| rosenkind | auf diese Frage komme ich aus einer Diskussion eines anderen Forums, aufgrund der Tatsache, dass das hier kein Thread über die Diskussion dort werden soll, alss ich es mal den Namen dessen zu nennen. wie dem auch sei, dort erzählte eine inzwischen 21-Jährige, dass sie sich als 14-Jährige [b]einmal[/b] einen Namen auf den Arm geritzt hatte. Daraufhin kamen natürlich - abseits des eigentlichen Themas von 2-3 Personen Kommentare ala "das nennt man SVV und das ist behandlungswürdig". ich selbst las das und konnte diese Pauschalaussage so nicht stehen lassen, da ich (selber ein Jahr jünger als jenes Mädchen) aus meiner Teeniezeit, die nicht allzulange her ist, genügend Geschichten kenne, in der jemand [b]einmal[/b] zur Klinge griff und dann nie wieder. Selten steckten ernsthafte Probleme dahinter. Meist war es einmal heftiger Liebeskummer und die Tat wurde hinterher bereut, in den anderen Fällen war es ein "mal was vebotenes ausprobieren" und ein Spiel mit Grenzen und Aufmerksamkeit. So habe ich z.B. eine Klassenkameradin, bei der man, wenn man genau hinschaut noch die Narben des Namens sehen kann, sie sie so verblasst, dass nur ein "geübtes" Auge es erkennt, was darauf schließen dürfte, die Sache ist lange her und da der Rest der Arme narbenfrei ist, liegt die Vermutung nahe, dass es eine einmalige Sache war. Als ich 12 war, zoegn 2 !4-Jährige Schulkameradinnen im Zug plötzlich ein Messer und schnitten sich in die Haut, weil sies mal ausprobieren wollten ect. pp. Es gibt noch mehr Beispiel, aber die würden an dem, was ich damit sagen will auch nicht mehr viel ändern. Meiner Meinung nach machen Jugendliche eben manchmal Blödsinn und es [B]muss[/B] nicht immer ein ernsthaftes Problem dahinterstecken, das Behandlungsbedürftig ist. Die Aussage also, wer einmal ritzt, gehöre auf die Couch erachte ich also als übertrieben und habe diese auch geäußert. Mit dem Vergleich, dass auch keiner, der sich einmal besäuft gleich zu den anonymen Alkoholikern muss. Darüber hinaus habe ich noch die vielen Beispiele erzählt, die ich hier nicht geschrieben habe, weil sie eh dieselben oder ähnliche Verhaltensweisen beinhalten. Die Antwort konnte ich heute einsehen. Und diese lautete sinngemäß: Alkohol und ritzen könne man nicht vergleichen und wer sich ritzen würde, wäre krank und gehöre in Therapie, außerdem wäre ritzen nicht cool, sondern krank. Auf meine Beispiele ging man gar nicht ein und man versuchte seine Meinung auch gar nicht mit Gegenbeispielen oder anderweitigen logischen Begründungen zu untermauern. Das Posting war grade mal 4 Sätze lang und endete mit "und das ritzen ist, absolut nicht cool, sondern eindeutig krank.leute die dies machen haben schwere probleme" Ich schloss aus dieser Aussage, dass meine Diskussionspartnerin entweder von sich auf andere überträgt (was ich anhand des letzten Satzes sehr unwahrscheinlich finde, ich habe nämlich noch keinen SVVlerso reden gelesen" oder lediglich flüchtiges Theoriewissen besitzt (was ich am wahrscheinlichsten finde). Kurzum fand ich, dass die Meinung von jemanden stammt, der nicht wirklich sonderlich viel Ahnung von dem Thema hat und dessen Äußerungen deswegen ziemlich unqualifiziert sind. ich werde die Diskussion dort fortführen, um zu sehen, ob ich mich mit dieser Annahme geirrt habe oder recht behalte. Davon aber mal abgesehen, denke ich, dass hier in diesem Forum doch mehr Leute sind, die einen weniger undifferenzierten Blick auf das ganze haben, weil sie mit dem Thema durch starkes Interesse, Selbstbeobachtung oder Selbsterleben stärker vertraut sind. ich würde mich über eure Statements dazu freuen! denn wenn ich ehrlich bin, regt mich diese Diskussion in dem anderen Forum auf, nicht, weil man nicht meiner Meinung ist, sondern, weil die Aussagen so undifferenziert sind und man sich nichtmal die Mühe macht, auf meine Realistätsbeispiele einzugehen, geschweige denn seine Thesen selbst zu untermauern. Achja, und um Missverständnisse hier zu untermauern. Da ich selber seit 4 Jahren drin hänge, ist mein Standpunkt keineswegs als ein "Jugendliche haben keien ernsthaften Probleme" zu deuten, sondern vielmehr als ein "an diesem Punkt kann man von außen noch nicht sagen,w as wirklich dahintersteckt". [B]Achja und noch ganz wichtig: ich möchte hier eine sachliche Diskussion, nicht dass das Ding hier Hospitalcharakter bekommt. In anderen Foren sind ebenfalls sachliche Diskussionen zu dem Thema unter anderen Aspekten auch geglückt, ich hoffe, das ist auch hier zu schaffen[/B] |
| Azurite | Himmel, selbst ich hab mir mal ein kleines Muster in den Arm geritzt, aber das bei Gott nicht aus Depression, Coolness-Drang oder sonstigem... Ich musste in der Kälte auf den Zug warten und mir war langweilig, also hab ich mir mit ner Reißnadel so Gargoyleflügel reingeritzt... sieht man mittlerweile nur noch falls meine Haut gebräunt wäre. Und gespürt habe ich wegen der Kälte auch nichts davon... Ich bin also krank, will mir nicht irgendjemand helfen...?? |
| -eclipse16- | hallo erstmal rosenkind ich bin da teilweise deiner meinung. nur weil man einmal (aus welchem grund auch immer), sich etwas in den arm oder sonst wohin ritzt, ist man nicht gleich krank und gehört in therapie. es kommt immer drauf an, wie es ausartet. es ist etwas vollkommen anderes, wenn man denkt, dass ritzen ein ausweg ist und es deshalb immer wieder macht...dann nimmt es krankHAFTE formen an (unter denen ich 3 jahren selbst extrem litt und jetzt am aufhören bin). aber solang es keine ernsthafte absicht gibt, dieses verhalten weiterzuführen, ist das keineswegs krank...einfach eine vielleicht undurchdachte aktion, auf die die meisten auch nicht wirklich stolz sind. schließlich wollen die meisten auch nicht durch narben an ihre verflossene liebe oder an was auch immer erinnert werden... zudem sind solche "einmaligen" ritzer auch meistens nicht sonderlich tief, sondern eher oberflächlich, und nicht wie bei einem, wirklich von SVV-Betroffenen tiefer oder häufiger.... dein beispiel mit dem alkohol finde ich sehr treffend und auch durchaus vergleichbar, weil es einfach logisch nachvollziehbar ist... menschen die der meinung sind, dass ein einziger schnitt gleich grund für eine therapie ist, beziehen die situation wahrscheinlich zu sehr auf sich, ihren bekanntenkreis oder erfahrungen. allerdings ist das zum teil auch eine egoistische einstellung, denn durch eigene erfahrung weiß ich, wie extrem schwer man an einen guten therapieplatz kommt. die wenigen vorhandenen zu "verschwenden" und damit wirklich ernsthaft Betroffenen eine chance auf hilfe zu verweigern, ist einfach nicht richtig. man beachte in diesem beitrag bitte immer die Anführungsstriche, danke |
| hagzissa13 | Ich bin kein Psychotherapeut und auch kein Psychiater, aber wenn man sich einmal den Namen eines anderen in die Haut geritzt hat, dann ist das für mich in etwa so, als wenn derjenige sich den Namen in die Haut tättowiert hätte und sorry, aber da käme ja nun auch keiner auf die Idee, denjenigen deshalb zum Psychiater zu schicken. Das wird unter dem Begriff "Jugendsünde" abgehakt und wenns nervt eben entfernt. Man sollte die Kirche im Dorf lassen... |
| Pseudo-Gruftiii | doch, die bildzeitung schon. im letzten tätowiermagazin war der text aus der bildzeitung ausgedruckt. das ganze war nach dem geisteskrankheitsprinzip gehalten. aber die bildzeitung behauptet ja auch, dass man sich als tätowierter mensch schwerste verbrennungen in der röhre zuziehen kann *g*...... ansonsten....naja, rosenkind hat eigentlich schon alles richtig gesagt, die antwort ist doch klar. keine ahnung wie man da noch weiter diskutieren könnte:) |
| rosenkind | @hagzissa13 ganz so vergleichbar ist es wohl nicht, da meiner Beobachtung nach diesen Namen einritzen oft aus Liebeskummer geschieht. Es mag [B]in diesem Moment[/B] sich mit den Gefühlen einer Person, die wirklich therapiebedürftigt ist, decken, aber eben nur [B]in diesem einen Moment[/B]. Es ist eben ein einmaliger Tiefpunkt, der danach vorbei ist. Was soll da ein Therapeut außer sagen: herzlichen Glückwunsch, du warst einmal ganz tief unten, aber jetzt bist dus nicht mehr und hasts geschafft, also geh und freu dich deines Lebens, du brauchst diese Hilfe nicht? |
| hagzissa13 | Äh... ich neige zwar selbst nicht zu SSV, habe aber mir sehr nahestehende Menschen, bei denen das so ist und die erzählen mir ständig im Zusammenhang mit Ritzen etwas von "Druckabbau durch das Empfinden des Schmerzes" usw. Sorry, aber da sehe ich kaum einen Zusammenhang mit dem Eintättowieren, oder Einritzen ("Saryfication") eines Namens. Dabei will man eine Erinnerung an einen geliebten Menschen und keinen Schmerzreiz um (ich zitiere eine Bekannte) "sich selbst zu fühlen". Ich bleibe dabei: Die Kirche im Dorf lassen. |
| rosenkind | oh doch, das Schmerz fühlen und das Namen einritzen können durchaus in Zusammenhang miteinander stehen. Sich selbst fühlen ist dabei auch nur ein Aspekt von einer vielzahl von Emotionen, die einem zu dieser Tat verleiten. Bei Liebeskummer ist der Schmerz evtl. in jungen Jahren manchmal so groß, dass man es nicht mehr aushält ihn nur innerlich zu halten, es passiert dasselbe, was SVVler kennen: Ventilfunktion. Aber anders als bei vierlen anderen Gründen trägt dieser Schmerz einen Namen, nämlich den der/des Verflossenen. Evtl projeziert man auch die Trennungswut hinein und es tut gut, diesen Namen in so zerstörerischer Form zu sehen. Es ist wie so oft ein symbolischer Akt. Man muss dabei beachten, dass SVV oftmals auch dazu dient, Emotionen in eine "Sprache" zu fassen, die man sonst nicht ausdrücken kann. manchmal beinhaltet diese "Sprache" eben auch Worte. Mag sicher nicht in allen Fällen so sein, aber so [B]kann[/B] es durchaus sein, ich spreche auch hier aus eigener Erfahrung. Aber damit will ich diese Randdiskussion auch beenden und back to topic. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]oh doch, das Schmerz fühlen und das Namen einritzen können durchaus in Zusammenhang miteinander stehen. [...] Mag sicher nicht in allen Fällen so sein, aber so [B]kann[/B] es durchaus sein, ich spreche auch hier aus eigener Erfahrung.[/B][/QUOTE] Eben, Du bringst es selber auf den Punkt: Es [b]kann[/b], aber es muß bei leibe nicht. Darum meine Worte: Kirche im Dorf lassen. |
| rosenkind | dieses kann liegt aber auch bei etlichen vor, die es danach nie wieder tun und darum ging es ja ;) außerdem sehe ich in deinen vorherigen Posts nur eine Pauschalisierung, keine Differenzierung, du hast behauptet, es wäre immer nur so wie beim Tattoowieren, bzw es war kein von kann oder könnte zu lesen. [QUOTE] Sorry, aber da sehe ich kaum einen Zusammenhang mit dem Eintättowieren, oder Einritzen ("Saryfication") eines Namens. Dabei will man eine Erinnerung an einen geliebten Menschen und keinen Schmerzreiz um (ich zitiere eine Bekannte) "sich selbst zu fühlen".[/QUOTE] |
