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  Forum: Dunkelheit & Licht
    Thema: Kein Ort der Heimat
DarkLizard[QUOTE][i]Original geschrieben von flaggelant [/i]
[B]... ich werde an diesem Tag ja ohnehin zu Hause sein (wo auch sonst) ...[/B][/QUOTE]
Ich fasse hiermit mal das Zitag von flaggelant aus dem Thread "Duisburg!" auf.

Ja, wo auch sonst. Die Gedanken hab ich auch grad. Wenn man unter der Woche für die Arbeit lebt und am Wochenende all das machen müsste, was man sonst nicht schafft - sich dafür die Hände wund arbeitet (im wahrsten sinne des Wortes) um sich dann nichtstuend auf dem Sofa zu platzieren und in Langeweile zu schwelgen. Hat ja sonst keiner Zeit und mir fehlt hier nach zwei Jahren immer noch der persönliche Ort der Ruhe - die innere Unruhe nimmt zu und man fühlt sich nach dem Wochenende so richtig erholt - um eine weitere Woche für die Arbeit zu leben und sich die Katze in den Schwanz beißt. Ich glaub ich brauch mal wieder ein Wochenende "Heimaturlaub" - da zumindest weiß ich wo ich mich zurückziehen kann um zu mir selbst zu finden.

Zu mir selbst finden. Früher konnte ich das regelmäßig tun, einfach die Ruhe am See genießen und das Wasser plätschern hören. Seit gut 2 Jahren war ich nie alleine in Ruhe an irgendeinem Ort - ich wohne jetzt an einer Haupt/Bundesstraße. Sicher fühle ich mich irgendwie heimisch - aber bis jetzt habe ich noch keinen Ort gefunden an dem sich meine Seele zuhause gefühlt hat.

Nach der langen Zeit merke ich das auch körperlich, ich bin innerlich unruhig, kriege meine Hautkrankheit gar nicht mehr richtig in den Griff - eine Folge der seelischen Unausgewogenheit.

Wann finde ich meine Ruhe wieder... Wo ist man wirklich "zu Hause" - da wo man wohnt, da wo man gelebt hat, da wo man seine Ruhe findet? Geht es jemandem von Euch genauso? Die permanente Suche nach Seelenverwandschaft und Leuten, die einen verstehen, zehrt an den Kräften. Es sind alles "Kontakte" und trotzdem fühlt man sich allein.

Mit wem kann ich lauthals Lachen, was ich doch so gerne tue - mit wem kann ich tiefgründige Gespräche führen, was ich ebenso gerne tue. Meine wirklichen Freunde sind ein paar hundert Kilometer weg und nur ein paar Emails erinnern an die damalige Zeit.

An diesem Wochenende fanden gleich zwei Feiern statt, wo ich gern dabei gewesen wäre - doch ich kann nicht. Allergien zwingen mich dazu, nicht bei diesen Feiern zu sein. Irgendwann wird man nichtmal mehr eingeladen, weil man doch wieder absagen muss. Auch wenn eine Einladung zumindest signalisiert hätte, dass man mich gern dabei hätte auch wenns nicht geht (aber wir denken an dich - sie tun es wahrscheinlich nicht). Ich sollte es nach 25 Jahren gewohnt sein - aber es tut noch genauso weh wie die ersten Male.

