/B][/QUOTE]

ja, das kann sein, einfach nur "Distanz" bietet bei dieser Diskussion wohl auch viel Interpretationsraum.



Letum:

Nun, es ist ja nicht so, dass jeder, der irgendwie anderen gegenüber distanzierter ist, gar keine Freunde hat. Es gibt wohl doch den Kreis der "Auserwählten".

Was depressive Verstimmungen angeht, nunja, ich tendiere zu ja und zu nein auf Deine Frage. Ich muss sagen, ich gehöre zu den Leuten, die gerne alleine sind und ihre Ruhe brauchen - in gewisser Weise. Es kommt wohl auf den jeweiligen Menschen an, wenn welche da sind, wenn man sie braucht, ist ja alles in petto ;)
Leute, die unbedingt Leute um sich rum brauchen, sind dann wohl auch weniger Einzelgänger, ich denke, das eine schliesst das andere nicht unbedingt aus. Kommt wohl auch auf das Umfeld usw an.
LetumEs ist nun mal eine Tatsache, dass jeder Mensch die Welt, dinge usw. mit anderen augen sieht und natürlich aufgrund dessen dies anders interpretiert.

man muss sich auf eine bestimmte richtung einigen...;)

wohl war ist, dass oftmals distanz gehalten wird, da menschen angst davor haben verletzt zu werden. Jedoch zieht man genau aus solchen erfahrungen stärke. Es dauert seine zeit, aber danach fasst man wieder mut und geht seinen weg weiter.

(mental) distanzierte menschen sind in der tat meist einzelgänger die sich auf eine bestimmte sache konzentrieren und den rest der menschheit um sich herrum vergessen oder im endeffekt nicht mehr wahrnehmen wollen.

Da jeder mensch auf seine eigene art besonders ist (individium?...interpretiert wiederrum jeder anders...) verhält er sich auf eine andere weise "distanziert"!

und ich will nicht behaupten, dass solche menschen keine freunde haben, ganz im gegenteil...ich habe erfahren, dass solche arten von personen meist als neutral gedeutet werden. Ihr vertrauen zu gewinnen ist in der tat schwierig, jedoch können gute unterhaltungen mit ihnen geführt werden...

und einsamkeit ist ein thema für sich....es hat seine positiven und negativen seiten, so wie das meiste auf dieser welt...jeder geht anders damit um...
aber meist sind nun mal depressive verstimmungen die folge...muss nicht sein, allerdings ist dies einfach bei der mehrheit der fall.

wie ist eure meinung dazu...:)
Gottes.HandIch denke nicht das es es zeitlich bedingt ist,da man nicht so geboren wird sondern von den menschen so gebrannt wird.
sternpfade[QUOTE]wohl war ist, dass oftmals distanz gehalten wird, da menschen angst davor haben verletzt zu werden. Jedoch zieht man genau aus solchen erfahrungen stärke. [/QUOTE]

Ich stimme zu, dass das mit der Angst, verletzt zu werden, sicherlich eines der Hauptargumente ist. Aber welche Stärke ziehst du daraus verletzt zu werden?
Ich denke, durch solche Erfahrungen wird man eher noch scheuer und misstrauischer....oder meinst du, die Stärke, Menschen besser einzuschätzen?

[QUOTE]......Ihr vertrauen zu gewinnen ist in der tat schwierig, jedoch können gute unterhaltungen mit ihnen geführt werden...[/QUOTE]

und ich denke, dass diese Menschen den Wert einer Freundschaft schätzen und nicht belanglos damit umgehen, wie villeicht jemand, der mit jedem "gut Freund" ist....

ach ja, mit der depressiven Verstimmung stimm ich dir auch zu, aber ist es nicht manchmal auch positiv, über alles nachzudenken?
So entsteht aus einer depressiven Verstimmung vielleicht auch manchmal eine neue, bessere Sichtweise. Immerzu Spaß haben in der Spaßgesellschaft fördert bestimmt nicht das innere Wachstum....aber das führt jetzt auch zuweit ins off-topic....
matheaHallo zusammen!

Meiner Meinung nach sind Menschen die sich selbst isolieren bzw. von allen anderen Menschen distanzieren doch eigentlich zu bewundern.

Ist es nicht erstrebenswert selbstständig zu sein? Seinen eigenen Weg zu gehen ohne abhängig zu sein? Nicht immer zu überlegen ob und wie das eigene Verhalten bei Anderen ankommt?

Klar, die Grenze zur egozentrischen Rücksichtslosigkeit ist nicht weit. Aber selbst gewählte Isolation macht gewiss nicht depressiv, es sei denn man ist bereit depressiv.
cravekann man sich denn nicht auch von anderen distanzieren, da man ihre nähe nicht erträgt oder einfach zu emotionsfähig ist für diese welt?

mir persönlich fällt es sehr schwer mich anderen menschen zu öffnen, da sie mir zu oft leid zugefügt haben und ich bin aus diesen situationen nicht stärker geworden.

wenn nähe wehtut sollte man sie dann nicht besser nur mit denen teilen, denen man diese auch anvertrauen kann und bei denen man sich sicher ist, dass sie dieses vertrauen auch schätzen?

ich versuche oft mit unzugänglichen menschen zu kommunizieren, gerade darum, weil sie mich scheinbar ähneln.

versuch einfach durch viel fingerspitzengefühl dich an diese personen heranzutasten und versuche dann den grund für ihre art zu ergründen.
matheaStimmt. Um echte Nähe zu finden braucht man viel Zeit und Geduld.

Aber im Endeffekt garantiert doch nichts, dass man nicht verletzt oder verlassen wird.

Respekt vor denen die sich selbst genügen...
SilenciaDem stimm ich zu.

[QUOTE]original von mathea:
Respekt vor denen die sich selbst genügen...
[/QUOTE]
theDAmNed[QUOTE] Wahrscheinlich sieht dies jeder als eine Art Schutzmechanismus, ja. Jedoch interessiert mich die Frage, wie man auf dauer damit auskommt.

Oftmals führt distanz auch zu Ignoranz und dies ist ein Verhalten, dass mir sehr unangenehm erscheint....

Und natürlich ist es menschlich oftmals egoistisch zu handeln, jedoch bezeichne ich menschen, die keine rücksicht auf andere nehmen und nur auf ihr eigenes Wohlbefinden achten als Egoisten bzw. als "selbstfixiert und selbstsüchtig".

Führt Distanz nicht oftmals zu depressiven verstimmungen? wie seht ihr das...?
[/QUOTE]

Ich weiß zwar nicht ob meine Erfahrung gut dazu Beiträgt aber ich kritzel es mal hin :

Bei mir ist es sehr wechselhaft ...leider nicht Kontrollierbar _
bin mal äußerst zufrieden und mal bin ich kurz davor zu kotzen
wenn Menschen in meiner Umgebung sind...
wenn man mich länger kennt ist das zwar immer noch komisch, aber nicht mehr schockierend.
Es kommt halt vor, dass bei mir mal nen Tag / Monat oder halbes Jahr einfach Sendepause ist.
(Na gut oder ich zieh nen mieses Gesicht und man hört nur grummeln:)
Am längste war mal, als ich ca.16 war, derzeit hab ich mich bestimmt nen komplettes Jahr abgeschirmt.

>Dazu wie ich damit auskomme " es nervt uebelst !" hab mir damit schon vieles kapput gemacht.

>zu dem Ignoranz entwickeln/ ja das hab ich, aber zum Glück gut unter Kontrolle. kann zwar (unter dem Motto Ignoranz=Schild)
so ziemlich alles blocken... /naja hört sich toller an als es ist...
ist halt keine fein Einstellung möglich.

>ob Distanz Depressionen auslöst/ ich weiß nur das sie sich dadurch verschlimmern können, bin quasi dauer depressiv.
(aber ich denk mal bei dem ganzen Murks ist es dann auch kein Wunder mehr)
morrigaineich muss zugeben,ich mag distanzierte menschen nicht besonders.ich grenze mich zwar auch aus,aber nur in dem sinne dass ich zb in der schule nicht auf menschen zugehe weil sie mich nicht interessieren.aber wenn sie auf mich zukommen,bin ich offen.meine meinung ist ,dass man sowieso niemandem 100% vertrauen kann,also gehe ich davon aus dass ich immer verletzt werden kann.aber was nützt es einem da,sich zu verschliessen?nichts.dann verpasst man auch viele glückliche momente.
Letummeine meinung morrigaine;)

Der Mensch sehnte sich schon seit Anfang seiner Geschichte nach Nähe zu seines gleichen und aufgrund dieser Tatsache, ist es mir manchmal unerklärlich, wenn sich Menschen von der ganzen Welt "abschirmen". Entsteht nicht dadurch früher oder später ein Realitätsverlust? Entgehen einem dadurch nicht so viele, zwar meist kurze aber wunderschöne momente?

Verständlich ist es, dass man sich ab und an zeit für sich braucht, muss man jedoch gleich anderen gegenüber mit eventuell gleichgültigkeit entgegen kommen?

natürlich heißt es auch nicht, dass jeder einzelgänger dieses Verhalten aufweißt, bei der mehrheit ist dies jedoch der fall
;)

@the damned:
wieso hast du dich für eine so lange zeit von deinen mitmenschen abgeschirmt? warst du unglücklich oder unzufrieden?
Silencia@Letum

Ich sehe Andere auch nicht als gleichgültig an.
Ich wünschte ich könnte es, doch ich kann es nicht.
SchwertheldGrüße,

also ich denke ich bin (zumindest Eurer Meinung nach) auch "distanziert" doch nur aus dem Grund das ich kein so starkes Mitteilungsbedürftniss habe. Nicht weil ich den Leuten nicht vertraue, meine Freunde wissen und respektieren das. Ich komm gut allein klar ohne Ignorant zu werden, außer ihr mein damit ich jemandem sage er soll sich verziehen wenn er sich aufnötigt.

Ich denke auch das nur Leute in ihrer "Isolation" depressiv werden wenn sie eigentlich reden wollen und jemand dazu brauchen es aber nicht machen oder niemanden dazu haben. Ich wunder mich jedes mal aufs neue wenn mir mein bester Freund von seinen Problemen erzählt die ich nie für so wichtig empfinde das ich sie erzählen müsste. Aber ich höre trozdem zu, weil ichs respektiere.

Auch finde ich das die meisten Leute die man so trifft einfach so einfach gestrickt sind das mich eine Bindung (auch Freundschaftlich) nicht reizt, sogar eher schreckt. Das sage ich dann auch meist freundlich aber bestimmt. Lieber früher als Ignorant gelten als später jemand verletzen wenn mans nimmer aushält und der jenige einen aber ins Herz geschlssen hat.

Weniger Schutz als Geschmack ist also Grund für die "Distanz".

Vielleicht bin ich ja eine Seltenheit oder aber ihr verleit der "Isolation" eine Dramatik die sie nicht verdient hat.
Letum"Isolation" hat für jeden eine andere Beteutung und wohlmöglich wird dieser begriff und alles was mit ihm in verbindung gebracht werden kann etwas dramatisiert. Aber auch nur, weil die gesellschaft dies gleich als negativ darstellt und man nicht bestreiten kann, dass dies auch "meist" der fall ist.
So lange eine person damit glücklich ist, sollte sie "abstand" von anderen halten um dies auch zu wahren, jedoch sollte auch darauf geachten werden, dass sein verhalten durch diesen nicht vorhandenen kontakt mit den rest der umgebung nicht verletzend wirkt, da "distanz" auch oft als "abweisung" gilt.

Fakt ist, dass sich derartige personen im grunde hauptsächlich auf sich selbst konzentrieren (sicherlich besitzt jeder der dies tut auch einen bestimmten grund), jedoch sollte man auch die augen vor dem und den anderen nicht verschließen und ständig beobachten um lernen und neues verstehen zu können.

Was meiner meinung nach eventuell getan werden sollte, ist den Grund anzugeben, weswegen man sich "distanziert" und seinen menschen das auch mitzuteilen. den sonst könnte dies bspw. als Arogganz oder auch als Akzeptanzlosigkeit der menschheit gegenüber gedeutet werden.

allerdings wollen manche personen einfach nicht auffallen, ja, vielleicht ist dies der grund. Ich deute das aber meist auch als bescheidenheit.

wie habt ihr das an eurem eigenen leibe erlebt, falls ihr als "distanziert" geltet? Seit ihr mit vorurteilen und verständnislosigkeit konfrontiert worden?

würde mich sehr interessieren...:D :)
SilenciaSo ähnlich wie dir ging es mir auch früher einige Jahre lang.
Allerdings habe ich nach einer Weile durch Depressionen gemerkt, dass ich eine Bezugsperson brauche in meinem Leben.

Ich habe ja auch meine Familie als "Feind" angesehen und innerhalb der Familie kaum bzw. nur das nötigste gesprochen mit Jemandem.

Ich beneide dich irgendwie darum, dass du mit der Einsamkeit so gut zurecht kommst.
SchwertheldAlso ich bin mit meiner Distanz nie besonders schlecht gefahren da ich meine wenn ein Mensch das einfachste recht der Welt, nämlich seine Gedanken und sich aus dem Einflussbereich der anderen zu entziehen, nicht respektieren kann.

Dann will ich ihn en net kennenlernen;)

Aber komischer weise hab ich eher übermässige Aufmerksamkeit bekommen, was meinem Ziel Distanz zu wahren ja eher entgegenwirkte.

Hmm war wohl spannend mich aus mich heraus zu locken für die anderen. Doch nie war einer zufrieden wenn ich meine Gedanken zu den Worten wandelte. Tja so ist es nunmal ich mag reden aber nur über sachen die mich net betreffen. also net meine Gedanken oder seele das ist zu Intim.

Wie gehst du auf so nen Menschen zu?
Schwertheld[QUOTE]Ich habe ja auch meine Familie als "Feind" angesehen und innerhalb der Familie kaum bzw. nur das nötigste gesprochen mit Jemandem.[/QUOTE]

also da muss ich dir rechtegeben auch wenns umgedreht ist meine Mum regt sich immer ohne ende darüber auf das ich so verschlossen bin. Aber Himmel meine mum ist net mein Freund sondern eben meine Mum.
LetumIch persönlich gehe gerne auf jeden menschen ein, jedoch respektiere ich es auch, wenn jemand zu bestimmten themen kein kommentar abgeben will. Ich persönlich bin allem gegenüber sehr tolerant und offen und besitze ein sehr großes interesse für die erlebnisse und meinungen anderer, obwohl ich vor einigen jahren genau das gegenteil war. aber dies ist wahrscheinlich auch der grund für meine jetztige offenheit.