| Constanze | Ich denke dass es sehr viele Abstufungen vom ritzen sind und dass die Grenzen fließend sind. Dass man das Einritzen eines Namens nicht als krank bezeichnen kann, darin sind wir uns im großen und ganzen ja einig. Alles was weiter geht und wirklich mit der Verarbeitung von Schmerz oder negativen Gefühlen zu tun hat, seh ich kritischer. Ich habe selber einige Menschen in meinem näheren Bekanntenkreis die SVV zeigen/zeigten und das in sehr verschiedenen Abstufungen. Zum einen meine Schwester, die sich nur leicht die Haut einritzte und nur leichte Narben davongetragen hat, die in ein paar Jahren verschwunden sein werden. Sie hatte die Spannungssituation zwischen unserer Mutter und ihren Pflegeeltern nicht ertragen und die Beschreibung "sich selbst fühlen" trifft es in diesem Fall ganz gut. Aber es war eine vorrübergehende Depressive Phase die durchaus eine Ursache hatte und aus der sie sich selbst wieder befreit hat. Vielleicht hätte ihr ein Psychologe geholfen, aber sie hat es auch aus eigener Kraft geschafft und ich bin überzeugt davon, dass Freunde und eine Familie die einen unterstützt teilweise mehr ausrichten können als ein Psychologe oder Psychiater. Das andere Beispiel ist eine sehr gute Freundin von mir. Sie hatte wohl auch Probleme mit ihren Eltern und in der Schule und hat sich so extrem geritzt, dass sie teilweise wegen Blutmangels tagelang nicht in die Schule konnte. Die Eltern und Freunde konnten ihr nicht helfen und eine Behandlung lehnte sie ab. Sprach man sie darauf an blockte sie sofort ab aber andererseits machte sie es für jeden offensichtlich und wollte Aufmerksamkeit, trug dicke Verbände, hatte Blutflecken auf der Kleidung, in ihrem Zimmer lagen blutige Taschentücher etc. Sie war auf jeden Fall in höchster Gefahr, irgendwann wusste ich mir nicht mehr zu helfen und habe mit unserem Stufenlehrer darüber gesprochen. Ich weiß nicht, ob es richtig war, sie fühlte sich verraten, obwohl sie bis heute nicht weiß, dass ich es war. Aber ich saß neben ihr und konnte ihren blutdurchtränkten Verband sehen und hatte wirklich Angst, dass sie sich umbringt damit, früher oder später. Diesem Lehrer erzählte sie dann, sie würde in Behandlung gehen, ich weiß nicht ob es stimmte, aber sie hat den Absprung geschafft, zurück bleiben bis heute dunkelrote dicke Narben die sie ihr Leben lang nicht loswird. Natürlich ist es krankes Verhalten, aber es ist ein Hilferuf den man auch als solchen wahrnehmen sollte und von dieser Seite versucht zu helfen. Meiner Meinung nach ist die Basis wichtig, die Familie, die Freunde eben die Menschen, die einem was bedeuten, wenn das nicht stimmt, kann ein psychologe nicht helfen, denn oft können Krankheiten nur durch Zuwendung und Nähe geheilt werden und nicht durc hPsychopharmika! |
| Mutter | Rosenkind, ich teile deine Meinung dem Ritzen gegenüber. Nicht jeder, der sich einmal ritzt, gehört direkt zu einem Psychiater, doch ich finde auch, dass man das nicht einfach aus Spaß machen sollte oder aus Gründen wie Liebeskummer und anderen Dingen. Ich finde das bringt einfach nichts und ich habe bei mir auch eine in der Stufe, die sich immer ein bisschen mit dem Zirkel über die Arme kratzt und dann am nächsten Tag damit angibt, wie mutig sie doch ist. Und dann ist sie einmal zu mir angekommen und meinte: " Alina, gestern abend habe ich das wieder gemacht und diesmal hats richtig geblutet und habe ich voll Schiss bekommen!" Sowas muss doch nicht sein oder? Also, nicht jeder der sich ritzt ist wirklich krank, aber ich mag solche Leute nicht, die das nur machen um cool zu sein! |
| BlackElvenTear | Ich finde es sehr schwierig, da eine Grenze zu ziehen, wo man sagen könnte "das ist jetzt krankhaftes Verhalten". Bei einmal (aus welchem Grund auch immer) ritzen - wenn's dann vorbei ist - würde ich sagen, dass das eine Kurzschlussreaktion oder was auch immer war, aber keine psychische Störung. Aber was ist mit "Gelegenheitsritzern"? Bei denen das kein suchtartiges Verhalten ist, sich nicht verselbständigt, aber ab und zu hochkommt? Ist das dann auch krank oder ist das nicht eher eine "wiederholte Kurzschlussreaktion"? Und ritzen um cool zu sein :rolleyes: - da sag ich lieber nix zu, solche Leute bringen mich total auf die Palme. |
| Pseudo-Gruftiii | dieses thema wird scheinbar nie langweilig. die antwort auf die frage ist doch klar, bloß jetzt geht es wieder auf das selbe hinaus. ehm ja.... |
| hagzissa13 | Es ist, wie beim Thema "Abtreibung": Es dreht sich im Kreis. Da jedoch immer neue Leute dazustoßen, die mitdiskutieren, wird es kein Ende nehmen und immer spannend bleiben. |
| rosenkind | naja, bei der Ausgangsfrage immerhin, sind sich alle einig :) und das war es ja eigentlich,w as ich hier wissen wollte |
| Zerathul | Auf die gefahr hin das ich mich etwas unbeliebt mache... habe ich da eine etwas andere meinung zu, ich denke das auch wenn es nur ein einziges mal ist das ritzen schon sehr ersnt zu nehmen ist es ist ein hilferuf für den die person keine andere ausdrucksmöglichkeit sieht ich denke das da nur ein Psychater wirklich einen rat geben kann und auch die ursache dessen nenne kann um diese wenn möglich zu beheben Wenn man sich aus liebeskummer oder sonszigen "kurzen" depressionsphasen ritzt sollte man einen Psychater aufsuchen den wer in einer solchen situation schon einmal so reagiert hat wer sagt das er es in einer ähnlichen villeicht schlimmeren nicht weider macht ? ich denke um das auszuschliesen sollte man sich schon professionelle hilfe holen. Bitte nicht steinigen XD aber so se ich das numal |
| Pseudo-Gruftiii | das halte ich für geld und zeitverschwendung. therapieplätze, besonders für jugendliche sind sehr rar, man sollte sie nicht für solche nichtigkeiten verschwenden. es ist das selbe als ob man wegen einer eintägigen depression (die es so ja gar nicht gibt), einmal kiffen oder einmal alkohol trinken auch sofort zur therapie muss, denn es könnte ja sein.... das erste mal geschieht normalerweise seltens aus einem verlangen oder einer paraten lösung heraus, es wird eher zuerst ausprobiert, festgestellt obs hilft und dann gegebenenfalls wieder gemacht. ausserdem schließt professionelle hilfe auch nicht aus, dass man es nicht wieder macht. wo noch kein problem ist kann auch noch kein problem gelöst werden. eher wird der therapeut irgendeinen schwachfug finden den derjenige dann auch noch glaubt, sich da immer mehr reinsteigert und dann schließlich ein wirkliches problem hat. soll es ja auch geben und nicht zu selten. |
| Zerathul | Du vergleichst das trinken von alkohol mit dem ritzen ich glaube nicht das das passt denn alkohol trinken wir früher oder später alle mal und durch die medien wird auch noch sugariert das das ok so ist. Aber zum ritzen wird man nicht durch medien oder sonst was verführt. Auch wenn therapieplätze rar sind sollte man es doch versuchen und ich denke schon das eine Therapie eine wiederholung von soetwas zu 99% aussschließen kann den sollte weider mal solch eine situation kommen weis man nun wie man anders bzw. besser damit umgehen kann als sich zu ritzen. [QUOTE]wo noch kein problem ist kann auch noch kein problem gelöst werden.[/QUOTE] also denkst du das wenn sich jemand ritzt das kein problem ist ? willst du damit sagen das das "normal" ist ? |
| Pseudo-Gruftiii | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zerathul [/i] Du vergleichst das trinken von alkohol mit dem ritzen ich glaube nicht das das passt denn alkohol trinken wir früher oder später alle mal und durch die medien wird auch noch sugariert das das ok so ist. Aber zum ritzen wird man nicht durch medien oder sonst was verführt.[/quote]wenn du es so vergleichst dann könnte man auch sagen, dass die medien nicht zum alkoholismus verführen. andererseits könnte man auch sagen, dass die gesellschaft zum alkohol trinken verführt und die gothic gesellschaft zum ritzen ausprobieren verführt. in der gesellschaft ist saufen cool, in der jugendlichen gossik-szene ist ritzen auch cool. 90% der ritzer sind nicht einfach so aus ihrem kopf heraus darauf gekommen das zu probieren. [quote]Auch wenn therapieplätze rar sind sollte man es doch versuchen und ich denke schon das eine Therapie eine wiederholung von soetwas zu 99% aussschließen kann den sollte weider mal solch eine situation kommen weis man nun wie man anders bzw. besser damit umgehen kann als sich zu ritzen.[/quote]genau, lieber sollen die leute die ernsthafte probleme damit haben ein halbes jahr auf einen platz warten, weil die leute, die es wahrscheinlich eh nie wieder machen werden den platz nötiger haben. alles klar. genauso wie du denkst, dass eine therapie zu 99% eine wiederholungstat ausschließt denke ich, dass durch eine therapie erst recht ein problem entstehen kann. therapeuten neigen dazu irgendwo probleme zu sehen wo eigentlich keine sind, oder die halb so schlimm sind. in diesem punkt spreche ich aus erfahrung. das beste beispiel: man geht zu einer thera wegen was ganz anderem, trotzdem knallt er dir zuerst mal irgendeinen schwachfug in die diagnosenliste der gar nichts mit deinem eigentlichen problem zu tun hat, damit die krankenkassen das weiterhin unterstützen. somit habe ich diese dinge in meiner akte, werde desöfters damit konfrontiert (zum beispiel betriebsarzt) obwohl ich schon seit jahren keine probleme mit dem eigentlichen problem damals habe, auch ganz ohne abgeschlossene therapie. [quote]also denkst du das wenn sich jemand ritzt das kein problem ist ? willst du damit sagen das das "normal" ist ?[/QUOTE] ja, es ist normal. ausprobieren ist normal, man macht viel leichtsinn in der pubertät. gerade in der gothicszene ist man falsch, wenn man sowas für was besonderes hält. und mit so einem gedankengut treibt man solche leute erst recht dazu an. schwache leute die es nötig haben, werden es dann weiterhin als aufmerksamkeitserhascher missbrauchen, da sie ja an menschen wie dir merken dass es hilft. zu ernst sollte man die sache meiner meinung nach nicht nehmen. es ist halb so schlimm. bei den meisten sind es doch nur lächerliche kratzer die nicht einmal weh tun, lediglich schlimmer aussehen als sie es sind. mal eine gegenfrage an dich: findest du dass piercen selbstverletzung ist? findest du dass jeder behandelt gehört der sich einmal piercen lässt? (denn er könnte es ja wieder tun.....) |
| une copine | Meine Erfahrung ist dass viele sich nur aus Neugier ritzen oder auch aus Langweile. :rolleyes: Ich habe es auch schon ein paar mal gemacht, allerdings aus Gründen, die so gut wie allen unverständlich erschienen... Und jetzt weiß ich, dass es falsch war. Allerdings brauche ich noch längst keinen Psychiater. :D |