Dark Lizard
~white soul~Lieber DarkLizard

Das Gefühl, so wie du es beschreibst, kenne ich sehr genau. Auch ich lebe an einem Ort, der zwar meine Heimat ist, aber nicht mein zu Hause. Auch ich habe hier keine wirklichen Freunde, mit denen ich etwas unternehmen kann, oder die einfach für mich da sind, wenn ich jemanden brauche. Ich mag es wirklich, alleine zu sein, da ich es einfach brauche, doch wenn ich ehrlich bin, brauche ich auch die Gesellschaft wie jeder andere Mensch. Allerdings, so wie du es auch sagtest, nicht irgendeine, sondern Menschen, die einen verstehen, die auf die gleiche Weise fühlen und denken...
Leider findet man genau diese Freunde viel zu selten. Und auch die Zeit und Ruhe, zu sich selbst zu finden, hat man zu selten. Alles lenkt einem vom Wesentlichen ab – der Stress, die Sorgen, bei dir außerdem (psychoseumatisch bedingte) Krankheiten...
Auch ich kenne kein Erfolgsgeheimnis, wie man etwas an dieser Situation ändert. Ich glaube ich wollte dir mit meiner Antwort nur sagen, dass ich dich sehr gut verstehe und dass du nicht der einzigste Mensch bist, dem es so geht...
Ich hoffe du denkst jetzt nicht: Na danke für die Hilfe, davon kann ich mir auch nichts kaufen. Nein, das kannst du wohl nicht.. naja..

Lieben Gruß,
~white soul~
DarkLizardHi,

danke für deine Antwort. Nein, ich denke nicht, dass mir deine Antwort nicht hilft. Warum auch, sonst bräuchte ich das ja nicht schreiben. Es tut gut, dass man nicht alleine so fühlt, das es andere Seelen mit den selben Gefühlen gibt.

An meiner Situation wird sich so schnell auch nichts ändern, da dies hier nunmal mein "zu Hause" ist und erstmal bleiben wird, aus verschiedenen Gründen. Aber es würde helfen ein paar Leute zu finden, die die Gedanken mit mir teilen, dass man vielleicht geheimsam etwas Heimat schaffen kann.

Die Krankheit lenkt mich nicht ab, ich kann damit eigentlich recht gut Leben. Solange sich meine Seele im Gleichgewicht befindet. Wenn ich Zeit und Orte hätte, mein innerstes zu beruhigen, wäre das anders. Oder wenn Menschen, die mit mir in Kontakt stehen, sich so Verhalten, dass es mir besser geht. Ist aber nicht einfach das so zu erklären, dass das auch "ankommt".

Ich danke dir für deine Antwort, wenn es noch jemanden gibt der so fühlt - bitte schreiben. Oder es gibt vielleicht jemanden der aus meiner Nähe kommt, dann können wir uns ja vielleicht "zusammentun". Bin die meisten Wochenende allein und will mal wieder "raus" - nur fehlt mir jemand mit dem ich das machen kann oder möchte (mein Freund ist meistens arbeiten wenn ich daheim bin und umgekehrt).

Dark Lizard (ist übrigens ein weibliches Wesen :) )

PS: Mir gefällt deine Signatur!
matheaAuch ich kann dich sehr gut verstehen. Man wohnt zwar irgendwo, hat eine Wohnung in der man sich langsam eingewöhnt hat, geht jeden Tag zur Arbeit, vielleicht hat man noch ein Hobby.

Irgendwie ist man in diese Umwelt eingeflochten und passt sich mehr oder weniger an.

Aber dennoch fühlt man sich nie heimisch. Man hat nie das Gefühl von "zu Hause sein". Irgendwie hat man den Eindruck, dass man nie vermisst wird. Das liegt warscheinlich auch daran, dass man oftmals oder sogar immer anders denkt, fühlt und handelt als andere Menschen. Wahrscheinlich ist man deshalb nie irgendwo zu Hause.

Ich habe einmal gehört, dass man zu Hause ist wo man verstanden ist, wo man genommen wird wie man ist. Leben und leben lassen.

Keine Ahnung wo du wohnst und ob ich grad nicht doch einen Haufen Mist erzähle. Aber ich würde mich dir gern anschließen um nach Hause zu kommen...
~white soul~Hallo DarkLizard

Ersteinmal ist es schön zu hören, dass ich dir ein bisschen helfen konnte.
Ich hoffe sehr für dich, dass du bald gute Freunde findest, bei denen du dich wohl fühlst.


[QUOTE]Oder es gibt vielleicht jemanden der aus meiner Nähe kommt, dann können wir uns ja vielleicht "zusammentun". [/QUOTE]

Wo wohnst du denn ungefähr?