Aber das sich jeder manchmal zurückzieht, sollte respektiert werden, was leider sehr selten der fall ist, da gleich der eindruck erscheint, als würde dieser mensch mit bestimmten dingen nicht klar kommen oder als hätte diese person irgendwelche probleme die ihm peinlich wären...was auch immer.

Sehr schwer ist jedoch heraus zu picken, ob jemand der eine gewisse distanz wahrt, auch einem die wahrheit als antwort liefert...wie seht ihr das?
Oft versucht man ja mit lügen die anderen von sich fern zu halten...es entsteht oft ein falsches bild dieser person....
SchwertheldWenn er ein guter Lügner ist garnicht. Aber im Prinzip ist es immer so. lügt er bekommst du eh nicht die wahrheit. willst du ihn zum reden bringen schweigt er weil er denkt du bist neugierig und aufdringlich. Das Vertrauen eines Solchen Menschen bekommt man nicht durch worte nur durch Taten.
theDAmNedmmh sehr schwierig zu sagen...
richtig beantworten kann ich es nicht"

Eventuell der Umgang mit zu vielen Leuten " der das hervorruft (?)
oder das erkennen nicht wirklich dazu zu gehören(?)
"Fühl mich meißt als Aussenseiter ohne das ich es wirklich bin"
klingt komisch"
aber wahrscheinlicher ist es, dass ich mich aus Angst verlassen zu werden distanziere (?)

naja hin oder her ist halt kein geplanntes/kontrollierbares Verhalten...

@Schwertheld
>>Ich wunder mich jedes mal aufs neue wenn mir mein bester Freund von seinen Problemen erzählt die ich nie für so wichtig empfinde das ich sie erzählen müsste. Aber ich höre trozdem zu, weil ichs respektiere.<<

sowas kenne ich sehr gut ...
aber anders herum stoß ich mit meinen, mir wichtigen Problemen, dann bei den meißten Anderen auf Unverständniss.
nönix[QUOTE]Hmm war wohl spannend mich aus mich heraus zu locken für die anderen. Doch nie war einer zufrieden wenn ich meine Gedanken zu den Worten wandelte. Tja so ist es nunmal ich mag reden aber nur über sachen die mich net betreffen. also net meine Gedanken oder seele das ist zu Intim.[/QUOTE]

Ich glaube, genau das ist der Punkt. Ich glaube, viele Menschen mögen einfach die Gedanken, die ich habe, nicht gerne hören.
Ich habe einfach festgestellt, dass ich mit ehrlichen Äußerungen sehr schnell auf Ablehnung stoße (und nun ja, ich beobachte und analysiere automatisch recht gnadenlos und bin zusätzlich ein eher bösartiger weil verbitterter Mensch).
Wenn ich das also einmal gelernt habe, versuche ich automatisch, meine Innenwelt zu verstecken, weil ich weiß, dass die wohl besser im Verborgenen bleiben sollte, sonst ist man doch sehr allein auf der Welt. Und sich selber eingestehen zu müssen, dass man ein mieses Aas ist, das anderen nix verzeihen kann, weil es sich selbst nix verzeihen kann, ist schon hart.
Soviel zu meiner Erfahrung;)

[QUOTE]Das Vertrauen eines Solchen Menschen bekommt man nicht durch worte nur durch Taten.[/QUOTE]
Ich finde, es hilft auch viel, wenn andere zunächst mal viel von sich preisgeben. Man möchte den anderen nun einmal einschätzen können.
Andrerseits sollte man aber auch versuchen, jemanden, der sich zumindest in Gesprächen distanziert verhält, als ganzes wahrzunehmen - auch das zu beachten, was er TUT, auch wenn er zur Erklärung oft nichts dazu sagt (kann dann auch mal Bescheidenheit sein). Aber diese Art von "Zuhören" beherrschen die meisten Menschen nicht...
Konkalit_4Hm , ne gute Frage, also aufgrund einiger Ereignisse hab ich mich wirklich dafür entschieden abgeschieden zu bleiben, also wenig Kontakt zu Freunden und Kollegen und erst Recht keine Beziehung mehr. Sobald sich irgendwas in der Richtung anbahnt, brech ich den Kontakt komplett ab. Ich bin kein Egoist, aber ich bin mir selbst zu wertvoll um wieder mich so weit zu öffnen um verletzt zu werden. Wenn es mal passiert das mich jemand umarmt ist es schon wirklich ungewöhnlich da solche Nähe selten ist.
LetumBeobachtungen und Analysen sind immer in der Tat vorteilhaft, wie soll man jedoch richtige schlüsse ziehen, wenn sich das gegenüber nicht öffnet?
Es werden falsche Schlüsse gezogen und dies führt meist zu streiterein und weiter reichenden auseinandersetzungen....

Zuhören ist immer eine art zu zeigen, dass man respektiert und verstehen will. ich zitiere...jedoch reicht das verständnis meist weiter als der verstand....wie der satz interpretiert wird, ist jedem das seine....

natürlich werden probleme, beziehungsstress, liebeskummer, druck usw. überbewertet und meist schlimmer empfunden, als sie im endeffekt sind...

aber zurück zur "distanz"...
Wie zu hören bzw. lesen;) ist, ist es ein schutzmechanismus aufgrund schlechter erfahrungen mit anderen menschen, die gemacht worden sind....
und in den meisten fällen ist es eine art kurzfristiger "ruhestand", dass heißt eine kleine auszeit die man sich nimmt um wieder stärke zu gewinnen....
jedoch sollte meiner meinung nach versucht werden, trotz all dem furchtbaren schmerz den man erlitten hat aufgrund verschiedener ereignisse, dinge noch mal anzugehen. Denn so wird man herausfinden, dass es nicht darauf ankommt welcher schmerz wieder ausgelöst wird, sondern welchen lösungs- bzw. ausweg man wählt und wie man damit umgeht....ist distanz da die einzige lösung?

wie seht ihr das....:)

Gruß
SchwertheldSehn wir das ganze aus einer Beobachter Position aus bemerken wir glaub ich das jeder "Distanz" hält. Es kommt nur drauf an was ein Mensch würdig genug empfindet um es in sich zu verschließen, es eben nur für sich zu behalten. Ich denke die meisten verschlossenen Menschen zeigen damit nur eine Emotionale Tiefe die den "durchschnitts" Menschen wohl verwehrt bleibt, sind eben alle Oberflächlich.

Ist ein Hopper z.b. schwul denke ich würde er es für sich behalten und sich distanzieren weil es in seiner Umgebung wohl falsch aufgenommen würde. Und genauso hat jeder seine spezielle Umgebung und seine Ansichten der Dinge die er lieber verschließt und solche Menschen haben auch meist den hang dies weiter bis ins exesive zu treiben. Leider.

Oder hab ich da n Denkfehler ?;)
LetumEinen Denkfehler hast du mit sicherheit nicht;)...ganz im Gegenteil...

Deine Worte haben ihre Richtigkeit und sie sind wahrscheinlich auch begründet. Der "durchschnittliche/normale Mensch" hat wohl aus kein weitgehendes tiefsinniges Denken, denn seine Absichten sind die Aufnahme in die Gesellschaft und Gemeinschaft. Er würde es nie wagen zu wiedersprechen, eventuell Dinge die ihm vorgeschrieben werden in Frage zu stellen...so sehe ich das.

Distanz wahren heißt auch, sich über bestimmte Dinge klar zu werden, tiefer nach ihnen zu graben, forschen....ein besseres und vielseitiges Verständnis und Erkenntnisse zu entwickeln...

Aber auf Dauer mit seinen Gedanken alleine zu sein...ist das der richtige Weg? hat wohl jeder für sich selbst zu entscheiden, aber bestritten werden kann nicht, dass man aufgrund eines derartigen Denkens und diesen gewahrten Abstandes oftmals nicht toleriert wird....
Niamh[QUOTE][I]Original geschrieben von Letum[/I]
Distanz wahren heißt auch, sich über bestimmte Dinge klar zu werden, tiefer nach ihnen zu graben, forschen....ein besseres und vielseitiges Verständnis und Erkenntnisse zu entwickeln...[/QUOTE]

Ich denke nicht, das Distanz unbedingt was mit Erkenntnis zu tun hat, außer vielleicht der Erkenntnis nicht jedem Menschen gleich die ganze Persönlichkeit in allen Facetten auf die Nase zu binden, aber das bedingt sich nicht. Man muss nicht distanziert sein, um das zu wissen bzw so zu handeln. Da ist die Frage wo diese Distanz anderen gegenüber beginnt. Denn eine gewisse Distanz ist fremden Menschen gegenüber immer vorhanden.

[QUOTE][I]Original geschrieben von Schwertheld[/I]
Es kommt nur drauf an was ein Mensch würdig genug empfindet um es in sich zu verschließen, es eben nur für sich zu behalten. Ich denke die meisten verschlossenen Menschen zeigen damit nur eine Emotionale Tiefe die den "durchschnitts" Menschen wohl verwehrt bleibt, sind eben alle Oberflächlich. [/QUOTE]

Wieso denn "[I]würdig genug[/I]" um es in sich zu verschließen?
Ich denke das hat ganz unterschiedliche Gründe, manches ist peinlich, zu intim, [I]nicht[/I] würdig es anderen zu erzählen.
Und wieso bedeutet verschlossen sein gleich emotionale Tiefe? Und andersrum, wenn man über alles redet Oberflächlichkeit? Ich dachte gerade in der schwarzen Szene brüsten sich immer alle damit über [B]alles[/B] zu sprechen und eben auch über Themen über die all die anderen [B]nicht[/B] sprechen, sich dem gegenüber also verschließen?
X InferisDistanz kann viele Ursache haben.

Weit verbreitet ist die Distanz zu anderen Menschen als Selbstschutz. Sehr beliebt bei "gebrannten Kindern" und Menschen, die vom leben enttäuschen wurden, um weiteren schlechten Erfahrungen aus dem Weg zu gehen. Bei zunehmender Isolation leidert die Person jedoch in der Regel zunehmend an "innerer Leere", was wiederum der Genesung sehr abträglich ist.

Eine andere Sorte Mensch legt beispielsweise keinen Wert auf Gesellschaft, da er schlichtweg seine Unabhängigkeit verlieren möchte. Diese Menschen opfern soziale Kontakte für ihre eigene Freiheit, gemäß dem Lebensstil "Binde Dich an nichts, was Du nicht innerhalb von 5 Minuten wieder loswerden kannst".
Silencia[QUOTE]Weit verbreitet ist die Distanz zu anderen Menschen als Selbstschutz. Sehr beliebt bei "gebrannten Kindern" und Menschen, die vom leben enttäuschen wurden, um weiteren schlechten Erfahrungen aus dem Weg zu gehen. Bei zunehmender Isolation leidert die Person jedoch in der Regel zunehmend an "innerer Leere", was wiederum der Genesung sehr abträglich ist.
Eine andere Sorte Mensch legt beispielsweise keinen Wert auf Gesellschaft, da er schlichtweg seine Unabhängigkeit verlieren möchte. Diese Menschen opfern soziale Kontakte für ihre eigene Freiheit, gemäß dem Lebensstil "Binde Dich an nichts, was Du nicht innerhalb von 5 Minuten wieder loswerden kannst".
[/QUOTE]

Bei mir ist allerdings von beidem etwas dabeí ?.?

Ich denke du kannst das nicht unbedingt in 2 Spalten teilen.
Dies sind zwar zwei Hauptgründe für eine Distanzierung, aber es gibt z.B. auch einige Leute die wirklich einfach nur ihre Ruhe haben wollen. Oder die diese Distanz einfach so "gelernt" haben durch diese Gesellschaft.
Schwarze TraeneIch bin auch distanziert von Personen, doch immer so, dass sie es nicht merken. Ich erzähle ihnen Sachen, doch nicht alles. So wissen selbst meine Freunde nicht sehr viel über mich, auch wenn sie es denken.
Es gibt eine Person, der ich sehr viel erzähle, doch wir kennen uns nur übers Internet, so ist es Vertrauen, doch auch nicht so stark, weil selbst wenn er es weitererzählen würde würde ich es nie wissen, jedoch kann ich so auch nicht verletzt werden.

Auch mental ist es bei mir so: Kommt mir Jemand zu nah geh ich meist zurück, doch es gibt auch ein ganz paar Personen, die dürfen mich umarmen, jedoch halt die wenisgten....

Ich habe die Distanz entwickelt, weil ich schon zu oft von Menschen verletzt wurde!
LetumDie häufigste Ursache ist nun Schutz...wie man merkt!

natürlich bedeutet es nicht, dass falls ein Mensch distanziert ist, dieser auch gleich ein tiefsinniges emotionales denken und empfinden hat...jedoch kann man dies auch nur durch kommunikation erfahren....auf welche art auch immer...

und aufgrund dieses ständigen "verletzt werden", zieht man sich zurück ja...aber für wie lange? macht es wirklich einen sinn, wenn der mensch sein leben lang nur für sich lebt und zu keinen anderen ein wirkliches vertrauen aufbaut?
man ist mit seinen gedanken, taten und empfindungen alleine...heißt dies aber wirklich freiheit?unabhängigkeit?

Distanz bedeutet auch oft abstumpfung...der mensch hat kein weitreichendes empfinden mehr und lebt deshalb nur noch für sich...er lässt sich treiben, erlidigt seine routinearbeiten...im grunde jedoch, hat das leben keinen tieferen sinn mehr...aber logischer weise sieht jeder das anders...

wie interpretiert ihr das....
DichterseeleIch muss allerdings auch noch etwas hinzufügen; Sorry falls es schon gesagt wurde, allerdings habe ich jetzt nicht alles Haargenau durchgelesen.
Diese Isolation wirkt allerdings auch sehr abweisend auf Aussenstehende; Sprich wenn man nun sagt: "Lass mich bitte in Ruhe." oder ähnliche Aussagen - als auch Gesten - werden nun von der Aussenwelt als abneigung gegen das eigene Ego angesehen, da viele Menschen sozial anders geprägt sind. Gut, letztendlich hängt es auch ein kleines bisschen von der Art, wie man es formuliert ab. Aber manchmal möchte man auch nur für ein paar Minuten etwas Ruhe haben, spricht nun aber in einem etwas "harscheren" Ton und sorgt natürlich zu Spannungen in dieser zwischenmenschlichen Beziehung.
LilywhiteIch bin auch ein "gebranntes Kind". Bin meinen ureigensten Weg gegangen, wollte so schnell wie möglich unabhängig werden und habe mich von vielen Leuten aus meiner Vergangenheit distanziert.
Zuerst fand ich das aufregend.Keiner konnte mir was vorschreiben, ich war mein eigener Herr und mich konnte Keiner mehr verletzen.
Doch das sehe ich jetzt anders. Mir ist es mittlerweile sogar langweilig geworden allein wegzugehen. Man lernt zwar neue Leute kennen, aber nun währen mr richtige Freunde lieber, als -mehr oder weniger- belanglose Bekanntschaften. Doch ich bin noch sehr distanziert, was mich selbst angeht. Es fällt mir schwer mich zu öffnen und Jemandem zu vertrauen. Sogar bei meinen wenigen Freunden, die ich hab.
Vielleicht liegt es auch an mangelndem Selbstbewusstsein, doch ich arbeite daran.
Wer möchte sein Leben schon "alllein" verbringen?
Dann sitzt man irgendwann im Rollstuhl im Altersheim, wirft mit seinen Katzen nach dem Personal und pfeift den jungen Zivis hinteher! Obwohl, das kann man dann ja immer noch ;)
LetumWohl war...