| Zerathul | [QUOTE]gossik-szene ist ritzen auch cool. 90% der ritzer sind nicht einfach so aus ihrem kopf heraus darauf gekommen das zu probieren.[/QUOTE] Also soll das heißen das 90% der Menschen die sich ritzen Goth sind oder zumindest mal was mit dieser szene zu tun hatten ? Das wage ich zu bezweifenl den ich kenne einige leute die sich ritzen die es auch öfter tun aber diese sind nun gewiss keine Goth und ham auch nichts mit dieser szene zu tun. Das diese leute sich und ihrem körper das antun rührt glaube ich daher das sie ihre problem auf diese weise verarbeiten wollen und wie gesagt ich kenne einige die das tun einer von ihnen hat sich (mehr oder weinger freiwillig) in therapie begeben und dort lernte er mit seinen problemen richtig umzugehen und hat dies auch seid dem nicht mehr gemacht obwohl er sich bereits in für ihn schlimmeren situationen befunden hat hat er es nicht wieder getan. [QUOTE]genau, lieber sollen die leute die ernsthafte probleme damit haben ein halbes jahr auf einen platz warten, weil die leute, die es wahrscheinlich eh nie wieder machen werden den platz nötiger haben. alles klar.[/QUOTE] Was meinst du mit rensthafte probleme ? solche leute die sich zwanghaft tag für tag bis auf die knochen schneiden ? auch wenn es erscheint das diejenigen die es bisher nur einmal getan haben es "nicht nötig haben" kann es aber dazu ausarten warum soll ihnen die hilfe verwehrt bleiben soetwas gleich im keim zu ersticken ? den irgendwann können auch diese leute auf der bank liegen weil sich das einmal ritzen zu einem psychotischen zwang enteickelt hat ich finde wenn man die möglichkeit hat es nicht soweit kommen zu lassen da sollte man diese auch nutzen. [QUOTE]trotzdem knallt er dir zuerst mal irgendeinen schwachfug in die diagnosenliste der gar nichts mit deinem eigentlichen problem zu tun hat,[/QUOTE] Psychater sind (meist) hochgebildete leute und auch wenn es für dich nichts mit dem problem zu tun hat kann das stimmen den ncht immer wind die ursachen so offedichtlich wie die wirkung die menschliche psyche ist so komplex das und Psychater haben davon weit mehr ahnung als du und ich, und eben weil wir davon keine ahnung haben glaube ich das wir uns nicht anmaßen sollte zu entscheiden ob der Psychater recht hat oder nicht. [QUOTE]bei den meisten sind es doch nur lächerliche kratzer die nicht einmal weh tun, lediglich schlimmer aussehen als sie es sind. [/QUOTE] Aber genau aus solchen kratzern "können" auch tiefere und schmerzvollere werden deshalb finde ich sollte man das nicht auf die leichte schulter nehmen. [QUOTE]mal eine gegenfrage an dich: findest du dass piercen selbstverletzung ist? findest du dass jeder behandelt gehört der sich einmal piercen lässt? (denn er könnte es ja wieder tun.....)[/QUOTE] NEin finde ich nicht und ich glaube auch nicht das man piercen mit ritzen vergleichen kann den 1. Das piercen und die Piercings (weswegen man das ja macht) gelten als schmuck also hat das den sinn um sich mit irgendwas zu schmücken und ich glaube nicht das man die narben die dvom ritzen über bleiben als schmick trögt und das das ritzen nur und ausschließlich dazu gedacht ist um sich zu schmücken. oder glaubst du das ein ohrring etwas mit einer narbe auf dem unterarm gemein hat ? |
| rosenkind | [QUOTE]auch wenn es erscheint das diejenigen die es bisher nur einmal getan haben es "nicht nötig haben" [b]kann[/b] es aber dazu ausarten warum soll ihnen die hilfe verwehrt bleiben soetwas gleich im keim zu ersticken ? [/QUOTE] eben, [B]kann[/B], muss aber nicht. Es kommt immer auf den Hintergrund an und der Hintergrund sind nicht immer ernsthafte psychische Probleme, die Behandlungswürdig sind. Beispeilsweise habe ich es mal erlebt, dass man sich bei einer Gruppe Jugendlicher als Mutprobe einmal ritzen musste. Und was ist mit Leuten, die Blutsbruderschaft schließen. Es ging um pauschalisierungen und pauschalisieren kann man nun eben nicht. Hier in NW war sogar mal irgendwo ein Fall, in dem jemand, der wirklich ernsthafte Probleme hatte, von Psychiater wieder nachhause geschickt wurde, weil es offensichtlich zu viele gibt, bei denen keine ernsthaften Probleme dahinterstecken. So viel zu diesem Thema. Außerdem ist Psychotherapie auch nicht dazu da, das Symptom zu beseitigen, sondern die Konflikte dahinter. Wo es keine Konflikte gibt, gibt es auch nichts zu therapieren. [QUOTE]oder glaubst du das ein ohrring etwas mit einer narbe auf dem unterarm gemein hat ?[/QUOTE] rein mechanisch betrachtet ist es ein und dasselbe, der Unterschied ist nur, dass der Ohrring gesellschaftlich anerkannt ist, die Narbe auf dem Unterarm nicht. Und ob du es glabst oder nicht, es gibt tatsächlich Leute, die Narben ästhetisch finden und als "Schmuck" tragen. Im Prinzip ist auch Extremsport Selbstverletzung und generell alles, was man freiwillig tut und schmerzen verursacht. Und es dürfte sicher auch Leute geben, die Extremsport betreiben oder sich piercen lassen, um psychische Konflikte dadurch abzureagieren. |
| Pseudo-Gruftiii | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zerathul [/i] Also soll das heißen das 90% der Menschen die sich ritzen Goth sind oder zumindest mal was mit dieser szene zu tun hatten ? Das wage ich zu bezweifen[/quote]ich auch, denn dies ist allein in deinem kopf entstanden. keine ahnung wie du darauf kommst, wahrscheinlich nur nicht richtig gelesen. im übrigen kann man diesen trend auch unter normalsterblichen beobachten, die gossikszene war nur ein gutes beispiel. [quote]Was meinst du mit rensthafte probleme ? solche leute die sich zwanghaft tag für tag bis auf die knochen schneiden ? [/quote]unter anderem. die brauchen den platz nun mal dringender wie jemand der hätte/könnte/was wenn....... [quote]auch wenn es erscheint das diejenigen die es bisher nur einmal getan haben es "nicht nötig haben" kann es aber dazu ausarten warum soll ihnen die hilfe verwehrt bleiben soetwas gleich im keim zu ersticken ?[/quote]du verstehst es noch nicht so ganz. es gibt grundsätzlich zu wenig jugendtherapeuten und therapieplätze in psychatrien. ich weiss nicht wie das bei allgemeintherapeuten und in anderen städten so ist, bei uns muss man auf jeden fall ein halbes jahr auf einen platz in der klinik warten, wenn man nicht gerade akut suizidgefährdet ist. [quote]den irgendwann können auch diese leute auf der bank liegen weil sich das einmal ritzen zu einem psychotischen zwang enteickelt hat ich finde wenn man die möglichkeit hat es nicht soweit kommen zu lassen da sollte man diese auch nutzen.[/quote]noch mal, vielleicht verstehst du mich jetzt: es gibt grundsätzlich zu wenig plätze. wen würdest du zuerst hinschicken, jemand der sich so wie du es nennst bis aufs blut und knochen schneidet oder jemanden der es einmal ausprobiert hat und es wahrscheinlich nie wieder tun wird, sofern man seinen aussagen glauben kann. [quote]Aber genau aus solchen kratzern "können" auch tiefere und schmerzvollere werden deshalb finde ich sollte man das nicht auf die leichte schulter nehmen.[/quote]klar sollte man nicht. aber sofort "oh mein gott du ärmste, ab in die geschlossene mit dir *malkrassausgedrückt*" rufen ist auch nicht richtig. sofern es der betroffene nur aus aufmerksamkeitsgründen macht wird er daran merken dass er so auch was erreicht und das ist auch nicht die beste lösung. viel eher würde ich denjenigen drauf ansprechen, mit ihm so oft reden bis ich mir seiner hintergründe sicher sein kann. dann würde ich erst entscheiden ob er in ne thera gehört oder sein problem nur aus menschen wie dich bestehen, die ihn in seinem tun bestärken. sorry, ist krass ausgedrückt aber irgendwo leider doch wahr. [quote]NEin finde ich nicht und ich glaube auch nicht das man piercen mit ritzen vergleichen kann den 1. Das piercen und die Piercings (weswegen man das ja macht) gelten als schmuck also hat das den sinn um sich mit irgendwas zu schmücken und ich glaube nicht das man die narben die dvom ritzen über bleiben als schmick trögt und das das ritzen nur und ausschließlich dazu gedacht ist um sich zu schmücken. oder glaubst du das ein ohrring etwas mit einer narbe auf dem unterarm gemein hat ? [/QUOTE] also ich kenne leute, die ihre selbstverletzung mit ihrer piercingvorliebe kombinieren und so besser kaschieren:) du stellst die selbstverletzung dar, als ob die betroffenen nur auf die narben heiss wären. |
| Zerathul | .[QUOTE]es gibt grundsätzlich zu wenig jugendtherapeuten und therapieplätze in psychatrien. ich weiss nicht wie das bei allgemeintherapeuten und in anderen städten so ist, bei uns muss man auf jeden fall ein halbes jahr auf einen platz in der klinik warten, wenn man nicht gerade akut suizidgefährdet ist.[/QUOTE] Ok mag sein das es bei euch so ist das kann sein aber bei uns zumindest ist es so das es relativ viele thrapie plätz für jugendliche gibt, Natürlich bin ich auch dafür das Menschen die wirklich schon so akut sind das sie sich tagtäglich ritzen eher behandelt werden aber ebenso sollten auch die jugendlichen bei dehnen das noch nicht so ist behandeln um ebend eine wiederholung auszuschließen [QUOTE]sein problem nur aus menschen wie dich bestehen, die ihn in seinem tun bestärken. sorry, ist krass ausgedrückt aber irgendwo leider doch wahr. [/QUOTE] Ich glaube nicht das ich in irgendeiner weise zu solchen problemen beitrage zumindest hoffe ich das ich will ihnen doch nur helfen :/ und ich denke halt das man ihnen so am besten helfen kann ^^ [QUOTE]Und ob du es glabst oder nicht, es gibt tatsächlich Leute, die Narben ästhetisch finden und als "Schmuck" tragen[/QUOTE] Ok weider was gelernt ich muss zugeben das wusste ich nicht, aber ich kann mir das auch irgendwie gar nicht vorstellen das jemand sowas ästhetisch findet oO naja ich kanns ned nachvollziehen aber jedem das seine ... |
| Pseudo-Gruftiii | [QUOTE][i]Original geschrieben von Zerathul [/i] Ok mag sein das es bei euch so ist das kann sein aber bei uns zumindest ist es so das es relativ viele thrapie plätz für jugendliche gibt, Natürlich bin ich auch dafür das Menschen die wirklich schon so akut sind das sie sich tagtäglich ritzen eher behandelt werden aber ebenso sollten auch die jugendlichen bei dehnen das noch nicht so ist behandeln um ebend eine wiederholung auszuschließen[/quote]wäre das wirklich so, wären wir der selben meinung. leider könnte ich doch schwören, dass ich das mal irgendwo gelesen habe, dass es allgemein in ganz deutschland relativ schlecht mit den JUGENDtherapeuten ausschaut. [quote]Ich glaube nicht das ich in irgendeiner weise zu solchen problemen beitrage zumindest hoffe ich das ich will ihnen doch nur helfen :/ und ich denke halt das man ihnen so am besten helfen kann ^^[/quote]beitragen nicht, aber du bestärkst sie in ihrem tun, weil sie an aussagen wie deinen merken, dass sie mit ihrer eventuellen aufmerksamkeits-/mitleidserhaschung durchaus was erreichen, sofern sie es nur aus solchen gründen tun. selbst wenn sie es nicht aus diesen gründen tun, können diese dazu kommen. [quote]Ok weider was gelernt ich muss zugeben das wusste ich nicht, aber ich kann mir das auch irgendwie gar nicht vorstellen das jemand sowas ästhetisch findet oO naja ich kanns ned nachvollziehen aber jedem das seine ... [/QUOTE] doch gibts aber, nennt sich ganz simpel cutting. dabei werden professionell (oder auch nicht) muster und bildchen mit einem feinen skalpell in die haut geritzt. für mich schaut das später sowieso wie nur ein weißes tattoo aus, die infektionsgefahr, die schmerzen und die gefahr dass es ungleichmäßig wulstig wird wäre es mir nicht wert. es geht vielleicht viel eher um das erlebte, aber nur das motiv, das man durchs tätowieren genauso bekommen kann wärs echt nicht wert.... |
| rosenkind | [QUOTE]Ok mag sein das es bei euch so ist das kann sein aber bei uns zumindest ist es so das es relativ viele thrapie plätz für jugendliche gibt, Natürlich bin ich auch dafür das Menschen die wirklich schon so akut sind das sie sich tagtäglich ritzen eher behandelt werden aber ebenso sollten auch die jugendlichen bei dehnen das noch nicht so ist behandeln um ebend eine wiederholung auszuschließen[/QUOTE] 1. besteht in ganz Deutschland ein Mangel an Jugendtherapeuten, außer in Bayern, dort sind die Zustände etwas besser. Weiß ich durch einen link zum Ärtzeblatt auf den Seiten der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugelichen-Psychotherapeuten e.V. 2. Außerdem gibt es zwischen einmal ritzen und es jeden Tag tun noch viele andere Ausprägungen. Und ums mal so auszudrücken, wenn man danach gehen würde "wer sich ein einziges Mal selbst verletzt hat, muss schon zum Therapeuten" und ähnliches , dürften bisher in jeder Klasse die ich gesehen habe die Hälfte oder mehr der Leute in Psychotherapie gewesen sein. |