Liebe Grüße,
~white soul~
DarkLizardHallo ihr zwei Heimatlosen,

schaut einfach mal links neben den Text, da steht wo ich wohne. Dortmund ist die Stadt, die ich als Zuhause gewählt habe, meine Heimat ist dennoch ein paar hundert Kilometer weit weg.

"Zuhause ist wo man angenommen wird wie man ist." Treffend formuliert. Das ist es.

Ich hab heut mal über was nachgedacht, was mir seit Jahren überhaupt das erste Mal gekommen ist. Es heißt immer wieder, es gibt immer mehr Menschen mit Allergien oder Hautkrankheiten. Ich bin im Prinzip täglich ein Blickfang, mal mehr, mal weniger. Ich habe NIE!! in den ganzen Jahren im normalen Leben einen Menschen auch nur gesehen, der offensichtlich mit Neurodermitis zu kämpfen hatte. Gut, ganz früher in Kurkliniken usw - aber wo sind die ganzen Menschen mit der Krankheit im täglichen Leben? Tagtäglich hab ich mit Kunden zu tun und muss die Blicke akzeptieren und die bohrenden Blicke, wenn die Herrschaften meinen ich seh grad nicht wie sie gucken (meine Augenwinkel sehen alles!) Ich habe niemals jemanden gesehen wie mich. Selbst wenn mal Ruhe eingekehrt ist, sehen tut mans trotzdem, irgendwo.

Verstecken sie sich, trauen sie sich nicht raus? Ist mir nur so gekommen und mich wundert im Nachhinein, warum es mir erst jetzt einfällt.

Ich habe stets versucht Leute auf meine Seite zu ziehen, auf verschiedenen Wegen. Guter Zuhörer zu sein, Hilfsbereit, Zuvorkommend, Freundlich, eine Freundin sein. Sicher, sie haben es angenommen - aber als ICH Hilfe brauchte, war keiner da. Ich habe eine Freundin um ein Gespräch gebeten, sie hat nichtmal kapiert wie wichtig mir das war. Am Ende steht man doch wieder alleine da - egal wie man sich vorher um Freundschaft bemüht hat.


"Aber ich würde mich dir gern anschließen um nach Hause zu kommen..."

Das ist, ehrlich gesagt, das erste mal in meinem Leben, das mir jemand sowas in der Art sagt. Ich würde mich dir gern anschließen... immer war ich es, der sich jemanden anschloss um überhaupt Anschluß zu finden. Das Gefühl hier im Forum jetzt auf einmal Reaktionen dieser Art zu bekommen, lassen mich wissen, dass ich hier auf dem richtigen Weg bin.

Dark Lizard.
decay73@ Dark Lizard

Ach, daß geht auch nach über 30 Jahren noch. ‘Zu Hause’ hab ich mir abgewöhnt. Das ist 450 km weit weg. Und die, die ich von dort kenne, teilweise noch weiter. Also gibt es für mich kein zu Hause mehr, nur noch ein Elternhaus, aber das ist nicht mein Zuhause. Da, wo ich jetzt wohne auch nicht. Es gefällt mir hier nicht, aber was will man machen. Hier habe ich wenigstens einen Job und ich muß mich hier so einrichhten, daß es geht und daß es meiner (angeschlagenen) Gesundheit nicht abträglich ist. Deshalb muß ich auch was an meinem derzeitiges ‘zu Hause’ ändern. So wie es derzeit ist, funktioniert es nicht mehr lange. Es macht mich kaputt.

Aber:

Mein ‘Zuhause’, das ist immer bei mir. Es ist tief in mir selbst drin und nur ich weiß, wie es dort aussieht. Und mittlerweile ist es dort auch gemütlich und ich komme gerne ‘nach Hause’. Der Vorteil ist: man kann es überall mit hinnehmen und fühlt sich nie einsam und verloren. Man braucht seine Aufmerksamkeit nur nach innen wenden und ein wenig zur Ruhe kommen und schon ist man ‘zu Hause’ und gleichzeitig auch ‘Zuhause’. Sozusagen ‘Zuhause’ in der Hauslosigkeit. Was will man mehr? :)


[size=1](PS:. Klappt nicht immer, aber dafür immer öfter...und dann klappt es auch wieder mit anderen Menschen... ;))[/size]
mathea;) @Dark, klar, ich habe das "Dortmund" schon gesehen. Also, ich kenne von Dortmund nur Barop, ist irgendwie noch ätzender als das Sauerland, nur mit einer Uni. Also, darf ich noch einmal sehr nett fragen wo du genau in Dortmund wohnst?