Will den nicht jeder Mensch eine Person an seinem Sterbebett haben, mit dem wissen zu sterben oder zu leben, dass es personen gibt die einen lieben....usw.

Bringt es wirklich einem wenn man nur für sich lebt?
Macht es glücklich?
Sieht die zukunft in einsamkeit nicht düster aus?

fragen lassen sich immer stellen...aber finden sich so leicht auch antworten bzw. ähnlich gleichende antworten?
cäthallo lilywhite,
ich kenne das. ich kann auch keinem genug vertrauen schenken, nicht einmal meinem freund. ich teste jeden menschen hunderttausendmal und noch viel öfter, der sich in meine nähe gekämpft hat. ich arbeite ebenfalls an meinem selbstvertrauen; ich muss sagen, ich habe in den letzten monaten sehr große fortschritte gemacht, was das betrifft. allerdings ist mir auch viel mehr sehr viel egaler als vorher. tja, ein nehmen und geben.
auch ich wirke auf andere auf andere distanziert und kühl; schon seit ich denken kann, haben mir das offenere menschen bescheinigt. was weiß ich, warum das so ist.
ich strenge mich wirklich an, nicht in einem dunklen loch nach dem andern zu versinken.
aber die anderen geben sich auch nicht zufrieden. ich versuche, viel zu lachen, und sie fragen mich, warum ich denn immer so ernst dreinblicke und nie lache?!
Letum@ cät,

aber meinst du nicht, dass du mit deinem Abstand Menschen denen du interessant oder derartiges erscheinst nicht Schmerz zufügst? Sie könnten auch anfangen zu glauben, , falls sie öfter abgewiesen worden sind, dass mit ihnen irgendetwas falsch ist...
Ignoranz und Gleichgültigkeit fügt anderen nun mal Schaden zu.

wie siehst du das? hast du kein schlechtes gewissen oder dergleichen?
tearnochey ..
hab nicht alle beiträge gelesen, aber schreib mal was mir so durch den kopf geht dazu.
also ich glaube ich bin einer der menschen die sich von anderen distanzieren. ist aber eher unbeabsichtigt bei mir. ich glaube, das ist ein schutzmechanismus damit man nicht enttäuscht wird/sich blamiert und sowas. glücklich bin ich damit nicht. ich vermisse sowas wie geborgenheit, sicherheit,liebe. sowas erfährt man nur wenn man sich anderen menschen öffnet, mit ihnen redet. und ich glaube sowas braucht jeder. gabs da nicht auch mal so einen versuch wo man menschen (ka obs kinder waren) von sowas isoliert. also ihnen nur nahrung gegeben hat und nur kommuniziert hat um herauszufinden ob sie zb. durstig sind, aber nicht über gefühle usw gesprochen hat. wenn ichs richtig in errinerung habe gingen die daran kaputt (bis hin zum tod?!). werd ich gleich mal recherchieren.

menschen sind halt schon irgendwie rudeltiere .. auch wenn das nicht reibungslos klappt. anscheinend ist nichts und niemand ist perfekt.
cät@ letum

doch, ich sehe, dass beispielsweise mein freund daran kaputt geht und damit unsere beziehung.
ich versuche, es zu ändern. ich bin doch nicht stolz darauf, andere verletzen zu können. doch wenn man mich verletzt, gebe ich das nunmal in form von misstrauen zurück. das ist furchtbar schwer abzulegen.
aber ich arbeite daran.

die meisten menschen, die sich wiederholt von mir abgewiesen fühlen, wenden sich irgendwann ab. nicht alle, aber die meisten. test nicht bestanden, sozusagen.

ein schlechtes gewissen, naja. ich bin traurig darüber. ich glaube nicht, dass ich das ganze mit gewissen verbinden kann; es ist ja nichts, was ich absichtlich tun würde.


edit: @ tearnoc
verwechselst du das nicht mit dem versuch, die "ursprache" herauszufinden? das ist zumindest, was mir bei deiner beschreibung in den sinn kommt. dabei hat man 2 kinder von klein auf ohne mutter gelassen, es waren nur 2 ziegen für die milch da. mit den kindern wurde nicht geredet. der versuch endete damit, dass die beiden ziegenähnliche laute von sich gaben und auf vier beinen liefen (???). ich weiß nicht mehr genau; ist lange her, dass ich das mal gehört habe.

abgesehen davon: aber sicher, der mensch an sich ist ein geselliges wesen.
tearnochm kann sein das es das war. ist vielleicht auch in einer abgewandelten version zu mir gelangt .. ich kenn wen der hat nen freund dessen vater gehört hat .. =)
tearnocja, klar, da hast du vollkommen recht. war nicht so gemeint als ob dann alles in ordnung wäre
cätsagt mal, wird euch auch vorgeworfen, dass ihr alles in frage stellt?
nur eine frage am rande, da ich das eben wieder zu hören gekriegt hab.


edit: sorry, tippfehler verbessert
tearnochmm .. also nicht direkt. aber die meisten leute sind davon doch irgendwie überzeugt.
Silencia[QUOTE]gabs da nicht auch mal so einen versuch wo man menschen (ka obs kinder waren) von sowas isoliert. also ihnen nur nahrung gegeben hat und nur kommuniziert hat um herauszufinden ob sie zb. durstig sind, aber nicht über gefühle usw gesprochen hat. wenn ichs richtig in errinerung habe gingen die daran kaputt (bis hin zum tod?!). werd ich gleich mal recherchieren.[/QUOTE]


Ja, den gab's.
Ich habe zumindest auch schon davon gehört, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass man an sowas stirbt.
LetumIch glaube das die geschichte mit den Kindern im 19 Jhd war...ich habe es ebenfalls gehört.
Die Kinder wurden in sowas ähnliches wie einen Kerker gesperrt, bereits ab den ersten Jahren in denen sie Laufen und Essen konnten...soweit ich weiß.
Sie starben daran, dass ist wahr.
Aber nur aufgrund der Wissenschaft, da herausgefunden werden wollte, wie sie in einer solch psychisch schweren Situation handeln. Es waren Kinder...die noch kein Wissen hatten und letztendlich starben....Tragödie!

Ich weiß nicht ob es genau so war, aber es ist wirklich geschehen.

Und natürlich kommt es darauf an, welcher art von mensch man sich öffnet...aber dies kann man nur durch kommunizieren herausfinden. Nur beobachten und analysieren hilft oft nicht, da menschen die gabe haben, ihres gleichen in die irre zu führen.

Schmerz ist ein fester bestandteil jedes Lebens, genau so wie liebe! Der eine erträgt es und sammelt stärke, andere wiederrum geben auf eine traurige art auf und vertrauen nur noch sich selbst....
LilywhiteEinige Menschen sind distanzierter als andere. Aber immerhin sind wir "Rudeltiere".Das ist schon klar. In der Gemeinschaft können wir viel mehr schaffen als allein.
Aber kann es sein, dass wir durch unsere heutige Lebensweise immer mehr von anderen Menschen abtrifften?
Einfachstes Beispiel:Telefon.Wir kommunizieren zwar, aber wir können Gestik und Mimik des anderen nicht deuten, was aber wichtig in unserer Wahrnehmung ist. Und dann gehts ja weiter: SMS, E Mails, Chatten...
Das is genauso mit Kneipen, früher saßen die Leute abends zusammen. Und heute? die meisten haben keine Lust mehr wegzugehen und schmeißen sich vor den Fernseher.
Selbst wenn die Familie zusammen Fernseher kuckt. Stumm sitzt man nebeneinander, schweigt... vielleicht auch noch beim Abendbrot, wo man sich eigentlich viel vom Tag erzählen könnte.

Da fällt mir grad was ein: Ich war am im Herbst am frühen Nachmittag auf dem Weg zur Arbeit. Es war herrliches Wetter! Ideal um sich draußen zu betätigen. Jedenfalls fuhr ich an einem Spielplatz vorbei. Dort saß ein Kind allein und in Gedanken auf einer Schaukel. Doch wo waren die anderen Kinder?! Weit und breit nichts. Sitzen die alle vor ihrer Playstation? Das war eine erschreckende Szene für mich.
KleinEdenDas letzte mal, dass ich mich nicht von einer Person distanziert habe, ist schon sehr lange her. Ich wurde bisher nur von dieser Person nicht verletzt und konnte ihr daher auch vertrauen. Inzwischen ist diese Distanz zur Gewohnheit geworden und ich kenne das gar nicht mehr anders. Ich könnte die Nähe zu einer Person vermutlich nicht ertragen, weil es zu ungewohnt wäre und ich diese Nähe nicht aufrecht erhalten könnte.
Ich brauche die Distanz zu anderen Menschen einmal um mich selbst zu schützen und einmal um andere Menschen vor mir zu schützen. Ich möchte niemanden verletzen, da ich schon häufig genug verletzt wurde.
bradógDistanzierung von anderen heißt für mich persönlich, mehr bei mir selbst sein zu können. Zuviele Menschen und zuviel Getümmel um mich herum befremdet mich meiner selbst. Zudem lege ich keinen gesteigerten Wert darauf, mit Gott und der Welt über irgendwelche Nichtig- und Unwichtigkeiten zu kommunizieren und bestimmte Dinge und Menschen sind auch einfach nicht meine Wellenlänge, auch deshalb halte ich Distanz.

Distanz hat finde ich nur bedingt was mit Vereinsamung zu tun. Distanz hilft mir beispielsweise auch, mir über Dinge, Menschen oder gar das Leben mehr Klarheit zu verschaffen und einen anderen Blickwinkel einzunehmen zu können. Ich brauch das wie die Luft zum atmen.

Andererseits distanziere ich mich manchmal auch aus Unsicherheit, Verletzbarkeit oder auch aus Angst.

Sicher wirke ich auf viele deshalb arrogant und unnahbar, bin ich aber nicht, im Gegenteil.

DG bradòg
LetumAlso dient Distanz nicht nur als ein Mittel des Schutzes aufgrund einer Verletzlichkeit, sondern auch als eine Hilfe der Besinnung seines Eigens für manche.

Aber auf Dauer? Ich könnte mir vorstellen, dass man jedoch nach monaten oder Jahren wieder die Nähe zu anderen Menschen sucht...falls ich falsch liege, stellt dies bitte richtig ;)

Natürlich versucht jeder Mensch so viel Wissen wie möglich über sein Selbst zu erlangen, aber ich denke mal auch über das Verhalten, Handeln usw. anderer bspw. beste Freunde oder Familie.

Es stellt sich jedoch wieder eine Frage...
Über was für einen Zeitraum beansprucht so eine Suche und ist diese überhaupt nützlich, da sich der Mensch ja ständig verändert bzw. weiterentwickelt?(wobei eine Veränderung natürlich nicht gleiche als Entwicklung anzusehen ist und obwohl Zeit ja relativ ist...:D )
theDAmNed@Letum
da stimme ich zu...
...ich würde sagen um "sich selbst"(mir) mit der Diztanz einen neuen Standpunkt zu schaffen,
nach einer im vorraus geschehenen Veränderung der Meinung (Standpunkt/Weltansicht...) .

Anschließend (für diesen Fall) folgt denk ich dann wieder das langsahme Einbringen, wenn genug "Sicherheit:)
besteht wieder gesellschaftstauglich zu sein.(nach Monat/en)

So gesehen finde ich es gut, da man für ein selbst ein festeres Fundament schafft und dabei nicht zu stark von
Gruppenzwängen und/oder anderer Gruppendynamiken beeinflußt wird.
Somit distanziert (wie so schön gesagt: aus einer anderen Perspektive) und gewisser neutraler Basis den derzeit vorhandenen Standpunkt ueberdenken kann.

Die Gefahr dabei sehe ich wenn dieses Revue passieren lassen sich verhärtet und man sich davon nicht mehr lösen kann bzw.
es einen in einen depressiven Zustand versetzt (oder verstärkt).

Für mich persönlich find ich es nur schade nicht die Gewissheit zu haben in wie weit ich das Ganze im Griff habe,
den beim auseinader zerren stolpere ich ueber
Soziale Phobien(?) die ein ""ich entscheide unbeinflußt"" ausschließen.
(Zudem das "Solch" (mein) Verhalten durch Angst vor Verlust und sei es nur Verletzheit verstärkt werden kann.)
bradógJe älter ich werde, umso mehr distanziere ich mich. Ist nicht so, daß ich zu allem und jedem Distanz halte, es gibt wenige Menschen, die habe ich immer gerne nah bei mir.

Mit zunehmendem Alter zeigt sich mir auch immer mehr, daß ich weiß ich was ich will und nicht will, was mir wichtig ist und was nicht und auch deswegen distanziere ich mich hier und da.

Durch Distanz erhalte ich zudem mehr Rundumblick, weit mehr als wenn ich mitten im Geschehen stecke. Ich beobachte z. B. gerne Menschen und deren Verhalten - mit Distanz - das ist sehr lehrreich.

Doch ... ne gewisse "Gefahr" ist schon da, alles nur noch aus der Beobachterperspektive zu betrachten, wenn man sich zu sehr distanziert und der Weg zurück ins Geschehen/Leben kann dann schwierig werden.

Ich denke schon, daß es nützlich ist, sich selbst zu ergründen, das hilft ja teilweise auch, andere Menschen besser zu verstehen und wie soll jemand, der sich selbst nicht versteht, andere verstehen? Und gibt es ein größeres Abenteuer, als das eigene Ich zu erforschen? Einen Zeitraum kann ich dafür nicht festmachen, kommt ja schließlich ganz darauf an, ob und wenn ja, wie weit man sich in die eigenen Abgründe begeben will.

Der Punkt mit den Zwängen - gesellschaftliche oder in welcher Form auch immer - ist für mich ein ganz entscheidender. Nur mit Distanz kann ich mir über solche Dinge wirklich klar werden. Ich muß mir in Ruhe Gedanken machen können. Bin ich mitten im Getümmel, trübt sich mir die Sicht und die Wahrnehmung.
LetumWohl wahr.
Steckt eine Person in Mitten des Getümels, so können nicht alle Dinge wahrgenommen werden. Und durch eine gewisse gewahrte Distanz behält man um so mehr im Auge. Es kann unterschieden, aussortiert werden und es wird erkannt was (meist für einen selbst) wichtig oder nichtig ist.