| Zerathul | [QUOTE]leider könnte ich doch schwören, dass ich das mal irgendwo gelesen habe, dass es allgemein in ganz deutschland relativ schlecht mit den JUGENDtherapeuten ausschaut.[/QUOTE] Hm wies woanders in deutschland aussieht mit Jugendtherapeuten weis ich nicht lass mich aber gerne belehren ;) Ich weis nur das jemand aus meiner alten klasse der sich aus genau diesem grund um einen platz bemüht hatte ihn auch relativ schnell bekommen hat daher ging ich davon aus das das ned so schwer sein sollte einen zu bekommen ... das das nun nicht so ist finde ich eigendlich schade ... [QUOTE] aber du bestärkst sie in ihrem tun, weil sie an aussagen wie deinen merken, dass sie mit ihrer eventuellen aufmerksamkeits-/mitleidserhaschung durchaus was erreichen, sofern sie es nur aus solchen gründen tun. selbst wenn sie es nicht aus diesen gründen tun, können diese dazu kommen.[/QUOTE] Eigendlich will ich ja nur erreichen das ihnen geholfen wird nicht das sie davon noch mehr motiviert werden das zu tun und ich bin der meinung das durch die Therapie ihnen hilft mehr selbstvertrauen aufzubauen damit sie ebend nicht merh so etwas tun müssen um aufmerksamkeit/mitleid zu bekommen. Also das mit dem cutting ... also mir wäres nicht wert aber ok wems gefällt der solled machen sofern es dem "schmuck" dient |
| verrückteWölfin | Ich denke das wenn wer ritzt da schon was dahinter steckt. Denn schon die überwindung es zu tun ist normalerweise zu groß. Man weiß das es weh tut und darum tut man es nicht. Wenn doch dann nicht wirklich ohne Grund. Es sind vielleicht unterbewußte Dinge die da eine Rolle spielen. Ich habs als Teene mit 14 mal getan und dann noch Tinte reingekippt,nannte das ganze dann Tätowierung. Hab es dann auch gelassen. Aber ich habe dann mit kratzen angefangen,im Gesicht und an den Armen und das bis heute ,bin 38! Und ich weiß auch das es eine Zwangsneurose ist die viele haben und die auch unter SVV läuft. Ich meine das manch einer es tut um auf etwas aufmerksam zu machen ja eine art Hilfe ruf. Es kann ja bekanntlich auch eine Sucht werden,also ich denke das es immer einen Grund für solche Dinge gibt.:p |
| rosenkind | einen Grund hat alles, was man tut, aber ich kenne es z.B. auch, dass eine Gruppe es als Mutprobe macht. und entschuldigung, aber nicht bei allen stecken da ernsthafte Probleme dahinter, nicht bei einem einzigen Mal. |
| Letum | Ritzen....meine Erfahrungen dazu: Keiner tut derartiges einfach so...es gibt immer einen Grund...und Probleme sind für manch einen vielleicht unwichtig, für einen anderen aber mehr als nur eine nichtige Sache...es ist ein problem das einen Menschen bedrückt, sehr stark auf die Psyche geht und einen vielleicht das ganze leben zerstört. und wer sich ritzt, ist entweder kurz vor einer depressiven verstimmung oder diese Person ist ihnen schon verfallen. und natürlich ist ein schnitt, prellung usw. ein Hilfeschrei der aber unbewusst erfolgt. Als ich mich damals geritzt habe, war ich in einer Art Rauschzustand. Ich konnte damals nicht mehr weinen, weil ich einfach schon zu viele Tränen vergossen habe und aufgrund dessen suchte ich unbewusst, einen Ersatz... Dies geht allerdings vorbei....aber natürlich nicht bei allen Menschen, da der Charakter dieser Person und auch die Umgebung eine sehr große Rolle spielen, oba man wieder auf den rechten Weg zurückfindet. Ich habe mich selbst seit mehr als einem Jahr nicht mehr geritzt, jedoch kann ich nicht verleugnen, dass ich vor kurzem einen Rückfall hatte. (aufgrund meiner körperlich schlechten verfassung und meiner zukunft) Und ich bin sicherlich nicht stolz drauf. Allerdings heilt die Wunde langsam...und verleitet einem doch wieder zu einen kleinen Lächeln. |
| nullpromille | ich hatte eine schulkollegin, mit der ich jeden tag in die schule ging - oberstufe. die hat sich geritzt. sie hatte keinen bestimmten grund und außer mir wusste das auch keiner. ich war neugierig und hab es auch ausprobiert, es hat mir aber nichts gegeben, außer, dass ich keine angst vorm zahnarzt mehr habe - klingt komisch, ist aber so. ich habe mich seit diesem experiment nicht mehr geritzt und meine freundin hatte diese phase auch nur kurzzeitig -nicht jeder der einen joint ausprobiert wird süchtig oder hat den wunsch irgendeinem problem zu entkommen und das selbe gilt fürs ritzen. ach ja, eine andere schulkollegin hat meine ritzungen gesehen und war auch neugierig wie das ist. da sind wir dann einmal in einer freistunde GEMEINSAM rasierklingen kaufen gegangen und ich hab ihr gezeigt, wie es geht. auch sie fand es nicht so toll oder bemerkenswert. ich werde aber nie vergessen, wie wir uns halb totgelacht haben, als wir ganz banal und praktisch mit den frischgekauften rasierklingen das geschäft verließen. AUCH ein erfahrungsbericht. |
| Sephira Chockma | Den Vergleich [B]Ritzen - Alkohol[/B] finde ich eigentlich recht interessant. Es ist natürlich ein großer Unterschied, denn das eine ist eine rein psychische Sucht während das andere physisch ist. Alkoholkranke werden noch eher behandelt als SSV-ERkrankte. Allderdings erst wenn es zur Sucht gekommen ist. Bei SVV sollte man es nicht soweit kommen lassen!! Und deshalb finde ich es auch richtig selbst nach einmaligem Ritzen es Ernst zu nehmen und als Prolem zu erkennen!!! Alle die das Problem (oder vielleicht sogar beide probleme) kennen, wissen wie schnell man auf einmal nicht mehr anders kann und will!!! Ohne gleich den Teufel an die Wand malen zu malen sollte man lieber handeln. PREVENTION IS BETTER THAN CURE |
| une copine | Ich würde SVV nicht als Sucht bezeichnen, sicher gibt es welche, die es gar nicht anders können, aber ich kann das nicht nachvollziehen, dabei habe ich leider selber Erfahrungen damit gemacht. Bei mir war es eher so, dass ich mich danach noch schlechter gefühlt habe, weil ich es eben getan hatte. Ich weiß, es klingt verwirrend, aber es war bisher immer so. |
| Pseudo-Gruftiii | [quote]Ich würde SVV nicht als Sucht bezeichnen, sicher gibt es welche, die es gar nicht anders können, [/quote]häää? |
| Letum | Ritzen ist so ein thema....mit dem jeder (na ja..eher als eine Randgruppe der Menschheit zu bezeichnender Teil der Bevölkerung unserer Mutter Erde...) nun mal in erfahrung treten. Verallgemeinern?....nutzvoll...aber auch (oft) nutzlos...da man nicht außer Acht lassen sollte, dass jeder Mensch immerhin anders ist...anders denkt...anders handelt....anders fühlt...!!!!!!!! Natürlich ist es nötig Menschen zu beobachten, analysieren und kategorisieren um das Krankheitsbild so ungefähr erstellen zu können, allerding müssen doppelt so viele Eigenschaften ergänzt werden.... Man kann in diesem Fall nur Erfahrungen austauschen und keine genaue Antwort auf dieses Thema (einmal ritzen - immer behandlungswürdig?)finden. Meiner Ansicht nach...korigiert mich bitte wenn ich falsch liege ;-D |
| verrückteWölfin | Nicht zu vergessen das in bestimmten bereichen auch Alk und Drogen missbrauch zum svv gehören,jede Art ungesunden Verhaltens das man mit Absicht tut gehört dazu. Es einfach ausprobieren ist Blödsinn,aus Neugier? Was soll das? Wenn jemand wo runterspringt,springen dann welche aus "Neugier" hinterher? Wohl kaum oder? Ritzen ist kein Spaß und es sollte auch nicht aus Spaß getan werden. Es kann zur Sucht werden,es kann ein Grund geben,wer es aus Neugier oder aus dem dummen Glauben ,es gehört dazu und sei cool tut,sollte verprügelt werden. Sorry aber ich sehe das so und viele betroffene auch. Die daran erkrankt sind wollen davon los kommen und kämpfen einen schweren Kampf. Einige wenige haben sich damit ungewollt umgebracht,einige vielleicht gewollt. Das ist kein Spiel! Es ist eine Krankheit,das sollte nie vergessen werden. |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von verrückteWölfin [/i] [B]Nicht zu vergessen das in bestimmten bereichen auch Alk und Drogen missbrauch zum svv gehören,jede Art ungesunden Verhaltens das man mit Absicht tut gehört dazu. Es einfach ausprobieren ist Blödsinn,aus Neugier? Was soll das? Wenn jemand wo runterspringt,springen dann welche aus "Neugier" hinterher? Wohl kaum oder? Ritzen ist kein Spaß und es sollte auch nicht aus Spaß getan werden. Es kann zur Sucht werden,es kann ein Grund geben,wer es aus Neugier oder aus dem dummen Glauben ,es gehört dazu und sei cool tut,sollte verprügelt werden. Sorry aber ich sehe das so und viele betroffene auch. Die daran erkrankt sind wollen davon los kommen und kämpfen einen schweren Kampf. Einige wenige haben sich damit ungewollt umgebracht,einige vielleicht gewollt. Das ist kein Spiel! Es ist eine Krankheit,das sollte nie vergessen werden. [/B][/QUOTE] die frage hier ist aber nicht, ob menschen die svv-süchtig sind, behandlungsbedürftig sind, sondern ob leute, die einmal geritzt haben, immer bahndlungsbedürftig sind. und ich sage nein. und aus neugier etwas auszuprobieren, was nicht das leben kostet, muss drin sein. |
| buntschatten | Ich selber habe zwischen meinem 14. und 17. Lebensjahr mehrfach geritzt nach dem Tode eines geliebten Menschen. Es ist meiner Meinung nach definitiv ein Hilfeschrei- ich hatte damals kaum Freunde und ein miserables Mutter-Kind-Verhältnis. Da ich nicht wusste, wie ich mit meinem Schmerz umgehen sollte, habe ich es als Ventil genutzt. Andererseits bin ich aber auch erst durch andere darauf gekommen, sodass es auch irgendwie einen Nachahmungscharakter hat. Als Sucht würde ich es allerdings nicht bezeichnen und ob es behandlungsbedürftig ist, liegt in dem Ermessen der Betroffenen. Mir hätten gute Freunde oder ein normales Gespräch mit meiner Mutter deutlich besser helfen können als ein außenstehender Psychologe. Was die Narben angeht, so sind sie heute (leider!!) noch gut zu sehen. Ich habe mittlerweile kein Bedürfnis mehr zu ritzen und schäme mich auch für meinen verunstalteten Arm. Mit Piercing oder Tattoos würde ich es nicht auf eine Stufe stellen, denn das ist Körperschmuck. Außerdem fand ich es nicht allzu schmerzhaft, als mein Zungenpiercing gestochen würde, da der Piercer damals mit Betäubungsspray gearbeitet hat. Da ich mich auf meine Piercing und Tattoos gefreut habe, hat es mich eher in Euphorie als in eine Depression versetzt. Statt also bei einem einmaligen ritzen nach Therapeuten zu schreien, sollte man zunächst die Hintergründe erforschen und vll auch einfach mal ein offenens Ohr für seinen Nächsten haben!!! |