Weißt du, ich kann verstehen wie du dich im wahrsten Sinne in deiner Haut fühlst. Ich habe in Kombination mit meiner Depression ebenfalls Hautprobleme, mit einer "richtigen" Neurodermitis natürlich nicht zu vergleichen. Die dunklen Flecken auf meiner Haut überall da wo die Kleidung scheuert sieht ja niemand. Aber ganz passend habe ich Ekzeme auf den Händen, mich stören sie nicht. Aber einmal bin ich in einer Buchhandlung gewesen und habe dem Händler etwas auf seinem PC zeigen wollen, da springt der weg von mir und fragt doch tatsächlich, ob "das" ansteckend ist. Der dachte wohl, ich habe die Beulenpest oder so etwas.

Ich hasse solche Menschen und jedes Mal wenn mir so jemand begegnet bin ich eigentlich froh, dass ich immer allein bin. Aber irgendwie ist man doch ständig peinlich einsam.

Und die Tatsache immer hinter anderen herzurennen um zu ihnen gehören kenne ich ebenso. Leider ebenso ohne Erfolg. Ich versuchte immer anderen zu gefallen, aber niemand versuchte mir zu gefallen.

Vielleicht fühlst du dich etwas besser wenn du weißt, dass du nicht allein bist.
DarkLizardsorry, ahnte nicht dass dus so genau wissen möchtest :) Dortmund Stadtmitte, am Wallring, nähe Adlerturm.

Wenn ein paar Leute richtig dämlich gucken hab ich manchmal das Bedürfnis sie aufzuklären, dass es nicht anstecken ist - aber ich tus nicht, die Kundschaft darf man ja nicht vergraulen. Also schön freundlich lächeln als spüre man die Blicke nicht. Immer schön freundlich lächeln und alles ist gut :(

"Ich versuchte immer anderen zu gefallen, aber niemand versuchte mir zu gefallen."

Hab ich auch noch nicht drüber nachgedacht, aber nun seh ich es klar vor mir. Wenn man meinen Freund (also die Liebe) wegläßt und nur an Freundschaft und Bekannte denkt - es hat wirklich noch nie jemand versucht MIR zu gefallen. Ich habe mich im Prinzip ständig angepasst und mich für Zeug interessiert, was mich eigentlich nicht interessiert - um wenigstens zeitweise bei den Menschen zu sein, die mir was bedeuten.

Andersrum hat das keiner je für mich getan.

Das ist interessant - aber ich hab das noch nie so bemerkt. Es wurde mir erst jetzt bewusst.
matheaWow, dann wohnst du quasi mitten in einer großen Stadt. Ich beneide dich darum, auch wenn du dich dort nicht hemisch fühlen kannst.

Ich kann nachvollziehen wie du dich in Bezug auf deine Kundschsft fühlst. Ich habe mir einmal überlegt, ob ich nicht vielleicht Handschuhe tragen sollte. Aber das wäre in meinem Beruf sehr unpraktisch und die Leute würden wahrscheinlich noch dümmer gucken als bisher. Die meisten Menschen sind irgendwie doch scheinbar sehr dumm und auf Äußerlichkeiten fixiert.

Ist es nicht traurig wie blind und hörig man anderen Menschen hinterher läuft? Man möchte ihnen gefallen, gut finden was sie gut finden, zuhören obwohl man selbst gern sprechen würde, helfen obwohl man selbst gerne Hilfe hätte, man tut einfach Alles was man tun kann um gemocht, geachtet, respektiert zu sein, anstatt nur geduldet.