Vielleicht erscheint es den meisten auch als eine Art Neutralität. Da oft überhaupt nicht oder nicht voreilig geurteilt wird. Es hat viele Vorteile, jedoch denke ich, dass dieser Abstand um so mehr Nachteile in sich trägt. (ansichtssache...)

Oft findet man jedoch den Weg in die Gesellschaft/Gemeinschaft nicht mehr zurück, und was dann?
Der Mensch fällt um so tieter in sich selbst...letztendlich verliert er sich in seinen eigenen Gedanken und wirk verwirrt. (bspw. kann dies das Endresultat nach dem "Finden und Erforschen des Eigens" sein)
Demon_KingIch kann da von mir selbst sprechen. ich selbst bin schon immer etwas menschenscheu ... ich weis nicht wiso , aber ich kann schlecht mit menschn umgehen ich habe zwar ein paar wenige Freunde aber huptsächlich bin ich alleine.
Wen ich etwas mi menschen anfange werd ich meist entäucht, veraten oder tuheohne das ich das will den menschen irgendwie weh.
Naja natürlich fülle ich mich manchmal einsam , aber so finde ich es doch besser als wen ich manchen menschen weh tuhe die ic eigenlich mag.
natürlich würde sich das auch ändern wen ich mal menschen kennen würde dich mich vertsehn und akzeptieren so wie ich bin und mich nicht verraten oder ähnliches. Aber solange ich niemand kenne oder weiter so tollpachig im umgang mit anderen bin (besonders im umgang mit weblichen wesen) bin wird sich das bestimmt nicht ändern.
DemnonHallo,

ich bin einer der Leidtragenden, die mit dem sog. "Helfersyndrom" geschlagen sind. D.h. wann, wie, wo und wem ich helfen kann, das tue ich mit Leib und Seele. Besser gesagt, das habe ich getan, und es hat mich an den Rand des Ruins und in mehrere Nervenzusammenbrüche gebracht. Und hat es mir auch nur einer gedankt?
Nein, natürlich nicht.
Vor etwa zwei Jahren habe ich beschlossen, dies grundsätzlich zu ändern, und nur noch mir selbst zu helfen.
Seither gelte ich als introvertiert und "komisch", ja, für manche sogar als kalt und egozentrisch.
Das bin ich aber nicht, nur bin ich nicht mehr der Depp, der jedem jeden Wunsch erfüllt, und das auf eigene Kosten. Wie blöd musste ich damals gewesen sein.
Also, ich persönlich habe leider nur die Erfahrung gemacht, dass Distanz wesentlich besser ist als Nähe.
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Demnon [/i]
[B]Seither gelte ich als introvertiert und "komisch", ja, für manche sogar als kalt und egozentrisch. Das bin ich aber nicht ... wie blöd musste ich damals gewesen sein.
Also, ich persönlich habe leider nur die Erfahrung gemacht, dass Distanz wesentlich besser ist als Nähe. [/B][/QUOTE]

Blöd warst Du nicht, im Gegenteil, ich finde es schön, richtig und wichtig, wenn sich jemand mit Leib und Seele engagiert. Nur ist da wirklich das Problem, daß die meisten zwar möchten, daß ihnen geholfen wird, dies aber nicht schätzen.

Hab die gleiche Erfahrung wie Du gemacht, daß ich, weil ich mich daraufhin zurückzog, mich Menschen als arrogant und kalt einstuften. Irgendwie versteh ich das alles nicht, ist doch schön, wenn einem geholfen wird und auch schön, wenn man helfen kann. Miteinander ist aber anscheinend nicht mehr möglich.

Was mich mal interessieren würde ... wie fühlst Du Dich heute, nachdem Du Dich geändert hast? Bist Du nun glücklich damit oder hast Du das Gefühl, Dein wahres Ich unterdrücken zu müssen?
DemnonAm Anfang habe ich mich richtig mieß gefühlt, weil ich immer dachte, dieLeute hassen mich jetzt, da ich ihnen nicht mehr helfe.

Auch heute habe ich immer noch manchmal ein beklemmendes Gefühl, wenn sich Leute, denen ich geholfen habe, überhaupt nicht mehr melden, suche ich die Schuld bei mir, obwohl ich es besser wissen müsste.

Aber ich habe festgestellt, dass es mir auf der anderen Seite ohne die vielen seelischen Belastungen doch besser geht als vorher.

Ich kann mich mehr meinen eigenen Dingen widmen.

Im großen und ganzen denke ich, es war besser, diesen Schritt zu gehen, und mich mehr um mich selbst zu kümmern. Das soll jetzt nicht egoistisch klingen, aber siether merke ich, dass ich auch jemand bin.
bradógBeides sollte halt einigermaßen im Gleichgewicht sein. Allen helfen zu wollen ist eh ein Ding der Unmöglichkeit, weil man sich selbst dabei irgendwann verliert. Menschen die - oft nur - aus Bedürftigkeit Kontakt suchen bzw. brauchen, rauben lediglich Energie, geht es ihnen besser, wird man abgeschrieben. Ist 'n reines Abhängigkeitsverhältnis, mehr nicht. Zu diesen Menschen halte ich mittlerweile gezielt Distanz. Jemand muß mir schon nahe stehen, bzw. es müssen ein paar grundsätzliche Dinge vorhanden sein, damit ich mit Leib und Seele Einsatz zeige und helfe (bin ein sehr hilfsbereiter Mensch), im Sinne von harte Zeiten miteinander durchstehen.

Ich kenne den Zwiespalt, wie Du ihn beschreibst. Ich kann mich jetzt zwar auch mehr meinen eigenen Dingen widmen, jedoch bin ich mit der Gesamtsituation nicht unbedingt zufriedener.
theDAmNedDas mit dem unerklärlichen Verlangen anderen zu
helfen kenn ich selbst gut ... bzw. habe es damals auch uebertrieben.
(oder anders "ich war halt nen noob..."

Aber zum Glück habe ich (auch wenns lange gedauert hat und ich
gewisse Winke/Hinweise mit Vorschlaghämmern gebraucht hab)
draus gelernt. Hatte die Einstellung, das selbst Geld nicht
höheren Wert als eine Freundsschaft hätte,
(mit dem im Hinterkopf das wenn es ausgenutzt würde,
hätte ich wenigstens die Gewissheit das es keine Freundschaft sei).

Im nach hinein bertrachtet habe ich Ansprüche/Ansichten an den Begriff "Freundschaft" gehabt die nicht meiner Realität entsprachen.
Naja bin immer noch gerne bereit Menschen zu helfen, nur nicht mehr uneingeschränkt und mittlerweile aus den Gründen des Eigenen Ansehens.
Wenn ich Leuten helfe gibt es mir das Gefühl nicht ganz so kalt zu sein wie ich es anderen vermittle...

aber nochmal zu dem davor...
[QUOTE]Oft findet man jedoch den Weg in die Gesellschaft/Gemeinschaft nicht mehr zurück, und was dann? [/QUOTE]
sollte der Fall schon eingetroffen sein ("urgh") hab ich da keine Lösung beihand ...außer vieleicht
irgendein Glauben den vorher mal hatte ? oder so ? beratschlagen.
vieleicht kommt man so auf irgendein neuen Weg.

/damit es nicht so kommt denke ich mal man sollte nicht vollstänig Kontakt abrechen " quasi eine Rueckzugsmöglichkeit lassen "
Einen gewissen Bekanntenkreis erhallten / klar nicht nur deshalb, aber dieser Grund würde halt eines der Vorteile sein...

[QUOTE]...(bspw. kann dies das Endresultat nach dem "Finden und Erforschen des Eigens" sein)[/QUOTE]

Ich glaube nicht, (auch weils zu traurig wäre und weil ich es schon anders gesehen hab)
Ich würde sagen man braucht ein Ziel an dem man halten kann,
das schließt zwar die Möglichkeit im Chaos zu versinken
nicht gänzlich aus, aber macht es jedenfalls sicherer...
(dazu)
Ich hab grade Donnerstag wieder mein ParadeBeispiel, für eine feste Gefundene Persöhnlichkeit getroffen.
Er ist mittlerweile im Ruhestand, geht am Stock (und es stimmt mich traurig die steigernde körperliche Schwäche zu sehen),
doch es ist verschwindend gering gegenueber der Austrahlung seiner Persönlichkeit ("schwärm":)
(Für mich ist es beeindruckend, wie klar und scharf ein Verstand,
selbst noch im Alter arbeiten kann.)
bradógWas mir noch so zu dem Thema einfällt:

Die großen "Denker" in der Geschichte der Menschheit, waren oftmals Eigenbrötler, haben ein zurückgezogenes Leben geführt und Menschen, die nach "der Erkenntnis" oder "der Erleuchtung" streben, distanzieren sich auch oft gezielt, leben in Ruhe und Abgeschiedenheit, Mönche, Gelehrte oder wer auch immer. Alltägliche Belanglosigkeiten lenken einfach zu sehr vom Wesentlichen ab. Menschen die in sich Ruhen, Charisma ihr Eigen nennen, finde ich auch faszinierend.

@ theDAmNed ... hattest Du die Möglichkeit, Dich mit besagter, betagter Persönlichkeit auszutauschen?

Doch generell habe ich auch so den Eindruck, je mehr man zu sich selbst findet und je mehr man sich an die großen Zusammenhänge herantastet und auch die ein oder andere Erkenntnis im laufe der Zeit erlangt, um so schwieriger ist es, in der Gesellschaft (s)einen Platz zu finden. Zum einen, weil bestimmte Dinge an Priorität verlieren und zum anderen, weil ein Austausch über diverse Erkenntnisse nur mit sehr wenigen Menschen möglich ist. Man begibt sich auf eine andere Daseinsebene. Da gibts dann, so empfinde ich es, keinen Weg zurück, außer man würde gegen die Erkenntnisse leben. Ich persönlich tu mich z. B. schwer, stundenlange Gespräche über Heiraten, Kinder kriegen, Hausarbeiten, Auto etc. führen zu sollen, das sind für mich Unwichtigkeiten und auch mit ein Grund, weshalb ich mich von Artgenossen, die ewiglich diese Sorte an Themen durchkauen, distanziere. Das ist nicht meine Welt.
LetumNun ja...dazu kann ich nur sagen, dass der Mensch Weisheit und "richtige" Erkenntnis erst im vortgeschrittenen Alter und durch unzählige Erfahrungen erlangt...

Meist wird man als "komisch" bezeichnet, aufgrund der "Unkenntniss und Unwissenheit" des gegenübers anderen Menschen(arten) gegenüber. Man sollte sich nicht unterkriegen lassen, sondern dies als Kompliment sehen. Denn dann (könnte man sagen) ist man etwas ausergewöhnliches;) !

Und wegen dem Hilfebeistand den man versucht zu leisten:
Man sollte dies doch nicht aufgeben. Ein Mensch sollte so lange für einen anderen versuchen dar zu sein, solange er noch die Möglichkeit hat. Natürlich benötigt man dafür einen klaren Verstand, sonst würde man selbst in eine tiefe Grube hineingezogen werden. Aber zu wissen, dass man es wenigstens versucht hat, ist doch befriedigend und es macht einen auf eine gewisse Weise stolz. oder ist es nicht so?

Distanz bewahren...schön und gut. Aber nur weil eine Person meint, anderen Leid zu zufügen, sollte sie sich doch nicht zurückziehen und nur noch für sich alleine leben.
Andere Chancen bestehn: sich für einige wochen zurückziehen, aber den anderen zu verstehen geben, dass dies auch getan wird und der Mensch diese Ruhe benötigt. Wahre Freunde verstehen dies, andere wiederrum werden diesen kurzen "Verschluss" als egoistisch bezeichnen. Aber was wäre der Mensch für eine Kreatur, wenn er nur für die anderen lebt? Keine eigene Persönlichkeit, denke ich mal...;)

Freue mich auf jedliche neue Beiträge über eigene lehrreiche Erfahrungen, die gemacht worden sind....

gruß Letum
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i]
[B]Nun ja...dazu kann ich nur sagen, dass der Mensch Weisheit und "richtige" Erkenntnis erst im vortgeschrittenen Alter und durch unzählige Erfahrungen erlangt...[/QUOTE]

... sofern Mensch lernen möchte ;)

[QUOTE]Meist wird man als "komisch" bezeichnet, aufgrund der "Unkenntniss und Unwissenheit" des gegenübers anderen Menschen(arten) gegenüber. Man sollte sich nicht unterkriegen lassen, sondern dies als Kompliment sehen. Denn dann (könnte man sagen) ist man etwas ausergewöhnliches;) ![/QUOTE]

Schon ... aber irgendwie möchte man (ich) in irgendeiner Form ja auch mal verstanden werden ...

[QUOTE]Und wegen dem Hilfebeistand den man versucht zu leisten:
Man sollte dies doch nicht aufgeben. Ein Mensch sollte so lange für einen anderen versuchen dar zu sein, solange er noch die Möglichkeit hat. Natürlich benötigt man dafür einen klaren Verstand, sonst würde man selbst in eine tiefe Grube hineingezogen werden. Aber zu wissen, dass man es wenigstens versucht hat, ist doch befriedigend und es macht einen auf eine gewisse Weise stolz. oder ist es nicht so?[/QUOTE]

Mich freut es schon, wenn ich helfen konnte, finde gegenseitige Hilfe wichtig, schön und das verbindet ja auch. Die Betonung liegt aber auf "gegenseitige". Es kann nicht sein, daß die Einen i m m e r nur nehmen und die Anderen i m m e r nur geben. Doch so sieht die Realität meistens leider aus.

[QUOTE]Distanz bewahren...schön und gut. Aber nur weil eine Person meint, anderen Leid zu zufügen, sollte sie sich doch nicht zurückziehen und nur noch für sich alleine leben.
Andere Chancen bestehn: sich für einige wochen zurückziehen, aber den anderen zu verstehen geben, dass dies auch getan wird und der Mensch diese Ruhe benötigt. Wahre Freunde verstehen dies, andere wiederrum werden diesen kurzen "Verschluss" als egoistisch bezeichnen.[/QUOTE]

Ich denke, mit wahren Freunden kann man über die Problematik reden und jenen klar machen, daß man kein einfach zu handhabendes Persönchen ist, die Hindergründe erklären und daß dieses Verhalten nicht beabsichtigt passiert sondern man anders möchte aber manchmal einfach nicht anders kann. Vieles ist nur eine Sache echter Kommunikation.
LetumKommunikation erfolt in viellerlei Hinsicht...;)
Oft erreicht man mit Worten jedoch nicht viel. So versucht man dann die Körpersprache besser zu verstehen. Oft wirken diese Dinge jedoch miteinander....wie und warum ist jedem selbst überlassen. Jedoch sollte einem klar sein, dass Missverständnisse immer entstehen werden und Menschen einem oft verständnislos gegenübert retten werden. Traurig aber wahr...und das macht das Leben natürlich schwerer und anstrengender. (Vielleicht erfolgt Distanz deswegen auch oft aufgrund dessen?)