| Hellscream | Ich hatte mir mit 18 Jahren beide Arme an denn Pulsadern mehrmals im Wahn mehrfach über Kreuz aufgeschnitten........... Vorher und Nachher nicht geritzt............. Die Narben sieht man heute noch gut und deutlich zusehen auf einer länge von 6 cm. Ich würde nicht sagen das es direkt ein Hilfeschrei war viel eher zu viel nach innen gerichtete Aggression und Frustration welche sich explosiv entlud. Ich glaube nicht das Menschen die einmal geritzt haben immer behandlungsbedürftig sind. Ich denke das ich auch nicht behandelt worden bin und ich lebe noch. Mir wäre auch neu das ich irgentwelche schwereren Psychologischen Defekte aufwies welche Behandelt werden mussten. Ich will dammit aber nicht ausschiessen das es gerell nie behandlungswürdig ist. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Demon17 | Ich lese viele Gedichte, Gedichte über das Cutten sind in der Szene schon eine Kategorie für sich. Die blutroten Tränen sind eine sehr bekannte Metapher, eine "Standard Epression" wie der Engländer sagen würde. Wenn die alle psychologisch behandelt würden wären große Teile der schwarzen, weiblichen 14-16 Jährigen krank. Ich habe auch immer wieder erlebt, das die Kleinen, die dann, meist in Verbindung mit anderen zusätzlichen Symptomen (Alkohol, zu frühe Sexualität etc.) in ambulante psychologische Behandlug kamen irgendwann in der Geschlossenen gelandet sind. Ich halte diese Verhaltensweisen nicht für so ungewöhnlich, das sie behandelt werden müßten. Oft ist der Psychologe die einzige erwachsene nichtautoritäre Person, die genug Zeit hat sich intensiv mit der Betroffenen zu beschäftigen. Dies übt natürlich einen großen Reiz aus. Insofern wundert es dann nicht, wenn die Symptome schlimmer werden. Die Patientin mehr und mehr dem durch die Therapie erlerntem Krankheitsbild entspricht (man merkt es an der Übernahme des psychologischen Vokabulars) und sich irgendwann in der geschlossenen Abteilung einer psychologischen Anstalt widerfindet. Hier findet dann eine weitgehende Entmündigung der Heranwachsenden statt, die den Wunsch nach der gewohnten Freiheit hervorruft. Siehe da, sie wird alsbald als geheilt entlassen. Bedenkt man, das ca. 50% der Therapien Behandlungsneurosen hervorrufen, so entsteht durch die Dramatisierung des Cuttens eigentlich mehr Schaden als nutzen. Es ist auch immer wieder sehr aufschlussreich, in welchem Ausmaß die Gesellschaft abweichendes Verhalten pathologisiert. Da ist dann jeder Laie, der von Psychologie so viele Ahnung hat, wie die Kuh vom Eier legen Experte. never surrender demon17 [Font=century gothic][Center][Color=crimson][Size=3]Tod und Tränen[/Font][/Color][/Size] [Size=3][b]E[/b][/Size]insam steht er in der Gasse, dicht beim Tor zur Unterwelt. In der Hand hat er Erlasse, wer nun zu den Toten zählt.[/Center] [Size=3][b]L[/b][/Size]ange Listen voller Namen derer, die im Sterben liegen. Jammervolle Abschiedsdramen, weil sie doch das Leben lieben. [Center][Size=3][b]L[/b][/Size]angsam schreitet er zur Tat. Leise klingen seine Schritte in der Nacht die sein Legat. Sorgsam setzt er seine Schnitte.[/Center] [Size=3][b]T[/b][/Size]iefe Wunden bluten lange. Todesschreie trägt der Wind. Fast hört er nicht mehr am Klange, ob es Greis ist oder Kind. [Center][Size=3][b]E[/b][/Size]insam sitzt ein schwarzer Engel, der vom Glauben abgeschweift Hört von Ferne das Gedengel als der Tod die Sense schleift.[/Center] [Size=3][b]R[/b][/Size]ote Tränen rinnen langsam auf den Weg zur Ewigkeit. Jede Träne ist wie Balsam für des Engels Seelenleid. [Center][Size=3][b]L[/b][/Size]angsam nähert sich der Schnitter, müde ist der Sensemann und der Engel schaut so bitter: „Nun Herr Tod bin ich wohl dran?“[/Center] [Size=3][b]S[/b][/Size]anft streicht Meisters Hand die Tränen von den Wangen, die so bleich. „Wohl gefällt es mir Dein Sehnen nach dem dunklen Schattenreich. [Center][Size=3][b]D[/b][/Size]arum lass ich Dir das Leben, weine bis an's End' der Zeit. Geb Dir meinen Todessegen, auf dem Weg zur Ewigkeit!“[/Center] [SIZE=1]by demon17[/SIZE] |
| verrückteWölfin | Ich bin 38 und hab gerade erst ne Therapie angefangen. Ich habe es vorher abgelehnt und als überflüssig angesehen. Das was bei mir nicht stimmt war und ist mir immer klar gewesen. Ritzen ab und an,kratzen am Körper und im Gesicht schon immer und manch andere Macke. ich therpierte mich selbst und las etliches über SVV,Magersucht,Missbrauch und Borderline. Ich vermutete das ich Borderlinerin sein könnte und es stellte sich raus,es stimmt. Ich glaube kaum das ein völlig gesunder Mensch zum Psycho geht und wenn das der jenige danach erst richtig krank wird. Nein wenn dann muss da schon was sein,niemand wird wegen nix eingewiesen. Ich kenne einige die es echt nötig hatten und vielleicht ohne gar nicht mehr leben würden. Kein Psycho steckt Seelisch gesunde in die Klinik,das ist unfug! Und ritzen wird eh zum Trend also macht was ihr wollt. Ich finde es immer noch daneben und sehe es als das was es ist,eine Krankheit. |
| Demon17 | Mich wundert bloß, das sich die Krankheitsbilder in der Psychologie alle 10 bis 20 Jahre ändern und das nun schon seit Sigmund Freud. Das Borderline-Syndrom taucht in der Literatur erst seit ca. 20 Jahren auf. Auch das "Ritzen" ist erst seit diesem Zeitraum bekannt. Über Fehldiagnosen und die Tatsache, das viele Menschen nach heutigen Maßstäben zu unrecht eingewiesen wurden gibt es bei Bordieu eine schöne Studie. Die Psychologie hat auch eine Art Entsorgungsfunktion für mißliebige Familienmitglieder z.B. aber auch für Menschen mit abweichenden Einstellungen aller Art. Die Zahl der unbegründeten Zwangseinweisungen nimmt in Deutschland dramatisch zu. [URL=http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,r28x119dcbyr0c86~cm.asp]ARD[/URL] Es ist schon erstaunlich mit welcher Selbsverständlichkeit Menschen ohne gründliche Diagnose mehrerer nahmhafter Ärzte ihrer Freiheit beraubt und gewaltsam unter Drogen gesetzt werden, die völlig gesund sind. Ein weiterer Faktor: Nach der Definition der WHO gibt es keine gesunden Menschen, jeder Mensch hat irgendeinen gesundheitlichen Mangel, ist also medizinisch gesehen krank. Analogisieren wir das mal zur Psychologie, so gibt es auch keine völlig psychisch gesunden Menschen. Das wissen auch zahlreiche unterbeschäftigte Therapeuten, die zu einem Stundensatz von (zu meiner Unizeit ca. 60 DM) ihre Dienste ambulant anbieten. Doch obwohl oder gerade weil die Möglichkeiten der ambulanten Behandlungen stetig gestiegen sind, steigen die Zahlen der Zwangseinweisungen in bedrohliche Höhenn. Die sogenannten Irrenanstalten der Vergangenheit waren Höllen der Unmenschlichkeit (Elektroschocks, Zwangsjacken etc.), das was sich in Deutschland langsam wieder entwickelt ist mit den Menschenrechten nicht zu vereinbaren. |
| Seneca | @ demon17 Da hast Du glatt noch ADS und ADSH unterschlagen...unter dieser Diagnose hat man den Hirnstoffwechsel tausender Kinder ud Jugendlicher, die den Eltern schlicht zu lästig waren mit Psychopharmaka durcheinandergebracht. Viele lassen sich heute das Zeug auch als Erwachsen noch verschreiben, weil sie das Gefühl haben, es ohne nicht auf die Reihe zu bekommen. Und selbst in meinem überschaubarem näheren Umfeld befinden sich drei Personen, die eine Zwangenweisung hinter sich haben, Inkluvide der üblichen Medikation mit den Wundermitteln Rispersdal und Haldol und Fixierung. Dazu gehört heute wirklich nicht mehr viel, das ist eine der leichtesten Übungen, udn passiert schneller als man es begriffen hat...wer sich gegen die Pfleger wehrt ist schon halb in der forensischen Abteilung...bie den Trieb- und Gewalttätern...und das ohne Übertreibung. |
| Pseudo-Gruftiii | @verrücktewölfin: lol....glaubst du das wirklich, nur weil du selbst in therapie bist? bei uns braucht man sich nur vor die psychatrie stellen, sagen dass man sich umbringen wird wenn man nicht sofort reindarf und eine "therapie kriegt" und man darf rein. so machen es so manch besoffene komische leute, die mal einen pennplatz für eine nacht brauchen. die pförtner dürfen ja nicht nein sagen, aber die krankenschwestern treten ihnen schon richtig in den arsch *hehe* niedlich oder? abgesehen davon dass es das durchaus gibt. das gibt es mit therapien und selbstdiagnosen/falschdiagnosen. die betroffenen beschäftigen sich so oft damit dass sie gar nicht merken, dass sie dadurch erst wirklich in die muster reinfallen. auch da kenne ich geschichten von leuten, die es kuhl finden einen auf borderliner zu tun. sie treiben sich in entsprechenden foren rum und driften immer mehr in ihre selbst erschaffene persönlichkeit ab.....das ist der grund warum man sagt, dass selbst- oder falschdiagnosen gefährlich sind, noch nie gehört? im übrigen gebe ich demon vollkommen recht, in allen punkten. manche wollen es wahrhaben, manche wollen wiederrum nicht dass es an dramatik verliert, denn heutzutage kriegen die meisten nur die gewünschte aufmerksamkeit von der umwelt erst wenn sie lernen auf die sensationsgeilheit von diesen menschen zu zielen :/ traurig aber wahr.... @seneca: da mache ich doch glatt ein neues topic auf, denn dieses thema brennt mir echt auf der zunge..... |
| Demon17 | Danke Seneca, ein schlimmes Thema das dringend erforscht werden müsste. Kennst Du vielleicht eine Vereinigung von Therapieopfern. Das wäre eine der wenigen Sachen für die ich mich engagieren würde. Nach meiner Schätzung würde die Mehrzahl unserer jungen, schwarzen Poetinnen psychologisch behandelt, wenn ritzen unbedingt behandelt werden müßte. Wieviele von ihnen in geschlossenen Anstalten landen würden wage ich mir nicht auszumahlen. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Danke Seneca, ein schlimmes Thema das dringend erforscht werden müsste. Kennst Du vielleicht eine Vereinigung von Therapieopfern. Das wäre eine der wenigen Sachen für die ich mich engagieren würde. [/B][/QUOTE] Das Verrückte daran ist, das sich diese Therapieopfer zur Zeit alle in Therapie befinden... Ich wede das gefühl nicht los, als Würde die Psychartrie sich die Patienten selbst machen...Ein Verdacht der mich im meiner "Therapiekarriere" sehr schnell beschlich..Ich habe mich diesem Sermon seit meiner Volljährigkeit verweigert,....vorher ging es schlicht nicht, da ich dies zur auflage hatte. Betroffen gemacht hat mich die Karriere eines Freundes, der meiner meimung nach regelrecht kaputtgemacht wurde...ehemals Amateuboxer...heute physisch Kaum in der Lage seine Arbeitstag duchzustehen, aber wohlversorgt mit härtesten Neuroleptika...und das mit gerade mal 25 Jahren. Über ihrn lernetz ich noch mehr leute mit ähnlichem Hintergrund kennen...zuletzt erwischte es meine Schwester... Selbsthilfegruppe...? Nein, man wechselt bestenfalls den Therapeuten...! Meine Restglauben an das Fach verlor ich seit einer albtraumhaften Affäre mit einer Psychlogiestudentin...*g* |
| Demon17 | Das ist das Problem der Psychologie, das Interesse an ihr entsteht häufig aus der Erfahrung eigener Probleme. Ein weiterer Punkt, der Mensch versucht seine Umwelt zu kontrollieren, niemand kann das so Konsequent durchsetzen, wie ein Therapeut in einer geschlossenen Anstalt. Ich meine mich erinnern zu könen, das der Bruder meines Vaters in einer gelandet ist. Doch seit meiner Kindheit habe ich nichts mehr davon gehört. Ich bin nicht einmal sicher ob es stimmt. Unheimlich nicht war. never surrender demon17 |
| verrückteWölfin | Klingt fast so als wolltet ihr sagen schafft Therapie und Therapeuten ab. Das es schwarze Schafe unter Therapeuten gibt weiß ich auch. Zumal ich jemanden kenne der als er Psychologiestudent war so ziemlich alle Drogen nahm die es gibt. Heut ist er wohl auf die Menschen los gelassen und Drogen...nimmt er wohl auch noch immer. Es mag einiges dran sein und doch gibt es eben Leute den wirklich geholfen wurde. Wenn jemand in der Kindheit Missbraucht wurde bleibt nun mal ein Schaden. Und der wird mit dem richtigen Therapeuten behoben. Und was das ritzen betrifft,es ist ein Trend,es tut inzwischen fast jeder mal übertrieben gesagt. Doch kann man nicht bei jedem sagen das es nur Neugier ist. Wie wollt ihr unterscheiden ob jemand ein Problem hat oder nicht? Zumal die Leute die ernste Probleme damit haben,es meist im stillen Kämmerlein tun. Die damit öffentlich protzen sind die "es cool" finden oder sonst was. Und das Menschen mit Medikamenten still gelegt werden,ja das ist übel. Gerade Ads und Adhs betroffene Kinder. Dabei genügt es diesen Kindern mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sehr,sehr viel mit ihnen zu reden. Eine Kollegin erklärte mir das,ihre Tochter leidet daran. Aber alles als schlecht ab zu stempeln ist auch nicht richtig. |