Und was ist der Dank? Ich weiß, das ist recht zynisch. Aber der Dank ist gar nichts. Man bekommt irgendwie nichts zurück, ist zumindest mein Eindruck. Eigentlich hätte man genauso gut ein Egoist sein können. Leider kenne ich auch kein Rezept gegen diese Dummheit, außer warten, dass doch einmal jemand kommt für den man nichts tun muss, damit er einen mag.

Irgendwie sehr traurig. Ich hoffe, du hast eine Familie und einen Partner der dich und deine Persönlichkeit zu schätzen weiß.
LetumZu Hause - ich verbinde diesen Begriff nicht unbedingt mit einen Ort, sondern mit Situationen, Menschen bei oder in welchen man sich heimisch fühlt. Kann ein Ort wirklich eine innere seelische Ruhe hervorrufen? ein Platz wo man ganz alleine ist?
Ich glaube kaum.

Nimmt man ein beispiel, wie die besten freunde und den Wohnort. Wo fühlt man sich besser? ich könnte mir vorstellen, dass man sich bei den Menschen, mit denen man ausführliche gespräche führen kann, zu Hause fühlt und nicht in seiner Wohnung während der Fernseher rennt, denn dies wird wohl kaum befriedigen.

Letzendlich muss allerdings jeder Mensch selbst herausfinden, wo er sich zu Hause fühlt. Eine lange Suche wird dies sicherlich, anstrengend und nervenraubend, wenn man diesen jedoch gefunden hat, hat sich die Mühe auch gelohnt.
ZatuHey Lizzy,

Also... zu allererst, "14.7." ^^ will ich aufgreifen, um den rest hier vielelicht auch noch dazu einzuladen ... wenn ihr lust aufn nettes treffen habt, müsst ihr euch nur mal im "Duisburg" Thread melden, und das mit dem werten gastgeber klärn (milden gaben werden erwartet^^).

nun... zuhause ist sicher da wo man gern ist... wenn dieses zuhause wirklich dies gefühl von verstanden werden verkörpert... doch auch das elternhaus ist doch ein zuhause gewesen, als die welt noch gut war :rolleyes: .

Doch auch ist es doch so wie decay sagte.... das beste wenn man ein zuhause in sich hat.... sich bei sich selbst wohl fühlt... in der eigenen kleinen welt - wo nicht alles gut ist doch "wayne...?". Egal Was man macht, irgendwo gibt es doch immer gedanken an ein anderes leben - was man irgendwie sich schaffen könnte...vielleicht einfach mal versuchen SOLLTE!

naja cheers... gute nacht, over and out
, übermüdetetes zatu... :D
Weltenbummler_SHallo alle zusammen!

Nun wie mein Nick schon ein bisschen vermuten lässt geht es mir auch ähnlich. Ich habe ab und an das Gefühl überall hier rumzuirren und doch nirgends wirklich eine ECHTE Heimat zu haben. Nun ich lebe zwar im mom mal wieder in meiner "Heimat" (dort wo ich geboren wurde), doch ich merke immer mehr, wie wenig das hier ECHTE Heimat ist. Hier herrschen meiner Meinung nach zu viele Zwänge und zu viel belastende Vergangenheit. Wen es hier auch sehr wertvolle orte gibt, die mir sehr viel bedeuten und die ich net missen möchte.

Nun aber ich werde gegen Ende des Jahres meine Koffer packen und mich hier aufmachen müssen. Nun es ist nicht das erste mal und von daher schon ein Stück vertraut. Mir ist an einem neuen Ort vor allem wichtig in der Natur gute Plätze (oder zumindest einen guten Platz) zu finden. Sicher ich gebe zu, daß das net grad einfach ist, denn ein guter Platz hat schon seine eigene "Magie". Wichtig ist in der Beziehung einfach, daß Du da net passiv bleibst. Im letzten wirst Du so einen Ort nur finden, wenn Du Dich auf die Suche nach ihm machst. Einfach mal in der Umgebung schauen wo es was geben könnte, was Dich anspricht (bei mir sind es die Wälder). Mir hilft da ganz konkret ein Buch mitzunehmen und mich an einem Ort, der mir zusagt mich erst mal hinzusetzten und zu lesen. Mir Zeit zu nehmen mir diesen Ort vertraut zu machen. Ich weis das mag ein bisschen seltsam klingen, doch ich weiß leider net wie ich es anders ausdrücken sollte.