Und da ist wieder die sache mit dem Geben und Nehmen..
Ja, die traurige Wahrheit ist, dass diese Dinge oft einseitig erfolgen. Aber sollte man sich wegen einigen Rückschlägen wirklich zurückziehen? ist das die Lösung oder nur eine Art wegzulaufen vor seinen Ängsten?

Nun ja, Distanz kann man ja auch als eine "Auskurierung" sehen...nachdem man verletzt worden ist, braucht es Zeit, um die Wunden in Ruhe heilen zu lassen.
Aber die Hoffnug Menschen zu finden die einen verstehen, sollte man nicht aufgeben...

Deswegen bin ich einerseits für Distanz, jedoch sollte diese nicht länger als ein Jahr erfolgen, da meiner Meinung dies schwere Auswirkungen auf die Persönlichkeit (oft leider im negativen sinne) wie auf den Umgan mit anderen uvm. in sich birgt...

Zitat: Das Verständnis reicht oft weiter, als der Verstand...(wie steht ihr zu dieser Weisheit:D )
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i]
[B]Und da ist wieder die sache mit dem Geben und Nehmen..
Ja, die traurige Wahrheit ist, dass diese Dinge oft einseitig erfolgen. Aber sollte man sich wegen einigen Rückschlägen wirklich zurückziehen? ist das die Lösung oder nur eine Art wegzulaufen vor seinen Ängsten?[/B][/QUOTE]

Es kommt darauf an, wie heftig die Rückschläge waren. Es gibt Rückschläge die erschüttern tief das Vertrauen in die Menschen und das ist nicht so leicht wegzustecken. Ängste sind Bestandteil des Lebens und die warnen uns auch davor, wieder den gleichen Fehler zu begehen. Ich finde nix Schlimmes dabei, zu diesen Ängsten zu stehen.

Bezüglich des Zurückziehens sehe ich es so, wenn man oft genug auf die Nase gefallen ist, wird man vorsichtiger, zurückhaltender. Dazu fällt mir folgender Sinnspruch ein (Gott mal außen vor gelassen):

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Diese Weisheit zu erlangen ist ein langwieriger und schwieriger Prozess. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch immer weiter zu investieren, bis man vielleicht irgendwann mal jemandem begegnet, der auch gibt, das kostet sehr viel Energie.
LetumEs hat seine Richtigkeit, dass die Gedanken und Gefühle von der ganzen Menschheit sich meist nicht gegenseitig ergänzen. Jedoch was wäre unsere Mutter Erde für eine Welt, wenn jede Person das gleiche empfinden, denken usw. würde? Sind es nicht die Unterschiede die diesen Planeten ausmachen? Worüber würde geredet und diskutiert werden, wenn jeder der selben Meinung wäre?

Und ja, die meisten halten sich an oberflächlichen Dingen fest und das ist oft betrübend, da sich doch jeder Mensch nach tiefsinnigen (eventuell emotionsgeladenen?) Gesprächen sehnt...

Falls man sich jedoch anderen gegenüber verschließt, ganz in sich gekehrt ist, wird man nach einer Weile auch blind, da eine Fixierung auf das Selbst im Vordergrund steht und oftmals andere nicht mehr wahrgenommen werden...

Wie seht ihr das?
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von shadowflower [/i]
[B]Und das oberflächliche Geplapper geht mir des öfteren auf den Keks, wenn es wenigsten aufrichtig wäre und nicht so unpersönlich und wenn man wenigstens noch irgendwas ernst nehmen könnte, aber ich habe aufgehört Worte ernst zu nehmen, es ist doch immer nur leeres Geplapper. [/B][/QUOTE]

Oh wie waaaaaahr ... wenn es wenigstens aufrichtig wäre, zudem nicht so unpersönlich! Ein persönliches Gespräch führen, so richtig von Mensch zu Mensch, mit wem geht das schon noch?! Worte nehm ich auch nicht mehr ernst, ich glaub nur noch Taten, mir hängen die ewigen hohlen Phrasen gewaltig zum Halse heraus.

Ansonsten kann ich verstehen, daß Dich das nicht Verstanden werden traurig macht, mir gehts auch desöfteren so.

@ Letum

Das mit der Richtigkeit mußt Du mir nu mal erklären, kann ich nu nicht so ganz nachvollziehen?!

Wenn die ganze Welt die gleichen Gedanken haben würde, wär das klar langweilig. Ich finde es ja grade interessant, mit Menschen zu diskutieren, die anderen Ansichten haben. Das ist auch alles soweit ok, wenn Einer dem Anderen seine Meinung läßt, jedoch auch beiderseitiges Interesse an Gesagtem besteht - Stichwort "ZUHÖREN" - das kann dann richtig spannend sein. Was mich einfach so tierisch nervt ist, daß die meisten einfach ihr Ding runterleiern - oft zum x-ten Mal die gleiche Leier - ohne den Gesprächspartner überhaupt richtig wahrzunehmen ... nicht ausreden lassen, mitten im Satz mit nem anderen Thema beginnen etc. Das sind Monologe aber keine Dialoge.

Ich glaub ich muß Dich enttäuschen, es gibt sehr viele Menschen, die sich weder nach tiefsinnigen, noch nach emotionsgeladenen Gesprächen sehnen und die nicht nur an oberflächlichen Dingen festhalten, sondern durch und durch oberflächlich sind.

Zu Deiner Frage ... ansonsten denke ich, daß es darauf ankommt, weshalb man sich verschließt. Kann mich Menschen gegenüber verschließen aber dennoch vielseitig interessiert sein. Blind, weil auf sich selbst fixiert muß man deshalb nicht werden, das passiert höchstens dann, wenn man sich ewig ins stille Kämmerchen verkrümmelt, sich von der Welt abkapselt.
Lichteffekt[i]Hallo allerseits,

eigentlich bin ich nur "Stiller Mitleser"...

Dieser Beitrag hat mich jedoch zu einer Anmeldung bewegt.

Es ist doch immer wieder faszinierend das man nicht alleine mit seinen Gedanken durch die Weltgeschichte streift. Viele der bisherigen Antworten beinhalteten einen gewissen Wiedererkennungswert.

Ich würde sagen es kommt darauf an in welchen Gruppierungen man sich bewegt und mit welchen Menschen man sich befasst und vor allem, welches Bildnis man von ihnen hat.
Es ist schwer in Worte zu fassen, wie ich mich Anderen gegenüber verhalte.
Prinzipiell kommt es doch auf die Rolle an, welche man gegenüber anderen Menschen einnimmt.

Je nachdem, bin ich jemand der den größtmöglichen Abstand (nicht unbedingt freiwillig) zu Menschen einnimmt. Das liegt zum Einen an vielen Enttäuschungen meiner ehemals infantilen (kindlichen) Vorstellung von "Freundschaften und Bekanntschaften, zwischenmenschlichen Kommunikationsabläufen und perfekten Beziehungen" ....
Zum Anderen bin ich schon seit meiner Kindheit mit einem gewissen Misstrauen gesegnet und zweifle somit an mir selbst und dem größten Teil der Menschen mit denen ich Kontakt hatte und habe.

Es ist schon irgendwie paradox, wenn man es genauer betrachtet.

Beispiel:

"Man sitzt zu Hause und ist froh nach viel Stress eine gewisse Ruhe zu verspüren (körperliche Ruhe) und dann tritt ein Prozess ein dessen Ausmaß im ersten Moment nicht einschätzen kann. Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben, aber ich bin mir sicher das es "viele" von euch kennen. Es handelt sich zunächst um einen Tag den man Abstand (physisch) von Anderen braucht, danach vielleicht um eine Woche, daraufhin um einen Monat und dann zieht es sich über mehrere Jahre. Es hat sich bei mir dann vom Körper auf die Psyche/Seele übertragen. Trotzdem sehnt man sich nach Kontakt zu anderen Menschen, jedoch hat man gewisse Vorstellungen, welche eher selten erfüllt werden."

Diese Abkapselung vom Freundeskreis und den Gruppen in welchen man sich aufgehalten hat geschah wie im Flug.

Oberflächliche Dialoge, unbegreifliche Weltanschauungen und die aggressive Vertretung von Standpunkten wurden mir irgendwann zuviel. Es gibt sicherliche viele Menschen und nicht alle sind so und man kann sich ja seine Gesprächspartner aussuchen und und und....

Der springende Punkt liegt jedoch nicht in der Aktivität seine Gesprächspartner zu suchen, man muss glaube ich lernen gewisse Dinge einfach zu übersehen bzw. wegzustecken.

Da ich jemandem, den ich "gut" kenne, gerne helfen mag bin ich sehr penibel und analysiere viele Informationen, um nicht irgendwelche stumpfsinnigen Antworten zu geben. Das erfordert aber oftmals persönliche "Gespräche unter 4 Augen" und durch diese distanzierte Haltung die man selber ausstrahlt kommen solche Gespräche wiederrum weniger oft zustande.

Ich würde übrigens nicht behaupten das die Fixierung auf sich selbst einen Egoismus mit sich bringt. (Die Fixierung auf sich selbst und Egoismus müssen differenziert betrachtet werden) Sicherlich kann es der Fall sein das "Vereinsamte" egoistisch werden und dementsprechend handeln, aber das trifft nicht auf 100% der Fälle zu. Ich würde mich nicht unbedingt als Egoist bezeichnen.

Manchmal wirkt es wie ein Teufelskreis..

"Man will und kann nicht und dann kann man und will nicht."

Vielleicht muss man sich einfach dazu zwingen seine Sehnsucht nach Kontakt zu verwirklichen. Zumindest verspüre ich diese Sehnsucht doch im nächsten Moment mag ich gerne wieder alleine sein.

Naja ich bin 20 Jahre alt und es war auch nur ein kleiner Ausschnitt meiner persönlichen Ansicht zum Thema...!

Eine angenehme Nacht allerseits..

Lichteffekt
[/I]
Lichteffekt[i]@ shadowflower

Die Problematik liegt vielleicht in einem "großen" Erfahrungsschatz den man selber besitzt. Damit meine ich nicht unbedingt irgendwelche weltlichen Erfahrungen die du aufgrund deines Verstandes nachvollziehen kannst, sondern eher gewisse Erfahrungen die man "vollkommen" für sich selbst gemacht hat...
Dabei hat sich irgendwie eine "individuelle Sicht" auf die Dinge entwickelt...

Da sagt jemand der rote Stift schreibt rot. Alle freuen sich.
Dann sagt jemand der grüne Stift schreibt grün. Alle freuen sich noch viel viel mehr.
So geht der Analogieschluss nun weiter und die Masse ist befriedigt und alle strahlen.
Dabei weiß bzw. interessiert es im Endeffekt niemand ob der Stift gut in der Hand liegt und ob sich gut damit schreiben lässt. Weiterhin interessiert sich niemand wirklich dafür ob es sich nun um hell- oder dunkelrot handelt.

(*Hachja*, welche tolles Beispiel)

Die Interessenlage ist verschoben und ob man nun von einem Fluch oder einer Gabe sprechen sollte sei dahingestellt.

"Jeder sieht nur soviel, wie er sehen will."

Achja dieser Schutzwall (von dem du sprichst) den man selber aufbaut, welcher einen selbst vor meist emotionalen Enttäuschungen schützt hat zwar seine Vorteile, jedoch sehe ich ihn für mich persönlich eher als Fluch.

"Gott ist tot", welch ernüchternde Geschichte.. Wobei ich von meiner persönlichen Interpretation her nicht unbedingt sagen würde, dass dieser "Übermensch" sich für etwas "Besseres" gehalten hat...

Eine wunderbare Nacht allerseits..[/I]
theDAmNed[QUOTE]geschrieben von "shadowflower" :
...aber ich habe aufgehört Worte ernst zu nehmen, es ist doch immer nur leeres Geplapper. ...[/QUOTE]
ich bin sehr vorsichtig mit so etwas, ich denke es ist der erste Schritt selber nicht mehr auf seine Wörter zu achten.

[QUOTE]"Letum" schrieb :
Falls man sich jedoch anderen gegenüber verschließt, ganz in sich gekehrt ist,
wird man nach einer Weile auch blind, da eine Fixierung auf das Selbst im Vordergrund steht und oftmals
andere nicht mehr wahrgenommen werden...[/QUOTE]

Zu gewissen Teilen denk ich auch so, aber dann ist es für mich auch so gewollt/bzw. nehme ich es in kauf,
um effektiv Nachdenken zu können... (klar ägert es mich auch gelegentlich, nicht unkomplizierter
zu funktionieren und die Sachen wie manch anderer einfach zu ignorieren zu können und oberflächlicher zu Leben.)
/in etwa wie... "oberflächlich aber zufrieden" oder "nachdenklich und betruebt"
(:aber zum glück konnt ich bisher diesen Gedanken ignorieren:)

ich würde eher sagen eine Fixierung auf das was grade aktuell ist, sei es die Arbeit, das Hobby, Leute die man mag, oder halt auch wichtige Gedanken je nach dem was man den grade veranstaltet.

Die Gefahr zur Isolation ist denk ich nur gegeben wenn man sich davon nicht lösen kann,
also nicht mit der gedanklichen Isolation umgehen kann.
(denke mal der dauer Zustand ist dann genauso das Extrem wie Leute, die wie zwanghaft Gesellschaft suchen,
und sich durch "nicht ernst nehmen" überall einpassen um immer irgendwo dabei zu sein.)

@"Bradóg"
[QUOTE]hattest Du die Möglichkeit, Dich mit besagter, betagter Persönlichkeit auszutauschen?[/QUOTE]
Dort leider nicht so wie ich gewollt habe... war nen öffentlicher Anlass
bradóg@ shadowflower

Genau das suche ich auch, geistig-seelische Verbundenheit und Ressonanz, ja genau das ist es! Das ist wahr, das Desinteresse der meisten Menschen ist groß und sie sind auch nicht bereit, mal über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Im umgekehrten Fall setzen sie allerdings voraus, daß auf sie eingegangen und verstanden wird, daß man zuhört etc.