| Demon17 | Sicher gibt es Bedarf an Psychologie. Als ich Geschichte studierte konnte ich mich des Eindruckes nicht erwehren, das große Teile der Menschheit damals psychisch krank gewesen sein müssen. Bei dem enormen Ausmaß an Gewalt und Kindersterblichkeit in der Gesellschaft, blieb eine Traumatisierung der meisten Menschen wohl nicht aus. Ich erinnere mich da noch an den spanischen Thronfolger, der so gerne kleine Äffchen verbrannte, unter desen Herrschaft dann die Inquisition gloreiche Tage hatte. Das Problem ist nur die Erfahrung, das Psychologie in der Vergangenheit auch vielen Menschen geschadet hat, das noch vor fünfzig Jahren geradezu sadistische Praktiken die Regel waren. Das wir heute vor einem starken Anstieg von Zwangseinweisungen stehen, das dieses sich ohne jedes wissenschaftliche Monitoring vollzieht und der Einsatz an Psychopharmaka, über deren Langzeitfolgen keine gesicherten Erkenntnisse bestehen, extrem hoch ist. Weiterhin beunruhigt mich, das in vielen Fällen der Weg von der ambulanten ind die stationäre Behandlung vorgezeichnet ist. Sich das Befinden der Patienten also trotz ambulanter Behandlung verschlechtert, im Vergleich zum Zustand vor der ambulanten Behandlung. Mir kommt dabei der Begriff der Patientenkarriere in den Sinn, dem Phänomen, das Menschen eben durch medizinische Behandlung immer kränker werden. Das ist kein Grund die Medizin generell zu verurteilen, jedoch ein Grund diese Phänomene umfangreich zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Einer der Gründe ist z.B. die funktionale Differenzoerung der Medizin, das Schnittstellenproblem, die Tatsache das der Patient nicht mehr als Person gesehen wird, sondern als Fall. Wenn z.B. der Chirurg das Immunsystem belastet und dieses wiederum zu Lasten des Knochenbaus medikamentös unterstützt wird. Ähnliches erleben wir gerade bei Heranwachsenden bei dem komplexen Wechselspiel zwischen Therapeuten, Familie und Therapiertem. Viele Therapeuten sagen es selbst, eigentlich müßte die Familie therapiert werden und nicht das Kind. never surrender demon17 |
| verrückteWölfin | Die Familie therapieren oh ja da ist was dran. Meine hat es sicher nötig aber ich hab ja zum Glück mit ihnen kaum mehr Kontakt. Das Ambulante Therapie manchmal in einer Klinik endet mag möglicherweise daran liegen das durch die Therapie Dinge an die Oberfläche kommen,die dann doch zur Verschlechterung führen. der Mensch verdrängt gern. Und wenn einem plötzlich Dinge klar werden die man gut verdrängt hatte,zieht es manch einem den Boden unter den Füssen weg. Aber das ist ja nur ein Zeichen das etwas verborgenes Probleme bereitet. Und es ist alles im ständigen Wachstum und es wird ständig neues entdeckt und entwickelt,sei es bei Krebs, Aids oder auch Psychologischen Dingen. Und Fehldiagnosen sind im Medizinischen Bereich sowieso erschreckend häufig. Aber Ärzte sind ja auch nur Menschen und alles andere als Perfekt. Auch wenn manch Weißkittel sich wohl für unfehlbar halten mag. |
| Dark Butterfly | Ich bin überzeugt, dass das Unterbewusstsein eines Menschen weiß, wann es dringend etwas mitzuteilen gibt. Sollte es der Fall sein, dass eine psychische Krankheit oder ein sonstiges ernst zu nehmendes Problem vorliegt, gibt das Unterbewusstsein klare Zeichen und gibt auch so schnell nicht auf. Und dazu gehört nicht, sich einmal zu ritzen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man selber weiß, wann man eine Therapie benötigt. Ich habe Jahre lange Therapien hinter mir, weil man mir sagte, ich müsse welche machen, da ich mich selbst verletze. (Da war ich noch sehr jung.) So viele Therapeuten haben "erstaunliche" Krankheiten "festgestellt" und mir Medikamente verschrieben, die letztendlich alles schlimmer gemacht haben, da ich einfach keine gebraucht habe. Alles Blödsinn! Total sinnlos! Was ich gebraucht hätte, waren ganz normale Dinge wie echte Freunde, Zugehörigkeit (egal wo), eine Familie... Erst jetzt bin ich in der Lage, eine Therapie zu machen, weil ich erst jetzt in der Lage bin, etwas wahrzunehmen und zu erkennen. Es bringt einfach nichts zu sagen:,,Das brauchst du!" Ich halte es für wichtig, den Menschen beizubringen, dass niemand so gut bescheid über einen weiß wie man selber. |
| verrückteWölfin | Also ich lehne Medikamente jeder Art ab. Ich brauch nur mal wen dem ich alles erzähle,der auch was damit anzufangen weiß. Und wer einmal ritzt geht ja meist auch nicht gleich zum Therapeuten. Also bei mir brauchte es fast mein ganzes Leben bis ich mich bereit erklärte ne Therapie zu machen. War nun meine Entscheidung und kein Mensch sagt was von irgendwelchen Medikamenten,uff zum Glück. |
| VampireMiyu | Meine Meinung ist folgende: Ich kenne selbst jemanden, dem es aus Liebeskummer so beschissen ging, dass er sich einmal den ganzen Arm zerschnitten hat (Oberseite). Aber seit dem nie wieder das Bedürfnis dazu hatte. Natürlich ist es nicht unbedingt normal so zu reagieren, aber wenn es bei einem Mal bleibt, ist es okay. Ich selbst bin seit einem Jahr clean. Hab mich selbst geritzt, mehr als einmal. Eine ganze Zeit lang. War keine schöne Zeit. Es war eine Sucht, ohne die ich nicht leben konnte. Ich brauchte es am Morgen, wie andere ein gutes Frühstück. Ich war abhänigig davon, meine Gedanken drehten sich nur noch um die Klinge. Für nichts anderes war mehr platz. Mittlerweile bin ich - wie schon gesagt - seit einem Jahr clean. Und stolz darauf. Doch wenn man einmal richtig dringesteckt war, dann lässt es einen nicht mehr los. Es wird immer Momente in deinem Leben geben, an denen du es am liebsten wieder tun würdest, weil dir das Leben wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aber damit muss man lernen zu leben. Ich habe es einigermaßen im Griff - und darauf bin ich, verdammt noch mal, stolz! Mfg Mi |
| verrückteWölfin | Schön das du davon los bist,war sicher nicht leicht...ich hab heut Nacht einen unangenehmen Anfall gehabt,es steht da nun HASS in meinen Arm fabriziert...nicht gut...gar nicht gut.... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von verrückteWölfin [/i] [B]Schön das du davon los bist,war sicher nicht leicht...ich hab heut Nacht einen unangenehmen Anfall gehabt,es steht da nun HASS in meinen Arm fabriziert...nicht gut...gar nicht gut.... [/B][/QUOTE] Nicht gut, am besten Du isst das nächste Mal ein paar getrocknete Pepperoni stattdessen. |
| verrückteWölfin | Das könnte helfen schon weil ich scharfes gar nicht mag,muss mal welche besorgen,danke:) |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von verrückteWölfin [/i] [B]Das könnte helfen schon weil ich scharfes gar nicht mag,muss mal welche besorgen,danke:) [/B][/QUOTE] War mal ein Tipp vom Psychologen. Die sind so scharf, dass der Scheiss im Kopf keine Beachtung mehr findet, weil es eben so scharf ist. |
| thought | Seid gegrüßt! Ich bin selbst nicht betroffen vom Ritzen, habe aber - soweit mir bekannt ist - in meinem Umfeld bzw. Freundeskreis drei Betroffene, die sich regelmäßig ritzen. Von einer "Mode" oder einem "Trend" kann bei ihnen sicher nicht die Rede sein... Was ich in ihren Augen sehe, sowohl davor als auch danach, ist die pure Verzweiflung... Ich finde schon, dass es eine Krankheit, eine ernstzunehmende, ist, die einer Behandlung bedarf. Allerdings sollte dabei nicht nur an den Symptomen (das ritzen) "herumgedoktert" werden, sondern die Ursachen dafür behandelt werden. Das Problem dabei ist jedoch, so denke ich, dass den Betroffenen selbst gar nicht bewusst ist, was die Ursachen dafür sind, weil es sich im Unbewussten befindet und darauf haben sie keinen Zugriff. Sie wissen es einfach nicht. Der Zugriff kann einzig und allein durch einen erfahrenen Therapeuten erfolgen. Sie haben bestimmte Strategien und Methoden dafür. Somit dürfte eine Selbsthilfegruppe ausscheiden. Sicher, die Therapeuten können auch daneben liegen mit ihren Einschätzungen oder dem, was sie da "nach oben" holen... Aber letzten Endes können doch auch sie nur damit arbeiten, was in der Psychologie bereits bekannt ist. Wir wissen soviel über den Aufbau des Gehirns, aber was dort wirklich vor sich geht, weiß niemand genau. Dazu wird noch mehr Zeit und Forschung benötigt. In meinen Augen ist das aber immerhin besser als gar nichts. Denn: Kann es von mir als Freundin der Betroffenen wirklich verlangt werden, das aufzufangen und auszuhalten? Was ist, wenn es nicht reicht, als Freundin oder Ansprechpartnerin da zu sein, weil ich eben keine Therapie mit ihnen machen kann? So kann ich doch nur hoffen, dass nicht einer von ihnen "aus Versehen" einmal zu tief ritzt... |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von CuttingEmoNadja [/i] [B] Das, dieses völlige Erlebnis, geht den Leuten die nicht ritzen, den Angeblich "gesunden" leute doch völlig ab. Sit stumpfen nur immer mehr ab in ihrer leeren Welt. [/B][/QUOTE] Ich glaub, hier liegt ein Missverständnis vor. Die "gesunden" Leute (war immer das sein mag...) sind nicht abgestumpft, sondern schon sehr viel feinere, subtilere Stimulierungen verschaffen ihnen Erlebnisse, die Du nur noch per schn**den hinkriegst. Nicht die Normalos sind abgestumpft, sondern all jene, die immer extremere Stimuli brauchen, um überhaupt noch irgend etwas zu spüren. |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von CuttingEmoNadja: [/i] [....]Erliegen eines Schnittes, der wie ein Befreiuungsschlag in die Seele wandert. [/QUOTE] Hm.... ich frage mich an dieser Stelle, wozu braucht eine freie Seele einen Befreiungsschlag? Was ist denn da gefangen und soll befreit werden? Grüßlie Michaela |
| Anaximander | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Ich glaub, hier liegt ein Missverständnis vor. Die "gesunden" Leute (war immer das sein mag...) sind nicht abgestumpft, sondern schon sehr viel feinere, subtilere Stimulierungen verschaffen ihnen Erlebnisse, die Du nur noch per schn**den hinkriegst. Nicht die Normalos sind abgestumpft, sondern all jene, die immer extremere Stimuli brauchen, um überhaupt noch irgend etwas zu spüren. [/B][/QUOTE] Ah, eine vollkommen richtige und vernünftige Äußerung von LaChatte. Das kommt nicht häufig vor. :) |
| LaChatte | Anaximander, darüber reden wir in ein paar Jahren nochmal...;) :p |
| Anaximander | Wieso? Was ist denn in ein paar Jahren? Wirst du dann häufiger vernünftige Dinge von dir geben? |
| LaChatte | letztes OT von meiner Seite - nein, ich denke, du wirst andere Ansichten darüber haben, was vernünftig ist und was nicht. ;) |
| Anaximander | Das bezweifle ich stark. Meine Ansichten sind das Produkt jahrelangen Nachdenkens sowie Studiums von Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie, formaler Logik usw. Zweifellos werden sich meine Ansichten weiterhin leicht verändern. Aber mit Sicherheit nicht in die Richtung deines esoterischen Traumtänzertums. |
| CuttingEmoNadja | Ich denke mein idealistisches Weltdenken ist einfach zu komplex und ausgeprägt für einige verschrobene stoiker und weltfremde paranoiker. Darum versucht man auch meine sachlichen Argumente durch niveaulose Beschimpfungen zu widerlegen. muss man mit leben EMO 4 Life |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von CuttingEmoNadja: [/i] Ich denke mein idealistisches Weltdenken ist einfach zu komplex und ausgeprägt für einige verschrobene stoiker und weltfremde paranoiker. Darum versucht man auch meine sachlichen Argumente durch niveaulose Beschimpfungen zu widerlegen. muss man mit leben [/QUOTE] ja. sie ja auch mit dir. |