Was dann das weitere Problem mit den Menschen vor Ort angeht, da weiß ich im Moment auch keine Patentlösung (ich glaub die gibt es auch net). Aber es müsset doch auch außerhalb von Patrtys möglich sein den ein oder anderen Kontakt herzstellen und sich mit ihm austauschen zu können.
mathea@Weltenbummler, ich sehe in meinem jetzigen Leben keine Möglichkeit tiefgreifende Kontakte zu knüpfen. Ich habe zwar eine Arbeit, aber mit keinem meiner Kollegen würde ich gern mehr Kontakt haben als beruflich.

Auch spiele ich in einem recht großen Musikverein. Aber die Zuneigungen sind geklärt, ich sehe keine Chance mit jemandem dort einen engeren Kontakt zu bekommen.

Ich fürchte, dass sich in meinem Leben momentan alles irgendwie routinemäßig eingefahren hat und bekomme den Eindruck dass das jetzt irgendwie doch schon alles gewesen ist, was ich von meinem Leben zu erwarten habe.

Saehr deprimierend, und vor allem sehr einsam.
Desenganokeine ahnung, ob euch das hilft, aber ich kann ja mal beschreiben, was für mich ein "ort der heimat" ist. ich fahr viel durch die gegend, weil meine familie weiter weg wohnt udn ich nun auch noch eine fernbeziehung von über 300 km und 2 großbaustellen dazwischen führe.
ich war die letzten wochen jedes wochenende unterwegs. so schön es war, diese menschen wiederzusehen, habe ich doch gemerkt, wie schwierig es war, nicht mal ein wochenende zu hause zu sein. denn zu hause sind für mich meine eigenen 4 wände. da wo ich meinen kram, meine pflanzen, meine farben habe. ich richte mich dort häuslich ein, wo ich wohne. ihc mache es mir gemütlich.
ich finde es interessant, wie unterschiedlich hier "zu hause" definiert wird. für mich ist es auf jeden fall für den moment ortsgebunden. zu hause ist wo mein bett steht? *g*

meine freunde sind über ganz deutschland verteilt. aber auch hier habe ich (dank meines freundes die labertasche) liebe menschen kennen gelernt udn konnte tiefe freundschaften knüpfen. udn es ist sicher, dass ich hier in ein paar jahren nicht mehr leben werde. auch andere wollen woanders hin. aber ich bin mir sicher, dass die eine oder andere beziehung halten wird.

hm.. ich schweife ab. aber vllt hilft es euch, wenn euer rückzugsort ein ort der entspannung ist? ich brauche immer farbige wände, pflanzen usw. ihc muss gerne in meine eigenen 4 wände kommen können.


ach und zur neurodermitis: mir fallen spontan 2 menschen im bekanntenkreis ein, die damit zu kämpfen haben. es gibt diese menschen. und das tatsächlich immer mehr. sie verstecken es oft nur gut udn hausieren geht man damit ja auch nicht. ach 3 sogar..
die menschen, die starren sind echt zum kotzen.
matheaSeltsamerweise mache ich in Bezug auf zu Hause sasselbe wie viele andere Menschen. Auch wenn ich in einem Hotel, einer Pension, einer Herberge oder sonstwo eine zeitlang weg von daheim bin, immer wenn ich von der Unterkunft spreche sage ich "zu Hause".

Ganz seltsam, liegt wohl wirklich daran, dass ich nirgends wirklich daheim bin.
CHANTE[QUOTE][i]Original geschrieben von mathea [/i]
[B]Auch wenn ich in einem Hotel, einer Pension, einer Herberge oder sonstwo eine zeitlang weg von daheim bin, immer wenn ich von der Unterkunft spreche sage ich "zu Hause".