Die Wahrnehmung, ja da kann ich Dir auch nur zustimmen, man nimmt bewußter wahr, gibt sich nicht mit dem "IST" zufrieden, sondern fragt nach dem "WARUM" und erkennt und entdeckt viele Dinge, die den meisten Menschen bis auf ewig verborgen bleiben werden. Selbst dieses Thema, zu dem wir hier schreiben, mit wem kann man sich über jenes schon austauschen? Finde z. B. auch den Verlauf in dieser Diskussion interessant, das Eintauchen in dieses Thema, das Nachdenken und Nachvollziehen dessen, was Du/Ihr hier schreib(s)t. Mir gibt sowas mehr, als alles Materielle dieser Welt.

@ Lichteffekt

Das simple Beispiel mit den farbigen Stiften finde ich nicht mal so schlecht, zeigt es doch wunderbar auf, wie leicht mancher Mensch zufriedenzustellen und lenkbar ist. Die Masse Mensch läßt sich Dinge vorgaugeln und die Masse Mensch nimmt sogenannte Wahrheiten, die von wem auch immer verbreitet werden, ohne nachzudenken an. Sie übernehmen, verinnerlichen sie, ohne zu hinterfragen und auch ohne selbst erlebt zu haben, so ist eine geistige Weiterentwicklung nicht möglich. Erst wenn Dinge erlebt werden, im wahrsten Sinne des Wortes, gefühlt werden, gedankliche Auseinandersetzung erfolgt, dann findet Weiterentwicklung statt.
LetumDie Menschheit lässt sich lenken, jedoch war das schon immer so und es wird sich kaum was ändern, da die meisten eben nach Verständnis und nach Gleichheit uvm. streben. Sie haben Angst alleine und zurückgelassen zu werden und folgen deswegen dem "Leittier", in welchem Bereich auch immer....

Distanzierte Menschen hinterfragen allerlei von Dingen und stehen meist allem kritisch gegenüber, was sie meist auch feindsehlig erscheinen lässt, obwohl dies nicht so ist.
Aber leide ist das die Wahrheit und Wirklichkeit...
Tiefsinnige Gespräche, Diskussionen, innere Verbundenheit, Verständnis uvm. sind nun mal nicht mehr "gefragt". Da diese Welt vom Materiellen regiert wird. Menschen die sich um Politik, die neuste Technick uvm. nicht interessieren, sondern eher für den Menschen im Ganzen sind schon eine Minderheit und nur selten zu finden. Eine Suche nach Gleichgesinnten? Folgender Rückzug und Abstand?

Nur durch das Erlebte wird gelernt und verstanden, da sich die meisten jedoch aufs minimul in vielen Hinsichten herabsetzten und dadurch den Blick für vieles verlieren sind sie leicht manipulierbar und "leichtgläubig".
Reden hilft oftmals, aber da gebe ich euch ohne wenn und aber recht, Taten sind um einiges ausschlaggebender und wirksamer.
EligosMeiner Meinung nach kommt es ganz darauf an, aus welchem Grund man sich distanziert und welche Probleme damit verbunden sind.
Denn manche davon kann man nur alleine lösen....
VillesAngel666Ich finde auch,dass wenn man es nich möchte,dass keiner das Recht hat,sich in die Probleme andere einzumischen...vlt. gibt es da durchaus Ausnahmen.Aber im Großen und Ganzen sollte jeder seine Probleme alleine regelen dürfen,und sich so weit distanzieeren wie er/sie es für nötig hält..ich seh da kein Problem.Wenn jemanden danach ist..man soll sich ja nich völlig verschanzen..aber naja ihr wisst schon;)
SadujanNochmal zum Eingangspost:
Mir fällt es schwer, Nähe zu anderen Menschen aufzubauen, was nichts mit mangelnden Fähigkeiten meinerseits zu tun hat, sondern mit meinen Bedürfnissen. Es ist für mich leicht, andere Menschen zu verstehen, aber die wenigsten sind intelligent genug, mich zu verstehen. Bevor also sowas wie "Das is mir zu hoch" kommt, halt ich lieber gleich die Klappe... und bei "normalen Themen" kann ich einfach nicht mitreden. Wenn ich in eine Standard-Kneipen-Diskussion z.B. über "Dortmund oder Bayern München" gerate, fühl ich mich total unwohl... nunja, bin halt irgendwie auch nur ein Philosophie-Nerd, wenn auch vom Schlage eines Nietzsche.
KinchIch glaube da stolpert jemand beim menschlichen Umgang eher über seine Selbsteinschätzung.
bradógMal generell in den Raum gestellt ... halte ich die Einstellung "ich bin was besseres weil intelligenter" nicht unbedingt für intelligent und sich aus reiner Überheblichkeit von anderen zu distanzieren, für keinen guten Weg. Ich kann mit bestimmten Dingen auch nichts anfangen, doch toleriere ich, wenn jemand anderer andere Dinge mag oder andere Lebenseinstellungen hat, solange er mich so sein läßt, wie ich bin.

@ Sadujan

Ich weiß nicht, ob das fehlende Verständnis Dir gegenüber etwas mit fehlender Intelligenz der Anderen zu tun hat. Ich denke, es ist eher eine Frage der unterschiedlichen Interessensgebiete. So wie Du nicht bei Fußball mitreden kannst, so können die eben nicht bei Nietzsche mitreden. Doch glaube ich nachvollziehen zu können, was Du meinst. Und da es nunmal wesentlich mehr Menschen gibt, die sich z. B. für Fußball interessieren, als für Nietzsche, ist es verständlicherweise nicht so einfach, jemanden zu finden, mit dem man in (hoch)geistig-philosophische Welten abtauchen kann.

Da fällt mir grad ein, daß ich mich beispielsweise auch von Menschen distanziere, die keinen Benimm haben und durch die Gegend rüpeln.
LetumNun ja, nur weil manche Menschen keine Interesse Philosophie gegenüber zeigen, hat man nicht das Recht, sie gleich als "dumm" zu bezeichnen. Jeder hat so seine Interessen und dies sollte respektiert werden, denn falls eine Person derartiges nicht toleriert, kann sich der Mensch wohl kaum als "intelligenter" und "toleranter" oder als etwas dergleichen bezeichnen...(meine Meinung dazu ;) )

Und wie ich schon mal erwähnt habe:
Durch Distanz kann man sich zwar oftmals mit tiefgründigeren Dingen beschäftigen, aber es ist genau so oft der Fall, dass diese Menschen den Überblick über die Menscheit und die Gegenwart verlieren...

Man kann dieses Thema von vielen Seiten aus betrachten, jedoch sind die Erfahrungen und die Folgen des "Abstandes" um einiges interessanter und lehrreicher! ;)

Ein häufiger Grund für Distanz (meiner Erfahrung nach), ist dass nach innerer Ruhe, Harmonie gesucht wird und man vor allem für eine kurze Zeit für sich sein will um tiefer und weitreichender das eigene Ich und die Welt zu erforschen...

gruß Letum
SadujanEs ist ja nicht so, dass ich mir die Distanz ausgesucht hätte. Aber wenn man einen ganzen verdammten Tag braucht, um irgendeine Kleinigkeit zu erklären und dann sowas als Reaktion kommt wie "Ah, jetzt hab ichs kapiert. Ok, du hast Recht... mh... ist aber trotzdem scheisse" ist das absolut frustrierend...
Nunja, mittlerweile bin ich etwas beruhigt, weil ich den vorhin erläuterten Sachverhalt von mehreren Stellen bescheinigt bekommen habe... genau das ist nämlich die Hauptursache für sämtliche psychische Krankheiten, die ich mittlerweile vorzuweisen habe... Einsamkeit ist niemals gut für die Seele, egal aus welchem Grund. Ich bin auch nicht stolz darauf, so zu sein, sondern wünsche mir eigentlich ein normales Leben.
bradógEs ist nicht immer einfach, anders zu sein, teils macht's einsam, denn jeder und alles was nicht der Norm entspricht, wird meistens auch zum Außenseiter dekradiert. Teils spielt es aber auch eine Rolle, wie man selbst mit der auferlegten Außenseiterposition umgeht bzw. ob man sich darauf einläßt. Ich finde nichts schlimm daran, anders zu sein als andere.

Auch in meinem Leben gab und gibt es Zeiten, wo ich mich einsam fühle und gerne öfter mal jemanden um mich hätte, der auf der gleichen Wellenlänge liegt. Doch werd ich den Teufel tun und mich verbiegen, nur um Menschen um mich zu haben, die mich aus meinen manchmal vorhandenen Einsamkeitgefühlen befreien. Das wär ein ziemlich fauler Kompromiss, bei dem ich mich genausowenig gut fühlen würde. Ich fühl mich erstrecht richtig einsam, wenn ich viele Menschen unmittelbar um mich herum habe, mit denen ich mich aber nicht wirklich austauschen kann. Ich kann zwar nachvollziehen und nachempfinden, was die Leutchen so von sich geben, doch spür ich dabei innerlich oft den dringenden Wunsch, mich zu entfernen, weil diverse Dinge einfach nicht meine Welt sind. Ich fühl mich einsamer unter Vielen, weit mehr, als wenn ich alleine bin.

Resonanz ist wichtig, doch die erfährt man nur, wenn man Gleichgesinnte um sich hat.

@ Sadujan

Was verstehst Du unter einem normalen Leben? Der Norm entsprechen?
Sadujan[QUOTE][i]Original geschrieben von bradóg [/i]
Was verstehst Du unter einem normalen Leben? Der Norm entsprechen?[/QUOTE]

Freunde, die einen verstehen und nicht bloß umgekehrt, ein zu Hause, wo ich mich geborgen fühlen kann, Heirat, einen stinknormalen Alltag, den man nicht damit verbringt, seine psychischen Störungen zu zählen und zu schauen, obs mehr geworden sind... kurz und ergreifend: Ich will nicht mehr allein sein.
Verbiegen oder so kann ich mich nicht. Ich kann meinen Kopf nicht einfach ausschalten, höchstens meine Gefühle und das muss ich dann auch hin und wieder... aber eigentlich will ich meine Gefühle haben... ich hätte nur gern welche, die ich auch ertrag und nicht diese beschissene Einsamkeit.
Das Traurige ist ja, dass es kaum jemanden gibt, der irgendwas gegen mich hätte... ich bin im Alltag nunmal aufmerksam, höflich und freundlich... nur hilft mir alle Sympathie nicht weiter. Ein "Verpiss dich, ich hasse dich!" würde mir wesentlich weniger weh tun als ein "Tut mir leid, ich würd dir ja gern helfen, aber irgendwie kapier ich nichtmal, worums eigentlich geht".
Also halt ich meist meine Klappe und bring höchstens mich ein, wenn jemand anders ein Thema anspricht... und auch dann bereu ichs manchmal.
bradóg@ Sadujan

Steh zu Dir selbst, mit all Deinen "Fehlern", sie sind ein Teil Deiner Persönlichkeit und versteck Dich nicht, bring Dich wirklich ein und sag das was Du denkst und zeig was fühlst, auch wenn's nicht jeder nachvollziehen kann. Gleichgesinnte findest Du an Orten, an denen diverse Sachen, die Dir etwas geben stattfinden. Philosophierst Du gerne, dann geh z. B. in Lesungen.
LetumIch stimme Bradóg vollkommen zu.

Sei stolz drauf wer und was du bist und versuch dich nicht zu verstellen, weshalb auch immer.

Du fühlst dich eventuell einsam und oft unverstanden, aber der Gedanke an die Tatsache, dass du nicht die Einzige bist, die derartiges zu durchleben hatt, sollte dich wenigstens etwas "Last" abfallen lassen.

Jeder Mensch hat verschiedene Interessen und um diese zu erweitern, ist es nötig dich mit Menschen auszutauschen. Natürlich befinden sich solche Personen meist nich in der Nähe, jedoch muss du nun mal nach "Gleichgesinnten" suchen.

Ich selbst habe sehr viele Menschen um mich herum, die mir das Gefühl geben nicht alleine zu sein und die auch meine Interessen teilen. Jedoch ändert dies nichts daran, dass ich oftmals einen Rückzug mache und mich bishin ins Extreme verschließe. Es hilft, trotzdem schmerzt es auch. Wiedersprüche machen oft das Leben aus und um diese zu verstehen und eine Verbindung zu anderen Bereichen und anderen Personen zu ermöglichen, muss man tief und vorallem weitreichend forschen....zu verstehen ist dies jedem das Seine....
der meisterHallo,

ich bin gern allein, weil die andern die ich kenn amders als ich/wir sind.... Ich willjetzt nich sagen, dass ich was gegen sie hab, aber ich hab einfach keine lust, mich mit denen abzugeben..... Sind mir zu blöde, zu "cool".
KinchIch persönlich habe nichts gegen Nähe; solange sie mir fern bleibt.
der meisterDas trifft den Nagel auf den Kopf...
RedDevil1979Am besten ganz weit fern...
Hab Angst vor (zuviel) Nähe,also lieber fern bleiben von sowas...
Bei Distanz schützt man sich vor eventuellen Verletzungen würd ich mal sagen,
bei mir ist es eine persönliche Vorsichtsmaßnahme.
Und bei euch???
der meisternaja... wenn man lahre langimmer als trotel abgestempelt wird, dann is das denk ich normal dass man so fern wie möglich vor den wiklichen trotteln bleibt.... also sicherheitsabstand.....
RedDevil1979Tja,leider sind es meistens die größten Trottel selbst, die andere als dies bezeichnen,dass ist wohl die Realität oder???
Menschen sind schon merkwürdige Gechöpfe, werde diese "Äffchen" wohl nie ganz verstehen...
LetumDa du im Grunde ja auch zu diesen "Äffchen" gehörst, heißt dies wohl, dass du ebenfalls kein Verständnis deines Selbst hast....

Menschen machen fehler, jedoch lernen sie meist darauß und wer dies nicht tut, wird sich auch nicht weiterentwickeln!

Distanz ist natürlich ein Schutzmittel, aber es hat Folgen und trägt oft Schmerz und Trauer mit sich.
Demon17Wer frei und selbstbestimmt leben will, wahrt besser eine gewisse Distanz. Der Gruppenzwang führt andernfalls zu einer endlosen Kette von Kompromissen, egal welchen Status man hat. Nur in der Einsamkeit hat ein Mensch die Ruhe sich über seine Ziele klar zu werden. Allerdings sind diese dann auch oft bescheidener, denn ein anderer Faktor ist nun einmal nicht zu leugnen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und gemeinsam lassen sich weitaus größere Ziele realisieren als alleine. Insofern hat alles seine Vor- und Nachteile. Was mich stört sind diese holistischen Ansätze. Wenn man sich zusammen tut um dieses oder jenes Ziele zu erreichen, so bedeutet das doch nicht, das man in allen Dingen einer Meinung sein muß. Viele Menschen knüpfen nur all zu offensichtlich Kontakte um daraus einseitig ihren Nutzen zu ziehen. Ich denke man kann nicht einfach zwischen Distanz und Nähe unterscheiden, sondern muß auch zwischen egoistisch und altruistisch differenzieren. Wobei wohl gerade viele Altruisten auf eine gewisse Distanz angewiesen sind, weil sie andernfalls gnadenlos ausgenutzt werden. Ich denke ob ein Mensch Distanz oder Nähe sucht liegt im wesentlichen an den Erfahrungen, die er gemacht hat. Wer gute Erfahrungen mit Gruppen macht wird diese suchen, wer eher schlechte Erfahrungen gemacht hat und sich befreit fühlte in der Einsamkeit, wird eher Distanz zu anderen Menschen wahren.