| Seneca | Dabei hilft stoisches Gelassenheit und das Wissen dass wir schon schlimmeres überstanden haben und das wenig bliebt wie es ist. Kein Zustand ist von Dauer weder die Jugend noch die Trauer. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von CuttingEmoNadja [/i] [B]Ich denke mein idealistisches Weltdenken ist einfach zu komplex und ausgeprägt für einige verschrobene stoiker und weltfremde paranoiker. Darum versucht man auch meine sachlichen Argumente durch niveaulose Beschimpfungen zu widerlegen. muss man mit leben EMO 4 Life [/B][/QUOTE] sachliche Argumente? vermutlich liegts ja daran, dass ich eine verschrobene Paranoikerin bin, aber ich hab keine sachlichen Argumente gefunden.:cool: |
| idisi | mal was auf die Anfangsfrage bezogenes: Die Gründe warum die von dir beschriebene Person sich einmal geritzt hat, rosi, sind wohl nicht genannt worden, deshalb kann ich darauf wohl auch weniger eingehen (und würde es auch gar nicht wollen, wenn denn Gründe genannt worden wären) ich kann nur ein paar Dinge aus eigener Erfahrung berichten. Zum einen hab ich selbst 8-9 Jahre lang geritzt und war deswegen niemals in Therapie und hab mich selbst wegen dieser Sache auch nie für therapiebedürftig gehalten. Und trotzdem hab ich irgendwann aufgehört. Wozu ich dazu sagen muss, dass ich nicht irgendwie mit mir selbst ums aufhören ringen musste, zumindest die letzten Jahre nicht. Es hat mir einfach schon lange nicht mehr das gegeben, was es mir früher gegeben hat. Es ist für mich nutzlos geworden. Zu anderen war damals, so um 1998 plötzlich für ein paar Monate Mode geworden sich zu ritzen. Irgendeiner hat mal angefangen, viele andere haben mitgemacht. Es wurde sogar so eine Art kleiner Wettbewerb. Wer konnte sich die tollsten Ornamente schnitzen und wer hats am tiefsten gemacht. Das "Namen-des-Kerl/Mädchens-in-das-man-verknallt-war-in-den-Arm-ritzen war in unsere Clique zwar verpönt, erfreute sich bei anderen Mitschülern allerdings großer Beliebtheit. Ein paar Leuten wurde das sehr schnell zu blöde und sie hatten wohl auch Ärger mit ihren Eltern bekommen, aber ein paar andere, darunter ich, habens noch ne ganze Weile eifrig weiterbetrieben. Nuja, bei mir isses dann wohl in so eine Art Sucht ausgeartet. Ich habs auch dann noch gemacht, als es schon sehr lange nicht mehr cool, sondern genau das Gegenteil war. Wie auch immer, sehr viele dieser Leute von damals sind meiner Ansicht nach wegen vielen Dingen therapiebedürftig, sei es wegen Anorexie, Alkoholismus oder Drogensucht, aber sicher nicht wegen dem Ritzen. Nichtmal ich, denn bei mir hat sich die Sache von alleine erledigt. Und damit meine ich nicht nur die Ritzerei, die ja eher Beiwerk war und ich immer als das geringste meiner Probleme ansah. |
| ambstod | Grüß dich rosenkind !!! Gut ,daß du dieses thema mal wieder ansprichst. erfahrung mit r*tzn ahb ich selbst auch machen müßen. Doch so schwer es mir fällt zu glauben, ist unser Körper ein einzigartiges Geschenk Gottes, & die Hülle die wir alle HIER als Geschenk annahmen gilt es mit Achtung zu behandeln. Man sollte dakbar sein . ! wenn man mit vollen Körperfunktionen das leben auf erden leben kann. |
| Malefica | [COLOR=indigo]Lächerlich[/COLOR] Im Alter der Pubertät wird so etwas "gerne" getan, um Aufmerksamkeit oder "Coolnes" zu ergattern. Es ist ziemlich primitiv zu sagen, dass man deswegen gleich in Therapie gehört. Leider sind die meisten Menschen sehr primitiv und denken gleich das schlimmste. Leute, die sich wirklich ritzen, die dann Therapiepflichtig sind bzw. sein sollten, zeigen ihre Narben nicht, verstecken sie und wollen nicht das jemand diese sieht. Wenn man schon lauthals damit prahlt, dass man sich geritzt hat, dann ist es kein Grund gleich das schlimmste zu denken, geschweigedenn die Person in Therapie zu schicken. Man sollte es beobachten, dem vielleicht anfangs nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken, um herauszufinden, ob es ein ernstes "Vergehn" oder nur die Suche nach Geborgenheit usw. ist. Man sollte es nicht übertreiben, in Panik ausbrechen oder gar die Leute dazu ermutigen [von wegen es sei cool (als ausprobieren bezeichnen <--- darauf bezogen)]. Das ist meine Meinung dazu. |
| Paranoid | . |
| herz23 | Hallo zusammen!!! Für mich ist es, um es so direkt wie möglich auszudrücken Schwachsinn, eine derartige Behauptung aufzustellen, dass wenn man sich einmal ritz oder in irgend einer Art und Weise selbst verletzt, gleich sein lebenlang behandelt werden müsse. Wie erkläre ich jetzt am besten warum? Was kann man alles unter Selbstzerstörung zählen???? Das sind so viele Dinge, zB: -Sich fast ins Koma saufen, ob jetzt nun einmal, mehrmals oder sogar regelmäßig. -Übermäßig Sport, bis dass die Muskulatur schmerzt, weil sie überstrapaziert wurde -Prügeleien -Rauchen -Drogen -etc. Das alles sind Dinge die wir teils machen/zu uns nehmen, obwohl wir uns darüber bewusst sind, dass sie uns schaden, ob nun auf kurze Sicht oder sogar langfristig. Egal ob wir nun einmal oder mehrmals rauchen oder dergleichen. ... Sorry, ich erkläre gleich weiter, muss eben für ne Stunde weg und will das alles nicht nochmal neu schreiben. Bis gleich |
| herz23 | Das alles kann man eben so sehr unter den titel bewusste Selbstzerstörung setzten. Die Menschen heut zu Tage leben viel zu sehr "für den Moment", was für Konsequenzen es hat, ist egal. Aber deshalb käme Beispielsweise niemand auf die Idee einen Raucher in psychologische Behandlung zu stecken. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber die relevante Frage ist: Warum serstören wir uns bewusst selbst??? Fragt einen Junkie warum er Drogen nimmt, die häufigste Antwort ist, weil die Welt so furchtbar ist! Warum raucht rauchen so viele Menschen??? -->Gruppenzwang, Ursprung der handlung ist egal. Warum gibt es soviel Gewalt??? Weil die Menschen ihre angstaute Wut die sie durch andere Menschen erhalten haben irgendwo wieder loslassen müssen, auch wenn es meistens damit begründet wird, dass man sich gleich stellen möchte: "Ich erfahre Gewalt und deshalb bin ich ebenso gewalttätig" Denoch zurück zu führen auf Wut. Warum ritzt sich jemand einmalig??? Warum??? Die Frage müssen die Leute, die es tun, selbst beantworten, denoch ist schon abzusehen, dass die Antwort, ebenso sinnlos ist, wie die eben genannten Antworten. -->"Es gibt zu viele Nichtigkeiten auf dieser Erde, an denen sich die Menschen aufhalten, dass ihnen die Wichtigkeiten als nichtig erscheinen!!!!" (Zitat: J. Batty) Aber, um mal auf dass Thema SVV anzusprechen: Ich selbst bin/war Borderliner. Das lasse ich erstmal so stehen. Warum ich erst zu gewissen Charakterzügen gekommen bin, die diese "Persönlichkeitsstörung" im gesamten beschreibt, werde ich nicht erklären, eben aus diesem Grunde, dass die Antworten nichtig sind. Was aber nun wichtig ist, ist Grund, weswegen ich es war. Der Mensch lebt für den Moment, erkennt er erst wie kurz das Leben ist und was für Konsequnzen sein "nur für den Moment leben" hatte, ist es fast zu spät. Die Folgen sind meist Depressionen, Psychosen, Wahnvorstellungen und der gleichen, man fällt in ein schwarzes Loch. Ich selbst bin durch die Behandlung in dieses schwarze Loch gefallen, weil mich der Psychologe erfolgreich davon überzeugt hat, dass mein Verhalten unmenschlich und krank ist, was ich so zuvor nicht empfunden hatte, für mich war es normal. Aus diesem Loch habe ich es erst wieder geschafft, als ich versucht habe mir das Leben zu nehmen. Zum Glück ohne erfolg, denn in diesem Moment ist mir klar geworden, dass mir das Leben wichtig ist. Im Leben wird einem nichts geschenkt, man muss dafür etwas tun und vor allem tut heute etwas für morgen. Mittlerweile gehöre ich zu den wenigen 5% der geheilten Borderlinern. Und das hat keine Behandlung erreicht!!! Für mich ist also klar, dass "selbst" wenn jemand, der nur einmal ritzt, gleich in die abnormal ist, durch eine Behandlung auch nicht zurück ins Leben findet!!! Im übrigen muss ich sagen, dass ich Ritzer mittlerweile wieder auf die gleiche Stufe stelle, wie zB. ein Raucher. Gruß herz23 >>>Have a nice Live!<<< PS: Falls ich ab und an etwas vom eigentlichen Thema abgewichen bin, möchte ich mich dafür entschuldigen, aber erklären, dass es relevant für meine Erläutrerungen war. |
| Kinwin | Um erst mal auf das einzugehen was überhaupt gefragt wurde muss ich sagen, dass ich nicht glaube dass jemand der einmal ritzt und dann nie wieder in Therapie muss. Und Jugendliche die es legendlich der "Coolness" wegen machen kann man meiner Meinung nach auch abharken, denn das find ich einfach nur erbärmlich. Aber dies wurde hier alles schon genannt. Bei der Sache ob jetzt eine Therapie sinnvoll ist kann ich nur sagen, dass ich persönlich nie eine machen könnte. Dazu muss ich sagen dass ich selber ritze. Bei mir ist es so, dass ich niemals einem Psychologen sagen würde warum ich das mache und schon gar nicht würde ich ihn in meiner Vergangenheit rumwühlen lassen. Ganz ehrlich gesagt mag ich Psychologen nicht, weil ich immer das Gefühl habe: die haben ja ihre Antwort schon parat. Du erzählst ihn von deiner Kindheit und sie verbinden es mit deinem derzeitigen Problem und suchen dann im dementsprechenden Buch die Krankheit auf die dein "Krankheitsbild" grad passt. Aber ganz ehrlich da brauch ich nicht zum Psychologen gehen, dass weiß ich auch so. Da ich eh ewig brauche bis ich jemandem vertraue und ich eh niemandem vertrauen kann mit dem ich auch noch einen [B]Termin für eine begrenzte Stunde[/B] ausmachen muss funktioniert das bei mir nicht. Es gibt einfach Tage da will man drüber reden und an anderen nicht. Also was soll ich dann machen, wenn ich grad keine Lust hab mit dem dadrüber zu reden? Schweigend dasitzen und ihn ignorieren? Ne, also wirklich nicht. Außerdem habe ich festgestellt hilft es viel mehr mit "nicht so geschulten" Menschen zu sprechen, weil die für mich irgendwie menschlicher wirken, ansonsten fühl ich mich immer wie so ein Stundienobjekt. Ich hab zum Beispiel einen Lehrer an der Schule, der nicht Vertrauenslehrer ist oder sonst was in die Richtung und irgendwie hat der's raus einem einfach mal zuzuhören und nicht ständig dazwischen zu labbern und einem keine Vorwürfe und keine Vorschriften deswegen zu machen. Er hört einfach zu und das hilft schon ungemein. Er gehört eben mal nicht zu den Leuten, die sich anmaßen zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Und genau solche Leute brauchen wir und nicht irgendwelche Psychologen, die glauben sie würden alles wissen. Gruß Kinwin |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kinwin [/i] [B] Ganz ehrlich gesagt mag ich Psychologen nicht, weil ich immer das Gefühl habe: die haben ja ihre Antwort schon parat. [/B][/QUOTE] Ich versichere dir, es gibt auch andere. Es gibt auch TherapeutInnen, die Körperarbeit machen; da kann man sich auch mal einfach auf den Tisch legen und eine Behandlung geniessen, wenn einem nicht nach Sprechen zumute ist, und das ist auch OK.;) |
| Kinwin | [QUOTE]Ich versichere dir, es gibt auch andere. Es gibt auch TherapeutInnen, die Körperarbeit machen; da kann man sich auch mal einfach auf den Tisch legen und eine Behandlung geniessen, wenn einem nicht nach Sprechen zumute ist, und das ist auch OK.[/QUOTE] Und selbst wenn es andere gibt, so kann ich ihnen doch nicht vertrauen. Und ich will mich auch bei keinem auf den Tisch legen, dann fühle ich mich noch mehr dem Anderen ausgeliefert. Bei so was kann man mich glatt mit, sagen wir einem Tier vergleichen. Ich habe vor langer Zeit das Vertrauen in die Menschheit verloren und es fällt mir schwer selbst nahestehenden Personen voll und ganz zu vertrauen. Wenn man es so sagen will, dann hab ich verlernt anderen zu trauen. Wenn ich eine Katze wäre würde ich jeden Arzt, der auch nur versucht in meine Nähe zu kommen kratzen, beissen und anfauchen, weil mir sowohl körperliche als auch psychische Nähe unangenehm und einfach zu viel ist. Dadurch das ich es so gelernt hab, dass ich mich auch nicht auf das Aussehen verlassen kann hab ich irgendwann mir auch abgewöhnt auf meine Augen zu vertrauen. Nur meinem Gehörsinn kann ich noch vertrauen schenken und auch nur dann wenn ich nicht die Worte eines Menschen hören muss, denn Menschen können viel sagen, wenn der Tag lang ist. Auch Psychologen. Sorry wenn ich jetzt etwas vom Thema abgedriftet bin, aber das musste sein. Gruß Kinwin |