Ganz seltsam, liegt wohl wirklich daran, dass ich nirgends wirklich daheim bin. [/B][/QUOTE]

"Zuhause" ist da, wo man sich zurückziehen kann. Die Höhle, in der man keinen "Angriff eines Dinosauriers" fürchten muss. Da, wo es Essen und eine wohlige Schlafstätte gibt.

Einen viel höheren Stellenwert hat für mich der Ort, an dem ich aufgewachsen bin: Das Haus der Eltern, die Nachbarschaft, das Viertel.

Ich bin seit fast 3 Jahren aus meinem Elternhaus raus und komme immer wieder gerne zu Besuch zurück. Mit dem Kumpel aus der Nachbarschaft ein Bierchen beim Grillen. Spaziergänge mit der Freundin durch die frischen, kalten Wälder. Samstag nachmittag Fußball-Berichte im Radio hören, während am Motorrad geschraubt wird.... Diese Zeiten genieße ich.
In mir macht sich ein Gefühl breit: "Hier gehöre ich hin, hier sind meine Wurzeln. Daheim."
matheaOk, zu meinen Eltern zieht mich freiwllig nichts mehr. Also sollte ich an dieser Stelle den Mund halten...
CHANTE:D

Musst du keineswegs. Ist halt bei jedem anders.


Ich verdanke meinen Eltern eine Menge. Und grade wo meine Mutter es nicht mehr lange machen wird (Lungenkrebs im Endstadium), nutzen wir jede Möglichkeit mal "daheim" vorbei zu schauen.
TrauerwesenZu Hause ist für mich auch dort, wo ich mich zurückziehen kann. Aber Heimat definiere ich doch anders, das ist nicht unbedingt mein Wohnort oder der Ort, wo ich mich gerade aufhalte. Heimat ist für mich weniger lokal, sondern eher emotional. Auch wenn ich derzeit keine Möglichkeit habe, diesen Ort aufzusuchen. Passt auch zu vielen, die ihre Heimat als ihren Geburtsort, wo sie lange lebten, definieren. Wobei die zeitliche Begrenzung hier für mich weniger eine Rolle spielt.
Dies hier ist lediglich mein Wohnort, leben tu ich aber dort, wo ich meistens unterwegs und aktiv bin, Freunde habe usw, also dort, wo sich mein leben abspielt.
DarkLizardNaja es gibt bei mir zwar eine Stadt in der ich geboren bin, aber nichtmal das Haus dort gehört mehr irgendwie zu uns als Familie. Auch nicht die Wohnung dort. Und die Wohnung meiner Eltern ist für mich kein Rückzugsort, auch wenn dort meine Eltern sind. Das Verhältnis ist nicht einfach zu beschreiben - auf keinen Fall schlecht, sagen wir "in gewisser Weise schwierig".

Für mich kann ein Ort innere Ruhe bedeuten, das auf jeden Fall. Das muss auf jeden Fall einer sein, wo ich allein bin, bzw unter Leuten aber trotzdem allein - wo mich keiner kennt. Es bringt mir nichts wenn ich meinen Gedanken nachgehe und mich irgendeiner rausreißt, weil er mit mir über irgendwas labern möchte.

Heute hab ich über das Wort "Freunde" nachgedacht. Und festgestellt, dass eine Person, die mir eigentlich sehr sympatisch ist, keine Freundin sein kann. Für mich nicht. Sie ist zu sehr Ich-Bezogen und achtet nicht auf die Gefühle anderer. Sie merkt nicht wenn einer in Not ist, ein Gespräch braucht. Selbst wenn man darum bittet, kommt das nicht an. Es ist schade, sehr schade und es tut auch weh. Das wundersame ist, selbst wenn ich sie darauf anspreche, versteht sie es nicht.

So ähnlich ist das mit einer anderen "Freundin". Beide bedeuten mir eigentlich viel, es wäre jedoch einfacher sie als Freunde zu vergessen, da es einem eh nichts bringt. Und man nur wieder kuschen muss, wenn sie selbst ein Problem haben. Wo wir wieder beim Thema wären, den anderen zu gefallen... ich tus immer wieder, ich kann nicht anders.

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