Ich würde hier noch gern das Stichwort Emphatie in die Runde werfen. Das Einfühlungsvermögen bestimmt ebenso wie der Charakter den Wert eines Menschen für eine Gruppe. Wie es mit dem Gegenwert ausschaut muß jeder selber herausfinden.
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i]
[B]Menschen machen fehler, jedoch lernen sie meist darauß ...[/B][/QUOTE]

... z. B. sich zu distanzieren.
RedDevil1979[QUOTE]Da du im Grunde ja auch zu diesen "Äffchen" gehörst, heißt dies wohl, dass du ebenfalls kein Verständnis deines Selbst hast....[/QUOTE]

Hi Hi, ich versuche mich selbst seit 28 Jahren zu verstehen, dass nur mal am Rande.
Ich bin echt tolerant, aber man kann und muß ja echt nicht für alles Verständnis haben? Oder doch?
Und davon abgesehen hab ich auch manchmal kein Verständnis für mich selbst, bei bestimmten Aktionen und meinem Verhalten und damit wären wir beim Thema Fehler und draus lernen...
Ich bin manchmal echt fleißig am lernen...
Und meinen Freundeskreis halte ich sehr bewußt sehr klein.
ZafiraIch für meinen Teil habe mich früher überhaupt nicht von Menschen distanziert. Das wurde mir allerdings im Nachhinein zum Verhängnis. Ich wurde ständig ausgenutzt, wil ich immer ein Ohr hatte, immer eine Hand wenn Hilfe benötigt wurde, immer ne Mark, wenn jemand pleite war usw. Menschen haben mich betrogen, obwohl ich das Gefühl hatte, dass es echte Freunde waren. Freunde, die ich eigentlich schon aus meiner Kindergartenzeit her kannte enttäuschten mich so sehr. Beziehungen gingen in die Brüche, Tränen meinerseits. ich brauchte Hilfe, auch finanziell. Und wer war da? KEINER!!!
Deshalb bin ich sehr vorsichtig geworden,was neue Bekanntschaften angeht, selbst Beziehungen sehe ich jetzt mit anderen Augen. Ich bedauere es jetzt ein wenig, dass ich jetzt so distanziert jedem gegenüber bin, aber es ist auch eine gewisse Vorsichtigkeit um ja nicht mehr so shr enttäuscht zu werden. Somit gehe ich jetzt eher auf Distanz. Vielleicht auch Selbstschutz genannt. Die Erfahrung hat mich so gemacht. Und ein wenig bin ich auch zu einem Egoist geworden. Vielleicht leider.....
LetumEine Vorsichtsmaßnahme aufgrund deiner meist schlecht gemachten Erfahrungen. Jedoch sollte immer bedacht werden, dass nicht jeder Mensch einen ausnutzt. Zwar sind solche Personen auf dieser Welt bereits selten, allerdings immer noch vorhanden und nach denen sollte auch gesucht werden. Verlier nicht den Mut und gib nicht die Hoffnung auf, denn dies wird dir sonst zum Verhängnis und dich wird die Einsahmkeit verschlingen.

Nach Zeiten der Trauer und des Schmerzes, sollte sich Ruhe gegönnt werden, ja. Aber nach einem gewissen Zeitraum wird ein Mensch wieder nach Kontakten suchen. Ob man dan jedoch noch welche hat, wird sich herraußstellen. Meist nennt man diese Verbliebenen danach "wahre Freunde", andere werden einen im Stich lassen.

Durch Abstand wird also versucht, sich wieder zu fassen, Motivierung zu erlangen um weiter zu Kämpfen und nach sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen und Erkenntnissen zu forschen.
JunipaAber wo und wie finde ich die Menschen die mich nicht nur ausnutzen?
Habe das alles auch bereits mehrfach durchlebt und lasse daher auch kaum jemanden an mich heran. Ich dachte eigentlich ich hätte gelernt und habe in den letzten Jahren meinen Freundes- und Bekanntenkreis sehr klein gehalten aber auch das hat nichts genutzt. Nach der Trennung von meinem Mann war plötzlich keiner mehr da. Alle, von denen ich gedacht habe ich würde ihnen was bedeuten haben mich allein gelassen. Wie soll man da noch Vertrauen haben? Gut man lernt zwar immer mal wieder neue Leute kennen, die meisten machen sich aber nicht die Mühe Zeit in eine Bekanntschaft zu investieren und ohne Zeit kann für mich weder Vertrauen noch Freundschaft entstehen.
The_Darksidedas problem unserer achso schnell lebigen und verdammt oberflächlichen gesellschaft, keiner nimmt sich mehr zeit hinter die fassade zu schauen...

jeder urteilt einfach so wie es ihm beliebt, ob dieses urteil nun richtig oder falsch ist hinterfragt ja dann keiner...

ist einfach nur noch traurig wenn ich lese wieviele menschen schreiben "ich bau die mauer um mich herum ein stück höher"...ja mach ich auch derzeit...ungewollt...thats life
LetumMenschen die ehrlich und aufrichtig sind, findet man überall, jedoch muss man die Augen öfnen und versuchen nicht sie äußerlich zu betrachten, sondern bis ins Innere zu dringen.

Ist das das Leben den nicht schönen, wenn man es mit anderen teilen kann? Natürlich wird man ständig suchen müssen, um Menschen zu finden, die einem ähneln und einen verstehen. Jedoch ist es dies meiner ansicht auch wert...denn wenn man diese Personen erst gefunden hat, ist man glücklicher den je. Sicherlich wird man noch oft verletzt werden, allerdings kann man diese schlechten Erfahrungen wegstecken und weitersuchen und kämpfen.

Stirbt die Hoffnung, so stirbt auch der Mensch!!!
bradóg@ Junipa

In der Tat, es ist sehr schwierig, Menschen zu finden denen man vertrauen kann und die das gewisse Etwas an Feingefühl besitzen. Suchen kann man danach nicht, man begegnet ihnen einfach.

Wie Darkside so schön sagte, keiner nimmt sich mehr Zeit, hinter die Fassade zu blicken. Wobei ich diese Aussage durch "so gut wie" ergänzen möchte. Es gibt Ausnahmen, die allerdings rar gesät sind. Eigentlich ist es traurig, daß überhaupt Fassaden errichtet werden (müssen?!), finde ich. Die ganze Menschheit ist ein einziger Maskenball.

Was die Schnelllebigkeit betrifft ... meine Erfahrung ist die, daß Menschen in sogenannten "Freundschaften" genauso wie Gebrauchsgegenstände behandelt und bei nicht mehr Gebrauch nichtsbedeutend ausgetauscht werden. So kann niemals Vertrauen entstehen und wachsen.

Jemanden wirklich kennenlernen bzw. hinter die Fassade blicken zu wollen, ist eine Sache, die viel Zeit und Geduld in Anspruch nimmt. Es ist ein Entwicklungsprozess, der manchmal Jahre dauert, mit Höhen und Tiefen verbunden ist, Zeiten beinhaltet, in denen ein aufeinander zugehen aber auch ein von einander entfernen stattfindet aber niemals der Draht zueinander reißt. Das wichtigste dabei ist, mit Herzblut dabei zu sein, fragen, reden, reden, reden, vor allem über Gefühle, Einfühlungsvermögen und ein offenes Ohr, was natürlich alles auf Gegenseitigkeit beruhen sollte.

Nur wer sich diese Mühe macht, die sich absolut lohnt, wird ein außergewöhnliches Miteinander erleben.
JunipaJa ja der große Maskenball.
Leider werden wir aber ja auch häufig dazu genötigt eine Maske zu tragen. Bestes Beispiel: der Job. Weder möchte ich meinen Kollegen mein Innerstes preisgeben noch wollen sie das gerne hören. Und sie wollen auch nicht wissen wie oder wer ich wirklich bin. Also: schwupps her mit der Maske.
Oder man nehme die beliebte Floskel-Frage nach dem werten Befinden. Schon da versteckt man sich hinter seiner kleinen Fassade. Ich für meinen Teil antworte auf solche Fragen selten ehrlich und wenn, dann nur bei den wenigen Leuten, bei denen ich mir sicher bin, sie würden diese Frage nie stellen wenn sie es nicht wirklich wissen wollten...
Ich denke so verstricken wir uns schnell in kleinen Masken, Fassaden und Unwahrheiten bis wir selber gar nicht mehr wissen wie oder was wir eigentlich sind. Ich selber bin da das beste Beispiel.

@Letum

Du hast am Anfang gefragt ob Distanz einsam macht. Ich denke ja. Es gibt nur ganz wenig Menschen die aus "freien" Stücken heraus distanziert sind und die haben keine Angst vor Verletzung, die haben andere Gründe, sicherlich bessere.
Und ich würde sogar noch weiter gehen: Distanz macht nicht nur einsam sondern beschert auch noch eine Menge Selbstzweifel.
Und da kann es sich dann leider zu einem Kreislauf entwickeln. Man ist distanziert, fühlt sich einsam, fragt sich warum man einsam ist. Ist man häßlich, oder langweilig? Ist man ein Spinner oder gefühlsunfähig. Im besten Fall erkennt man, dass die Distanziertheit der Auslöser ist, im schlechtesten Fall distanziert man sich weiter...
LetumDer Mensch hat Angst, und das ist der Grund für das Versteck- und Verläugnungsspiel! Es wird geglaubt, dass andere was besseres zu tun haben, als einen anzuhören und sich in eine interessante Unterhaltung einzubringen. Es ist traurig, ja, dass kein Mensch mehr Zeit in andere investiert, sonder sich die Person nur nur für sich selbst interessiert....die Menschheit ist nun mal egoistisch, geizig, machhungrig, grausam uvm.
Damit muss man sich jedoch abfinden, jedoch ständig den Gedanken, dass es unzählige von Ausnahmen gibt, im Hinterkopf behalten.

Ich selbst bin auch ein Mensch, der sich oftmals distanziert, jedoch nur um den Kopf von unnützigen zeug freizukriegen und mich wieder auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Mein Bekannten und Freundeskreis versteht das - sie kennen mich so und sie akzeptieren das, obwohl sie manches nicht verstehen können.

Und falls man so oft verletzt worden ist, dass man sich keinem mehr nähren kann, sollte man abstand nehmen - verständlich. Was ist jedoch das Leben getränkt in Tränen und Einsahmkeit? Die Antwort wäre "Traurigkeit in der man aus eigenem Willen gefangen ist". Man kann ausbrechen, sich zusammenreißen und Mut sammeln und weiterleben, neue Menschen kennenlernen, neue Orte erkunden und Anschluss finden....in Selbstmitleid versinken ist nicht die Lösung....weiterkämpfen und allen anderen und vor allem sich selbst beweisen, dass man nicht schwach ist und man das Leben "übersteht und überlebt".

Was sind eure Ansichten, wie habt ihr das erlebt?
Stellt diese Aussage richtig, falls ich falsch liege ;-D
bradóg[QUOTE][i]Original geschrieben von Letum [/i]
[B]Der Mensch hat Angst, und das ist der Grund für das Versteck- und Verläugnungsspiel! Es wird geglaubt, dass andere was besseres zu tun haben, als einen anzuhören und sich in eine interessante Unterhaltung einzubringen. [/B][/QUOTE]

Es wird nicht nur geglaubt, es ist zu oft genau soooo, daß andere was besseres zu tun haben.

[QUOTE]Was ist jedoch das Leben getränkt in Tränen und Einsahmkeit? Die Antwort wäre "Traurigkeit in der man aus eigenem Willen gefangen ist". Man kann ausbrechen, sich zusammenreißen und Mut sammeln und weiterleben, neue Menschen kennenlernen, neue Orte erkunden und Anschluss finden....in Selbstmitleid versinken ist nicht die Lösung....weiterkämpfen und allen anderen und vor allem sich selbst beweisen, dass man nicht schwach ist und man das Leben "übersteht und überlebt".[/QUOTE]

Aus eigenem Willen? Na ja, seh ich ein bißchen anders. Klar kann man neue Menschen und neue Orte kennenlernen, die gibt es - übertrieben ausgedrückt - wie Sand am Meer. Doch geht es ja nicht darum einfach irgendjemanden kennenzulernen, nur um Anschluß zu haben. Das ist ein sehr fauler Kompromiss. Die Menschen mit dem gewissen etwas sind gibt es sehr selten. So meine Erfahrung. Mag sein, daß sich der ein oder andere mit dem Nächstbesten begnügt, um nicht einsam zu sein und nicht alleine zuhause zu sitzen. Ich persönlich lege keinen Wert auf diese Art von Bekanntschaften, ein paar wenige wirklich sehr gute Freunde sind mir persönlich um Welten wichtiger.

Mit Selbstmitleid hat Distanz finde ich nicht unbedingt etwas zu tun und was Schwächen angeht, warum sollte man nicht auch mal schwach sein dürfen. Ich halte es eher für Stärke, zu seinen Schwächen zu stehen. Stichwort "Maskenball" ... um ja keinen Preis Schwäche zeigen. Und wer sich und anderen ständig was beweisen muß, der ist arm dran, das ist ein sehr stressiges Dasein. Authentisch sein ist denke ich der einzig richtige Weg. Und noch am Rande bemerkt, jedes Leben endet tödlich ;)

[QUOTE]Was sind eure Ansichten, wie habt ihr das erlebt?
Stellt diese Aussage richtig, falls ich falsch liege ;-D [/QUOTE]

Hab ich somit getan, wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung und nicht allgemeingültig.
-eclipse16-Distanz...

Distanz ist der perfekte Schutz.

Ich bin selbst eher distanziert anderen Menschen gegenüber.
Ich bin ein Beobachter.
Ich beobachte, führe Smalltalk, gehe auf mein Gegenüber ein und lokalisiere seine Schwächen.
Von mir selbst gebe ich sehr wenig preis.

Warum das Risiko eingehen enttäuscht zu werden?

Wer es schafft doch dahinter zu kommen, bekommt vllt eine Chance.
Wer sie nutzt, das sind nur sehr wenige, kommt eine Stufe höher.
Ein System, basierend auf Distanz.