| LaChatte | Nun, es ist an dir, herauszufinden, was du brauchst, und welchen Preis du dafür zu zahlen bereit bist. Denn es gibt IMMER einen Preis, egal, was du wählst. Da du dich in deiner aktuellen Situation offenbar wohl genug fühlst, und dir der Preis für eine Veränderung zu hoch scheint, ist es nicht an mir, dir das ausreden zu wollen... das ist etwas, was du selbst wollen musst. :) |
| Kinwin | @LaChatte: da hast du wohl recht:) für mich ist es ein sehr hoher Preis und ich habe es schon öfter bereut auf ein solches Geschäft einzugehen. Im Moment bin ich dabei zu versuchen selbst meine Situation zu ändern. Ich versuche jetzt das Schlechte am Ritzen zu sehen, denn bis jetzt sehe ich für mich persönlich nichts Negatives daran. Klar irgendwo weiß ich schon um es mal salopp auszudrücken dass es schlecht ist, aber doch empfinde ich in es in diesem Moment nicht als schlecht oder böse und auch danach bereue ich es nicht. Das einzige was dann seit Neustem zurück bleibt ist ein Art schlechtes Gewissen meinem Freund gegenüber, der von alle dem nichts weiß. Doch ich fühle mich langsam davon erdrückt, erdrückt von der Last meines schlechten Gewissens... |
| Kinwin | P.S.: werd erst in 5 Tagen wieder hier vorbei schauen bin nämlich auf m WGT^^ |
| Amulette | hi, ich habe mir mal mit 16 jahren ´nen bandnamen in den unterarm geritzt. Tatoo war nicht bezahlbar... bin jetzt fast 40 und habe es nie wieder gemacht, außer versehentlich beim schneiden von irgendwas. ritzen kann eine echte lebensbedrohung darstellen, wenn es aus besonderen gründen gemacht wird. bei einmaligen aktionen bin ich nicht wirklich besorgt. kommt es aber wiederholt vor, sollte dringend ein psychologe (kein psychiater!!!) zu rate gezogen werden, denke ich |
| herz23 | @amulette Verzeih mir im vorraus, wenn dass folgende sehr angreifend klingen wird. Aber ich verstehe beim besten willen nicht deine intoleranz. Wenn du für dich selber sagst, dass du ritzen je nach grund als lebensbedrohlich ansiehst, ist das vollkommen ok. Aber es zu verallgemeiner hat in meinen augen nichts mehr mit toleranz zu tun, denn JEDER IST FÜR SICH SELBST VERANTWORTLICH!!! Es ist für mich ein Heldentum, wenn jemand zu sich selbst steht, egal ob es nun Dinge betrifft, die von der Norm aktzeptiert oder eben nicht aktzeptiert werden. Um es ein wenig besser zu erläutern habe ich folgenden Auszug aus einem Brief (anonym) hier mit reingestellt: [FONT=times][SIZE=3]Aus meiner Sicht gibt es keine Borderline Persönlichkeitsstörung, bzw. wenn dann leidet jeder unter eben dieser Störung. Alles was dir selbst klar werden muss, ist die Unterscheidung von Pro und Kontra, wobei du einiges an Toleranz mitbringen muss. Um es noch konkreter zu sagen, finde die Grenze/Borderline. Wer sagt, was richtig und falsch ist, was normal und verrückt ist, was schwarz oder weiß ist? Es ist die Norm, nichts weiter als die Norm, ein Zusammenschluß aus einer Mehrheit. Diese Mehrheit gibt vor untereinander gleicher Meinung zu sein, dass muss zwar nicht zwingend stimmen, aber nach aussen hin hat es den anschein und mehr ist nicht von nöten um eine Norm zu bilden. Ein kleines Beispiel: Wir haben 11 Menschen und folgende Frage: Ist Gott existent??? 3 Menschen sagen "Nein!" und die restlichen 8 sagen "Ja, es gibt ihn!" Welcher der beiden sich nun gebildeten Gruppen hat recht? Antwort: KEINE Aber siehst du was passiert ist, durch eine einzige Frage hat sich eine Norm und eine Antinorm gebildet. Die Norm ist einfach nur die größere Fraktion einer Meinung und eben diese Norm sagt wer verrückt ist und wer nicht, sie stellt quasi ethische Regeln auf, nicht mehr. Wenn ich dir jetzt sage, dass der Psychologe, der dir gesagt hat, dass du krank und ein Borderliner bist, selbst zur Norm gehört, würdest du dich dann trotzdem weiterhin für Verrückt halten??? Wenn du jetzt sagst ja, hast du dich dieser Norm angeschlossen, der größeren Gesellschaft, nicht mehr. Sagst du jetzt Nein, gehörst du zur Antinorm, den sogenannten "Freidenker". Im Übrigen ist egal zu welcher Seite du dich selbst zählst, denn de Facto sind wir alle gleich was das Thema SVV angeht. Denn jeder Mensch auf dieser Erde verletzt sich selbst --> JEDER. Wie bereits erwähnt, Raucher, Kiffer, Boxer, Teetrinker, Zuckerjunkies, Extremsportler, Melancholisten. Du sagst, du möchtest aus der allgemeinen Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden, wirst du auch nicht. Auch hier wieder die Frage wo du hin willst. Das alles ist nicht mehr als einen Weg den du gehst, wie wenn du im Wald unterwegs bist, lässt du dir ja auch nicht von anderen Leuten vorschreiben, welche Wege du gehst und welche nicht, ebenso auch hier. Und egal welchen Weg du gehst, du wirst IMMER auf Menschen treffen die deinen Weg kreuzen, wenn nicht sogar teilen. Welche Gesellschaft ist dir wichtig? Wie wichtig bist du dir selbst (Wahrheit oder Lüge)? Was tut zum Beispiel ein Raucher, der nicht als Raucher erkannt werden will? --> Er raucht so, dass es niemand bemerkt und hat Ausreden parat. Warum reagieren die Menschen auf einen Raucher tolerant und auf einen Borderliner intolerant? --> Weil es die Norm vorgibt!!! "Oft reicht einfach ein Blick in den Spiegel um ein klareres Bild zu erhalten" "Schau dich um und du wirst ein wunderbares Panorama vor Augen haben" [/FONT][/SIZE] So, ich hoffe ich habe damit erklären können, was ich meine und bitte um Toleranz!!! Was ich dir damit ans Herz legen will, ist über deinen standpunt nachzudenken. Kümmer DICH nicht darum, was für gefährliche oder "strange" sachen andere tun, so lange du für Dich selbst die dinge tust, die Du mit DEINEM Gewissen vereinbaren kannst. Was nicht bedeutet, dass du deinen eigenen Standpunkt nicht mitteilen darfst, denn dass ist eben so wichtig, wie andere ihr Leben selbst leben zu lassen. Herz23 |
| ~white soul~ | Ich habe die Antworten zu diesem Thema nur quergelesen und hoffe, das was ich schreiben wurde so oder so ähnlich nicht schon einmal geschrieben, wenn doch, tut es mir Leid. Erstmal halte ich Ritzen nicht für eine "selbstzerstörerische Tätigkeit", die mit Rauchen gleichzustellen ist. Ritzen ist durchaus ernstzunehmen, es sei denn, es geschieht aus "jugendlichen", leichtsinnigen Motiven heraus, wie den Namen des Liebsten aus Spaß in den Arm zu ritzen (aus welchen Gründen das auch immer Sinn machen sollte). Eine Behandlung allgemein für "Ritzer" halte ich nicht für notwenig, es sei denn, das Ritzen ist von Dingen motiviert, die einen seelisch stark belasten und diese Menschen deshalb benötigen. Ich hoffe, ich stoße nicht auf Unverständnis, wenn ich meine Erfahrung zum Thema Ritzen hier hereinstelle. Damit möchte ich ganz sicher niemanden motivieren oder dazu verleiten, sich zu ritzen; mein eigentliches Anliegen ist es, dass man die Gründe (oder besser gesagt einige der möglichen Gründe) besser verstehen kann. Und zwar deshalb, weil Ritzer oft für krank gehalten werden oder gedankenlos. Aus diesem Grund möchte ich das gerne aus meiner Sicht darlegen und hoffe wie gesagt, ich stoße dabei nicht auf falsches Verständnis. Das erste mal ritze ich mich mit einer Stecknagel, als mich meine Mutter nach einem heftigen Streit schlug. Ich tat es zum einen aus Wut, der ich kein anderes Ventil geben konnte; aber auch, weil...ich irgendwas fühlen wollte. Ich weis nicht, ob ich etwas fühlen wollte, was mir Sinn gibt, oder ob ich eher fühlen wollte, dass ich noch lebe (nicht, dass mich meine Mutter jemals schwer verletzte, sondern ich fühlte mich, nachdem ich geschlafen wurde, vor allem seelisch abgestumpft und ermattet). Das machte ich vielleicht drei, viermal. Das Angenehme (so absurd dieser Begriff auch in diesem Zusammenhang klingt) war für mich dabei nicht das Ritzen selbst, sondern der prickelnde Schmerz danach. Und die Stelle anzusehen, an der ich mich geritzt hatte, weil es mir (fragt mich bitte nicht, warum) Kraft gab und es wie ein Gegenschlag gegen meine Mutter war. Danach ritze ich mich eine ganze Zeit nicht mehr. Ich fing später wieder damit an. Und jetzt hoffe ich ganz sehr, dass man mich nicht falsch versteht, nach dem Motto: "Was ist das denn für ein Typ, der sie zu so etwas treibt" oder "Was ist das denn für eine, die während einer Beziehung so unglücklich sein kann". Am Anfang der Fernbeziehung zu meinem Freund konnte ich absolut nicht mit der wochenlangen, manchmal monatelangen Sehnsucht umgehen. Sie machte mich so fertig, dass es schon körperlich wehtat. Manchmal lag ich dann im Bett und fühlte mich wie auseinandergrissen, ich hätte am liebsten geschrien doch starrte nur im Dunkeln an die Decke. Ich wusste an solchen Abenden genau, dass ich nicht einschlafen konnte, bevor ich es tat; so stand ich auf, machte Licht an und ritzte mich. Die Gründe dafür...tja zum einen der Umgang mit dem psychischen Schmerz, den man vielleicht zu einem physischen machen wollte. Ein weiterer Grund, den mein Freund mir erklärte als ich mit ihm darüber sprach: Er war der Ansicht, dass diese Sehnsucht, die ich absolut nicht bewältigen konnte, zu einer starken Unausgeglichenheit, fast schon..Ungerechtigkeit bei mir führte, welche ich irgendwie auszugleichen versuchte. Ich hoffe, dass ich mit diesem Beispiel aus der Thematik Liebe das Rizen nicht romantisiert habe, dann das ist es auf keinen Fall. Ich ritzte mich in dieser zweiten Phase wesentlich öfter als in der ersten, als ich es aus einem anderen Grund tat. Einmal jedoch setzte ich wieder an, konnte allerdings nur noch heulen und dachte mir (bitte verzeiht): "Scheise, dieser ganze Mist hilft mir nicht mehr". Während ich früher danach eine Befriedigung spürte, widerte es mich dann fast schon an. Ich hörte also schlagartig damit auf. Was mich genau dazu bewegt hat, plötzlich eine Abstoßung dem Ritzen gegenüber zu empfinden (obwohl ich danach einige male nochmal gerne das Gefühl gehabt hätte), weis ich nicht, aber ich bin sehr froh, heute nicht mehr das Verlangen danach zu haben, auch wenn ich noch öfter daran dachte. Was ich daran zeigen möchte, ich habe mich nicht geritzt, weil ich irre bin oder mir die Zukunft egal ist oder weil ich keine Rücksicht auf meinen Körper nehme - sondern um einen psychischen Ausgleich herzustellen. Andere machen Sport oder gehen wandern. Wieder andere finden eben..einen schlechteren Weg, was es ja wirklich ist, da Ritzen keine Lösung darstellt. Ich bin nicht der Meinung, dass ich eine Behandlung oder Therapie nötig habe, da ich letzlich mit meinen Gefühlen gut genug umgehen kann, um mich nicht mehr ritzen zu müssen. Aber es ist natürlich richtig, dass die Motive psychischer Natur waren, welche vielleicht (bei einem weniger, beim andren mehr) behandlungswürdig sind - nämlich dann, wenn er selbst nichtmehr damit umgehen kann. Um zum Ende zu kommen; mein Anliegen war es zum einen zu zeigen, warum man sich beispielsweise ritzt (denn da gibt es sicher noch hundert andre Gründe) und zum anderen, inwieweit hierbei eine Therapie notwendig ist. Okay...dann einen schönen Abend noch. ~white soul~ |