Es stimmt schon, man ist einsam[I]er[/I] dadurch.
Aber mir persönlich reichen die paar Menschen, denen ich vertrauen kann.
Der Rest........gespielt wird immer....und das macht mir Spaß.

Ich habe Distanz zu einem Spiel gemacht, ich spiele mit meinem Gegenüber, lasse ihn die Distanz nicht spüren, arbeite subtil....und habe meinen Spaß damit.

Mit den Nebenwirkungen kann ich leben und ein Risiko besteht immer...aber hey, ich bin ein Spieler, ich liebe das Risiko.



[I]Ich weiß nicht ob man verstehen kann was ich meine....sry.[/I]
Waldemar@-eclipse16-

ich weiß genau was du meinst..

Meinst du wirklich, nur weil du mit Leuten spielst bist du was besonderes und unnahbar und geschützt? Nur weil du deine Masken aufsetzt und schauspielerst? Nun, im Alltag herrscht überall ein großer Maskenball. Welcher Mensch vertraut schon leichtfertig anderen etwas an. Das macht keiner, somit tragen wir alle unseren Schutz. Glaub mir, es gibt viele Menschen dessen Fähigkeiten sind gut genug durch Masken hindurchzusehen. Und wenn ich Leute solcher Schauspielerei feststelle und sie krampfhaft/subtil versuchen keine Schwächen zu zeigen, und möglich wenig Preis vonsich geben.. weiß ich sofort, es sind meist Menschen, die sehr verletztlich sind und mir etwas vorspielen. Vielleicht hat schon man innerlich über dich "gelacht", weil er sah.. "hm der ist wie ich, er will auch nichts preis geben, naja spiel ich mal mit" Oder vielleicht macht dir genau das auch Spaß :-)
LetumDurch ein derartiges Spiel, findet man möglicherweise viele Interessenten, jedoch ist es eben nur eine "Vorstellung" durch die man versucht sein Innerstes zu verbergen. Es ist sicherlich kein ehrliches "Spiel", manche würden es eventuell verlogen nennen, ich sehe es jedoch als Schutzmaßnahme an.

Jedoch denke ich, dass meist emotional sensible Menschen Distanz halten, aber für manche ist es nicht vollkommen begreifbar, warum so viele dies als Schwäche sehen. Es ist eine Eigenschaft, die als empfindlich und leicht verletztlich bezeichnet wird, die meisten Personen die diese jedoch besitzten, haben meist einen Blick und ein Gefühl für Dinge, die der "normale" Mensch oft nicht erkennt.

Emotionen sollten offen gezeigt werden, denn immerhin sind sie etwas wunderschönes und interessantes, auch wenn sie nicht immer in jeder hinsicht als positiv bezeichnet werden können.
bradógZwischen Spiel - wie eclipse16 es beschrieben hat - und Distanz, sehe ich durchaus Unterschiede. Mit anderer Menschen Gefühle zu spielen, zeugt meiner Ansicht nach eher von einem schwachen Charakter und trägt nur dazu bei, daß irgendwann überhaupt niemand mehr jemand anderem trauen kann. Eclipse, macht es Dir Spaß, wenn andere so mit Dir spielen? Wer Zwietracht sät, wird Zwietracht ernten.

Beobachten und analysieren ist allgegenwärtig, das läuft größtenteils auch unbewußt ab.

@ eclipse16

Ich denke Du widersprichst Dir selbst, denn wenn Du das Risiko wirklich lieben würdest, dann würdest Du Dich nicht distanzieren.
MisericordiaIch denke auch, das mein Empfinden von Distanz oder einer distanzierten Persönlichkeit ein anderes ist, als das, was hier meistens genannt worden ist. Eclipse redet bspw. zwar von einer Distanz zu unbekannten Leuten, hat aber auch selbst, wie es scheint, einen engeren Freundeskreis.
Meiner Meinung nach gibt es aber auch die Sorte von Menschen, die sich allgemein eher kühl und distanziert geben. Die auch "Freundschaften" in gewissem Sinne pflegen, aber dennoch nie so offen sind wie andere, sei es um sich zu schützen, sei es, weil sie bereits erahnen missverstanden zu werden, weil es ihnen einfach sinnlos erscheint, anderen Menschen soviel von sich preiszugeben - zu diesen Leuten würde ich mich zählen.
Any BodyMich sorgt ein wenig, dass die Menschen um mich herum wie auch ich selbst, sich eher distanziert verhalten.

Wenn jemand, den ich nicht kenne, mir entsprechend offen begegnet, bezweifle ich oft, ob diese Offenheit nur gespielt ist. Eine Maske, hinter der sich das wahre Ich eines Menschen befindet. Genauso halte ich die Distanziertheit als Maske zum Selbstschutz. Vermutlich haben einen die Erfahrungen im Laufe eines Lebens zu dem einen oder anderen Mittel greifen lassen, doch das ist nur ein schwacher Trost.

Es würde mich freuen, wenn ich offener und vertrauensseliger auf die Menschen zugehen könnte, ein Lachen oder Lächeln steckt an und es fehlt im täglichen Umgang miteinander - zumindest fehlt es mir -

Es gibt m.E. zu viele Gesichter, die einem mit ernster, abwesender Mine begegnen, einem keine Aufmerksamkeit schenken oder zu wenig Rücksicht auf andere nehmen. Mein Eindruck ist, das die Menschlichkeit verloren geht bei den vielen kalten Gesichtern, die täglich an einem vorüberziehen.

Gruppenbildung, insbesondere in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die einzigen, die noch miteinander reden, sind die Menschen, die aus anderen Kulturen kommen und seit Jahren bereits in der Großstadt leben. Es ist muksmäuschenstill, wenn ich morgens in der Bahn sitze und diejenigen die reden oder laut Musik durch Ihre Kopfhörer schallen lassen um wach zu werden, fallen meist unangenehm auf.

Ist das eine heile Welt?
LetumDiese Welt war leider schon immer so kalt und oft grausam und daran wird sich wohl kaum was ändern, obwohl man ja behauptet, dass sich die Menschheit in der Blüte der Entwicklung befindet.

Ich kann nachvollziehen was du meinst @ anybody
Jedoch lässt sich oftmals nichts daran ändern, da derartige Menschen einem unbekannt sind.

Ein Freundeskreis ist meiner Meinung nach sehr wichtig, dar die Person sonst keine Bezugspersonen hätte und sich in seinen Gedanken oftmals verlieren würde.

Jedoch ist Distanz natürlich auch positiv und nicht ständig als das Gegenteilanzusehen. Aber ein ständiger Abstand verursacht nun mal Schäden, Folgen wie auch immer ihr dies Bezeichnen wollt...
Er ist üblich, dass man sich oftmals von den anderen abschirmt und nichts von seinem Inneren preisgibt, allerdings wird irgendwann die Zeit kommen, in der man nicht weiter zu wissen scheint und Beistand brauchen wird. An wen soll man sich dann wenden, wenn man aufgrund seiner "Distanz" nun vollkommen alleine ist?Durch eine ständige "Verschlossenheit" wird man keine wahren Freunde finden und es wird einem sonst ebenfalls niemand zur Seite stehen wollen.

Kontakte knüpfen ist in vielerlei Hinsicht sehr wichtig, beruflich wie auch privat und natürlich auch ist darauf zu achten, wenn man danach wirklich vertraut, falls man jedoch abweisen erscheint wird dies nicht vorkommen.

wie seht ihr das...
(Jedoch beton ich nochmals, dass Distanz ebenfalls seine Vorteile hat:) )
MisericordiaIch glaube an sich auch, dass zumindest ein kleiner, aber dennoch beständiger Freundeskreis mehr als erstrebenswert ist. Aber wie hier imThread bereits anegklungen ist, gibt es nunmal nur sehr wenige Menschen, für die man sich zu öffnen wert scheint. Das kann dann auch noch den Aufbau dieses sehr kleinen Freundeskreises fast unmöglich machen.
Ich meine außerdem, dass der Mensch besser dran ist, wenn er einige Mitmenschen hat, denen er sich anvertrauen kann. Ich glaube aber auch, dass er - zumindest für eine gewisse Zeit - ohne kann. Oder vielleicht auch will.
Junipa[QUOTE][i]Original geschrieben von -eclipse16- [/i]
[B]Distanz...


Ich habe Distanz zu einem Spiel gemacht, ich spiele mit meinem Gegenüber, lasse ihn die Distanz nicht spüren, arbeite subtil....und habe meinen Spaß damit.

[/I] [/B][/QUOTE]

Wow, meinst du das ernst?
Und gleichzeitig schreibst du, du bist distanziert "Warum das Risiko eingehen enttäuscht zu werden"
Tut mir leid, aber gerade solche Verhaltensweisen, solche Spielchen veranlassen mich dazu niemanden an mich heranzulassen. Denn das was du da betreibst ist ja Enttäuschung in seiner Vollendung. Prima, wenn du einen kleinen, erlesenen Freundeskreis hast, der dich versteht, aber vielleicht würden andere, den ihren gerne erweitern und du spielst ihnen was vor?
Und dann? Was hast du davon? Freust du dich darüber, jemanden "geknackt" zu haben?
Und wenn du schreibst, du arbeitest subtil, dann lässt das ja schon Absicht erkennen?
Also ehrlich gesagt wundert es mich nicht mehr, wenn keiner mehr so richtig offen ist.
Silverfallich hatte letztens ein erlebnis, alter schwede, is jetzt schon was her, aber war echt wieder mal typisch für mein leben, hehe:

ich treffe bei ner bekannten die absolute traumfrau...
...sie lässt mich auf der nächsten fete ran...
...ich sag, ich bin keine maus für eine nacht;-), und sie sacht is ok...
...wir ficken wochenlang nur rum...
...ich sag, hey, lass ma was trinken, mucke anmachen, und was reden...
...aber ette muss erst noch solitär am pc spielen, wg dem punktestand...
...und diese szene war dann bezeichnent für unsere "Beziehung"...
...ich sag: entweder oder, nur ficken is nicht...
...sie antwortet nicht...
...so war das dann immer, wenn ich auf sdas thema kam...
...dann meinte sie irgendwann: entweder reden oder ficken...
...my world broke together...
...ich machte schlu..
...sie wollte sich nach ihern kurzurlaub melden...
...ich wartete, ds sie sich meldete, weil sie mir immer zu verstehen gab, ich melde mich zu oft...
...sie meldet sich , will auch nix mehr von mir wissen, weil ich mich nicht gemeldet hätte, und das zeigt ja wie wichtig sie m9ir ist...
...ich wünsche viel erfolg im leben und lege auf...


...ich hatte extrem starke gefühle für diese frau, aber ich trauere ihr nicht soo stark nach, weil ich mir denke, sie ist psycho...war auch erst 21, myself27, da ist unssereins doch etwas anders eingestellt...freue mich über anteort...



...im übrigen bin ich dafür, alle kinderschänder an die schweine zu verfüttern...
Silverfalldisabur und dichterseele...ich glaub das kenn ich ...
Letum@ silverfall

nun ja, deiner geschichte nach, war diese 21-jährige frau emotional distanziert. (falls ich falsch liege, hätte dein beitrag hier auch nichts zu suchen;) )

derartiges ist nicht selten. möglicherweise wollte sie sich auf nichts emotionales einlassen, auf Grund ängste die von ihrer seite aus gingen, jedoch könnte es auch sein, dass ihr bspw. dein auftreten nichts anderes vermittelte, als körperliches verlangen.
Silverfallnene, ich bin da nicht ran wie nachbars lumoi auf viagra, es war mehr so, das sie nichts ausser dem zugelassen hat, was irgendwie mit nähe zu tun hat. ganz davon abgesehen, in der kiste war sie auch wien brett, und da kann komm ich nicht drauf klar. ich selbst bin in ner beziehung auch nicht einfach, bin emotional, cholerisch, etc...aber ich verstelle mich nicht und bin ehrlich, und das ging bei ihr gar nicht. sie hat alles abgeblockt, und schlussendlich hatte ich das gefühl, nur den schwanz zu stellen, sozusagen...is mir n bisschen wenig, ehrlich gesagt, zudem ich mich schon auch recht heftig in sie verschossen hatte.aber war auch alles was schnell, bin glaub ich was schlauer geworden...werd nicht mehr mit jeder direkt in die kiste steigen, dann fährt man auch nicht so schnell n film auf den psychomüll der anderen.
bin nur jetzt extrem misstrauisch gegenüber frauen...gebranntes kind scheut das feuer
Silverfallich kanns glaub ich gar nicht, mich von anderen emotional distanzieren...lest mal meine threads und dergleichen;-)

aber das fehlt der welt doch, oder der narr, der alles in frage stellt...
...joh, da mach ich noch thread auf, ...
Silverfalldie war emotional tot...nicht war janine??
bradóg@ Silverfall

Sorry, wenn ich mich in Euer Zwiegespräch einmische aber mir liegt da was auf der Zunge ... es braucht Zeit um sich kennenzulernen und es braucht Zeit, Vertrauen aufzubauen und da zu schnell und zu oft der Hüpf in die Kiste im Vordergrund steht, bleibt das andere auf der Strecke. Wenn der oder die Angebetete schlechte Erfahrungen hinter sich hat und sich emotional distanziert verhält, kann es dauern, bis er/sie auftaut. Vertrauen kann man miteinander erarbeiten, doch das erfordert wie gesagt Zeit und auch Geduld.

Ich denke mal, es hat Gründe, warum sie die Zugbrücke geschlossen hält und sich in ihrer Burg verschanzt. Durch den Ablauf dieser "Beziehung" ist es nun sowohl für Dich als auch für Sie erneute Bestätigung, daß es besser ist, sich nicht einzubringen und das Mißtrauen wächst weiter, was nicht unbedingt ne gute Vorausssetzung für die darauf folgenden Beziehungen darstellt. Ändern wird sich das nur, wenn mal ein Prinz vorm Burggraben steht und solange dort ausharrt, bis Prinzessin die Zugbrücke runterläßt. ;)
LetumDa kann man dir nur recht geben^^ @bradog

Vertrauen wird nicht hergeschenckt - man muss es sich erst verdienen!!!!!
NightfaeryAlso ich verhalte mich distanziert entweder um mich selbst oder um Andere zu schützen. Manchmal ist es vll unnötig, k.A..

Oder wenn mir jemand unsympatisch ist oder mich einfach Null interessiert.

Ich hasse es wenn Leute zu mir distanziert sind.
Konkalit_4Ich bin nicht zwangsläufig einsam, wenn ich allein mir selbst bin. Vielmehr ertrinke ich in Einsamkeit, wenn alle mir scheinbar nahe sind und ich dennoch keine Nähe spüre. Ein Zitat eines wahren Denkers :o

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